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Australien (engl. und lat. Australia, abgeleitet von lat. terra australis: „südliches Land“; offizieller Name Commonwealth of Australia, deutsch Australien) ist der flächenmäßig sechstgrößte Staat der Erde. Es liegt auf der Südhalbkugel nordwestlich von Neuseeland und südlich von Indonesien, Osttimor, West-Papua und Papua-Neuguinea und umfasst die Hauptlandmasse des Kontinents Australien sowie die vorgelagerte Insel Tasmanien und einige kleinere Inseln. Darüber hinaus gehören noch die pazifische Norfolkinsel, die Kokosinseln, die Weihnachtsinsel und die Ashmore- und Cartier-Inseln im Indischen Ozean sowie das australische Antarktisterritorium und die subantarktischen Inseln Macquarieinsel und Heard- und McDonald-Inseln als „Außengebiete“ zum Australischen Bund.
Australien wird (hauptsächlich in Australien selbst) auch als Oz (lautmalerische Abk. von „Australia“) bezeichnet. Ebenso gibt es die Sammelbezeichnungen Down Under, Australasia (Südliches Asien), oder kurz A’sia, welche Australien, Neuseeland und die umliegenden Inseln zusammenfassen.
Geographie
Hauptartikel: Geographie Australiens
Die Gesamtfläche des Landes umfasst etwa 7,7 Millionen Quadratkilometer. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 3.700 km, die West-Ost-Ausdehnung ungefähr 4000 km. Geographisch lassen sich drei Großlandschaften unterscheiden. Das Tafelland des Westaustralischen Plateaus nimmt etwa 60 Prozent des Kontinents ein. Hier liegen die großen Trockengebiete der Großen Sandwüste, der Gibsonwüste, der Großen Victoriawüste und der Nullarbor-Wüste.
Kleinere Gebirge wie die MacDonnell Ranges und Inselberge wie der Uluru überragen das Plateau. Im Osten schließt sich das Sedimentbecken der Mittelaustralischen Senke an. Hier findet man mit der Simpsonwüste sowohl die trockenste Region des Landes als auch das größte Fluss-System, das Murray-Darling-Becken. Der Osten des Landes ist von der Great Dividing Range geprägt, die sich über 3.200 km von Norden nach Süden erstreckt. Auch Tasmanien kann als Teil dieser Gebirgskette angesehen werden. Mit 2.229 m befindet sich in den zur Great Dividing Range gehörenden Snowy Mountains der höchste Berg des Kontinents, der Mount Kosciuszko.
Der höchste Berg und gleichzeitig der einzige Vulkan auf australischem Hoheitsgebiet ist mit 2745 m der auf der unbewohnten Insel Heard gelegene Big Ben.
Ein Großteil der westlichen und zentralen Landesteile ist unbewohnbar, im Outback findet sich Platz für extensive Weidewirtschaft – 130 Mio. Schafe und 25 Mio. Rinder.
Die Hauptstadt Canberra (308.700 Einwohner) ist eine Planhauptstadt zwischen Sydney und Melbourne, da diese beiden Städte sich nicht einigen konnten, welche die Hauptstadt sein sollte.
Die größten und bekanntesten Städte sind Sydney (3,7 Mio. Ew.), Melbourne (3,6 Mio. Ew.), Brisbane (1,7 Mio. Ew.), Perth (1,4 Mio. Ew.) und Adelaide (1,1 Mio. Ew.).
Siehe auch: Liste der Flüsse in Australien, Liste der Seen in Australien, Liste der Städte in Australien
Klima
Aufgrund der großen Nord-Südausdehnung des Landes finden sich hier sehr unterschiedliche Klimazonen. Der Norden ist tropisch, es schließt sich ein subtropisches Gebiet an, im Süden ist das Klima gemäßigt. Wetter und Klima werden hauptsächlich von drei Phänomenen bestimmt, dem Tropischen Tiefdruckgürtel, der Passatwindzone und den Subpolaren Westwinden.
Im Sommerhalbjahr von November bis April treten im Norden aufgrund eines Hitzetiefs starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der Timorsee zu Wirbelstürmen. Südaustralien liegt zu dieser Zeit im subtropischen Hochdruckgürtel und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines Hochdruckgebiets trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der Westwindzone und sind Niederschlägen ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen.
Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind semiaride und aride Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr.
Der 1. Januar 2006 wurde in Australien als der heißeste Jahresanfang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1858 festgestellt. In Sydney selbst wurden an der offiziellen Station am Observatory Hill um 16:24 h Höchsttemperaturen von 44,7 Grad Celsius gemessen. Der Januar-Temperaturrekord von 45,3 Grad Celsius vom 14. Januar 1939 blieb unangetastet. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes geht 2005 als das heißeste Jahr in der australischen Geschichte seit Aufzeichnungsbeginn der Wetterdaten im Jahr 1858 ein. In den ersten zehn Monaten 2005 lagen die Werte um 1,03 Grad Celsius über dem 30-Jahres-Mittel. Seit 1988 ist ein deutlicher Trend zu höheren Durchschnittstemperaturen festzustellen.
Das südöstliche Australien ist das bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen Ozonlochs.
Flora und Fauna
Hauptartikel: Fauna Australiens
Auf dem australischen Kontinent, der seit über 200 Millionen Jahren durch Ozeane von der übrigen Welt getrennt ist, konnte sich eine eigene große Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren entwickeln. Zeugnis dieser isolierten Entwicklung sind z. B. die Beutelsäuger (auch Beuteltiere; engl.: marsupials) Australiens, die ansonsten nur noch in Süd- und Nordamerika vertreten sind.
Von den rund 20.000 heimischen Pflanzenarten in Australien sind ca. 85 % ausschließlich auf diesem Kontinent zu finden. Typisch für die australische Vegetation sind die Eukalyptus- und Akazienbäume, von beiden gibt es über 600 Arten. Der schnellwüchsige und anspruchslose Eukalyptusbaum kommt in den verschiedensten Umgebungen vor, auch im heißen und trockenen Zentralaustralien. Die Größe variiert von Buschhöhe bis zu 90 m. Im Südosten von Australien gibt es ausgedehnte Waldgebiete, die dichteste Vegetation findet sich in den tropischen Regenwäldern von Nordqueensland. Starke Abholzung führt zu einer Gefährdung des Bestandes und bedroht die Artenvielfalt in den Wäldern. In Trockengebieten Westaustraliens kommt der Baobab-Baum vor, auch Flaschenbaum genannt, der in seinem Stamm Wasser speichern kann. Weite Flächen des Landesinneren sind von Grasland geprägt, die bedeutendste Pflanzengesellschaft hier ist das Spinifex-Grasland, das etwa ein Viertel der Landesfläche einnimmt.
Typische Vertreter der australischen Tierwelt sind die Beuteltiere. Bekannte Vertreter sind die Kängurus mit über 40 Arten, der Koala, der Wombat, der Tasmanische Teufel oder Beutelteufel, die Beutelmaus und die Gattung der Kletterbeutler (Possums). Einzigartig auf der ganzen Welt sind Eier legende Säugetiere (Kloakentiere), die nur in Australien und Neuguinea vorkommen, in Australien vertreten durch das Schnabeltier (engl. Platypus) und den Ameisenigel (engl. Echidna).
Vor der Besiedlung Australiens durch den Menschen waren Plazentatiere nur durch Fledermäuse, Flughunde, Robben und Nagetiere vertreten. Durch den Menschen eingeführte Tiere wie Hunde, Katzen, Kaninchen, Kamele, Füchse, Aga-Kröten usw. stellen heute allerdings eine starke Gefährdung für die australische Fauna dar, vor allem für kleinere heimische Säuger, die der Konkurrenz und dem erhöhten Raubdruck nicht gewachsen sind. Nutztiere wie Schafe und Rinder machen den einheimischen Tieren den Lebensraum streitig, da für deren Ernährung besonders in den steppen- und wüstenartigen Gebieten riesige Flächen benötigt werden. Die Vogelwelt Australiens mit den zahlreichen Papageien (Wellensittiche, Lories, Kakadus) und dem australischen Eisvogel (Kookaburra) ist sehr artenreich. Reptilien sind vor allem mit Schlangen, Schildkröten, Krokodilen und Echsen vertreten. Zwei Drittel aller Schlangenarten, die auf dem australischen Kontinent beheimatet sind, sind giftig und 25 Arten für den Menschen gefährlich, beispielsweise die Giftschlangen Taipan und Tigerotter. Des Weiteren sind verschiedene Spinnenarten (Echte Witwen, Atrax robustus), Haie und Würfelquallen zu nennen.
Einen einzigartigen Lebensraum bildet auch das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens, mit einer Länge von 2.012 km das größte Korallenriff der Erde. Auch hier besteht die Gefahr einer nachhaltigen Störung des ökologischen Gleichgewichts durch die intensive industrielle Fischerei in den umliegenden Gewässern und den Tourismus.
Australien reagierte auf die Gefährdung von Fauna und Flora schon früh mit dem Einrichten von großflächigen Naturschutzgebieten, die auch Teile des Meeres umfassen. Der schon 1879 gegründete Royal-Nationalpark südlich von Sydney gilt nach dem Yellowstone-Nationalpark als zweitältester Nationalpark der Welt. Rund 12 % der Landesfläche sind zu Schutzzonen erklärt worden. Elf Gebiete gehören dem Weltkulturerbe an. Dazu gehören unter anderem der Uluru–Kata-Tjuta-Nationalpark mit dem Uluru (auch: Ayers Rock), das Great Barrier Reef und die Blue Mountains.
Siehe auch: Nationalparks in Australien
Bevölkerung
Die Zusammensetzung der australischen Bevölkerung spiegelt die Einwanderungsmuster des Landes wieder. Rund 92 % der Bevölkerung sind europäischer, 7 % asiatischer Abstammung. 2,4 % der Bevölkerung bezeichnen sich als zumindest teilweise indigener Abstammung. Rund 15 % der Weißen sind nicht britischer oder irischer Abstammung. Insbesondere Einwanderer aus Ex-Jugoslawien, vor allem Kroaten (ca. 800.000), aber auch aus Griechenland (ca. 600.000), Italien (ca. 600.000) und Polen (ca. 200.000) bilden eigene Minderheiten in Australien. Über 1,3 Millionen Australier haben mindestens einen deutschen Vorfahren. Englisch bzw. Australisches Englisch ist mit etwa 79 % der Bevölkerung die am meisten gesprochene Sprache, jeweils rund 2 % sprechen chinesische Dialekte oder Italienisch.
