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Belgien (ndl.: België, franz.: Belgique), offiziell Königreich Belgien (ndl.: Koninkrijk België, franz.: Royaume de Belgique) ist eine föderal organisierte parlamentarische Monarchie in Westeuropa. Es grenzt an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg, Frankreich und an die Nordsee. Zusammen mit den Niederlanden und Luxemburg bildet Belgien die Beneluxstaaten. Belgien zählt zu den Gründungsmitgliedern der EU.
Geografie
- Geografisches Zentrum: Nil-Saint-Vincent
- Höchste Erhebung: Signal de Botrange (694 m im Hohen Venn)
- Höchst gelegene Ortschaft: Mürringen + Rocherath (655 m).
Belgien ist ein relativ flaches Land, nur im Südosten gibt es das Bergland der Ardennen. Die Küstenlinie erstreckt sich auf 72,3 km. 25 Prozent der Landfläche werden für Landwirtschaft genutzt. Ungefähr 85 Prozent aller Belgier leben in Städten. Laut den Berechnungen des Königlichen Belgischen Instituts für Naturwissenschaften hat Belgien eine Fläche von 33.990 km².
Flüsse
- Albertkanal
- Demer
- Dender
- Gileppe
- Göhl (frz. Geule; ndl. Geul)
- Inde
- IJzer (frz. Yser)
- Leie (frz. Lys)
- Maas (frz. Meuse; ndl. Maas)
- Nete
- Ourthe
- Sambre (ndl. Samber)
- Semois
- Schelde (frz. Escaut)
- Weser (frz. Vesdre, ndl. Vesder)
Bevölkerung
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Bevölkerungsentwicklung (x1000) 1961–2002 Bildherkunft |
Im Vielvölkerstaat Belgien leben niederländisch sprechende Flamen (63 % der Bevölkerung), französischsprachige Wallonen (36 %) und eine deutschsprachige Minderheit (ripuarische Rheinfranken mit ca. 1 %) zusammen. In Belgien leben ca. 52.000 Jenische. Von der Bevölkerung werden sie entweder als „Zigeuner“ oder als „Woonwagenbewohner“ wahrgenommen, je nach dem, ob sie auf Plätzen mit Sinti stehen oder auf eigenen Plätzen. Die weitere Wohnbevölkerung besteht aus Zugewanderten aus vielen Teilen Europas (insbesondere aus Polen und Italien) und Marokko.
Religion
Etwa 80 % (71 % im Jahr 1981) der Belgier sind römisch katholisch, ca. 1 % gehören einer protestantischen Kirche an und 4 % Islamische Gemeinden. Besonders hoch ist die Rate überzeugter Atheisten (28 %). Etwa 7 % der Bevölkerung gehören keiner Religionsgemeinschaft an.
Siehe auch: Katholische Kirche in Belgien
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Belgiens
Als Provinz Belgica schon im römischen Reich unter diesem Namen bekannt, erlebte das heutige Gebiet Belgien viele Herrschaften. Es war im Mittelalter Teil des fränkischen Reiches und wurde bei dessen Teilung ebenfalls geteilt; es war überwiegend Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches und zerfiel in einzelne Herzogtümer und Grafschaften. Die einzelnen Territorien wurden später vom Haus Burgund regiert, das 1477 von den Habsburgern beerbt wurde. Zunächst regierte der spanische Zweig der Habsburger, danach der österreichische. 1815, auf dem Wiener Kongress, wurde Belgien den Niederlanden zugesprochen.
1830 kam es zur belgischen Revolution, in deren Folge Belgien unabhängig wurde. Es wurde eine parlamentarische Monarchie errichtet und Leopold von Sachsen-Coburg zum ersten König der Belgier ernannt. Leopold II., Sohn des ersten Königs, erwarb den Kongo in Afrika, zunächst als Privatbesitz, später als Kolonie, was der königlichen Familie und dem Land Reichtum brachte. Der Kongo wurde auch bekannt durch die dort ausgeübten Verbrechen der belgischen Besatzer. 1960 wurde die Kolonie Kongo in die Unabhängigkeit entlassen.
Im Ersten Weltkrieg wurde das neutrale Land in die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich einbezogen und von der kaiserlichen deutschen Armee fast gänzlich eingenommen. In den Stellungskriegen in Belgien wurden viele Städte in Flandern zerstört. Als Ausgleich dafür, sowie für die erlittene Besatzung und die zahlreichen zivilen und militärischen Opfer, annektierte Belgien nach dem Krieg die mehrheitlich von Deutschen bewohnten Gebiete der Region um Eupen und Malmedy, die des Weiteren eingeforderten Gebiete bis zum Rhein hin wurden dem Staat allerdings nicht übertragen; die vertraglich vereinbarte Volksabstimmung in Eupen-Malmedy wurde vom belgischen Staat nicht durchgeführt. Im Zweiten Weltkrieg verhielt sich das Land anfangs neutral, wurde aber wieder als Durchgangsland nach Frankreich besetzt und gelangte so in den Einflussbereich der Hitler-Diktatur im Deutschen Reich. Jenische aus den Benelux-Staaten wie auch Sinti und Roma wurden in die KZ deportiert. Bis zur Befreiung durch die Westalliierten hatte es - wie halb Europa - unter der Willkürherrschaft der Nazis und die jüdische Bevölkerung unter ihrer Verfolgung zu leiden; Städte und Landschaften blieben aber weitgehend von Kriegszerstörungen verschont. Lediglich im Osten des Landes, vor allem um Sankt Vith und Bastogne, kam es zu schweren Zerstörungen infolge der Ardennenoffensive im Winter 1944-1945.
