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Burgtheater

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Der Artikel Burgtheater gehört zur Kategorie: Theater (Wien), Historistisches Bauwerk, Innere Stadt (Wien), Lesenswert|, Lesenswert

Das Burgtheater am Dr.-Karl-Lueger-Ring in Wien ist ein Österreichisches Bundestheater und gilt als eines der bedeutendsten Sprechtheater Europas. Das ursprüngliche, „alte“ Burgtheater am Michaelerplatz wurde von 1748 bis zur Eröffnung des neuen Hauses am Ring im Oktober 1888 bespielt. Dieses brannte 1945 infolge von Bombenangriffen vollständig aus, bis zur Wiedereröffnung am 14. Oktober 1955 diente das Ronacher als Ausweichquartier.

Im Laufe seiner Geschichte trug das Theater verschiedene Namen, zuerst k.k. Theater nächst der Burg, dann bis 1918 k.k. Hof-Burgtheater und seither Burgtheater. Vor allem in Wien wird es häufig kurz „Die Burg“ genannt, die Ensemblemitglieder kennt man als „Burgschauspieler“. Direktor des Hauses ist derzeit Klaus Bachler, 2009 wird ihm Matthias Hartmann nachfolgen.

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Wiener Burgtheater
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Geschichte

Das „alte“ Burgtheater am Michaelerplatz

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Michaelerplatz mit dem alten Burgtheater (rechts) und der Winterreitschule (links)
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Das alte Burgtheater auf dem Michaelerplatz. Zwischen dem Theater und der Winterreitschule befand sich der überdachte Bühneneingang.
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Das ursprüngliche Burgtheater wurde in einem Ballhaus eingerichtet, das Kaiser Ferdinand I. 1540 im unteren Lustgarten der Hofburg erbauen ließ, nachdem das alte Ballhaus 1525 einem Brand zum Opfer gefallen war. Bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde dort das Jeu de Paume gespielt, ein Vorläufer des Tennis. Am 14. März 1741 erteilte schließlich Kaiserin Maria Theresia, die nach dem Tod ihres Vater eine allgemeine Theatersperre anordnete, dem „Entrepreneur der königlichen Hofopern“ und Pächter des 1708 errichteten Theaters am Kärntnertor, Joseph Karl Selliers, die Erlaubnis, das Ballhaus in ein Theater umzuwandeln. Gleichzeitig wurde ein neues Ballhaus in unmittelbarer Nähe errichtet, das dem heutigen Ballhausplatz seinen Namen gab.

Im Jahre 1748 wurde das neu gestaltete „Theater nächst der Burg“ eröffnet. 1756 erfolgten größere Umbauarbeiten, wobei unter anderem eine neue Rückwand errichtet wurde. Der Zuschauerraum des alten Burgtheaters war noch eine reine Holzkonstruktion und fasste etwa 1200 Gäste. Die kaiserliche Familie konnte ihre Hofloge direkt von den kaiserlichen Gemächern aus erreichen, mit denen das Burgtheater baulich verbunden war. An der alten Spielstätte am Michaelerplatz wurden unter anderem mehrere Werke von Christoph Willibald Gluck, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart sowie Franz Grillparzer uraufgeführt.

Am 17. Februar 1776 erklärte Kaiser Joseph II. das Theater zum „Teutschen Nationaltheater“. Er war es auch, der per Dekret anordnete, dass die Stücke keine traurigen Ereignisse behandeln sollten, um die kaiserlichen Zuschauer in keine schlechte Stimmung zu bringen. Viele Stücke mussten deswegen geändert und mit einem „Wiener Schluss“ (Happy End) versehen werden, z.B. Romeo und Julia oder Hamlet. Ab 1794 trug das Theater den Namen „k.k. Hoftheater nächst der Burg“.

1798 wurde der Dichter August von Kotzebue zum Leiter des Burgtheater ernannt, aber nach Auseinandersetzungen mit den Schauspielern verließ er 1799 Wien. Unter Direktor Joseph Schreyvogel wurde Deutsch statt Französisch und Italienisch als neue Bühnensprache eingeführt.

Am 12. Oktober 1888 fand die letzte Vorstellung am Michaelerplatz statt. Das Burgtheaterensemble übersiedelte in die neue Spielstätte am Ring. Das alte Burgtheater musste dem Michaelertrakt der Hofburg weichen. Die Pläne hierfür fertigte Joseph Emanuel Fischer von Erlach bereits knapp 200 Jahre vor dem Abriss des alten Burgtheaters an.

Das neue Gebäude am Ring

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Burgtheater um 1900
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Das „neue“ Burgtheater am Ring gegenüber dem Rathaus wurde im neubarocken Stil von Gottfried Semper (Grundriss) und Karl Freiherr von Hasenauer (Fassade) entworfen, die bereits das Kaiserforum in Wien gemeinsam geplant hatten. Die Bauarbeiten begannen am 16. Dezember 1874 und zogen sich 14 Jahre hin, in denen sich das Architektenduo zerstritt. Bereits 1876 zog sich Semper auf Grund gesundheitlicher Probleme nach Rom zurück und ließ Hasenauer seine Ideen alleine realisieren, der sich im Streit der Architekten vor allem für ein prachtvoll ausgestaltetes Bauwerk eingesetzt hatte.

Indes schuf der bekannte Wiener Maler Gustav Klimt gemeinsam mit seinem Bruder Ernst Klimt und mit Franz Matsch zwischen 1886 und 1888 die Deckengemälde in den beiden Stiegenhäusern des neuen Theaters. Die drei übernahmen diese Aufgabe nach ähnlichen Auftragsarbeiten in den Stadttheatern von Fiume und Karlsbad sowie im Bukarester Nationaltheater. In der Feststiege auf der dem Café Landtmann zugewandten Seite des Burgtheaters (Erzherzogstiege) bildete Gustav Klimt die Künstler des antiken Theaters in Taormina auf Sizilien, im Stiegenhaus auf der „Volksgarten“-Seite (Kaiserstiege, weil sie dem Kaiser vorbehalten war) das Londoner Globe Theatre und die Schluss-Szene aus William Shakespeares „Romeo und Julia“ nach. Über dem Eingang zum Zuschauerraum ist Der Eingebildete Kranke Molières zu entdecken. Im Hintergrund verewigte sich der Maler in Gesellschaft seiner beiden Kollegen. Kaiser Franz Joseph I. gefielen die Deckengemälde so sehr, dass er den Mitgliedern der Künstlerkompanie von Klimt das Goldene Verdienstkreuz verlieh.

Das neue Gebäude wurde nach dem Vorbild der Dresdener Semperoper gebaut. Über dem Mitteltrakt befindet sich eine Loggia, die von zwei Seitenflügeln eingerahmt wird, und aus einem Bühnenhaus mit Giebeldach und einem Zuschauerhaus mit Zeltdach geteilt wird. Über dem Mittelhaus schmückt eine Statue von Apollon die Fassade, der zwischen den Musen für Drama und Tragödie thront. Über den Haupteingängen befinden sich Friese mit Bacchus und Ariadne. An der Außenfassade rundherum sind Portraitbüsten der Dichter Calderon, Shakespeare, Molière, Schiller, Goethe, Lessing, Halm, Grillparzer, und Hebbel zu bewundern. Die Masken, die ebenfalls hier zu sehen sind, weisen auf das antike Theater hin, außerdem schmücken allegorische Darstellungen die Seitentrakte: Liebe, Hass, Demut, Herrschsucht, Egoismus und Heroismus. Obwohl das Theater seit 1919 den Namen Burgtheater trägt, ist die alte Aufschrift K.K. Hofburgtheater über dem Haupteingang immer noch vorhanden. Einige Bilder der alten Porträtgalerie wurden im neuen Gebäude aufgehängt und sind heute noch zu sehen -- allerdings waren diese Bilder ursprünglich kleiner, man musste sie "verlängern", damit sie im hohen Raum besser wirken. Die Stellen dieser "Ergänzungen" sind als feine Linien auf der Leinwand sichtbar.

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Bild aus der alten Portraitgalerie vom Michaelerplatz, im unteren Teil ist die nachträgliche „Verlängerung“ erkennbar
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Nachdem am 12. Oktober 1888 die Abschiedsvorstellung am Michaelerplatz stattgefunden hatte, wurde bereits zwei Tage später das neue Theaterhaus mit Grillparzers Esther und Schillers Wallensteins Lager eröffnet. Das Burgtheater wurde zunächst auf Grund seines prachtvollen Aussehens und der technischen Neuerungen wie elektrischer Beleuchtung von den Wienern gut aufgenommen, doch bald wurde Kritik an der schlechten Akustik laut. 1897 erfolgte schließlich ein Umbau des Zuschauerraums, um die Akustikprobleme zu mindern. Das neue Theater wurde zu einem wichtigen Treffpunkt des Gesellschaftslebens und zählte schon bald zu den „Heiligtümern“ der Wiener. 1922/1923 wurde das Akademietheater als Kammerspielbühne des Burgtheater eröffnet.

Das Burgtheater in der Zeit des Nationalsozialismus

Die nationalsozialistischen Ideen hinterließen auch Spuren in der Geschichte des Burgtheaters. 1937 und 1938 erschienen im Adolf Luser Verlag zwei stark antisemitisch geprägte Bücher des Theaterwissenschaftlers Heinz Kindermann über das Burgtheater, in denen er unter anderem den „jüdischen Einfluss“ auf das Burgtheater analysierte. Am 14. Oktober 1938 wurde zum 50-jährigen Eröffnungsjubiläum des Burgtheaters eine Don-Carlos-Inszenierung von Karl-Heinz Stroux gezeigt, die die Ideologie Hitlers bediente. Die Rolle des Marquis Posa spielte derselbe Ewald Balser, der ein Jahr zuvor in einer anderen Don-Carlos-Inszenierung (von Heinz Hilpert) am Deutschen Theater in derselben Rolle mit dem Satz Richtung Joseph Goebbels’ Loge wetterte: „Geben Sie Gedankenfreiheit!“. Der Schauspieler und Regisseur Lothar Müthel, der zwischen 1939 und 1945 Direktor des Burgtheaters war, inszenierte 1943 den Kaufmann von Venedig, in dem Werner Krauß den Juden Shylock in einem sehr ungünstigen Licht darstellte. Derselbe Regisseur inszenierte nach dem Krieg Lessings Parabel Nathan der Weise. Adolf Hitler selbst besuchte während des NS-Regimes nur einmal, im Jahr 1938, das Burgtheater, später weigerte er sich aus panischer Angst vor einem Attentat.

Für die Schauspieler und Theatermitarbeiter, die nach dem Reichsbürgergesetz von 1935 als „jüdisch“ eingestuft wurden, wurde rasch Auftrittsverbot verhängt, sie wurden innerhalb weniger Tage beurlaubt, entlassen oder verhaftet. Das Burgtheater-Ensemble leistete zwischen 1938 und 1945 keinen nennenswerten Widerstand gegen die NS-Ideologie, der Spielplan wurde stark zensiert, nur wenige schlossen sich aktiv dem Widerstand an, z. B. Judith Holzmeister (damals auch am Volkstheater engagiert) oder der Schauspieler Fritz Lehmann. Den jüdischen Ensemblemitgliedern wurde zwar zur Emigration verholfen, dennoch wurde ein Schauspieler, Fritz Strassny, in ein Konzentrationslager gebracht und dort ermordet.

Das Burgtheater zu Kriegsende und nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Sommer 1944 musste auch das Burgtheater wegen der angeordneten allgemeinen Theatersperre geschlossen werden. Am 1. April 1945, als sich die Rote Armee Wien näherte, lagerte sich eine militärische Einheit ins Haus ein, und ein Teil wurde als Waffenlager benutzt. Nachdem das Haus am Ring infolge eines Bombenangriffs beschädigt und am 12. April 1945 völlig ausgebrannt war (der Zuschauerraum und die Bühnen wurden unbrauchbar, nur die Stahlkonstruktion blieb erhalten, aber zum Glück waren wie durch ein Wunder die Deckengemälde und Teile des Foyers beinahe unbeschädigt), zog das Burgtheater in das Asylquartier Ronacher um, das von vielen Burgschauspielern als „Exil“ verstanden wurde. Diesen Spielort wählte der neu ernannte Direktor Raoul Aslan aus, der sich besonders engagiert einsetzte. Die erste Vorstellung nach dem Zweiten Weltkrieg war am 30. April 1945 Sappho von Franz Grillparzer, in der Inszenierung von Adolf Rott aus dem Jahre 1943. Auch andere Produktionen aus der NS-Zeit wurden wieder aufgenommen. Das Akademietheater konnte bespielt werden (die erste Aufführung war am 19. April 1945 Hedda Gabler, eine Inszenierung von Rott aus dem Jahre 1941) und auch im Redoutensaal fanden Vorstellungen statt. Aslan ließ das Ronacher im Sommer umbauen, weil die Bühne für klassische Aufführungen zu klein war. Am 25. September 1945 konnte auf der vergrößerten Bühne Schillers Jungfrau von Orleans gespielt werden. Die ersten Neuinszenierungen sind mit dem Namen von Lothar Müthel verbunden: Jedermann und Nathan der Weise, in beiden spielte Raoul Aslan die Hauptrolle. Die Inszenierung des Kaufmanns von Venedig von Müthel zu NS-Zeiten schien in Vergessenheit geraten zu sein.

Eine große Freude für das Publikum bereitete die Rückkehr der 1938 aus dem Ensemble vertriebenen Else Wohlgemuth auf die Bühne. Sie trat nach sieben Jahren Exil im Dezember 1945 in Klara Biharys Die andere Mutter im Akademietheater auf. 1951 öffnete das Burgtheater das erste Mal seine Pforten, allerdings nur der linke Seitenflügel, wo die Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen des alten Burgtheaters stattfanden. 1948 wurde für den Wiederaufbau ein Wettbewerb ausgeschrieben: Josef Gielen, der damals Direktor war, tendierte zuerst dazu, einen modernen Entwurf zu unterstützen, nach dem das Theater in ein modernes Rangtheater hätte umgebaut werden sollen. Schließlich stimmte er dann aber doch für das Projekt von Michael Engelhardt, dessen Plan konservativer, aber auch kostengünstiger war. Der Charakter des Logentheaters wurde weitgehend berücksichtigt und beibehalten, die zentrale Hof-Loge wurde allerdings durch zwei Ränge ersetzt, und durch eine neue, schiefe Deckenkonstruktion im Zuschauerraum wurde die Akustik, die Schwäche des Hause, deutlich verbessert. Am 14. Oktober 1955 kam es unter Adolf Rott zur Wiedereröffnung des restaurierten Hauses am Ring, aus diesem Anlass wurde Mozarts Eine kleine Nachtmusik gespielt. Am 15. und am 16. Oktober folgte die erste Aufführung (aus Platzgründen als Doppelpremiere) im neu renovierten Theater: König Ottokars Glück und Ende von Franz Grillparzer, inszeniert von Adolf Rott. Wenige Monate nach Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags war die Wahl gerade dieses Stückes äußerst symbolträchtig. Unter Rott und seinem Nachfolgern – Ernst Haeussermann bzw. Gerhard Klingenberg – wurde der klassische Burgtheaterstil und das Burgtheaterdeutsch für die deutschen Bühnen endgültig richtungweisend.

