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Bambus

Toplinks zu diesem Thema:
Java, Englisch, Folter, Kette, Vergleichen



Der Artikel Bambus gehört zur Kategorie: Süßgräser, Symbol
Bambus
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Bambus im Botanischen Garten in Wien.
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Systematik Kategorie:Vorlage:Taxonomievorlage
Abteilung

Kategorie:Vorlage:Taxonomievorlage : || Blütenpflanzen (Magnoliophyta)

Klasse

Kategorie:Vorlage:Taxonomievorlage : || Einkeimblättrige (Liliopsida)

Unterklasse

Kategorie:Vorlage:Taxonomievorlage : || Commelinaähnliche (Commelinidae)

Ordnung

Kategorie:Vorlage:Taxonomievorlage : || Süßgrasartige (Poales)

Familie

Kategorie:Vorlage:Taxonomievorlage : || Süßgräser (Poaceae)

Unterfamilie

Kategorie:Vorlage:Taxonomievorlage : || Bambus

Wissenschaftlicher Name
Bambusoideae
Luersson
Tribus

Kategorie:Vorlage:Taxonomievorlage

  • Olyreae
  • Bambuseae

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Bambus am Lijiang in China
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Bambus (Bambusoideae) ist eine vielgestaltige Unterfamilie aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Es gibt etwa 1.200 Arten in der Unterfamilie der Bambusoideae. Es gibt zwei grundsätzliche Typen (Entspricht gleichzeitig auch der taxonomischen Einteilung in zwei Tribus.) von Bambus:

  • Tribus Bambuseae: Baumartig wachsende verholzende Taxa mit schlanken, holzigen, nicht selten verzweigten, oft meterlangen Halmen, luftigen, zierlichen Blätterkronen, grasartigen Blättern und bisweilen riesigen Blütenrispen.
  • Tribus Olyreae: Taxa, die wie "normale" Gräser wachsen, Horste bilden und nicht verholzen, diese Bambus-Arten werden auch selten höher als einen Meter.

Verbreitung

Sie haben ihre Heimat auf den Kontinenten Asien, (Nord- und Süd-) Amerika und Afrika. Es sind tropische bis subtropische Pflanzen. Doch manche Arten gedeihen auch in kälteren Bereichen gut; so bildet zum Beispiel Chusquea aristata in der östlichen Andenkette noch bei 4.700 m NN undurchdringliche Dickichte und geht selbst bis zur Schneegrenze, auch im Himalaja steigen einige Arten bis 3.800 m NN, und Bambusa metake aus Japan und mehrere chinesische Arten gedeihen in Mitteleuropa ganz gut.

Beschreibung

Wuchs ausgewählter Arten

Die Bambusse erreichen riesige Dimensionen (Dendrocalamus brandisii wird 38 m hoch bei 80 cm Halmumfang). Sie gehören zu den nützlichsten Gewächsen, und Bambusa arundinacea ist in dieser Hinsicht nur mit der Kokospalme zu vergleichen. Seine eigentliche Heimat ist unbekannt, man findet es in beiden Hemisphären, und es gedeiht in Algerien und in Südfrankreich üppig. Aus dem Rhizom schießen zahlreiche Halme 18 m und höher mit großer Schnelligkeit auf, die Blätter sind 16 cm lang, aber nur 1,3 cm breit, die Blüten sollen erst im 25. Jahr und dann so reichlich erscheinen, dass die Pflanzen durch die große Produktion von Früchten erschöpft werden und ganz oder bis auf das Rhizom absterben. Bambusa gigantea blüht erst im 30. Lebensjahr. B. tulda in Hinterindien erreicht in einem Monat die Höhe von 22 m. Im Gebiet des Amazonas ist B. latifolia ein wichtiger Bestandteil der Vegetation. Aus China, Korea und Japan sind buntblätterige Bambusse eingeführt, von denen besonders die japanische, niedrig bleibende B. fortunei als hübsche Zierpflanze empfehlenswert ist. Bei der Pflanzung von Bambussen in heimischen, europäischen Garten ist zu beachten, dass viele Bambusse Ausläufer (Rhizome) bilden. Diese Rhizome wandern in der Erde und können durchaus einige Meter pro Jahr zurücklegen. Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, empfiehlt es sich, eine Rhizomsperre um die Pflanze zu setzen.
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Bambusblüte 2006.
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Bambusblüte - Detailansicht
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Blüte

Die meisten Bambusarten blühen synchron periodisch, je nach Art alle 12 bis 120 Jahre. Einige Bambusarten blühen nur sehr selten, einige nur alle 100 Jahre oder noch seltener. Selbst das bodendeckende Sasa blüht nur etwa alle 20 Jahre.