Die bereits seit 1944 geplante Zoll- und Wirtschaftseinheit von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg wurde im Haager Vertrag am 3. Februar 1958 vereinbart und ist am 1. November 1960 in Kraft getreten (Benelux-Staaten). Belgien gehörte mit zu den Gründerstaaten der EWG und spielt seither eine wichtige Rolle im europäischen Einigungsprozess. Das Land wurde Sitz internationaler Organisationen, wie der NATO und der Europäischen Union.
Siehe auch: Liste der belgischen Ministerpräsidenten, Belgisch-Kongo
Politik
Belgien ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Monarchie.
Der Föderalstaat wird aus dem König und 15 vom Parlament betrauten Mitgliedern gebildet (Exekutive) sowie dem Bundesparlament (Legislative). Das föderale Parlament besteht aus der Abgeordnetenkammer mit 150 Mitgliedern und dem Senat mit 71 Mitgliedern. Während die Abgeordnetenkammer Entscheidungsgewalt in Haushaltsangelegenheiten und der Vertrauensfrage hat, hat der Senat neben einer Beratungsfunktion Entscheidungsgewalt bei Interessenskonflikten zwischen den regionalen Parlamenten.
Die föderalen Institutionen sind verantwortlich für Justizwesen, Finanzpolitik, innere Sicherheit, Außenpolitik, Landesverteidigung und soziale Sicherheit.
Parteien:
- Ecolo, französischsprachige Grüne (zurzeit 4 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Groen! (ehemals Agalev), flämische Grüne
- VLD, Vlaamse Liberalen en Democraten, flämische Liberale (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- MR, Mouvement Réformateur, französischsprachige Liberale (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Vivant, Bundesweite Liberale
- CD&V, Christen-demokratisch & Vlaams, flämische Christdemokraten (zurzeit 21 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- CDH, Centre Démocrate Humaniste, französischsprachige Christdemokraten (zurzeit 7 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- SP.a, Sociaal Progressief Alternatief, flämische Sozialisten (zurzeit 23 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- PS, Parti Socialiste, französischsprachige Sozialisten (zurzeit 25 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- Vlaams Belang (ehemals Vlaams Blok), flämische Nationalisten (zurzeit 18 Sitze in der Abgeordnetenkammer)
- FN, Le Front National, französischsprachige Nationalisten (zurzeit 1 Sitz in der Abgeordnetenkammer)
- N-VA, Nieuw-Vlaamse Alliantie, Nachfolgepartei der Volksunie, Bündnis mit CD&V (zurzeit 1 Sitz in der Abgeordnetenkammer)
- SPIRIT, Nachfolgepartei der Volksunie, Bündnis mit SP.a
- PDB, Partei der deutschsprachigen Belgier, deutschsprachige Regionalpartei
Belgien ist von innerer Zerrissenheit vor allem zwischen der flämischen und wallonischen Volksgruppe geprägt. Tendenziell nehmen die Spannungen eher zu und radikale Parteien, die eine Auflösung des Gesamtstaats befürworten, wie etwa das Vlaams Belang, gewinnen mehr und mehr an Bedeutung.
Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt
Politische Gliederung
Hauptartikel: Politische Gliederung Belgiens
Belgien ist seit 1993 ein Bundesstaat, der aus "Gemeinschaften" und "Regionen" besteht.
Es gibt drei (Kultur-)Gemeinschaften, nämlich die Flämische Gemeinschaft, die Französische Gemeinschaft und die Deutschsprachige Gemeinschaft. Die Zuständgkeiten der Gemeinschaften sind eher kultureller Art und beinhalten ebenfalls das Unterrichtswesen.
Daneben gibt es drei Regionen, nämlich die Flämische Region, die Wallonische Region sowie die Brüsseler Region (oder Region Brüssel-Hauptstadt). Die Regionalkompetenzen befinden sich eher im Wirtschaftsbereich.
Die Gebiete der einzelnen Gemeinschaften und Regionen überdecken sich manchmal stark, sind aber nicht vollständig deckungsgleich. Die rein verwaltungstechnische Aufteilung Belgiens in vier "Sprachgebiete" (französisches, niederländisches und deutsches Sprachgebiet, sowie das zweisprachige Gebiet Brüssel-Hauptstadt) ermöglicht es die Gebiete der Gemeinschaften zu ermitteln:
- Die Flämische Gemeinschaft umfasst das niederländische Sprachgebiet sowie das zweisprachige Gebiet Brüssel-Hauptstadt.
- Die Französische Gemeinschaft umfasst das französische Sprachgebiet sowie das zweisprachige Gebiet Brüssel-Hauptstadt.
- Die Deutschsprachige Gemeinschaft umfasst allein das deutsche Sprachgebiet.
