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Bosnien und Herzegowina

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Bosnien und Herzegowina (in lateinischer Schrift Bosna i Hercegovina, kurz BiH; in kyrillischer Schrift Босна и Херцеговина; deutsch auch Bosnien-Herzegowina) ist ein Staat in Südosteuropa. Es grenzt im Osten an Serbien, im Südosten an Montenegro, im Norden, Westen und Südwesten an Kroatien sowie auf wenigen Kilometern bei Neum an das Mittelmeer. Die Republik ging aus dem ehemaligen Jugoslawien hervor, hat heute aber wieder die Grenzen, die dem Land 1878 auf dem Berliner Kongress zugeteilt worden sind.

Geographie

Bosnien und Herzegowina liegt auf dem westlichen Teil der Balkanhalbinsel und ist in weiten Teilen durch eine bewaldete Mittelgebirgslandschaft geprägt, wobei die höchsten Berge Höhen von über 2.200 Meter über dem Meeresspiegel erreichen. Ein Teil des Berglandes inbesondere in den westlichen Landesteilen ist verkarstet. Das hier anfallende Obeflächenwasser gelangt nicht in die großen Flusssysteme, sondern versickert größtenteils. Im Süden gibt es auch flachere Regionen, die landwirtschaftlich genutzt werden. Hier befindet sich auch die nur etwa zehn Kilometer lange Adria-Küste.

Städte

Die größten Städte in Bosnien und Herzegowina sind: {Tausendfach verwendet}>

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Prettytable

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Städte in Bosnien und Herzegowina
Rang Name Einwohner Verwaltungseinheit
lateinisch kyrillisch Zensus 1981 Zensus 1991 Schätzung 2005
1. Sarajevo Сарајево 319.017 416.497 297.523 Kanton Sarajevo
2. Banja Luka Бања Лука 123.937 143.079 173.748 Republika Srpska
3. Tuzla Тузла 65.091 83.770 88.521 Kanton Tuzla
4. Zenica Зеница 63.569 96.027 85.649 Kanton Zenica-Doboj
5. Mostar Мостар 63.427 75.865 64.301 Kanton Herzegowina-Neretva
6. Prijedor Приједор - - 57.166 Republika Srpska
7. Bihać Бихаћ 29.875 45.995 39.195 Kanton Una-Sana
8. Brčko Брчко 31.437 41.405 38.479 Distrikt Brčko
9. Bijeljina Бијељина 31.124 37.216 37.692 Republika Srpska

Siehe auch:

Klima

Bosnien und Herzegowina liegt im Übergangsgebiet zwischen mediterranem und kontinentalem Klima. Im Winter ist es sehr kalt und ein kalter Fallwind vom Landesinneren führt zu starken Böen und Stürmen. Im Süden des Landes sind die Sommer sehr heiß.

Bevölkerung

Abbildung
Bevölkerungsmehrheiten in Bosnien und Herzegowina im Jahre 2005
Bildherkunft

  • Sprachen: Bosnisch, Serbisch, Kroatisch (Die Serben verwenden das kyrillische und das lateinische Alphabet, Kroaten und Bosniaken verwenden das lateinische Alphabet.)
  • Volksgruppen: 1.975.000 (49,4 %) Bosniaken (bosnische Muslime) , 1.480.000 (36,5 %) Serben , 573.000 (13,5 %) Kroaten , Minderheiten 0,6 % (Bosnisch-Herzegowinische Roma, Juden) (seit 1991 fand keine Volkszählung statt, die Daten stammen aus dem CIA World Factbook für das Jahr 2005).
  • Im Vergleich mit dem Jahr 1991 ist die Zahl der Bosniaken fast gleich geblieben, die Zahl der Serben ist um 115.000 gestiegen, die der Kroaten ist um 3 % gefallen.
  • Bosnier sind alle Bürger des Landes(teils). Bosniaken lautet die seit 1993 gängige Bezeichnung für die bosnischen Muslime.
  • Bosniaken, Serben und Kroaten sind die drei konstitutiven Volksgruppen. Serben und Kroaten werden daher nicht als Minderheiten eingestuft.

Religion

In Bosnien und Herzegowina gibt es eine Reihe verschiedener Religionen und Glaubensrichtungen. Die meisten Einwohner von Bosnien und Herzegowina sind Muslime (43,7 %; Volkszählung 1991), Serbisch-Orthodoxe (31,4 %), und Katholiken (ca. 17,3 %). Minderheiten sind Juden und Gläubige sonstiger Religionen (7,6 %). In Mostar hat sich während des Krieges eine evangelische Gemeinde aus Serben, Kroaten und Bosniaken gebildet. Sie ist spirituell-charismatisch geprägt; die Gemeindearbeit ist ökumenisch ausgerichtet. Länderinformation Balkan der Ev. Kirche in Deutschland, Januar 2006

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte von Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina besteht aus zwei historischen Regionen, die aber keine Beziehung zu der heutigen Einteilung in Entitäten haben: Bosnien und die Herzegowina.

Der Landesname Bosnien leitet sich vom Fluss Bosna ab, der nahe der Hauptstadt Sarajevo entspringt. Der Name Herzegowina geht auf den Herrschertitel Herceg = Herzog (Hercegovina=Herzogsland) zurück.

Bosnien und Herzegowina erklärte am 15. Oktober 1991 seinen Austritt aus dem Staatsverband Jugoslawien und ist seither eine unabhängige Republik (internationale Anerkennung am 17. April 1992). Es folgten drei Jahre Krieg zwischen serbischen, kroatischen und bosnisch-muslimischen Einheiten. Am Ende des Krieges stand der 1995 in Dayton (USA) unterzeichnete Dayton-Vertrag, der die föderale Republik Bosnien und Herzegowina schuf, die allerdings noch unter den Folgen des Krieges und den anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Volks- und Religionsgruppen leidet (aktuelle Konflikte unter den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, siehe Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens).

Politik

Abbildung
Präsidentenpalast in Sarajevo
Bildherkunft
Die drei Volksgruppen haben je einen Vertreter im dreiköpfigen Staatspräsidium. Die Bosniaken und Kroaten wählen ihre beiden Vertreter in der Föderation, die bosnischen Serben ihren in der Republik Srpska. Der Vorsitz des Staatspräsidiums wechselt alle acht Monate. Die beiden Entitäten haben eigene Regierungen und Parlamente sowie eine gemeinsame Regierung und Parlament (Abgeordnetenhaus mit 42 Sitzen und eine Kammer der Völker mit 15 Sitzen) für den Gesamtstaat. Faktisch übt einen Teil der Staatsgewalt jedoch Christian Schwarz-Schilling als Vertreter der internationalen Gemeinschaft aus (Office of the High Representative, OHR), was damit gerechtfertigt wird, dass infolge des im Krieg entstandenen gegenseitigen Misstrauens unter den Verantwortlichen der Volksgruppen nach wie vor eine Blockadehaltung vorherrsche. Außerdem sind nach wie vor rund 7000 ausländische Soldaten im Rahmen der Operation EUFOR/Althea in Bosnien und Herzegovina stationiert.