Das Burgtheater heute

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Ein Gang im Burgtheater
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Der heutige Zuschauerraum
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Gerhard Klingenberg internationalisierte das Burgtheater, er lud bedeutende Regisseure wie Dieter Dorn, Peter Hall, Luca Ronconi, Giorgio Strehler, Roberto Guicciardini und Otomar Krejca ein. Klingenberg ermöglichte auch die Burg-Debüts von Claus Peymann und Thomas Bernhard (1974 Uraufführung von Die Jagdgesellschaft). Bernhard war als Nachfolger Klingenbergs im Gespräch, schließlich wurde aber Achim Benning ernannt, worauf der Schriftsteller mit dem Text „Die theatralische Bruchbude auf dem Ring (Wie ich Burgtheaterdirektor werden sollte)“ antwortete. Benning, der erste Ensemblevertreter des Burgtheaters, der zum Direktor ernannt wurde, setzte Klingenbergs Weg der Europäisierung mit anderen Mitteln fort, brachte Regisseure wie Adolf Dresen, Manfred Wekwerth oder Thomas Langhoff nach Wien, blickte mit Aufführungen von Stücken Václav Havels in den damals politisch abgetrennten Osten und nahm stärker Rücksicht auf den Publikumsgeschmack. Unter Claus Peymann, der von 1986 bis 1999 Direktor war, kam es wieder zu einer Modernisierung des Spielplans und der Inszenierungsstile, was jedoch bei Teilen des Publikums zunächst auf Ablehnung stieß. Diskussionen entfachte vor allem die Uraufführung von Thomas Bernhards Heldenplatz, das sich mit der Vergangenheitsbewältigung Österreichs auseinandersetzte, aber auch kritisch die Gegenwart – mit Attacken auf die damals regierende SPÖ – beleuchtete. Bernhard verbot sogar testamentarisch die Aufführung seiner Stücke in Österreich, wogegen sich Peymann aussprach und einen Schaden für das Werk des Autors befürchtete, sollten dessen Stücke ausgerechnet in dessen Heimat nicht gezeigt werden. Zunächst war es durch eine Erlaubnis des Testamentsvollstreckers Peter Fabjan – Bernhards Halbbruder – immerhin möglich, die bereits im Spielplan des Burgtheaters befindlichen Produktionen weiterzuspielen. Kurz vor seinem zehnten Todestag kam es schließlich zur Neuinszenierung seines Stückes Vor dem Ruhestand durch den Uraufführungsregisseur Peymann. Die Stücke von Bernhard stehen weiter auf dem Spielplan des Burgtheaters und werden regelmäßig neu herausgebracht.

1993 wurde die Probebühne des Burgtheaters im Arsenal eröffnet (Architekt: Gustav Peichl). Seit 1999 hat das Burgtheater die Betriebsform einer GesmbH. Direktor ist seit 1999 Klaus Bachler.

Jubiläumsjahr 2005
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Tafel vor dem Burgtheater, 2005
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Im Oktober 2005 feierte das Burgtheater den 50. Jahrestag seiner Wiedereröffnung mit einem Galaabend und mit der Aufführung von Grillparzers König Ottokars Glück und Ende in der Inszenierung von Martin Kušej, die im August 2005 bei den Salzburger Festspielen mit großem Erfolg aufgeführt wurde und für den Nestroy-Theaterpreis für die beste Regie nominiert war, den sie allerdings nicht bekam. Dafür bekam den Preis Michael Maertens (in der Rolle von Rudolf von Habsburg) als bester Schauspieler in diesem Stück. Der Hauptdarsteller Tobias Moretti wurde 2006 für diese Rolle mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet.

Am Jubiläumstag, dem 16. Oktober 2005, standen die Räumlichkeiten des Burgtheaters den ganzen Tag für die Besucher offen. Am Tag der offenen Tür wurden Technikführungen angeboten, und man konnte alte Theaterrequisiten auf dem Flohmarkt erwerben. Der 82-minütige Film „burg / privat. 82 miniaturen“ von Sepp Dreissinger wurde auch an diesem Tag zum ersten Mal gezeigt. Der Film enthält einminütige filmische „Standportraits“ von Burgschauspielern und Gastschauspielern, die, ohne ein Wort zu sagen, versuchen, sich mit einem möglichst natürlichen Gesichtsausdruck zu präsentieren. Die erweiterte Variante des „Portraitalbums“ mit 100 Portraits wurde der Saisonvorschau 2006/2007 auf DVD beigelegt.

Des Jubiläumsjahres wurde unter anderem auch mit einem Buch über die Geschichte des Burgtheaters des Theaterwissenschafters Klaus Dermutz gedacht, der seit Jahren Bücher der Reihe edition Burgtheater (vor allem Bücher, die das Œuvre der wichtigsten Regisseure am Burgtheater behandeln) schreibt.

Als Motto dieser Spielzeit diente ein Zitat aus Lessings Minna von Barnhelm: „Es ist so traurig, sich allein zu freuen.“

Der Beitrag des Burgtheaters zum Mozartjahr 2006
Auch des Mozart-Jahres 2006 wurde im Burgtheater gedacht. Da Mozarts Singspiel Die Entführung aus dem Serail 1782 im Hof-Burgtheater uraufgeführt wurde, kam in Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper eine Neuinszenierung (Regie: Karin Beier) dieser Oper im Mai 2006 zu den Wiener Festwochen auf die Bühne. Die Premiere fand am 1. Mai statt. In den insgesamt 10 Aufführungen sangen Diana Damrau, Julia Rempe, Franz Hawlata, Cosmin Ifrim und Daniel Kirch die Hauptrollen, die Sprechrolle von Bassa Selim wurde von Nicholas Ofczarek dargestellt. Die Produktion wurde von Philippe Jordan dirigiert.
Aktionskunst am Burgtheater
Mittlerweile hat auch Aktions- und Performancekunst ins Burgtheater Einzug gehalten. Zwei Ereignisse erregten in der Spielzeit 2005/2006 besonders großes Aufsehen:

Am 19. November 2005 fand am Burgtheater im Rahmen des Orgien-Mysterien-Theaters die Performance 122. Aktion von Hermann Nitsch statt. Die Karten waren bereits am ersten Vorverkaufstag innerhalb von Minuten ausverkauft.

Vom 17. bis 22. Jänner 2006 fand Die 431. animatographische Expedition von Christoph Schlingensief bzw. eine große Veranstaltung von ihm unter dem Titel Area 7 – Sadochrist Matthäus – Eine Expedition von Christoph Schlingensief mit zu besichtigenden Bühneninstallationen statt. Die Aufführung ist seit März auf Grund des großen Interesses ein regelmäßiger Bestandteil des Spielplans. Allerdings verlaufen die Vorstellungen jedes Mal anders.

Sonstige Ereignisse
  • Anfang September 2005 wurde im Burgtheater ein MTV-Unplugged-Konzert mit den Toten Hosen aufgezeichnet, das im November sowohl auf dem Musiksender MTV zu sehen war, als auch seither unter dem Titel Nur zu Besuch: Unplugged Im Wiener Burgtheater käuflich auf CD und DVD zu erwerben ist.

  • In der Nacht auf den 1. Dezember 2005 beschädigte ein Kabelbrand die Kantine des Burgtheaters. Die Flammen konnten aber schnell gelöscht werden, so dass sich der Sachschaden auf 150.000 Euro belief. Die rundum erneuerte Kantine wurde im März 2006 wieder eröffnet.

Hinter den Kulissen

Bühnentechnik und andere technische Besonderheiten

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Umbauarbeiten auf der Bühne des Burgtheaters
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Der Zuschauerraum bietet ca. 1.340 Zuschauern Platz (1.175 Sitzplätze) und ist damit einer der größten unter Europas Schauspielhäusern. Das Bühnen-Portal ist 12 m breit und am höchsten Punkt 9 m hoch. Die Schnürböden und Beleuchtungsbrücken befinden sich in 12 m Höhe. Die Bühnenfläche beträgt ca. 1.000 m²

Die Bühne wurde 1954 von der österreichischen Firma Waagner Biro, die auch bei anderen Bühnen- und Opernhäusern Erfahrung besitzt, neu errichtet. Die Hauptbühne ist mit einer Drehzylinderbühne ausgestattet, die einen Durchmesser von 21 m und vier Versenkungen hat, die bis 8,8 m abgefahren werden können. Sie wurde nach den Plänen von Sepp Nordegg errichtet und ist insgesamt 5 Stockwerke tief, so können die Bühnenbilder im Paternoster-Prinzip getauscht werden. Die im Jahr 1994 begonnene Bühnenrenovierung wurde 2004 beendet, dabei wurde unter anderem die alte Steuerung durch eine Computersteuerung ersetzt.

Der Eiserne Vorhang des Burgtheaters wiegt 16 Tonnen und kann im Notfall – zum Beispiel bei einem Brand – den Bühnenraum vom Zuschauerraum innerhalb von 20 Sekunden trennen und hält die Flammen mindestens 20 Minuten auf. Nach dem Großbrand des Ringtheaters wurden alle Wiener Theater verpflichtet, die Bühnen mit einem Eisternen Vorhang zu versehen. Der alte wurde ist allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg durch den heutigen ausgetauscht. Das Burgtheater hat eine hauseigene Feuerwehrtruppe, die unter anderem prüfen muss, ob im Fall einer Alarmmeldung durch einen der besonders sensiblen Rauchmelder möglicherweise ein kontrolliertes Feuer auf der Bühne die Ursache ist.

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Plan des Belüftungssystems (Ignaz Gridl)
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Die „Schwammerl“ genannte Luftansaughütte im Volksgarten
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Das Innenleben der Luftansaughütte
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Architektonisch einzigartig und patentiert ist die riesige Luftschleuse, das Belüftungssystem des Theaters, das sich unter dem runden Dach der Luftansaughütte, von den Wienern einfach Schwammerl genannt, auf der Seite des Volksgartens verbirgt und nach den Plänen des Architektenbüros von Ignaz Gridl konstruiert wurde. Die Luft wird durch Filter geblasen, gereinigt und temperiert. Die verbrauchte Luft wird aus dem Zuschauerraum durch das Messinggitter des Kristalllusterkranzes im Zentrum der Saaldecke aus dem Raum ins Freie abgezogen. Den Sog dafür erzeugt der „Blasengel“, eine grüne Engelsfigur mit einem Blasinstrument, die als Wetterfahne auf der Kuppel steht. Diesen Teil des Belüftungssystems kann man am besten im Dachboden („Lusterboden“) und auf dem Kuppeldach des Theaters betrachten. Früher standen auf dem steilen Dach des Burgtheaters sogar Duschen und Toiletten (sie wurden gleich beim Wiederaufbau des Theaters nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet), damit die Schauspieler in den Pausen zwischen den Proben ein Sonnenbad nehmen können. Seit 1977 ist dies allerdings verboten, die Anlagen wurden wieder abgetragen. Auf dem Dach ist eine Wetterkamera installiert, die bei der Sendung Wetterpanorama Österreich im Fernsehen einen Blick auf die Ringstraße ermöglicht.

Die Souffleure am Burgtheater arbeiten mit Funktechnik, es gibt keinen Souffleurkasten mehr.

Außer den regulären Führungen durchs Haus, die jeden Tag um 15 Uhr auf Deutsch und auf Englisch stattfinden, wird einmal im Monat für Interessenten eine Bühnentechnik-Spezialführung angeboten. Bei Schönwetter ist es möglich, auf das grüne Dach des Theaters hinaufzusteigen und das Panorama zu bewundern.

Kostüme, Requisiten

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Eine Perücke aus der Burgtheater-Werkstatt
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Die Kostüm-, Requisiten und Bühnenbildwerkstätten des Burgtheaters befinden sich im Arsenal. Sie versorgen nicht nur Burgproduktionen, sondern sie arbeiten auch auf Bestellung für andere österreichische und internationale Bühnen. Die Werkstätten arbeiten in Form einer GmbH (Art for Art - Theaterservice GmbH). Außerdem ist es Privatpersonen möglich, Kostüme aus dem Fundus auszuleihen. Die Kostüme und die Requisiten werden sorgfältig ausgesucht und aufwändig hergestellt, es werden z.B. nur Perücken aus echten Haaren verwendet, deren Herstellung oft zwei bis drei Wochen dauern kann. Ein Großlager für gerade nicht verwendete Kostüme befindet sich in der Montleartstraße im 14. Bezirk.

Weitere Spielstätten und Probebühnen des Burgtheaters

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Kasino am Schwarzenbergplatz
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Anatomischer Saal der Akademie der Bildenden Künste
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Die Probebühne innerhalb der Werkstätten im Arsenal
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Das Akademietheater, in den Jahren 1911 bis 1913 von den Architekten Fellner und Hellmer und Ludwig Baumann erbaut, ist seit 1922 die zweite Spielstätte des Burgtheaters. Es wurde seither umgebaut und bühnentechnisch erneuert.

Das „Kasino am Schwarzenbergplatz“ gilt als Spielstätte für Gegenwartsstücke und Spezialprojekte. Es wurde unter Direktor Benning am 26. April 1981 als 3. Raum am Schwarzenbergplatz eröffnet und wird seither mit Unterbrechungen (siehe Lusterboden) bespielt. Der gegenwärtige Name stammt aus der Direktion Peymann, die den Raum zunächst nur als Probebühne nutzte.

Das „Vestibül“ ist die Studiobühne des Burgtheaters und befindet sich unter der dem Café Landtmann zugewandten Feststiege. Das Vestibül wurde in den 1990er Jahren für Aufführungen hergerichtet.

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Der Lusterboden des Hauses
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Der „Lusterboden“ ist eine im Dachgeschoß des Burgtheaters in einer Höhe von 43 Metern befindliche Probebühne. Diesen Raum im Dachboden gibt es seit 1955, er wird unter anderem als Requisitenlager verwendet. Ab dem 16. September 1979 wurde er auch immer wieder für Aufführungen herangezogen (zuerst als 3. Raum – Lusterboden, später nur Lusterboden), dann durch den Raum am Schwarzenbergplatz ersetzt. Als dieser wieder für Proben verwendet wurde, griff man unter Peymann erneut auf den Lusterboden als Aufführungsstätte zurück, von 1986 bis 1993 fungierte der Lustenboden als regelmäßige Spielstätte des Hauses. Seit 1993 verbietet das Veranstaltungsgesetz das öffentliche Bespielen von Theaterräumen, die sich höher als 8 Meter über dem Straßenniveau befinden. Schließlich wurde der Lusterboden nach der Wiedereröffnung des Raums am Schwarzenbergplatz erneut als Probebühne verwendet, wozu er auch gegenwärtig dient.

Eine ungewöhnliche Spielstätte hatte die Inszenierung Der Anatom von Klaus Pohl mit Ignaz Kirchner. Sie fand im Anatomischen Saal der Akademie der Bildenden Künste am Schillerplatz statt (2005-2006).

Die außergewöhnliche Inszenierung von Letzter Aufruf von Albert Ostermaier, der ersten Zusammenarbeit von Andrea Breth mit dem Bühnenbildner von Martin Kušej, Martin Zehetgruber, wurde auf der „Probebühne 1“ im Arsenal im 3. Bezirk gespielt, die kurzfristig zu einem Theaterraum umgebaut wurde (2002).

Eine weitere Probebühne befindet sich in der Turnergasse im 15. Gemeindebezirk.

Die Wiener und „ihre“ Burg

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Burgtheater (Hauptportal)
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Burgtheater (Seitenansicht)
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Blick vom Dach des Burgtheaters
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Das Burgtheater stand für die Wiener schon immer im Rampenlicht. Es galt stets als besonders vornehm, „in die Burg“ zu gehen. Bereits im 19. Jahrhundert gehörten die Gerüchte und die Skandale um die Burgschauspieler zu den beliebtesten Themen der Wiener. In der Burg konnten sich die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten (Kleinbürger und Adel) treffen, obwohl ihre Plätze strikt voneinander getrennt waren. Die Burgschauspieler „verbanden“ die zwei Stände und genossen dadurch in Wien einen besonders hohen sozialen Status (siehe später Vorhangverbot).

