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Alpen

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Der Artikel Alpen gehört zur Kategorie: Alpen, Gebirge in Europa, Ökosystem, Gebirge in Deutschland, Gebirge in Frankreich, Gebirge in der Schweiz, Gebirge in Italien, Gebirge in Slowenien, Geographie (Österreich)

Die Alpen sind das höchste innereuropäische Gebirge. Die geografische Fläche erstreckt sich über die Staaten Frankreich, Italien, die Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Slowenien. Der höchste Berg der Alpen ist der 4809 Meter hohe Mont Blanc an der Grenze Frankreich-Italien in den Westalpen.

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Satellitenaufnahme der Alpen
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Die Alpen mit den Grenzen der Staaten
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Entstehung

Die geologische Auffaltung des Decken- und Faltengebirges der Alpen entstand vor etwa 30-35 Millionen Jahren, als die afrikanische Kontinentalplatte nach Norden driftete und mit der eurasischen Platte kollidierte. Zum Hochgebirge wurden sie durch Hebung des gefalteten Gebirgskörpers, die bis zur Gegenwart anhält. Die heutige Gebirgsform erhielten die Alpen durch Erosion, vor allem durch die abtragende Tätigkeit der Gletscher während der Eiszeiten.

In den Nord- und Südalpen bilden Meeresablagerungen, besonders Kalke und Dolomite, das Gebirge. In den Zentralalpen stehen auch kristalline Gesteine des tieferen Untergrunds an. Tektonisch ist das Alpenorogen in die nach Norden transportierten Decken des Helvetikums, Penninikums und Ostalpins, sowie das gefaltete Südalpin gegliedert.

Plattentektonik

Aus plattentektonischer Sicht gehören die Alpen zu den jungen Faltengebirgen der alpidischen Gebirgsbildung, zu denen auch der Kaukasus und der Himalaya gezählt werden. Als Ergebnis der geologischen Forschung des vergangenen Jahrhunderts geht man von der Einengung eines ehemals über 1000 km breiten Ozeans mit Kontinentalrändern, Tiefseebecken und mittelozeanischem Rücken auf die weniger als 100 km Breite der heutigen Alpen aus.

Im Mittelmeerraum kann diese Orogenese auf die schrittweise Öffnung des Atlantiks zurückgeführt werden. Dadurch wurde der afrikanische Kontinent aus Pangäa herausgebrochen und in einer Drehbewegung gegen Europa gedrückt. Dazwischen befand sich die Adriatische Platte, die von zwei Ozeanarmen, die vom Atlantik bis zur Tethys reichten, umschlossen wurde. Nach Süden hin lagen am Südrand der kontinentalen Kruste Europas das Helvetikum und das Nord- und Mittelpenninikum. Noch weiter südlich davon befand sich die Adriatische Platte mit dem Ost- und Südalpin.

Mit der Öffnung des Nordatlantiks im mittleren Dogger nach paläomagnetischen Daten vor etwa 170 mya begann in der Paratethys nördlich der adriatischen Platte die Bildung des Südpenninikums aus ozeanischer Kruste. Während der Kreide beginnt durch die Öffnung des Südatlantiks (vor etwa 125 mya) die Subduktion und Akkretion des Südpenninikums an das Ostalpin. Ab dem Eozän vor etwa 53 mya führte Afrika eine direkt nordgerichtete Bewegung aus und trieb so die adriatische Platte wie einen Sporn in den südlichen Bereich von Europa hinein. Die Kollision und damit die erste große kompressive Gebirgsbildungsphase dauerte nur etwa 5 mya vom Obereozän bis zum Unteroligozän. Dabei wurde das Ost- und Südalpin in der jungalpidischen (pyrenäischen) Faltungsphase auf das Mittelpenninikum überschoben und Bereiche verdünnter Kruste wurden unterschoben. Mit der weiteren Kollision wurden auch das Nordpenninikum und schließlich das Helvetikum überfahren, bis die Struktur des alpinen Deckengebäudes im Pliozän vollendet war. Diese Einengung führte mit Überschiebungsweiten von mehreren 100 Kilometern zum heutigen Deckenbau der Alpen.

Durch den isostatischen Ausgleich in der Kruste hob sich das Gebirge, dessen Erosion ab dem Unter-Oligozän den nördlich gelegenen Molassetrog füllte. Im Maximum der alpidischen Orogenese wuchs das Gebirge um etwa 5 mm/Jahr in die Höhe. Dieser Druck dauert bis heute an, der Wuchs beträgt jedoch weniger als 1 mm/Jahr. Ebenso bewegen sich die Platten auch weiterhin im Jahr ca. 5cm aufeinander zu.

Gesteinseinheiten

  • Das Helvetikum und das Penninikum findet man vor allem im Westalpenbogen.
  • Das Penninikum tritt in den Ostalpen als tektonisches Fenster (z. B. Unterengadiner Fenster, Tauernfenster) und in der Flyschzone nördlich der Nördlichen Kalkalpen zutage.
  • Das Ostalpin bildet als Unterostalpin Teile der Zentralalpen, das Oberostalpin bildet die Nördlichen Kalkalpen, die Nördliche Grauwackenzone und den Drauzug.
  • Das Südalpin findet sich südlich der „Periadriatischen Naht“ als Bergamasker Alpen, Dolomiten usw. bis zu den dinarischen Decken.

  • Im Paläozoikum entstand ein gefalteter Sockel aus Graniten, Gneisen und anderen Gesteinsarten; zum Teil wurden sie in spätere Faltungen wieder mit einbezogen.
  • Seit der Trias bildeten sich in den Ozeanen östlich des Adriatischen Sporns die Kalksteine der ostalpinen Decken, die im Wesentlichen die heutigen Kalkalpen ausmachen. In der Untertrias entstehen Salz führende Schichten (Werfener Schichten), die auf arides Klima schließen lassen.
  • In der Jura- und Kreidezeit wurden im Raum der Tethys vor allem die Kalke und Dolomite abgelagert.
  • Mit der Heraushebung über den Meeresspiegel unterliegen Teile verstärkt der Abtragung. Eine Sedimentation findet nur mehr in den Randzonen statt. Das „Gosaumeer“ drang in Becken der entstehenden Ostalpen ein und lagerte fossilreiche Mergel und Sandsteine der Gosauschichten (Kreidezeit) ab. Am Kontinentalhang entstehen die Flyschablagerungen (Kreide - Alttertiär).
  • Im Känozoikum entstehen im Molassemeer tonig-sandige Sedimente aus dem Hinterland, von Flysch randlich überschoben und zum Teil in Faltung mit einbezogen.

Ausformung

Das erdgeschichtlich jugendliche Alter der Alpen wird sichtbar an den schroffen Felswänden, den scharfen Graten und an den tiefen und steilen Tälern mit unausgeglichenem Gefälle. Das Wechselspiel von Hebung und Abtragung (durch Gletscher, Flüsse, Frost, Sonne) mit der Lagerung und Widerstandsfähigkeit der Schichten formt bis heute die Alpen. Durch die Modellierung (modellierende Überformung) in der Eiszeit prägten die Gletscher das Bild und schufen neue Oberflächenstrukturen, wie Grate und Kare durch periglaziale Verwitterungen und Glazialerosion; nach Zurückweichen des Eises bildeten sich Seen und Endmoränen..

Geografie Überblick

Die Alpen sind Klima- und Wasserscheide zwischen Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeerraum. Sie schließen nördlich des Golfs von Genua an den Apennin an, umfassen in weitem Bogen nach Westen die Poebene, verzweigen sich beim Lac du Bourget in den Französischen und Schweizer Jura und enden nach 750 km westöstlicher Erstreckung fächerförmig im Osten vor dem westpannonischen Berg- und Hügelland an der Donau bei Wien. Im Nordosten sind die Alpen durch das Wiener Becken von den geologisch verwandten Karpaten getrennt, im Südosten gehen sie in das Dinarische Gebirge aus Karst über. Im Norden fallen die Alpen allmählich zum österreichischen und deutschen Alpenvorland ab. Im Süden ist der Abfall zur Poebene steiler. Die Gesamtlänge der Alpen von Genua bis Wien beträgt etwa 1200 Kilometer, die Breite 150 bis 200 Kilometer, im Osten bis 300 Kilometer. Die Gipfelhöhen in den westlichen Gebirgsstöcken liegen meist zwischen 3000 und 4300 Metern über NN, in den Ostalpen sind die Berge etwas niedriger. Der höchste Gipfel der Alpen ist der Mont Blanc mit 4808 Metern. Die höchsten Berge der Alpen findet man in der Liste der Viertausender in den Alpen.

