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Der Artikel Arbeitslosigkeit gehört zur Kategorie: Arbeitslosigkeit
Als Arbeitslosigkeit bezeichnet man das Fehlen von bezahlten Beschäftigungsmöglichkeiten für Teile der arbeitsfähigen und Arbeit suchenden Bevölkerung. Arbeitslosigkeit ist nicht nur für die direkt Betroffenen ein Problem, sondern in vielen Ländern das größte makroökonomische Problem unserer Zeit vgl. beispielsweise: Sozialwort der Kirchen vom 28. Februar 1997, Kapitel 2. Gesellschaft im Umbruch, Rdnr. 49 ff. , das hohe ökonomische und soziale Kosten verursachtSozialstaatskrise (Bundeszentrale für politische Bildung).
Der Begriff der Arbeitslosigkeit ist nur sinnvoll auf Gesellschaften oder Teile davon anzuwenden, in denen der Lebensunterhalt durch Lohnarbeit erworben wird. In Gesellschaften mit hohem Anteil von Landwirtschaft, insbesondere in Subsistenz, ist der Begriff nicht anwendbar oder nur über Kunstgriffe, indem alle Bauern zu selbständigen Unternehmern umgedeutet werden - und dann als beschäftigt gelten. Das sind auch Ehrenamtliche und in der Familie tätige Menschen etc.
Ursachen der Arbeitslosigkeit
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Übersicht Bildherkunft |
- Konjunkturelle Arbeitslosigkeit: Sie entsteht durch Konjunkturschwankungen. In der Rezession entlassen die Unternehmen Arbeitskräfte, die sie im Aufschwung wieder einstellen. Konjunkturelle Arbeitslosigkeit verschwindet in der Regel innerhalb von zwei bis drei Jahren wieder.
- Saisonale Arbeitslosigkeit: Sie ergibt sich aus natürlichen Schwankungen der Klimabedingungen im Jahresverlauf oder aus Nachfrageschwankungen. (z. B. Arbeitslosigkeit in der Landwirtschaft im Winter oder in der Gastronomie in der Nebensaison). Sie verschwindet üblicherweise wieder im Jahresverlauf.
- Sockelarbeitslosigkeit: auch genannt Bodensatzarbeitslosigkeit, ist der Anteil der Arbeitslosigkeit, von dem der Mainstream der Ökononomen behauptet, dass dieser selbst unter günstigsten konjunkturellen Bedingungen nicht abgebaut werden könne. Dieser besteht aus friktioneller, freiwilliger, struktureller Arbeitslosigkeit. Konkret umfasst diese Gruppe von Arbeitslosen also solche, die aufgrund von Qualifikation, Alter, Gesundheitszustand, Wohnort oder mangelndem Arbeitswille nicht oder zumindest nicht sofort einen Arbeitsplatz finden und annehmen. Der Begriff ist fast deckungsgleich mit dem von Monetaristen definierten Begriff der natürlichen Arbeitslosigkeit.
- Friktionelle Arbeitslosigkeit (Sucharbeitslosigkeit): Sie entsteht beim Übergang von einer Arbeitsstelle zu einer anderen. Sie ist in der Regel nur von kurzer Dauer und auch in Phasen einer Vollbeschäftigung unvermeidlich.
- Strukturelle Arbeitslosigkeit: Sie ist ein dauerhaftes Phänomen. Es tritt häufig ein im Zusammenhang mit Wandlungen in der Wirtschaftsstruktur oder durch technologische Entwicklungen, wenn gleichzeitig der Arbeitsmarkt oder das Ausbildungssystem zu unflexibel sind, um Arbeitslose in anderen Branchen, Regionen oder Berufen unterzubringen. Hinzu kommt, dass mit der Dauer der Arbeitslosigkeit eine De-Qualifikation eintritt. Nach neoklassischem Erklärungsansatz (siehe unten) stellt ein zu hohes Lohnniveau die Hauptursache struktureller Arbeitslosigkeit dar, wenn wenig qualifizierte Arbeitskräfte zu einem bestimmten, branchenüblichen Lohn keine Arbeit finden.
- Merkmalsstrukturelle Arbeitslosigkeit: Ursächlich sind hier die Unterschiede zwischen den Merkmalen der Arbeitslosen und den Anforderungen bei den offenen Stellen; viele Arbeitslose können die Qualifikationsanforderungen nicht erfüllen. Bei dieser "Mismatch"-Arbeitslosigkeit gibt es also sowohl offene Stellen als auch Arbeitslose, aber beide passen nicht zusammen.
- Technologische Arbeitslosigkeit: Sie entsteht durch die Ersetzung der Arbeitskräfte durch Maschinen (Automatisierung). Damit verbundene Investitionskosten (für die Anschaffung der Maschinen) machen sich durch eine höhere Produktivität schnell bezahlt.
- Unfreiwillige Arbeitslosigkeit: Ökonomen sprechen von unfreiwilliger Arbeitslosigkeit, wenn ein Arbeitssuchender keine Arbeit findet, obwohl er bereit ist, zum geringstmöglichen Lohn zu arbeiten. Der geringstmögliche Lohn wird dabei durch eventuell vorgeschriebenen Mindestlohn, aber auch durch das Arbeitslosengeld festgelegt, das der Arbeitssuchende erhält. Oft wird er auch durch den Lohn festgelegt, den der Unternehmer zu zahlen bereit ist und kann weit unterhalb des Tarifes oder des Arbeitslosengeldes liegen.
- Institutionelle Arbeitslosigkeit: Sie ist durch das Anreizsystem der Arbeitslosenversicherung erklärbar.
- Systemische Arbeitslosigkeit: Es wird argumentiert, dass die Ursache dieses Typus der Arbeitslosigkeit in einer allgemeinen Schwäche des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems läge, eine ausreichende Zahl von Arbeitsplätzen zu schaffen, um allen Erwerbspersonen eine Beschäftigungschance zu bieten.
Wirtschaftstheoretische Erklärungsansätze
Neoklassischer Erklärungsansatz
Die neoklassische Wirtschaftstheorie behauptet, dass dauerhafte Arbeitslosigkeit vorwiegend durch staatlichen Interventionismus verursacht wird. Dieser steigere durch Zwangsabgaben für staatliche Arbeitslosenkassen, durch Mindestlöhne oder andere gesetzliche Vorschriften die Arbeitskosten und senke so die zahlungsbereite Nachfrage nach Arbeitskräften.Da Arbeitslosigkeit gesamtwirtschaftlich letztlich ein Marktungleichgewicht darstellt, kann nach (neo)klassischer Ansicht dieses idealtypisch nur abgebaut werden, wenn es zu Preissenkungen auf dem Arbeitsmarkt kommt (sich also die Arbeitskosten reduzieren, d.h. Lohn, Lohnnebenkosten, Fixkosten, etc.) oder wenn sich das Arbeitskraftangebot verringert. Die Arbeitgeber und ihr nahestehende Wirtschaftsexperten behaupten daher, dass zu hohe Löhne eine der Hauptursachen der Arbeitslosigkeit sei. Vergleiche man verschiedene Zukunftsszenarien, so habe ein Prozent weniger Lohn zwischen 0,5 und 2 Prozent mehr Beschäftigung zur Folge. Diesen Wert bezeichnet man als die Elastizität der Arbeitsnachfrage.
| Beschäftigungsgruppe | Elastizität der Arbeitsnachfrage | Quelle |
|---|---|---|
| 0,96 | ||
| 1,85 | ||
| 1,92 |
So erhöhten sich zum Beispiel die Industriearbeiterlöhne (reale Arbeitskosten je Stunde) von 1982 bis 2002 in den USA um 4%, in den Niederlanden um 20% und in Westdeutschland einschließlich Westberlin um 38%. Entsprechend stieg das geleistete Arbeitsvolumen im gleichen Zeitraum in den USA um 36% und in den Niederlanden um 24%, während es in Westdeutschland nicht stieg.
Nach den klassischen und neoklassischen Theorien gilt der Preismechanismus als Ausgleich auch auf dem Arbeitsmarkt. Laut den Arbeitgeberverbänden, die dieser Theorie folgen, müsste bei einem Überangebot an Arbeitskräften der Lohn so lange sinken, bis die Nachfrage nach Arbeitskräften zugenommen hat, das heißt bis Angebot und Nachfrage übereinstimmen. Eine Überprüfung der These ist nur durch Vergleich von Lohnniveau und Arbeitslosigkeit im Binnenmarkt der EU (also den EU-Staaten ohne den Beitrittsländern) bei Eliminierung des Einflusses der Binnenkaufkraft und der Arbeitszeit möglich. Diese Zahlen sind dann allerdings noch vor dem Hintergrund der Migration zu bewerten (d.h. in den EU-Staaten, in denen das Lohnniveau niedrig ist besteht Abwanderung, was die Arbeitslosigkeit scheinbar senkt)
Allerdings werden aus angebotsorientierter Sicht nicht nur allein die Löhne bzw. die Lohnkosten für die Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht. Auch staatlichen Regulierungen sagt man nach, sie können einen Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt verhindern, indem sie z. B. das Entstehen neuer Unternehmen - z. B. im Dienstleistungssektor - an Stelle schrumpfender Branchen, also den Strukturwandel behindern. Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt können auch unmittelbar die Schaffung von Arbeitsplätzen behindern.
Keynesianischer Erklärungsansatz
Dagegen behauptet die keynesianische Wirtschaftstheorie, dass die Arbeitslosigkeit die Folge von mangelnder Nachfrage ist. Als Begründung wird gesagt, dass die Löhne und Gehälter der Beschäftigten nicht nur als Kosten der Einzelunternehmer zu sehen sind sondern auch als Kaufkraft wirkt. Damit ignoriert die keynesianischer Auffassung nicht die Einkommenshöhe als Wirkung auf die Kaufkraft. Darum weisen keynesianische Theoretiker (anders als die neoklassische Sichtweise) darauf hin, dass die Forderung nach geringeren Löhnen eine Reduzierung der realen Kaufkraft der Massenkaufkraft darstelltHeinz-J. Bontrup: Alternative Arbeitszeitverkürzung. Blätter für deutsche und internationale Politik. 50(2005) H.3, S. 347 - 355. Deshalb bedürfte die Realisierung einer solchen Forderung einen Ausgleich des Massenkaufkraftschwundes durch eine Zunahme des Konsums der privaten Haushalte der Unternehmer oder eine Ausweitung des Exports.Die im Einzelfall zutreffende stillschweigende Annahme, dass die Gesamtnachfrage unverändert bleibt, ist nicht mehr gültig, wenn alle Arbeiter einen niedrigeren Lohn akzeptieren; denn dann sinkt als erstes die Lohn- und die Gehaltssumme und die Konsumgüternachfrage der Arbeitnehmerhaushalte dürfte (in einem ersten Schritt) zurückgehen. Allein die Senkung der Löhne ergibt also noch keine Neuanstellung. Je nach Reduktion des Preisniveaus und des Zinssatzes wird außerdem die Investitionsgüternachfrage beeinflusst. Auch eine Deflation ist bei einem Absinken des allgemeinen Preisniveaus nicht auszuschließen.
Daneben führen keynesianische Wirtschaftswissenschaftler eine Reihe weiterer Argumente an:
- Erfahrungsgemäß sind Löhne rigide, d. h. sie sinken bei Arbeitslosigkeit nicht. Eine Ursache dafür können Tarifverträge sein, die Mindeststandards definieren, die nicht unterschritten werden dürfen. Auch ohne solche Verträge dürften Arbeitnehmer einer Lohnkürzung großen Widerstand entgegensetzen. Auch Mindestlöhne bzw. durch Arbeitslosen- und Sozialhilfe gesetzte Standards können dazu führen, dass Löhne nicht in dem Maße sinken, dass der Markt geräumt wird, also die Arbeitslosigkeit sinkt.
- Der Lohn ist nicht nur ein Marktpreis, sondern er setzt auch Anreize. Es kann also aus Sicht der Arbeitgeber durchaus sinnvoll sein, einen Lohn zu zahlen, der über dem Gleichgewichtslohn liegt, da sie so ihre Angestellten zu höherer Leistung motivieren.
- Der Lohn stellt die materielle Lebensgrundlage der Arbeitnehmer dar. Sinkt der Lohn, so werden manche ihr Arbeitsangebot erhöhen, um keine Einkommenseinbuße zu erleiden, indem sie z. B. einen Zweitjob annehmen. Das höhere Angebot würde aber weitere Lohnkürzungen erfordern, damit der Arbeitsmarkt zum Gleichgewicht kommt.
- Der Arbeitsmarkt ist nicht homogen, sondern regional und sektoral segmentiert. Entsteht Arbeitslosigkeit z. B. nur in einer Region, so müssten dort die Löhne sinken, während sie in Regionen mit Vollbeschäftigung unverändert bleiben. Dann müsste eine Wanderung von Arbeitskräften in die Hochlohnregionen einsetzen, oder Unternehmen ihre Produktion in die Niedriglohnregion verlagern. Sind die Produktionsfaktoren aber immobil, beseitigen auch sinkende Löhne nicht die Arbeitslosigkeit.
- Der Arbeitsmarkt ist ein nachrangiger Markt. Arbeitskräfte dienen nicht wie ein normales Wirtschaftsgut zur unmittelbaren Befriedigung eines Bedürfnisses. Arbeit wird abgeleitet von der Gesamtnachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. (Siehe auch: Kaufkrafttheorie). Klassische Deutungen der Arbeitslosigkeit, die davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit darauf zurückzuführen ist, dass die Grenzkosten des Faktors Arbeit höher der Grenznutzen sei, blenden die Güternachfrage dagegen vollkommen aus.
Die Gewerkschaften haben lange Zeit das Ziel verfolgt, auf dem Arbeitsmarkt den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage durch eine Umverteilung der vorhandenen Arbeit (mittels Arbeitszeitverkürzung, Förderung von Teilzeitarbeit etc.) zu erreichen. Auch die Politik versuchte in den 1990er Jahren, über Frühverrentung der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Allerdings wurden die frühverrenteten Arbeitnehmer teilweise nicht ersetzt, wodurch die Sozialversicherungen in eine problematische Situation gerieten.
Kritiker aus dem arbeitgebernahen Lager halten dieser Politik vor, dass sie Arbeit wie ein hedonistisches Gut behandele mit der Folge einer Aushöhlung der Arbeitsethik und der Arbeitsmotivation. Für die Arbeitsethik sei konstitutiv, dass ihr eine sinnvolle Aufgabe zugrunde liege und dass die Lösung dieser Aufgabe mit der Überwindung innerer wie äußerer Widerstände verbunden sei, sprich Anstrengung und Mühe koste. Erwerbsarbeit habe klassischerweise eine Berechtigung zum Konsum von Gütern verschafft. Wenn nun die Erwerbsarbeit selbst wie ein hedonistisches Gut behandelt werde, das folglich gerecht zu verteilen sei, dann könne der Erwerbstätige nicht mehr Stolz auf seine Arbeitsleistung sein und daraus sein Selbstwertgefühl beziehen, sondern müsse nun umgekehrt für die Tatsache dankbar sein, dass er arbeiten darf. Bei einer Politik der Umverteilung der Arbeit würde darüber hinaus, so die Kritiker, die Arbeitszeit nicht davon abhängig gemacht, was einer zu lösenden Aufgabe und demjenigen, der sie zu lösen hat, entspricht, sondern starr eine niedrige Arbeitszeit durchgesetzt.
Arbeitslosigkeit entsteht durch einen Mangel (temporäre, konjunkturell usw.) an effektiver Nachfrage, weshalb z.B. der Keynesianismus eine antizyklische Fiskalpolitik zur Verhinderung temporären Nachfragemangels empfiehlt, während im Gegensatz dazu die Österreichische Schule die Nachfrage durch Steuersenkungen ankurbeln will. Verschiedentlich wird fehlende Nachfrage auch langfristig, z. B. aufgrund von Sättigung, für Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht. Allerdings lässt sich eine generelle, gesamtwirtschaftliche Sättigung nicht überzeugend begründen, weil ja gerade unfreiwillige Arbeitslosigkeit mit nicht befriedigten Konsumwünschen einhergeht, die dazu führt, dass das gesamtwirtschaftliche Produktionspotential nicht voll ausgelastet ist. Deswegen wird von einer Falle gesprochen, da einerseits die Bezieher hoher Einkommen ihren Konsum kaum steigern (d.h. erheblich sparen) und andererseits die Bezieher niedriger Einkommen ihre Konsumwünsche nicht befriedigen können (und sich deshalb oft verschulden) und Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte - FS 15 EVS 2003 - Heft 4.
weitere Ansätze
Die Absenkung des Arbeitskräfteangebots lässt sich dadurch erreichen, dass das Angewiesensein auf Erwerbseinkommen vermindert wird. Einige Reformer schlagen daher die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens vor, das es der gegenwärtig so großen Zahl von Arbeitslosen ermöglichen würde, ein positives, sinnerfülltes Leben jenseits der Erwerbsarbeit zu leben, was gegenwärtig angesichts der Arbeitspflicht und der Stigmatisierung von Arbeitslosen natürlich nicht möglich ist, so dass bei Arbeitslosen mehr oder weniger zwangsläufig eine "Identitätskrise" und ein Verfallsprozess droht. Auch wäre hier die Frage zu stellen, aus welchen Teilen des Bruttoinlandsprodukts diese leistungslosen Einkommen bezahlt werden sollen, denn auch diese Einkommen würden den Unternehmensbereich belasten, der ja die Belastung durch den Produktionsfaktor Arbeit in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt.
Häufig als Ursachen der Arbeitslosigkeit genannt werden der weltweite Wettbewerb zwischen Arbeitskräften, das Outsourcing oder die Globalisierung im Allgemeinen, bzw. der technische Fortschritt.
Aus systemischer Sicht trägt möglicherweise auch eine Verwertungs- und Produktionslogik zur Entstehung von Arbeitslosigkeit bei, die auf geringen Energie- und Rohstoffkosten basiert, daher die Ressourcenproduktivität vernachlässigt und zugleich arbeitsintensive Branchen (Dienstleistungen, Reparaturen, Wartung) gegenüber energieintensiver Produktion (Wegwerfprodukte, Neukauf statt Reparatur) benachteiligt mit zum Teil fatalen ökologischen Folgen. Hinzu kommt, dass Arbeit die wesentliche Grundlage der Besteuerung ist. Eine Lösung dieser Problematik setzt einen grundlegenden Wandel des Wirtschaftssystems voraus. In Deutschland versucht man diese beschriebenen Folgen dadurch abzumildern, dass Energie (durch die Öko-Steuer) zusätzlich besteuert wird und mit den Einnahmen der Produktionsfaktor Arbeit entlastet wird.
Diese sind die gängigen von Wirtschaftsverbänden vertretenen Thesen, die zumeist aber auch auf Widerstand treffen, zumal in der Praxis der Öko-Steuer auch kein positiver Effekt nachgewiesen werden konnte, da seit ihrer Einführung die Arbeitslosigkeit stieg und nicht gesenkt wurde. Entlastungen auf der Kapitalgeberseite bzw. sinkende Löhne oder höhere Abgaben auf Löhne führen in der Regel nur im Export zu wachsender Beschäftigung, der Binnenmarkt leidet durch die sinkende Kaufkraft eher darunter. Nur da im Export bzw. im globalen Markt kein Mindestlohn existiert, gelten für viele die Lohnsenkungen auch nur als zeitlich begrenzt wirksam.
