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Baha'i

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Als Baha'i (auch Baha'i-Religion, Bahaitum oder Bahaismus) bezeichnet sich eine aus dem Babismus hervorgegangene Religion mit weltweiter Verbreitung. Das Wort „Baha'i“ bezieht sich auf den Religionsstifter Baha'u'llah (arab. „Herrlichkeit Gottes“, mit bürgerlichem Namen: Mirza Husayn Ali Nuri) und bezeichnet dessen Anhänger.
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Schrein des Bab (Hängende Gärten der Baha'i in Haifa, Israel)
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Die Gartenterrassen führen am Karmel abwärts zum Schrein
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Verbreitung

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Europäisches Haus der Andacht in Hofheim am Taunus (Stadtteil Langenhain)
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2002 lebten laut Encyclopædia Britannica 7,4 Millionen Baha'i in fast allen Ländern der Erde. Der Baha'i-Glaube ist nach diesen Angaben in mehr Ländern verbreitet als der Islam, was jedoch eher an der Fähigkeit der Baha'i liegt, auch kleine Zahlen von Gläubigen zu organisieren und offiziell zu machen. Baha'i-eigene Statistiken zählen nur offiziell registrierte Mitglieder und kommen so – je nach Schätzung – auf rund fünf bis sechseinhalb Millionen weltweit, andere Enzyklopädien geben auch weniger an. Nach Angaben des Baha'i Office of Public Information aus dem Jahr 2004 stammen die Baha'i aus mehr als 2100 ethnischen Gruppen und leben – vom Ursprungsland Iran abgesehen – vor allem in Indien, Schwarzafrika und Südamerika. Die größte Baha'i-Gemeinde der westlichen Industriestaaten ist jene der USA, in Europa lebt nur eine fünfstellige Zahl. In Bezug auf die Bevölkerungszahl sind die Baha'i-Gemeinden meist sehr klein, fast überall liegen sie unter einem Promille. In einigen Inselstaaten wie Kiribati und in Bolivien erreichen sie mehrere Prozent.

In Deutschland leben seit 1905 Baha'i. Momentan sind es rund 5000 in ca. 900 Orten Deutschlands. Ihr Gemeindezentrum mit dem ersten „Europäischen Haus der Andacht“ befindet sich in Hofheim am Taunus. Dort werden im Baha'i-Verlag deutsche Übersetzungen der Baha'i-Schriften herausgegeben. Insgesamt wurden sie in mehr als 800 Sprachen übersetzt. Durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (sog. Baha'i-Beschluss) erlangte die Gemeinschaft in der deutschen Rechtswissenschaft einige Bekanntheit. In Österreich leben momentan etwa 1100, in der Schweiz 1000 Baha'i.

Lehre

Die Baha'i besitzen in den zahlreichen Originalschriften ihres Religionsstifters Baha'u'llah eine eigene zentrale Offenbarungsquelle. Neben dem Heiligsten Buch (Kitab-i-Aqdas) und dem Buch der Gewissheit sind die mystischen Schriften (wie Die Sieben Täler und die Verborgenen Worte) für die Gläubigen von großer Bedeutung.

Das menschliche Leben wird in den Schriften Baha'u'llahs als ein mystischer Weg der Seele beschrieben, der mit der Zeugung im Mutterleib beginnt, jedoch mit dem körperlichen Tod noch lange nicht beendet ist. Der Mensch ist mit einem freien Willen ausgestattet, trägt die Verantwortung für sein Tun und hat die Konsequenzen selbst zu tragen. Er ist fähig zum Guten wie zum Bösen und bedarf der Erziehung, um die in ihm angelegten „Gaben und Fähigkeiten“ zu entwickeln.

Baha'u'llahs Gebote sollen die Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft bilden und dazu führen, dass „dem Körper dieser Welt eine lebendige Seele geschenkt wird und dieses zarte Kind, die Menschheit, zur Stufe der Reife gelangt“.

Schöpferischer Antrieb und Ursache allen Seins ist die göttliche Liebe. Als „erstes Gebot der Religion“ bezeichnete Abdu'l Baha, der Sohn des Religionsstifters, die Nächstenliebe. Religion, die zu Zwietracht führt, verfehle ihren Zweck. In diesem Fall sei es besser ohne sie zu leben.

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Eine der zentralen prophetischen Aussagen Baha'u'llahs lautet: „Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.“
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Der zentrale Gedanke der Einheit manifestiert sich auf drei Ebenen: in der Einheit Gottes, in der mystischen Einheit der Religionen und in der Einheit der Menschheit. Theologischer Angelpunkt der Baha'i-Lehre ist das neue heilsgeschichtliche Paradigma der „fortschreitenden Gottesoffenbarung“: Gott offenbart sich der Menschheit nicht einmalig, sondern progressiv, zyklisch wiederkehrend. Da die Menschheit sich ständig fortentwickelt und sich demnach zwangsläufig die Umstände und die Fassungskraft der Menschen ändern, muss die Religion eine Erneuerung erfahren, um der Situation entsprechend göttliche Führung leisten zu können. Dies geschieht, indem Gott der Menschheit in bestimmten Zeiträumen göttliche Erzieher schickt. Folglich sind die großen Religionen (wie Judentum, Christentum, Islam u. a.) nicht bloße Wahrheitsteilhaben, sondern göttliche Stiftungen. Ihre heiligen Bücher sind Zeugnisse der Wahrheit und stammen aus derselben Quelle. Dem Glauben der Baha'i nach ist Baha'u'llah der jüngste dieser göttlichen Erzieher, aber nicht der letzte. Baha'u'llah stellt für die Gläubigen die Wiederkunft Christi dar, sowie den erwarteten Messias der Juden. Die Baha'i glauben, dass mit Baha'u'llah alle ersehnten Propheten ihr Wiederkommen wahrgemacht haben. Diese Wiederkehr ist jedoch keine körperliche, vielmehr verstehen die Baha'i unter Wiederkehr das erneute Erscheinen der gleichen göttlichen Eigenschaften dieser Erzieher.

Ethische Grundsätze

Im Jahr 1912 stellte Abdul Baha in seinen Ansprachen in Paris (siehe Literatur) zwölf ethische Grundsätze aus den Lehren Baha Ullahs besonders heraus. Diese zentralen Lehrsätze der Baha'i dominierten bis in die achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts die Rezeption der Religion im Westen, die vor allem als humanitäre Friedensbewegung wahrgenommen wurde. Die spirituellen und philosophischen Lehren Baha Ullahs, wie zum Beispiel über das Wesen der menschlichen Seele oder das Leben nach dem Tod, erfuhren erst in den letzten Jahren ein größeres Interesse. Die sogenannten zwölf ethischen Grundsätze sind keine im Wortlaut festgeschriebenen Gebote und wurden von Abdul Baha zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich formuliert. Folgende sinngemäße Aufzählung gibt die am häufigsten zitierte Einteilung mit einigen kurzen Erläuterungen wieder:

