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Antinoos

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Der Artikel Antinoos gehört zur Kategorie: Exzellent, Mann, Grieche (Antike), Gestorben 130

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Antinoosbüste aus der Villa Hadriana in Tivoli. Heute im Louvre.
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Antinoos (, latinisiert Antinous; * 27. November zwischen 110 und 115 in Bithynion-Klaudiopolis, Bithynien; † am oder kurz vor dem 30. Oktober 130 im Nil bei Besa) war ein Günstling und vermutlich Geliebter des römischen Kaisers Hadrian. Nach seinem Tod wurde er zum Gott erklärt und verehrt. Viele seiner Bildnisse blieben bis in die heutige Zeit erhalten. Von der Renaissance bis heute wurde die Kunst um Antinoos vielfach rezipiert. Das betrifft sowohl die aus der Antike überlieferte Kunst als auch Nachschöpfungen und Interpretationen antiker Kunstwerke in der Neuzeit.

Leben und Legenden

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Zeitgenössische Marmorbüste Hadrians. Heute im Palazzo dei Conservatori.
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Über Antinoos ist wenig bekannt, seine eigentliche Bedeutung für die heutige Zeit erschließt sich nicht aus seinem Leben, sondern aus seiner bis heute andauernden Nachwirkung. Schon in der Antike wurden die wenigen echten Informationen über sein Leben mit Legenden vermischt. Bis heute beruht die Faszination, die Antinoos ausübt, in erster Linie auf seiner Beziehung zu Kaiser Hadrian und den vielen Kunstwerken, die in Erinnerung an den jungen Mann geschaffen wurden. Die Persönlichkeit hinter den spärlichen Informationen der historischen Quellen und den Kunstwerken konnte die Wissenschaft nie rekonstruieren.

Sicher ist, dass Antinoos zwischen 110 und 115Rudolf Hanslik, Der Kleine Pauly, Bd. 1, Sp. 385, nennt das Jahr 110; Annika Backe (siehe Literatur) einen Zeitraum zwischen 111 und 115; zum 27. November als Geburtsdatum: Inscriptiones Latinae Selectae 7212. im nordwestkleinasiatischen Bithynion-Klaudiopolis geboren wurde. Auf einer der Reisen Hadrians, der als „Reisekaiser“ in die Geschichte einging, wurde der Imperator auf den hübschen Jüngling aufmerksam. Heute ist nicht mehr genau zu klären, ob das erste Treffen der beiden schon bei Hadrians Aufenthalt in Bithynien 121 oder erst 123/124 stattfand.Backe, S. 4. Von diesem Zeitpunkt an begleitete Antinoos den Kaiser auf all seinen Reisen.

Hadrian strebte zeit seines Lebens einem griechischen Ideal nach. Dazu gehörte in der Vorstellung der Römer auch die Liebe älterer Männer zu Jünglingen. Hierbei übernahm der Mann für den Knaben die Rolle des Mentors in allen Lebensbereichen. Christliche Überlieferung und neuzeitliche Rezeption reduzierten diese Beziehungen später immer mehr auf die sexuelle Komponente. Hinzu kam, dass der Kaiser selbst in seiner Ehe mit seiner Frau Vibia Sabina unzufrieden war.Hermann Bengtson: Römische Geschichte, C.H. Beck, 7. Auflage, München 1995, S. 299.

Über die genaue Beziehung Antinoos’ zu Hadrian existieren kaum Informationen. Der zeitgenössische Dichter Pankrates aus Alexandria berichtet von einer Begebenheit in der libyschen Wüste. Hier soll Hadrian einen Löwen im letzten Moment mit einem Speer niedergestreckt haben, bevor dieser Antinoos angefallen hätte. An der Stelle, wo das Blut des Löwen in den Sand tropfte, soll die Antinoosblume, der Rosenlotus (Antinóeios), gesprossen sein. Ob wenigstens Teile der Begebenheit der Wahrheit entsprechen oder nur der späteren Ausschmückung des Lebens gedient haben, ist nicht mehr feststellbar.

Auch die Umstände des frühen Todes von Antinoos sind von Legenden durchwirkt. Fest steht, dass der Junge am oder kurz vor dem 30. Oktober 130 bei der Stadt Besa in Mittelägypten in den Nil fielBacke, S. 4. und vor den Augen seines väterlichen Freundes ertrank. Die späteren Historiker Cassius Dio und Aurelius Victor berichten, dass die Umstände des Todes unklar waren. Nach einigen Berichten der Historiker war der Tod des Antinoos ein Unfall. Nach anderen Berichten habe er sich für den Kaiser geopfert, um diesem mit dem Opfer ein langes und glückliches Leben zu sichern. Denn Antinoos soll von einem Astrologen erfahren haben, dass sein Freitod dem Kaiser seine noch zu erwartende Lebensspanne zu dessen Lebenszeit schenken würde. In der spätantiken Historia Augusta (einer Sammlung von Kaiserbiographien, deren Angaben allerdings mit größter Vorsicht zu benutzen sind) wird dagegen die Ansicht vertreten, dass sich Antinoos in den Suizid flüchtete, um sich den übermäßigen sexuellen Nachstellungen Hadrians entziehen zu können. Rückblickend kann auch eine höfische Intrige nicht ausgeschlossen werden. Hadrians Frau soll über den Tod des Nebenbuhlers nicht besonders traurig gewesen sein.Zu den Todesumständen siehe Backe S. 4.

Kultische Verehrung und Urteil in der Antike

Sofort nach dem Tod, möglicherweise noch am selben Tag, begann der tief trauernde Hadrian mit der Würdigung seines jungen Begleiters. Am rechten Nilufer in Mittelägypten, der Stelle des Unglücks, ließ er nach hellenistischem Vorbild die Stadt Antinoupolis errichten.Pausanias 8,9,7 Die Stadt und ihre Bewohner erhielten ganz außergewöhnliche Privilegien und Gunstbeweise des Kaisers.Michael Zahrnt: Hadrian, in: Manfred Clauss: Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian, C.H. Beck, München 1997, S. 133f.; zu den Privilegien siehe auch Zahrnt (Literaturliste) In der Stadt wurde wahrscheinlich auch der Grabbau für den Liebling das Kaisers errichtet.Zum Grab Nils Hannestad: Über das Grabmal des Antinoos. Topographische und thematische Studien im Canopus-Gebiet der Villa Adriana, in: Analecta Romana Instituti Danici 11 (1982), S. 69–108 Über den Bau berichtet die Hieroglypheninschrift eines sich heute in Rom befindlichen Obelisken.Zum Obelisken siehe H. Meyer (1994, siehe Literaturliste) Ursprünglich stand der Obelisk wahrscheinlich auch in Antinoupolis und symbolisierte nach altägyptischen Glauben die Stätte der Wiedergeburt des Toten.

