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Der Artikel Artus gehört zur Kategorie: Mittelalter (Literatur), Artusepik, Sagengestalt, Stoffe und Motive
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Statue König Artus' am Grabmal Kaiser Maximilians I. (Peter Vischer, 1512) Bildherkunft |
Artus (engl. Arthur), ist ein sagenhafter britischer König, der um 500 gegen die eindringenden Angeln und Sachsen gekämpft haben soll, auch wenn wohl auch ältere und jüngere Elemente Spuren in der Sage hinterlassen haben.
Die meisten Geschichten um König Artus, wohl erstmals erwähnt in walisischen Dichtungen des 6./7. Jahrhunderts, gehen teilweise auf keltische Märchen und Fabeln zurück, haben aber wahrscheinlich auch historische Grundlagen (siehe unten), während das Motiv der Tafelrunde erstmals in Waces „Roman de Brut“ (= Roman über Brutus) um 1155 auftaucht.
Artus wird besonders seit der Historia Regum Britanniae („Geschichte der Könige Britanniens“) des Geoffrey of Monmouth (um 1135) Stoff zahlreicher französischsprachiger höfischer Versepen und Prosaromane. Diese französisch-englische Artusepik befruchtet vom 12. bis zum 14. Jahrhundert die volkssprachigen Literaturen fast ganz Europas.
Artus ist eine wichtige Person in der Mythologie Britanniens („Matière de Bretagne“) – vergleichbar in der literarisch inspirierenden Bedeutung sind allenfalls die Geschichte um den Kreuzritter König Richard Löwenherz und Robin Hood – und wird mit anderen Mythen wie den Sagen um Merlin, um den Heiligen Gral und die Wilde Jagd in Verbindung gebracht.
Die Artussage
Die Artussage wurde in verschiedenen mittelalterlichen Dichtungen nacherzählt und ausgeschmückt. Hier wird die „Standard-Version“ der Sage nacherzählt, das heißt, weder sind alle hier erzählten Begebenheiten in allen Dichtungen zu finden, noch sind hier alle in Dichtungen erzählten Begebenheiten erzählt. Die wichtigsten unter den einzelnen Werken sind in der Medienliste zu Artus, Merlin und dem Gral zu finden.Entstehung und Inhalt der Artussage
Die Artussagen dürften folgendermaßen entstanden sein: Im späten 5. Jahrhundert flüchteten viele Briten vor der Sachseninvasion auf das Festland, in die heutige Bretagne, und beeinflussten die bisherigen Bewohner kulturell. Um 1066 kamen die Bretonen mit den normannischen Eroberern nach England, wodurch die national-britische Tradition wieder belebt wurde. Die insel- und festlandkeltischen Traditionen verdichtete sich dann im späten 11. Jahrhundert zu einer einzigen Sagengestalt, die Geoffrey von Monmouth weiterentwickelte.Der anglonormannische Dichter Wace schrieb eine Reimchronik (Roman de Brut) über die „Geschichte Britanniens“ in altfranzösischer Sprache, die auf dem Werk des Geoffrey of Monmouth basiert und erweiterte sie um einige fantasievolle Motive wie zum Beispiel die Tafelrunde oder die Entrückung Arthurs nach Avalon. Zumindest Letzteres war keine neue Idee: Reisen von lebenden Personen in eine andere Welt waren ein fester Bestandteil der keltischen Mythologie.
Wace erzählt über Arthurs Leben Folgendes: Arthur war der Sohn von Uther und Igraine und wurde mit 15 König von England und Wales. Seine Ritter versammelte er an einem runden Tisch, um Rangstreitigkeiten zu vermeiden. Gegen die Sachsen führte er zahlreiche erfolgreiche Abwehrschlachten und gegen Irland, Island, Norwegen und Gallien Eroberungskriege. In Gallien besiegte er den römischen Tribun Frollo und hielt in Paris Hof. Er heiratete Guinevere, eine Tochter aus einer edlen römischen Familie. In der „Stadt der Legionen“ (Carlion) hielt er einen Hoftag für ganz Europa ab. Wegen seiner Angriffe auf das römische Imperium wurde er von Rom herausgefordert und erschlug auf dem Weg dorthin den Riesen vom Mont St. Michel. Die entscheidende Schlacht gegen die Römer gewann er bei Saussy. Beim Zug nach Rom erhielt er die Nachricht, dass sein Neffe Mordred daheim die Herrschaft übernommen und die Königin in seinen Besitz gebracht hatte. Arthur kehrte zurück und gewann zwei Schlachten gegen Mordred, bei der dritten fiel Mordred und Arthur wurde lebensgefährlich verwundet. Er wurde zur Genesung auf die Insel Avalon gebracht. Was den Tod Arthurs betrifft, hielt sich Wace an die Mythologie von Merlin, dem Zauberer: Er zweifle am Tode Arthurs.
Später wurden die Sagen um König Artus mit anderen Sagen (u. a. der Gralssage) verknüpft und entwickelten sich von einem Lebensbericht eines (möglicherweise) realen Mannes zu einer Sammlung von Heldentaten und der Beschreibung eines idealen Königs, wie ihn sich viele wünschten.
Einige Versionen unterscheiden sich in der Schilderung sittlichen Verhaltens. Während in der vornehmen Fassung Artus das Kind Uthers und seiner Frau ist, Mordred der Neffe Artus' und Lancelot Guinevere einfach nur verehrt (Minne), besucht Uther in der vulgären Fassung die Frau eines Herzogs in dessen Gestalt, Lancelot und Guinevere begehen Ehebruch und Mordred (manchmal auch Lancelot) ist der Sohn Arthurs und seiner Schwester Morgan le Fay.
Am Endpunkt der Ausschmückungen stellte sich die Sage etwa so dar: Artus wurde als Säugling von Merlin von seinen Eltern weggeholt und von seinem Freund Antor zusammen mit dessen Sohn Kay erzogen. Artus hält sich für den Sohn Antors. In Roberts de Boron Merlin, später gefolgt von Thomas Malory, erhielt Artus den Thron, nachdem er ein Schwert aus einem Stein oder einem Amboss gezogen hatte. In diesem Bericht konnte diese Tat nur durch den „wahren König“ vollzogen werden, was den vorausgesagten König und wahren Erben von Uther Pendragon bedeutete. Dieses Schwert war vermutlich das berühmte Schwert Excalibur und seine Identität wurde später in der so genannten Vulgate Merlin beschrieben. In der Post-Vulgate Merlin's Continuation steht jedoch geschrieben, dass Excalibur von einer Hand, die aus einem See kam, entgegengenommen wurde und es Artus von einer jungfräulichen Zauberin kurz nach seinem Regierungsbeginn gegeben worden war. Diese durch spätmittelalterliche Schriftsteller verfasste Geschichte von der Herrin vom See machte die Artuslegende noch konfuser. In dieser Post-Vulgata-Version konnte die Klinge durch jedes Material schneiden und seine Scheide machte den Träger unsichtbar, nach anderer Überlieferung unverwundbar. Gegen den Rat Merlins, der Unglück voraussieht, heiratet Artus Guinevere, die manchmal die Tochter des Königs eines Nachbarreiches ist. In den Versionen der Sage, die mit dem beginnenden 12. Jahrhundert populär wurden, ruft Artus die Ritter der Tafelrunde zusammen (Iwein, Erec, Lancelot, Gawain, Galahad und andere). An seinem Hof, der am häufigsten in Camelot gehalten wird, kann auch der Zauberer Merlin und Parzival gefunden werden. Diese Ritter beschäftigten sich mit fabelhaften Suchen, wie zum Beispiel nach dem Heiligen Gral, oder der Jagd auf das "Questentier" Glatisant. Andere Geschichten aus der keltischen Welt wurden mit Artus assoziiert, wie die Sage von Tristan und Isolde. Merlin beschützt ihn bei all seinen Unternehmungen, bis er von seiner Geliebten zurückgehalten wird (Siehe Merlin). Danach werden fast keine Großtaten König Artus' mehr berichtet. Die Romanze zwischen Artus' Held Lancelot und der Königin Guinevere ist der zentrale Grund für den Fall der Welt Artus': Guinevere soll wegen eines Ehebruchs mit Lancelot (nach anderen Angaben, weil sie einem der Ritter angeblich einen vergifteten Apfel geschenkt hatte) auf dem Scheiterhaufen hingerichtet werden. Lancelot befreit sie und tötet dabei zwei Brüder Gawains, eines guten Ritters und Bruder (in anderen Quellen: Halbbruder), der zuvor ein guter Freund Lancelots war. Dieser schwört Rache. Obwohl sich Artus später wieder mit Guinevere versöhnt, verfolgt sein Heer auf Gawains Drängen hin den aus der Tafelrunde ausgestoßenen Lancelot. Gawain verzeiht Lancelot, da dieser ihn in einem Zweikampf besiegt und ihn dennoch nicht tötet. Trotzdem ist die Krise noch nicht zu Ende. Artus erhält Nachricht, dass Mordred mit dem Vorwand, Artus sei tot, Guinevere zur Frau genommen hat und sich nun "König Britanniens" nennt. Artus kehrt nach Hause zurück. Schließlich tötet er Mordred in der Schlacht von Camlann, ist aber selbst tödlich verwundet. Er bittet einen der letzten Ritter, die noch am Leben sind, sein Schwert, das er von der "Dame vom See" erhalten hat, dieser zurückzugeben, was er, nachdem er mehrmals versucht hat, ihn zu belügen und das Schwert zu behalten, auch tut. Dann wird Artus von drei Priesterinnen der Andersweltinsel Avalon abgeholt. Ob er dort stirbt oder überlebt, wird in den meisten Sagen nicht näher erklärt.
