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Der Artikel Arabische Sprache gehört zur Kategorie: Einzelsprache, Arabische Sprache, Orientalistik, Semitische Sprache
Die arabische Sprache (Arabisch, Eigenbezeichnung al-luġa al-ʿarabīya) ist die verbreitetste Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachfamilie und eine der sechs Amtssprachen der Uno. Schätzungen gehen davon aus, dass Arabisch von 240 Millionen Menschen als Muttersprache und von weiteren 60 Millionen als Zweitsprache gesprochen wird. Als fünftgrößte Sprache der Welt und Sprache des Islam gilt das Arabische als eine der Weltsprachen. Die moderne arabische Standardsprache beruht auf dem klassischen Arabischen, der Sprache des Koran, und unterscheidet sich stark von den gesprochenen Varianten des Arabischen.
Allgemeines
Die einzelnen arabischen Dialekte in den verschiedenen Ländern unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander und sind, wenn sie weit auseinander liegen (z. B. Marokko - Irak), auf basilektaler Ebene oft gegenseitig nicht oder nur schwer verständlich, vergleichbar etwa den verschiedenen deutschen Mundarten. So werden beispielsweise algerische Filme, die natürlich im dortigen Dialekt gedreht worden sind, zum Teil hocharabisch untertitelt, wenn sie in den Golfstaaten ausgestrahlt werden.
Die arabische Sprache in einem erweiterten Sinne umfasst eine Vielzahl von verschiedenen Sprachformen, die in den letzten anderthalb Jahrtausenden gesprochen wurden und werden. Was all diese Sprachformen zu einer Sprache zusammenbindet, ist vor allem der Islam und speziell der Koran. Das Beispiel des Maltesischen zeigt sehr deutlich die große Rolle des Islams, was die Einheit des Arabischen angeht. Das Maltesische ist eine den maghrebinischen Dialekten der arabischen Sprache nah verwandte Sprache, die aber weitestgehend zu einer modernen, eigenständigen Standardsprache ausgebaut worden ist.
Aus dem Alt-Arabischen, das dem klassischen Hocharabisch sehr nahe stand, hat sich eine Vielzahl von Dialekten entwickelt, die neuarabischen Dialekte; für alle Sprecher dieser Sprache außer dem Maltesischen ist das unverändert geschriebene Hocharabisch weiterhin Schriftsprache und Dachsprache.
Ob Hocharabisch als moderne Standardsprache zu betrachten ist, ist umstritten (siehe auch Halsbandsittich in vielen Sprachen). Es fehlt oft noch an einem einheitlichen Wortschatz für viele Dinge der modernen Welt, sowie am Fachwortschatz für viele Bereiche der modernen Wissenschaften. Darüber hinaus ist Hocharabisch innerhalb der einzelnen arabischen Ländern relativ selten ein Mittel zur mündlichen Kommunikation.
Gute Kenntnisse des Hocharabischen sind unerlässlich für das Verständnis des Koran, die bloße Kenntnis eines Dialekts ist oftmals nicht ausreichend. In vielen arabischen Ländern enthalten Schul-Koranausgaben daher Erläuterungen und "Übersetzungen" klassisch-arabischer Wörter in den modernen Dialekt, um den Kindern das Verständnis zu erleichtern.
Verbreitung
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| Die arabischsprachige Welt (offiziell - grün und kooffiziell - blau) |
Varianten des Arabischen werden von ca. 300 Millionen Menschen gesprochen. Es ist die Amtssprache in folgenden Ländern: Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Eritrea, Israel, Irak, Jemen, Jordanien, Komoren, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästinensische Autonomiegebiete, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tschad, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate und Westsahara. Darüber hinaus ist es eine der sechs offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen.
In allerneuester Zeit gewinnt das gesprochene Hocharabische wieder an Raum. An dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt sind dabei die panarabischen Satellitensender, z.B. al-Dschazira in Katar. Dort gibt es lebendige Diskussionen von Sprechern aus allen Ecken der Arabischen Welt, die sich bemühen, eine dem Hocharabischen nahe kommende Sprache zu gebrauchen. Hocharabisch (fushâ) ist die Kommunikationsebene allerdings nicht; vielmehr bewegt sich die Sprache in den Registern der sog. al-lugha al-wustâ, das ist in der „mittleren Sprache“ zwischen Hocharabisch und Dialekt.
Durch die dominierende ägyptische Film- und Fernsehproduktion (u.a. bedingt durch die Bevölkerungszahl) gilt der gesprochene Kairoer Dialekt des Arabischen in der arabischen Welt als allgemein verständlich, sozusagen „gemeinsprachlich“. Gewöhnliche Filme auf Hocharabisch zu drehen ist nicht üblich, da diese Sprache eher ernsten Themen wie den Fernseh- und Rundfunknachrichten, religiösen Sendungen und Gottesdiensten vorbehalten ist.
Das Arabische im Semitischen
Das klassische Hocharabisch unterscheidet sich nicht wesentlich von der alt-arabischen Sprache. Versucht man durch Vergleich aller semitischen Sprachen die Wurzel eines Wortes zu ermitteln, findet man oft, dass sie genau der klassisch-arabischen Form gleicht. Dadurch kommt dem klassischen Hocharabisch eine zentrale Stellung innerhalb der semitischen Sprachen zu. Lange betrachteten viele Semitisten das klassische Arabisch als die ursprünglichste semitische Sprache überhaupt. Erst langsam stellt sich durch den Vergleich mit anderen afro-asiatischen Sprachen heraus, dass vieles doch nicht so ursprünglich ist, wie man dachte. Klassisches Hocharabisch stellt wohl eine neuere Schicht semitischer Sprachen dar, die viele Möglichkeiten, die in der Grammatik der semitischen Sprachen angelegt sind, konsequent ausgebaut hat. Es hat einen sehr reichen semitischen Wortschatz bewahrt und sogar noch weiter ausgebaut. Die heutigen Dialekte haben viele Veränderungen durchgemacht, wie sie andere semitische Sprachen schon sehr viel früher (2000-3000 Jahre) durchgemacht haben. So fällt beispielsweise auf, dass Alt-Hebräisch und moderne arabische Dialekte, was Lautgestalt und Grammatik angeht, viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Es gibt Spekulationen, dass die Aufgabe der nomadischen Lebensweise und die Überlagerung anderer Sprachen immer wieder ähnliche sprachliche Entwicklungen hervorgerufen haben.
Geschichte
Schon in vorislamischer Zeit existierte auf der arabischen Halbinsel eine reichhaltige Dichtersprache, die nur mündlich weitergegeben wurde. Auf dieser Dichtersprache fußt zum Teil das Arabische des Korans, das aber wohl schon modernere Züge aufwies, wie man am Konsonantentext sehen kann. Wohl erst nachträglich hat man durch Zusatzzeichen das Koran-Arabisch für neue nichtarabische Muslime einfacher gemacht. In frühislamischer Zeit wurden viele Gedichte dieser Sprache schriftlich festgehalten. Bis heute ist das Auswendiglernen von Texten ein wichtiger Bestandteil der islamischen Kultur. So werden bis heute Menschen sehr geachtet, die den gesamten Koran auswendig vortragen können (Hafiz oder Hafidh). Dies ist ein Grund, warum Koranschulen in der muslimischen Welt (insbesondere Pakistan) weiter einen regen Zustrom erfahren.
Das klassische Hocharabisch ist insbesondere die Sprache des Korans, die sich aus dem Zentrum der arabischen Halbinsel, dem Hedschas, im Zuge der islamischen Eroberungen über den ganzen Vorderen Orient verbreitete. Der Kalif Abd al-Malik erhob in den 90er Jahren des 7. Jahrhunderts diese Form des Arabischen zur offiziellen Verwaltungssprache des islamischen Reiches.
Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich die Sprache dann immer mehr, was jedoch zum Teil an der Schrift nicht zu erkennen ist, da die kurzen Vokale außer im Koran nicht geschrieben wurden, und man sich bemühte, die alten Regeln bei der Schreibung beizubehalten.
Das klassische Hocharabisch wird als Muttersprache heute von niemandem mehr gesprochen. Es wird allerdings auch heute noch, nur im Wortschatz verändert, als geschriebene Hochsprache benutzt, in der fast alle Bücher und Zeitungen erscheinen (außer in Tunesien, Marokko und in etwas geringerem Maße in Algerien, wo sich das Arabische diese Rolle mit dem Französischen teilt). Im wissenschaftlich-technischen Bereich wird in den anderen arabischen Ländern aus Mangel an einem spezifischen Fachwortschatz oft Englisch gebraucht.
Bei offiziellen Anlässen wird diese normalerweise nur geschriebene Sprache auch mündlich gebraucht, ebenso teilweise in Fernsehen und Rundfunk. Diese Sprache wird oft auch als modernes Hocharabisch bezeichnet. Sie unterscheidet sich vom klassischen Hocharabischen vor allem im Wortschatz und je nach Bildungsgrad des Sprechers teilweise auch in Grammatik und oft in der Aussprache.