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Silvretta Panorama
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Geografische Gliederung

Vertikal gliedert man die Alpen in die Region des Alpenvorlandes bis zur oberen Waldgrenze (1500 bis 2000 m NN), in die Mittelalpen bis zur Schneegrenze (2000 bis 3100 m NN), darüber in die Hochalpen. Horizontal gesehen gilt die Linie Rheintal-Splügen-Comer See als Grenze zwischen den Ost- und Westalpen.

Ostalpen

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Blick auf die Karwendelhauptkette
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Als Ostalpen bezeichnet man den Teil der Alpen östlich einer gedachten Linie vom Bodensee entlang des Rheins über den Splügenpass zum Comersee (Lago di Como) und Lago Maggiore. Sie sind im Vergleich zu den Westalpen niedriger und "sanfter", mit niedrigeren Übergängen (Pässen). Die Ostalpen durchziehen ganz Österreich - von Vorarlberg bis hin zum Burgenland. Im Gegensatz zu den Westalpen schließen die Ostalpen keine autochthonen Massen ein; sie sind ein Decken- und Faltgebirge, in dem westalpine Decken nur randlich und in tektonischen Fenstern hervortreten. Das größte inneralpine Senkungsfeld ist das Klagenfurter Becken, welches von stehengebliebenen Pfeilern des Grundgebirges, tertiären Konglomeratrücken, Moränen und Schotterfeldern des eiszeitlichen Draugletschers erfüllt ist. Es ist ebenso reich an Seen (Kärntner Seen) und Mooren.

Zur ausführlichen Beschreibung von Geologie, Geographie und Gliederung siehe Artikel Ostalpen.

Der höchste Berg der Ostalpen ist der Piz Bernina, mit 4052 Metern der einzige Viertausender der Ostalpen.

Teile der Ostalpen liegen in

Die vorwiegend kristallinen Zentralalpen werden von den Nördlichen Kalkalpen durch die Grauwackenzone und von den Südlichen Kalkalpen durch die Störungslinie der periadriatischen Naht getrennt. Die großen Längstalzüge folgen zwar oft den Gesteinsgrenzen, durchschneiden aber stellenweise die Zonen. Daher können die geologischen Zuordnungen von den geographischen oder denen der Alpenvereine abweichen.

Die Nördlichen Kalkalpen sind vorwiegend von Fichtenmischwäldern bedeckt. Im Kalk entstehen Karsterscheinungen. Der wasserundurchlässige Dolomit hingegen ist stark zertalt, mit brüchigen Felsbildungen und Schutthalden aus feinem Grus versehen. An der Basis der Kalkberge befinden sich Salz- und Gipslager, sowie Quellhorizonte (Karstquellen) über Schiefern.
Gebirgsgruppen (von West nach Ost): Bregenzerwaldgebirge, Rätikon, Lechquellengebirge, Allgäuer, Lechtaler und Ammergauer Alpen, Wettersteingebirge, Karwendel- und Rofangebirge, Bayerischen Voralpen, Kaisergebirge, Berchtesgadener Alpen, Salzkammergut sowie die Niederösterreichischen Kalkalpen.

Die Zentralalpen bestehen hauptsächlich aus harten, wasserundurchlässigen Gneisen und Granitgneisen (grobes Blockwerk) sowie Glimmerschiefern. Sie sind reich an Quellen, Bächen und Karseen, im Westen auch an Gletschern. Es finden sich ausgedehnte Almmatten, Lärchen- und Fichtenwälder.

Gebirgsgruppen: Rätische Alpen, Bernina, Ortlergruppe, Verwallgruppe, Ötztaler Alpen, Zillertaler Alpen, Hohe und Niedere Tauern sowie Lavanttaler oder Norische Alpen.

In den Südlichen Kalkalpen bilden Riffkalke und Dolomite die bekannten Zinnen, Türme und Stöcke (Marmolata). Das tief zerschnittene Bozener Porphyrplateau geht im Norden in die kristallinen Sarntaler Alpen über.
Gebirgsgruppen (von West nach Ost): Bergamasker Alpen, Trienter Alpen, Dolomiten, Karnische und Julische Alpen sowie Karawanken.

Westalpen

Die Westalpen sind der Teil der Alpen, der westlich der Linie Bodensee - Rhein - Splügenpass - Comer See liegt.

In den Westalpen wird eine Reihe kristalliner Zentralmassive (Mercantour, Pelvoux, Belledonne, Grandes Rousses, Mont Blanc, Aar- und Gotthardmassiv) durch Täler mehr oder weniger scharf von einer Gneiszone im Süden (See-, Cottische, Grajische, Walliser und Tessiner Alpen) sowie einer Kalkzone im Westen und Norden (Provenzalische Voralpen, Dauphinéer, Savoyer, Berner, Glarner Alpen) abgetrennt.

Teile der Westalpen liegen in:

Flora

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Alpennelke (Dianthus alpinus)
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In den Alpen haben etwa 650 Blütenpflanzenarten ihren Verbreitungsschwerpunkt, insgesamt kommen im Alpenraum rund 4500 Arten vor.

Die Alpenflora enthält viele arktisch-alpine Elemente, etwa den Steinbrech Saxifraga aizoon. Sie sind Relikte der Eiszeiten, als in Mitteleuropa Tundren herrschten. Es bestehen auch Verbindungen zu den nordasiatischen Gebirgen (beispielsweise Gentiana verna). Die Alpenflora enthält – bedingt durch die Vergletscherung – relativ wenige endemische Arten, lediglich in den eisfrei gebliebenen Südalpen sind Endemiten häufiger.

Auffallend ist in den Alpen der Unterschied in der Artenzusammensetzung zwischen Kalkalpen und den silikatischen Gesteinen. Darauf hat bereits Franz Unger 1836 hingewiesen  Franz Unger: Über den Einfluss des Bodens auf die Vertheilung der Gewächse, nachgewiesen in der Vegetation des nordöstlichen Tirols. Rohrmann und Schweigerd, Wien 1836.. Ursache ist neben dem unterschiedlichen Bodenchemismus auch die Tatsache, dass Kalkböden wärmer und trockener sind. Vielfach sind Gattungen durch nahe verwandte Arten vertreten, man spricht von ökologischer Vikarianz. Als Beispiel seien neben den bereits erwähnten Rhododendren erwähnt (Kalk – Silikat): die Farne Asplenium ruta-muraria und A. septentrionale; die Polsterpflanzen Sedum album und S. annuum; die Polster-Segge (Carex firma) und die Krumm-Segge (C. curvula).

Typischerweise mit den Alpen identifizierte Pflanzenarten sind oft Arten mit auffälligen Blüten: allen voran das Edelweiß (Leontopodium alpinum), die Rhododendren und die blauen Enzian-Arten (Gentiana spp.).

Vegetation

Die Alpen sind ein interzonales Gebirge, d. h., sie liegen zwischen dem Zonobiom VI (Winterkalte Gebirge mit laubwerfenden Wäldern) im Norden und dem Zonobiom IV (mediterranes Zonobiom) im Süden. Daher unterscheiden sich die Nord- und Südseite recht stark. Hinzu kommt die stark kontinental geprägte Vegetation der inneralpinen Täler. In den Alpen reicht die colline Höhenstufe bis etwa 400 m, die submontane Stufe von 400 bis 700 m. Neben der Exposition und der Höhenlage spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine entscheidende Rolle für die Ausprägung der Vegetation. Hier sind vor allem verschiedene Kalk- und Silikatstandorte zu nennen. Hinzu kommen Faktoren wie die Dauer der Schneebedeckung und die Wasserversorgung.
Montane Stufe
In der montanen Waldstufe ergibt sich folgende Stufenfolge der dominierenden Baumarten:
  • Helvetische Höhenstufenfolge: Im gemäßigt mitteleuropäischen Klima am Nordrand ist die Reihenfolge von unten nach oben: EicheRotbucheFichte.
  • Penninische Höhenstufenfolge: In den kontinental trockenen Zentralalpen ist die Reihenfolge Kiefer – Fichte – Arve/Lärche. Hier liegt die Waldgrenze 400 bis 600 m höher als am Alpenrand.
  • Insubrische Höhenstufenfolge: Am submediterranen Südrand ist die Abfolge immergrüne Stein-EicheKastanie/Flaum-Eiche – Stiel-Eiche – Rotbuche.

Die obere Waldgrenze ist heute weitgehend vom Menschen bestimmt und variiert stark (1400 bis 2000 m). Die seit Jahrhunderten bestehende Almwirtschaft hat die Waldgrenze nach unten gedrückt.

