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Der Artikel Acetylsalicylsäure gehört zur Kategorie: Arzneistoff, Nichtopioid-Analgetikum, Carbonsäure, Aren, Ester, ATC-B01
| Strukturformel | |||
|---|---|---|---|
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| Allgemeines | |||
| Name | Acetylsalicylsäure | ||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C9H8O4 | ||
| CAS-Nummer | 50-78-2 | ||
| Kurzbeschreibung | Farbloser kristalliner Feststoff | ||
| Eigenschaften | |||
| Molmasse | 180,2 g/mol | ||
| Aggregatzustand | Kristallin (Ionengitter) | ||
| Dichte | 1.350 kg/m³ | ||
| Schmelzpunkt | 134-136 °C | ||
| Siedepunkt | (Zersetzung bei etwa 140 °C) | ||
| Flammpunkt | 250 °C | ||
| Zündpunkt | 500 °C | ||
| Dampfdruck | gering | ||
| Löslichkeit | Gut löslich in Ethanol, Alkalilauge; schlecht löslich in Benzol, Wasser (3,3 g/l bei 20°) | ||
| Sicherheitshinweise | |||
| R- und S-Sätze | R: 22 S: - | ||
| MAK | - | ||
| LD50 | 1124 mg/kg (Ratte oral) | ||
| Analytik | |||
| Klassische Verfahren | Nach Hydrolyse in NaOH Nachweis von Salicylsäure mit FeCl3 (blauer Chelatkomplex) oder Hydroxamsäurereaktion. Nachweis von Acetat durch Veresterung mit Chlorethan (Entstehung von charakteristisch riechendem Ethylacetat oder Versetzen mit La(NO3)3 (blaue Färbung) | ||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||
Die Acetylsalicylsäure (kurz ASS) ist der Wirkstoff vieler Arzneimittel und insbesondere unter dem Namen Aspirin® bekannt. Aspirin ist das weltweit mit Abstand meistverkaufte Acetylsalicylsäure-Präparat. Die Herstellerfirma Bayer brachte mit Aspirin das erste Acetylsalicylsäure-Präparat überhaupt auf den Markt. Namensgebend waren die Weidengewächse (lateinisch Salicaceae), die schon vor Jahrhunderten bei Schmerzen gekaut wurden.
Ein Bestandteil dieser Pflanzen, das Salicin, wird im Darm zu Salical-Alkohol und Glucose gespalten und dann in der Leber zu Salicylsäure (C7H6O3, 2-Hydroxybenzoesäure) umgewandelt.
Geschichte
Durch Kochen von Weidenbaumrinden haben schon Germanen und Kelten Extrakte verwendet, die der synthetischen Acetylsalicylsäure verwandte Substanzen enthielten. Seit 1874 wurde Salicylsäure großtechnisch hergestellt und als Medikament eingesetzt, jedoch schränkten der bittere Geschmack und Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden die Einsatzmöglichkeiten ein.1897 wurde die Acetylsalicylsäure wahrscheinlich von Arthur Eichengrün entdeckt, wobei auch Felix Hoffmann als Erfinder genannt wird; da jener Jude war, taucht der Name Eichengrüns nach 1934 in Nazi-Deutschland jedoch nicht mehr auf. Sicher ist, dass Eichengrün nach der Zulassung von Aspirin zum Leiter der pharmazeutischen Abteilung Bayers befördert und Hoffmann Leiter der Marketing-Abteilung wurde. Bayer vermarktete jedoch vorerst das elf Tage später von Hoffmann entwickelte Heroin stärker, da man nach Versuchen an Menschen davon ausging, dass Aspirin zu viele Nebenwirkungen hätte.
