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Der Artikel Armut gehört zur Kategorie: Armut, Sozialstruktur, Volkswirtschaftslehre, Einkommen
Armut bezeichnet den Mangel an Chancen, ein Leben zu führen, das gewissen Minimalstandards entspricht.
Die Maßstäbe für diese Standards und die Vorstellungen über die Ursachen von Armut sind örtlich und zeitlich sehr verschieden. Die WHO definiert Armut beispielsweise anhand des Verhältnisses des individuellen Einkommens zum Durchschnittseinkommen im Heimatland einer Person. Danach sei arm, wer monatlich weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens (Median) seines Landes zur Verfügung hätte.
In Deutschland lag nach der abweichenden Definition der Europäischen Union (60 % des mittleren Einkommens) die Armutsgrenze im Jahr 2003 bei einem monatlichen Einkommen von 938 Euro.
Neben dem Einkommen können auch andere Merkmale der Armut herangezogen werden, zum Beispiel, ob der Haushalt genügend Geld für Heizung, regelmäßige Mahlzeiten, ausreichende Kleidung und andere lebensnotwendige Dinge hat.
Im theoretischen Grundverständnis unterscheiden sich ökonomische Konzepte, die Armut als Mangelversorgung mit materiellen Gütern und Dienstleistungen verstehen, von soziokulturellen Konzepten, die auch nichtmaterielle Bedürfnisse thematisieren. So wird im Hinblick auf die ungleiche Verteilung von Bildungstiteln und Bildungskompetenzen inzwischen auch von absoluter und relativer Bildungsarmut gesprochen.
Arten von Armut
Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen mehreren Kategorien, insbesondere zwischen absoluter, relativer und transitorischer Armut.Absolute Armut
Um einen Überblick über die Probleme der Entwicklungsländer zu ermöglichen, hat der Präsident der Weltbank den Begriff der absoluten Armut eingeführt. Er definierte absolute Armut folgender Weise: „Armut auf absolutem Niveau ist Leben am äußersten Rand der Existenz. Die absolut Armen sind Menschen, die unter schlimmen Entbehrungen und in einem Zustand von Verwahrlosung und Entwürdigung ums Überlebendefinitionen: Was ist Hunger? (taz vom 11.6.2002, S. 3) kämpfen, der unsere durch intellektuelle Phantasie und privilegierte Verhältnisse geprägte Vorstellungskraft übersteigt.“Auch in Wohlstandsgesellschaften existiert absolute Armut, etwa bei Suchtkranken oder Obdachlosen (77.000 Obdachlose allein in Nordrhein-Westfalen) oder bei Personen, die aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, soziale Sicherungssysteme (zum Beispiel Sozialhilfe) in Anspruch zu nehmen.
Absolute und Relative Armut
Der absolute Armutsbegriff definiert einen Einkommensmangel unterhalb einer festgelegten Existenzgrenze. Ein Beispiel ist das Konzept der Weltbank, welche Armut als Einkommen unterhalb eines Dollars am Tag definiert. Dagegen steht das Konzept der relativen Armut. Hier ist die Bezugsgrenze ein relativer Wert, beispielsweise die Hälfte des Durchschnittseinkommens in Deutschland. Dieses Konzept wird meist in den so genannten Wohlstandsgesellschaften benutzt. Hier wird also Armut auf die Gesellschaftsverhältnisse des Individuums bezogen definiert. Wegen dieser Umfeldabhängigkeit wird demnach von „relativer Armut“ gesprochen. Relative Armut kann als Unterversorgung mit materiellen und immateriellen Ressourcen von Menschen bestimmter sozialer Schichten im Verhältnis zum Wohlstand der jeweiligen Gesellschaft bezeichnet werden.Die sozio-kulturelle Verarmung, der Mangel an Teilhabe an der Gesellschaft durch finanziellen Mangel, wird von Soziologen teilweise als noch gravierendere gesellschaftliche Herausforderung gesehen.
Transitorische und strukturelle Armut
Armut kann zeitweise, aber auch dauerhaft vorhanden sein. Transitorische (vorübergehende) Armut gleicht sich für den Betroffenen im Verlauf der Zeit wieder aus. Dies ist der Fall, wenn zu bestimmten Zeiten die Grundbedürfnisse befriedigt werden können, aber zu anderen Zeiten nicht. Dies kann durch zyklische Schwankungen, wie Zeiten kurz vor der Ernte, oder auch azyklisch, zum Beispiel durch Katastrophen, auftreten.Dem entgegen steht der Begriff der strukturellen Armut. Diese liegt dann vor, wenn eine Person einer gesellschaftlichen Randgruppe angehört, deren Mitglieder alle unter die Armutsgrenze fallen, ohne große Chancen, in ihrem Leben aus dieser Randgruppe auszubrechen. Ein Beispiel ist die Bevölkerung von Elendsvierteln. In Verbindung damit wird oft von einem Teufelskreis der Armut oder Armutskreislauf gesprochen, da die Nachkommen der in struktureller Armut lebenden Menschen meist aus bestimmten Gründen (zum Beispiel mangelnde sexuelle Aufklärung, die zu frühen Schwangerschaften führt und eine Ausbildung unmöglich macht, aber auch beispielsweise Diskriminierung wegen der Wohnsituation) ebenfalls ihr Leben lang arm sein werden.
Bekämpfte und verdeckte Armut
Manchmal werden auch die Bezieherinnen und Bezieher einer Grundsicherungsleistung (Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit) als arm bezeichnet. Zu dieser so genannten „bekämpften Armut“ kommt aber noch die „verdeckte Armut“ von Personen, die einen Anspruch auf eine Grundsicherungsleistung hätten, diesen aber nicht geltend machen (siehe auch Dunkelziffer der Armut).
Freiwillig gewählte Armut
Ordensleute der römisch-katholischen Kirche legen in der Regel ein Armutsgelübde ab, welches sie verpflichtet, auf persönliche Einkünfte und ein eigenes Vermögen zu verzichten. Dieses Gelübde stellt einen der drei evangelischen Räte dar.
Armutsgrenzen
Die absolute Armutsgrenze ist bestimmt als Einkommens- oder Ausgabenniveau, unter dem sich die Menschen eine erforderliche Ernährung und lebenswichtige Bedarfsartikel des täglichen Lebens nicht mehr leisten können. Die Weltbank sieht Menschen, die weniger als 1 PPP-US-Dollar pro Tag verdienen, als arm an. The World Bank Group: Quick Reference TablesRelative Armutsgrenzen beziehen sich auf verschiedene statistische Maßzahlen für eine Gesellschaft (zum Beispiel Durchschnitt oder Median des Einkommens).
Eine in Politik und Öffentlichkeit benutzte Angabe der relativen Armutsgrenze ist dabei 50 % oder 60 % des Durchschnittseinkommens. So wird seit 2001 in den Mitgliedsländern der EU derjenige als arm bezeichnet, der weniger als 60 % des Medians hat. Von Kritikern dieser Festlegung der relativen Armut wird argumentiert, dass sie wenig über den tatsächlichen Lebensstandard der Menschen aussage. Vielmehr ergäben sich Widersprüche bei Anwendung dieser Maßzahl. Wer jetzt weniger als 50 % vom Durchschnittseinkommen zu Verfügung habe, würde auch dann, wenn sich alle Einkommen verzehnfachten, weniger als 50 % vom Durchschnitt haben. Er bliebe also weiterhin relativ arm. Kritisiert wird, dass relative Armutsgrenzen die Armutsproblematik mit der Verteilungsproblematik vermischten.
Gelegentlich wird auch krisitiert, dass der Wegzug oder Vermögensverlust eines Reichen den Durchschnitt senken und daher die relative Armut in einem Land verringern würde, und es umgekehrt zu einer Erhöhung der relativen Armut komme, wenn ohne Veränderungen bei anderen Einkommensbeziehern ein Nicht-Armer sein Einkommen steigern kann. Dieser Kritikpunkt trifft aber nur bei Berechnung der Armutsgrenze aufgrund des arithmetischen Mittels (Durchschnitt im engeren Sinne) zu, aber nicht, wenn, wie in der EU, der Median (das 50. Perzentil) verwendet wird, da der Median auf extreme Ausreißer nicht so sensibel reagiert wie das arithmetische Mittel.
Da eine scharfe Trennung zwischen arm und reich praktisch nicht vorkommt, ist für die relative Armutsgrenze auch der Begriff der Armutsrisikogrenze gebräuchlich.
Sowohl absolute wie auch relative Armutsgrenzen sind nicht ohne normative Vorgaben umzusetzen. Weder die Wahl eines bestimmten Prozentsatzes vom Durchschnittseinkommen zur Bestimmung relativer Armut noch die Bestimmung eines Warenkorbes sind wertfrei begründbar. Darum wird über sie in politischen Prozessen entschieden.
Ursachen
Als Hauptursachen von Armut werden genannt:- Kriege und Bürgerkriege,
- politische Strukturen (zum Beispiel Diktatur, ungerechte internationale Handelsregeln),
- ökonomische Strukturen (ungleiche Einkommensverteilung, Korruption, Überschuldung, Ineffizienz, Mangel an bezahlbarer Energie),
- Staatsversagen,
- technologische Rückständigkeit,
- Bildungsrückstand,
- Kinder,
- Naturkatastrophen,
- Epidemien und
- zu starkes Bevölkerungswachstum.
Hauptrisikofaktoren von relativer Armut sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung, auch als Folge fehlender Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder. Alleinerziehende hatten in Deutschland im Jahr 2003 mit 35,4% das zweithöchste Armutsrisiko. Als Risikofaktoren gelten weiterhin stark ungleiche Einkommensverteilung, Bildungsmangel und chronische Erkrankungen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein (in den USA auch heute noch) wurde bzw. wird Armut überwiegend nicht als gesellschaftlich verursacht, sondern als individuell verschuldet oder »gottgewollt« betrachtet.