Siehe auch: Geschichte der arabischen Literatur
Phonologie
Das Hocharabische Lautsystem ist wenig ausgeglichen. Es gibt nur drei mit den Lippen gebildete Laute [], [] und []; [] und [] fehlen. Dagegen gibt es sehr viele an den Zähnen gebildete Laute. Charakteristisch sind die sogenannten emphatischen (pharyngalisierten) Konsonanten [], [], [] und [] (IPA-Aussprache). Der kehlige, rauhe Lauteindruck des Arabischen entsteht durch die zahlreichen Gaumen- und Kehllaute wie dem tief in der Kehle gesprochenen [] oder dem Kehlkopf-Presslaut [] („Ain“) und dessen stimmloser Variante []. Der Knacklaut [] („Hamza“) ist ein vollwertiges Phonem.
Vokale
Im Hocharabischen existieren nur drei Vokale a, i, u, die jeweils kurz oder lang sein können sowie zwei Diphthonge ai, au. Die Aussprache der Vokale wird von den umgebenden Konsonanten beeinflusst und variiert stark. Beispielsweise sind [], [] und [] mögliche Allophone des Phonems a.Konsonanten
Das Hocharabische verfügt über 28 Konsonantenphoneme. Die Halbvokale [] und [] werden in der arabischen Grammatiktradition als „konsonantische Vokale“ gezählt. Alle Konsonanten können geminiert (verdoppelt) vorkommen. rowspan="2" COLSPAN=2 class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | rowspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | rowspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | colspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | rowspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | rowspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | rowspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | rowspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | rowspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | rowspan="2" class="hintergrundfarbe"Farben{Benutzer:ZOiDberg/WikiFarben} Highlight | ||
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1) Die velarisierte („dunkle“) Variante [] existiert nur im Wort Allah [].
Silbenstruktur
Im klassischen Arabischen gibt es offene bzw. kurze Silben der Form KV und geschlossene bzw. lange Silben der Form KV̅ oder KVK (K steht für einen Konsonanten, V für einen Kurzvokal, V̅ für einen Langvokal). Nach einem Langvokal kann eine Silbe auch mit einem verdoppelten Konsonanten beginnen (z. B. dābba „Tier“).Im modernen Hocharabischen ändert sich die Silbenstruktur, weil die klassischen Endungen meist weggelassen werden. Dadurch sind am Wortende neben den langen auch überlange Silben der Form KV̅K und KVKK möglich (z. B. bāb, aus bābun „Tür“ oder šams, aus šamsun „Sonne“).
Da eine Silbe nur mit einem einzelnen Konsonanten beginnt, können am Wortanfang keine Konsonantenverbindungen stehen. Bei älteren Lehnwörtern werden anlautende Konsonantenverbindungen durch einen vorangesetzten Hilfsvokal beseitigt (z. B. usṭūl „Flotte“, aus griechisch στόλος, stólos). Bei neueren Lehnwörtern wird ein Vokal zwischen die anlautenden Konsonanten geschoben (z. B. faransā „Frankreich“).
Betonung
Da die arabische Schrift die Betonung nicht notiert und die mittelalterlichen Grammatiker sich zur Betonung an keiner Stelle geäußert haben, kann man streng genommen keine sicheren Aussagen über die Betonung des historischen klassischen Arabisch machen. Diesbezügliche Empfehlungen in Lehrbüchern beruhen auf der Betonung, die von modernen Sprechern auf das klassische Arabisch angewandt wird, wobei man sich in Europa gewöhnlich an den Aussprachegewohnheiten im Raum Libanon/Syrien orientiert. In Gebieten wie z.B. Marokko oder Ägypten werden klassisch-arabische Texte mit durchaus anderer Betonung gelesen.Nach der üblichen Auffassung ist die Wortbetonung im Arabischen nicht bedeutungsunterscheidend und auch zum Teil nicht genau festgelegt. Generell ziehen lange Silben den Ton auf sich. Für das klassische Arabisch gilt, dass die Betonung auf der vor- oder drittletzten Silbe liegen kann. Die vorletzte Silbe wird betont, wenn sie geschlossen bzw. lang ist (z. B. faʿáltu „ich tat“), ansonsten wird die drittletzte Silbe betont (z. B. fáʿala „er tat“).
Im modernen Hocharabischen kann durch den Ausfall der klassischen Endungen auch die letzte Silbe betont werden (z. B. kitā́b, aus 'kitā́bun „Buch“). Teilweise verschiebt sich die Betonung weiter nach vorne (z. B. mádrasa statt madrásatun „Schule“; die in Ägypten übliche Aussprache dieses Wortes ist aber z.B. madrása, in Marokko hört man madrasá).
Dialektale Variation
Die Phonologie der neuarabischen Dialekte unterscheidet sich stark von der des klassischen Arabischen und des modernen Hocharabischen. Die i und u werden teils als [] und [] gesprochen. Die meisten Dialekte monophtongisieren ay und aw zu [] und [], wodurch die Dialekte über fünf statt drei Vokalphoneme verfügen. Kurze Vokale werden oft zum Schwa [] reduziert oder fallen völlig aus. Dadurch sind in manchen Dialekten auch Konsonantenhäufungen am Wortanfang möglich.Beispiel: für bahr: bhar (Meer); für lahm: lham (Fleisch) im tunesischen Dialekt, wobei die geöffnete bzw. geschlossene Silbe ausgetauscht wird.Die Dialekte haben zum Teil Konsonanten des Hocharabischen verloren, zum Teil haben sie auch neue Phoneme entwickelt. Die Laute [] und [] fallen in sämtlichen Dialekten zu einem Phonem zusammen, dessen Aussprache regional variiert. Ebenfalls hat der Laut [] seinen Phonemstatus verloren. In einigen Dialekten sind [] und [] zu [] und [] geworden; bei Wörtern aus dem Hocharabischen werden sie aber als [] und [] ausgesprochen. Das hocharabische [] wird auf unterschiedliche Arten realisiert, unter anderem in Ägypten als [] und in Teilen Nordafrikas und der Levante als []. Das hocharabische [] wird in Teilen Ägyptens und der Levante als [] gesprochen, in einigen anderen Dialekten hat es sich zu [] entwickelt. Oft wird jedoch die Aussprache [] bei Wörtern aus dem Hocharabischen beibehalten, so dass die Phoneme [] und [] parallel existieren. Einige Dialekte haben durch Lehnwörter aus anderen Sprachen fremde Phoneme übernommen, z. B. die Maghreb-Dialekte den Laut [] aus dem Französischen oder der irakische Dialekt den Laut [] aus dem Persischen.
Schrift
Hauptartikel: Arabische Schrift
Geschrieben wird das Arabische von rechts nach links mit dem arabischen Alphabet, das nur Konsonanten und Langvokale kennt. Es gibt allerdings als Lern- und Lesehilfe ein nachträglich hinzugefügtes System mit Kennzeichen () für die Kurzvokale A, I und U, und das in der klassischen Grammatik wichtige End-N, Konsonantenverdopplungen und Konsonanten ohne nachfolgenden Vokal. Der Koran wird immer mit allen Zusatzzeichen geschrieben und gedruckt. Grundsätzlich wäre das vokalisierte und mit Zusatzzeichen versehene Schriftarabisch gleichzeitig eine präzise Lautschrift, diese wird jedoch fast nur für den Koran genutzt. Bei allen anderen Texten muss man die kurzen Vokale selbst finden, was nur möglich ist, wenn man die Grundvokale jedes Wortes auswendig kennt und die grammatische Struktur vollständig analysieren kann, so dass man die richtigen Endungen einfügen kann. Aus diesem Grunde ist das Auswendiglernen langer Texte und die ständige Kontrolle eines anwesenden Lehrers fast unumgänglich, da so gut wie niemand im Alltag Hocharabisch spricht und man es auch nicht, den Koran ausgenommen, durch Lesen selbständig lernen kann.
Die arabische Schrift ist eine Kurrentschrift, die sich im Laufe der Geschichte verschliffen hat. Als immer mehr Buchstaben in der Gestalt zusammenfielen, entwickelte man ein System, diese durch Punkte über und unter den alten Konsonanten zu unterscheiden. Da die Buchstaben in einem Wort verbunden werden, gibt es bis zu vier verschieden Formen eines Buchstabens: alleinstehend, nach rechts verbunden, nach links verbunden und beidseitig verbunden. Ohne die Punkte fallen beispielsweise in der beidseitig verbundenen Form die Buchstaben N, T, TH, B, Y und P zusammen. Die Punkte für das P übernahm man aus dem Persischen, um Fremdwörter, die ein P enthalten, wiederzugeben. In einer früheren Form der arabischen Schrift, dem Kufi (), in der es noch keine Punkte gab, wurden viele Texte fast nicht mehr lesbar, da wie gesagt nur die Konsonanten geschrieben wurden und einige davon auch nicht mehr zu unterscheiden waren. Die neuentwickelte Schrift mit den Punkten nennt man Nas-ch ().
Aussprache
In vielen islamischen Ländern gibt es Bestrebungen, sich bei der Aussprache der modernen Hochsprache einem Standard zu nähern, der dem nahe kommen soll, was als Aussprachestandard für das klassische Hocharabisch gilt. Grundlage dabei ist meistens der Aussprachestandard der Rezitation (ar. tilāwa ) des Korans, der weitgehend kodifiziert ist und in modernen Korandrucken auch durch Diakritika wiedergegeben wird. Diese Ausspracheform genießt ein hohes Prestige, wird allerdings in der Regel nur im religiösen Kontext verwendet.