Die jüngsten Wahlen am 1. Oktober 2006 gelten als zukunftsweisend, weil die internationale Gemeinschaft 2007 den Hohen Repräsentanten abziehen und Bosnien und Herzegowina in die volle Souveränität überführen will. In das Staatspräsidium wurden der Bosniake Haris Silajdžić von der Partei für Bosnien und Herzegowina (SBiH), der Serbe Nebojša Radmanović vom Bund der Unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD) und der Kroate Željko Komšić von den multi-ethnischen Sozialdemokraten gewählt. Komšić soll in einem Kopf-an-Kopf-Rennen seinen Kontrahenten von der nationalistischen Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ) geschlagen haben. Nationalistische kroatische Gruppen hatten daraufhin protestiert, Komšić könne nicht kroatische Interessen vertreten, da auch Mitglieder anderer Volksgruppen für ihn gestimmt hätten. Die bosnisch-serbische Partei Bund der Unabhängigen Sozialdemokraten hatte vor den Wahlen erneut ein Referendum für die Unabhängigkeit der Teilrepublik Srpska und den Anschluss an Serbien gefordert. Silajdžić setzte sich für eine Verfassungsänderung ein, die ein Zusammenwachsen Bosniens in einen „funktionsfähigen“ Staat ermöglichen solle. Dies wird teilweise so interpretiert, dass er die Existenz der Serbenrepublik infrage stellte.

Siehe auch: Liste der Vorsitzenden des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina

Politische Gliederung

Abbildung
Politische Gliederung von Bosnien und Herzegowina
Bildherkunft

Bosnien und Herzegowina besteht seit dem Dayton-Vertrag (auch bekannt als Dayton-Friedensabkommen), also seit 1995, aus zwei Entitäten, der Föderation Bosnien und Herzegowina (Federacija Bosne i Hercegovine, auch bekannt als Bosniakisch-Kroatische Föderation) und der Serbischen Republik (Republika Srpska). Die Föderation Bosnien und Herzegowina setzt sich aus zehn Kantonen zusammen, die über erhebliche eigene Zuständigkeiten verfügen. Der Distrikt um die nordbosnische Stadt Brčko untersteht als Kondominium beider Entitäten direkt dem Gesamtstaat. Beide Entitäten sowie der Brčko-Distrikt haben weitgehend eigene Kompetenzen. Sie verfügen über eine eigene Exekutive und Legislative. Nur die Außen- und Verteidigungspolitik, die Geldpolitik sowie die Außenwirtschaftsbeziehungen werden zentral entschieden. In den vergangenen Jahren wurden die Kompetenzen des Zentralstaats um weitere Aufgaben ergänzt (indirekte Besteuerung, Verfolgung und Aburteilung von Kriegsverbrechen und Schwerkriminalität).

Siehe auch

Infrastruktur und Verkehr

Zurzeit ist eine Autobahn von der Adria bis nach Budapest geplant A1 (Bosnien und Herzegowina). Diese Autobahn (Koridor 5C) soll von Ploče in Kroatien über Mostar, Sarajevo und Doboj in die ungarische Hauptstadt führen. Diese Autobahn wird ca 360 km durch Bosnien und Herzegowina führen. Diese Autobahn soll bis zum Jahr 2012 fertig sein. Des Weiteren wird zur Zeit auch eine Autobahn von Banja Luka über Bosanska Gradiška nach Kroatien gebaut.

Eisenbahn

Die bosnisch-herzegowinische Bahn wurde durch den Krieg arg beeinträchtigt; seit einigen Jahren gibt es eine Bahnverbindung von Zagreb nach Sarajevo. Es gibt zwei Bahngesellschaften: einerseits die Bahngesellschaft der Föderation Bosnien und Herzegowina (Željeznice Federacije Bosne i Hercegovine) und andererseits die der Republika Srpska (Željeznice Republike Srpske). Es gibt grundsätzlich drei Bahnstrecken: "Unska", im Unatal verlaufende Strecke zwischen der Stadt Sisak und der Stadt Split und dessen Adriahafen, über Bosanski Novi, Bihać und Knin. Die zweite verbindet den Hafen in Ploče mit den Eisenbahnen in Ostkroatien, zwischen Slavonski Brod und Vinkovci, über Mostar, Sarajevo und Doboj verlaufend. Die dritte Strecke verbindet die vorhergehenden zwei mit Anfang in Bos. Novi, über Banjaluka und Doboj, mit einem Ausläufer, der bis nach Tuzla und Brčko reicht. Daneben gibt es eine Reihe von Werks- und Minenbahnen, die zum Teil noch mit Dampf betrieben werden. Alle der noch von der k.u.k. - Monarchie errichteten Schmalspur - Strecken("Bosnische Schmalspur") wurden aufgelassen und größtenteils abgebaut. Ausnahme ist die Werksbahn der Kohlenmine Banovici - hier stehen 2006 sogar noch schmalspurige Dampflokomotiven im gelegentlichen Einsatz.

Im Jahr 2005 wurde ein Erneuerungprogramm beschlossen, unter anderem sollen die spanischen Talgo-Schnellzüge sowie eine größere Anzahl von Güterwaggons beschafft werden.

Luftfahrt

Zurzeit gib es vier internationale Flughäfen (Sarajevo, Mostar, Banja Luka, Tuzla). Das im Juni 2006 mit der Europäischen Union abgeschlossene Luftverkehrsabkommen sollte zu mehr Wettbewerb führen und die derzeit noch sehr hohen Flugpreise senken.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten

Abbildung
Herzegowinische Adria bei Neum
Bildherkunft
Der Tourismus konnte sich auch kriegsbedingt nur langsam entwickeln, seit ein paar Jahren kommen immer mehr Touristen nach Bosnien und Herzegovina insbesondere nach Mostar und Sarajevo. Sehenswürdigkeiten gibt es auch einige, darunter z.B. die alte Mostar-Brücke, prächtige historische Kirchen und Moscheen, die Wintersportgebiete rund um Sarajevo (Jahorina, Bijelasnica) und die Möglichkeit, auf den Flüssen Neretva, Una und Tara zu "raften". In Sarajevo verweisen die Fußabdrücke von Gavrilo Prinzip und Titos Statue auf die Geschichte des Landes.