Subalpine Stufe
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Enzian mit Breithorn (4.164 m)
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Die subalpine Stufe (bis ca. 1900 – 2200 m) bildet den Übergang (Ökoton) von der Waldstufe zur baumlosen alpinen Stufe. Sie ist durch eine Strauchstufe gekennzeichnet. An trockenen Standorten, wie sie auf Karbonatgestein aber auch auf Silikat-Blockwerk vorherrschen, ist dies die Latschen-Kiefer (Pinus mugo), auf lehmigen Böden, die in Silikatgebieten großflächig auftreten, die Grün-Erle. Beide werden hier bis etwa mannshoch. In Lawinenrinnen steigen beide Arten auch wesentlich tiefer, da sie aufgrund ihrer Biegsamkeit den Schneedruck überstehen. Die hochsubalpine Stufe wird vom Zwergwacholder und den beiden Rhododendren (Almrausch) gebildet: Rhododendron hirsutum (auf Kalk) und Rh. ferrugineum (kalkarme Böden).

Alpine Stufe
Die alpine Stufe (bis ca. 2500 – 3000 m) wird durch verschiedene Rasen gebildet, die den Boden noch weitgehend geschlossen bedecken. Bestimmend für die Vegetation ist besonders die „Aperzeit“, also die Zeit ohne Schneebedeckung. Weitere Faktoren sind die Windexponiertheit (besonders die dadurch bedingte Schneefreiheit im Winter), sowie der Gesteinsuntergrund. Bedingt durch diese Faktoren und das unruhige Relief ergibt sich ein sehr kleinräumiges Vegetations-Mosaik .

Die wichtigsten Rasengesellschaften sind in den Kalkalpen auf tiefgründigem Boden das Rostseggenrasen (Caricetum ferrugineae), auf flachgründigerem das Seslerio-Caricetum sempervirentis und auf Kalkfelsen das Caricetum firmae. Auf saurem Gestein ist der Krummseggenrasen (Caricetum curvulae) dominierend, auf überweideten Rasen der Borstgrasweide (Nardetum). Besonders die Kalkrasen zeichnen sich durch ihren Blumenreichtum aus.

Die Auswirkung der Aperzeit ist besonders deutlich in den Schneetälchen. Diese liegen meist am Fuß von Nordhängen der Silikatalpen in der oberen alpinen Stufe. Hier sammelt sich im Winter viel Schnee an, der im Sommer spät bis gar nicht abtaut, wodurch um den Schneerest verschiedene Zonen entstehen. Bei einer Aperzeit von über drei Monaten wächst der normale Krummseggenrasen, mit kürzerer Aperzeit wird die Kraut-Weide häufiger, die bald dominiert und das Salicetum herbaceae bildet. Charakteristische Arten sind auch Alpen-Mutterwurz und Alpenglöckchen. Bei einer durchschnittlichen Aperzeit von unter zwei Monaten dominieren Moose, vor allem Polytrichum sexangulare.

Im Bereich von Almhütten bilden sich Lägerfluren. Auf den vom Vieh gedüngten und verdichteten – und dadurch feuchten – Stellen wachsen nährstoffliebende Hochstauden.

Charakteristisch ist auch die Gesellschaft an den Windkanten mit der dominierenden Gamsheide (Loiseleuria procumbens).

Nivale Stufe
Die nivale Stufe befindet sich über der klimatischen Schneegrenze. Pflanzen gedeihen nur dort, wo der Schnee nicht liegenbleibt oder im Sommer frühzeitig schmilzt. Eine Vegetationsdecke ist nur sehr kleinflächig ausgebildet, oft wachsen Pflanzen vereinzelt. Rund 150 Blütenpflanzen-Arten steigen über 3000 m, zudem viele Flechten. Zu den am höchsten steigenden Blütenpflanzen gehört der Gletscher-Hahnenfuß, den Höhenrekord hält jedoch der Steinbrech Saxifraga biflora mit 4450 m NN am Dom de Mischabel im Wallis.

Die Firnflächen der Gletscher werden u. a. von Chlamydomonas nivalis, einer Grünalge, besiedelt, die den sogenannten „roten Schnee“ oder Blutschnee verursacht.

Fauna

In den unteren Lagen entspricht die Tierwelt der Alpen der des umgebenden Flachlandes. In den hochmontanen Nadelwäldern finden sich etliche Arten des borealen Nadelwaldes. Sie sind an feucht-kühle Bedingungen gebunden, haben Europa nacheiszeitlich von Osten wiederbesiedelt und kommen heute in Mitteleuropa nur in den Hochlagen vor. Nur an wenigen in den pleistozänen Eiszeiten unvergletschert gebliebenen, räumlich isolierten Refugien konnten auch einige präglaziale Faunenelemente überdauern, beispielsweise bestimmte Schnecken und Käfer.

Viele charakteristische Alpentiere leben oberhalb der Baumgrenze, im Oreal. Bei einigen Arten ist dies allerdings auch als Ausweichen vor dem Menschen zu interpretieren. Viele sind verwandt mit Arten der Tundra, bzw. kommen auch dort vor. Ebenso bestehen enge Beziehungen zu anderen Hochgebirgen. Bei der Hochgebirgsfauna Europas handelt es sich oft um Überbleibsel (Reliktpopulationen) von eiszeitlicher Tierwelt, die postglazial in den tiefer liegenden Landschaften wieder verschwunden ist – man spricht von einer Arealdisjunktion. Nach ihrem Ursprung werden arkto-alpine Verbreitungstypen (Herkunft aus Tundren) und boreo-alpine Verbreitungstypen (Herkunft aus der Taiga) unterschieden.

Typische Arten der Säugetiere sind unter anderen Gemse, Alpensteinbock, Murmeltier und Schneemaus, unter den Vögeln sind Alpendohle, Kolkrabe, Ringdrossel, Schneefink, Tannenhäher und Alpenschneehuhn zu nennen. In den slowenischen Alpen gibt es noch heute Braunbären und einzelne konnten sich auch im Naturpark Adamello im Trentino, Italien halten. Seit den 90´ er Jahren gibt es durch Zuwanderung aus Slowenien und gezielte Auswilderungen auch wieder eine kleine Population dieser Raubtiere in den österreichischen Alpen. Die meisten davon leben im Gebiet des Naturparks Ötscher-Tormäuer. Einige Wölfe konnten in den Meeralpen überleben. Der Steinadler ist zwar in der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet, in Mitteleuropa ist er jedoch auf die Alpen und Karpaten beschränkt. Mehrere Großtiere wurden vom Menschen ausgerottet, darunter Luchs, Bart- und Gänsegeier, die sich durch Schutzmaßnahmen und Auswilderungsprojekte inzwischen wieder zu etablieren beginnen. Bei einigen Wirbeltieren ist ein saisonbezogener Dimorphismus zu beobachten: Ein dunkles Sommerhaar- bzw. -federkleid wird im Winter durch eine weiße Tarntracht ersetzt (vergleiche: Schneehase, Alpenschneehuhn). Unter den Amphibien hat der schwarz gefärbte Alpensalamander eine spezielle Anpassung an die alpinen Lebensräume entwickelt. Als einziger mitteleuropäischer Lurch ist der Alpensalamander lebendgebärend. Die Entwicklung der Larven im Uterus des Weibchens dauert je nach Höhenstufe zwei bis drei Jahre. Damit ist die Art unabhängig von Oberflächengewässern, in denen die Larven anderer Amphibienarten ihre Entwicklung vollenden. Der Alpensalamander kommt in Höhen von bis zu 2800 Metern (Österreich) vor.

Auch die Reptilienarten Waldeidechse und Kreuzotter – beide sind in den Alpen montan bis alpin verbreitet – haben sich mit der Umstellung von Eiablage auf das Lebendgebären an widrige äußere Bedingungen, hier insbesondere niedrige Temperaturen, angepasst. In der Schweiz kann man mit der Aspisviper eine weitere ovovivipare Schlangenart bis in Höhen von 3000 Metern antreffen.

Unter den typischen Insekten der Alpen fallen beispielsweise „pelzige“ Vertreter der Hummeln auf (Alpenhummel, Bombus alpinus), während unter den Schmetterlingen besonders dunkle Formen zu finden sind, beispielsweise der Eismohrenfalter (Erebia pluto). Allerdings kommen auch helle Arten wie der Alpenbläuling (Albulina orbitulus) und der Alpen-Apollofalter (Parnassius phoebus) noch in Höhenlagen von 3000 Metern vor. Vermutlich aufgrund des zahlenmäßigen Zurücktretens von Fluginsekten sowie wegen der Windexposition sind dagegen Radnetzspinnen in höheren Regionen offenbar nicht vertreten.