Das Gebiet der drei Regionen wird hauptsächlich durch die zehn Provinzen (welche nicht als Teilstaaten im belgischen Föderalstaat betrachtet werden) festgelegt:
- Die Flämische Region umfasst fünf Provinzen:
- Antwerpen (Hauptstadt Antwerpen)
- Limburg (Hasselt)
- Ostflandern (Gent)
- Flämisch Brabant (Löwen)
- Westflandern (Brügge)
- Die Wallonische Region umfasst ebenfalls fünf Provinzen:
- Hennegau (Mons)
- Lüttich (Lüttich)
- Luxemburg (Provinz) (Arlon)
- Namur (Namur)
- Wallonisch Brabant (Wavre)
- Die Region Brüssel-Haupstadt gilt als provinzfrei. Sie übt ihre Zuständigkeiten im Verwaltungsbezirk Brüssel-Hauptstadt aus, welcher deckungsgleich ist mit dem zweisprachigen Gebiet Brüssel-Haupstadt.
Die unterste Verwaltungsebene stellen die 589 Gemeinden dar.
Verkehr
Belgien ist ein wichtiges Transitland zwischen Mitteleuropa und Westeuropa.
Seehäfen
Der wichtigste Hafen ist Antwerpen an der Schelde, einer der größten und wichtigsten Seehäfen der Welt. Traditionelle Bedeutung als Fährhafen besaß bis zur Eröffnung des Eurotunnels Ostende.Flugverkehr
Der wichtigste Flughafen des Landes ist Zaventem.Straßen
Belgien besitzt ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz, welches wie auch alle anderen Straßen in Belgien fast komplett mit Straßenlaternen ausgestattet und nachts beleuchtet ist.Eisenbahn
Die staatliche Eisenbahngesellschaft heißt SNCB/NMBS und betreibt eines der am dichtesten ausgebauten Bahnnetze weltweit.Energiepolitik
Belgien besitzt zwei in Betrieb befindliche Atomkraftwerke. 1999 wurde ein Atomausstieg vom Parlament beschlossen (Siehe auch: Kernenergie nach Ländern)Wirtschaft
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Belgien einen Index von 118.1 (EU-25:100) (2003).Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25[LINK]- Verteilung der erwerbstätigen Bevölkerung nach Sektoren (Stand: 2000):
- Agrarwirtschaft: 2,0%
- Industrie: 23,4%
- Dienstleistungssektor: 74,6%
Tourismus
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Die Ardennen Bildherkunft |
Der Tourismus spielt in Belgien eine große Rolle. Vor allem Briten, Franzosen und Niederländer besuchen Belgien. Bei den Briten ist außerdem eine Art Erster Weltkriegstourismus entstanden. In Westflandern stehen noch viele alte Kriegsdenkmäler und -friedhöfe. Daneben sind die Ferienbadeorte an der belgischen Nordseeküste (Knokke-Heist, Bredene, De Panne, Nieuwpoort, Oostende u. a.) sehr beliebt. Außerdem sind auch die Ardennen eine viel besuchte Urlaubsregion. Von der belgischen Nordseeküste aus kann man viele Tagestouren unternehmen, etwa in die Nachbarländer Frankreich und Niederlande oder Großbritannien. Als besonders empfehlenswert haben sich auch Städtetouren nach Brüssel, Hasselt, Gent, Antwerpen u. a. erwiesen. Die Stadt Brügge ist aber wahrscheinlich die Stadt mit dem größten Tourismus. Sie wird gelegentlich Venedig des Nordens genannt.
Regionale Unterschiede
Seit einigen Jahren ist Belgien ein zerstrittenes Land, da die Wirtschaft der Wallonischen Region in einer Rezessionsphase steckt. Dieses wirtschaftliche Problem zeigt sich deutlich am Bruttosozialprodukt, von dem zwei Drittel in der Flämischen Region und nur ein Drittel in der Wallonischen Region erwirtschaftet werden. Die Flämische Region zahlt jedoch einen Solidarbetrag, der in Wallonien vor allem für Sozialleistungen genutzt wird. Trotzdem wird die Zahlung dieses Solidarbetrags von der Flämischen Region nicht einfach so hingenommen. Wachsender Unmut über die wirtschaftliche Schwäche der Wallonischen Region macht sich in Flandern breit, der sich vor allem in einer Separatistenbewegung (Vlaams Belang) manifestiert hat.Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Verteidigung
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für- das Gesundheitswesen bei 2%
- das Bildungswesen bei 12%
- das Militär bei 5%
Kultur
Belgische Persönlichkeiten
- Die Hl. Gudula von Brüssel und Eibingen ist Patronin der Stadt Brüssel und belgische Nationalheilige.
- Bekannte Maler sind Peter Paul Rubens, Pieter Bruegel der Ältere, James Ensor und der Surrealist René Magritte.
- Weltweit bekannte Schriftsteller sind Charles DeCoster, Émile Verhaeren, Maurice Maeterlinck und Georges Simenon.
- Weitere Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts sind der Sänger und Chansonnier Jacques Brel, der Jazz-Musiker Toots Thielemans, der Actionfilm-Held Jean-Claude Van Damme und die Schauspielerin Jasmin Schwiers.
- Bekannte Sportler sind die Tennisspielerinnen Kim Clijsters und Justine Henin-Hardenne, die Fußballer Jean-Marie Pfaff, Marc Wilmots, Daniel van Buyten und Vincent Kompany, der Rennfahrer Jacky Ickx und der Radfahrer Eddy Merckx.