Beim Verlassen befestigter Wege ist die Gefahr von Landminen zu bedenken; im Jahr 2004 wurden 16 Menschen bei Minenunfällen getötethttp://www.icbl.org/lm/2005...

Wirtschaft

Die Wirtschaft war nach dem Bosnienkrieg (1992-1995) zerstört und erholt sich langsam. Bosnien und Herzegowina hat seit 2004 mit jährlich 6 Prozent das höchste Wirtschaftswachstum Südosteuropas, zugleich aber eine extrem hohe Arbeitslosigkeit von über 40 Prozent, wobei es einen großen informellen Sektor gibt. Zurzeit belebt sich die Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina, Beispiele sind das in Sarajevo wieder in Betrieb genommene Volkswagenwerk, der Bau des Bosmal City Centars und steigende Tourismuseinahmen.

Währung

Die Konvertible Mark (KM) ist seit 22. Juni 1998 in ganz Bosnien und Herzegowina gültiges Zahlungsmittel. Die KM steht im Verhältnis 1,95583:1 zum Euro, an den sie gebunden ist und entspricht somit dem Wert der früheren D-Mark. Häufig wird aber auch der Euro landesweit akzeptiert, in den kroatischen Kantonen auch die kroatische Kuna und in der Republika Srpska der serbische Dinar.

Flora und Fauna

Bosnien und Herzegowina verfügt über viel Wald große Landstriche sind bewaldet. Im Norden und Westen Bosniens gibt es nach wie vor viele Wölfe.

Kultur

[[Bild:Stari Most22.jpg|thumb|right|290px| Die Stari Most wurde im Jahre 1566 vom türkischen Baumeister Hajrudin erbaut. 1993 wurde sie zerstört. Die neue Brücke wurde mit einem Festakt am 23. Juli 2004 wiedereröffnet. Der Wiederaufbau dauerte zwei Jahre. Die Brücke ist das Symbol für ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Völker und Religionen in Mostar und Bosnien und Herzegowina.]]

Film

In jüngster Vergangenheit haben bosnisch-herzegowische Filme einige Preise bekommen. Darunter waren die Filme Ničija Zemlja (dt. "Niemandsland", eng. "No Mans Land"), der einen Golden Globe Award und einen Oscar erhielt, sowie der Film Grbavica, der auf der Berlinale einen Goldenen Bären bekommen hat.

Des weiteren erntete der Film "Welcome to Sarajevo", mit Woody Harrelson, sehr viel Kritikerlob. Der Film befasste sich mit der Belagerung Sarajevos Anfang der Neunziger.Der Regisseur Emir Kusturica stammt ebenfalls aus Sarajevo, der die Filme Underground,Vater geht auf Dienstreise, produziert hat und dafür die Golden Palme erhielt.

Das Sarajevo Film Festival ist jedes Jahr im August filmischer und kultureller Höhepunkt und zieht immer mehr Touristen aus dem Ausland an.

Medien

Die drei wichtigsten Tageszeitungen in Bosnien und Herzegowina sind Dnevni avaz (deutsch Tagesstimme) und Oslobođenje (dt. Befreiung), die beide in bosnischer Sprache in Sarajevo erscheinen, und Nezavisne Novine (dt. Die unabhängige Zeitung), die in Banja Luka in serbischer Sprache und lateinischer Schrift erscheint. Zudem gibt es eine Reihe von politischen Wochenzeitungen wie Slobodna Bosna (dt. Freies Bosnien) oder Dani (dt. Tage). Beliebt sind auch Zeitschriften, die über aktuelle Affären oder Stars der Volksmusik berichten, wie Express oder Svet (dt. Die Welt; eine gleichnamige und gleichformatige Zeitung erscheint auch in Serbien). Ferner gibt es noch die einzige nur im Internet erscheinende Tageszeitung in Landessprache, die sich sowohl an die Bevölkerung vor Ort, als auch an die Diaspora wendet: Infostaza.

Bosnien und Herzegowina hat ein dreigliedriges öffentliches Rundfunk- und Fernsehsystem, mit einem nationalen Fernseh- und Radiosender (BHTV 1 bzw. BH Radio 1) und je einem Entitätssender, der RTVFBiH, FTV in der Föderation und der RTRS (kyrillisch: PTPC) in der Republika Srpska. Einige private Sender wie OBN oder NTV Hayat sind im ganzen Land zu empfangen. Sehr beliebt ist Kabelfernsehen, das Sender aus den Nachbarländern und dem deutschsprachigen Raum einspeist.

Sport

In Sarajevo wurden 1984 die Olympischen Winterspiele ausgetragen. Die Stadt wird sich voraussichtlich für die Olympischen Winterspiele im Jahre 2014 bewerben. In Bosnien und Herzegowina sind Fußball und Basketball die beliebtesten Sportarten. Im Fußball hat sich das Land stetig weiterentwickelt und verbessert. Für die Fußball-Europameisterschaft 2004 hätte sich das Land beinahe qualifiziert, im letzten Spiel gegen Dänemark fehlte nur ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten, aber schließlich ging das Spiel 1:1 aus, damit war Dänemark bei der Euro 2004. Mehr Erfolg kann die Nationalmannschaft im Basketball verbuchen. Sie hat sich für die letzten vier Europameisterschaften qualifizieren können.

Bei den Paralympischen Spielen 2004 in Athen gewann die bosnisch-herzegowische Volleyballmannschaft die Goldmedaille.

Essen und Trinken

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Bosnischer Eintopf (Lonac)
Bildherkunft
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Baklava
Bildherkunft
Die bosnisch-herzegowinische Küche hat viele Spezialitäten zu bieten, z.B. Bosanski Lonac, Ćevapi, Lokum (Türkischer Honig), Pita (Pide) in allen Variationen von Gemüsearten. Daneben gibt es Sogan Dolma, Somun, Japrak, Baklava, Halva, Burek und vieles mehr. Bosnische-herzegowinische Gerichte sind stark von der Türkischen Küche beeinflusst.