Zu den wenigen Tieren der Nivalzone gehören der behaarte, schwarz gefärbte Gletscherfloh (Isotoma saltans), ein Ur-Insekt aus der Klasse der Springschwänze und der Gletscherflinkläufer (Trechus glacialis), eine Spezies der Laufkäfer.

Klima

Generell sind die Alpen aufgrund des starken Reliefs durch ein sehr kleinräumiges Klima und Wettergeschehen ausgezeichnet. Die wichtigsten klimatischen Einflüsse sind: Westwinde mit milden, feuchten Luftmassen vom Atlantik, kalte Polarluft von Norden, trockene kontinentale Luftmassen aus Osten (kalt im Winter, heiß im Sommer) und warme mediterrane Luft von Süden.

Der Großteil der Alpen wird vom mitteleuropäischen Klima beeinflusst. Weite Teile der Nordalpen ähneln in ihrem thermischen Jahresgang dem angrenzenden Flachland, mit Ausnahme der Abnahme der mittleren Jahrestemperatur (um 0,50 bis 0,65 °C je 100 m Höhenzunahme). Die Niederschlagsmaxima werden im Sommer erreicht. Die den Westwinden ausgesetzten Randzonen der Alpen erhalten vielfach 2.000 bis 3.000 mm Niederschlag pro Jahr.

Die südlichen Alpenteile sind vom mediterranen Klima beeinflusst. Neben im Vergleich zu Mitteleuropa milden Wintern und heißen Sommer führt dies auch zu einer Verlagerung der Niederschlagsmaxima Richtung Frühjahr und Sommer.

Die inneralpinen Täler und Becken (Wallis, Vinschgau, Kärnten) liegen im Regenschatten und sind daher trocken (oft unter 800 mm pro Jahr). Im Winter stellt sich besonders in Beckenlagen (Lungau, Klagenfurter Becken) die Temperaturumkehr ein (Inversionswetterlage): In tiefen Lage bilden sich durch Windstille Kaltluftseen, so dass es hier kälter ist als in mittleren Höhenlagen.

Ein weiteres Wetterphänomen ist der Föhn, ein warmer Fallwind.

Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, zugleich die diffuse Strahlung geringer. Das erhöht den Unterschied zwischen sonn- und schattseitigen Hängen.

Klimawandel in Verbindung mit den Alpen

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Gletscher im Rückzug
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Aufgrund des Klimawandels schmelzen die Gletscher drastisch ab. Klimaschwankungen sind nicht unbekannt und Gletscher sind ein Klimaarchiv. Gletscher ziehen sich heute schneller zurück, als es früher der Fall war. Laut Messungen verloren die Gletscher seit Beginn der Industrialisierung bis 1980 ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihrer Masse. Seit 1980 sind zusätzliche 20-30 Prozent des Eisvolumens abgetaut.

Auftauen des Permafrosts
Eis ist in den Alpenregionen nicht nur sichtbar über dem Erdboden anzutreffen. Ausgedehnte Permafrostregionen findet man oberhalb von 2000 m. Das Wasser stabilisiert den Untergrund, da es das ganze Jahr über darin gefroren bleibt. Aufgrund der Klimaerwärmung besteht jedoch die Gefahr, dass das Eis auftaut und die Hänge infolge dessen rutschen. Zahlreiche Dörfer sind von Felsstürzen, Schutt - und Gerölllawinen bedroht. Mithilfe von Schutzdämmen sollten Täler und Infrastruktur geschützt werden.
Trinkwasser in Gefahr
Gletscher sind lebenswichtige Trinkwasserreservoirs. In Gletscherregionen entspringen viele große europäische Flüsse, wie beispielsweise der Rhein oder die Rhône. Das stark abschmelzende Gletschereis bewirkt einen Anstieg der Wasserpegel. Niederschlagswasser füllt die eisfreien Fels- und Schuttgebiete und infolgedessen gelangt unbefestigter Moränenschutt in die Täler. Hochwasser, Gesteinslawinen und Überschwemmungen sind nicht auszuschließen. Durch das Abtauen des Eises in den Gletscherregionen steigt die Gefahr von Wassermangel. Die Wasserverfügbarkeit verändert sich, und dies wirkt sich negativ auf den Wasserhaushalt großer Landstriche aus.
Verlust der Artenvielfalt
Die Klimaveränderung bewirkt, dass viele Pflanzenarten in höhere Lagen umsiedeln. Die alpinen Pflanzenarten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zwischen einem halben Meter und mehreren Metern aufwärts verschoben. Laut Prognose leben heute mehr Arten in höheren Lagen, als dies vor 100 Jahren der Fall war. Wissenschaftler schätzen, dass 1/4 der 400 endemischen Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind.
Alpenwälder
Rund 1/5 des Alpenwaldes kommt eine besondere Schutzfunktion zu. Luftverschmutzungen machen den Wäldern zu schaffen. Dazu kommt noch der Klimawandel. Dies macht sich bei umgeknickten Bäumen bereits bemerkbar. Infolgedessen ist die Landschaft von kahlen Hängen und ungeschützten Tälern geprägt.

Kulturgeschichte der Alpen

Berglandwirtschaft

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Bergweide
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In den Alpen verdrängte die neolithische Landwirtschaft um ca. 4500 v. Chr. die Jäger und Sammler der Altsteinzeit. Dichte Waldbedeckung erschwerte anfangs die Nutzung großer Weidegebiete, allmählich entwickelte sich jedoch die Transhumanz im Alpenraum, bei der die Tiere den Sommer in der Höhe und den Winter im Tal verbringen. Etwa gleichzeitig kam die alpine Autarkiewirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht in bereits gerodetem Gelände hinzu, welche ganzjährige Besiedlung ermöglichte.

Diese Autarkiewirtschaft entwickelte sich nördlich und südlich der Alpen jeweils unterschiedlich: Während im germanischen Raum die Viehzucht klar dominierte, war der Ackerbau im romanischen Raum gleich stark vertreten. Dies führte zu unterschiedlichen Ernährungsweisen sowie Unterschieden in der Familien- und Siedlungsstruktur. Zwischen 1600 und 1850 entstand besonders im nördlichen Alpenraum eine selbstständige Bergbauernkultur, die sich etwa im Bau prächtiger Bauernhäuser aus Holz manifestierte und bei der die nachhaltige Naturnutzung als Schutz vor Naturgefahren im Vordergrund stand.

Im 19. Jahrhundert erreichte die Industrialisierung auch den Alpenraum. Es war allerdings weniger die Industrie, als vielmehr die Dienstleistungsgesellschaft des 20. Jahrhunderts, welche die herausragende Stellung der Berglandwirtschaft beendete. Der Tourismus brachte Geld in die Alpentäler, trieb allerdings auch etliche überflüssig gewordene landwirtschaftliche Arbeitskräfte in die Auswanderung. Unter steigendem ökonomischem Druck schwindet die Vielfalt der Land- und Forstwirtschaft in den Alpen, auch wenn sie dank der Maschinisierung leichter denn je zu betreiben ist.

Kultur- und Sprachgruppen

Im frühen Mittelalter entwickelten sich die Alpen zur Sprach- und Kulturgrenze zwischen germanischen im Norden und romanischen Sprachgruppen im Süden und Westen, unter Berücksichtigung der südslawischen Slowenen am östlichen Alpenrand. Von der Vielfalt an Dialekten, die die ursprüngliche Abgeschiedenheit der Täler mit sich brachte, bleibt heute immer weniger übrig. Trotz der Konkurrenz durch die deutsche und die italienische Sprache konnten die alpinen Kleinsprachen Rätoromanisch, Ladinisch und Friaulisch überleben. Ein interessantes Phänomen in sprachgeschichtlicher Hinsicht stellt die Ausbreitung des alemannischen Walser-Dialekts vom Oberwallis bis an die Grenze Tirols dar, welche durch die Inbesitznahme und Bewirtschaftung hoch gelegener Weidegründe zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erfolgte.