Die frühere Aussprache des Hocharabischen ist nicht mit Sicherheit in allen Einzelheiten bekannt. Ein typischer Fall, wo bis heute keine völlige Klarheit über die Aussprachenormen des klassischen Hocharabisch besteht, ist die sogenannte Nunation, also die Frage, ob die Kasusendungen bei den meisten unbestimmten Nomina auf n auslauten oder nicht (kitābun vs. kitāb). Für beide Varianten lassen sich Argumente finden, und da in alten Handschriften das Vokalzeichen der Endung nicht geschrieben wurde, kann man nicht mit Bestimmtheit sagen, wie diese Formen ausgesprochen wurden.
Grammatik
Der Artikel
Das Arabische kennt indeterminierte (unbestimmte) und determinierte (bestimmte) Nomina. Determiniert wird ein Nomen durch den vorangestellten Artikel „al“ (dialektisch oft el, il), der nach Zahl und Fall unveränderlich ist, der aber sein A verliert, wenn er auf einen anderen Vokal folgt, und sein L an nachfolgende Substantive, die mit Sonnenbuchstaben beginnen, assimiliert. Durch ein nachfolgendes seinerseits determiniertes oder indeterminiertes Wort im Genitiv (siehe auch Status constructus) oder durch ein direkt an das Wort angeschlossenes Personalsuffix wird ein Wort ebenfalls determiniert, darf also selbst keinen Artikel mehr tragen. Eigennamen sind von Haus aus determiniert und tragen ebenfalls keinen Artikel, ausgenommen die meisten Ländernamen. Bei Mondbuchstaben wird der Artikel „al“ in der Aussprache, im Gegensatz zu den Sonnenbuchstaben, ausgesprochen!
Indeterminierte und determinierte Nomina unterscheiden sich in der Hochsprache (nicht mehr im Dialekt) zusätzlich durch unterschiedliche Endungen. Bsp.: (al-qamar-u) „der Mond“, (qamar-un) „ein Mond“. Attribute, wie Adjektive, werden dem zugehörigen Nomen nachgestellt.
Das Genus
Im Arabischen gibt es zwei Genera (Geschlechter), Femininum (weiblich) und Maskulinum (männlich) , die meisten weiblichen Wörter enden auf ah(-tun), das bei angehängten Endungen zu at wird. Weibliche Personen (Mutter, Schwester etc.) Eigennamen von Ländern und Städten, und die Namen doppelt vorhandener Körperteile (Fuß, Hand) sind auch ohne weibliche Endung weiblich. Daneben kennt das Arabische noch ein Kollektivum.
Bsp.:
- Maskulinum: (qamar-un) „ein Mond“
- Femininum: (luġa-tun) „eine Sprache“
Der Numerus
Es gibt drei Numeri: Singular (Einzahl), Dual (Zweizahl)und Plural (Mehrzahl), und drei Fälle: Nominativ, Genitiv und Akkusativ, die fast ausschließlich durch kurze Vokal-Endungen bezeichnet werden. Diptoten sind Eigennamen oder indefinierte Substantive, welche anstatt der üblichen drei Deklinationsendungen nur deren zwei aufweisen, d.h. zwischen Genitiv und Akkusativ nicht formal unterscheiden.
In den Dialekten hat sich die Kategorie des Numerus teilweise auf bemerkenswerte Weise verändert. So ist im ägyptischen Dialekt bei den meisten Substantiven der Dual nicht mehr im Gebrauch und daher das Inventar auf zwei Numeri reduziert. Auf der anderen Seite haben einige Substantive für Zeiteinheiten nicht nur den Dual bewahrt, sondern als vierten Numerus noch einen gesonderten Zählplural ausgebildet, z.B. "Tag": Singular yoom, Dual yomeen, Plural ayyaam, Plural nach Zahlworten tiyyaam.
Das Verb
Die wirkliche Komplexität der arabischen Sprache liegt in der Vielfalt ihrer Verbformen und daraus abgeleiteten Verbalsubstantive, Adjektive, Adverbien und Partizipien. Jedes arabische Verb verfügt über zwei Grundformen im Perfekt und Imperfekt, Beispiel: kataba - yaktubu: „er schrieb – er schreibt“. Dazu kommt als dritte wichtige Form das Verbalsubstantiv kitabatun („das Schreiben“). Da sich die meisten Verbformen schematisch ableiten lassen, sind sie viel leichter zu erlernen, als ein Arabisch-Schüler vermuten mag. Zwar gibt es nur zwei Hauptzeiten, wobei das Perfekt eine vollendete, das Imperfekt eine unvollendete Handlung ausdrückt. Trotzdem hat das Arabische eine Vielzahl von Zeitstufen ausgebildet. Viele Verben existieren in zahlreichen, durch Umbildung der Wurzel abgeleiteten Stämmen, die jeweils bestimmte Bedeutungsaspekte haben, wie zum Beispiel Intensivierung oder reflexive Bedeutung. Jeder Stamm besitzt bestimmte Eigenschaften, z.B. ein Präfix, Verlängerung, Änderung oder Wegfall eines Vokals oder auch Verdopplung des mittleren Radikals (d.h. Wurzelkonsonanten). Die Art und Reihenfolge dieser Konsonanten ändern sich hingegen innerhalb einer Wortfamilie nie.
Eine Eigenheit der arabischen Grammatik erleichtert die mündliche Wiedergabe des Hocharabischen sehr: Am Ende eines Satzes fällt im Hocharabischen die Vokalendung meist weg. Man nennt diese Form traditionell „Pausalform“. Nun werden aber die drei Fälle und auch zum Teil die Modi gerade durch diese Endungen ausgedrückt, die bei einer Sprechpause wegfallen. Deshalb benützen viele Sprecher, wenn sie modernes Hocharabisch sprechen, sehr häufig diese „Pausalform“ und ersparen sich so einen Teil der manchmal komplizierten Grammatik. Da aber auch gerade diese Vokalendungen in allen Dialekten wegfallen, erleichtert dies das moderne Hocharabisch sehr. Das komplizierte System der Verbformen ist in vielen Dialekten noch weitestgehend erhalten, so dass die Dialektsprecher damit weniger Schwierigkeiten haben. Obwohl wie unten beschrieben die Bedeutung eines Wortes meist an den Konsonanten hängt, sind es gerade die kurzen Vokale, die einen großen Teil der komplizierten Grammatik ausmachen.
Verbalstamm: Wurzelkonsonant
Arabische Wörterbücher sind häufig so angelegt, dass die einzelnen Wörter nach ihren Wurzeln, also quasi ihren „Wortfamilien“, geordnet sind. Daher ist es beim Erlernen des Arabischen wichtig, die Wurzelkonsonaten eines Wortes identifizieren zu können. Der überwiegende Teil der Wörter hat drei Wurzelkonsonanten, einige auch vier. Durch das Abtrennen bestimmter Vor-, Zwischen- und Endsilben erhält man die Wurzel eines Wortes. Gerade Anfänger sollten solche nach Wurzeln geordnete Wörterbücher benutzen, da der Gebrauch „mechanisch-alphabetisch“ geordneter Lexika bei geringen Grammatikkenntnissen oft dazu führt, dass eine Form nicht erkannt und falsch übersetzt wird.
Wortschatz
Die meisten arabischen Wörter bestehen aus drei Wurzelkonsonanten (Radikalen). Daraus werden dann verschiedene Wörter gebildet, beispielsweise kann man unter anderem aus den drei Radikalen K-T-B folgende Wörter und Formen bilden:
- KaTaBa : er schrieb (Perfekt)
- yaKTuBu :er schreibt (Imperfekt)
- KiTāB : Buch
- KuTuB : Bücher
- KāTiB : Schreiber (Einzahl)
- KuTTāB : Schreiber (Mehrzahl)
- KaTaBa : Schreiber (alternative Mehrzahlform)
- maKTaB : Schreibtisch im Büro
- maKTaBa : Bibliothek, Buchhandlung
- maKTūB : Brief
Die hier angegebenen Formen sind Pausalformen. Im klassischen Hocharabisch treten noch die meist nicht geschriebene Endungen -a, -i, -u, -an, -in, -un, -ta, -ti, -tu, -tan, -tin, -tun oder auch keine Endung auf. Das T in den Endungen kommt so zustande, dass man das heute stumme End-H zum T uminterpretiert, indem man ihm die Punkte von T beigibt. Das N in diesen Endungen wird auch nicht durch den Konsonanten-Buchstaben N gekennzeichnet, sondern durch die wenig gebräuchlichen Zusatzzeichen.