Siehe auch: Liste bekannter Belgier
Gastronomie
Eine typische gesamtbelgische Küche gibt es nicht, da zahlreiche Spezialitäten eher den Regionen Flandern oder Wallonien zuzuordnen sind oder von den Kochkünsten der Nachbarländer, insbesondere Frankreichs (genauer: Lothringens), inspiriert sind. Es wurde aber eine weltbekannte Erfindung in Belgien gemacht, die häufig falsch eingeordnet wird: Pommes Frites. Waffeln stellen ebenfalls eine belgische Spezialität dar. Die bekanntesten Waffelvarianten sind die Brüsseler Waffeln und die Lütticher Waffeln. Des Weiteren ist Belgien für seine Pralinen bekannt, welche zur Weltspitze gehören. Eine weitere Besonderheit ist die Sortenvielfalt der belgischen Biere, darunter zahlreiche Abteibiere (Abdijbier, Bière d'Abbaye) mit höherem Alkoholgehalt, auf besondere Weise vergorene Biere (z. B. Lambic,Geuze) oder mit Fruchtaromen versetzte Biere. Die am meisten verbreiteten Biersorten sind Jupiler und Stella Artois, die beide zum belgischen Brauereikonzern Inbev, ehemals Interbrew, gehören.Sport
Der beliebteste Sport in Belgien ist Fußball. Die 1. belgische Liga ist eine der ältesten der Welt. In den 1970er und 1980er Jahren gehörte das belgische Nationalteam (auch: Rote Teufel) zur Internationalen Spitze. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hat sich Belgien nicht qualifiziert. (Siehe auch: Fußball in Belgien)Belgien hat auch einige Berühmtheiten im Radsport hervorgebracht. So gehörten und gehören Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck, Johan Museeuw, Peter van Petegem sowie Tom Boonen zu den besten Fahrradfahrern der Welt.
Der Rundkurs von Spa- Franchorchamps gehört zu einer der anspruchsvollsten Strecken im Motorsport. Hier werden in regelmäßigen Abständen Rennen ausgetragen. Wie voriges Jahr die Formel 1 und die DTM, die dieses Jahr jedoch nicht ausgetragen werden. Eines der Höhepunkte ist wohl das Proximus 24 Stunden Rennen, das jedes Jahr ausgetragen wird.
Comics
Comics sind generell sehr populär in Belgien; ein großer bekennender Fan war z. B. auch König Baudouin. Den "Bandes Dessinées" (kurz BD) wie sie in Belgien genannt werden, begegnet man auch häufig im Stadtbild, jede gute belgische Buchhandlung hat spezielle BD-Abteilungen und sogar in jedem großen Supermarkt findet man sie.Comics gehören zu einem der Hauptexportartikel belgischer Verlage, denn viele international bekannte und berühmte Comiczeichner und Autoren stammen aus Belgien, das damit im Vergleich zu seiner Größe die meisten in Europa hervorgebracht hat. Die berühmtesten sind Jean Graton (Michel Vaillant), Morris (Lucky Luke), Hergé (Tim und Struppi), Peyo (Die Schlümpfe und weiteres), Franquin (Spirou und Fantasio, Gaston und Marsupilami) und Philippe Geluck (Le Chat).
In Belgien ist es auch möglich, Comic als Studienrichtung an Kunsthochschulen wie der Königlichen Akademie für bildende Kunst und dem Institut Saint-Luc in Brüssel zu studieren. Daher werden die Bandes Dessinées in Belgien auch als "neunte Kunst" tituliert.
Kaum verwunderlich, dass es in Brüssel also auch ein Comic-Museum gibt (Centre Belge de la Bande Dessinée, Rue des Sables 20), in dem dieser Kunstrichtung auf drei Etagen gehuldigt wird.
Sonstiges
- Sankt Nikolaus (6. Dezember) ist in manchen Regionen weitaus wichtiger als Weihnachten. In vielen Familien gibt es zu Sankt Nikolaus die Geschenke, zu Weihnachten wird nur die Messe besucht.
- Sommerzeit: vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober, GMT + eine Stunde.
Des Weiteren berühmt ist Belgien, vor allem Brüssel und Brügge, für die feine handgeklöppelte Spitze.
Bildung
Das Bildungssystem ist in Belgien auf Grund der weit reichenden Befugnisse der einzelnen Gemeinschaften unterschiedlich, das Hochschulwesen wurde aber im Zuge des Bologna-Prozesses weitgehend auf zwischengemeinschaftlicher und europäischer Ebene vereinheitlicht. Die föderale Instanz von Belgien ist zuständig für die Pensionen der Lehrer, das Festlegen des Minimalwissens zur Erlangung eines Diploms und für die Schulpflicht (vom 6. bis zum 18. Lebensjahr).Belgien hat 11 Universitäten: Niederländischsprachig: Katholische Universität Löwen (Katholieke Universiteit Leuven - KUL), Universität Gent, Universität Antwerpen (UA), transnationale Universität Limburg (Universität Hasselt - UHasselt & Universität Maastricht - UM/Niederlande), Freie Universität Brüssel (Vrije Universiteit Brussel - VUB), Katholische Universität Brüssel (Katholieke Universiteit Brussel - KUB); Französischsprachig: Université Libre de Bruxelles, Facultés Universitaires Saint Louis à Bruxelles, Université de Liège, École Polytechnique de Mons, Facultés Universitaires Notre-Dame de la Paix Namur, Université Catholique de Louvain in Louvain-la-Neuve.