Einige Reformer vertreten die These, dass ein wesentlicher struktureller Grund für die Massenarbeitslosigkeit im technischen Fortschritt liege, der den Bedarf nach lebendiger menschlicher Arbeitskraft drastisch gesenkt habe und weiter senken werde. Die Zeiten, in denen die Zahl der bei einem Konjunkturaufschwung neugeschaffenen Arbeitsplätze größer war als die Zahl der zuvor durch Rationalisierungen vernichteten Arbeitsplätze (oder zumindest gleich groß), sei seit Mitte der siebziger Jahre bzw. seit dem Ende des klassischen Industriezeitalters, das von arbeitsintensiven Industrien geprägt war, endgültig vorbei. Naturwüchsig würde die Zahl der Arbeitsplätze seit dieser Zeit unter dem Strich sinken. Zugunsten dieser These lässt sich unter anderem der statistische Indikator anführen, dass das Arbeitsvolumen seit Mitte der 1970er Jahre, in denen die Automatisierung und die Informationstechnologie große Fortschritte machten Werner Bührer: Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik (Kapitel »Technologischer Wandel«), in: Informationen zur politischen Bildung (Heft 270), 2001 (sogenannte Digitale Revolution), trotz parallel deutlich steigender Wertschöpfung tatsächlich kontinuierlich gefallen ist. Ein Indiz ist auch das häufig zu beobachtende Phänomen, dass bei Bekanntgabe von Massenentlassungen durch das Management eines Unternehmens der Aktienwert dieses Unternehmens an der Börse sprunghaft steigt, was sich so deuten lässt, dass mit weniger menschlicher Arbeitskraft die Wertschöpfung als lukrativer erscheint. Insbesondere aber der Umstand, dass Erwerbsarbeit gesellschaftlich zunehmend als ein Selbstzweck behandelt wird, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Arbeitsgesellschaft grundlegend in die Krise geraten ist und dass die Krise vor allem darin besteht, sich von Erwerbsarbeit als Normalmodell der gesellschaftlichen Existenz in der Moderne nicht verabschieden zu können. In der Tat wird der Erwerbsarbeit politisch auf verschiedene Weise unter die Arme gegriffen, etwa durch Absenkung der Lohnnebenkosten, was auf eine Subventionierung der Erwerbsarbeit bzw. lebendiger menschlicher Arbeitskraft gegenüber Maschinenlösungen hinausläuft. In zahlreichen Branchen (auch im Dienstleistungssektor) schlummern zudem große Rationalisierungspotentiale, die von den Unternehmern deswegen nicht voll ausgeschöpft werden können, weil sie zugleich immer noch an die Rolle des Arbeitgebers gebunden seien. Sie müssen mit der Nutzung von Rationalisierungspotentialen defensiv warten, bis sie der Öffentlichkeit plausibel machen können, dass ohne Rationalisierungen die Unternehmensexistenz auf dem Spiel steht.
Seit den Migrationsbewegungen der 1990er Jahre in Europa, wird auch der Anteil der Migranten an der hohen Arbeitslosigkeit diskutiert. Ausländer/innen gehören auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu den unterprivilegierten Gruppen: Sie sind überproportional in Tätigkeiten beschäftigt, die nur geringe Qualifikationen erfordern und schlecht bezahlt sind. Ihre Arbeitslosenzahl ist im Vergleich mit Einheimischen überproportional hoch (Ende 2002: 19,1 % zu 10,8 %), das gleiche gilt für die Zahl der ausländischen Sozialhilfeempfänger (Ende 2002: 8,6 % zu 2,9 %).
Aufgrund größerer struktureller Probleme bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt (u. a. Fehlen von formalen Bildungsabschlüssen) sind ausländische Staatsangehörige in besonderem Maße von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Die Langzeitarbeitslosigkeit (1 Jahr und länger) nahm bei dieser Gruppe innerhalb eines Jahres um knapp 7% zu. Viele arbeitslose Ausländer/innen sind unter anderem wegen Sprachschwierigkeiten, mangelnder beruflicher Qualifikation oder Krankheit schwer vermittelbar. Katholische Arbeitsgemeinschaft Migration (PDF-Datei)
Marxistische Betrachtung der Arbeitslosigkeit
Nach marxistischer Auffassung ist gesellschaftliche Arbeitslosigkeit für den Kapitalismus notwendig und stellt eines seiner notwendigen Begleiterscheinungen dar. Sie entsteht durch den Zwang der Erzielung von Maximalprofit. Aus diesem Grund werden bei Lohnsenkungen keine zusätzlichen Arbeitskräfte eingestellt, wenn die vorhandenen für die Produktion ausreichen. Die Arbeitslosen bilden demnach ein Druckmittel für die Kapitalisten, indem sie zur Konkurrenz für die arbeitende Bevölkerung werden. Sie bilden die "industrielle Reservearmee" (Karl Marx, MEW 23, 664), auf die die Klasse der Kapitalisten jederzeit zugreifen kann, wenn sie sie benötigt, wobei sich aus dieser Theorie allerdings keine Aussage über die notwendige oder tatsächliche Höhe der Arbeitslosigkeit herleiten lässt.Die Konkurrenz der Kapitalisten untereinander zwingt den individuellen Arbeitgeber, seine Produktivität zu steigern. Maschinen, technischer Fortschritt und Rationalisierung im Arbeitssektor ermöglichen ihm das. Die geringere Steigerung des Verbrauchs senkt das Arbeitsvolumen. Aus einer ungleichmäßigen Verteilung der Senkung des Arbeitsvolumens folgt eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit.
Im Kapitalismus ist auch eine "Arbeiter-Überbevölkerung" (K. Marx), eine Überschussbevölkerung (die Arbeitslosen), systemimmanent, denn der Widerspruch im Kapitalismus, dass der Kapitalist möglichst viele Arbeiter braucht, um möglichst viel zu produzieren (also einen ständigen Zugriff auf Arbeitskräfte haben muss) und zugleich möglichst wenig Arbeiter einstellen muss, um - die Arbeitslosen als Druckmittel verwendend - die Löhne niedrig zu halten, macht dieses notwendig: "Es liegt in der Natur des Kapitals, einen Teil der Arbeiterbevölkerung zu überarbeiten und einen anderen zu verarmen." (K. Marx, Theorien über den Mehrwert, MEW 26.3, 300)
Historischer Erklärungsansatz
Der historische Erklärungsansatz vergleicht historische Abschnitte, in denen die Arbeitslosigkeit sehr stark angestiegen ist mit den zu diesem Zeitabschnitt sich ändernden ökonomischen Rahmenbedingungen. So stieg die Arbeitslosigkeit nach 1973, 1979, 1990, und 2001 kräftig an. Während es im Jahr 1990 große politische-ökonomische Veränderungen gab, waren die übrigen Jahre eher unspektakulär. Allerdings gab es in den ereignisschwachen Jahren 1973, 1979, 2001 jeweils einen Ölpreisschock. Legt man den Verlauf der Arbeitslosigkeit über den Verlauf des Ölpreises, so ergibt sich nach einer Veröffentlichung von Flaßbeck vom DIW eine Korrelation.
Ansatzpunkte zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
Konjunkturelle Arbeitslosigkeit
Konjunkturelle Arbeitslosigkeit wird durch einen temporären Nachfragemangel während Rezessionen hervorgerufen. Um solche Situationen zu vermeiden, versuchte die Politik durch staatliche Ausgabenprogramme im Rahmen einer keynesianischen antizyklischen Fiskalpolitik den Nachfrageausfall auszugleichen. Dieser Ansatz scheiterte in den siebziger Jahren aber u. a. daran, dass die Politiker nicht in der Lage waren, die Ausgabenprogramme zu beenden, wenn sich die konjunkturelle Lage wieder besserte. Lag das Grundproblem in der zu geringen Flexibilität des Arbeitsmarktes, so waren Ausgabenprogramme auch nicht ursachenadäquat. In den europäischen Ländern stieg letztlich durch die dem Arbeitsmarkt besserte. Etwas positiver sind die Erfahrungen in den USA, wo der Arbeitsmarkt insgesamt flexibler ist und deshalb Ausgabenprogramme stärkere Wirkung bei der Beschäftigung zeigen.Zudem muss berücksichtigt werden, dass der Keynesianismus in Situationen mit Nachfrageausfall, wie er etwa beim schwarzen Freitag im Jahr 1929 auftrat, durchaus seine Berechtigung hat. Ist jedoch eher die Angebotsseite für die Arbeitslosigkeit verantwortlich, wie bei zu hohen Steuern und Löhnen, so wäre die Ausweitung der staatlichen Nachfragen kontraproduktiv. Dieser Effekt ist seit den 1970er Jahren auch in Deutschland zu beobachten. Seither steigt die Arbeitslosigkeit stetig an.
Weiteren Aufschluss über die Ursachen von Arbeitslosigkeit gibt die Beveridge-Kurve.
Strukturelle Arbeitslosigkeit
Makroökonomische Ansätze
Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sollen an deren Ursachen ansetzen. Soweit Löhne rigide sind, fand seit den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Idee große Verbreitung, dass eine höhere Inflation helfen könne, die Arbeitslosigkeit zu senken. Steigen die Löhne langsamer als die Inflationsrate, käme es zwar weiter zu Nominallohnzuwächsen, aber zu einem Reallohnrückgang, womit die Lohnrigidität aufgelöst würde (sog. Phillips-Kurve). (Zitat von Helmut Schmidt und von Bruno Kreisky Mitte der siebziger Jahre: "Lieber fünf Prozent Inflation als fünf Prozent Arbeitslosigkeit"). Allerdings bewährte sich eine solche Politik nicht, u.a. weil Löhne zum Teil auch real rigide sind, da die Gewerkschaften die Inflationsrate bei ihren Lohnforderungen berücksichtigen.Lange Zeit versuchte man, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, indem man das Potenzial an Arbeitskräften (das Erwerbspersonenpotenzial) verringerte, z.B. durch eine Verlängerung der Schulzeit (so geschehen in Deutschland in den siebziger Jahren), Frühverrentung und Vorruhestand, sowie – z.B. in den Niederlanden – einer großzügigen Regelung bei der Invalidität. Auf Dauer erwiesen sich diese Maßnahmen aber als zu teuer, da Frührentner und Invaliden aus den Sozialkassen bezahlt werden, die sich durch Beiträge der Arbeitnehmer finanzieren. Ein weiterer Ansatzpunkt war die Förderung der Teilzeitbeschäftigung.
Aktive Arbeitsmarktpolitik
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§ 3(4) SGB III definiert die aktive Arbeitsförderung als alle Leistungen der Arbeitsförderung mit Ausnahme von Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit, Teilarbeitslosengeld und Insolvenzgeld. Dazu gehören alle Maßnahmen, die die BA unternimmt, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen, wie z.B. Vermittlung, Weiterbildungsmaßnahmen (FbW), Trainingsmaßnahmen (TM) und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). Dadurch soll insbesondere durch eine höhere oder stärker nachgefragte Qualifikation die Arbeitslosigkeit verringert werden.
Nachdem in den 1970er Jahren und insbesondere nach der Wiedervereinigung die Aktive Arbeitsmarktpolitik stetig ausgeweitet wird, ist ihr Erfolg mittlerweile umstritten. Sie wurde daher zuletzt deutlich reduziert. Der Grundgedanke der aktiven Arbeitsmarktpolitik wird allerdings im Rahmen der Hartz IV-Neuregelungen im Grunde genommen ähnlich weiter geführt (z. B. so genannte Ein-Euro-Jobs, "Fördern und Fordern" usw.).
Abbau von Lohn-Rigiditäten
Derzeit diskutierte Rezepte zum Abbau von Rigiditäten (Notwendigkeit, vereinbarte Löhne zu zahlen) sind:- Öffnungsklauseln in Tarifverträgen, die bei Schwierigkeiten des Unternehmens oder bei Wettbewerbsproblemen niedrigere Löhne als im Tarifvertrag vorgesehen erlauben. Verschiedene Tarifverträge der jüngsten Zeit enthalten solche Klauseln, die ein Teilabweichen vom Flächentarifvertrag erlauben.
- Geringere Lohnersatzleistungen (d. h. Arbeitslosen- und Sozialhilfe) für Arbeitslose, damit sich die Aufnahme einer gering bezahlten Tätigkeit lohnt (Abstandsgebot). Dabei wird der niedrige Lohn oft mit einer steuerlichen Begünstigung subventioniert, wie z. B. bei den Minijobs und den Midijobs.
- Größere Flexibilität der Arbeitszeit, mit Verkürzungen bei schlechter und Verlängerungen bei guter Auftragslage. Dieses würde im Abschwung Entlassungen verhindern.
- Abbau von Arbeitsmarktregulierungen, z. B. ein abgeschwächter Kündigungsschutz und vereinfachte Möglichkeiten, befristete Arbeitsverträge abzuschließen.
- Geringere Löhne in der Einarbeitungsphase oder Probezeit.
Hinter dem Gedanken, die Löhne und Gehälter zu senken, steht die Vorstellung, dass vorhandene Arbeitsplätze wegen zu wenig vorhandener Mittel nicht besetzt würden und dass es prinzipiell Bedarf an Arbeitsplätzen gibt, die auf Grund der Notwendigkeit, vereinbarte Löhne zu zahlen, aber nicht eingerichtet würden. Auf den Punkt gebracht werden solche Überlegungen auch mit der sogenannten G-I-B-Formel, wonach Lohnmäßigung zu höheren Gewinnen (G) führt, die wiederum die Investitionstätigkeit (I) anregen, was mehr Arbeitsplätze, mehr Beschäftigung (B) schafft.
Ansatzpunkte bietet der Weitzman-Plan.
Inzwischen wurden Elemente des Hartz-Konzeptes in der Fachwelt teilweise in Frage gestellt, so durch den Wirtschaftsweisen Bert Rürup, der eine Konkurrenz der Minijobs zu herkömmlichen Arbeitsplätzen feststellt.
Politik des Forderns und Förderns
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Ebenfalls seit Mitte der 1970er Jahre wurden in Deutschland sukzessive die gesetzlichen Vorschriften verschärft, um auf die Arbeitslosen Druck auszuüben, sich alsbald eine Arbeit zu suchen. Zur Begründung wurde beispielsweise angeführt, es würden sich auch Personen arbeitslos melden, die aus unterschiedlichen Gründen keine Arbeit suchen würden, sondern lediglich daran interessiert seien, Arbeitslosenunterstützung zu erhalten, so lange sie ihnen zustehe. Auch würden Arbeitslose ihre berufliche und soziale Qualifikationen mit zunehmender Dauer der Erwerbslosigkeit verlieren, was letztendlich eine Beeinträchtigung ihrer Vermittlungsfähigkeit zur Folge hätte; deshalb müssten Arbeitslose möglichst rasch wieder in eine neue Arbeit vermittelt werden. Inzwischen ist die Rechtslage in Deutschland folgende: Arbeitnehmer sind unter Androhung von Sanktionen (Sperrzeit) verpflichtet, sich bereits dann bei der Arbeitsagentur als arbeitsuchend zu melden, wenn bekannt wird, dass sie ihre Arbeitsstelle demnächst verlieren werden, und nicht erst dann, wenn sie arbeitslos sind. Ausländer sollen stärker in die Pflicht genommen werden. Mit der Verkürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes werden die Möglichkeiten der Aufenthaltsverfestigung, Familienzusammenführung und Einbürgerung beschränkt.
Die Politik des Fordern und Förderns wird kontrovers diskutiert, Kritiker sehen ein Scheitern dieser Strategie. Sie würde bereits seit den 70er Jahren konsequent und immer wieder "verschärft" angewendet, ohne dass die erhoffte Verbesserung der Arbeitslosenstatistik eingetreten ist. Zur Begründung wird auf die hohe Gesamtarbeitslosigkeit verwiesen; ferner seien insbesondere gering qualifizierte sowie ältere Arbeitssuchende kaum vermittelbar und darüber hinaus seien Verdrängungseffekte zu beobachten: Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt führten zu Entlassungen im ersten.
Auch wird angeführt, die mit Langzeitarbeitslosigkeit verbundenen Probleme des Qualifikationsverfalls hingen mit der Negativität des Zustands der Arbeitslosigkeit als solchem zusammen Frank Oschmiansky: Faule Arbeitslose? Zur Debatte über Arbeitsunwilligkeit und Leistungsmissbrauch, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (Bundeszentrale für politische Bildung ), 2003 . Der Arbeitslose ist auf den Arbeitsmarkt verpflichtet und steht diesbezüglich im Wartestand. Die Arbeitslosigkeit als reine Negativität wird in der Regel darüber hinaus zunehmend das Selbstwertgefühl des Arbeitslosen vermindern. Dazu tragen auch Personen aus der Umgebung des Arbeitslosen bei, solange sie noch keine eigenen Erfahrungen mit der Arbeitslosigkeit haben, weil diese Personen oft glauben, der Arbeitslose würde sich nicht genügend um Arbeit bemühen. Würde die Arbeitslosenexistenz durch Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens positiviert, dann bedeutete dieses für den Arbeitslosen eine Freisetzung von der Bindung an den Arbeitsmarkt. Er wäre in seiner Autonomie gefordert, sich zu überlegen, ob er eine echte Chance auf Wiederbeschäftigung hat oder sich lieber außerhalb der Erwerbsarbeit sinnvoll betätigt. Das ist ihm gegenwärtig verwehrt. Er muss sich im schlimmsten Fall auf eine zermürbende, endlos und sinnlos scheinende Arbeitssuche machen. Diese Arbeitssuche wird von ihm gegenwärtig immer schärfer eingefordert, obwohl der große Mangel an Arbeitsplätzen offensichtlich ist und die Aussicht auf eine Wiederkehr von Vollbeschäftigung äußerst vage bleibt, so die Kritik.
Insbesondere von Gewerkschaftseite und keynesianischen Ökonomen wird die Kritik geäußert, dass durch einen zu hohen Druck auf Arbeitslose, auch zu Löhnen (weit) unterhalb des Existenzminimums eine Arbeit annehmen zu müssen (vgl. auch: Working Poor bzw. Niedriglohn), eine Abwärtsspirale bei den Löhnen einsetzt. Diese kann zu Deflation und zu einem Einbruch der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage führen (vgl. Keynesianismus).
Arbeitsverhältnisse in der DDR
Während Marktwirtschaften mal niedrigere, mal höhere Arbeitslosigkeit aufweisen, herrschte in den zentralen Verwaltungswirtschaften vor der Wende Vollbeschäftigung. Diese Vollbeschäftigung wurde von verschiedenen Wissenschaftlern angezweifelt mit dem Hinweis, dass einige der Beschäftigten "eigentlich" volkswirtschaftlich nicht benötigt waren bzw. die Arbeitszeit nicht voll ausgefüllt würde. Dabei muss berücksichtigt werden, dass Vollbeschäftigung politische Priorität genoss und das Recht auf Arbeit in der Verfassung zugesichert wurde (Artikel 24). Damit lässt sich eine reine marktwirtschaftliche Betrachtung der Verhältnisse nur beschränkt realisieren, gibt aber Hinweise für die Beseitigung der Arbeitslosigkeit: Da bei marktwirtschaftlicher Betrachtung vorausgesetzt wurde, dass die Arbeitszeit nicht vollständig mit Produktionsverrichtung ausgefüllt wurde, hätte die Arbeitszeit kürzer sein können, wenn die Arbeitszeit um die ungenutzte Zeit verkürzt worden wäre. An den Kosten, Preisen und Löhnen hätte sich dadurch nichts geändert.Im Frühjahr 1990 - vor der Wiedervereinigung - befasste sich das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. mit der Produktivität in der DDR und veröffentlichte seine Untersuchungen unter dem Titel "Verdeckte Arbeitslosigkeit in der DDR". In der Studie werden die erhobenen Daten als statistisch nicht gesichert bezeichnet (Seite 1). Aus den verwendeten Daten wurde geschlussfolgert, dass die Arbeitszeit nicht voll ausgenutzt wurde (zu 15 % bis 30 %). Dieses wurde so gedeutet, dass in der DDR bei unveränderter Arbeitszeit gemessen an den Maßstäben einer Marktwirtschaft "eigentlich" eine Arbeitslosenrate von eben diesen 15 % bis 30 % geherrscht hätte. Nach 1990 fortbestehende Großbetriebe reduzierten ihre Belegschaft nicht selten um 90%.