Der Wortschatz ist zwar extrem reich, aber oft nicht klar normiert und mit Bedeutungen aus der Vergangenheit überfrachtet. So gibt es zum Beispiel kein Wort, das dem europäischen Wort „Nation“ relativ genau entspricht. Das dafür gebrauchte Wort (, Umma) bedeutete ursprünglich und im religiösen Kontext bis heute „Gemeinschaft der Gläubigen (Muslime)“; oder z.B. „Nationalität“ (, dschinsiyya) eigentlich „Geschlechtszugehörigkeit“ im Sinne von „Sippenzugehörigkeit“ – „Geschlechtsleben“ z.B. heißt (, al-hayāt al-dschinsiyya), wobei al-hayāt „das Leben“ heißt. Das Wort für „Nationalismus“ (, qaumiyya) bezieht sich ursprünglich auf die Rivalität von „(Nomaden-)Stämmen“ und kommt von qaum, was ursprünglich und bis heute oft noch „Stamm“ im Sinne von „Nomadenstamm“ bedeutet. So überlagern sich oft in einem Wort sehr alte und sehr moderne Konzepte, ohne dass das eine über das andere obsiegen würde. „Umma“ z.B. gewinnt wieder mehr seine alte religiöse Bedeutung zurück. Es gibt zahlreiche alte Lehnwörter aus dem Aramäischen und Griechischen und viele neuere aus dem Englischen und Französischen, die aber oft wie Fremdkörper im Arabischen wirken. Andererseits hat jede Sprache eine Anzahl von Lehnwörtern aus anderen Sprachen. So sind ca. 10% der spanischen Wörter arabischen Ursprungs (vgl.: Arabischer Einfluss in der spanischen Sprache).
Die häufigsten Wörter
Die drei häufigsten Wörter werden mit dem nächsten Wort verbunden geschrieben (in der Umschrift mit Bindestrich abgetrennt); es sind al („der“/„die“/„das“), wa („und“) sowie bi („in“, „mittels“).
Lässt man diese sogenannten monomorphematischen Wörter außer Acht, ergibt sich folgende Rangliste:
- fī (in)
- min (von, aus)
- ʿalā (auf, über, an, bei)
- anna (dass)
- inna (gewiss, wahrlich, auch Verstärkungspartikel)
- ilā (zu, nach, bis, bis zu)
- kāna (sein [Verb])
- hādhā, hādhihi (das, diese[r, -s])
- an (dass)
- alladhī (Relativpronomen)
Sprachbeispiel
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:- In DMG-Umschrift:
- Yūladu ǧamīʿu n-nāsi aḥrāran mutasāwīna fī l-karāmati wa-l-ḥuqūqi. Wa-qad wuhibū ʿaqlan wa-ḍamīran wa-ʿalaihim ʾan yuʿāmila baʿḍuhum baʿḍan bi- rūḥi l-ʾiḫāʾi.
- In IPA-Umschrift:
- ˈjuːladu dʒaˈmiːʕu‿nˈnːaːsi ʔaħˈraːran mutasaːˈwiːna fi‿lkaˈraːmati wa‿lħuˈquːqi wa qɒd ˈwuhibuː ˈʕɒqlan wa dˤɒˈmiːran wa ʕaˈlaihim ʔan juˈʕaːmila ˈbɒʕdˤuhum ˈbɒʕdˤan bi ˈruːħi‿lʔiˈxaːʔi
- In deutscher Übersetzung:
- Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.
Übersetzungen
Übertragungen ins Arabische erfolgen meist aus dem Englischen und Französischen, oft aus dem Spanischen sowie zur Zeit der Sowjetunion aus dem Russischen. Selten sind Übertragungen aus anderen europäischen Sprachen wie auch aus dem Japanischen, Chinesischen, Persisch, Türkisch und Hebräisch. So liegen zum Beispiel Werke von Jürgen Habermas lediglich in einer schlechten, in Syrien erschienenen Übertragung aus dem Französischen vor. Einige Werke von Friedrich Nietzsche, ebenfalls aus dem Französischen, wurden in Marokko verlegt. In Syrien erschien "Der Antichrist" von Nietzsche in einer Übersetzung aus dem Italienischen. ("Über den Kulturtransfer auf steinigen Routen", Neue Zürcher Zeitung. 3/2006). Der Buchmarkt wird vermutlich mehr oder weniger von staatlichen Subventionierungen geprägt. (Die Buchmesse Kairo, zweitgrößte der Welt für den arabischen/nordafrikanischen Raum, ist bisher staatlich).Siehe auch
- Arabische Dialekte
- Arabische Schrift
- Arabisches Alphabet
- Arabische Literatur
- Arabischer Name
- Liste deutscher Wörter aus dem Arabischen
Literatur
Allgemeine Beschreibungen und Grammatiken
- Wolfdietrich Fischer: Grammatik des Klassischen Arabischen. 3. Auflage. Wiesbaden 2002, ISBN 3-447-04512-4
- Ernst Harder, Annemarie Schimmel: Arabische Sprachlehre. Heidelberg 1997, ISBN 3872760017 (Knappe Einführung in die arabische Sprache und Grammatik.)
- John Mace: Arabic Grammar. A Revision Guide. Edinburgh 1998, ISBN 0748610790 (Übersichtliche, auf das Arabisch der Gegenwart bezogene Grammatik.)
Lehrbücher
- Tawfik Borg: Modernes Hocharabisch. Konversationskurs. 5. Auflage. Hamburg 2004, ISBN 3921598230 (Konversationsbezogenes Lehrwerk, das z. T. jedoch ägyptisches statt hocharabischen Vokabulars verwendet.)
- Wolfdietrich Fischer, Otto Jastrow: Lehrgang für die arabische Schriftsprache der Gegenwart. 5. Auflage. Wiesbaden 1996, ISBN 3-88226-865-4
- Günther Krahl, Wolfgang Reuschel, Eckehard Schulz: Lehrbuch des modernen Arabisch. 5. Auflage. Berlin/München 2002, ISBN 3324006139 (Ein umfangreiches und akademisch geprägtes Standardwerk, Lehrbuch an vielen deutschsprachigen Universitäten.)
Wörterbücher
- Götz Schregle: Deutsch-Arabisches Wörterbuch. Wiesbaden 1977, ISBN 344701623X (Gilt als das Standardwörterbuch Deutsch - Arabisch.)
- Hans Wehr: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart. Arabisch-Deutsch. 5. Auflage. Wiesbaden 1985, ISBN 3447019980 (Das Standardwörterbuch der arabischen Gegenwartssprache, nach Wurzeln geordnet.)
Fachliteratur zu spezifischen Themen
- André Roman : La création lexicale en arabe - étude diachronique et synchronique des sons et des formes de la langue arabe, Jounieh [u. a.], (CEDLUSEK) Université Saint-Esprit de Kas , 2005
- Pierre Larcher : Linguistique arabe: sociolinguistique et histoire de la langue , Leiden [u.a.] , Brill , 2001
Weblinks
Allgemein:
- Informative Seite über Arabisch der Universität Erfurt
- Einführung in die arabische Schrift
- Arabische Schrift und Sprache
- Deutsch <-> Arabisch <-> Englisches Online-Wörterbuch
- Deutsch-Arabisches Online-Wörterbuch
- Arabische Standard-Wörterbücher المعاجم العربية – online auf einer Seite
- Hocharabisch lernen mit 15-teiliger Vortragsreihe
- Arabische Schrift und Sprache. (MP3)
- Nützliche Dokumente zum Arabischlernen (download, PDF)
- Arabisches Vokabeltraining
- Zum Anhören: Arabisch und Dialekte im Vergleich
- Muftah-Alhuruf.com – Schreibt und schickt arabische E-Mails ohne eine arabische Tastatur oder Betriebssystem zu haben.
ang:Arabisc sprǣc arc:ܠܝܫܢܬ ܥܪܒܝܐ ast:Idioma Árabe haw:ʻŌlelo ʻAlapia nds:Araabsche Spraak pih:Arabik scn:Lingua àrabba simple:Arabic language zh-min-nan:A-la-pek-gí
Diskussion der Autoren über den Artikel: Arabische Sprache
Grammatik
Wie wäre es mit einer arabischen Grammatik? Auf wikibooks? Das würde sicherlich spass machen. Zorro 17:42, 20. Jan 2004 (CET)Ich mache jetzt Ernst auf wikibooks! http://wikibooks.org/wiki/A... Zorro 21:39, 1. Feb 2004 (CET)
Super! Beste Erklärung zum Arabischen, die ich bisher im Internet gefunden habe. Anregung:
- Mich interessiert die Problematik von Transkriptionsregeln arabisch -> lateinische Schriftsysteme. Sehr aktuell, vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse. Fast alle Namen etc. in den Nachrichten werden heute unter Zugrundelegung einer amerikanischen Aussprache buchstabiert, etwa Al Jazeera - Al Dschasira, oder Al Quaida - El Kaida. Ich finde aber Englisch extrem ungeeignet, weil einige Laute damit nicht umsetzbar sind, die es in anderen Sprachen sicher gäbe.
- Beim Letzten Absatz wäre ein Beispiel gut, wie man sich eine Bedeutung eines unbekannten Wortes aus den Wortstämmen erschließen kann.
"Gleichzeitig ist die arabische Grammatik trotz ihrer Komplexität sehr logisch aufgebaut (nur wenige Ausnahmen), so dass gesagt wird, Arabisch sei die logischste aller Sprachen."
Wie kann man das von einer Sprache, die kaum eine regelmäßige Pluralbildung kennt, sagen sie sei SEHR LOGISCH aufgebaut? - außerdem sind de Pluralformen noch nicht mal einheitlich bei einem Wort, z.B:
- Insel= Djaziirah,
- Inseln = Djazaa'ir ODER
- Inseln= Djuzur
Die Komoren heißen auf arabisch "Mond-Inseln" DJUZUR ul-Qamar, die Kapverdischen Insel dagegen heißen DJAZAA'IR Kaaba Firdi. Daneben heißt al-Djazaa'ir auch noch sowohl Algerien als auch Algier. Ein großes Bewässerungsgebiet im Sudan (keineswegs eine Insel) heißt Djaziira, ebenso wie eine Nil-Insel in Kairo (in ägyptischen Dialekt Gezira ausgesprochen). Die arabische Halbinsel wird oft als Djaziira bezeichnet, genauso wie der bekannte Fernsehsender - wo ist da die Logik? Theoretisch gibt es eine regelmäßigen Plural - der hieße Djaziiraat - aber den gibt's nicht!