Lange Zeit glaubten jedenfalls die Briten - und nicht nur sie - an eine Wiederkehr Arthurs (vergleiche Friedrich Barbarossa). Arthur war ein Idol der Waliser, die gegen die Engländer rebellierten.
Und im 12. Jahrhundert noch fragte der Gelehrte Alanus:
- „Wo ist ein Ort innerhalb der Grenzen des Christenreiches,
- zu dem die beflügelten Lobpreisungen des Briten Artus
- noch nicht gelangt ist?
- Geht und verkündet, dass Artus tot sei. Ihr werdet kaum
- unbeschädigt davonkommen, ohne von den Steinen eurer Zuhörer
- zerschmettert zu werden“.
König Artus und der Heilige Gral
König Artus wird immer wieder mit dem Heiligen Gral in Verbindung gebracht. In einer Fassung der Sage soll der „Runde Tisch“ immer an dem Königshof gestanden haben, dessen Ritter nach dem Gral suchten. Das sei zuerst Uther Pendragon gewesen, dann Guineveres Vater Leodagan und schließlich Artus.
In der anonym überlieferten Dichtung Quête du saint Graal, die Teil des Prosa-Roman-Zyklusses Lancelot-Graal (geschrieben um 1215/30) ist, fanden schließlich drei von Artus' Rittern, nämlich Perceval, Bors und Galahad, der Sohn Lancelots, den Gral und brachten ihn an seinen Platz in einer Kirche im Nahen Osten.
Geschichte der Artussage
Früheste Überlieferungen von Artus
Artus wird das erste Mal in walisischer Literatur erwähnt. Im frühesten überdauerten walisischen Gedicht, dem Y Gododdin, schreibt der Dichter Aneirin (etwa 575 bis 600) über eine seiner Personen, dass sie „schwarze Raben über Wälle führte, obwohl sie nicht Artus war“. Aber dieses Gedicht, wie es im Moment existiert, besteht aus vielen Interpolationen und es ist nicht möglich zu entscheiden, ob diese Passage nicht ein Einschub aus einer späteren Periode ist.
Eine andere frühe Referenz zu Artus ist die Historia Brittonum („Geschichte der Briten“), die (was aber ziemlich sicher widerlegt werden kann) dem walisischen Mönch Nennius zugeschrieben wird, über den gesagt wurde, dass er die frühe walisische Geschichte um das Jahr 830 erfasst hat. In seiner Arbeit wird Artus als 'Anführer von Schlachten' bezeichnet, nicht als König. Artus erscheint auch in der walisischen Fabel Culhwch und Olwen, einer Erzählung, die üblicherweise mit dem Mabinogion assoziiert wird.
Später erwähnen Teile der Trioedd Ynys Prydein (Walisische Triaden) Artus und legen seinen Hof nach Celliwig, das in Cornwall liegt. Celliwig wurde von älteren cornischen Altertumsforschern mit Callington identifiziert, aber Rachel Bromwich, der letzte Bearbeiter der walisischen Triaden, setzt es mit Kelly Rounds, einer Höhenbefestigung in der cornischen Gemeinde von Egloshayle gleich.
König Artus wird manchmal (statt dem Jäger Herne) auch als Führer der Wilden Jagd bezeichnet, nicht nur auf den britischen Inseln, sondern auch in der Bretagne, Frankreich und Deutschland.
Ausbreitung der Artussage und Artusromantik
1133 erstellte Geoffrey von Monmouth ein Manuskript, die Historia Regum Britanniae. Dieses Werk war das mittelalterliche Äquivalent eines Bestsellers und half, die Aufmerksamkeit anderer Schriftsteller wie Wace und Layamon auf diese Geschichten zu lenken, welche die Geschichten um Artus daraufhin erweiterten.
Während viele Gelehrte glauben, dass Geoffrey die Quelle der mittelalterlichen Bedeutung Artus' ist, argumentiert mindestens einer, Roger S. Loomis, dass viele der Sagen um Artus eigentlich aus bretonischen mündlichen Überlieferungen stammen, die über die königlichen und adligen Höfe Nordfrankreichs und Britanniens durch professionelle Geschichtenerzähler (Jongleurs) verbreitet wurden. Der französische Dichter Chrétien de Troyes arbeitete nach der Mitte des 12. Jahrhunderts Geschichten aus dem Mythos in eine literarische (Roman-)Form um, wie auch Marie de France es in ihren kürzeren Erzählgedichten (Lais) tat. Auf jeden Fall scheinen die Geschichten dieser zwei teilweise unabhängig von dem zu sein, was Geoffrey von Monmouth schrieb.
Der Artusmythos breitete sich, zunächst mit den Normannen, weit über den Kontinent aus. Ein Bild von Artus und seinen Rittern, die eine Festung angreifen, wurde zwischen 1099 und 1120 über dem nördlichen Durchgang der Kathedrale in Modena, Italien, in eine Archivolte gehauen. Ein Mosaikpflaster in der Kathedrale von Otranto nahe Bari, auch Italien, wurde 1165 mit der rätselhaften Beschreibung Arturus Rex erstellt, der ein Zepter hält und eine Ziege reitet. Erst am Ende des 12. Jahrhunderts setzt eine spezifisch literarische Rezeption ein, zunächst am Niederrhein, dann in Oberdeutschland (Hartmann von Aue, Ulrich von Zazikhofen, Wolfram von Eschenbach), im 14. Jahrhundert auch beispielsweise in Skandinavien (Riddarasögur). Die spätmittelalterliche Hanse scheint eine Hochburg der Artus-Verehrung gewesen zu sein. Händler des 15. Jahrhunderts bauten zu Artus' Ehren den Artushof in Danzig, Polen.
Spätestens in der Barockzeit scheint das „Wissen“ um König Artus dann zur Allgemeinbildung gesellschaftlich höherstehender gehört zu haben.
- „Darauf wischte Olivier mit seinem notfesten Schwert, welches Haar schure (und wohl des Königs Arturi von England Caliburn verglichen werden möchte) von Leder [...]“
schreibt beispielsweise Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen in seinem „Simplicissimus“ Ende des 17. Jahrhunderts und stellt Artus damit in eine Reihe mit ebenso beiläufig erwähnten antiken Persönlichkeiten wie Julius Caesar. Die Mythen um König Artus wurden auch von anderen Herrschern verwendet, um sich selbst populärer zu machen. Beispiele dafür sind der Orden vom Goldenen Vlies, der Artus' Tafelrunde nachgebildet sein soll, und König Richard Löwenherz, dem der Besitz Excaliburs nachgesagt wurde.