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Antinoos als Osiris. Gefunden in der Villa Hadriana. Heute im Louvre.
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Antinoosrelief als Dionysos, heute im Palazzo Massimo alle Terme.
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Sofort nach dem Tod des jungen Mannes begann seine Verehrung als Gottheit oder zumindest als Heros. Vor allem im griechisch geprägten Osten des römischen Reiches konnten sich Antinoos-Kulte durchsetzen. Dies hatte verschiedene Gründe. Schon seit dem hellenistischen Zeitalter wurden Menschen nach ihrem Tod als Gottheit verehrt. In den westlichen Provinzen des Imperiums waren solche Vorstellungen vorhanden, doch konnten sie sich dort nie so stark ausgeprägt etablieren. Zum anderen wollten viele griechische Städte dem griechenfreundlichen Kaiser damit schmeicheln. Antinoos wurde mit Göttern wie Dionysos verschmolzen oder gleichgesetzt. In Ägypten war die Identifizierung mit Osiris von besonderer Bedeutung. Allein der Tod durch Ertrinken in den heiligen Fluten des Nils beinhaltete für die Ägypter eine automatische Erhöhung. Auch der Gott Osiris war der ägyptischen Mythologie zufolge im Nil ertrunken. Somit war die nun folgende Verehrung als OSIRANTINOOS auch nicht überraschend. Als hoher Gott soll er Gebete erhört und Kranke geheilt haben.

In vielen Städten des Reiches begann man schon kurz nach dem Tode des Antinoos mit der Errichtung von Tempeln und der Stiftung von Priesterämtern für den toten Kaiserliebling. Ähnlich den Panhellenischen Spielen, den Panathenäen und den Ptolemäen wurden sportliche und musische Wettkämpfe mit religiösem Hintergrund, die Antinóeia, veranstaltet. Neben Antinoupolis und seiner Heimatstadt Bithynion-KlaudiopolisPausanias 8,9,7; Supplementum epigraphicum Graecum 31, 1060; Inscriptiones Latinae Selectae 7212 entwickelten sich die Städte Alexandria und Mantineia in der griechischen Landschaft Arkadien sowie Lanuvium im Latium zu Zentren der Verehrung. Dort wurden alle vier Jahre die „Großen Antinoos-Spiele“ ausgetragen. Im ganzen Reich fanden sich ehrende Inschriften, neben Rom beispielsweise in Lanuvium und Tibur.CIL VI,1851; XIV 3535 und andere In vielen Orten wurden Statuen errichtet und Münzen mit dem Portrait des Verstorbenen geprägt. Der Philosoph Numenios von Apamea schrieb dem Kaiser eine ConsolatioSuda 3,481,21 und die Dichter MesomedesSuda 3,367,9, Athenaios15,677 und Pankrates verfassten Gedichte auf Antinoos. Außerdem ist ein weiteres Gedicht eines unbekannten Dichters überliefert.PIR² A 737; dazu W.D. Lebek: Ein Hymnus auf Antinoos, in Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik 12 (1973), S. 101-137 Wohl der Höhepunkt der Verehrung war die Benennung des Sternbildes Antinoos nach dem jungen Bithynier.

Der zeitliche Höhepunkt der Antinoosverehrung war in den Jahren von seinem Tod bis zum Todesjahr Hadrians 138. Was die Zeitgenossen des Kaisers von dessen schon fast obsessiver Verehrung dieses eigentlich unbedeutenden Mannes hielten, ist nicht überliefert. Doch scheint die Verehrung zum Teil echt gewesen zu sein. Im Ostteil des Reiches sah man Antinoos wegen des vermeintlich erlittenen Opfertodes für den väterlichen Freund als Helden. Ganz anders sahen ihn die frühen Christen. Weder der angebliche Opfertod noch die mysteriösen Todesumstände wurden bei ihnen thematisiert. Sie gingen sowohl sehr kritisch als auch polemisch mit ihm ins Gericht. Zum einen sahen sie in ihm einen von Menschen geschaffenen unseligen (infelix) Mythengott, zum anderen den Buhlknaben des Kaisers, der sich diesem für dessen homosexuellen Praktiken zur Verfügung gestellt hatte. Antinoos wurde, vor allem bei den Kirchenlehrern des 4. Jahrhunderts, zu einem Symbol für die moralische Verdorbenheit und Vielgötterei der Römer. Dennoch werten spätere christliche Autoren den Opfertod noch positiv um und stellen ihn sogar auf eine Stufe mit der Selbstlosigkeit eines Jesus Christus.Zur Beziehung des Christentums zu Antinoos siehe Backe, S. 6

Darstellung in der antiken Kunst

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Antinoos als Aristaios, gefunden im 17. Jahrhundert in Rom, heute im Louvre
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Obwohl es eher unüblich war, dass Personen, die nicht zum Kaiserhaus gehörten, in so überragender Weise gewürdigt wurden, gibt es von Antinoos noch heute sehr viele überlieferte Bildnisse. Das ist vor allem deshalb so besonders, da die Hauptverehrungszeit des Jünglings kaum zehn Jahre, von seinem Tod bis zum Tode Hadrians, betrug. Es ist unklar, ob es schon zu seinen Lebzeiten Antinoosbildnisse gab. Alle überlieferten Bildnisse sind nach seinem Tod entstanden. Allein aus dem Bereich der Freiplastik sind etwa 100 Bildnisse überliefert. Hinzu kommen etwa 250 Münzportraits und weiter Bildnisse der Kleinkunst (Gemmen, Kameen, Bronzen und ähnliches). Obwohl Antinoos keine öffentlichen Ämter bekleidet hatte und somit nur als Privatperson gelten konnte, haben seine Bildnisse nicht den Charakter von Privatporträts. Neben der hohen Anzahl ist auch die ikonografische Bandbreite der Werke überraschend. Auch hier gibt es nur Entsprechungen bei den römischen Kaiserporträts. Die verschiedenen Bildnistypen sowohl in Form von Plastiken sowie in numismatischer Form vereinigten in sich verschiedene Aspekte der kaiserlichen Propaganda.