Brauchtum

Festlichkeiten und Bräuche im Alpenraum sind tief verwurzelt in Geschichte und Religion. Sie entstanden oft in Verbindung mit überlieferten Dichtungen, Sagen oder Erzählungen, die sich häufig mit Göttern und Dämonen befassten. Die Menschen wollten die Urgewalten der Natur beschwören und sich vor Naturgefahren schützen. Als das Christentum im Frühmittelalter in das Alpengebiet vordrang, vermischten sich heidnische Bräuche mit christlichen Feiern. Das bäuerliche Element spielte im alpinen Brauchtum und der alpinen Volksmusik stets eine herausragende Rolle (siehe auch: Almsegen, Almabtrieb, Jodel, Alpenländische Volksmusik)

Alpenmythos

Mit Goethes Reisen durch die Alpen im späten 18. Jahrhundert wurde das Gebirge in der europäischen Kunstwelt erstmals als Phänomen wahrgenommen. Was vorher für eine unwirtliche, von grobschlächtigen Bauern und gefährlichen Drachen bewohnte Wildnis gehalten wurde, begannen Maler, Reisende und Literaten als „Traumlandschaft“ zu schildern. Ein bekannter Zeitgenosse, der Genfer Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure, verwob in seinen Reisebeschreibungen wissenschaftliche Erkundung und ästhetisches Empfinden. Gerade die früher als „Alpendemokratie“ verklärte Schweiz zehrt zuweilen heute noch vom Alpenmythos der frühen Romantik, auch wenn etwa Max Frisch in seinen Werken gegen ihn ankämpfte.

Tourismus

Die Alpen sind sehr intensiv touristisch erschlossen. Bereits im 19. Jahrhundert prägten die Engländer den Begriff von den Alpen als playground of Europe (siehe Alpinismus). Seit der damaligen Blütezeit der sog. "Belle Epoque"-Hotels in den Kurorten hat sich der alpine Tourismus mehrmals gewandelt. Seit ungefähr 1965 besitzt der Wintersporttourismus mit seinen Bergbahnen und Liftanlagen für die Alpen die größte Bedeutung, beispielsweise in den Kitzbüheler Alpen, Davos, Arosa, Zermatt, Saas-Fee, St. Moritz, Dolomiten, Savoyen, daneben aber auch Bergsteigertourismus, Erholung an Alpenseen, Städtetouren (Innsbruck, Zürich, Luzern, Interlaken, Ljubljana, Meran, Aosta) oder Tourismus für Extremsportarten (Chamonix). Für viele Alpengemeinden ist der Tourismus die einzige Einnahmequelle geworden. Umweltschützer und auch viele Einheimische bemängeln jedoch inzwischen immer öfter die Schäden, die der Massentourismus in den Alpen hervorruft und weisen immer häufiger auf die Grenzen der touristischen Nutzung der Alpen hin. So werden immer mehr Verkehrswege durch die Alpen gebaut und Dorfstrukturen zugunsten der fortschreitenden Verstädterung zerstört. Hinzu kommt das immer stärker in Erscheinung tretende Müllproblem. Der weitere Ausbau der touristischen Infrastrukturen stößt bereits in vielen Alpentälern an seine Grenzen, vor allem, da durch Naturgefahren (beispielsweise Lawinen, Muren) das Flächenangebot begrenzt ist. Einige tragische Unglücke in den letzten Jahren (beispielsweise im tirolerischen Galtür im Februar 1999) haben diese Problematik aufgezeigt.

Wanderurlaub gilt hingegen als Musterbeispiel für ökologisch verträglichen Tourismus ("sanfter Tourismus"); insbesondere, wenn er in abgelegene, von Abwanderung bedrohte Talregionen führt und dazu beiträgt, der einheimischen Bevölkerung eine Einkommensquelle zu sichern. Solcher Tourismus wird exemplarisch mit dem Weitwanderweg Grande Traversata delle Alpi im Piemont propagiert.

Voraussetzungen

Die landschaftliche Vielfalt, kulturelle Sehenswürdigkeiten sowie die besonderen klimatischen Verhältnisse bieten beinahe optimale Voraussetzungen für die touristische Nutzung der Alpen, da eine denkbar große Anzahl an touristischen Zielgruppen (beispielsweise Erholungssuchende, Aktivurlauber, Kurtouristen, Kulturbegeisterte etc.) mit entsprechenden Angeboten bedient werden kann. Im Sommer finden sich die diversen Spielarten des aktiven und passiven Erholungstourismus (Wandern, Badeurlaub an den randalpinen Seen) und vor allem der sportliche Urlaub in Form des Alpinismus. Letzterer war es auch, der die touristische Entwicklung des Alpenraums initiiert hat. Insbesondere englische Touristen haben im und vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Alpentourismus entscheidend geprägt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden vom Engländer Thomas Cook organisierte Massenreisen von England in die Alpen durchgeführt. Im Winter sind die Alpen ein weltweit attraktives Ziel für den Wintersport, wobei diesbezüglich der Skisport und seine diversen Ausformungen dominieren. In den letzten Jahrzehnten hat in vielen Teilen der Alpen der Tourismus im Winter dem klassischen Sommertourismus den Rang abgelaufen.

Nutzen und Gefahren

Durch den Massentourismus werden Arbeitsplätze geschaffen und regionale Einkommen generiert, wodurch die Gefahr einer Abwanderung verringert werden kann. Allerdings ist der Tourismus in den Alpen oft nur punktuell auf bestimmte Dörfer, Städte und Skiressorts konzentriert. In den flächig größeren Gebieten ohne Massentourismus kommt es erst recht zur Abwanderung. Tatsächlich findet sich oft ein Nebeneinander von touristisch intensiv erschlossenen Gebieten und touristischem Niemandsland. Dies trifft vor allem auf das italienische Alpengebiet zu.

Die Menschen in den Alpen sind vom Massentourismus stark abhängig, es entstehen touristische Monostrukturen. Dem Massentourismus werden sämtliche Lebensbereiche unterworfen. Regionale Eigenheiten bzw. Besonderheiten verkommen unter Umständen zu einem bloßen Klischee. Zudem sind die Arbeitsbedingungen im Tourismus oft wenig attraktiv (ungeregelte Arbeitszeiten, geringe Löhne, viele Saisonarbeitsplätze). Menschen, die sich diesen Arbeitsbedingungen nicht unterwerfen wollen, sind mangels alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten erst recht zum Abwandern (oder zum Auspendeln) gezwungen.

Der intensive Massentourismus führt auch zu ökologischen Problemen wie Müll- und Abwasserbelastung, Verkehrsproblematik und zu "optischer Umweltverschmutzung" durch technische Infrastrukturen wie beispielsweise Seilbahnen.

Städte

Die größte Stadt mit direkter Lage in den Alpen ist das französische Grenoble, gefolgt von der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck.In der Schweiz liegen Zürich, Bern, Luzern, Chur, Lugano im alpinen Bergland.

Transitverkehr

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Hospiz auf dem Großen St. Bernhard
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Blick auf die Brennerautobahn
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Die Alpen stellen für den transeuropäischen Verkehr ein natürliches Hindernis dar. Sie können nur auf bestimmten Routen über Gebirgspässe oder Tunnel überquert werden. Besondere Bedeutung erlangten diejenigen Pässe, die über den Alpenhauptkamm direkt von Norden nach Süden oder umgekehrt in gut erschlossene Täler führen und somit eine zweite Passüberquerung ersparen. Pässe wie der Brenner im Osten oder der Große St. Bernhard im Westen nahmen früh eine Sonderstellung ein. Der Große St. Bernhard etwa wird erstmals um 200 v. Chr. im Zusammenhang mit dem karthagischen Feldherrn Hannibal, der den Pass mit seinem Heer und seinen Elefanten überquert haben soll, erwähnt. Von der römischen Antike bis ins Mittelalter war der Große St. Bernhard die wichtigste Verbindung nach Italien. Das änderte sich im 13. Jahrhundert, als mit dem Bau der Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht der St. Gotthard begehbar gemacht wurde. Eine Auswahl der wichtigsten alpenquerenden Verbindungen (von West nach Ost):

Das Transitnetz durch die Alpen entwickelte sich im Laufe der Zeit immer rasanter: von schmalen Wegen für bepackte Maultiere und Pferde über frühe Passstraßen des 19. Jahrhunderts zu den mehrspurigen Autobahnen und Eisenbahnlinien des 20. Jahrhunderts. Die Eisenbahn hat im 19. Jahrhundert mit Pionierleistungen wie der Semmeringbahn als erster Passeisenbahn oder der Gotthardbahn mit ihren über 300 Brücken und 80 Tunnels zwischen Basel und Chiasso das moderne Transitzeitalter eingeläutet. Die erst später ausgebauten Pässe erhielten keine Schienen mehr, denn das Auto hatte inzwischen die Bahn verdrängt.

