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1974

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1974

Richard Nixon tritt als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zurück
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Schmidt
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Helmut Schmidt wird neuer deutscher Bundeskanzler
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Terrakottaarmee
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In der Nähe von Xi'an wird die Terrakottaarmee entdeckt
Jahreswidmungen
Vereinte Nationen: „Weltbevölkerungsjahr“
Vogel des Jahres (Deutschland): Mehlschwalbe
1974 in anderen Kalendern
Chinesischer Kalender Jahr des Holz-Tigers 甲寅
Islamischer Kalender 1394
Japanischer Kalender 昭和 Shōwa 49
Jüdischer Kalender 5734/35
Malayalam-Kalender 1149/50

Das Jahr 1974 war vor allem durch die Nachwirkungen der Ölkrise des Jahres 1973 beeinflusst. In diesem Jahr trat zudem der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Richard Nixon, aufgrund der Watergate-Affäre zurück.

Im Nahen Osten wurde der von Ägypten und Syrien begonnene Jom-Kippur-Krieg durch den Einmarsch amerikanischer Truppen entschärft. Die israelische Regierungschefin Golda Meïr musste wegen der hohen israelischen Verluste im April 1974 zurücktreten. Im Norden Zyperns begann mit dem Einmarsch und der Besetzung durch türkische Truppen der Zypern-Krieg, in Portugal kam es zur so genannten Nelkenrevolution. Auch in Deutschland gab es durch den Rücktritt Willy Brandts aufgrund der Spionageaffäre um seinen persönlichen Referenten Günter Guillaume einen Regierungswechsel.

Sportlich wurde das Jahr vor allem durch die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, bei der die deutsche Nationalelf den Titel holte sowie den Boxkampf zwischen Muhammed Ali und George Foreman in Zaire („Rumble in the Jungle“) dominiert.

Politik

Politik
1. Januar Schweiz: Ernst Brugger wird Bundespräsident.

Schweden: Die Elternversicherung tritt in Kraft.

Finnland schließt ein Freihandelsabkommen mit der EG.

Die Bundesrepublik Deutschland trifft mit Botsuana ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe.

EG: Die Bundesrepublik übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften.

2. Januar Spanien: Carlos Arias Navarro wird als Ministerpräsident vereidigt.
18. Januar Abkommen über eine Truppenentflechtung Ägyptens und Israels.

Bundesrepublik Deutschland: Der Bundestag verabschiedet das Bundesimmissionsschutzgesetz.

23. Januar Das österreichische Parlament verabschiedet ein neues Strafgesetzbuch, das zum 1. Januar 1975 in Kraft tritt.
25. Januar UN-Truppen rücken in die von den Israelis frei gemachten Stellungen am Sueskanal ein.
31. Januar Überfälle von Mitgliedern der PFLP auf die japanische Botschaft in Kuwait und der JRA auf eine Shell-Anlage in Singapur. Bei letzteren lassen sich mehrere Regierungsmitarbeiter Singapurs freiwillig gefangennehmen, darunter auch der spätere Präsident Sellapan Rama Nathan. Die Geiseln werden gegen Zahlung eines Lösegeldes und sicheren Flug mit einer japanischen Maschine in den Südjemen freigelassen.
7. Februar Grenada erhält seine Unabhängigkeit von Großbritannien.
8. Februar In Obervolta ereignet sich ein Militärputsch.
20. Februar Der Deutsche Bundestag ratifiziert den Atomwaffensperrvertrag
21. Februar Jugoslawien: Eine neue Verfassung wird erlassen. Tito wird zum Präsidenten auf Lebenszeit bestimmt.
28. Februar Großbritannien: Keine Mehrheit bei den Parlamentswahlen, Neuwahlen am 10. Oktober

Der äthiopische Premierminister Tsehafi Aklilu Habte-Wold, seit 1961 im Amt, wird von Kaiser Haile Selassie entlassen und durch Endelkachew Makonnen ersetzt.

2. März In Spanien wird das letzte Mal eine Hinrichtung durchgeführt. Getötet werden der Anarchist Puig Antich und der deutsche Flüchtling Georg Michael Welzel.
3. März Bei der Senatswahl in Hamburg verliert die SPD die absolute Mehrheit.
7. März Einigung über die Einrichtung ständiger Vertretungen in Bonn und Ostberlin
10. März Sieg der Christsozialen bei Wahlen in Belgien.
12. März In Venezuela tritt Carlos Andrés Pérez das Amt des Staatspräsidenten an.
14. März Der stellvertretende Außenminister der DDR, Kurt Nier, und der bundesdeutsche Staatssekretär Günter Gaus unterzeichnen in Bonn das Protokoll über die Errichtung „Ständiger Vertretungen“.
22. März Bundesrepublik Deutschland: Der Bundestag beschließt, das Alter für Volljährigkeit von 21 auf 18 zu senken und beschließt Rücktrittsmöglichkeit vom Teilzahlungskauf.
26. März Bundespräsident Gustav Heinemann auf dreitägigen Staatsbesuch in Belgien.
27. März US-Außenminister Henry Kissinger beendet mehrtägige Besprechungen in Moskau.
28. März Parteichef Nicolae Ceauşescu wird zum Präsidenten der Republik Rumänien gewählt. Das Amt wurde neu geschaffen.
1. April Burma: Eine neue Verfassung tritt in Kraft.
2. April Die Republik Niger wird Mitglied in der UMOA (Westafrikanische Währungsunion) und der BOAD (Westafrikanische Entwicklungsbank).
11. April Israel: Golda Meïr tritt als Premierministerin zurück, ihr Nachfolger wird Jitzchak Rabin.

Arabischer Terroranschlag auf die israelische Grenzstadt Kirjat Schmoneh, 18 Tote.

16. April Niger: Präsident Hamani Diori wird durch einen Armeeputsch gestürzt.
19. April Bundeskanzler Willy Brandt besucht als erster deutscher Regierungschef Algerien.
21. April Willy Brandt auf Besuch in Ägypten.
24. April Südafrika: Wahlen, die National Party behält ihre absolute Mehrheit.

Bundesrepublik Deutschland: Günter Guillaume, persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt, wird als Spion der DDR entlarvt.

25. April Portugal: Sturz der Diktatur durch die „Nelkenrevolution“. Die Militärjunta „Bewegung der Streitkräfte“ übernimmt die Macht.
30. April Hinrichtung der 22-jährigen Leyla Kassim und vier weiterer Studenten nach schweren Folterungen wegen „Begünstigung und Gutheißung der separatistischen Bestrebungen“ in Südkurdistan
6. Mai Bundesrepublik Deutschland: Willy Brandt tritt als Bundeskanzler wegen der Spionage-Affäre um Günter Guillaume zurück.
9. Mai In Kanada wird Premierminister Pierre Trudeau durch ein Misstrauensvotum gestürzt. Bei den Wahlen, die daraufhin abgehalten werden, gewinnt Trudeaus Partei die absolute Mehrheit; Trudeau wird wieder Premierminister.
13. Mai Bei einer Volksabstimmung in Italien für die Beibehaltung oder Abschaffung der Scheidung stimmen 59,1% für die Beibehaltung.
15. Mai Bundesrepublik Deutschland: Walter Scheel wird zum deutschen Bundespräsidenten gewählt.

Portugal: General António Ribeiro de Spínola wird Staatspräsident.

Nordirland: Das Ulster Workers Council ruft einen Generalstreik aus.

16. Mai Bundesrepublik Deutschland: Helmut Schmidt wird vom Bundestag zum Bundeskanzler gewählt.

Portugal: Adelino da Palma Carlos wird Ministerpräsident (bis 17. Juli).

18. Mai Indien führt den ersten Atomwaffentest durch („Smiling Buddha“).
19. Mai In Frankreich wird Valery Giscard d'Estaing (50,8 %) vor François Mitterrand (49,1 %) zum Staatspräsidenten gewählt.
21. Mai Die Regierung unter Sanya Thammasak in Thailand tritt zurück.
26. Mai Die Volksrepublik China kündigt öffentlich ein Militärhilfe-Abkommen mit den Roten Khmer an.
2. Juni Bhutan: Jigme Singye Wangchuk wird zum König gekrönt.
3. Juni Nach dem Wahlsieg der Arbeitspartei wird Jitzchak Rabin neuer Ministerpräsident Israels.
8. Juni Der Palästinensische Nationalrat (PNC) veröffentlicht auf seiner 12. Sitzung ein 10-Punkte-Programm.
9. Juni Landtagswahlen in Niedersachsen enden mit knappen Sieg der SPD/FDP-Koalition.
11. Juni Nach einem dreitägigen Streik im öffentlichen Dienst beschließt der Bundestag eine ab dem 1. Januar rückwirkende Erhöhung der Beamten- und Angestelltengehälter um 11%.

US-Präsident Richard Nixon auf Besuch in Österreich.

12. Juni Richard Nixon beginnt seine Nahostreise.
18. Juni Gaston Thorn wird Premierminister von Luxemburg
19. Juni Der Bundestag beschließt einstimmig die Errichtung eines Umweltbundesamtes in West-Berlin. Die DDR und UdSSR sehen darin eine Verletzung des Berlinabkommens.
23. Juni Österreich: Rudolf Kirchschläger wird zum Bundespräsidenten gewählt.
24. Juni Erster Staatsbesuch des jugoslawischen Staatschefs Josip Broz Tito in der Bundesrepublik Deutschland
27. Juni Richard Nixon auf Besuch in Moskau.
29. Juni Argentinien: Isabel Martínez de Perón wird als Staatspräsidentin vereidigt.
1. Juli EG: Frankreich übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften.
4. Juli Erhard Eppler, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, tritt aus Protest gegen Haushaltskürzungen bei der Entwicklungshilfe zurück. Nachfolger wird Egon Bahr.
15. Juli Zypern: Putsch griechischer Generäle.
17. Juli Portugal: Oberst Vasco dos Santos Gonçalves wird Ministerpräsident. Die „Bewegung der Streitkräfte“ schlägt einen radikal sozialistischen Kurs ein und gerät damit in Gegensatz zu Spínola.
20. Juli Türkische Invasion in Zypern. Beginn des Zypern-Kriegs.
22. Juli Der äthiopische Premierminister Endelkachew Makonnen wird durch Mikael Imru ersetzt.
23. Juli Zusammenbruch der Griechischen Militärdiktatur.
27. Juli In Washington D.C. beginnt das Impeachment-Verfahren gegen den amtierenden US-Präsidenten Richard Nixon wegen „Behinderung der Justiz“.
30. Juli Rhodesien: Wahlen, Sieg der weißen Minderheitspartei Rhodesian Front
9. August USA: US-Präsident Richard Nixon tritt im Rahmen der Watergate-Affäre zurück.
15. August Südkorea: Präsident Park Chung-hee entgeht bei einer öffentlichen Rede knapp einem Attentat. Seine Ehefrau jedoch stirbt bei den Anschlag.
19. August Der US-Botschafter John William Davies wird in Nikosia (Zypern) erschossen.
20. August Nelson Rockefeller wird Vizepräsident der USA.
21. August Die Genfer Abrüstungskonferenz wird auf 31 Teilnehmerländer erweitert. Aufgenommen werden zum 1. Januar 1975 die Bundesrepublik Deutschland, die DDR, Peru, Zaire und der Iran.
28. August Frankreich hebt das Waffenembargo gegen die Nahoststaaten auf.
30. August Karl Wienand tritt vom Amt des parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Fraktion aufgrund des Bestechungsverdachts in der Steiner-Wienand-Affäre zurück.
4. September Aufnahme diplomatischer Beziehungen USA-DDR.
8. September Eine Boeing 707 stürzt durch einen Bombenanschlag in das Ionisches Meer, 88 Menschen sterben. Als Drahtzieher des Anschlags wird die Terrororganisation Abu Nidals verdächtigt.
10. September Die Unabhängigkeit von Guinea-Bissau wird von Portugal anerkannt.
11. September Portugal wird wieder Mitglied in der UNESCO.
12. September Äthiopien: Kaiser Haile Selassie I. wird durch das Militär abgesetzt.
13. September Mitglieder der Japanischen Roten Armee überfallen die französische Botschaft in Den Haag und nehmen 11 Geiseln um Yatuka Fumiya freizupressen. Desweiteren verlangen die Geiselnehmer 300.000 US-Dollar und ein Flugzeug, welches sie nach Aden bringen soll. Nach längeren Verhandlungen werden die Gefangenen in der Botschaft freigelassen. Ein Flugzeug fliegt die Geiselnehmer zuerst in den Südjemen, wo sie jedoch abgewiesen werden, dann nach Syrien. Die dortige Regierung zwingt sie, das Lösegeld aufzugeben.
16. September US-General Alexander Haig wird NATO-Oberbefehlshaber in Europa.
17. September Grenada, Guinea-Bissau und Bangladesch werden Mitglieder der Vereinten Nationen.
18. September Der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit tritt von seinen Amt zurück.
30. September Portugal: Staatspräsident de Spínola tritt zurück. Sein Nachfolger wird General Francisco da Costa Gómes.
1. Oktober Hans-Dietrich Genscher wird zum FDP-Vorsitzenden gewählt, Hans Friderichs wird sein Stellvertreter.
3. Oktober Der italienische Ministerpräsident Mariano Rumor erklärt seinen Rücktritt.
10. Oktober Die Labour Party gewinnt die Neuwahlen in Großbritannien, Harold Wilson wird Premierminister.
18. Oktober Die Demokratische Volksrepublik Korea wird Mitglied in der UNESCO.
19. Oktober Unabhängigkeit von Niue, in freier Assoziierung mit Neuseeland
20. Oktober In der Schweiz wird die Ausweisung von ausländischen Arbeitnehmern per Volksabstimmung abgelehnt.
27. Oktober Landtagswahlen in Hessen und Bayern: In Hessen wird die CDU stärkste Kraft, SPD/FDP bilden eine Koalition. In Bayern erlangt die CSU mit 62,1% die absolute Mehrheit, die SPD erreicht 30,2%, die FDP 5,2%.
30. Oktober Bundeskanzler Helmut Schmidt trifft sich zu einen Gespräch unter vier Augen mit Leonid Breschnew in Moskau.
1. November Guinea-Bissau wird Mitglied in der UNESCO.

Hamburgs Innensenator Hans-Ulrich Klose wird Nachfolger zurückgetretenen Bürgermeisters Peter Schulz.

12. November San Marino wird Mitglied in der UNESCO.
13. November PLO-Anführer Yassir Arafat hält seine erste Ansprache vor der UNO-Vollversammlung.
14.16. November Welternährungskonferenz in Rom.
17. November Griechenland: Erste freie Wahlen nach der Militärdiktatur, Sieg der Nea Dimokratia unter Konstantinos Karamanlis.

In Irland stirbt Präsident Erskine Hamilton Childers an einen Herzinfarkt, den er inmitten einer Rede erleidet.

22. November Palästinenser entführen Britische Maschine nach Dubai und verlangen die Freilassung von Häftlingen aus Ägypten.
24. November Palästinenser lassen mehrere Geiseln und erschießen eine deutsche Geisel, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, Ägypten lässt 7 Häftlinge frei. Einen Tag später geben die Palästinenser die Britische Maschine auf.

Treffen zwischen US-Präsident Gerald Ford und sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew in Wladiwostok.

25. November Schusswechsel an der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso
26. November Japan: Premierminister Tanaka Kakuei erklärt nach einem Immobilienskandal seinen Rücktritt.
30. November Manfred Rommel, Sohn des Feldmarschalls Erwin Rommel, wird Oberbürgermeister von Stuttgart.
4. Dezember Bundesrat Pierre Graber wird für 1975 zum Schweizer Bundespräsidenten gewählt.
9. Dezember Japan: Miki Takeo wird Premierminister.

EG: Gipfeltreffen in Paris. Gründung des Europäischen Rats. Beschluss zur Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion.

13. Dezember Die unabhängige Republik Malta wird ausgerufen.
17. Dezember Die Schweiz und Nordkorea nehmen diplomatische Beziehungen auf.
19. Dezember Cearbhall Ó Dálaigh wird als fünfter Präsident Irlands vereidigt.

Österreich und die ČSSR unterzeichnen Vertrag über Entschädigungen für die Enteignung österreichischer Bürger 1945.

Die Schweiz ratifiziert die Europäische Menschenrechtskonvention.
Erstmals in ihrer Geschichte verzeichnet die Bundesrepublik Deutschland eine sinkende Einwohnerzahl: am Jahresende werden 62 Millionen Einwohner gezählt, ein Rückgang um 110.000.
Andauernde Ereignisse
KSZE-Konferenz in Helsinki
Vietnamkrieg

Ein wesentlicher Faktor für die internationale politische und wirtschaftliche Entwicklung waren die Auswirkungen der Ölkrise des Vorjahres 1973, die sich vor allem in Europa und Amerika 1974 bemerkbar machten und die wirtschaftliche Macht aufzeigten, die die arabischen OPEC-Staaten ausüben konnten.

Europa

Die europäische Wirtschaft war 1974 vor allem durch die stark anwachsende Inflation geprägt, die sich sowohl in den einzelnen Staaten als auch international bemerkbar machte. Die besonders durch das Engagement von Willy Brandt geprägte Entspannungspolitik zwischen den westlichen NATO-Staaten, allen voran die Bundesrepublik Deutschland, und ihren östlichen Nachbarn, welche die Vorjahre 1972 und 1973 beherrscht hatte, wurde verdrängt durch die internen wirtschaftlichen Probleme der europäischen Nationen. Die Europäische Wirtschaftsunion geriet zunehmend in die Kritik, die Probleme zu verschärfen, vorwiegend durch Vertreter Großbritanniens. Im Dezember wurde nach einer mehrtägigen Konferenz ein Finanzausgleich für ärmere Regionen wie Irland und Italien beschlossen.

Die Versuche, der Inflation durch Handelsbeschränkungen und Zollsenkungen zu begegnen, führten zu einem verminderten Wirtschaftswachstum der Nationen und zu einer Unzufriedenheit der Bevölkerung, die sich in einigen Staaten durch mehrere Regierungswechsel und nationale Streiks bemerkbar machte. In Italien ließ sich gar keine Regierungsmehrheit finden, die Regierungsbildung wurde unmöglich, in Großbritannien mussten zwei Wahlen durchgeführt werden, um eine neue Regierung zu bilden.

In Portugal und Griechenland wurden Diktatoren gestürzt.

Bundesrepublik Deutschland
In der Bundesrepublik Deutschland spielten neben der Wirtschaftskrise vor allem die Weiterentwicklungen in der Ostpolitik und die Entwicklungen im Verhältnis zur Deutschen Demokratischen Republik eine zentrale Rolle. Am 25. April des Jahres wurde der persönliche Referent des bundesdeutschen Kanzlers Willy Brandt, Günter Guillaume, als Spion der DDR enttarnt und löste so die Spionage-Affäre aus, die am 6. Mai mit dem Rücktritt Brandts von seinem Amt endete, nur vier Tage nach der Eröffnung von ständigen Vertretungen in den beiden deutschen Hauptstädten Bonn und Ost-Berlin. Am 15. Mai wurde Walter Scheel zum neuen deutschen Bundespräsidenten gewählt, einen Tag später wählte der Bundestag Helmut Schmidt zum Nachfolger Willy Brandts.

