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Der Artikel Anna Andrejewna Achmatowa gehört zur Kategorie: Frau, Russe, Autor, Literatur (20. Jh.), Literatur (Russisch), Akmeismus (Literatur), Lyrik, Dissident, Exzellent
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Anna Andrejewna Achmatowa Bildherkunft |
Anna Andrejewna Achmatowa (gebürtige Gorenko; russisch Анна Андреевна Ахматова bzw. Горенко; * 11. Juni/23. Juni 1889 in Bolschoi Fontan bei Odessa, Ukraine; † 5. März 1966 in Domodedowo bei Moskau) war eine russische Dichterin und Schriftstellerin. Sie gilt als die Seele des Silbernen Zeitalters in der russischen Literatur und als die bedeutendste russische Dichterin. Ihr späteres Schaffen ist vor allem von dem Schrecken der stalinistischen Herrschaft geprägt, während der sie selber Schreibverbot hatte, ihr Sohn und ihr Mann inhaftiert waren und viele ihrer Freunde ums Leben kamen.
Leben
Kindheit und Jugend
Anna Gorenko wurde am 23. Juni 1889 in dem Dorf Bolschoi Fontan bei Odessa als drittes von sechs Kindern in die Familie eines Marine-Ingenieurs geboren; die Familie übersiedelte aber bereits 1890 nach Zarskoje Selo bei Sankt Petersburg, wo Anna bis zu ihrem 16. Lebensjahr in sozial privilegierter Umgebung aufwuchs. Sie beschrieb später ihre Kindheitserinnerungen an die Parks, die Pferderennbahn und den alten Bahnhof des Ortes. Die Sommermonate verbrachte die Familie meist bei Sewastopol am Schwarzen Meer. Früh lernte sie in der Schule auch Französisch. Ihre ersten Gedichte schrieb sie im Alter von elf Jahren nicht unter dem Namen Gorenko, da ihr Vater um seinen guten Ruf fürchtete – sie wählte den Namen ihrer tatarischen Großmutter als Pseudonym.
Wie Puschkin 90 Jahre vor ihr erhielt Achmatowa ihre Schulausbildung im exklusiven Lyzeum von Zarskoje Selo. Ihr Verhältnis zu dem wichtigsten russischen Dichter zieht sich von Beginn an wie ein roter Faden durch ihre Arbeiten: Im September 1911, zum 100-jährigen Jubiläum des Lyzeums, verfasste sie ein kurzes Gedicht mit dem Titel Der dunkelhäutige Knabe schlenderte durch die Alleen, in dem es Anspielungen auf den jungen Puschkin gibt. Bereits in diesem Gedicht wird die typische Metonymietechnik der Achmatowa deutlich: Ohne Lyzeum und Puschkin beim Namen zu nennen, wird durch typische Eigenschaften und Gegenstände (hier: dunkelhäutig, der Lyzeums-Dreispitz usw.) klar, wer und was gemeint ist.
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Modigliani-Zeichnung Anna Achmatowas (1911) Bildherkunft |
Nachdem ihre Eltern sich 1905 trennten, lebte sie mit ihrer Mutter und den Geschwistern ein Jahr lang in Jewpatorija auf der Krim. Das letzte Schuljahr verbrachte sie schließlich am Kiewer Funduklejew-Gymnasium. Von 1907 bis 1910 studierte Achmatowa in Kiew in „Höheren Frauenkursen“ Jura, wobei sie sich vor allem für die Grundkurse in Rechtsgeschichte und Latein interessierte und den rein juristischen Fachthemen gleichgültig gegenüberstand.
1910 heiratete sie den Dichter Nikolai Gumiljow, den sie schon seit ihrer Schulzeit kannte und der ihr lange und verzweifelt den Hof gemacht hatte. Es folgten gemeinsame Reisen nach Paris und Italien, wo sie u.a. den Künstler Modigliani traf – seine Zeichnungen der Achmatowa sind später berühmt geworden – und Zeugin der ersten triumphalen Erfolge der russischen Balletttänzer in Westeuropa wurde. Malerei und Architektur Italiens beeindruckten sie tief.
Vor der Revolution
Achmatowa, Gumiljow und Ossip Mandelstam wurden zu den zentralen Vertretern der Literaturbewegung des Akmeismus (von griech. akme, Gipfel, Höhepunkt, Blütezeit). Die so genannte „Zeche“ um diese Dichter bildete eine Gegenströmung zum Symbolismus, dessen Metaphorik des Jenseitigen, Metaphysischen die Akmeisten eine eigene Poesie jedes „irdischen Dings“ und eine entschiedene Diesseitigkeit entgegensetzten. Achmatowas Gedichte zeichnen sich daher durch eine einfache und prägnante Sprache aus. Anders als bei den „esoterisch“ angehauchten Treffen der Symbolisten waren die Zusammenkünfte der Akmeisten eher „Workshops“, in denen u. a. neue Schreibtechniken erarbeitet wurden.
Neben Puschkin fand Achmatowa ihre dichterischen Wurzeln bei Innokenti Annenski (1856-1909), einem Vorläufer der Akmeisten, außerdem bei dem französischen Symbolisten Verlaine und dem jungen Majakowski.