Nacherzählungen beinhalten auch Arbeiten von Sir Gawain und der Grüne Ritter und Thomas Malorys Le Morte d'Arthur.
Heute ist die Artussage praktisch der einzige bekannte Bestandteil der britischen Sagenwelt (Matière de Bretagne), die im Englischen (neben „Matter of Britain“) auch „Arthurian Legend“ genannt wird – „Artuslegende“.
Neuzeitliche Verwertung und Umformung des Stoffes
Auch in unserer Zeit faszinieren die Sagen um König Artus und haben einige Autoren zu eigenen Arbeiten angeregt. Während manche, wie Rosemary Sutcliff, sich auf eine Nacherzählung der Sage beschränken, gehen andere sehr souverän damit um und bauen Motive aus Sagen in eigene Arbeiten ein. Die derzeit wohl bekanntesten sind "Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer Bradley und der Film „King Arthur“, der versucht, den historischen Hintergründen nachzugehen. Mehr dazu unter Medienliste zu Artus, Merlin und dem Gral.Wissenschaftliche Erläuterungen zur Artussage
Artus – Identifikationsversuche
Von vielen Forschern wird bezweifelt, dass Artus überhaupt existierte, und wirklich wird sich in diesem Fall kaum jemals etwas anderes als mehr oder weniger plausible Hypothesen aufstellen lassen. Es gibt aber mehrere Ansätze, mit denen die Figur des Artus oder zumindest einzelne Aspekte seiner Geschichte in die reale Geschichte eingebunden werden; es ist dabei wahrscheinlich, dass mehrere historische wie sagenhafte Persönlichkeiten zu der Figur des „Artus“ verdichtet wurden.
Nach dieser Deutung könnten die folgenden historischen Personen zur Entstehung der Sagengestalt „Artus“ beigetragen haben:
- Der römische Ritter Lucius Artorius Castus (2. Jahrhundert)
- der römische Heerführer und Usurpator in Britannien Carausius († 293)
- Der Riothamus aus dem Volk der „Britanni“, der angeblich dem römischen Kaiser Anthemius (um 470) im Kampf gegen die Westgoten zu Hilfe kam,
- der britannische Heerführer Ambrosius Aurelianus
- der britische Feldherr Enniaun Girt (5. Jahrhundert)
- dessen Sohn Owain Ddantgwyn.
Höchst unwahrscheinlich ist, dass der oder ein „Artus“ den Titel „König“ trug; in den frühesten Erwähnungen und walisischen Texten wird auch einem der möglichen Vorbilder für König Artus, Enniaun Girt (siehe unten), nie der Titel „König“ gegeben. Hochmittelalterliche walisische Texte bezeichneten ihn normalerweise als Amerauder („Imperator“). Das keltische Krönungsritual, bei dem, wie Gerald von Wales (12. Jahrhundert) berichtet, eine weiße Stute geschlachtet und zu Suppe, in der der künftige König baden musste, gekocht wurde, kommt ebenfalls in der Artussage nirgends vor.
Das Motiv des aus dem Stein gezogenen Schwerts als Gottesurteil zur Erlangung der Königswürde steht eher mit den Sarmaten in Verbindung, die eigentümliche Riten (Verehrung eines im Boden steckenden Schwertes etc.) ausübten; 5500 sarmatische Lanzenreiter waren zu römischer Zeit auch in Britannien stationiert, um 180 wurden sie offenbar von einem römischen Ritter namens Lucius Artorius Castus kommandiert - möglicherweise eines der ältesten Vorbilder für Artus (siehe unten, Absatz „Das Schwert im Stein“). Die militärische Laufbahn des Artorius Castus ist aufgrund seiner Grabinschrift bekannt (CIL III 1919), die in Dalmatien gefunden wurde. Demnach diente er seit 158 n. Chr. in Syrien und Pannonien, bis er 175 nach Britannien versetzt wurde, wo sich die (sarmatischen) Hilfstruppen unter seinem Kommando bei der Abwehr skotischer Angriffe hervortaten. Er beendete seine Karriere schließlich in Dalmatien. Es ist durchaus denkbar, dass die in Britannien verbliebenen römisch-sarmatischen Truppen sein Andenken bewahrten und verklärten.
Für die Mitte des 5. Jahrhunderts ist dann ein britisches "Hochkönigtum" recht gut belegt: Nach dem endgültigen Abzug der römischen Truppen 410 mussten die im Land verbliebenen Römer und romanisierten Kelten ihre Verteidigung selbst organisieren. Der spätantike Historiker Jordanes, der 551 eine „Geschichte der Goten“ (Getica) verfasste, berichtet von einem Riothamus (das heißt: "höchster Anführer") – einige Gelehrte, vor allem Geoffrey Ashe und Fleuriot, setzen diesen mit Artus gleich –, der mit 12.000 Mann dem weströmischen Kaiser Anthemius zuhilfe geeilt sei und an anderer Stelle als „König der Brettonen“ bezeichnet wird. Unglücklicherweise ist dieser "Riothamus" eine Schattenfigur, von der wenig bekannt ist. Es ist noch nicht einmal klar, ob die „Brettonen“, die er angeführt haben soll, Briten oder Bretonen waren.
Es gibt auch einige - wenn auch sehr wenige - Parallelen mit dem römisch-britannischen Kaiser bzw. Usurpator Carausius († 293); einige Elemente seiner Geschichte könnten vielleicht in die Artussage eingegangen sein.
Einige Historiker gehen heute davon aus, dass es den Namen „ARTUS“ als Eigenname gar nicht gab, sondern dass es sich dabei um eine Kombination aus lateinischen und keltischen Ehrennamen handelt. Bei keltischen Stammesführern oder berühmten Kriegern war es durchaus üblich, sich einen oder mehrere Beinamen zuzulegen, die sich auf spezielle Eigenarten oder Fähigkeiten der damit bezeichneten Person bezogen. Diese Tradition gab es auch noch im Mittelalter und sogar bis ins späte Barock und zwar in ganz Europa. Beim Namen ARTUS glaubt man heute, dass er sich aus dem keltischen ART (Bär) und dem lateinischen URSUS, das ebenfalls Bär bedeutet, zusammensetzt. Demnach lautete der Name ursprünglich also ARTURSUS und wurde irgendwann zum bekannten ARTUS abgekürzt. Diese Doppelbenennung war notwendig, um sowohl die Anhänger der alten keltischen Traditionen als auch die latinisierten Briten zufrieden zu stellen. Diese Interpretation würde auf die These hindeuten, dass Artus einer der letzten römischen Statthalter bzw. ein Keltenfürst war, der sich auf die römische Tradition berief.
Der Bär galt den Inselkelten als „Königstier“, vergleichbar etwa dem Löwen als „König der Tiere“ in der Fabel. Einen Titel „König“ im Sinne eines Staatsoberhauptes kannte man noch nicht. Jeder Stammesfürst war König und sein eigener Herr. Lediglich zu Kriegszeiten, wenn es galt, mehrere Stammesverbände unter ein gemeinsames Kommando zu stellen, wurde einer zum Führer ausgerufen, der dann oft einen mythologischen Titel zugesprochen bekam.