Die „Bewegung 2. Juni“, die zur West-Berliner Stadtguerilla gehörte, ermordete am 5. Juli in West-Berlin Ulrich Schmücker, eines ihrer ehemaligen Mitglieder. In einem Bekennerschreiben wurde Schmücker als „Verräter und Konterrevolutionär“ bezeichnet, der nach einem Todesurteil hingerichtet worden sei. Dieselbe Gruppe wurde verdächtigt, am 10. November ebenfalls in West-Berlin den Kammergerichtspräsidenten Günter von Drenkmann ermordet zu haben. Derweil traten mehrere RAF-Gefangene gegen ihre Haftbedingungen in einen Hungerstreik. Dabei starb Holger Meins am 9. November. Am 29. November wurden Horst Mahler und Ulrike Meinhof wegen Mordversuchs bei der Befreiung von Andreas Baader zu 14 beziehungsweise 8 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Deutsche Demokratische Republik
Die internationale Anerkennung der DDR kam 1974 zu einem vorläufigen Abschluss. So wurden am 2. Mai die Ständigen Vertretungen der beiden deutschen Staaten in den Hauptstädten eingerichtet. Am 4. September nahmen die DDR und die USA diplomatische Beziehungen auf. Zwischen den beiden deutschen Staaten kam es zu einer Reihe bilateraler Vereinbarungen, beispielsweise über den Grenzverlauf in der Lübecker Bucht, über den Mülltransport aus West-Berlin und die Fortführung der Swing-Regelung im innerdeutschen Handel.

Parallel dazu wurden in der DDR Erinnerungen an Gesamtdeutsches aus der Öffentlichkeit getilgt. So galt ab 1. Januar das neue Autokennzeichen „DDR“, bei der Einführung neuer Banknoten am 14. September wurde die alte Währungsbezeichnung „Mark der Deutschen Notenbank“ durch „Mark der DDR“ ersetzt. In einer am 17. September verabschiedeten Verfassungsänderung schließlich verabschiedete sich die DDR vom Begriff der deutschen Nation und dem Ziel der Wiedervereinigung. Aus der Verfassung der DDR wurden alle entsprechenden Passagen gestrichen. Die 1971 auf dem VIII. Parteitag der SED beschlossene Hauptaufgabe in der entwickelten sozialistischen Gesellschaft, die Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus des Volkes auf der Grundlage einer starken wirtschaftlichen Entwicklung, wurde Bestandteil der Verfassung. Außerdem wurde der Staatsrat der DDR zugunsten von Volkskammer und Ministerrat deutlich abgewertet.

Österreich
Der österreichische Bundespräsident Franz Jonas (SPÖ) stirbt am 24. April im Alter von 74 Jahren in Wien. Sein Nachfolger wurde der parteilose Rudolf Kirchschläger, der zuvor in der Regierung von Bruno Kreisky Außenminister war. Kirchschläger blieb bis 1986 Bundespräsident.
Frankreich
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Valéry Giscard d’Estaing
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In Frankreich konnte sich der Republikaner Valéry Giscard d’Estaing im zweiten Wahlgang knapp gegen François Mitterrand durchsetzen und wurde damit Präsident seines Landes und Nachfolger von Georges Pompidou, der am 2. April des Jahres gestorben war. Dieses Amt behielt Giscard d’Estaing bis 1981.

Obwohl Valéry Giscard d’Estaing beim Volk beliebt war, sah er sich im Laufe des Jahres 1974 mit Streiks und Demonstrationen wegen der Wirtschaftslage Frankreichs und gegen seine Politik konfrontiert. Er hatte bei der Wahl versprochen, die soziale Kluft mit Hilfe von Schul- und Steuerreformen zu schließen. Als er allerdings im Dezember des Jahres der Wirtschaftskrise mit Kürzungen staatlicher Subventionen, Zuschüssen und Steuererhöhungen zu begegnen suchte, wurde ihm mit weitreichenden Streiks geantwortet.

Portugal
In Portugal kam es am 24. und 25. April 1974 zur Nelkenrevolution gegen die im Land herrschende Diktatur unter Marcello Caetano. Auslöser war eine Veröffentlichung des Generals António de Spínola, in der er die portugiesische Kolonialpolitik kritisierte und eine Abwendung von der aktuellen politischen Situation unter Beteiligung des Volkes forderte. Die Revolution startete nach einer vereinbarten Radioeinspielung des Liedes Grândola, Vila Morena von José Afonso und ging insgesamt sehr unblutig vonstatten. Am Abend des 25. April übergab Caetano die Regierung an den provisorischen Staatschef Spínola. In der Folge wurden politische Gefangene befreit, und am 1. Mai eine umfassende Generalamnestie für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer erlassen.

Am 8. September beschließt die portugiesische Regierung, ihre Kolonie Mosambik bis zum 25. Juni 1975 in die Unabhängigkeit zu entlassen. Dieser Wandel in der portugiesischen Politik war absehbar, nachdem António de Spínola nach dem Militärputsch Staatspräsident wurde. Spínola kritisierte die Kolonialpolitik seines Landes seit langem und erklärte, Portugal könne den Kolonialkrieg gegen die Unabhängigkeitsbewegung nicht gewinnen. Ende Juli proklamiert er in einer Rede die bedingungslose Freigabe der Kolonien. Bis Juli 1975 will Portugal auch die übrigen Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen. Bereits am 20. September übernimmt die Befreiungsbewegung FRELIMO die Übergangsregierung in Mosambik. Portugals neue Politik ruft bei den weißen Siedlern Proteste und Panikreaktionen hervor.

António de Spínola trat am 30. September 1974 nach Streitigkeiten mit dem linken Flügel der neuen Regierung von seinem Amt als provisorischer Staatschef zurück und führte von nun an die konservative Opposition an. Sein Nachfolger wurde Francisco da Costa Gomes.

Großbritannien
In Großbritannien führten die Wirtschaftskrise und die restriktive Politik des Premierministers Edward Heath bereits Ende 1973 zu massiven Streiks, vor allem in den Kohlebergwerken des Landes. Um diesen zu begegnen, begrenzte Heath die Arbeitszeit der Industrie auf eine Drei-Tage-Woche, anstatt mit den Minenarbeitern zu verhandeln. Im Februar 1974 verlor er daraufhin bei den Unterhauswahlen die Mehrheit im Parlament. Die Wahl hatte jedoch keinen klaren Sieger, und so übernahm eine Minderheitsregierung der Labour Party die Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl im Oktober. Währenddessen wurde am 17. Juni der Palace of Westminster durch einen Bombenanschlag der IRA beschädigt. Die Labour Party gewann die Neuwahlen, und Harold Wilson wurde Premierminister. Trotz des Regierungswechsels kam es weiterhin zu wirtschaftlichen Unruhen, vor allem durch die Forderung der Regierung nach Verstaatlichung von Unternehmen.

In Nordirland rief das Ulster Workers Council am 15. Mai zum Generalstreik auf. Grund des Protestes war das Sunningdale Agreement, ein Versuch, durch die Machtteilung zwischen Unionisten und Nationalisten den Nordirlandkonflikt zu lösen. Nach zwei Wochen Barrikadenkämpfen gab Brian Faulkner am 28. Mai als Regierungschef auf. Damit waren sowohl der Streik als auch das Agreement beendet.

Italien
Auch in Italien bestimmte die Finanzkrise die Politik des Landes. Die wirtschaftliche Krise führte hier zu starken Unruhen und zu einem wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch. Über Monate gab es keine Postzustellungen, und in den Großstädten wurden durch den Zuzug vom Land die Wohnungen knapp. In der Regierung häuften sich Korruptionsfälle, bei denen Regierungsmitglieder von Ölunternehmen bezahlt wurden. Die Christdemokratische Regierungspartei verlor zunehmend die Unterstützung. Dem Ministerpräsidenten Mariano Rumor wurde in diesem Jahr zweimal nahe gelegt, aufgrund von Problemen mit seinen Koalitionspartnern von seinem Amt zurückzutreten, was er im Oktober dann tat.
Griechenland
Die Griechische Militärdiktatur war zu Beginn des Jahres 1974 durch den siebenjährigen Machtkampf zwischen Diktatur, Monarchie und Volk, aber auch Armee und Flotte und innerhalb der Armee zermürbt. Der Aufstand in der Polytechnischen Universität Athen im November des Vorjahres hatte die Diktatur weiter geschwächt, und der Coup von Dimitrios Ioannides am 25. November 1973 war der letzte Versuch, das Regime an der Macht zu halten. Dieser rief erneut den Ausnahmezustand aus. Als am 15. Juli 1974 der Zypernkonflikt offen ausbrach, waren die Obristen zu schwach, den am 20. Juli in Zypern einmarschierenden türkischen Truppen etwas entgegenzusetzen. Viele Militärs wandten sich von den Obristen ab, und die von ihnen eingesetzte Regierung unter Adamantios Androutsopoulos musste zurücktreten.

Konstantinos Karamanlis, bereits mehrfach griechischer Premierminister zwischen 1955 und 1963, kehrte daraufhin mit Unterstützung des französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing aus seinem Pariser Exil zurück und übernahm die Regierungsgewalt. Auf Grund der prekären Lage war er gezwungen, auf einer Yacht im Hafen zu wohnen, die von einem Zerstörer bewacht wurde. Er entfernte Kollaborateure der Diktatur aus der Verwaltung und entspannte das Verhältnis zur Türkei. Weiterhin legalisierte er die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE), ließ die Gründung der Panellínio Sossialistikó Kínima (PASOK) am 3. September zu und gründete die Nea Dimokratia (ND). Bei den ersten freien Wahlen am 17. November wurde mit dem Sieg der ND die Regierung von Karamanlis legitimiert. Eine Volksabstimmung ergab am 8. Dezember, dass die im Vorjahr von den Obristen abgeschaffte Monarchie nicht wieder eingeführt wurde.

Zypern
Am 27. Januar starb Georgios Grivas, ehemaliger Kommandeur der griechischen Nationalgarde. Er war nach Zypern zurückgekehrt, um dort die EOKA-B aufzubauen, die im Untergrund gegen Präsident Makarios kämpfte, um die Enosis - die Vereinigung mit Griechenland - zu erreichen. Durch seinen Tod geriet die EOKA unter die direkte Kontrolle von Dimitrios Ioannides, dem Strippenzieher hinter den Kulissen der Militärdiktatur in Athen. Am 15. Juli 1974 putschte die EOKA-B mit Hilfe der griechischen Nationalgarde und machte Nikos Sampson zum Präsidenten von Zypern.

Die Türkei, neben Griechenland und Großbritannien Schutzmacht der Insel, reagierte, nachdem Großbritannien neutral blieb, mit einer Militärinvasion am 20. Juli und besetzte den Nordteil der Insel. Der drohende Krieg mit der Türkei führte zu politischem Chaos in Griechenland. Am 23. Juli brach die Diktatur mit dem Rücktritt der Obristen zusammen.

Am 25. Juli begannen Friedensgespräche in Genf zwischen den drei Schutzmächten. Die Türkei stoppte ihren Vormarsch. Am 8. August folgte eine zweite Gesprächsrunde, diesmal unter Beteiligung der griechischen und türkischen Zyprioten, doch die Gespräche endeten am 14. August ergebnislos. Es kam zu erneuten Kampfhandlungen, die in einem weiteren Waffenstillstand am 16. August endeten. Die türkischen Truppen kontrollieren zu diesem Zeitpunkt 34 % der Insel. Die UNO errichteten daraufhin auf der Demarkationslinie eine „Grüne Zone“, die bis heute (2006) die Grenze zwischen dem türkischem und dem griechischem Teil der Insel bildet.

200.000 Zyperngriechen wurden durch den Konflikt gezwungen, aus dem türkisch besetzten Teil zu fliehen, während 50.000 Zyperntürken aus dem Süden vertrieben wurden.

Jugoslawien
Am 21. Februar wurde in Jugoslawien eine neue Verfassung erlassen, die Josip Broz Tito zum Präsidenten auf Lebenszeit erklärte. Das zu 2/3 aus Slowenen und Kroaten bestehende jugoslawische kommunistische Zentralkomitee sorgte gleichzeitig dafür, dass den einzelnen Teilrepubliken mehr Autonomie gewährt wurde, bis hin zum Recht zur Abspaltung von Jugoslawien. Das Bundesland Serbien wurde mit der Autonomieausrufung des Kosovos und der Vojvodina dreigeteilt. Grund hierfür war die Autonomiebestrebungen von Menschen albanischer und ungarischer Abstammung, die zum damaligen Zeitpunkt 50% bzw. 15% der dortigen Bevölkerung ausmachten. Ähnliche Autonomiebestrebungen der in der Teilrepublik Kroatien lebenden Serben wurden nicht akzeptiert.
Sowjetunion
Am 12. Februar wird in der Sowjetunion mit dem Schriftsteller Alexander Solschenizyn einer der bekanntesten Kritiker des Regimes verhaftet und einen Tag später ausgewiesen. Der Literaturnobelpreisträger trifft sich in der Eifel mit seinem Freund und Kollegen Heinrich Böll, dort verbringt er die ersten Tage nach seiner Ausweisung. Solschenizyn zog nach kurzem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland in die Schweiz, wohin ihm seine Familie, Frau und vier Söhne, im März folgten.

Mit dem 1962 erschienenen Buch Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch beginnt die Geschichte der Verbote für den Autor. Weitere Werke von ihm, wie beispielsweise Der erste Kreis der Hölle oder Krebsstation, werden in der Sowjetunion gar nicht erst veröffentlicht. Für seine weitgehende Kritik an den Verhältnissen in der Sowjetunion wurde Solschenizyn 1969 aus dem Schriftstellerverband UdSSR ausgeschlossen. 1970 wurde der Schriftsteller mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt, welchen er jedoch nicht persönlich entgegennahm, da er befürchtete, die Staatsführung würde ihm die Wiedereinreise in die Sowjetunion verweigern.

Amerika

Argentinien
Präsident Juan Perón, der erst im Jahr davor wieder an die Macht gekommen war, starb am 1. Juli. Sein Amt übernahm Isabel Perón, seine dritte Ehefrau. Auf diese Weise wurde die Nachfolge in der Präsidentschaft ohne größere Diskussionen oder gar Neuwahlen geregelt. Isabel Perón war von dem Amt allerdings völlig überfordert. Weder hatte sie die Bildung noch das politische Talent, diese Aufgabe zum Vorteil ihres Landes auszufüllen. Sie war die Marionette der hinter ihr stehenden peronistischen Machthaber. Ihre Amtszeit wurde geprägt durch unregelmäßig wiederkehrende „wilde Streiks“ („huelgas“) und offiziell angeordnetem Stillstand des Lebens („paro general“). Ihre Regierungszeit war von wirtschaftlichem Niedergang und erneutem Terrorismus überschattet. Die schon unter Perón gegründete halbstaatliche Terrorbrigade Alianza Anticomunista Argentina (AAA) sorgte für die ersten so genannten Verschwundenen und ermordete zahlreiche Oppositionelle und Aktivisten der Linken. Isabel Perón wurde bereits zwei Jahre später, am 24. März 1976 von Militärs festgenommen und unter Hausarrest gestellt.
Nicaragua
Nachdem das Land zwei Jahre von einem Militärdiktatur-Triumvirat unter Anastasio Somoza Debayle regiert worden war, ließ sich dieser im September zum zweiten Mal zum Präsidenten wählen. Während die amerikanische Unterstützung für sein Regime schwand, wurde die Opposition, geführt von den Sandinistas (FSLN), stärker. Im Dezember entführten Guerillas 13 Prominente aus der Politik, darunter mehrere Mitglieder der Familie Somoza. Die Gruppe sicherte sich ein Lösegeld von 1 Mio. US-Dollar und erreichte die Freilassung von 14 Gefangenen. Somoza reagierte, indem er das Kriegsrecht verhängte und die Nationalgarde einsetzte.
Vereinigte Staaten
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Der Nachfolger von Richard Nixon als Präsident der USA, Gerald Ford
Bildherkunft

Präsident der Vereinigten Staaten Richard Nixon war durch die seit zwei Jahren die politische Bühne dominierende Watergate-Affäre stark geschwächt. Nachdem bereits zahlreiche Beteiligte zum Rücktritt gezwungen, angeklagt oder verurteilt worden waren, wurde schließlich am 27. Juli vom Rechtsausschuss des Repräsentantenhauses ein Impeachment-Verfahren gegen den Präsidenten eingeleitet. Nixon kam dem Verfahren, das sehr wahrscheinlich erfolgreich gewesen wäre, durch seinen Rücktritt am 9. August zuvor. Von seinem Nachfolger, Vizepräsident Gerald R. Ford, wurde er am 8. September im Voraus in allen Anklagepunkten begnadigt.

Durch die Watergate-Affäre erreichten die Demokraten im gleichen Jahr deutliche Siege bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus (+49 Sitze) und zum Senat (+3 Sitze). Im Repräsentantenhaus stellten sie damit knapp über zwei Drittel der Abgeordneten.

Ebenfalls in diesem Jahr zog die USA die letzten Soldaten aus Vietnam ab und kürzte die Militärhilfe für das Regime in Südvietnam. Diese Maßnahmen führten ein Jahr später zum Zusammenbruch des Regimes.

Im Oktober brechen in Boston Rassenunruhen zwischen Farbigen und Weißen aus. Ursache dafür ist ein Gerichtsbeschluss, der feststellt, dass entgegen den Bestimmungen der amerikanischen Verfassung in öffentlichen Schulen noch Rassentrennung herrscht. Um dies zu ändern, sollen zukünftig städtische Busse schwarze Kinder zu Schulen transportieren, die bisher durchgehend „weiß“ waren und umgekehrt. Diese Maßnahme ruft unerwartet heftige Proteste der weißen Eltern hervor. Schwarze, die ihre Kinder von Schulen abholen, werden verprügelt. Es kommt immer häufiger zu gewalttätigen Ausschreitungen gegenüber den Farbigen, die ihrerseits nach anfänglicher Zurückhaltung mit Gewalt antworten.

Asien

Vietnam
Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Paris 1973 hatten sich die Amerikanischen Truppen vollständig aus Vietnam zurückgezogen. Die Regierung unter Nguyễn Văn Thiệu in Südvietnam stand kurz vor dem Zusammenbruch. Das von Korruption, Kriminalität und Vetternwirtschaft gezeichnete Saigoner Regime musste nun eine wirtschaftliche Krise verkraften, die durch den Wegfall des wichtigsten Arbeitgebers (US-Army) und durch die Ölkrise von 1973 verursacht worden waren. 1974 gestand der US-Kongress Saigon eine effektive Militärhilfe von lediglich 400 Millionen Dollar zu, was den Bedarf der noch weiter ausgebauten ARVN nicht deckte. Der durch die Watergate-Affäre angeschlagene und schließlich zum Rücktritt gezwungene Nixon konnte Thiệu nicht mehr die versprochene Hilfe zuteil werden lassen.

In den Städten herrschte eine Arbeitslosigkeit von ca. 40%. Die Oberschicht schaffte allmählich ihren Besitz außer Landes. 240.000 Deserteure kehrten 1974 der ARVN den Rücken. Dagegen gelang es den Kommunisten im Süden, die noch ca. 25% des Landes kontrollierten, mit Unterstützung aus Hanoi, eine strategische wie ökonomische Stabilität zu erzielen. Die zahlreichen Konflikte um die Einhaltung des Waffenstillstands und die Respektierung des „Nationalen Rates“ konnten ihre Position nicht erschüttern. Auch nach dem Pariser Abkommen warfen die USA zwar insgesamt 250.000 Tonnen Sprengstoff über Kambodscha ab, derer Kongress, der seine außenpolitischen Kompetenzen zu Lasten des Weißen Hauses neu definierte, verweigerte jedoch weitere Angriffe auf Südvietnam. Im darauf folgenden Jahr schließlich entschloss sich die Führung in Hanoi, eine Entscheidung herbeizuführen. Im März 1975 überschritten die Nordvietnamesen die Grenze. Die numerisch und materiell überlegene ARVN fiel quasi in sich zusammen. Ende des Monats gingen Hue und Đà Nẵng in kommunistische Herrschaft über. Damit war der Vietnamkrieg beendet.