Plastik

Die Bildnisse des Antinoos waren stilbildend für Portraits von Jünglingen des 2. Jahrhunderts. Viele im Verlauf des Jahrhunderts entstandenen Plastiken beziehen sich auf die Antinoosbildnisse. Auch deshalb ist die eindeutige Identifizierung nicht immer sicher. Das Gesicht wirkt weich und ist ein wenig füllig. Die Lippen sind voll, der Mund aber nicht sehr groß. Die Nase ist sehr gerade, die Augenbrauen geschwungen. Der Blick ist im allgemeinen etwas abwesend und vor allem schwermütig. Besonders auffällig sind die bis in den Nacken fallenden Locken. Auf den ersten Blick wirken sie chaotisch, bei genauerem Hinsehen jedoch erkennt man eine strenge Ordnung. Anhand der Haare lassen sich zwei leicht voneinander abweichende Stile unterscheiden, zum einen der „Typus Mondragone“, zum anderen der „Ägyptisierende Typus“.

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Antinoos als Kaiserpriester, gefunden in Kyrene Mitte des 19. Jahrhunderts, heute im Louvre
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Sind sich die Portraits einander alle recht ähnlich, so gab es für den Körper verschiedene, zum Teil sehr unterschiedliche Varianten. Es wird vermutet, dass das Urbild, von dem die Kopien abstammen, auf einer Statue des „strengen Stils“ der griechischen Frühklassik basiert. Womöglich ist dieses Urbild der sogenannte „Tiberapoll“.Backe, S. 13 Vom klassischen Vorbild wurden für manche Statuen beispielsweise Standmotiv, Kopfwendung und die Proportionalisierung, vor allem die des Rumpfes, übernommen. Doch enthalten die Bildnisse ebenso Elemente, die für die hadrianische Zeit üblich sind. Die Formen sind breiter und voller, die Frontalansicht wird mehr betont und der Oberkörper ist gerade aufgerichtet. Somit entsprechen die Bildnisse dieses Typs den klassizierenden Tendenzen der zeitgenössischen Bildhauerkunst. Man strebte die Verbindung des klassischen Idealbildnisses von jugendlicher Schönheit mit naturalistischen Details an. Nicht weniger deutlich ist auch bei den Portraits die klassisch-hadrianische Verschmelzung erkennbar. Doch bildeten griechische Künstler der Klassik im Allgemeinen keine echten Portraits, sondern idealisierte Bilder ab, verbinden sich hier diese Vorstellungen von einer idealen Schönheit mit den realen Portraitzügen des Verstorbenen.

Häufig erhielten die Statuen die Attribute von Gottheiten, mit denen Antinoos identifiziert oder verschmolzen werden sollte. Neben Dionysos und Osiris waren das beispielsweise Apollon, Hermes und Vertumnus.

Numismatik

Seit 133/34 wurden in verschiedenen Städten des griechischen Ostens Münzen mit dem Portrait des Antinoos geschlagen. Aus dem Westen des Reiches, selbst aus der Stadt Rom, sind keine Antinoosprägungen bekannt. Datieren kann man die Münzen relativ genau, da in Ägypten das lokale Datum auf die Münzen geprägt wurde. Die letzten Prägungen sind für das Todesjahr des Kaisers belegt. Somit kann man sagen, dass maximal fünf Jahre lang Antinoosmünzen geprägt wurde. Das zeigt einmal mehr, wie groß der Schmerz Hadrians oder die echte Verehrung des Jünglings im Osten gewesen sein musste, da in so kurzer Zeit 250 verschiedene Münzen geprägt wurden. Normalerweise wurden auf der Vorderseite nur Kaiser, Angehörige des Kaiserhauses oder Götter portraitiert. Antinoos war hier eine besondere Ausnahme, die allerdings durch die Apotheose gerechtfertigt werden konnte.

Die Antinoosprägungen hatten einzelne Zentren. Dazu gehörten die Landschaften Arkadien in Griechenland, Bithynien in Kleinasien und Alexandria in Ägypten. Besonders hochwertige Münzen wurden in Smyrna geprägt. Die Prägungen erfolgten durchgängig in Bronze. Es lassen sich drei verschiedene Gruppen erkennen. Erstens gab es große Münzen mit fein gearbeiteten Bildnissen, die schon fast Medaillencharakter hatten. Die zweite Gruppe waren kleinere, normale Münzen. Die Dritte waren sehr kleine Münzen von schlechter Qualität. Im Allgemeinen zeigten Münzen auf dem Avers das Kopf- oder Brustbild des Antinoos. Inschriftlich wird er auf den Münzen als Heros oder Gott bezeichnet. Die Münzen aus Alexandria und Tarsos verzichteten auf diese Inschrift. Sie kennzeichneten die Göttlichkeit des Verstorbenen mit einer Hem-Hem-Krone oder einem die göttliche Natur des Abgebildeten symbolisierenden Stern.

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Römische Bleitessera geprägt in Alexandria. Avers: Antinoos mit Hem-Hem-Krone und Mondsichel. Revers: Sarapis mit Kalathos und Zepter
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Die Uniformität der Vorderseite wurde durch eine variablere Reversdarstellung ergänzt. Im kleinasiatischen Kyme prägte man auf die Rückseite Athena Promachus, in Tarsos Dionysos auf einem Panther reitend, einen einzelnen Panther oder den lokalen Flussgott Kydnos. Nikopolis zeigt die Ansichten von Gebäuden und Stadttoren oder einen Stier, den auch Mytilene prägen ließ. In Arkadien findet man ein Pferd auf dem Revers, in Delphi einen Dreifuß. Seltener sind direkte Bezüge zu Antinoos. In seiner Geburtsstadt sieht man ihn neben einem laufenden Rind als Antinoos-Hermes, in Tarsos als Dionysos-Osiris.