Bei wenig attraktiven gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten (z.B. Chemie oder Bergbau) herrschte ein chronischer Arbeitskräftemangel, dem man mit relativ hohen Löhnen bis hin zum Einsatz ausländischer Vertragsarbeiter (Kubaner, Vietnamesen u.a.), Strafgefangener und Bausoldaten begegnete. Eine umfassende Sanierung der vielen maroden Industrieanlagen war mit der steigenden Auslandsverschuldung der DDR nicht möglich. Hingegen war es für Hochschulabsolventen schon schwieriger, einen zur persönlichen Qualifikation und Neigung passenden Arbeitsplatz zu finden, zumal die freie Arbeitsplatzwahl und insbesondere der Zuzug in die Großstädte begrenzt wurden.
Ebenfalls bei der Zahl der Stellen wurde der Maßstab der Bundesrepublik angelegt. Viele Stellen im sozialen Bereich (Betriebskindergärten, -bibliotheken, Küchen u.ä.) werden heute als betriebsfremd bezeichnet und außerhalb der Betriebe gelegt (extensionalisiert). Die Beschäftigung im Bereich der Parteien und Massenorganisationen ist heute stark reduziert. Würde umgekehrt ein anderer Maßstab angelegt, wäre z.B. in Deutschland zum Beispiel wegen der stark erhöhten Bürokratie ebenfalls von verdeckter Arbeitslosigkeit zu sprechen.
Die zuständige Stelle der Arbeitsverwaltung in der DDR waren die kommunalen Ämter für Arbeit, hauptsächlich mit der Arbeitskräftelenkung, Wiedereingliederung von Strafentlassenen und Berufsberatung betraut.
Statistische Erfassung der Arbeitslosigkeit
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Zahl der Arbeitslosen in Deutschland Bildherkunft |
Registrierte Arbeitslosigkeit: Unter registrierter Arbeitslosigkeit wird in Deutschland allgemein die Zahl der Arbeitslosen verstanden, die bei der Bundesagentur für Arbeit nach dem SGB III bzw. einer Arbeitsgemeinschaft oder Optionskommune nach dem SGB II (Sozialgesetzbuch) arbeitslos gemeldet sind. Arbeitslos ist, wer weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, aber mehr als 15 Stunden arbeiten will und jünger als das jeweilige Rentenalter ist.
Darüber hinaus muss die Person dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und bereit sein, jede zumutbare Arbeit anzunehmen. Die Zumutbarkeit ist abhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit, dem vorher erzielten Lohn und ggf. der Höhe des Arbeitslosengeldes. Mit Verweis auf die Verfügbarkeit zählt nicht als arbeitslos, wer an Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnimmt (z.B. Trainingsmaßnahmen, ABM) oder eine Ich-AG gegründet hat. Der Bezug von Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II ist kein Kriterium für Arbeitslosigkeit. Insbesondere wegen der Definition von Teilnehmern an Weiterbildungsmaßnahmen wird die Zahl der registrierten Arbeitslosen häufig als zu niedrig kritisiert.
Langzeitarbeitslosigkeit: gem. SGB III § 18 Arbeitslose, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind.
Versteckte Arbeitslosigkeit: Hier handelt es sich um Personen, die zwar bereit sind, eine Erwerbsarbeit anzunehmen, aber in keiner Arbeitslosenstatistik erscheinen, weil sie nicht offiziell als arbeitslos gemeldet sind meistens, weil kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht oder Menschen, die sich entmutigt aus dem Arbeitsmarkt zurückgezogen haben. Die versteckten Arbeitslosen sind Teil der Stillen Reserve.
Verdeckte Arbeitslosigkeit: Hierbei handelt es sich um die Situation, wenn Beschäftigte mehr aus sozialen oder verwaltungsrechtlichen Gründen einen Arbeitsplatz haben, volkswirtschaftlich oder betriebswirtschaftlich aber eigentlich als Arbeitskräfte nicht benötigt werden. Diese Formulierung wurde gegen die Ostblockstaaten verwendet, weil dort offiziell Vollbeschäftigung herrschte. Es wurde aber vermutet, dass viele dieser Beschäftigten tatsächlich wenig zu tun hatten. Heutzutage wird der Begriff u.a. auch auf den Staatssektor angewandt, in dem durch Sparmaßnahmen freigesetzte Arbeitskräfte aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht entlassen werden können und im Zentralen Personalüberhangmanagement (auch Stellenpool) "geparkt" werden. "Versteckte Arbeitslosigkeit" bezieht sich also auf tatsächlich Arbeitslose, die statistisch nicht erscheinen, die versteckt sind, während "verdeckte Arbeitslosigkeit" sich auf Beschäftigte bezieht, die aber an ihrem Arbeitsplatz "arbeitslos" sind und nur per "Beschäftigungstherapie" beschäftigt werden.
Weil die Zahl der Arbeitslosen insbesondere durch Entlassungen im Bau- und Gaststättengewerbe und in der Landwirtschaft saisonal stark schwankt, wird von der Bundesagentur für Arbeit parallel zur Zahl der Arbeitslosen noch eine saisonbereinigte Arbeitslosenzahl vorgelegt, um jahreszeitlich unabhängige Trends bestimmen zu können. Dabei werden jahreszeitliche Einflüsse anhand der langjährigen Erfahrungen herausgerechnet. Diese Saisonbereinigung wird vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) durchgeführt.
Die Berechnung der registrierten Arbeitslosigkeit wird von der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Die Definition der Zählkriterien (wer gilt als arbeitslos) bestimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.
Daneben gibt es noch die stille Reserve. Damit sind Personen gemeint, die nicht arbeitslos gemeldet sind, aber Arbeit suchen. Sie wird (2005) - je nach Zählweise - auf zwei bis vier Millionen Menschen in Deutschland geschätzt.
Da Arbeitslosigkeit sehr facettenreich ist, bereitet die statistische Erfassung relativ große Probleme, insbesondere sind Angaben aus verschiedenen Ländern nicht ohne weiteres vergleichbar. Beispielsweise ist strittig, ob Schüler, die nach Schulabschluss auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz warten, als arbeitslos zählen oder nicht. In Deutschland werden sie, soweit sie sich nur arbeitslos melden, um den Eltern Kindergeldansprüche zu sichern, seit 2003 nicht mehr in der Arbeitslosenquote berücksichtigt. Um eine Standardisierung der Definitionen bemüht sich die Internationale Arbeitsorganisation. In Deutschland wird Arbeitslosigkeit im internationalen Vergleich recht weit abgegrenzt. Die nach deutscher Definition berechnete Arbeitslosenquote ist stets größer als die nach der internationalen Abgrenzung.
Diskrepanzen gibt es auch, was die Berechnung der Arbeitslosenquote angeht. In Deutschland ist eine Quote noch verbreitet, bei der die Zahl der Arbeitslosen zur Zahl der abhängig zivilen Erwerbspersonen (abhängig zivile Erwerbspersonen) in Relation gesetzt wird, was eine unechte Quote darstellt. International gebräuchlich ist die Relation aus Arbeitslosen zu Erwerbspersonen (=Arbeitnehmer + Selbständige + Arbeitslose). Letzteres stellt eine echte Quote dar und liefert stets etwas niedrigere Werte.
Was die Erfassungsmethode angeht, so gibt es grundsätzlich zwei Konzepte. Nach dem ersten wird die Meldung bei der Arbeitsverwaltung zur Grundlage der Zählung gemacht. Dieses Verfahren findet in Deutschland die größte Beachtung. Nach dem zweiten wird die Zahl der Arbeitslosen in einer Umfrage erhoben, ein Verfahren, das z. B. die USA anwenden:
- "[..] die US-Arbeitslosenquote ist nicht die Addition aller registrierter Arbeitsloser. Sie wird als Ergebnis einer monatlichen repräsentativen Befragung von 50 000 Haushalten hochgerechnet. Als arbeitslos gilt, wer während der Befragungswoche keine bezahlte Arbeit hatte und während der vergangenen vier Wochen spezielle Anstrengungen unternahm, einen neuen Job zu finden. Als beschäftigt gilt, wer während der Befragungswoche, wie kurz auch immer, erwerbstätig war. Wer also, seien es nur zwei Stunden am Tag, arbeitet, gilt statistisch als versorgt. [..]" Ulrike Fussel (Washington) in FR vom 20.1.1998
Seit März 2005 veröffentlicht das Statistische Bundesamt monatlich eine in einer Telefonumfrage erhobene Erwerbslosenzahl. Im Gegensatz zu den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden hier auch nicht gemeldete Arbeitssuchende erfasst. Deshalb liegt die Erwerbslosenzahl für Jüngere, die oft keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, meistens höher als die entsprechende Arbeitslosenzahl. Andererseits gilt bereits der als erwerbstätig, der mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet, während Personen auch dann noch als arbeitslos gelten können, wenn sie bis zu 15 Stunden pro Woche arbeiten. Andererseits fallen in der Umfrage Erwerbslose aus der Erfassung, die zwar Leistungen beziehen, aber kein Interesse an einer Arbeitsaufnahme angeben. Vor allem aufgrund der restriktiven Definition (mindestens eine Stunde Arbeit pro Woche) liegt die Erwerbslosenzahl meistens deutlich niedriger als die Arbeitslosenzahl.
Beide Zahlen unterscheiden zwischen der saisonbereinigten und der nicht saisonbereinigten Arbeitslosenzahl. Bei der saisonbereinigten Zahl wird versucht, jahreszeitliche Einflüsse wie die Winterarbeitslosigkeit/Saisonarbeitslosigkeit herauszurechnen. Daher liegt die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl im Winter niedriger, im Sommer höher als die aktuelle Zahl. Die Berichterstattung in den Medien konzentriert sich vor allem auf die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl beziehungsweise -quote.
Dagegen kennt die Untersuchung des Statistischen Bundesamtes die Unterscheidung in registrierte und nicht registrierte Arbeitslose nicht. Hier wird durch eine Telefonumfrage nach den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO, engl. ILO, International Labour Organisation) Arbeitslosigkeit gefragt. Zur Unterscheidung von den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit wird hier von Erwerbslosen gesprochen. Als erwerbslos im Sinne der ILO-Statistik gilt, wer weniger als eine Stunde pro Woche arbeitet, aber mehr arbeiten will. Die Gesamtzahl der Erwerbslosen wird anhand einer Stichprobe hochgerechnet. Damit ist die stille Reserve automatisch erfasst, hingegen fallen geringfügig Beschäftigte heraus. Ebenso Arbeitsunwillige, die sich allein zum Bezug von Arbeitslosengeld arbeitslos gemeldet haben. Die Erwerbslosenzahl des Statistischen Bundesamtes liegt zumeist rund eine Million unter der von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitslosenzahl (Erwerbslose im Januar 2005: 3,99 Millionen, Arbeitslose 5,04 Millionen).
Folgen der Arbeitslosigkeit
Ökonomische Folgen
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Ein weiterer Aspekt sind die gesamtwirtschaftlichen KostenInstitut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Gesamtfiskalische Kosten der Arbeitslosigkeit 2004, IAB online, 21.03.2006 der Arbeitslosigkeit. Denn nicht nur auf der Ausgabenseite des Staates schlägt sich eine hohe Arbeitslosigkeit durch Kosten unter anderem für "Arbeit und Soziales" (über 45 % des Bundeshaushaltes 2006 von rund 262 Mrd. € sind für Arbeit und Soziales eingeplant) nieder. Auch die Opportunitätskosten des entgangenen Nutzens, welche durch Arbeitslosigkeit entstehen, müssen berücksichtigt werden. Denn jeder Erwerbslose könnte - Arbeitsplätze vorausgesetzt - mit seiner Arbeitskraft zur Erhöhung der volkswirtschaftlichen Einnahmen beitragen. Das Produktionspotenzial, als auch das Bruttoinlandsprodukt könnte also wesentlich höher sein. Somit ist jeder weitere Erwerbslose eine doppelte Belastung, einerseits trägt dieser nicht mehr zur Finanzierung der Sozialbeiträge (Pflegeversicherung, Rentenkasse, etc.) bei, andererseits bezieht er diese Leistungen ab dem Zeitpunkt der Erwerbslosigkeit.
Individuelle Folgen
Mögliche individuelle Folgen der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, sind psychologische und gesundheitliche Probleme, Entqualifizierung (Entwertung der bisher erlangten Qualifizierung), gesellschaftlich-kulturelle Isolation und Verarmung. In vielen Fällen wirkt sich das auch auf die folgenden Generationen aus, denn die Kinder von Arbeitslosen besitzen von Beginn an keine Chancengleichheit Heidrun Graupner, "Chancenlos in Deutschland: Geraubte Zukunft", Süddeutsche Zeitung, 27.07.2006.Arbeit ist für viele Menschen ein psychosozialer Stabilisierungsfaktor und regelt Tagesstruktur und das soziale Umfeld. Während in ärmeren Ländern bei Arbeitslosigkeit auch heute noch die materielle Not im Vordergrund steht, sind es nach Meinung von Politikern in der Bundesrepublik Deutschland heute vor allem die seelischen, psychosozialen und psychosomatischen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit (für den Einzelnen wie auch für seine Familie). Aus der Sicht der Betroffen stellt sich die Situation allerdings anders dar: Die materielle Not ist in Deutschland in jüngster Zeit bedingt durch - faktische - Kürzungen der Sozialleistungen Vgl. nur Prof. Rainer Roth: "Hartz IV - Regelsätze für Kinder erheblich gesenkt" bei steigenden Lebenshaltungskosten wieder gewachsen. vgl.: Bericht der Bundesagentur für Arbeit: Zahlen der ALG II- und Sozialgeld Empfänger im Mai 2006, xls-Datei (77 KB) ARMUT: 2,5 Millionen Kinder leben auf Sozialhilfeniveau, SPIEGEL ONLINE, 28. Juli 2006 Siehe auch: Sabine Eisenhauer, "Armut schließt aus", Kölner Stadtanzeiger, 03.08.06 KINDERARMUT: "Es gibt kaum Verständnis für Armut", SPIEGEL ONLINE, 28. Juli 2006 Bremer Schüler informieren über Kinderarmut: "Wir müssen über Armut sprechen!"
Bei den individuellen Folgen kommen mehrere Studien zu gleichen Ergebnissen. Zuerst tritt ein Schock ein, dem eine Phase des oberflächlichen Zweckoptimismus folgt. Die anschließend folgende Phase ist geprägt von starker Aktivität, in der Bewerbungen geschrieben und Fortbildungen besucht werden. Stellt sich nach starker Aktivität kein Erfolg ein, nimmt das Interesse an den Bemühungen ab, es stellen sich Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifel ein, nicht wenige verfallen in Resignation. Da in kapitalistisch orientierten Gesellschaften der persönliche Erfolg und die soziale Anerkennung stark von beruflichen Leistungen abhängen, fehlt dem Arbeitslosen bestenfalls die Bestätigung seiner Umwelt. Darüber hinaus ist infolge der von Seiten der Politik öffentlichkeitswirksam in den Medien ausgetragenen „Faulheitsdebatten“ , die seit Mitte der 1970er Jahre die infolge der wirtschaftlichen Krise rasch zunehmende MassenarbeitslosigkeitVgl. Werner Bührer: Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik, in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 270: Deutschland in den 70er/80er Jahren, 2001 in regelmäßigen Abständen begleiten, ein Klima entstanden, das die aktive Diskriminierung von Arbeitslosen durch ihr direktes Umfeld sowie die vorwiegend passive Diskriminierung (Nichteinstellung, unterdurchschnittliche Löhne, gesteigertes Misstrauen etc. nur aufgrund von Arbeitslosigkeit) durch Unternehmen begünstigt. Im Ergebnis kann all dies individuelle Schuldzuweisungen mit heftigen Schamgefühlen und/oder Minderwertigkeitskomplexe hervorbringen.
Stärker betroffen sind ältere Arbeitslose, die jahrelang an feste Arbeitsstruktur gewöhnt waren und alleinstehende Männer, die zu vermehrter Isolation neigen. Folgen können Depressionen, Suchterkrankungen und eine durch Hoffnungslosigkeit und Lebensunlust erhöhte Suizidneigung sein. So kann es zum Abbruch der meisten sozialen Kontakte kommen. Daraus resultiert das Gefühl der Einsamkeit, Betroffene können sich Alkohol, Drogen etc. zuwenden. Gerade bei Jugendlichen ist Arbeitslosigkeit bedenklich, da ihnen so ein Mittel zur Identitätsentwicklung fehlt.
Zum Vergleich: Britische Arbeitslose (AL) werden ín ihren Arbeitsämtern per Handschlag begrüsst, wie in einem "exklusiven Club" (bei 4,6%, nach Irland zweitniedrigste AL in der EU). Man redet von Beschäftigungschancen statt AL und bedauert die "komplizierte" Lage in Deutschland. (FAZ, 10. Dezember 2005)
Durch die Verarmung erfolgt ein Ausschluss von der normalen Kultur, was sich ebenfalls auch auf die nachfolgende Generation auswirkt. Der Widerspruch zwischen der Politik des "Forderns" und Förderns" auf der einen Seite und der scheinbaren Nutzlosigkeit der eigenen Bemühungen auf der anderen erhöht die Probleme. Nach mehreren Lehrgängen setzt Gleichgültigkeit ein. Viele klammern sich an jeden Strohhalm, der Aussicht auf Beschäftigung bietet.
Hohe Arbeitslosigkeit wirkt sich individuell auch auf die Arbeitskräfte aus, die Arbeit haben. Es gibt einen starken psychischen Druck, wenn man ständig in der Furcht lebt, den Arbeitsplatz zu verlieren. Daher werden Arbeitsplätze wegen des damit verbundenen Risikos auch seltener gewechselt. Man verharrt in einer (möglichst hoch) bezahlten, sicheren Tätigkeit, die einen (ebenfalls) krank und depressiv, suizidär macht; oft wegen der Arbeitsmarktlage in der o. g. Sorge immer umkämpfter bis hin zu Mobbing Winfried Panse, Interwiev, Stern Online, 05. August 2006. Viele werden aggressiv, auch manche Arbeitslose (sogar untereinander). Ausländerfeindlichkeit hat in der Mittelklasse zugenommen, seitdem diese in höherem Maß betroffen ist, zudem wird jene durch rechtsextreme Gruppierungen zusätzlich geschürt. Arbeitslosigkeit (oder auch nur die Angst davor) führt, zumeist vor anderen Ursachen, zum Verzicht auf Kinder.
Bedeutung der Arbeit
Nicht nur der Einzelne ist zur Deckung seiner Lebensverhältnisse auf Arbeit angewiesen, auch die Gesellschaft, die durch die feingliedrige Arbeitsteilung ihren kulturellen Stand erhalten und verbessern kann, braucht den Beitrag der Arbeit aller seiner arbeitsfähigen Mitglieder. Wegen der zunehmenden Produktivität wird aber die dazu benutzte Zeit immer geringer. Um das Jahr 1900 betrug die Arbeitszeit etwa 3000 Stunden pro Jahr, heute beträgt die jährliche Arbeitszeit etwa 1300 Stunden – bei einem etwa dreimal so hohen Lebensstandard.Andere Thesen finden sich aber auch in verschiedenen Bürgergeld Initiativen oder in Werken wie die 80-zu-20-Gesellschaft von Dr. Washington SyCip, die allg. davon ausgehen das durch Technik und Fortschritt der menschliche Produktionsfaktor auch in Zukunft immer weiter ersetzt werden wird.