Den Universitäten gleichgestellte Einzelfakultäten sind die Evangelisch-Theologische Fakultät Löwen (Evangelische Theologische Faculteit), die Fakultät für Protestantische Theologie Brüssel (Faculteit voor Protestantse Godgeleerdheid) und die Königliche Militärschule (Koninklijke Militaire School).
Neben den Universitäten existieren in den drei Gemeinschaften zahlreiche Hochschulen (Hautes Ecoles/Hogeschools) und mehrere Kunsthochschulen (Ecoles Supérieures des Arts).
Schule in Flandern
Ab zweieinhalb oder vier Jahren besuchen Kinder normalerweise eine Art Kindergarten mit Vorschule (Kleuteronderwijs). Ab sechs Jahren gehen die Kinder sechs Jahre auf die Grundschule (Basisonderwijs). Belgische bzw. flämische Schulen sind offiziell (Flämische Gemeinschaft), frei (subventioniert; meist katholische Schulen) oder privat (nicht subventioniert). Es zeigt sich die Tendenz, dass katholische Schulen in der Regel ein höheres Niveau haben als staatliche. Das trifft aber nicht in jedem Fall zu. Die erste Fremdsprache ist Französisch, welche ab dem fünften Lehrjahr unterrichtet wird. Ab dem siebenten Lehrjahr wird der Unterricht dann auf einer der sekundären Schulen genommen.Die Sekundärschulen (Secundair Onderwijs) werden wie folgt unterteilt:
a) Erste Schulstufe (vom 12.-14. Jahr)
b) Zweite und Dritte Schulstufe (vom 14.-18. Jahr): Wahl zwischen
- ASO (Allgemeiner Sekundärer Unterricht)
- KSO (Kunstbildender Sekundärer Unterricht)
- TSO (Technischer Sekundärer Unterricht)
- BSO (Beruflicher Sekundärer Unterricht)
Englischunterricht hat man ab dem zweiten Lehrjahr des sekundären Unterrichts auf einer ASO. Gewöhnlich kann ein Schüler zwischen den folgenden Richtungen wählen: Mathematik, Griechisch, Latein, Naturwissenschaften. In den späteren Jahren kommen noch weitere Richtungen wie Wirtschaft/Handel, Humanwissenschaften und Moderne Sprachen hinzu. Ein Großteil der belgische Schüler der fünften und sechsten Klasse auf einer ASO hat auch mindestens eine Stunde Deutsch pro Woche, manchmal auch 3.
Auf KSO-Schulen, die selten bestehen, wenn, dann meistens nur in sehr großen Städten, hat der Schüler die Auswahl zwischen z.B. Comiczeichnen, Computergrafik etc. Der Schüler nimmt aber dennoch auch an Englisch- und Französischunterricht sowie Mathematik teil.
Abgeschlossen wird mit dem Diploma Secundair Onderwijs (Abitur), mit dem man Zugang zu einem Hochschulstudium erhält.
Da Schulpflicht bis 18 besteht, kann man, sobald dieses Alter erreicht wurde, die Schule verlassen oder warten, bis man das 'Diploma' bekommen hat. Ausnahmen bilden BSO-Schulen: Dort kann man schon früher die Schule verlassen und der Schulpflicht mit einer Lehre/Berufsausbildung nachkommen.
Umwelt
Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zum weltweit höchsten.
Siehe auch
- Portal:Belgien
- Belgische Streitkräfte
- Belgisches Französisch
- Liste der belgischen Regenten
- Liste der Städte in Belgien
- Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens
- Brüssel-Rundschau (deutschsprachige belgische Zeitung)
Quellen
Literatur
- Frank Berge, Alexander Grasse: Belgien - Zerfall oder föderales Zukunftsmodell?. Der flämisch-wallonische Konflikt und die Deutschsprachige Gemeinschaft. Leske und Budrich, Opladen 2003 (Regionalisierung in Europa, Band 3), ISBN 3-8100-3486-X
Weblinks
- Aktuelle Nachrichten aus Belgien (Deutschsprachiger Dienst der Vlaamse Radio- en Televisieomroep)
- Föderale Portalseite Belgiens
- Die Monarchie in Belgien
- Politisches System Belgiens
- Die Verfassung Belgiens
- Die Nationalhymne zum Anhören und im Wortlaut (franz. und fläm.)