Seitdem in den 60er Jahren die „weiße“ Einwanderungspolitik Australiens allmählich aufgehoben wurde, verstärkt sich vor allem die Immigration aus den asiatischen Ländern. In den 90er Jahren wuchs die Bevölkerung durch Einwanderung um 1,4 % jährlich. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung sind nicht im Land geboren. Die australische Geburtenrate beträgt 1,8 Kinder pro Frau. Die Lebenserwartung beträgt 75 Jahre für Männer, 81 Jahre für Frauen, bei Aborigines 20 Jahre weniger (WHO, 1999).
Australien ist sehr stark urbanisiert, 92 % der Bevölkerung leben in Städten, vor allem in den großen Zentren an der Südostküste, auf Tasmanien und im Großraum Perth. Das Zentrum des Landes ist nahezu menschenleer.
Religion
Die Mehrheit der Australier gehört christlichen Religionsgemeinschaften an (Quelle: Volkszählung 2001). 26,6 % bezeichneten sich als römisch-katholisch, (siehe Katholische Kirche in Australien), 20,7 % als Anglikaner (siehe Anglican Church of Australia), weitere 20,7 % als Mitglieder anderer christlicher Kirchen. Zum Buddhismus bekennen sich 1,9 % der Bevölkerung, zum Islam 1,5 %, zu traditionellen australischen Aborigines-Religionen 0,3 %. 15,3 % bezeichnen sich als areligiös. Von 12,7 % wurde die entsprechende Frage in der Volkszählung nicht beantwortet.
Indigene Bevölkerung
Die indigene Bevölkerung des australischen Kontinents setzt sich aus den Aborigines des Festlands und den Torres-Strait-Insulanern zusammen, die auf den Inseln der Torres-Strait zwischen Queensland und Papua-Neuguinea leben. Vor der Ankunft der Europäer betrug ihre Zahl Schätzungen zufolge zwischen 300.000 und 1 Million Menschen. Diese stellten jedoch kein einheitliches Volk dar, sondern gehörten einer Vielzahl verschiedener Kulturen mit über 200 unterschiedlichen Sprachen an,
Die britische Krone deklarierte Australien als terra nullius, also unbewohntes Land, als sie das Land für sich in Anspruch nahm. Damit wurden den Aborigines jegliche Rechte auf ihr Land abgesprochen. Erst 1965 erhielten die Aborigines das Wahlrecht auf nationaler Ebene. Mit der Errichtung einer Zeltbotschaft vor dem Parlamentsgebäude in Canberra 1972 sollte der Dialog zwischen indigener Bevölkerung und Regierung gefördert werden. Allerdings wurde erst 1992 mit dem Mabo-Urteil die Bezeichnung Australiens als terra nullius revidiert, wodurch es für Aborigines und Torres-Strait-Insulaner möglich wurde, unter bestimmten Voraussetzungen Ansprüche auf Land zu erheben. Trotz dieser Verbesserungen im Status unterscheidet sich die indigene Bevölkerung Australiens auch heute noch vom Rest der Bevölkerung, vor allem in der Gesundheits-, Kriminalitäts- und Arbeitslosenstatistik.
Zwischen 1900 und 1972 wurden in einem staatlichen Programm etwa 35.000 Aborigine-Kinder unter Zwang aus ihren Familien entfernt und in staatliche Institutionen verbracht oder in weiße Familien adoptiert (die so genannte Stolen Generation). Ursprünglich als Programm zum Wohle des Kindes geplant, gilt dieser Akt heute als versuchter Genozid und eklatanter Verstoß gegen die Menschenrechte. Offensichtlich wollte die Regierung die Weitergabe der indigenen Kultur und Sprache unterbinden. Mit der wachsenden Aufmerksamkeit für an den Aborigines verübtes Unrecht in der australischen Bevölkerung während des Mabo-Prozesses kam es 1995 zu offiziellen Untersuchungen zu den Kindesverschleppungen. Am 26. April 1997 wurden die Ergebnisse dieser Untersuchung in dem Report „Bringing Them Home – Report of the National Inquiry into the Separation of Aboriginal and Torres Strait Islander Children from Their Families“ veröffentlicht. Zum Jahrestag dieser Veröffentlichung wird seitdem der National Sorry Day begangen, zu dem landesweit Versöhnungsveranstaltungen stattfinden.
Heute bezeichnen sich 410.003 Australier selbst als indigenen Ursprungs (Stand 2001), also 2,4 % der Bevölkerung. 29 % von ihnen leben in New South Wales, 27 % in Queensland, 14 % in Western Australia und 13 % im Northern Territory. Im letztgenannten Territorium stellen sie 29 % der Gesamtbevölkerung, South Australia und Victoria haben nur geringe Anteile indigener Bevölkerung. Die meisten Aborigines haben ihre traditionelle Lebensweise zum größten Teil aufgegeben, das heißt, sie leben heute nicht mehr in der ursprünglichen Stammesform wie sie seit Tausenden von Jahren existiert. Mehr als 70 % der Aborigines leben in Städten.
Die Interessen der indigenen Bevölkerung gegenüber der Regierung wurden bis 2005 vor allem von der ATSIC (Aborigine and Torres Strait Islander Commission) vertreten. Nach deren Auflösung im Juli 2005 wurde die Zuständigkeit auf das Department of Immigration and Multicultural and Indigenous Affairs übertragen.
Geschichte
Hauptartikel Geschichte Australiens
Wann die Besiedlung Australiens durch Menschen begann, ist bis heute umstritten. Spuren davon werden auf bis zu 120.000 Jahre zurück datiert. Die Aborigines leben seit mindestens 50.000 bis 60.000 Jahren auf dem Kontinent und gehören damit zu den ältesten Kulturen der Welt.
Trotz der isolierten Lage des Kontinents standen die Aborigines in Kontakt zu anderen Kulturen. Bis zur Überflutung der Landbrücke zu Neuguinea vor ungefähr 6000 Jahren bestand ein fast ungehinderter kultureller Austausch zwischen Neuguinea und dem Norden Australiens. Nachdem die neu entstandenen Inseln der Torres Strait vor etwa 1000 Jahren durch melanesische Seefahrer besiedelt wurden, kam es erneut zu Interaktionen mit Bewohnern des nördlichen Australiens. Auch chinesische und indische Händler sowie indonesische Fischer besuchten vermutlich die australischen Küsten seit mehreren Jahrhunderten. Der kulturelle Einfluss dieser Besucher wird in vielen Fels- und Rindenmalereien der Aborigines deutlich. Ein weiteres Zeugnis dieser Handelsbeziehungen ist der Dingo, der wahrscheinlich vor etwa 6000 Jahren durch südostasiatische Seefahrer eingeführt wurde.
Entdeckung
Lange vor der Entdeckung Australiens hatten Gelehrte im alten Europa die Existenz eines Südkontinentes behauptet. Häufig wird das rätselhafte „Südland“ (lat. terra australis) erwähnt. Marco Polo segelt 1292 von China zurück nach Venedig und erwähnt ein an Gold und Muscheln reiches Land südlich von Java.
Im 16. und 17. Jahrhundert erreichen vermutlich portugiesische, französische und spanische Seefahrer die Küsten Australiens und gehen an Land. Als gesichert gilt allerdings erst die Entdeckung der Cape York Peninsula durch den Niederländer Willem Jansz im Jahre 1606. 1616 betrat Dirk Hartog die australische Westküste. Im Juli 1629 strandete das Handelsschiff Batavia der Niederländischen Ostindienkompanie an der Westküste, aber dessen Kapitän Francisco Pelsaert maß seiner Entdeckung keine entscheidende Bedeutung zu. Erst im Jahre 1642 entschloss sich die Niederländische Ostindien-Kompanie, den Kontinent durch eine geplante Expedition zu erforschen. Abel Tasman entdeckte dabei das heutige Tasmanien. Eine weitere Expedition, die im Jahre 1696 unter Willem de Vlamingh begann, kartografierte Teile der Westküste Australiens. Da die Landschaft aber trocken und unfruchtbar wirkt, zeigten die Holländer kein Interesse, Australien zu kolonisieren.
Tasman prägte 1644 die Bezeichnung „Neuholland“, die bis 1824 in Gebrauch war, erst dann führten die Briten den heute gültigen Namen ein.
Kolonisation
Im April oder Mai 1770 erreichte schließlich Kapitän James Cook die fruchtbarere Ostküste Australiens und nahm das Land formell als britische Kolonie New South Wales für die Krone in Besitz. Der Zweck seiner Reise war das Auffinden der sog. Terra Australis, die nach einer in der Zeit gängigen Theorie als Gegengewicht zu den Landmassen im Norden der Erdkugel vorhanden sein müsse.
Nachdem die USA von Großbritannien unabhängig war, suchte die britische Regierung nach neuen Möglichkeiten, Kolonien für ihre Sträflinge einzurichten. Ziel war die Ausdünnung der Unterschicht und so führten schon geringe Vergehen zur Verschiffung nach Australien. Am 26. Januar 1788 trafen daher die ersten 11 Schiffe der „ First Fleet“ („Ersten Flotte“) mit Siedlern und Verurteilten unter der Führung von Captain Arthur Phillip im Port Jackson ein. Die neue Ansiedlung wurde Sydney genannt, nach dem Viscount Sydney, dem obersten Kolonialbeamten Australiens. Bis 1868 wurden 160.000 Gefangene dorthin verbannt.
Von 1801 bis 1803 umsegelte Matthew Flinders als erster den gesamten Kontinent.
Gründung neuer Kolonien
1792 landete eine französische Expedition auf Tasmanien, um das Land zu erkunden. Daraufhin entschieden sich die Briten, auch hier möglichst schnell eine Kolonie einzurichten. 1803 errichteten sie Risdon Cove am Derwent River, ein Jahr später Hobart Town, ebenfalls am Derwent, und George Town am Tamar River. 1813 werden die Blue Mountains zum ersten Mal von Blaxland, Lawson und Wentworth überquert, was zur Besiedlung im Westen beitrug. 1825 wurde das damalige Van-Diemen’s-Land zu einer eigenständigen Kolonie erklärt.
1824 entstand eine neue Strafkolonie in der Mündung des Brisbane River. Die Abgeschiedenheit dieser Lage sollte die Sicherheit der Kolonie erhöhen. Nachdem jedoch auch freie Siedler verstärkt zu den fruchtbaren Weidegründen des Nordens drängten, gab die Kolonie das Land 1842 auch zur Besiedlung frei. 1859 wurde dann Queensland als von New South Wales unabhängige Kolonie ausgerufen.
1835 handelten tasmanische Geschäftsleute den Aborigines 240.000 Hektar in der Gegend des heutigen Melbourne ab und gründen Port Phillip. Obwohl dieser Handel als illegal galt, gab die Kolonieführung dem Druck der wachsenden Bevölkerung nach und musste auch hier das Land offiziell zur Besiedlung freigeben. 1851 separierte sich die neue Kolonie Victoria offiziell von New South Wales.
