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Der Artikel Baltimore gehört zur Kategorie: Ort in Maryland, Ort mit Seehafen, County in Maryland
Baltimore [] (USA) ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Maryland. Sie hatte im Jahre 2005 635,815 Einwohner (2004: 636.251) und ist einer der bedeutendsten Seehäfen in den Vereinigten Staaten.
In Baltimore befindet sich das Wohnhaus und Grab des Schriftstellers Edgar Allan Poe und das des Journalisten H. L. Mencken. Baltimore ist sowohl der Geburtsort des berühmten Baseballspielers Babe Ruth als auch der Inspirationsort für die amerikanische Nationalhymne. In der Stadt gibt es viele historische Gebäude und landesweit bekannte Denkmäler. Baltimore umfasst neben zwei großen Universitäten zahlreiche weitere Ausbildungseinrichtungen und Museen.
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Innerer Hafen von Baltimore Bildherkunft |
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Lage Bildherkunft |
Geschichte
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Situationsplan von Baltimore um 1888 Bildherkunft |
1729 wurde die Stadt gegründet und nach dem 1st und 2nd Baron Baltimore, den britischen Begründern der Maryland-Kolonie, benannt. Der Name Baltimore ist irischen Ursprungs (Baltimore, County Longford). Das ir. Original Baile an Tí Mór bedeutet "Ort des großen Hauses". Anfangs war die Stadt als Hafen für den Tabakhandel angelegt worden. Rasch entwickelte sie sich dann zu einem Handelszentrum mit Europa und der Karibik. Als Philadelphia 1777 von den Briten besetzt war, tagte der Kontinentalkongress in Baltimore. Im britisch-amerikanischen Krieg von 1812 unternahmen die Briten den Versuch, die von Baltimore aus agierenden Freibeuter auszuschalten. Die daraus resultierende Schlacht im Jahr 1814, die am Fort McHenry stattfand, inspirierte Francis Scott Key dazu, die spätere amerikanische Nationalhymne The Star-Spangled Banner zu schreiben.
Am 28. Dezember 1827 wurde der Grundstein für die erste Eisenbahnlinie der USA, durch die Baltimore & Ohio Eisenbahngesellschaft in Baltimore gelegt und am 24. Mai 1830 feierlich eröffnet. Zunächst war sie jedoch nur als reine Pferdebahn ausgelegt. Jedoch schon am 31. Juli 1831 wurden nach einem Wettrennen zwischen der Lokomotive Tom Thumb und einem Pferd alle Rösser ausgemustert und durch Dampfbetrieb ersetzt, obgleich das Pferd das Rennen gewonnen hatte.
1831 bis 1835 lebte der junge Edgar Allan Poe in Baltimore bei seiner Tante Maria Clemm. Er begann hier in großer Armut seine Laufbahn als Erfinder und Meister der Shortstory, lebte dann in Richmond, Philadelphia und New York City, um 1849 auf bis heute nicht völlig aufgeklärte Art und Weise wiederum in Baltimore, und zwar im Washington College Hospital, zu sterben. Er ist hier auf dem Friedhof der ehemaligen presbyterianischen Westminster Kirche (heute: Westminster Hall and Burying Ground) begraben.
Durch die gute Eisenbahnverbindung in den Mittleren Westen und durch die Einrichtung einer regelmäßigen Dampfschiffahrtsverbindung des Norddeutschen Lloyds von Bremerhaven nach Baltimore entwickelte sich der Hafen zum zweitgrößten Einwanderungshafen der USA nach New York.
1886 entwickelte der deutsche Einwanderer Ottmar Mergenthaler hier die Linotype-Setzmaschine.
1904 wurden bei einem Großfeuer weite Teile der Stadt eingeäschert; ein Mensch kam ums Leben. Der Sachschaden betrug rund 50 Millionen Dollar.
Wirtschaft und Bildung
Die Schwerindustrie ist seit 1897 vorhanden, als das Sparrows-Point-Stahlwerk eröffnet wurde. Durch die beiden Weltkriege wuchs die Industrie weiter beträchtlich an, speziell durch Stahlwerke und Erdölraffinerien.Gelegen an der Chesapeake Bay, ist die Stadt einer der größten Seehäfen der USA, Verkehrszentrum zwischen Washington D.C. und Philadelphia und unterhält den Baltimore-Washington International Airport (BWI). Baltimore ist unter anderem Sitz von Procter & Gamble und vielen anderen Firmen aus der Gesundheits- und Schönheitsindustrie sowie dem medizinisch-pharmazeutischen Bereich. Ebenfalls haben viele Forschungseinrichtungen, sowohl aus der Wirtschaft als auch staatliche Labors, ihren Sitz in und um Baltimore.
Baltimore ist ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum in den USA. Die wirtschaftliche Tätigkeit ist auf Forschung und Entwicklung ausgerichtet, speziell auf Pharmazeutik, medizinischen Bedarf und medizinische Dienstleistungen. Außer privaten Laboratorien beherbergt die Stadt 61 Forschungslabors auf bundesstaatlicher Ebene. Die Stadt Baltimore hat knapp 636.000 Einwohner (Schätzung 2005), die Metropolregion Washington, D.C.-Baltimore etwa 7,6 Millionen Einwohner (Volkszählung 2000).
Die weltbekannte, besonders in der Medizin herausragende Johns-Hopkins-Universität befindet sich in Baltimore.
Gegenwärtige Probleme
Baltimore hat mit am stärksten unter den US-amerikanischen Großstädten mit Armut, Verwahrlosung, Drogenabhängigkeit und Stadtflucht zu kämpfen. Einige innere Stadtteile geben, wie in vielen Städten der Ostküste, ein schauriges Zeugnis urbanen Niederganges. So liegt Baltimore auch bei der Verbrechensrate in unrühmlich führender Position mit unter anderem knapp 300 Tötungsdelikten pro Jahr (siehe [LINK]).