In Europa setzte sich im Zuge der Industrialisierung und der Auseinandersetzung um die Soziale Frage die Auffassung durch, dass Armut durch staatliche Maßnahmen verringert werden kann. Armutsbekämpfung stand etwa im Vereinigten Königreich am Ausgangspunkt der modernen Sozialpolitik. Inzwischen wird die Wirksamkeit sozialpolitischer Armutsbekämpfung aber in vielen Industrieländern durch neue Erscheinungsformen von Armut in Frage gestellt. Insbesondere hat sich gezeigt, dass auch eine zu hohe Staatsquote zu hoher Arbeitslosigkeit führen kann (insbesondere in Westeuropa).
Ausmaß
Armut weltweit
Nach Angaben der Weltbank hatten im Jahr 2001 weltweit ca. 1,1 Mrd. Menschen (entspricht 21% der Weltbevölkerung) weniger als 1 US-Dollar in lokaler Kaufkraft pro Tag zur Verfügung und galten damit als extrem arm. (Zum Vergleich: 1981 waren es noch 1,5 Mrd. Menschen, damals 40 % der Weltbevölkerung; 1987 1,227 Mrd. Menschen entsprechend 30 %; 1993 1,314 Mrd. Menschen entsprechend 29 %).
Die größte Zahl dieser Menschen lebt in Asien; in Afrika ist allerdings der Anteil der Armen an der Bevölkerung noch höher. Die Mitglieder der UN haben sich beim Millenniumsgipfel im Jahr 2000 auf das Ziel geeinigt, bis zum Jahr 2015 die Zahl derer, die weniger als 1 US-Dollar am Tag haben, zu halbieren (Punkt 1 der Millenniums-Entwicklungsziele). Nach Angaben der Weltbank vom April 2004 kann dies gelingen, allerdings nicht in allen Ländern. Während durch einen wirtschaftlichen Aufschwung in Teilen Asiens der Anteil der Armen deutlich zurück ging (in Ostasien von 58 auf 16 Prozent), hat sich in Afrika die Zahl der Ärmsten erhöht (in Afrika südlich der Sahara von 1981 bis 2001 fast verdoppelt). In Osteuropa und Zentralasien wurde eine Zunahme der extremen Armut auf 6 Prozent der Bevölkerung errechnet. Zieht man die Armutsgrenze bei zwei US-Dollar pro Tag, gelten insgesamt 2,7 Milliarden Menschen und damit fast die Hälfte der Weltbevölkerung als arm. Die folgende Tabelle gibt eine Rangfolge der 32 ärmsten Länder der Welt, gemessen am Anteil der Bevölkerung mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag:
| Rang | Land | Anteil | Rang | Land | Anteil | Rang | Land | Anteil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Mali | 72,3 % | 12 | Nicaragua | 45,1 % | 23 | Kambodscha | 34,1 % |
| 2 | Nigeria | 70,2 % | 13 | Madagaskar | 49 % | 24 | El Salvador | 31,1 % |
| 3 | Zentralafrik. Rep. | 66,6 % | 14 | Burkina Faso | 44,9 % | 25 | Mongolei | 27 % |
| 4 | Sambia | 63,7 % | 15 | Ghana | 44,8 % | 26 | Laos | 26,3 % |
| 5 | Niger | 61,4 % | 16 | Malawi | 41,7 % | 27 | Senegal | 26 % |
| 6 | Madagaskar | 61 % | 17 | Mosambik | 37,9 % | 28 | Äthiopien | 26,3 % |
| 7 | Gambia | 59,3 % | 18 | Nepal | 37,7 % | 29 | Mauretanien | 25,9% |
| 8 | Burundi | 58,4 % | 19 | Lesotho | 36,4 % | 30 | Botswana | 23,5 % |
| 9 | Sierra Leone | 57 % | 20 | Bangladesch | 36 % | 31 | Kenia | 22,8 % |
| 10 | Simbabwe | 56,1 % | 21 | Namibia | 34,9 % | 32 | Honduras | 20,7 % |
| 11 | Ruanda | 51,7 % | 22 | Indien | 34,7 % | 33 | Tansania | 19,9 % |
Armut in Deutschland
Das vom Statistischen Bundesamt errechnete monatliche Nettoäquivalenzeinkommen betrug 2002 in den westdeutschen Ländern 1217 Euro, in den ostdeutschen Ländern 1008 Euro. Nach den EU-Kriterien für die Armutsgrenze (60 %) liegen die Armutsgrenzen demnach bei 730,20 Euro für den Westen und 604,80 Euro für den Osten. In der Regel liegt das sozio-kulturelle Existenzminimum, das auf der Basis von Verbraucherbefragungen des Statistischen Bundesamtes durch die Bundesregierung festgelegt wird, noch unter dieser Grenze.
Nach Zahlen aus dem »Zweiten Armuts- und Reichtumsbericht«, den die Bundesregierung im März 2005 vorgelegt hat, galten im Jahr 2003 13,5 Prozent der Bevölkerung als arm. 2002 waren es nach diesen Angaben noch 12,7 Prozent, 1998 12,1 Prozent. Mehr als ein Drittel der Armen sind allein Erziehende und ihre Kinder. 19 Prozent sind Paare mit mehr als drei Kindern.
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Armut in der BRD Bildherkunft |
Kinder und Jugendliche haben in Deutschland ein hohes Armutsrisiko. 15 Prozent der Kinder unter 15 Jahren und 19,1 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren sind betroffen. Die Zahl der Kinder in Deutschland, die von Sozialhilfe leben, stieg 2003 um 64.000 auf 1,08 Millionen und hat 2004/2005 1,45 Millionen erreicht. Im Jahre 2006 verdoppelte sich die gemessene Zahl von Kindern, die auf Sozialhilfeniveau leben, gegenüber 2004 nach Angaben des Kinderschutzbundes mit Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit auf 2,5 Millionen von 15 Millionen, also eines von sechs in Deutschland lebenden Kindern bis 18 Jahren. Dieser Zahl liegen genauere Daten als früheren Schätzungen zugrunde.Pressemeldung des Kinderschutzbundes vom 27. Juli 2006.
Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef wächst die Armut von Kindern in Deutschland stärker als in den meisten anderen Industrieländern. Zudem habe die Armut erheblichen Einfluss auf die Bildungschancen, was unter anderem die jüngste AWO-Studie nachwies.
Bei der Kinderarmut in Deutschland können laut AWO-StudieInstitut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik: Arm dran (?)! Lebenslagen und Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen. Zu Armut und Benachteiligung in Deutschland [LINK] neun Dimensionen unterschieden werden:
- Materielle Armut
- Bildungsbenachteiligung
- Geistige/kulturelle Armut
- Soziale Armut
- Fehlende Werte
- Seelische/emotionale/psychische Armut
- Vernachlässigung
- Falsche Versorgung
- Ausländerspezifische Benachteiligung
Dem gegenüber ist die Altersarmut in Deutschland rückläufig: von 13,3 Prozent 1998 auf 11,4 Prozent im Jahr 2003. Längerfristig wird hier ein Wiederanstieg erwartet, weil die derzeit vielen Arbeitslosen, Teilzeitbeschäftigten, Minijobber und Geringverdienenden geringere Renten bekommen werden und allgemein das Rentenniveau aller zukünftigen Rentner (und aller heutigen Arbeitnehmer) im Zuge der Reformen gesenkt wurde. Einer Studie zufolge, die das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) 2005 vorlegte, droht nahezu jedem dritten Bürger Verarmung im Alter. Grund sei neben der steigenden Lebenserwartung, die Rentenreformen von 2001 und 2004, die das gesetzliche Rentenniveau um rund 18 Prozent sinken ließen und die fehlende Bereitschaft zu privater Altersvorsorge, die viele Bürger nicht zahlen wollen oder können (etwa 60%).
Obschon die Armut in Deutschland steigt, wird sie selten als Armut benannt. In den letzten Jahren wird stellvertretend der Begriff sozial schwach benutzt, zunehmend auch in der substantivierten Form Sozialschwache. Der Begriff ist schillernd und lässt sich interpretieren sowohl als Hinweis auf die schwache gesellschaftliche Stellung als auch auf einen Mangel an sozialer Kompetenz; im letzteren Fall - so eine Kritik - setzt dieser Begriff euphemistisch die Zuschreibung „asozial“ fort. Die Arbeiterwohlfahrt lehnt die Verwendung der Bezeichnung „sozial schwach“ ab, da es ihrer Auffassung nach einen Mangel an sozialer Kompetenz vortäusche. „Diese ‚sozial Schwachen‘“, so ihr Bundesvorsitzender Wilhelm Schmidt, „sind alles andere als sozial schwach. Von den meisten [finanzschwachen] Eltern wird eine nur schwer vorstellbare Stärke verlangt, ihre Situation täglich zu bewältigen und für ihre Kinder zu sorgen.“ In der Armuts- und Bildungsforschung wird dieser Begriff ebenfalls vermieden.
Ähnlich umstritten ist der Begriff Unterschicht oder Neue Unterschicht. Eine demoskopische Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung löste im Oktober 2006 eine starke Debatte aus, da festgestellt worden ist, dass 8% der Bevölkerung zum „abgehängten Prekariat“ zu zählen sind. Diese Debatten wurde die „Unterschichten-Debatte“ genannt, obschon der Begriff „Unterschicht“ in der Studie vermieden wurde. Im gleichen Zeitraum kam eine vergleichende Studie der Hans-Böckler-Stiftung zum Resultat, dass Deutschland unter 24 europäischen Staaten den Platz 21 auf der Sozial-Rangliste einnahm. In diese Studie flossen die Kriterien Einkommensverteilung und soziale Absicherung, Arbeitsmarkt, Bildungs- und Ausbildungschancen, Geschlechtergleichstellung und Generationenverhältnis ein.