  1. Die ganze Menschheit ist als Einheit zu betrachten. Einheit und Vielfalt stellt für die Baha'i dabei keinen Widerspruch dar. Kulturelle Vielfalt wird begrüßt und gefördert, die Menschheit zugleich als Einheit betrachtet, da alle Menschen (und Religionen) durch das Wirken derselben Gottheit erschaffen wurden.
  2. Alle Menschen müssen die Wahrheit selbständig erforschen. Der Glaube eines Menschen hängt nur von ihm selbst ab. Es gibt daher keinen Klerus, der den Glauben vermittelt. Die Heiligen Schriften sollen von allen Gläubigen selbst gelesen und interpretiert werden. Das Menschenbild erzieht zu Mündigkeit und Selbstbestimmtheit. In den Gemeinden in Südamerika, Afrika und Indien wurden zahlreiche Alphabetisierungsprogramme insbesondere für junge Frauen gestartet.
  3. Alle Religionen haben eine gemeinsame Grundlage. Die Baha'i lehren, dass sich derselbe Gott in allen Religionen offenbart. Jede Religion habe zeitbezogene und ewige Aspekte. Während sich soziale Gebote unterschieden, weil sie Zeit und Kulturkreis angepasst seien, sei der mystische Kern der Religionen immer derselbe, auch wenn er in unterschiedliche Worte gefasst werde.
  4. Die Religion muss die Ursache der Einigkeit und Eintracht unter den Menschen sein. Religion, die zu Zwietracht oder gar Gewalt führe, gilt als Missbrauch der Religion. Wenn Religion zu Zwist und Uneinigkeit führe, so Abdul Baha, sei es besser, auf sie zu verzichten.
  5. Die Religion muss mit Wissenschaft und Vernunft übereinstimmen. Nach dem Glauben der Baha'i erklärt die Religion Zusammenhänge, die jenseits des wissenschaftlich Erfahrbaren liegen. Wissenschaften und Religionen sollten sich daher ergänzen und nicht widersprechen. Religion ohne Wissenschaft führe zu Aberglaube. Wissenschaft ohne Religion zu Materialismus. Beides wird abgelehnt.
  6. Mann und Frau haben gleiche Rechte. Die Baha'i sehen die Menschheit mit der Offenbarung Baha'u'llahs in ein neues Zeitalter eintreten, in welchem „Gewalt ihr Gewicht verliert“ und „die männlichen und weiblichen Elemente der Kultur besser ausgeglichen sein werden“. Das „neue Zeitalter“ werde weniger männlich und mehr von „weiblichen Leitbildern“ – wie zum Beispiel Intuition und Fürsorge – durchdrungen sein. Innerhalb der Gemeindeordnung hatten Frauen von Anfang an aktives und passives Wahlrecht. Heute bestehen die Institutionen in Deutschland ca. zur Hälfte aus Frauen. Das Berateramt wird in Deutschland von zwei Frauen geleitet: Saba Khabirpour und Uta von Both. Auf Unverständnis stößt in diesem Zusammenhang immer wieder, dass das international gewählte Haus der Gerechtigkeit nur aus männlichen Mitgliedern besteht.
  7. Vorurteile jeglicher Art müssen abgelegt werden. Damit sind sowohl rassistische wie auch religiöse Vorurteile gemeint. So gibt es bei den Baha'i zum Beispiel keinen Erlösungsglauben, der die Menschen in „Gläubige“ und „Ungläubige“ einteilt.
  8. Der Weltfriede muss verwirklicht werden. Weltfriede ist für die Baha'i keine rein eschatologische Erwartung, sondern bedarf des menschlichen Bemühens. Weltfriede impliziert Religionsfriede und die Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Menschen, gleich welcher Rasse oder Klasse. Abrüstung und die Etablierung eines Völkerbundes sind die ersten Schritte auf diesem Weg.
  9. Beide Geschlechter müssen die beste geistige und sittliche Bildung und Erziehung erfahren. Damit ist nicht nur die Erziehung in der Familie gemeint, sondern die allgemeine Schulpflicht. Reichen die Mittel nicht für alle Kinder aus, werden Mädchen als „erste Erzieher der nächsten Generation“ bevorzugt.
  10. Die soziale Frage muss gelöst werden. Abdul Baha bezog sich mit dieser Aussage 1912 auf die sozialpolitischen Probleme des Industriezeitalters und die damit verbundenen gesellschaftlichen Spannungen. Die Baha'i engagieren sich in wirtschaftlicher wie gesellschaftlicher Hinsicht für Ausgleich und Gerechtigkeit im Globalisierungsprozess. Organisationen wie das European Baha'i Business Forum befassen sich damit inhaltlich.
  11. Es muss eine Welthilfssprache und eine Einheitsschrift eingeführt werden. Schon Baha'u'llah betonte die Notwendigkeit einer Sprache, die die Völker der Erde gemeinsam wählen sollten, um sich damit weltweit verständigen zu können. Diese soll neben der Muttersprache erlernt werden. Faktisch ist dies innerhalb der Baha'i-Gemeinde inzwischen Englisch, was nicht nur im Baha'i-Weltzentrum genutzt wird, sondern auch als Konferenzsprache bei internationalen Tagungen.
  12. Es muss ein Weltschiedsgerichtshof eingesetzt werden. Trotz der zahlreichen Friedensprophezeiungen Baha'u'llahs gehen die Baha'i nicht davon aus, dass sich alle lokalen und globalen Konflikte künftig von allein lösen werden. Zur Klärung solcher Konflikte bedarf es nach Auffassung der Baha'i nicht nur eines internationalen Gerichtshofes, sondern darüber hinaus einer international akzeptierten Polizei, die bei Bedarf berechtigt ist, auch in gewaltsame Konflikte friedensbewahrend einzuschreiten.
    In den Heiligen Schriften Baha'u'llahs heißt es: „...Die Zeit muss kommen, da die gebieterische Notwendigkeit für die Abhaltung einer ausgedehnten, allumfassenden Versammlung der Menschen weltweit erkannt wird. Die Herrscher und Könige der Erde müssen ihr unbedingt beiwohnen, an ihren Beratungen teilnehmen und solche Mittel und Wege erörtern, die den Grund zum Größten Weltfrieden unter den Menschen legen...“Baha'u'llah: Botschaften aus Akka, 11:8

Gottesdienst und Praxis

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Das Haus der Andacht in Indien ist auch als „Lotustempel“ bekannt.
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Gottesdienstliche Rituale bestehen nicht. In den Häusern der Andacht wird aus den Heiligen Schriften aller Weltreligionen rezitiert. Drei tägliche Pflichtgebete stehen zur Wahl. Diese werden vom Gläubigen alleine und zurückgezogen gesprochen oder gesungen.

Neun Feiertage im Jahr werden von den Baha'i ohne rituell vorgegebene Formen mit Gebet, Lesungen aus den Schriften, künstlerischen Darbietungen, Festmahl oder anderen gemeinschaftlichen Aktivitäten öffentlich begangen.

Die örtliche Gemeinde trifft sich alle 19 Tage zu ihrem Monatsfest, das auch „Neunzehntagefest“ genannt wird. Der Baha'i-Kalender teilt das Jahr in 19 mal 19 Tage ein. Jeder Monatsbeginn wird mit Gebeten, Gedankenaustausch und geselligem Beisammensein gefeiert. Mancherorts gibt es auch öffentliche Friedensandachten, die teils auch gemeinsam mit den Anhängern anderer Religionsgemeinschaften gestaltet werden. Bei „Gebeten der Weltreligionen“ rezitieren und singen die Repräsentanten der Religionen nacheinander Gebete ihrer heiligen Schriften in der jeweiligen Tradition. Als verbindendes Element dient die Musik.

Weitere Veranstaltungen der Baha'i sind u.a. Gebetsversammlungen, Lesungen aus religiösen Schriften, Studienkurse, Kinderklassen, Vorträge oder Tagungen.

Jeder Baha'i sollte täglich selbst in den heiligen Schriften lesen und „darüber meditieren“. Richtschnur für das tägliche Handeln eines jeden Baha'i ist das durch Baha'u'llah geoffenbarte „Wort Gottes“. Die jährliche Fastenzeit im März dauert einen Baha'i-Monat und soll vor allem der geistigen Besinnung dienen. Für Andachten verwenden Baha'i hauptsächlich die vom Religionsstifter Baha'u'llah sowie dessen Sohn Abdu'l-Baha verfassten Gebete.

Der Kultus wurde von Baha'u'llah auf ein Minimum beschränkt und lässt viel individuellen Gestaltungsfreiraum. Die Baha'i sehen das auch als Teil des universellen Charakters ihrer Religion, die Inkulturation ermöglicht und begrüßt.

Baha'i sind zur Monogamie verpflichtet und haben vor der Heirat die Zustimmung der Eltern einzuholen. Alkohol und Drogen sind verboten, ebenso wie Askese, Mönchtum, Beichte, Feuerbestattung, Glücksspiel und Bettelei.

Die Gläubigen haben die Gesetze ihres jeweiligen Landes zu respektieren und zu befolgen. Parteipolitischer Aktivitäten enthalten sich die Baha'i. Engagement in Jugendgruppen, Friedensbewegungen, interreligiösen Initiativen und Umweltschutzbewegungen außerhalb der Baha'i-Gemeinde, sofern parteipolitisch neutral, wird ausdrücklich gefördert.

Die Anwendung von Gewalt ist untersagt und religiöser Fanatismus wird geächtet.

Gemeindeordnung und Beratungsprinzip

Die Gemeindeordnung basiert auf dem Prinzip der Beratung und der freien und geheimen Wahl. Einen Klerus gibt es nicht. Entscheidungsträger sind beratende Gremien (Geistige Räte) mit jeweils neun (meist ehrenamtlichen) Mitgliedern, die lokal, auf Bundesebene und international gewählt werden.

Das Beratungsprinzip gilt den Baha'i als Ideal, das sie in der Arbeit ihrer Institutionen anstreben. Sie verstehen es als Modell, das auch in anderen Bereichen angewandt werden kann. Das Beratungsprinzip soll sicherstellen, dass die Erfahrung und das Wissen aller für die gemeinsame Willensbildung nutzbar wird. Freie und uneingeschränkte Meinungsäußerung sind dabei unerlässlich. „Erst wenn die Meinungen aufeinanderprallen“, so Abdu'l Baha, „kann der Funke der Wahrheit sprühen“. Bei Entscheidungen wird nicht publiziert, welches Mitglied wie gestimmt hat. Parteibildung und Lobbyarbeit sollen durch lösungsorientierte Arbeit ersetzt werden. Voraussetzung für diese Form der Entscheidungsfindung ist, dass alle Ratsmitglieder als gleichberechtigt betrachtet werden. Meinungsbeiträge für eine Beratung werden nicht als persönliches „Eigentum“ betrachtet, sondern werden in dem Moment, in welchem sie in die Diskussion eingebracht werden, zum Gemeingut, über das alle gemeinsam befinden. Entscheidungsgrundlage ist die Heilige Schrift, die durch den Rat – je nach Beratungsgegenstand – stets neu anzuwenden ist. Jede Beratung im Geistigen Rat wird mit Gebeten begonnen.

Die Gemeinde finanziert sich durch freiwillige Spenden ihrer Mitglieder. Spenden von außerhalb der Gemeinde werden nicht angenommen. Die Aufgabe der Geistigen Räte besteht nicht nur in der Leitung der Gemeinde, sondern darüber hinaus auch in ihrem Beitrag zum gesellschaftlichen Leben – beispielsweise durch Projekte zur Gewaltprävention an Schulen oder in der interreligiösen Begegnung.

Die örtlichen Geistigen Räte werden einmal im Jahr durch die ganze Gemeinde gewählt. Jedes Land ist in bestimmte Wahleinheiten eingeteilt, wo Delegierte gewählt werden, die ihrerseits bei einer jährlichen Tagung die Geistigen Räte auf Bundesebene wählen. Der internationale Rat, das neunköpfige Haus der Gerechtigkeit in Haifa, wird alle fünf Jahre durch die Mitglieder der nationalen Räte aus der Gesamtheit aller männlichen Gläubigen gewählt.

Die Arbeit der Räte wird unterstützt von Beraterinnen und Beratern des sog. Berateramts, die selbst keine Entscheidungsträger sind und vom Haus der Gerechtigkeit ernannt werden.

Die entscheidungsbefugten Räte werden allesamt demokratisch gewählt. Um die Autonomie des Wählers zu gewährleisten, sind Kandidatenaufstellungen und Wahlkampagnen untersagt. Die Grundlegung dieser Gemeindeordnung erfolgte bereits durch den Religionsstifter Baha'u'llah. Präzisiert wurde sie später durch Abdu'l Baha und Shoghi Effendi.