Die Kolonie New South Wales nahm zunächst den gesamten östlichen Teil des Kontinents ein, nur das westliche Drittel blieb weiterhin als Neuholland von den Briten unbeansprucht. Um die Gefahr einer Kolonisierung Westaustraliens durch Frankreich zu verhindern, gründeten die Briten 1826 auch hier eine Siedlung, Albany. Die Kolonie Western Australia wurde 1829 mit Gründung von Perth ausgerufen. Obwohl ursprünglich keine Sträflinge hierher verschickt werden sollten, forderten die freien Siedler 1850 die Aufhebung dieser Praxis, um die neue Kolonie mit billigen Arbeitskräften auszustatten.
South Australia wurde ebenfalls als sträflingsfreie Kolonie geplant. Im Zuge der systematischen Kolonisierung nach Plänen von Edward Gibbon Wakefield wurde Land verkauft, die Erlöse wurden darauf verwandt, freie Siedler in die Kolonie zu bringen. 1836 wurde Adelaide gegründet, im selben Jahr wurde South Australia als Provinz Großbritanniens ernannt.
Weg zur Nation
Nordöstlich von Melbourne wurde am 22. August 1851 in Victoria Gold gefunden, was die Geschichte Australiens prägte und für mehrere Jahre einen Goldrausch auslöste. Minenarbeiter in Ballarat initiierten im November 1854 den Eureka Stockade-Aufstand, den einzigen bewaffneten Aufstand der australischen Geschichte. Die Aufständischen forderten demokratische Reformen, der Aufstand wurde allerdings am 3. Dezember 1854 endgültig von britischen Militärs und lokalen Polizeikräften niedergeschlagen. Da nun Menschen freiwillig nach Australien kamen, konnte das Land nicht mehr gut als Strafkolonie genutzt werden und der Weg zu einer eigenen Nation war geebnet.
Zwischen 1855 und 1890 erhielten die einzelnen Kolonien das Privileg des Responsible Government und damit eine größere Unabhängigkeit vom britischen Empire. London behielt allerdings vorerst die Kontrolle über Außenpolitik, Verteidigung und Außenhandel.
Nach einem großen Schafschererstreik entstand 1898 „Waltzing Matilda“, die heimliche Nationalhymne Australiens. In den Kolonien beginnen die Planungen für einen Zusammenschluss der Einzelstaaten.
Der Australische Bund
Am 1. Januar 1901 formierten sich die einst voneinander unabhängigen Kolonien zum Commonwealth of Australia. Erste Hauptstadt Australiens wird Melbourne. Am 26. September 1907 erhielt der Australische Bund mit dem Dominionstatus die nahezu vollständige Unabhängigkeit vom Mutterland Großbritannien.
1911 wurde das Australian Capital Territory geschaffen, um die neue Hauptstadt Canberra aufzunehmen. Melbourne blieb aufgrund der langandauernden Bauarbeiten in Canberra aber noch bis 1927 Regierungssitz. Auch das 1863 gegründete Northern Territory wurde aus der Kontrolle der Provinz South Australia in das Commonwealth überführt.
Aus Loyalität zu Großbritannien entsandte Australien sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg Truppen nach Europa. Australien hatte im ersten Weltkrieg von allen Alliierten proportional zur Bevölkerung die höchste Zahl an Gefallenen zu beklagen. Die Niederlage des Australian and New Zealand Army Corps (ANZAC) im ersten Militäreinsatz des Landes in der Schlacht von Gallipoli 1915 gilt vielen Australiern als Geburt der Nation.
Mit dem Statut von Westminster von 1931 wurde den Dominions des Empire formal die Unabhängigkeit verliehen. Das australische Parlament stimmte dem aber erst 1942 zu.
Nach der britischen Niederlage in Asien 1942 und der drohenden japanischen Invasion verlagerten sich die militärischen Aktivitäten ab 1942 von Europa auf den australischen Kontinent. Australien wandte sich verstärkt den USA als neuen starken Alliierten zu. Dies wurde 1951 mit dem ANZUS-Abkommen formalisiert.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde eine aktive Einwanderungspolitik betrieben, die zur Massenimmigration aus Europa führte; nach der Aufgabe der weißen Einwanderungspolitik auch aus Asien und anderen Erdteilen. Dies führte in kurzer Zeit zu starken demographischen Veränderungen, aber auch zu wirtschaftlichem Aufschwung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich viele Nazi-Kriegsverbrecher nach Australien abgesetzt, doch erst vor rund 20 Jahren, etwa 1980, begannen die Australier mit der Aufarbeitung der Geschichte dazu. So Konrad Kwiet, Chefhistoriker der australischen Kriegsverbrecherkommission. Kwiet folgte 1976 einem Ruf nach Australien und stellte Kontakte zwischen der TU Berlin und Einrichtungen in Australien her. Er berichtet, dass noch in den 60er Jahren die eingewanderten Handlanger des NS-Regimes nicht ausgeliefert wurden. Sie lebten unter Umständen, z.B. in Sydney, Tür an Tür mit ihren ehemaligen Opfern, die als Flüchtlinge zwischen 1933 und 1945 gekommen waren.
1986 gab Großbritannien mit dem Australia Act die letzten Kompetenzen bezüglich der australischen Verfassung ab. Als 1988 im Bicentennial der 200. Jahrestag der ersten weißen Siedler gefeiert wurde, wurde dies von lautstarken Protesten der Aborigines begleitet. 1999 stimmte die Bevölkerung in einem Referendum mit einer Mehrheit von 55 Prozent gegen die Schaffung einer Republik und erhielt somit formal die Monarchie.
2004 gewann die national-liberale Koalitionsregierung von Premierminister John Winston Howard erneut die Parlamentswahlen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind vergleichsweise gut.
Mit der Verschärfung des Anti-Terrorgesetzes Ende Oktober 2005 auf Betreiben des australischen Geheimdienstes ASIO und einer groß angelegten Razzia in den Vorstädten von Sydney und Melbourne mit Verhaftungen von 16 verdächtigen Moslems zur Verhinderung eines bevorstehenden Attentats am 8. November 2005 verabschiedet sich die Regierung von der liberalen Innenpolitik.
2005/06 kam es vor allem in Sydney zu rassistisch motivierten Krawallen zwischen weißen Australiern und libanesischstämmigen Australiern.
Militär
In den vergangenen Jahrzehnten war Australiens Außen- und Militärpolitik bestimmt durch eine enge Partnerschaft mit den USA. Australien ist Mitglied des ANZUS-Bündnisses. Australiens Streitkräfte ( Australian Defence Force, ADF) bestehen aus der Marine ( Royal Australian Navy, RAN), dem Heer ( Australian Army) und der Luftwaffe ( Royal Australian Air Force, RAAF). Alle Teilstreitkräfte sind in derzeitige UN-Friedensmissionen in Osttimor und auf den Solomonen involviert. Mit rund 50.000 Soldaten beteiligte sich Australien in den Jahren 1962 bis 1972 an dem Krieg der Vereinigten Staaten gegen Nordvietnam und die Vietkong. Die Beteiligung kostete die Nation einen hohen Blutzoll, es wurden 2.400 Soldaten verwundet, 500 fielen. Außerdem sind die Streitkräfte Australiens derzeit an der Seite der USA und Großbritanniens an der Stabilisierung des Iraks beteiligt. Das Budget der Streitkräfte für 2005/2006 beträgt 17,5 Mrd. AUD.
Politik
Der Australische Bund ist eine parlamentarische Monarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage. Der Staat ist föderal organisiert, die einzelnen Bundesstaaten besitzen jeweils eigene Parlamente mit weitgehenden Kompetenzen zur Gesetzgebung.
Bundesverfassung
Das Zweikammern-System des australischen Parlaments setzt sich aus dem Repräsentantenhaus, dem Senat als Oberhaus und Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt zusammen. Die Königin wird, wie in jedem Commonwealth Realm, durch einen Generalgouverneur vertreten (seit 11. August 2003: Major General Michael Jeffery) der jedoch in der Regel keine Macht über das Parlament ausübt. Die 150 Abgeordneten des Repräsentantenhauses werden alle drei Jahre in Wahlkreisen nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt. Die Abgeordnetensitze werden der Bevölkerungszahl entsprechend auf die Bundesstaaten und Territorien verteilt. Im Senat ist jeder Staat mit zwölf Senatoren vertreten, die beiden Territorien mit jeweils zwei. Die Senatoren werden jeweils für sechs Jahre gewählt, alle drei Jahre finden Wahlen für die Hälfte der Sitze des Senats statt. Für alle Wahlen auf Bundes- und Bundesstaatsebene besteht eine Wahlpflicht. Die am stärksten vertretene Partei stellt die Regierung, der Vorsitzende dieser Partei wird Premierminister.
Bundesstaaten und Territorien
Jeder Staat und jedes Territorium (mit Ausnahme von Queensland) besitzt ein Zweikammerparlament, das in der Regel nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt wird. Das Verhältniswahlrecht wird nur in Tasmanien angewendet. Der Chef der Landesregierung wird ebenfalls als Premierminister bezeichnet.
Die Bundesstaaten besitzen die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz für Bildung, Gesundheit, Justiz, Polizei und Verkehrswesen.
Parteien
Die größten Parteien sind die Liberal Party, Labor Party, National Party und die Grünen. Kleinere Parteien wie die Demokraten und Family First sind auch in australischen Parlamenten vertreten, vor allem in den Senaten auf Bundes- und Landesebene. Es gibt nur noch eine weitere bundesweit registrierte Partei, das 2001 neu gegründete Linksbündnis Socialist Alliance.
Politische Entwicklung
Seit 1996 ist John Howard von der Liberal Party Premierminister des Australischen Bundes. Er regiert gemeinsam mit der kleinen Nationalen Partei (Stand: 2005). Mit den Wahlen 2004 gewann die Regierungskoalition zusätzlich die Mehrheit im Senat. Alle Bundesstaaten und Territorien werden jedoch von Labor regiert.
Trotz der in der Bevölkerung heftig umstrittenen Beteiligung am Irak-Krieg gewann Howard im Oktober 2004 zum vierten Mal die Wahlen gegen die damals von Mark Latham geführte Labor Party, was einen politischen Rekord darstellt. Wahlentscheidend wirkte sich das anhaltende Wirtschaftswachstum aus. Australiens Liberale sind gesellschaftspolitisch konservativ eingestellt; wirtschaftspolitisch setzen sie auf Liberalisierung und Privatisierung.
International kritisiert wird Howard vor allem wegen seiner Pacific Solution sowie seiner engen Anlehnung an die USA. Nachdem US-Präsident Bush im Herbst 2003 Australien als „Amerikas Sheriff“ in Südostasien bezeichnet hatte, beeilten sich vor allem malaysische Politiker, sich einmal mehr einer ökonomischen Integration des „westlichen Transplants“ Australien in Ostasien zu widersetzen.