Die Schauspielerin Charlotte Wolter beispielsweise wurde geradezu hysterisch gefeiert, ihre Stimme – der kräftige „Wolter-Schrei“ – war legendär. Später, in den 1940er Jahren, war natürlich das Ehepaar Paula Wessely und Attila Hörbiger Publikumsliebling Nummer 1. „Die Wessely“ wurde von den Damen gern nachgeahmt, ihre Frisur, der „Wessely-Scheitel“, machte Mode. Die Popularität der beiden wurde aber auch zu Propagandazwecken missbraucht, als sie sich für den Vollzug des Anschlusses einsetzten. Die Töchter des Ehepaares, die später alle Schauspieler geworden sind, litten oft unter dem Ruhm ihrer Eltern.

„Die Burg“ geriet manchmal allerdings auch in negative Schlagzeilen. Im Vorfeld der Uraufführung von Thomas Bernhards Heldenplatz 1988 fühlten sich viele Österreicher in ihrer Ehre gekränkt, weshalb die als Protest dagegen gedachte Großaktion von Martin Humer, der Kuhmist vor dem Burgtheater ablud, bei vielen Gefallen fand. Ebenfalls wenig beeindruckt waren viele Wiener von der Performance von Hermann Nitsch im Jahr 2005.

Beerdigungen berühmter Burgschauspieler sind nach wie vor ein gern besuchtes Ereignis, die Wiener lieben „die schöne Leich“. Diese Eigenschaft der Wiener wurde allerdings im musikalischen Stück Pompes Funèbres von Franz Wittenbrink auf der Bühne karikiert. Besonders große Ereignisse waren 1981 das Begräbnis von Paul Hörbiger und 1996 die Verabschiedung von Josef Meinrad, zu denen Tausende aus ganz Österreich angereist sind. Meinrad war so beliebt, dass der Platz zwischen dem Burgtheater und dem Volksgarten nach ihm benannt wurde.

Während heutzutage andere Theater nicht selten ums Überleben kämpfen müssen, scheint die Lust der Wiener, in die Burg zu gehen, ungebrochen zu sein. Die Auslastung des Hauses betrug in der Saison 2005/06 bei 313.000 Besuchern 84 Prozent. Das Einnahmen-Soll wurde um 380.000 € übertroffen, insgesamt wurden sechs Millionen Euro eingespielt. Ein großes Gesprächsthema der Wiener ist immer die Ernennung eines neuen Intendanten -- meistens beginnt die Spekulation über die Person des möglichen Direktors schon Monate vor der Entscheidung, die vom jeweiligen Staatssekretär für Kultur und Medien bekanntgegeben wird und in der Regel noch monatelang für weiteren Gesprächsstoff sorgt.

Im Hauptgebäude des Theaters befinden sich zwei Unternehmen, die zwar nicht zum Burgtheater gehören, aber mittlerweile zu „Institutionen“ geworden sind. Das Buchgeschäft Leporello befindet sich auf der linken Seite der Eingangshalle und führt nebst Büchern auch Geschenksgegenstände des Burgtheaters sowie signierte Szenenphotos. Es sperrt in der Regel eine Stunde vor Vorstellungsbeginn auf und bleibt bis Vorstellungsende geöffnet. Im rechten Flügel des Theaters ist das Nobelrestaurant Vestibül untergebracht, das ein architektonisches „Spiegelbild“ der gleichnamigen Spielstätte im linken Flügel des Gebäudes ist und vor allem durch sein Weinangebot berühmt ist. Im Restaurant sind, ähnlich wie im Café Landtmann, vor und nach den Vorstellung oft Schauspieler und Theaterleute anzutreffen.

Das „Burgtheaterdeutsch“

Das Burgtheaterdeutsch, die Sprache, die auf der Bühne des Burgtheaters gesprochen wird, empfinden die meisten Wiener wie Musik in den Ohren, auf jeden Fall wird diese Bezeichnung für eine besonders schön gesprochene Variante der (im süddeutschen Sprachraum gebräuchlichen) deutschen Sprache verwendet. Diese Variante war eigentlich eine Kunstsprache und diente dazu, dass die Zuschauer die Schauspieler, die aus unterschiedlichen Regionen des deutschen Sprachraums kamen, auch unter den nicht idealen akustischen Umständen des Burgtheaters verstehen konnten. Als klassisches Beispiel für Burgtheaterdeutsch nennen viele die Bühnensprache, die Paula Wessely verwendete.

Die großen Namen und ihre Wirkung

Mittlerweile stammt ein großer Teil der Schauspieler und Theatermitarbeiter nicht aus Österreich, sondern aus Deutschland oder anderen Ländern; dennoch werden viele Burgschauspieler von den Wienern als Wiener akzeptiert und als „ihre Schauspieler“ verehrt. Der Deutsche Michael Heltau ist einer der größten Wienerlied-Interpreten, und Robert Meyer, der aus dem Grenzgebiet von Deutschland zu Österreich stammt, ist einer der beliebtesten Nestroy-Darsteller. Die Schweizerin Annemarie Düringer gehört ebenso zu den Lieblingen des Publikums wie der Deutsche Ignaz Kirchner, und die gebürtige Deutsche Susi Nicoletti galt als die österreichische Schauspielerin schlechthin. Auch die von Claus Peymann nach Wien geholten und anfangs angefeindeten Schauspieler wie Gert Voss und Kirsten Dene sind längst Publikumslieblinge. Eine gute Besetzung (manchmal mit Gastschauspielern) kann bewirken, dass es so gut wie unmöglich ist, für eine Produktion Karten zu bekommen. Die Namen der schon erwähnten Hörbigers und „der Wessely“ wirkten wie ein Magnet auf das Publikum, es war praktisch alles restlos ausverkauft, wo sie auftraten. Aber auch heute gibt es „Dauerbrenner“: für die Ottokar-Inszenierung mit „der Orth“, „dem Maertens“, „dem Merkatz“ und „dem Moretti“ oder den Nathan mit „dem Brandauer“ war es monatelang sehr schwer, ohne Abo Karten zu kaufen. Die Beiträge im Gästebuch der Burgtheater-Homepage zeugen davon, dass manche Inszenierungen eine richtige Fan-Gemeinde haben. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die konservativeren Burgbesucher bei einer modernen Inszenierung ihren Unmut während der Vorstellung lautstark ausdrücken.

Ein Haus mit Tradition

Der natürlich auch anderswo verbreitete spezielle Theater-Aberglaube ist auch im Burgtheater, wo auf Tradition ein besonders großer Wert gelegt wird, anzutreffen, und daraus resultierende Bräuche und Rituale werden stets eingehalten. Viele Schauspieler glauben sogar - mit einem gewissen Augenzwinkern -, dass das Haus einen „Hausgeist“ hat.

Es gibt strikte Hausregeln, zum Beispiel solche, die die Verbeugung regeln. Die Verbeugungsordnung schreibt vor, wer, wann und mit wem sich verbeugen soll, mit Sonderregeln für die Premiere). Eine solche Regel ist angeblich zum Beispiel, dass alle, die im zweiten Akt spielen, sich verbeugen müssen, diejenigen, die nur im ersten Akt auftreten, können es natürlich auch tun, müssen aber nicht. Bei der Premiere verbeugen sich in der Regel alle Mitwirkenden, auch die Komparsen und Kinderdarsteller. Für besondere Ensemblemitglieder galten manchmal andere Regeln, so musste sich zum Beispiel der alte Paul Hörbiger nicht immer mit den anderen verbeugen, weil er sonst seinen Zug verpasst hätte.siehe siehe Georg Markus: Die Hörbigers, Amalthea Signum Verlag Wien, 2006 S. 306

Das sogenannte Vorhangverbot war ein ungeschriebenes Gesetz, das fast 200 Jahre eingehalten wurde. Es geht auf eine polizeiliche Theaterordnung vom 19. August 1798 zurück, die vorschrieb, dass sich vor dem Vorhang nur Gäste und Debütanten, aber keine Ensemblemitglieder verbeugen durften. Der Grund war das hohe Ansehen der Schauspieler, sie galten als „Schauspieler Seiner Majestät“ und als solche wäre es für sie unmöglich gewesen, sich vor dem gemeinen Volk zu verbeugen.siehe ebd. S. 238 Das Vorhangverbot, dessen Abschaffung im Lauf der Zeit immer wieder diskutiert wurde, das auch nicht lückenlos eingehalten wurde – etwa bei Aufführungen für Kinder – und nur für das Haupthaus (also z. B. nie für das Akademietheater) galt, wurde mit Beginn der Saison 1983/84 vom damaligen Unterrichtsminister Helmut Zilk aufgehoben.

Repertoire, Programm und Publikum

Das Burgtheater arbeitet im Repertoiresystem, d.h. in jeder Saison werden mindestens 30 Stücke abwechselnd gespielt. Jährlich gibt es im Burgtheater, Akademietheater und in den kleinen Spielstätten etwa Premieren.

In den ersten Jahrzehnten war das Repertoire des Burgtheaters, also der Umfang der gespielten Stücke, sehr groß. In der Direktion Laube konnten zum Teil bis zu 160 verschiedene Stücke pro Saison gesehen werden, und noch zu Anfang der Saison 1918/19 waren es 107 Stücke. Eine Inszenierungen hielten sich oft 10 Jahre oder länger, manche sogar über Jahrzehnte hinweg, sowohl im alten als auch im neuen Burgtheater auf dem Spielplan. Dafür wurde sie pro Saison höchstens 4 bis 6 Mal gezeigt. Somit mussten Abonnenten nicht allzu oft das selbe Stück sehen, sondern waren mit einer außergewöhnlich abwechslungsreichen Vielfalt konfrontiert. Dieses System endete nach dem Ersten Weltkrieg. Plötzlich standen im Repertoire der Saison 1919/20 nur noch 20 Stücke zur Verfügung. Als die Regie in den Vordergrund rückte sowie Inszenierungen durch wechselnde Moden schneller veralteten, wurden Stücke pro Jahr mindestens so oft angesetzt wie früher in 10 oder 20 Jahren.

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Ein typisches Burgtheaterplakat
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Das aktuelle Programm des Burgtheaters wird auf Plakaten und einer roten Tafel links vom Haupteingang angekündigt. Früher – vor Bachlers Zeit – war es üblich, das Programm an die Fassade über dem Haupteingang zu hängen. Die Plakate werden jeden Tag mit der aktuellen Besetzung gedruckt und während der Vorstellung am Vorabend aufgehängt; sie enthalten auch die Namen der Komparsen (bei Mehrfachbesetzungen immer die aktuelle Besetzung).

Die Programmhefte besaßen nach dem Zweiten Weltkrieg ein einheitliches Aussehen, das für alle Bundestheater galt: sie waren auf der Vorderseite durch eine Reihe eng gesetzter, brauner, senkrechter Linien gekennzeichnet, auf der unteren Mitte war in kursiver Schrift der Name des Theaters angegeben. In die Programmhefte wurden die Theaterzettel eingelegt. Sie wurden täglich für die jeweiligen Vorstellungen gedruckt und enthielten u. a. Angaben zu Stück, Autor, Beginn, Ende und Besetzung. Nach dem Aufkommen der Programmhefte wurden sie in diese eingelegt. Dieses System wurde bis 1986 beibehalten. Mit dem Beginn der Direktion Peymann wurde dieses System nach und nach abgeschafft, die früher üblichen häufigen Umbesetzungen waren im Lauf der Jahre durch konstante Besetzungen abgelöst worden. Nunmehr war die jeweilige Besetzung fix im Programmheft abgedruckt. Eventuelle Änderungen werden durch eingelegte, kleinere Zettel bekanntgegeben (z. B. „In der heutigen Vorstellung spielt N. N. die Rolle XY“).

Die Programmhefte enthielten neben (kultur)historischen Texten und Informationen über Werk und Autor seit der Direktion Peymann auch zumeist den gesamten Text des aufgeführten Stückes, in dem die Änderungen, Kürzungen und Regieanweisungen markiert waren. Gelegentlich wurden auch Fotos von den Bühnenbildentwürfen oder -modellen sowie den Kostümfigurinen abgedruckt.

Ältere Programmhefte haben einen Sammelwert und können an besonderen Tagen (z.B. am Tag der offenen Tür) im Burgtheater käuflich erworben werden. In der Peymann-Direktion wurde das Aussehen der Programmhefte von Karl-Ernst Herrmann neu gestaltet. Sie waren für das Burgtheater und das Akademietheater grundsätzlich ähnlich gehalten und unterschieden sich in den ersten Jahren nur durch eine andere Farbgebung (hellgrau für das Akademietheater, helles Beige für die Burg). Später wurde mit anderen Farbgebungen sowie unterschiedlichen Formaten experimentiert. Lediglich das Programmheft für André Hellers Sein und Schein unterschied sich komplett von den übrigen Programmheften und enthielt Illustrationen der an der Ausstattung beteiligten Künstler (z. B. Roy Lichtenstein oder Mimmo Paladino). Unter Bachlers Direktion erhielten die Programmhefte grundsätzlich individuelle Outfits und sie enthalten meistens assoziative Texte bzw. Bilder zum Stück, nur ganz selten den Text des Stückes. Die Plakate und die Programmhefte des Burgtheaters werden in der Druckerei agensketterl in Mauerbach (NÖ) hergestellt.

Das Repertorium war die Sammlung der seit 1821 angefertigten Dokumentation der Aufführungen am Burgtheater. In große Bücher wurden täglich die Aufführungen und bei Premieren die Besetzungen eingetragen. Alle Schauspieler, die später eine Rolle in dem jeweiligen Stück übernahmen, wurden ergänzt. Für Inszenierungen, die vor 1821 auf dem Spielplan standen und noch gespielt wurden, trug man die Besetzungen seit 1776 nach. Jene Stücke, die bis 1821 vom Spielplan verschwanden, blieben hingegen unberücksichtigt. Quellen hierzu sind Theater- und Programmzettel oder alte Theaterzeitschriften. Die Führung des Repertoriums wurde 1958 aufgegeben. Ihnen folgten die Vorstellungsplatten nach. Sie wurden von der Regiekanzlei für jede Inszenierung eines Stücks angelegt und enthielten die Aufführungsdaten, die Besetzungen sowie allfällige Umbesetzungen.

Im jährlichen Geschäftsbericht des Burgtheaters kann man die genauen Besetzungs- und Umbesetzungslisten, weiters Statistiken über die Auslastung des Hauses bei diversten Produktionen finden.

Um einen direkten Kontakt mit dem Publikum aufrechtzuerhalten, veranstaltet das Burgtheater regelmäßig öffentliche Publikumsgespräche. Matinées und Lesungen bereiten wichtige Ereignisse vor, z. B. Premieren, und auf Einträge im Gästebuch der Homepage wird auch geantwortet.

Abonnements, Kartenvorverkauf, Spielzeiten

Von 1776 bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg existierte kein Abonnementsystem im heutigen Sinne. Es gab die sogenannten Stammsitze in allen Teilen des Zuschauerraums. Sie berechtigten zum täglichen Besuch des Burgtheaters und zur Benutzung eines bestimmten Sitzes. Aufgrund der Stammsitze musste der Spielplan besonders abwechslungsreich sein. Oft wurden in einer einzigen Saison mehr als 100 verschiedene Werke gezeigt. Beliebte Stücke konnten Jahr für Jahr immer wieder einige Male angesetzt werden, teilweise über Jahrzehnte hinweg in der selben Inszenierung. Die Regie spielte jedoch damals eine deutlich untergeordnete Rolle. Um das Interesse an den Aufführungen zu erhöhen, fanden zudem häufige Umbesetzungen statt. Ein ähnliches System bietet das Burgtheater zur Zeit im Rahmen des Festabonnements an. Neben diesen Vollabonnements gab es auch Halbabonnements (sie berechtigten zum Besuch an geraden bzw. ungeraden Tagen) sowie Viertelabonnements (Besuch an jedem vierten Tag). Durch die radikale Einschränkung des bis 1919/20 zahlenmäßig großen Repertoires wurde dieses System obsolet. Ab 25. November 1919 wurde das Vollabonnement auf Galeriesitze aufgelassen, außerdem auch das Viertelabonnement auf Parkettsitze. Den Halbabonnenten wurde das Besuchsrecht für einen Tag entzogen, womit mehr Karten in den freien Verkauf gelangten.