Nach ihrer Rückkehr nach Petersburg studierte Achmatowa Literaturgeschichte und schrieb die Gedichte, die in ihren ersten Gedichtband Abend (Вечер, 1912) eingingen. Es waren vor allem Liebesgedichte, in denen sie Trennung, Kummer und Liebesleid beschrieb wie beispielsweise in der letzten Strophe ihres Gedichtes „Lied von der letzten Begegnung“:
- Hör das Lied der letzten Begegnung.
- Völlig dunkel das Haus vor mir stand.
- Nur im Schlafgemach, gelb, ohne Regung,
- Haben gleichgültig Kerzen gebrannt.
Sie verwendete in ihren lakonischen, knappen Gedichten Alltagssprache, in denen Gefühle gestisch angedeutet werden. Ein linker Handschuh, der aus Versehen auf die rechte Hand gestreift wird, wird zum Ausdruck der Verzweiflung und Verwirrtheit der Beschriebenen, die äußerlich ruhig bleibt:
- Wie vereist meine Brust, wie beklommen,
- Meine Schritte jedoch hielten stand,
- Und den Handschuh, von links abgenommen,
- Den zog ich rechts auf die Hand.
Im Oktober 1912 wurde Achmatowas einziger Sohn Lew geboren. Schon 1914 erschien ihr zweites Buch, Rosenkranz (Четки), das trotz der Ereignisse des beginnenden Weltkrieges, wie schon der erste Band, ein großer Erfolg wurde. Diese Sammlung enthielt auch das im Januar 1914 entstandene Gedicht Für Alexander Blok (Александру Блоку), ein Indiz für ihre enge Beziehung zu dem Dichter des Symbolismus, die sie immer wieder als platonisch, „ausschließlich poetisch“ bezeichnete. Auch von Alexander Blok gibt es eine Reihe von Gedichten, die der Achmatowa gewidmet sind (z. B. An Anna Achmatowa, Анне Ахматовой). Ihre erste Begegnung hatte 1913 stattgefunden. Während der Symbolist in seinen Gedichten über Weiblichkeit und Schönheit sinnierte, wählte Achmatowa ihren gewohnt sparsamen, nüchternen Stil: „Ich habe den Dichter besucht. Gerade Mittag. Sonntag. Das Zimmer geräumig. Vor den Fenstern Frost.“ Allerdings schildert das unmittelbar vor diesem im Rosenkranz gedruckte Gedicht (Der Gast, Гость, Januar 1914) eine zärtliche Begegnung mit einem Mann, dessen Schilderung auf Blok zutraf. Diese Übereinstimmungen führten gelegentlich zu der Vermutung, dass die Beziehung der beiden Dichter intimer war als offiziell bekannt.
Auch der nächste Gedichtband, Die weiße Schar (Белая стая) fiel bei seinem Erscheinen 1917 in eine historisch unruhige Zeit. Die chaotischen Zustände zu Beginn der Revolution schmälerten den Verkaufserfolg des Buches.
Repressalien in der jungen Sowjetunion
Nach der Oktoberrevolution arbeitete Achmatowa als Bibliothekarin im Landwirtschaftlichen Institut. Von 1922 an bis 1940 wurden ihre Gedichte nicht mehr gedruckt, da sie den kommunistischen Machthabern zu wenig gesellschaftlich relevant, zu privat waren. In der Sowjetenzyklopädie hieß es, ihre Gedichte seien mit religiös-mystischen und erotischen Motiven überladen, mit denen sie die Jugend vergifte. Ihre älteren Werke fanden nur unter der Hand im Samisdat Verbreitung. Lew Kopelew schrieb über sie: Ihre Verse blieben im Gedächtnis haften, wurden je nach Stimmung wieder hervorgeholt...Damals war man noch bereit zuzugestehen, daß auch Klassenfeinde und unversöhnliche weltanschauliche Gegner selbstlos, edelmütig und tapfer sein konnten. Ein derartiger „liberaler Objektivismus“ war noch keine Todsünde, noch keine Straftat.
Ihr Ehemann Gumiljow, von dem sie sich 1918 hatte scheiden lassen, wurde 1921 wegen angeblicher konterrevolutionärer Aktivitäten erschossen.
- Nein, Du wirst nicht wieder wach
- Dort im Schnee, nie mehr
- Bajonette zwanzigfach,
- Fünfmal das Gewehr.
Dem Maler Boris Anrep, dem sie sehr nahe stand, wollte sie nicht ins westliche Ausland folgen, weil sie sich nicht vorstellen konnte, ihre Heimat und ihr Volk zu verlassen. Ihre nächste Liebe, der Literaturkritiker Nedobrowo starb 1919 an Schwindsucht. Sie heiratete noch zweimal: Nach einer kurzen, unglücklichen Ehe mit dem Assyrologen Wladimir Schileiko war sie von 1925 bis 1938 in dritter Ehe mit dem Historiker Nikolai Punin verheiratet, wobei das Paar auch nach der Scheidung noch unter einer angespannten Situation in der gleichen Wohnung mit Punins Ex-Frau und deren Tochter wohnte. Oftmals lebte Achmatowa in dieser Zeit buchstäblich von Brot und Tee – wobei sie ihr Selbstbewusstsein und ihren eigenen Stil nie aufgab.