1949 veröffentlichte Arthur Eichengrün eine Arbeit, in der er schrieb, er habe die Entwicklung von Aspirin sowie einiger benötigter Hilfsstoffe geplant und koordiniert. Schon zuvor aus dem KZ - fast ein halbes Jahrhundert nach der Erfindung von Aspirin - schrieb Eichengrün der I.G. Farben (Bayer), als er sich, wie er selber sagte, seinem Tode nahe sah, dass Hoffmann an Aspirin nur in der Weise beteiligt war, dass er die Anordnungen Eichengrüns befolgte, ohne überhaupt zu wissen, was er im Auftrage Eichengrüns tat. Die Nazis haben ihn weiterhin als Beteiligten oder gar Erfinder verleugnet, wie sie dies mit allen Werken jüdischer Herkunft taten, und öffentlich die Erfindung des Aspirins vor allem Hoffmann zugesprochen. Eichengrün hat dies selbst, nach seiner Entlassung, in einer noch aus der Nazizeit stammenden Ausstellung - über deren Pforte „Juden ist der Zutritt verboten“ prangte - auf einer Tafel zum Thema Aspirin gelesen. Auf ihr wurden Hoffmann und eine andere, mit der Entwicklung Aspirins nicht in Verbindung stehende Person als Erfinder genannt, ohne jegliche Erwähnung Eichengrüns. In vielen geschichtlichen Abhandlungen bzw. Lexika zu dem Thema wird aufgrund dieser Vorgänge der Nazizeit und der damit entsprechend beeinflussten Geschichtsbücher vornehmlich Felix Hoffmann als Erfinder oder wahrscheinlicher Erfinder genannt und die Erklärung Eichengrüns in seiner 1949 veröffentlichen Arbeit oftmals lediglich als Behauptung betitelt.
Das Produkt wurde Aspirin genannt. Der Name Aspirin leitet sich vom Echten Mädesüß (veraltet: Spiraea ulmaria L. heute: Filipendula ulmaria (L.) Maxim.), einer salicylathaltigen Staude, ab: 'A' (für Acetylsalicylsäure), 'spiraea' und 'in' als geläufige Endung für Medikamente. 1899 wurde Aspirin® zum Patent angemeldet.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Bayer im Rahmen des Versailler Vertrags gezwungen, das Patent und die Rechte an der Marke Aspirin® für das Gebiet der Siegermächte USA, Frankreich und Großbritannien aufzugeben. In den USA kaufte 1918 Sterling Drug die Markenrechte von der amerikanischen Verwaltung für feindlichen Besitz. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts verlor Sterling Drug kraft Gerichtsbeschluss die Exklusivrechte am Namen. Der Name Aspirin wurde so in den USA gemeinfrei. Im Jahre 1994 kaufte Bayer Sterling Drug vom vorübergehenden Eigentümer Kodak für 1 Milliarde Dollar. Seitdem verkauft Bayer in den USA wieder "Bayer Aspirin".
Die Funktionsweise der Acetylsalicylsäure, nämlich die Hemmung der Prostaglandin
Pharmakologie
Wirkungen
Wegen ihrer dezentral schmerzstillenden Wirkung durch Hemmung der Cyclooxigenasen 1+2, welche die Bildung von Prostaglandinen katalysieren wirkt die Acetylsalicylsäure auch fiebersenkend, entzündungshemmend, antirheumatisch und gerinnungshemmend. Über die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Acetylsalicylsäure auch die Entartung von gutartigen Darmgeschwülsten zu Krebs behindern. Bei der kurzzeitigen Anwendung in Dosierungen von 500-1000 mg bei akuten Schmerzen ist Acetylsalicylsäure ebenso gut verträglich wie andere freiverkäufliche Schmerzmittel. Bei höheren Dosierungen und längerfristiger Einnahme, beispielsweise im Rahmen der Behandlung von rheumatischen Beschwerden, können Magenbeschwerden und Magenblutungen auftreten. Dies gilt auch für die rektale Verabreichung (Zäpfchen). Bei der intravenösen Gabe von Acetylsalicylsäure werden Magenbeschwerden hingegen nur selten beobachtet.Wirkmechanismus
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Acetylsalicylsäure-Kristalle Bildherkunft |
Diese Wirkungen beruhen auf einer Hemmung der Cyclooxygenasen, Enzyme, die an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt sind, die wiederum entzündungsverstärkend sind, und Thromboxan A2, welches thrombozytenaktivierend wirkt. Die Acetylsalicylsäure überträgt bei der Hemmung einen Acetylrest auf einen Aminosäurerest (Serin 529) kurz vor dem katalytischen Zentrum, so dass die Arachidonsäure als Substrat des Enzyms das katalytische Zentrum nicht mehr erreichen kann. Die Cyclooxygenase wird somit endgültig inaktiviert. Da Thrombozyten keine Enzyme nachbilden können, hält die gerinnungshemmende Wirkung für den Rest des Lebens der Thrombozyten (durchschnittlich etwa 7-10 Tage) an.