Die Prägungen sollten nicht zuletzt auch den Kaiser freundlich stimmen und ihn der Loyalität der einzelnen Städte versichern. Für die Eigenpropaganda ließen sich auf den Prägungen mehrerer Städte auch die Stifter der Prägungen erwähnen. Neben Münzen wurden auch Tessera aus Blei geprägt.

Schon in der Antike schätzte man offenbar die Münzen des medaillenähnlichen Typs. Es sind antike Umarbeitungen zu kleinen Sonnenuhren und Taschenspiegeln bekannt. Auch wohl als Spielsteine verwendete Münzen mit stark abgeschliffener Rückseite sind bekannt. Es sind auch Münzabdrücke in Ton überliefert. Diese Terrakotta-Appliken wurden als Votivtafeln oder zur Verzierung von Holzsarkophagen benutzt. Noch heute sind diese Münzen begehrte Sammlerstücke. Es sind auch Fälschungen aus der Frühen Neuzeit, Paduaner genannt, bekannt.

Neuzeitliche Rezeption

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Antinoos Farnese
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Fast parallel zur Wiederentdeckung der antiken Kunst in der Renaissance kam es auch zur Wiederentdeckung des Antinoos. Zu Beginn stand explizit die Beschäftigung mit der Darstellung in der Kunst, nicht das Interesse an der Person oder am Mythos des Bithyniers, im Mittelpunkt. Positiv für diese Entwicklung war, dass es gerade im Bereich der Plastik und der Münzen, also den beiden Gebieten, mit denen die Erforschung der antiken Kunst begann, viele überlieferte Artefakte gab. Zudem wurde auch schon früh festgestellt, dass der Antinoostypus ein besonders klassisches Beispiel der antiken Kunst darstellt. Im Überschwang wurden sogar des öfteren Statuen als Antinoos identifiziert, die eigentlich eine andere Gottheit darstellten. Zwei der wichtigsten Antinoos-Portraits, die besonders wichtig für die Betrachtung der Antinoos-Rezeption waren, sind die sogenannten „Antinoos von Belvedere“ aus den Vatikanischen Museen und „Kapitolinischer Antinoos“ aus den Kapitolinischen Museen in Rom.

Der Antinoos von Belvedere und der Kapitolinische Antinoos

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Kapitolinischer Antinoos
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Der Antinoos von Belvedere wurde erstmals 1543 erwähnt. Es ist demnach anzunehmen, dass er nur wenig früher gefunden wurde. Ulisse Aldrovandi berichtete 1556, dass die Statue auf dem Esquilin, in der Nähe von Santa Martino gefunden wurde. Michele Mercati hingegen berichtet in den 1580er Jahren, man habe die Statue in einem Garten beim Castel Sant’ Angelo gefunden. Nicolaus de Palis, auf dessen Grundstück die Statue gefunden wurde, gab bei der ersten schriftlichen Erwähnung des Fundes an, diesen an Papst Paul III. für 1000 Dukaten verkauft zu haben. Die Skulptur wurde wegen ihrer Ästhetik hoch geschätzt und im Belvedere-Hof des Vatikan aufgestellt, woher auch der Name stammt. Schon 1545 wurde eine erste Abgussform gefertigt. Andere Deutungen, wie die als Genius, eines Prinzen, konnten sich nicht durchsetzen. In der Folgezeit gehörte die Statue zum universellen Kanon in der Beschäftigung mit Antiken. In nahezu allen wichtigen Werken der Frühen Neuzeit wurde auch über sie berichtet. Künstler wie Gian Lorenzo Bernini, François Duquesnoy und Nicolas Poussin studierten an der Skulptur die antiken Fertigkeiten. Die Königshäuser von England, Spanien und Frankreich ließen sich Kopien aus Bronze oder Marmor fertigen. Auch Johann Joachim Winckelmann schätzte die Statue aufgrund ihrer Schönheit, wenngleich er etwa an Beinen und Nabel einige Schönheitsfehler bemängelte. Er deutete die Statue fälschlicherweise als Meleager. Doch auch die Deutung als Antinoos war, auch wenn sie für die Erforschung des Antinoos-Portraits immens wichtig war, letztlich falsch. Ennio Quirino Visconti deutete die Statue im frühen 19. Jahrhundert als Darstellung des Merkur. Diese Deutung war überzeugend und hat bis heute Bestand. Nachdem in einem Grab in Andros eine vergleichbare Statue gefunden wurde, nannte man diesen Statuentyp „Hermes Andros-Farnese“.

Nicht weniger rezipiert wurde der Kapitolinische Antinoos, auch „Antinous Albani“ genannt. Er befand sich mindestens seit 1733 in der Sammlung des Kardinals Alessandro Albani. In einem Bestandskatalog wurde vermerkt, dass die Statue zu den höchsten Kunstwerken der Antike zähle. 1750 berichtet Pierre-Jean Mariette, dass die Statue wohl in den letzten 30 Jahren seit ihrer Auffindung fast vergessen worden wäre, wenn man in ihr nicht ein Idealbild zum Studium der Proportionen erkannt hätte. Oft wurde der Kapitolinische Antinoos mit dem Antinoos von Belvedere in Sachen Ästhetik und Stil verglichen. Duquesnoy und Poussin studierten auch diesen Antinoos eingehend. Das Urteil beim Vergleich beider Statuen war sehr unterschiedlich. Winckelmann äußert sich in seinen Werken mehrfach und eingehend zu verschiedenen Antinoos-Darstellungen, nicht jedoch zum Kapitolinischen Antinoos. Nur in einem Brief gab er beiläufig an, die Statue abgesehen vom Kopf nicht zu schätzen. Ebenso wie der Antinoos von Belverdere wurde auch diese Statue häufig repliziert. Unter anderem fand sich eine Kopie am französischen Königshof. Vor allem kursierten jedoch verkleinerte Nachbildungen in ganz Europa. Wie auch beim Kapitolinischen Antinoos konnte Ennio Quirino Visconti jedoch nachweisen, dass es sich gar nicht um die Darstellung des Antinoos, sondern erneut um die des Hermes handelte.