Geschichte

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Dass sich die Grabstätte des Bab heute in Haifa (Israel) befindet, hat historische Gründe.
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In der Ursprungsgeschichte der Baha'i-Religion stehen zwei Hauptfiguren im Vordergrund: Sayyid Ali Muhammad (1819-1850), genannt „Bab“ (arab. „das Tor“), und Mirza Husayn Ali (1817-1892), genannt „Baha'u'llah“ (arab. „Herrlichkeit Gottes“).

Der Bab

Der Bab (1819-1850) erhob 1844 im südpersischen Shiraz den Anspruch, ein Gesandter Gottes zu sein mit dem Auftrag, als Vorläufer und Herold auf das baldige Erscheinen eines weiteren Offenbarer Gottes hinzuweisen, der die Erfüllung der Verheißungen aller Religionen - die Erscheinung eines endzeitlichen Welterneuerers - erfüllen würde. Dieser Anspruch einer nachislamischen Gottesoffenbarung erregte die Gemüter der islamischen Orthodoxie im damaligen Persien und führte zu Schikanierungen der Babisten. Der Bab wurde 1850 öffentlich hingerichtet. 1852 versuchten zwei Anhänger des Bab ein Attentat auf den Schah, das scheiterte.

Baha'u'llah

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Baha'u'llah
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Baha'u'llah (1817-1892), einer der führenden Anhänger des Bab, wurde gefangen genommen und lebte die letzten 40 Jahre seines Lebens in Verbannung. 1863 (in seinem ersten Verbannungsort Bagdad) erklärte Baha'u'llah seinen engsten Anhängern, dass er der von Bab verheißene Offenbarer sei und stiftete damit eine neue Religion, die als Baha'i-Religion bekannt wurde. Öffentlich erhob er diesen Anspruch erstmals 1866. Die alte Gemeinschaft der Babi-Religion ging weitgehend in der neuen Religion von Baha'u'llah auf. Eine kleinere Gruppe der Anhänger des Bab folgte Subh-i-Azal und nannte sich „Azali“. Andere, die Subh-i-Azal nicht akzeptierten, verstanden sich weiterhin als „Babi“. Baha'u'llahs Verbannung aus Persien führte ihn weiter über Edirne und Istanbul zur letzten Station seines langen Exils in die Festungsstadt Akko im heutigen Israel.

In der Nähe von Akko verstarb Baha'u'llah, wo er bestattet wurde und sich heute das geistige Zentrum der Baha'i-Gemeinde befindet.

Um einer unangebrachten Bilderverehrung vorzubeugen und aus Respekt vor der Person des Religionsstifters, ist den Baha'i die Verbreitung von Darstellungen Baha'u'llahs nicht gestattet. Jeder Baha'i kann während einer neuntägigen Pilgerreise für eine kurze Zeit einen Blick auf ein Bild Baha'u'llahs werfen.

Abdu'l Baha, Shoghi Effendi und die Folgezeit

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Abdu'l Baha (1844-1921)
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Seine Nachfolge ging auf dessen ältesten Sohn Abdu'l Baha (1844-1921), über. Baha'u'llah bestimmte ihn zum Führer des Glaubens und bevollmächtigten Ausleger seiner Schriften. Diese Bestimmung gilt als Bund zwischen Baha'u'llah und seinen Jüngern. Ein jüngerer Sohn stellte den Anspruch von Abdu'l Baha in Frage, worauf dieser ihn und seine Anhänger als „Bundesbrecher“ exkommunizierte.

Abdu'l Baha folgte 1921 sein Enkel Shoghi Effendi (1897-1957), der als „Hüter der Sache Gottes“ die Geschicke der Gemeinschaft leitete. Nachdem Shoghi Effendi keine männlichen Nachkommen hatte, gibt es keinen bevollmächtigten Ausleger mehr.

Seit 1963 führt das Haus der Gerechtigkeit die internationale Gemeinde. Es hat seinen Sitz in Haifa (Israel). Hier befindet sich daher auch das administrative Baha'i-Weltzentrum.

Baha'i International Community (BIC)

Seit 1948 ist die Baha'i-Organisation bei den Vereinten Nationen als nichtstaatliche Organisation anerkannt. Sie arbeitet am Hauptsitz New York in zahlreichen Gremien der Weltorganisation mit (WHO, UNICEF), sie hat seit 1970 beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC).

Außerdem hat die Baha'i International Community 1992 in New York das „Büro für die Förderung der Frauen“ eingerichtet. Dieses hat die Aufgabe, die Stellung der Frau weltweit zu fördern und zu verbessern.

Unabhängig davon führt die weltweite Baha'i-Gemeinde mehr als 1700 soziale und wirtschaftliche Entwicklungsprojekte durch, die insbesondere Baha'i-Prinzipien in die Tat umsetzen sollen. 348 Schulen werden auf allen Kontinenten von Baha'i geführt.

Konversion

Beitritt

Der Beitritt zum Baha'i-Glauben geschieht nicht durch die Geburt in eine Baha'i-Familie. Anders als bei den abrahamitischen Religionen Islam und Judentum findet bei der Geburt keine rituelle Aufnahme in die Baha'i-Gemeinschaft statt. Die Baha'i brechen mit der rituellen Beschneidung.

Als Baha'i definiert man jeden, der sich „zum Glauben erklärt“, d.h. eine Erklärung unterschreibt, in der steht, dass er/sie „Baha'u'llah als Manifestation Gottes für dieses Zeitalter“ anerkennt. Jugendliche, obgleich von einer Baha'i-Familie, die diese Erklärung nicht unterschreiben, bleiben von Wahlen, Nationaltagungen, Ämtern und Pilgerfahrten ausgeschlossen.

Als Baha'i gilt jeder, der sich zur Baha'i-Religion bekannt hat und mindestens 15 Jahre alt ist. In Baha'i-Familien findet die Erklärung in der Regel zum 15. Geburtstag statt – sofern sich der Jugendliche für den Glauben an Baha'u'llah entscheidet – und obliegt dem Nationalen Geistigen Rat der Baha'i in Deutschland. Der Jugendliche unterschreibt und schickt seine Erklärungskarte dem Nationalen Geistigen Rat. Dieser prüft die Erklärung und schickt ein Willkommensschreiben und eine offiziellen Bestätigung, dass man von nun an zur Baha'i-Gemeinde gehört. Meistens folgen Geschenke, z.B. Bücher. Die Erklärung wird nicht in einer offiziellen, zeremoniellen Feier wie eine Konfirmation oder eine Bar Mizwa im Rahmen eines Gottesdienstes gefeiert. Manche Baha'i-Familien laden zum „Geburtstagsfest“ andere Baha'i ein, um so die Erklärung zu feiern.

Für Personen, die nicht aus Baha'i-Familien stammen, gilt das Gleiche. Nach gründlichem Abwägen wird die Erklärungskarte unterschrieben eingesandt. Auch eine spontane Beitritts-Erklärung ist möglich, denn Baha'i verlangen nicht, dass man vorher einen Unterricht besucht hat. Besuch von offenen Ferienkursen, Baha'i-Kinderklassen, Studiengruppen am Wochenende usw. wird zur persönlichen geistigen Entwicklung empfohlen.

Die Baha'i haben nie eine Übertrittsprozedur gehabt wie z. B. das Judentum es bei der Gijur-Konversion hat. Es bleibt dem Einzelnen überlassen, wann man genug weiß, um der Religion beizutreten. Wer sich für die Konversion entscheidet, kann sich entweder direkt an die örtliche Gemeinde wenden oder auch an die nationale Instanz.

Austritt

Der Austritt aus der Baha'i-Gemeinschaft ist eine formale Prozedur, ein Wille, der schriftlich formuliert beim Nationalen Geistigen Rat eines Landes eingehen muss. Zunächst berät der Geistige Rat (das lokale Beratungsgremium der Gemeinde des Gläubigen) über den Antrag, verfasst einen Brief mit einer Erklärung und schickt ihn an den National Geistigen Rat. Dieser wird entweder ein weitere Beratung mit dem Gläubigen vorschlagen, um einen Austritt aufgrund von Missverständissen zu vermeiden, oder er wird den Austritt akzeptieren und auch das Haus der Gerechtigkeit informieren. Ein Austritt verläuft demnach formal gesehen fast genauso wie der Beitritt.

Gründe für einen Austritt sind persönlichere Art, z.B. Rücksichtnahme gegenüber der anderen Religionszugehörigkeit eines potentiellen Ehepartners, mangelnde Überzeugung der Gottesgesandheit Baha'u'llahs, Zweifel an der Existenz Gottes nach Schicksalsschlägen, Nichtakzeptanz der ethischen Grundprinzipien der Baha'i.

Vom Austritt zu unterscheiden ist der Ausschluss im Falle des Bundesbruches (siehe an anderer Stelle) und der ebenfalls vom Nationalen Geistigen Rat verhängte Verlust der administrativen Rechte (d.h. der Teilnahme am administrativen Teil des 19-Tage-Festes, Baha'i-Wahlen usw.) für Baha'i, die sich nicht an die administrativen Gesetze halten (Verzicht auf die schlichte Zeremonie bei der Hochzeit, Annahme parteipolitischer Ämter, Gestaltung des Privatlebens in einer dem öffentlichen Ansehen des Glaubens schadenden Weise). Normalerweise wird aber in all diesen Fällen versucht, den Entzug der administrativen Gesetze zu vermeiden. Natürlich kann der Entzug der administrativen Rechte bei der betroffenen Person auch zur Entscheidung zu einem Austritt führen.

Aus der Perspektive anderer abrahamitischer Religionen kann ein Baha'i als Ungläuber, jüdisch Goy, gelten. Aus Sicht des Kitab-i-Aqdas darf ein Baha'i zwar einen Atheisten oder Andersgläubigen heiraten, aber andersherum ist dies nicht immer der Fall. Es gibt Interpretationen des Koran oder der fünf Bücher Mose, nach welchen ein Moslem oder Jude keinen Baha'i-Anhänger heiraten darf bzw. die Konversion zur eigenen Religion voraussetzt. In den Augen vieler Muslime und Juden bedeutet dies für den Baha'i Austritt, weil sonst die Ehe nach der Halacha und nach islamischen Recht ungültig sei.