Wenn selten blühende Bambusarten doch einmal blühen, kann es vorkommen, dass sie absterben, da die Pflanzen dabei ihre letzten Kraftreserven verbrauchen. Dem Absterben kann man entgegenwirken, indem man den Bambus radikal zurückschneidet, gut giesst, und wartet bis die ersten Sprossen erscheinen. Da die Pflanzen in einer Region gleichzeitig blühen, kann dieses Absterben von Pflanzen eine große Region betreffen. Das ist unter anderem in den Neunzigerjahren des 20. Jahrhunderts in Europa vorgekommen, wo Bambus als Gartenpflanze genutzt wird. Durch einen Rückschnitt der Pflanze, die im folgenden Jahr wieder austreibt, solange die Rhizome vorhanden sind, kann das Blühen und damit auch das Absterben verhindert werden. Nach der Fruchtbildung sterben die Halme und die ganze Pflanze ab.

Wegen der seltenen Frequenz ist die Blüte vom Bambus noch nicht eingehend erforscht, es ist z.B. noch nicht bekannt, wieso die Pflanze so selten blüht und was sie zum Blühen anregt. Es wird angenommen, dass die seltene und großflächige Blüte dazu beiträgt, die Samen zu erhalten, da sich keine Tiere auf ihren Verzehr spezialisieren können.

Verwendung

Lebensmittel

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Frische Bambussprossen im Supermarkt
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Die einzige Nahrung des Großen Panda sind Bambus-Arten.
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Die jungen Schösslinge des Bambusrohrs werden als Gemüse genossen oder in Essig eingelegt. Besonders die Gattungen Bambusa, Dendrocalamus und Phyllostachys sind für den Verzehr geeignet.

Frischgeerntete Bambussprossen haben ein sehr festes, hellgelbes Fleisch mit schmalen Luftkammern in der Mitte der Sprosse. Sie werden gewonnen, indem sie aus dem Boden ausgegraben werden, und sind mit mehreren sehr festen, haarigen und dunkelbraunen Blättern umgeben, die vor dem Kochen entfernt werden. Bambussprossen werden vorwiegend aus Asien und Lateinamerika importiert. In Europa werden sie nur in Italien angebaut. Bambussprossen werden auch vorgekocht und abgepackt zum Verkauf angeboten.

Die Schösslinge enthalten ein Toxin (Blausäureglykosid), das durch Kochen neutralisiert werden muss. Da viele Bambusarten auch Bitterstoffe enthalten, sollten diese ebenfalls beim Kochen neutralisiert werden. In Japan werden Bambussprossen z.B. zusammen mit dem Mehl gekocht, das beim Polieren von Reis entsteht („nuka“) und vor allem die äußeren Schichten des Reiskorns enthält. Es ist auch möglich, zu diesem Zweck Chilischoten mitzukochen.

Die eingelegten Bambussprossen werden „Achia“ oder „Atchia“ genannt.

Da Bambussprossen einen hohen Anteil an Kieselsäure enthalten, die für Haare, Haut und Knochen notwendig ist und auch lindernd bei Depressionen wirken kann, wurden sie auch in der traditionellen Medizin eingesetzt.

Auch das haferähnliche Korn des Bambus ist essbar.

Bambus ist die Hauptnahrungsquelle des Großen Panda-Bären.

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Verwendung von Bambus: Ein Baugerüst in Mumbai, Indien.
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Ein Haus komplett aus Bambus
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Winterlicher Kälteschutz aus Bambusstäben (Japan)
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Textilfasern

Bambus besteht aus langen fasrigen Zellulosesträngen, diese können aus dem Stamm gewonnen und zu feinem Garn gesponnen werden. Textilien aus Bambus sind absolut geruchsneutral und liegen samtweich auf der Haut. Erste Kollektionen von Unterwäsche sind seit kurzem 2005 in der Schweiz erhältlich. Bambus Textilien sind gut geeignet für Menschen mit einer Baumwollallergie.