Kambodscha
In Kambodscha tobte seit 1970 ein Bürgerkrieg. Während die VR China ein Militärhilfeabkommen mit den Roten Khmer schloss, zogen sich die Bodentruppen der USA Schritt für Schritt zurück, bombardieren jedoch weiterhin das Land. Mehrere Versuche, Friedensverhandlungen zu initiieren, scheiterten.
Burma
Am 4. Januar löste sich nach der Ausrufung der Sozialistischen Föderativen Republik Burma der Revolutionsrat auf. Der Diktator Ne Win wurde Staatspräsident. Die oberste legislative, exekutive und judikative Macht ging auf die neu geschaffene Volksversammlung (Pyithu Hluttaw) über. Am 1. April erhielt das Land unter der Losung „Burmesischer Weg zum Sozialismus“ eine neue Verfassung.

Am 25. November verstarb Sithu U Thant, bis 1971 Generalsekretär der Vereinten Nationen, in New York, (NY). Sein Leichnam wurde in seine Heimat Burma nach Rangun überführt, doch dort verweigerte ihm Ne Win ein ehrenhaftes Begräbnis. U Thant gehörte der demokratischen Regierung an, die Ne Win bei seinem Staatsstreich 1962 beseitigt hatte. Am 5. Dezember entführten Studenten den Leichnam kurz vor der offiziellen Beerdigung, begruben ihn auf dem Gelände der 1962 zerstörten Studentenunion der Universität Rangun (RUSU) und errichteten ihm ein Mausoleum. Am 11. Dezember wurde das Gelände vom burmesischen Militär gestürmt. Dabei wurden einige Studenten getötet. Der Leichnam wurde entfernt und am Fuß der Shwedagon-Pagode beerdigt. Diese Aktion führte zu Straßenprotesten in Rangun. Die Regierung verhängte den Ausnahmezustand.

Japan
Das zentrale Ereignis 1974 in Japan war der Rücktritt des Premierministers Tanaka Kakuei im November des Jahres. Diesem ging bereits im Vorfeld ein massiver Vertrauensverlust während der Energiekrise 1973 voraus, bei der er etwa 30% seiner Wählerschaft einbüßte. Während seiner Regierungszeit stieg die Inflationsrate so stark an, dass Japan 1974 die höchste Rate aller Industrienationen aufwies. Das Wirtschaftswachstum lag zum Ende des ersten Quartals das erste Mal seit dem 2. Weltkrieg bei nahezu Null Prozent.

Im Oktober 1974 wies das Magazin Bungei Shunju Tanaka Kakuei zudem zahlreiche fragwürdige Immobiliengeschäfte aus den 1960er Jahren nach. Unter anderem hatte er eine Geisha dafür bezahlt, Geschäfte für ihn abzuschließen. Seine Rivalen innerhalb der Liberaldemokratischen Partei (LDP) nutzten die Gelegenheit, ihn einer öffentlichen Anhörung im Parlament auszusetzen. Er trat am 26. November zurück, um zu verhindern, dass die Geschäftsführerin der Etsuzankai (seiner Unterstützungsorganisation), mit der er ein Verhältnis hatte, vor dem Parlament aussagen musste. Neuer Premierminister wurde Miki Takeo, ebenfalls von der LDP, dem das Amt im Konsens der Regierungsmitglieder übertragen wurde.

Im letzten Monat seiner Regierungszeit empfing Tanaka Kakuei den US-Präsidenten Gerald Ford, der als erster Präsident der USA das Land besuchte. Die Gespräche in Tokio dienten vor allem dazu, die wirtschaftlichen Beziehungen der USA mit Japan zu verbessern. Überschattet wurden diese von den Affären um Tanaka Kukuei wie auch von einem Skandal um amerikanische Atomwaffentransporte: Admiral Gene LaRoque erklärte im Vorfeld vor dem US-Kongress, dass amerikanischen Schiffe, die Atomwaffen transportierten, in japanischen Häfen eingelaufen waren, ohne die Regierung Japans darüber zu informieren. Gegenüber Japan stellte die US-Regierung klar, dass dies nur die inoffiziellen Ansichten eines Militärs seien. Ein nachdrückliches Dementi erfolgte allerdings nicht.

Die Ostasiatische Antijapanische Bewaffnete Front verübte am 30. August einen Bombenanschlag auf die Firmenzentrale von Mitsubishi Heavy Industries.

Volksrepublik China
Die Volksrepublik China befand sich in der letzten Phase der Kulturrevolution. Premierminister Zhou Enlai konnte wegen seines Krebsleidens die Amtsgeschäfte nicht mehr ausführen. Daher übernahm im August Deng Xiaoping, der erst im Vorjahr auf dem 10. Kongress der KP Chinas von Zhou Enlai rehabilitiert und zu seinem Stellvertreter erklärt worden war, kommissarisch die Amtsgeschäfte. Ebenfalls in diesem Jahr begann die Kampagne gegen den 1971 verstorbenen Lin Biao und die Antikonfuziuskampagne.

Die portugiesische Kolonie Macao erlangte nach der Nelkenrevolution die Unabhängigkeit. Die Volksrepublik wollte jedoch die Administration nicht übernehmen. Deswegen wurde Macao zu »chinesischem Territorium unter portugiesischer Verwaltung« .

Indien
In Indien gelang am 18. Mai der erste Atomwaffentest („Smiling Buddha“). Damit wurde das Land zur sechsten Atommacht.

Naher Osten

Israel
Zu Beginn des Jahres 1974 befand sich Israel mitten im Jom-Kippur-Krieg gegen Syrien und Ägypten, die am 6. Oktober 1973 einen simultanen Überraschungs-Angriff auf Israel führten. Am 18. Januar 1974 wurde, von Henry Kissinger ausgehandelt, mit der ägyptischen Regierung ein Truppenentflechtungsabkommen geschlossen, und am 31. Mai eines mit der syrischen Regierung. International hatte der Krieg ein arabisches Öl-Embargo für die Staaten, die mit Israel handelten, zur Folge.
Palästinenserbewegung
Die starke israelische Gegenwehr im Jom-Kippur-Krieg machte der Palästinenserbewegung klar, dass es den arabischen Staaten nicht gelingen würde, Israel militärisch zu besiegen. Stattdessen wurde ein Drei-Phasen-Plan entwickelt. Im bewaffneten Kampf sollte israelisches Territorium Schritt für Schritt erobert und auf den „befreiten“ Gebieten ein Staat als Basis für weitere Kämpfe errichtet werden, um dann einen finalen Entscheidungskrieg zu provozieren. Das Zehn-Punkte-Programm , das am 9. Juni auf dem 12. palästinensischen Nationalrat in Kairo erstellt worden ist, enthält diese Ziele.(Wikisource).

Gleichzeitig erreichte die PLO die internationale politische Anerkennung. Auf einer Konferenz arabischer Staatsoberhäupter im Oktober in Rabat wird die Organisation als alleinige Vertretung der Palästinenser anerkannt. Der Durchbruch gelingt einen Monat später bei den Vereinten Nationen. Am 13. November hielt Yassir Arafat eine Rede vor der UNO-Vollversammlung (Wikisource).

Am 22. November nahm die UNO-Vollversammlung Resolution 3236 (Wikisource) an, die das Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung und Eigenstaatlichkeit prinzipiell anerkennt. Die PLO wurde von der UNO als Vertreter des palästinensischen Volks anerkannt und erhielt Beobachterstatus.

Zahlreiche palästinensische Hardliner waren mit diesem Kurs nicht einverstanden und spalteten sich von der PLO ab, darunter die Abu Nidal Organisation.

Irak
1974 brachen im Irak erneut Kämpfe zwischen der Zentralregierung und den Kurden aus. Das Nachbarland Iran unterstütze die Kurden, weshalb es zwischen beiden Ländern zu massiven Spannungen kam, die im Sommer 1974 sogar kurzzeitig in militärische Auseinandersetzungen an der gemeinsamen Grenze gipfelten.

Afrika

Der Prozess der Entkolonisierung Afrikas war 1974 längst noch nicht abgeschlossen. Zahlreiche Staaten standen noch unter kolonialer Herrschaft, etwa Namibia. Einige befanden sich zu Anfang des Jahres noch im Unabhängigkeitskrieg, darunter Mosambik und Simbabwe. Einen Schub für die Entkolonisierung brachte die Nelkenrevolution, die in diesem Jahr die Unabhängigkeit für die portugiesischen Kolonien beschloss.

Andere afrikanische Staaten wurden von Diktatoren beherrscht, die den Kolonialmächten nachgefolgt waren und teilweise demokratische Regierungen aus dem Amt geputscht hatten, darunter Uganda unter Idi Amin, Zaire unter Mobuto und Äquatorialguinea unter Francisco Macías Nguema.

Angola
In Angola wurde nach dem Ende des portugiesischen Kolonialreichs in Folge der Nelkenrevolution die Macht an eine Koalition aus drei Befreiungsbewegungen, der MPLA der FNLA und der UNITA abgegeben. Diese stürzten das Land in einen Bürgerkrieg, der bis 2002 andauerte.
Äthiopien
Nach einer Dürrekatastrophe, der Ölkrise, Inflation, Studentenprotesten und Streikwellen im Jahr 1973 revoltieren zu Beginn des Jahres 1974 Teile der äthiopischen Armee. Vor allem die unteren Dienstgrade kamen größtenteils aus ländlichen Gebieten und kannten die Notlage der Landbevölkerung. Dies brachte die entscheidende Machtverschiebung. Kaiser Haile Selassie wurde am 12. September 1974 gestürzt.

Das Militär bemächtigte sich schnell der Revolution, die studentische Bewegung spaltete sich in eine ethnische und eine sozialistische Opposition, ging teilweise in den Untergrund und führte einen bewaffneten Widerstand. Innerhalb des Militärs konnten sich die gemäßigten Vertreter, größtenteils höhere Dienstgrade, nicht durchsetzen. Ein provisorischer Militärverwaltungsrat (amharisch: Derg) übernahm, unter Führung von Major Mengistu Haile Mariam, die Macht. 1975 wurde die Monarchie abgeschafft und das ehemalige Kaiserreich eine sozialistische Volksrepublik.

Südafrika
Die Regierung von Südafrika erließ im Rahmen der Apartheid-Politik den Afrikaans Medium Decree, der alle weiterführenden Schulen dazu zwang, Unterricht für schwarze Schüler in den Fächern Mathematik, Sozialwissenschaften, Geographie und Geschichte je zur Hälfte auf Englisch und auf Afrikaans zu halten. Dieses Gesetz wurde ein Auslöser für Schülerdemonstrationen zwei Jahre später, die blutig endeten. Die Organisationen ANC und PAC führten ihren Kampf gegen das Apartheidsregime fort.

Wirtschaft

Wirtschaft
1. Januar Die Bundesrepublik Deutschland hebt die Preisbindung für Markenartikel auf.

Die Bundesregierung gewährt Italien einen Kredit von 5 Milliarden DM.

10. Januar Wegen Verkaufsrückgangs beschließt BMW 14 Tage Arbeitspause im Februar.
19. Januar Frankreich tritt aus dem europäischen Wechselkurssystem aus.
20. Februar Die Beschäftigten der Metallindustrie in der BRD erhalten 11% Lohnerhöhung
8. März Bei Paris wird der Großflughafen Charles de Gaulle eröffnet.
18. März Ölkrise: Die meisten OPEC-Nationen beenden das fünfmonatige Öl-Embargo gegen die USA, Japan, die Bundesrepublik und andere europäische Staaten.
18. April 6.000 italienische Bauern blockieren den Grenzübergang Brenner aus Protest gegen zu hohe Fleisch- und Milchexporte.
23. April Konkurs des Berliner Bauprojekts Steglitzer Kreisel. Die Kommandantisten verlieren 80 Millionen DM an Einlagen.
2. Mai Italien beschließt Importbeschränkungen.
3. Mai Mannesmann erwirbt Aktien der DEMAG.
8. Mai Dänemark erhöht die Importabgaben, um die Importe zu beschränken.
26. Juni Die Herstatt-Bank in Köln wird geschlossen.
5. Juli Deutschland schließt Investitionsschutz und -förderungsabkommen mit Ägypten
10. Juli Arabischer Ölboykott gegen die Niederlande nach neun Monaten aufgehoben.
16. Juli In Hessen geht das Kernkraftwerk Biblis, der damals größte Kernreaktor der Welt, ans Netz.
17. Juli Der Iran erwirbt 25,04% des Grundkapitals der Bochumer Tochtergesellschaft Krupp Hüttenwerke AG.
25. Juli In Uruguay wird das staatseigene Telekommunikationsunternehmen ANTEL (Administración Nacional de Telecomunicaciones) mit Sitz in Montevideo gegründet.
16. August Die Bundesbank senkt die Mindestreserve um 10%.
14. September Die Staatsbank der DDR ersetzt ihre Banknoten. Die „Mark der Deutschen Notenbank“ wird in „Mark der DDR“ umbenannt.
18. September Die größte deutsche Privatbank, Trinkaus & Burckhardt wird mehrheitlich von der First National City Bank (USA) kontrolliert.
25. September Die BRD verweigert in Brüssel höhere Agrarpreise.
2. Oktober Die Klöckner-Humboldt-Deutz-Werke liefern 9.000 Magirus-Deutz Lkw in die Sowjetunion, die in Sibirien zur Erschließung von Ölfeldern und beim Bau der Baikal-Amur-Magistrale eingesetzt wurden (sog. Delta-Projekt). Der Wert der Lieferung beträgt über 1 Milliarde DM.

Die BRD zieht Veto gegen fünf Prozent EG-Agrarpreiserhöhung zurück.

8. Oktober US-Präsident Gerald Ford hält unter dem Slogan „Whip inflation now“ eine Rede vor dem Kongress.
24. Oktober Die Bundesbank senkt den Diskontsatz auf 6,5% und den Lombardsatz auf 8,5%.
20. November Das US-Justizministerium eröffnet das Kartellverfahren gegen AT&T.
2. Dezember Ein größeres Aktienpaket der Stuttgarter Daimler-Benz AG wird vom Emirat Kuwait gekauft.

Ölkrise

Prägend für das Wirtschaftsgeschehen 1974 war die (erste) Ölkrise, die bereits im Herbst 1973 begann, als die OPEC-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate die Öl-Fördermenge um etwa 5% drosselten, die Preise erhöhten und ein Embargo gegen westliche Staaten verhängten. Besonders betroffen waren die USA, Japan, das für seine Energieversorgung zu über 70% von Öl aus dem Nahen Osten abhängig war, und die Niederlande, Zentrum der Ölverarbeitung in Europa.

Mit dem Embargo wurde der Ölboom der vorangegangenen Jahrzehnte, mit Wachstumsraten der Förderung über 7%, abrupt beendet. Schon 1973 war der Ölpreis um ca.70 % erhöht worden. Im Verlauf des Jahres 1974 stieg der Weltölpreis auf über zwölf Dollar.

Vorrangig zielten diese Maßnahmen auf Israel und seine Unterstützer im Jom-Kippur-Krieg. Vorbehalte der erdölfördernden Länder, vor allem gegen die USA, gab es bereits seit 1971, als Richard Nixon die Bindung des US-Dollars an den Goldstandard aufhob. Die folgende Abwertung des Dollars führte zu einem sinkenden Ölpreis, und die rohstoffreichen Länder sahen nunmehr den Wert ihrer Ressourcen in Gefahr.

Die Ölkrise von 1973/74 demonstrierte die Störanfälligkeit moderner Industriestaaten gegenüber einer Vielzahl von Einflussfaktoren sowie deren Abhängigkeit von fossiler Energie.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde als direkte Reaktion auf die Krise an vier Sonntagen im November und Dezember 1973 ein Fahrverbot verhängt (Sonntagsfahrverbot). Darüber hinaus wurden neue Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt. Diese Politik hatte zwar kaum einen wirtschaftlichen Effekt, gab der Bevölkerung aber das Gefühl, aktiv etwas zur Bewältigung der Krise beitragen zu können. Deutschland musste 1974 für seine Ölimporte rund 17 Milliarden DM mehr bezahlen als im Jahr zuvor (Ölpreisschock). Dies hatte eine Konjunkturkrise zur Folge. Jedoch stieg die Inflationsrate, anders als in anderen Nationen, nur geringfügig auf sieben Prozent. Die Ölkrise markierte damit das Ende des Wirtschaftswunders. In der Folge traten bisher weitgehend unbekannte Erscheinungen auf, etwa Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, steigende Sozialausgaben, verstärkte Inflation (besser: Stagflation), steigende Staatsverschuldung, Rationalisierung, Streiks, Unternehmenspleiten.

Aufgrund der Ölkrise wurden Initiativen ergriffen, die eine größere Unabhängigkeit vom Öl zum Ziel hatten. So rückten etwa alternative Treibstoffe wie Pflanzenöl und Biodiesel ins öffentliche Interesse. Es wurde vermehrt in Kernenergie, regenerative Energiequellen, die Wärmedämmung von Gebäuden und in die Effizienzsteigerung von Motoren und Heizgeräten investiert. Auch mit dem Abklingen der Ölkrise blieb ein gestiegenes Bewusstsein zum energiesparenden Verhalten in der Bevölkerung erhalten. Zudem wurde der Anteil des aus OPEC-Staaten bezogenen Öls durch Erschließung unterseeischer Ölfelder in der Nordsee sowie eine Diversifikation der Handelspartner gesenkt.

Zum Ausgleich der Preissteigerungen wurde in einigen Industrieländern durch die Zentralbanken vermehrt Geld in Umlauf gebracht. Dieses führte jedoch, wie nach der Quantitätstheorie zu erwarten ist, zu einer erhöhten Inflationsrate in den folgenden Jahren, die erst durch eine rigidere Finanz- und Geldpolitik während der 1980er beendet werden konnte.

Deutsche Investitionen in China und der UdSSR

Bundesdeutsche Unternehmen schlossen im März 1974 zwei große Geschäfte mit östlichen Ländern. In der sowjetischen Industriestadt Kursk am oberen Sejm bauten die Firmen Krupp, Korf Stahl und die Salzgitter AG ein Hüttenkombinat; die UdSSR zahlte in bar dafür.

Wenige Tage später meldeten andere Firmen den Abschluss des bisher größten Einzelgeschäftes mit der Volksrepublik China. Unter der Federführung der DEMAG und der Schloemann–Siemag errichteten sie ein Kaltwalzwerk in der Nähe der Stadt Wuhan, der Hauptstadt der mittelchinesischen Provinz Hubei.

Diese Abkommen brachten der immer wieder krisengeschüttelten Metall– und Stahlindustrie Sicherheit für ihre Arbeitsplätze. So bedeutete etwa der Auftrag der Sowjetunion für den Konzern Krupp das umfangreichste Projekt seit Langem.

Schließung der Herstatt-Bank

Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen entzog am 26. Juni dem Kölner Bankhaus Herstatt die Erlaubnis zur Fortführung seines Geschäftes. Als die Nachricht bekannt wurde, versammeln sich Kunden und Sparer der Bank vor den geschlossenen Türen der zweitgrößten deutschen Privatbank. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch andere Banken und die Städte Köln und Bonn, die bei der Bank Einlagen hatten. An der Bank von Iwan David Herstatt war der Versicherungskonzern Gerling mit 81,4% beteiligt. Ursache für den Zusammenbruch ist ein Defizit von 480 Millionen DM, welches durch die Spekulationen mit Devisentermingeschäften hervorgerufen wurde. Allein die Forderungen der Bankkunden beliefen sich auf über 300 Millionen DM. Die Bundesregierung bemühte sich in Zusammenarbeit mit anderen Banken, wenigstens den kleinen Sparern zu einem Ersatz zu verhelfen.

