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Der Artikel Alliierte gehört zur Kategorie: Außenpolitik (Vereinigte Staaten), Deutsche Geschichte (Nachkriegszeit), Politik (Deutschland), Diplomatie, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg
Der Begriff Alliierte stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Verbündete, die eine Allianz geschlossen haben. Das muss kein formeller Vertrag sein, ein koordinierter Kampf gegen einen gemeinsamen Gegner reicht aus.
Im engeren Sinne werden unter Alliierten die im Zweiten Weltkrieg gegen die Achsenmächte (Deutschland, Italien, Japan) verbündeten Großmächte verstanden. Auch die im Ersten Weltkrieg gegen die Mittelmächte verbündeten Staaten werden teilweise als Alliierte bezeichnet, der korrektere Ausdruck hierfür ist jedoch die Entente.
Erster Weltkrieg
Siehe Hauptartikel: Entente
Zweiter Weltkrieg
Ursprüngliche Alliierte
Hauptalliierte
- Frankreich (Von der Eroberung durch die deutschen Truppen bis zur Landung der Alliierten in der Normandie (Operation Overlord)) durch Widerstandsorganisationen der Résistance sowie Exilstreitkräfte der France libre)
- Vereinigtes Königreich
- Sowjetunion (ab Mitte 1941)
- USA (ab Ende 1941)
- Republik China (Pazifikkrieg)
Weitere Alliierte
Von den Achsenmächten besetzte Länder, die, vor allem im Partisanenkrieg, aus dem Untergrund auch weiterhin erbitterten Widerstand leisteten:
- Polen (besetzt vom Deutschen Reich und der Sowjetunion 1939)
- Tschechoslowakei
- Norwegen (besetzt vom Deutschen Reich, 9. April 1940)
- Dänemark (besetzt vom Deutschen Reich, 9. April 1940)
- Belgien (besetzt vom Deutschen Reich, 10. Mai 1940)
- Niederlande (besetzt vom Deutschen Reich, 10. Mai 1940)
- Luxemburg (besetzt vom Deutschen Reich, 10. Mai 1940)
- Griechenland (besetzt von Italien, Deutschen Reich und Bulgarien 28. Oktober 1940)
- Jugoslawien (besetzt vom Deutschen Reich, Italien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien, 6. April 1941)
In Deutschland wurden mit dem Begriff die Alliierten meist die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs (USA, Sowjetunion und Großbritannien) in Europa bezeichnet; später kam auch Frankreich dazu. Diese vereinbarten die gemeinsame Verwaltung des besiegten Kriegsgegners. Das (vormalige) Großdeutsche Reich wurde in Besatzungszonen aufgeteilt und musste die deutschen Ostgebiete abgeben. (Zeittafel). Auch die Vorgehensweise zur Verwaltung Österreichs wurde festgelegt. Die Hauptstädte Berlin und Wien wurden in jeweils vier Sektoren geteilt und gemeinsam verwaltet (Vier-Sektoren-Stadt). Die Westalliierten waren die USA und Großbritannien, später auch Frankreich und standen der Siegermacht Sowjetunion gegenüber.
Der Alliierte Kontrollrat im Nachkriegsdeutschland und die Alliierte Kommission für Österreich waren Behörden der vier Besatzungsmächte, die im Jahre 1945 gegründet wurde. Seine Aufgabe war die Ausübung der Regierungsgewalt, er brach jedoch bereits 1948 wieder auseinander.
Die Alliierte Hohe Kommission, abgekürzt AHK, war von 1949 bis 1955 oberstes Kontrollorgan der drei Westmächte für die Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin mit drei Hohen Kommissaren, deren Sitz auf dem Petersberg lag.
Zweiter Golfkrieg
Auch die gegen den Irak verbündeten Staaten im Zweiten Golfkrieg bzw. allgemein die Mitglieder der NATO werden als Alliierte bezeichnet.