1930 bis zum Ausbruch des Krieges
Sowohl ihr Sohn Lew als auch ihr Ehemann Punin wurden in den 30er Jahren mehrfach verhaftet. Ihr Sohn wurde nach dem anfänglichen Todesurteil in die Verbannung geschickt und erst im April 1956, drei Jahre nach Stalins Tod, endgültig nach Hause entlassen. Insgesamt verbrachte er anderthalb Jahrzehnte in Lagerhaft. Ihr Ehemann Punin starb 1953 im Lager.
In der Zeit der Inhaftierung ihres Sohnes verbrachte Achmatowa viel Zeit in den Warteschlangen der Angehörigen vor dem Gefängnis. In Requiem, das sie in dieser Zeit zu schreiben begann und das ein einziges Klagelied gegen den Stalin-Terror ist, schrieb sie anstelle eines Vorworts folgenden kurzen Prosatext:
- In den schrecklichen Jahren des Justizterrors unter Jeshow habe ich siebzehn Monate mit Schlangestehen in den Gefängnissen von Leningrad verbracht. Auf irgendeine Weise „erkannte“ mich einmal jemand. Da erwachte die hinter mir stehende Frau mit blauen Lippen, die meinen Namen natürlich nie gehört hatte, aus jener Erstarrung, die uns allen eigen war, und flüsterte mir ins Ohr die Frage (dort sprachen alle im Flüsterton):
- „Und Sie können dies beschreiben?“
- Und ich sagte:
- „Ja“
- Da glitt etwas wie ein Lächeln über das, was einmal ihr Gesicht gewesen war.
Für Achmatowa waren diese Jahre ein nicht endender Alptraum. Sie rechnete stets damit, dass an ihrem Sohn das Todesurteil vollstreckt wurde. Freunde verschwanden, darunter ihr jahrelanger Wegbegleiter Ossip Mandelstam, der 1938 in einem Strafarbeitslager in Woronesch verhungerte. Als ihr Sohn in ein weiter nördliches Lager verlegt wird und sie sich bei Bekannten für ihn Mütze, Schal und Stiefel zusammenbettelt, um ihm dort ein Überleben zu ermöglichen, wünscht sie sich selber in einem Gedicht den Tod:
- Du kommst ja doch einmal - so komme jetzt zu mir
- Ich kann mein Schicksal nicht mehr tragen.
- Ich hab' das Licht gelöscht. Ich öffne Dir die Tür.
In Russland wird Anna Achmatowa auch deswegen verehrt, weil sie eine Sprache fand, die den Terror dieser Jahre in Worte fasste. Im Epilog zu Requiem schrieb sie:
- Ich kannte viele früh gewelkte Frauen,
- Von Schrecken, Furcht, Entsetzen ausgeglüht.
- Des Leidens Keilschrift sah ich eingehauen
- Auf Stirn und Wangen, die noch kaum geblüht.
Und wenige Gedichtstrophen später bittet sie darum, wenn man ihr einstmals ein Denkmal baue, dann solle dies nicht in einem Park geschehen, sondern in jenem Gefängnishof, in dem sie hunderte von Stunden gewartet habe, um Nachrichten über das Schicksal ihres Sohnes zu erfahren. Auch ihr Denkmal solle den schwarzen Gefängnis-LKW sehen, der die Häftlinge abtransportiert und Zeuge des Leids der Angehörigen sein.
Kriegs- und Nachkriegszeit
Obwohl ihre Bücher seit Jahren nicht mehr erschienen, war Achmatowa in der russischen Bevölkerung noch so populär, dass es um den Gedichtband „Aus sechs Büchern“ (Из шести книг), der im Jahr 1940 erscheinen durfte, in den Läden zu Prügeleien kommen konnte. Die unerwartete Drucklegung ihrer Werke geschah auf persönlichen Befehl von Stalin, nachdem sich offenbar namhafte Künstlerkollegen – angeblich hatte auch Swetlana Stalina bei ihrem Vater interveniert – für sie eingesetzt hatten. Der Band enthielt Arbeiten aus den Jahren 1924 bis 1940 sowie den neuen Zyklus Die Weide (Ива).Bei Ausbruch des Großen Vaterländischen Krieges lebte die Dichterin noch in Leningrad (wie Petersburg inzwischen hieß), wurde jedoch nach Beginn der deutschen Blockade 1941 mit anderen Schriftstellern noch über Moskau nach Taschkent ausgeflogen, wo sie Kriegsverletzten in den Krankenhäusern Gedichte vortrug. Vereinzelte Gedichte wurden als „patriotische Beiträge zum vaterländischen Krieg“ offiziell noch akzeptiert; 1942 erschien ihr Gedicht Tapferkeit sogar in der Prawda:
- Die Stunde des Mutes hat uns geschlagen
- Und der Mut verläßt uns nicht
Lew Kopelew beschreibt den Eindruck, den Achmatowas Gedicht bei ihm hinterließ, folgendermaßen: Das schlichte, klare Gedicht klang vernehmlicher als all die kriegerischen, trommelnden, trompetenden, donnernden Verse ... Damals schien mir Achmatowas Gedicht vor allem als eine Äußerung der großen einigenden Kraft unseres Krieges. Auch sie, die feine, schöne Dame, war mit uns, so wie die alten Georgsordenkavaliere..., die aufgerufen hatten, der Roten Armee zu helfen.