Die Organisation der Arbeit prägt die gesamten Lebensverhältnisse der Gesellschaft. Nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung verfügt über ausreichende Mittel, seinen eigenen Lebensunterhalt ohne Arbeit dauerhaft zu sichern. Aus diesem Grund ist für die meisten Menschen ein Leben ohne Arbeit nicht zu realisieren, denn die Sicherung der eigenen Existenz und gegebenenfalls auch die der unterhaltspflichtigen Angehörigen setzt Rechte an Lohn aus Erwerbsarbeit oder an Kapitaleinkommen voraus.
In der deutschen Philosophie (Hegel, Kant, Herder, Johann Gottlieb Fichte) wurde Arbeit zur Existenzbedingung und sittlichen Pflicht erklärt: „Arbeite um zu leben“ oder „Lebe um zu arbeiten“
Zahlen zur Arbeitslosigkeit
Deutschland
Aktuelle Daten zur Arbeitslosigkeit finden sich als Grafik auf der Statistikseite der Bundesagentur für Arbeit unter [LINK]
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Übersicht Bildherkunft |
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Arbeitslosenzahlen in BRD/Deutschland Bildherkunft |
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Arbeitslosigkeit in der Triade, Link zur BMGS-Quelle siehe unten Bildherkunft |
| Bundesland | Arbeitslose November 2005 | Arbeitslosenquote November 2005 |
|---|---|---|
| Mecklenburg-Vorpommern | 158.121 | 17,9 % |
| Berlin | 298.484 | 17,8 % |
| Sachsen-Anhalt | 221.323 | 17,4 % |
| Sachsen | 365.588 | 16,6 % |
| Brandenburg | 220.528 | 16,5 % |
| Bremen | 48.923 | 15,5 % |
| Thüringen | 186.140 | 15,2 % |
| Nordrhein-Westfalen | 1.027.759 | 11,6 % |
| Hamburg | 97.832 | 11,3 % |
| Niedersachsen | 433.141 | 11,0 % |
| Schleswig-Holstein | 149.416 | 10,7 % |
| Saarland | 49.643 | 9,9 % |
| Hessen | 287.605 | 9,4 % |
| Rheinland-Pfalz | 164.189 | 8,1 % |
| Bayern | 455.733 | 7,0 % |
| Baden-Württemberg | 366.788 | 6,7 % |
| Ostdeutschland | 1.450.184 | 16,9 % |
| Westdeutschland | 3.081.029 | 9,4 % |
| Deutschland | 4.531.213 | 10,9 % |
Quelle: Bundesagentur für Arbeit Nürnberg (PDF-Datei) Die Einfärbung der Tabelle erfolgt in 4-Prozent-Schritten.
BMGS Statistisches Taschenbuch Internationale Arbeitslosenraten
Im Juni 2006 war der Landkreis Eichstätt (Oberbayern) der deutsche Kreis mit der geringsten Arbeitslosenquote (2,9%) und der Landkreis Uecker-Randow (Vorpommern) der mit der höchsten Quote (25,6%).
Österreich
| Bundesland | Arbeitslose Oktober 2006 | Arbeitslosenquote Oktober 2006 | Arbeitslosenquote Durchnitt 2005
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|---|---|---|---|
| Burgenland | 5.737 | 6,1 % | 9,0 % |
| Kärnten | 15.637 | 7,1 % | 8,2 % |
| Niederösterreich | 32.464 | 5,5 % | 7,4 % |
| Oberösterreich | 19.707 | 3,2 % | 4,7 % |
| Salzburg | 11.621 | 4,9 % | 5,1 % |
| Steiermark | 27.304 | 5,6 % | 7,3 % |
| Tirol | 20.414 | 6,8 % | 5,9 % |
| Vorarlberg | 9.538 | 6,3 % | 6,7 % |
| Wien | 72.184 | 8,5 % | 9,7 % |
| Österreich | 214.606 | 6,1 % | 7,3 % |
Quelle: Arbeitsmarktservice Österreich
Siehe auch: Die Arbeitsmarktdaten der Statistik Austria
Schweiz
| 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | |
| Total | 0,5 | 1,1 | 2,5 | 4,5 | 4,7 | 4,2 | 4,7 | 5,2 | 3,9 | 2,7 | 1,8 | 1,7 | 2,5 | 3,7 | 3,9 |
| Zürich | 0,3 | 0,7 | 2,1 | 4,1 | 4,5 | 4,0 | 4.3 | 5,2 | 4,2 | 2,9 | 1,8 | 1,7 | 3,0 | 4,5 | 4,5 |
| Bern | 0,3 | 0,6 | 2,0 | 3,9 | 4,1 | 3,5 | 3,9 | 4,4 | 2,9 | 1,9 | 1,3 | 1,2 | 1,8 | 2,8 | 2,9 |
| Luzern | 0,3 | 0,7 | 1,9 | 3,6 | 3,6 | 3,2 | 4,0 | 4,3 | 2,9 | 1,9 | 1,3 | 1,2 | 2,0 | 3,1 | 3,2 |
| Uri | 0,0 | 0,2 | 0,8 | 1,6 | 1,6 | 1,6 | 2,3 | 2,4 | 1,5 | 1,0 | 0,5 | 0,4 | 0,7 | 1,1 | 1,2 |
| Schwyz | 0,1 | 0,4 | 1,2 | 2,4 | 2,3 | 2,0 | 2,9 | 2,8 | 2,1 | 1,5 | 0,7 | 0,6 | 1,2 | 2,1 | 2,3 |
| Obwalden | 0,1 | 0,3 | 0,8 | 2,0 | 2,0 | 1,7 | 2,1 | 2,3 | 1,4 | 0,6 | 0,4 | 0,5 | 1,0 | 1,6 | 1,7 |
| Nidwalden | 0,2 | 0,4 | 1,8 | 3,1 | 2,7 | 2,1 | 2,5 | 2,6 | 1,5 | 0,6 | 0,4 | 0,6 | 1,1 | 1,9 | 1,9 |
| Glarus | 0,1 | 0,4 | 1,3 | 2,3 | 2,0 | 2,0 | 3,3 | 2,9 | 2,0 | 1,5 | 0,9 | 0,7 | 1,6 | 2,3 | 2,4 |
| Zug | 0,3 | 0,7 | 2,0 | 3,8 | 3,5 | 2,8 | 3,4 | 3,9 | 3,1 | 2,3 | 1,1 | 1,4 | 2,7 | 3,6 | 3,4 |
| Freiburg | 0,5 | 1,1 | 2,6 | 5,0 | 5,9 | 5,2 | 4,8 | 4,7 | 3,7 | 2,5 | 1,5 | 1,3 | 1,8 | 2,7 | 2,9 |
| Solothurn | 0,2 | 0,7 | 2,5 | 4,6 | 4,4 | 3,5 | 4,6 | 6,0 | 3,7 | 2,5 | 1,6 | 1,4 | 2,3 | 3,3 | 3,6 |
| Basel-Stadt | 1,2 | 1,9 | 3,6 | 5,5 | 5,7 | 4,9 | 4,7 | 4,9 | 3,7 | 2,5 | 2,1 | 2,2 | 3,0 | 4,3 | 4,6 |
| Basel-Landschaft | 0,7 | 1,0 | 2 | 3,4 | 3,6 | 3,0 | 3,4 | 3,7 | 2,6 | 1,8 | 1,4 | 1,4 | 1,9 | 2,9 | 3,4 |
| Schaffhausen | 0,6 | 1,3 | 2,5 | 4,3 | 4,2 | 3,8 | 4,5 | 5,3 | 4,1 | 2,8 | 1,7 | 1,6 | 2,3 | 3,1 | 3,4 |
| Appenzell Ausserrhoden | 0,2 | 0,5 | 1,5 | 2,8 | 2,6 | 1,9 | 2,3 | 2,5 | 1,4 | 0,9 | 0,8 | 0,9 | 1,6 | 2,1 | 2,3 |
| Appenzell Innerrhoden | 0,0 | 0,3 | 0,9 | 1,6 | 1,2 | 0,8 | 1,5 | 1,9 | 0,8 | 0,5 | 0,3 | 0,3 | 0,8 | 1,4 | 1,6 |
| St. Gallen | 0,3 | 0,8 | 2,0 | 3,4 | 3,3 | 2,8 | 3,5 | 4,0 | 2,8 | 2,2 | 1,4 | 1,3 | 2,1 | 3,0 | 3,1 |
| Graubünden | 0,3 | 0,4 | 0,9 | 1,8 | 1,9 | 2,0 | 2,6 | 3,2 | 2,5 | 1,6 | 1,0 | 1,0 | 1,4 | 2,0 | 2,1 |
| Aargau | 0,2 | 0,5 | 1,6 | 3,4 | 3,3 | 2,9 | 3,8 | 4,7 | 3,0 | 2,1 | 1,4 | 1,2 | 2,1 | 3,3 | 3,4 |
| Thurgau | 0,2 | 0,5 | 1,5 | 2,9 | 3,0 | 2,6 | 3,5 | 4,3 | 3,2 | 2,0 | 1,2 | 1,2 | 2,0 | 2,9 | 3,1 |
| Tessin | 1,5 | 2,4 | 4,4 | 6,3 | 6,5 | 6,7 | 7,6 | 7,8 | 6,3 | 4,4 | 3,1 | 2,6 | 3,5 | 4,2 | 4,5 |
| Waadt | 0,7 | 1,8 | 4,0 | 6,9 | 7,5 | 7,0 | 7,3 | 7,2 | 5,6 | 4,1 | 2,9 | 2,7 | 3,3 | 4,6 | 5,4 |
| Wallis | 0,9 | 1,7 | 3,6 | 6,5 | 7,4 | 7,0 | 6,7 | 6,9 | 4,7 | 3,5 | 2,2 | 2,1 | 2,6 | 3,4 | 3,8 |
| Neuenburg | 1,1 | 2,4 | 4,6 | 6,3 | 6,5 | 5,8 | 5,5 | 6,3 | 5,3 | 3,9 | 2,3 | 2,1 | 3,3 | 4,4 | 4,5 |
| Genf | 1,2 | 2,7 | 4,7 | 7,2 | 7,6 | 6,9 | 6,8 | 7,8 | 6,1 | 5,1 | 4,1 | 4,0 | 5,1 | 6,5 | 7,1 |
| Jura | 0,7 | 1,9 | 3,6 | 5,9 | 6,4 | 5,4 | 6,2 | 6,6 | 3,9 | 2,8 | 1,9 | 2,0 | 3,6 | 4,8 | 4,6 |
Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft (http://www.seco-admin.ch)
Historische Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschland
In der folgenden Tabelle sind die registrierten Arbeitslosen, die Arbeitslosenquote und die Arbeitszeit in Deutschland seit 1950 aufgeführt (Jahresdurchschnitt).
Die offizielle Arbeitszeit (herausgegeben vom Statistischen Bundesamt) wird als durchschnittliche jährliche Arbeitszeit der Beschäftigten angegeben (AZ = Arbeitsvolumen durch Anzahl der Beschäftigten).
Die durchschnittliche jährliche Arbeitszeit der Erwerbspersonen kann angegeben werden als AZ* = Arbeitsvolumen durch Anzahl der Erwerbspersonen.
Die Arbeitslosenquote wird folgendermaßen definiert:
Daraus folgt die durchschnittliche Arbeitszeit der Erwerbspersonen:
Die Arbeitszeit für Vollbeschäftigung liegt zwischen AZ und AZ*, da bei AZ ja Arbeitslosigkeit vorliegt und bei AZ* wegen kürzerer Arbeitszeit zwar die Produktivität steigt, aber diese Mehrproduktion noch nicht ausreicht, um die gestiegen Kaufkraft zu befriedigen.
| Registrierte Arbeitslose und Arbeitslosenquote | ||||||||||||
| Jahr | Deutschland | Westdeutschland | Ostdeutschland | |||||||||
| Anzahl | Quote in % | AZ in h | AZ* in h | Anzahl | Quote in % | AZ in h | AZ* in h | Anzahl | Quote in % | AZ in h | AZ* in h | |
| 2004 | 4.381.042 | 11,7 | 1445,0 | 1275,9 | 2.781.347 | 9,4 | 1425,7 | 1291,7 | 1.599.695 | 20,1 | 1463,9 | 1169,7 |
| 2003 | 4.376.028 | 11,6 | 1438,8 | 1271,9 | 2.752.589 | 9,3 | 1424,3 | 1291,8 | 1.623.439 | 20,1 | 1467,4 | 1172,5 |
| 2002 | 4.060.317 | 10,8 | 1441,1 | 1285,5 | 2.497.678 | 8,5 | 1421,4 | 1300,6 | 1.562.639 | 19,2 | 1467,1 | 1185,4 |
| 2001 | 3.852.564 | 10,4 | 1453,7 | 1302,5 | 2.320.500 | 8,0 | 1431,4 | 1316,9 | 1.532.064 | 18,8 | 1482,9 | 1204,1 |
| 2000 | 3.889.695 | 10,7 | 1467,9 | 1310,8 | 2.380.987 | 8,4 | 1442,5 | 1321,3 | 1.508.707 | 18,6 | 1505,3 | 1225,3 |
| 1999 | 4.100.499 | 11,7 | 1486,2 | 1312,3 | 2.604.720 | 9,6 | 1456,7 | 1316,9 | 1.495.779 | 18,7 | 1528,0 | 1242,3 |
| 1998 | 4.280.630 | 12,3 | 1497,8 | 1313,6 | 2.751.535 | 10,3 | 1465,4 | 1314,5 | 1.529.095 | 19,2 | 1543,9 | 1247,5 |
| 1997 | 4.384.456 | 12,7 | 1503,5 | 1312,6 | 2.870.021 | 10,8 | 1471,4 | 1312,5 | 1.514.435 | 19,1 | 1553,8 | 1257,0 |
| 1996 | 3.965.064 | 11,5 | 1513,0 | 1339,0 | 2.646.442 | 9,9 | 1477,4 | 1331,1 | 1.318.622 | 16,6 | 1565,8 | 1305,9 |
| 1995 | 3.611.921 | 10,4 | 1529,3 | 1370,3 | 2.427.083 | 9,1 | 1494,4 | 1358,4 | 1.184.838 | 14,8 | 1593,1 | 1357,3 |
| 1994 | 3.698.057 | 10,6 | 1513,0 | 1352,6 | 2.426.276 | 9,0 | 1506,5 | 1370,9 | 1.271.781 | 15,7 | 1629,2 | 1373,4 |
| 1993 | 3.419.141 | 9,8 | 1529,3 | 1379,4 | 2.149.465 | 8,0 | 1506,1 | 1385,6 | 1.269.676 | 15,4 | 1648,0 | 1394,2 |
| 1992 | 2.978.570 | 8,5 | 1543,4 | 1412,2 | 1.699.273 | 6,4 | 1531,7 | 1433,7 | 1.279.297 | 14,4 | 1642,7 | 1406,2 |
| 1991 | 2.602.203 | 7,3 | 1546,3 | 1433,4 | 1.596.457 | 6,2 | 1542,3 | 1446,7 | 1.005.746 | 10,2 | 1497,6 | 1344,8 |
| 1990 | - | - | - | - | 1.883.147 | 7,2 | 1566,0 | 1453,2 | - | - | - | - |
| 1989 | - | - | - | - | 2.037.781 | 7,9 | 1589,1 | 1463,6 | - | - | - | - |
| 1988 | - | - | - | - | 2.241.556 | 8,7 | 1612,5 | 1472,2 | - | - | - | - |
| 1987 | - | - | - | - | 2.228.788 | 8,9 | 1617,6 | 1473,6 | - | - | - | - |
| 1986 | - | - | - | - | 2.228.004 | 9,0 | 1639,5 | 1491,5 | - | - | - | - |
| 1985 | - | - | - | - | 2.304.014 | 9,3 | 1658,5 | 1504,3 | - | - | - | - |
| 1984 | - | - | - | - | 2.265.559 | 9,1 | 1680,8 | 1527,8 | - | - | - | - |
| 1983 | - | - | - | - | 2.258.235 | 9,1 | 1691,6 | 1537,7 | - | - | - | - |
| 1982 | - | - | - | - | 1.833.244 | 7,5 | 1702,1 | 1574,4 | - | - | - | - |
| 1981 | - | - | - | - | 1.271.574 | 5,5 | 1716,8 | 1622,4 | - | - | - | - |
| 1980 | - | - | - | - | 888.900 | 3,8 | 1739,1 | 1673,0 | - | - | - | - |
| 1979 | - | - | - | - | 876.137 | 3,8 | 1758,4 | 1691,6 | - | - | - | - |
| 1978 | - | - | - | - | 992.948 | 4,3 | 1771,9 | 1695,7 | - | - | - | - |
| 1977 | - | - | - | - | 1.029.995 | 4,5 | 1794,1 | 1713,4 | - | - | - | - |
| 1976 | - | - | - | - | 1.060.336 | 4,6 | 1809,4 | 1726,2 | - | - | - | - |
| 1975 | - | - | - | - | 1.074.217 | 4,7 | 1797,1 | 1712,6 | - | - | - | - |
| 1974 | - | - | - | - | 582.481 | 2,6 | 1836,5 | 1788,8 | - | - | - | - |
| 1973 | - | - | - | - | 273.498 | 1,2 | 1869,5 | 1847,1 | - | - | - | - |
| 1972 | - | - | - | - | 246.433 | 1,1 | 1899,8 | 1878,9 | - | - | - | - |
| 1971 | - | - | - | - | 185.072 | 0,8 | 1924,7 | 1909,3 | - | - | - | - |
| 1970 | - | - | - | - | 148.846 | 0,7 | 1956,4 | 1942,7 | - | - | - | - |
| 1969 | - | - | - | - | 178.579 | 0,9 | 1971,7 | 1954,0 | - | - | - | - |
| 1968 | - | - | - | - | 323.480 | 1,5 | 1991,3 | 1961,4 | - | - | - | - |
| 1967 | - | - | - | - | 459.489 | 2,1 | 2003,7 | 1961,6 | - | - | - | - |
| 1966 | - | - | - | - | 161.059 | 0,7 | 2041,1 | 2026,8 | - | - | - | - |
| 1965 | - | - | - | - | 147.352 | 0,7 | 2067,2 | 2052,7 | - | - | - | - |
| 1964 | - | - | - | - | 169.070 | 0,8 | 2081,3 | 2064,6 | - | - | - | - |
| 1963 | - | - | - | - | 185.646 | 0,8 | 2069,9 | 2053,3 | - | - | - | - |
| 1962 | - | - | - | - | 154.523 | 0,7 | 2100,1 | 2085,4 | - | - | - | - |
| 1961 | - | - | - | - | 180.855 | 0,8 | 2136,9 | 2119,8 | - | - | - | - |
| 1960 | - | - | - | - | 270.678 | 1,3 | 2163,3 | 2135,2 | 7.107 | 0,1 | - | - |
| 1959 | - | - | - | - | 539.942 | 2,6 | - | - | 10.433 | 0,1 | - | - |
| 1958 | - | - | - | - | 763.850 | 3,7 | - | - | 16.198 | 0,2 | - | - |
| 1957 | - | - | - | - | 753.711 | 3,7 | - | - | 37.914 | 0,5 | - | - |
| 1956 | - | - | - | - | 876.287 | 4,4 | - | - | 40.763 | 0,5 | - | - |
| 1955 | - | - | - | - | 1.073.576 | 5,6 | - | - | 43.634 | 0,5 | - | - |
| 1954 | - | - | - | - | 1.410.717 | 7,6 | - | - | 54.277 | 0,7 | - | - |
| 1953 | - | - | - | - | 1.491.000 | 8,4 | - | - | 90.876 | 1,1 | - | - |
| 1952 | - | - | - | - | 1.651.915 | 9,5 | - | - | 107.162 | 1,3 | - | - |
| 1951 | - | - | - | - | 1.713.887 | 10,4 | - | - | 243.351 | 3,0 | - | - |
| 1950 | - | - | - | - | 1.868.504 | 11,0 | - | - | 325.400 | 4,1 | - | - |
Quellen: Statistisches Bundesamt, IAB und Statistische Jahrbücher der DDR 1955-1960/61, eigene Berechnungen (AZ*)
Kartenmaterial
Deutschland
|
|
Weltweit
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|
Weltkarte zum Thema Arbeitslosigkeit (Stand: 2005) Bildherkunft |
Siehe auch
- Allgemeines
- Arbeitsmarkt; Arbeitsmarktservice, Arbeitsplatzvernichtung
- Armut; Existenzminimum
- Geringfügige Beschäftigung
- Fenstergucker
- Scheinselbstständigkeit
- Niedriglohn-Job; Niedriglohn; Working Poor
- Lohndumping; Lohnwucher
- Digitale Revolution; Soziale Frage; Globalisierung; Globalisierungskritik
- Sozialrecht
- Soziales/Gesellschaft
- Wirtschaft
- Arbeitsförderungsrecht
Literatur
- Sachverständigengutachten 2005/2006 Drittes Kapitel: Der Arbeitsmarkt: Den Reformkurs fortsetzen (PDF)
- Folsom, Franklin, Impatient Armies of the Poor: the Story of Collective Action of the Unemployed 1808 - 1942, Niwot:University Press of Colorado, (1991) ( ISBN 0870811843)
- Thomas G. Grobe, Friedrich W. Schwartz, Arbeitslosigkeit und Gesundheit, Berlin : Robert Koch-Institut, 2003, ISBN 3-89606-140-2
- Jensen, Richard J. "The Causes and Cures of Unemployment in the Great Depression," Journal of Interdisciplinary History 19 (1989) 553-83.
- Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld, Hans Zeisel, Die Arbeitslosen von Marienthal, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1975, ISBN 3518107690
- Paul Mattick, Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenbewegung in den USA 1929-1935, Frankfurt am Main: Verlag Neue Kritik, 1969 - exemplarische Analyse
- Sauermann, Jan, Registrierte Arbeitslosigkeit oder Erwerbslosigkeit: Gibt es das bessere Messkonzept?, Wirtschaft im Wandel 4/2005, S. 104-108, Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Halle.
- Andre, Richard. Chomeur, pourquoi ? Des artisans de la civilisation qui s'ignorent. Eine wesentliche betrachtung, sowohl für den arbeitslosen als auch für den "nicht-arbeitlosen", um sich vom sozialen bruch zu befreien. In französisch , aber eine universell wissenschaftliches Konzept. eBuch, 2005. http://perso.wanadoo.fr/cho...
Weblinks
- Deutsche Bundesagentur für Arbeit, Broschüre Was? Wieviel? Wer?; finanzielle Hilfen auf einen Blick für 2006 (jährlich neu; PDF, 275 kB)
- Arbeitsmarktservice Österreich
- International Labour Organization (vgl. [LINK])
- European Employment Services - Das Jobportal der EU
- Datensammlung (Info-Grafiken) zu Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit
- Studie: Arbeitslosigkeit verstärkt Ausgrenzung (taz Bericht)
Videos
– Eine Kritik an der Altersarbeitslosigkeit.
Quellen
simple:Unemployment
Diskussion der Autoren über den Artikel: Arbeitslosigkeit
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Überarbeiten, fehlende Struktur
Der Artikel zeichnet sich leider durch ein gänzliches Fehlen einer klaren Strukturierung aus. Vor allem der Absatz Keynesianischer Erklärungsansatz ist eine Aneinanderreihung von einzelnen Punkten ohen Gesamtkonzept und mehr als schwierig zu lesen - und auch die Aussage wird nicht deutlich... Ich denke der ganze Artikel sollte überarbeitet werden und eine neue klare Struktur bekommen. Ich würde folgenden Aufbau des Artikels vorschlagen:- Definition der Arbeitslosigkeit
- Formen und Ursachen
- Lösungsansätze
- Bedeutung für Gesellschaft, Betroffenen (Arbeitsloser), Wirtschaft (makroökonomisch), Fiskus (Haushalt)
- Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen Ländern
Die Arbeitslosenstatistik würde ich in einen eigenen Artikel Arbeitslosenstatistik auslagern...
Wegen dieser ganzen Punkte hab ich den Überarbeiten-Baustein gesetzt... --Jeldrik 17:36, 11. Dez 2005 (CET)
Struktur ist m.E. prinzipiell vorhanden, der Keynesianismus besser abgetrennt. Habe Baustein deshalb entfernt. - Avantix 02:47, 13. Okt. 2006 (CEST)
Arbeitskostensenkung durch Umfinanzierung der LNK über MWSt - Beleg
Ich hätte gerne für die Behauptungen in dem Kapitel Arbeitskostensenkung durch Umfinanzierung der LNK über MWSt und die Behauptung, der Ansatz würde von Fr. Merkel aktuell umgestezt werden, einen Beleg. Ansonsten werde ich ihn in Kürze wieder entfernen und so lange entfernen bis es einen Beleg gibt. --Jeldrik 21:47, 7. Jan 2006 (CET)
- Ganz gleich ob der Unsinn umgesetzt wird oder nicht - entweder den Unsinn stehen lassen, dann aber mit Kommentar, warum es Unsinn ist oder den Unsinn löschen.
- Denn diese und andere Vorschläge kranken daran, das die Betrachtungen nur aus Unternehmenssicht gemacht werden. Die Größe des Arbeitsvolumens wird dadurch bestimmt, wieviel abgesetzt werden kann. (Prinzipiell könnte es noch dadurch bestimmt werden, wieviel produziert werden kann - aber das ist zur Zeit nicht beschränkend.) Werden die Lohnnebenkosten durch eine höhere Mehrwertsteuer ersetzt, ist eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit die Folge. Warum: Zunächst können die Nettopreise gesenkt werden, aber die Bruttopreise müssen insgesamt steigen, da ja sich die Gesamtsumme der Abgaben nicht ändern soll. Wenn aber die Abgaben nicht von den Unternehmen kommen, müssen diese Abgaben von den Verbrauchern kommen. Werden entsprechende Lohnerhöhungen durchgesetzt, die das Realeinkommen konstant lassen, bleibt zunächst alles beim Alten. Aber - und das ist das Gefährliche: Vor der Änderung war eine Umverteilung in Richtung gleichmäßigerer Kaufkraft, da der Anteil an den Gesamtabgaben bei Großverdienern größer war. Danach bleibt den Großverdienern mehr - was aber nicht zu mehr kaufen führt, sondern zu mehr sparen. Dagegen können Kleinverdiener weniger kaufen (denn die können kaum sparen, sondern machen eher Schulden), so daß insgesamt weniger gekauft wird: Und das erhöht die Arbeitslosigkeit.
- Und das ist keine Theorie, sondern Realität, siehe z.B. Bedau, Klaus-Dietrich: Ersparnis und Vorsorgeaufwendungen nach Haushaltsgruppen. 1999 [LINK] --Physikr 22:59, 7. Jan 2006 (CET)
- Für mich krankt das in Bezug auf Wikipedia nur an der Relevanz. Da wird für mich noch kein bisschen ersichtlich, welche Gruppe (außer der Einzelperson mit dem Weblink) diese These vertritt. Ich habe das jetzt wieder rausgenommen und werde das hier so lange rausnehmen, bis hier belegt wird, weshalb dieser Ansatz Relevanz hat und von welchen relevanten Personen / Gruppen er vertreten wird. --Jeldrik 12:14, 8. Jan 2006 (CET)
Beschäftigungsanreize durch Steuer- und Abgabenpolitik
V.Ehlert, 16.1.2006 Hallo Jeldrik, ich verweise auf deine Kritik zu meinem Ansatz, die LNK in die MWSt zu verlagern, in der Du Dich anmasst, diesen Ansatz als Unsinn zu bezeichnen.Der Unsinn liegt vielmehr in Deiner Begründung, dass der Verbraucher dann die LNK bezahlen müßte. Du hast dabei nämlich fälschlicherweise übersehen, dass der immer die Gesamtzeche zahlen muss, also auch heute, daran ändert sich überhaupt nichts. Wenn Dir der Ansatz zu neu und fortschrittlich ist, dann informiere Dich bitte vorher. Ich habe diesen Ansatz nämlich ausführlich in dem betreffenden Link detailliert begründet. In meinem Link sind auch Quellen angegeben, die diese These stützen: z.B. Götz Werner,DIW. Es kann nicht angehen, daß Du etwas löscht, was nur Dir nicht passt, sonst lösche ich ebenfalls Deine Artikel und bezeichne sie als Unsinn. MfG V.Ehlert 16.1.2006.- Wenn Du Leute findest, die den Unsinn befürworten, folgt daraus noch lange nicht, das Unsinn kein Unsinn ist. Natürlich führt die Erhöhung der MWSt zur Verringerung des BIP's. Wenn die Gesamtsumme der zusätzlichen MWSt gleich der Summe der verringerten Abgaben sein soll (anders hat es keinen Sinn), so folgt daraus eine Verringerung des Kaufes bei hohen und niedrigen Einkommen und damit eine Verringerung des BIP. Bei niedrigen Einkommen steigt der relative Preis, weil vorher die Abgaben bei dieser Gruppe besonders niedrig waren und jetzt relativ steigen, sie können also weniger kaufen. Bei hohen Einkommen waren die Abgaben besonders hoch, die Preise sinken also relativ (d.h. die zusätzliche MWSt ist kleiner als die wegfallenden Abgaben). Aber der Mehrkauf wird sich bei dieser Gruppe in engen Grenzen halten, es wird nur mehr gespart. Wenn eine Verschiebung der Kosten aber zu weniger Konsum führt, dann ist eine solche Verschiebung Unsinn.--Physikr 22:13, 16. Jan 2006 (CET)
- Davon abgesehen und viel wesentlicher hier ist aber nach wie vor die nicht dargelegte Relevanz (die im Link genannten Quellen sind sonst noch wo zitiert?). --AT 00:22, 17. Jan 2006 (CET)
Nein, kein Unsinn!! Deine Kritik krankt daran, daß Du Dir nicht die eigentliche Preisbildung anhand der betriebswirtschaftlichen Kosten vor Augen hältst. Für die Verbraucher, ändert sich der Bruttopreis überhaupt nicht, da die LNK als Kostenelemente bei den Produkten entfallen und somit zu einem niedrigeren Nettopreis führen, der dann wieder durch die höhere MWSt auf den gleichen Bruttopreis geführt wird. Da der Nettolohn konstant bleibt und der Bruttopreis ebenfalls, wird das BIP nicht verändert. Der Ansatz verdient es nach meiner Meinung hier aufgeführt zu werden. Er ist gerade für Deutschland zu bedeutsam, als das er unter den Tisch fallen sollte. Der prinzipielle Vorschlag LNK in die MWSt zu verlagern ist so uralt, das sein Ursprung schwer zu ermitteln ist. Das kann aber kein Hindernis dafür sein, ihn als relevant anzusehen.. V.Ehlert 9.2.2006
- Bitte hör endlich, auf diesen Absatz ohne relevante Quellen wieder einzustellen. --AT 14:11, 9. Feb 2006 (CET)
- Wenn sich durch die Änderung angeblich nichts ändert - warum willst Du dann etwas ändern?--Physikr 22:31, 9. Feb 2006 (CET)
- Lies doch mal Deine Arbeiten richtig durch. Da steht, daß sich in den Gruppen mit unteren Einkommen in der Regel die Belastungen erhöhen. Da aber diese Gruppen sowieso kaum sparen, bedeutet das, daß sich deren Konsum reduziert. Bei den hohen Einkommensgruppen ändert sich am Kaufverhalten fast nichts, weil sie schon vorher nicht ihr ganzes Einkommen ausgeben. Zwar wird bei diesen Einkommensgruppen die Lohnerhöhung die Mehrwertsteuererhöhung übertreffen, aber die Differenz wird hauptsächlich in Sparen angelegt. Insgesamt reduziert sich also die Menge der gekauften Güter und Dienstleistungen, d.h. es wird weniger Arbeitsvolumen gebraucht. Das "schönste" Beispiel zwischen der Differenz zwischen unqualifizierten Glaubensvorhersagen und Realität ist Hartz. Nach der Voraussage sollte innerhalb von 3 Jahren die Arbeitslosigkeit um ca. 2 Mill. zurückgehen, eingetreten ist eine Steigerung um ca. 1 Mill.--Physikr 08:53, 10. Feb 2006 (CET)
Gerade bei den Gruppen mit unteren Einkommen erfolgt sogar eine tendenzielle höhere Kaufkraft. Bitte benutze Dein logisches Denkvermögen. Die unteren Einkommen konsumieren hauptsächlich Nahrungsmittel, diese haben einen reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7%, der auch durch das Konzept erhalten bleiben soll. Für die Hersteller fallen jedoch die LNK weg, d.h. sie können die Nettopreise bei gleicher Gewinnrelation senken. Das ist kein Glauben , sondern die wirtschaftswissenschaftliche Logik, das bei erhöhten Gewinnaussichten Arbeitsplätze geschaffen werden. Das es bei Hartz IV Glauben war, will ich gerne zugestehen, denn nirgends steht in den Wirtschaftswissenschaften, das allein dadurch Arbeitsplätze entstehen, wenn der Druck auf die AN erhöht wird. Bitte argumentiere das nächste Mal etwas fundierter und stelle den Vorschlag mit der MWSt-Option nicht auf eine Stufe mit Hartz IV.
- Bitte hör endlich auf, diesen Absatz ohne relevante Quellen einzustellen. Die von Dir zitierten Quellen sind durch Lobbys finanzierte Auftragsarbeiten die sonst nirgendwo zitiert werden, insbesondere nicht in diesem Zusammenhang. Dies kann unter anderem daran liegen, dass die Effekte auf den Arbeitsmarkt als gering und unsicher zu bezeichnen sind. --AT 23:54, 8. Mär 2006 (CET)
- Was soll die angeblich höhere Kaufkraft? Selbst wenn die Kaufkraft konstant bleiben würde, weil der größte Teil der Käufe mit einer konstant bleibenden Mehrwertrate belegt ist(7%), tritt doch tendenziell eine Reduzierung der Kaufkraft ein, da auch andere als die 7%-Waren gekauft werden müssen. Erkläre mal wie Du dann auf tendenziell höher kommst?--Physikr 07:34, 9. Mär 2006 (CET)
Reale Arbeitslosenquote
Aufgrund widersprüchlicher Datenlage habe ich den Absatz vorübergehend hierher ausgelagert. Vergleiche hierzu insbesondere die Angaben des Sachverständigengutachtens: Zur Stillen Reserve werden komplett andere Zahlen genannt (Hinweis: WP-Autoren dürfen hier nicht schätzen, das entspricht der Theoriefindung. Wenn überhaupt dann muss das Schätzverfahren und die genaue Datenlage bekannt gemacht werden, zwecks Nachvollziehbarkeit), genaue Angaben zur offenen und verdeckten Arbeitslosigkeit finden sich in Tabelle 16 auf Seite 130. --AT 17:28, 10. Jan 2006 (CET)
Es folgt der Originaltext:
Reale Arbeitslosenquote
Die tatsächliche Arbeitslosenqoute liegt in der Regel deutlich höher als die amtlichen Definitionen und setzt sich wie folgt zusammen:
| Offiziell als arbeitslos gemeldet | 4.233.000 |
| Offizielle Erwerbslosenquote | 10,2% |
| Arbeitslose in den subventionierten Maßnahmen der BA | 868.000 |
| Arbeitslose in den subventionierten Maßnahmen der Kommunen | 1.077.000 |
| Kurzarbeiter | 75.000 |
| Stille Reserve | 2.000.000 |
| Reale Arbeitslosigkeit | 8.643.000 |
| Reale Arbeitslosenquote | 18,8% |
Quelle: "Wirtschaftswoche" Nr. 29 vom 08.07.2004, S. 24; "Vorruhestand" und "Stille Reserve" geschätzt.
Quelle der Daten: BA, Sachverständigenrat, Deutscher Städtetag, Stiftung Marktwirtschaft.
Kritik: Zur Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit von Millionen Arbeitslosen beschäftigt die BA zudem ca. 90.000 qualifizierte Mitarbeiter, also etwa selbst schon etwa 22% der offenen Stellen die nicht besetzt werden und für über 90% der Arbeitslosen rein technisch auch niemals zur Verfügung stehen können.
Die Zahl der nur begrenzt offenen Stellen ist jedoch auch nicht netto zu betrachten, denn der Großteil der ca. stets vorhandenen 400.000 offenen Stellen, ist lediglich der natürliche Abgang älterer Arbeitnehmer, die erst nach einer Übergangsphase von Jüngeren wieder besetzt werden können.
Strukturell gesehen gibt es einfach keine nötige Arbeit für über 8 Millionen Deutsche, siehe auch technischer Fortschritt.
- Der letzte Satz ist falsch. Der technische Fortschritt verlangt eine jährliche Verkürzung der Arbeitszeit um fast genau 1,1 %, da sich die Produktivität schneller erhöht als der Konsum steigt. Infolgedessen hat sich die jährliche Arbeitszeit von ca. 3000 h um 1900 auf ca. 1360 h heute verkürzt (müßte aber ca. 1270 h sein). In den letzten Jahren war die jährliche Arbeitszeitverkürzung nur ca. 0,6 % und diese mangelnde Arbeitszeitverkürzung hat zu steigender Arbeitslosigkeit und mangelnder BIP-Steigerung geführt. Siehe okunsches Gesetz.--Physikr 07:29, 17. Jan 2006 (CET)
Was ich hierbei eben nicht verstehe, ist, dass man die Arbeitszeit unter diesen Umständen verlängern muss - unter anderem mit der Begründung, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Es will nicht in meinen Schädel. --Hutschi 11:11, 24. Feb 2006 (CET)
Frage zur Weltkarte
Wie bitteschön wird in einem Agrarland wie Nepal die Arbeitslosigkeit (50%) gemessen? Hier geht eine Erwerbstätigkeit nicht mit einem Beschäftigungsverhältnis einher?- Die Sache ist in LDC (Least devellopped Countrys) recht einfach. Angenommen, 1% der Bevölkerung ist außerhalb von Landwirtschaft und Staatsverwaltung beschäftigt und es gibt auch keine Latifundialwirtschaft, dann sind Arbeitslosigkeiten von 90% (wie zeitweise in Kongo-Brazaville zu den Zeiten der größten Krise) für die Betroffenen eine völlig auswegslose Situation, für das Groß der Bevölkerung aber kein Problem, da <1% "brotlos" ist. In Nepal ist aufgrund des Bürgerkrieges jedoch jedwede Zahl mit äußerster Vorsicht zu genießen, da jedwede "Zählung" durch den Zusammenbruch weiter Staatsstrukturen unmöglich ist. Glaubhaft ist die Zahl allerdings schon, da alle Stellen als Scherpa durch den Wegfall des Tourismus wegen des Bürgerkrieges weggebrochen sind. --leptokurtosis999 01:30, 29. Jun. 2006 (CEST)
Arbeitslosigkeit in der EU : Karte
Im Gegensatz zur Weltkarte hätte eine EU-Karte zumendest Aussagekraft. Die Arbeitslosenquote in ein LLDC-Staat sagt gar nichts aus. Die Arbeitslosenquote in den USA ist aufgrund anderer Erhebungsgrundlagen (wer in den letzten 3 Monaten mal ein paar Stunden an der Tankstelle gejobbt hatte gilt dort als Erwerbsperson) nicht vergleichbar. Somit wäre wenigstens eine Karte vorhanden, in der nicht Äpfel mit Birnen verglichen wird und trotzdem einen Vergleich auf internationaler Ebene ermöglicht. --leptokurtosis999 08:05 06. Jul. 2006Toter Weblink
Bei mehreren automatisierten Botläufen wurde der folgende Weblink als nicht verfügbar erkannt. Bitte überprüfe, ob der Link tatsächlich down ist, und korrigiere oder entferne ihn in diesem Fall!