Verkehrsprojekte in den Alpen waren und sind wegen Naturgefahren und der Topografie stets mit hohen Kosten und Gefahren verbunden, was sich auch am aktuellen Bau der NEAT in der Schweiz zeigt. Die zunehmende Umweltbelastung durch den motorisierten Transitverkehr hat in den letzten Jahren häufig zu Protesten der betroffenen Bevölkerung geführt (beispielsweise Straßenblockaden in Tirol, Savoyen, Piemont sowie Alpen-Initiative in der Schweiz). Bätzing weist in diesem Zusammenhang aber auch auf die Bedeutung der Änderungen der Infrastrukturen durch und für die "Einheimischen" hin.

Politik

Frühere Passstaaten

Bäuerliche Zusammenschlüsse zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen führten im Spätmittelalter zur Herausbildung sogenannter Passstaaten, die sich über beide Seiten des Alpenkammes erstreckten. Neben dem „Bund von Briançon“ gehören Savoyen, die Alte Eidgenossenschaft und Tirol dazu. Damit sollte alpines Freiheitsdenken analog den städtischen Freiheiten der Reichsstädte eingefordert werden. Diese Passstaaten kontrollierten durch ihre strategische Position den Transitverkehr und verlangten von Durchreisenden Zölle.

Spätestens die Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts trachteten jedoch danach, den aus ihrer Sicht peripheren alpinen Raum einzubinden, so dass beispielsweise Tirol zwischen Österreich und Italien sowie Savoyen-Piemont zwischen Frankreich und Italien geteilt werden musste. Die Schweiz ist der einzige der alpinen Passstaaten, der bis heute überlebt hat. Der Staatenbund der Eidgenossenschaft wurde 1848 durch die Gründung des Bundesstaates in einen modernen Nationalstaat überführt.

Regionale Zusammenarbeit

Nach den Grenzbildungen im Zuge der Nationalisierung im Alpenraum bildet die grenzüberschreitende Zusammenarbeit seit ca. 1970 , vor dem Hintergrund des europäischen Binnenmarkts, einen Gegentrend. Mit der Alpenkonvention, der Arge Alp und der CIPRA sind wie in anderen Teilen Europas Gremien entstanden, die sich politisch mit den Problemen der Alpentäler sowie der alpennahen Zentren befassen.

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Panoramaaufnahme der Alpen
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Siehe auch

Literatur

  • Werner Bätzing: Die Alpen - Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft. C.H.Beck, 2003 - 3. A., ISBN 3-406-50185-0. (Wissenschaftl. Grundlagen. Das Standardwerk)
  • Werner Bätzing: Bildatlas Alpen. Eine Kulturlandschaft im Portrait. Primus Verlag. 2005. 192 Seiten. ISBN 3896785273.
  • Gerhard Leeb: Planet Alpen-Magazin - Das neue Bild vom Lebensraum, vierteljährliche Zeitschrift Planet Alpen-Magazin
  • Uwe A. Oster: Wege über die Alpen. Von der Frühzeit bis heute. 160 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Darmstadt 2006 (erscheint im März), 3-89678-269-X.
  • Claude Reichler: Entdeckung einer Landschaft. Reisende, Schriftsteller, Künstler und ihre Alpen. Rotpunkt-Verlag, Zürich 2005.

Weblinks

Virtuelle Tour:

Wissenschaft: Kultur: Organisationen: Bilder:

Fußnoten

als:Alpen nds:Alpen nrm:Alpes scn:Alpi simple:Alps vec:Alpi zh-yue:阿爾卑斯山


Diskussion der Autoren über den Artikel: Alpen


Wäre da nicht ein Verschieben angemessener gewesen? Immerhin hängt am Artikel ja die gesamte Bearbeitungshistorie dran.

Sorry, mein Fehler, ich habe erst gerade die Option gefunden, den Artikel zu verschieben. Bisher habe ich verzweifelt danach gesucht, obwohl er wohl ziemlich offensichtlich da steht. Ich versuch das nochmal zu ändern. Pyrdracon 17:51, 20. Feb 2003 (CET)

Tja, das ist natürlich schwieriger, als erwartet, da der alte Artikel (Alpen_(Gebirge)) erst gelöscht werden muß und dann der neue Artikel dahin verschoben werden kann. Vielleicht kann das noch jemand machen... Pyrdracon 17:55, 20. Feb 2003 (CET)

Alpen (Gebirge) habe ich gelöscht. Für die "Gemeinde am Niederrhein" hieraus aber bitte eine Wikipedia:Begriffsklärungssteite nach "Modus II" machen. --Kurt Jansson 04:17, 13. Apr 2003 (CEST)


von Diskussion:Alpen (Gebirge):

Das Bild "Geologische Zusammensetzung der Alpen" ist nicht mehr vorhanden. Error 404. Pyrdracon 16:03, 20. Feb 2003 (CET)


Also, nach dem, was ich irgendwann gelernt habe, in einer Kärntner Schule, gehören die Karnischen Alpen nicht zu den Kalkalpen, sondern zur Schieferzone.

Hat hierzu jemand gesichertes Wissen?

Ciciban 13:34, 31. Mär 2004 (CEST)


"Österreich, Deutschland, Frankreich, die Schweiz, Liechtenstein, Italien und Slowenien"

Dass auf Deutschem Gebiet auch einige Berge stehen will ich ja nicht bezweifeln, doch die Reihenfolge der Aufzählung sollte vielleicht nochmals überdacht werden. --Perconte 23:24, 6. Okt 2004 (CEST)

Höchstes Gebirge?

Das höchste Gebirge Europas ist nach meinen Informationen der Kaukasus, auch wenn er nur zur Hälfte in Europa liegt. Cordobes

höchster Berg in der Schweiz/Italien?!?!

Also der Monte Rosa ist 4634m hoch. Er liegt auf der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Es ist wirklich allgmein bekannt, daß sowohl die Schweiz als auch Italien Berge von über 4000m haben.

Servus. Achtung! Hierbei wird bez. der West- und der Ostalpen unterschieden. Müsste dann korrekterweise höchster schweizer Berg der Ostalpen heißen oder so. mfg --Tigerente 13:16, 10. Nov 2004 (CET)

also bei Italien ist es aber falsch.

Als höchster Berg Italiens gilt gemeinhin der Mont Blanc de Courmayeur (4.748 m), ein Nebengipfel im Montblanc-Massiv.

Das Monte Rosa- Bergmassiv liegt genau auf der Grenze Schweiz-Italien besitzt mehrere Gipfel, der höchste ist die Dufourspitze auf schweizer Seite mit 4.634 m, die gleichzeitig der höchste Punkt /Gipfel der Schweiz ist. Der höchste italienische Gipfel am Monte Rosa ist 4.618 m hoch, dies ist aber nicht der höchste Punkt Italiens. Der höchste Punkt Italiens ist 4.748 m hoch und liegt an der Ostseite des Mont Blanc-Massivs. Der Gipfel des Mont Blanc ist 4.808 m hoch und liegt komplett auf französischer Seite.

Gliederung des Artikels

Ich habe vor einigen Wochen den Bereich mit der geologischen/geographischen Gliederung reingestellt. Da in diesen Texten soviele Informationen drinstecken, dass der gesamte Artikel unübersichtlich wird, schlage ich vor, entweder den gesamten Ostalpenbereich auszugliedern oder den Teil der Gliederung der Alpen auf die Überschriften zu komprimieren und die Informationen die darin enthalten sind, in den evtl. schon existierenden Artikel einzupflegen. Ich würde mir diese Arbeit gerne antun, da ich ja auch schon die Texte dazu verfasst habe ^^

Schneiden

 Die Zone besteht aus wenig widerstandsfähigen Gesteinen: Sandsteine, Mergel und Tonschiefer.
 Sie . Sie bilden die Rücken und Kuppen; und im Westen auch Schneiden. Diese Rücken,
 Kuppen, etc. tragen vorwiegend Laubmischwälder und Wiesen. Die dicke, Hochwässern
 Verwitterungsdecke neigt zu Rutschungen und begünstigt durch den raschen Abfluss => Entstehung von lehmige

obiges Zitat stammt aus dem Artikel Alpen, ich kenne mich leider mit Bergen nicht so gut aus, und weiß nicht, was eine Schneide ist, auf jeden Fall scheint diese Beduetung der Wortes Schneiden in der Begriffsklärung Schneiden zu fehlen, könnte die vielleicht jemand von Euch, der sich auskennt dort ergänzen?