Nationalfarben
Der Generalgouverneur Sir Ninian Stephen erklärte am 19. April 1984 Gold und Grün zu den offiziellen Nationalfarben von Australien (nicht zu verwechseln mit den amtlichen Farben der Flagge Australiens), denn bis dahin hatte Australien keine eigenen Nationalfarben. Die Gestaltung der Nationalflagge und die offiziellen Wappen von Regierungsstellen sind an den Insignien des britischen Königshauses angelehnt. Um ihre Eigenständigkeit gegenüber der britischen Königin zu demonstrieren, verwenden die Australier bei den Vereinsfarben und Farben ihrer Sportklubs sehr oft die Nationalfarben und dies auch bei internationalen Wettkämpfen.
Nationalhymne
1977 wurde in einer landesweiten Abstimmung Advance Australia Fair zur offiziellen Nationalhymne Australiens gewählt. Schon 1984 wurden an ihr Änderungen vorgenommen, weil vielen Bürgern die britische Ausrichtung der ursprünglichen Version zu weit ging. Die Komposition geht auf Peter Dodds McCormick zurück. Die erste Aufführung fand im Jahre 1878 statt.
Für kurze Zeit galt auch Waltzing Mathilda, welches auf einem Text von Banjo Paterson basiert, neben Advance Australia Fair als Nationalhymne, wurde jedoch bei der Abstimmung auf den zweiten Platz verwiesen. Dennoch erfreut sich Waltzing Matilda großer Beliebtheit und gilt für viele Australier als heimliche Nationalhymne.
Liste der australischen Staatsoberhäupter
Siehe auch:
Regionale Untergliederungen
Jeder Bundesstaat hat neben Regierung und Parlament auch einen eigenen Gouverneur als direkten Repräsentanten des Monarchen.
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{Tausendfach verwendet}>
border="2" cellspacing="0" cellpadding="4" rules="all" class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1" style="margin:1em 1em 1em 0; border-style:solid; border-width:1px; border-collapse:collapse; empty-cells:show; "
Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.
Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:
...
Für links- und rechtsseitig Ausgerichtete Tabellen siehe Vorlage:Prettytable-L und Vorlage:Prettytable-R.
Siehe auch: Hilfe:Tabellen, Abschnitt Tabellen in Wie gute Artikel aussehen.
Prettytable
en:Template:Prettytable
Außengebiete
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| Ashmore- und Cartierinseln
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| Australisches Antarktis-Territorium
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| Heard und McDonaldinseln
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| Kokosinseln
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| Korallenmeerinseln
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| Norfolkinsel
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| Weihnachtsinsel
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| Lord-Howe-Inselgruppe (zu NSW)
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| Macquarieinsel (zu TAS)
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Infrastruktur
Hauptartikel Verkehr in Australien
Australiens Verkehrswesen wird durch die großen Entfernungen im Landesinneren und der hohen Bevölkerungsdichte entlang des schmalen Streifens der Ost- und Südküste geprägt. Bezogen auf die Einwohnerzahl verfügt das Land über sehr viele Kilometer an Straßen und Wegen, weist einen hohen Motorisierungsgrad auf und besitzt ein engmaschiges Flugnetz.
Flugverkehr
Australien gehört zu den Ländern mit dem dichtesten Flugnetz überhaupt. Es gibt etwa 400 öffentliche und privat verwaltete Flugplätze. Wichtigste Fluggesellschaft ist die 1920 gegründete QANTAS. Ein bedeutendes Drehkreuz für den internationalen Flugverkehr ist der Kingsford Smith International Airport in Sydney. Der Inlands-Flugverkehr ist seit 1990 dereguliert, d. h. Flugpreise werden ohne Mitwirken seitens der Regierung durch den freien Wettbewerb bestimmt. Zunehmend ist auch der Anteil an Ballonfahrten mit dem Heißluftballon (frühmorgens starten - sonst ist es zu heiß) als Freizeitbeschäftigung speziell für Touristen.
Straßenverkehr
Vor allem im dicht besiedelten Südosten des Landes spielt auch der Straßenverkehr eine bedeutende Rolle. Die erste Straße Australiens wurde 1789 bis 1791 von Sydney nach Parramatta gebaut. Das heutige Straßennetz beläuft sich auf etwa 913.000 km, davon sind etwa 353.000 km befestigt, das heißt asphaltiert oder betoniert.
Ein großer Teil des Warenverkehrs im Outback wird über die so genannten Road Trains transportiert – das sind lange Lastwagen-Kombinationen mit mehreren Anhängern bis zu 53,5 m Länge und bis etwa 140 Tonnen Gesamtgewicht. In Australien herrscht Linksverkehr. Die Züge, siehe nächster Absatz, nehmen die Road Trains leider die Fracht weg. es werden laut NDR Bericht nur noch wenige derartige Transportzüge eingesetzt.
Schienenverkehr
1854 verkehrte die erste Dampfeisenbahn zwischen der Innenstadt und dem Hafen Melbournes. Zahlreiche private Gesellschaften betrieben in der Folgezeit die Eisenbahnlinien des Landes. Dies führte dazu, dass zum Zeitpunkt der Föderationsbildung (1901), drei voneinander abweichende Spurweiten vorlagen, was zu großen Problemen führte. Erst seit ca. 1970 ist die Durchfahrt von Sydney nach Perth ohne systembedingtes Umsteigen möglich. Teilweise wird hier - und nur hier - mit Dreischienennetz (siehe dazu: Gleis gefahren.
Außer einigen nostalgischen Touristenstrecken sind heute keine Dampflokomotiven im Einsatz.
Das staatliche Eisenbahnnetz beträgt ca. 34.000 km, das private Schienennetz (vor allem Eisenerztransport in der Pilbara-Region, Kohle und Zuckerrohrzüge in Queensland) beläuft sich auf ca. 5500 km.
Verglichen mit dem Straßenverkehr, spielt der Personen- und Gütertransport auf den Schienen inzwischen eine untergeordnete Rolle. Es gibt dennoch Neubauprojekte, so beispielsweise die kürzlich fertig gestellte Eisenbahnlinie von Alice Springs nach Darwin, bekannt unter dem Namen The Ghan. Die Transaustralische Eisenbahn von Sydney nach Perth ist für den Fracht- und den Fremdenverkehr von Bedeutung. Australien plant zudem den Einsatz von Hochgeschwindigkeitszügen.
In den Ballungsräumen Brisbane, Melbourne, Perth und Sydney, in denen die Hälfte der Bevölkerung lebt, existieren gut ausgebaute S-Bahn-Netze. Das Straßenbahnnetz in Melbourne gehört zu den längsten der Welt.
Wirtschaft
Australien ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. In den 1980er Jahren begann die Labor Party unter Premierminister Bob Hawke und Finanzminister Paul Keating, Australiens Wirtschaft zu modernisieren. Nach einem schweren Wirtschaftseinbruch – Keating nannte ihn „die Rezession, die wir haben mussten“ – erholte sich Australien rasch und weist seit den 1990er Jahren eine der höchsten Wirtschaftswachstumsraten unter den OECD-Staaten auf. Die Arbeitslosigkeit ging markant zurück und die Wettbewerbsfähigkeit australischer Unternehmen stieg an. Die Liberalen unter John Howard hielten seit 1996 an der liberalen Wirtschaftspolitik fest.
Kritiker sagen, dass dies zu Lasten der Arbeitnehmer und sozial Schwachen geht. Vielen Arbeitnehmern ginge es jetzt schlechter als vorher ohne Job.
Am 1. Januar 1966 löste der Australische Dollar das Pfund Sterling als Landeswährung ab und das
englische Maßsystem wurde durch das metrische System ersetzt.
Außenhandel
Die große Fläche des Landes in Verbindung mit dem kleinen Binnenmarkt prädestiniert Australien zum Exportland für Primärprodukte. Wichtige Exportgüter sind daher landwirtschaftliche Produkte und Bodenschätze. Diese Tatsache macht das Land aber auch empfindlich gegenüber starken Schwankungen der Weltmarktpreise dieser Güter.
Die Großunternehmen in Australien prägen die Exportbilanz. Die 100 größten Unternehmen des Landes haben 2001 für rund 50 Mrd. A$ Waren- und Dienstleistungsexporte erbracht und liefern damit rund ein Drittel der gesamten Ausfuhr des Landes. Im Jahre 2001 lag der australische Export bei rund 154 Mrd. A$ und macht damit über 20 Prozent des BIP aus. Australien bildet mit seinem Nachbarland Neuseeland unter der Bezeichnung Closer Economic Relations seit 1983 eine Freihandelszone.
Landwirtschaft
Landwirtschaft ist in Australien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mehr als 400.000 Arbeitnehmer sind in der Landwirtschaft beschäftigt. 3 % des BIP werden hier erwirtschaftet. Etwa 80 % der landwirtschaftlichen Produktion werden exportiert.
Große Flächen des Landes dienen als Weideland für über 100 Millionen Schafe und mehr als 25 Millionen Rinder. Australien ist führend in der Produktion von Wolle, 29 Prozent der Weltproduktion stammen von hier.
Nur sechs Prozent der Landesfläche werden zum Anbau von Nahrungs- und Futterpflanzen genutzt. Weizenanbau hat daran mit 45 Prozent den größten Anteil. Abgesehen von den klimatisch begünstigteren Gebieten des Südostens sind die meisten Anbaugebiete von Bewässerung abhängig. Neben Weizen mit einer jährlichen Produktion von über 20 Millionen Tonnen spielt der Zuckerrohranbau mit mehr als 30 Millionen Tonnen eine große Rolle.
Australiens Weinindustrie hat ein Exportvolumen von mehr als 2,3 Mrd. AUD. Wichtige Anbaugebiete sind das Barossa Valley in South Australia, Hunter Valley in New South Wales und Victorian Sunraysia in Victoria. Die am meisten angebauten Traubensorten sind Chardonnay, Shiraz und Cabernet Sauvignon.
Australien ist eines der wenigen Länder, die unter strengen Kontrollen den Anbau von Schlaf-Mohn zur Opium-Gewinnung für die Pharma-Industrie erlauben.
Bodenschätze
In der Geschichte Australiens war die Förderung von Bodenschätzen neben der Fleisch- und Wollproduktion wichtigster Wirtschaftszweig. Obwohl inzwischen die herstellende Industrie sowie Dienstleistungen die Wirtschaft dominieren, ist die Produktion von Kohle, Eisenerz, Gold, Diamanten, Uran, und anderen Mineralien weiterhin von großer Bedeutung. Mit 282 Tonnen stammen zwölf Prozent des Goldes auf dem Weltmarkt aus Australien. 2002 produzierten australische Minen 343 Millionen Tonnen Kohle sowie 116 Millionen Tonnen Eisenerz.