Der Antinoos-Jonas und das Relief Villa Albani

Das möglicherweise bedeutendste Werk der bildnerischen Rezeption war der „Antinoos-Jonas“ in der Chigi-Kapelle in der Kirche Santa Maria del Popolo in Rom, die Raffael ab 1513 errichtete. Für die Kirche schuf Lorenzo Giovanni di Ludovico nach Vorgaben des Raphael auch eine Statue des Antinoos, die er nach antikem Vorbild mit einer anderen Person verschmolz. Raphael wählte allerdings keine antike Gottheit, sondern die christliche Figur des Propheten Jonas und christianisierte somit die Figur des Antinoos. Jonas war nun nicht mehr der alte, bärtige Prophet, sondern ein junger, etwas labil wirkender Mann, der gerade dem Tode entronnen war. Er sitzt nackt, nur leicht mit einem Gewand bedeckt auf einem Fisch. Das Portrait ist ohne jeden Zweifel antiken Antinoos-Portraits nachempfunden. Da fast alle Antinoosbildnisse erst später ausgegraben wurden, mussten sich die beiden Künstler wohl vom damals schon bekannten „Antinoos-Farnese“ inspirieren lassen haben, der zu dieser Zeit Teil der Chigi-Sammlung war und sich heute im Nationalmuseum Neapel befindet.

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Relief Villa Albani, Zeichnung aus dem 19. Jahrhundert
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1734 wurde in der Nähe der Villa Hadriana ein „Relief Villa Albani“ genanntes Relief ausgegraben. Sofort seit der Auffindung galt es in Fachkreisen als besonders herausragendes Kunstwerk.

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Antinoos Mondragone im Profil
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Zusammen mit dem „Kopf Mondragone“, einem Antinoos-Portrait, befand Winckelmann das Relief als „die Ehre und die Krone der Kunst dieser sowohl als aller Zeiten“.Zitat nach Backe, S. 21 Das Relief zeigt besonders individuelle Züge des Antinoos. Dem entgegen ist der Kopf Mondragone ein Beispiel der besonders idealisierten Darstellung. Der Kopf gehörte wahrscheinlich zu einem kolossalen Kultbild des Antinoos. Er wurde hier mit Hem-Hem-Krone als Dionysos-Osiris gezeigt. Der Kopf wurde um 1720 gefunden und erstmals in der Villa Mondragone bei Frascati ausgestellt. Hiernach erhielt er auch seinen Namen. Winckelmann beschrieb den Kopf als „nach dem vaticanischen Apollo und dem Laokoon das Schönste, was uns übrig ist“.Zitat nach Backe, S. 22 Winckelmann erkannte beide Werke als hadrianisch und als auf klassisch-griechischen Vorbildern beruhend.

Von der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhundert waren Büsten und Statuetten zumeist aus Bronze weit verbreitet. Viele dieser verkleinerten, sich am jeweiligen zeitgenössischen Geschmack orientierenden Nachschöpfungen sind aus moderner Sicht nicht anders als kitschig zu bezeichnen.

Antinoos in Belletristik, Film und Ausstellungen

Die Beschäftigung mit Antinoos und seiner Beziehung zu Hadrian endete jedoch nicht mit der Auseinandersetzung mit der antiken Kunst und ihrer Nachschöpfung und Neuinterpretation. Auch Romane wurden verfasst. George Taylors Roman Antinous. Historischer Roman aus der römischen Kaiserzeit stammt aus dem Jahr 1880, Oscar Linkes Antinous, des Kaisers Liebling. Ein Seelengemälde aus dem Alterthume aus dem Jahr 1888. Ernst Sommers Roman Antinous oder die Reise eines Kaisers erschien erstmals 1955, Ulrich Stöwers Roman Antinous, Geliebter! Ein Schicksalsjahr für Kaiser Hadrian wurde erstmals 1967 veröffentlicht. Georg EbersDer Kaiser (1890) und Marguerite Yourcenars Ich zähmte die Wölfin (1951) behandeln die Beziehung der beiden ebenfalls ausführlich.

Für 2007 ist ein Film über Hadrian angekündigt, der auch dessen Beziehung zu Antinoos behandeln soll. Regisseur von „Memoirs of Hadrian“, der auf dem Roman von Marguerite Yourcenar basiert, ist John Boorman.

In den letzten Jahren rückte Antinoos wieder besonders in den Mittelpunkt der Forschung. Vom 3. Dezember 2004 bis zum 1. Mai 2005 fand eine von der Antikensammlung Berlin organisierte Ausstellung „Antinoos – Geliebter und Gott“ im Pergamonmuseum statt. Auch das Henry Moore Institute im englischen Leeds veranstaltete vom 25. Mai 2006 bis zum 27. August 2006 unter dem Titel „Antinous: the face of the Antique“ eine große Antinoos-Ausstellung.

Literatur

  • Christoph W. Clairmont: Die Bildnisse des Antinous. Ein Beitrag zur Portraitplastik unter Kaiser Hadrian. Schweizerisches Institut in Rom, Rom 1966.
  • Michael Zahrnt: Antinoopolis in Ägypten. Die hadrianische Gründung und ihre Privilegien in der neueren Forschung. In: ANRW II 10,1 669ff.
  • Hugo Meyer: Antinoos. Die archäologischen Denkmäler unter Einbeziehung des numismatischen und epigraphischen Materials sowie der literarischen Nachrichten. Ein Beitrag zur Kunst- und Kulturgeschichte der hadrianisch-frühantoninischen Zeit. Fink, München 1991, ISBN 3-7705-2634-1.
  • Hugo Meyer (Hrsg.): Der Obelisk des Antinoos. Eine kommentierte Edition. Fink, München 1994, ISBN 3-7705-2913-8
  • Annika Backe: Antinoos: Geliebter und Gott. Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin 2005, ISBN 3-88609-495-2
  • Antinous: The face of the antique. Henry Moore Institute, Leeds 2006, ISBN 1905462026.