Feiertage und Feste

Neben religiösen Feiertagen wie Weihnachten und Ostern (bei den Kroaten und Serben), und den islamischen Festen Ramazanski Bajram (am Ende des Ramadan) und Kurban Bajram (zur Zeit der Pilgerfahrt nach Mekka), gelten folgende Feiertage in Bosnien und Herzegowina:

  • Neujahr (Nova Godina): Der 1. und 2. Januar sind Nationalfeiertage, Silvester wird prächtig gefeiert und der 13. Januar (Serbisches Neujahr/nach dem alten Kalender)
  • Unabhängigkeitstag (Dan Nezavisnosti): 1. März - erinnert an den Ausruf der Unabhängigkeit durch das Referendum am 29. Februar 1992; allerdings wird dieser Tag nicht in der Republika Srpska als Feiertag gefeiert.
  • Tag der Arbeit (Prvi maj): Der 1. und 2. Mai sind nationale Feiertage, der Tag der Arbeit wird als Anlass für große öffentliche Feiern genutzt.
  • Nationalfeiertag (Dan Drzavnosti): 25. November - erinnert an die Ausrufung der Volksrepublik Bosnien und Herzegowina in Mrkonjic Grad am 25. November 1943.

Es ist geplant, ein einheitliches Feiertagsgesetz für ganz Bosnien und Herzegowina zu verabschieden; vorgesehen wird der 21. November (Tag des Dayton-Abkommens) als Feiertag; allerdings ist das Gesetz noch nicht beschlossen worden.

Daneben gibt es in den verschiedenen, hauptsächlich von Kroaten bewohnten Gemeinden und Dörfern lokale Feiertage, die sich am christlichen Kalender orientieren (z.B. Namenstage Heiliger, "kleine Ostern", etc.). Ein besonderer Feiertag ist der Namenstag des Schutzpatrons eines jeden Ortes. Neben einer sehr gut besuchten Messe und evtl. einer Prozession gibt es in den meisten Häusern und auf Plätzen Feierlichkeiten, zu denen auch die Einwohner der Nachbarorte kommen.

Schulwesen und Bildung

Jedes Kind aus Bosnien und Herzegowina muss, laut dem Bildungsgesetz, eine vier Jahre lang andauernde Volkschule und anschließend eine Hauptschule besuchen (Pflicht). 2005, mit der Schulreform, wurde eine neunjährige Schulzeit eingeführt. Die wichtigste Änderung dabei war die Einführung eines beschreibenden Schulnoten-Systems in den ersten drei Schuljahren. Danach funktioniert das System wie in den meisten europäischen Ländern. Entweder eine Lehre, ohne wirklichen Kontakt mit den Betrieben, oder eine Höhere Schule (Gymnasium). Universitäten gibt es in Sarajevo, Ost-Sarajevo, Banja Luka, Mostar (die kroatisch dominierte Sveuciliste Mostar und die bosniakisch dominierte Universität "Dzemal Bjedic"), Tuzla, Zenica und Bihać.

Militär

Geschichte

Bis Ende 2005 lag die Verteidigungspolitik bei den beiden Entitäten, also bei der Föderation von Bosnien und Herzegowina und bei der Serbischen Republik. Seit 2006 unterstehen die Streitkräfte der Staatspräsidentschaft und dem 2004 geschaffenen Verteidigungsministerium der Staatsebene. Die Truppen bestehen aus einer bosniakischen, einer serbischen und einer kroatischen Komponente. Die künftige gemeinsame bosnisch-herzegowische Armee soll aus bis zu 10.000 aktiven Berufssoldaten und einer etwa halb so starken "aktiven Reserve" bestehen. Die allgemeine Wehrpflicht wurde am 1. Januar 2006 aufgehoben. Angestrebt wird die Integration der Streitkräfte in europäische und euroatlantische Strukturen und die Beteiligung an UN-Einsätzen.

Weitere Themen

Literatur und Quellen

  • Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0
  • Erich Rathfelder: Schnittpunkt Sarajevo. Bosnien und Herzegowina zehn Jahre nach Dayton: Muslime, Orthodoxe, Katholiken und Juden bauen einen gemeinsamen Staat. Berlin 2006. ISBN 3-89930-108-0

Weblinks

als:Bosnien-Herzegowina arc:ܒܘܣܢܐ ܘ ܗܪܣܟ ast:Bosnia-Herzegovina chr:ᏉᏍᏂᏯ fiu-vro:Bosnia ja Hertsegoviina nds:Bosnien-Herzegowina pam:Bosnia and Herzegovina pms:Bòsnia ed Erzegòvina roa-rup:Bosna shi Hertsegovina scn:Bosnia-Erzegovina simple:Bosnia and Herzegovina zh-min-nan:Bosna kap Hercegovina


Diskussion der Autoren über den Artikel: Bosnien und Herzegowina


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Weblinks auf der Seite "Bosnien und Herzegowina"

Wie ihr sehen könnt, haben die User Stefan h und Schmitty praktisch alle Weblinks auf der Seite "Bosnien und Herzegowina" entfernt und auf eine einige Monate alte Version revertet. Ich habe Stefan h auf seiner User-Diskussionsseite gefragt, warum er das gemacht hat, er hat nicht geantwortet, worauf ich seine Änderungen rückgängig gemacht habe. Dies wiederum hat Schmitty auf den Plan gerufen, der wiederum meine Änderungen entfernt hat und eine schnoddrige Zurechtweisung auf meiner User-Diskussionsseite hinterlassen hat ("Wikipedia ist keine Linksammlung").

Habe nochmals die Wiki-Policies zu Weblinks nachgelesen, die mE keineswegs so eindeutig sind, wie Stefan h und Schmitty das beim Einsetzen ihrer Gartenschere offenbar sehen. Mein Argument, dass Weblinks auf der Seite Bosnien und Herzegowina besonders wichtig sind, da Informationen einerseits auf Grund des schlechten Funktionierens des Staates schwer bis unmöglich zu finden sind, und andererseits bei der Diaspora von besonderem Interesse sind, zieht bei den beiden Gralshütern offenbar nicht. Daher meine Frage an euch: Sollen die Weblinks so knapp bleiben wie sie jetzt (wieder) sind, sollen sie durch relevantere Links ersetzt werden (was hat denn die Regierung der Föderation hier als einziger "staatlicher" Weblink zu suchen, wenn auch die gesamtstaatliche Regierung eine Website hat), oder sollen wir uns an der englischen Wikipedia orientieren, die mehr als 40 (!) Links (viele Behörden, wie es auch hier war) auf der Bosnien und Herzegowina Webpage hat, wohl aus den oben genannten Gründen. Was denkt ihr? LG, --Traumtänzer2006 10:34, 15. Okt. 2006 (CEST)

Ein paar vorgeschlagene Fragen/Ergänzungen

Hallo, ich(Mr.kk) wollte nur sagen, dass mir der Artikel über die Fauna Bosniens etwas arm vorkommt. Man könnte auch dazuschreiben, dass es auch Bären, Rehe und sonstige eher seltene Tiere(im gegensatz zu deutschland)gibt. Außerdem sind andere Faktoren wie z.b. Flüsse nicht aufgeführt. dankeschön im voraus

und analog zu den Bosiaken muesste die Sprach auch Bosniakisch heissen und nich Bosnisch.