Australien fördert mehr als 90 % der Weltproduktion an Opal, vor allem im Gebiet der Stadt Coober Pedy.
Tourismus
Seit den siebziger Jahren steigt das Touristenaufkommen des Landes stark an. 2003 besuchten 4,35 Millionen Touristen Australien. Hauptziele der ausländischen Besucher sind neben Sydney vor allem die einzigartigen Naturlandschaften wie das Great Barrier Reef, Uluru und der Kakadu-Nationalpark.
Energieerzeugung
Die Stromerzeugung in Australien wird zu 80 % mit Kohlekraftwerken gewährleistet, die restlichen 20 % werden hauptsächlich durch Gas- und Wasserkraftwerke gedeckt. Aufgrund der hohen Förderungsmengen fossiler Brennstoffe ist das Land von Importen dieser Bodenschätze nahezu unabhängig. Atomkraftwerke gibt es in Australien nicht.
Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Verteidigung
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für
Kultur
Anfangs war die Kultur des australischen Kontinents stark von der Kolonialmacht geprägt. Mit dem Entstehen einer eigenen nationalen Identität entstand auch eine abgegrenzte nationale Kultur Australiens. Heute ist sie in allen Bereichen geprägt von den Einflüssen unterschiedlicher Einwanderergruppen, vermischt mit den Ausdrucksformen der indigenen Kultur der Aborigines.
Kunst
Älteste Zeugnisse abbildender Kunst in Australien sind Felsgravierungen der Aborigines, die teilweise bis zu 30.000 Jahre zurückdatiert werden. Damit stellt dies die älteste Kulturtradition der Welt dar. Mit dem Übergang von der ursprünglichen Rindenmalerei mit natürlichen Pigmenten zu Arbeiten mit Acryl auf Leinwand stieg die internationale Aufmerksamkeit und das Ansehen der Aboriginal Art seit den frühen siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stark an.
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Golden Summer, Eaglemont (1889), Öl auf Leinwand, von Arthur Streeton, Vertreter der Heidelberger Schule Bildherkunft |
Die ersten Gemälde europäischer Siedler verwendeten meist Tiere oder Aborigines als Motive, waren stilistisch und farblich aber an europäischen Vorbildern orientiert. Conrad Martens, der an Darwins Beagle-Expedition teilnahm, passte allerdings die europäische Malerei an die australischen Verhältnisse an. Mit der Aneignung des französischen Impressionismus durch die Heidelberger Schule in Melbourne gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelang australischer Kunst erstmals internationale Anerkennung. Die expressionistische Bewegung in den vierziger Jahren, vertreten unter anderem durch Sidney Nolan und Arthur Boyd, beeinflusste auch die Werke etablierter Maler wie Russell Drysdale und William Dobell. Bis in die sechziger Jahre dominierte der abstrakte Expressionismus die Bildende Kunst Australiens.
Heutige Arbeiten australischer Künstler werden zunehmend von Kunstformen der asiatischen Nachbarländer beeinflusst. Zeitgenössische Kunst verwendet darüber hinaus vielfältige Medien, um vor allem aktuelle Themen darzustellen, wie die Umweltproblematik oder gesellschaftliche Veränderungen.
Literatur
Hauptartikel: Australische Literatur
Die Entwicklung einer eigenständigen australischen Literatur beginnt erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Gedichte und Balladen der frühen Autoren, wie Henry Lawson oder A. B. ‚Banjo‘ Paterson behandeln vor allem das Leben im australischen Busch. Auch später richtete sich der Fokus vor allem auf den australischen Kontinent und seine Bewohner.
Mit der Aufnahme internationaler und sozialer Themen nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Literatur des Landes auch international stärker beachtet. Patrick White erhielt 1973 als bisher einziger Australier den Literatur-Nobelpreis, australische Träger des Booker Prize sind Peter Carey und Thomas Keneally. Wichtigste nationale Auszeichnung der Literaturszene ist der Miles Franklin Award.
Siehe auch: Liste australischer Schriftsteller
Film
Schon 1896 wurde in Sydney das erste Kino des Landes eröffnet. Der 1906 von der australischen Heilsarmee gedrehte Film Soldiers of the cross gilt als erster „echter“ Film der Welt. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es schon eine boomende Filmindustrie. Bis in die dreißiger Jahre wurden über 250 Stummfilme produziert. Mit der Übernahme des Vertriebs durch britische und US-amerikanische Firmen kam es jedoch zur Krise der australischen Filmproduktion. Trotzdem wurden auch weiterhin Produktionsfirmen gegründet, die in den dreißiger Jahren Tonfilme vor allem zu australischen Themen drehten. Bekannte Regisseure dieser Zeit sind Ken G. Hall und Charles Chauvel. Chauvel drehte auch den ersten australischen Farbfilm, Jedda, ein vor allem mit Aborigines besetztes Drama.
1969 beschloss die australische Regierung eine Verstärkung der Filmförderung. In den folgenden Jahren konnten dann Filme mit australischer Thematik internationale Erfolge feiern. Die Mad Max-Reihe von George Miller entstand in dieser Zeit, Breaker Morant von Bruce Beresford und Gallipoli von Peter Weir, der inzwischen auch in Hollywood erfolgreich Regie führt. 1985 wurde Crocodile Dundee von Paul Hogan zum Überraschungserfolg. International bekannte Schauspieler sind Mel Gibson und Nicole Kidman
Seit 1999 die Fox Studios in Sydney eröffnet wurden, wird die Produktion vieler Hollywood-Filme nach Australien verlagert. Hier wurden unter anderem Mission: Impossible 2 gedreht sowie die zweite und dritte Episode der Star Wars-Serie.
Musik
Klassische Ensembles mit internationalem Ansehen sind die Symphonieorchester Sydneys, Melbournes und Tasmaniens sowie das Australische Jugendorchester und das Australische Kammerorchester. Als Vater einer eigenständigen australischen Kunstmusik gilt der Komponist Alfred Hill. Die Komponisten Peter Sculthorpe und Geoffroy Parsons übernehmen in ihre Werke auch Einflüsse der Aborigines und der asiatischen Nachbarländer.
Country-Musik im US-amerikanischen Stil ist vor allem in ländlichen Gebieten des Südostens beliebt. Das jährlich in Tamworth stattfindende zehntägige Country Music Festival ist das zentrale Ereignis dieser Musik-Szene.
Ein Vertreter des australischen Jazz ist Graeme Bell. International bekannte Stars der Pop-Industrie sind die Bee Gees, INXS, AC/DC, Men at Work, Midnight Oil, Kylie Minogue, Silverchair, The Dissociatives, Delta Goodrem und Nick Cave. Der kommerziell erfolgreichste australische Künstler war Slim Dusty. Bands mit Aborigine-Hintergrund wie Yothu Yindi oder Archie Roach versuchen eine Fusion von traditioneller indigener Musik mit Rock-Elementen.
Tanz und Theater
Die Australische Oper mit Sitz in Sydney bringt etwa 300 Vorstellungen jährlich auf die Bühne. Die Koloratursopranistin Joan Sutherland gilt als bekanntestes Mitglied des Ensembles. Das nationale Ballett-Ensemble ist das 1961 gegründete Australian Ballett in Melbourne. Auf Tourneen durch Australien werden jährlich etwa 185 Aufführungen klassischen und modernen Balletts angeboten. Das Ballett gilt als eines der besten der Welt. Bedeutende Choreographen sind Robert Helpmann und Graeme Murphy. Murphy gründete auch die Sydney Dance Company, die auf dem Gebiet modernen Tanzes in Australien führend ist.
Das Bangarra Dance Theatre und das Aboriginal and Islander Dance Theatre verschmelzen traditionelle Tänze der indigenen Bevölkerung und modernen Tanz.
Klassisches Theater, aber auch moderne Inszenierungen, werden von der Sydney Theatre Company aufgeführt. Der führende Theaterautor Australiens ist David Williamson, der unter anderem der australischen Mittelklasse in seinen Stücken den Spiegel vorhält.
In den fünf Sälen des 1973 eröffneten Sydney Opera House werden neben Konzerten und Opern auch Theaterstücke und Filme vorgeführt.
Museen
Das älteste Museum Australiens ist das 1827 am Hyde Park in Sydney errichtete Australian Museum. Es enthält umfangreiche naturhistorische Sammlungen, aber auch Sammlungen zur Geschichte und Kultur der indigenen Bevölkerung. Ein weiteres naturhistorisches Museum von Bedeutung ist das Museum Victoria, gegründet 1854 in Melbourne, mit einer 12 Millionen Exemplare umfassenden Sammlung.
Australische Kunst von den kolonialen Anfängen bis zu zeitgenössischen Künstlern beherbergt die Art Gallery of New South Wales, gebaut um 1880 in Sydney. Auch europäische und asiatische Werke zählen zu den Objekten dieses Museums. Die hier angeschlossene Yiribana Gallery ist die weltweit größte Sammlung indigener australischer Kunst.
Medien
Australiens Medien sind die am stärksten monopolisierten der Welt. Die Superreichen Rupert Murdoch (NewsCorp) und Kerry Packer teilen sich den TV-Markt, Murdoch und die Fairfax Group die Printmedien (also beides Duopole). The Australian und The Australian Financial Review sind die beiden nationalen Zeitungen, andere Tageszeitungen mit hoher Auflage sind The Sydney Morning Herald und The Age (Melbourne). Australian Consolidate Press ist der größte Zeitschriftenverlag des Landes. Australien hat pro Kopf eine der höchsten Auflagenzahlen für Printmedien der Welt. Zuständig für die Pressefreiheit ist das Australian Press Council.
Die beiden nationalen Rundfunkanstalten sind die Australian Broadcasting Corporation (ABC) und der Special Broadcasting Service (SBS). Diese bieten neben mehreren Radioprogrammen jeweils ein landesweit zu empfangendes Fernsehprogramm. Zusätzlich sind 53 kommerzielle TV-Sender zu empfangen, davon drei auf nationaler Ebene, Seven Network,Nine Network und Network Ten.
Siehe auch: Fernsehen in Australien
Sport
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Australian rules football auf dem Melbourne Cricket Ground Bildherkunft |
Hauptartikel: Sport in Australien
Sport ist ein wichtiger Teil der australischen Kultur, gefördert durch ein Klima, welches Outdoor-Aktivitäten begünstigt. 23,5 % der über fünfzehnjährigen Australier sind regelmäßig im organisierten Sport aktiv.