Danke und Alles Gute --Ixitixel 18:37, 5. Feb 2005 (CET)

Tourismus

Das Unterkapitel über den Tourismus der Alpen ist noch etwas oberflächlich und entspricht meines Erachtens nicht ganz dem Niveau der anderen Teile. Darüberhinaus sind auch einige Fehler enthalten (z.B. die Behauptung, dass die Zahl der Todesopfer durch Lawinenabgänge in letzter Zeit gestiegen ist (was eindeutig falsch ist). Ich werde mal beginnen, ein wenig zu korrigieren. Crampon 22:25, 23. Jun 2005 (CEST)

Liste der Viertausender in den Alpen

Finde ich durchaus O.K. die Liste der Berge aus dem Artikel zu nehmen, aber der Hinweis auf die Liste geht erstens im Text unter und zweitens sollte er nicht im Abschnitt Flora und Fauna stehen. Ich haben ihn eine ganze Weile gesucht..... :-( Gruss aus Horgen der --Horgner Horgner 11:47, 13. Jul 2005 (CEST)

Aktion Winterspeck

Artikel wird bald überarbeitet bzw. ergänzt; vgl. Wikipedia:Aktion_Winterspeck --Pakeha 13:00, 7. Okt 2005 (CEST)

Zur Entstehung der Alpen gibt es einen kurzen Abschnitt auf der Diskussionsseite Geologie, der überarbeitet hier hinein könnte. --Geofriese 17:17, 14. Okt 2005 (CEST)

Der Artikel ist befindet sich wieder langsam im Wachstum. Ich arbeite jetzt gerade an einem Abschnitt über die Kulturgeschichte. Ziel: Lesenswerter bis exzellenter Artikel. Dafür wäre ich um Mitstreiter froh. Die geografische Darstellung der Westalpen kommt z.B. noch nicht vor. --Pakeha 21:34, 6. Feb 2006 (CET)

Diskussion Review (15. 2. - 10. 3. 2006)

Nachdem ich nun den kulturhistorischen Teil in den Artikel eingefügt habe, sollte er für eine Beförderung zu den Lesenswerten oder Exzellenten bereit sein. Falls noch etwas fehlen sollte, hier mitteilen und gegegebenfalls ergänzen! Danke! --Pakeha 21:08, 15. Feb 2006 (CET)

Flora und Fauna, Vegetation, Klima sind noch sehr mager. Würde mich wundern, wenn das selbst bei den Lesenswerten durchgehen würde. Auch die Klimaänderung: Seit 1980 sind laut wissenschaftlichen Prognosen zusätzliche 20-30% des Eisvolumens abgetaut. Das ist keine Prognose mehr, das wurde schon gemessen. Der Fehler kommt öfter vor. Wie bitte will jemand die Alpen als Grenze zwischen Germanen und Romanen im Westen = Franzosen erklären? Beim Transitverkehr würde ich mir Zahlenmaterial wünschen, auch fehlen die Transitrouten in den Westalpen. Die sind sowieso ziemlich verhungert. Was macht Jugoslawien in dem Artikel? So alt ist die Wikipedia gar nicht.

  • Die geograph. Gliederung der Ostalpen ist unklar. da gibt es die Nordalpen und dann gleichberechtigt die zu den Nordalpen gehörenden Nördl. Kalkalpen.
  • Eine Karte der Raumeinheiten würde da sehr helfen.
  • Die geologische Gliederung würde ich komplett in die geograph. einbauen. Hier steht ja eh: Die Nordalpen umfassen Sandsteinzone, die nördliche Kalkzone und den Hauptteil der nördlichen Schieferzone. Der Großteil sind einfach Doppelungen. Das ganze "was gehört zu welchem Staat" entweder komplett durchziehen oder raushauen.
  • Neben Tourismus (da müsste es auch Zahlen geben) fehlen die anderen Wirtschaftszweige: Landundforst, Bergbau, Industrie wohl weniger, aber etwa Wasserkraftwerke.
  • Bildbeschriftung: Blick vom Karwendel: wohin?; Rückzug der Gletscher: Ich kann keine Bewegung erkennen. --Griensteidl 22:21, 15. Feb 2006 (CET)

Danke für den Input! Aber du selbst auch ein Alpenbewohner zu sein scheinst, würde ich mehr konstruktive Mitarbeit nach dem Motto "Liefern statt lafern" erwarten! Die geologischen Inhalte stammen nicht von mir, da ich damit nicht viel am Hut habe.Ich habe mich auf die kulturhistorischen Teile konzentriert und diese ergänzt. Da kommt erstens kein Jugoslawien vor und zweitens befindet sich der französische Sprachraum tatsächlich im Westen der Alpen. Zahlen könnte man womöglich anfügen, dieser Artikel sollte allerdings IMO eher eine Einführung ins Thema "Alpen" und keine Statistiksammlung bleiben. Was ganz sicher zu kurz kommt, sind die Westalpen im Vergleich zu den Ostalpen, dafür bräuchte es eben noch Mitarbeit. Übrigens: So viel Vorstellungsvermögen kann man bei jedem Betrachter voraussetzen, dass er auf dem Gletscherbild die Rückzugsbewegung erkennen kann. --Pakeha 00:10, 16. Feb 2006 (CET)

Hallo Pakeha, das Aufzählen der Schwachpunkte ist logischerweise mal der Anfang. "Liefern" dauert da etwas länger, da muss ich mal die Literatur rauskramen und mit Konzept über das ganze drübergehen, wenn ich mal Zeit habe. Aus dem Stegreif was zu schreiben, ist nicht zielführend, das ergibt nur Geschwafel und so was steht jetzt schon in einzelnen Kapiteln. Und zugegeben, mein letzter Kommentar war etwas unfair, finde aber den Text nach wie vor nicht gut. "Gut Ding braucht Weile." Mit ist in dem Zustand halt noch nix. --Griensteidl 17:43, 16. Feb 2006 (CET)
OK, ich war auch nicht ganz fair zu dir. Ich bin natürlich froh, wenn du dir eine Mitarbeit an dem Artikel vorstellen kannst, wenn möglich in einem Teilgebiet, in dem ich mich weniger auskenne. Mir ist auch klar, dass noch es noch Lücken gibt, sonst hätte ich den Artikel nicht in den Review gestellt. --Pakeha 22:32, 16. Feb 2006 (CET)

Also, ich würde es gut finden, wenn die Entstehung der Alpen erklärt wird - anonym

Ich habe mal Vegetation, Flora und Fauna neu verfasst, zumindest die ersten beiden passen sicher. Klima folgt noch. Ob ich mich über die Geologie trauen werde, weiß ich noch nicht. --Griensteidl 21:45, 25. Feb 2006 (CET)

Folgende Kapitel bedürfen noch einer Generalrevision: Geologie/Geographie, Transitverkehr. Den zweiten Teil des Klimakapitels würde ich auch radikal kürzen (zu lang/schlechter Stil...). --Griensteidl 18:14, 27. Feb 2006 (CET)

Hallo zusammen. Die Struktur des Artikel gefällt mir. Allerdings wirkt es mir im Text zu unübersichltich und man verliert sich schnell (siehe Alpen#Ostalpen). Vielleicht sollte deshalb weniger gelistet (oder übersichtlicher) und vielmehr die Geografie mit einer Karte illustriert werden, dann fielen auch ein paar Weblinks weg. Generell wird im Artikel zu häufig verlinkt und häufig landet man danach sogar falsch. Der Abschnitt zu den Westalpen ist leider noch sehr kurz. Grüsse --Perconte 20:15, 27. Feb 2006 (CET)

Das Problem Westalpen/Doppelungen bei Ostalpen/mangelnde Entstehungsgeschichte habe ich schon im Portal:Geowissenschaften deponiert und hoffe, da nimmt sich ein kundiger des Themas an. Das liegt irgendwie jenseits meines Könnens. Falls jemand einen kompetenten Benutzer kennt, bitte diesen direkt ansprechen. --Griensteidl 20:28, 27. Feb 2006 (CET)

Hallo, ich habe den Aufruf im Portal gelesen, und etwas zur Entstehung der Alpen geschrieben. Der erste Satz ist nur als Vergleich drin geblieben, weil ich die Daten nicht ganz aktuell habe (s. Versionen Quellen). Auch war ich mir bei den Zeitpunkten der Heraushebung der Gebirgsteile zu unsicher und hab's erstmal weggelassen. Vielleicht sollte man die Geologie sogar ganz von der Geographie trennen, aber ich bin kein Alpenkenner. --Geofriese 14:52, 1. Mär 2006 (CET)