Substitution
Bei rheumatischen Erkrankungen werden anstatt Aspirin in Deutschland häufig andere NSAID (nicht steroidalen antientzündliche Pharmaka: Diclofenac, Naproxen, Ibuprofen, oder die noch auf dem Markt befindlichen Coxibe) eingesetzt.Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Die bei analgetischer Dosierung auftretenden Nebenwirkungen sind meist leichterer Art: Übelkeit, Sodbrennen und Erbrechen werden relativ häufig beobachtet. Bei Asthmatikern kann Acetylsalicylsäure Ursache von Anfällen sein, die sich dadurch erklären, dass durch Hemmung der Cyclooxigenasen ein Überangebot an Arachidonsäure vorliegt, die dann die Bildung von bronchokonstriktorischen (die Bronchien verengenden) Leukotrienen begünstigt. Eine Kreuzreaktion zu anderen Schmerzmitteln wie beispielsweise Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen ist häufig.Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft weist darauf hin, dass Acetylsalicylsäure aufgrund ihrer Reizwirkung bei regelmäßiger Einnahme Schleimhautreizungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Magengeschwüre verursachen kann.
Bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen sollte Acetylsalicylsäure nicht eingesetzt werden, da es (möglicherweise nach einer überstandenen Viruserkrankung) das mitunter tödliche Reye-Syndrom auslösen könnte; es sollte auf alternative Substanzen – wie Paracetamol oder Ibuprofen – ausgewichen werden (in Großbritannien ist die rezeptfreie Abgabe von Acetylsalicylsäure an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre aus diesem Grund verboten).
Toxizität
Hohe Dosen, beispielsweise 10 g ASS beim Erwachsenen, können bereits zu einer lebensgefährlichen metabolischen Azidose (Übersäuerung) mit Atemlähmung und Bewusstlosigkeit führen. Außerdem kann das Innenohr geschädigt werden, was sich in einem Hörverlust oder Tinnitus äußert. Auch Nierenschädigungen sind beschrieben worden (Analgetikanephropathie).Nebenwirkungen der Schmerzmittelgruppe um ASS, der Nichtopioid-Analgetika (also zusammen mit Paracetamol, Ibuprofen u. a.) gehören zu den 16 häufigsten Todesursachen in den USA. Da aber die Zahl der Opfer frei verkäuflicher Schmerzmittel in Statistiken nicht einzeln aufgeführt wird, nimmt die Öffentlichkeit die Gefahren v. a. einer gewohnheitsmäßigen oder dauernden Einnahme kaum wahr.