Zur Zeit gibt es 30 verschiedene Abonnements und diverse Zyklen (wie z.B. der Zyklus Nach der Premiere). Das Wahlabonnement berechtigt den Inhaber, zu günstigeren Preisen schon vor dem offiziellen Vorverkaufsbeginn Karten einer gewissen Kategorie zu erwerben. Viele Vorstellungen werden auch im Jugendabo „Theater der Jugend“ angeboten. Für Senioren gibt es ein eigenes Abonnement, bei dem einmal im Monat eine Vorstellung angeboten wird, die früher (um 16 oder 17 Uhr) beginnt. Das Festabonnement berechtigt den Inhaber, fünf Vorstellungen seiner Wahl an einem vorher festgelegten Tag der Woche (außer Samstag kann man jeden beliebigen Tag wählen) mit großer Preisermäßigung zu besuchen - der Aboinhaber hat bei diesem Abonnement einen fixen Sitzplatz.

An jedem 20. des Monats beginnt der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen des nächsten Monats, Wahlaboinhaber können bereits ab dem 15. des Monats Karten reservieren. Gäste aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland können auch schriftlich oder per Fax Karten reservieren. Es gibt Kontingente für Pädagogen und Jugendliche. Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn kann man Restkarten zum halben Preis kaufen, und es werden immer Stehplatzkarten zurückgehalten, die ebenfalls vor Vorstellungsbeginn angeboten werden, bei sehr begehrten Vorstellungen kann man jedoch nur jeweils eine Stehplatzkarte pro Person kaufen.

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Sitzplan
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Das Burgtheater und seine Nebenbühnen werden von Mitte September bis zum 30. Juni theoretisch jeden Tag bespielt. Bis zur Direktion Bachler begann das Burgtheater jährlich am 1. September mit dem Spielbetrieb (nach einer zweimonatigen Sommerpause). Generell spielfrei sind nur der Karfreitag und der Heilige Abend, probebedingt kann es vorkommen, dass an einigen Abenden auf der einen oder der anderen Bühne keine Vorstellung stattfindet. Diese sogenannten Schließtage zur ganztägigen Abhaltung von Bühnen-, Dekorations- und Beleuchtungsproben im Burgtheater sowie im Akademietheater wurden erstmals unter der Direktion Peymann eingeführt und sorgten einige Jahre lang für heftige Kontroversen, die zum Teil auf den Kultur- und Leserbriefseiten österreichischer Zeitungen ausgetragen wurden. Peymann wurde vorgeworfen, durch Schließtage die Einnahmen des Burgtheaters zu reduzieren.

Die Gesellschaft der Freunde des Burgtheaters

Die Gesellschaft der Freunde des Burgtheaters ist eine als eingetragener Verein wirkende Publikumsorganisation, die 1956 von ungefähr 200 Theaterliebhabern gegründet wurde und in der Goethegasse im 1. Bezirk Wiens ihren Sitz hat. Unter den Gründern waren auch berühmte Persönlichkeiten wie Friedrich Heer und Clemens Holzmeister. Seitdem erhöhte sich die Mitgliedschaft auf etwa 700 Personen. Der Gesellschaft steht ein eigenes Theaterkontigent mit fixen Plätzen für die erste Vorstellung nach jeder Premiere auf allen Spielstätten des Theaters zur Verfügung. Der Verein pflegt einen intensiven Kontakt zum Haus und zu den Schauspielern. Er organisiert u.a. Publikumstreffen, Lesungen, Buchpräsentationen und Informationsabende für seine Mitglieder, weiters versucht er auch das junge Publikum anzusprechen, indem er versucht, beliebte Nachwuchskünstler für diese Veranstaltungen zu engagieren. Die Gesellschaft unterstützt auch das Studium talentierter Jungschauspieler am Max-Reinhardt-Seminar und schreibt manchmal Schreibwettbewerbe aus.

Mitarbeiter am Burgtheater

Das Ensemble

Zu den kaiserlichen Zeiten genossen die Schauspieler einen hohen gesellschaftlichen Rang und ein großes Ansehen. Sie wurden meistens auf Lebenszeit angestellt. Heute gibt es für Ensemblemitglieder meistens Jahresverträge. Seit 1971 gibt es die Richtlinien für eine Ensemblevertretung des Burgtheaters. Sie haben das Recht, bei Besetzungen und bei der Spielplangestaltung mitzusprechen. Der derzeitige Ensemblevertreter ist Robert Meyer. Das Burgtheater ist allerdings ein typisches Ensembletheater, die meisten Schauspieler sind fest angestellt, Gäste kommen nur für einzelne Rollen.
Derzeitige Ensemblemitglieder
Zu den bekanntesten Schauspielern der etwa 120 Mitglieder des Ensembles gehören: Sven-Eric Bechtolf, Patrick O. Beck, Anne Bennent, Gerd Böckmann, Klaus Maria Brandauer, Andrea Clausen, Kirsten Dene, Annemarie Düringer, Regina Fritsch, Bruno Ganz, Karlheinz Hackl, Sylvia Haider, Dorothee Hartinger, Sabine Haupt, Urs Hefti, Michael Heltau, Markus Hering, Daniel Jesch, Gertraud Jesserer, Andrea Jonasson, Corinna Kirchhoff, Ignaz Kirchner, Roland Koch, Johannes Krisch, Jutta Lampe, Susanne Lothar, Michael Maertens, Peter Matic, Tamara Metelka, Markus Meyer, Robert Meyer, Petra Morzé, Cornelius Obonya, Johann Adam Oest, Nicholas Ofczarek, Elisabeth Orth, Caroline Peters, Denis Petkovic, Christiane von Poelnitz, Klaus Pohl, Branko Samarovski, Udo Samel, Martin Schwab, Libgart Schwarz, Heinrich Schweiger, Peter Simonischek, Johannes Terne, Ulrich Tukur, Gert Voss, Johanna Wokalek, Werner Wölbern, Gusti Wolf, Bibiana Zeller, Heinz Zuber.
Ehemalige Ensemblemitglieder

Berühmte ehemalige Ensemblemitglieder: Wolf Albach-Retty, Rosa Albach-Retty, Raoul Aslan, Ewald Balser, Joachim Bissmeier, Hedwig Bleibtreu, Marcus Bluhm, Uwe Bohm, Markus Boysen, Rolf Boysen, Marion Breckwoldt, Traugott Buhre, Horst Caspar, Bruno Dallansky, Theodor Danegger, Max Devrient, Birgit Doll, Käthe Dorsch, Margarethe Dux, Heinz Ehrenfreund, Maria Eis, Christine Enghaus, Richard Eybner, O. W. Fischer, Peter Fitz, Ludwig Gabillon, Zerline Gabillon, Wolfgang Gasser, Alexander Girardi, Boy Gobert, Käthe Gold, Carla Hagen, Amalie Haizinger, Heidemarie Hatheyer, Fred Hennings, Jürgen Hentsch, Miguel Herz-Kestranek, Thomas Holtzmann, Judith Holzmeister, Attila Hörbiger, Christiane Hörbiger, Paul Hörbiger, Gusti Huber, Wolfgang Hübsch, Curd Jürgens, Josef Kainz, Ida Krottendorf, Josef Lewinsky, Pavel Landovsky, Jenny Lattermann, Hugo Lindinger, Robert Lindner, Theo Lingen, Ferdinand Maierhofer, Leslie Malton, Paulus Manker, Johanna Matz, Josef Meinrad, Kurt Meisel, Birgit Minichmayr , Heinz Moog, Hans Moser, Ulrich Mühe, Fritz Muliar, Alfred Neugebauer, Dorothea Neff, Susi Nicoletti, Hanns Obonya, Joseph Offenbach Max Ophüls, Elfriede Ott, Dorothea Parton, Karl Paryla, Romuald Pekny, Erika Pluhar, Will Quadflieg, Charles Régnier, Heinz Reincke, Ulrich Reinthaller, Veit Relin, Walther Reyer, Hilde Rom, Albert Rueprecht, Heinz Rühmann, Adele Sandrock, Fritz Schediwy, Erich Schellow, Wenzel Scholz, Joseph Schreyvogel, Albin Skoda, Adolf von Sonnenthal, Sigfrit Steiner, Lena Stolze, Curth Anatol Tichy, Jane Tilden, Hans Thimig, Helene Thimig, Hermann Thimig, Hugo Thimig, Eckart Uhlmann, Martha Wallner, Peter Weck, Oskar Werner, Paula Wessely, Charlotte Wolter, Klausjürgen Wussow, Eleonore Zetzsche, Kurt Zips

Gastschauspieler
Als Gäste für einzelne Rollen kamen u. a. Meriam Abbas, Axel von Ambesser, Barbara Auer, Bibiana Beglau, Senta Berger, Josef Bierbichler, Hans-Christian Blech, Pinkas Braun, Margit Carstensen, Ingrid Caven, August Diehl, Karoline Eichhorn, Veronika Fitz, Cornelia Froboess, Olivia Grigolli, Matthias Habich, Corinna Harfouch, O. E. Hasse, Hannelore Hoger, Marianne Hoppe, Christine Kaufmann, Klaus Kinski, Jutta Lampe, Hermann Lause, Helmuth Lohner, Susanne Lothar, Eva Mattes, Sunnyi Melles, Kurt Meisel, Karl Merkatz, Bernhard Minetti, Tobias Moretti, Hans Michael Rehberg, Martin Reinke, Hans Christian Rudolph, Ilse Ritter, Sophie Rois, Otto Sander, Maximilian Schell, Otto Schenk, Christoph Schlingensief, Walter Schmidinger, Robert Stadlober, Tilda Swinton, Susanne Tremper, Ulrich Tukur, Angela Winkler, Ulrich Wildgruber, Gisela Uhlen, Hans Dieter Zeidler

Ehrenmitglieder sind u. a. Annemarie Düringer, Wolfgang Gasser, Heinrich Schweiger, Prof. Gusti Wolf, Michael Heltau.

Regisseure am Burgtheater

Andere Mitarbeiter

Außer den Schauspielern arbeiten ungefähr 300 Mitarbeiter am Gelingen der Theaterabende. Im Kollektivvertrag werden die Rechte und Pflichten der Theatermitarbeiter (natürlich auch die der Schauspieler) genau geregelt. Ein wichtiger Punkt ist, dass man nicht länger als bis 23 Uhr spielen darf, was natürlich bei längeren Vorstellungen ein Problem darstellen kann, so musste z.B. für die Aufführung des Sportstücks eine unüblich frühe Beginnzeit angesetzt werden.

Die Arbeit einer gut funktionierenden Komparserie ist für das Gelingen der Inszenierungen auch von großer Wichtigkeit. Beim Burgtheater arbeiten keine Statisten – die Laiendarsteller werden ausschließlich als Komparsen bezeichnet. Der Leiter der Komparserie ist seit 1986 Wolfgang Janich, der selbst eine Schauspielausbildung absolvierte und in Notfall auch einspringt. In manchen Stücken tritt sogar der Chefinspizient, Klaus von Schwerin, der ebenfalls Schauspieler ist, als Komparse auf. Die Komparsen werden durch mehrstufige Castingverfahren sehr sorgfältig ausgewählt, und sogar die Begleiter der mitwirkenden Tiere werden Komparsen genannt. Peymann wollte die Komparserie abschaffen und die Komparsenrollen mit Schauspielern besetzen, was diese allerdings verweigerten.

Anerkennung der schauspielerischen Leistung

Anerkennung der Schauspieler im Ensemble

Ensemblemitglied des Burgtheaters zu sein ist wohl der Traum für viele Schauspieler und gehört zu den Höhenpunkten der Karriere im Leben eines Künstlers auf der Bühne. Für besondere Leistungen werden die Ensemblemitglieder des Burgtheater noch zusätzlich geehrt.

  • Eine Form der Ehrung ist der Burgtheater-Ring (der Concordia). Der Ring wurde von Jakob Lippowitz, dem Herausgeber des Neuen Wiener Journals, gestiftet und zwischen 1926 – dem Jahr des 150jährigen Jubiläums der Burgtheater-Gründung – und 1934 jährlich an ein Mitglied des Burgtheaters oder an einen Bühnenautor für besondere Verdienste verliehen. Er wurde erstmals Arthur Schnitzler und Auguste Wilbrandt-Baudius zuerkannt und in den Folgejahren an die Dramatiker Hermann Bahr, Gerhart Hauptmann, Karl Schönherr, Ludwig Fulda sowie die Schauspieler Max Devrient, Georg Reimers, Hedwig Bleibtreu und Else Wohlgemuth verliehen.

  • Der Ehrenring des Burgtheaters wird seit 1. Oktober 1955 in unregelmäßigen Abständen von der Kollegenschaft des Burgtheaters an Ensemblemitglieder verliehen. Diese Auszeichnung wird vom Betriebsrat vorschlagen.

  • Ehrenmitglieder werden besonders verdiente Künstler seit 1922. Anlass war damals das vierzigjährige Bühnenjubiläum von Max Devrient. Zusammen mit ihm wurden Hugo Thimig, Georg Reimers sowie Auguste Wilbrandt-Baudius zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Ernennung erfolgte im Einverständnis mit der Bundestheaterverwaltung über Vorschlag der Burgtheater-Direktion. Diesen ersten Ernennungen folgten 1926, anlässlich des 150. Geburtstags des Burgtheaters, die offiziellen Richtlinien. Ihnen zufolge dürfen nur sehr prominente, verdienstvolle Ensemblemitglieder und auch diese erst nach langjähriger Zugehörigkeit zum Haus dieser Ehre teilhaftig werden. Die Zahl der lebenden Ehrenmitglieder sollte ein Zehntel des gesamten Mitgliederstandes nicht überschreiten. Der Titel darf in Wort oder Schrift nicht verwendet werden, wenn die Träger bei Veranstaltungen mitwirken, die mit der Würde des Titels unvereinbar wären, also wenn sie etwa in Operetten, Varietés oder Kabaretts auftreten. Die Namen der Ehrenmitglieder werden am Fuß der Feststiege auf der Volksgartenseite in Marmor gemeißelt und für die Ewigkeit festgehalten. Auch für das Begräbnis der Ehrenmitglieder gelten besondere Gepflogenheiten. Der Sarg des verstorbenen Schauspielers oder der verstorbenen Schauspielerin wird auf der Feststiege aufgebahrt und anschließend einmal rund um das Theater getragen.

  • Der Doyen bzw. die Doyenne (derzeit Michael Heltau und Annemarie Düringer, die der legendären Paula Wessely folgte) des Burgtheaters bleibt lebenslänglich mit der Bühne des Hauses verbunden, genießt also ein Engagement bis zum Tode, d.h. er oder sie kann nicht in den Ruhestand versetzt werden. Diesen Ehrentitel bekommen zwei von den älteren Ehrenmitgliedern des Hauses - meistens sind das die dienstältesten, die schon am längsten Ensemblemitglieder sind -, jeweils eine Dame und ein Herr, die dann die Aufgabe haben, das Haus nach außen zu vertreten. Eine Voraussetzung für diese Auszeichnung ist, dass man zuvor zur Kammerschauspielerin beziehungsweise zum Kammerschauspieler ernannt worden sein muss. Die Auszeichnung wird erst nach dem Tod ihres Trägers weitergegeben.