simple:Allies
Diskussion der Autoren über den Artikel: Alliierte
Ich finde die Änderung an Allierte von 80.142.11.235 mit der Zusammenfassung: (redir + cop) schlecht - jetzt verwirrt es mehr als es nützt. Ich hätte lieber alle defekten Links geändert.. MichaelDiederich 16:06, 15. Feb 2004 (CET)
Sehe ich auch so ... die jetzige Lösung ist völlig unsinnig ... Hafenbar 02:06, 19. Feb 2004 (CET)
A question
I understand that the article says that the word „Alliierte” was mostly used in Germany after WW2. My question is, was it ever used by Nazis during the war? 193.77.78.187 20:08, 21. Okt 2005 (CEST)
- I'am not sure, but I guess, that this term was not used by the Nazis. Anyway, what I can tell you is, that the word „Alliierte” was approved by the USA, Great Britain and France and used by themselves.--Berlin-Jurist 23:39, 21. Okt 2005 (CEST)
Kriegsverbrechen der WK-II Alliierten, wenig diskutiert - bisher
„Was glauben die Zivilisten denn, welche Art Krieg wir geführt haben? Wir haben kalten Blutes Gefangene niedergemacht, wir haben Lazarette pulverisiert, Rettungsboote versenkt, feindliche Zivilisten getötet oder verwundet, Verwundeten den Garaus gemacht, Sterbende mit Toten in ein Loch zusammengelegt. Im Pazifik haben wir die Schädel unserer Feinde zerschlagen, sie abgekocht, um aus ihnen Tischgarnituren für unsere Bräute zu machen und haben ihre Knochen ausgemeißelt, um Brieföffner aus ihnen zu verfertigen. Wir haben unsere Phosphorbombenabwürfe und unsere Morde an der Zivilbevölkerung mit dem Abwurf von Atombomben auf zwei unverteidigte Städte gekrönt und haben so zur Zeit einen unbestrittenen Rekord im Massenmord erreicht.
Als Sieger haben wir uns das Recht angemaßt, unsere Feinde für ihre Kriegsverbrechen vor Gericht zu ziehen; aber wir sollten Realisten genug sein, zu begreifen, daß wir in einem Dutzend Anklagepunkten für schuldig erklärt werden würden, wenn man uns wegen Bruches der Kriegsgesetze vor Gericht stellte. Wir haben einen ehrlosen Krieg geführt, denn die Moral stand im Denken des kämpfenden Soldaten erst an letzter Stelle.” (Edgar L. Jones, einer der bekanntesten US-Kriegsberichter, in seinem Protest gegen die unlautere Diffamierung der Besiegten und gegen die heuchlerisch begründete Verfahrensweise der amerikanischen Militärtribunale; abgedruckt in der Revue „The Atlantic Monthly”, Februar 1946.) -- 84.44.136.202 12:01, 18. Mai 2006 (CEST)
Der Fall Siebken; Invasionsfront — Normandie 1944!
Oberst i. G. Meyer-Detring, Ic des Oberbefehlshabers West, hatte bereits am 7.6.1944 ausreichende Unterlagen vorliegen, daß die Verbände der Kanadischen Armee möglichst keine Gefangenen einbringen sollten. Verletzungen der Haager Landkriegsordnung und der Genfer Konvention durch alliierte Truppen waren an der Tagesordnung. In diesen Zusammenhang ist der sogenannte „Fall Siebken” einzuordnen.
Am Morgen des 8. Juni 1944 gelang es einem Panzerspähtrupp des britischen Regiments „Inns of Court”, einen deutschen Regimentsgefechtsstand zu überraschen und Oberst Luxenburger, Major Zeissler, Hauptmann Graf Clary-Aldringen und weitere sechs Mann gefangen zu nehmen. Der schwerversehrte Oberst Luxenburger wurde von britischen Offizieren gefesselt, bewußtlos geschlagen und auf einem britischen Panzerspähwagen als Kugelfang festgebunden. Major Zeissler, Graf Clary und die übrigen sechs Männer, die sich ergeben hatten, starben von Mörderhand. Oberst Luxenburger fand den Tod, als der britische Panzerspähwagen von einer deutschen Pak abgeschossen wurde.
Der Zufall wollte es, daß Grenadiere des von SS-Sturmbannführer Bernhard Siebken geführten Bataillons Zeugen des verbrecherischen Übergriffs der Briten wurden. Tage später fanden die Engländer im Gefechtsabschnitt des Bataillons Siebken zwei ihrer Soldaten, die offensichtlich nicht im Kampf getötet worden waren. Niemand hat jemals herausgefunden, was sich da zugetragen hatte. Dennoch wurde der spätere Kommandeur des SS-Panzergrenadier-Regiments 2, Obersturmbannführer und Ritterkreuzträger Bernhard Siebken, 1949 wegen des ungeklärten Todes der beiden Briten ohne jegliche Beweisfindung als „Kriegsverbrecher” in Hameln gehenkt. --84.44.136.202 12:14, 18. Mai 2006 (CEST)
Weitere Bedeutung(en)
Sollte man evtl. ergänzen, daß auch die militärischen Gegner Napoleons in seiner Spätzeit (etwa 1813-1815) (Großbritannien, Preußen, weitere kleinere Staaten) in der Fachliteratur mitunter als Allierte bezeichnet werden? --Alexander Fischer 15:28, 22. Okt. 2006 (CEST)