Um das Jahr 1980 herum, in den Anfängen der iranisch-islamischen Revolution, haben einige Baha'i unter massivem Druck der iranischen Regierung ihrem Glauben abgeschworen (siehe auch unten). Die Regierung gewährte den Baha'i lediglich dann ein Studium oder einen Job, wenn sie zum Islam übertraten. Diejenigen, die Baha'i blieben, durften weder studieren noch ein öffentliches Amt bekleiden, viele verarmten, wurden inhaftiert oder sogar hingerichtet.

Das Leben als Baha'i obliegt einer Entscheidung und tritt nicht durch Geburt ein, obwohl Kinder von Baha'i-Eltern bis zu ihrem 15. Lebensjahr als Baha'i an allen Veranstaltungen teilnehmen können.

Kontroversen

Im Gegensatz zu anderen neuen religiösen Bewegungen ist die Baha'i-Religion kaum in Kontroversen verwickelt. Die Baha'i nehmen gegenüber Andersdenkenden und Ehemaligen einen toleranten Standpunkt ein; es ist kein Problem auszutreten und den Kontakt abzubrechen.

Ihr Glaube kennt keine Bekehrung. Der Beitritt muss aus eigener Überzeugung geschehen. Gewaltsame Bekehrung oder Werbung an der Haustür wird strikt abgelehnt und als unwürdig empfunden. Es wird jedoch von jedem Baha'i erwartet, dass er seinen Glauben bei Bedarf weitergeben kann und „lehrt“, damit der Glaube verbreitet wird. Das „Lehren“ des Glaubens kann auch in Kursen geschult werden.

Ein Gemeindemitglied, das nachhaltig bestrebt ist, die Gemeinde zu terrorisieren oder zu spalten oder ihren Institutionen offen die Feindschaft erklärt, bricht damit den Bund Gottes, wie er in den Heiligen Schriften der Baha'i niedergelegt ist, und wird als Bundesbrecher bezeichnet. Wenn jemand zum Bundesbrecher erklärt wurde, wird er exkommuniziert und die Baha'i brechen jeden Kontakt zu ihm ab. Auch die engsten Verwandten müssen dann den Kontakt abbrechen, wenn sie Baha'i bleiben wollen.

Eine Regel der Baha'i in den Vereinigten Staaten, die intellektuelle Baha'i als interne Zensur und somit als problematisch ansehen, ist, dass dort alle schriftlichen Arbeiten über den Baha'i-Glauben, auch akademischer Art, vor der Publikation einer internen Überprüfung durch den Nationalen Geistigen Rat unterzogen werden müssen. So musste das in den achtziger Jahren von einer Gruppe von Intellektuellen in Los Angeles publizierte populäre Magazin Dialogue nach zwei Jahren sein Erscheinen einstellen, da den Autoren vom Nationalen Geistigen Rat öffentlich mangelnder Respekt gegenüber den Institutionen vorgeworfen wurde (obwohl jeder Artikel vor der Publikation die interne Revision passiert hatte).

Verfolgung der Baha'i in Iran

Die Verfolgungsgeschichte der Baha'i in Persien geht zurück bis auf das Jahr 1844, das Jahr 1 des Baha'i-Kalenders. Schon in den ersten Jahren ihres Bestehens wurden 20000 Gläubige ermordet. Unter Reza Schah Pahlavi und Mohammad Reza Pahlavi wurden systematisch Gesetze erlassen, die den Baha'i ihre bürgerlichen Rechte entzogen. Ihnen wurde die Rente gestrichen, sie wurden aus dem Staatsdienst und aus dem Militär entlassen, ihre Literatur wurde verboten, ihre Häuser enteignet, ihre Schulen geschlossen, ihre Zentren beschlagnahmt, Versammlungen verboten, und immer wieder fanden Pogrome gegen sie statt, wie zum Beispiel 1955, als der Schah den Mullahs die Funkanstalten der Regierung für Hetzsendungen gegen die Baha'i zur Verfügung stellte.

Nach der islamischen Revolution wurde der Terror noch weiter verschärft. Bis 1981 wurden alle Andachtsstätten der Baha'i zerstört, entweiht oder zweckentfremdet, ihre Friedhöfe und Krankenhäuser wurden durch den Mob und durch die iranische Regierung zerstört.

Seit Mitte 1981 wurde den Baha'i bis heute die Aufnahme in höheren Bildungseinrichtungen, in manchen Orten auch in Schulen, verweigert, Studenten und Lehrkräfte entlassen, Angestellte im öffentlichen Dienst ohne Sozialversicherung und Rente aus dem Dienst geworfen, Gehälter und Ausbildungskosten mussten unter Androhung von Gefängnis zurückgezahlt werden. Baha'i-Eigentum wurde enteignet, Geschäftsverkehr mit Baha'i-Angehörigen verboten, Läden und Geschäfte geschlossen, Geschäfts- und Privatkonten gesperrt und somit die Existensgrundlage zerstört.

Immer wieder kam es zu Pogromen, Geschäfte, Büros und Fabriken wurden geplündert, Vieh abgeschlachtet, die Ernte gestohlen. Wohnhäuser wurden überfallen und in Brand gesteckt, die Bewohner vergewaltigt, massakriert, lebendig verbrannt oder gewaltsam gezwungen zum Islam zu konvertieren.

Seit der Revolution wurden Tausende Baha'i verhaftet, grausam gefoltert, Hunderte allein aufgrund ihrer religiösen Überzeugung hingerichtet. Die Anzahl der inhaftierten Baha'i nimmt derzeit unter Mahmud Ahmadinedschad wieder zu. Unter ungeklärten Umständen starb am 15.12.2005 ein 59-jähriger Baha'i im staatlichen Gefängnis in Yazd.

Quellen

Literatur

Primärliteratur (Heilige Schriften und Gebete)

  • Baha'u'llah: Ährenlese – Eine Auswahl aus den Schriften Baha'u'llahs. Hofheim 1980, Baha'i Verlag, ISBN 3870371226
  • Baha'u'llah: Botschaften aus Akka. Hofheim 1982, Baha'i Verlag, ISBN 3870371439
  • Baha'u'llah: Kitab-i-Aqdas, Das Heiligste Buch. Hofheim 2000, Baha'i Verlag, ISBN 3870373393
  • Baha'u'llah: Kitab-i-Iqan, Das Buch der Gewißheit. Hofheim 1997, Baha'i Verlag, ISBN 3870373407
  • Baha'u'llah: Die Sieben Täler – Die Vier Täler. Eine mystische Dichtung. Hofheim 1997, Baha'i Verlag, ISBN 387037330X
  • Baha'u'llah: Verborgene Worte – Worte der Weisheit. Hofheim 2001, Baha'i Verlag, ISBN 3870373881
  • Bab: Eine Auswahl aus seinen Schriften. Hofheim 1991, Baha'i Verlag, ISBN 3870372478
  • Bab, Baha'u'llah, 'Abdu'l-Baha: Gebete. Hofheim 1996, Baha'i Verlag, ISBN 3870373202
  • Bab, Baha'u'llah, 'Abdu'l-Baha: Singe die Verse Gottes. Chants Recorded at the European Baha'i House of Worship. Gebete/Audio-CD. Hofheim 2003, Baha'i Verlag, ISBN 3870374055

Sonstige Quellen

  • 'Abdu'l-Baha: Ansprachen in Paris., 7. Auflage Hofheim 1983, Baha'i Verlag, ISBN 3870370629
  • 'Abdu'l-Baha: Beantwortete Fragen. Eine Sammlung von Lehrgesprächen. 4. Auflage Hofheim 1998, Baha'i Verlag, ISBN 3870370947
  • 'Abdu'l-Baha: Gedanken des Friedens. Die Reden und Schriften von 'Abdu'l-Baha für eine neue Kultur des Friedens sowie ein Statement zum Internationalen Jahr des Friedens. 2. Auflage Hofheim 1999, Baha'i Verlag, ISBN 3870373652
  • Der Nationale Geistige Rat der Baha'i in Deutschland (Hrsg.): Festschrift. 100 Jahre deutsche Baha'i-Gemeinde. Hofheim 2005, Baha'i Verlag, ISBN 3870374365
  • Der Nationale Geistige Rat der Baha'i in Deutschland (Hrsg.): Integration als Herausforderung und Chance – Eine Initiative der Baha'i. Hofheim 1998, Baha'i Verlag, ISBN 3870373504

Sekundärliteratur

  • J.E. Esslemont: Baha'u'llah und das Neue Zeitalter. Hofheim 1986, Baha'i Verlag, ISBN 3870370858
  • Christine Hakim: Die Bahá′í oder der Sieg über die Gewalt. Altstätten 1984, Panorama Verlag, ISBN 3907506049
  • Manfred Hutter: „Heilige Schriften der Baha'i“, in: Udo Tworuschka (Hrsg.): Heilige Schriften. Eine Einführung, Darmstadt 2000, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, ISBN 3534135946
  • Manfred Hutter: Die Weltreligionen. München 2005, Beck Verlag, ISBN 3406508650
  • Feizollah Namdar, Tschingis Aitmatow: Liebeserklärung an den blauen Planeten. Begegnung mit Baha'i. Stuttgart 1994, Horizonte, ISBN 389483028X
  • Olya Roohizadegan: Olya's Geschichte. Der erschütternde Bericht einer Frau, die – zusammen mit anderen – wegen ihrer Zugehörigkeit zur Bahai-Religion von den Mullahs im Iran inhaftiert und mißhandelt wurde. Bergisch Gladbach 1995, Bastei-Lübbe Verlag in der Reihe "Erfahrungen", ISBN 3404613228
  • Udo Schaefer: Heilsgeschichte und Paradigmenwechsel. Prag 1992, Zero Palm Press, ISBN 8090120105
  • Udo Schaefer: Die mystische Einheit der Religionen. Zum interreligiösen Dialog über ein Weltethos. Hofheim 2000, Baha'i Verlag, ISBN 3870373326
  • Stephan A. Towfigh, Wafa Enayati: Die Baha'i-Religion. Ein Überblick. München 2005, Olzog Verlag, ISBN 3789281638
  • Monika Tworuschka, Udo Tworuschka: Heilige Stätten. Die bedeutendsten Pilgerziele der Weltreligionen. Darmstadt 2004, Primus Verlag, ISBN 3896782584