Im Juni 1944 konnte sie in ihr geliebtes, jedoch in der Zwischenzeit völlig verändertes Leningrad zurückkehren. Der Krieg und die Repressionspolitik des kommunistischen Gouverneurs Schdanow hatten der Stadt ihren Stempel aufgedrückt. Achmatowas Bedrückung und Niedergeschlagenheit fanden Einzug in ihre Prosaskizzen aus dieser Zeit, Drei Fliederbäume (Три сирени) und Zu Gast beim Tod (В гостях у смерти), die in dieser Zeit entstanden.
Schon bald jedoch spürte auch sie die Auswirkungen der kulturpolitischen Hetzkampagnen der Schdanowschtschina - 1946 schloss man sie als Vertreterin des „ideenlosen reaktionären Sumpfes“ aus dem sowjetischen Schriftstellerverband aus und vernichtete zwei ihrer neuen Gedichtbände. Der Leiter der Propagandaabteilung des Zentralkomitees (ZK), Andrei Schdanow bezeichnete sie als eine Hure und eine Nonne, bei der sich Pornographie mit Gebet vermengt. An diesem Verdikt war aus Anna Achmatowas Sicht ihre kurze Beziehung zu Isaiah Berlin schuld, den sie 1945/46 in Moskau kennenlernte, als der englische Philosoph und Historiker Mitarbeiter der britischen Botschaft in Moskau war. Für sie wurde der jüngere Mann zum „Gast aus der Zukunft“ und sie widmete ihm die Liebesgedichte, die sie in den letzten zwanzig Jahren geschrieben hatte. Sie selber traf ihn nach der kurzen Begegnung 1946 erst im Jahre 1965 wieder, als ihr in Oxford die Ehrendoktorwürde verliehen wurde.
Anna Achmatowa arbeitete seitdem überwiegend an literarischen Übersetzungen und Übertragungen; zu den von ihr übersetzten Dichtern gehörten Victor Hugo, Rabindranath Tagore und Giacomo Leopardi. Das Schreibverbot bestand bis 1950, als zunächst in der Zeitschrift Ogonjok eine Gedichtreihe unter dem Thema Ruhm dem Frieden (Слава миру) erschienen; diese Gedichte – darunter zwei Lobgedichte auf Stalin – gelten allerdings als erpresste und eher peinliche Arbeiten. Erst mit Beginn der Tauwetter-Periode erschienen wieder bedeutsamere Gedichte.
Rehabilitation
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Anna Achmatowa in den 1960er Jahren Bildherkunft |
Nach Stalins Tod erfolgte die schrittweise Rehabilitation der Dichterin; sie durfte wieder arbeiten und wurde 1958 wieder in den Schriftstellerverband aufgenommen. Als der amerikanische Dichter Robert Frost im September 1962 als Abgesandter des Präsidenten Kennedy das erste Mal nach Russland kommt, wünscht er, dass man ihn mit Anna Achmatowa bekannt macht. Dieser Wunsch wird ihm gewährt. Anna Achmatowa selber erlebte diese Begegnung in ironischer Distanz:
- Bei mir zu Hause durfte ich ihn doch nicht empfangen. Das Potjomkinsche Dorf wurde in der Datscha des Akademiemitglieds Alexejew errichtet. Ich weiß nicht mehr, woher man diese feine Tischdecke, das Kristall geholt hatte. Ich wurde festlich frisiert, elegant gekleidet...Und dann erscheint ein alter Mann. Ein amerikanischer Opa, aber so einer, wissen Sie, der schon langsam zu einer Oma wird: rötliche Backen, weiße Haare, sehr munter. Wir sitzen nebeneinander in Korbsesseln, man legt uns allerlei Leckerbissen vor, schenkt uns verschiedene Weine ein. Wir unterhalten uns in aller Ruhe. Aber ich denke immerzu: Du, mein Lieber, bist also ein Nationaldichter, jedes Jahr, jedes Jahr bringt man deine Bücher heraus, und natürlich gibt es bei dir keine Gedichte, die nur „für die Schublade“ geschrieben wurden. Alle Zeitungen und Zeitschriften rühmen dich, in den Schulen hören die Schüler von dir, der Präsident empfängt dich als Ehrengast. Dir sind alle denkbaren Ehrungen, Reichtum und Ruhm zuteil geworden. Und ich? Welche Hunde hat man nicht auf mich gehetzt! In welchen Dreck hat man mich nicht getreten?!
- Alles gab es - Armut, Elendsschlangen vor den Gefängnissen, Angst, Gedichte, die man nur auswendig kannte, nur im Kopf hatte, und verbrannte Gedichte. Demütigungen und Leid, immer wieder Leid... Nichts von all dem weißt du und würdest es auch nicht verstehen, wenn ich davon erzählte... Aber nun sitzen wir nebeneinander, zwei alte Menschen in Korbsesseln. So als ob es keine Unterschied gäbe. Und das Ende wird für uns beide das gleiche sein. Aber vielleicht ist der Unterschied auch nicht so groß?