Der Sozialexperte des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Deutschland Ulrich Schneider äußerte im November 2006 seine Befürchtung: "Die Altersarmut wird deutlich zunehmen". Der Tagesspiegel, Nr. 19379, Mittwoch, 22. November 2006, Wirtschaft, S. 17, "Immer mehr Senioren brauchen Geld vom Staat"
Armut in Österreich
Nach Angaben des Sozialministeriums („Bericht über die soziale Lage 2003-2004“) waren 2003 in Österreich über eine Million Menschen (13,2 Prozent der Bevölkerung) armutsgefährdet, das heißt, von Einkommensarmut betroffen. Im Jahr 2002 waren es noch 900.000 oder 12 Prozent, 1999 11 Prozent. Als Armutsgefährdungsschwelle gelten 60 Prozent des mittleren Einkommens (Medianeinkommen). Etwa jede/r Achte muss demnach mit weniger als 785 Euro monatlich auskommen.Frauen sind (mit 14 Prozent) leicht überproportional armutsgefährdet.
Neben der Einkommensarmut als Indikator für die finanzielle Situation eines Haushalts wird in Österreich von „akuter Armut“ gesprochen, wenn zusätzlich zur finanziellen Benachteiligung gewisse Mängel oder Einschränkungen in grundlegenden Lebensbereichen auftreten (zum Beispiel Zahlungsrückstände bei Miete, oder wenn Heizung, Urlaub, neue Kleider, Essen, unerwartete Ausgaben nicht leistbar sind). Von akuter Armut waren 2003 467.000 Menschen (5,9 Prozent der Bevölkerung) betroffen. Im Jahr davor waren es noch 300.000 Menschen oder 4 Prozent. Nach einem Bericht der Armutskonferenz sind erstmals Daten über so genannte Working Poor verfügbar: in Österreich seien 57.000 Menschen (2003) von Armut trotz Arbeit betroffen. Des weiteren hängt der Grad der Armutsgefährdung von der Art des Beschäftigungsverhältnisses ab:
- Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit haben ein dreifaches, bei 21 bis 30 Stunden ein doppelt so hohes Risiko armutsgefährdet zu sein, als Personen, die zwischen 31 und 40 Stunden beschäftigt sind.
Des weiteren kritisiert der Schattenbericht der Armutskonferenz zum 2. Nationalen Aktionsplan für soziale Eingliederung 2003–2005 der österreichischen Bundesregierung, dass Langzeitarbeitslose und Migranten und Migrantinnen in diesem Plan vollkommen fehlten.
Siehe auch: Leben im Wiener Untergrund
Armut in den USA
Nach Angaben des Armutsberichts des Amts für Volkszählungen vom August 2005 ist in den USA die Zahl der Menschen mit Einkommen unterhalb der Armutsgrenze 2004 zum vierten Mal in Folge angestiegen. 12,7 Prozent der Bevölkerung oder 37 Millionen Menschen seien arm. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 0,2 Prozentpunkten. Der Anstieg sei vor allem auf den höheren Anteil von Weißen zurückzuführen. Als arm gilt eine vierköpfige Familie, wenn sie weniger als rund 19.310 Dollar im Jahr ausgeben kann. Für Alleinstehende liegt die Grenze bei etwa 9.650 Dollar.
Armut und Umwelt
Armut ist in vielen Teilen der Welt auch eine der wichtigsten Ursachen für Gefährdung und Zerstörung der Umwelt. Die in der Armut begründeten schwerwiegenden Nöte und Probleme lassen den Umweltschutz in den Hintergrund treten. Die für den Schutz mitunter notwendigen finanziellen Mittel können in Regionen mit großer Armut nicht aufgebracht werden. Klaus Töpfer, der Leiter der UNO-Umweltbehörde UNEP, bezeichnete Armut als „das größte Gift für die Umwelt“; Erfolge im Umweltschutz setzten eine Bekämpfung der Armut voraus.
Siehe auch
- Armutsquote
- Ausbeutung
- Existenzminimum
- Welthunger, Hunger
- Kinderarbeit, Arbeiterkinder
- Lebenslage (Lebenslagenkonzept in der Soziologie)
- Netzwerkarmut
- Niedriglohn; Niedriglohn-Job; Niedriglohnsektor; Working Poor
- Obdachlosigkeit
- Pauperisierung
- Poverty Reduction Strategy Papers
- Reichtum
- Reproduktion (Bildung)
- Soziale Frage, Soziale Gerechtigkeit, Soziale Sicherheit, Soziale Ungleichheit, Sozialrecht
- Weltsozialforum
- Wohlstand
Zitate
„Würden die 17 reichsten Niedersachsen das Land verlassen, dann hätten wir 100.000 Arme weniger.“ Christian Wulff, Ministerpräsident von Niedersachsen über die relative Armutsmessung (das trifft aber bei der in der EU verwendeten Berechnungsmethode nicht zu, siehe Abschnitt Armutsgrenzen).
„Reicher Mann und armer Mann // Standen da und sahn sich an. // Und der Arme sagte bleich: // Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ - aus dem Gedicht „Alfabet“, Bertolt Brecht 1934. (q:Bertolt Brecht)
Literatur
- Altgeld, Thomas und Petra Hofrichter, Reiches Land, kranke Kinder? Gesundheitliche Folgen von Armut bei Kindern und Jugendlichen, Mabuse-Verlag 2000, ISBN 3933050219
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Lebenslagen in Deutschland - Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. 2005. Download ohne Zahlen-Anhang / Pdf-Datei 1,8 MB. - Pressetext dazu, kurz.
- Diamond, Jared: Arm und reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 1999 ISBN 3-596-14539-2
- Nadja Klinger, Jens König: Einfach abgehängt. Rowohlt Berlin, 2006. 224 S. ISBN 3871345520. Rezensionen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung - FAZ vom 2. Oktober 2006 und aus die tageszeitung der taz-Bericht der Autorinnen vom 20. Sep.2006, S. 3
- Loccumer Initiative kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Hrsg.): Armut als Bedrohung. Der soziale Zusammenhalt zerbricht. Ein Memorandum. Mit einer Einführung von Oskar Negt Hannover 2002 ISBN 3-930345-35-8
- Mielck, Andreas: Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Einführung in die aktuelle Diskussion Bern 2005 ISBN 3-456-84235-X
- Roth, Eike: Globale Umweltprobleme - Ursachen und Lösungsansätze. Friedmann Verlag, München 2004, ISBN 3-933431-31-X.
- Rügemer, Werner: Arm und reich. 2. Auflage, Transcript Verlag, Bielefeld 2003, ISBN 3-933127-92-0.
- Sachs, Jeffrey: Das Ende der Armut, Siedler Verlag 2005, ISBN 3886808300.
- Schultheis, Franz und Kristina Schulz (Hrsg.): Gesellschaft mit begrenzter Haftung. Zumutungen und Leiden im deutschen Alltag Konstanz 2005 ISBN 3-89669-537-1
- Sedmak, Clemens (Hrsg.): Option für die Armen. Freiburg-Basel-Wien 2005 ISBN 3-451-28777-3
- Wißmann, Hans und Diethelm Michel unter anderem: Armut. In: TRE 4 (1979), 69-121 (historische, religionsgeschichtliche und theologische Aspekte)
Weblinks
- Sitchwort "Armut" in: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 3., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2003
- "Hintergrund aktuell: Neue Armut in Deutschland" - Dossier der Bundeszentrale für politishce Bildung
- Reichtum und Armut als Herausforderung für kirchliches Handeln mit einem ausführlichen Versuch, den Armutsbegriff zu differenzieren
- Aus materieller wird "sozial-kulturelle Armut". Interview mit Paul Nolte
- Ursachen von Armut, Zahlen und Prognosen (deutsch)
- Armutsforschung der Weltbank (engl.)
- Social Watch Deutschland und International (vgl. Social Watch Deutschland)
- [LINK] UNDP Human Development Report
Belgien
- Zweijahresbericht 2005 [LINK]des Dienstes zur Bekämpfung von Armut, Prekären Lebensumständen und Sozialer Ausgrenzung [LINK]
- Artikelserie zu Armut und Reichtum in der Marktwirtschaft - und verbreiteten Illusionen darüber
- DIE ZEIT: Nur die Reichen werden reicher
- Armut als Bedrohung. Der soziale Zusammenhalt zerbricht Ein Memorandum der Loccumer Initiative kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
- Gewerkschaft für Erziehung und Bildung: Kommentar zum Armutsbericht 2005 der Bundesregierung
- Telepolis: Deutschland, dein Armutszeugnis
- Kinderarmut in Deutschland
- Verdeckte Armut in Deutschland
- Ase: Versteckte Armut. Zehn Millionen Deutsche sind bedürftig. In: Spiegel Online vom 18. Oktober 2006
Österreich
Schweiz
Armut in der Schweiz, Liste 13, Liste gegen Armut und Ausgrenzung. Die Bewegung der Erwerbslosen und Ausgegrenzten in der Schweiz, bietet auf Ihrer Homepage, Texte zur Armut an.Fußnote
pdc:Aarmut simple:Poverty
Diskussion der Autoren über den Artikel: Armut
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Der Standard
http://derstandard.at/?ress... geparkt."UNgeliebte armut" (Wolfgang Pucher): Alkoholiker nicht akzepiert, Vinzenz Gemeicnschaft Eggenberg.--Nerd 14:37, 25. Feb 2004 (CET)~
Ergänzt wurde:
Ergänzt wurde:Armut - als Geldmangel - hat den Verlust oder die Behinderung wichtiger gesetzlich zugesicherter Menschenrechte zur Folge wie Reisefreiheit, Niederlassungsfreiheit, Gesundheitsversorgung, Bildungs- und Informationsfreiheit, Freiheit der Berufswahl, sowie bei Obdachlosigkeit die Aberkennung des Wahlrechts. 213.221.69.44 00:43, 9. Apr 2004 (CEST)
- Durch Armut verliert man keine Menschenrechte. (Siehe auch Diskussion:Reisefreiheit, dem anonymen Benutzer wohlbekannt.) Die Behauptung, dass Obdachlosigkeit eine Aberkennung des Wahlrechts nach sich zieht, ist zu belegen, wenn sie in einem Artikel stehen soll (dann aber im richtigen: Obdachlosigkeit). --HenHei 17:02, 9. Apr 2004 (CEST)
de jure verliert man zwar keine Menschenrechte bei A., de facto allemal. Zu den oben aufgeführten Menschenrechtsverletzungen bei A. ist noch der Verstoß gegen Art. 1 GG aufzuführen, sprich Mißachtung der Menschenwürde bei Armut. --HorstTitus 12:46, 17. Sep 2006 (CEST)
Neuer Armutsbericht
Der neue Armutsbericht ist da: http://www.bmgs.bund.de/dow...