Kritische Literatur

  • Karen Bacquet: Enemies Within: Conflict and Control in the Baha'i Community. Cultic Studies Journal, Vol 18, 2001 (online (Englisch))
  • Udo Schaefer: Loyalität im Bund und kritisches Denken. Anmerkungen zu einer Fehlhaltung nebst einigen Ratschlägen. Seminarbeitrag, Wiesbaden 2000 (PDF-Dokument)
  • Udo Schaefer: Infallable Institutions? in Baha'i Studies Review, London, vol. 9 (1999/2000), pp. 17-45 (online (Englisch))

Apologetische Werke

  • Udo Schaefer, Nicola Towfigh, Ulrich Gollmer: Desinformation als Methode: Die Baha'ismus-Monographie des F. Ficicchia. Hildesheim 1995, Olms Verlag, ISBN 348710041X

Antiquarische Literatur

  • Th. Chase: Die Bahai Offenbarung. Ein Lehrbuch, Stuttgart 1925
  • Th. Chase und W. Herrigel: Zweck und Ziel der Bahai-Offenbarung, 1962, ISBN B0000BH45V
  • Mirza Abul Fazl: Geschichte und Wahrheitsbeweise der Bahai-Religion, Stuttgart 1919
  • M.H. Phelps: Abdul Baha Abbas' Leben und Lehren, Stuttgart 1922

Architektur und Kunst

  • Julie Badiee: An Earthly Paradise: Baha'i Houses of Worship Around the World. Oxford 1992, George Ronald, ISBN 085398316X
  • Roger White/Raghu Rai (Photographs): Forever in Bloom. The Lotus of Bahapur. New Delhi 1992, Time Books International
  • A. Mooghen: Mishkin Qalam: XIX Century Artist & Calligrapher. Darmstadt 1992, Reyhani, ISBN 3906714012
  • Moshe Zur Zurich/Ruhi Vargha (Photographs): Baha'i Shrine and Gardens. Mount Carmel, Haifa. Haifa 2001, Haifa Tourist Board, ISBN 9650511059

Magazine und Zeitschriften

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Lemma

Laut Wikipedia:Namenskonventionen/Arabisch sollen im Duden aufgeführte Begriffe der Schreibweise des Dudens entsprechen. Demnach müsste dieser Artikel eigentich Bahai heißen. Ich werde die Seite demnächst mal verschieben und die Schreibweise in den Artikeln anpassen. --Mipago 10:53, 30. Jul 2006 (CEST)

Zur Schreibweise (mal ganz allgemein)

Benutzer wie QuarionX (Beiträge) bringen in die deutschsprachige Wikipedia immer wieder Schreibweisen ein, welche auf der internen Umschrift der Bahai-Gemeinde basieren (siehe :en:Bahá'í orthography). Obwohl diese Umschrift innerhalb der Bahai-Gemeinde weltweit Verwendung findet, kann diese IMO nicht für Wikipedia gelten. Die deutschsprachige Wikipedia verwendet die Duden-Schreibweise (also Bahai) bzw. richtet sich nach der Wikipedia-Namenskonvention für arabische Begriffe. Bei wissenschaftlich eingeführten Lemmata ist zu überlegen, ob man nicht die in der Religionswissenschaft allgemein gebräuchliche Schreibweise verwenden sollte, die auf Religionswissenschaftler wie Manfred Hutter und Udo Tworuschka zurückgeht (also Baha’u’llah, Abdu’l Baha, etc.). Ich halte das hier für sinnvoll, da sich diese Schreibweisen auch außerhalb der Religionswissenschaften etabliert haben. Man könnte sich jedoch auch hier am Duden orientieren und stattdessen "Baha Ullah" und "Abdul Baha" schreiben, obwohl diese Wörter im Unterschied zu "Bahai" keinen eigenen Duden-Eintrag haben... --Mipago 22:32, 4. Nov. 2006 (CET)

Die Schreibweise der Namen variieren beträchlich in der Literatur. Die "Deutsche Bibliothek" schreibt etwa "Bahā'allāh" und " 'Abd-al-Bahā' ". Solange es keine offizielle Duden-Schreibweise gibt, sollte man doch lieber die bahai-interne Schreibweise der beiden Namen verwenden, da diese weitesten verbreitet ist.--Heuff 20:26, 16. Nov. 2006 (CET)

Die Schreibweise "Baha Ullah" führt in die Irre, suggeriert fälschlicherweise, daß es sich um Vor- und Nachnamen handele. Um das Apostroph zu vermeiden, könnte statt Baha'u'llah alternativ vielleicht Baha-u-llah geschrieben werden.--Der Baum 18:50, 17. Nov. 2006 (CET)

Kritischer Link

Es hilft nichts, Wikipedia muss Kriterien für kritische Links festlegen. Ich warte das Ergebnis der dortigen Diskussion ab und bringe die Sache ev. vor den Vermittlungsausschuss. --KnightMove 13:41, 1. Aug 2006 (CEST)

Zur Kritik am Baha’itum

Die wissenschaftliche Methode erfordert, dass ein Aussagesystem vor allem auf der Grundlage ihres Eigenverständnisses dargestellt wird. So steht auch nichts dagegen, dass der Artikel »Baha’i« von einem Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft verfasst wurde.

Dennoch lässt sich nicht übersehen, dass die Abhandlung im Ganzen doch mehr einer einseitig positiven Selbstdarstellung denn einer wissenschaftlich zuverlässigen und sachlich-neutralen Darstellung dienlich und auch verpflichtet ist. Jedes religiöse Aussagesystem verfügt über qualitativ hervorgehobene, aber auch kritikwürdige Merkmale. Werden Erstere in ihrer Bedeutung hochstilisiert und damit überzeichnet, Letztere hingegen ausgeblendet oder unterschlagen, dann verliert die Darstellung schlicht an Qualität und Glaubwürdigkeit.

Zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Baha’itum sei deshalb auf folgende Websites verwiesen:

http://www.bahai-kritik.ch
http://encyclopedia.thefree...
http://encyclopedia.thefree...
http://www.answers.com/topi...
http://www.fglaysher.com/ba...
http://iranscope.ghandchi.c...
http://www.answers.com/topi...
http://www.angelfire.com/ca...
http://www-personal.umich.e...
http://www-personal.umich.e...
http://www.kaweah.com/Bahai...
http://bahai-library.com/un...
http://bahai-library.com/ar...

Francesco Ficicchia 02.08.2006

Ich fürchte, die Baha'i-Sympathisanten werden keinen dieser Links im Artikel zulassen. --KnightMove 15:47, 2. Aug 2006 (CEST)

unklar

Der Bab (1819-1850) erhob 1844 im südpersischen Shiraz den Anspruch, ein Gesandter Gottes zu sein mit dem Auftrag, als Vorläufer und Herold auf das baldige Erscheinen eines weiteren Offenbarer Gottes hinzuweisen, der die Erfüllung der Verheißungen aller Religionen - die Erscheinung eines endzeitlichen Welterneuerers - erfüllen würde. Dieser Anspruch einer nachislamischen Gottesoffenbarung erregte die Gemüter der islamischen Orthodoxie im damaligen Persien und führte zu Schikanierungen der Babisten. Der Bab wurde 1850 öffentlich hingerichtet. 1852 versuchten zwei Anhänger des Bab ein Attentat auf den Schah, das scheiterte.
Daraufhin verschärften sich die blutigen Pogrome und die Verfolgung traf alle Anhänger des Bab.

welche blutigen progrome verschärften sich da? kurz zuvor war jedenfalls noch von erregten gemütern und schikane die rede. und was ist eigentlich schärfer als blutig? -- D 20:46, 29. Aug 2006 (CEST)

Lesenswertabwahl-Diskussion, 29. August 2006 (abwahl gescheitert)

Dieser Artikel wurde als lesenswert eingestuft, weil er an sich gut geschrieben ist und für den sich informierenden Leser sehr plausibel klingt. Tatsächlich ist dieser Artikel aber von Baha'i-Sympathisanten verfasst und verletzt NPOV. Ein paar Spitzen habe ich schon entfernt, aber es bedarf einer größeren Überarbeitung. Zum Beweis aus dem Artikel:

"Der Bab wurde 1850 öffentlich hingerichtet. 1852 versuchten zwei Anhänger des Bab ein Attentat auf den Schah, das scheiterte. Daraufhin verschärften sich die blutigen Pogrome und die Verfolgung traf alle Anhänger des Bab.

Baha'u'llah (1817-1892), einer der führenden Anhänger des Bab, wurde gefangen genommen und lebte die letzten 40 Jahre seines Lebens in Verbannung. 1863 erklärte Baha'u'llah in Bagdad, seinem ersten Verbannungsort, dass er der von Bab verheißene Offenbarer sei und stiftete eine neue Religion, die als Baha'i-Religion bekannt wurde. Die alte Gemeinschaft der Babi-Religion ging weitgehend in der neuen Religion von Baha'u'llah auf."