Ihr Versepos „Poem ohne Held“ (Поэмa без героя), an dem sie 22 Jahre gearbeitet hatte und das als ihr wichtigstes Werk gilt, erschien bereits 1960/61 in einem New Yorker Literaturalmanach, 1963 in Russland. Es kann in der literarischen Tradition der russischen Versepen gesehen werden, die Puschkin mit Eugen Onegin 1833 begründete und die auch Alexander Blok aufgriff.
Mehr noch als sonst arbeitete sie hier mit komplexen strukturellen und zeitlichen Verschlüsselungen, die einerseits ihren persönlichen Stil ausmachten, andererseits in einer Zeit der Zensur und Unterdrückung schlicht dem Selbstschutz dienten. Und so wurde der Gedichtband zwar veröffentlicht, jedoch gab der zuständige Redakteur Schwierigkeiten beim Verstehen des Textes offen zu.
1964 durfte Anna Achmatowa in Taormina auf Sizilien den Ätna-Taormina-Preis annehmen. Auf dieser Reise traf sie in Rom mit Ingeborg Bachmann zusammen, die ihr anschließend das Gedicht Wahrlich widmete.
1965 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Universität Oxford und im selben Jahr war sie für den Literaturnobelpreis nominiert. Zwei Jahre vor ihrem Tod wurde sie Vorsitzende des Schriftstellerverbandes, aus dem man sie 1946 ausgeschlossen hatte. Ihr Gedichtzyklus Requiem, der den Terror unter Stalins Herrschaft anklagt, konnte in der Sowjetunion jedoch erst im Jahre 1987 erscheinen. Die Veröffentlichung wurde als Ergebnis der Perestroika gefeiert. Personen, denen sie vertraute, hatte sie seit den 1930er Jahren immer wieder daraus Gedichte zitiert. Ihr Schriftstellerkollege Lew Kopelew schildert, wie sie ihm im Mai 1962 nach der Bitte an ihn, sich ihre Gedichte nicht aufzuschreiben, Gedichte aus Requiem rezitierte:
- Ich sah sie an, unverwandt, alle Befangenheit war verschwunden... Meine Augen waren feucht. Sie hat sicher auch das gemerkt. Mit gepreßter Stimme bat ich: „Sprechen Sie das bitte noch einmal“. In jenen Minuten dachte ich nur: Behalten, so viel wie möglich im Gedächtnis behalten. Sie sprach den Epilog noch einmal. Die Musik der Verse entstand in ihrer Brust, in der Tiefe der Kehle...Ich sah und hörte eine Kaiserin der Poesie - eine rechtmäßige Monarchin- sie war eben deshalb so ungekünstelt einfach, weil sie keine Selbstbestätigung brauchte. Ihre Herrschaft war unbestreitbar.
Am 5. März 1966, dem Jahrestag von Stalins Tod, starb Anna Achmatowa in einem Erholungsheim in Domodedowo bei Moskau. Die Moskauer Zeitungen nannten sie in ihren Nachrufen eine überragende Schriftstellerin und Lyrikerin. Ihr dichterischer Einfluss auf jüngere Kollegen zeigte sich insbesondere bei Joseph Brodsky.
Anna Achmatowas Grab liegt in der Siedlung Komarowo an der Ostsee, unweit ihrer Wahl-Heimatstadt, die heute wieder Petersburg heißt.
- Ich geh' dahin, wo wir nichts mehr erwarten
- Wo, der uns lieb war, nur als Schatten weht,
- Wo still im Windhauch liegt ein stummer Garten
- Und wo der Fuß auf kalter Stufe steht.
Werke
- Abend (Вечер, 1912)
- Der Rosenkranz (Четки, 1914)
- Die weiße Schar (Белая стая, 1917)
- Wegerich (Подорожник, 1921)
- Anno Domini MCMXXI (1922)
- Aus sechs Büchern (Из шести книг, 1940)
- Gedichte 1909 bis 1945. Moskau/Leningrad 1946 (nach der Schdanow-Rede wurde diese Gedichtausgabe vernichtet)
- Poem ohne Held (Поэмa без героя, 1963)
- Requiem (in russischer Sprache in München 1963 erschienen, in der UDSSR erstmals 1987)
- Lauf der Zeit. 1909-1965. (Moskau/Leningrad 1965)
- Gesammelte Werke in 2 Bänden (Inter-Language Literary Associates, New York 1965/1967, München 1967/68)
- Auswahl (Herausgegeben von N. Bannikow. Moskau 1974)
- Gedichte und Poeme (Herausgegeben von Viktor Shirmunski. Leningrad/Moskau 1976)
- Gedichte und Prosa (Herausgegeben von B. Drujan Leningrad 1976. Die Ausgabe wurde eigentlich von Lidja Tschukowskaja zusammengestellt, aber 1976 durfte ihr Name in der UDSSR nicht mehr öffentlich erscheinen)
- Gedichte. Herausgegeben von N. Bannikow. Moskau 1977
- Über Puschkin. Artikel und Notizen. (Herausgegeben von Emma Gerstein. Leningrad 1977)
Übersetzungen
- The Complete Poems of Anna Akhmatova, (nur Englisch), (übers.: Judith Hemshemeyer, Zephyr Press (MA), 1998, ISBN 0939010275
- Das Echo tönt, (übers.: Xaver Schaffgotsch), Limes Verlag, Wiesbaden, 1964
- Requiem, (übers.: Mary von Holbeck), Possev Verlag, Frankfurt/Main, 1964
- Gedichte, (übers.: Hans Baumann), Langewiesche-Brandt, Ebenhausen, 1967
- Im Spiegelland - Ausgewählte Gedichte (Piper Verlag München 1982, ISBN 3-492-02593-5. Die zitierten Gedichtsstrophen sind - bis auf die Strophen zum Tod ihres ersten Mannes - dieser Gedichtssammlung entnommen)
- Requiem, (übers.: Rosemarie Düring), Oberbaum Presse, Berlin, 1987
- Ich lebe aus dem Mond, du aus der Sonne. Hundert Gedichte über die Liebe. Aus dem Russischen von Alexander Nitzberg. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2000. An dieser Ausgabe wurde jedoch u.a. kritisiert, dass sie die Sprache Achmatowas nicht adäquat ins Deutsche überträgt.