- http://www.bmgs.bund.de/deu...
- In Beitragssatz on Mon Feb 6 12:11:58 2006, 404 Object Not Found
- In Beitragssatz on Sat Mar 11 17:19:50 2006, 404 Object Not Found
- In Arbeitslosigkeit on Tue Mar 14 03:56:06 2006, 404 Object Not Found
--Zwobot 03:56, 14. Mär 2006 (CET)
Historische Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschland
Die Tabelle ist nichtsagend: Die Anzahl der Arbeitslosen und die Arbeitslosenquote sagen zunächst nichts aus. Wichtig ist auch die Anzahl der Beschäftigten, die Anzahl der einwohner, die erwerbsquote etc. Nur dann lassen sich anhand der Tabelle irgendwelche Schlüsse ziehen. --leptokurtosis999 21:43, 27. Jun. 2006 (CEST)
- Besonders aussagefähig ist die Arbeitszeit. Ich habe deshalb die Tabelle entsprechend ergänzt. Zu sehen ist das laufende Sinken der Arbeitszeit, besonders das Sinken der durchschnittlichen Arbeitszeit der Erwerbspersonen. Wenn dieses Sinken der Arbeitszeit durch geeignete staatliche Rahmenbedingungen unterstützt wird, ist die Arbeitslosigkeit bis auf einen konjunkturbedingten Rest zu beseitigen. --Physikr 10:20, 2. Jul 2006 (CEST)
Quellenangaben
Könnten wir uns darauf einigen, in diesem Artikel fortan nur noch Quellenangaben zu verwenden? Ich finde es nicht zielführend, dass der Artikel jedes Jahr neu geschrieben werden muss, weil teilweise fachunkundige Privatideen den Inhalt zersetzen. Als Quellenangaben gelten natürlich keine privaten Webpräsenzen, sondern ausschließlich gedruckte oder sonstwie akademische Arbeiten. Dann hätten auch viele Diskussionen ein Ende. Also, aber jetzt bitte nur noch mit Quellen, im Sinne der Qualität! Stern 10:07, 6. Jul 2006 (CEST)
- @Stern es ist schon ganz schön schwer mit den Quellen. Eine Übersicht über Quellen bis 2001 habe ich jetzt gefunden mit "Die Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung in Deutschland - Gutachten im Auftrag des Gesamtverbandes der metallindustriellen Arbeitgeberverbände" (ISBN 3-602-14553-0). Allerdings lassen die Autoren kein gutes Haar an Untersuchungen, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Arbeitszeit und Arbeitslosigkeit herstellen (die ich teilweise teilen kann) - und kommen zu dem Schluß, daß es keine Zusammenhänge geben würde.
- Auf Seite 63 steht z.B.: "Ein noch so gutes Makro-Modell, welches auf eine schlechte oder keine mikroökonomische Fundierung aufbaut, produziert demnach nicht mehr als aufsummierte oder potenzierte Fehler." Das ist in bestimmten Maße richtig - aber dann müßten Okunsches Gesetz und Philippskurve wegfallen. Das Okunsche Gesetz ist ein rein empirisches Gesetz ohne Fundierung und bei der Philippskurve ist die Fundierung ein Krampf und eigentlich dauernd widerlegt, es wird sich dann mit der Unterscheidung kurz- und langfristiger Folgen beholfen.
- Eine Untersuchung des Zusammenhangs BIP, Arbeitszeit, Arbeitslosigkeit ist mir bis jetz noch nicht bekannt, ich bereite jetzt dazu eine Veröffentlichung vor. Die mikro-makroökonmische Fundierung ist die Tatsache, das etwa nur das produziert wird, was gekauft wird (ggf. mit Realisierung über den Außenhandel). Dann ergibt sich bei Berücksichtigung der Produktivitätssteigerung durch Arbeitszeitverkürzung, wenn der sinnvolle Zusammenhang Arbeitszeit der Beschäftigten [Formel] mit der Arbeitslosenquote [Formel] zu einer durchschnittlichen Arbeitszeit [Formel] zusammengefaßt wird:
- [Formel]
- für [Formel] eine Korrelation von 77% zwischen BIP und [Formel], was nach Literaturstellen für ökonomische Zusammenhänge eine sehr gute Korrelation ist - und das fundiert auch das Okunsche Gesetz. Der Wert 0,5 für die Produktivitätssteigerung liegt etwa in der Mitte des der Steigerung, die im Sachverständigengutachten 1983/84 geschätzt wurde.
- Und dann ergeben sich zwanglos die Wirkungen der Arbeitszeitverkürzung und das Okunsche Gesetz. --Physikr 07:41, 31. Jul 2006 (CEST)
- Hallo Physikr, ich möchte Dich auch nochmal auf und hinweisen. Deine Aussage Allerdings sind bei vielen Berechnungen der Kosten der Arbeitslosigkeit auch Fehler, weil bei der Rechnung von der gegenwärtigen Vollarbeitszeit ausgegangen wird - und diese ist ursächlich für die Arbeitslosigkeit. Die optimale Reduzierung der Arbeitszeit bringt etwa 11% mehr BIP bei gleichbleibenden oder sogar steigenden Reallöhnen. enthält gleich mehrere unbelegte Behauptungen: 1. in vielen Berechnungen sind Fehler (sagt wer, wo, wann?). 2. ursächlich für die Arbeitslosigkeit (wieder: wer, wo, wann?). ". Eigene Berechnungen ohne Datenmaterial und Rechenweg sind, wie Du weisst, hier nicht erwünscht. Ausserdem hast Du bei Deinem Revert den Link wieder unbrauchbar gemacht. Grüße --AT AT 13:28, 9. Aug 2006 (CEST)
Ich übertage die von AT kritisierte Passage jetzt erstmal hier in die Diskussion, bis eine konsensfähige Formulierung gefunden ist:
Allerdings sind bei vielen Berechnungen der Kosten der Arbeitslosigkeit (z.B. ) auch Fehler, weil bei der Rechnung von der gegenwärtigen Vollarbeitszeit ausgegangen wird. Gegenwärtig ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland ca. 11%. Nach dem Okunschen Gesetz würde eine Beseitigung der Arbeitslosigkeit ein um 33% höheres BIP bringen [Formel]. Nach Ebel et. al.Jochen Ebel, Berthold Kühn: Reduzierung der Arbeitslosigkeit durch Verkürzung der Arbeitszeit. UTOPIE kreativ, H. 155 (September 2003), S. 819 - 829 (PDF-Datei; 88 KB) ist bei einer Arbeitslosigkeit von 10% die Arbeitszeit um 6,2% zu reduzieren, um bei Erhalt des Reallohns Vollbeschäftigung und eine BIP-Steigerung von 4% zu erhalten. In dieser Arbeit ist die Erhöhung der Produktivität durch Arbeitszeitverkürzungvgl. dazu WIKIPEDIA, Artikel "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung": Ein Schritt voran - Jahresgutachten 1983/84, Punkt 458 nicht berücksichtigt. Werden die auch hier wiedergegebenen Statistikenvgl.: Arbeitslosigkeit#Historische Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschlandvgl. dazu WIKIPEDIA, Artikel "Arbeitszeit": Arbeitszeit#Jahresarbeitszeit und Arbeitsvolumen ...Tabelle 23 (PDF-Datei; 10KB) und weiterevgr/biplangereihe.xls Statistisches Bundesamt, Tabelle (xls-Datei; 52KB ausgewertet, so ergibt sich, daß 33% BIP-Zuwachs durch Arbeitszeitverkürzung zu hoch ist, aber die zu hohe Arbeitszeit tatsächlich ursächlich für die Arbeitslosigkeit ist. Die optimale Reduzierung der Arbeitszeit bringt etwa 11% mehr BIP bei gleichbleibenden oder sogar steigenden Reallöhnen.
- Avantix 21:47, 17. Sep 2006 (CEST)
marxistische Betrachtungsweise
Arbeitslosigkeit ist eine für den Kapitalismus typische Erscheinung des Mangels an Erwerbsmöglichkeiten für einen Teil der Lohnabhängigen, die vor allem mit dem Charakter der Ware Arbeitskraft zusammenhängt. Ökonomische Gesetze rufen sie hervor. Im Prozeß der kapitalistischen Akkumulation geht durch die steigende organische Zusammensetzung des Kapitals die Nachfrage nach Arbeitskräften relativ zurück; es entsteht eine relative Überbevölkerung, die im Vergleich zu den mittleren Verwertungsbedingungen des Kapitals überflüssig ist und keinen Arbeitsplatz findet. Dem tendenziellen Fall der Profitrate wird durch Personalabbau entgegengewirkt. Unter den Bedingungen der wissenschaftlich-technischen Revolution wird die strukturelle A. immer bedeutsamer , sie setzt Beschäftigte ganzer Industriezweige frei oder bewirkt weitgehende Berufsumschichtungen. Der Umfang der A. schwankt mit dem industriellen Zyklus, er ist in der Phase der Krisen und Depression am größten und geht in der Phase der Belebung und des Aufschwungs zurück. Jedoch selbst in Zeiten einer Hochjunktur verschwindet die A. nicht, sondern ist lediglich rückläufig. Die A. ist ein wesentliches Element der Verelendung der Lohnabhängigen. Sie drückt auf die Löhne und verschärft die Arbeitsbedingungen. Die verhältnismäßige Größe der Arbeitslosigkeit wächst mit den Potenzen des Reichtums. Mit zunehmender Produktivkraft wächst die Zahl der Arbeitslosen, wenn nicht expandierende Märkte und boomende Gewinne vorhanden sind. Vermehrung des Kapitals bringt meist nur dann vermehrte Arbeitsplätze, wenn das Kapital noch unentwickelt ist. --HorstTitus 18:58, 6. Sep 2006 (CEST)
- @HorstTitus Du machst schon einen falschen Ansatz, den aber viele machen: "die Nachfrage nach Arbeitskräften [geht] relativ zurück". Zurück geht das gebrauchte Arbeitsvolumen - daß die die Nachfrage nach Arbeitskräften zurück geht, ist schlechte Politik. Das rufen auch keine ökonomische Gesetze hervor - ganz abgesehen davon, daß viele der Regeln, die als Gesetze bezeichnet werden unter den Ökonomen selbst umstritten sind. --Physikr 21:22, 6. Sep 2006 (CEST)
- @Physikr: Es geht ausschließlich darum, ob der marxistische Ansatz korrekt dargestellt wird; nicht darum, ob er selbst korrekt ist. In diesem Zusammenhang würde ich begrüßen, wenn du dir für die Behauptung, "die zu hohe Arbeitszeit tatsächlich ursächlich für die Arbeitslosigkeit ist" schon mal eine neutrale Formulierung überlegst, das ist nämlich auch nur ein POV, und unter Ökonomen wohl kein allzu weit verbreiteter. Im VA hast du ja auf deine Neutralität hingewiesen, ein guter Ansatz. - Avantix 21:55, 6. Sep 2006 (CEST)
- @Avantix, nicht nur unter Mainstreamökonomen gibt es viele Sichtweisen, sondern genau so unter Leuten, die sich marxistisch verstehen. Siehe Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung auf 30h/Woche - was natürlich ökonomisch unsinnig ist, genau wie Ansätze das vorhandene Arbeitsvolumen auf alle Erwerbspersonen aufzuteilen. Insofern habe ich HorstTitus bloß darauf aufmerksam gemacht, daß auch unter dem Abschnitt "Marxistische Betrachtung der Arbeitslosigkeit" nur eine einseitige Darstellung ist. Aber trotzdem hast Du etwas Recht, mein Posting kann man auch als POV verstehen - aber wir sind hier auf der Diskussionsseite. --Physikr 23:36, 6. Sep 2006 (CEST)
@Physikr: Daß die Arbeitslosigkeit unter Marxisten umstritten sei, ist nur POV. Du schuldest hierfür den Beweis. Gleichfalls schuldest Du den Nachweis, daß schlechte Politik ursächlich für die Arbeitslosigkeit anzusehen sei. Arbeitslosigkeit ist in allen kapitalistischen Staaten vorhanden, machen denn alle deren Politiker/innen schlechte Politik? Darauf liefe es ja hinaus. Ob nun relativ oder nicht relativ, daß lasse ich zunächst einmal offen, jedenfalls geht sie zurück. Ich habe (bis jetzt) darauf noch garnicht Bezug genommen. Im übrigen ist meine marxistische Darstellung nur ein kleiner Auszug aus den dsbzgl. marxistischen Betrachtungen. Eine Gesamtdarstellung würde den hiesigen Rahmen unbedingt sprengen. --HorstTitus 10:09, 7. Sep 2006 (CEST)
- @HorstTitus, daß es im Kapitalismus Arbeitslosigkeit geben muß, ist unter Marxisten nicht umstritten - aber über die (notwendige, unvermeidbare usw.) Höhe gibt es Unterschiede. In bestimmten Maße hat es sogar auch in der DDR freiwillige Arbeitslosigkeit und Sucharbeitslosigkeit gegeben. Wenn die Arbeitslosigkeit in der vorhandenen Höhe unausweichlich wäre - was sollten dann Vorschläge zum Abbau der Arbeitslosigkeit? --Physikr 13:28, 7. Sep 2006 (CEST)
--Es gibt keine notwendige, unvermeidbare Höhe. So etwas wird von ernsthaften Marxisten nie behauptet. Es gibt einfach zu viele Faktoren die einen Einfluß auf die Arbeitslosigkeit ausüben. Zu nennen wäre da z.B. Stand der Produktivkräfte, Stellung des Landes auf dem Weltmarkt, sowohl ökonomisch als auch politisch, was mehr oder minder ineinander verschränkt ist, die organische Zusammensetzung des Kapitals d.h., Verhältnis von konstanten zum variablen K., sowie daraus ableitend der tendenzielle Fall der Profitrate, dem das Kapital unterschiedlich (Quantität) und verschiedentlich (Qualität)entgegensteuert,Einflußnahme der Politik, sei es politische Maßnahmen, sei es Zukunftschancen, sei es Kaufverhalten der Konsumenten, sowie Tarifauseinandersetzungen etc. Es erinnert bedingt an Algebra, wo es gleich mehrere Unbekannte gibt. Zur DDR: die DDR hatte keine Arbeitslosigkeit. Begriffe wie verdeckte A. sind letzlich und endlich ideologische Kampfbegriffe, zwecks Diskreditierung des Sozialismus. Wer in Arbeit ist, ob ausgelastet oder nicht, ist nun mal nicht arbeitslos, aller bürgerlicher Nebelwerferei zum Trotz. Das soll übrigens keine Laudatio auf die untergegangene DDR sein, aber auch keine bloße DDR-Eindrescherei. ("Das "Geschäft" der BRD wird von mir abgelehnt) --HorstTitus 15:46, 7. Sep 2006 (CEST)
- @HorstTitus Du solltest schon lesen, was ich schreibe. Ich habe von keiner verdeckten Arbeitslosigkeit gesprochen - was soll also Deine Kritik an etwas, das gar nicht bei mir steht.
- Zur angeblichen verdeckten Arbeitslosigkeit hatte ich in der WP auch schon geschrieben: Wenn tatsächlich die Arbeitszeit nicht voll ausgenutzt wurde, dann hätte diese Zeit ja auch zu Hause verbracht werden können, d.h. die tatsächliche Arbeitszeit war kürzer - und ist damit einer der Beweise, daß Arbeitszeitverkürzung Arbeitslosigkeit verhindert.
- "Es gibt einfach zu viele Faktoren die einen Einfluß auf die Arbeitslosigkeit ausüben." Falsch, es muß heißen: "Es gibt einfach zu viele Faktoren die einen Einfluß auf das Arbeitsvolumen (Summe der Arbeitszeit aller Beschäftigten) ausüben." - wieviel es Arbeitslose gibt hängt davon ab, wie weiter damit umgegangen wird. Dabei ist auch zu berücksichtigen, daß das Arbeitsvolumen auch von der Arbeitszeit und der Arbeitslosenquote abhängt. Deswegen ist nicht etwa das vorhandene Arbeitsvolumen einfach auf alle Erwerbsfähigen aufzuteilen, wie einige vorschlagen oder ökonomisch unbegründet irgendeine Arbeitszeit festzulegen.
- Wegen der vielen Faktoren, die Einfluß haben, müssen die Statistiken ausgewertet werden, der Zweig der VWL, der sich damit beschäftigt ist die Ökonometrie. Von deren Ergebnis, ergibt sich, daß zur Zeit eine Arbeitszeitverkürzung von ca. 8% annähernde Vollbeschäftigung bringt - und das bei steigendem BIP. Das ist theoretisch kausal und empirisch bestätigt. --Physikr 16:50, 7. Sep 2006 (CEST)
- Physikr, hättest du dafür zuverlässige Quellen (von relevanten Ökonomen), die deine Auffassung teilen? - Avantix 18:06, 7. Sep 2006 (CEST)
- Avantix um Dich zu überzeugen fängt es ja schon an wen Du als relevanten Ökonomen betrachtest. Außerdem sind auf der Diskussionsseite nicht so strenge Anforderungen wie auf der Lemmaseite zu stellen.
- Aber hier geht es nicht um Auffassungen, sondern um die Daten des statistischen Bundesamtes (und des IAB), die auszuwerten sind. Für die ökonmetrische Auswertung statistischer Daten gibt es die allseits anerkannte Software eViews (Du kennst sie sicherlich). Ausgewertet sind dabei die langen Zeitreihen für BIP, Arbeitslosigkeit und Arbeitszeit. Es geht also nicht um Auffassung, sondern um Mathematik.
- Vorgehensweise: Aus den 3 Reihen wird zuerst der produktivitätserhöhende Faktor einer Arbeitszeitverkürzung geschätzt (es ergibt sich fast die Mitte des geschätzten Wertes im Sachverständigengutachten 1983/84 Punkt 458). Dann werden alle 3 Reihen trendbereinigt und die Abweichungen vom Trend ausgewertet. Z.B. über Cholesky-Zerlegung der Autokorrelation und Korrelation der schockisolierten Daten. Die Werte ergeben sich dadurch, daß Arbeitszeit und Arbeitslosigkeit anders auf ökonomische Schocks reagieren, d.h. etwa gleiche BIPs werden bei unterschiedlichen Zusammenstellungen von Arbeitszeit und Arbeitslosigkeit erreicht.