Weibliche Wörter werden mit männlichen Zahlwörten gezählt, männliche mit weiblichen, aber nur von 3 bis 10. Von 11 bis 19 stimmen das nur für die Einer, die Zehner entsprechen dem Geschlecht des Gezähten. Zahlen werden dekliniert nur von 11 bis 19 nicht (mit Ausnahme von 12!). Zwei wird mit einer eigenen Form augedrückt (Dual). Von 3 - 10 steht das Gezählte im Genitiv Plural; von 11 - 99 im Akkusativ SINGULAR von 100 an wieder im Genitiv aber nun im SINGULAR. Erkäre mir einer die Logik dieser Sprache !!! Ich könnte seitenlang so fortfahren - jeder der schon mal versucht hat Hocharabischzu lernen, kann ein Lied davon singen.
"Durch das Prinzip der Radikale und der jeweils auf sie anwendbaren Stämme ermöglicht das Arabische eine riesige Anzahl von Wortschöpfungen, die schon aus der Art ihrer Konstruktion heraus verständlich sein können. Durch den großen theoretischen und tatsächlichen eigenen Wortschatz kommt das Arabische auch mit wenigen Fremdwörtern aus."
In der Praxis sieht das dann so aus, dass man jedes Fremdwort auf viele verschieden Arten arabisiern kann - da ist das Chaos dann perfekt.
Ich streiche deshalb beide oben genannten Passagen. انا يوسف من ويكيبيديا
- Wie war das nochmal: Doktor = Duktur, pl. Dakâtir - Schönes Beispiel, nicht?
- Trotzdem finde ich dass Arabisch sehr logisch ist: Selbst die auf den ersten Blick irregulären Verben (schwacher Wurzelkonsonant) lassen sich logisch ableiten. Wenn du die Wurzel siehst, dann weißt damit schon automatisch, ob das Verb regulär oder "irregulär" sein wird, und im zweiten Fall kannst du detailiert voraussagen, wie die "irregulären" Formen aussehen werden. Versuch das mal auf Deutsch oder Latein! Der innere Plural - den es übrigens in Ansätzen auch im Deutschen gibt (Umlautbildung) - ist auch relativ regelmäßig. Zumindest im Grundwortschatz, bei Fremdwörtern vielleicht nicht. Jakob stevo 19:14, 29. Mai 2004 (CEST)
Neuarabische Sprachen oder nur Dialekte?
Da bisher alle Sprachformen, die aus dem Altarabischen hervogegangen sind (außer Maltesisch) vom klasssischen bzw. modernen Hocharabisch überdacht werden, finde ich den Ausdruck "Sprache" sehr problematisch. Folgt man dem Konzept von Abstandsprache, Ausbausprache, Dialektkontinuum, Diglossie und Dachsprache sollte man zumnindest von neuaranischen Sprachen ODER Dialekten sprechen, wenn man Sprachen nicht ganz streichen will. Ich bin mal mutig und ersetzte Sprachen durch Dialekte.
- Ich denke das ist ok wie Du es gemacht hast. --Zenogantner 18:27, 29. Feb 2004 (CET)
Sehr guter und umfangreicher Artikel, das mal vorweg!! Aber:
- Viele Verben existieren jedoch neben ihrer Grundform in weiteren, aus der Grundform durch Umbildung abgeleiteten Stämmen, die jeweils bestimmte Bedeutungsaspekte haben.
Diskussion aus Wikipedia:Kandidaten für exzellente Artikel
Arabische Sprache, 15. August
Dafür: Aus meiner Laiensicht heraus finde ich diesen Artikel ein absolut gelungenes Beispiel für einen Sprachartikel. -- Dishayloo [ +] 13:17, 15. Aug 2004 (CEST)- Wünsch mir ein Sprachprobe in Ogg.--Nerd 13:25, 15. Aug 2004 (CEST)
- contra: Ich habe zwar überhaupt keine Ahnung von Sprachen im Allgemeinen noch von Arabisch im Besonderen. Allerdings würde ich mir von dem Artikel weit mehr zur Bedeutung der Sprache wünschen, die ja lange Zeit zumindest in der Wissenschaft führend war. Über die unterschiedlihen Dialekte steht ebenfalls sehr wenig drin und der Link auf den Artikel Arabische Dialekte ist leider nur versteckt vorhanden. Nach Lektüre des Abschnitts Aussprache weiss ich noch immer nicht, wie das nun ausgesprochen wird und ein Abschnitt über entlehnte Worte in anderen Sprachen fehlt (es sei denn, ich bin blind). Als Massstab für einen exzellente Sprachartikl werde ich wohl weiterhin bei Mandarin bleiben müssen. Liebe Grüße, -- Necrophorus 19:20, 17. Aug 2004 (CEST)
- contra: Der Artikel ist mir insgesamt noch zu unstrukturiert. Es stehen zwar eine Menge Fakten drin; die aber sceinbar recht beliebig aufeinander folgen. Hier wäre es hilfreich, mit größeren Unterkapiteln wie "Linguistische Aspekte", "Literatur", "kulturelle Aspekte beziehungsweise Verbreitung" zu arbeiten. Die gesamte Sprachgeschichte wirkt sehr zerrissen. Die Problematik des Hocharabischen wird zwar immer wieder angesprochen, ein Fazit scheint aber zu fehlen. Für mich klingt es teilweise so, als entspräche das moderne Hocharabisch dem Sprachstand von 700 AD. Generell wären ein paar Grafiken zur Sprachgeschichte sowie auch zur Verbreitung hilfreich. Auch der Grammatikabschnitt sollte deutlich übersichtlicher strukturiert werden. Unbedingt auch noch mal inhaltlich überprüfen. "Zwar gibt es nur zwei Hauptzeiten, Perfekt und Imperfekt,..." Gibt es tatsächlich keine Gegenwartsform? Generell wäre es hilfreich, für Laien die linguistischen Fachtermini besser zu verlinken. Und ob die Literaturliste wirklich mit nur einem Titel auskommt (nichts gegen Annemarie Schimmel), ist auch noch die Frage. --Zinnmann Zinnmann 10:05, 19. Aug 2004 (CEST)
- Um die Frage zu beantworten: Im Arabischen gibt es tatsächlich nur zwei Grundzeitformen, und diese beiden heißen tatsächlich "Perfekt" und "Imperfekt". Das Perfekt wird allgemein für die Vergangenheit gebraucht, das Imperfekt allgemein für die Gegenwart. Allerdings ist das Imperfekt eher tempusindifferent, daher wird der Begriff "Präsens" nicht verwendet. Das Problem liegt halt darin, daß in der Grammatik einige Begriffe für den Laien irreführend sind. - Korny78 20:35, 13. Jan 2005 (CET)
Varianten des Arabischen werden von ca. 250 Millionen Muttersprachlern gesprochen. Es ist (nicht immer alleinige) Amtssprache in folgenden Ländern: Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Eritrea, Irak, Israel, Jemen, Jordanien,Komoren, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästinensische Autonomiegebiete, Sahara, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Syrien, Tschad, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate. Darüberhinaus ist es eine der sechs offiziellen Sprachen der Vereinten Nationen.
In aller neuester Zeit gewinnt das gesprochene Hocharabische wieder an Raum, Schrittmacher ist dabei u.a. der Fernsehsender Aljazeera in Katar. Dort gibt es sehr lebendige Diskussionen von Sprechern aus allen Ecken der Arabischen Welt, die sich bemühen eine dem Hocharabischen nahe kommende Sprache zu gebrauchen.
Durch die dominierende ägyptische Film- und Fernsehproduktion (u.a. bedingt durch die Bevölkerungszahl) gilt der gesprochene Kairoer Dialekt des Arabischen in der arabischen Welt als allgemein verständlich, sozusagen "gemeinsprachlich". Gewöhnliche Filme auf hocharabisch zu drehen ist nicht üblich, da diese Sprache eher ernsten Themen wie den Fernseh- und Rundfunknachrichten, religiösen Sendungen und Gottesdiensten vorbehalten ist.
Lesenswert-Diskussion (abgelehnt)
Vor knapp einem Jahr an der "Exzellenz-Hürde" gescheitert. Vielleicht jetzt reif für das Label "Lesenswert". --Bender235 09:05, 16. Jun 2005 (CEST)- contra Könnte jemand wie elian oder baba dort noch einmal vorbeischaun. Satzungetüme wie, "Die einzelnen arabischen Dialekte in den verschiedenen Ländern unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander und sind, wenn sie weit auseinander liegen (z. B. Marokko - Irak), auf basilektaler Ebene oft gegenseitig nicht oder nur schwer verständlich, in etwa vergleichbar mit den verschiedenen deutschen Mundarten.", sind schwer verdaulich und an der Grenze zur Unverständlichkeit. --Semmel 08:06, 17. Jun 2005 (CEST)
Der Artikel zeichnet sich durch einige Ungenauigkeiten, Missverständnisse, mangelnde sprachwissenschaftliche Grundkenntnisse des Autors sowie eine gewisse Konzeptionslosigkeit aus, die sich zum Beispiel in der Erwähnung von Details im Absatz "Allgemeines" äußert. Den von Semmel oben zitierten Satz mit "basilektal" finde ich gar nicht mal am schlimmsten. Der Ansatz ist ganz ordetlich, da muss aber noch ordentlich Struktur reingebracht werden. So nicht lesenswert, jedenfalls nicht im hier diskutierten Sinne. --Rabe! 21:43, 20. Jun 2005 (CEST)
Kann jemand helfen?