- Anna Achmatowa: Poem ohne Held. Neuübersetzung aus dem Russischen von Alexander Nitzberg. Grupello Verlag, Düsseldorf 2001. ISBN 3933749387 Mit Anmerkungen des damaligen Redakteurs, Kommentaren und Ergänzungen
Literatur
- György Dalos: Der Gast aus der Zukunft - Anna Achmatowa und Isaiah Berlin. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 2002. ISBN 3434500839
- Vertauschte Handschuhe. Eine schlechte Übersetzung versetzt die Lyrikerin Anna Achmatowa stilistisch ins 19. Jahrhundert. in: Berliner Zeitung. Berlin: Berliner Verlag 2000, 7. Okt.
(hieraus die Strophen zum Tod ihres ersten Mannes) - Joseph Brodsky: Flucht aus Byzanz. Essays. München: Hanser 1988. ISBN 3-446-15279-2
(u.a. ein Essay über A. Achmatova) - Solomon Volkov: St. Petersburg. A Cultural History New York: Free Press 1995. ISBN 0684832968
(Die gesamte Zeit seit über die Oktoberrevolution fokussiert stark auf Achmatowa) - Lydia Tschukowskaja: Aufzeichnungen über Anna Achmatowa. Gunter Narr, Tübingen 1987. ISBN 3-87808-269-X
- Raissa Orlowa, Lew Kopelew: Zeitgenossen - Meister - Freunde. Albrecht Knaus, München 1989. ISBN 3-8135-0739-4
(hier S.18f, S.20, S.23, ebenfalls die Erzählung über die Begegnung mit Robert Frost) - Jelena Kusmina: Anna Achmatowa. Ein Leben im Unbehausten. Biographie. Berlin: Rowohlt 1993. ISBN 3871340588
Weblinks
- In der Datenbank RussGUS werden über 100 Publikationen nachgewiesen (unter Suche - Formularsuche - Sachnotationen: 10.7/achmatova*)
- Auswahl von Gedichten auf Deutsch
- Original-Gedichte als mp3
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Anna Andrejewna Achmatowa
- Über diese kleine, runde Biographie bin ich eben gestolpert. Es fehlen Bilder aber sonst finde ich den Artikel sehr gelungen und neugierig machend.BS Thurner Hof 20:45, 11. Nov 2004 (CET)
- Zwei Dinge wüsste ich gerne: 1) Die Frau hat anscheinend eine recht hohe Bildung genossen, von 1907 bis 1910 studierte sie Jura und anschließend Literaturwissenschaft. Wie ungewöhnlich war es im zaristischen Russland, dass Frauen studierten? Und ganz wichtig: 2) Die Frau hatte seit 1917 Schreibverbot, war eine erbitterte Gegnerin Stalins und wurde erst in den Jahren nach dessen Tod schrittweise wieder rehabilitiert. Wie kommt es dann, dass 1940, also kurz vor dem deutschen Überfall und mitten in der Stalin-Diktatur,k ein Gedichtband von ihr "trotz Schreibverbots" erscheinen kann, und zwar so öffentlich, dass es in den Läden zu Prügeleinen kommt? --Steffen Löwe Gera 21:11, 11. Nov 2004 (CET)
- Da war wohl ein Fehler im Artikel versteckt - sie wurde ab 1920 bis 1940 nicht mehr gedruckt (mittlerweile korrigiert). Schreibverbot erhielt sie erst 1946. BS Thurner Hof 20:31, 13. Nov 2004 (CET)
- Danke für die Ergänzung. Allerdings ist die Frage immer noch nicht geklärt, warum sie 1940 plötzlich wieder veröffentlichen durfte. --Steffen Löwe Gera 21:17, 13. Nov 2004 (CET)
- Das ist jetzt mittlerweile auch drin; es war ein persönlicher Befehl Stalins, nachdem sich offenbar Kollegen für sie eingesetzt haben. BS Thurner Hof 23:52, 13. Nov 2004 (CET)
- "Werke" vermischt Originalausgaben mit deutschen Ausgaben ohne jeglichen Kommentar und ohne Angabe, ob diese Liste vollständig ist. Der Leser kann sich nicht darin zurechtfinden. Der mögliche Käufer einer Werkaugabe bekommt keinerlei Informationen.- Über den Menschen Anna Achmatowa lernt man hier (außer der Zahl ihrer Ehen) leider fast nichts. - Über den Inhalt und den Stil (außer dem Requiem-Zitat) ihrer Schriften auch nichts. Den 2 Fragen meines Vorredners schließe ich mich an. Es bleiben also noch sehr viele Fragen offen zu dieser sehr außergewöhnlichen Schriftstellerin. Das Ganze kommt mir also nicht "rund" vor, ein Ausdruck, der hier breitere Verwendung findet, dessen Bedeutung sich mir allerdings noch nicht erschlossen hat. --Cornischong 14:13, 12. Nov 2004 (CET)