"...die bosnischen Serben ihren in der Republik Srpska..." man sollte es so schreiben "...die bosnisch-herzegovinischen Serben ..."

??kann mal n jemand die Zahlen aendern??? jedesmal wenn ich die sehe wird mir schlecht. "es kann nicht stimmen wenn es sowohl 49,4% Bosniaken in BiH giebt und dann nur 40% Muslime." Mittlerweile ist es mir total egal, und ich sage zu den zahlen (bzw. wie sie zudstande kommen) nichts mehr. NUR SO GEHT ES NICHT!!!!!!! wenn jemand die zahlen zugunsen der muslime aendert muss am text sonst nichts geeandert werden. sollte jemand die zahlen zugunsten de katholiken aendern sollte " Die meisten Einwohner Bosnien-Herzegowinas sind Muslime (ca. 40 %)," der teil des textes auch geandert werden. weil dan automatisch die christen in der mehrheit sind. BITTE BITTE BITTE !!!

danke im vorhinein

1. Ist Bosnien und Herzegowina wirklich eine Republik? BZW - sollte man nicht auf die politischen Diskussionen um diesen Begriff eingehen, wenn man ihn hier verwendet (RBiH während dem Krieg, Forderung nach einer "Republikanisierung" von BiH im Rahmen der Verfassungsreformdebatten in den letzten Monaten.

2. Bevölkerung: Serben verwenden sowohl das kyrillische, wie auch das lateinische Alphabet

3. Politische Gliederung: Inzwischen sind weitere Kompetenzen auf Staatsebene verlagert worden: indirekte Besteuerung, Verfolgung und Aburteilung von Kriegsverbrechen und Schwerkriminalität (Staatsanwaltschaft von BiH, Gericht von BiH).

4. Infrastruktur und Verkehr: Korridor 5C ist vielen Quellen zu Folge eine Chimäre, da der Verkehr nicht ausreicht, um die Errichtung einer solchen Autobahn zu rechtfertigen. Wichtig und richtig wäre es, an kritischen Stellen des Strassennetzes zusätzliche Spuren einzuziehen (zB bei Steigungen). Aber das ist natürlich kein so politisch attraktives Megaprojekt wie der "Korridor". Aber vielleicht lässt sich ja ein Sponsor aus dem Hut zaubern dafür....

5. Tourismus und Sehenswürdigkeiten: Rafting wäre zu erwehnen (Bihac, Neretva, Tara) -- slowenische Touristen kommen bereits in nennenswerten Grössen. Dasselbe gilt auch für Wintersport: Slowenische, kroatische, serbische und montenegrinische Touristen kommen in erheblichen Zahlen auf Jahorina und (etwas weniger) Bijelasnica.

  Vielleicht sollte man auch noch die "Pyramide" von Viosko aufführen

6. Wirtschaft: Der Verweis auf das Wirtschaftswachstum ohne Hinweis auf das niedrige Ausgangsniveau, die nach wie vor vorhandene Dominanz des Handels und das weitgehende Fehlen von Produktion, der Bedeutung der Schattenwirtschaft und der Höhe der Arbeitslosigkeit, insb. Jugendarbeitslosigkeit, verzerrt das Bild (siehe den letzten Weltbank-Bericht zum Arbeitsmarkt in BiH @ http://web.worldbank.org/WB... bzw. die Country Economic Memoranda von WB und IWF http://web.worldbank.org/WB... und http://www.imf.org/external... ). Auch die Privatisierung strategischer Unternehmen hat noch nicht einmal begonnen, ist aber entscheidend (siehe Energopetrol).

7. Kultur: Medien: Auch Nezavisne Novine hat eine Website.

8. Feiertage und Feste: Der Unabhängigkeitstag wird auch in kroatisch dominierten Teilen der Föderation nicht gefeiert.

9. Schulwesen und Bildung: Es fehlt die Universität Ost-Sarajewo, ein Hinweis darauf, dass es in Mostar zwei Universitäten gibt (kroatisch bzw. bosniakisch dominiert), die Universität Zenica ist kein Ableger der Universität Sarajewo mehr, sondern nunmehr eine eigene Universität.

10. Weblinks: FIPA-Foreign Investment Promotion Agency www.fipa.gov.ba fehlt; Europäische Polizeimission scheint etwas esoterisch, wichtiger wohl das Büro des Hohen Repräsentanten www.ohr.int; Economic Policy and Planning Unit unter dem Ministerrat von BuH -- www.eppu.ba

Liste der Städte

Brauchen wir wirklich eine Liste von Städten, wenn es gleichzeitig eine wesentlich besser gepflegte Liste der Städte in Bosnien und Herzegowina gibt? Ich frage u.a. deshalb, weil in der Liste im Artikel Städte fehlen, u.a. Goražde und Bijeljina. Gruß --Tilman Berger 09:07, 15. Jan 2006 (CET)

Apropo

Du hat meine Aussage nicht genau gelesen, ich habe nicht über prozentuelles Aufteilen gesprochen sondern erwähnt, dass die Hirten (Bischöfe und Priester) der römisch-katholischen Kirche wie auch Priester und Bischöfe der noch total kleineren unierten griechisch-katholischen Kirche vor den Diskriminierungen und politischen Vertreibungen tagtäglich und seit über 15 Jahren der "modernen" Welt die Lage der Katholiken die fast ausschließlich Kroaten sind schildern. Und es tut sich nichts. Der Kardinal Puljic der in Banja Luka geblieben ist, hat den Medien in Kroatien mitgeteilt, dass westliche hohe Politiker, die dort an sich um Frieden und Gerechtigkeit ihren Dienst antraten, den Kroaten so viel ungerechtes in Bosnien-Herzegowina angetan haben, dass deren politische Vertreter in Bosnien-Herzegowina alleine dafür 10 Jahre brauchen werden um einiges davon zu korrigieren. Den römisch-katholischen Bischof wurde von westelichen (britischen) Poltikern in BiH sogar gedroht, er soll sich nicht zu weit für die kroatischen Belange kümmern, es würde im nichts Gutes bringen!!!!!!!!!!!!!! Leider haben sie nicht getschekt, dass ein Bischof keine Angst hat vor ihnen. Und das die römisch-katholische Kirche keine Institution der Angstanfälle ist.