Hi! Kann jemand das hier:
- "Ravdat al-Husain fī chulāsat achbār al-chāfiqain" ()
- die Übersetzung von arab. Titeln ist immer kniffig.Da ist auch noch ein Reim drin.Dieser Titel ist voll arabisch, keine izafeh aus dem Persischen und Osmanisch ist es auch nicht. Es kann zwar "osmanisch" sein, aber der Titel an sich ist eine Übernahme aus dem Arabischen, wie so oft. Zur Übersetzung: "Garten des Hussein in der Kurzfassung/Zusammenfassung der Nachrichten des Orients und Okzidents" --Orientalist 20:32, 26. Dez 2005 (CET)
- (CET) -- 13:20, 27.12.2005
Ain
"und einen stimmhaften Kehlkopf-Presslaut ع, den man "Ain" nennt, den es aber nur in sehr wenigen anderen Sprachen gibt" Ist dieser Laut mit dem AYIN im Hebräischen identisch? -andy 80.129.88.246 12:42, 16. Jan 2006 (CET)Im Prinzip: Ja. Da aber ein beträchtlicher Teil der heutigen israelischen Bevölkerung aus Europa eingewandert ist, können die meisten den Laut nicht korrekt aussprechen. Siehe Kapitel Aussprache im Artikel Neuhebräisch.
- Warum wird das nicht mittranskribiert? Ich habe es mal so gelernt: "ˁain" oder "ˁala". Viele Grüße, --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer 00:35, 24. Feb 2006 (CET)
Ismail Haniyeh
Hallo,
ich habe grade zu Ismail Haniyeh, dem Spitzenkandidaten der Hamas bei den Wahlen 2006 einen neuen Artikel angelegt. Ich hoffe, den schreibt man wirklich so. Im Arabischen bin ich nicht so firm ;-) Wenn es falsch geschrieben ist, könnte ihn vielleicht ein Kundiger verschieben.--Q'Alex 15:16, 15. Feb 2006 (CET)
Ich glaube, so steht es in den Tageszeitungen auch. Deshalb meine ich, dass der Name so behalten werden sollte.--Orientalist 17:25, 15. Feb 2006 (CET)
- Danke.--Q'Alex 23:33, 15. Feb 2006 (CET)
Der Dialog
Der Dialog ist etwas krumm oder ? der eine fragt zweimal nach dem Befinden und der andere antwrtet zweimal "danke gut "
- Er ist nicht nur krumm, er ist auch peinlich. Das Hocharabische ist eine Literatursprache, will man eine Sprachprobe geben, so sollte man sie aus der reichlich vorhandenen arabischen Literatur holen. Banale Alltagsgespräche werden nirgends in der arabischen Welt in der Hochsprache geführt, das ist absurd und vermittelt dem Leser einen völlig falschen Eindruck. --Abu l-bisse 10:26, 30. Mär 2006 (CEST)
Genauso ist es, wie es Abu l-bisse sagt. Solche Dialoge existieren nur in den Registern der Umgangsprache. Das ist einer grossen Fehler des Lehrbuchs von Krahl-Reuschel ebenfalls, in dem die Lektüre 2 Alltagsdialoge in der Hochsprache beinhaltet.Man sagt auch nicht al-hamdu 'llah djayyid ich meine جيد .Selbst wenn man von der Beerdigung der Familienmitglieder kommt, sagt man al-hamdu 'l-llah. Werturteile werden nicht abgegeben.--Orientalist 11:27, 30. Mär 2006 (CEST)ٍ
- Hmm, wieso habt ihr den Dialog dann nicht gelöscht? Die meisten Sprachartikel kommen auch ohne Sprachbeispiel aus. --BishkekRocks 12:55, 7. Mai 2006 (CEST)
- Oder wie wäre es mit der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, wie es auf [Omniglot gemacht wird? --BishkekRocks 15:46, 7. Mai 2006 (CEST)
- Ist auch nicht der Hit. Aber allemal besser als zuvor, hab deshalb die Vokalisation korrigiert. Für jemand, der nicht Arabisch kann, und das sind nunmal bei diesem Artikel unsere meisten Leser, wär was mit Wort-für-Wort Transkription und Übersetzung + gramm. Kommentar wohl geeigneter. Ich verpflicht mich sowas mal zu machen, solange kann dein Beispiel ja stehen bleiben. --Abu l-bisse 16:31, 7. Mai 2006 (CEST)
- Die Menschenrechtserklärung hat immerhin den Vorteil, dass man sie für so ziemlich jede Sprache finden kann. D.h. wenn man es systematisch für jeden Sprachartikel machen würde, hätte man für jede Sprache den selben Beispieltext. Andererseits ist die Menschenrechtserklärung natürlich kein furchtbar interessanter Text. Wenn dir was besseres einfällt - gerne! Und ja, eine Interlinearübersetzung wäre in der Tat eine gute Idee. --BishkekRocks 17:20, 7. Mai 2006 (CEST)
Liste von Staaten mit indigener muttersprachlich arabischer Bevölkerung
Hallo zusammen, ich hab eine Liste von Staaten mit indigener muttersprachlich arabischer Bevölkerung erstellt. Darauf könnte man ja vom Artikel aus einen Link setzen. Aber ganz glücklich bin ich selbst noch nicht damit. Ich habe die Angaben hauptsächlich aus Ethnologue - Languages of the World. Dabei wird nur die indigene Bevölkerung gezählt, aber da kommt mir so einiges spanisch vor. Z.B. der überraschend große Anteil der arabischen Muttersprachler in Marokko und der noch erstaunlichere geringe Anteil bei den Staaten der arabischen Halbinsel. Deshalb wollt ich das erstmal hier zur Begutachtung vorlegen. Vielleicht hat jemand ja noch weitere verlässliche Informationsquellen und hilft, die Liste zu verbessern. Irrsinnig gut wäre noch eine weitere Spalte mit der Anzahl der nicht-indigenen arabischen Muttersprachlern und den Gesamtprozentzahlen. Also Mithilfe ist erwünscht, sonst wird aus der Liste wohl ein Löschkandidat. --Abu l-bisse 14:37, 8. Apr 2006 (CEST)
Erythräische Sprachen
Schade, dass Tritonus05 mit seinem Vandalismusvorwurf gleich eine solch unnötige Schärfe in eine durchaus notwendige Diskussion gebracht hat. Allgemeiner Konsens ist jedenfalls die Hierarchie: Afroasiatische Sprachen > Semitische Sprachen > Westsemitische Sprachen > Arabisch. Alle weiteren Zwischen- und Untergruppierungen sind wissenschaftliche Moden, die von mehr oder weniger kleinen wissenschaftlichen Kreisen getragen werden und die sich ständig ändern. Bereits an der Frage, welchem westsemitischen Zweig das Arabische zuzurechnen ist, scheiden sich die Geister. Während man es früher dessen südlichen Zweig, also dem südwestsemitischen, zuordnete, neigt man heute eher dazu einen zentralwestsemitischen Zweig zu postulieren, in den man das Arabische zusammen mit dem Alt-Südarabischen einordnet. Dieser modernen Auffassung habe ich mich in der Grafik, die ich zum Artikel beigesteuert habe und die die Verwandschaftsverhältnisse beschreibt, angeschlossen. Wie die Verwandschaftsverhältnisse weiter oben in der Ahnentafel aussehen ist noch viel spekulativer und wissenschaftlichem Zeitgeist geschuldet. Für eine allgemeine Enzyklopädie wie Wikipedia sollte deshalb die obige, allgemein akzeptierte Hierarchie ausreichen. --Abu l-bisse 20:42, 5. Mai 2006 (CEST)
- ich möchte mich hier nicht unbedingt einmischen, aber vorschlagen darf ich vielleich, mit Verlaub, den "Grundriss" von Brockelmann....um Ausweitungen in der Diskussion zu vermeiden --Orientalist 20:48, 5. Mai 2006 (CEST)
- ACK Abu l-bisse! Ich habe Tritonus05 auf seiner Dis angeschrieben. --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer/Thomas Goldammer/Bewertung 02:07, 6. Mai 2006 (CEST)