Tatsächlich gibt es auch schriftliche Hinweise auf einen britischen Feldherrn im 5. Jahrhundert, den man als den „Bären“ bezeichnete. Sein tatsächlicher Name lautete wohl Enniaun Girt, und er stammte aus Nordbritannien. Von ihm ist überliefert, dass es ihm gelang, genügend britische Krieger zusammenzurufen um den Sachsenfürst Hengest (dessen Existenz allerdings vielfach bezweifelt wird) und seine Krieger zu besiegen. Den wenigen Chroniken, die aus dieser Zeit erhalten geblieben sind, ist zu entnehmen, dass Enniaun Girt niemals König war, da es zu dieser Zeit noch keinen britischen König gab. Stattdessen wurde Britannien offenbar gemeinsam vom Rat der Stämme und dem Comes Britanniarum (Gouverneur Britanniens) regiert, dessen Name ebenfalls überliefert ist: Ambrosius Aurelianus, ein romanisierter Brite hohen Ranges, dessen in der Historia Britonum überlieferten „Taten“ in allen späteren Nacherzählungen auf Merlin übertragen wurden. Vor allem aus diesen beiden – historisch verbürgten – Figuren entstand höchstwahrscheinlich später die Sage von Artus Pendragon, Großkönig von Britannien. Auch Enniauns Sohn Owain Ddantgwyn könnte man nach manchen Quellen als einen „historischen Artus“ bezeichnen.
Andere Theorien siedeln „das“ reale Vorbild für Artus nicht in Nordbritannien, sondern in Wales, Cornwall oder im Westen Englands an. Die walisische Tourismuswirtschaft beansprucht Artus eindeutig für seine Zwecke als touristische Besonderheit des Landes Wales.
Eine andere These geht davon aus, dass Artus am ehesten eine halb vergessene keltische Gottheit war, die sich in eine menschliche Person (hier wird die Wandlung des Seegottes Lir in König Lear zitiert) oder eine fiktive Gestalt wie Beowulf verwandelt hat. Anhänger dieser Richtung argumentieren, dass ein anderer Romano-Brite dieser Zeit die Truppen führte, die die Sachsen um 500 in der Schlacht von Mons Badonicus bekämpften, wie zum Beispiel Ambrosius Aurelianus.
1191 gaben Mönche der Abtei von Glastonbury bekannt, dass sie die Grabstätte von Artus und Guinevere gefunden hatten. Wahrscheinlich ist das aber eine fromme Lüge, die dazu diente, sich Geld für den Wiederaufbau der Abtei, die 1184 durch ein Feuer zerstört worden war, zu beschaffen. Das Grab wurde jedenfalls vielen Leuten gezeigt und die vermeintlichen Überreste wurden 1278 in eine neue Gruft umgebettet. Diese Gruft wurde während der Reformation zerstört und die Gebeine gingen verloren. Der Antiquariat John Leland gab an, dass er das Kreuz, welches mit den Überresten gefunden worden war, sah – ob das Kreuz wirklich existierte, ist unklar; falls ja, dürfte es sich um eine (vermutlich mittelalterliche) Fälschung gehandelt haben.
Die übersetzte Inschrift auf dem Kreuz lautete (laut Leland):
Hic iacet sepultus inclitus rex Arturius in insula Avalonia
auf deutsch:
„Hier liegt der berühmte König Artus auf der Insel Avalon begraben“
Camelot – Identifikationsversuche
Camelot ist der Hof von König Artus. Wo Camelot gelegen hat, wird spekuliert, einige vermuten den Hof in Tintagel in Cornwall (die Burgruine dort stammt jedoch aus dem 12. Jahrhundert) oder in Caerleon (heute: Gwent in Wales, das römische Isca Silurum), es ist jedoch am wahrscheinlichsten mit dem heutigen Colchester, römisch Camulodunum, zu identifizieren. Professor A. Jackson meinte 1959 mit sprachwissenschaftlichen Methoden Cadbury Castle in Somerset als Camelot identifizieren zu können. Die Reste der keltischen Festungsanlage aus dem 5. Jahrhundert auf dem Glastonbury Tor werden ebenfalls mit König Artus in Verbindung gebracht.
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Heutige Überreste von Tintagel Castle. Bildherkunft |
Vertritt man die Theorie, dass Artus im englisch-schottischen Grenzgebiet lebte, sind natürlich alle diese Vorschläge Unsinn.
Das Schwert aus dem Stein
Das Motiv des aus dem Stein gezogenen Schwerts als Gottesurteil zur Erlangung der Königswürde steht möglicherweise in Verbindung mit dem Einsatz 5500 schwerer sarmatischer Lanzenreiter (Kataphrakte) in römischen Diensten in Britannien seit Kaiser Marc Aurel. 183 waren sie unter dem Kommando des - aufgrund seiner Grabinschrift belegten - römischen Ritters Lucius Artorius Castus (s.o.) wesentlich an der Abwehr eines Angriffs der Skoten beteiligt. Die sarmatische Reiterei war noch bis ins vierte Jahrhundert im römischen Britannien stationiert; sie und möglicherweise auch ihre Nachfahren lebten in eigenen Siedlungen und übten eigentümliche Riten aus. So berichtet Ammianus Marcellinus im späten vierten Jahrhundert davon, dass die Sarmaten nicht nur für ihre Schmiedekunst berühmt seien, sondern auch ein in den Boden gerammtes Schwert wie einen Gott verehrten.
Die Sage vom Schwert aus dem Stein, das oft auch mit Excalibur gleichgesetzt wird (dem Schwert, mit dem Artus der Sage nach in seinem letzten Kampf seinen Neffen, nach einer anderen Version seinen eigenen Sohn, Mordred tötete), ist vielleicht aber auch auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen. Frühmittelalterliche Schreiber ließen oft Konsonanten aus, die stattdessen mit einem ´ (Akut) über den Buchstaben gekennzeichnet wurden. Darum geht man heute mitunter davon aus, dass dieses Schwert nicht von einem Stein (ex Saxo) sondern von einem Sachsen (ex Saxone) stammt. Für diese Variante spricht auch eine jütische Sage, nach der ein sächsischer Krieger das Wunderschwert des Schmieds Wieland, welches aus Sterneneisen geschmiedet war, an einen großen britischen König verloren haben soll, zusammen mit seinem Leben. Besagtes Schwert dürfte aus Meteoreisen bestanden haben, das sowohl von keltischen als auch germanischen Druiden
Zur keltischen „Geschichtsschreibung“
Einen klaren und nachweislichen historischen Kontext herzustellen ist nicht zuletzt aufgrund der Abneigung der Kelten gegen das geschriebene Wort schwer bis unmöglich. Anstelle einer Geschichtsschreibung lernten die als Wahrer von Tradition und Geschichte zuständigen Barden oder Druiden während ihrer „Ausbildungszeit“ (laut Caesar und Strabo etwa 20 Jahre) alles überlieferte Wissen ohne schriftliche Unterstützung auswendig und erzählten es dann weiter - erzählen aus dem Gedächtnis war auch in späteren Jahrhunderten noch eine angesehene Kunst. Dabei pflegten sie stets Historie mit Mythologie zu verweben und umgekehrt. Wichtig war nicht der präzise historische Ablauf von Ereignissen, sondern deren historische, ethische und nicht zuletzt mythologische Bedeutung.
So lässt sich erklären, wie in keltischen Sagen Göttergestalten als Menschen agieren, historische Personen hingegen zu Halbgöttern werden können. Auch war es nicht unüblich, mehrere Personen und Zeitgeschehen in ein und derselben dramaturgischen Person (Protagonist) zusammenzufassen. Der Barde und Zauberer Merlin, der in der Artussage eine zentrale Rolle spielt, aber auch in eigenständigen und anderen Sagenkreisen auftaucht, ist hierfür ein gutes Beispiel.
Siehe auch
Literatur
Quellen
- Thomas Malory: Die Geschichte von König Artus und den Rittern seiner Tafelrunde, 3 Bände, Frankfurt 1998 ISBN 3458319395
Sekundärliteratur
- Geoffrey Ashe: König Arthur, Die Entdeckung von Avalon, Düsseldorf 1986 ISBN 3-430-11081-5
- Stephanie L. Barczewski: Myth and national identity in nineteenth-century Britain: the legends of King Arthur and Robin Hood, Oxford [u.a.]: Oxford University Press 2000 ISBN 0-19-820728-X
- Richard Brzezinski et al.: The Sarmatians 600BC-450AD, Oxford 2002 ISBN 184176485X
- Norma Lorre Goodrich: Die Ritter von Camelot - König Artus, der Gral und die Entschlüsselung einer Legende, C.H.Beck, München 1994 ISBN 3-406-38171-5
- C. Scott Littleton: From Scythia to Camelot: A Radical Reassessment of the Legends of King Arthur, the Knights of the Round Table, and the Holy Grail, (= Garland reference library of the humanities; Band 1795), New York 1994 ISBN 0815335660
- John Matthews: King Arthur: Dark Age Warrior and Mythic Hero, London 2004 ISBN 1842229346
Weblinks
- König Arthur und die wirklichen Hintergründe der Sage: keltisch oder sarmatisch? (engl.)