- Daten und Fakten zu Belgien
- BRF - Hörfunk und Fernsehen in Ostbelgien
- Unterkünfte an der belgischen Küste Westflandern
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Flagge der Europäischen Union Bildherkunft |
|TITEL=Mitgliedstaaten der Europäischen Union
|INHALT=
Belgien |
Dänemark |
Deutschland |
Estland |
Finnland |
Frankreich |
Griechenland |
Irland |
Italien |
Lettland |
Litauen |
Luxemburg |
Malta |
Niederlande |
Österreich |
Polen |
Portugal |
Schweden |
Slowakei |
Slowenien |
Spanien |
Tschechien |
Ungarn |
Vereinigtes Königreich |
Zypern
{Navigationsleiste Nicht-EU-Staaten}
}
als:Belgien ang:Belgium arc:ܒܠܓܝܟܐ ast:Bélxica bar:Belgien fiu-vro:Belgiä frp:Bèlg·ique fur:Belgjo ilo:Belgium jbo:gugdrbelgi nds:Belgien nds-nl:België nov:Belgia nrm:Belgique pam:Belgium pms:Belgio roa-rup:Belghia scn:Belgiu simple:Belgium tet:Béljika tpi:Belsum vls:Belgje zh-min-nan:Belgien zh-yue:比利時
Diskussion der Autoren über den Artikel: Belgien
Überarbeiten
Ich habe gerade einen Überarbeiten-Baustein in den Artikel eingefügt, da er mir schon lange ein Dorn im Auge ist. Vollkommen unstrukturiert, kaum informativ (eine ellenlange Auflistung sämtlicher Flüsse bringt wohl niemanden ernsthaft weiter) und vollkommen vernachlässigt. Hat unser direkter Nachbar Belgien denn keinen besseren Eintrag in der Wikipedia verdient? Auf lange Sicht hin hoffe ich natürlich darauf, dass der Artikel einmal exzellent wird, aber fürs Erste würden ja schon mal leichte Verbesserungen ausreichen, um einen Anstoß zu geben. Ich habe heute bereits die Einleitung und die Tabelle überarbeitet, für mehr fehlt mir aber momentan einfach die Zeit. Daher hoffe ich darauf, dass sich Menschen finden, die etwas über Belgien zu sagen haben und das auch tun wollen. Vielleicht wäre es auch ganz angebracht, den Artikel unter Wikipedia:Fokus zu listen, aber das wird sich wohl zeigen. In dem Sinne, viel Spaß beim Verbessern --Shelm23 18:28, 22. Okt 2005 (CEST)Region <-> Gemeinschaft
Wieso wird die Deutschsprachige Gemeinschaft als eigenständige Region aufgeführt, wenn doch im Text steht, dass sie zu Wallonien gehört? — Matthäus Wander 09:32, 26. Feb 2004 (CET)- Du hast Recht, das ist falsch. Sie ist keine eigenständige Region. So wie ich das verstehe (bin kein Spezialist), gibt es in Belgien drei Regionen (Flandern, Wallonien, Brüssel) und drei Sprachgemeinschaften (die flämische, die wallonische und die deutsche). Die politischen Kompetenzen sind zwischen Regionen und Gemeinschaften aufgeteilt. Wie genau, das weiß ich nicht. --Zenogantner 10:37, 26. Feb 2004 (CET)
- Oh Mann, was haben unsere freundlichen Nachbarn doch für eine undurchschaubare Verwaltungsgliederung ;-) Ich hab ein wenig recherchiert und versucht Region<->Gemeinschaft mal klar zu stellen. Kann aber auch sein, dass ich da irgendwas durcheinander geschmissen kann. Einige Infos habe ich löschen müssen, da ich sie nicht genau einordnen konnte. Vielleicht wird mir beim Anblick des Diffs aber auch alles klar :) — Matthäus Wander 00:33, 27. Feb 2004 (CET)
- Wäre es nicht sinnvoller, Politik und politische Gliederung zusammen in einem Absatz zu erläutern? Hatte ich eigentlich schon umgestellt, ist aber aus mir unverständlichen Gründen rückgängig gemacht worden. Horst
- Der Absatz würde zu lang, muss also auf jedenfall untergliedert werden; bei anderen Ländern gibt es auch einen eigenen Abschnitt 'Verwaltungsgliederung' o.ä. Aber die beiden Abshnitte sollten natürlich hintereinander stehen. 1001 18:14, 9. Jun 2004 (CEST)
Comics, pommes frites und Jean-Claude van Damme
Als ich letztens in Belgien war, wurden 3 Dinge wiederholt klargestellt, auf die die Belgier wohl sehr stolz sind und oftmals falsch zugeordnet werden: 1. Die berühmten Comics (Tim und Struppi, Lucky Luke, ...) stammen aus Belgien, ist im Artikel angedeuted 2. Die pommes frites sind eine belgische Erfindung, werden aber im Artikel nicht erwähnt. Könnten z.B. als typische belgisch/Brüsseler Spezialität - Miesmuscheln + pommes frites + Bier - eingeflochten werden. Weitere Spezialitäten: Konfiserien/Chocolatiers (Neuhaus, Godiva, ...), Sirup aus Birnen, Äpfeln und Datteln (kommt aus Lüttich), Bier (dunkles Leffe mit mehr als 6% Alkoholgehalt) aus Kirschen (Kriek) und Himbeeren (Framboise) 3. Jean-Claude van Damme ist Belgier, deshalb habe ich diesen Namen als Actionfilm-Held bei den berühmten Persönlichkeiten hinzugefügt.
Gruß FS
Der "Sirop de Liège" erinnert allerdings nur entfernt an deutschen Sirup. Es ist eher eine Art - ziemlich festes - Gelée. Und wo wir schon bei Spezialitäten sind: Wo bleiben die belgischen Waffeln?