Hallo Shmuel haBalshan und Orientalist. Ich halte eure Änderungern für Nonsense. Die erste Einteilung der semitischen Sprachen in Ostsemitisch und Westsemitisch ist doch Konsens. Also kann es kein "Südsemitisch" geben, höchstens ein "Südwestsemitisch". Und dass Arabisch zu den Nordwestsemitischen Sprachen gehören soll ist mir ganz neu, nicht gerade ein Ruhmesblatt der EI, wenn das tatsächlich so drin stehen sollte. Wenn ihr ernsthaft diese Thesen vertreten wollt, dann müsst ihr auch meine Grafik aus dem Artikel rausnehmen. Es ist hier übrigens keineswegs ein "fast-Edit War" im Gang, sondern der Versuch eine Diskussion zum Thema in Gang zu bringen. Also macht doch mal eure Auffassung der Genealogie hier an dieser Stelle etwas detaillierter. --Abu l-bisse 12:30, 6. Mai 2006 (CEST)
@Abu l-bisse: es ist üblich, Äußerungen durch Quellen zu belegen und nicht gleich mit der chemischen Keule kommen: "nicht gerade ein Ruhmesblatt der EI.." . Der Artikel ist durch Belege entsprechend abgesichert. C. Brockelmann und seine Vorgänger waren keine Eintagsfliegen der Semitistik. Was ich schrieb, steht "tasächlich" in der EI drin....soll was zugedichtet haben? Verwandschaften zum Ugaritischen, Aramäischem und Hebräischen rechtfertigen diese Zuordnung.Ist Dir etwas "ganz neu", dann empfehle ich Dir, erst mal nachzulesen. An einem solch sonnigen Tag ist zwar eine Bibliothek nicht die beste Adresse, aber wir können bis zum nächsten Regentag ja warten. Und diskutieren kann man erst, wenn die Gegenseite die Quellen gelesen hat. Also, was soll's?--Orientalist 13:34, 6. Mai 2006 (CEST)
- Lieber Orientalist, wir machen uns doch lächerlich, wenn wir das Arabische gleichzeitig in das "Südsemitische" und in das "Nordwestsemitische" einordnen. Das fällt doch selbst völlig unbedarften Lesern auf, dass da was nicht stimmen kann (Süden und Norden sind nunmal zwei verschiedene Dinge). Deshalb halte ich meinen Vorschlag aufrecht: Nur das "Westsemitische" als Überbegriff, das genügt doch für eine allgemeine Enzyklopädie. Gruß (und in der Tat jetzt ab in die letzte Sonne) --Abu l-bisse 14:11, 6. Mai 2006 (CEST)
- Niemand macht sich hier "Lächerlich", wenn man im Artikel den Sachverhalt begründet und ausreichend erläutert. Und "unbedarfte" Leser können auch was dazulernen.--Orientalist 14:45, 6. Mai 2006 (CEST)
Im übrigen: die klassische Bezeichnung "hamito-semitisch" ist besser als die rein geographisch orientlierte afro-asiatisch. Denn mir stehen die Haare zu Berge, wenn Arabisch was mit "asiatisch" zu tun hätte.....--Orientalist 14:51, 6. Mai 2006 (CEST)
- Lies mal bitte den Abschnitt Afroasiatische Sprachen#Zur Bezeichnung. Du wirst dann hoffentlich nochmal über deine Meinung nachdenken. ;o) Grüße, --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer/Thomas Goldammer/Bewertung 15:12, 6. Mai 2006 (CEST)
Lieber Orientalist, irgendwie kommt bei der Diskussion mit dir kein richtiger Spaß auf. Deshalb will ich jetzt meinen Standpunkt nochmal zusammenfassen und es dann dabei bewendet sein lassen. (Ich finde diesen Artikel trotz aller Reparaurversuche eh immer noch schauderhaft, bringe aber selbst nicht die Energie auf, den gordischen Knoten zu durchschlagen und das Ding grundlegend zu überarbeiten). Meine Sicht der Dinge in der Grafik rechts
beruht im Wesentlichen auf Materialien von Hetzron, Huehnergard und Voigt. Das scheinen mir doch im Moment die maßgebenden Semitisten zu sein. Brockelmann in allen Ehren, aber der Stammmvater ist nun doch ein wenig angestaubt. Die EI ist kein sprachwissenschaftliches, sondern ein islamwissenschaftliches Werk, also in diesem Fall sicher auch nicht maßgebend. Die englische Wiki ist in Sachen Semitistik deutlich besser als die deutsche, vgl. insbesondere , , . Die Genealogie in entspricht genau meiner Auffassung. Du befindest dich übrigens auch mit dem deutschen Eintrag Semitische Sprachen in zweifachem Widerspruch: Arabisch ist dort weder "Südsemitisch" noch "Nordwestsemitisch". Um aber diesen ganzen Streit ums Detail zu vermeiden, war mein Vorschlag, es bei einer Unterteilung "Afroasiatische Sprachen > Semitische Sprachen > Westsemitische Sprachen > Arabisch" zu belassen. Gruß --Abu l-bisse 10:44, 7. Mai 2006 (CEST)- Es ist auch keine Frage vom "Spaß". In der EI schreiben natürlich auch Semitisten, die bestrebt sind, wie in diesem Fall, Arabisch wg. Verwandschaft mit Ugaritisch, Aramäisch auch als nordwestsemitisch zu bezeichnen. Woher die Annahme: klassisches Arabisch ab 7. Jh. ?? Und ob ein bestimmter, keineswegs unumstrittener, Kreis in der Bezeichnung Hamito-Semitisch "Rassismus" wittern, heisst natürlich nicht, dass sie rassistisch ist; das wäre eine zu einfache Schlußfolgerung --Orientalist 10:54, 7. Mai 2006 (CEST)
Ich werde mich dank fehlender Fachkompetenz nicht in diese Diskussion einmischen, aber in einem muss ich Abu l-Bisse recht geben: Dieser Artikel ist tatsächlich "schauderhaft", und anstatt ihn konstruktiv zu überarbeiten, streitet ihr euch um sowas *kopfschüttel* --BishkekRocks 13:07, 7. Mai 2006 (CEST)
BishkekRocks: hier ist kein Streit entstanden. Es geht lediglich um die unterschiedliche Zuordnung des Arabischen. Ob der Artikel gut oder schlecht ist, interessiert mich persönlich nicht. Ich beteilige mich an dessen Korrektur auch nicht. --Orientalist 13:52, 7. Mai 2006 (CEST)
Hallo nochmal, ich muss zunächst mal gestehen, dass ich auch kein Fachmann für semitische Klassifikation bin. Ich bin kein Altorientalist und habe die ganzen Diskussionen immer nur nebenbei mitbekommen - und dann schnell wieder vergessen, vermutlich weil es mich nie richtig interessierte. Auf Grund dieser Kontroverse hier habe ich mich jetzt aber nochmal in das Material vertieft und dabei mit Erstaunen festgestellt, dass manches doch ganz anders ist, als ich es in Erinnerung hatte. Aus dem Grund habe ich jetzt auch meine Genealogie wieder aus dem Artikel entfernt. Zunächst einmal ist allerdings ganz richtig, was ich bezüglich der älteren Semitisten in Erinnerung hatte. C. Brockelmann schreibt: "Das Arabische steht ... mit dem Abessinischen als Südwestsemitisch den kanaanäischen und aramäischen Dialekten als Nordwestsemitisch gegenüber". So dachte man lange, bis Hetzron die Dinge ab 1970 in den Fluß brachte und Arabisch näher an das Nordwestsemitische gruppierte, indem er das Westsemitische in eine zentrale Gruppe mit Arabisch einerseits und Nordwestsemitisch andererseits und in eine südliche Gruppe mit den Südarabischen Sprachen und Äthiopisch aufteilte (für diejenigen die sich nicht so auskennen: Südarabisch ist eine völlig andere Sprache als Arabisch, der Name ist unglücklich gewählt). Dieser Ansatz wurde von Ratcliff, Voigt und Huehnergard weiterentwickelt. "State of Art" ist derzeit ein Artikel von John Hühnergard "Features of Central Semitic" (biblica et orientalia 48/2005), in dem er die ganze Diskussion rekapituliert und sprachwissenschaftlich untermauert, um dann schließlich zu folgender Einteilung zu kommen: Wie gehabt wird das Westsemitische in eine zentrale Gruppe und eine südliche Gruppe eingeteilt. Die Zentrale Gruppe wiederum unterteilt sich in eine nördliche und eine südliche Gruppe. Die nördliche Gruppe umfasst dabei die beiden Zweige Nordwestsemitisch (Kanaanäisch, Aramäisch) und Arabisch. Zur südlichen Gruppe gehören die Altsüdarabischen Sprachen.