  • Auf Anregung von Burg-Direktor Franz Herterich schuf Bundespräsident Michael Hainisch 1926 den Kammer-Titel für darstellende und ausübende Künstler auf dem Gebiet der Musik und darstellenden Kunst. Seit dieser Zeit gibt es in Österreich Kammerschauspieler bzw. Kammersänger. Die ersten österreichischen Kammerschauspieler waren Maria Mayen, Maria Mayer, Raoul Aslan und Willi Thaller. Sie alle erhielten den Titel noch im Jubiläumsjahr 1926. In späteren Jahren blieb der Titel nicht mehr auf Mitglieder des Burgtheaters beschränkt, sondern wurde, wenngleich selten, auch an solche des Theaters in der Josefstadt und anderer österreichischer Bühnen vergeben.

Der Nestroy-Theaterpreis

Das Burgtheater ist mit seinen Produktionen seit 2000 das erfolgreichste Theater beim Nestroy-Theaterpreis (inkl. Akademietheater)(insgesamt 31 Nestroys, davon Akademietheater 12 Nestroys). {Tausendfach verwendet}>

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Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.

Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:

 
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Für links- und rechtsseitig Ausgerichtete Tabellen siehe Vorlage:Prettytable-L und Vorlage:Prettytable-R.

Siehe auch: Hilfe:Tabellen, Abschnitt Tabellen in Wie gute Artikel aussehen.

Prettytable

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Nestroy-Theaterpreis 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Nominierungen/Siege 10/5 15/6 10/3 9/4 13/5 12/2 12/6

Das Burgtheater im Ausland

Produktionen des Burgtheaters werden regelmäßig zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Die Leitung des Burgtheaters

Dieser Absatz wird hier: Schaufi/BurgABC bearbeitet! Hier bitte, nichts ändern!

Als Kaiser Joseph II. das Theater nächst der Burg zum Hof- und Nationaltheater erhob, schuf er jene Dreier-Konstruktion aus oberster Leitung, Verwaltung und künstlerischer Leitung, die im wesentlichen bis heute erhalten geblieben ist. In der Monarchie lag die oberste Leitung in den Händen des Obersthofmeisteramtes bzw. des Oberstkämmereramtes. Die Verwaltung hatte wechselnde Titel, z. B. Theateroberdirektion oder Generalintendanz. Zudem war das Burgtheater einige Jahre lang verpachtet, wobei die Pächter es nur mit der obersten Instanz zu tun hatten, in Finanzverwaltung und Personalangelegenheiten aber selbständig waren. Für Stückauswahl und Spielpläne waren sie nur gegenüber der Zensur verantwortlich. Die künstlerische Leitung wiederum lag einmal in den Händen eines Regiekollegiums, dann wieder wurde sie einem artistischen Sekretär oder einem artistischen Direktor anvertraut, wurde aber auch interimistisch vom Generalintendanten oder von einem Schauspielerkollegium ausgeübt.

Laut Gesetz vom 3. April 1919, dem sogenannten Habsburger-Gesetz, ging nach dem Ende der Monarchie das sogenannte hofärarische Vermögen des Hauses Habsburg-Lothringen in das Eigentum der Republik Österreich über. Dazu gehörten auch die Hoftheater, also das k. k. Hofburgtheater, die Hofoper sowie das Schönbrunner Schlosstheater. Dieses Gesetz wurde 1920 Teil der Bundesverfassung.

Am 21. Mai 1920 unterstellte die österreichische Staatsregierung die „österreichischen Staatstheater“ (so die damalige offizielle Bezeichnung) dem Staatsamt für Inneres und Unterricht. Als Verwaltungsinstanz wurde die Staatstheaterverwaltung eingesetzt. Hier begann erneut eine Dreiteilung. Die oberste Leitung lag beim Unterrichtsminister, die Verwaltung bei der Staatstheaterverwaltung (später: Bundestheaterverwaltung; kurzzeitig auch: Generalintendanz; schließlich Bundestheaterverband; heute Bundestheater-Holding). Die künstlerische Leitung lag beim Direktor (mit unterschiedlich geregelten Befugnissen).