Baustoff

Aus dem zähen, leichten und sehr harten Holz können ganze Häuser erbaut werden. Früher wurden ganze Dörfer nur aus Bambus gebaut, und fast die ganze Hauptstadt von Siam schwamm auf Bambusflößen. Auch Brücken und Wasserleitungen wurden aus Bambus gebaut.

Gartenbau

In der chinesischen Gartenkunst ist der Bambus ein wesentliches Gestaltungselement. Auch in europäischen Gärten wird der Bambus in den letzten Jahren immer beliebter.

Folgende Verwendungsmöglichkeiten für den Bambus im Garten sind nur ein kleiner Umriss der tatsächlichen Möglichkeiten: Der Bambus als Hain, Hecke, Bambus als Bodendecker, Bambus auf der Terrasse, Innenhöfe, Sicht- und Windschutz, Dachgärten, Kübelpflanzen, Wintergartenbegrünungen. Das flirrend grüne Laub, die eleganten Halme in schönen Farben passen in fast jedes Gartenambiente, harmonieren mit Blüten und Bäumen.

Bambus ist eine immergrüne Pflanze. Auch im Winter behält der Bambus seine Blätter. 80 Prozent aller in Deutschland angebotenen Bambussorten (Fargesie, Phyllostachys) sind robust und verkraften kurzzeitig Temperaturen bis -20 Grad.

Bambusa spinosa gibt undurchdringliche Hecken.

Da Bambus sehr hart ist, so dass er bei der Zerkleinerung gefährlich splittert und auch nur extrem langsam zersetzt wird, sind besonders hohe Arten mit kräftigem Stamm bei der Kompostierung problematisch.

Unter anderem benutzt man Bambus auch für Gerüstbau, Häuserbau, Brückenbau sowie Straßenbau.

Gebrauchsgegenstände

Bambus wird auf vielfältige Weisen genutzt, um Möbel und allerlei Hausgeräte herzustellen, unter anderem kunstvoll geflochtene Körbchen, Vorhänge, Dosen u. ä. Aber auch andere praktische Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Hüte, Körbe und Reusen werden aus Bambus hergestellt. Das lange, krause Geschabsel diente zum Polstern. Ein Span von keilförmigem Querschnitt, dessen scharfe Kante von der kieselreichen äußeren, ungemein harten Schicht gebildet wird, gibt ein sehr scharfes Messer. Dieselbe äußere Schicht diente auch als Wetzstein für eiserne Messer.

In einer Bambusröhre, die dabei zwar verkohlt, aber nicht verbrennt, kochten die Javaner an einem Bambusfeuer junge Bambustriebe.

In China wurden zu Rollen zusammengebundene Bambusstreifen als Schreibmaterial verwendet.

Zerklopfter Bambussplint kann als Pinsel genutzt werden, und auch in Europa werden Bambusfedern benutzt.

Eine kletternde Art wird zu allerlei Flechtwerk, Säcken, ja selbst Jacken verarbeitet.

Auch in Europa wurde Bambus zur Produktion von Stöcken (Pfefferrohr) und Regenschirmstielen genutzt.

Musikinstrumente

In einigen Ländern und Regionen, zum Beispiel Java (Angklung), China oder Tahiti, werden auch Musikinstrumente aus Bambus hergestellt. In Japan wird Bambus vor allem benutzt, um Flöten wie die Shakuhachi oder Shinobue herzustellen. Auf Hawaii wird Bambus zur Herstellung eines flötenähnlichen Holzblasinstrumentes, des Xaphoons, genutzt. Es gibt jedoch auch Schlag- und Zupfinstrumente aus Bambus.

Waffen

Auch als Waffe wurde Bambus genutzt: Blasrohre, Pfeilschäfte und Pfeilspitzen, Lanzen und Palisaden bestanden aus dem Material.