  • hier mal eine kirchliche (neutrale) Quelle, Tin Uroic 16:01, 6. Mai 2006 (CEST)

22. Juni 2003, 09:08 Hintergründe zu Bosnien-Herzegowina

50 % der Katholiken haben wegen der Kriegswirren das Land verlassen

Rom (kath.net/Zenit.org) Bosnien-Herzegowina, wo das Christentum seit apostolischer Zeit besteht, erlebt nach dem Krieg in den 90-er Jahren geradezu einen Massenauszug von Katholiken. In seinem zweiten Brief an Timotheus schreibt der Apostel Paulus, dass sein Jünger Titus nach Dalmatien gereist ist, das größtenteils dem heutigen Bosnien-Herzegowina entspricht.

Im 6. Jahrhundert gab es dort mindestens vier Bistümer. Durch die Völkerwanderung verschwindet das Christentum praktisch, und erst im 11. Jahrhundert setzt eine zweite Christianisierungswelle mit der Errichtung von Bistümern ein.

Bereits kurz nach der Gründung ihres Ordens gelangten die Dominikaner ins Land und blieben dort bis zum 14. Jahrhundert. Seit 1291 kamen auch Franziskaner hinzu, die seit dem 14. Jahrhundert das Steuer der Kirche dort übernahmen.

Nach der Eroberung Bosniens (1463) und der Herzegowina (1482) durch die Osmanen verschlechterte sich die Lage der Kirche auf dramatische Weise. Erst seit 1735 gibt es in Bosnien - außer in Trebinje - wieder ein apostolisches Vikariat und seit 1846 ein weiteres in der Herzegowina.

Unter den Osmanen wurden die Katholiken sehr oft verfolgt. Eine kleine Minderheit trat in dieser Zeit zum Islam über, als der Sultan orthodoxe Siedler aus dem Osten aufnahm und so die konfessionelle Landkarte veränderte.

Unter der habsburgischen Krone konnte nach dem Ende der Türkenherrschaft (1878) die kirchliche Hierarchie in Bosnien-Herzegowina wieder hergestellt werden. 1881 errichtete Papst Leo XIII. die Kirchenprovinz Vrhbosna, zu der das Erzbistum Vrhbosna mit Sitz in Sarajewo, das Bistum Mostar-Duvno mit Sitz in Mostar und das Bistum Banja Luka gehörten. Hinzu kam 1890 das Bistum Trebinje, das seither dem Bischof von Mostar und dessen Apostolischer Administration untersteht.

Seit 1994 gibt es eine eigene Bischofskonferenz im Lande. Bis zum letzten Krieg (1991-1995) gab es zehn griechisch-katholische (ukrainische) Pfarreien mit 5.000 Gläubigen, die der Eparchie Krizevci (Kroatien) unterstanden.

Außer den Franziskanern mit ihren zwei Provinzen gibt es auch verschiedene Frauenorden mit eigenen Provinzen: die Franziskanerinnen (Mostar, Sarajewo), Vinzentinerinnen (Sarajewo), die Mägde vom Kinde Jesu (Sarajewo) sowie Häuser und Konvente anderer Frauenorden.

Durch den letzten Krieg ist die Zahl der Katholiken um die Hälfte gesunken. Außer kleineren Gruppen handelt es sich bei fast allen um Kroaten. Ihre Zahl beläuft sich auf etwa 450.000 bis 500.000 Gläubige.

Das Bistum Banja Luka

Das Bistum Banja Luka, das der Papst am Sonntag besuchen wird, wurde 1881 gegründet. Bischof ist S. Ex. Franjo Komarica, der auch gleichzeitig Vorsitzender der Bischofskonferenz ist. In der Seelsorge sind außer dem Diözesanklerus auch die Franziskaner sowie einige Frauenorden tätig.

Es gibt kein eigenes Priesterseminar, dafür aber ein Institut für Theologie in Banja Luka. Während des Krieges wurden ungefähr zwei Drittel der Katholiken deportiert, die bis heute größtenteils nicht zurückkehren konnten. Das Bistum besteht aus etwa 50.000 Gläubigen.

Allein in diesem Bistum wurden während des Krieges in den 90-er Jahren 39 Kirchen zerstört und 22 schwer beschädigt. Auch wurden neun Kapellen und zwei Konvente zerstört und 14 Kapellen und ein Konvent sowie 33 Friedhöfe schwer beschädigt.

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  • oder auch dieses hier:

Sarajevo Mostar Trebinje Banja Luka KATOLISCHE KIRCHE IN BOSNIEN UND HERZEGOWINA KATOLISCHE KIRCHE IN BOSNIEN UND HERZEGOWINA Herausgeber: Katholische Presseagentur der Bischofskonferenz Bosnien-Herzegowina Sarajevo, 2002 Das Christentum breitet sich im Raum Bosnien-Herzegowinas - das wir mit großen Wahrscheinlichkeit vermutet - nur ein Dutzend Jahrzehnte nach seinem Entstehen aus. Der Apostel Paulus nämlich schreibt in seinem zweiten Brief an Timotheus - er verfasste ihn im Gefängnis in Rom 67 - dass sein Schüler Titus nach Dalmatien gereist ist, und zu damaliger Zeit bezeichnete man mit Dalmatien ein Gebiet, das einen geraumenTeil heutigen Bosnien-Herzegowinas umfasste. Aus den Dokumenten der Regionalsynoden in damaliger Salonae (6. Jh.) ist ersichtlich, dass zu jener Zeit mindestens vier Diözesen auf dem Gebiet des heutigen Bosnien- Herzegowina bestanden haben, deren Bischöfe alle Suffragane von Salonae waren. Diese alte christliche Kultur wird unter dem Ansturm der barbarischen Stämme größtenteils verschwinden, mit der späteren Christianisierung dieser Stämme jedoch werden das Christentum und die kirchliche Organisation wiederaufgebaut.AmAnfang ist dieser Teil der Kirche den Bischöfen unterstellt, die ihre Bischofssitze im umliegenden Regionen hatten, erst später gründen die Päpste Bistümer innerhalb dieses Gebiets: Trebinje (vor 1022), Bosnien (Vrhbosna, wahrscheinlich 1067) und Duvno um 1300. Die Dominikaner kamen in diese Gebiete gleich nach ihrer Ordensgründung, und 1291 kommen auch die Franziskaner in der Absicht, den einheimischen Priestern (welche die Liturgie in altslawischer Sprache feierten und dabei in Glagoliza geschriebene Bücher verwendeten) im Kampf gegen die bosnischen Häretiker zu helfen. Als im 14. Jh. der bosnische Bischof nach Djakovo (Slawonien) und der von Trebinje nach Dubrovnik (Kroatien) vertrieben, wurden übernahmen die Franziskaner Leitung der Kirche in Bosnien. In Duvno wurde 1653 der letzte Bischof ernannt. Die Dominikaner ziehen ebenso im 14. Jh. aus Bosnien ab, und die einheimischen, „glagolitischen“ Priester sterben Mitte des 19. Jh. aus.