Weblinks

Anmerkungen

   

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Antinoos


Reste des alten Textes

Die Überschrift versteh ich nicht ganz. Von welchem „Text“ ist hier die Rede? -- Feldkurat Katz 21:42, 26. Sep 2006 (CEST)

Das war der alte Artikel von vor meiner Neufassung. Den habe ich stehen lassen, weil ich nicht von Beginn an alle Bereiche ebgedeckt hatte, die dort schon angesprochen waren. Marcus Cyron Bücherbörse 11:02, 1. Okt 2006 (CEST)

Mini-Rosinenpickerei kurz vor Schalterschluss

Hallo Marcus, hier noch ein paar Petitessen, die mir beim Durchsehen noch auffielen:

  • Wie so oft, wurden diese Beziehungen später immer mehr auf die sexuelle Komponente, die zweifelsohne auch dazu gehörte, reduziert
wann später? in der neuzeitlichen Rezeption oder früher?

fehlt hier ein und zwischen Panathenäen und Ptolemäen?

  • Dennoch werten spätere christliche Autoren den Opfertod dennoch noch positiv
ein dennoch bitte raus

  • Nur nebenbei in einem Brief gab er an, die Statue angesehen vom Kopf nicht zu schätzen
gemeint ist wohl:Nur nebenbei in einem Brief gab er an, die Statue, abgesehen vom Kopf, nicht zu schätzen?

  • Zusammen mit dem Kopf Mondragone, einem Antinoos-Portraits, befand er das Relief als die Ehre und die Krone der Kunst dieser sowohl als aller Zeiten
wer ist er in diesem Zusammenhang?

Viel Erfolg beim Wettbewerb und Grüße --DieAlraune 11:08, 30. Sep 2006 (CEST)

Danke für das Feedback - ich werde es alles ausbessern. Das sind immer diese Sachen, die man nicht selber findet ;) Marcus Cyron Bücherbörse 11:13, 30. Sep 2006 (CEST)

Nur eine Kleinigkeit

Hallo Marcus, du schreibst im letzten Satz des Artikels: Das Henry Moore Institute in Leeds stellte vom 25. Mai 2006 bis zum 27. August 2006 unter dem Titel „Antinous: the face of the Antique“ aus. Irgendwie fehlt da was zwischen "stellte" und "vom 25. Mai". Da ich nicht weiß, ob es sich bei der Ausstellung in Leeds um die gleiche Ausstellung wie in Berlin handelt, ist es wohl besser, du schaust dir den Satz selber nochmal an. --Barbarelli 18:52, 30. Sep 2006 (CEST)

Nuja - ich hatte den Satz anders formuliert, der wurde repariert - dabei aber offenbar etwas zusehr ;) Marcus Cyron Bücherbörse 19:24, 30. Sep 2006 (CEST)
Kann ja mal passieren. :-) --Barbarelli 07:15, 1. Okt 2006 (CEST)

Diskussion aus dem Review des 5. Schreibwettbewerbs (September 2006)

nominiert von Marcus Cyron

Dargestellt werden soll natürlich das, was wir über sein Leben und seine Beziehung zu Hadrian wissen - was allerdings nicht allzu viel ist. Dazu die Mythenbildung um seine Person, Legenden, göttliche Verehrung und zu einem großen Teil auch die Künstlerische Darstellung und die Rezeption von der Antike bis heute. Marcus Cyron Bücherbörse 11:16, 1. Sep 2006 (CEST) Nachtrag: Parallel werden natürlich auch die roten Links (zumindest soweit mir das möglich sein wird) auf ein annehmbares Nivau gebracht. Marcus Cyron Bücherbörse 15:26, 1. Sep 2006 (CEST)

So, soweit fertig. Brauche Leute zum Gegenlesen und vor allem um meine ganzen Fehler grammatikalischer, orthografischer und rhetorischer Natur auszumertzen. Marcus Cyron Bücherbörse 19:08, 28. Sep 2006 (CEST)

 Der 5. Schreibwettbewerb ist beendet. -- Dishayloo + 20:37, 24. Okt. 2006 (CEST)

Exzellenzkandidatur Oktober 2006

Diese Kandidatur läuft vom 22. Oktober bis zum 11. November.

Frisch aus dem Schreibwettbewerb (Platz 6 in Sek. III).

Antinoos (Ἀντίνοος), in lateinischer Form Antinous, (* 27. November zwischen 110 und 115 in Bithynion-Klaudiopolis, Bithynien; † 130 im Nil) war ein Günstling und vermutlich Geliebter des römischen Kaisers Hadrian. Nach seinem Tod wurde er zum Gott erklärt und verehrt. Viele seiner Bildnisse sind bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Von der Renaissance bis heute wurde vor allem die Kunst um Antinoos vielfach rezipiert.

Zur Jurykritik sei angemerkt, daß es ganz einfach fast keine Informationen aus der Antike zum Leben des Antinoos gab. Marcus Cyron Bücherbörse 14:05, 22. Okt. 2006 (CEST)

Nach den Reaktionen bei den KLA hierher samt der Stimmen hierher verschoben. Ich denke mal bei der Eindeutigkeit in den Stimmen sollte das klar gehen. Marcus Cyron Bücherbörse 16:08, 22. Okt. 2006 (CEST)

  • Hier falsch, da exzellent --> pro -- Tobnu 15:25, 22. Okt. 2006 (CEST)
  • siehe Tobnu
    Abbildung
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    Bildherkunft
    Pro

    Pro und dann an eine Etage höher weiterreichen --DieAlraune 15:41, 22. Okt. 2006 (CEST)

    • Abbildung
      Symbol support vote.svg
      Bildherkunft
      Pro

      Pro locker lesenswert, wollte kurz vor Ende des SW reviewen, hab aber nix gefunden --Florian Adler Florian Adler 16:00, 22. Okt. 2006 (CEST)