- da hast Du vollkommen Recht - ich zieh das mit dem "rund" zurück. Ein paar mehr Gedichtzeilen habe ich mittlerweile eingebaut; die Originalausgaben bekomme ich leider nicht sauber von den Deutschen Ausgaben getrennt. BS Thurner Hof 20:31, 13. Nov 2004 (CET)
- Ein IMHO sehr scöner artikel (wie wir sie glücklicherweise zur neuen russischen literatur einige haben), dem aber wie oben angesprochen zumindest zu exzellenz noch einiges fehlt. er steht sogar auf meiner prioritätenliste relativ weit oben, aber ach, meine literaturwissenschaftlichen kenntnisse sind recht lückenhaft und russisch kann ich auch nicht. andererseits hätte sie es wirklich verdient einen artikel zu bekommen, der sich sowohl mit ihrem leben als auch ihrer sprache intensiv auseinandersetzt. -- Southpark 00:00, 13. Nov 2004 (CET) (der es schon faszinierend genug findet, dass sie 1940 überhaupt noch lebte)
- super, die Ergänzungen. Ansonsten gilt das gleiche, was ich schon zu Majakowski weiter oben sagte... Ich kann mal versuchen, ein paar auch eher kritische Stimmen zu ergänzen, die Frau war nämlich nicht nur verehrt und geliebt, sondern hat sich in der Rolle in den späten Jahren auch sehr gefallen, was wiederum nicht allen gefiel... Mal schauen, kann aber etwas dauern, ich hab eine harte Woche vor mir :-(. --Elya 23:06, 14. Nov 2004 (CET)
Diskussion aus dem Review (Juli)
Ich habe den Artikel jetzt nach geraumer zeit mal wieder gelesen und finde ihn nach wie vor toll. Ich halte ihn für reif für die "Exzellent"-Wahl. --BS Thurner Hof 9. Jul 2005 11:40 (CEST)
- Spannend, ich bin auch vor ein paar Tagen drüber gestolpert (zufällige Artikel) und fand ebenfalls, dass er reif ist, habe ich mich ob meiner Unkenntnis allerdings nicht getraut, ihn hier einzustellen. Falls also eine weitere Person diesen Artikel als abstimmungsreif erachtet sollte er auch in die Wikipedia:Kandidaten für exzellente Artikel überstellt werden. -- Achim Raschka 11:43, 10. Jul 2005 (CEST)
Anna Andrejewna Achmatowa, 12. Juli
aus dem Review:- Dafür: Zitat Achim Raschka: Falls also eine weitere Person diesen Artikel als abstimmungsreif erachtet sollte er auch in die Wikipedia:Kandidaten für exzellente Artikel überstellt werden. Ich bin Person Nummer 3. -- Dishayloo [ +] 00:47, 12. Jul 2005 (CEST)
- pro teilweise ist meine kritik geklärt, teilweise hab ich mich überzeugen lassen, teilweise hab ich mittlerweile selbst festgestellt, dass das mit bordmitteln unauffindbar ist. wenn ich den sokolob aus der Sankt Petersburg-Literaturliste noch mal in die hände bekomme, gibt's nachschlag, aber bis dahin erstmal das pro :-) -- Southpark 23:22, 15. Jul 2005 (CEST)
contra und innerlich stark schwankend. Einerseits denke ich ja auch, ein Artikel der tatsächlich mal in solchen Ausmaßen brilliant prose liefert, kann nicht nicht exzellent sein.eigentlich denke ich ja, ein Artikel über A.A. in dem u.a. Alexander Blok nicht mal vorkommt, die Auseinandersetzungen mit ihrem Sohn über das Requiem nicht vorkommen, der kaum ihrer gesellschaftlichen Stellung in St. P. vor 1917 gerecht wird, das Unheilvolle Gedicht zum ersten Weltkrieg fehlt, Ossip Mandelstam nicht vorkommt und auch ihre Bedeutung für die sowjetische Untergrundlitertatur kaum angesprochen wird, kann nicht exzellent sein. -- Southpark 00:56, 12. Jul 2005 (CEST)
- ich habe vor ein paar Monaten den Artikel mal stark erweitert und das war damals eine ziemliche Sucherei, weil ich kaum eine vernünftige Quelle über A.A. gefunden habe. Von daher kann ich Deine Anregungen leider nicht aufgreifen und einarbeiten. Klasse wäre es, wenn Du es tätest - Du kennst Dich ja offensichtlich sehr gut aus. Falls Du dazu keine Lust oder Zeit hast: vielleicht könntest Du mir eine gute Quelle nennen, wo ich das fehlende fände.... übrigens ist Ossip Mandelstam im Artikel an mindestens zwei STellen erwähnt. --BS Thurner Hof 20:56, 14. Jul 2005 (CEST)