Fehlindikationen
Als Schmerzmittel bei Unfällen ist Acetylsalicylsäure ungeeignet, da die gerinnungshemmende Wirkung bis etwa 7 Tage nach der letzten Einnahme von Acetylsalicylsäure anhält. Wegen der irreversiblen Hemmung der Cyclooxygenase in den Thrombozyten ist auch eine Gabe eines Gegenmittels zur sofortigen Aufhebung der Gerinnungshemmung nicht möglich. Es muss vielmehr abgewartet werden, bis neue, funktionsfähige Thrombozyten vom Körper gebildet werden. Auf diese Weise kann eingenommene Acetylsalicylsäure eine dringende medizinische Operation (oder ihren Termin) vereiteln, denn mangelnde Gerinnung führt zu Komplikationen wie zu großem Blutverlust. Auf jeden Fall müssen die behandelnden Ärzte über die Acetylsalicylsäure-Einnahme informiert werden.Einsatzgebiete
Acetylsalicylsäure wird nicht nur als Schmerzmittel, zur Fiebersenkung und als Antirheumatikum eingesetzt, sondern v. a. auch zur Hemmung der Thrombozytenaggregation und damit zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen verwendet. Aufgrund seiner positiven Wirkungen bei Polycythaemia vera wurde Aspirin® von der Europäischen Kommission der Status einer orphan drug erteilt. Somit hat die Bayer Healthcare AG die alleinigen Vermarktungsrechte für ein ASS-Präparat zur Behandlung dieser Krankheit.Resistenzdiskussion
Eine Acetylsalicylsäure-Resistenz unterschiedlicher Ausprägung wurde in einer kleinen Studie festgestellt, wobei wohl auch die Darreichungsform Einfluss nimmt. Aus diesem Grund gibt es eine Kontroverse über die Einführung von Geräten, um Patienten, die einen Gerinnungshemmer benötigen, auf Acetylsalicylsäure-Resistenz testen zu lassen. Schlussfolgerung wäre bei einem positiven Test, einen anderen Gerinnungshemmer (z. B. zur Vorsorge gegen erneute Infarkte) zu verschreiben. Clopidogrel ist dafür ein Kandidat, jedoch ist dieser etwa 100-mal so teuer wie Acetylsalicylsäure. Aus diesem Grund hat die Pharmaindustrie eine starke Motivation, für die Einführung von Acetylsalicylsäure-Resistenz-Tests zu werben, während Krankenversicherungen und teilweise Ärzte diesbezüglich eher zurückhaltend sind.Herstellung
Zunächst wird an Phenol in einer Kolbe-Schmitt-Reaktion Kohlendioxid (in situ aus Natriumhydrogencarbonat erzeugt) angelagert: Das Natriumion komplexiert zwischen der Hydroxygruppe des Phenols und dem durch die Reaktion negativ geladenen, einfach gebundenen Sauerstoff des Kohlendioxids und bewirkt ein selektives Dirigieren des Kohlendioxids in die ortho-Stellung. Damit entsteht die Salicylsäure.
An die Salicylsäure wird mit Essigsäureanhydrid eine Acetylgruppe angelagert, es entsteht die Acetylsalicylsäure.
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ASS Synthese Bildherkunft |
ATC-Code: B01AC06
Literatur
- Nicolai Kuhnert: Hundert Jahre Aspirin. Chemie in unserer Zeit 33, S. 213-220 (1999),
- Kay Brune, Tobias Egger: Die Entwicklung der antipyretischen Analgetika. Pharmazie in unserer Zeit 31(2), S. 133-139 (2002)
Weblinks
- Laborsynthese von Acetylsalicylsäure (LambdaSyn)
- Synthese von Acetylsalicylsäure (PH Heidelberg)
- Aspirin (englisch)
- Herstellung von Acetylsalicylsäure
- Biochemische Grundlagen der Aspirin-Wirkung (FIZ Chemie Berlin)
- Wirkweise Acetylsalicylsäure
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Benutzung dieses Bausteins
Dieser Baustein soll nur als Hinweis dafür dienen, dass Wikipedia nicht die Konsultation eines Arztes ersetzen kann. Er ist hingegen unangebracht bei rein beschreibenden Artikeln, z.B. Artikeln aus der Anatomie.Gesundheitshinweis
ast:Aspirina
Diskussion der Autoren über den Artikel: Acetylsalicylsäure
Sollte man den Abschnitt Herstellung nicht als Unterpunkt von Chemie begreifen? --Andrsvoss 11:03, 12. Dez 2003 (CET)