Diese Problematik ist vielen us-amerikanischen Fernsehzuschauern durch die Serien „Homicide“ und „The Wire“ vertraut.
In der sehr erfolgreichen Serie "The Wire" lautet ein Spitzname der Stadt daher auch „Body more, Murderland“ (dt. in etwa: „noch ne Leiche, Mörderland“), eine Anspielung auf die volle Nennung des Namens mit Bundesstaat („Baltimore, Maryland“), wie es in den USA üblich ist.
Sehenswürdigkeiten
- Poehouse and Museum. Hier lebte Poe von 1831-1835 zusammen mit seiner Tante Maria Clemm und seiner Cousine Virginia Clemm Poe.
- Grab von Edgar Allan Poe
- Walters Art Museum
- Baltimore Museum of Art mit der Cone-Collection, eine der umfangreichsten Sammlungen an Werken von Henri Matisse
- Fort McHenry
- Aquarium (direkt am Hafen)
Sport
Baltimore ist die Heimat des NFL-Teams Baltimore Ravens. Außerdem spielt im Baseball-Stadion Camden Yards das MLB-Team Baltimore OriolesSöhne und Töchter der Stadt
- John Donald Abney, US-amerikanischer Jazzpianist
- Lloyd Banks, Rapper
- Gary Bartz, Jazz-Saxophonist
- Kate Josephine Bateman, US-amerikanische Schauspielerin
- John R. Bolton, US-amerikanischer Politiker und Diplomat
- Charles Joseph Bonaparte, Enkel von Jerome Bonaparte
- James Carter, US-amerikanischer Leichtathlet
- Cyrus Chestnut, Jazzpianist
- Tom Clancy, Schriftsteller
- Cass Elliot, Sängerin und Mitglied der Band The Mamas and the Papas
- Gordon R. England, Geschäftsmann und Politiker und gegenwärtig Marinestaatssekretär und stellvertretender Verteidigungsminister
- Bill Frisell, Jazzgitarrist
- James Gibbons, Erzbischof von Baltimore
- Philip Glass, Komponist
- Hilary Hahn, Geigerin
- Philip Harper, Jazz-Trompeter
- David Hasselhoff, Sänger und Schauspieler
- Alger Hiss, als Spion verurteiler amerikanischer Jurist und US-Regierungsbeamter
- Johns Hopkins, Unternehmer und Philanthrop
- Thomas Jane, Schauspieler
- Charles Jencks, Architekt und Architekturtheoretiker
- Al Kaline, US-amerikanischer Baseballspieler
- Barry Levinson, US-amerikanischer Filmregisseur
- Morris Louis, US-amerikanischer Maler
- Thurgood Marshall, Richter am Obersten Gerichtshof
- Ottmar Mergenthaler, Erfinder der Linotype-Setzmaschine
- Barbara A. Mikulski, US-Senatorin
- Dorothea Orem, Krankenschwester und Pflegewissenschaftlerin
- Robert Parker, einflussreicher Weinkritiker
- Nancy Pelosi, US-amerikanische Politikerin
- Michael Phelps, Schwimmer
- Jada Pinkett Smith, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- John Rawls, US-amerikanischer Philosoph
- Martin Rodbell, US-amerikanischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- Mark Rolston, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler
- Francis Peyton Rous, US-amerikanischer Pathologe und Nobelpeisträger
- George Herman Ruth, deutschstämmiger amerikanischer Baseballspieler
- Dwight Schultz, US-amerikanischer Schauspieler
- Lawrence Joseph Shehan, Erzbischof von Baltimore und ein Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Pam Shriver, ehemalige Tennisspielerin
- Earl Simmons, US-amerikanischer Hip-Hop-Musiker mit dem Künstlernamen DMX (Dark Man X)
- Upton Sinclair, sozialkritischer Schriftsteller in verschiedenen Literaturgattungen
- Elmer Snowden, US-amerikanischer Banjospieler, Bandleader und Musikunternehmer
- Raymond A. Spruance, war während des Zweiten Weltkriegs im Pazifik Admiral der US-Navy
- James Francis Stafford, emeritierter Erzbischof von Denver und ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche
- Evan Taubenfeld, Musiker
- Chester Thompson, amerikanischer Schlagzeuger
- Leon Uris, US-amerikanischer Schriftsteller
- John Waters, Regisseur
- Bernard Williams, US-amerikanischer Leichtathlet
- Edward Witten, US-amerikanischer Mathematiker und Physiker
- Frank Zappa, Musiker
Weblinks
- http://www.ci.baltimore.md.us (Engl.)
- http://www.baltimoretourism... (Engl.)
- Das Poehouse in Baltimore
- The Edgar Allan Poe Society of Baltimore
simple:Baltimore, Maryland
Diskussion der Autoren über den Artikel: Baltimore
Kategorie dazu
Habe die Kategorie Frank Zappa hinzugefügt, da Baltimore Geburtsort des Künstlers ist. Wie ist die Meinung dazu? Ggf. bitte revert. --Hei ber 05:44, 19. Jun 2006 (CEST)
- Hallo Hei_ber, das ist eher nicht erwünscht. Kategorien sollen Artikel enthalten, die direkt etwas mit dem Thema zu tun haben, und nicht alles, was sich irgendwie so deuten lässt. Im Falle von Städten wären teilweise dutzende Personen dort geboren, die eigene Kategorien haben; und was macht man mit Städten, in denen diese Leute lange gewohnt haben etc. pp. —da Pete (ばか) 09:33, 19. Jun 2006 (CEST)