- Das Schwert im Stein und der sarmatische Ursprung (engl.)
- Lucius Artorius Castus, römischer Befehlshaber über eine sarmatische Einheit, wahrscheinlich der echte König Arthur/Artus (engl.)
- Arthuriana - Auf der Suche nach König Artus
- The Camelot Project - Arthurian Texts, Images, Bibliographies and Basic Information
- Artikel König Artus und das Ideal des Ritters
nrm:Rouai Èrthu simple:King Arthur
Diskussion der Autoren über den Artikel: Artus
siehe Camelot - sinnvoller Verweis auf den ungeschriebenen Beitrag [Artussage oder diesen dioch schon langen Beitrag aufspalten? -- Robodoc 12:24, 25. Feb 2004 (CET)
- Sehe ich genauso: Man sollte Sage, Fakten und Spekulationen klar voneinander trennen. Gerade in Anbetracht des baldigen Films. --Benedikt 20:23, 14. Aug 2004 (CEST)
Wenn mir mal jemand das mit dem Arthus erklären könnte wäre das echt nett. bitte mail an verena.hauser@freenet.de danke.
Überarbeitung nötig?
Warum ist der Artikel für eine dringende Überarbeitung markiert? Ich finde ihn eigentlich sehr gut so wie er ist. --82.82.103.119 10:34, 19. Okt 2004 (CEST)
Historische Identifikation
Gibt es einen Beleg dafür, dass es sich beim historischen Artus um Enniau Girt handeln soll? Ich habe gelesen es solle sich um einen seiner Söhne, Owain Ddantgwyn, gehandelt haben.:-/
Komplett überarbeiten?
Sollte der Artikel tatsächlich komplett überarbeitet werden, wäre ich dazu bereit; habe länger über Artus gearbeitet am Lehrstuhl Fichte für Englische Sprache und Literatur des Mittelalters, bin für Mittelhochdeutsch, Altfranzösisch und Walisisch nicht auf Übersetzungen angewiesen und durch die International Arthurian Society über den Stand der Forschung informiert.
Sage, (spärliche) Fakten und Spekulation zu trennen halte ich für sinnvoll, ebenso den mittelalterlichen Roman und die spätere Rezeption zu trennen, zu letzterem kann auch ein Absatz "Artus im Film" gehören.
Was ich nicht will ist anderen reinzupfuschen - sollte mehrheitlich nur eine Art Neugliederung gewünscht werden, schreibe ich nix neues. --Gwyndon
- für eine Neubearbeitung in Gänze: -Yorg 13:44, 31. Dez 2004 (CET)
Artus
Hallo, Gwyndon! Ich wäre sehr interessiert daran, von Dir zu hören, was Du als wichtig in Bezug auf Artus ansiehst. Ich schreibe gerade an meiner Hausarbeit über dieses Thema, lese dazu Ohff, Castleden und natürlich Ashe- was kannst Du mir sonst empfehlen ? Zudem würde mich der neueste Stand der Forschung brennend interessieren... Vielen Dank im Voraus ! Merle
Schließe mich der Meinung von Merle gerne an. Auch mich würde brennend interessieren, was Gwyndon zu dem Thema zu sagen hat. Der Artikel ist m.E. etwas durcheinander und wenn da zum Beispiel auf Friedrich Barbarossa verwiesen wird, wäre es auch schön, wenn unter dem Artikel Friedrich Barbarossa dann auch was Entsprechendes zu finden wäre. Wozu sonst ein Link? Also Gwyndon, lass uns an Deinem Wissen teilhaben...... Gruß -- PaulaK 16:41, 10. Mär 2005 (CET)
Ok, ok, ich setze eine komplette Überarbeitung für April/Mai auf meine Agenda ;-) Wenn es vorher einzelne Fragen gibt (zu Artus oder einem meiner anderen Themen/Beiträge) bin ich über so ziemlich alle Wege erreichbar die das Internet zu bieten hat, siehe Kontaktseite auf PeliCorn.com Gruß -- Gwyndon 12:38, 23. Mär 2005 (CET)
Falsch?
Ist das jetzt falsch oder nur missverständlich? Die kleinen Schönheitsfehler mit Nennius kann man mit drei Mausklicks beseitigen! Sonst noch was?
Fertig!
Also, die drei kleinen Mausklicks, die ich gestern vorgeschlagen habe, habe ich gemacht, und sie haben mich doch ziemlich viel Zeit gekostet. Aber jetzt ist alles ausgebessert, was ihr vorgeschlagen habt, nur über den Film, da weiß ich nix. Ohne Inhaltsverzeichnis wäre das ganze jetzt vielleicht noch unübersichtlicher als vorher, aber es ist ja eines da. Will jemand noch was verbessert haben, kann ich das (vielleicht) auch machen. Aber die Rechtschreibfehler, wo ich jetzt zu faul bin, die auszubessern, die soll jemand anderes ändern. Artikel "Camelot" ist übrigens fast vollständig jetzt hier mit drin, man kann ihn also löschen, wenn man unbedingt will, kann man den Artikel auch in "Artussage" umbenennen. Aber der Artusfachmann soll das, was er weiß, hier in den Artikel mit hineinschreiben. Anderen ins Handwerk pfuschen ist auch kein Verbrechen, die können das ja wieder rückgängig machen, wenn's ihnen nicht passt! Ah, drei kleine Mausklicks, die mich wioeder ein paar Stunden kossten, muss ich noch machen, aber dann bin ich hoffentlich fertig!
Aha, jetzt bin ich fertig, und es hat mich keine paar Stunden gekostet. Es kommt halt immer anders. Unter- Unterartikel "Camelot" heißt jetzt "Camelot - Identifikationsversuche" und ist nach vorne gerückt --Hannes2 17:21, 6. Mai 2005 (CEST)
Link zu Perceval
In dem Artikel gibt es im Abschnitt "König Artus und der heilige Gral" einen Link zu "Perceval". Dieser ist aber sicher nicht korrekt (oder?). Beim Anklicken kommt man auf den Artikel über "Jean Jacques Antoine Caussin de Perceval" - der aber sicher einer anderen Zeit zugeordnet werden muss. Ist das so? Oder habe ich da was missverstanden?
Weitere Bemerkungen zum Link "Perceval"
Entschuldigung - habe bei obiger Bemerkung vergessen die Signatur hinzuzufügen! Hier noch eine Ergänzung. Ich vermute, dass es sich bei dem angesprochenen "Perceval" um den späteren "Parzival" handelt, also "Perceval le Gallois". Sollte hier Einigkeit herrschen sollte man den Link ändern. Da ich neu bin, bin ich mit den Anwendungen noch nicht so vertraut.
-- Rudi2505 09:06, 20. Mai 2005 (CEST)
Jetzt haben sich unsere Bearbeitungen überschnitten ;) Also setze ich meinen Text hier hin. Die Verlinkung ist in der Tat Quark! Da muß eine BKL (Begriffsklärung) her. Ich muß mal nachdenken, wie man das am besten macht: Perceval und Parzival sind ja in den meisten Artus-Epen eigentlich die gleiche Person (nur eben je nach Werk mit unterschiedlichem Namen), aber die Personenartikel zur MHD Literatur sind alles andere als vollständig und bei den Werken liegt es auch noch im Argen... Da muß ich noch mal ein bisschen recherchieren. Danke Dir sehr für den Hinweis!! Gruß --Henriette Fiebig 09:12, 20. Mai 2005 (CEST)
Es gibt aber schon einen ziemlich ausführlichen Artikel zu Parzival in der der Versroman von Wolfram von Eschenbach und seine entstehung ziemlich ausführlich behandelt wird. Dort gibt es einen Abschnitt "Wolframs Parzival und Chrétiens Perceval". Vielleicht sollte man diesen nutzen und aus- bzw. umarbeiten??