In Japan werden aus Bambus in einem komplizierten Prozess die Bogen der Samurai hergestellt. Ähnliche Bambusbögen werden auch heute in Japan und von fortgeschrittenen Schützen in Europa im Kyudo verwendet.

Mit Bambusspitzen bestückte Fallen und Fallgruben wurden noch im Vietnamkrieg im 20. Jahrhundert durch die Vietnamesen erfolgreich eingesetzt.

Folter

Die Bambusfolter funktioniert auf folgende Art: Das „Opfer“ wird über einem Bambusspross auf den Boden gebunden. Der Bambus wächst am Tag bis zu einem Meter hoch und zwängt sich auf seinem Weg zum Licht durch den Körper des Gefolterten.

Rohmaterial

In China wurde das meiste Papier aus jungen Bambustrieben erzeugt und auf Jamaika sehr viel Bambusfaser für die nordamerikanische Papierfabrikation gewonnen.

In den Knoten alter Halme bildet sich eine Kieselkonkretion, der Bambuskampfer ( Bambuszucker, Tabaxir), der in der chinesischen Medizin, aber auch als Poliermittel benutzt und in großer Menge nach Arabien exportiert wird.

Kulturelle Bedeutung

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Malerei von Hsü Wei (China, ca. 1540-1590)
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Dem Bambus werden verschiedene symbolhafte Bedeutungen zugeordnet. So ist er beispielsweise in China ein Symbol für langes Leben, in Indien jedoch ein Symbol der Freundschaft. In den Philippinen werden Bambuskreuze von Landwirten als Glücksbringer aufgestellt.

In Japan ist Bambus ebenfalls ein positiv besetzter Begriff. Da Bambus sehr gerade wächst und aufgrund seiner frischen grünen Farbe gilt er als Symbol der Reinheit. Er tritt als Symbol auch zusammen mit Kiefernzweigen und Kirschblüten auf. Die drei Pflanzen werden nicht nur als Glückssymbole eingesetzt, sondern z.B. auch, um beim Sushi verschiedene Preisstufen zu markieren. Am Jahresende wird auf jeder Seite der Eingangstür ein Gebinde aus Bambusrohren und Kiefernzweigen aufgestellt, das Glück bringen soll („kadomatsu“).

Da Bambus nur selten blüht und die Samen vorwiegend während Hungerzeiten gegessen wurden, wird die Bambusblüte in manchen Kulturen als Vorbote einer Hungersnot interpretiert.

In einigen Kulturen Asiens, z.B. in den Andamanen, wird davon ausgegangen, dass die Menschheit bei ihrer Entstehung aus einem Bambusrohr herausgetreten ist. In Malaysia und Japan gibt es Legenden über eine junge (und sehr kleine) Frau, die in einem Bambusrohr lebt und erscheint, wenn das Rohr gekappt wird. Bild:Bambus berlin botanischer garten.jpg|Riesen-Bambus (Dendrocalamus giganteus) im Gewächhaus des Botanischen Gartens in Berlin. Bild:Bambusa ventricosa.JPG|Bambusa ventricosa, mit seinen typischen verdickten Internodien. Bild:Phyllostachys aurea0.jpg|Phyllostachys aurea, eine in Mitteleuropa winterharte Art. Bild:Bamboo forest.jpg|Bambus-Wald mit Phyllostachys edulis, in Kamakura, Japan. Bild:Semiarundinaria fastuosa.JPG|Semiarundinaria fastuosa. Bild:Taopan_bambus.jpg|Bambus in Japan Image:Bamboo with graffiti.jpg|Grafitti Image:Essen Gruga Park Schachtelhalm.jpg|Dendrocalamus giganteus im Grugapark, Essen

Systematik

Siehe Taxonomie der Bambusoideae.

Siehe auch

Beachte

Besonders beliebt scheint in letzter Zeit der sogenannte Glücksbambus zu sein, der jedoch kein Bambus ist, denn dafür werden zwei Drachenbaum-Arten (Dracaena) verwendet. Der Name Glücksbambus ist ein eingetragenes Warenzeichen. Er wird in Europa in vielen Möbelhäusern, Baumärkten, Supermärkten, Gartencentern und Blumengeschäften angeboten.