weblinks
ich halte 5 links als absolute obergrenze wie sie in weiten teilen der WP akzeptiert sind für durchaus sinnvoll. der leser sollte eine auswahl guter links bekommen die die meinungen zu einem thema von unterschiedlichen seiten beleuchten. Mehr ist sinnlos; denn es macht es unübersichtlich und google hat durchaus seine lebensberechtigung ...Sicherlich 08:48, 31. Aug 2004 (CEST)
- Leider ist es nun so, dass Google keine Gewähr dafür bietet zu einzelnen Themen auch Relevantes oder sinnvolles zu finden, insb. was die Abbildung vieler (insb. kritischer) Meinungen anbelangt. Redaktionell ausgewählte Links sind daher aus meiner Sicht unverzichtbar. Ich beobachte zunehmend bei Wikipedia, dass eine vermeintlich 'objektive' Darstellung mit der Verarbeitung kritischer Positionen kollidiert. Es sollte vermieden werden, dass WP zu einer nutzlosen Ansammlung von Positivismen wird. Nicht selten scheinen mir 'technische' Argumente vorgeschoben um eben einen solchen Positivismus zu befördern, aber ich kann mich natürlich irren.
- Man kann die Linsk natürlich auch in einen kommentierenden Absatz schreiben, wenn das dem Formalismus Genüge tut, ich habe aber den Eindruck, dass es darum nicht wirklich geht.
- --Mlxl 31. Aug 2004 (CEST)
- Wikipedia ist keine Link-Liste, da hat Sicherlich sicher recht (;-)). Deshalb muss man bei den Weblinks auswählen, wobei allerdings alle relevanten Perspektiven zur Geltung kommen sollten. Mal so als Anregung meine derzeitige Streichliste für diesen Artikel:
- http://www.armut.ch
- http://www.armutskonferenz....
- Armut und soziale Schieflage wachsen Sozialforscher stellen steigende Quoten schon vor Hartz-Reform fest (FR)
- Armut als Bedrohung. Der soziale Zusammenhalt zerbricht Ein Memorandum der Loccumer Initiative kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
- Ich kapiere immer noch nicht, warum bei einer so kurzen Liste nun partout was gestrichen werden muss. Die Links nach Österreich und in die Schweiz bringen die dortigen Aspekte ein, was bei einem deutschsprachigen Lexikon selbstverständlich sein sollte. Der Link zum Thema Hartz ist aktuell und die Loccumer Initiative eine breite Stellungnahme von Wissenschaftlern zum Thema. Also wie gesagt, ich sehe keinerlei Probleme in den Links. Ausserdem wer bestimmt, was 'relevant' ist zu einem Thema? Stimmen wir ab? Ich finde nach wie vor, dass ein System wie WP von zwei Dingen lebt: davon, dass es ein relativ breites Spektrum an Informationen 'aushält' und zum anderen, dass ich zu wichtigen Aspekten eben auch interessante Belege und weiterführende Dinge/Artikel finde, sozusagen redaktionell ausgewählt, wohingegen Google gute Chancen bieten eine ganze Menge Schrott zu liefern. Wegen mir kann man auch einen Absatz formulieren und den mit Links spicken. Gibt es eigentlich bei anderen Artikeln auch immer soviel Streit darum, was nun wie verlinkt werden darf? Also mich irritiert es ganz offen gestanden, dass seit ich mich hier verstärkt umtue regelmässig Links unter allen möglichen technischen, administrativen usw. Vorwänden in die Kritik kommen, die insb. herrschende neoliberale Dogmen angreifen und in Zweifel ziehen. Ich bezweifle stark, dass es sich dabei um einen Zufall handelt, sondern mindestens um das implizite Bedürfnis 'gesichertes' 'allgemeingültiges' Wissen zu haben, das nicht in Zweifel gezogen wird.
- Auf der Seite Wikipedia:Beobachtungskandidaten heisst es vieldeutig:
- Mit ökonomischem Sachverstand geschriebene Artikel werden bewusst oder unbewusst mit unwissenschaftlichen Ideen zersetzt.
- Auch tagespolitische Themen und Politiker sind vor Vandalen nicht sicher. Wissenschaftliche volkswirtschaftliche Bewertungen von Politikmaßnahmen werden durch unsachliche Argumentationen zersetzt.
- Was soll das heissen? Das kann heissen, dass diese Artikel von themenfremden Inhalten oder von Wünschen und Projektionen verfälscht werden, das kann aber auch heissen, dass es im Sinne von Hotte-Köhlers und anderer Ruck-Reden sozusagen EINE richtige wipol. Lehre gibt und anderes nur böse-ideologische Verwirrungen sind (wie Keynesianismus, Marxismus usw.). Die Kommentare mancher UserInnen von WP deuten exakt in diese Richtung so etwa derjenige, der die mangelnde Neutralität der Überalterung_Kritik bemängelte, weil dort nicht die übliche demografische Panikmache nachgebetet wird - inkl. des Kurzschlusses die Produkte der deutsche Versicherungs-Wirtschaft böten die kapitalgedeckte Lösung für die alternde Bevölkerung. Eine solche Auffassung wäre (ist) derart plump-positivistisch, dass man es kaum noch aushalten möchte. Ich würde behaupten, dass es so etwas wie ideologiefreie Wissenschaft nicht gibt, schon gar nicht im ökonomischen oder geisteswissenschaftlichen Bereich. Wenn ein Lexikon wie WP irgendeinen Sinn haben kann, dann doch nur den die verschiedenen Argumente und Strömungen vorzustellen und verstehbar zu machen. Und dazu gehören eben ggf. auch eine etwas grössere Menge weiterführender Links.
- --Mlxl 23:47, 1. Sep 2004 (CEST)
- " nicht selten scheinen mir 'technische' Argumente vorgeschoben " ... technisch gesehen passen da wahrscheinlich ein paar hundert Links hin ... aber wie schon erwähnt wir sind nciht google. Der Leser der auf WP kommt um sich über Armut zu informieren will wissen was das ist und ggf. was für standpunkte es gibt usw. zur Vertiefung einzelner Punkte des Artikels sollte ihm eine übersichtliche Anzahl Links zur Verfügung gestellt werden; dabei müssen unterschiedliche Standpunte dargestellt werden; aber ich glaube wohl kaum, dass ein leser in der WP alle links dazu sehen will und anklicke wird; er will wichtige Links; übersichtlich; nicht eine wurst von Links ... wenn er sosehr an dem thema interessiert ist wird er frher oder später zu google wechseln
- das thema der beobachtunskandidaten passt hier wenig und sollte dort diskutiert werden hier macht es das thema bretier als es ist; es geht um die Linksammlung und deren Menge ...Sicherlich 10:11, 2. Sep 2004 (CEST)
Ich habe jetzt zwei Weblinks entfernt: die kommentierte Linkliste konnte nicht gefunden werden und http://www.umverteilung.de/... konzentriert sich eher auf die Verteilung als auf Armut. Stattdessen habe ich einen (zwar englischen) Link über weltweite Armut eingefügt - um dem beschämenden Umstand ein wenig Abhilfe zu schaffen, dass sich die Links vor allem mit dem armen Deutschland beschäftigten und die wirklich Armen außen vor ließen. --HenHei 10:54, 21. Sep 2004 (CEST)
Armut weltweit
Den folgenden Absatz habe ich hierher verschoben, weil ich keine Belege dafür finden konnte. Weltweit kann eine positive Entwicklung beobachtet werden. So ging die Anzahl der weltweit Hungernden seit 1970 kontinuierlich zurück. Dies geht mit der Verringerung der in Armut lebenden einher, deren Anzahl sich trotz verdoppelter Bevölkerungszahlen seit 1950 von damals 1,2 Milliarden auf 650 Millionen im Jahr 2004 reduziert hat. Den Abschnitt: Auch wächst die Wirtschaft in den Entwicklungsländern im Zuge des Freihandels überproporzional stark. Jedoch sind regionale Aspekte zu berücksichtigen. So schotten sich einige Staaten ökonomisch ab, in anderen regiert Korruption und Krieg. habe ich ebenfalls heraus genommen. Gruß, --Sti 06:49, 12. Jan 2005 (CET)- Der Artikel stammt von mir. Ich hatte ihn sorgfältig recherchiert. Die Zahlenangaben stimmen. Leider kann ich jetzt keine Quellen mehr nachliefern. Ich glaube ich hatte die Angaben von Spiegel.de. Ich denke, Du wirst nichts dagegen haben, wenn ich den Absatz wieder einbaue. Stern Stern 12:48, 16. Jan 2005 (CET)
Ich habe nur kurz recherchiert (via Hunger) und folgendes gefunden: Die Zahl der Hungernden steigt. Betroffen sind vor allem Südasien und Afrika. Die Zahl der chronisch unterernährten Menschen ist weltweit auf über 840 Millionen gestiegen. Mitte der 90er Jahre wiesen die Statistiken der UNO noch Fortschritte im Kampf gegen den Hunger aus. In den im Jahr 2000 verabschiedeten Millenniumszielen hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Dieses Ziel ist mittlerweile in weite Ferne gerückt. Sowohl in Südasien als auch in Schwarzafrika machen Bevölkerungswachstum und nachlassende Wirtschaftskraft, aber auch Kriege und Aids die Erfolge im Kampf gegen den Hunger zunichte. Den FAO-Statistiken zufolge ist die Ernährungslage vor allem in China deutlich besser geworden – rund 60 Millionen Hungernde weniger binnen zehn Jahren. Rechnet man diese 60 Millionen aus den globalen Statistiken heraus, ergibt sich: In der übrigen Welt hat der Hunger deutlich zugenommen. Die meisten unterernährten Menschen leben in Indien, wo mit über 210 Millionen jeder fünfte Einwohner chronisch unter Hunger leidet. In China sind es den nationalen Statistiken zufolge „nur“ noch gut 135 Millionen – etwa elf Prozent der Bevölkerung. Besonders dramatisch ist die Entwicklung in Zentralafrika. In der Demokratischen Republik Kongo haben der Bürgerkrieg und die Immunschwächekrankheit Aids dazu geführt, dass dort heute drei Viertel aller Einwohner hungern, insgesamt fast 40 Millionen Menschen. Millionen Bürgerkriegsopfer sind von nahezu jeder Hilfe abgeschnitten, ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht. Weiter ausgebreitet hat sich der Hunger auch in vielen ehemaligen Sowjetrepubliken. Betroffen sind vor allem die zentralasiatischen Staaten Tadschikistan, Usbekistan und Kasachstan. Quelle: http://www.welthungerhilfe....