-- Rudi2505 09:32, 20. Mai 2005 (CEST)
- Der Abschnitt in Artus ist ein bisschen irreführend: Wenn ich eben richtig recherchiert habe, dann gibt es zum einen von Chrétien de Troyes das Werk Perceval oder Le Conte du Graal wo Perceval als Held auftritt (das Werk ist aber unvollständig) und das Werk La Quête du saint Graal (ein Teil des Prosa-Romans Lancelot-Graal), in dem Galaad, Perceval und Bors den Gral finden und ihn in den Orient bringen. Wir haben es also zum einen mit der literarischen Figur Perceval zu tun, zum anderen aber mit einem Buchtitel (was übrigens auch auf Parzival zutrifft!). Im Artikel Parzival wird das nicht verdeutlicht und ich frage mich, ob man in dieser Textwüste noch sinnvoll einen längeren Abschnitt zu Parzival/Perceval unterbringen sollte. Im Grunde genommen könnte man das aufteilen in 1. einen Artikel zur literarischen Figur Parzival/Perceval und in zwei weitere Artikel, nämlich 2. "Parzival" von Wolfram von Eschenbach und 3. dem Werk "Perceval" von Chrétiens. Das ist nicht ganz trivial... (zumal ich mich in der franz. Literatur des MA wirlich gar nicht auskenne). Ich muß mal eine Expertin fragen. Inzwischen werde ich aus dem falschen Perceval-Link mal eine provisorische Begriffsklärung machen und den Perceval einstweilen zu Chrétiens umleiten: Das scheint mir erstmal am Eindeutigsten zu sein. Gruß und stay tuned ;) --Henriette Fiebig 21:12, 20. Mai 2005 (CEST)
- Henriette hat schon recht. Perceval ist als Werktitel eher unüblich; wenn überhaupt, würde man also unter Perceval die französische literarische Figur darstellen. Dazu fehlen uns aber wohl allen die Spezialkenntnisse. Lancelot mit seiner langen Wirkungsgeschichte ist ein ähnliches Problem. Im Artikel Parzival sieht es anders aus, denn die Figur kommt eigentlich nur in Wolframs Roman dieses Titels vor (den "Jüngeren Titurel" kann man wohl mal außen vor lassen bzw. unter Rezeption abhandeln). Ich sehe insofern keinen Handlungsbedarf bei den Artikelnamen, Perceval als BKL wird das beste sein. --Sigune 03:16, 21. Mai 2005 (CEST)
Dass ich hier "Perceval" und nicht "Parzival" hingeschrieben habe, hat nichts mit einem bestimmten Werk zu tun, sondern gaz einfach damit, dass ich den Namen das erste Mal als "Perceval" gelesen habe. Begriffsklärung ist aber irgendwie nicht ausführlich genug. Ich finde die Idee mit einem allgemeinen Artikel gut. Wir solten einen Artikel schreiben, in dem steht, was, Parzival betreffend, in so ziemlich allen Versionen der Sage steht. Könnte man nicht einen Artikel "Parzival (Allgemein)" oder so ähnlich schreiben, wo dann steht:
"Parzival (oder Perceval) ist eine Figur in der Artussage. Der Name "Parzival" kommt von da und da her. Parzival macht das und das. Er taucht in das erste Mal auf und spielt in folgenden Werken eine Hauptrolle:
- Parzival von Wolfram von Eschenbach
- Perceval von Chretien de Troyes
- dem und dem Buch von dem und dem
Außerdem taucht er nochz in folgenden Werken auf:
Unter den hier verlinkten Artikeln findet man übrigens genaueres zu den den Taten des Parzival, die, selbstverständlich, von Werk zu Werk variieren."
Wenn jemand sich zutraut, so einen Artikel zu schreiben, dann sollten wir versuchen, alle Links, die auf Parzival oder Perceval gehen, auf diesen Artikel umzuleiten. --Hannes2 09:03, 26. Jun 2005 (CEST)
- Die Idee ist sinnvoll: Allerdings müßte man dann wohl die Lemmata "Parzival (Literarische Figur)" und "Parzival (Literarisches Werk)" oder meinetwegen nur "Parzival (Werk)" bzw. "Parzival (Figur)" nennen. Sicherlich läßt sich aus dem bereits vorhandenen Material schon ein einigernmaßen erträglicher Artikel stricken. --Henriette Fiebig 11:34, 28. Jun 2005 (CEST)
Status von Mordred
Vergleicht man die Artikel über Artus und Excalibur fällt auf, dass in einem Mordred als Neffe von Artus und im anderen (Excalibur") wird er als dessen Sohn bezeichnet. Gibt es hier eindeutige Aussagen, oder ist dieser Punkt strittig?
-- Rudi2505 09:27, 20. Mai 2005 (CEST)
- Hi! Ist beides richtig, wie mir ein schneller Blick in den Artus-Artikel in The Arthurian Name Dictionary verriet (ich schaue aber morgen noch mal in The New Arthurian Encyclopedia). Geoffrey Ashe ("Kelten, Druiden und König Arthur") schreibt mit Verweis auf The New Arthurian Encyclopedia, daß Mordred der Sohn von Artus' Halbschwester Morgause gewesen sei, allerdings gebe es Gerüchte, daß Mordred aus einem Inzest Artus' mit Morgause hervorgegangen sei (dann wäre er sein Sohn). Wird morgen geprüft und ggf. verbessert ;) Gruß --Henriette Fiebig 20:03, 20. Mai 2005 (CEST)
- Es gibt in der Literartur drei Varianten über die Abstammung von Mordred, ist auch so im Artikel Mordred dargestellt. Kerish Kerish 10:05, 21. Mai 2005 (CEST)
- Dann sollte das aber auch in den beiden Artikeln entsprechend deutlich ausformuliert werden. Du siehst doch das der Leser Inkonsistenzen feststellt: Sowas sollte nicht vorkommen. Und der Mordred-Artikel hat das Problem, daß nicht klar gesagt wird, in welcher Dichtung welche Version der Abstammung vorkommt. Das sollte klarer herausgestellt werden. Momentan liest sich das wie eine allgemeingültige Abhandlung, die auf alle Werke zutrifft. Gruß --Henriette Fiebig 05:25, 22. Mai 2005 (CEST)
Schwerter und Steine
Tach! Eben bin ich in einer dieser Empfehlungslisten bei amazon.de über die Behauptung gestolpert, die Artus-Sage sei sarmatischen Ursprungs (Nr. 6) und siehe da, auch im WP-Artikel "Artus" findet sich ein Hinweis in diese Richtung.Ich las aber bereits in einem keltischen Mythen- und Legenden-Buch von einem "Stone of Destiny" - und zwar ziemlich weit am Anfang, noch vor Auszug der Tuatha Dé Danann. Das Teil heißt Lia Fáil (Artikel in englischer WP) und scheint als Herrscher-Orakel zur Grundausrüstung der irischen Ex-Götter gehört zu haben, jedenfalls nehmen sie das Teil mit, genauso wie ihre übrigen magischen Gegenstände, zu denen u.a. auch ein Schwert gehört (engl. WP: Four Treasures). Irgendwann wird der Stein auch noch mit Hilfe eines (anderen?) Schwertes zerschlagen.
Vor diesem Hintergrund scheint der im Artikel postulierte sarmatische Einfluß auf die Sache mit dem Schwert im Stein zwar nicht widerlegt - die Beweisführung bei Ursprungsrekonstruktionen ist bekanntlich meist alles andere als eindeutig - aber immerhin überdenkenswert und schon gar nicht als (wie derzeit im Artikel dargestellt) einzige Interpretationsmöglichkeit.