abwartend- ohne southparks Anmerkungen hätte ich mit einem laien-pro gestimmt. Ich wollte nur mal kurz reinschauen in den Beitrag und habe ihn voll Interesse zu Ende gelesen und dabei meine Arbeit liegen lassen :-). Auf Deutsch: das Vorhandene ist m.E. exzellent - prägnant und flüssig beschrieben. Die Frage ist, welche Bedeutung die von Southpark beanstandeten Lücken haben und ob sie geschlossen werden können. Wäre schade um den schönen Artikel ... --Lienhard Schulz 12:01, 12. Jul 2005 (CEST) nach den Ergänzungen procontra full ACK southparkDenisoliver 23:47, 12. Jul 2005 (CEST)- mmh - mir geht es da wie Lienhard: Als Laie weiß ich leider nichts von den fehlenden Inhalten, die southpark erwähnt und das, was da steht würde mein Laienpro auf jeden Fall bekommen, also auch ich erstmal
abwartend- Achim Raschka 09:02, 13. Jul 2005 (CEST) - Da sich die Probleme, die southpark skizziert hatte, augenscheinlich ergeben haben un dre Artikel nochmal an Substanz gewonnen hat ein pro - Achim Raschka 13:42, 17. Jul 2005 (CEST)
- Ich habe in den letzten Tagen noch einmal intensiv daran gearbeitet [LINK], dabei ist mir allerdings klargeworden, daß man noch eine Million Details und ein halbes Dutzend Liebesaffären ausgraben könnte, dann könnten wir aber einen WikiReader nur zur Achmatowa draus machen ,-). Man muß also eine Auswahl treffen. Ich bin sehr sicher, daß der Artikel deutlich mehr Informationen enthält, als viele Literaturlexika in deutscher Sprache. Was mir selbst immer noch fehlte, waren kritische Stimmen (auch eine Anmerkung von southpark ging ja in die Richtung), diese sind aber im Web (auch auf russisch) und in den mir vorliegenden Büchern schlecht bis gar nicht zu finden, die Frau ist in Russland nun mal eine Heilige. Deshalb habe ich mir heute noch ein vielversprechendes Buch bestellt, das ich voraussichtlich Ende der Woche haben werde. Ich bitte also darum, die Abstimmung nicht frühzeitig abzubrechen, sondern mir die 20 Tage zum Nachrecherchieren zu lassen ;-) Danke und Gruß, --Elya 22:59, 16. Jul 2005 (CEST)
- knapp contra. Ich wüßte nicht, was mit weiteren Liebesaffären und anekdotischen Lebensmomenten gewonnen ist. Was fehlt, ist eine Würdigung des Werks vor dem Hintergrund der europäischen Lyrik des 20. Jhs., also der literaturwissenschaftliche Aspekt. Und der Artikelprosa fehlt doch noch ein wenig Schliff zur brilliant prose. --Sigune 23:09, 17. Jul 2005 (CEST)
- Pro
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Bildherkunft Gelungener Artikel, gut geschrieben! Antifaschist 666 18:11, 31. Jul 2005 (CEST)Pro
Zitate
Hat es irgendeinen speziellen Grund, dass Zitate in alter Rechtschreibung angegeben werden? Ich gehe mal davon aus, dass diese in russisch getätigt wurden, sodass die Anwendung der damals üblichen deutschen Rechtschreibung bei heutigen Übersetzungen nicht sonderlich sinnvoll ist. --APPER\APPER 09:03, 5. Mär 2006 (CET)
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Einleitungsänderung?
Hallo, habe die Einleitung von
Anna Andrejewna Achmatowa (gebürtige Gorenko russisch Анна Андреевна Ахматова bzw. Горенко; * 11. Juni/23. Juni 1889 in Bolschoi Fontan bei...
auf: Anna Andrejewna Achmatowa, gebürtige Gorenko, (russisch Анна Андреевна Ахматова bzw. Горенко; * 11. Juni/23. Juni 1889 in Bolschoi Fontan bei geändert, da ich finde das ihr gebürtiger Name im Kontext erwähnt werden sollte und nicht in der Klamme. mfg --- Manecke Manecke/Bewertung | Manecke 12:12, 11. Okt. 2006 (CEST)
- Hat sich erledigt, habs wieder zurückgesetzt. mfg -- Manecke Manecke/Bewertung | Manecke 15:16, 11. Okt. 2006 (CEST)
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Anna Andrejewna Achmatowa und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).