Hier wird suggeriert, dass der Bab starb, die Gemeinde führerlos hinterließ und sich Baha'u'llah nahtlos als sein Nachfolger emporschwang. Das ist aber höchst inkorrekt. Der Bab setzte Baha'u'llahs Halbbruder Subh-i Azal als Nachfolger ein, und Baha'u'llah riss die Führung gegen dessen Willen an sich. Subh-i Azal und dieSpaltung Baha'i/Restbabisten sind in der englischen Wikipedia ausführlich beschrieben. Solange dies nicht historisch richtig gestellt ist, verdient der Artikel keine Einstufung als lesenswert. Außerdem sollten die Abspaltungen der orthodoxen Baha'i und der Reform-Baha'i erwähnt werden. Ich hoffe, es findet sich ein Experte für die Korrekturen - nur mit der englischen Wikipedia im Hintergrund bin ich nicht die erste Wahl dafür.

--KnightMove 15:42, 29. Aug 2006 (CEST)

Hallo KnightMove, auch ich hatte damals bei der Lesenswert-Wahl meine Bedenken, ob der Artikel bereits als lesenswert eingestuft werden kann. Mir fehlten vor allem noch zahlreiche Aspekte der Lehre, die auch jetzt (trotz zwischenzeitlicher Verbesserungen) zum großen Teil nur kurz skizziert und IMO noch nicht ausreichend dargestellt sind. Dazu gehören zentrale Themen wie Gottes- und Jenseitsvorstellungen, aber auch eine Beschreibung der mystischen Schriften Baha Ullahs...
Aber nun zu Deinem Zitat: Subh-i-Azal hat streng genommen nichts mit der Religion der Bahai zu tun. Er war (wie Du schreibst) ein Anhänger des Religionsstifters Bab und ist damit dem Babismus zuzuordnen. Bab hatte ihn bestimmt, um die Babi-Gemeinde als sein Nachfolger zu leiten. Tatsächlich nahm Subh-i-Azal diese Aufgabe aber nie wirklich richtig wahr. Die religiöse Gemeinde des Bab zerfiel nach seiner öffentlichen Hinrichtung (1850 durch die politischen und religiösen Machthaber im Iran) immer mehr.
Baha'u'llah, der zunächst auch ein Anhänger des Bab war, verbrachte diese Zeit als Derwisch in Einsamkeit und Meditation in den Bergen der Provinz Silêmanî und überließ in seiner Rückgezogenheit Subh-i-Azal völlig das Feld. Nach seiner Rückkehr nach Bagdad hatte sich die Babi-Gemeinde praktisch aufgelöst. Wie oben von Dir zitiert, erklärte Baha Ullah erstmals im Kreise seiner engsten Anhänger 1863, dass er der sei, dessen baldiges Kommen der Bab angekündigt hatte (als den, den "Gott offenbaren" werde). Öffentlich erhob er diesen Anspruch jedoch erst 1866. Was zu diesem Zeitpunkt noch übrig geblieben war von der religiösen Bewegung des Bab ging in der Tat zum Großteil in der neuen Religion von Baha Ullah auf. Eine kleinere Gruppe der Anhänger des Bab folgte Subh-i-Azal und nannte sich "Azali". Andere, die Subh-i-Azal nicht akzeptierten, verstanden sich weiterhin als "Babi". Das habe ich eben auch im Bahai-Artikel ergänzt. Die eigentliche Geschichte der Bahai beginnt dann erst mit Baha Ullah.
Wir hatten das ja alles schonmal auf der Diskussionsseite, KnightMove, auch wenn ich meine Recherchen dort nicht in allen Details wiedergegeben habe.
Was nun die von Dir genannten "Abspaltungen" angeht, sehe ich keine wirkliche Relevanz. Das sind kleine Splitttergruppen in den USA, die zwar im Internet (wohl auch in der englischsprachigen Wikipedia) sehr aktiv sind, aber weder zahlenmäßig noch sonstwie von echter enzyklopädischer Relevanz sind. Meinetwegen kann man das ja noch unter "Kontroversen" ergänzen. In Deutschland gibt es jedenfalls nur die eine in sich pluralistische Bahai-Gemeinde.
Übrigens finde ich diesen Abwahlantrag etwas merkwürdig begründet. Wenn es etwas zu korrigieren gibt in einem Artikel, dann sollte man das einfach tun. Deswegen muss er nicht gleich abgewählt werden.
Achja, ich tendiere trotz meiner oben genannten Bedenken dazu, den Artikel nicht abzuwählen (es geht hier ja um "lesenswert" und nicht "exzellent") und rate Dir, die Einzelmeinung eines unseriösen "Aussteigers" nicht als Maßstab zur Bewertung von historischen Fakten zu nehmen... Gruß, Mipago 18:05, 29. Aug 2006 (CEST)
Wenn man den Bab einbaut (und das muss man), dann ist auch die Erwähnung von Subh-I Azal notwendig. Baue das, was Du hier geschrieben hast, doch in den Artikel ein - dann wird er schon besser. --KnightMove 11:09, 30. Aug 2006 (CEST)
PS: Ich glaube Ficcichia ja nicht blind - darum will ich nicht, mit ihm als Quelle, den Artikel editieren. Ich finde aber trotzdem, dass der Link in den Artikel gehört. Das lasse ich jedoch einstweilen ruhen, bis die Impressum-Frage geklärt ist. --KnightMove 11:21, 30. Aug 2006 (CEST)

Hallo Leute, ich habe vor, den Artikel nochmals kräftig zu überarbeiten und zu ergänzen. Leider bin ich in den letzten Tagen nicht dazu gekommen und genieße heut lieber noch etwas die zurückgekehrte Sonne. Das Bapperl kann bis dahin gerne raus. @KnightMove: den Verweis auf Subh-i-Azal hatte ich ja bereits vor Deinem Kommentar eingebaut. --Mipago 16:20, 5. Sep 2006 (CEST)

So wie es jetzt im Artikel steht, reicht es aber noch nicht. Wesentlich ist, dass Subh-I Azal vom Bab als Nachfolger eingesetzt war und Baha'u'llah gegen seinen Willen die Führung übernahm. --KnightMove 14:59, 6. Sep 2006 (CEST)

Baha'u'llah übernahm nicht die Führung des Babismus, sondern stiftete eine neue Religion (übrigens ganz im Sinne der Prophezeiungen des Bab). Aber wie gesagt: da ist noch einiges zu ergänzen und ich werde auch darauf noch eingehen. --Mipago 15:51, 6. Sep 2006 (CEST)


Ich stufe den Antrag auf Abwahl als gescheitert ein, da die Betrachtung durch zwei Wikipedianer Meiner Meinung nach nicht ausreicht. Deshalb: Scheitern durch mangelnde Beteiligung. Julius1990 17:16, 6. Sep 2006 (CEST)

Erklärungen erwünscht!

Im Artikel heißt es: "Alkohol und Drogen sind verboten, ebenso wie Askese, Mönchtum, Beichte, Feuerbestattung, Glücksspiel und Bettelei." Der Leser (wie z. B. ich) fragt sich hier: Warum dies alles? Es handelt sich bei diesen Verboten doch um höchst interessante Regeln, die unmittelbar das tägliche Leben betreffen. Wer sich kompetent genug fühlt, möge doch bitte unbedingt im Artikel auch eine kurze Erklärung bzw. Begründung dieser Verbote geben! --Rokwe 14:40, 15. Sep 2006 (CEST)

Ganz einfach: die BR will keine offene permissive Gesellschaft, da sie glaubt, menschl. Verfehlungen (darunter fallen u.a. Alkohol, Drogen, Askese, Mönchtum, Glücksspiel und Bettelei) entstünden nur wegen dem Fernsein vom göttl. Offenbarer so wie eben Finsternis ein Fernsein von einem Lichtkörper sei. Eine autonom böse Macht wird abgelehnt (siehe u.a. aus "Beantwortete Fragen" http://www.bahai-library.co... )
- Wie realistisch dieses theologische Ansicht ist, bleibt jedem einzelnen zur Beurteilung über. - ein Ex-Bahai--193.171.99.70 10:07, 21. Sep 2006 (CEST)

Schön und gut, doch die entscheidenden Fragen bleiben nach wie vor unbeantwortet: Warum gilt denn das Mönchstum als "menschliche Verfehlung"? Daß Drogen als Verfehlung angesehen werden, überrascht ja nicht, doch bei solchen Punkten wie Mönchstum, Askese oder Bettelei wünscht sich doch der interessierte Laie brennend, den Grund zu erfahren. Welche Theorien stehen dahinter? Welches Schlechte erkennt denn der Bahai-Glaube an der Askese (was ja überall sonst als etwas eher Gutes und Bewundernswertes angesehen wird)? Das sind die Fragen, die hier zugunsten der Information der interessierten Außenstehenden geklärt werden müssen! --Rokwe 10:25, 21. Sep 2006 (CEST)

Hi Rokwe & "Cool it now" Mipago (ehrlich halte mich nur kurz):
Laut Bahai-Auffassung ist Gott die Sonne, der Offenbarer der Spiegel, der das Licht auf den Glaubenden lenkt.
Jemand wie ein Mönch, Asket oder gar Philosoph (man lese nur hiezu die Angriffe B.U. im Aqdas) sucht nun aber das Licht ausserhalb des Spiegels & wird daher zum Opfer seiner trügerischen Selbsteinbildung & hebt sich vom Konsens der Gemeinschaft ab.
Konrad --193.171.99.70 11:38, 22. Sep 2006 (CEST)

Betreff Löschung

Lieber Mipago
Sorry! Ich muss die Diskussionseite kurz missbrauchen, da mir keine andere Möglichkeit gegeben wird, mich zu verteidigen!
Einfach einen Beitrag, der korrekt signiert korrekt am Ende eines Threads gesetzt wurde, mit einem blossem Ressentiment - ergo keine Gegenargumentation - zu löschen, ist kein Zeichen von Wahrheitswillen und bloss Eingeständnis intellektueller Unfähigkeit.
Sollte in Dir durch meinen Beitrag wirklich aber das Gefühl blosser Schwafelei entstanden sein, dann will ich klar & deutlich aufgelistet bekommen, wo ich die Regeln der Diskussion (z.B. blosse Mutmassungen, wirklich wirrer Unsinn, nicht nachvollziehbare Statements etc.) gebrochen habe!
--193.171.99.70 09:45, 22. Sep 2006 (CEST)