Zu den beliebtesten Sportarten zählen zwei Varianten des Rugby: Rugby League sowie Rugby Union. Daneben spielt Australian Rules Football eine bedeutende Rolle. Australian Rules ist eine nur in Australien verbreitete Sportart, die auf einem ovalen Feld gespielt wird. Internationale Erfahrungen können die Spieler nur im einmal jährlich stattfindenden International Rules-Turnier sammeln, hier wird eine Mischung aus Australian Rules und Gaelic Football gespielt. National und international erfolgreich sind außerdem die Teams in Cricket und Netball, aber auch im Rad- und Schwimmsport werden herausragende Leistungen erbracht. Seit 1905 findet eins der vier Tennis-Grand-Slam-Turniere in Australien statt: die Australian Open in Melbourne.
Die Formel 1 gastiert regelmäßig in Australien. Der Große Preis von Australien findet seit 1996 jährlich in Melbourne statt, zuvor wurde seit 1985 in Adelaide gefahren.
In den Winterschneegebieten der Australischen Alpen und auf Tasmanien ist Wintersport möglich, in vielen Städten wurden auch Eishockey-Stadien gebaut.
Australien hat an sämtlichen modernen Olympischen Spielen und allen Commonwealth Games teilgenommen, war 1956 und 2000 Gastgeber der Olympischen Sommerspiele und bisher dreimal Gastgeber der Commonwealth Games (1938, 1962 und 1982). 2006 werden die Commonwealth Games in Melbourne stattfinden.
Auch Fernsehübertragungen von Sportereignissen sind sehr beliebt, die Olympischen Sommerspiele sowie Finalspiele lokaler und internationaler Football-Turniere erreichen höchste Einschaltquoten.
In den letzten Jahren gewinnt der Fußball in Australien an Begeisterung, nicht nur durch die Leistungen der Nationalmannschaft. Bekannte australische Sportler sind die Sprinterin Cathy Freeman und der Schwimmer Ian Thorpe.
Feiertage
Nationalfeiertag ist der 26. Januar (Australia Day), basierend auf dem 26. Januar 1788, der Ankunft Captain Arthur Phillips und der „First Fleet“. Mit der Deportierung englischer Strafgefangener begann die Besiedlung Australiens durch Europäer.
Ein weiterer wichtiger Feiertag ist der ANZAC Day am 25. April. Er ist der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen im Ersten Weltkrieg, der Landung auf Gallipoli 1915.
Auch ist der Melbourne Cup Day bei der Bevölkerung sehr beliebt. Er findet am ersten Dienstag im November statt und ist im Bundesstaat Victoria ein offizieller Feiertag. Das Pferderennen wurde vom Victoria Turf Club das erste Mal 1861 ausgetragen.
Australische Küche
Hauptartikel: Australische Küche
Traditionell folgt die australische Küche englischen Essgewohnheiten. Mit der zunehmenden Immigration nicht-britischer Bevölkerungsgruppen entwickelte sich aber eine der vielfältigsten Küchen der Welt. Vor allem Gerichte der südostasiatischen Nachbarn, aber auch der Griechen, Italiener und Libanesen beeinflussten die Australier. Meeresfrüchte stellen einen wichtigen Teil der Nahrung dar, bei Familienausflügen und -aktivitäten ist das Barbecue ein Muss.
Das vielleicht bekannteste typisch australische Lebensmittel ist Vegemite, ein Hefeextrakt, der meist als Brotaufstrich verwendet wird.
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Ausschreitungen in Cronulla am 11. Dezember 2005 Bildherkunft |
Gesellschaftliche Probleme
Generell gilt Australien als Land mit sehr hoher Lebensqualität, dennoch bestehen einige gesellschaftliche Probleme. Seit der verstärkten Einwanderung vorder- und südostasiatischer Migranten mit dem Ende der White-Australia-Politik in den 1960er Jahren kam es mehrfach zu rassistischen Ausschreitungen wie den Cronulla Riots im Dezember 2005. Hinzu kommt der bis heute unzureichend gelöste Konflikt mit den australischen Ureinwohnern, den Aborigines, die während der Kolonisierung fast ausgelöscht wurden. Heutzutage leben sie weitgehend unter sozialer Marginalisierung.
Bekannte Künstler und Künstlergruppen mit Bezug zu Australien
Siehe auch: Liste bekannter Australier
Bildungssystem
Administration und Finanzierung des australischen Bildungssystems werden gemeinsam vom Staat und den einzelnen Bundesstaaten und Territorien geregelt. Zwischen den Staaten gibt es dabei nur geringe Unterschiede.
Schulausbildung
Nach dem einjährigen Besuch der Vorschule (preparatory year), im Alter von etwa sechs Jahren, folgt die sechs- bis siebenjährige Grundschule (primary school). Die weiterführenden Schulen (secondary school) führen nach weiteren fünf bis sechs Jahren zum Abschluss. Eine Schulpflicht besteht in den meisten Bundesstaaten bis zum 15., in Tasmanien bis zum 16. Lebensjahr. Die Mehrheit der Schüler, 72,3 %, absolviert jedoch die vollen 13 Jahre Schullaufbahn (Stand 1999).
Spezielle Förderprogramme gibt es für Schüler abgelegener Gebiete, die durch Fernunterricht ausgebildet werden. Bekanntestes Beispiel ist die Alice Springs School of the Air.
Um den Ausbildungsstandard der indigenen Bevölkerung anzuheben, wurde 1989 die National Aboriginal and Torres Strait Islander education Policy (AEP) verabschiedet. 2000 wurden erneut Standards und ein Aktionsplan für eine effektivere Ausbildung der Aborigines formuliert.
Universitäten
Als erste Universität Australiens wurde 1850 die University of Sydney gegründet. Derzeit verfügt Australien über 38 staatliche und 2 private Universitäten, an denen rund 600.000 Menschen studieren. An den staatlichen Universitäten werden die meisten Studienplätze für Inlandsstudenten von der Regierung gefördert. Der Zugang zu diesen Plätzen hängt hauptsächlich von der Qualifikation der Studenten ab. Diese zahlen ihre Studiengebühren nicht im Voraus, über ein staatliches Programm (HECS-HELP) werden Kredite gewährt. Ein Studium an privaten Universitäten ist nur mit Zahlung von Studiengebühren möglich. Auslandsstudenten können das so genannte „overseas student program (OSP)“ wahrnehmen, jedoch besteht für Auslandsstudenten („Not Australian citizens or Australian permanent residents“) generell die Verpflichtung zur Zahlung von Studiengebühren.
Mit der aktiven Bildungspolitik der australischen Universitäten wird mittlerweile von einem australischen Bildungskontinent gesprochen. Der Bildungssektor ist inzwischen Australiens Haupteinnahmequelle in Milliardenhöhe – noch vor dem Tourismussektor. Insbesondere Studierende der Südostasiatischen Oberschichten nehmen die australischen Bildungsangebote gerne an. Das System für das Universitätsstudium entspricht im Wesentlichen dem britischen.
Siehe auch: Universitäten in Australien
Literatur
- Albrecht Hagemann: Kleine Geschichte Australiens. C.H. Beck, München 2004, ISBN 3-40651-101-5
- Robert Hughes: Australien. Die Besiedelung des Fünften Kontinents. Droemer Knaur, München 1992, ISBN 3-42604-866-3
- K. Viedebantt: 30mal Australien. Piper, München & Zürich 1987, ISBN 3-492-15126-4
- Johannes H. Voigt: Australien. C.H. Beck, München 2000, ISBN 3-40644-783-X
- Russell Ward: Australia – A Short History. Ure Smith, Sydney 1979, ISBN 0-72540-473-6
- Konrad Kwiet & John A. Moses: On being a German-Jewish refugee in Australia. Experiences and studies (engl.) St. Lucia, Queensland: Univ. of Queensland Press, 1985
Weblinks
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Diskussion 2003 | 2004 | 2005
Down Under / Oz (umg.Australien)
"Australien wird auch bezeichnet als "Down Under" oder Oz." Weiß jemand näheres zu diesen Begriffen? --Matt1971 21:31, 10. Mär 2005 (CET)
- "Down under" deshalb weil es eben "unten" liegt wenn man sich den Globus betrachtet. "Oz" ist die Slangbezeichnung (Abkürzung) für "Australia".
- Oz von AUS und im australischen Busch_Slang wird daraus Ous (oder so ähnlich) und schliesslich in der Umgangssprache 'Oz' Cwagener 19:28, 8. Apr 2005 (CEST)
- Oz ist eine Abkürzung von Aussie. Am Anfang des 20. Jahrhunderts und während des 1. Weltkrieges wurde Australien 'Aussie' genannt. Aus = Oz. Der Film 'Wonderful Wizard of Oz' hat keine verbindung mit Australien. Er is kein Märchen. Die australische Bevölkerung weiss dass 'Hänsel und Gretel' ein Märchen ist. (Australians view Hansel and Gretel as a fairy tale, they view Wonderful Wizard of Oz as just a film. It has no cultural significance with the Australian population and the current slang term Oz. Oz is a modern reincarnation of the older term Aussie. To an Australian reader this part of the article seems very odd/strange) Ozdaren 15:10, 12. Aug 2006 (CEST)
- Und ich hatte schon gelaubt, ich stünde mit meiner Verwunderung über diese Erklärung alleine da. Da ich nicht in Australien lebe und mein Wissensstand in der Regel ein älterer ist, habe ich mich natürlich verunsichern lassen. Selbst Oz klingt etwas befremdlich. Man weiß inzwischen allerdings nie so richtig was sich wofür als Ausdruck eingebürgert hat. Wie sieht es aus? Wollen wir endlich diese Passage/das Märchen ersatzlos streichen? Viele Grüße --Marbot 20:00, 13. Aug 2006 (CEST)
- Ich habe die fragliche Passage vorerst versteckt. In einem zweiten Schritt sollten wir sie löschen, sofern hier keine weiteren Argumente vorgebracht werden. --Marbot 23:30, 30. Okt. 2006 (CET)
Down Under heißt übersetzt umg. Australien;Ozeanien
Das Wort Australien
Australien: von lat. Terra australis incognita -> unbekanntes, südliches Land (bitte entsprechend ändern)
"Australien (engl. und lat.: Australia= Land im Osten gelegen)"
Aus meinen rudimentären Lateinkenntnisse glaube ich mich zu erinnern, dass australis nicht Osten, sondern Süden bedeutet. So auch in der englischen Version der Seite: "The name Australia derives from the Latin australis, meaning southern."
Also wohl besser "Land im Süden gelegen"!