Iran beteiligt sich an Krupp

Ein für die Öffentlichkeit und auch große Teile der Wirtschaft überraschendes Abkommen wurde am 17. Juli bekanntgegeben: Der Iran beteiligt sich an der wichtigsten Krupp-Tochtergesellschaft, der Friedrich-Krupp-Hüttenwerke-AG. Für einen nicht genannten Betrag -wahrscheinlich zwischen 200 und 300 Millionen DM- kaufte der iranische Wirtschafts- und Finanzminister Hushang Ansari im Auftrag des Schah von Persien 25,04% des Kapitals der Hüttenwerke. Zugleich gründeten beide Partner eine Investitionsgesellschaft.

VW–Chef Leiding tritt zurück

Rudolf Leiding, Vorstandsvorsitzender bei Volkswagen, tritt am 20. Dezember von seinen Posten zurück. Der gelernte Mechaniker trat zurück, obwohl unter seiner Regie VW seine Marktposition ausbauen kann. Erfolglose Modelle wie den VW 1600 und den VW 412 setzte Leiding ab und nahm stattdessen Modelle wie den Passat, Scirocco, Golf und Audi 50 ins Programm. Obwohl diese Autos Verkauferfolge wurden, steckte Volkswagen, wie die gesamte Autobranche in der Krise und erlitt 1974 Verluste von mindestens 400 Millionen DM.

Kultur

Kultur
Grammy Awards 1974
China: Entdeckung der Terrakottaarmee in der Nähe von Xi'an.
Eröffnung des Zirkusmuseums in Preetz.
Auf der Berlinale wird zum ersten Mal ein sowjetischer Film gezeigt. Den Goldenen Bären gewinnt der Film Duddy will hoch hinaus von Ted Kotcheff (Kanada).
5. Januar Die erste Auflage des Fantasy-Rollenspiels Dungeons & Dragons erscheint.
13. Februar Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn wird aus der Sowjetunion ausgewiesen und nach Frankfurt am Main ausgeflogen.
16. Februar Die Oper Einstein von Paul Dessau wird an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt.
23. Februar In Essen wird Rolf Hochhuths Werk Lysistrate uraufgeführt.
28. Februar Im New Yorker Museum of Modern Art wird Pablo Picassos berühmtes Werk „Guernica“ mit einem Text besprüht.
4. März Das Römisch-Germanische Museum in Köln wird eröffnet.

Die TV-Oper La Cubana oder Ein Leben für die Kunst von Hans Werner Henze wird in New York uraufgeführt.

5. März Der Film „Angst essen Seele auf“ von Rainer Werner Fassbinder hat Premiere. Er handelt von der Liebe zwischen einer 60jährigen Putzfrau und einem jungen Marokkaner, die am gesellschaftlichen Umfeld scheitert.
6. April ABBA gewinnen mit dem Titel Waterloo den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson.
26. Mai Der russische Cellist und Dirigent Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch verlässt nach schweren Konflikten mit der sowjetischen Regierung das Land und wird Chefdirigent in Washington (D.C.).
7. Juni Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an Frère Roger.
10. Oktober Das erste Volkskonzert von Mikis Theodorakis findet nach dem Sturz der griechisches Militärjunta vor mehreren zehntausend begeisterten Menschen im Karaiskakis-Stadion in Athen statt.
29. November Die Band Yes veröffentlicht das Album Relayer.
Academy Awards
Bester Film Der Clou von George Roy Hill
Bester Hauptdarsteller Jack Lemmon in Save the Tiger
Beste Hauptdarstellerin Glenda Jackson in A Touch of Class
Bester Regisseur George Roy Hill für Der Clou

Musik

1974 war der Glam Rock auf dem Höhepunkt. Künstler wie Gary Glitter und die Rubettes mit Sugar Baby Love hatten Nummer-1-Hits. Zur Glam-Rock-Geschichte gehörte auch einer der größten Flops der Musikgeschichte. Das zweite Album des amerikanischen Sängers Jobriath, Creatures of The Street, wurde trotz Riesenwerbung nur wenig verkauft. Der Künstler geriet in Vergessenheit und starb 1983 unbeachtet an AIDS.

Die Gegenbewegung zum Glam Rock war der Progressive Rock oder Art Rock. Die zu dieser Richtung gezählte Band Genesis veröffentlichte das Album The Lamb Lies Down On Broadway, bevor Peter Gabriel noch im selben Jahr die Band verließ.

Der Disco-Sound bildete 1974 den Mainstream. Die ersten Hits waren Rock Your Baby von George McCrae, 1974 die meist verkaufte Single in Deutschland, Kung Fu Fighting von Carl Douglas, und Waterloo von ABBA, mit dem die schwedische Gruppe den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson gewann und ihren Siegeszug um die Welt begann.

Seasons in the Sun von Terry Jacks wurde derweil zum Abgesang auf die Flower-Power-Ära. Die Hippie-Zeit ging zu Ende.

Eine andere Jugendbewegung, der Punk, war dagegen gerade im Entstehen. Im Januar 1974 gründeten sich in New York die Ramones, und Patti Smith veröffentlichte ihre erste Single, Hey Joe, die als erste Punk-Rock-Single überhaupt angesehen wird.

Auch der deutsche Schlager war noch „in“, Michael Holm landete mit Tränen lügen nicht einen Hit, der sich vier Wochen lang an der Spitze der deutschen Charts hielt. Zum „Sommerhit“ des Jahres 1974 erklärte die westdeutsche Musikindustrie Vicky Leandros' Song Theo, wir fahr'n nach Lodz, der in gewissem Sinne den Kommentar des deutschen Schlagers zu Willy Brandts Ostpolitik darstellt.

Film

Angst essen Seele auf
Angst essen Seele auf ist ein Melodrama von Rainer Werner Fassbinder und gilt als einer der wichtigsten und besten Filme im umfangreichen Werk des Regisseurs. Im Film lernt Emmi Kurowski, eine verwitwete Putzfrau jenseits der 60, Ali, einen etwa zwanzig Jahre jüngeren Marokkaner mit mäßig guten Deutschkenntnissen kennen. Die beiden werden ein Paar und haben mit der Ablehnung und den Vorurteilen ihrer Mitmenschen zu kämpfen. Angst essen Seele auf führt in Fassbinders Werk seine Adaptionen von den Douglas-Sirk-Filmen weiter, wie sie zwei Jahre zuvor schon von dem Film Händler der vier Jahreszeiten eingeleitet wurden. Der Film gewann unter anderem Kritikerpreise auf dem Filmfestival von Cannes sowie den Deutschen Filmpreis in Gold für Brigitte Mira als beste Hauptdarstellerin.
Mord im Orient-Express
Sidney Lumet drehte die Verfilmung des Agatha-Christie-Romans Mord im Orient-Express (im englischen Original: Murder on the Orient Express) um den Meisterdetektiv Hercule Poirot mit einem beeindruckenden Aufgebot an Stars. Selbst in kleineren Rollen traten Schauspieler aus Hollywoods erster Garde auf, darunter Ingrid Bergman, Lauren Bacall, Sean Connery und viele andere. Lumets Werk wurde im folgenden Jahr für sechs Oscars nominiert und gilt bis heute als eine der gelungensten filmischen Umsetzungen eines Christie-Stoffes.
Der Exorzist
Nach einen Buch von William Peter Blatty, der den Film auch produzierte, drehte der Regisseur William Friedkin den Film Der Exorzist ((im englischen Original: The Exorcist). Im Film beschreibt er, wie die vom Teufel besessene Tochter einer Schauspielerin durch religiöse Exerzitien geheilt wird. Bereits kurze Zeit nach seiner Uraufführung in den USA war der Film einer der größten Kinoerfolge des Landes. Mit der zwölfjährigen Linda Blair in der Hauptrolle war er der Höhepunkt einer Okkultismuswelle im amerikanischen Kino. Der Film zeigt ein solches Ausmaß von Brutalität, dass Psychologen junge Leute vor einem Besuch des Films warnen.

Fernsehen

In Paris begannen ORTF und ARD mit der Produktion des Sprachkurses Les Gammas! Les Gammas!, der als Beitrag des Fernsehens zum zwanzig Jahre vorher abgeschlossenen deutsch-französischen Kulturabkommen konzipiert war. Aufgrund ihrer unkonventionellen Machart wurde die Serie ein Überraschungserfolg und später in vielen Ländern Europas, Afrikas und Amerikas ausgestrahlt.

Das ZDF strahlte zwischen dem 31. Januar und dem 8. August erstmals die Anime-Serie Wickie und die starken Männer aus.

Am 20. Oktober wird die erste Folge der Krimiserie Derrick beim ZDF ausgestrahlt. Die Serie, eine Gemeinschaftsproduktion des ZDF, ORF und SF DRS, hatte insgesamt 281 Folgen und ist die meistverkaufte deutsche Serie aller Zeiten. Drehbuchautor Herbert Reinecker schrieb alle 281 Folgen, Produzent war Helmut Ringelmann mit seiner Firma Telenova-Fernsehproduktion. Die Serie wurde bis zum 16. Oktober 1998 im ZDF ausgestrahlt.

Theater und Oper

Theater
Am 2. Dezember wurde in Bochum mit großen Erfolg Heinrich Manns Professor Unrat aufgeführt. Als Peter Zadek daran geht, den Professor Unrat zu inszenieren, den er zusammen mit Gottfried Greiffenhagen zur Komödie mit Musik dialogisiert hat, befürchtet man, dass sich dieses Stück vergeblich versuchen wird, sich mit den Film Der blaue Engel von Joseph von Sternberg zu messen. Doch die Inszenierung wurde einer der großen Höhepunkte der Theatersaison. 44 Jahre nach dem Blauen Engel mit Marlene Dietrich und Emil Jannings inszenierte Zadek Manns Roman Professor Unrat oder das Ende eines Tyrannen mit Hannelore Hoger und Günther Lüders in den Hauptrollen. Dabei hielt sich die Bochumer Aufführung genauer an den Roman, der eine Satire auf das wilhelminische Deutschland ist. Die aggressiven Übersteigerungen des Romans gingen in das Bühnenbild von Daniel Spoerri ein. Die Leistungen der beiden Hauptdarsteller wurden von Kritikern zum Besten gezählt, was in dieser Saison auf deutschen Bühnen zu sehen war.

In Berlin konnte Peter Stein an der Berliner Schaubühne mit der Inszenierung von Maxim Gorkis Sommergäste einen Triumph feiern. das 1904 uraufgeführte Stück siedelt Stein zusammen mit den Dramaturgen Botho Strauß und dem Bühnenbildner Karl–Ernst Herrmann in einer Birkenlandschaft an, in der sich mit Hilfe einer Überblendungstechnik die einzelnen Szenen abspielen. Dabei blieb das Gesamtbild immer erhalten. Die Vielfalt der Figuren aus einer morbiden bürgerlichen Gesellschaft erlaubte dem Ensemble der Schaubühne brillante Leistungen. Stein und Strauß nahmen jedoch eine Reihe kleinerer Veränderungen an dem Stück vor, um die verwirrende Fülle der Personen, die Gorki auftreten lässt, durchschaubar zu machen.

Bildende Kunst

Der Maler der deutschen Innerlichkeit, Caspar David Friedrich, erfährt zu seinen 200. Geburtstag (5. September 1974) Aufmerksamkeit wie seit langem nicht mehr. Die Hamburger Kunsthalle widmet ihm eine Ausstellung, in der 95 von 140 erhaltenen Gemälden gezeigt werden sowie 137 Zeichnungen und Grafiken. Die 51 Tage dauernde Ausstellung verzeichnet einen Besucherrekord: Insgesamt 220.000 Menschen stehen auch bei kaltem und regnerischen Wetter Schlange vor dem Eingang der Kunsthalle.

In den 1970er hatten die Bilder Friedrichs allerorten Hochkonjunktur. Auch in London hatte eine Ausstellung großen Erfolg.

Mode

In der High Society trug man 1974 die Modelle von Christian Dior, Ted Lapidus, Nina Ricci, Yves St. Laurent und dem Modehaus Chanel in beige, caramel und lavendel. Vor allem Dior spielte dabei auch mit farbigen Pelzen in Pastell. Der jugendliche Stil wurde abgelöst durch einen damenhaften. Selbst junge Frauen wollten reifer wirken und drückten dies in ondulierten Frisuren, zartem Make-up und entsprechenden Accessoires aus. Kombiniert wurden vor allem Mäntel mit Kleidern und Hosen und unterschiedlichste Stoffarten - teilweise zur so genannten „Zwiebelmode“ kombiniert, bei der Schicht auf Schicht getragen wurde.

Auf der Straße war dagegen der Minirock weiterhin sehr beliebt, hinzu kam der Trend zum Minikleid und den Overalls in verschiedensten Formen. Allerdings setzte sich auch der längere Rock, dessen Saum unterhalb der Kniekehlen lag, in weiten Teilen der Damenwelt wieder durch. Auch Strickmode war wieder sehr im Kommen. In der Popkultur und im Farbfernsehen erreichten die „Schockfarben“ der Damenmode fast die Schmerzgrenze der Augen. Schlagersänger wie Rex Gildo und Jürgen Marcus machten es jedoch auch den Herren vor: Der Schlag der Hose wurde weiter, die Kragen der Hemden wuchsen zu wahren Segeln. Und die Krawatten der Herren erinnerten mehr und mehr an das Kinderlätzchen. Fast obligatorisch wurde die gefönte Dauerwelle. Sehr in Mode waren auch bis in die Backen reichende Koteletten.

Die letzten der Hippiebewegung experimentierte mit ethnischen Stilen, wie Kaftans mit afrikanischen Motiven, Maohemden oder Zottelmänteln und -jacken im Schafdesign. Es zeigten sich aber auch bereits die Richtungen auf, in denen sich die Mode den kommenden Musikstilen anzupassen suchte. Auf der einen Seite der Glam Rock mit seinem Glitter und die Discobewegung mit Hotpants, Plateauschuhen, knappen und immer durchsichtigeren Blusen, hautengen Einteilern (als Vorläufer der späteren Leggins) und dem gewagten Afrolook (zum Beispiel Paul Breitner). Auf der anderen Seite standen die dem Hardrock Zugeneigten, mit langen Haaren, Cowboystiefeln, Jeans, T-Shirt und Lederjacken.

Auch die alternative Szene prägte langsam ihren eigenen Stil mit Latzhose und Rollkragenpullover, aber auch dem Bundeswehrparka. Als Accessoires wurden Halstücher in allen Farben und Stilrichtungen getragen, seien es indische Halstücher oder das Palästinensertuch.

Literatur

In Paris erscheint das Buch Der Archipel Gulag von Alexander Solschenizyn. Solschenizyn arbeitete ab April 1958 über zehn Jahre lang am Archipel Gulag, hielt aber seine Veröffentlichung zurück und versteckte das Manuskript. Eine Publikation des Archipel Gulag und die danach mögliche Verhaftung hätten die Arbeit daran unmöglich gemacht, die er erst 1975 abzuschließen dachte. Im August 1973 entdeckte der KGB (Solschenizyn stand seit 1965 unter Beobachtung des Geheimdienstes) das Manuskript zum Archipel Gulag. Dadurch hatte es für Solschenizyn keinen Sinn mehr, das Werk weiterhin geheim zu halten. Ein russischer Emigrantenverlag, der über eine Kopie des Manuskriptes verfügte, wurde von ihm angewiesen, das Buch sofort zu drucken. Anfang Januar 1974 erschien es in Paris und kurz darauf in Übersetzungen vieler westlicher Länder.

Unter dem Titel Carrie erschien der erste Roman von Stephen King. 1976 wurde das Buch von Brian De Palma mit Sissy Spacek und John Travolta unter dem Titel Carrie – Des Satans jüngste Tochter erstmalig verfilmt.

Die Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward veröffentlichten All the President's Men, ihr Buch über die Watergate-Affäre. Zwei Jahre später wurde das Buch unter der Regie von Alan J. Pakula und mit Dustin Hoffman und Robert Redford in den Hauptrollen verfilmt.

Religion

Um Mitternacht des 24./25. Dezember eröffnet Papst Paul VI. mit der Eröffnung der Heiligen Pforte das Heilige Jahr. Nach Ablauf des Jahres wird das Jubeltor am Weihnachtsfest 1975 wieder zugemauert. Das Heilige Jahr oder Jubiläumsjahr der katholischen Kirche soll der inneren Erneuerung der Gläubigen dienen. Es wird seit 1300 in Abständen von 50 oder 33 Jahren begangen, seit 1475 alle 25 Jahre. das Jahr ist durch einen umfassenden Ablass gekennzeichnet, der nur in Rom gewonnen werden kann und dessen Einzelheiten die jeweilige Jubiläumsbulle regelt.

Wissenschaft, Technik und Raumfahrt

Computertechnik

Während die großen Mainframes die Computertechnik weiter dominierten, zeigten sich die Anfänge einer Verkleinerung und Personalisierung. 1974 stellte Intel den 8080 vor, eine Weiterentwicklung des 8008 und der erste „vollwertige“ 8-Bit-Mikroprozessor. Gleichzeitig stellte der Konkurrent Motorola den 6800 vor. Auf dem Intel-Chip basierte der Altair 8800, der erste kommerziell erfolgreiche Heimcomputer. Gary Kildall begann mit der Entwicklung von CP/M, dem ersten plattformunabhängigen Betriebssystem für den Einsatz auf Heimcomputern.

Auch die Taschenrechner wurden mit der Marktreife des ersten programmierbaren Modells, des HP-65 von Hewlett-Packard, zu kleinen Computern.

Automobil

Volkswagen brachte im Jahr 1974 den VW Golf auf den Markt, den Nachfolger des legendären VW Käfer. Der VW Golf, im eckigen Design von Giorgetto Giugiaro, wurde zum Symbol für die neue Kompaktklasse, die den Nerv der Zeit (Ölkrise) traf.

Raumfahrt

Das Raumfahrtjahr 1974 begann am 8. Februar mit der Rückkehr der Besatzung der amerikanischen Raumstation Skylab 4. Das Team aus Gerald Carr, William Pogue und Edward Gibson stellte zugleich die letzte Besatzung des Skylab dar, die erst 1978/1979 durch ihre Außerbetriebnahme durch die NASA wieder in das öffentliche Interesse rückte.

Die Sowjetunion startete in diesem Jahr gleich drei Missionen. Die Sojus 14 wurde am 3. Juli gestartet. Sie koppelte an die Saljut 3-Raumstation an, wo die Kosmonaten zwei Wochen blieben, bevor sie zur Erde zurückkehrten. Die Sojus 15 folgte am 26. August. Nach zwei Tagen wurde die Mission abgebrochen. Sojus 16, gestartet am 2. Dezember, diente der Vorbereitung des ersten gemeinsamen sowjetisch-amerikanischen Raumfahrtprogramms, des Apollo-Sojus-Projektes (17. Juli 1975).

Für die Europäer startete am 19. Dezember erstmalig eine Rakete ins All, die den ersten deutsch-französischen Nachrichtensatelliten Symphonie an Bord hatte. Der Start erfolgte von der amerikanischen Cape Canaveral Air Force Station. Der Satellit wurde in einer Höhe von 36.000 Kilometern in seine Umlaufbahn gebracht. Er sollte zwei Farbfernseh- und zwei Rundfunkprogramme sowie 600 Telefongespräche gleichzeitig übermitteln. Dabei durfte er allerdings dem amerikanischen Satelliten Intelsat keine Konkurrenz machen.

Architektur

Abbildung
Der Sendemast in Konstantynów kurz vor der Fertigstellung
Bildherkunft

Der 1974 fertig gestellte Sears Tower in Chicago wurde der höchste Wolkenkratzer der Welt und hielt diesen Titel bis zu Errichtung der Petronas Towers 1997.