Noch aktueller: Chronic hunger plagues 852 million people worldwide. Hunger and malnutrition cause tremendous human suffering, kill more than five million children every year, and cost developing countries billions of dollars in lost productivity and national income, according to FAO's annual hunger report, The State of Food Insecurity in the World 2004 (SOFI 2004). Quelle: http://www.fivims.net/index...
Die Zahl der in Armut lebenden ist noch höher als die der Hungernden. Ich werde den Absatz also gelegentlich wieder löschen. --Gruß, Sti 18:09, 16. Jan 2005 (CET)
Lieber Stern, du fügst ohne Diskussion die umstrittene Passage wieder ein mit der Zusammenfassung "Nur weil die Zahlen manchen nicht ins Bild passen, gibt es keinen Grund sie zu entfernen, da sie ja stimmen." Was stimmt daran lt. welcher Quelle? Und was ist das für ein Stil? Fragt sich Sti 10:00, 17. Mär 2005 (CET)
- Ich werfe mal einfach ungefragt ein paar Quellen in den Raum:
Staatliche Verteilung
Im Artikel steht, es hätte sich die Auffassung durchgesetzt, Armut ließe sich durch staatliche Verteilung verringern. Das ist alles andere als Lehrmeinung. Staatliche Umverteilung dient dem Gegensteuern sozialer Härten. Ansonsten geht die Volkswirtschaftslehre im Sinne einer sozialen Marktwirtschaft davon aus, dass der Staat sich möglichst zurückhalten soll, da er ansonsten Leistungsanreize nimmt und Armut in der Breite der Bevölkerung erst entstehen kann. Auch ein keynesianischer Staatseingriff gilt zumindest langfristig als gescheitert, wenngleich auf diese Weise kurzfristig (kurz vor Wahlen :-) Erfolge erzielt werden können. Ich würde den Abschnitt daher gerne entfernen. Stern Stern 09:40, 23. Mär 2005 (CET)
- Hallo Stern, ich denke, die Aussage In Europa setzte sich im Zuge der Industrialisierung und der Auseinandersetzung um die Soziale Frage die Auffassung durch, dass Armut als Massenphänomen ein Ergebnis ökonomischer Verteilungsprozesse ist und durch staatliche Politik verringert werden kann. ist historisch richtig. Deshalb bin ich gegen ein Entfernen. Allerdings könnte hinzugefügt werden, dass diese Auffassung heute in den Industriestaaten nicht mehr modern ist. Deine Begründung müsste allerdings besser formuliert werden. Gruß, Sti 11:49, 23. Mär 2005 (CET)
Armutsgrenze in Deutschland
"Nach den EU-Kriterien für die Armutsgrenze (60 %) liegen die Armutsgrenzen demnach bei 730,20 Euro für den Westen und 604,80 Euro für den Osten."
Wie passen diese Angaben zum Armutsbericht von 2003? Quelle? http://www.bpb.de/wissen/8S... dort wird aus dem armutsbericht mit 940 bzw 800 EUR zitiert 84.137.44.193
Bedeutet das jetzt 730,20 € (604,80 €) pro Kopf oder pro Familie? Könnte das jemand, der sich auskennt klarstellen? --ALE! 00:28, 8. Apr 2005 (CEST)
- aus Äquivalenzeinkommen: Unter der Annahme, dass sämtliche Einkommen unter allen Haushaltsmitgliedern gleichmäßig geteilt werden, werden die Einkommen des gesamten Haushalts addiert und anschließend nach Haushaltsgröße gewichtet den einzelnen Haushaltsmitgliedern zugerechnet. Die zu dieser Berechnung verwendeten Äquivalenzskalen wenden teilweise unterschiedliche Gewichtungsfaktoren für Erwachsene und Kinder an.
Das durchschnittliche monatliche Nettoäquivalenzeinkommen bezeichnet den pro Kopf im Schnitt verfügbaren Geldbetrag. Es wird jedoch nicht der statistische Durchschnitt, sondern der Median verwendet, Extremfälle bleiben unberücksichtigt. Freundliche Grüße, --Sti 08:45, 8. Apr 2005 (CEST)
- Danke! Habe noch einen Hinweis zu den Gewichtungsfaktoren gefunden: http://www.destatis.de/pres...
- Das würde bedeuten, dass eine Familie mit einem Kind und einem Einkommen unter (1+0,5+0,3)*730,20 € = 1314,36 € unter der Armutsgrenze liegt. Oder habe ich jetzt etwas falsch gemacht?
- Grüße! --ALE! 09:22, 8. Apr 2005 (CEST)
--schon sehr bezeichnend für Wiki, daß die Hartz-Empfänger/innen als Arme erst garnicht auftauchen. Welch eine Absegnung bestehende Ausbeutung sowie repressiver Herrschaftsausübung hierzulande. Das ganze neoliberal-positivistisch "gewürzt". --HorstTitus 13:10, 17. Sep 2006 (CEST)
- Schon sehr bezeichnend, dass derjenige, dem Geld geschenkt wird, sich "ausgebeutet" fühlt, weil ihm nicht noch mehr geschenkt wird. Merke: ausgebeutet wird derjenige, der die Wertschöpfung in seiner Arbeitszeit geschaffen hat und dem der Staat die Hälfte davon stielt - nicht derjenige, der an der Beute beteiligt wird (=Harz IV - Emfänger). Für-Harz-IV-Empfänger-Frohndienst-Leister --217.224.66.84 15:36, 27. Nov. 2006 (CET)
Die Armutsgrenze wird hier immer wieder hin- und hereditiert. Können wir uns mal auf einen Wert einigen? IMHO sind die 730 völlig aus der Luft gegriffen. Bitte Quellen nennen! Benni Bärmann 14:41, 28. Nov. 2006 (CET)
Indikatoren der Ungleichheit
Lieber Stern, du fragst bei der Wiedereinfügung des Satzes: "Für die Beschreibung der Ungleichheit wird in den Sozialwissenschaften oft der Gini-Koeffizient oder das Atkinson-Maß als Indikator verwendet.": "wieso wurde der Satz entfernt?" Ich hatte ihn entfernt, weil ich denke, dass er nicht an diese Stelle passt, sondern eher in den Artikel Soziale Ungleichheit. Wobei ich selbstverständlich nicht bestreiten will, dass Armut auch etwas mit Ungleichheit zu tun haben kann, vgl. den Absatz "Ursachen". Geht es dir um die Wikilinks? Dann können wir sie vielleicht unter "Siehe auch" packen. Freundliche Grüße, --Sti 13:22, 19. Apr 2005 (CEST)
Das Problem scheint mir, dass "Relative Armut" halt etwas über Ungleichheit aussagt und nichts über objektive Armut. Insofern wären die obigen Indikatoren schon sinnvoll. Meiner Meinung nach gehört der Abschnitt 'Relative Armut' allerdings auch eher in den Artikel Soziale Ungleichheit. Er deckt sich nämlich nicht mit der einleitenden Definition: Armut ist die unzureichende Mittelausstattung zur Befriedigung der lebenswichtigen Grundbedürfnisse. In Industrieländern sind viele Menschen per definitionem 'relativ' arm, was aber noch lange nicht heisst, dass sie ihre lebenswichtigen Grundbedürfnisse nicht befriedigen könnten. --Sava 15:00, 19. Apr 2005 (CEST)
- der artikel heißt aber weder "absolute armut" noch "relative armut" daher würde ich beide arten im artikel lagern oder halt irgendwas auslager; die umlagerung in soziale ungleichheit fänd ich weniger gut, da ´relative armut ja auch nur ein teil der soziale ungleichheit ist ... beim Suchen nach relativer armut würde ich auf jeden fall "Armut" eingeben ...Sicherlich Sicherlich 16:53, 19. Apr 2005 (CEST)
Einleitende Definition
"Relative Armut" muss meiner Meinung nach im Artikel Armut erklärt werden. Aus Savas Einwand, dass die einleitende Definition dazu schlecht passt, schließe ich, dass diese einleitende Definition unzureichend ist. Freundliche Grüße, --Sti 21:17, 19. Apr 2005 (CEST)- Ich habe mal eine Änderung versucht. Wer kann eine Abgrenzung zu "Elend" machen? Freundliche Grüße, -Sti 22:23, 22. Apr 2005 (CEST)
- "den Mangel an Chancen, ein Leben zu führen, das gewissen Minimalstandards entspricht" IMO sehr sehr schwammig :( ... Mangel an Chancen; welcher Chancen? ... jemand der blind geboren ist hat nie die chance ein leben zu führen was dem mindeststandards entspricht .. finde ich .. ;) ... vielleicht irgendwas basteln in anlehnung an Hemmer 2002 "Wirtschaftsprobleme der Entwicklungsländer" .. er gibt keine direkte allgemein armutsdefinition aber sagt, dass es um Verteilungsnormen von Einkommen geht und selbige sollen gerecht sein, dabei kann man als gerecht die Gleichheit des Einkommensniveaus oder der Bedürfnisdeckung oder der Gleichheit an den individuellen Leistungen (Egalitätsprinzip, Bedarfsprinzip, Leistungsprinzip). Verteilungsdifferenzen die außerhalb eines von der Gesellschaft liegenden Toleranzbereiches liegen werden als (relative) Armut angesehen.