Ebenfalls kein echter Bambus ist das Seychellengras, das als Zwergbambus oder auch Bonsai-Bambus angeboten wird. Der Hängebaumbambus ist ebenso ein Gras, das sogenannte Flechtstraußgras. Weitere fälschlicherweise als Bambus bezeichnete Pflanzen sind: Himmelsbambus, Bambusorchidee, Bambusbegonie, Bambusficus, Bambusblättrige Eiche, Mittelmehrbambus.

Weblinks

}}

jbo:bambusa zh-yue:竹


Diskussion der Autoren über den Artikel: Bambus


Lesenswert-Diskussion (abgelehnt)

Bambus (Bambusoideae) ist eine vielgestaltige Unterfamilie aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Es handelt sich um ein baumartiges Gewächs mit schlanken, holzigen, nicht selten verzweigten, oft meterlangen Halmen, luftigen, zierlichen Blätterkronen, grasartigen Blättern und bisweilen riesigen Blütenrispen.

  • pro: nicht ganz so toll wie der Artikel Reis aber lesenswert --Atamari 19:56, 8. Jun 2005 (CEST)

22m im monat macht ca 74 cm am Tag?

In einem 30-tage-Monat wäŕen das 3cm pro stunde.

Das kommt mir vile vor, gibts da Referenzen?

Eptalon 12:35, 24. Okt 2005 (CEST)

Meyers Konversationslexikon von 1888. --Begw 12:42, 24. Okt 2005 (CEST)

Bambus im zeitgemäßen Kontext

BAMBUS IST EIN NATÜRLICHES HIGH TECH PRODUKT UND DIE ÖKOLOGISCHE ANTWORT DER GEGENWART

BAMBUS IST DIE AM SCHNELLSTEN WACHSENDE PFLANZE DER ERDE

Als ein ausgesprochen riesenhaftes Mitglied der weltumspannenden Familie der Gramineen (Gräser) ist Bambus sowohl die am schnellsten wachsende Landpflanze unseres Planeten als auch der größte Produzent von Biomasse. Ein breiter `Bambusgürtel` zieht sich von China nach Korea bis hinunter nach Indonesien. Allein in China sind ca. drei Mill. Hektar mit Bambuswäldern bedeckt, in der die Art Phyllostachus Pubescens wächst. Der Lebensraum des Pandabären wird durch die Verwertung der Art Phyllostachus Pubescens nicht beeinträchtigt. Er lebt in höher gelegenen Gebieten und ernährt sich von anderen Bambusarten.

BAMBUS IST EIN NATÜRLICHES HIGH-TECH PRODUKT

Durch in die Zellen eingelagertes Lignin ist Bambus physikalisch als Holz zu betrachten. Die extrem dichte Zellstruktur übertrifft jedoch Buchen- und Eichenholz an Festigkeit und Elastizität. Darüber hinaus enthält Bambus keine Harze oder Gerbsäuren. Dieser Riesengrashalm besteht in seiner stark verkieselten Mantelzone aus hochelastischen Fasern, die parallel zur Halmachse verlaufen und eine Zugfestigkeit von bis zu 40 kp/mm² besitzen. Dies verleiht Bambus seine enorme Stärke, welche selbst die Zugfestigkeit von Stahl (37 kp/mm²) übertrifft. Holzfasern bringen es vergleichsweise lediglich auf einen Wert von 5 kp/mm². Deshalb wird Bambus auch als das `Gras aus Stahl` bezeichnet. In der globalen Kulturgeschichte nimmt Bambus seit Jahrtausenden einen festen Platz als Baumaterial ein. Auf den Philippinen und im Regenwald von Equador werden noch heute 90 Prozent der Häuser in Vollbauweise errichtet.