Überhaupt sollte diese "weit hergeholte", wohl von dem neuen Kinofilm angefachte - Ursprungstheorie auf Herz und Nieren geprüft werden, denn immerhin gehörten die Sarmaten wie die Kelten zur indoeuropäischen Sprachgruppe, beide gehen also auf ein und dieselbe hypothetische indoeuropäische Kultur zurück - entwickelten ihre Sagen also auch aus ein und demselben Mythenschatz. Es bleibt demnach zu prüfen, inwieweit es sich hier bei angeblichen Entlehnungen nicht vielmehr um ein und dieselben, parallel tradierten Motive handelt. Solange das nicht klar ist, sollten wenigstens die Interpretationsmöglichkeiten so vollständig wie möglich aufgelistet werden. Viele Grüße --DieKraft ~ DieKraft 00:14, 11. Sep 2005 (CEST)
- Warum kann eine Sage nicht mehrere Wurzeln haben? Soviel ich weiß, stand diese Theorie schon vor dem Film hier drin, auch im englischen Artikel, und die müssen es ja wissen
. Warum kann nicht das sarmatische Schwert- und das keltische Steinmotiv (siehe dazu auch Stone of Scone) zusammengeflossen sein? Aber das sind Spekulationen, und ich hoffe doch, dass die soviel ich weiß aus dem englsichen Artikel übernommene Meinung von Fachleuten stammt, also bitte so lassen. --Hannes2Hannes2 10:08, 31. Okt 2005 (CET)
Und warum werden diese anderen möglichen "Zuflüsse" zur Sage nicht im Artikel erwähnt? Was in der WP steht - auch in der englischen - ist nicht der Weisheit letzter Schluß. Überdies spekulieren auch die "Fachleute", zurückreisen und am camelot´schen Türklopfer rütteln, können auch die nicht... --DieKraft ~ DieKraft 23:55, 20. Nov 2005 (CET)
- Wo du Recht hast hast du Recht. Der Grund, dass da nichts im Artikel steht, ist aber, dass anscheindend keine Fachleute (die zwar auch nicht alles wissen, aber sich doch mehr mit der Materie beschäftigt haben als wir) deine Theorie vertreten, wohl aber (siehe Weblinks) die im Artikel genannte. Wenn du irgendein Buch, eine Internetseite oder einen Geschichtsprofessor findest, der eine Theorie dieser Art vertritt, schreib sie rein &ndsh; sei mutig! Solange das aber nicht geschehen ist, spekuliere bitte nurim stillen Kämmerlein (oder auf der für derartige Anregungen gedachten Diskussionsseite). Material für eigene Gedanken ist in der WP und anderswo genügend vorhanden, wenn man sich genug damit beschäftigt.--Hannes2<small>[[Benutzer_Diskussion:Hannes2|Diskussion</small>]] 19:43, 21. Nov 2005 (CET)
Ja, Onkel, mach´ ich, bzw. mach´ ich nicht. (Was meinst Du wohl, weshalb ich hier, auf der Diskussionsseite, herumgeschmiert habe und nicht im Artikel? ;) Immer hübsch sauber bleiben, --DieKraft ~ DieKraft 02:37, 22. Nov 2005 (CET)
Anderes Bild
Wenn jemand ein älteres Bild (am besten mittelalterliche Handschrift) hat, bitte hochladen. Das vorhandene Bild passt nämlich besser als illustratio zur Artusromantik und den Herrschern, die sich auf diese Weise populärer machten. Wer also ein Bild hat, bitte ergänzen und das im Moment am Anfang stehende an diese Stelle verschieben.--Hannes2Hannes2 10:08, 31. Okt 2005 (CET)Bitte erklären
Überschrift nachgetragen und Rest der Seite wiederhergestellt Wenn mir mal jemand das mit dem Arthus erklären könnte wäre das echt nett. bitte mail an verena.hauser@freenet.de danke.Excalibur
Es kann sich bei Excalibur nicht um den Scherttyp Gladius gehandelt haben.
Der Gladius wurde in der Spätantike durch das Langschwert (Spatha) ersetzt.
- Wird gleich ausgebessert.--Hannes2 Hannes2 17:23, 2. Jan 2006 (CET)
- @IP: ausbessern ist ok, aber einfach abschnitte löschen eher nicht -- Smial 17:25, 2. Jan 2006 (CET)
- Wenns doch falsch ist! Ausbessern wäre allerdings tatsächlich beser gewesen. Ich frage mich aber, ob man die Spekulationen nicht eh lieber entfernen sollte, da niemand weiß, ob und wann Artus gelebt hat und ob die Idee von dem Schwert aus der gleichen Zeit stammt. Das die Vorstellung von dem Kreuzfahrerschwert falsch ist, kann man stehen lassen, da es das bei der Entstehung der Legende nicht gab, aber ob der Erfinder von Excalibur an ein keltisches Schwert, an die Spatha oder mit einem Anflug von Nostalgie an den Gladius gedacht hat, kann kein Mensch überprüfen. Außerdem gibt es bei Legenden kein richtig oder falsch. Selbst wenn Artus gelebt haben sollte, dann fragt sich, ob die schon sehr nach Märcehn klingende Schwertgeschichte nicht eine andere Quelle hat.--Hannes2 Hannes2 17:34, 2. Jan 2006 (CET)
Ich hab mich gewundert, dass das Loeschen ueberhaupt ging. Ich bin hier nirgendwo registriert. Tut mir im Nachhinein auch leid. Ich wusste nicht, dass es sich hier um eine Community handelt. Ich werde mich in Zukunft auf Vorschaege beschraenken. Uebrigens gibt es eine "Stone of Destiny" Legende aus Irland (Schwert im Stein ect...), die in der Mythologischen Gruendungszeit Irlnds spielt. Im Sagenkreis der Narten gibt es aenliches. Excalibur koennte also durchaus eine fiktive,Symbolische Bedeutung haben. Vielleicht hat es eine Indogermanische Urmythologie gegeben, die die Entfernung solcher Geschichten von den Britischen Inseln bis zum Kaukasus erklaeren koennte? Fragen ueber Fragen. Patrick.
- Man darf hier auch ohne Anmeldung mitschreiben. Einige der anonymen Autoren scheinen sogar zur Community zu gehören – wenn auch, siehe Wikipedia:Benutzer, ein angemeldeter Benutzer in diesem Bereich deutlich mehr Möglichkeiten und Rechte hat. Dass du den Fehler gleich entfernt hast, war eher gut, ausbessern wäre allerdings beser gewesen. Zu deiner Urmythologie: Wir haben oben schon ziemlich ausführlich zu diesem Thema diskutiert und auch, ab wann so etwas in den Artikel kommt. Spekulieren kann und soll man aber – nur eben auf dieser Seite.--Hannes2 Hannes2 20:01, 6. Jan 2006 (CET)
Hm! Hatte ich oben nicht gelesen, ist mir schon was peinlich. Sorry! Patrick.
Alanus?