Am 22. Juli 1974 wurde auch das höchste bis heute errichtete Bauwerk der Welt, der 646 Meter hohe Sendemast Radio Warschau in Gabin-Konstantynów, Polen fertiggestellt, welcher allerdings am 8. August 1991 bei Wartungsarbeiten (Austausch von Pardunen) einstürzte.

In Dallas wird der der Renaissance Tower fertiggestellt. Mit 216 Metern war das Hochhaus seinerzeit das höchste Gebäuse in Dallas und blieb es bis 1985. 1986 wurde der Tower umfassend renoviert und erreichte nun dank diverser Aufbauten eine Höhe von 270 Metern und stellt damit aktuell das zweithöchste Gebäude in der texanischen Metropole dar.

In London wird der 34-stöckige Guy's Tower fertiggestellt. Damit wird das Guy's Hospital in London mit 143 Metern zum höchsten Krankenhaus der Welt und zum 11-höchsten Gebäude in ganz London.

Psychologie

1974 werden die Ergebnisse des Milgram-Experiments in einem Artikel mit dem Titel: Behavioral study of obedience veröffentlicht, der in dem renommierten Journal of abnormal and social psychology (Bd. 67, 1963 S. 371-378) erschien. Milgram publizierte später ein eigenes Buch, in dem er die Ergebnisse in einen breiteren Kontext einordnete (Obedience to Authority: An Experimental View, dt. Das Milgram-Experiment. Zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität, 1974).

Das Milgram-Experiment ist ein wissenschaftliches Experiment, das von dem Psychologen Stanley Milgram entwickelt wurde, um die Bereitschaft durchschnittlicher Personen zu testen, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen.

Archäologie

Lucy
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Das Skelett Lucy, eine Nachbildung. Museo Nacional de Antropología in Mexiko-Stadt
Bildherkunft

In Hadar, Äthiopien entdeckt Donald Johanson am 30. November das Skelett eines frühen Vormenschen, das später nach dem Beatles-Song Lucy in the sky with diamonds Lucy genannt wurde. Aufgrund dieses Fundes wird im Jahr 1978 von Johanson, Yves Coppens und Tim White die neue Art Australopithecus afarensis wissenschaftlich benannt.

Lucy (die wissenschaftliche Bezeichnung des Fossils ist AL 288-1) war wohl eine erwachsene Frau von etwa 25 Jahren Alter (obwohl einige Forscher den Fund für männlich halten). Ihr Skelett zählt zu den besterhaltenen Skeletten der frühen Echten Menschen. Etwa 40 Prozent des Skeletts wurden gefunden, darunter Oberschenkel und Schienbein, Teile des Beckens, der Wirbelsäule, des Schädels und des Armskeletts. Lucy starb vor etwa 3,2 Millionen Jahren. Der Skelettbau zeigt eindeutige Anpassungen an den aufrechten Gang. Das sensationelle am „Lucy“-Fund war, dass er ein Anzeichen für einen Stillstand der Evolution für über 900.000 Jahre bedeutet (Punctuated equilibrium). Diese Theorie wird unter anderem von Stephen Jay Gould in seinem Essay Lucy on the Earth in Stasis unterstützt.

Terrakottaarmee
Die Terrakotta-Armee, Teil des Mausoleums des Kaisers Qin, wird im März 1974 in der Nähe von Xi'an, Provinz Shaanxi, China, entdeckt.

Es handelt sich um die Darstellung einer vollständigen Armee der damaligen Zeit, bestehend aus mehr als 7.000 lebensgroßen Tonfiguren, die auf mehrere unterirdische Kammern verteilt sind. Aufgestellt sind Fußsoldaten, Reiter, Pferde und Kriegswagen, denen echte Waffen (Schwerter, Pfeilspitzen, Armbrüste) beigegeben sind. Die verschiedenen Ränge sind an unterschiedlichen Uniformen erkennbar. Die Armee bildet die Grabbeigabe des ersten Kaisers des Kaiserreich Chinas aus den Jahren 210 v. Chr. – 209 v. Chr., der mit Hilfe von Armeen wie dieser, China zu einem Reich einte. Bemerkenswert ist, dass alle diese Figuren individuell gestaltet sind, also keine zwei in Haltung, Gesichtszügen oder Ausstattungsdetails identisch sind. Offen ist die Frage, ob tatsächliche Soldaten von damals nachgebildet wurden oder ob die Erschaffer die unterschiedlichen Figuren frei gestalteten.

Seit 1987 sind die Grabanlagen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Wissenschaft
Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie können erstmals Stoffwechselvorgänge im Gehirn gezeigt werden.
Kodak führt den Super-8-Film mit Tonspur ein.
General Motors entwickelt Autokatalysatoren für Benzinmotoren.
Hewlett-Packard stellt mit dem HP-65 den ersten programmierbaren Taschenrechner vor.
Die Prozessoren Motorola 6800 und Intel 8080 werden entwickelt.
Der Sendemastes von Radio Warschau, des bis heute höchsten Gebäudes, wird errichtet.
Der Sears Tower in Chicago wird eröffnet.
8. Februar Die Skylab-4-Besatzung kehrt zur Erde zurück.
29. März Die Serienfertigung des VW Golf I beginnt.

Die Sonde Mariner 10, die letzte der Mariner-Serie, erreicht Merkur.

9. Mai Inbetriebnahme der Metro Prag.
3. Juli Start der Sojus 14.
11. September Charles T. Kowal entdeckt den Jupitermond Leda (Jupiter XIII).
26. August Start der Sojus 15
16. November Die Arecibo-Botschaft wird in das All gesendet.
24. November „Lucy“, das bisher besterhaltene Skelett eines Australopithecus afarensis, wird gefunden.
1. Dezember Gründung der Fernuniversität Hagen
2. Dezember Die Raumsonde Pioneer 11 fliegt an Jupiter vorbei.

Start der Sojus 16

Nobelpreise
Physik Martin Ryle und Antony Hewish
Chemie Paul J. Flory
Medizin Albert Claude, Christian de Duve und George E. Palade
Literatur Eyvind Johnson und Harry Martinson
Frieden Seán MacBride und Eisaku Sato
Ökonomie Gunnar Myrdal und Friedrich Hayek
Weitere Preise
Fields-Medaille Enrico Bombieri und David Bryant Mumford
Turing-Preis Donald Knuth
Templeton-Preis Frère Roger

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Skylab, aufgenommen von Skylab 4
Bildherkunft


Katastrophen

Naturkatastrophen
27. Januar Bei einer Überschwemmung in Brisbane, Australien, sterben 14 Menschen und es entsteht ein Schaden von 200 Millionen AUD
3. April Der Super Outbreak, die längste Tornado-Serie der amerikanischen Geschichte, verwüstet 13 US-Staaten und eine kanadische Provinz. Bilanz der 148 Wirbelstürme: 315 Tote und über 5.000 Verletzte.
11. Mai Erdbeben in Sichuan u. Yünnan/Volksrepublik China, etwa 20.000 Tote.
8. September Hurrikan Carmen trifft auf die Südküste der USA.
18. September Der Wirbelsturm „Fifi“ zieht über Honduras, ca. 10.000 Tote.
3. Oktober Erdbeben in Peru, 83 Tote, 60.000 Obdachlose.
24. Dezember - 25. Dezember Der Zyklon Tracy zerstört über 70% der Bau- und Infrastruktur Darwins, 71 Menschen sterben, 20.000 Menschen werden obdachlos. Der Zyklon richtete einen Schaden von 837 Millionen AUD an.
28. Dezember Erdbeben der Stärke 6,2 in Pakistan, ca. 5.300 Tote.

Unfälle
30. Januar Absturz einer Boeing 707 der PanAm.
1. Februar Großbrand im Joelma-Hochhaus in Sao Paulo, 189 Tote.
3. März Paris, Frankreich kurz nach dem Start von dem Flughafen Orly verunglückt eine McDonnell Douglas DC-10 der Turkish Airlines. 346 Tote.
10. März Bei einer Methangas-Explosion in einer Steinkohlemine nahe Golborne sterben 10 Minenarbeiter.
22. April Tinga-Tinga, Bali, Indonesien. Eine Boeing 707 der PanAm prallte beim Landeanflug ca. 60 km nordwestlich vor dem Flughafen gegen einen Berg. Alle Personen starben.
1. Juni Flixborough disaster: Bei einer Explosion in einer Chemiefabrik nahe Flixborough sterben 28 Menschen, 36 werden verletzt.
14. August In Prag brennt der Ausstellungspalast (erbaut 1924) völlig nieder.
1. September In Zagreb kommt es zum schwersten Zugunglück der Nachkriegzeit, 121 Menschen sterben.
20. November Nairobi, Kenia, ein Jumbo-Jet der Lufthansa verunglückt beim Start. 59 Tote, davon 30 Deutsche.
1. Dezember Eine Boeing 727 der Northwest Orient Airlines stürzt 40 Kilometer nordwestlich des Washington Dulles International Airport ab. Alle 92 Insassen sterben.
4. Dezember Colombo, Sri Lanka. Absturz einer niederländischen Douglas DC-8. An Bord waren indonesische Moslems auf der Pilgerfahrt nach Mekka. Alle 191 Menschen an Bord starben.


Sport

Sport
Weltsportler des Jahres Eddie Merckx
Ballon d'Or Johan Cruyff
Großveranstaltungen
Alpine Skiweltmeisterschaft 1974
Alpiner Skiweltcup 1974
Eishockey-Weltmeisterschaft 1974
Formel-1-Saison 1974
Fußball-Afrikameisterschaft 1974
Fußball-Weltmeisterschaft 1974
Leichtathletik-Europameisterschaft 1974
Nordische Skiweltmeisterschaft 1974
Tour de France 1974

Fußball

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Sondermarke zur WM 1974
Bildherkunft

Sportlicher Höhepunkt des Jahres aus deutscher Sicht war die Fußball-Weltmeisterschaft, in der die Bundesrepublik nicht nur als Gastgeber fungierte, sondern auch den Weltmeistertitel errang. Denkwürdige Spiele waren dabei das Finale gegen die Niederlande (2:1), in dem mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen fielen, weiterhin das Zwischenrundenspiel Bundesrepublik Deutschland–Polen (1:0), das als „Wasserschlacht von Frankfurt“ in die Geschichte einging sowie die klaren Siege der Niederländer über die Mannschaften aus Argentinien und Brasilien. In der Vorrunde trafen zum einzigen Mal die Nationalmannschaften der DDR und der Bundesrepublik aufeinander. Durch ein Tor von Jürgen Sparwasser gewann die DDR das Spiel 1:0.

In der Bundesliga dominierte weiterhin der FC Bayern München, der zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister wurde und dem damit der erste Hattrick der Bundesligageschichte gelang. Im selben Jahr gewann der FC Bayern zudem den Europapokal der Landesmeister. Insgesamt sieben Spieler des FC Bayern gehörten darüber hinaus dem Weltmeister-Kader an.

In Düsseldorf gewinnt Eintracht Frankfurt durch ein 3:1 über den Hamburger Sportverein den DFB-Pokal.

In der DDR-Oberliga holte der 1. FC Magdeburg den Titel. Außerdem gewann der 1.FC Magdeburg als erste und einzige Mannschaft der DDR einen Titel im Fußball-Europapokal. Am 8. Mai besiegte der Verein im Stadion De Kuip in Rotterdam vor 5000 Zuschauern den AC Mailand mit einem 2:0 und gewann den Europapokal der Pokalsieger.

Durch ein 3:1 n. V. über Dynamo Dresden gewann der FC Carl Zeiss Jena den FDGB-Pokal.

Den UEFA-Pokal gewann Feyenoord Rotterdam am 29. Mai mit einem 2:0 gegen die Tottenham Hotspurs im De Kuip-Stadion, nachdem das Hinspiel am 21. Mai im White Hart Lane-Stadion 2:2 endete.

In Österreich holte in der Nationalliga der SK VÖEST Linz den Titel. Schweizer Meister wurde der FC Zürich.

Deutschlands Fußballer des Jahres wird zum drittenmal nach 1966 und 1968 Franz Beckenbauer.

Am 16. August wird bekannt, dass Paul Breitner von Bayern München nach Real Madrid wechselt.

In São Paulo beendet Pelé am 3. Oktober seine Karriere. Pelé, der mit bürgerlichen Namen Edson Arantes do Nascimento heißt, wurde mit der brasilianischen Nationalmannschaft dreimal Weltmeister (1958, 1962 und 1970).

Boxen

Am 26. März gewann George Foreman seinen Kampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im El Poliedro, Caracas, Venezuela, durch technischen K.O. Bereits am 28. Januar besiegte die Boxlegende Muhammad Ali Joe Frazier. Das Highlight des Jahres war jedoch der „Rumble in the Jungle“, der Schwergewichtskampf Muhammad Alis gegen George Foreman, am 30. Oktober im 20th of May Stadium in Kinshasa, Zaire, in dem Muhammad Ali den Weltmeistertitel durch K.O erlangte.

Auch im Halbschwergewicht gab es einen Wechsel an der Spitze. Hier holte sich Bob Foster aus Albuquerque am 16. September 1973 den Weltmeistertitel und erkämpfte dann am 17. Juni 1974 gegen Jorge Ahumada ein Unentschieden. Durch einen Sieg über Ahumada am 1. Oktober bekam der Engländer John Conteh den Titel. Als weiterer Boxweltmeister ging am 7. September der aus Nicaragua stammende Alexis Arguello gegen den Mexikaner Ruben Olivares im Federgewicht hervor.

Basketball

Nate Thurmond erzielte am 8. Oktober gegen die Atlanta Hawks das erste Quadruple Double der Geschichte der National Basketball Association (USA). Die NBA Finals gewinnen die Boston Celtics nach sieben Spielen gegen die Milwaukee Bucks mit MVP Kareem Abdul-Jabbar. In der ABA holen die New York Nets mit Julius Erving ihre erste Meisterschaft.

Radsport

Die Radsportlegende Eddy Merckx gewann sowohl die Tour de France als auch den Giro d'Italia, beide Rennen zum fünften Mal, und holte zum dritten Mal Gold in der Straßen-Radweltmeisterschaft. Er wurde zum dritten Mal zum Weltsportler des Jahres gewählt.

Motorsport

Der Brasilianer Emerson Fittipaldi wurde Formel-1-Weltmeister, nachdem er drei Grand-Prix-Rennen für sich entscheiden konnte. Als zweiter folgte der Schweizer Clay Regazzoni mit drei Punkten Abstand. Im gleichen Jahr starben auf der Formel-1-Rennstrecke die Rennfahrer Peter Revson und Helmut Koinigg. Der Amerikaner Revson verunglückte am 28. März in Johannesburg (Südafrika), der Österreicher bei seinem zweiten Grand-Prix-Rennen in Watkins Glen (USA) am 6. Oktober.

Springreiten

Hartwig Steenken wurde am 21. Juli auf der Stute Simona in Hickstead Weltmeister im Springreiten.

Sonstiges

  • Der japanische Nachrichtenoffizier Onoda Hirō wurde am 10. März auf der philippinischen Insel Lubang entdeckt. Er hatte sich 29 Jahre lang versteckt gehalten, weil er sich weigerte, die Kapitulation Japans anzuerkennen.

  • Die Weinernte des Jahres 1974 fiel schlecht aus. In vielen namhaften Weinbaugebieten wurden nur dünne, kurz haltbare Weine erzeugt, die mittlerweile untrinkbar sein dürften. Lediglich kalifornische Weine gelten 2006 noch als Geheimtipp.

  • Die wohl aufsehenerregendste Trennung des Jahres war die Scheidung von Sonny Bono und Cher nach zehn Ehejahren.

  • Am 15. März wird in der BRD das infolge des Ölboykotts der arabischen Staaten eingeführte Tempolimit wieder aufgehoben.

  • Am 4. März wird die amerikanische Verlegerstochter Patricia Hearst von der sozialutopischen Gruppe SLA (Symbionese Liberation Army) entführt. Die Gruppe will ein Lösegeld erpressen, um damit Lebensmittel für arme und bedürftige Menschen in Kalifornien zu kaufen. Am 4. April erklärt Patricia Hearst, das sie sich ihren Entführern anschließt.

  • Am 4. August wird wegen Wasserverschmutzung in mehreren Teilen des Gardasees (Italien) Badeverbot ausgerufen.

  • Am 2. Oktober untersagt das Berliner Verwaltungsgericht wegen Lärmbelästigung den Rennbetrieb auf der AVUS.

Siehe auch

Literatur

  • The American Peoples Encyclopedia 1975 Yearbook – Events of 1974, Grolier Incorporated 1975, ISBN 0-7172-0406-5.
  • Britannica - Book of the Year 1975, Encyclopaedia Britannica Ltd. 1975
  • Weltpanorama 1974 – Eine Chronik des Zeitgeschehens, Faunus-Verlag AG, Basel.
  • Britta Kruse, Christiane Lege: Chronik 1974, Bertelsmann Lexikon Institut, Gütersloh 1991, ISBN 3577140747.
  • Archiv der Gegenwart – 1974, Siegler & Co. Verlag für Zeitarchive GmbH 1986, ISBN 3877480403.
  • Archiv der Gegenwart – Deutschland 1945 bis 1999, Directmedia Publishing, Berlin 2004, ISBN 3898531783 (CD-ROM).

Weblinks

   

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Diskussion der Autoren über den Artikel: 1974


In Arbeit
  • Mkill/1981
  • Silberchen/1975
  • Morray/1984
  • Erwin E aus U/1968

Änderungsvorschläge (Berichtigungen)

1.1.1. Erster Absatz: der Bundestag hat Helmut Schmidt zum Nachfolger Willy Brandts gewählt (nicht ernannt). Bitte ändern.

noch Wirtschaft

Streik im Öffentl D erreicht Lohnerhöhung um 11%.

bitte einfügen

(Das ist doch mal ein Wort) 84.173.253.127 13:15, 31. Mai 2006 (CEST)

Diskussionen von der Projektseite

Diskussions-Archiv: Diskussion:1974/Archiv

Fehlende Länder

DDR, Schweiz, Österreich, USA, Griechenland / Zypern / Türkei

DDR gibt's jetzt -- Lley 17:47, 25. Mär 2006 (CET)
Es fehlt allerdings der komplette sonstige Ostblock (ohne dass ich jetzt sagen könnte, ob da was Wichtiges passiert ist). -- Lley 10:03, 31. Mär 2006 (CEST)

Bekomme ich raus, brauch nur irgendwann mal Zeit dazu (vielleicht am Wocheende) Gruß -- Achim Raschka 11:27, 31. Mär 2006 (CEST)

Ich hatte ein paar Länder gecheckt, aber nur bei Jugoslawien und VR China nennenswertes gefunden. Was nicht heißen soll, dass nichts passiert ist. Es wäre natürlich super, wenn jemand diesen Bereich noch ausbaut. --Mkill 14:13, 1. Apr 2006 (CEST)

Fehlende Themen

  • Oper
  • Theater
  • Geisteswissenschaften
  • Medizin
  • Archäologie (Lucy + Terrakottaarmee)
  • Luftfahrt (jenseits von Katastrophen), Flugzeugbau
  • Bildende Kunst

Fehlende Ereignisse

Film

Sonstiges

Talkshow-Flirt von Burkhard Driest und Romy Schneider

Kriege 1974

aus :en:List of wars 1945–1989

en

en:Category:1974 hat noch massenweise spezialisierte Listen, z.B.
    en:Category:1974 elections
    en:History of present-day nations and states
    en:Category:Nation timelines
    en:1974 in architecture
    en:1974 in music

Schweizer Verfassungsrevision von 1974

Es gibt eine Gedenkmünze zu einer Schweizer Verfassungsrevision 1974 ([LINK]), nur habe ich nicht rausfinden können, was damals geändert wurde. Jemand eine Idee? --Mkill 18:09, 19. Mär 2006 (CET)

Dem Bild nach würde ich annehmen, dass es eine Würdigung der Schwangerschaftsabbruchregelung ist: Am 5. Oktober wurde beschlossen, dass Frauen bei medizinischen Indikation abtreiben dürfen. Außerdem gab es in der Schweiz wohl nur eine Volksabstimmung um die Reduzierung des Ausländeranteils (abgelehnt) sowie eine Abstimmung/Diskusion um eine Neugliederung der Kantone. Das scheint für die Schweiz tatsächlich alles von Belang zu sein, was in diesem Jahr stattfand. Gruß -- Achim Raschka 08:50, 20. Mär 2006 (CET)

Schwangerschaftsabbruch

Sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in Österreich hat es 1974 Gesetzesänderungen zum Schwangerschaftsabbruch gegeben. Es wäre gut, dazu einen Absatz zu haben, ich weiß nur noch nicht, in welchem Kapitel.