BAMBUS IST DIE ÖKOLOGISCHE ANTWORT UNSERER GEGENWART

Als einkeimblättrige Pflanze hat ein Bambushalm kein radiales Dickenwachstum wie ein Baumstamm, sondern der Schössling wächst mit nur einem `Jahresring` in seinem mittleren Durchmesser aus dem Wurzelgeflecht (Rizom). In nur wenigen Monaten erreicht der Halm seine endgültige Höhe von bis zu 40 m. Der Halm ist nach fünf bis acht Jahren verholzt und `toter Ballast` für die Pflanze, welche nach der Ernte sofort neue Schösslinge treibt. Der Bambuswald regeneriert sich alle acht Jahre ohne Aufforstung. Rund 10 Tonnen Bambus können pro Hektar in einem Jahr erwirtschaftet werden. Eine einzige Pflanze der Art Phyllostachus Pubescens bringt in 35 Jahren etwa 15 km Halmlänge hervor. Weil in jeder Vegetationsperiode neue Halme aus dem Rizom gebildet werden, vergrößert Bambus seine Biomasse jährlich um 30 Prozent. Ein europäischer Laubwald schneidet im Vergleich dazu wesentlich schlechter ab. Ein Fichtenwald an einem mittleren Standort ergibt einen zu erwirtschaftenden Ertrag von vier Tonnen Holz pro Jahr und Hektar und steigert seine Biomasse im Durchschnitt jährlich nur um zwei bis drei Prozent. Bis ein Weichholzbaum geschlagen wird, vergehen 10 bis 20 Jahre, bei Hartholzbäumen sogar zwischen 50 und 150 Jahre.

DIE HERSTELLUNG DER BAMBUSPRODUKTE

Zur Herstellung von Bambusprodukten wird der Halm auf selektierte Länge senkrecht zerschnitten. Die einzelnen Segmente werden zu Strips verarbeitet, sorgfältig sortiert und in einem speziellen Klimaraum auf ausgeglichene Holzfeuchte gebracht. Die darauf zu Rohlingen verleimten Strips werden auf die Maße von Bambusprodukten gehobelt, gefräst, gemessert: Bambusparkett und Scheuerleisten, Bambusfurnier, Bambus Paneele und Bambus Bauplatten in den Farbtönen Natur und Carbonisiert. Der carbonisierte Farbton wird durch Dämpfung erzielt. Bambusparkett ist fußwärmer als andere Hartholzparkette, denn die das Bambusholz in Längsrichtung durchziehenden Leitbündel wirken wie ein System winziger, isolierender Luftschläuche. Bambusparkett weist keine elektrostatische Aufladung auf (0 V/cm), ist ca. 27 Prozent härter als Eiche, und die Schwund- und Quellneigung ist um ca. 50 Prozent geringer. Die Herstellung der industriell gefertigten Bambusprodukte unterliegt den strikten Qualitätsvorgaben von BAMBOO CONCEPTS mit fachgerechter Endkontrolle.

Und was will uns der Dichter mit dieser flammenden Ansprache sagen? --Philipendula 10:50, 16. Jan 2006 (CET)

klingt wie eitel werbung... --84.191.192.188 23:58, 16. Jun 2006 (CEST)

Genau: das Bamboo Concepts ist die Homepage dazu. - inhaltlich mag da im Prinzip was dran sein - ich habe die Werbung oben leicht vermindert - oder sollte man das ganz löschen? 193.174.133.20 16:56, 14. Aug 2006 (CEST) Plehn

Hier überschneidet sich Information mit Werbung. Der Text `Bambus im zeitgemäßen Kontext` basiert auf einer Step by Step erworbenenen Fachkomptenz seit ca. 1995. Über industriell gefertigte Bambusprodukte aus China gibt es bis heute noch keine Literatur. Um die Qualitätsanforderungen des europäischen Marktes erfüllen zu können, müssen die industriell gefertigten Bambusprodukte seitens des Importeurs genau spezifiziert und durch fachgerechte Endkontrolle gewährleistet sein.

Nahrung des Großen Panda-Bären

Im Artikel zum Großen Panda steht: Große Pandas sind innerhalb der Bären die ausgeprägtesten Pflanzenfresser, sie ernähren sich im Gegensatz zu landläufigen Meinung aber nicht ausschließlich von Bambus. Was stimmt?

Bild:Bambusspross

Ich habe gerade ein Bild von einem Bambusspross auf die Commons eingestellt, das recht schön die Wuchsform zeigt. Interesse? Azzurro 09:16, 28. Okt. 2006 (CEST)

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Bambus und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).