- Du hast Recht - ist mir noch gar nicht aufgefallen! Ich habs entsprechend geändert. --Kookaburra 17:09, 22. Jun 2005 (CEST)
Also Land im Süden heist Australien sicher nicht. Es war zwar immer vom Südkontinent die Rede aber Australien heist eindeutig Land im Osten weil sonst würde Österreich Süderreich heissen und Austria heisst eindeutig Ostreich. --Highdelbeere 16:28, 26. Jan 2006 (CET)
- Wie auch immer... Es wäre wünschenswert, sich auf eine Übersetzung zu einigen, bzw. schnellst möglich herauszufinden, da auf der Hauptseite (exzellenter Artikel) und im Artikel selbst widersrüchliche Übersetzungen zu finden sind. --Ĝù 17:08, 26. Jan 2006 (CET)
- australis heisst südlich, egal wie Österreich heisst. [LINK] --AchimP 17:51, 26. Jan 2006 (CET)
Richtig, dafür braucht es auch keine Quelle, man kann jeden fragen, der ein bisschen Latein beherrscht. Es spricht auch nichts dagegen, dass "Austria" "Südland" heißt, selbst wenn "Österreich" "Ostmark" bedeutet. Gruß, J budissin - J budissin 18:01, 26. Jan 2006 (CET)
- Doch, es spricht etwas dagegen, dass "Austria" "Südland" heisst. Es heißt nämlich "Australia" --AchimP 22:02, 26. Jan 2006 (CET)
Wie schon gesagt Austri heisst nicht süden sondern Osten. Dieser Name hat überhaupt nichts mit dem sog. Südkontinent zutun. Siehe auch unter Austri nach. --Highdelbeere 18:12, 26. Jan 2006 (CET)
- Mag ja sein, aber das Land heisst nunmal nicht Austrien, sondern Australien, und dieses kleine "al" statt des "i" macht aus dem einen Wort zwei verschiedene, die etymologisch nichts gemeinsam haben - nicht mal den Wortstamm. --AchimP 21:59, 26. Jan 2006 (CET)
- hab grad kein lateinwörterbuch zur hand, aber in meinem langenscheidt spanisch heisst span. austral auf deutsch südlich, könnte wohl ein hinweis sein... oder gilt langenscheidt nich als referenz? ich hab allerdings nicht das gefühl, dass diese diskussion zu irgendwas führt... gruß, --Aljaz cosini 18:29, 26. Jan 2006 (CET)
Also wenn austria= Süden, dann schaut mal bei wiki unter Österreich nach: Ostland(lat.austria). das sollte man dann auch ändern.
- austria heißt nicht Süden. Der Wortstamm des lat. Wortes für "südlich" endet auf "al", nicht auf "i". --AchimP 21:59, 26. Jan 2006 (CET)
- Gemeine Sache, aber so ähnlich die Wörter auch klingen, sie haben nichts miteinander zu tun. "Austria" ist nicht per se lateinisch, sondern aus einem germanischen Wort (für Osten) latinisiert, etwa so wie "Franconia" o.ä. Australien hingegen ist von einem echten lateinischen Wort abgeleitet, nämlich auster "Südwind, Süden". Gruß T.a.k. 21:13, 26. Jan 2006 (CET)
Laut unserem Lateinlehrer (sollte als Quelle gebräuchlich sein) heisst es irgendwas in der Richtung "... des Südwindes", also kann ich T.a.k. recht geben - das mit Osten ist in dem Fall eher weit hergeholt --Barnes 23:12, 6. Mär 2006 (CET)
fauna und flora
ich finde die einteilung 'fauna und flora' als unterkategorie zu geographie etwas seltsam, werde das demnächst wohl mal ändern und würde auch gerne fauna und flora insgesamt überarbeiten/neu strukturieren... oder gehört das eher zu australien (kontinent)?--Aljaz cosini 20:35, 30. Jul 2005 (CEST)
- Ich gebe Dir recht, daß die Unterordung unter Geographie nicht 100prozentig paßt. Ich vermute, daß diese Einordung auf gewachsene Strukturen zurückzuführen ist. Bei näherer Betrachtung halte ich es auch für das Beste Flora und Fauna hier rauszunehmen und unter Australien (Kontinent)#Ökologie einzuarbeiten. Noch besser wäre es sogar, gleich zwei neuen Artikel Fauna Australiens und Flora Australiens anzulegen, so wie es auch bei bspw. Geschichte Australiens gemacht wurde. Genug gibt es ja zu Fauna und Flora zu berichten, daß dies gerechtfertigt wäre. So kann man auch vermeiden, daß der Artikel Australien (Kontinent) zu sehr aufgebläht wird. Dort bräuchte man dann nur noch weiterverweisen. --Marbot 23:18, 30. Jul 2005 (CEST)
- In der Fauna wären auch ausgerottete Tiere (z.B. Beutelwolf) zu erwähnen.--Physikr 07:00, 26. Jan 2006 (CET)
- Vielleicht wäre es besser die reichhaltige Tierwelt´in einem eigenen Artikel zu würdigen. Durch seine Lage und die damit verbundene Entwicklungsgeschichte ist die Tierwelt einzigartig. Auch der Einfluss von Einschleppunge sollte dabei nicht zu kurz kommen.--Apodemus
Australien (Diskussion ob exzellenter Artikel vom 2. bis 22. Januar 2006)
aus dem review, seit der wahl zu den lesenswerten nochmal ausgebaut worden, als hauptausbauautor enthalte ich mich... --Aljaz cosini 22:33, 2. Jan 2006 (CET)
- pro - aus meiner Sicht ist der ARtikel sehr vollständig. Gut gefällt mir der hier mal angemessen ausgebaute Part zur Kultur. Einziger Wunsch: Aus dem Abschnitt Fauna und Flora sollte ein Foto rausgenommen werden. Bei meiner Bildschirmauflösung erscheinen hier ganz hässliche weiße Textwüsten. --BS Thurner Hof 00:13, 4. Jan 2006 (CET)
- hab mal ein bild rausgenommen, denke immer, dass das bei allen genauso aussieht wie auf meinem bildschirm, da war nämlich alles in ordnung... gruß, --Aljaz cosini 12:34, 4. Jan 2006 (CET)
- Kontra Im unteren Teil wird der Artikel oberflächlich (Landwirtschaft, Bodenschätze, Sport, Film, Kunst), zumal es dazu auch keine ausgelagerten Spezialartikel gibt. Warum der bekannteste und erfolgreichste australische Film (Crocodile Dundee) nicht erwähnt wird, dafür aber Film, bei denen Australien nur Drehort war, bleibt mir schleierhaft. Zeizonen fehlen... Imho maximal Lesenswert. --Uwe Gille Uwe Gille 13:06, 4. Jan 2006 (CET)
- ich hab in den filmteil das reingenommen, was ich für den australischen film und die filmindustrie für wichtig halte, und das sind eben auch die neuen von hollywood genutzten produktionsstätten... wenn du crocodile dundee für erwähnenswert hältst (ich finde das einfach nen schlechten film), bastel ihn rein... gruß, --Aljaz cosini 13:40, 4. Jan 2006 (CET)
- Ich fand ihn ganz unterhaltsam, aber nicht gut, aber er war meines Wissens der erfolgreichtse australische Film überhaupt. Viel lückenhafter finde ich Landwitschaft und Bodenschätze.--Uwe Gille Uwe Gille 18:38, 5. Jan 2006 (CET)
- landwirtschaft hab ich jetzt ein bisschen ergänzt, bei bodenschätzen noch was zum opal zugefügt... --Aljaz cosini 15:31, 6. Jan 2006 (CET)
- So langsam wirds, ich füge vielleicht am Wochenende noch was ein. --Uwe Gille Uwe Gille 15:52, 6. Jan 2006 (CET)
- Die Einleitung ist mir ein bisschen zu blau... kann man da nicht einiges in den Geographie-Teil nehmen? Hat Australien eigentlich keine Wahlspruch? Ansonsten finde ich den Artikel gelungen und gebe guten Gewissens ein pro --Zakysant 20:45, 4. Jan 2006 (CET)
- das meiste der einleitung war wohl mal teil in geographie, ist dann aber irgendwann nach oben verschoben worden. passt mE auch ganz gut so, erstmal weil dann die box rechts längenmäßig besser passt, ausserdem sind das ja nicht wirklich geografische infos, sondern angaben zum staatsgebiet, das gehört mE in die einleitung. zum wahlspruch: offiziell gibts da glaub ich keinen, werd mich noch mal schlau machen...--Aljaz cosini 15:31, 6. Jan 2006 (CET)
- Pro - ich halte es ebenfalls für einen herausragenden Artikel, der im Sinne der Wikipedia das Prädikat "exzellent" tragen sollte. -- Achim Raschka 23:02, 4. Jan 2006 (CET)
- Neutral - der Artikel ist sicherlich im Sinne der Wikipedia "exzellent", gleichwohl auch ziemlich unübersichtlich geworden weil zu viel Info. ... Portal Australien ... ? --Christoph Wagener 15:26, 6. Jan 2006 (CET)
- Derzeit noch contra aufgrund folgender Punkte: Das Ozonloch wird nicht erwähnt, Waltzing Matilda fehlt, der Umgang mit Arborigines wird zu wenig erwähnt (Lost Generation), Sport ist für die Bedeutung zu kurz, ebenso Bodenschätze, die Liste der Künstler sollte eingearbeitet werden, Studiengebühren und die Probleme der Universitäten werden nicht erwähnt. Ansonsten ein Superartikel. --DaTroll 19:49, 6. Jan 2006 (CET)
- hab inzwischen Waltzing Mathilda, das Ozonloch, die lost generation und etwas zu den unis ergänzt. Sport und Bodenschätze finde ich gerade nichts verwertbares zu. ich versteh nicht ganz, wie die liste der künstler eingearbeitet werden sollte; die stört mich selbst auch ein bisschen, trau mich aber nicht, sie ganz aus dem artikel rauszunehmen, und nur auf die liste bekannter australier zu verweisen... danke für deine hinweise, gruß, --Aljaz cosini 16:48, 7. Jan 2006 (CET)
- Sport ist inzwischen auch etwas umfangreicher geworden, in zukunft könnte man da vielleicht mal nen eigenen artikel zu schreiben, da werde aber wohl nicht ich der autor sein, das is so gar nich mein thema... zu bodenschätzen bin ich noch nicht weiter, hat jemand tipps? --Aljaz cosini 01:29, 10. Jan 2006 (CET)
- Ich habe soeben den Artikel Sport in Australien aus der englischen Wikipedia übersetzt. An Sport mangelt es jetzt also auch nicht. --MSchnitzler2000 18:09, 12. Jan 2006 (CET)
- Jetzt pro, schöner Artikel, ich hab jetzt auf meiner Diskusseite geantwortet. --DaTroll 09:32, 11. Jan 2006 (CET)
- pro Ganz gut geworden. --Zahnstein 20:49, 19. Jan 2006 (CET)
- pro Überzeugend, doch bis alle Länderartikel exzellent sind, dauerts wohl noch 'ne Weile... --Pakeha 22:04, 19. Jan 2006 (CET)
Australasia
Nach meiner Kenntnis umfasst Australasia mehr als AUS + NZ. en.wikipedia.org sagt dazu:
"Australasia is the area that includes Australia, New Zealand, New Guinea, and the many smaller islands in the vicinity, most of which are the eastern part of Indonesia."
http://en.wikipedia.org/wik...