Für einen Überblick sollte es schon reichen. Ich bezweifle aber, dass die Trennung von Geographie und Geologie viel Sinn macht. Die Geographie wird ja großteils nach der Geologie eingeteilt, oder? Zumindest im jetzigen Zustand ist der Großteil einfach Doppelungen. Ich bin zwar Alpenbewohner, habe aber wenig Ahnung von Geologie. Gruß --Griensteidl 19:08, 1. Mär 2006 (CET)

abgeschlossene Lesenswert-Kandidatur (gescheitert)

Alpen

Nach fast einem Monat Reviewprozess geht ein panalpines Dankeschön an meinen Mitstreiter Griensteidl in Österreich.
  • nominiert von Pakeha 18:03, 10. Mär 2006 (CET) aus der Schweiz
  • pro aus kurhessen --Carroy 00:48, 11. Mär 2006 (CET)
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    Neutral Neutral mit Tendenz zu Pro, ich finde den Artikel noch etwas zu naturwissenschaftslastig, etwas mehr zum Thema Geschichte (Stichworte z.B. Alpinismus, Hannibal, Handel bzw. Schmuggel, Entstehung des Namens, 1. Weltkrieg, Ötzi) fehlt m. M. nach. Grüße GMH 11:08, 11. Mär 2006 (CET)
    • contra eines Flachlandtirolers; nicht schlecht geschrieben, aber was mir so aufgefallen ist: eklatantes Ungleichgewicht zwischen Ostalpen (11 Unterpunkte; sehr ausführlich) und Westalpen (nur zwei Sätze). Keinerlei Geschichtsteil (nur sehr lückenhaft "Kulturgeschichte"), sehr wenig zu den Pässen und nichts zu Schienenverkehr, nichts zur Bevölkerung und die "siehe auch"-Liste ist zu lang, ein Teil davon müßte sicherlich in den Artikel --Omi´s Törtchen 11:12, 11. Mär 2006 (CET)
    Aus geologischer Sicht kommt die Kandidatur zu früh. Ich habe in der Versionsgeschichte den plötzlichen Verlust der Entstehung ab Version vom 11:33, 18. Jun 2005 gefunden. Daraus und den Anmerkungen bei den Geowissenschaftlern habe ich den Abschnitt ergänzt und zu Geologie gemacht. Die Unterteilung in Geologie und Geographie würde aber auch die Verwirrung in den Bezeichnungen lösen. Gibt's hier einen Geographen, der daran mitwirkt? --Geofriese 13:51, 11. Mär 2006 (CET)
    • Abbildung
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      Bildherkunft
      Neutral Neutral mit Tendenz zu Pro. Wahrscheinlich kam die Kandidatur noch zu früh, der Reviewprozess dauert bei diesem Artikel länger, da er - gemessen am Thema -- in einem ziemlich schlechten Grundzustand war. Jetzt ist er für mich schon lesenswert, aber um die oben angesprochene Ausgewogenheit zu erreichen, sind noch einige Umbauarbeiten nötig. Vielleicht muss man dann wieder einige Kapitel ausgliedern, die Alpenflora gibt es ja bereits, Pakeha könnte noch etwas über die Westalpen einbauen... Ich warte noch die Entwicklung ab, sie sollte jedenfalls nicht abreißen, sondern in Richtung Exzellenz gehen. Ich gratuliere Pakeha und Griensteidl schon jetzt zu ihren erfolgreichen Bemühungen, den Artikel aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu haben. mfg--Regiomontanus 19:16, 11. Mär 2006 (CET)

      Um ehrlich zu sein, mir kam die Kandidatur auch ein wenig zu früh, v.a. im Teil Geologie/Geographie gehört noch einiges gestrafft (Ostalpen) bzw. die Westalpen ausgebaut. Davon verstehe ich leider zu wenig, um dies selbst zu erledigen, auch fehlt mir passende Literatur. Hilferufe sind bis jetzt leider - mit Ausnahme von Geofriese - bis jetzt verhallt. Man könnte aber auch den umfangreichen Teil über die Ostalpen in einen eigenen Artikel auslagern, und durch eine Zusammenfassung ersetzen. Flora u. Fauna würde ich nur ungern kürzen, zumal die Alpenflora selbst noch eine große Baustelle ist und nicht den gestrafften Überblick gibt wie das jetzige Kapitel in Alpen. Geschichte und Kultur würden auch jemanden mit mehr Überblick erfordern, als ich ihn habe. --Griensteidl 21:44, 11. Mär 2006 (CET)
      Wir könnten gut eine Alpenkarte mit Gliederung der Gebirgseinheiten gebrauchen. Sonst eiern wir noch ewig zwischen Geographie und Geologie. Hat jemand eine Idee? --Geofriese 13:53, 13. Mär 2006 (CET)
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        Contra

        Contra Moin! Mir ist dieser Artikel eindeutig zu Geologie- und fremdwortlastig, sogar so, dass ich irgendwann keine Lust mehr hatte, den Artikel weiter zu lesen bzw. zu korrigieren, etwas, was bei mir eigentlich fast nicht vorkommt. Das ist etwas, das mir sagt, dass etwas Grundlegendes mit diesem Artikel (für mich) nicht stimmt, denn ich lese in der Wikipedia auch viele Artikel, von deren Inhalt ich gar nichts oder nur sehr wenig verstehe. Vielleicht könnte der wissenschaftlich anmutende geologische Teil in einen speziellen Artikel ausgegliedert werden, und etwas mehr zur Kulturgeschichte, Geschichte, zum Bau der Pässe und Tunnels, zu Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten, die für die Allgemeinheit interessant sein könnten, auch zum Schutz der Alpenzonen, oder zu Lawinengefahr, zum Klima und zur Bedeutung der Alpen für die Besiedelung und für die menschliche Entwicklung im Norden der Alpen beigetragen werden. Ich schließe mich Frederic Weihberg und Omi´s Törtchen an. Noch mehr: ich halte den Artikel in seinem Status Quo zwar für einen guten fachwissenschaftlichen Artikel, aber noch nicht für einen Artikel mit dem Prädikat "lesenswert", den ich mir in einer Enzyklopädie wünschen würde. Ein Vorschlag: Die gesamte Geologie und Fachschwurbelei ;-) hinter Geschichte, Fauna und Flora etc. einzugliedern und den Artikel insgesamt so viel wie möglich von Fremdwörtern befreien. Ist das eine Idee? Ich stelle mir gerade vor, wie lange ich brauchen würde, um wirklich den ganzen Artikel zu verstehen - und da muss ich ein bißchen arg die Äuglein verdrehen... Tut mir leid, dass ich den Review nicht mitbekommen habe, ich war sehr lange krank. --Bera 18:02, 17. Mär 2006 (CET)

        Wortherkunft

        Kann irgendjemand belegen bzw. widerlegen, dass der Begriff "Alpen" von den nordischen "Alben", bzw. "Elben/Elfen" her stammt? Bei dem Namen des Flusses "Elbe" soll dies ja durchaus der Fall sein, und auch bei dem Begriff "Alptraum" gibt es einen solchen Zusammenhang...

        Wuerde eher einen Zusammenhang mit lateinisch albus - weiss vermuten (Bedeckung der Gipfel mit Schnee und so ...). --134.2.143.95 15:15, 4. Jun 2006 (CEST)

        Größte Stadt

        Ist Innsbruck oder Grenoble die größte Stadt in den Alpen? Auf der Wikiseite von Grenoble heißt es, Grenoble (150.000 Einwohner) sei größer als Innsbruck. Auf der Innsbruckseite ist von 117.000 Einwohnern Innsbrucks die Rede. Im Ballungsraum Innsbruck allerdings leben hiernach ca 184.000 Menschen. Hier im Alpen-Artikel war Innsbruck als größte und Grenoble als zweitgrößte Stadt genannt. ich habe ihre Reihenfolge im Artikel geändert, weil ich Grenoble aufgrund der Zahlen für größer halte. Was meint ihr? --DonBos 00:18, 20. Jul 2006 (CEST)

        Bildwarnung

        Die unten genannten Bilder, die in diesem Artikel verwendet werden, sind auf Commons gelöscht oder zur Löschung vorgeschlagen worden. Bitte entferne die Bilder gegebenenfalls aus dem Artikel oder beteilige dich an der betreffenden Diskussion auf Commons. Diese Nachricht wurde automatisch von CommonsTicker erzeugt.
        • {{TickerEntry
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        -- DuesenBot 20:19, 29. Sep 2006 (CEST)

        Gefährdung

        Und wo sreht da was die Alpen gefährdet??????????????



        Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Alpen und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).