Geschichte
Bei den Schutzrechten zu Aspirin kann etwas nicht stimmen, siehe Marilyn.hanson --Mh26 Mh26 11:05, 8. Nov 2004 (CET)
Hier ist der fragwürdige Absatz, der wohl so nicht stimmt kann (Patentjahr 1899!):
HannesH 00:57, 17. Nov 2004 (CET)
Der Punkt ist, soweit ich weiß, nicht das Patent das ja eh ausgelaufen wäre oder schon war, da kenn ich die damaligen Patentgesetze für Medikamente nicht, sondern die Namensrechte. In den USA wird *Aspirin* nicht von Bayer vertrieben. Wenn man sich vorstellt, z.B. Daimler-Chrysler würde die Rechte an der Marke Mercedes verlieren, sieht man, was das für ein kommerzieller Verlust sein kann. Ich weiß auch nicht, ob damals vielleicht auch Marken als Patente gehandet wurden, da hat sich wohl einiges seitdem verändert. Ich weiß allerdings auch nicht. ob das "Patent" wirklich aberkannt wurde, oder in welcher Rechtsform (Aberkennung, Enteignung mit oder ohne Entschädigung, regulärer Verkauf) dies stattgefunden hat. Docvalium 11:20, 17. Nov 2004 (CET)
Habe nochmal nachgelsen: DIm Rahmen der Versailles Verträge nach dem *1. Weltkrieg* wurde Bayer dazu gezwungen Patente und Markenrechte aufzugeben. Macht so auch mehr Sinn. Dies geschah in den Breichen der Siegermächte USA, England, Frankreich. Übrigens hat Bayer die Marke in den USA 1994 von Sterling Drug zurückgekauft. Die hatten diese Marke seit 1918.Docvalium 15:53, 17. Nov 2004 (CET)
- Vielen Dank! Irgendwas war ja offensichtlich schief, konnte es nur in letzter Zeit nicht entwirren... Finde es aber wichtig, auch solche historisch-politischen Dinge miteinzubringen, da so etwas in Fachbüchern selten steht. Tolle Recherche, Docvalium!
- -- Marilyn.hanson 04:14, 19. Nov 2004 (CET)
- Danke für die gute Recherche! --Mh26 Mh26 19:40, 19. Nov 2004 (CET)
An alle Wikipedianutzer: Beim Wirkmechanismus des ASS ist etwas falsch oder zumindestens falsch erklärt, da der reaktive Metabolit im Körper die Salicylsäure ist und der Acetylrest im Körper sehr schnell abgespalten wird.
- Das stimmt schon so, wie das da steht. Salicylsäure alleine ist bei weitem nicht so effizient wie ASS. Der übertragene Acetylrest wird kovalent an das Enzym gebunden und deswegen eben nicht schnell abgebaut. --Docvalium 19:17, 6. Nov. 2006 (CET)
AIDS
Das HIV Virus befällt seine Wirtszellen (Makrophage, T4- Zelle) nur wenn diese überaktiviert sind. Der Makrophage ist eine dauernd überaktivierte Zelle. Das Virus kann ihn immer befallen. Die T4- Zelle kann das Virus nur befallen, wenn sie überaktiviert ist. Das kann z.B. geschehen, wenn Makrophagen befallen sind und so ihre Funtkion, den Stoffwechsel anderer Zellen durch Aussenden von TNF- alpha zu steigern, krankhaft um ein Vielfaches überhöhen. In den Lymphgefäßen befinden sich dabei sehr viele Makrophagen und T4- Zellen. Es ist bekannt, dass Aspirin grob auf alle Zelltypen wirkt und diese passiv macht. Eine zweite Wirkung ist die Hemmung der Prostaglandine (räumen Entzündungsherde aus). Mit Aspirin kann man den Makrophagen passiv machen. Dabei sollte die Viruslast sinken (http://www.fonden.org/TRIAL). Vielleicht gelingt es mindestens, bei regelmäßiger Einnahme nach einem bekannten positiven Testergebnis, das Auftreten von Beschwerden sehr lange herauszuschieben. Bei der Anwendung sollte man beachten, dass es hier Schwellenbedingungen gibt, und bestimmte Effekte nichtlinear fast sprunghaft einsetzen. Der Beipackzettel gibt eine Dosis von 500 Milligramm zweimal täglich an. Ausserdem enthält er verschiedene Vorsichtsmaßnahmen. Verschiedene Darreichungsformen von ASS können aufgrund der unterschiedlichen Löslichkeit verschiedene Dosen erforderlich machen.