        • gilt auch für exzellent --Florian Adler Florian Adler 16:14, 22. Okt. 2006 (CEST)
      • pro, absolut exzellenter Artikel und bitte . Marcus, stell dein Licht nicht unter den Scheffel. --Felix Stember Felix Stember 16:04, 22. Okt. 2006 (CEST)
        • Logo gilt die Stimme hier. Absolut super Artikel --Felix Stember Felix Stember 16:16, 22. Okt. 2006 (CEST)
      • Pro - ich muss aber doch vorausschicken, dass das nicht mein Spezialgebiet ist, daher kann ich nichts zur Rezeptionsgeschichte sagen (außer zu der Stadt Antinoopolis). Bzgl. der Biographie hat Marcus freilich recht - da ist nicht sehr viel zu machen. Das einzige, was man noch machen könnte, wäre etwas näher auf Hadrian einzugehen, aber das ist ja eigentlich nicht unbedingt Sinn der Sache. Informativ war der Artikel für mich jedenfalls. --Benowar 16:54, 22. Okt. 2006 (CEST)
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        Pro

        Pro HardDisk HardDisk HardDisk/AVT 17:48, 22. Okt. 2006 (CEST)

        • Auch wenn Marcussens Vorgehensweise nicht ganz die feine englische Art ist, muss ich ihm in der Sache zustimmen. Der Artikel ist exzellent, die Biografie würde ich aber wie bereits angemerkt gerne noch einmal überarbeitet sehen. -- Carbidfischer Carbidfischer/Wikiteria 18:33, 22. Okt. 2006 (CEST)
        Na viel zu überarbeiten ist ganz einfach nicht. Aber ich versuche es mal noch deutlicher zu machen. Die Stimmverschiebungen habe ich übrigens bei allen 4, die schon abgestimmt hatten angezeigt. Also alles ganz offen. Marcus Cyron Bücherbörse 19:05, 22. Okt. 2006 (CEST)

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          Pro --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer/Thomas Goldammer/Bewertung 19:19, 22. Okt. 2006 (CEST) Informativ, vollständig, gut lesbar, gut illustriert, was will man mehr.

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            Pro - Fullhouse 19:53, 22. Okt. 2006 (CEST) Nicht nur einmal gelesen !

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              Pro

              Pro Top. Wirklich "leicht bekömmlich" und spannend zu lesen. --Michael Sander Michael Sander 19:54, 22. Okt. 2006 (CEST)

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                Pro In gewohnter Weise: gut lesbar, informativ, umfassend. --Catrin 20:45, 22. Okt. 2006 (CEST)

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                  Pro

                  Pro Udimu 21:02, 22. Okt. 2006 (CEST)

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                    Neutral Neutral mit Tendenz zu pro. Sehr schön und ich habe ihn auch ganz durchgelesen, bin mir aber nicht ganz sicher. Der Abschnitt Neuzeitliche Rezeption würde meines Erachtens noch Zwischenüberschriften vertragen, ist ein wenig zu lang für meine Augen. --Geher 22:09, 22. Okt. 2006 (CEST)
                    Na wenns nur daran liegt - ich habe es ein wenig Strukturiert :) Marcus Cyron Bücherbörse 22:34, 22. Okt. 2006 (CEST)
                    Natürlich liegt es nicht nur daran, aber die Strukturierung hilft mir, mein Problem deutlicher zu erkennen. Ich glaube, dass die beiden Abschnitte zur bildenden Kunst exzellent sind, aber dass der Abschnitt zur Belletristik irgendwie zu knapp ist. In der Länge, die vorher einzelnen Statuen gewidmet wird, werden mal eben fünf Romane zum Thema aufgezählt. Vier der Autoren sagen mir gar nichts, aber Yourcenar gehört ja zur erweiterten Weltliteratur. Da fehlt mir die Proportion. Entweder müsste zur Belletristik mehr da stehen oder die Aufteilung müsste korrigiert werden. Ohne Erweiterung des Belletristik-Teils wäre vielleicht die Überschrift Neuzeitliche Rezeption in Neuzeitliche Rezeption in der Kunst oder besser noch Darstellung in der neuzeitlichen Kunst zu ändern und nur die ersten beiden Zwischenüberschriften einzubeziehen. Den Belletristik-, Film- und Ausstellungen-Teil müsste man dann unter einem eigenen Hauptpunkt Rezeption in Belletristik, Film und Ausstellungen (da gibt es sicher noch bessere Formulierungen) am Ende stehen lassen. Schöner wäre natürlich etwas mehr Fleisch im Belletristik-Teil zu haben, damit man wirklich auch von Rezeption sprechen könnte. Aber in der jetzigen Struktur ist das irgendwie weder noch. Mir ist mein Problem jetzt klarer, hoffentlich konnte ich es auch rüberbringen. --Geher 23:32, 22. Okt. 2006 (CEST)
                    Naja, die Rezeption erfolgte ja in erster Linie in der Kunst, da es zum Leben außer einigen Gerüchten kaum etwas gab. Und auch wenn die Beziehung zu Antinoos in den Romanen (wohl) einen breiteren Raum einnimmt, bleiben die Romane immernoch in erster Linie Biografien von Hadrian. Letztlich ist nicht viel mehr zu sagen, als daß die Person Antinoos in mehreren Romanen vorkommt. Inhaltlich ist es eh mehr oder weniger spekulativ, was da beschrieben wird. Der Belletristik-Teil hat, wenn man es Prozentual sieht, schon die rechte Große im Vergleich zur Kunst. Auch nur eine der Statuen ist für den Mythos weitaus wichtiger als alle Erwähnungen in den Romanen. Auch der Film wird das nicht wirklich ändern, weil es ja wieder eine Hadrian-Biografie sein wird. Nur in der Kunst steht er nicht hinter Hadrian zurück. Wie man die einzelnen Zwischenüberschriften nennt ist mir nicht ganz so wichtig. Wenn sich bessere Titel als die von mir gewähten finden, kann ich damit gut leben. Schließlich ist es ja letztlichb auch ein Wiki. Marcus Cyron Bücherbörse 00:17, 23. Okt. 2006 (CEST)
                    Habe die Gliederung mal so abgeändert, wie ich es mir vorstelle. Geht das so? --Geher 01:07, 23. Okt. 2006 (CEST)
                    Nein, tut mir leid, das geht so nicht. Von den 4 ausführlicher besprochenen Kunstwerken stammen 3 aus der Antike. Die kann man nicht als Neuzeitliche Kunst bezeichnen. Rezeption heißt ja nicht (nur) Nachschöpfung, das ist die Beschäftigung mit der Kunst wozu Nachschöpfungen gehören. Marcus Cyron Bücherbörse 02:14, 23. Okt. 2006 (CEST)
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                      Pro