Hallo Konrad,
Deine Antipathie gegen die Bahai in allen Ehren. Mag ja sein, dass Du der Gemeinde mal angehört hast und schlechte Erfahrungen gemacht hast, aber das macht Dich noch lange nicht zum Experten in Fragen der Theologie. Deine Beiträge sind wenig erhellend und wiederholen immer wieder die selben Stereotypen. Deine Kritik ist angekommen und wird beachtet.
Diese Seite dient der konkreten Diskussion des Artikels und dafür sollte sie auch verwendet werden.
Gruß nach Wien, Mipago 10:10, 22. Sep 2006 (CEST)

Lieber Mipago
Aus Respekt dem Wiki-Leser gegenüber will ich diesen nicht mit ellenlangen (z.B: könnte ich fast zu jedem Grundsatz aus dem Dodekalog seitenweise kritische Einwände publizieren) Gegenerläuterungen quälen. Mag sein, dass daher, der Kürze geschuldet, Dir meine Beiträge als stereotyp erscheinen, & ich wäre auch einsichtig darin, könntest Du mir inkorrektes Verhalten nachweisen. Aber wo soll ich die konkrete Diskussion verlassen haben, wenn ich betreffs des Streits um die Lesenswertigkeit des Artikels der Wiki-Netikette nachgebe & daher nur ermahnen will, dass sich W. damit ungewollt zu einem Werbeinstrument macht?
Und wenn ich nur die offizielle Auffassung der Bahai-Religion über Verfehlungen (darunter fallen u.a. Bettelei, Glückspiel, auch Mönchstum (!) etc.) wiedergebe, mache ich dies sicherlich nicht mit Anspruch als B.-Theologe.
Genug!
MUG Konrad --193.171.99.70 11:10, 22. Sep 2006 (CEST)

Textverständnis

"Die Erklärung wird nicht gefeiert wie eine Konfirmation oder eine Bar Mizwa, aber natürlich obliegt es der Baha'i-Familie zum „Geburtstagsfest“ andere einzuladen und die Erklärung zu feiern." Mit teilweise anderen Worten etwas verkürzt ausgedrückt: "Die Erklärung wird zwar nicht gefeiert, aber die Familie sollte Leute einladen und die Erklärung feiern." Das ist nicht besonders sinnvoll, oder? Fit 02:07, 1. Okt 2006 (CEST)

Das drückt aus, dass es keine religiöse Pflicht ist, aber trotzdem gern gesehen. Ich finde das schon sinnvoll. --KnightMove 18:08, 2. Okt 2006 (CEST)

Langsam kommt Licht ins Dunkel. Wir sollten unterscheiden zwischen dem offiziellem Teil und dem inoffiziellen. Denn die eigentliche "Feier" im Rahmen eines Familienfestes ist bei der Konfirmation auch keine Pflicht. Wie wäre es mit folgender Formulierung: "Die Erklärung wird nicht in einer offiziellen, zeremoniellen Feier wie eine Konfirmation oder eine Bar Mizwa im Rahmen eines Gottesdienstes gefeiert, aber es ist üblich, daß die Baha'i-Familie zum „Geburtstagsfest“ andere Baha'i einläd um die Erklärung so zu feiern." Inwiefern es üblich ist, daß der normale Familienfestrahmen erheblich um Baha'i-Gemeinschaftsmitglieder erweitert wird, damit kenne ich mich nicht aus. Also entsprechend verbessern. --Fit 13:25, 3. Okt 2006 (CEST)

"Seit 1948 ist die Baha'i-Religion bei den Vereinten Nationen als nichtstaatliche Organisation anerkannt. Sie arbeitet am Hauptsitz New York in zahlreichen Gremien der Weltorganisation mit (WHO, UNICEF), sie hat seit 1970 beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC)." Also eine Religion kann weder von der UNO als nichtstaatliche Organisation anerkannt sein, noch kann sie in UNO-Gremien mitarbeiten. Es sollte daher die konkrete Baha'i-Organisation angegeben werden. --Fit 13:37, 3. Okt 2006 (CEST)

Löschung meiner Linksliste

Dürfte ich bitte erfahren warum meine Linksliste, zwei Mal gelöscht wurde? Was soll das? Gut, beim ersten Mal war sie schlecht formatiert, aber man hätte sie auch richtig formatieren könne, wie ich es dann beim Zweiten mal tat. Ich würde mich sehr über eine Begründung freuen.

Du wirst hier feststellen, dass über die Baha'i-Kritik hier schon oft diskutiert wurde und die Baha'i-Sympathisanten nicht zulassen, dass dieser Link gesetzt wird. Ich möchte ihn auch haben, habe es aber aufgrund fehlendem persönlichen Interesse aufgegeben, darum zu kämpfen. Du kannst aber eventuell den Vermittlungsausschuss anrufen. --KnightMove 22:05, 2. Okt 2006 (CEST)

Ich bin Bahai Sympatisant, ebend drum möchte ich ein vollständiges, offenes Bild der Religion abliefern und keine zensierte Restmenge. --QuarionX 08:51, 3. Okt 2006 (CEST)

Initiative Kritischer Link

Nun noch einmal ein vernünftiger, ernstgemeinter und durchaus wohlwollender Versuch: Mit welchen konkreten Argumenten und Gründen kann sich jemand dagegenstemmen, daß im Artikel auch kritische Links zum Bahaitum aufgelistet werden? An alle, die sich dagegen wehren und einen solchen Link sofort rauslöschen würden: Widerspräche ein solcher Widerstand nicht dem, was die Bahai-Religion predigt? Seid ihr nicht selbst an einer umfassenden, von diversen Seiten verfaßten Darstellung bemüht? Seid ihr kritikfähig? Die Tatsache, daß es bislang kein kritischer Link direkt in den Artikel geschafft hat, spricht nicht gerade für die Toleranz und Kritikfähigkeit der verantwortlichen und beteiligten Bahais. Noch einmal: Dies ist keine Werbeseite, auch kein Forum zur Selbstdarstellung in möglichst unproblematischer Form. Hier geht es um möglichst objektive Information, und dazu gehören auch Gegenstimmen. Warum eigentlich überhaupt einen kritischen Link schalten? Ganz einfach: Das Bahaitum ist eine moderne Religion, agiert und kommuniziert in modernen Foren, Ebenen und Gemeinschaften. Junge Menschen jeglicher Herkunft, Religion, Nationalität und Hautfarbe informieren sich über diese neuartige, moderne Religion, auch hier über Wikipedia. Viele fragen sich: Wo ist der Haken? Wo liegt die Wahrheit? Wo haben die Bahais recht, wo irren sie? Daher ist es doch nur im Interesse aller Beteiligten, wenn von dieser modernen Religion, über die es noch keine allzu ausgedehnte literarische und wissenschaftliche Auseinandersetzung gibt, Stimmen jeglicher Couleur, also auch kritische Stimmen zu hören wären. Ein oder zwei kritische Links würden, sofern sie sachlich blieben, in keinster Weise den Gesamteindruck zerstören oder etwas auch nur annähernd rufmordartiges nach sich ziehen. Daher: Im Sinne der Meinungsfreiheit - einen kritischen Link in diesen Artikel!!! Auch die Artikel über das Christentum und den Islam beinhalten einen Absatz zur Kritik an der jeweiligen Religion! --Rokwe 22:22, 2. Okt 2006 (CEST)
Ich unterstütze das. --KnightMove 07:42, 3. Okt 2006 (CEST)

Ich ebenfalls, ich finde der Bahai Glaube, zu dem ich mich sehr hingezogen fühle, blamiert sich hier sehr, meine angemessene Linkliste wird als Webverzeichniss dargestellt, nur um diese zensieren zu können! Ich werde dieser wiederholt wiederherstellen, allerdings werde ich dann wohl auf das Citizendium umstellen, villeicht ist es dort möglich neutrale Publikationen zu machen. Freund Deas, solltest du in diese Zensurarie verwickelt sein, dann enttäuscht mich das nur noch mehr. --QuarionX 08:51, 3. Okt 2006 (CEST)

Ein Glaube kann sich hier nicht blamieren, höchstens einzelne Autoren, die evtl. einer Religion angehören. Allerdings stimme ich dem Hinweis "Wikipedia ist kein Webverzeichnis" insofern zu, daß zu allererst versucht werden sollte, die Inhalte in den Wikipedia-Artikel einfließen zu lassen. Dies kann dann durch Weblinks ergänzt werden, und nicht umgedreht. Der Begriff des Theokratismus findet sich z.B. im gegenwärtigen Artikel nicht. --Fit 14:30, 3. Okt 2006 (CEST)
Hi QuarionX
Du bist ein Bahai-Symapthisant aber willst nicht auf Dein religionskritisches Gehaben verzichten und hast dennoch noch nie Schwierigkeiten damit in der Auseinandersetzung mit Baha'is während Deines Sinnsuchungsprozesses gehabt? Unglaublich!
Sollte die Baha'i-Religion Trägerin der künftigen Weltzivilisation sein wollen, dann braucht sie faire kritische Links nicht zu fürchten. Sie könnte durch die besseren Argumente daraus nur als Siegerin hervorgehen!
Mit kritischen Links meine ich nicht jede x-beliebige Hate-Site (wie z.B. diese Bahai-Angst) sondern welche, die sich wirklich sachlich (wie z.B. diejenigen mit den ausgetretenen Professoren in den USA) mit den Problemen der B.R. auseinandersetzen!
Konrad --193.171.99.70 17:29, 5. Okt 2006 (CEST)