kannabis-verbot
ich mab gehört das kannabis und den usa aufgrund des drängens von bayer verboten wurde, also um das eigene beruhigungsmittel besser verkaufen zu können
- ASS ist kein Beruhigungsmittel. --Docvalium 00:46, 21. Mär 2005 (CET)
Zur Prohibition: == Cannabis war das häufigste in Amerika verwendete Schmerzmittel im 19. Jahrhundert. Bis die Amerikaner die Heilpflanze als Droge entdeckten. Sie erklärten Cannabis zum Staatsfeind Nummer eins. Was bis heute kaum jemand weiß: ein Pharma Konzern finanzierte die Antidrogenkampagne um sein eigenes Produkt „Aspirin“ besser als Schmerzmittel verkaufenzu können. Das allzu positiv besetzte Wort Hanf nannten sie nun Marijuana, ein Slangwort der Mexikaner.
- Wie war das nochmal mit den Beweisen... --Docvalium 15:58, 9. Sep 2005 (CEST)
Acetylsalicilsäure <
> Aspirin ==Sollte man nicht ASS und Aspirin als 2 unterschiedliche Einträge behandeln? Zwar sind beide selbstverständlich eng miteinander verbunden, jedoch gibt es über Aspirin (den Markennamen und das Medikament der Bayer AG) hinreichend viel zu sagen, so dass dies für einen eigenen Eintrag reichen sollte. Bspw. unterschiedliche Formen von Aspirin, Verbreitung der Marke in der Welt. etc... Unter ASS ließe sich weiters eine Liste der ASS-enthaltenden Medikamente aufführen. Der Beitrag zu ASS sollte sich meiner Meinung nach der chemischen Struktur, herstellung, Wirkung etc widmen (wissenschaftlich), Aspirin jedoch dem Medikament - auch aus betriebswirtschaftlicher, marketing, gesellschaftlicher Sicht. Der Eintrag zum Reye-Syndrom nimmt diese Unterscheidung bspw. auch vor.
Auf jeden Fall, da schließe ich mich an. Mach das!
- Was gibt es denn über das Medikament von Bayer zu sagen, das nicht auf alle anderen ASS-Präparate zutrifft. Ich sehe nicht, welchen Sinn das macht. Das einzige was mir einfällt ist die Geschicht mit dem Markennamen in den USA, für einen eigenen Artikel ein wenig dürftig. --Docvalium 00:54, 15. Jul 2005 (CEST)
- Außer der Geschichte gibt es auch noch die gesamte Aspirin-Kollektion (Aspirin, Aspirin Direkt, Aspirin Komplex, Aspirin Effekt, Aspirin Plus C, ...) von Bayer, die Aspirin-Spezifisch ist. Außerdem wären in einen Aspirin-Artikel auch noch z.B. Produktionsstätten und wirtschaftliche Zahlen wie z.B. Umsatz (von Bayer) und Absatz (Anzahl Tabletten) von Aspirin interessant. Teilweise habe ich das oben ja auch schon genannt. --Chillmann 19:31, 19. Jul 2005 (CEST)
- Fraglich ist aber m.E., ob die einzelnen Untermarken der Nennung überhaupt bedürfen. Als ich eben den Artikel las, war ich fast versucht, diese Stellen einfach herauszunehmen ("Schon wieder Werbung!"). Stattdessen lieber die Frage: Haben Marketingskonzepte, Verpackungen und Dosierungseinheiten wirklich etwas mit dem Wirkstoff zu tun? Selbst auf einer reinen "Aspirin-Seite" hätte ich - dann aber etwas dezentere - Bedenken... -- Stat 23:02, 19. Okt 2005 (CEST)