- Dazu kommt die Auswertung auf Granger-Kausalität (Granger hat dafür den Nobelpreis erhalten - ein Beispiel für relevante Ökonomen). Ab lag = 6 Jahre ist die Arbeitslosigkeit signifikant Granger-kausal von der Arbeitszeit, während die Arbeitszeit nicht signifikant Granger-kausal von der Arbeitslosigkeit abhängt. Aber solche Betrachtungen scheinen möglicherweise die Entwickler von eViews Ökonomen nicht zuzutrauen, denn bei der Werbung für EViews wird auf eine ganze Reihe wesentlicher - aber komplizierter Mathematik - nicht hingewiesen. --Physikr 19:49, 7. Sep 2006 (CEST)
--ich frage mich Physikr was zum Teufel hat Dich bewogen, all Deine Überlegungen ausgerechnet unter eine marxistische Betrachtungsweise hineinzu verfrachten? Da sind sie sicherlich fehl am Platz. Dies ist eine Rubrik, die nur für marxistische Überlegungen gedacht ist. 2. wenn die Verkürzung der Arbeitslosigkeit ein solch probates Allheilmittel gegen diese ist, warum in Gottes Namen wird sie von keinem einzigen kapitalistischen Staat genutzt? Das müßte doch eigentlich nachdenklich stimmen. Du versuchst nach Wegen, dieses System "salonfähig" zu machen, damit es nicht in Frage gestellt werden braucht. Und noch was, auf einmal willst Du es nicht mehr wahrhaben, daß Du der DDR u.a. eine versteckte Arbeitslosigkeit attestiertest. Das nenne ich "geistige Verrenkungen". Der Mechanismus ist doch wohl klar, so bleibt die Geißel Arbeitslosigkeit nicht nur am Kapitalismus "kleben". So etwas verfängt bei all jenen nicht, die diese jetzige Gesellschaftsordnung näher beleuchtet haben. --HorstTitus 03:33, 8. Sep 2006 (CEST)
- HorstTitus Deine Reaktion ist leider typisch für viele Linke: jeder hat seine persönliche Wahrheit gepachtet und wer dieser persönlichen Wahrheit nicht zustimmt ist ein Verräter an der Sache der Arbeiterklasse. Das fiel einigen schon bei Karl Marx auf - siehe Carl Schurz: Sturmjahre. Verlag der Nation Berlin 1982, S. 159 oder Carl Schurz: Lebenserinnerungen. Manesse Verlag Zürich 1988 (ISBN 3-7175-8126-0), S. 110.
- "warum in Gottes Namen wird sie von keinem einzigen kapitalistischen Staat genutzt?" die Frankreich hat schon etwas in dieser Richtung gemacht (35-Stunden-Woche), aber eben auch nicht richtig untermauert. Diese Konzentration auf die Wochenarbeitszeit hat schon der DGB-Chef Sommer als falsch festgestellt.
- "willst Du es nicht mehr wahrhaben, daß Du der DDR u.a. eine versteckte Arbeitslosigkeit attestiertest." Habe ich noch nie, unter anderem hatte ich schon längst Hans-Werner Sinns Ausführungen widerlegt ([LINK] - Verdeckte Arbeitslosigkeit in der DDR). In der WP finde ich diese Ausführung nicht mehr. Ich selbst war in der DDR ca. 2 Monate arbeitslos: Ein Betrieb wollte mich unbedingt behalten, andere Betriebe zwar einstellen, aber nach einem Anruf meines alten Betriebes wurden die Zusagen unter fadenscheinigen Begründungen zurückgezogen. Da habe ich eben gekündigt. Und nach ca. 2 Mon. hatte ich meinen neuen Arbeitsplatz. Von einem anderen Fall weiß ich auch - da wurde einem Trinker (nach entsprechender Vorbereitung) fristlos gekündigt - Kein Betrieb hat einen fristlos gekündigten eingestellt. Sein alter Betrieb hat ihn dann wieder nach einem Viertel Jahr wieder eingestellt - und die Erziehung hatte gewirkt. Also es gab diese Arbeitslosigkeit, die ich genannt hatte (freiwillige Arbeitslosigkeit und Sucharbeitslosigkeit).
- Und das bei Linken nicht nur eins diskutiert wird: sieh z.B. Klaus Steinitz: Massenarbeitslosigkeit in den neunziger Jahren - Schlußfolgeungen für linke Alternativen. UTOPIEkreativ, H. 85/86 1997, S. 86 - 99.
- "So etwas verfängt bei all jenen nicht, die diese jetzige Gesellschaftsordnung näher beleuchtet haben." Indem nur Deine Sicht gilt, machst Du Dich zum Sektierer - und dann wundern sich manche der Sektierer, warum sie von vielen als Spinner abgetan werden. --Physikr 12:28, 8. Sep 2006 (CEST)
- @HorstTitus: deine Argumentation erinnert mich an ein DKP Wahlprogramm aus älteren Tagen: Im Sozialismus gibt es keine Arbeitslosigkeit, keine Kriminalität, kein Drogenproblem, keine Armut, keinen Rassismus ... Insbesondere bei letzterem ist ja interessant, wie der Kapitalismus vorurteilsfrei und aufklärerisch erzogene Kinder zu hirnlosen braunen Glatzen transformiert hat - und das quasi zeitgleich mit dem Fall der Mauer. Aber das nur am Rande. - Avantix 12:51, 8. Sep 2006 (CEST)
- @Avantix auch Dir muß ich widersprechen - heute 15- bis 20-jährige sind kaum in der DDR erzogen worden. Die heutigen Lebensumstände werden wohl viel dazu beigetragen haben. Natürlich haben auch die Eltern damit zu tun - und die sind größtenteils in der DDR erzogen worden. Das Hinterfragen von offiziellen Aussagen war in der DDR weit verbreitet - und das haben die Kinder mit gelernt. Aber einseitige und oft unzureichende Bildung (siehe PISA) führen dann leicht dazu, "einfache" Lösungen zu glauben. Das Ausländer ja auch Konsumenten sind und dieser Konsum auch produziert werden muß, fällt vielen gar nicht auf: "Ausländer raus" kann auf diesem Wege evtl. mehr Arbeitsplätze kosten als Arbeitsplätze frei werden. Und das viele mit Ihrem Sparen die eigenen Arbeitsplätze finanzieren, ist auch vielen nicht bekannt. Die deutschen Exporte (Deutschland als Exportweltmeister) werden mit mit Krediten des deutschen Bankensystems (2600 Mrd. Euro) - zum großen Teil Einlagen der Haushalte - und den Nettozahlungen Deutschlands bezahlt. Analog: "Lange Zeit wiegten sich die Bürger in der Illusion, der Staat könne durch Schuldenmachen Wohlstand schaffen. Dankbar erfreuten sie sich an vielfältigen Formen staatlicher Hilfe und Betreuung, an schmucken Parkanlagen und plätschernden Springbrunnen. Zugleich verzeichneten sie mit Wohlgefallen, wie ihre Sparkonten immer runder, ihre Rücklagen immer stattlicher wurden. Dabei merkten sie nicht, daß sie viele jener öffentlichen Leistungen just mit diesen ihren privaten Ersparnissen finanzierten." (Meinhard Miegel: Die Illusion von Wohlstand durch Schulden. in: Die Welt vom 24.12.1996) --Physikr 13:23, 8. Sep 2006 (CEST)
- Physikr, bitte, die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen 1992 oder Hoyerswerda 1991 etc. wirst du doch nicht vergessen haben? Aber wie gesagt, dass ist ja nicht das Thema hier. - Avantix 13:40, 8. Sep 2006 (CEST)
- ZITAT:
vgl. Godwins Gesetz - Avantix 19:21, 6. Sep 2006 (CEST)
-
P.S. Auszug: "Godwins Gesetz ... besagt, dass im Verlaufe endloser Diskussionen ... irgendwann jemand einen Nazivergleich oder einen Vergleich mit Hitler einbringt. ... Üblicherweise wird die Diskussion nach einem Nazivergleich zwar beendet, jedoch keine Einigkeit erzielt. Derjenige, der die Nazis erwähnte oder seinen Diskussionsgegner als solchen bezeichnete, hat sich damit selbst disqualifiziert, egal worum es ging." - Avantix 16:19, 7. Sep 2006 (CEST)(Als Gedächtnisstütze!) - --Sandra Burger 13:55, 8. Sep 2006 (CEST)
- Nazivergleiche sind deine Art der "Argumentation". Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass der Sozialismus nicht so problemfrei war, wie es manche es immer noch darstellen möchten. Dass ich Physikr mit Nazis verglichen hätte, ist eine weitere deiner nicht mehr ernst zu nehmenden Einlassungen. - Avantix 14:09, 8. Sep 2006 (CEST)
--@Physikr/Avantis: Hier wird mir recht unreflektiert unterstellt, ich würde eine Art Schützenhilfe für die DKP betreiben. Physikr versteigt sich sogar soweit hinein, daß er mich als Linkssektierer abtut. Welch ein Blödsinn. Wenn man die DDR nicht in Bausch und Bogen verurteilt, heißt das noch lange nicht, ihr zuzustimmen. Was ist denn das für ein Quatsch. Die DDR war geradewegs zu wenig marxistisch, was ihr dann ja auch zum Verhängnis wurde. Durch ihre erstarrte bürokratische Art brachte sie den Sozialismus nicht nur nicht zur Entfaltung, sondern untergrub systematisch die Voraussetzungen, die in Richtung Kommunismus führen. Man kann die DDR, SU u.a. als ein Art "Rohling" des Sozialismus bezeichnen, oder aber Frühsozialismus. Das Individualbeispiel, daß jemand doch keine Arbeit bekam, ist ausgesprochen dämlich, da es wohl in jeder repressiven Gesellschaft ein paar Wenige trifft. Maßstab ist aber das Allgemeine, sonst sind wir bei Springer angelangt. Abschließend noch eins. Die Rubrik lautet: "marxistische Betrachtungsweise" und nicht was gab`s da mal für Defizite "Drüben". So was nenne ich "Thema verfehlt". --HorstTitus 15:41, 8. Sep 2006 (CEST)
Formen der Arbeitslosigkeit
Den folgenden Text habe ich entfernt, da redundant. Wird unter 'Ursachen der Arbeitslosigkeit' ausführlicher erklärt (neoklassischer und keynesianischer Erklärungsansatz):
Nach der theoretischen Begründung unterscheidet man
- Avantix 21:25, 17. Sep 2006 (CEST)
(mehr oder weniger) aktuelle Statistiken
Frage: macht es Sinn, umfangreiche Tabellen hier einzupflegen, die die Alo-Zahlen des Augenblicks beinhalten? Wenn die nicht laufend aktualisiert werden, sind die Zahlen schnell veraltet. Ein Link auf die Statistischen Ämter erscheint mir da sinnvoller. Eine Ausnahme bilden historische Zahlen, die der Veranschaulichung dienen, und die sich ja auch nicht permanent ändern. Gibt es Gegenmeinungen hierzu? - Avantix 21:25, 17. Sep 2006 (CEST)- Meine Meinung ist geteilt. Wegen der Aktualität wäre ein Link besser, auf der anderen Seite ist es für den Leser einfacher, wenn er nicht laufend klicken muß und alles konzentriert geboten bekommt. --Physikr 21:47, 17. Sep 2006 (CEST)
- klickt man nicht eh, wenn einem die Daten nicht mehr aktuell genug erscheinen? Das scheint mir ein grundsätzliches Problem in der WP zu sein. Man schreibt hin 'aktuelle Daten', und dann kümmert sich keiner mehr darum. Abgesehen davon: Was nutzen solche Momentaufnahmen unter enzyklopädischen Gesichtspunkten? Interessant wäre z.B. die Herausstellung von auffälligen Trends, wie z.B. die unterschiedlichen Raten in West- und Ostdeutschland, oder auch im Süden und Norden, und welche Erklärungen uns die Wissenschaft dazu anbietet. - Avantix 00:27, 18. Sep 2006 (CEST)
Freiwirtschaft
Wegen fehlender Relevanz habe ich die ausführlichen Erläuterungen zur Freiwirtschaft entfernt. Wenn es denn mal auch nur eine Volkswirtschaft gibt, die freiwirtschaftliche Wirtschaftspolitik betreibt, können wir uns die Auswirkungen ansehen. --06:59, 1. Okt 2006 (CEST)
Politische Zensur!!!
Eintrag wieder eingeführt. Nur weil der Freiwirtschaftiche Erklärungsansatz den Wirtschaftsmystizismus Marke Adam Smith auch als solchen demaskiert, ist das noch kein Grund zum löschen! Ansonsten kann man das gleiche auch zu den Keyanistischen, Neoliberalen bzw Maxistischen Erklärungsversuchen sagen. Dann können wir den ganzen Beitrag zur Arbeitslosigkeit gleich streichen und stattdessen auf die verschiedenen Erklärungsansätze verweien^^ Was das ganze nämlich wirklich zeigt ist die absolute Überlegenheit von Proudhon Logic über Mystozismus Marke Adam Smite.
PS: wie setze ich die Seite wieder zum ursprünglichen Zustand zurück, hab nämliche wenig Lust die ganzen internen Links wieder manuell euizufügen?
- Wie ich oben schrieb, geht es um Relevanz. Es gibt Hunderte von Betrachtungsweisen zur Arbeitslosigkeit - manche sind relevant, manche sind irrelevant. Ich persönlich ziehe die Grenze dort, wo Theorien weder wissenschaftlich anerkannt sind, noch eine praktische Bedeutung in der Wirtschaftspolitik haben. --07:56, 1. Okt 2006 (CEST)
Das ist Zensur, die neoliberale Theorie ist jene welche an einem Mangel an Substanz und wissenschaftlichen Grundlagen leidet - das hat Thomas Malthus vor über 200 Jahren schon eindrucksvoll bewießen (essay on the pronziple of population). Die marxistische Definition wird hier nur geduldet weil jeder weiß das sie falsch ist. Proudhon dagegen wird tot geschwiegen da er recht hatte und der Wirtschaftsmystizismus seiner Logic nichts entgegenzusetzen hat.
"Jede Wahrheit durchläuft drei Stufen: Erst erscheint sie lächerlich, dann wird sie bekämpft, schließlich ist sie selbstverständlich." - Arthur Schopenhauer
Im Falle das Wiki es vorzieht schlechte PR (= Werbung für die Freiwirtschaft) zu vermeiden würde ich den Beitrag wieder in den Urzustand zurückversetzen..
- Gruß Bakunin
"The lie can be maintained only for such time as the state can shield the people from political, economic and/or military consequences of the lie. It thus becomes vitally important for the state to use all of its powers to repress dissent, for the truth is the mortal enemy of the lie, and thus by extension, the truth becomes the greatest enemy of the state." - Dr. Joseph M. Goebbels, Third Reich
.....
- Lies Mal Godwins Gesetz. --81.173.164.15 13:35, 1. Okt 2006 (CEST)
Das ist mir durchaus bekannt, es ging mit nicht um einen Vergleich sondern um den Inhaltes des Zitates. Göbbels war ein Verbrecher (wie die meisten Politiker), aber er verstand was von Propaganda und dem Unterdrücken der Wahrheit (war ja auch schließlich seine Aufgabe und ungeachtet der Meinung über seine Person, muss man zugestehen das er davon wirklich etwas verstand)
- Vielleicht erläuterst du stattdessen Mal, warum die freiwirtschaftliche Erklärung der Arbeitslosigkeit wichtiger ist als all die anderen Ansätze, die nicht in dieser ausführlichkeit im Artikel genannt werden. --15:15, 1. Okt 2006 (CEST)
Ganz einfach, Proudhon und Gesells Theorie ist die einzige welche nicht praktisch gänzlich gegen jegliche Gesetze der Logik verstößt. Da Logik wie jeden bekannt sein solte, unabhängig fungiert, ist Proudons These deshlb von einen wissenschaftlichen Standpunktaus betrachtet die einzige welche wirkliche Substanz besitzt.
Die Wirtschaftsmystiker und Marxisten wollen uns doch im ernst erzählen das "Angebot und Nachfrage" das Gesetz von "Angebot und Nachfrage" darstellt^^
Gruß Bakunin
- Sorry, das ist Dein ganz persönlicher POV, der in der Wikipedia wenig verloren hat.
- Im Übrigen: Wer menschliches Handeln und dessen Aggregate (und nichts anderes ist Wirtschaft) alleine mit Logik erklären will, wird scheitern. --16:56, 2. Okt 2006 (CEST)
Eure geheuchelte Objektivitt könnt iht behalten, gemnau wie das ganze Gesocks in der Politik. Man muss sich nur etwas hier umgucken und einem fällt schnell auf das praktisch alle Artikel welche die Staatsideologie anzweifeln entweder gelscht werden, oder den "nicht objektiv Aufdruck" erhalten.
Die Staatsideologie dagegen, unabhängig wie unlogisch und falsch, wird als "objektiv" bezeichnet - ihr könnt ja mal die Menschen in der 3. Welt fragen was die vom "freien Markt" halten^^ Die Nazis haben ihre abstruse, unlogische, und vorallen gegen jegliche Wissenscfaftlichengrundlagen verstoßende Rassenideologie auch als "Wahrheit" verkauft und Bücher welche diese anzweifeltetten verbrannt^^ Soviets, Inquisition und die ganzen anderen Verbrecher ebenfalls. Zu Zeiten der Inquisition wurden die Autoren auch noch direkt mit ihren Werken verbrannt.
Am Ende werden die Menschen allerdings erkennen, das, die Erde keine Scheibe ist. Die Wahrheit hat es nicht eilig, ihr bleibt die Ewigkeit, denn sie ist unvergänglich.
Gruß Bakunin
Sperrung
Ich habe den Artikel zur Verhinderung eines Edit-Wars gesperrt. Bitte einigt euch hier. Geisslr 08:54, 1. Okt 2006 (CEST)
Die ganze neo-liberale Wirtschaftspolitik kann man mit nur einem einzigen Zitat wiederlegen:
"To say after that that supply and demand is the law of exchange is to say that supply and demand is the law of supply and demand; it is not an explanation of the general practice, but a declaration of its absurdity; and I deny that the general practice is absurd." - Ricardo
"-- I will reply still, to the right and to the left: --
1. That as no fact is produced which has not its cause, so none exists which has not its law; and that, if the law of exchange is not discovered, the fault is, not with the facts, but with the savants.
2. That, as long as man shall labor in order to live, and shall labor freely, justice will be the condition of fraternity and the basis of association; now, without a determination of value, justice is imperfect, impossible." - Pierre-Joseph Proudhon 1809-1865 "The Philosophy of Misery"
Arbeitszeiten
Zeitraum ab 1960
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Arbeitszeiten 1960 - 2004 Bildherkunft |
Die Tabellendaten der historischen Zahlen als Diagramm:
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Arbeitszeiten seit 1900 Bildherkunft |
Zeitraum ab 1900
Einen längeren Zeitraum umfassen die Angaben in dem Gutachten im Auftrag der ERNST-FREIBERGER - STIFTUNG:Arbeitslosigkeit in Deutschland, das Schaubild 6 ist dabei um einige Kurven ergänzt:
Wirkung einer Arbeitszeitverkürzung
Die nachfolgende Tabelle stammt aus: Jochen Ebel, Berthold Kühn: Reduzierung der Arbeitslosigkeit durch Verkürzung der Arbeitszeit. UTOPIE kreativ, H. 155 (September 2003), S. 819 - 829
| Vor der Arbeitszeitverkürzung | ||||||||||||
| AN | Bruttolohn | Nettolohn | ALG | Kaufkraft | Arbeitszeit | Abgaben absolut | Abgaben in % vom Brutto | |||||
| 1 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | ||||||
| 2 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | ||||||
| 3 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | ||||||
| 4 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | ||||||
| 5 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | ||||||
| 6 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | ||||||
| 7 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | Kaufkraftzuwachs | |||||
| 8 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | 14000 | - | 13440 | = | 560 | |
| 9 | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | = | 4,16 % | ||||
| 10 | 840 | 840 | ||||||||||
| Summe | 18000 | 12600 | 840 | 13440 | 900 % | 5400 | ||||||
| Umverteilung in ALG | 840 | |||||||||||
| Endsumme | 18000 | 12600 | 840 | 13440 | 900 % | 4560 | Produktionszuwachs | |||||
| 18750 | - | 18000 | = | 750 | ||||||||
| = | 4,16 % | |||||||||||
| Nach der Arbeitszeitverkürzung (ohne Berücksichtigung Produktivitätssteigerung) | ||||||||||||
| AN | Bruttolohn | Nettolohn | ALG | Kaufkraft | Arbeitszeit | Abgaben absolut | Abgaben in % vom Brutto | |||||
| 1 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 2 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | Zusatzeinnahmen im Staatssäckel | |||||
| 3 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | 4750 | - | 4560 | = | 190 | |
| 4 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | = | 4,16 | ||||
| 5 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 6 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 7 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 8 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 9 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 10 | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| Summe | 18750 | 14000 | 14000 | 938 % | 4750 | |||||||
| Umverteilung in ALG | ||||||||||||
| Endsumme | 18750 | 14000 | 14000 | 938 % | 4750 | |||||||
| Nach der Arbeitszeitverkürzung (mit Berücksichtigung Produktivitätssteigerung) | ||||||||||||
| AN | Bruttolohn | Nettolohn | ALG | Kaufkraft | Arbeitszeit | Abgaben absolut | Abgaben in % vom Brutto | |||||
| 1 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 2 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 3 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 4 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 5 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 6 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 7 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 8 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 9 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| 10 | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | ||||||
| Summe | 18750 | 14000 | 14000 | 879 % | 4750 | |||||||
| Umverteilung in ALG | ||||||||||||
| Endsumme | 18750 | 14000 | 14000 | 879 % | 4750 | |||||||
| Anmerkung: | ||||||||||||
Was soll die Theoriefindung hier? Ich hoffe nicht, dass das jemand im Artikel haben möchte. Bitte bei Gelegenheit wieder entfernen. --AT AT 19:18, 5. Okt 2006 (CEST)
- Wo ist da Theoriefindung? Die Diagramme sind basieren auf den Zahlen des statistischen Bundesamtes, die Tabellen sind aus der Zeitschrift einer Stiftung, die von Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Die Steigerung der Arbeitsproduktivität infolge Arbeitszeitverkürzung steht im Jahresgutachten der 5 Weisen 1983/84 Punkt 458 usw.