- Formulierung wäre z.B.
- "Armut ist die zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben unzureichende Mittelausstattung. Dabei gibt es die absoluter Armut welche das Überleben der Betroffenen gefährdet. Weiterhin gibt es die relative Armut welche eine Konstellation ist, bei welcher Betroffene im Vergleich zu anderen seiner Gesellschaft benachteiligt sind." (vgl. Hemmer, S. 79 - 91)
- ich fände es gut, das erstmal hier zu überlegen bevor es in den artikel gesetzt wird ...Sicherlich Sicherlich 01:17, 23. Apr 2005 (CEST)
- der unbekannte hat mit unterschrieben?! ... übrigens geht es wenn ich das richtig sehe im ganzen artikel um Armut im Sinne von unzureichenden Mitteln?! und nicht um armut an irgendwas anderem?! daher wäre wohl einkommen oder verfügbare Mittelausstattung die passende definition. Hier die Unterschrift: ...Sicherlich Sicherlich 10:16, 23. Apr 2005 (CEST)
- Entschuldige, Sicherlich, ich hatte nicht in die Versionsgeschichte geschaut und so nicht erkannt, dass nicht nur der Vorschlag zur Diskussion von dir kommmt, sondern auch die Absätze davor. Ich meine, dass Armut nicht nur materiell definiert werden sollte. Aber dazu ist diese Diskussion ja sinnvoll. Bin gespannt, was die anderen meinen. Freundliche Grüße, --Sti 10:34, 23. Apr 2005 (CEST)
- kein Problem ;) ...Sicherlich Sicherlich 10:42, 23. Apr 2005 (CEST)
- also wenn der Begriff "Armut" ganz umfassend beschrieben werden soll dann müsste es wohl heißen "Armut ist Mangel an etwas" ... Den es gibt verkehrsarme Gegenden, lichtarme räume usw. das ist aber IMO nicht was im artikel steht und wohl auch nicht was rein soll!?! wenn doch würde ich eine BKS vorschlagen ...Sicherlich Sicherlich 10:22, 23. Apr 2005 (CEST)
- leider scheint ja keiner mitzudiskutieren; daher nochmal die Frage; warum armut nicht materiell erläutern; der ganze artikel geht um armut in materiellem sinn; alternativ eine allumfassende Erläuterung und eine BKS; was ich aber eher semiwertvoll finde ;) ...Sicherlich Sicherlich 10:22, 29. Apr 2005 (CEST)
- Die aktuelle Definition "Mangel an Chancen, ein Leben zu führen, das gewissen Minimalstandards entspricht" ist nicht wirklich befriedigend. Auch ich bin der Auffassung, dass Armut materiell definiert werden sollte. Wobei mir etwas ähnliches vorschwebt wie Schubert/Klein, Das Politiklexikon: "A. ist eine Situation wirtschaftlichen Mangels" -- Sava 22:15, 7. Jun 2005 (CEST)
- wirtschaftlicher Mangel ist IMO nicht so glücklick; als wirtschaftlichen Mangel kann man auch den mangel an geld für neue Investitionsprojekte sehen ;o) ...Sicherlich Sicherlich 22:19, 7. Jun 2005 (CEST)
- stimmt, ohne weitere Erläuterung wäre das unzureichend. Die zitierte Definition geht natürlich auch noch weiter (Mangel an Mitteln zur Sicherung des Existenzminimums bzw. zur Bedürfnisbefriedigung). -- Sava 23:07, 7. Jun 2005 (CEST)
- wobei das IMO wieder mehr zu absoluter armut tendiert?! oder du musst bedürfnisbefriedigung wieder genauer definieren was dann wahrscheinlich auf nicht anderes als eine umformulierung der aktuellen einleitung hinausläuft? ...Sicherlich Sicherlich 23:13, 7. Jun 2005 (CEST)
- es gibt eben verschiedene Ansätze und für jeden Ansatz gibt es verschiedene Definitionen.
- Ob du jetzt die EU-Definition nimmst (Arm sind daher Menschen und Gruppen, die über so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedstaat, in dem sie leben, als Minimum annehmbar ist.) oder die nach dem Lebenslagenansatz (Unterversorgung in der Lebenslage, Definition Lebenslage: Spielraum den einem Menschen (einer Gruppe von Menschen) die äußeren Umstände nachhaltig für die Befriedigung der Interessen bieten, die den Sinn des Lebens bestimmen.), was ich auch für legitim halte, oder der Lebensstandardansatz (von Andreß/Lipsmeier), hier die Studie dazu oder eben der reine Ressourcenansatz (Arm ist, wer aus seinem eigenen Einkommen oder Vermögen nicht die zur Lebensführung erforderlichen Mittel schöpfen kann.) oder eine von euch vorgeschlagene.
- Diese Definitionen können alle nebeneinander bestehen, man sollte nur hinweisen, welche Gebiete die einzelnen Definitionen berühren und wann es sinnvoll ist, die einzelnen Definitionen zu rate zu ziehen. Dafür müsste ja auch jeder Ansatz erklärt werden usw. usw.
- Es fehlt halt an jemandem, der die Zeit hat das zu tun, denke ich, jedenfalls fehlt mir im Moment die Zeit. LaMadda 00:47, 8. Jun 2005 (CEST)
- naja wir brauchen eine kurze, knackige allumfassende Definition. Gleich in der einleitung alle möglichen facetten beleuchten zu wollen ist IMO nicht sinnvoll und sie auch alle nebeneinander zu stellen ist nur semiwertvoll ...Sicherlich Sicherlich 07:57, 8. Jun 2005 (CEST)
- diese definition entspricht doch IMO mehr oder weniger dem was schon drin steht?! die def sollte nur nicht abgleiten sodass man auch "Lichtarmut" etc. darunter fassen kann ;o) ... zu "Armutsrisikoquote" .. also kenne ich eher nicht und häufiger benutzt, nun gut das ich es nicht kenne ist nicht maßgebend, als orientierung kann man vielleicht google nehmen; Armutsrisikoquote = 268 treffer, relative Armut 4.060 treffer .. und ich bin auch der meinung der begriff relative armut kommt in wissenschaftlichen veröffentlichungen im allgemeinen vor?! ...Sicherlich Sicherlich 13:34, 8. Jun 2005 (CEST)
- nunja, ich denke nicht, dass man eine "knackige" Definition von Armut finden kann, die alle befriedigt. Manchmal ist es, denke ich, besser, zwei oder sogar noch mehr Definitionen nebeneinander stehen zu lassen, als eine Definition zu gebrauchen, deren Inhalt nicht den Punkt allgemeinen Einverständnisses trifft...oder sehe ich das falsch? Ich habe versucht, eine Definition zu finden, die mir alleine genügen würde...ich finde keine. Bei der EU-Definition sind mir die subjektiven Aspekte des Lebenslageansatzes (jeder entscheidet selbst, was für ihn der Sinn des Lebens ist, s.o.) nicht in ausreichendem Maß vorhanden, andererseits bietet die Definition nach dem Lebenslagenansatz keine "Griffigkeit" wie du sie dir vorstellst.
- Daher denke ich, dass die Definition einfach so lassen wie es dort steht und die einzelnen Ansätze schildern? Ich finde das mit der "Vielschichtigkeit" trifft es auf den Punkt.