1974 23. Jänner:
Der Nationalrat beschließt das Gesetz zur Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruches innerhalb von drei Monaten (Fristenlösung). Die folgenden Monate sind gekennzeichnet von einer schweren Verstimmung zwischen der sozialistischen Regierung und den österreichischen Kirchen.
(Zitat [LINK])

5.6. Der Bundestag beschließt zum zweiten Mal, um den Einspruch des Bundesrats zu überstimmen, das bereits am 26. April vom Parlament verabschiedete Gesetz zur Reform des Strafrechtsparagraphen 218. Die verabschiedete Fristenlösung legalisiert den Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate nach der Empfängnis. Voraussetzung dafür ist, daß sich die Schwangere vor dem Eingriff einer Beratung durch einen Arzt unterzieht.
(Zitat [LINK]; s.a. [LINK])

Auch in dre Schweiz gab es eine Neregelung bezüglich des Schwangerschaftabbruchs (siehe oben). Sollten wir erstmal im Hinterkopf verbuchen, aktuell bin ich für eine Einarbeitung in Wissenschaft/Medizin bzw. Politik. Gruß -- Achim Raschka 08:52, 20. Mär 2006 (CET)

Weltwirtschaftsdaten

Hat jemand eine Idee, wo man Daten zur Weltwirtschaft 1974 herbekommt? Ich denke da vor allem an Inflationsrate und Wirtschaftswachstum weltweit. --Mkill 09:37, 20. Mär 2006 (CET)

Ich habe hier Grafiken für die Entwicklung der Börsen, der Währungsreserven, der Inflation (Konsumentenpreise), der Einnahmen der OPEC-Länder, der Arbeitslosigkeit, Personalbestand in wichtigen Branchen und Geldwertschwund - alle bei den wichtigsten Industrienationen. Ausserdem ein paar Grafiken zur Bevölkerungsentwicklung in Entwicklungsländern sowie Nahrungsmitteldefizit und Kindersterblichkeit in Südasien (alles in Weltpanorama 1974). Bei Bedarf schicke ich dir ein pdf mit denselben, eine Übernahme 1:1 ist allerdings nicht möglich (urv). Gruß -- Achim Raschka 10:05, 20. Mär 2006 (CET)
Wirtschaft
Weltwirtschaftswachstum: x%
Inflationsrate: y%

Meine Überlegung war, in den Kasten Wirtschaft einige Daten zur Weltwirtschaft einzufügen, etwa so:
--Mkill 18:06, 20. Mär 2006 (CET)


Australien

en:Australian referendum, 1974 -- wichtig?

Sortierung nach Themen statt Ländern

Noch eine Überlegung von mir, ich würde die Struktur im Politikteil gern umstellen. Eine ganze Reihe von Ereignissen betrifft nämlich nicht nur ein Land, z.B. der Jom-Kippur-Krieg, die Zypern-Krise, die Palästinenserfrage und die Einführung der Fristenregelung. Ich würde daher gern die Überschriften nach Themen und nicht nach Ländern aufstellen, etwa so:

  • Politik
    • Deutsch-Deutsche Beziehungen
    • Neuer Bundeskanzler und Bundespräsident
    • Terrorismus
    • Fristenregelung
    • Präsidentenwahl in Frankreich
    • Minderheitsregierung in Großbritannien
... --Mkill 02:01, 21. Mär 2006 (CET)

Ich bin mir nicht sicher, ob das dann nicht zu unübersichtlich wird. Im Moment hat man die Möglichkeit, gezielt zu schauen, was 1974 bsp. in Portugal, Schweden, Indien etc. passiert ist, bei einer thematischen Ordnung müsste man bereits im Vorfeld wissen, wonach man sucht. Ich denke, dass internationale Ereignisse einfach im einführenden Teil des Kontinents (Zypernkrise also im einführenden Europateil) behandelt werden könnten, evtl. könnte man auch statt Kontinente Regionen nehmen und den Nahen Osten als solche extra herausstellen. Gruß -- Achim Raschka 07:32, 21. Mär 2006 (CET)

Ich finde auch, die Aufteilung nach Ländern bzw. dann auch nach Regionen besser als nach Themen zu unterteilen. Durch diese Gliederung behält der Leser meiner Meinung nach mehr übersicht bzw. kann gezielter nach Informationen suchen. Julius1990 21:41, 21. Mär 2006 (CET)

Mode

Was machen wir mit dem Abschnitt? Ich als Nachgeborener traue mich nicht richtig ran. --Mkill 23:37, 23. Mär 2006 (CET)

oh mein gott, da gabs noch schlaghosen, plateau-schuhe, glitter ohne ende, die indischen halstücher wurden in und selbstgestrickte wadenschoner. afrofrisuren und lange haare sowieso. alles war leicht und luftig, vor allem die fkk-mode ;-). setz es doch mal rein, dann werden wohl oder übel noch weitere erinnerungen wach --Erwin E aus U Erwin E aus U 02:17, 24. Mär 2006 (CET)

Ganz ehrlich, vor dem Punkt Mode graust es mir. Es ist schon schrecklich genug, diese 70er-Jahre-Retro-Webseiten ansehen zu müssen. Davon bekommt man Augenschmerzen. Bitte bitte, wenn du nur etwas Mitleid hast schreib dieses Kapitel für mich! --Mkill 02:22, 24. Mär 2006 (CET)

bevor ich mir alles aus den fingern saugen, bzw. meine verwand- und bekanntschaft vollends vergraule, hast du da einige wiki- oder weblinks? sonst würde das ziemlich grausig und einseitug werden, da ich damals halt auch noch kind war und das meiste fürchterlich fand (bis auf die fkk-mode, die war so leicht an- äh, auszuziehen ;-) --Erwin E aus U Erwin E aus U 02:37, 24. Mär 2006 (CET)
nachtrag, sehe gerade die weblinks oben, mal sehen --Erwin E aus U Erwin E aus U 02:38, 24. Mär 2006 (CET)

Nochmal zum Mitschreiben :)

Und hey, dass die Mode der 70er fürchterlich war, darüber sind sich glaub ich alle einig... schlimmer waren eigentlich nur die 80er :) --Mkill 02:41, 24. Mär 2006 (CET)

so, ein versuch ist drin, die meisten links aus der liste sind enthalten, nur die theorie des zeit-artikels krieg ich da nicht gebacken, sorry. gruß --Erwin E aus U Erwin E aus U 04:44, 24. Mär 2006 (CET)

Super, Danke. Das mit dem Zeit-Artikel ist nicht schlimm, der sprengt mit seinen fünf Seiten hier sowieso den Rahmen. --Mkill 02:37, 25. Mär 2006 (CET)

Der Abschnitt ist gut gelungen. Und als unter der Mode dieser Zeit Leidender (eigelbe hautenge Bluse und dazu eigelbe Cordhosen mit Schlag - was mir meine Eltern damals angetan haben, ts, ts) kann ich sagen, daß das stimmt, was da steht. Allerdings bin ich mit "Als Accessoires wurden Halstücher in allen Farben und Stilrichtungen getragen, seien es indische Halstücher bei den Mädchen oder das Palästinensertuch bei den Jungen" nicht ganz zufrieden: So gegen 1977/79 haben wir Mädchen auch Palästinensertücher getragen - zu Bundeswehrhosen und Addidas-Turnschuhen. Ok, 1974 war ich zu jung für ein Palästinensertuch, daher kann sich da auch was verschoben haben - vielleicht wurden die erst später auch für Mädels interessant. Übrigens hat man damals doch auch Clogs getragen, oder (wobei WP nicht die scheußlichen Modelle der 70er bereithält!)? Ich überlege, ob ich ein paar Bilder von meiner Familie zur Verfügung stelle: Wir galten damals als sehr gut - im Sinne der 70er ;) - angezogen ... Gruß --Henriette Fiebig 06:12, 30. Mär 2006 (CEST)

mein allerherzlichstes beileid, henriette – *kopfschüttel* – eigelb von oben bis unten... ja, die cloqs, da hatte ich auch welche, das klapperte herrlich, wenn du im zweiten stock wohntest. meine unverzeihbaren grausamkeiten waren stoffhosen statt cord, ekligst karierte hemden mit kragen unter pullis und, als besitzer von naturlocken, immer gefönte dauerwellen, wenn es auf besuch ging. das meiste ist tatsächlich eigene erinnerung. das palästinensertuch kam natürlich auch bei den mädchen. in meiner gegend war es jedoch mehr so, wie ich das schrieb, kann man aber gerne auch geschlechtsneutral schreiben. --Erwin E aus U Erwin E aus U 13:42, 30. Mär 2006 (CEST)

Sacht ma, hat irgendwer hier ne Ahnung, was ein Flou ist bzw. war. Die Weltchronik schreibt in der Modeklassifizierung: "1974 ist - modisch gesehen - das Jahr des Flou", nur bebildert ist selbiges nicht und die Beschreibung hilft mir auch net. -- Achim Raschka 23:27, 24. Apr 2006 (CEST)

Leerraum

Hat jemand eine Idee, was man sinnvollerweise mit dem Platz neben dem Inhaltsverzeichnis macht? --Mkill 21:10, 26. Mär 2006 (CEST)

Der Platz wird mit jeder neuen Überschrift zwangsläufig größer und ich hatte schon über ein Notoc nachgedacht, dass würde dann aber den Vorteil der Navigation nicht lösen. Weitere Bilder in den Kasten macht imho auch wenig Sinn, man könnte vielleicht überlegen, ob man den Politikkasten weiter hochzieht und an den Einführungskasten anschmilzt - ansonste: No se -- Achim Raschka 14:17, 1. Apr 2006 (CEST)

Notoc ist eine ganz schlechte Idee, bei so einem Monsterartikel sieht man ohne Inhaltsverzeichnis nicht durch. Mal sehen, vielleicht kann man wirklich den Politikkasten nach oben ziehen. Mehr Bilder wäre schon denkbar, aber bitte keine Politikerköpfe. Leider sind die meisten wirklich guten und passenden Bilder rechtlich nicht verfügbar :( --Mkill 14:28, 1. Apr 2006 (CEST)

Folgeprojekte

Ich habe mir als nächste Baustelle das Jahr 1981 vorgenommen: Mkill/1981. Wer Lust hat, sich zu beteiligen, ist herzlich eingeladen. Ich würde auch vorschlagen, dass jeder, der sich ebenfalls ein Jahr vornimmt, das hier vermerkt. So kann man sich gegenseitig unter die Arme greifen. --Mkill 23:39, 2. Apr 2006 (CEST)

Ich denke, ich werde die nächsten Wochen erstmal noch hier rumbasteln bzw. auf meinen vielzuvielen anderen Großbaustellen. Das Ziel für 1974 wäre imho, ihn zeitnah in die Lesenswerten Artikel zu bringen und so eine noch etwas größere Aufmerksamkeit zu bekommen, irgendwann als Fernziel kann man dann auch über die Exzellenten nachdenken. Bei 1981 werde ich gern immer mal vorbeischauen, viel helfen kann ich da allerdings nicht (keine Literatur). Gruß -- Achim Raschka 23:50, 2. Apr 2006 (CEST)

Viel Erfolg mit dem Artikel hier. Ich sehe auch, dass es noch einige Lücken auszubessern gibt, aber ich kann die Zahl 1974 momentan einfach nicht mehr sehen... Mal schauen was der Schreibwettbewerb bringt, aber bei der harten Konkurrenz wird selbst ein Platz in den Top Ten der Kat III alle Ehre wert sein. Wir schauen einfach mal, zum Glück ist die Wikipedia ein langfristiges Projekt und es gibt keinen Zeitdruck. --Mkill 01:26, 3. Apr 2006 (CEST)

Lob

Ich bin begeistert und wäre nichtmal auf die Idee gekommen, dass man auch aus einer ollen Jahresliste einen schönen und interessanten Artikel bauen kann. Ich glaube damit habt ihr ein tolles Projekt gestartet das ich mir auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werde. ---Nicor 18:12, 11. Apr 2006 (CEST)
Ich möchte mich dem Lob anschließen. Zu Beginn des Projektes war ich skeptisch, ob sich die Listen vernünftig formulieren ließen, und ob der Artikel zusammen mit den obligatorischen Geburts- und Sterbelisten nicht zu unübersichtlich werden würde. Die Auslagerung der Listen ist sehr sinnvoll. Besonders gut gefällt mir die tabellarischen Zusammenfassungen auf der rechten Seite. Glückwunsch zu diesem Artikel - wenn die anderen "dran" sind, werde ich mich gerne beteiligen! --Silberchen Silberchen 22:57, 11. Apr 2006 (CEST)

"Dran" sind immer alle Artikel - fang doch einfach mal bei einem an und verarbeite die bereits bestehenden Inhalte und bastle einfach weiter. Gruß -- Achim Raschka 07:38, 12. Apr 2006 (CEST)

Sollte für diese Aktion nicht besser eine Projektseite gestartet werden? Darin kann man sich besser koordinieren als so verstreut auf verschiedenen Diskussionsseiten. Auch eine Formatvorlage für die Jahre halte ich für sinnvoll, damit die Seiten einheitlich werden - außerdem empfinde ich eine Vorlage als arbeitserleichternd. --Silberchen Silberchen 10:37, 13. Apr 2006 (CEST)

Ich bin heute nach langer Zeit zu Wikipedia zurückgekehrt und stoße auf diese Seite. Das ist eine ganz toller Artikel, sehr gut! Beste Grüße --EUBürger 22:55, 14. Apr 2006 (CEST)

Coole Innovation. --Marc van Woerkom 11:28, 23. Apr 2006 (CEST)

Ich schließ mich mal dem Lob an. Toller Artikel :D Träumer 12:53, 25. Apr 2006 (CEST)

Bravo! Schöner Artikel!
Birgt aber diese Art Artikel nicht die Gefahr, Wikipedia mit Redundanzen aufzublähen? (Alles, was hier steht, steht auch schon unter den treffenderen Stichwörtern zB Geschichte Großbritanniens und Muhammad Ali usw usf.) Genauso könnte man einen Artikel "1955 erschiene Bücher" machen, obwohl bei den einzelnen Autoren das ja ohnehin steht (und eigentlich nur dort hin gehört). Und als historische Einheit ist ein Jahr erstens zufällig (vieles passiert auch über die Jahresgrenze, und was 10 Monate auseinander liegt, hat selten was mit einander zu tun; zweitens ist ein Jahr oft zu wenig, um aussagekräftig zu sein ("ein Krieg geht in sein drittes Jahr"), und ist drittens für die Geschichte nicht wichtiger als ein Monat, ein Jahrzehnt oder ein Jahrhundert. Daran sieht man, wohin dieser Ansatz konsequent führen müsste - ziemlich unfruchtbar, finde ich, alles redundant. Aber ein schön gemachter Artikel allemal! Waldir - (Waldir) - 19:04, 26. Apr 2006 (CEST)

Das mit den Redundanzen sollte man nicht so eng sehen. Nimm mal die Position des Lesers ein: Er schlägt den Artikel 1974 auf, weil er eine Übersicht haben möchte, welche Ereignisse 1974 statt gefunden haben. Jedes Lemma steht insofern für sich, und die entscheidende Frage ist, welche Informationen in den Artikel mit Lemma X gehören unabhängig davon, wo man das noch nachschlagen könnte. Nimm mal den Deutsch-Französischen Krieg als Beispiel. Was würdest du davon halten, wenn den jemand aus der deutschen Geschichte streicht, mit dem Argument, steht doch alles schon unter Französische Geschichte? (oder umgekehrt) Die Antwort ist natürlich, dass unter dem Lemma Deutsche Geschichte der Krieg soweit beschrieben wird, wie er für die deutsche Geschichte im Gesamtüberblick relevant ist. Genauso mit Frankreich. Die Detailinformationen stehen dann natürlich unter dem eigenständigen Lemma. Genauso sollte das ein Jahresartikel handhaben: Alle im Weltmaßstab entscheidenden Ereignisse des Jahres werden hier angerissen, und wer detaillierte Informationen möchte, findet genug Links auf weiterführende Informationen.
Was den Kritikpunkt "nur ein Ausschnitt größerer Ereignisse" angeht: Ich könnte dir auf Anhieb einige tausend Artikel nennen, die nur einen kleinen, zufälligen Ausschnitt des großen Themas Menschheitsgeschichte liefern, sei es, dass sie sich auf eine einzelne Person, ein einzelnes Ereignis, ein geographisch abgegrenztes Gebiet, einen Aspekt (z.B. Wirtschaftsgeschichte) oder einen begrenzten Zeitraum beschränken. Selbst der Artikel Menschheitsgeschichte ist noch auf einen Planeten, eine Spezies und einen vernachlässigbaren Zeitraum von etwa 4,5 Millionen Jahren beschränkt. Irgendwo muss man halt die Grenze ziehen. --Mkill 23:31, 26. Apr 2006 (CEST)

Schreibwettbewerb 1974

nominiert von Achim Raschka& Mkill
Vordiskussionen
Eine kurze Skizze dieses Projektes befindet sich aktuell noch unter Achim Raschka/1974. Dabei will ich versuchen, exemplarisch an diesem Jahr deinen der in meinen Augen unbrauchbaren Jahres"artikel" zu einem echten Artikel auszubauen, der im wesentlichen auf Fließtext basiert. Die aktuellen Artikel (mir ist zumindest keiner bekannt, bei dem es anders wäre) bestehen aus einer zusammenhanglosen Ereignisliste, bei der weder eine Themenwichtung noch eine Themenentwicklung einzelner zentraler Ereignisse des Jahres erkennbar ist, ebensowenig eine Verknüpfung der Themen untereinander. Die Listung ist also in meinen Augen weitgehend unbrauchbar und kann zudem nie vollständig sein. Gedabnken mache ich mir noch um die Geboren/Gestorben-Listen, die ich eigentlich recht o.k. finde und die ich irgendwie integrieren will. Hilfe ist immer willkommen, bevor ich mich allerdings intensiv um den Artikel kümmere möchte ich erst den zoologischen Teil des Themas Unken weitgehend abschliessen (s.o.). -- Achim Raschka 08:36, 2. Mär 2006 (CET)

Das ist endlich mal eine gute Idee, was mit diesen Jahreslisten- Artikel sinds ja nicht- passieren soll. Die Geboren/Gestorben-Listen sollten behalten werden, damit die Kategorien "Geboren/Gestorben" gelöscht werden könnten. Beides braucht es jedenfalls nicht. --Nina 14:23, 3. Mär 2006 (CET)