Die Lage der Kirche verschlechterte sich erneut zusehends, nachdem die Türken zunächst Bosnien (1463) und dann Herzegowina (1482) erobert hatten. Der Heilige Stuhl, um der unhaltbaren Lage der Regionalkirche ohne Bischof irgendwie zuvorzukommen, ernennt, angefangen ab 1735, einen apostolischen Vikar mit der Bischofsweihe für das ganze Bosnien außer Trebinje, und ab 1846 einen für Bosnien und anderen für Herzegowina.

Die Franziskanerprovinz wurde mehrmals geteilt, 1757 wurde sie auf die türkische Provinz Bosnien und Herzegowina zurückgeführt. Innerhalb der Grenzen des Apostolischen Vikariats Herzegowina wurde 1852 das neue Nebenvikariat (custodia) gegründet, das 1892 zu Provinz ausgerufen wurde. Während der Ottomanenherrschaft in Bosnien wurden die Katholiken oft Verfolgungen ausgesetzt. Eine große Anzahl konvertierte zum Islam, zugleich aber holten die Ottomanen absichtlich die orthodoxe Bevölkerung aus dem Osten her, das zu ständigen Verringerung der Katholikenzahl und zum veränderten konfessionellen Bild führte. Wiedererneuerung der ordentlichen kirchlichen Hierarchie wurde erst nach dem Abgang der türkischen und dem Ankommen der österreich-ungarischen Herrschaft in Bosnien-Herzegowina (1878) möglich. So gründete Papst Leo XIII. 1881 die Kirchenprovinz Vrhbosna, zu der die Erzdiözese Vrhbosna (mit dem Sitz in Sarajevo) und die Diözesen Mostar-Duvno (mit dem Sitz in Mostar) und Banja Luka.

Jahr Anzahl der Katholiken in BiH Prozentsatz der Katholiken in BiH 1400-1450 ca. 750.000 ca. 87,21% 1879 209.391 18,08% 1885 265.788 19,88% 1895 334.142 21,31% 1910 434.061 22,87% 1921 440.431 23,48% 1931 557.836 24,01% 1948 614.123 23,9% 1953 654.227 23,0% 1961 711.665 21,7% 1971 772.491 20,6% 1981 758.140 18,4% 1991 760.852 17,4% 2001 ca. 450-500.000 ca. 10-12%

  • diesbezüglich auch das hier:
http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/... http://www.bkbih.org/rc_de/...

Danach werden die Dekanate der römisch-katholischen Kriche in Bosnien-Herzegowina im Einzelnen vorgestellt mit Verlusten durch den Krieg in Bosnien-Herzegowina. Ist ziemlich sehenswert. Tin

Diese Organisation der Katholischen Kirche in Bosnien-Herzegowina ist bis auf den heutigen Tag die gleiche geblieben, außer dass in Bosnien-Herzegowina seit 1994 eine eigene Bischofskonferenz bestehe.

In Bosnien-Herzegowina gab es bis zum letzen Krieg (1991-1995) zehn griechisch-katholische Pfarreien (Ukrainer) mit etwa 5.000 Gläubigen, welche von der Eparchie Kri�evci (Kroatien) verwaltet werden.

In Bosnien-Herzegowina wirken zwei Franziskanerprovinzen (OFM), eine mit dem Sitz in Sarajevo und die andere in Mostar, außerdem vier Provinzen von Frauenorden: Franziskanische Schulschwestern (Mostar, Sarajevo), Barmherzige Schwestern von St. Vinzenz von Paul (Sarajevo) und Dienerinnen vom Kinde Jesu (Sarajevo). Auf diesem Gebiet haben auch mehrere andere weibliche Ordensgemeinschaften ihre Klöster oder Häuser.

Liturgieschprache ist Kroatisch.

In der ordentlichen Seelsorge sind sowohl Diözesanpriester als auch Franziskaner tätig, die Trappisten, Jesuiten und Dominikaner betreuen jeweils nur je eine Pfarrei. In der Pfarrseelsorge, der Katechese, der Bildung und in den Krankenhäusern arbeiten auch viele Mitglieder der verschiedenen weiblichen Ordensgemeinschaft. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Anzahl der Katholiken in Bosnien-Herzegowina, in den letzten sechs Jahrhunderten ging jedoch der Prozentsatz der Katholiken ständig abwärts und im letzten Krieg wurde diese Zahl fast noch halbiert. Alle Katholiken, ausgenommen kleineren Gruppen, sind der Nationalität nach Kroaten,und ihre Zahl beläuft sich auf 450-500.000. In allen Diözesen hat die Caritas sehr breite Tätigkeit entwickelt, um Probleme und Nöte, welche der Krieg verursacht hat, zu lindern.

Die Erzdiözese Sarajevo wurde 1881 gegründet. Vor dem Krieg zählte sie etwa 528.000 Gläubigen, heute sind es ca. 215.000. Die Seelsorge wird, außer in zwei Pfarreien, von Diözesanpriestern und Franziskanern getragen.

Diözese Mostar wurde 1881 gegründet. In der Diözese leben etwa 200.000 Gläubigen. Ratko Peri ist der Bischof von Mostar. Diözese Trebinje ist zugleich die älteste und kleinste in Bosnien-Herzegowina. Sie wurde vor dem Jahr 1022 gegründet. Sie zählt etwa 15-20.000 Gläubigen. Seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts hatsie keinen eigenenBischof. Sie wird ab 1890 vom Bischof von Mostar, als ihrem ständigen apostolischen Administrator, verwaltet. Auf ihrem Gebiet gibt es weder Seminare, noch Sitze von Ordensprovinzen. In der Seelsorge sind nur Diözesanpriester tätig. Der apostolische Administratorder Diözese ist Ratko Periæ, Bischofvon Mostar.

