Der Artikel Babeck gehört zur Kategorie: Filmtitel, Filmtitel 1968, Deutscher Film, Thriller, Fernsehfilm
Babeck ist ein ZDF-Krimi-Dreiteiler von 1968, der auch als Straßenfeger bekannt wurde. Die einzelnen Teile haben eine Länge von etwa je 60 Minuten.
Der Film basiert auf das Drehbuch von Herbert Reinecker, der unter anderem auch durch die Edgar-Wallace-Filme, sowie Krimiserien wie Der Kommissar oder Derrick bekannt wurde. Die Verfilmung wurde unter Regie von Wolfgang Becker durch Helmut Ringelmann produziert.
Handlung
Ein junger Mann namens Manfred Krupka (Helmuth Lohner) versucht das Verschwinden seines Vaters aufzuklären. Die Spur führt dabei an den Starnberger See, an dem sein Vater das letzte Mal beim Arzt Dr. Brenner (Helmut Käutner) gesehen wurde. Sehr bald stellt sich heraus, dass dieser mit dem Mord zu tun hat. Kurz darauf wird die Leiche eines Herrn Hohmann aus Genua nach Deutschland überführt. Doch an den Tod Hohmanns, der angeblich ertrunken sein soll, glaubt seine Tochter (Cordula Trantow) nicht. Nachdem Dr. Brenner tot aufgefunden wird, führt die Spur auch Manfred Krupka zu Hohmanns Tochter. Immer mehr stellt sich heraus, dass Hohmanns Leiche gar nicht nach Deutschland überführt wurde, sondern durch die Leiche von Krupkas Vater ersetzt wurde. Auch Herr Weingarten (Siegfried Lowitz), ein Verwandter Hohmanns, kann die Spuren nicht verwischen. Nach einigen Morden führt die Spur immer mehr zu einem gewissen Babeck, der hinter all den Taten zu stehen scheint. Marianne Hohmann und Manfred Krupka müssen dabei auch eine Reise nach Genua in Kauf nehmen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Hier zeigt sich, dass Hohmann lebt und für Babeck arbeitet, dem Boss von Waffenschmugglern, die ein zur Fahrt nach Afrika bestimmtes Schiff schon mit Waffen vollgerammelt haben. Krupka kann die Machenschaften der Bande aufdecken und glaubt, in einem Rollstuhlfahrer (Curd Jürgens) den mysteriösen Babeck persönlich vor sich zu haben. Erst ganz zum Schluss enttarnt sich der wahre Babeck...Besonderheiten
Babeck war die zweite ZDF-Kriminaltrilogie, die mit einer Sehbeteiligung von über 70% zum sogenannten Straßenfeger wurde. Sorgte bereits ein Jahr zuvor „Der Tod läuft hinterher“ für unglaubliche Einschaltquoten, wurde zwei Jahre später „11 Uhr 20“ zum Medienereignis. Das ZDF produzierte die Trilogie, um damit unter anderem Konkurrenz zu den erfolgreichen Durbridge-Verfilmungen der ARD zu schaffen.Im zweiten Teil der Trilogie singt Senta Berger das Lied „Vergiß mich, wenn Du kannst“, das gleichzeitig auch in instrumentaler Version die Titelmusik von „Babeck“ ist. Der vocale Titel wurde veröffentlicht auf der Sampler-CD „Moonflowers & Mini Skirts“ des Komponisten Peter Thomas, die instrumentale Version auf der Sampler-CD „Straßenfeger“, Colosseum - Cinesoundz CST 80772.
Die Zusammenfassungen („Was bisher geschah“) zu Beginn des zweiten und dritten Teils können aufgrund der starken Verdichtung des Handlungsablaufs auch heute noch deutlich machen, zu welchen beckettschen Leistungen Herbert Reinecker damals fähig war.
Babeck ist in heutiger Zeit nur noch selten im Fernsehen zu sehen. Laut Angaben des ZDF entspreche die Trilogie nicht den „heutigen Sehgewohnheiten“. Mittlerweile strahlt immerhin der ZDFtheaterkanal den Dreiteiler sporadisch wieder aus. Zudem ist der Dreiteiler im November 2006 als DVD erschienen.
Weblinks