-- RalphB 12:43, 26. Jan 2006 (CET)
Vulkanismus
Die englische WP weiss von zwei Vulkanen im Australischen Antarktisterritorium - siehe die englische Version von Big Ben (Vulkan).--212.202.113.214 16:39, 26. Jan 2006 (CET)
Artikelsperrung für die Editierung durch IPs
In diesem Artikel wird für meinen Geschmack zu viel Mist durch IPs gebaut. Wie wäre es, wenn wir dem Artikel eine entsprechende Verschnaufpause gönnten? Schade eigentlich, meiner Meinung nach aber absolut angebracht. Gibt es weitere Meinungen? --Marbot 21:05, 13. Mär 2006 (CET)
- Darüber habe ich auch schon nachgedacht...--Kookaburra 21:07, 13. Mär 2006 (CET)
- Im Februar waren die IP-Bearbeitungen ja noch ganz annehmbar, aber ich werde die Unbekannten einfach mal für eine Woche aussperren. Bei wirklich dringenden Wünschen gibts ja immernoch diese Seite. Gruß, J budissin - J budissin - 8000! 21:10, 13. Mär 2006 (CET)
- Erscheint fürs Erste akzeptabel. Mal sehen wie es danach weitergeht. Vielen Dank und Gruß --Marbot 21:23, 13. Mär 2006 (CET)
Schreibweise „Uluru“ und „Kata Tjuta“
Die aus der Sprache der Anangu (Aborigines) stammenden Bezeichnungen schreibt man eigentlich „Uluru“ und „Kata Tjuta“ (mit den Unterstrichen). Sollten wir das nicht berücksichtigen? Ich habe die Zeichen allerdings nur so hinbekommen:
Ulu<span style="text-decoration:underline">r</span>u
Weiß jemand was besseres? Ich wäre bereit, die betroffenen Artikel anzupassen. --Mosmas 12:56, 31. Mär 2006 (CEST)
- Habe heute einen Versuch gemacht mit "
Ulu<u>r</u>u"; das aber hat zur Folge, dass die -Links nicht mehr funktionieren (Beispiel: Uluru). Was kann man da machen? Ich finde schon, dass wir die Namen in korrekter Schreibweise verwenden sollten, siehe z.B. http://www.deh.gov.au/parks... --Mosmas 19:24, 12. Apr 2006 (CEST)
- Absolut! Wollte das selber mal ändern, hatte das dann aber nicht hinbekommen. Deine Lösung sieht doch gut aus...--Kookaburra 19:31, 12. Apr 2006 (CEST)
- Eben leider nicht, weil die Wiki-Links nicht mehr funktionieren. Das scheint an den HTML-Tags "
<u>" und "</u>" innerhalb der zu liegen. --Mosmas 20:14, 12. Apr 2006 (CEST)
- Das Problem mit den Wikilinks kann man lösen, indem man es so eingibt: . Allerdings sieht man das unterstrichene "u" sowieso nicht, weil das ganze Wort als Link unterstrichen ist. Da müsste man schon ein eigenes Sonderzeichen einführen. --MSchnitzler2000 01:58, 13. Apr 2006 (CEST)
- Sieht mir aber nicht nach einer Lösung aus, ich sehe weder einen Link, noch ein unterstrichenes "u" ;-)
--Mosmas 20:00, 13. Apr 2006 (CEST)
Das Problem mit den Wikilinks scheint nicht mehr zu bestehen, habe die Korrekturen daher heute vornehmen können. --Mosmas 18:41, 17. Mai 2006 (CEST)
- Gibt es denn noch keine eindeutigen Unicode-Zeichen für diese australischen Sprachen? Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus oder weiß wenigstens, wo man Hilfe bekommen könnte (schließlich ist es etwas anderes, ob ich einen Buchstaben unterstreiche oder ob der Buchstabe „unterstrichen“ automatisch als ein ganz verschiedener vom nicht-unterstrichenen erkannt und elektronisch prozessiert werden kann). -- Marilyn.hanson 17:21, 20. Mai 2006 (CEST)
- Es gibt auch dafür ein Unicodezeichen, genauer gesagt zwei. Das Zeichen U+0331 COMBINING MACRON BELOW ist ein Zeichen, das mit anderen kombinierbar ist.
ṟ ergibt „ṟ“. --Fomafix 19:52, 29. Mai 2006 (CEST)
- Sorry, da sehe ich in meinen Browsern nur ein quadratisches Symbol als Platzhalter; das ist also eine Verschlechterung gegenüber der HTML-Unterstreichung mit . Ich bitte Fomafix, die Änderungen rückgängig zu machen. --Mosmas 00:16, 30. Mai 2006 (CEST)
- Wenn nur ein quadratisches Symbol als Platzhalter angezeigt wird, dann sind keine passende Schriftarten installiert. Bei mir wird es unter Firefox und Opera korrekt angezeigt. Mein Internet Explorer zeigt allerdings auch den Platzhalter.
- Wie wäre es damit? ? --Fomafix 08:51, 30. Mai 2006 (CEST)
- Ah! Das sieht auch im IE gut aus. Ich würde aber deinem Vorschlag nur zustimmen wollen, wenn wir davon ausgehen können, dass das in den gängigen Browsern ohne zusätzliche Installation weiterer Schriftarten zur korrekten Anzeige führt. Das kann ich aber nicht beurteilen. Könntest du das ggf. mit ein paar Zeichensatz- bzw. Browser-Experten abklären? Ansonsten: Danke, du bist da offenbar auf dem richtigen Weg. --Mosmas 11:06, 30. Mai 2006 (CEST)
- Ich habe mal Inhalt der :Vorlage:Unicode in meine Fomafix/monobook.css kopiert. Damit funktioniert Uluṟu auch mit dem Internet Explorer, sofern ich angemeldet bin. --Fomafix 13:56, 30. Mai 2006 (CEST)
- Aber sowas hat der Durchschnitts-Wikipedia-Leser nicht! Lass uns eine Lösung finden, die bei der Mehrzahl der Leser ohne Zusatzaufwand funktioniert (wie die – zugegebenermaßen wenig elegante – Lösung mit den HTML-Tags). --Mosmas 15:53, 30. Mai 2006 (CEST)
- Vollkommen richtig. Das war ein Test von mir, um die Machbarkeit zu überprüfen. Wenn das eine erfolgversprechende Lösung ist, dann könnte das in die globale Stylesheet-Vorlage aufgenommen werden. Leider war ich nicht so glücklich damit, da dadurch dem Benutzer die Freiheit genommen wird, im Browser selbst eine Schriftart auszuwählen. --Fomafix 16:35, 30. Mai 2006 (CEST)
Eine schnelle und einfache Lösung für Uluṟu ist es am Anfang des Textes
und am Ende des Textes
einzufügen. Bei der Vorlage Unicode muss jedes Auftreten einzeln umschlossen werden. --Fomafix 16:35, 30. Mai 2006 (CEST)
- Ich habe nochmal recheriert. Es gibt auch die Unicodezeichen U+1E5F LATIN SMALL LETTER R WITH LINE BELOW „ṟ“ und U+1E6F LATIN SMALL LETTER T WITH LINE BELOW „ṯ“. Diese Zeichen aber sind gleichwertig wie die oben angegeben Kombinationszeichen und werden vom Betriebssystem ineinander umgewandelt. Diese Zeichen sind daher genauso von dem Problem der Schriftart betroffen. --Fomafix 19:08, 30. Mai 2006 (CEST)
- Könntest du bitte, bis wir/du eine dauerhafte Lösung haben, den Zustand wiederherstellen? Momentan sind die von dir geänderten Artikel im IE nicht lesbar. --Mosmas 20:58, 30. Mai 2006 (CEST)
- Ich habe den Text von Uluṟu in eine
-Umgebung gesetzt. Damit funktioniert es bei mir auch mit dem Internet Explorer. --Fomafix 08:42, 31. Mai 2006 (CEST)
- Tsui hat Probleme mit dieser Darstellung: Fomafix. Ich habe in Artikel Uluṟu die einzelnen Wörter mit Vorlage:Unicode versehen und die
-Umgebung wieder entfernt. --Fomafix 11:13, 31. Mai 2006 (CEST)
Da hat wieder jemand die von fomafix eingesetzten Unicode-Zeichen für das unterstrichene „r“ nicht lesen können und durch nicht-unterstrichene „r“ ersetzt. Solange wir keine befriedigendere Lösung haben, bitte ich die HTML-Lösung drinzulassen (ich habe die erst mal wiederhergestellt). Trotzdem Dank an fomafix, der ja vielleicht noch eine bessere Lösung finden wird. --Mosmas 11:10, 2. Jun 2006 (CEST)
Ich habe die unterschiedlichen Versionen nochmal an einem anderen Rechner probiert. Unter Windows XP ohne Microsoft Office, also ohne die Schriftart Arial Unicode MS, hatte ich unter Firefox das gleiche Problem wie Tsui. Siehe: Fomafix. Die Usache liegt aber in der Schriftart MV Boli, die nach Arial Unicode MS probiert wird. MV Boli enthält die Zeichen „ṟ“ und „ṯ“ nicht und hat zusätzlich ein Problem mit den Längenangaben, so dass Buchstaben übereinander gedruckt werden. Die nächste bei mir vorhandene Schriftart ist Microsoft Sans Serif. Diese enthält wie Arial Unicode MS auch die Zeichen „ṟ“ und „ṯ“.
Ich weiß nicht wie beim Internet Explorer Schriften umzustellen sind und welche Schriftart als Standandschrift verwendet wird. Auf jeden Fall scheint die Standardschriftart nicht in der Lage zu sein Zeichen „ṟ“ und „ṯ“ dazustellen. Um auf einer Webseite diese Zeichen verwenden zu können muss eine entsprechende Schriftart angegeben werden. Bei meinem Computer wären das die Schriftarte Arial Unicode MS oder Microsoft Sans Serif. Bei Opera und Firefox hatte ich keine Probleme, wenn keine Schriftart ausgewählt wurde. Um die Schriftart nur beim Internet Explorer auszuwählen könnte folgendes verwendet werden:
}}
-- DuesenBot 07:12, 13. Nov. 2006 (CET)
- Betrifft die Logoeinbindung in der Navigationsleiste Pacific Islands Forum. Für das "Nachfolgelogo Image:PIF Logo.png läuft aktuell ebenfalls ein Löschantrag. --Marbot 20:57, 20. Nov. 2006 (CET)
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Australien und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).
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