Wie man's auch dreht und wendet: Arabisch steht zwar dem Nordwestsemitischen immer näher, ist aber selbst kein Mitglied der Nordwestsemitischen Gruppe. Andererseits bleibt mein vorgeschlagenes Basisgerüst Afroasiatische Sprachen > Semitische Sprachen > Westsemitische Sprachen > Arabisch ganz unabhängig davon, wie die Diskussion weitergeht immer richtig. Ich setz es also wieder ein, und hoffe sehr, dass Änderungen hier ebenfalls ausführlich begründet werden. --Abu l-bisse 15:01, 8. Mai 2006 (CEST)
- na dann, alles (fast) in Butter, der alte Brockelmann ist gar nicht so angestaubt und die EI wird wohl bei Abu 'l-Bisse auch noch recht behalten können. --Orientalist 15:31, 8. Mai 2006 (CEST)
Wurzelkonsonanten
Gibt es im Arabischen eine phonotaktische Regel, die ausschließt, dass die ersten beiden Wurzelkonsonanten übereinstimmen? --84.61.4.101 12:08, 6. Mai 2006 (CEST)
- Ja. --BishkekRocks 13:59, 6. Mai 2006 (CEST)
- Bereits im Proto-Semitischen, wenn ich mich nicht irre. Gruß, --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer/Thomas Goldammer/Bewertung 15:14, 6. Mai 2006 (CEST)
Gibt es im Arabischen Lautklassen, die so definiert sind, dass die ersten beiden Wurzelkonsonanten nicht der gleichen Lautklasse angehören dürfen? --84.61.96.250 19:12, 6. Mai 2006 (CEST)
- Wolfdietrich Fischers Grammatik des klassischen Arabischen schreibt dazu: "In semitischen Sprachen sind gleiche Konsonanten oder Konsonanten der gleichen Artikulationsbasis weitgehend inkompatibel. Wurzeln mit gleichem 1. und 2. Rad. kommen nicht vor. Wurzeln mit gleichem 1. und 3. Rad. sind selten; sie sind zumeist aus Wzn. des reduplizierten Typs entstanden." --BishkekRocks 19:37, 6. Mai 2006 (CEST)
Gibt es im Arabischen eine phonotaktische Regel, die ausschließt, dass zwei Wurzelkonsonanten der selben Lautklasse angehören? --84.61.3.61 19:17, 10. Jun 2006 (CEST)
Zur Aussprache des ج
Die ägyptische Aussprache [g] ist vermutlich recht neu und sekundär aus [ʤ] oder [ɟ] wohl erst in den letzten 200 Jahren entstanden. Dafür sprechen alte Reiseberichte von Europäern, die gelegentlich auch mal arabische Worte in (dilettantischer) Umschrift notierten und dabei jedenfalls "g" nicht benutzten. Und dass sich das ursemitische [g] in Ägypten bis zum heutigen Tag unverändert erhalten haben soll ist sowieso mehr als fraglich. Wie man auch in den romanischen Sprachen sieht, ist gerade dieser Laut ständig und rasch im Wandel. Als älteste arabische Aussprache nimmt man übrigens nicht [g] sondern [ɟ] an (stimmhafter palataler Verschlusslaut; klingt so ähnlich wie "gj" oder "dj"). Heute finden sich in den arabischen Dialekten folgende Realisierungen (in Klammern wo beispielsweise):
ʤ (Palästina)
ʒ (Libanon)
g (Ägypten)
ɟ (Jemen)
ʧ (Palmyra/Syrien)
ʦ (Soukhne/Syrien)
j (Kuweit)
d (Oberägypten)
Nu, und da hab ich sicher noch einige Varianten vergessen. ج ist mit Sicherheit einer der schillerndsten Laute im Arabischen, im Hocharabischen hat sich als Standardlautung [ʤ] durchgesetzt, da braucht man eigentlich keinen weiteren Kommentar zu. --Abu l-bisse 13:47, 6. Mai 2006 (CEST)
- Ok, danke für die Korrektur. --BishkekRocks 13:57, 6. Mai 2006 (CEST)
Sprecherzahlen
Könnte jemand die Sprecherzahlen überprüfen, nach Möglichkeit mit Unterscheidung zwischen Muttersprachlern und Menschen, die Arabisch als Zweitsprache sprechen. Die Zahl 300 Millionen kommt mir doch sehr hoch vor. :en:Arabic language geht von 206 Millionen Muttersprachlern aus und gibt Ethnologue als Quelle an. Selbst die Gesamteinwohnerzahl aller arabischen Staaten ist laut CIA World Factbook mit 286 Millionen kleiner als 300 Millionen. --BishkekRocks 14:44, 6. Mai 2006 (CEST)
- Hallo BishkekRocks, ich hab das mal versucht, siehe Liste von Staaten mit indigener muttersprachlich arabischer Bevölkerung. Da ergeben sich ca. 240 Millionen Erstsprachler. Die Zweitsprachler von 60 Millionen sind wild geschätzt, weil ich auf ca. 300 Millionen kommen wollte, die sich in zahlreichen Quellen finden. Dank für deine konstruktiven Beiträge! --Abu l-bisse 10:11, 7. Mai 2006 (CEST)
- Kleine Korrektur: Es ergibt sich ein Summe von 220 Millionen indigener Erstsprachler. Ab nun beginnen die wilden Schätzungen: 20 Millionen nicht-indigene Erstsprachler und 60 Millionen Zweitsprachler. Vermutlich weiß das alles niemand ganz genau, woher auch? Gruß --Abu l-bisse 11:35, 7. Mai 2006 (CEST)
- Okay, danke. Habe es in den Artikel eingebaut. Noch was, sollten die Staaten mit indigenen arabischen Minderheiten (Iran, Türkei, Afghanistan etc.) nicht in der Sprachinfobox erwähnt werden? --BishkekRocks 12:44, 7. Mai 2006 (CEST)
- Entweder man erwähnt alle - warum auch nicht - oder nur die, die, sagen wir einmal, mehr als 1% indigenen arabischen Bevölkerungsanteil haben und subsumiert den Rest unter "und weitere Staaten". Fänd ich beides o.K. --Abu l-bisse 13:51, 7. Mai 2006 (CEST)
- Okay, ich hab es entsprechend geändert. Die 700 usbekischen Araber können wir glaube ich ruhig unter den Tisch fallen lassen, deshalb habe ich als Kriterium entweder über 1 % der Gesamtbevölkerung oder über 100.000 Sprecher genommen. --BishkekRocks 15:02, 7. Mai 2006 (CEST)
Sprachbeispiel
Wäre es nicht angebracht, den Satz auch mit der DMG-Umschrift anzugeben? Interessant ist die arab. Übersetzung an der Stelle: "...und sollen einander..." im Arabischen mit يجب عليهم hm....--Orientalist 16:35, 7. Mai 2006 (CEST)
- Tja, die alte Leier mit der DMG-Umschrift... Meinetwegen kann sie auch angegeben werden, aber prinzipiell ist es doch so, dass die DMG-Umschrift nur Leuten nützt, die auch Arabisch können - und die brauchen dann eigentlich auch keine Umschrift. --BishkekRocks 17:22, 7. Mai 2006 (CEST)
Was heisst hier "alte Leier"? Ich habe nur eine Frage gestellt.--Orientalist 17:27, 7. Mai 2006 (CEST)
- Naja, weil wir die Transkriptionsdiskussion schon mal hatten. --BishkekRocks 17:32, 7. Mai 2006 (CEST)
- Ich denke, die Übersetzung des Wortes ist richtig,
für "sollen" ist nicht besser. Auf jeden Fall hat sich diese Übersetzung so eingebürgert. - Korny78 13:47, 8. Mai 2006 (CEST)
Kein P?
Warum kommt der Laut P in der arabischen Sprache nicht vor? --84.61.25.180 20:38, 16. Jun 2006 (CEST)
- Weil er zu F geworden ist --Abu l-bisse 09:35, 17. Jun 2006 (CEST)
- oder zu B......:-)--Orientalist 10:33, 17. Jun 2006 (CEST)
Frage
Verstehe ich es richtig: Es gibt jeweils einen Dialekt in jedem Land und dann das Hocharabisch, das sich aber so stark vom lokalen Dialekt unterscheidet, dass man es wie eine Fremdsprache lernen muss und dennoch schreibt man nur auf Hocharabisch? Das klingt für mich ja ganz schön kompliziert. Das wäre ja wohl so, als ob man in Deutschland kein Deutsch schreiben würde, sondern nur Englisch. Oder habe ich was falsch verstanden. Dann wäre ja nur die absolute Bildungsschicht in der Lage, zu schreiben und zu lesen. Wer in Deutschland verfasst schon Texte auf Englisch oder liest laufend ein englisches Buch? Stern 11:52, 31. Jul 2006 (CEST)
- Ich würde es eher mit der Schweiz vergleichen. Das, was die da sprechen ist beim besten Willen kein Deutsch. Trotzdem benutzen sie Hochdeutsch als Schriftsprache. --BishkekRocks 12:15, 31. Jul 2006 (CEST)
Das Verhältnis des moderen Hocharabisch zu den Dialekten (und umgekehrt) kann nicht an Beispielen europäischer Sprachen erklärt oder damit verglichen werden. Man schreibt in allen arabischen Ländern modernes Hocharabisch. Die Dialekte sind keinewegs ungeschriebene Sprachformen; wohl schreibt man Theaterstücke (Taufiq al-Hakim in Ägypten z.B.)im Dialekt, Dialoge in Romanen und Erzählungen ebenfalls (Nagib Mahfuz). Die ellenlangen Reden von Präsidenten werden am folgenden Tag in der Presse veröffentlicht - so, wie er gesprochen hat. Paradebeispiel dafür sind heute noch die Reden von Nasser, Hochsprache am Anfang...dann immer wieder die Register der Umgangsprache.--Orientalist 12:23, 31. Jul 2006 (CEST)
Wenn in den romanischen Ländern heute noch das Latein als Medien und Schriftsprache benutzt würde, dann wäre das gar nicht so arg weit von der Situation in den arabischen Ländern entfernt. --Abu l-bisse 17:26, 31. Jul 2006 (CEST)
- Der gravierende Unterschied ist nur, daß man Latein heute ohne Studium desselben nicht versteht, modernes Hocharabisch aber doch.--Orientalist 17:31, 31. Jul 2006 (CEST)