Matomasi
Ja genau es wird viel zu wenig über die echten Berühmtheiten belgiens wie den Waffeln, Fritten, Pralinen, Bier, Van Damme, usw...Einfach nur unvollständig der Text. (Marco)
- Ich will nur auch nochmal bekräftigen: Pommes, Schokolade (Pralinen!) und Waffeln, darauf is auch mein Belgier hier sehr stolz und er vermisst es.. :) Ausserdem halt das Bier.. Deutsche trinken zwar mehr Bier, Belgier haben aber das bessere und viel mehr verschiedenes.. Grosse Marken sind z.B: Leffe, Duvel, Hoegaarden.. stimpy
Geographie
Landesgröße
Die Größe Belgiens wird im CIA Factbook und in der englischen Version dieses Eintrags mit 30528 qkm angegeben. Kann das geändert werden? Hilla 15:55, 24. Jul 2005 (CEST)Ich ändere das jetzt in 30528 qkm. So ist es im CIA Factbook und in vielen anderen Quellen angegeben. CIA Factbook Hilla 20:30, 27. Jul 2005 (CEST)
Also das CIA Factbook ist mit Vorsicht zu genießen! (Die haben noch 2003 als Landeswährung von Italien die Lira angeführt!!! Unter www.belgium.be (Föderale Portalseite) werden 32.545 km² als Größe angeführt! Und ich nehm mal an, dass die Belgier wissen wie Groß ihr Land ist... ;) --Revell 09:09, 9 November 2005 (CET)
Kann es sein, dass die Bevölkerungsdichte nicht mehr stimmt? Ich kommt auf 320/km²... aber vielleicht wird das a irgentwie anders berechnet. ;)
in Wikipedia Niederländisch steht, dass forscher eine andere grösse berechnet haben, als wir im moment hier stehen haben. Das wären nämlich dann: 33.990 km². Nun frag ich mich, wie wir da verfahren. Ich schreib es aber auf jeden fall schon mal in den Artikel, ob es dann auch in die Tabelle kommen soll. Ist euch überlassen. --Knorck 16:57, 14. Nov 2005 (CET)
Mürringen
Mürringen darf sich also mit 649,5 Metern als das langsamste Dorf Belgiens bezeichnen! Das klingt zwar interessant, jedoch frage ich mich, wie die eigentlich subjektive Langsamkeit nun mit Metern gemessen werden kann! Wer weiß Rat? --Rujadd 4. Jul 2005 18:50 (CEST)
- Ich weiß auch nicht, was es bedeutet. Es könnte das längste Dorf gemeint sein, dafür ist es allerdings etwas kurz. Soll es jemand wieder einfügen, der Ahnung hat. Gruß, J budissin - J budissin 4. Jul 2005 20:30 (CEST)
- Es ist das am höchsten gelegene Dorf Belgiens wobei die Meterzahl dann auch stimmen kann ;-)! Das "langsamste" Dorf wird wohl ein Scherzkeks aus Belgien eingebaut haben, da wir Ostbelgier die Mürringer ähnlich wie in Deutschland die Ostfriesen oder in der Schweiz die Berner als träge oder deppenhaft verbildlichen. Die meisten bekannten Ostfriesenwitze werden bei uns in Mürringerwitze umgedichtet... (Hannibal)
- Ja genau ich als Ostbelgier gehe auch davon aus dass sich da jemand einen scherz erlaubt hat, "langsamstes dorf" ist natürlich totaler schwachsinn.(Marco)
Hilfe
Belgien ist bestimmt ein schönes Land aber ich muss im Sozialkundeunterricht ein Vortrag über Verhältnisse in Belgien, die sich die Deutschen abgucken könnten halten. Hat jemand brauchbare (!) Tipps? Vielen Dank!
- [Lach]!! Nein!!! Wüsste nicht was! Ausser vielleicht unser Schulsystem und kostenlosem Kindergarten. Aber da gibt es auch noch bessere! Siehe Frankreich und Schweden ;-) (Hannibal)
Nationalfarben Belgiens
Weiß jemand etwas über die Bedeutung und deren Entstehung der Nationalfarben Belgiens?
Vielen Dank. Felix
- Ja, Felix. Das Schild vom Alt-Herzogtum Brabant von dem unser Emblem entstanden ist, stellt einen goldene Löwe (Gelb) dar auf Kontext des Sabels (Schwarz), mit Greifern und Zähne der Kehle (Rot). Und seit Mann bei Erwähnen der Farben für Waffeschilder (in Belgien irgendwie) immer anfangt mit das Feld (= der Kontext) und dann die Stücke (= dargestellte Gegenstände), war es vollständig logisch das Schwarz am Stock (der Kontext) zu platzen, dann das Gelb (der Löwe) und schließlich das Rot (Greifer und Zähne).
- Sabel (Schwarz): Farbe des Bodens und des Strahles. Symbol der Willensstärke, Arbeitslust, Ausdauer, Mut.
- Gold (Gelb): Farbe der Sonne, sowie diese des Edelstein Topaz. Einfluß der Farbe: Verstand, Blick, Tugend und Herrlichkeit.
- Kehle (Rot): Farbe der Planet Mars und des Edelstein Rubin. Mars ist ein Krieggott, also Beweis von Verdienstlichkeit für das Vaterland.
- Tom-Timmy
Wahlrecht?
Hallo! Ist es wahr, dass in Belgien die Pflicht besteht, wählen zu gehen? Ich habe dieses letztens in einem Gespräch gehört undwäre für eine Aufklärung dankbar.
tschüss
- ja das ist richtig. ab 18 Jahren besteht sie. Ob nun für alles oder allein für die federale Regierung kann ich nicht sagen. --Knorck 15:13, 23. Nov 2005 (CET)
- (English, sorry. I'm trying but understand German, but I'm not nearly close to be able to write it :-)). We (Belgians) need to vote from the age of 18. Blank voting is allowed, but one has to go to the voting place to cast a blank vote. I have heard about people that protested against it being forcibly moved (by police forces) to the voting place. This compulsory voting system applies to community and federal elections. I am not sure about whether it applies to local (municipality) elections (it does at least not when one lives in another country). It does not apply to European elections. Although the numbers of years between those 4 elections varies, they always happen to be on the same day of the year, and you can(/have to?) vote for all 4 in the same voting place.