- Das wäre ja ein Argument für die Trennung in einen Artikel zum Wirkstoff und einen zur Marke, wobei diese inhaltlich möglichst auseinander zu halten wären... --Nb > Nb 23:16, 19. Okt 2005 (CEST)
- Man könnte aber die zusätzlichen Daten genausogut bei den jeweiligen Unternehmen unterbringen. Man muss auch nicht jedem Marktetingtrick eines Pharma-Unternehmens aufsitzen. Der zusätzliche Nutzen von den ganzen Aspirinformen ist jedenfalls streitbar. --Docvalium 00:48, 20. Okt 2005 (CEST)
- Zumindest sind Acetyl-salicylsäure und Aspirin definitionsgemäß nicht einerlei: Ersteres ist ein Stoff, das andere ist eine Zubereitung (Aspirin enthält ja, wenn als Tablette dargereicht, nicht nur ASS, sondern auch Hilfsstoffe). Insofern wäre eine Trennung sinnvoll. Zudem hat aus rein chemischer Sicht ASS ja nichts Grundsätzliches mit der Bayer AG und dem Produkt Aspirin zu tun - auch wenn diese es im Tonnenmaßstab herstellen. Man kann ja bei der Besprechung der Verwendung von ASS auf seine schmerzstillene Wirkung und auf das Medikament (bzw. dessen Artikel in der Wikipedia) verweisen. Freilich kann man dazu sagen, dass in einem solchen Fall gleich eine ganze Liste mit Medikamenten samt Firmen aufgelistet werden könnte - das Aspirin war aber nun mal das erste und daher historisch bedeutsamste; genau so könnte man es dann auch formulieren. --Quelokee 05:16, 18. Dez 2005 (CET)
Weide/Birke
Weiß jemand über den richtigen Ursprung Bescheid oder wurden beide Baumrinden genutzt? --Nb > Nb 11:02, 17. Jun 2005 (CEST)
- Es wurde die Salix alba, die Rinde der Silberweide, genutzt, um Salizin zu gewinnen.
Arthur Eichengrün
Laut Walter Sneader von der Abteilung Pharmazeutische Wissenschaften der University of Strathclyde in Glasgow ist Felix Hoffmann als eigentlicher Erfinder von Aspirin umstritten. Arthur Eichengrün ist laut ihm der eigentliche Erfinder. Sollte das in dem Artikel über Aspirin nicht zumindest kurz erwähnnt werden? - JoeX 01:12, 13. Aug 2005 (CEST)
Eher sollte beschrieben werden, daß der tatsächliche Erfinder nicht eindeutig ist. Es gibt verschiedene Meinungen (geschichtlich) --Ged
der erfinder des aspirins steht nicht sicher fest. doch wurde nach ausgiebigen tests von aspirin eichengrün zum leiter der pharmazeutischen abteilung bayers befördert. wohingegen hoffman in eine andere abteilung versetzt wurde. marketing oder so ähnlich. ausserdem ist noch zu beachten, dass 2 menschen patente gemeldet haben(weiss den namen nicht mehr; der 2. war aber nicht eichengrün). hab ich erst heute auf phoenix gesehen. loi_von_filnek
- Ruhrlemming hat Recht. Die Textstellen "ebenfalls von Hoffmann entwickelte" und "1949 veröffentlichte Arthur Eichengrün eine Arbeit, in der er behauptete, er ..." lassen eher Hoffmann als Erfinder erscheinen. --AlexChad 23:08, 28. Apr 2006 (CET)