- Ähnliches ist in den VDI-Nachrichten usw. zu lesen. Was soll also eine solche Behauptung? --Physikr 10:07, 6. Okt 2006 (CEST)
- Die Diagramme kann man ja gerne aufnehmen, sofern sie korrekt sind - aber bitte in Arbeitszeit und nicht in Arbeitslosigkeit. Bei der Tabelle bin ich ratlos, was das darstellen soll. Ein Rechenbeispiel? "Zusatzeinnahmen im Staatssäckel" erscheint mir auch nicht sehr wissenschaftlich, ganz zu schweigen, dass man Modellzahlen zehn Mal untereinander auflistet und daraus eine "Summe" zieht. Das ist Humbug, im schlimmsten Fall sogar Manipulation. --81.173.131.169 12:29, 6. Okt 2006 (CEST)
- Das ist nicht persönlich gemeint - aber m. E. ist "Utopie kreativ" keine anerkannte Fachliteratur gemäß . Geisslr 13:51, 6. Okt 2006 (CEST)
- Nicht nur das, er wird auch in keiner anerkannten Fachliteratur zitiert. --AT AT 16:01, 6. Okt 2006 (CEST)
- For whom it may concern: die Quelle ist hier zu finden. Welcher Fachrichtung Professor Dr. Berthold Kühn angehört und an welcher Universität er lehrt und forscht, ist über Google leider nicht herauszufinden. In Bibliothekskatalogen habe ich lediglich ein Werk aus den 70ern über "Konstruktivistische Farbkompositionen und surreale Objekte" gefunden. Zum Aufsatz selbst: Es fehlt jede Empirik, der Autor spielt mit einigen Zahlen und entwickelt dann ein Modell, in dem Unternehmen - auf welche Weise auch immer - gezwungen werden Arbeitslose einzustellen und die Lohnsumme aufzuteilen. Kühn rechnet vermutete Effekte auf Lohnsumme, Staatseinnahmen und Sozialversicherungen gegen. --195.14.198.102 22:06, 6. Okt 2006 (CEST)
- Wenn Du etwas kritisieren willst, solltest Du es schon richtig lesen. Im Artikel wird vom gegenwärtigen Zustand ausgegangen: 10% Arbeitslosigkeit, wobei die Arbeitslosigkeit von den Beschäftigten über Steuern und Arbeitslosenversicherung finanziert wird. Zur Illustration wird von einer typischen Kleingruppe ausgegangen, die aus 10 Erwerbspersonen mit einer Arbeitslosenquote von 10% besteht. Ein Bruttolohn von etwa 2000 Euro ist auch ein typischer Wert, wenn natürlich auch die Verteilung der Einkommen größer ist. Auch die Abgaben sind in der Höhe typisch. Diese typischen Angaben sind in Tabelle 1.
- Nun behaupten viele, sie wollten etwas gegen die Arbeitslosigkeit tun, erzählen aber es gäbe keine Alternative zu Hartz usw. Es gibt aber Alternativen dazu. Z.B. fordert Prof. Bontrup (Heinz-J. Bontrup: Alternative Arbeitszeitverkürzung. Blätter für deutsche und internationale Politik. 50(2005) H.3, S. 347 - 355) oder in den VDI-Nachrichten (VDI-Nachrichten: mehr Beschäftigung durch längere Arbeitszeiten? 22.04.05), daß die individuelle Arbeitszeit verkürzt werden muß, aber die Personalkosten für die Unternehmen dadurch nicht steigen (mit der nicht extra erwähnten Folge, das die Preise nicht steigen) und die Nettolöhne der Beschäftigten nicht sinken. Und genau das zeigt Tabelle 2. Und ergänzt ist das mit Tabelle 3, die den produktivitätssteigernden Effekt der Arbeitszeitverkürzung berücksichtigt. Es soll keiner gezwungen werden, Arbeitslose einzustellen, sondern durch geeignete Rahmenbedingungen soll es sich für die Unternehmen rechnen, mehr Leute einzustellen, von denen wegen der kürzeren Arbeitszeit jeder zwar einen geringeren Bruttolohn erhält, aber den gleichen Nettolohn. --Physikr 23:33, 6. Okt 2006 (CEST)
- Ich habe richtig gelesen und ich bleibe dabei, dass dies Zahlenspiele ohne Empirie sind - mehr nicht. Und dazu höchst schlechte: wie ich oben schon schrieb ist es eine statistische Unverschämtheit 10 Mal den selben ungefähr vermuteten Wert in eine Tabelle einzutragen und dann zu addieren. (Wenn das ein Ingenieur machen würde...) Selbst wenn die Schlussfolgerungen absolut und unbestreitbar richtig wären, wäre diese Tabelle nicht verwendbar.
- Zur Quelle VDI-Nachrichten, nachzulesen hier. Dies ist Teil eines Pro/Contra-Stücks, bei denen zwei Standpunkte meist überspitzt kontrastiert werden. Du suchst Dir einen von beiden aus und setzt ihn als absolut wahr, weil Dir die Schlussfolerung gefällt. --195.14.198.219 06:39, 7. Okt 2006 (CEST)
Jahresgutachten der 5 Weisen 1983/84 ???? Reden wir vom Stand der Wissenschaft vor einem Vierteljahrhundert ????
- Zitat aus: Walterskirchen, E.: Mehr Beschäftigung durch Arbeitszeitverlängerung? Intervention. Zeitschrift für Ökonomie, 2(2005), H. 1, S. 8 - 15 (Österreischiches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Wien [LINK]: "Somit drängt sich die Schlußfolgerung auf: Die Krise der deutschen Wirtschaft ist auch eine Krise der vorherrschenden deutschen Wirtschaftswissenschaft. Die völlige Vernachlässigung der Nachfrageseite der Wirtschaft, die auch Dennis Snower, der neue Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft konstatierte, führt wirtschafts- und beschäftigungspolitisch in die Irre." Also sind auch Feststellungen außerhalb der vorherrschenden deutschen Wirtschaftswissenschaft relevant.
- An dem produktivitätssteigernden Effekt einer Arbeitszeitverkürzung hat sich auch in einem Vierteljahrhundert nichts geändert, wie Du bei Börsch-Supan, Axel: Reduction of working time: does it decrease unemployment? 2000, Institut für Volkswirtschaftslehre und Statistik der Universität Universität Mannheim Band B 7, Bonn, ZEI Policy Paper, Hrsg.: Zentrum für europäische Integrationsforschung [LINK] nachlesen kannst.
- "wie ich oben schon schrieb ist es eine statistische Unverschämtheit 10 Mal den selben ungefähr vermuteten Wert in eine Tabelle einzutragen und dann zu addieren." Die Tabelle ist ein illustrierendes Beispiel, der Artikel ist etwas umfangreicher als der Auszug.
- "Selbst wenn die Schlussfolgerungen absolut und unbestreitbar richtig wären, wäre diese Tabelle nicht verwendbar." Das mußt Du schon erklären. --Physikr 10:34, 7. Okt 2006 (CEST)
- Ich habe es erklärt. Man kann die gleichen erfundene Zahlen 10, 20 oder 50 Mal addieren, ein Erkenntnisgewinn ist daraus nicht zu ziehen. Es illustriert lediglich, dass jemand eine simple Gleichung zu einer Tabelle aufgeblasen hat. Und ich werde diese Selbstverständlichkeit jetzt nicht 10, 20 oder 50 Mal erläutern. --195.14.198.219 14:03, 7. Okt 2006 (CEST)
- Die Tabelle ist mehr verwirrend als erklärend, der Titel Wirkung einer Arbeitszeitverkürzung müsste mindestens um ...aus Sicht von ...ergänzt werden. Eine Minderheitenmeinung sollte wohl auch kurz im Artikel vorkommen, aber mit dem deutlichen Hinweis, dass es sich um eine Minderheitenmeinung handelt, und gut ist. --87.78.78.119 14:10, 7. Okt 2006 (CEST)
- Schön, wenn die Wirkung der Arbeitszeitverkürzung so einfach zu verstehen ist. Ich werde die Tabelle mal die Zeilen eindampfen, mit einer Zeile "AN 1 - 9 je" statt 9 Zeilen AN1, AN2 usw.
- Aber etwas interessiert mich noch: Wie erreicht man, daß der Text nicht neben dem vorherigen Bild steht, sondern der neue Abschnitt unter dem Bild beginnt? --Physikr 18:12, 7. Okt 2006 (CEST)
- Damit müssts gehn: . Geisslr 14:11, 9. Okt. 2006 (CEST)
- Danke. Zwar hatte 195.14.254.179 das schon am 7. Okt. 2006 um 20:10 eingetragen, aber leider an der Stelle hier keinen Eintrag gemacht, so daß das Bedanken nicht möglich war und es auch im Schreibfluss nicht erkennbar war. --Physikr 17:03, 9. Okt. 2006 (CEST)
Neufassung der Wirkung:
Zur Illustration der Wirkung einer optimalen Arbeitszeitverkürzung werden Kohorten von 10 Erwerbspersonen betrachtet mit jeweils 10% Arbeitslosen. Für eine typische Kohorte ergeben sich dann folgende Arbeitszeiten, Löhne usw. (Angaben in Euro, ausgenommen die Prozente):
| Vor der Arbeitszeitverkürzung | |||||||
| Bruttolohn | Nettolohn | ALG | Kaufkraft | Arbeitszeit | Abgaben absolut | Abgaben vom Brutto | |
| AN 1 bis 9 je | 2000 | 1400 | 1400 | 100 % | 600 | 30 % | |
| Summe AN 1 bis 9 | 18000 | 12600 | 12600 | 900 % | 5400 | ||
| 1 Arbeitsloser | 840 | 840 | keine | ||||
| Summe | 18000 | 12600 | 840 | 13440 | 900 % | 5400 | |
| Umverteilung in ALG | 840 | ||||||
| Endsumme | 18000 | 12600 | 840 | 13440 | 900 % | 4560 | |
| Nach der Arbeitszeitverkürzung (ohne Berücksichtigung Produktivitätssteigerung) | |||||||
| AN | Bruttolohn | Nettolohn | ALG | Kaufkraft | Arbeitszeit | Abgaben absolut | Abgaben vom Brutto |
| AN 1 bis 10 je | 1875 | 1400 | 1400 | 93,8 % | 475 | 25,3 % | |
| Summe | 18750 | 14000 | 14000 | 938 % | 4750 | ||
| Umverteilung in ALG | |||||||
| Endsumme | 18750 | 14000 | 14000 | 938 % | 4750 | ||
| Nach der Arbeitszeitverkürzung (mit Berücksichtigung Produktivitätssteigerung) | |||||||
| AN | Bruttolohn | Nettolohn | ALG | Kaufkraft | Arbeitszeit | Abgaben absolut | Abgaben vom Brutto |
| AN 1 bis 10 je | 1875 | 1400 | 1400 | 87,9 % | 475 | 25,3 % | |
| Summe | 18750 | 14000 | 14000 | 879 % | 4750 | ||
| Umverteilung in ALG | |||||||
| Endsumme | 18750 | 14000 | 14000 | 879 % | 4750 | ||
| Anmerkung: | |||||||
| Kaufkraftzuwachs | Produktionszuwachs | Zusatzeinnahmen im Staatssäckel | ||||||||||||||
| 14000 - 13440 = 560 | 18750 - 18000 = 750 | 4750 - 4560 = 190 | ||||||||||||||
| = 4,16 % | = 4,16 % | = 4,16 % | ||||||||||||||
| Anmerkung: | ||||||||||||||||
Für andere Kohorten ergeben sich andere Werte - aber die Prozente der Änderungen bleiben etwa gleich. --Physikr 12:02, 9. Okt. 2006 (CEST)
- Mal eine blöde Frage: Warum überhaupt Kohorten?
- Diese ganze Tabelle sagt nur aus: Wenn man statt zwei Arbeitenden und einem Arbeitslosen drei Arbeitende hat, auf die die Arbeit und Einkommen verteilt würde, könnten(!) alle profitieren. Das ist simpelste Wohlfahrtstheorie.
- Problem: das ist so nicht zu realisieren. Evtl. könnte man die Arbeitsverteilung des "real existierenden Sozialismus" heranziehen - da ging die Produktivität in den Keller.
- Doch wir haben längst Teilzeitmodelle: statt solcher substanzloser Rechenspiele, kann man sicher auf empirische Daten zugreifen um Aussagen über Arbeitsplätze, Produktivität und sonstige Auswirkungen und Voraussetzungen(!) zu treffen. Die würden aber zu weiter für einen Artikel über Arbeitslosigleit. --81.173.164.63 07:47, 17. Okt. 2006 (CEST)
- @81.173.164.63: Zwei Fehler. Erstens ist nicht vorhandene Arbeit und Einkommen zu verteilen (das unterstellen Sie), sondern steigende Arbeit und steigendes Einkommen. Zweitens ziehen Sie ein dafür nicht brauchbares Modell heran (die Arbeitsverteilung des "real existierenden Sozialismus"). Die Gültigkeit des Modells beweist die Statistik der deutschen Wirtschaft: Wegen unterschiedlicher Rigiditäten von Beschäftigung und Arbeitszeit reagierte der Arbeitsmarkt auf ökonomische Schocks mit sich zeitlich ändernder Verteilung der Produktionsmenge auf Arbeitszeit und Beschäftigung - und damit bewies der Arbeitsmarkt die Richtigkeit des Modells.
- Aber schön, daß Sie das als "simpelste Wohlfahrtstheorie" bezeichnen. Warum wird es dann nicht gemacht, wo es doch schon bewiesen ist?
- "Mal eine blöde Frage: Warum überhaupt Kohorten?" Damit es auch für Oma ganz deutlich ist: "simpelste Wohlfahrtstheorie". --Physikr 15:11, 17. Okt. 2006 (CEST)
- Nein, die Statistik "beweist" überhaupt keine hypothetischen Entwicklungen. Und Deine Oma würde es sicher einfacher verstehen, wenn du ihr das Zahlenspiel mit drei Leuten anstatt mit "Kohorten" erzählst. --81.173.164.113 14:00, 18. Okt. 2006 (CEST)
- Mit drei Leuten würde es an der Realität vorbei gehen, denn das wären 33% Arbeitslosigkeit. Soweit sind wir nicht - und ich hoffe, daß eine solche Wirtschaftspolitik gemacht wird, daß die Arbeitslosigkeit sinkt und nicht steigt. In einem gebe ich Dir Recht: der Begriff Kohorte ist nicht Oma-gerecht. Lieber Kleingruppe schreiben? Obwohl der Begriff das richtig faßt. --Physikr 16:57, 18. Okt. 2006 (CEST)
- Es geht so und so an der Realität vorbei. --195.14.198.42 19:30, 18. Okt. 2006 (CEST)
Mal abgesehen von der Realitätsferne der Tabelle - nochmal zur Kohorte: Der hier verlinkte Artikel spricht dabei von Jahrgängen oder Jahrgangsgruppen. Also nicht wirklich Kleingruppen. Was bei der römischen Kohorte zwar schon eher der Fall ist (laut WP-Artikel 480 Personen), aber immer noch deutlich mehr als 10. - Avantix 20:26, 18. Okt. 2006 (CEST)
- Ich streite nicht über den Namen für die Gruppe - Vorschläge erwünscht. Es sollen jedenfalls Gruppen von 10 Personen betrachtet werden, die etwa gleiche Bedingungen für den Arbeitsmarkt haben, die sich nur dadurch unterscheiden, das im Verlauf 10% davon arbeitslos sind. Z.B. können das Studenten (Start der Kohorte) sein, von denen 90% Arbeit gefunden haben und 10% nicht. Die Kohorte kann auch größer sein, beispielsweise 1000 mit 100 Arbeitslosen. --Physikr 23:24, 18. Okt. 2006 (CEST)
War nur interessehalber. Die Einstellung der Tabelle in den Artikel wird hier ja ausdrücklich nicht gewünscht, und dem schliesse ich mich an, weil erstens Theoriefindung und zweitens ist der Artikel mit Tabellen schon hoffnungslos überfrachtet. Die grundsätzlichen Aussagen von Ökonomen zum Verhältnis von Arbeitslosigkeit und Arbeitszeit kann man sicherlich prägnant in Textform zusammenfassen. Man sollte auch dazuschreiben, ob diejenigen, die eine Arbeitszeitverkürzung für ein probates Mittel zur Verringerung der Arbeitslosigkeit halten, eine überragende Mehrheit darstellen. Ansonsten müsste man zur Wahrung des NPOV natürlich die Gegenposition entsprechend darstellen. -- Avantix 23:37, 18. Okt. 2006 (CEST)
ich finde, es sollte noch gecshriben werden, warum die arbeitslosogkeit mi osten deutschlands so hoch ist
Zahlen Österreich: monatlich?
sind die monatlichen schwankungen nicht etwas pflegeintensiv? ich habe gerade september 2005 ausgebessert. imho sind die saisonalen schwankungen so stark, dass monatliches update wenig bringt, wenns niemand macht. gruß -- W!B: 19:08, 28. Nov. 2006 (CET)
Datenmaterial
die anordnung der daten würde mir so besser gefallen:
6 Daten zur Arbeitslosigkeit
6.1 Deutschland
6.1.1 Historische Zahlen
6.1.2 Kartenmaterial
6.2 Österreich
6.3 Schweiz
6.4 Europäische Union (fehlt)
6.5 Weltweit
ausserdem, angesichts von 97MB fragt sich, ob nicht etwa dieses material nach Arbeitslosigkeit (Deutschland) usw ausgelagert wird, und hier nur eine vergleichstabelle Deutschland Österreich Schweiz EU Weltweit verbleibt. wär kompakter, würde sich auch besser in wirtschaftliche artikel der einzelnen regionen einordnen lassen, und könnte dann auch auf spezifische phänomene der länder eingehen (saisonschwankungen der tourismusorientierten wirtschaft AT/CH, ..) wär das was? -- W!B: 19:28, 28. Nov. 2006 (CET)