Bloß nicht. Die Kategorien sind weitaus umfangreicher, auf den Jahresartikeln gibt es nur die wichtigsten. Hast du dir schonmal angesehen, wie umfangreich manche der Kategorien sind? Möchtest du das wirklich in einem Artikel? Zudem der Hintergrund hinter einem Jahresartikel und einer Kategorie ein anderer ist. Kenwilliams QS - Mach mit! 14:28, 3. Mär 2006 (CET)

an sich wäre ich ja dafür alles zu behalten und in Chonologie 1974 umzutaufen. wenn man denn wirklich mal Jubilaen, Geburtstage etc. sucht, ist die Liste dann doch notwendig, auc wenn als "Artikel" sicher suboptimal. -- Southpark Southpark 14:33, 3. Mär 2006 (CET)

Das mit der Chronologie ist schön und gut und irgendwie sollte man die Dtaen auch retten. Wenn ich allerdings in die drei Chronikbände schaue, die ich dem Artikel zugrunde legen möchte (Chronik 1974 (BRD), Weltchronik (CH), Yearbook of Peoples Encyclopedia (USA)), dann könnte ich für jeden einzelnen Tag einen Artikel schreiben (vergleichbar eigentlich noch heute mit den Inhalten der Tagesschau pro Tag) - und da fragt sich schon, wohin mit dem ganzen Infokram- Eigentlich bräuchte es für diesen Zweck ja ein eigenes Chronikwiki oder man überlegt sich ein Wikibooks-Projekt oder ... Ich hirne noch, vielleicht fällt euch ja ne Lösung ein. Btw.: kennt eigentlich jemand eine DDR-Chroikreihe, die der Chronikserie der BRD vergleichbar wäre? Gruß -- Achim Raschka 15:31, 3. Mär 2006 (CET)

In Textform ist mir nix bekannt, aber es gibt eine Jahres-DVD mit Ausschnitten aus dem (wie hieß das noch?) "Augenzeugen". Außerdem fällt mir noch die SZ-Reihe "50 Jahre Popmusik" ein.--Smaragdenstadt-Fanpage 17:56, 3. Mär 2006 (CET)

Ich halte die Idee des "Jahresartikels" für denkbar schlecht. Ein weiterer Ort, an dem außerhalb des eigentlichen Lemmas um Inhalte und Formulierungen gerungen werden muss. Was sich jetzt einheitlich präsentiert, wird zum einen im Listenformat bleiben (z. B 1253), ein Artikel wie der über 1974 sein oder ein Schauplatz von Edit-Wars (2006) werden. Entwicklungen werden in Jahre gepresst bzw. über Jahre zerrissen dargestellt werden. Die schnelle Übersicht über ein Jahr bleibt auf der Strecke, das, was Abseits der Titelblätter war in Anbetracht des Entwurfes offenbar auch. Was in einem Jahr "dominiert" ("Sportlich wurde das Jahr vor allem durch die Fussballweltmeisterschaft in Deutschland, bei der die deutsche Nationalelf den Titel holte, sowie den Boxkampf zwischen Muhammed Ali und George Foreman in Zaire dominiert.") ist ja mehr als subjektiv. Eine ausgeglichene Darstellung, auch hinsichtlich der Gegenüberstellung nationaler Entwicklungen, wirft nur Probleme auf. --Polarlys 18:25, 3. Mär 2006 (CET)

Mmh, ich habe jetzt ein paar Stunden über deine Argumentation nachgedacht, kann sie jedoch noch immer nicht wirklich greifen. Die Frage, die sich bei deiner Auffassung stellt: Sollte man tatsächlich für den in meinen Augen geringen "Vorteil" der Einheitlichkeit etlicher Listen den Nachteil in Kauf nehmen, dass diese inhaltlich ungenügend, ungewichtet und (in meinen Augen) weitestgehend unbrauchbar sind, wenn es theoretisch möglich sein könnte, stattdessen einen guten oder zumindestens befriedigenden Artikel mit tatsächlich relevanten Inhalten in einer im Wikiprozess entstandenen Wichtung schaffen könnte. Kurz: Soll man das Schleche aufgrund der Einheitlichkeit behalten und das potentiell Gute im Keim ersticken, weil man zukünftige Uneinheitlichkeit vermutet? Ich persönlich fände es prima, wenn ich erstmal nachweisen könnte, dass die Idee realisierbar und das Ergebnis besser sein kann als der Status quo, zerpflücken kann man es später immer noch - reverten ebenfalls. Gruß -- Achim Raschka 21:38, 3. Mär 2006 (CET)
Nun ja, wenn du hier - was man dir gewiss zutrauen kann - einen erstklassigen Artikel zum Jahr 1974 schreibst, ist das noch keine allgemeingültige Aussage zu dieser Praxis. In meinen Augen haben die Listen keinen "geringen Vorteil" wie du schreibst, sondern liefern einen nüchternen Überblick über die Entwicklung eines Jahres - ohne Wertung und Gewichtung. Weil Listen - ganz zu Recht - in "normalen Artikeln" nichts zu suchen haben, muss man das nicht zwangsläufig auf Lemmas wie Jahreszahlen ausdehnen, die man einfach nicht als Artikel, sondern als Werkzeug, Übersicht, etc. betrachten sollte. Ich erkenne einfach nichts "Schlechtes" in den Artikeln. Würde man sie gezielt durchgehen, von Personenspam säubern, Verlinkungen prüfen, so hätte die WP IMHO mehr davon.
"Weise es nach", dieses Recht will und kann dir hier niemand nehmen. Nur finde ich es sinnvoller, über das Thema geredet zu haben, bevor ein Achim Raschka maximale Energie in *einen* Jahresartikel gesteckt hat und ein Revert öffentlich der Ketzerei gleichkäme ;-) Gruß --Polarlys 12:45, 4. Mär 2006 (CET)

Ich glaube, du wertest einen Achim Raschka deutlich zu hoch, wenn du in diesem Zusammenhang von Ketzerei sprichst. Ein Achim Raschka ist kein Gott oder hoher Würdenträger, er ist einer unter vielen Autoren hier und kann ohne Probleme mit Fehlern in seiner Denke leben - ich denke sogar, dass ich manchmal deutlich trolliger bin als die Gemeinheit hier und mich eher durch Widerstand animieren lasse als durch Zustimmung. Vor allem fände ich es schade, wenn mein Name allein ausreichend sein sollte, andere davon abzuhalten, mir ihre Meinung zu sagen (gern auch deutlich) und mich auch auf Fehler hinzuweisen. In diesem Sinne hoffe ich weiterhin auf gute und kritische Zusammenwarbeit. Zu 1974 - wie ich schrieb: Bei Widerstand bedarf es des Artikels erst recht, damit eine Ablehnung wenigstens eine substantielle Grundlage hat und sich nicht gegen ein Gedankengebäude richtet, welches in der Realität noch nicht existiert. Gruß -- Achim Raschka 12:54, 4. Mär 2006 (CET)

Ich kann Polarlys nur zustimmen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass die Jahresartikel vor fast 3 Jahren zu meinen ersten Kontakten mit der Wikipedia gehörten und ich mich dran gewöhnt hab - aber für mich war das Hauptargument für die Existenz der Jahresartikel immer der schnelle Überblick über einen bestimmten Zeitraum. Und wenn es zu ein paar Jahren ausführlichere Artikel gibt und zum Rest nicht, schadet das auch nur. Das 1253-Argument hat ein bedeutendes Gewicht - 2000 ausführliche Jahreartikel sind utopisch. Und vergiss nicht, dass es auch noch die Tagesartikel wie 16. Januar gibt, bei denen ich mir einen zusammen hängenden Artikel beim besten Willen nicht vorstellen kann. Meine Vorschläge daher: 1) Artikel vom Schreibwettbewerb zurückziehen oder außer Konkurrenz laufen lassen, ansonsten weiter ausbauen; 2) Nach dem Wettbewerb ein Meinungsbild über die Jahresartikel starten, z.B. mit den Auswahlmöglichkeiten "bei den Jahresartikeln bleibt alles, wie es ist", "ein paar Jahresartikel ausbauen" und "nach Möglichkeit alle Jahresartikel gezielt ausbauen" und vielleicht auch noch "alle Jahresartikel löschen". Wenn dann Variante 2 oder 3 gewählt werden sollten, könnte das Ganze dann auch in ein neues Projekt münden. --Steffen Löwe Gera 10:27, 4. Mär 2006 (CET)

Ich bin hier eher der Meinung von Axchim Raschke. Man sollte zumindest ersteinmal schauen was passiert, bevor man losmeckert. Die Tagesartikel sind meiner Meinung nach sowieso unnütz, aber ist halt nur meine Meinung, deswegen wird es sie auch weiterhin geben. Gebt dem neuen Artikel doch erstmal ne Chance! Julius1990 10:31, 4. Mär 2006 (CET)

Oha, das "Mecker"-Argument. *DAS* etwas passiert, halte ich in Anbetracht des Autors für relativ sicher, nur sollte man trotzdem irgendwann anfangen, den Sinn eines solchen Unterfangens, das über ein Jahr mehr als hinausgeht zu diskutieren. --Polarlys 12:45, 4. Mär 2006 (CET)

Ich bin auch der Meinung, daß man erstmal sehen soll, was draus wird. Außerdem kann man - was ja schon angemerkt wurde - die bishereige Form als "Chronologie des Jahres XXXX" behalten. Kenwilliams QS - Mach mit! 10:43, 4. Mär 2006 (CET)

Ich hab ja auch nichts gegen den Artikel gesagt, ich finde nur nicht dass ein Artikel am Schreibwettbewerb teilnehmen sollte bei dem erst einmal geklärt werden muss ob er überhaupt erwünscht ist ;) .... ich meinte nur dass Achim den Artikel erst mal außer KOnkureenz ausbauen soll und er dann bei dem vorgeschlagenen Meinungsbild sozusagen als Präzedenzfall dienen sollte ;) --Steffen Löwe Gera 10:55, 4. Mär 2006 (CET)

Hi Steffen, ich muss gestehen, dass ich überhaupt keine Grundlage für ein Meinungsbild sehe. In jedem Artikelbereich werden Artikel in der Form geschrieben, in der die Autoren diese anlegen, mal mehr und mal weniger nach einer Formatvorlage - ähnlich sehe ich das auch hier. Ich werde den Ausbau, so ich dazu komme, sowieso erstmal weiter auf meiner Benutzerseite durchführen und mir dabei auch Gedanken über die Chronologie machen. Wenn ich den Artikel dann in den Namensraum transferiere und er nciht akzeptiert wird, dann wird schon wer kommen und ihn wieder in eine Listenform bringen - that's wiki. Bei den Tagesartikeln geht es mir übrigens wie Julius: Ich halte sie für weitgehend überflüssig bzw. für ein nettes Spielzeug a la Geburtstagskalender. Zudem sehe ich einen ziemlich gewichtigen Unterschied zwischen 1253 und 1974 - währendder erstere auf ein paar verfügbare Daten aufbaut, die allein durch ihre Bekanntheit bis heute gewichtet sind finden sich in zweiterem aktuell fast nur Marginalien zu irgendwelchen bilateralen Verträgen etc., zwischen denen die gewichtigeren Inhalte (Rücktritt Nixon, Rücktritt Brandt, Nelkenrevolution, Einmarsch türkischer Truppen auf Zypern, Rumble in the Jungle etc.) kaum auszumachen sind. Wie ich oben bereits andeutete könnte ich die Liste um Ereignisse jeden einzelnen Tages ergänzen und diesen Effekt noch verstärken, Bsp.:

  • 1. Januar: Die erste Stunde des Jahres wird um eine Sekunde verlängert
  • 1. Januar: Verhandlungsbeginn zur Regierungsbildung in Jerusalem unter Golda Meir, bevor die Stimmenauszählung offiziell abgeschloissen ist.
  • 1. Januar: Freigabe von großen Metallreserven für die Bekämpfung der Inflation durch Nixon in den USA.
  • 1. Januar: Verleihung des Ibnassus-Preises für moderne Lyrik an Ralf Thenior und Wolfgang Bittner.
  • 1. Januar: Spencer Kimball wird durch Wahl Vorsitzender der Mormonen.
  • 1. Januar: In der DDR wird das Autoschild "D" durch "DDR" ersetzt.
  • 1. Januar: In Itavia stürzt eine Fokker-28 ab und fordert 29 Tote.
  • 1. Januar: Walter Steiner wird wird al erster Schweizer Sieger der deutsch-österreichischen Vierschanzen-Tournee
  • ...
  • 1. Januar: Ernst Brugger wird Bundespräsident der Schweiz
  • 1. Januar: Deutschland hebt die Preisbindung für Markenartikel auf
  • 1. Januar: Die Elternversicherung tritt in Schweden in Kraft
  • 1. Januar: Finnland. Freihandelsabkommen mit der EG

Ich weiß nicht, wie du dir bei einer solchen Liste noch einen Überblick über das Jahr verschaffen möchtest, nur die letzten 5 Ereignisse sind aktuell gelistet. Mein Plan wäre, dass unter 1974 ein strukturierter Artikel steht, von der Kopfzeile kann gerne auf den aktuellen "Artikel" unter Chronik des Jahres 1974 verwiesen werden. Wenn dies in anderen Artikeln auch passiert: prima, wenn nicht: so what. Gruß, -- Achim Raschka 11:21, 4. Mär 2006 (CET)

Ich denke mal, die Resonanz hier zeigt, daß der Artikel überwiegend gewünscht wird. Kenwilliams QS - Mach mit! 12:58, 4. Mär 2006 (CET)

Habe mal in der Chronik des Sports nachgeblättert ( ist ne sehr dicker Schinken über alles Wissenswerte in 5000 Jahren Sport, wobei die letzten 200 Jahre besonders Detailliert sind ). Jedenfalls ist mir noch aufgefallen das der Kanibale Eddy Merckx in diesen Jahr seinen 5 Toursieg erreichte. Ich denke das ist e in ebenso entscheidendes Ereignis wie Alis Kampf oder die Fußball Weltmeisterschaft. Finde deinen Artikel übrigens Prima, Listen braucht keiner, aber solche verknüpften Texte helfen User wie mir, in die Thematik rein zu kommen. Weiter so Kaiser Mao 17:53, 4. Mär 2006 (CET)

Es werden immer wieder völlig sinnlos alle Jahreszahlen in Artikel mit Links versehen, über die man nur auf wahllos zusammengestellte Listen kommt, die also keinerlei Erkenntnisgewinn bringen. Wenn man endlich auf wirkliche Artikel weitergeleitet wird, die einem zusammenhängend erklären können, welche Ereignisse und Strömungen dieses Jahr geprägt haben, hätte die elende Verlinkerei endlich mal einen Wert. Ich begrüße diesen Artikel deshalb sehr. Gruß, Stullkowski 18:37, 5. Mär 2006 (CET)

Nachdem ich mich heute nochmal tief in das American Peoples Encyclopedia Yearbook 1974 gekniet habe und vor allem den Sportteil mit dem Weltpanorama verglichen habe, habe ich festgestellt, dass dieser Artikel (und damit wahrschinlich jeder Jahresartikel in den letzten 150 Jahren) in einem Monat nicht realisierbar ist. Ich möchte die Nominierung noch nicht zurückziehen, werde mich aber wohl von dem Gedanken einer ernsthaften Beteiligung des Artikels verabschieden müssen. Ich konzentrier mich auf die Unken und evtl. noch einen weiteren, schaffbaren Artikel, danke für alle Diskussionsbeiträge zu diesem Thema - das stärkt mich in dem Bewusstsein, dass ich diesen Artikel machen muss - ncur nicht jetzt. Gruß -- Achim Raschka 00:02, 9. Mär 2006 (CET)

Weiterführung
Durch die Zusammenarbeit mit MKill ergeben sich ganz neue Perspektiven, vielleicht wirds ja doch noch was bis Ende des Monats. Gruß -- Achim Raschka 12:29, 20. Mär 2006 (CET)

O.k., der Artikel liegt jetzt unter seinem echten Lemma 1974. Weitere Mitarbeit, Anregungen, Lob und Kritik etc. sind auf jeden Fall erwünscht. Gruß -- Achim Raschka 07:32, 23. Mär 2006 (CET)

Achim, it's a wiki :) Nachdem der Artikel jetzt im normalen Artikelraum ist, zieht er hoffentlich noch mehr Mitarbeiter an und es geht voran! Ich erwarte zwar nicht, bis zum 31. einen fertigen oder gar preiswürdigen Artikel zu haben, aber der Stein ist ins Rollen gekommen. --Mkill 16:32, 23. Mär 2006 (CET)

Der Artikel sieht ja schon ziemlich gut aus, hätte ich nicht gedacht, dass ihr doch noch so weit kommt. Der Sport könnte aber durchaus noch etwas mehr Fleisch vertragen... -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 20:14, 26. Mär 2006 (CEST)

Der Artikel ist wirklich toll geworden. Soetwas ähnliches hatte ich eigentlich in Wikibooks mit den Schlaglichtern der Weltgeschichte gedacht. Schade, dass dort einfach zu wenig Leute mitmachen und das hier wahrscheinlich schneller realisiert wird :o(( mfg --Menze 22:47, 4. Mai 2006 (CEST)

History von Achim Raschka/1974

(Vorbereitung der Überarbeitung, Quellennachweis, gekürzt)

  • (Aktuell) (Vorherige) 23:57, 22. Mär 2006 Ureinwohner K (→Fußball)
  • (Aktuell) (Vorherige) 23:32, 21. Mär 2006 Lley K (→Bundesrepublik Deutschland - typo)
  • (Aktuell) (Vorherige) 09:41, 21. Mär 2006 Achim Raschka (== Literatur ==)
  • (Aktuell) (Vorherige) 10:23, 20. Mär 2006 Mkill (Gernet Chinesische Welt und Schmidt-Glintzer Das neue China)
  • (Aktuell) (Vorherige) 09:34, 20. Mär 2006 Achim Raschka (→Japan - Ergänzung durch den Ford-Besuch, etxtra für MKill)
  • (Aktuell) (Vorherige) 02:28, 20. Mär 2006 Mkill (Ölkrise als Textsteinbruch verwendet)
  • (Aktuell) (Vorherige) 19:37, 19. Mär 2006 Mkill (Abschnitt Kultur aus 1974 in Tabellen eingearbeitet)
  • (Aktuell) (Vorherige) 19:33, 19. Mär 2006 Mkill (Sport aus 1974 eingefügt, diesmal Fließtext)
  • (Aktuell) (Vorherige) 02:21, 19. Mär 2006 Mkill (→Sport - Sportereignisse aus 1974 integriert)
  • (Aktuell) (Vorherige) 01:35, 19. Mär 2006 Mkill (+Sportveranstaltungen)
  • (Aktuell) (Vorherige) 00:52, 19. Mär 2006 Mkill (http://www.dhm.de/lemo/html/1974/)
  • (Aktuell) (Vorherige) 20:00, 18. Mär 2006 Mkill (+Nicaragua)
  • (Aktuell) (Vorherige) 19:40, 18. Mär 2006 Mkill (Text aus Geschichte Äthiopiens)
  • (Aktuell) (Vorherige) 18:31, 18. Mär 2006 Mkill (Südafrika)
  • (Aktuell) (Vorherige) 18:04, 18. Mär 2006 Mkill (11. April)
  • (Aktuell) (Vorherige) 18:00, 18. Mär 2006 Mkill (+Israel, aus Geschichte Israels)
  • (Aktuell) (Vorherige) 17:54, 18. Mär 2006 Mkill (+Argentinien)
  • (Aktuell) (Vorherige) 14:38, 18. Mär 2006 Mkill (+Material aus Vietnamkrieg)
  • (Aktuell) (Vorherige) 04:09, 18. Mär 2006 Mkill (+Nobelpreise)
  • (Aktuell) (Vorherige) 04:02, 18. Mär 2006 Mkill (Tabellen von Disku-Seite eingepflegt, Syntax-Spielereien)
  • (Aktuell) (Vorherige) 08:21, 10. Mär 2006 APPER K (rechtschreibung)
  • (Aktuell) (Vorherige) 08:20, 10. Mär 2006 APPER K (→Europa - rechtschreibung)
  • (Aktuell) (Vorherige) 08:20, 10. Mär 2006 APPER K (→Portugal - rechtschreibung)
  • (Aktuell) (Vorherige) 14:21, 3. Jan 2006 Achim Raschka K
  • (Aktuell) (Vorherige) 00:39, 16. Nov 2005 Achim Raschka (→Portugal)
  • (Aktuell) (Vorherige) 00:23, 16. Nov 2005 Achim Raschka (→Frankreich)
  • (Aktuell) (Vorherige) 23:10, 15. Nov 2005 Achim Raschka
  • (Aktuell) (Vorherige) 19:01, 15. Nov 2005 Achim Raschka
  • (Aktuell) (Vorherige) 23:13, 14. Nov 2005 Achim Raschka

Layoutentwurf geht zurück auf: Achim Raschka/1974 (hierher verschoben)

  • (Aktuell) (Vorherige) 21:02, 13. Mär 2006 Tsui (eine Idee...)

betr. Eddy Mercks

moin moin

da ist irgendwo der wurm drin: der titel Weltsportler des Jahres verweist auf den "Laurentius Award", der erst seit anfang 2000 vergeben wird. war der mercks vieleicht "nur" weltradsportler oder gabs vor dem Laurentius Award einen anderen Weltsportler-Titel??? gruß --Erwin E aus U Erwin E aus U 18:36, 26. Apr 2006 (CEST)

Ich bitte

Hallo Achim Raschka,

du ignorierst meine Kritik an dem Layout ohne jegliche Begründung und reagierst mit nicht kommentierten Reverts; dies ist nicht im Sinne der Wikipedia. Zunächst: Ich finde den ganzen Artikel 1974 sehr gelungen und es macht Spass darin zu lesen und auch optisch macht es Spass sich darin rumzuwühlen und seinen Wissensdurst zu stillen. Beim ganzen Artikel habe ich aber eine einzige Kritik und ich denke du weisst worum es geht: Wissenschaft, Technik und Raumfahrt finde ich optisch nicht gelungen. Die Grafiken links, die Tabelle rechts und für den Haupttext gibt es noch einen schmallen Platz in der Mitte. Klaro, das hängt von der Bildschrimauflösung ab. Inzwischen habe ich diesen Artikel 1974 auch mal auf einem TFT mit 1200x1024 angeschaut und musste sagen "ist nicht sooooo schlim". Fakt ist aber trotzdem:

  • 1024x768 ist absoluter Standart, selbst jetzt noch (30.4.2006)
  • Der Text ist absolutes Hauptkriterium und alles andere wie Grafiken dienen nur der optischen Auflockerung.