Direktionen bzw. künstlerische Leitungen des Burgtheaters

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Blick aus dem Zuschauerraum in Richtung Bühne (um 1880). Rechts im Rang die Kaiserloge.
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Eingang zum alten Burgtheater mit Theaterplakaten (um 1880). Der eigentliche Eingang zwischen den Kandelabern ist heute noch im Bereich der Michaelerkuppel vorhanden und mit einer Gedenkplakette versehen.
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Nottreppen des alten Burgtheaters (um 1880).
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  • Künstlerrepublik (8. April 1776 bis 25. Februar 1789): 15 von 22 Mitgliedern wählten 9 alternierende Wöchner sowie einen Regisseur, nämlich Christian Gottlob Stephanie d. Ä. Später wurden 5 Inspizienten von den Mitgliedern gewählt: Stephanie d. Ä., Johann Heinrich Friedrich Müller, Gottlieb Stephanie d. J., Konrad Steigentesch (nach dessen Tod: Josef Lange), Franz Carl Hieronymus Brockmann.
  • Franz Carl Hieronymus Brockmann (26. Februar 1790 bis 1790): Nach der Wahl durch die Schauspielergesellschaft wurde Brockmann vom Kaiser zum Dirigenten, also zum Künstlerischen Leiter, bestimmt. Brockmann war somit der erste, der allein als künstlerischer Leiter des Theaters fungierte.
  • Regiekollegium: Dieses löste Brockmann 1790 inoffiziell ab.
  • Regiekollegium (von 21. November 1792 bis 31. Juli 1794): Das Regiekollegium wurde 1792 vom Kaiser offiziell anerkannt. Zu ihm gehörten: Stephanie d. Ä., Stephanie d. J., J. H. F. Müller (ab 1794: Philipp Friedrich Klingmann), Josef Weidmann sowie Brockmann. Verantwotlich für die späte Anerkennung waren die komplizierten Verhältnisse in der obersten Theatralleitung. Kaiser Leopold II. enthob am 25. Jänner 1791 den Fürsten Orsini-Rosenberg von der obersten Theatral-Direction. An dessen Stelle wurde der Musikcavalier Johann Wenzel Graf Ugarhte zum Hoftheatral-Musikdirector bestellt. Leopold II. starb am 1. März 1792. Dessen Nachfolger Franz II. beschloss am 4. Juli 1792, die Hoftheater zu verpachten. Doch fanden sich keine geeigneten Pächter. Nun wurde Orsini-Rosenberg vom Kaiser gebeten, einen Vorschlag für die künftige Führung des Theaters zu machen. Infolgedessen wurde Graf Ugarthe am 11. November 1792 von der Direktion entbunden, die nun wieder von Orsini-Rosenberg übernommen wurde. Am 21. November 1792 stellte Kaiser Franz fest, dass es unmöglich sei, dass die vielseitigen Theatralgeschäfte (nämlich Oper und Schauspiel) von einer einzigen Person geleitet werden können, noch dazu sei Brockmann dazu noch als Schauspieler tätig. Somit wurde der bereits bestehende fünfköpfige Ausschuss, der sich die Direktionsaufgaben teilte, offiziell anerkannt.
  • Peter von Braun (1. August 1794 bis 31. Dezember 1806): In dieser Zeit war das Burgtheater verpachtet. Brauns offizieller Titel war Vizedirektor. Braun, dem während seiner Ära der Titel Freiherr verliehen wurde, trat von 1804 selbst als Pächter auf, was er ursprünglich für fünfzehn Jahre zu bleiben beabsichtigte. Im selben Jahr entließ Braun die traditionelle, einst u. a. für die Aufführung von Mozart-Opern wichtige italienische Operngesellschaft, die jedoch ziemlich kostspielig war. Brauns Pachtvertrag erlaubte es ihm, nach seinem Belieben jede Gattung von Theater zu geben, wobei er nicht gezwungen war, Ballette oder italienische Opern aufzuführen. Die einzige Verpflichtung bestand daraus, täglich Vorstellungen anzubieten. Italienische Opern in italienischer Sprache wurden bald darauf vom Kärntnerthortheater angeboten, wo es auch zu Aufführungen der Werke von Gaetano Donizetti (der vorübergehend als Hofkompositeur wirkte) sowie von Gioachino Rossini kam. Die lange italienische Tradition des Burgtheaters war nun jedoch beendet.
  • Kavaliersdirektion (1. Jänner 1807 bis 31. März 1817): Eine Gruppe von Kavalieren übernahm 1806 von Braun die beiden Hoftheater sowie das von Braun kurz zuvor gekaufte Theater an der Wien. Diese Kavaliere waren: Nikolaus Fürst Esterházy, Josef Fürst zu Schwarzenberg, Ferdinand Graf Palffy, Josef Fürst Lobkowitz, Stephan Graf Zichy, Franz Graf Esterházy, Franz Niklas Graf Esterházy, Hieronymus Graf Lodron. In der Zeit der Kavaliersdirektion fiel im November 1810 der Beschluss, im Burgtheater nur noch Sprechstücke aufzuführen. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Kavaliersdirektion nur noch von Graf Palffy, Fürst Lobkowitz und Fürst Schwarzenberg gebildet, wobei die beiden letzteren als stille Teilhaber fungierten. Ab dem 11. Februar 1811 agiert Graf Palffy unter dem Titel Hoftheaterdirektor. Ihm folgte 1812 unter der gleichen Bezeichnung Fürst Lobkowitz nach. Von 1814 an war wieder Graf Palffy der Pächter.
  • Joseph Schreyvogel (von 1. April 1814 bis 13. Mai 1832): Schreyvogel führt den Titel Artistischer Sekretär. Er war außerdem Vize-Direktor des Theaters an der Wien, wo von April 1814 bis 1817 die Hofschauspieler nach Bedarf eingesetzt wurden. Auch wurden in dieser Zeit die selben Stücke abwechselnd im Theater an der Wien sowie im Burgtheater gezeigt. In seiner Ära wurde am 31. März 1817 die Pachtzeit beendet.
  • Johann Ludwig Deinhardstein (1. Juni 1832 bis 31. März 1841): Deinhardstein arbeitete unter dem Titel Vizedirektor. Vor seiner Bestellung hatte er als Professor der Ästhetik und Literatur an der theresianischen Ritter-Akademie gewirkt.
  • Franz Ignaz Holbein von Holbeinsberg (3. April 1841 bis 26. Dezember 1849): Der 1779 im niederösterreichischen Zistersdorf geborene Holbein führte wieder den Titel Direktor. Holbein hatte ein bewegtes Leben geführt, als Schauspieler, Sänger und Theaterdirektor war er durch ganz Deutschland gezogen und hatte 1827 als Leiter die königliche Bühne in Hannover übernommen. Der Ruf, ein gewandter Geschäftsmann zu sein, drang bis nach Wien, wo man ihn zum Burg-Direktor bestellte, ohne dass Holbein sich dafür beworben hatte. In seiner Ära gabe es viele, nur kurze Zeit umspannende Engagements, wovon die meisten probeweise erfolgten. Basis dafür war die Befugnis des Direktors, unabhängig Kontrakte abzuschließen, sofern sie die Theaterkassen nicht länger als ein Jahr belasteten. Gegen Ende seiner Direktionszeit beschränkte sich Holbein mehr und mehr nur noch auf die wirtschaftliche Leitung des Burgtheaters, wohingegen die künstlerische Leitung stark vom Obersthofkämmerer Moriz Graf Dietrichstein beeinflusst wurde. Immer mehr Stimmen sprachen sich indes für eine Reform der Hoftheater aus.
  • Dr. Heinrich Laube (von 26. Dezember 1849 bis 30. September 1867): Laube war zunächst bis 22. Juli 1851 provisorisch, danach definitiver Artistischer Direktor. Noch in der Ära seines Vorgängers Holbein hatte Laube sein Theaterstück Die Karlsschüler selbst am Burgtheater inszeniert (Premiere 24. April 1848). Die Aufführung wurde zu einem glänzenden Erfolg. Laube hatte sich zudem in einer Schrift für eine Reform des Hoftheaters ausgesprochen. Obersthofkämmerer Graf Dietrichstein zeigte sich darob begeistert und empfahl die Ernennung Laubes zum artistischen Direktor, während sich Regierungsrat Holbein auf die ökonomischen Belange zu konzentrieren hätte. Alledings trat Graf Dietrichstein am 1. Dezember 1848 von seiner Position zurück. Am 24. Februar 1849 wurde eine Kommission eingesetzt, die über die Reformen im Hoftheater beraten sollte. Nach Verhandlungen, die sich über ein Jahr hinzogen, wurde mit kaiserlicher Entschließung vom 26. Dezember 1849 Dr. Heinrich Laube provisorisch für die Dauer von 5 Jahren zum artistischen Direktor ernannt. Doch bereits am 22. Juli 1851 wurde Laube auf Veranlassung des Obersthofkämmerers Karl Graf Lanckoronski definitiv zum artistischen Direktor des Burgtheaters ernannt. Wie so manche andere Burg-Direktion endete auch Laubes Ära durch einen unüberbrückbaren Zwist. Nachdem am 8. Juli 1867 der Oberstkämmerer Fürst Auersperg verstorben war, übertrug ein Handschreiben von Kaiser Franz Joseph I. vom 11. Juli 1867 die Oberleitung der beiden Hoftheater dem Präfekten der Hofbibliothek, Eligius Freiherr von Münch-Bellinghausen, der nun unter dem Titel eines Generalintendanten amtieren sollte. Münch-Bellinghausen, der als Schriftsteller unter dem Pseudonym Friedrich Halm agierte, wurde in einer Dienstvorschrift angewiesen, bezüglich der artistischen Leitung der beiden Hoftheater im Einvernehmen mit den Direktionen vorzugehen. Die Beratungen mit Laube ergaben aber zumal in Hinsicht auf das Repertoire und die Besetzungen gravierende Meinungsunterschiede. Laube wollte in diesen beiden Punkten autonom entscheiden. Generalintendant Münch-Bellinghausen wollte sich mit einer passiven Rolle jedoch nicht abfinden, er sah darin eine Verletzung der Würde seines Amtes sowie seines literarischen Namens. Laube beharrte jedoch auf seiner Ansicht und bot schließlich seinen Rücktritt an, der dann angenommen wurde.
  • Eligius Freiherr von Münch-Bellinghausen (Oktober 1867 bis 9. Jänner 1868): Münch-Bellinghausen amtierte interimistisch als Artistischer Direktor. Bei seiner Arbeit verwendet er übrigens das Pseudonym Friedrich Halm.
  • August Wolff (10. Jänner 1868 bis 31. Dezember 1870): Wolff trug wie von nun an alle seine regulären Nachfolger den Titel Direktor. Vor seiner Bestellung zum Burg-Chef war er Oberregisseur des Mannheimer Theaters gewesen. Försters Vorgänger Münch-Bellinghausen avancierte nun zum Generalintendanten der Hoftheater. Allerdings band er alle Rechte der Stückauswahl, der Engagements und der Besetzung an seine Person, Wolff hingegen war lediglich das ausführende Organ. Als Münch-Bellinghausen 1870 aus gesundheitlichen Gründen um die Enthebung aus seinem Amt ansuchte und dieser am 1. November stattgegeben wurde, stand man vor einer schwierigen Situation. Wichtige Entscheidungen konnten bzw. durften durch den machtlosen Wolff nicht gefällt werden.
  • Franz Freiherr von Dingelstedt (von 19. Dezember 1870 bis 15. Mai 1881): Die Lösung für die Burg-Direktionskrise von 1870 fand sich vor Ort, nämlich im Wiener Hofoperndirektor Franz von Dingelstedt. Dieser kannte nicht nur die Wiener Szene, sondern hatte zudem früher die Schauspielhäuser in Weimar und München geleitet. Also wurde mit Dekret vom 19. Dezember die Enthebung Wolffs und zugleich die Ernennung Dingelstedts bekanntgegeben. Diese geschah von Anfang an bereits im Hinblick auf ein zu erbauendes neues Haus. Dingelstedt, der von der Hofoperndirektion entbunden wurde, sollte solange Burg-Chef bleiben, bis das neue Hofschauspielhaus vollendet wäre. Vom 17. bis zum 23. April 1875 ließ Dingelstedt zum ersten Mal die Königsdramen Shakespeares zyklisch aufführen: König Richard II. (17. April), König Heinrich IV. (I. Teil) (18. April), König Heinrich IV. (II. Teil) (19. April), König Heinrich V. (20. April), König Heinrich V. (21. April), König Heinrich VI. (I. Teil) (21. April), König Heinrich VI. (II. Teil) (22. April), König Richard III. (23. April). Der Königsdramen-Zyklus blieb für einige Jahre eine ständige Einrichtung auf dem Spielplan. Erst unter Dingelstedts Nachfolger Wilbrandt verschwand er. Seit 1880 war Dingelstedt bettlägerig und leitete die Direktionsgeschäfte von seinem Krankenlager aus. Nach Dingelstedts Tod am 15. Mai 1881 übernahmen die Schauspieler Carl La Roche, Ludwig Gabillon, Adolf Sonnenthal, Josef Lewinsky und Ernst Hartmann provisorisch die Direktionsgeshäfte.
  • Adolf von Wilbrandt (von 30. November 1881 bis 23. Juni 1887): Für die Nachfolge Dingelstedts gab es eine Vielzahl von Bewerbungen, aus denen sich schließlich zwei Namen herauskristallisierten: Jener des Schauspielers August Förster sowie der des Dichters Adolf Wilbrandt. Die Presse setzte sich für Wilbrandt ein. Auch Generalintendant Freiherr von Hofmann neigte zu dieser Ansicht, und somit wurde Wilbrandt am 10. November 1881 mit Allerhöchster Entschließung zum Direktor ernannt. Alle künstlerischen Agenden, die Wahl der Stücke sowie die Zusammensetzung des Repertoires sowie die Besetzung der Rollen unterstanden Wilbrandt. Nur jene künstlerische Fragen, die wirtschaftliche Konsequenzen hatten, mussten zusammen mit der Generalintendanz entschieden werden. Bereits kurz nach dem Amtsantritt Wilbrandts musste der Spielbetrieb im Theater am Michaelerplatz eingestellt werden. Zunächst am 12. Dezember, als die Opfer des Ringtheater-Brandes beerdigt wurden und das Hofburgtheater auf Befehl von Kaiser Franz Joseph geschlossen wurde. Auch die zweite Unterbrechung hatte mit dem Brand zu tun: Von 2. bis 23. Jänner 1882 wurden im alten Theatergebäude Sicherheitsvorkehrungen gegen Brandgefahr installiert. In dieser Zeit fanden alle Vorstellungen des Hofburgtheaters im Hofoperntheater statt.
  • Adolf von Sonnenthal (von 27. Juni 1887 bis 31. Oktober 1888): Sonnenthal fungierte als provisorischer Direktor. Im Frühjahr 1887 gab es immer deutlichere Gerüchte über einen bevorstehenden Rücktritt Wilbrandts. Dieser fand die Zusammenarbeit mit der Generalintendanz zunehmend als beengend und zeitraubend, zudem wollte er wieder mehr als Dichter arbeiten. Viele Versuche, Wilbrandt zum Bleiben zu bewegen, blieben letztlich erfolglos. Also wurde Adolf von Sonnenthal am 27. Juni zum provisorischen Burg-Chef bestellt. In Sonnenthals Interims-Amtszeit fielen zwei wesentliche Ereignisse: Einerseits die Ernennung Alfred von Bergers zum artistischen Sekretär sowie die Eröffnung des neuen Burgtheaters auf der Ringstraße. Der bei maßgeblichen Stellen vielfach geäußerte Wunsch, das Provisorium in eine Definitivum umzuwandeln, gelang jedoch nicht: Sonnenthal weigerte sich, das Amt des Hofburgtheater-Direktors zu übernehmen. Am 12. Oktober 1888 fand die letzte Vorstellung im alten Haus statt: Goethes Iphigenie auf Tauris mit Charlotte Wolter als Iphigenie. Zwei Tage später, am 14. Oktober, fand die Eröffnungsvorstellung im neuen Haus am Franzensring statt: Als Ouvertüre wurde Die Weihe des Hauses von Ludwig van Beethoven gespielt, darauf folgte ein szenischer Prolog von Josef Weilen (darin Sonnenthal als „Der Geist des alten Burgtheaters“ sowie Charlotte Wolter als „Der Genius der Poesie“), dann zeigte man Esther von Franz Grillparzer (mit Sonnenthal als König) und schließlich noch Friedrich Schillers Wallensteins Lager.
  • Dr. August Förster (1. November 1888 bis 22. Dezember 1889): Förster war wieder definitiver Direktor. Er wurde am 25. Oktober 1888 zum Burg-Chef ernannt. Förster, der dem Burgtheater seit 1858 angehörte, hatte schon während Dingelstedts Erkrankung den Direktor vertreten. Bei der Inszenierung der Königsdramen hatte er seine Begabung als Regisseur bewiesen. Außerdem hatte er sich Verdienste als Schauspieler, Bearbeiter und Übersetzer erlangt. Der Stil Laubes hatte ihn stark beeinflusst, und er plante, wieder an die künstlerischen Methoden jener Ära anzuknüpfen. Er wollte das Burgtheater nach dem Muster der Comédie Française in Paris sowie des Deutschen Theaters in Berlin, dessen Mitbegründer er gewesen war, neu organisieren. Dem klassischen Repertoire von Shakespeare bis Schiller sollte die größte Aufmerksamkeit gelten und mustergültige Inszenierungen erarbeitet werden. Wie sein Vorgänger Wilbrandt war auch Förster gezwungen, nur wenige Wochen nach Amtsantritt das Theater zu schließen: Kronprinz Rudolf hatte Selbstmord begangen, deshalb gab es von 30. Jänner bis 9. Februar 1889 keine Vorstellungen. Außerdem wurde der Burgtheater-Direktion von höchster Stelle die Anweisung gegeben, in Zukunft keine Stücke zu zeigen, in denen Suizide vorkommen. In Hamlet mussten zudem die Totengräber-Szene sowie die Dialoge über den Selbstmord Ophelias entfallen. Försters ambitionierte Ziele blieben jedoch unerfüllt, sie wurden von seinem plötzlichen Tod am 22. Dezember 1889 vereitelt.
  • Adolf von Sonnenthal (27. Dezember 1889 bis 12. Mai 1890): Sonnenthal fungierte nach dem Ableben Försters ein zweites Mal als provisorischer Leiter. Zunächst war allerdings eine Doppeldirektion geplant, und Baron Berger sollte sich die Aufgaben mit Sonnenthal teilen. Doch bereits fünf Tage nach seiner Ernennung demissionierte Berger am 3. Jänner 1890.