Lg Tin Uroic 16:01, 6. Mai 2006 (CEST)

Hebräer

Wieso der Begriff "Hebräer", der zwei Mal vorkommt?

Nup 13:32, 20. Apr 2006 (CEST)

Hab ihn jetzt in "Juden" umgeändert.

Nup 14:18, 26. Apr 2006 (CEST)

diese juden sind aber sephardische juden aus spanien

Die Föderation aus bosnischer und kroatischer Sicht

Hier eine neutrale Quelle über die Ansichten der kroatisch-bosnischen, bosnisch-kroatischen Föderation: http://www.fes.de/fulltext/... Tin Uroic 16:01, 6. Mai 2006 (CEST)

Bosnier

Zurzeit findet eine Diskussion zur Definition von Bosnier statt, es wäre nett wenn sich so viele wie möglich beteiligen könnten. Hier ist der Link dazu. Jado 03:35, 25. Jun 2006 (CEST)

Fußabdrücke Gavrilo Prinzip

Als ich vor zwei Jahren diesen denkwürdigen Ort der Weltgeschichte besuchte, waren die einst in den Asphalt eingemeiselten Fußspuren nicht mehr zu sehen. An ihrer Stelle ist jetzt eine weiße Betonplatte in den Gehweg eingelassen. Nur eine Gedenktafel erinnert an die Tat Gavrilo Princips oder bessergesagt an die Ermordung des österreichischen Thronfolgers. Ich bitte die Verantwortlichen dieses zu korrigieren. Divjak Milan, 26.06.06

Im absatz über feiertage steht dasss die kroaten "kleines Ostern" feiern. was ist das? das hör ich zum ersten mal es wird nicht erwähnt dass Christi Himmelfahrt und Maria Himmelfahrt gefeiert wird. bitte um entsperrung des artikels um das zun ändern

lieben Gruß Tin Uroic 16:45, 20. Aug 2006 (CEST)

Namenskonvention für Orte in der Republika Srpska

Was meint ihr zum Problem, dass gerade auf Wikipedia Diskussion:Namenskonventionen#Lemma für Orte in der Republika Srpska (Bosnien und Herzegowina) diskutiert wird. lg Gugganij 10:10, 31. Aug 2006 (CEST)

Wappen

kann mal irgendjemand dass wappen der geminde domaljevac-samac einfügen (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.73.222.35 (84.73.222.35 • Beiträge) 22:28, 13. Sep 2006)}

Hallo Unbekannter, die Frage gehört eigentlich nicht hierher, sondern zum Artikel Domaljevac Šamac, den es aber noch nicht gibt. Wie ich jedoch hier lese, gibt es den Bezirk Domaljevac Šamac noch nicht sehr lange, also dürfte auch das Wappen noch nicht so alt sein, dass wir es hier einfach einstellen könnten. Insgesamt ist das Hochladen von Wappen für nichtdeutsche Gebiete eine schwierige Frage, eine Erläuterung der Problematik findet sich unter Wikipedia:Wappen. --Mazbln Mazbln 22:48, 13. Sep 2006 (CEST)

Schon gut, ich hab das Wappen in einem Gratismagazin aus Domaljevac namens Dom gefunden. Ich danke dir trotzdem. Nennt mich ganz einfach mr. X! (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.73.222.35 (84.73.222.35 • Beiträge) 20:50, 14. Sep 2006)}

Hallo Mr. X, wenn du schon ein paar Informationen über die Gemeinde besitzt, wäre es schön, wenn du vielleicht den Artikel Domaljevac Šamac beginnen könntest. Der ist ja bis jetzt auch noch eher nichtssagend.
PS: Es wäre schön, wenn du deine Beiträge auf den Diskussionsseiten am Ende unterschreiben könntest, damit man sie besser zuordnen kann. Das geschieht am einfachsten durch Schreiben von vier Tilden () oder durch Anklicken des zweiten Icons von rechts direkt oberhalb des Bearbeitungsfeldes. --Mazbln Mazbln 22:49, 14. Sep 2006 (CEST)

BOSNIAKEN

Bosnien-Herzegowina ist ein Land und es gibt nur Bosnier... und keine serbische bosniaken oder kroatische bosniaken... Es gibt aber Muslimische Bosniaken und es gibt Katolische Bosnier und Orthodox Bosniier... DANKESCHÖN.. und wen jemand in bosnien denkt das er ein serbe oder kroate ist soll in sein land gehen...

  • [LINK], soll zum Nachdenken anregen,
Tin Uroic 15:12, 9. Okt. 2006 (CEST)

REPUBLIKA SRPSKA ist eine lüge.. es ist kein eigenes land... manche verstehen das aber nicht..... (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 85.179.254.197 (85.179.254.197 • Beiträge) 14:23, 2. Okt 2006)}

Mach' bitte hier oder auf Diskussion:Bosniaken einen konstruktiven Formulierungsvorschlag, gib seriöse Belege für deine Änderungsvorschläge an und lass' das Geschrei. Freundliche Grüße, --Sti 14:38, 2. Okt 2006 (CEST)

In Ergänzung zu dem, was RainerSti schon richtig schrieb noch ein paar inhaltliche Anmerkungen: Auf dem Gebiet Bosnien und Herzegowinas leben neben anderen Menschen aus drei wesentlche Nationalitäten, die Bosniaken, die Serben und die Kroaten. Alle Bewohner zusammen kann man kurz als Bosnier oder Herzegowiner bezeichnen (bezüglich der geografischen Herkunft), Bosniaken werden im Deutschen nach derzeit allgemein gehandhabeter Sprachregelung die Bewohner bezeichnet, die entweder Muslime sind oder einen solchen Hintergrund haben. Und dass die Republika Srpska eine eigenständiges Land sei, steht im Artikel nirgends. Allerdings ist sie auch keine "Lüge", sondern mit dem Dayton-Vertrag als Entität im Staat Bosnien und Herzegowina anerkannt. So schwer ist das gar nicht zu verstehen. --Mazbln Mazbln 18:52, 3. Okt 2006 (CEST)

Bosnische Armee

Hallo, ich schreibe gerade Doktorarbeit über die bosnische Armee; die zukünftige Armee soll 10.000 Soldaten haben und nicht 20.000. Hier nachlesbar: http://www.oscebih.org/docu... (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 89.146.146.43 (89.146.146.43 • Beiträge) 15:32, 24. Okt. 2006)}

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Bosnien und Herzegowina und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).