An dieser Stelle ein Auszug wieviele Wörter noch zwischen Grafiken und Tabelle Platz finden:

  • 4 Während die großen Mainframes
  • 3 die Computertechnik weiter
  • 4 dominierten, zeigten sich die
  • 3 Anfänge einer Miniaturisierung
  • 2 + Zahl: und Personalisierung. 1974
  • 5 + Zahl: stellte Intel den 8080 vor, eine
  • 3 + Zahl: Weiterentwicklung des 8008 und
  • 4 der erste „vollwertige“ 8-Bit-
  • 2 Mikroprozessor. Gleichzeitig

Wenn wirklich nur noch zwei Wörter Platz finden ("Mikroprozessor. Gleichwertig") dann ist irgendwas grundlegen falsch. Ich habe nix an die Grafiken als solches aber ich fand auch noch nie gut wenn sich Text in der Mitte befindet und links und rechts Grafiken oder Tabellen gleichzeitig, so das der eigentliche Text nur 'dazwischengeschoben' wirkt. Wie gesagt, der ganze Artikel ist sehr gut und auch optisch gut, nur dieser Abschnitt ist störend. Insofern nimm doch bitte diese Kritik zu Herzen. Ich hoffe an dieser Stelle auf Verständnis, ansonsten müssen wir andere Administratoren als Vermittler einschalten. 80.238.226.152 02:29, 30. Apr 2006 (CEST)

Bei meiner Standardeinstellung (1024*768, IE, Schriftart: sehr groß) ist die Darstellung leider noch schlimmer: In jenem Abschnitt kann ich nur Wörter mit weniger als sechs Buchstaben lesen, der Rest verschwindet hinter der Tabelle; erst ab mittlerer Schriftgröße bzw. mit mozilla und entsprechender Größe kann ich den Text lesen (das ändern der Schriftgröße ist allerdings nervig, da man jedesmal zu einer anderen Textstelle gelangt). Könnte man die Bilder nicht unter die Tabelle schieben? Dann wäre der Text für die meisten Nutzer und meiner einer barrierefrei. --129.217.129.133 19:25, 2. Mai 2006 (CEST)

Israel

Hallo Achim Raschka, beim Gegenlesen ist mir aufgefallen, dass der Abschnitt zu Israel nicht mit den verlinkten Wikipedia-Artikeln übereinstimmt. Herzlichen Gruß --Anima 21:46, 3. Mai 2006 (CEST)

Gegenlesen

Hallo Mkill und Achim, Das Gegenlesen hat mir gut gefallen. Ich hoffe, es hilft euch weiter. Ansonsten: revert! Der Artikel ist klasse. Vielleicht könnte noch etwas mehr über Kultur geschrieben werden, etwas weniger über Mode. Aber das ist Geschmacksache. Das Design ist toll und sollte für die anderen Jahresartikel übernommen werden. Es wäre sinnvoll, den gesamten Artikel in Vergangenheitsformen und in ganzen Sätzen zu formulieren. Schöne Grüße --Anima 23:33, 4. Mai 2006 (CEST)

kommt noch und wird noch - irgendwann, wenn wieder Lust und Zeit für 1974 ist. Danke fürs Gegenlesen -- Achim Raschka 08:38, 5. Mai 2006 (CEST)

Verkehrssünderkartei

Die Datumsangabe zur Einrichtung der Verkehrssünderkartei im Abschnitt Sonstiges widerspricht den Informationen im Artikel Verkehrszentralregister. -- Wolfgang Kopp 15:01, 7. Mai 2006 (CEST)

Die Quelle für die Angabe hier im Artikel ist http://www.dhm.de/lemo/html/1974/. Vielleicht kommt die Verwirrung daher, dass die Kartei seit 1958 besteht, aber erst seit 1974 Punkte gesammelt werden? Das ist zumindest meine Vermutung, kann das jemand mit mehr Ahnung von der Materie prüfen? --Mkill 11:39, 8. Mai 2006 (CEST)

Exzellenz-Kandidatur April/Mai 2006

Beginn der Kandidatur: 27. April

  • Abbildung
    Symbol support vote.svg
    Bildherkunft
    Pro

    Pro - ein vorbildlicher Jahresartikel, umfassen, redaktionell sinnvoll aufbereitet, keine öde Liste, schön bebildert und abwechselnd gestaltet. Wenn nur alle Jahresartikel so aussehen würden. --Nallchen 15:34, 27. Apr 2006 (CEST)

    • contra - als einer der Hauptautoren und Initiator dieses Artikelumbaus - der Artikel ist schlicht noch in vielen Teilen Baustelle, besonders der Teil Wissenschaft und etliche andere Gebiete sind noch in Arbeit und werden das Bearbeitungsteam noch etliche Monate beschäftigen. -- Achim Raschka 15:50, 27. Apr 2006 (CEST)
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      Contra

      Contra ich finde den Artikel zwar auch toll, aber wenn schon einer der Hauptautoren eine solche Aussage tätigt, sollte man hier über den Rückzug der Kandidatur nachdenken. Julius1990 15:53, 27. Apr 2006 (CEST)

      • contra zu früh. Dank Achim ist zum ersten Mal ein Artikel in der Lage, tatsächlich exzellent zu werden. Bis dahin muss sich die Form aber noch ein wenig ausbilden, Achim hat da wirklich Tolles geleistet. -- Mathias Schindler 21:22, 27. Apr 2006 (CEST)
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        Neutral Neutral ich versteh hier Achim nicht ganz. Die Idee, einen so tollen "Jahresartikel" zu schreiben war ne originelle Idee, und der Artikel ist in meinen Augen sehr gelungen. Aber wenn er selber bei "seinem" Artikel noch mit "contra" stimmt, dann warte ich mit einem Pro... Antifaschist 666 22:24, 27. Apr 2006 (CEST)
        • Ebenfalls Neutral, auch wenn der Artikel allein für die Idee schon ein Pro verdient hätte, von der bisherigen Umsetzung und der damit verbundenen Arbeit mal ganz zu schweigen. Dieser Artikel gehört zu den interessantesten und besten Artikeln, die ich in den letzten Wochen und Monaten hier gelesen habe. Riesen-Kompliment ans Autorenkollektiv, auch als Motivation für die weitere Arbeit! --UW 22:53, 27. Apr 2006 (CEST)
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          Neutral Neutral . Es ist sicher schwierig, einen solchen Jahresartikel auf Anhieb unter die Exzellenten zu bekommen, denn hier werden ja keine "Ideen" ausgezeichnet. "Lesenswert" wäre er jedoch in jeglicher Hinsicht und man sollte ihn vielleicht vorerst dort kandidieren und gleichzeitig noch ausbauen. --Regiomontanus 08:45, 28. Apr 2006 (CEST)
          • Wie wäre es mit einem Abbruch hier und einem start bei den lesenswerten? Denn lesenswert ist er allemal. Kenwilliams Bücherbörse 09:53, 28. Apr 2006 (CEST)
          • Contra - laßt die Autoren das Ding doch erstmal fertigstellen und dann kann man ja immer noch, allerdings zuerst bei , versuchen. --Asthma 14:48, 28. Apr 2006 (CEST)
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            Contra

            Contra Der Artikel ist in der Tat sehr interessant, allerdings noch an einigen Stellen recht unausgegoren (bspw. die bereits benannte Wissenschaften). Exzellent kann es trotz dem Umfangs leider noch nicht sein, da ja auch das Lemma eine wahnsinnige Tragweite vorgibt. Allerdings für ein Lesenswert würde es sicherlich reichen. --Sewa Sewa 12:51, 30. Apr 2006 (CEST)

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              Contra

              Contra Dieser Text ist für mich lückenhaft und 2. Einen Exzellenten Artikel bedeutet für mich keine Jahreszahl, wo kämen wir da hin? --Blink-182-fan Blink-182-fan 20:04, 1. Mai 2006 (CEST)

              in den Lexikon-Himmel vielleicht? Nein, mal im Ernst. Prinzipiell kann jeder Artuikel exzellent werden und deine pauschale Ablehnung eines Jahresartikels, wirft nicht gerade ein gutes Licht auf dich. Julius1990 20:06, 1. Mai 2006 (CEST)
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                Neutral Neutral - Eine klasse Vorlage für alle Jahresartikel (könnte man das irgendwie bewerkstelligen?), für die Exzellenz reichts noch nicht, für die Lesenswerten aber sofort ein "Pro" von mir. -- CdaMVvWgS 22:28, 1. Mai 2006 (CEST)
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                  Contra

                  Contra lesenswert und eine hervorragende Idee, aber nicht exzellent --Geos 10:19, 3. Mai 2006 (CEST)

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                    Contra

                    Contra Da ich mit Achim den Artikel maßgeblich gestaltet habe weiß ich sehr gut, wo der noch Lücken hat, siehe auch die Diskussionsseite des Artikels. --Mkill 11:54, 8. Mai 2006 (CEST)

                    Lesenswert-Kandidatur: 1974 (Archivierung Abstimmung)

                    Gerade bei den Exzellenten gescheitert, da wie vom Autor bemängelt noch unvollständig. Ich denke aber, dass dieser Artikel auf jeden Fall schon Lesenswert ist und als Vorbild für alle Jahresartikel gelten sollte. Deshalb

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                    Pro

                    Pro Julius1990 07:25, 15. Mai 2006 (CEST)

                    • An dieser Stelle Enthaltung mit der gleichen Begründung wie beim contra bei der Exzellenzkandidatur.. -- Achim Raschka 07:40, 15. Mai 2006 (CEST)
                    • Von mir ein
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                      Pro . Manko: Das Nixon Bild passt nicht zur Bildunterschrift. --Egore Egore 07:43, 15. Mai 2006 (CEST)

                      Stimmt. Da war auch ursprünglich ein Bild von seinem Abschied aus dem weißen Haus, irgendjemand hat das durch das Foto von seiner Amtseinführung ersetzt. Ich hab das mal rückgängig gemacht, jetzt sollte das Bild stimmen. --Mkill 14:46, 20. Mai 2006 (CEST)

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                        Pro -Ich meine, es reicht schon für einen Lesenwerten, liest sich gefällig, die kleineren Lücken sind hier ja noch erlaubt.--Syrcro.Syrcro 07:49, 15. Mai 2006 (CEST)

                        • dieses contra ist ein pro... allerdings wäre die ganze geschichte bei den listen und co besser aufgehoben.--Carroy 09:21, 15. Mai 2006 (CEST)
                          • Sorry, an der Stelle widerspreche ich dir: Der Artikel ist als Artikel und eben nicht als Liste konzipiert wie die anderen Jahresartikel - eine Listung zwischen den Listen & Co. halte ich für sinnfrei. -- Achim Raschka 09:23, 15. Mai 2006 (CEST)
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                        Pro - Ich finde die Idee und Umsetzung, einen echten Jahresartikel zu schreiben sehr gelungen und möchte meine hohe Anerkennung vor dieser Fummelarbeit ausdrücken. Ergänzende Listen wird es immer geben (müssen), aber der Artikel als solcher ist wirklich lesenswert. --Muns 10:59, 15. Mai 2006 (CEST)

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                          Pro - Sicher nich nicht Exzellent - aber auf alle Fälle schon lesenswert. Kenwilliams Bücherbörse 11:09, 15. Mai 2006 (CEST)

                          • Pro, weil die Konzeption dieses Jahresartikel vorbildhaft für die Umarbeitung der ganzen Jahreslisten und dazu noch gut ausgearbeitet ist. --Stullkowski 13:15, 15. Mai 2006 (CEST)
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                            Pro

                            Pro , pro, pro! Jetzt müssen nur noch die anderen 2000-3000 Jahres-Artikel so umgeschrieben werden! ;-) --ALE! ALE! 13:59, 15. Mai 2006 (CEST)

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                              Pro

                              Pro , von allen Jahresartikeln bei weitem das beste.--FAFA FAFA 15:46, 15. Mai 2006 (CEST)

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                                Pro --OmiTs 23:54, 15. Mai 2006 (CEST)

                                • pro "strategischer" Ansatz, Teamarbeit, bisheriges Ergebnis: einfach klasse, wirklich "lesenswert" im engeren Sinn. JHeuser 07:08, 16. Mai 2006 (CEST)
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                                  Pro , im Moment klar lesenswert - im Vergleich zu den anderen Jahresartikeln - nur, was ist, wenn es davon dann 500 gleich gut ausgebaute gibt? --Geos 09:25, 16. Mai 2006 (CEST)

                                  Na, man stellt einen Abwahlantrag mit der Begründung: Erfüllt nicht mehr die gestiegenen Anforderungen. --Stullkowski 20:34, 17. Mai 2006 (CEST)
                                  • pro - Ist bereits jetzt schon lesenswert. Mindestens. --Markus Mueller 21:37, 16. Mai 2006 (CEST)
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                                    Pro --Wladyslaw Sojka 12:51, 17. Mai 2006 (CEST)

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                                      Pro . So muss ein Jahresartikel aussehen. · blane ( blane · Blane/Bewertung ) 12:56, 17. Mai 2006 (CEST)

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                                        Pro Der Artikel ist mir auch sehr positiv aufgefallen. --EUBürger 16:08, 17. Mai 2006 (CEST)

                                        • pro hat spass gemacht den zu lesen --Finanzer 16:12, 17. Mai 2006 (CEST)

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                                          Pro Ein wirkliches Musterbeispiel für einen Jahresartikel. Wenn alle so wären, hätte man einen kontinuierlichen Abriss der jüngeren Zeitgeschichte. Sehr informativ und übersichtlich gegliedert. -- Iwoelbern 13:08, 18. Mai 2006 (CEST)

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                                            Contra Der Artikel weist noch einige Brüller und Ungenauigkeiten auf! Nur zwei ausgewählte Beispiele:

                                            Der Sendemastes von Radio Warschau, des bis heute höchsten Gebäudes, wird errichtet.
                                            Hartwig Steenken wurde auf der Stute Simona in Hickstead Weltmeister im Springreiten. Wann? Monat? Tag? -WortUmBruch 11:45, 19. Mai 2006 (CEST)

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                                              Pro super Artikel und wenn mir jemand hilft würde ich 1984 angehen. MfG --Morray Morray 09:16, 20. Mai 2006 (CEST)

                                              Unter Morray/1984 seid ihr alle mit eingeladen einen solchen Artikel auch für 1984 zu erstellen. MfG--Morray Morray 21:41, 20. Mai 2006 (CEST)
                                              • Pro Endlich mal ein enzyklopädischer versuch eines Jahresartikels --Uwe Gille Uwe Gille 15:49, 20. Mai 2006 (CEST)

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                                                Pro Lesenswert ist der allemal Nulli 22:01, 21. Mai 2006 (CEST)

                                                Layout

                                                ich finde dieses Layout mit Fotos, politischem Kasten, kurze allgemeine Zusammenfassung oben, etc. gar nicht mal schlecht - etwas gewöhnungsbedürftig nach hundert trockenen anderen Jahresseiten, aber wirklich nicht schlecht - interessiert vermutlich keinen, aber ich wollte es mal gesagt haben -- Hartmann Schedel Hartmann Schedel 04:16, 29. Sep 2006 (CEST)

                                                24. November

                                                ich habe jetzt einige Kleinigkeiten korrigiert, aber folgendes ist mir völlig rätselhaft: Palästinenser lassen mehrere Geiseln und erschießen eine deutsche Geisel, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, Ägypten lässt 7 Häftlinge frei. Einen Tag später geben die Palästinenser die Britische Maschine auf. - da trau' ich mich nicht was zu machen -- Hartmann Schedel Hartmann Schedel 14:23, 29. Sep 2006 (CEST)

                                                Deutschland

                                                Am 29. November wurden Horst Mahler und Ulrike Meinhof wegen Mordversuchs bei der Befreiung von Andreas Baader zu 14 beziehungsweise 8 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt - Ich dachte der Stammheim-Prozess lief vom 21.Mai 1975 bis zum 28.April 1977? Oder war das ein separater Prozess am 29.Nov.1974 der nix mit Stammheim zu tun hatte? -- Hartmann Schedel Hartmann Schedel 15:20, 29. Sep 2006 (CEST)

                                                Nelkenrevolution Startsignal

                                                Ich habe den Artikel korrigiert (Das Lied war Grândola V.M., ich weiß nicht, wie man auf das andere da kommt, Name ist mir entfallen :D). Ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwo Quellen finden, die nicht bestätigen, dass es "G,VM" war. ;-)

                                                Jahresartikel "in Arbeit"?

                                                Sind die o.g. Artikel noch immer in Arbeit oder sind diese Projekte bereits eingeschlafen? Ich weiß, it's a wiki, aber nicht, dass jetzt mehrere an der ein und derselben Sache arbeiten ohne dies zu wissen. --Sewa Sewa 23:17, 28. Okt. 2006 (CEST)

                                                Bildwarnung

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                                                -- DuesenBot 07:17, 23. Nov. 2006 (CET)

                                                Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff 1974 und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).