Hi Rokwe
Dein Zitat:..Viele fragen sich: Wo ist der Haken? Wo liegt die Wahrheit? Wo haben die Bahais recht, wo irren sie?...
ganz einfach: Baha Ullahs Lehren und Gesetze dürfen laut Selbstverständnis NICHT sachlich kritisch gewogen werden (siehe u.a. Kitabi Aqdas &99) ergo müssen sie laut Selbstverständnis implizit von allem Irrtum befreit sein.
Daher ergibt sich für den Gläubigen Baha'i folgendes Dilemma:
1.) das Zulassen von Zweifel kann kein Bestandteil der bahaistischen Apologetik sein
2.) und auch dann, wenn man dies für eine Gegenargumentation zuliesse, nur darum, um seine Überlegenheit zu beweisen, funktioniert dies nicht, weil der Gläubige gezwungen wäre, die autorisierte Lehre relativistisch (Relativismus) zu behandeln, und damit einer kritischen Betrachtung zu öffnen!
Konrad --193.171.99.70 16:12, 6. Okt 2006 (CEST)

Erweiterung der Linkliste

Hallo,

ich würde mich über die Aufnahme der Homepage www.9-b-19.de in die Linkliste sehr freuen. Diese Seite bietet eine umfassende Einführung in die Bahá'í Religion. Vielen Dank im voraus. Mit freundlichen Grüßen EH

Ist vom Stil her eine reine Werbeseite für die Religion und damit für die Linkliste wenig sinnvoll. --Hansele Hansele 20:45, 15. Okt. 2006 (CEST)

Lieber Herrr Heckeroth!
Ich schliesse mich Hanseles Begründungen voll an. Warum den armen Artikel mit noch einer Linkliste belasten, wo ja eh nur wieder dasselbe aus den schon angeführten Jubelseiten steht.
Konrad --193.171.99.70 11:12, 16. Okt. 2006 (CEST)

Hab meinen Beitrag vom 16,10,06 gekürzt, da der gelöschte Teil nichts mit der Bitte von Hrn. Heckeroth zu tun hat. Konrad --193.171.99.70 09:59, 17. Okt. 2006 (CEST)

Kritische Anmerkung an Baha'i

Hallo!

Ich finde es sehr interessant, was der Baha'i so über andere Religionen und ihre Traditionen aussagt. ich selbst bin Buddhist des Diamantweges und möchte einfach mal ein paar Dinge klar stellen. Denn Baha'i verurteilt z.B. das Mönchstum und die Asksese. Begründet wird dies mit der Aussage, dass der Mönch "das göttliche Licht außerhalb des Spiegels sucht". Das stimmt nicht. Im Diamantweg - Buddhismus erkennen sich alle als vollentwickelte Buddhas an. Alle Wesen haben die Buddhanatur. Das heißt, dass alle schon von Natur aus erleuchtet und rein sind. Uns fehlt lediglich die Erkenntnis dazu. Um diese zu erlangen meditieren wir. Die verschiedenen Buddhas sind demnach alle ein Teil unserer eigenen Buddhantur. Sie sind von uns nicht verschieden. Denn im Buddhismsus gibt es kein duales Welbild. Wir verehren keine von uns abgetrennte Macht. Und weil wir wissen, dass diese Buddhanatur in uns liegt, können wir auch nicht außerhalb von irgendwas danach suchen. Desweiteren behauptet der Baha'i - Glaube, dass alle Religionen den gleichen Kern in sich tragen und alle zusammen gehören, da sie alle von der selben Quelle oder Gott stammen. Diese Ansicht kann ich nicht teilen. Denn die Wege und Ziele unterscheiden sich in den verschiedenen Religionen. Christen wollen z.B. ins Paradies zurück zu Gott (also eine Art Wiedervereinigung mit Gott, nachdem der der Mensch durch den Sündenfall von ihm getrennt wurde). Buddhisten hingegen streben keine Wiedervereinigung mit Gott an. Denn 1.) gibt es für uns keinen Schöpfergott wegen unserem nicht dualen Weltbild und 2.) muss alles, was miteinander verbunden wurde zwangsläufig wieder irgendwann auseinanderfallen.

Und weil Buddhisten keine göttliche Macht als Grundlage haben, können sie auch nicht Teil einer göttlichen und zyklischen Offenbarung sein, die sich immer wieder erneuert.

Andererseits finde ich es natürlich gut wenn sich eine Religion oder Philosophie für Frieden, Gleichberechtigung und Harmonie einsetzt. Wenn man diese Ziele mit einer Portion gesundem Menschenverstand und einem klaren Blick verfolgt kann man sicher viel Gutes bewirken. Und darum will ich die Baha'i - Religion nicht verteufeln, auch wenn der Anfang meiner Kritik vielleicht so wirkt. Aber ich habe einfach große Bedenken wenn eine Gruppe von Menschen verschiedene religiöse, philosophische und buddhistische Lehren miteinander vermischt. Denn man erliegt schnell der Versuchung sich immer gerade das aus einer Religion heraus zusuchen, was einem gerade gut gefällt und angenehm ist. Desweitern sind die verschiedenen Begriffe, Lehrsätze und Vorstellungen einer Religion immer in einen bestimmten Kontext oder System eingebettet aus dem sie sich erklären. Reist man sie heraus und mischt sie mit angeblich gleichwertigen Begriffen aus anderen Religionen, so kommt dabei nichts heraus, was überzeugen oder in sich geschlossen wirken könnte. So bedeutet Karma im Hinduismus Schicksal, während das selbe Wort im Buddhismus für das Prinzip von Ursache und Wirkung steht. Und das ist nur ein Beispiel, dass auf die gravierenenden Unterschiede der Religionen hinweist. Sicherlich haben Religionen auch Gemeinsamkeiten, z.B. Nächstenliebe, Ehrlichkeit usw.. das halte ich auch für sehr wichtig. Denn ohne diese zeitlosen Werte ist eine Religion nutzlos. Aber meiner Meinung nach darf man darüber hinaus nicht die Unterschiede vergessen. Denn sie sind auch sehr wichtig und letztendlich ausschlaggebend für die Identität einer Religion.

Informationen über die Bahá´í Religion

verschoben von Wikipedia:Entsperrwünsche#Informationen über die Bahá´í Religion --Rtc 01:01, 23. Okt. 2006 (CEST)
Sehr geehrte Damen und Herren, auf der Informationsseite über die Bahá´í - Religion ist ein Foto von Baha´u´llah zu sehen. Zwar ist folgendes vermerkt:

Um einer unangebrachten Bilderverehrung vorzubeugen und aus Respekt vor der Person des Religionsstifters, ist den Baha'i die Verbreitung von Darstellungen Baha'u'llahs nicht gestattet. Jeder Baha'i kann während einer neuntägigen Pilgerreise für eine kurze Zeit einen Blick auf ein Bild Baha'u'llahs werfen.

Aber dennoch enstprechen die Macher oder Administratoren von Wikipedia nicht dem Wunsch der Bahá´í und veröffentlichen auf Ihrer Seite ein Foto.

Obwohl der National Geistige Rat der Bahá´í in deutschland gebeten hat das Foto aus Ihrer Seite heauszunehmen und evtl. einen Kurzkommentar anstelle zu veröffentlichen.

Ich bitte Sie unserem Wunsch zu entsprechen um die Würde der Bahá´í Relilgion in ihrer Gesamtheit zu waren.

Vielen Dank, mit freundlichem Gruß

Marek Engel e-mail : xxx@yyy

Die Seite Baha'i ist halbgesperrt; das gennante Foto wird dort dargestellt. Hier prallen wohl 2 Inetressen aufeinander. Einerseits die der Religion andereseits die von Wikipedia und der Darstellung von Wissen. Ich würde hier das Foto eher stehen lassen, da die Seite ja wohl auch von vielen nicht-Angängern der Religion gelesen wird. --Jutta234 Jutta234 00:33, 23. Okt. 2006 (CEST)

Lieber Hr. Engel
Kein Baha'i wird gezwungen, das Bild von B.U. downzuloaden und in Umlauf zu bringen. Sollte er oder sie dies dennoch tun, dann ist es ein Problem mit dessen Überzeugung & der Religionsgemeinschaft, nicht aber das von Wikipedia.
Ich würde mich allerdings dafür einsetzen, einen identen Artikel ohne dem Bild von B.U. extra für Baha'is einzuführen.
Konrad --193.171.99.70 11:28, 23. Okt. 2006 (CEST)

Nein, das ist ausgeschlossen. Wir können nicht für jede Religionsgemeinschaft noch einen zusätzlichen zensierten Artikel machen, genauso wie die Wikipedia auch nicht zum Schutz von Minderjährigen zensiert wird. Wer mit diesen Inhalten nicht einverstanden ist, soll die Wikipedia nicht verwenden; das ist sein gutes Recht. Punkt. --Rtc 15:55, 23. Okt. 2006 (CEST)

Beten

"Drei tägliche Pflichtgebete stehen zur Wahl." Das heißt jetzt was genau? Man kann an drei vorgegebenen Terminen am Tag entscheiden, ob man betet? Man muß drei Zeitpunkt am Tag wählen, an denen man betet? --Fit 22:48, 19. Nov. 2006 (CET)

Man muss in der Frühe, zu Mittag und am Abend je ein Pflichtgebet je nach vorgeschriebener Zeit entrichten. Der Vorgang geht nach islam. Vorbild. Die Qibla (Gebetsrichtung) ist aber Richtung Bahji. Von zweien gibt es aber auch eine Kurzrezitation. Dauert ein paar Sekunden. --193.171.99.70 09:08, 20. Nov. 2006 (CET)
Auch daraus wird man nicht so recht schlau. Interpretationsmöglichkeiten auszuführen erspare ich mir. -- Fit 14:28, 20. Nov. 2006 (CET)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Baha'i und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).