  • Max Burckhard (von 12. Mai 1890 bis 25. Jänner 1898): Nachdem sich Sonnenthal auch diesmal geweigert hatte, die Direktion definitiv zu übernehmen, suchte man einen Nachfolger und fand in Burckhard eine überraschende Lösung. Burckhard war Beamter im Rang eines Ministerialvizesekretärs sowie Dozent für österreichisches Privatrecht. Bekannt als brillanter Jurist, wusste man jedoch nichts über ein bei ihm vorhandenes Talent, ein Theater zu leiten. Doch Burckhard erwies sich als genialer Dilettant, der das ihm entgegenkommende Misstrauen innerhalb wie außerhalb des Hauses rasch zu besänftigen wusste. In seiner Ära standen 145 Stücke im Repertoire, 62 davon aus dem alten Haus auf dem Michaelerplatz, 83 in seiner Direktionszeit neu inszeniert. Durch ermäßigte Sonntagachmittagsvorstellungen gelang es ihm, neue Publikumsschichten anzusprechen. Nicht zuletzt aber öffnete Burckhard das Burgtheater für wesentliche, neue Autoren, darunter Henrik Ibsen, Gerhart Hauptmann sowie Ludwig Anzengruber. Nicht zuletzt wurde Arthur Schnitzler in Burckhards Zeit zum ersten Mal an der Burg gespielt. Am 9. Oktober 1895 gab es die Uraufführung von Schnitzlers Liebelei mit Sonnenthal als Alter Weiring, Adele Sandrock als Christine und Friedrich Mitterwurzer als Ein Herr. Diese Inszenierung stand bis zum 15. September 1910 auf dem Spielplan und wurde insgesamt 42 Mal bei wechselnder Besetzung der meisten Hauptrollen gezeigt. Auch Burckhards Direktionszeit war von einer diesmal jedoch längeren Schließung betroffen: Zwischen 11. April und 15. September 1897 war das Theater wegen Umbauarbeiten geschlossen, deshalb fanden von 30. Juni bis 18. Juli Vorstellungen im Hofoperntheater statt. Insgesamt gelang es Burckhard durch seine Neuerungen, sich zusätzliche Burgtheaterbesucher unter Arbeitern und Studenten zu sichern, und die fortschrittliche Presse unterstützte ihn. Seine Gegner fanden sich indes unter dem Stammpublikum sowie bei den Vertretern der Burgtheater-Tradition. Burckhard wurde die Vernachlässigung des klassischen Repertoires zum Vorwurf gemacht. Das dem Adel und dem Großbürgertum gefallende französische Gesellschaftsstück, das Burckhards Vorgänger zudem volle Kassen gebracht hatte, wurde vermisst. Zu Burckhards Stolperstein wurde schließlich, dass er sich selbst als Dramatiker betätigte: Die Bürgermeisterwahl wurde am Deutschen Volkstheater sowie Das Katerl am Raimundtheater aufgeführt. Darin wurde die gute Gesellschaft mit großem Erfolg kritisiert, doch wurde dies von vielen Seiten als nicht vereinbar mit dem Amt eines Burg-Chefs angesehen. Burckhard sah dies letztlich ein und ersuchte um seine Entlassung, der nachgekommen wurde.
  • Dr. Paul Schlenther (von 26. Jänner 1898 bis 28. Februar 1910): Nach Burckhards Rücktritt gab es eine Reihe von Namen, die als mögliche Nachfolger in Frage kamen. Darunter waren Heinrich Bulthaupt, Emil Claar, der erfahrene Theaterleiter des Stadttheaters Frankfurt, der Münchner Oberregisseur Josza Savits sowie Schlenther, Theaterkritiker der Berliner Vossischen Zeitung, den eine Gruppe von Schauspielern vorgeschlagen hatte. Diese Schauspieler besaßen Einfluss, und so wurde Schlenther am 25. Jänner 1898 zum Direktor bestimmt. Schlenthers Plan sah vor, sowohl das klassische Repertoire zu pflegen wie Novitäten zu zeigen. Auch Schlenthers Ära war nicht lange nach ihrem Beginn von einer Schließung des Theaters betroffen: Nach dem Ableben von Kaiserin Elisabeth fanden von 11. bis 19. September 1898 keine Vorstellungen statt. Wie sein Vorgänger wollte auch Schlenther neue Publikumsschichten an sein Haus binden. So fanden von 1. bis 15. Jänner 1899 für Arbeiter und Studenten Klassikervorstellungen am Nachmittag statt: Maria Stuart von Schiller, Ein Wintermärchen sowie Der Widerspenstigen Zähmung von Shakespeare. Ein Gastspiel führte zudem die italienische Schauspielerin Eleonora Duse mit ihrer Compagnie ins Burgtheater, wo Gabriele D'Annunzios La Gioconda gespielt wurde. Eine wesentliche Innovation war von April 1901 an zu verzeichnent: Ab nun erschienen die Namen der Regisseure auf den Theaterzetteln. So nannte die Neuinszenierung von Nestroys Lumpacivagabundus am 21. April Hugo Thimig als für die Regie Verantwortlichen (diese Produktion wurde allerdings bis 8. Dezember 1901 lediglich 3 Mal gezeigt). Eine Mammut-Inszenierung wurde in Schlenthers Ära durch Zufall realisiert, als sich eine in zwei Teile aufgesplittete Produktion von Schillers Don Carlos, Infant von Spanien (Premiere 17. bzw. 21. Jänner 1905; Regie Hugo Thimig; Josef Kainz als Don Carlos, Sonnenthal als Philipp II.) als publikumsunwirksam erwies. Aus Rücksicht auf das Abonnement konnten die zwei Teile nicht an zwei Tagen hintereinander gespielt werden, sondern es lagen bis zu vier Tage dazwischen. Daher beschloss man, ab 26. Jänner 1905 beide Teile an einem Abend zu spielen. Die Vorstellung begann um 18.30 Uhr und dauerte bis 00.23 Uhr. In dieser Form stand die Inszenierung bis zum 15. April 1917 auf dem Spielplan. Aus Anlass des 100. Todestags von Schiller wurde von 4. bis 20. Mai 1905 ein Schiller-Zyklus gespielt, der zehn Abende umfasste: Die Räuber, Die Verschwörung des Fiesko zu Genua, Kabale und Liebe, Don Carlos, Infant von Spanien, Wallensteins Lager – Die Piccolomini – Wallensteins Tod, Maria Stuart, Die Jungfrau von Orleans, Die Braut von Messina, Wilhelm Tell. Eine Neuerung Schlenthers war es, zweierlei Preise, nämlich höhere für Premieren bzw. beim Auftreten berühmter Gäste sowie niedrigere bei regulären Repertoirevorstellungen, einzuführen. Dennoch konnte dies nicht sinkende Einnahmen verhindern. Eine andere Idee Schlenthers wurde nicht realisiert: Er hatte vorgeschlagen, ein kleines Haus für 500 bis 600 Besucher zu erbauben und dem Burgtheater als Kammerspieltheater anzugliedern. Schlenther wurde hingegen vorgeworfen, das Ensemble zu vernachlässigen und zu sehr auf Stars wie Kainz zu setzen. Dennoch vermochte sich Schlenther 12 Jahre lang zu halten. Erst ein Theaterskandal bereitete seiner Ära ein Ende. Am 23. Oktober 1909 wurde die Komödie Hargudl am Bach oder Die Liga der Persönlichkeiten von Hans Müller gezeigt, der Wiener Literaten aufs Korn nahm. Viele, die von Müller gemeint waren, befanden sich im Publikum, und es kam zu einem Durchfall, wie ihn das neue Burgtheater am Ring noch nie zuvor erlebt hatte. Müllers Stück wurde lediglich in 4 Aufführungen bis zum 29. Oktober gespielt, und Schlenther wusste, dass seine Direktion am Ende war.
  • Alfred Freiherr von Berger (1. März 1910 bis 24. August 1912): Schlenther wurde eine Anstandsfrist von von einigen Wochen eingeräumt, in dieser Zeit wurde nach einem Nachfolger gesucht. Dafür wurde mit Alfred Freiherr v. Berger verhandelt, der während der provisorischen Leitung Sonnenthals als artistischer Sekretär gewirkt und sich zudem als Direktor des Hamburger Schauspielhauses bewährt hatte. Obersthofmeister Fürst Montenuovo, der Generalintendant der Hoftheater, war sogar bereit, Berger eine Doppeldirektion Hamburg-Wien zu gestatten, doch wurde dies von der Schauspiel A. G. Hamburg nicht akzeptiert. Dort kam man jedoch Berger entgegen und verzichtete auf die einjährige Kündigungsfrist. Somit konnte Berger sein neues Amt offiziell am 1. März 1910 antreten, inoffiziell sogar bereits am 21. Februar. Berger gelangen einige Meilenstein, darunter Schnitzlers Der junge Medardus in der Regie von Hugo Thimig. Außerdem erfuhr Schnitzlers Das weite Land am 14. Oktober 1912 sein österreichische Erstaufführung (Regie Thimig). Diese Inszenierung wurde bis zum 26. Jänner 1919 42 Mal gezeigt. Außerdem gab es eine exemplarische Aufführung von Hebbels Herodes und Mariamne (Premiere 6. Mai 1911, und ein weiterer großer Erfolg war Leo Tolstois Der lebende Leichnam (Premiere 14. November 1911 und bis zum 23. Mai 1922 in dieser Inszenierung auf dem Spielplan). Berger hatte elf Jahre lang darauf gewartet, Burg-Chef zu werden, und als ihm dies glückte, war dies fast zu spät, weil er schon kränkelte.
  • Hugo Thimig (1. September 1912 bis 17. März 1917): Sehr rasch trafen Obersthofmeister Fürst Montenuovo, der oberste Leiter der Hoftheater, sowie Viktor Horsetzky Edler von Hornthal, Kanzleidirektor der Generalintendanz der Hoftheater, die Entscheidung, Thimig als Bergers Nachfolger zu nominieren. Am September 1912 wurde Thimig zunächst nur provisorischer Leiter, am 12. April 1914 schließlich definitiv Burgtheaterdirektor. Auch Thimigs Amtszeit war von einer Schließung des Theaters betroffen, nachdem Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo erschossen worden war. So gab es von 28. Juni bis 30. Juni keine Vorstellungen. Der Beginn des Ersten Weltkriegs fiel in die Theaterferien. Thimig verhandelte mit Fürst Montenuovo über die Wiedereröffnung des Burgtheaters, wobei sich Kaiser Franz Joseph für den nun schon üblichen Saisonbeginn am 1. September aussprach. Dennoch wurde das Burgtheater dann doch erst am 1. Oktober 1914 wiedereröffnet. Auffällig an Thimigs Spielplan war u. a. ein Grillparzerzyklus von 1. bis 10. Februar, bestehend aus Sappho, der Trilogie Das goldene Vlies, König Ottokars Glück und Ende, Ein treuer Diener seines Herrn, Des Meeres und der Liebe Wellen, Weh dem, der lügt, Der Traum ein Leben, Die Jüdin von Toledo, sowie Esther. Auch das Burgtheater war von der sich zunehmend verschlechternden Versorgungslage in Wien betroffen. So untersagte es schließlich eine Verordnung des Wiener Magistrats privaten Kohlenhandlungen bei hoher Strafe, an Wiener Theater Kohlen zu liefern. Ende Februar 1917 bestand dann die Gefahr, dass das Burgtheater geschlossen werden müsse. Letztlich wurde dem Burgtheater vom kaiserlichen Hof eine große Menge Brennholz geliefert, was die Situation kurzfristig linderte. Überdies musste Thimig dafür sorgen, dass Schauspieler vom Kriegsdienst freigestellt wurden, und mit größten Mühen musste Material für die Dekorations- und Kostümherstellung besorgt werden. 1916 wandte sich Thimig an die Generalintendanz mit dem Ersuchen, ihn des Amtes zu entheben und einen Nachfolger zu bestimmen. Weil ein solcher jedoch nicht in Sicht war, lehnte Montenuovo Thimigs Bitte ab. Nach dem Tod Franz Josephs akzeptierte der Obersthofmeister des jungen Kaisers Karl den Wunsch Thimigs, der nach 43 Jahren der Burg-Zugehörigkeit mit dem Titel eines k. u. k. Hofrats in Pension ging. Noch in die letzten Tage der Thimig-Ära fiel ein Gastspiel des Burgtheaters in Zürich von 2. bis 4. April 1917 mit Der Tor und der Tod, Esther, Literatur, Zwischenspiel, Der Weibsteufel sowie Auferstehung.
  • Max von Millenkovich (10. April 1917 bis 7. Juli 1918): Millenkovich, Leiter der Kunstsektion im Unterrichtsministerium und als Dichter unter dem Namen Morold tätig, wurde rasch zum neuen Burg-Chef bestellt. Er war es, der am 27. Juni 1917 den Vertrag mit Alexander Girardi schloss. Wenige Tage später kam Girardi in seinem Zsupan-Kostüm sowie mit einem Ferkel unter dem Arm das Haus, wo er von Millenkovich mit offenen Armen empfangen wurde. Diese Szene hielt Theo Zasche in einem Aquarell fest. Girardi spielte den Fortunatus Wurzel in der Erstaufführung von Ferdinand Raimunds Der Bauer als Millionär am Burgtheater (15. Februar 1918, Regie Albert Heine; diese Inszenierung wurde noch bis 29. Februar 1936 gezeigt, wobei Ferdinand Maierhofer nach Girardis Tod dessen Rolle gab). Außerdem übernahm Girardi noch die Rolle des Weiring in Schnitzlers Liebelei (1. März 1918, Regie Max Devrient; diese Inszenierung wurde noch bis 1930 mit wechselnden Besetzungen im Burgtheater sowie im Akademietheater und im Schönbrunner Schlosstheater gespielt). Dass Milenkovichs Amtszeit so rasch endete, hing mit dem sich verändernden Klima gegen Ende des Ersten Weltkriegs zusammen. Kaiser Karl bemühte sich um einen Frieden sowie um ein geändertes politisches und kulturelles Zusammenleben der Völker der Donaumonarchie, und auch das Burgtheater sollte daran mitwirken. Millenkovich, der nach seiner Ernennung in einer Pressekonferenz erklärt hatte, dass das „christlich-germanische Schönheitsideal ihm die Maßstäbe gäbe“, war untragbar geworden.
  • Dreierkollegium / Hermann Bahr, Max Devrient, Robert Michel (1. September bis 31. Oktober 1918): Das Dreierkollegium bestand aus Hermann Bahr, Max Devrient und Robert Michel. Kaiser Karl ernannte Baron Leopold Andrian-Werburg zum neuen Generalintendanten, dieser wiederum bestellte den Dichter Hermann Bahr, den Regisseur und Hofschauspieler Devrient sowie Major Michel. Bahr sollte den Spielplan erstellen, Devrient für Besetzungen und Personalfragen zuständig sein sowie Michel als verlängerter Arm des Generalintendanten am Burgthater wirken. In diese kurze Ära fielen die ersten Überlegungen, das Akademietheater dem Burgtheater als kleines Haus anzugliedern. Bahr war dagegen: In einem Brief an die Generalintendanz vom 19. Oktober sprach er sich dafür aus, das Akademietheater – das ihm zufolge als Kammerspieltheater gänzlich ungeeignet sei – als Studio- und Probebühne zu nutzen und das Theater an der Wien als kleines Haus des Burgtheaters zu installieren. Wegen einer Grippeepidemie blieb das Burgtheater von 21. bis 31. Oktober 1918 geschlossen. So endete die Ära des Dreierkollegiums während eines geschlosssenen Hauses. Das Ende der Donaumonarchie besiegelte auch jenes der Pläne Andrian-Werburgs. Die letzte Premiere – zugleich die einzige in der Ära des Dreierkollegiums – im K. k. Hof-Burgtheater sowie zur Zeit der Habsburger-Monarchie galt am 28. September der Antigone des Sophokles am 28. September 1918 in der Regie Albert Heines, im Bühnenbild von Alfred Roller sowie mit Hedwig Bleibtreu in der Titelrolle.
  • Albert Heine (von 1. November 1918 bis 31. Jänner 1921): Die österreichische Nationalversammlung und ihre Organe, der Staatsrat und die Regierung, beschlossen, die Hoftheater ohne weitere Verhandlungen und Untersuchungen als Staatstheater in die Verwaltung des neuen Staates zu übernehmen. Manifest wurde dies an dem sich ändernden Namen des bisherigen Hof-Burgtheaters: Zunächste verschwanden der Doppeladler und die Bezeichnung k. k. von den Programmzetteln, und von 3. Dezember 1918 an hieß es fortan nur noch Burgtheater. Albert Heine, mit Unterbrechungen seit dem Jahr 1900 als Schauspieler und Regisseur dem Burgtheater angehörend, wurde von den Beamten der Generalintendanz als Direktor nominiert. Aus dem Dreierkollegium verblieb der Sekretär Hermann Bahrs, Erhard Buschbeck, der für 40 Jahre den täglichen Betrieb des Hauses am Ring sichern würde, z. B. als Leiter des künstlerischen Betriebsbüros und stellvertretender Direktor. Die komplizierten Zeitumstände wirkten sich auf den Spielbetrieb aus, so gab es im Dezember 1918 wegen Kohlen- und Strommangels nur 12 Vorstellungen, davon 2 Nachmittagsvorstellungen. Im Jänner 1919 fielen die Vorstellungen jeden Montag und Dienstag aus. Am 20. Februar wiederum traf die Aufführung des ersten französischen Lustspiels der Saison (Die Fahrt ins Blaue von E. Cavaillet, de Flers und Rey, Regie Otto Tressler) auf Publikumstumulte. Zuschauer verlangten österreichische Dichter anstelle französischer Autoren. Deren Gegner wurden mit der Wiederaufnahme von Karl Schönherrs Erde und Karnerleut besänftigt. Dennoch blieb Die Fahrt ins Blaue weiter auf dem Spielplan und wurde erfolgreich bis zum 9. März 1930 in dieser Inszenierung 94 Mal gezeigt. Die Heine-Ära sorgte für eine gravierende Neuerung, nämlich die Einführung von Prgrammheften. Am 28. November 1919 wandte sich die Generalintendanz an das „Deutsch-Österreichische Staats-Notariat“ mit dem Antrag auf Einführung von Programmheften in den ehemaligen Hoftheatern. Unklar ist allerdings, wann genau das erste Burg-Programmheft erschienen ist, doch sie blieben fortan eine permanente Einrichtung. Noch eine andere Neuerung kam zustande: Am 5. Juni 1919 erschient die erste Nummer der Blätter des Burgtheaters. In dieser von Heine herausgegebenen Theaterzeitung erschienen erstmals auch Werbeinserate. Die Blätter des Burgtheaters erlebten 12 Nummern. Wie Schlenther hatte Heine den Wunsch nach einem einem kleinen Haus für das Burgtheater. Ihm fiel das Schönbrunner Schlosstheater ein, das allerdings eine gezielte Stückauswahl mit wenigen Schauspielern und einfachen Dekorationen verlangte. So fand am 6. Juni 1919 die festliche Eröffnung dieses Theaters statt. Allerdings wurde bald evident, dass die schlechten Verkehrsverhältnisse zu schlechtem Besuch führten. Politische Unruhen – etwa der Sturm auf das Parlament am 17. April 1919, der Putsch der Roten Garde am 15. Juni oder der Bauernaufmarsch am 29. Juni verunsicherten die Straßen und beeinträchtigten den Theaterbesuch. Am 21. Juli blieb das Schlosstheater wegen eines Generalstreiks geschlossen. Von 24. bis 30. September 1919 war das Schlosstheater wegen Einstellung des Straßenbahnverkehrs geschlossen. Von 28. bis 31. August spielte man im Burgtheater nachmittags und abends Goethes Iphigenie auf Tauris als Volksvorstellungen, veranstaltet vom Reichsbildungsamt für Volkswehr und Arbeiterorganisationen. Immer öfter kam es nun dazu, dass Publikumsorganisationen regelmäßig einzelne Vorstellungen aufkauften, und zwar als Arbeitervorstellungen mit Unterstützung der Gemeinde Wien, Veranstaltung des österreichischen Volksbildungsamtes, Veranstaltung der Kunststelle für christliche Volksbildung, Vorstellung für Arbeiter, Angestellte und studierende Jugend mit Unterstütung der Gemeinde Wien oder Veranstaltung der Kunststelle der Bildungszentrale. Ab 25. November 1919 wurden die Stammsitze auf den Galerien aufgelassen und das Viertelabonnement auf Parkettsitze aufgehoben. Im Repertoire 1919/20 gab es nur noch 20 Stücke. Den Abonnenten, die das Bezugsrecht für gerade und ungerade Tage besaßen, wurde das Recht für einen Tag entzogen. Die frei werdenden Plätze wurden dem fluktuierenden Publikum zugänglich gemacht. Von 16. bis 17. sowie von 19. bis 23. Jänner 1920 musste das Burgtheater auf behördliche Anordnung wegen Kohlennot geschlossen bleiben. Heine trat nach zwei Jahren zurück, um wieder als Schauspieler und Regisseur an der Burg tätig zu sein. Grund für den Rücktritt waren Heines Verhandlungen mit Max Reinhardt, dem ein bis zwei Inszenierungen pro Jahr angeboten worden waren. Reinhardt hatte grundsätzlich zugesagt, jedoch seine Berliner Schauspieler nicht über Wochen und Monate sich selbst überlassen wollen. Eine mögliche Lösung wäre gewesen, dass Reinhardt mit einem Großteil seines Ensembles in Wien gastieren sollte. Dies führte zu heftigen Debatten zwischen der Direktion und dem Ensemble und letztlich zum Ende von Heines Amtszeit.