- Die Bezeichnung "Armutsrisikoquote" ist eine politische...die EU hat sich geeinigt (wie gesagt, auf politischer Ebene) die 60% Grenze des Medians des Nettoäquivalenzeinkommens als "Armutsrisikogrenze" anzuerkennen. Die eigentliche Armutsgrenze liegt immer noch bei 50% des Wertes, es wird aber in staatlichen berichten zukünftig wohl nur auf die 60%-grenze verwiesen werden...ob jetzt die Leute, die weniger als 60% N.ä.e. haben oder weniger als 50% von "relativer Armut" betroffen sind liegt im Auge des Berichterfassers...LaMadda 21:53, 8. Jun 2005 (CEST)
- hmm LaMadda so ganz verstehe ich dich nicht :o( ... "ich denke nicht, dass man eine "knackige" Definition von Armut finden kann" --> das wäre nicht so toll aber kann sein ja ... " ... die Definition einfach so lassen wie es dort steht und die einzelnen Ansätze schildern ..." joh meine Meinung; nur weiß ich nicht ob wie jetzt wirklich das selbe meinen ;o) ... also ich denke; ganz oben eine möglichst knackgie kurze definiton (wobei knackig hier wohl eher relativ ist ;) ) und dann später in den unterartikeln zu relativer und absoluter armut in die details kriechen (und dann auch Armutsrisikoquote verwenden und dabei bitte erwähnen das das ein politischer begriff ist (und IMO noch keinen eingang in die wissenschaftlichen publikationen gefunden hat ... zumindest ist mir der begriff vor so ca. nem 3/4 jahr nicht weiter untergekommen wo ich mich mit afrika etwas intensiver beschäftigt habe (allerdings nur am rande mit armut!) ...Sicherlich Sicherlich 23:32, 8. Jun 2005 (CEST)
Einerseits stimme ich LaMadda zu, über Armut lässt sich nur sinnvoll schreiben, wenn man sie vorher im konkreten Kontext definiert hat. Der Definitionen gibt es viele, von daher wäre der erste Satz im Abschnitt 'Definitionen' (Der Begriff Armut entzieht sich wegen seiner Vielschichtigkeit einer allgemeingültigen Definition) vielleicht nicht der Schlechteste. Andererseits ist so ein Satz imho immer unbefriedigend für die Leser, die vielleicht nicht immer erst einen kompletten langen Artikel lesen wollen, sondern eben erstmal die 'knackige' Definition. Da ich aber im Moment auch keine Lösung anzubieten habe, komme ich zum Thema Armutsrisikoquote. Da der Begriff ja von BMGS und BpB benutzt wird, sollte er im zumindest Artikel Erwähnung finden, neben dem doch bekannteren der relativen Armut) . Das Problem ist nur: Auf der Seite, auf die RainerSti verweist, steht folgendes:
- Konkret heißt das: In Haushalten, deren bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des Median beträgt, besteht ein Armutsrisiko. Und kurz danach:
- Haushalte, deren bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des Median beträgt, gelten als arm. Das heißt hier befindet sich die Armutsrisikogrenze.
Die Frage, die ich mir stelle: Ist man jetzt unter dieser Grenze arm oder von Armut bedroht? Oder soll das dasselbe sein? Oder verstehe ich da etwas ganz falsch? Die von LaMadda beschriebene Unterscheidung (unter 50% arm, unter 60% armutsbedroht) wäre nachvollziehbar, aber davon finde ich hier nichts? --Sava 00:35, 9. Jun 2005 (CEST)
- ->also ich denke; ganz oben eine möglichst knackgie kurze definiton (wobei knackig hier wohl eher relativ ist ;) ) und dann später in den unterartikeln zu relativer und absoluter armut in die details kriechen: eben keine kurze und knackige Definition sondern eben nur ein Verweis darauf dass es aufgrund seiner Vielschichtigkeit --- etc. Zur Definition kann man sich dann die einzelnen Punkte anschauen (kurzer Abriss oben, in etwa: Ressourcenorientierte Armutsforschung betrachtet nur das Einkommen, Lebenlagenansatz bezieht daneben auch noch soziale und kulturelle Komponenten ein sowie die subjektive Sichtweise etc.) und dann als Unterpunkte die verschiedenen Forschungsansätz en detail.
- ->zumindest ist mir der begriff vor so ca. nem 3/4 jahr nicht weiter untergekommen wo ich mich mit afrika etwas intensiver beschäftigt habe: Das ist richtig, den Begriff gibt es noch nicht so lange. "Armutsrisikoquote" wirst du auch in Zusammenhang mit Afrika nicht finden, da es ein Begriff aus dem Bereich der "relativen Armutsforschung" ist und in Afrika die relative Forschung hinter der absoluten sehr sehr weit zurücksteht.
- ->In Haushalten, deren bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des Median beträgt, besteht ein Armutsrisiko...: Hier kann man erkennen, dass die Bundesregierung in diesem Bericht den Lebenslagenansatz stärker gewichtet hat (mit dem Begriff "Armutsrisiko), denn in diesem Begriff steckt ja quasi drin: Einkommen macht noch nicht Armut aus, da muss noch etwas hinzu kommen. Der zweite Teil deines Zitates bezieht sich dann wieder auf den Armutsbegriff des Ressourcenansatzes. Eigentlich muss es heissen: ...gelten als einkommensarm.
- ->Andererseits ist so ein Satz imho immer unbefriedigend für die Leser, die vielleicht nicht immer erst einen kompletten langen Artikel lesen wollen, sondern eben erstmal die 'knackige' Definition.: Manchmal kann man den Lesern auch nicht alles recht machen...wenn man einen einigermaßen wissenschaftlichen Anspruch hat ;)
- Mein Vorschlag, bzw. so ist das Thema bei mir mental gegliedert: Einleitenden Satz so lassen wie er im Moment ist. Dann
- Ressourcenansatz (Definition, relative Armut, absolute Armut, Armutsgrenze(n), Armutsrisikoquote, etc. eben alles was mit rein materiellen Ansätzen zusammenhängt)
- Lebenslagenansatz (Definition, Detail, Probleme, Spielraumdefinitionen etc.)
- evtl. weitere Ansätze en Detail (Lebensstandardansatz Andreß/Lipsmeier o.ä.)
- Ursachen
- Ausmaß
- evtl noch etwas zur (zunehmenden) Kinderarmut
- etc.etc.
- huch gerade sehe ich, dass der HDI-Ansatz der mit den lebenslagen ist ... na ich weiß ja mehr als gedacht ;o) ... aber zum thema; also joh die gliederung scheint mir okay; aber ist ja auch schon so drin im artikel? .. das mit der Umwelt würde ich "rauswerfen" (woanders reinbauen; bei ausmaß vielleicht?!) ; also zumindest bisher ist kaum genug da als das es einen eigene überschrift rechtfertigt!?!...
- die Kinderarmut (wobei das ja auch "zu wenig Kinder" heißen kann ;O) ) würde ich extra fassen weil das viel sein kann .. zu Altersarmut gibt es schon einen (grottenschlechten und von mir erstmal entschwurbelten) Artikel.
- hohe ansprüche an wissenschaftlichkeit; jaein ;O) .. wichtig ist daran zu denken wer hier die leser sind; das macht es im vergleich zu wissenschaftlichen arbeiten viel schwieriger; es gibt geringes und hohes Bildungsniveau; also der Oma-Test muss her. Es gibt Sozial-, Wirtschafts-, Poltik- und noch viele andere Wissenschaftler; die haben alle andere ansichten und verständnisse ;) ... also der wissenschaftliche ansatz darf hier ruhig rein; aber man muss halt viel viel weiter denken als im "normalen" Leben ;) ...Sicherlich Sicherlich 07:35, 9. Jun 2005 (CEST)
- Hallo LaMadda, für mich hört sich das sehr sinnvoll an. Grundsätzlich habe ich ebenso hohe Ansprüche an die wissenschaftliche Korrektheit wie an die Verständlichkeit des Textes. Mit einem flachen Ball könntest du da einen Volltreffer landen ;-) Freundliche Grüße, --Sti 08:18, 9. Jun 2005 (CEST)
- Hallo zusammen, habe die Diskussion nicht vergessen, nur leider im Moment zu wenig Zeit um mich dran zu setzen, das ganze (für meine Begriffe) ordentlich auf die Reihe zu bringen; das wird (aufgrund von Prüfungen zu eben diesem Thema) wohl auch in nächster Zeit nichts werden - 3-4 Wochen wird es dauern. Bis dahin schaue ich aber weiter ´rein und gebe meinen Senf dazu ;) LaMadda 14:27, 14. Jun 2005 (CEST)
Lesenswert-Diskussion (abgelehnt)
Pro Wahl -- ein umfangreicher, informativer und angenehm zu lesender Artikel. WernerHerdecke 04:17, 7. Jun 2005 (CEST)- abwartend, manchmal schlecht zu lesen, bis auf diesen Satz: Das Gegenteil von Armut ist Reichtum ;-) --Atamari 20:52, 7. Jun 2005 (CEST)
- pro Text gibt gut wieder was man unter dem Begriff versteht. --Zahnstein 09:02, 9. Jun 2005 (CEST)
- abwartend, mir ist unverständlich, wieso die Definition der "absoluten Armut" einem veterinärmedizinischen Ansatz folgt. --Thorbjoern 13:16, 11. Jun 2005 (CEST)
- Contra: Armut ist an die Notwendigkeit gebunden, seinen Lebensunterhalt durch Geld zu bestreiten, was zB . in einer Subsistenzwirtschaft nicht notwendigerweise so ist. DIe "Produktion von Armut" wird auch nicht angesprochen.--13:49, 11. Jun 2005 (CEST)
- contra:teilweise auch noch zu kurz, z.B. absolute Armut.--G 12:01, 13. Jun 2005 (CEST)
Toter Weblink
Bei mehreren automatisierten Botläufen wurde der folgende Weblink als nicht verfügbar erkannt. Bitte überprüfe, ob der Link tatsächlich down ist, und korrigiere oder entferne ihn in diesem Fall!