Sprachen
Mir fehlen hier Informationen zu den Sprachen. Jahrelang hörte man in den deutschen Nachrichten vom Sprachenstreit in Belgien. Ist das zu kontrovers um hier aufgeführt zu werden? --KaPe 13:04, 10. Dez 2005 (CET)
- Ich bin sicher, dass auch der Sprachenstreit in diesen Artikel mit eingebaut werden kann, der sich seit der Unabhängigkeit Belgiens durch seine ganze Geschichte zieht. --EaPoe 21:11, 11. Jul 2006 (CEST)
Belgische Sprache
Gibt es eine belgische Sprache? --84.61.29.40 11:40, 8. Jan 2006 (CET)
- Nein, denn es gibt kein historisches Volk der "Belgier". In Belgien leben Flamen und Wallonen, die einen sprechen Flämisch, die anderen Wallonisch. Belgisch dagegen gibt es nicht, auch nicht als historische Sprache. Gruß, J budissin - J budissin 13:05, 8. Jan 2006 (CET)
- Offiziell gibt es auch noch eine deutschsprachige Minderheit in der Nähe der deutschen Grenze und inoffiziell (also halt nicht als Landessprache aufgeführt..) gibt es auch noch eine Luxemburgisch sprachige Minderheit in der Nähe der Luxemburgischen Grenze.. -- stimpy 12:50, 17. Jan 2006 (CET)
- Es gibt kein historisches Volk der Belgier? Das stimmt nicht. Ich zitiere einen Satz aus Wikipedia-Belgien-Geschichte: "Als Provinz Belgica schon im römischen Reich unter diesem Namen bekannt, erlebte das heutige Gebiet Belgien viele Herrschaften." Die Gliederung in Flandern und Wallonie entspricht einfach nur der natürlichen Sprachgrenze, die sich gebildet hat. Und die Flamen sprechen Niederländisch und die Wallonen Französisch. Flämisch und Wallonisch hört man kaum noch. -- David D. 16:40, 04. Nov 2006 (CET)
Leuven - Louvain - Löwen
In akademischen Biographien habe ich in der Regel etwas von der "Universität Löwen" oder der "Evangelisch-Theologischen Fakultät Löwen" gelesen, Leuven kam nie vor; einer benutze meiner Erinnerung nach mal die frz Variante. Ich habe vorhin mal das Internet durchsucht. Löwen ist häufig; gewichtige Belege sind zB [LINK], [LINK], [LINK] oder [LINK]. Woher, IP, kommt die Behauptung, dass "Leuven" unübersetzbar sei? Dietrich 10:55, 14. Jan 2006 (CET)- Ah, super - dann bin ich wieder ein Stück schlauer, danke..! :)
- IP bin übrigens ich, der wohl nicht eingeloggt war - sorry! Auf die Idee kam ich, weil mein Freund, der selber Flame ist, das so sagte.. Wenn das aber in anderen Publikationen auch so übersetzt wurde, werden die (und Du.. :) ) schon recht haben.. -- stimpy 12:45, 17. Jan 2006 (CET)
- Also man kann Löwen übersetzen allerdings muss man aufpassen ob man nun Löwen (in Flandern) oder Neu-Löwen (in der Wallonie) meint.--EaPoe 17:18, 19. Jun 2006 (CEST)
Geschichte Belgiens
Ich beanstande die Neutralitaet der vorherigen Version zur Geschichte Belgiens im ersten Weltkrieg. Belgien wurde nicht gaenzlich besetzt, sondern durchgehend unter der persoenlichen Leitung von Albert I. verteidigt. Ausserdem hatte das Land unter hohen Kriegsschaeden, sowohl materiell als auch menschlich, zu leiden. Dies fuehrte zur ungerechten, jedoch gerechtfertigten Annektion der Gebiete um Eupen und Malmedy.
Kolonialismus
es wäre interessant etwas über die phase des belgischen kolonialismus zu erfahren. wie es scheint haben die bisherigen autoren ein recht ungebrochenes verhältnis zu ihrer geschichte. eine aufarbeitung auch im kontext des europäischen imperialismus bleibt zu wünschen. g. kieferHauptstadt
Was ist die Hauptstadt von Belgien?
- Brüssel?
- oder die Hauptstadtregion Brüssel?
- Warum heißt es wohl Hauptstadtregion? ;) --Knorck 17:00, 16. Jun 2006 (CEST)
- Die Hauptstadt von Belgien ist Brüssel, die Hauptstadtregion Brüssel ist eine der drei Regionen.
- --EaPoe 17:15, 19. Jun 2006 (CEST)
- Ja... du hast recht. --Knorck 18:15, 19. Jun 2006 (CEST)
Falsche Prozentzahlen Religion
Die Angaben können nicht stimmen. Die Katholiken (80%) und Atheisten (28%) haben bereits 108%! dm 24.10.2006