Das Alanus-Zitat habe ich aus einem Buch abgeschrieben, das leider nicht den Rest des Namens oder die Herkunft des Gelehrten nennt. Ich würde ihn als Alanus ab Insulis identifizeren, das ist aber nur geraten und würde pasen, weil der in der richtigen Zeit lebte. Weiß jemand mehr? Eigentlich ist das Zitat viel zu schade, um entfernt zu werden oder ohne gesicherte Herkunft zu bleiben.--Hannes2 Hannes2 17:46, 2. Jan 2006 (CET) bzw. 16:09, 3. Jan 2006 (CET)- Alanus ist mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit der genannte. Allerdings wäre eine Stellenangabe auch nicht schlecht ;-) Dieser Gelehrtenspott war im 12. Jh. übrigens weit verbreitet, geradezu selbst schon zum Topos geworden, so daß er sich gar nicht mehr auf eine reale Beobachtung beziehen muß. Ich kenne den Topos noch von Joseph von Exeter. --Sigune 02:50, 6. Jul 2006 (CEST)
- P.S. Es scheint sich um eine Explanatio in prophetias Merlini, lib. III cap. 26, zu handeln (so laut [LINK]). Dabei handelt es sich aber um ein Werk, das dem Alanus nur zugeschrieben wurde ("Pseudo-Alanus"), vgl. [LINK] und [LINK], S. 73. --Sigune 03:00, 6. Jul 2006 (CEST)
Identifikationsversuche
Einverstanden, Hannes2, so ist meine Liste besser eingebunden und die Argumentation schlüssiger. Die Verlinkung erscheint mir allerdings noch nicht konsequent. Den Link bei "Riothamus" habe ich jedenfalls wieder hergestellt; es ist ja kein roter. Übrigens ist "Riothamus" mit einiger Sicherheit kein Name, sondern ein Titel. Es bringt grammatisch und historisch Sinn, das Wort so zu benutzen, auch wenn natürlich (bis auf weiteres) immer der gleiche Riothamus damit gemeint ist. -- Peter Steinberg 22:56, 31. Jan 2006 (CET)
„Arthur le Petit“
Hier habe ich einen Hinweis auf einen Sohn Artus' gefunden, von dem ich nie gehört hatte. Weder die deutsche noch die englische Wikipedia brachte irgendeinen Hinweis darauf und auch Google fand nur diese Seite und eine andere, sehr ähnliche. Ich schließe daraus, dass er in den wenigsten Werken vorkommt. In welchen kommt er vor? Was ist seine Geschichte? In der Hoffnung, dass jemand Beschied weiß und ich meine Frage nicht bei der Auskunft stellen muss --Hannes2 Hannes2 14:11, 5. Mär 2006 (CET)- Nun: Zuerst einmal gehts auf der von Dir genannten Seite um Heraldik und nicht um literarische Figuren. Das kann etwas miteinander zu tun haben, muß es aber nicht. Und wir wissen nicht, aus welcher Zeit dieser "Arthur le Petit" stammen soll: Mittelalter? Vielleicht ja auch 18. Jahrhundert? Vermutlich aus Frankreich. Das ist ein bisschen sehr wenig Information, um gezielt zu suchen. Recherchieren kann sowas recht gut in der The new Arthurian encyclopedia, New York & London 1996 und im The Arthurian name dictionary, New York & London 1999. Sollten in einer gut sortierten (Uni)-Bibliothek vorhanden sein.
- Ansonsten stehts doch auf der Seite: "The two most important recent works on Arthurian heraldry are: Brault, G.J.: Early Blazon. Oxford, 1972.; Pastoureau, Michel: Armorial des chevaliers de la Table Ronde. Paris, 1983; Le Léopard d'Or. The material in this page comes essentially from Pastoureau's book."
- Besorge Dir das Buch von Pastoureau und schau' nach: Der dürfte wohl nachweisen, woher er seine Information hat. --Henriette Fiebig 02:56, 6. Mär 2006 (CET)
- Da es in unserer Gegend mit größeren Bibliotheken ziemlich schlecht aussieht, fragte ich in der Buchhandlung nach der Arthurian Encyclopedia – leider war das Buch im Computer unauffindbar und vermutlich nicht mehr erhältlich. Zur Heraldik: Die Seite dort war nur der Anlass für die Frage, ich wollte eigentlich nicht noch mehr Informationen zur Heraldik, sondern eben nur wissen, wer die dort genannte Person genau sein soll (und wer auf Illustrationen in der Literatur bestimmte Wappen zugeschrieben bekommen kann, muss folglich auch in der Literatur selbst vorkommen)--Hannes2 Hannes2 19:06, 28. Mär 2006 (CEST)
- Es geht auch nicht darum, mehr Informationen zur Heraldik zu bekommen, sondern um die Quelle, aus der Pastoureau seine Information hat. Sei's drum: Ich habe aus einer der beiden Lexika, die ich nannte, zufällig die Kopie des Artus-Kapitels. Die suche ich mal. Vielleicht finde ich da ja was. Aber ich kann nicht versprechen, daß das in den nächsten Tagen was wird. Gruß --Henriette Fiebig 11:50, 29. Mär 2006 (CEST)
- "The New Arthurian Encyclopedia" hat nur "Artus de la Petite Bretagne" (im 16.Jh. übersetzt als "Arthur of Little Britain"), nicht aber "Arthur le Petit", was ohnehin die Schreibung zweier Länder vermischen würde. Dieser Arthur "is not Arthur but is named after him" und befreit auch ein verzaubertes Schloss und gewinnt dabei die Liebe - eine nette Romanze des 15.Jh. Im Original wird er als "fils du duc de Bretagne" bezeichnet, nicht als "fils d'Artus".
Briten/Bretagne/Bretonen
" Im späten 5. Jahrhundert flüchteten viele Briten vor der Sachseninvasion auf das Festland zu den Bretonen (Kelten)"
Wenn die Bretonen identisch mit den Briten sind, können keine Briten zu den Bretonen geflüchtet sein. Die Flüchtlinge wurden in dem Falle erst Briten bei den Bretonen.
Es sind wohl auf der Insel lebende Kelten zu in der Bretagne lebenden Kelten geflüchtet.
- Und zwar sehr viele; das heutige Bretonisch ist inselkeltisch. Ich werde es ausbessern.--Hannes2 Hannes2 19:44, 30. Jun 2006 (CEST)
abgeschlossene Lesenswert-Kandidatur (gescheitert)
Artus
Artus (engl. Arthur), ist ein sagenhafter britischer König, der um 500 gegen die eindringenden Angeln und Sachsen gekämpft haben soll.Also bis exzellent muß da bestimmt noch das eine oder andere zurechtgeschliffen werden, aber lesenswert fand ich diesen Artikel jetzt doch schon.
- Vor allem sollte er von Fachleuten noch einmal durchkorrigiert werden.--Hannes2 Hannes2 20:50, 4. Jul 2006 (CEST)
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BildherkunftPro --Juliana da Costa José Juliana da Costa José 13:29, 4. Jul 2006 (CEST)
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BildherkunftPro --FredericII 04:34, 5. Jul 2006 (CEST)
Dickes Contra. Dieser Artikel ist ein Sumpf und weitgehend konzeptionslos. --Sigune 02:38, 6. Jul 2006 (CEST)
Klares contra: Da reicht schon ein grobes Scannen des Artikels: Keinerlei Quellenangaben und allgemein gehaltene Behauptungen. Und die Literaturliste würde ich mal als schwerst lückenhaft bezeichnen. --Henriette Fiebig 03:11, 6. Jul 2006 (CEST)
Dito: contra. --Stullkowski 00:23, 10. Jul 2006 (CEST)
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BildherkunftContra - Kam mir beim durchlesen ziemlich konfus vor. Gruß Martin Bahmann 12:40, 11. Jul 2006 (CEST)
Fragment aus Sagenzyklus entdeckt
Ein Spiegel-Artikel: http://www.spiegel.de/kultu... --Webmaster@sgovd.org (Webmaster@sgovd.org) 02:13, 22. Jul 2006 (CEST)
- Ach du Schei***... ein Wigalois-Fragment! - wenn auch von einem bisher unbekannten Schreiber. Sehen wir mal, was die Fachwissenschaft in den nächsten Wochen zu vermelden hat. Vermutlich keine wirklichen Sensationen. --Henriette Fiebig 07:54, 22. Jul 2006 (CEST)
- Aha: Das ist doch interessanter, als der Spiegel-Text ahnen läßt. Wie man dieser Nachricht entnehmen kann, hat der Dichter Dietrich von Hopfgarten den ursprünglich in Reimpaar-Versen gedichteten Wigalois in strophischer Form umgedichtet. Das ist tatsächlich interessant. Aber es bleiben detailliertere Nachrichten aus der Fachwelt abzuwarten. --Henriette Fiebig 16:57, 22. Jul 2006 (CEST) P.S.: siehe auch Dietrich von Hopfgarten ;)
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Artus und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).