--Zwobot 19:51, 21. Jan 2006 (CET)
- Aktualisiert. --HenHei 22:20, 21. Jan 2006 (CET)
Zum Begriff "sozial schwach"
hallo, das lemma sozial schwach wurde nach einer kontroversen diskussion gestern nacht von einem admin gelöscht mit der bemerkung, dass es im lemma Armut untergebracht werden könne. ich habe Schwarze feder/Sozial schwach eine sammelgrube eingerichtet, die im wesentlichen aus dem alten lemma besteht. lieben gruß, -- Schwarze feder 15:49, 25. Feb 2006 (CET)- ich habe die zwischenüberschrift im Artikel entfernt; Überschriften ohne nachfolgenden text machen wenig sinn ...Sicherlich Sicherlich 16:36, 25. Feb 2006 (CET) PS: die bemerkung beim löschen es solle in Armut eingebaut werden sehe ich nicht
- hallo sicherlich, hier ist der link mit der empfehlung (er hat nicht von sollen, sondern von könnte gesprochen) vom admin: Wikipedia:Löschkandidaten/15. Februar 2006#sozial schwach (gelöscht). ich warte nur noch darauf, dass er mir das ehemalige lemma in meinen namensraum schiebt. sicherlich machen überschriften ohne nachfolgenden text keinen sinn. lieben gruß -- Schwarze feder 17:02, 25. Feb 2006 (CET)
- naja, dann zitiere ich mich mal selbst - unfein, aber korrekt ;) (vgl. unter dem o.g. link): der "Content" könnte allerdings vielleicht den Artikel Armut bereichern - der Konjunktiv war kein Zufall, und mein Hinweis - nun ja, ein Hinweis, keine Vorwegnahme der Diskussion hier. Gruß --Rax Rax 21:16, 25. Feb 2006 (CET)
- okay, hm, die sammelgrube mit anmerkungen zum begriff "sozial schwach" ist jetzt angefüllt. aber wie weiter? hat jemand vorschläge? ich werde mich erst morgen wieder ransetzen. cu -- Schwarze feder 21:36, 25. Feb 2006 (CET)
Armut muss nicht zwangsläufig gleichbedeutend sein mit Sozialer Schwäche oder Sozialer Inkompetenz! Dies ist ein weitläufiger Irrtum, insbesondere in der deutschen Gesellschaft! [DeLa]hallo dela, du kannst einfach mit zwei bindestrichen und vier tilden unterschreiben. hier steht wie und warum es so gehandhabt wird.-- Schwarze feder 18:00, 7. Mär 2006 (CET)
- das sehe ich genauso. -- Schwarze feder 17:56, 7. Mär 2006 (CET)
Jahreszahl
Unter „Armut weltweit“ wird in der Überschrift der Tabelle angegeben: „Die höchste Armut weltweit (2003)“. Zwei Zeilen darunter wird jedoch geschrieben: „Quelle: Handelsblatt - Die Welt in Zahlen (2005)“. Welche Jahreszahl stimmt denn nun für die Länder in der Tabelle? --87.123.104.139 10:43, 11. Mär 2006 (CET)
Armut als erstrebenswertes Ziel
Dieser Artikel enttäuscht mich zutiefst! Es fehlt vollständig eine Auseinandersetzung mit positiven Assoziationen zu Armut.- Seit Jahrhunderten verfolgen die Bettlerorden (Franziskaner, Kapuziner und Minoriten) mehr oder weniger das Ziel der Armut.
- Jesus von Nazaret lebte nach dem Gebot der Armut
- die erste der Seligpreisungen in der Bergpredigt widmet sich den Armen:
- Mt 5,3 Er sagte:Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich.
- Im Buddhismus, insbesondere der Zen-Buddhismus hat eine kritische Einstellung zum Besitz
- Mahatma Gandhi verzichtete in seiner Wirkzeit auf weltlichen (materiellen) Besitz
Das kann doch wohl nicht alles ignoriert werden?!? Leider interessiert mich dieses Thema nur persönlich, habe aber keine tiefergehende Kenntnis dieser Materie.
Bitte möge sich jemand finden, der hier was dran macht. --Guisquil 15:37, 13. Mär 2006 (CET)
- du? ...Sicherlich Sicherlich 16:58, 13. Mär 2006 (CET)
- nicht so gerne,... ich habe doch gesagt: Interesse, aber kein tiefer gehende Kenntnis. Wäre wahrscheinlich nicht Enzyklopädie sondern meine persönliche Perzeption. --Guisquil 11:24, 14. Mär 2006 (CET)
- so wird das dann aber nichts. Wikipedia:Sei mutig, muss ja nichts perfektes sein. wenn da was steht, wird es sicherlich ergänzt, korrigiert, gestrichen - in jedem fall geht es dann weiter... -- Schwarze feder 13:13, 14. Mär 2006 (CET)
Armut in den Entwicklungsländern
Ich habe mal meinen PW-Hefter aus der 13. Klasse mit meinem Freund auf meiner Queryzo/Entwicklungsl%C3%A4nder aufgearbeitet. Schaut mal rein und entscheidet ob man den Abschnitt "Ursachen der Armut" in diesen Artikel ein wenig mit einarbeiten sollte. Vielleicht in Ahnlehnung an die bereits vorhanden Punkte "Armut in den USA" usw. --Queryzo Queryzo 13:04, 15. Mär 2006 (CET)
- Hab das Ganze jetzt mal in Entwicklungsländer eingearbeitet. Da Dopplungen ja zu vermeiden sind, erübrigt sich mein Vorschlag. --Queryzo Queryzo 21:34, 4. Mai 2006 (CEST)
Brutto oder Netto
Bei den Einkommenswerten, die im Artikel angeführt sind fehlt mir der Hinweis, ob diese Werte brutto oder netto zu verstehen sind. Kann mir da jemand Auskunft geben?--Don giovanni 19:22, 17. Apr 2006 (CEST)
- du meinst die zahlen für armutsgrenzen? netto ...Sicherlich Sicherlich 08:17, 5. Mai 2006 (CEST)
Ursachen
Es scheint zu sein, daß Armut nur von 'objektiven' Faktoren abhängig ist, und der Mensch als fatalisches Opfer des Spiels der Kräften von Märkten und Big Power.
Armut ist in Indien nicht immer als Faktische Situation an zu sehen, aber auch teilweise von Ideologie geprägt (Reichtum ist selbst kein Wert sich).
Darum müßte due subjektiven Faktoren einbezogen werden und auch teilweise menschliche Faktoren wie Einsichten, modus vivendi etc. erwähnt werden. Sonst kann man glauben, daß alles Zufall ist und gar nicht zu verändern möglich. --Vikipedija 23:42, 11. Jul 2006 (CEST)
Armutsgrenzen
Bei der international anerkannten absoluten Armutsgrenze wird etwas leider viel zu oft vergessen: Es handelt sich hierbei um 1 PPP-US$ (Kaufkraftparität) zu Preisen von 1990 pro Kopf pro Tag, zu deutsch: die Armutsgrenze liegt da, was sich ein Mensch in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1990 für einen US-Dollar pro Tag leisten konnte (Vgl. bspw. in diesem Interview Seite 3, Spalte 3.) Diese Armutsgrenze findet aber immer weniger Beachtung. Wichtiger sind Ernährungswerte und ähnliches. (Ich wäre auch glücklich darüber, wenn jemand herausfinden könnte, ob und wie gegebenenfalls Subsistenzproduktion (und deren allfällige Zerstörung durch die Folgen der Globalisierung) in die Berechnung bzw. Schätzung der Armutszahlen eingegangen ist. (ludonaut))
Warum werden HartzIV Empfänger eigentlich bei "Absoluter Armut" aufgeführt? Für die betroffenen der absoluten Armut (auch in Deutschland) ist dies beleidigend. Auch die Formulierung "ausgesprochen arm" hat nichts mit absoluter Armut zu tun, aus diesem Grunde, werde ich diesen Abschnitt löschen. Entweder jemand ist "absolut arm" oder nicht. Die Erweiterung um "ausgesprochen arm" oder nicht, widerspricht den Richtlinien von Wikipedia und stellt eine Meinungsäußerung dar, keine sachliche Beschreibung.
marxistische Betrachtungsweise
Arm sind alle, die keine eigenen Mittel zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts besitzen. "In einem grundsätzlichen Sinn sind alle Lohnarbeiter arm, ganz gleich welches aktuelle Lohneinkommen sie gerade beziehen, weil ihr Lebensunterhalt von einem fremden Willen und fremden Interessen abhängt. Ihr Einkommen hängt davon ab, daß ein Kapitalist ihre Arbeitskraft kauft und ihnen so den Lebensunterhalt zahlt. Es ist falsch, alle Lohnarbeiter für arm im gewöhnlichen Sinne zu halten. In dem Begriff des freien Arbeiters liegt schon, daß er ein Armer ist, ein potentieller und unsichtbarer Armer. Er ist seinen ökonomischen Bedingungen nach, bloßes lebendiges Arbeitsvermögen....Bedürftigkeit nach allen Seiten hin. Als Arbeiter kann er nur leben, soweit er sein Arbeitsvermögen gegen den Teil des Kapitals austauscht, der den Lohnfond bildet. Dieser Austausch selbst ist an für ihn zufällige, gegen sein organisches Sein gleichgültige Bedingungen geknüpft. Er ist also potentieller, unsichtbarer Armer". Marx, Grundrisse der ..., "Durch die Akkumulation des Kapitals wirkt eine allgemeine Tendenz, auch die Zahl der sichtbaren Armen zu vermehren. Die sichtbare Armutsbevölkerung bildet das Invalidenhaus der aktiven Arbeiterarmee und das tote Gewicht der industriellen Reservearmee. Sie gehört zu den toten Kosten der kap. Produktion, die das Kapital von sich...auf die Schultern der Arbeiterklasse und der leinen Mittelschicht abwälzt." Marx, Kap. I, Je größer der gesellschaftliche Reichtum, das funktionierende Kapital, desto größer die industrielle Reservearmee. Je größer diese, desto größer deren Elend. --HorstTitus 13:26, 17. Sep 2006 (CEST)
Fehlerteufel: betrifft "Armut in Deutschland": 730, nicht 930. Danke
Auf der Liste der ärmsten Länder ist Madagaskar 2mal aufgeführt, einmal auf Platz 6 und einmal auf Paltz 13 MFG E. Antoni