                      Pro der Artikel ist für mich als Laien vollständig, informativ und interessant. Auch insgesamt bestätigt sich vom Eindruck her die Exzellenz. Julius1990 23:03, 22. Okt. 2006 (CEST)

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                        Pro

                        Pro – Informativ, verständlich, gut bebildert, da kann ich die Begründungen der Pro-Stimmer nur wiederholen. (Einzig das unscharfe Bild Kapitolinischer Antinoos würde ich entfernen.) -- Lecartia Lecartia 23:15, 22. Okt. 2006 (CEST)

                        Ich habe leider kein besseres ud da diese Statue im Artikel recht ausführlich behandelt wird. wäre ich eher dafür das Bild drinnen zu lassen, und zu hoffen, daß es demnächst mal ein neues gibt. Vieleicht schaffe ich es hoffentlich nächstes Jehr mal wieder nach Rom... Marcus Cyron Bücherbörse 00:17, 23. Okt. 2006 (CEST)
                        • Pro Flüssig und bildhaft geschrieben, gut referenziert. Hier gibt es nichts zu meckern --Uwe Gille Uwe Gille 21:01, 23. Okt. 2006 (CEST)

                        • exzellent - wunderbar geschrieben, umfassende Darstellung, Grenzen der Überlieferung angesprochen. Einziger Wunsch: Die Umwertung Antinoos in der christlichen Rezeption könnte noch um einen oder zwei Sätze erweitert werden. Insbesondere wünschte ich mir eine Angabe, wann dieser Umschwung eintrat. Noch in der Spätantike oder durch Mystiker im Mittelalter? Ein siehe auch in den Fußnoten mit Verweis auf Literatur reicht mir da nicht. --H-stt H-stt 12:19, 24. Okt. 2006 (CEST)
                        Ja, da hast du den kleinen wunden Punkt gefunden. Ich gehe schwer davon aus, daß es um spätantike Schriftsteller geht. Aber ich habe es nicht geschafft rauszubekommen, wer wo was schreibt. Ich bin aber dauerhaft auf der Suche und wenn ich es dann endlich habe, baue ich es ein. Bis dahin traue ich den Angaben in der Literatur. Marcus Cyron Bücherbörse 23:05, 24. Okt. 2006 (CEST)
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                          Pro – ein informativer und wirklich schöner Artikel, den ich gleich bis zu Ende gelesen habe, was selten vorkommt; den hätte die Jury im Schreibwettbewerb ruhig noch besser bewerten sollen. --Maha 02:09, 25. Okt. 2006 (CEST)

                          • exzellent hier auchmal kurz, da der großteil meiner persönlichen kritik sich auf sprachliches bezog und davon mittlerweile schon einiges repariert hab'. diverse formulierungen finde ich immer noch eher unglücklich und manchmal verliert der artikel sprach arg an fokus; aber ich denke es ist sinnvoller, da selbst weiter dran zu arbeiten, nur bräuchte ich mittlerweile den autoren in erreichbarer nähe (chat), weil mir einiges nicht ganz klar, ich keine inhalte ändern wollte und andererseits in einigen referenzierten teilen angst hatte, info und dazugehörige refs zu trennen, bzw. infos falschen referenzen zuzuordnen, wenn acht informationen in drei sätzen standen und mir nicht mehr wirklich klar, welche der acht durch die nummer hinter dem letzten punkt belegt werden oder auch nicht. -- Southpark Southpark | 22:56, 25. Okt. 2006 (CEST)
                          • Pro gefiel mir persönlich auch sehr gut. Lennert B Lennert B·c· 11:16, 26. Okt. 2006 (CEST)
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                            Pro - Gancho 20:03, 27. Okt. 2006 (CEST)

                            Exzellenter Artikel, zutiefst enttäuschend

                            Bin über die Liste der Exzellenten, hier gelandet und kann mich nur wundern. Ständig heißt es, könnte, wäre möglich, aber nichts ist belegt. Der ganze Artikel scheint auf unbelegten Vermutungen zu basieren, auch wenn er sich noch so flüssig liest. Finde ich wirklich nicht so doll!--Best-Hand 01:15, 30. Okt. 2006 (CET)

                            Und ich habe keine Lust mehr über sowas zu diskutieren. Wenn Leute wie du nicht kapieren, daß man bei Personen, die vor so langer Zeit gelebt haben, gar nicht anders kann, kann man einfach nicht mehr helfen. Geschichte ist nicht Physik, das ist keine exakte Wissenschaft. Marcus Cyron Bücherbörse 10:25, 30. Okt. 2006 (CET)
                            Nun war ich eine Zeitlang anderweitig beschäftigt, wobei mir Deine Lust/Unlust eh völlig schnuppe ist, aber solche Artikelsätze wie dieser: " * 27. November zwischen 110 und 115 in Bithynion-Klaudiopolis, Bithynien; † am oder kurz vor dem 30. Oktober 130 im Nil bei Besa) war ein Günstling und vermutlich Geliebter des römischen Kaisers Hadrian." (Hervorhebungen von mir) lassen doch gewisse Zweifel aufkommen ob dieser Artikel der so oft beschworenen "Relevanz einer Enzeklopädie" wirklich entspricht. Ach ja ich setze jetzt übrigens ÜA. Gruß --Best-Hand 01:30, 19. Nov. 2006 (CET)

                            Und ich habe ihn wieder rausgenommen, weil er unberechtigt ist. --Henriette Fiebig 01:37, 19. Nov. 2006 (CET)

                            Gerade bei länger zurückliegenden Sachverhalten passiert es eben immer wieder, dass die Forschung keine gesicherte Kenntnis hat. Und wenn das so ist, dann sollte man das auch genau so berichten. Der Artikel trägt das EA-Prädikat zu Recht.--Dr. Meierhofer 12:47, 19. Nov. 2006 (CET)



                            Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Antinoos und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).