  • Anton Wildgans (von 1. Februar 1921 bis 31. Juli 1922): Erste Direktion Wildgans. Nach Heines Abtritt begab sich der Leiter der Staatstheaterverwaltung, Dr. Adolf Vetter, auf die Suche nach einem Nachfolger. Man fand ihn im Dichter Anton Wildgans, dessen Drama Armut im Volkstheater und dessen Tragödie Dies irae an der Burg Erfolg gehabt hatten und der als Lyriker bekannt war. Als Mitarbeiter wählte sich der mit dem Bühnenalltag nicht vertraute Wildgans Max Paulsen. In der Direktion Wildgans wurden mit Max Devrient, Hugo Thimig, Georg Reimers und Auguste Wilbrandt-Baudius die ersten Ehrenmitglieder des Burgtheaters ernannt. Die Direktion Wildgans ging zu Ende, als sich der auch juristisch gebildete Mann in immer mehr juristische Spitzfindigkeiten verwickelte. In einem Aktenkrieg mit der Burgtheaterverwaltung stritt man um Kompetenzen und Auslegungen. Wildgans, der den Eindruck gewann, bloßer Handlanger der Verwaltung zu sein, demissionierte.
  • Max Paulsen (1. August 1922 bis 31. Juli 1923): Auf Wildgans folgte, wie von vielen schon erwartet, Paulsen, der bereits zuvor viele Entscheidungen allein getroffen hatte. Durch die allgemeine Finanzkrise war man zu eiserner Sparsamkeit gezwungen. Die Subventionen für die Staatstheater wurden reduziert. Trotzdem vermochte Paulsen das Übungstheater der damaligen Akademie für Musik und darstellende Kunst im Konzerthaus dem Burgtheater als lang ersehntes kleines Haus anzugliedern. Am 8. September 1922 wurde das Akademietheater mit Iphigenie auf Tauris eröffnet, es spielten u. a. Hedwig Bleibtreu, Raoul Aslan und Franz Herterich. Das Ende der kurzen Paulsen-Direktion hing mit einem Wechsel in der Intendanz zusammen. Auf Vetter war Ministerialrat Renkin als Leiter der Staatstheaterverwaltung gefolgt. Ähnlich wie Wildgans hatte auch Paulsen um seine Kompetenzen gekämpft, Renkin sah darin einen Versuch, die Rechte seines eigenen Amtes zu schmälern. Schließlich beendete Renkin Paulsens Direktion.
  • Franz Herterich (1. August 1923 bis 30. Juni 1930): Unterrichtsminister Dr. Schneider bestellte den Regissseur und Schauspieler Franz Herterich zum Nachfolger Paulsens mit der Auflage, dass Herterich das Burgtheater effektiver machen solle, nämlich den großen Apparat an Solisten und Technikern besser nützen, mehr Premieren und Neuinszenierungen anbieten, eine Vergrößerung der Anzahl der Aufführungen erzielen und dies alles möglichst unter Beibehaltung des Repertoiretheater-Prinzips geschehen möge. Dies war nur durch eine Ausweitunger der Spielstätten zu erreichen. So wurde der Große Saal des Wiener Konzerthauses für Calderons Über allen Zaubern Liebe (3. November 1923, Regie Herterich, Bühnenbild Remigius Geyling, musikalische Leitung Alfred Rosé) und für das Osterspiel von Klosterneuburg (14. April 1924; Regie Herterich, Bühnenbild Geyling). Geyling orientierte sich für seine Bühnenbilder am Calderon'schen Barocktheater und schuf für das Osterspiel eine zweigeteilte, gotische Bühnendekoration. Im Schönbrunner Schlosstheater wurde am 14. Juni 1924 Der Widerspenstien Zähmung (Regie Heine, Bühnenbild Roller) als Beginn einer Sommerspielzeit herausgebracht. Am 1. Oktober 1924 kam im Redoutensaal der Hofburg Der Bürger als Edelmann nach Molière von Hugo von Hofmannsthal und mit der Musik von Richard Strauss als gemeinsame Unternehmung von Burgtheater und Operntheater heraus (Regie Karl Zeska, Dirigent Richard Strauss; u. a. mit Alma Seidler, Rosa Albach-Retty, Lilli Helletsgruber). Die als sensationell empfundene Aufführung sollte das zahlende Publikum anlocken, um das in diesen Krisenzeiten heftig geworben wurde. Zudem wurden verbilligte Karten an Theatergemeinden vergeben, jährlich gab es für sie 90 geschlossene Vorstellungen. Für Schüler und Mittelschüler gab es ebenfalls stark ermäßigte geschlossene Vorstellungen. In die Kriminalchronik ging das Burgtheater ein, als dort am 8. Mai 1925 vom bulgarischen Studenten Mencia Carniciu ein Revolverattentat auf den mazedonischen Bandenführer Todor Panitza verübt wurde. Zwischen 23. und 28. November 1925 gab es ein offizielles Bundesländergastspiel des Burgtheaters in Linz, Salzburg und Innsbruck mit Shakespeares Hamlet und Bahrs Krampus. Die politischen Wirren der Zwischenkriegszeit ließen auch das Burgtheater nicht ganz unberührt: So entschloss sich die Direktion am 15. Juli 1927 in Folge des Justizpalastbrandes, das Theater zu schließen und die Abendvorstellung von Adam und Eva abzusagen. Am 13. Oktober 1929 fand im Burgtheater eine Gedenkfeier für den am 15. Juli verstorbenen Hugo von Hofmannsthal statt. Dabei wurde die symphonische Dichtung Tod und Verklärung von Richard Strauss durch die Wiener Philharmoniker unter Clemens Krauss aufgeführt. Stefan Zweig hielt die Gedenkrede. Danach folgte eine Aufführung von Der Tod und der Tod. Gegen Ende der Ära Herterich machten sich Ermüdungserscheinungen deutlich. Der Direktor des erfolgreichen Volkstheaters, Dr. Rudolf Beer, wandte sich über Mittelsmänner an den Unterrichtsminister und ließ anfragen, ob dieser bereit sei, das Burgtheater zu verpachten. Beer argumentierte, dass dies dem Staat Geld ersparen würde. Der Vorschlag wurde zwar strikt zurückgewiesen, doch gab dies Anlass dazu, die Situation des Burgtheaters neu zu überdenken. Dem Generalintendanten Dr. Franz Schneiderhan wurde nahegelegt, einen Direktionswechsel ins Auge zu fassen, zudem forderte eien Reihe großer Schauspieler der Burg die Abberufung Herterichs. Zu dieser Zeit hatte Anton Wildgans während eienr Vortragsreise in Schweden seine berühmte Rede über Österreich gehalten. Unterrichtsminister Heinrich Srbik sah sich durch Wildgans' Wirken für Österreich im Ausland veranlasst, im Dichter jemanden zu sehen, der für eine Wiederbelebung des Theaters sorgen könnte.
  • Anton Wildgans (von 1. Juli 1930 bis 31. Dezember 1931): Der zweiten Direktion Wildgans wurde volle Selbstständigkeit zugestanden, und man war auch bereit, ihm genügend Raum für seine literarische Tätigkeit zuzubilligen. Überdies wurde Wildgans unbeschadet der Dauer seiner Burg-Direktion eine Pension zugesichert. Im Februar 1931 schlugen zwei junge Schauspieler und ehrgeizige Regisseure, Philipp Zeska sowie Karl Eidlitz, Wildgans die Gründung eines Burgtheater-Studios vor. Dort sollten junge Mitglieder die Möglichkeit haben, sich zu bewähren, aber auch ältere, berühmtere Kräfte sollten sich, so es ihre Zeit zuließ, anschließen können. Alle Mitglieder des Studios sollten ohne Bezahlung an den nötigen Proben teilnehmen und sich gegenüber der Direktion verpflichten, den Probenbetrib des Hauses nicht zu stören. Wildgans akzeptierte den Vorschlag, und der Erfolg der ersten Studioaufführungen übertraf alle Erwartungen. So kam schließlich am 8. April 1931 im Akademietheater Donaumont o. Die Heimkehr des Soldaten Odysseus von Eberhard W. Möller in Zeskas Regie und em Bühnenbild des Malers Carry Hauser u. a. mit Ewald Balser und Auguste Pünkösdy heraus, weitere Inszenierungen folgten. Am 17. April 1931 feierte Direktor Wildgans seinen 50. Geburtstag, und es gab für ihne Festreden, Auszeichnungen und Huldigungen. Doch hinter den Kulissen sah man sich bereits um einen Nachfolger für ihn um, und als Wildgans davon erfuhr, nahm er ein zweites und letztes Mal erbittert Abschied vom Burgtheater. Nicht einmal ein halbes Jahr nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit starb Wildgans am 3. Mai 1932. Kurz davor, nach einer bereits unter seinem Nachfolger Röbbeling abgehaltenen, triumphal verlaufenen Gastspiel des Burgtheaters in Weimar, schrieb Wildgans in Folgerungen aus Weimar im Hinblick auf die politischen Kritiker des Burgtheaters: „Man wird ihnen zu bedeuten haben, dass das Burgtheater nicht eine Angelegenheit ist, die bloß die Wiener angeht und diesen zugute kommt. Gar so viele Dinge, die uns Österreichern in der Welt Ehre machen und Sympathien erwerben könnten, haben wir leider nicht mehr. [...] Und dann noch eines: Wenn in Hinkunft wieder einmal ein Gezeter losgehen sollte, über die hohen Kosten, die speziell das Burgtheater verursache, dann wird man energisch und einmütig zu erwidern haben, dass eine Bühne wie das Burgtheater genauso eine Bildungsstätte sei, wenn auch mit anderen Mitteln, wie die Universitäten und andere Hochschulen, von denen man auch nicht verlange, dass sie sich selbst erhalten oder gar Gewinne abwerfen sollen.“Zit. nach Österreichischer Bundestheaterverband (Hrsg.): Burgtheater 1776-1976. Aufführungen und Besetzungen von zweihundert Jahren. 1. Band. S.543-544.
  • Hermann Röbbeling (von 1. Jänner 1932 bis 12. März 1938): Dr. Emmerich Czermak, Srbiks Nachfolger als Unterrichtsminister, wollte bei der Diskussion der Nachfolgefrage zu frühe Spekulationen in der Öffentlichkeit verhindern, die eventuelle Kandidaten hätten entwerten können. Nach außen hin zeigte er sich gegenüber jedem Vorschlag und jeder Kombination aufgeschlossen, tatsächlich jedoch hatte er eine Liste mit seinen Favoriten. Die erste Stelle nahm dabei Hermann Röbbeling ein, der zwei Hamburger Theater als privater Unternehmer führte und dem es trotz allgemeiner Theaterkrise gelang, genügend Einnahmen zu erwirtschaften. So wurde Röbbeling als Burg-Chef Nachfolger von Schriftstellern und Schauspielern. Röbbeling verpflichtete den Akademieprofessor Friedrich Rosenthal als Dramaturgen und Regisseur, holte den Regisseur Herbert Waniek nach Wien und engagierte Josef Gielen als Ersten Regisseur. Eine schwierige Nestroy-Inszenierung, nämlich Das Haus der Temperamente, übertrug Röbbeling dem jungen Otto Ludwig Preminger. Der Kritiker und Schriftsteller Ernst Lothar wurde zu einer Inszenierung von Franz Grillparzers Ein Bruderzwist in Habsburg eingeladen. Ein begeistert aufgenommenes Gastspiel gab das Burgtheater am 22. März 1932 in Weimar mit Goethes Torquato Tasso (Regie Heine, Bühnenbild Stefan Hlawa; Raoul Aslan in der Titelrolle), an das sich Aufführungen in Klagenfurt (29. März), Brünn (4. April), Baden (19. April), Graz (30. Mai) und Innsbruck (16. Juni) anschlossen. Röbbeling war bestrebt, mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten das Burgtheater in der Öffentlichkeit zu verankern und Publicity zu betreiben. So lud er die Presse nicht erst zu den Premieren, sondern bereits zu den Generalproben ein, damit diese rechtzeitig das Publikum durch Kritiken informieren konnte. Werbung und Reklame waren selbstverständlich, via Rundfunk wandte sich Röbbeling an die Zuhörer und sorgte dafür, dass Ausschnitte aus Burg-Proben gesendet wurden. Mit den staatlichen Verkehrsunternehmen handelte Röbbeling eine 25-prozentige Fahrpreisermäßigung bei Vorweis einer Burgtheaterkarte aus. Gastspiele in den Bundesländern sollten zum Besuch der Wiener Aufführungen animieren, Gäste aus den Bundesländern erhielten einen Nachlass auf ihre Eintrittskarte. Dafür wurde die in der Vergangenheit oft heftig monierte Vergabe von Freikarten (zumal an Beamte) stark eingeschränkt. Den Ausfall einiger politischer Publikumsorganisationen ersetzte Röbbeling durch einen Ausbau des Abonnementsystems: Mit 15 Abonnement-Vorstellungen pro Saison sicherte er jene Werke ab, die nicht durch irgendwelche Sensationen erfolgreich zu werden versprachen. Auf diese Weise erreichte er für Klassiker und wichtige moderne Autoren recht hohe Aufführungszahlen und konnte darüber hinaus einige Stücke außerhalb des Abonnements ausprobieren und sodann je nach Erfolg wieder fallen lassen oder sie innerhalb des Abonnements anbieten. Innerhalb eines Schülerabonnements gab es Nachmittagsvorstellungen mit vielen Werken, die dem Lehrplan der damaligen Obermittelstufe entsprachen. Im Haupthaus sah man unter Röbbeling die Klassiker der Weltliteratur, wobei den österreichischen Klassikern ein besonderer Stellenwert eingeräumt wurde. Die Zahl der Abonnenten und der Mitglieder der Theatergemeinde stieg in den ersten beiden Spielzeiten Röbbelings auf das Doppelte an, obwohl in Österreich Not, politische Wirren und Arbeitslosigkeit herrschten. Nur Röbbelings Plan, für die Hochschuljugend einen Zyklus moderner Stücke einzurichten, kam nicht zustande, weil man angesichts der zum Teil radikalen Politisierung der Studenten befürchtete, die Aufführungen könnten zu politischen Aktionen benützt werden. Insgesamt gelang es Röbbeling, das Burgtheater nach kaufmännischen Erfordernissen von Privattheatern zu führen, den Betrieb zu rationalisieren und einen hektischen Probenbetrieb zu etablieren. Dabei wollte Röbbeling auch das Vorhangverbot abschaffen: „Die Schauspieler des Kaisers kontnen leichteren Herzens auf den Beifall verzichten als die Darsteller eines republikanischen Landes und einer republikanischen Zeit. Alles muss unternommen werden, den Kontakt zwischen Bühne und Zuschauerraum über die trennende Rampe hinweg inniger zu gestalten. Heute muss das Burgtheater nicht minder intensiv als eine Privatbühne um das Publikum werben.“Zit. nach ebd.: S. 560. Bei den Schauspielern traft dieser Plan auf geteilte Aufnahme, Werner Krauß etwa sprach sich dagegen aus. Die Zeitumstände, etwa die sich intensivierende Partnerschaft von Österreich und Italien, machten sich, wenngleich nur sehr sanft, auch im Spielplan des Burgtheates bemerkbar: So wurde im großen Haus das Napoleon-Drama Hundert Tage von Benito Mussolini und Giovacchino Forzano aufgeführt (Premiere am 22. April 1933; Regie Röbbeling, Bühnenbild Geyling; mit Krauß als Napoleon) und bei einer Festvorstellung angesichts des Besuchs des königlichen italienischen Unterstaatssekretärs Fulvio Suvich am 19. Jänner 1934 gezeigt. Eine letzte Schnitzler-Inszenierung am Burgtheater vor der Nazi-Zeit, in der dieser Autor nicht gespielt werden durfte, fand am 11. Oktober 1935 statt: Komödie der Worte (Regie Herterich, Bühnenbild Willi Bahner; mit Balser in drei tragenden Rollen). Röbbeling selbst inszenierte am 24. Oktober 1936 George Bernard Shaws Die heilige Johanna (Bühnenbild Emil Pirchan; mit Paula Wessely als Johanna und Hermann Thimig als Dauphin). Hofmannsthals Das Salzburger Große Welttheater erfuhr am 30. Mai 1937 eine Neueinrichtiung in Regie und Bühnenbild von Raoul Aslan, die Nebenrolle des Vorwitz wurde dabei vom baldigen Emigranten und späteren Burg-Direktor Ernst Haeussermann dargestellt. Von Franz Molnár spielte man Delila (Regie Waniek, Bühne Hlawa; Premiere 1. Dezember 1937; gespielt bis zum 6. März 1938). Im Rahmen der Reihe „Stimen der Völker im Drama“ war der 12. Abend Amerika gewidmet: Am 11. Februar 1938 fand die Premiere von Eugene O'Neills Trauer muss Elektra tragen statt (Regie und Bearbeitung Josef Gielen, Bühnenbild Pirchan). Diese Inszenierung konnte noch bis zum 7. März 1938 gezeigt werden und erlebte 9 Aufführungen. Die letzten Premieren vor dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht und dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland waren: Molières Der eingebildete Kranke und Der Geizige im Burgtheater am 26. Februar (Regie Rott, Bühnenbild und Kostüme Hlawa) sowie Eugène Scribes Die drei Maupins im Akademietheater am 5. März 1938 (Regie Eidlitz, Bühnenbild und Kostüme Hlawa).
  • Dr. Mirko Jelusich (13. März 1938 bis 6. Juli 1938): Der Schriftsteller und Kritiker der Deutsch-Österreichischen Tageszeitung Jelusich fungierte nach dem Anschluss als Kommissarischer Leiter, bis in Berlin der definitive Direktor bestimmt wurde. Gleich die erste Premiere, Shakespeares Julius Caesar (mit Krauß in der Titelrolle und Aslan als Marcus Antonius), stellte eine Ironie der Geschichte dar, als diese Inszenierung noch von einem aus Deutschland Emigrierten vorbereitet worden war: von Carl Ebert, einem überzeugten Sozialdemokraten, der am 15. März 1933 als Intendant der Städtischen Oper Berlin fristlos entlassen worden war und seitdem in Glyndebourne, am Teatro Colon in Buenos Aires, beim Maggio Musicale in Florenz sowie bei den Salzburger Festspiele gearbeitet hatte. Eberts Name stand auf dem Programmzettel, und er war symbolisch für all das, was in den kommenden 7 Jahren im bald von der Landkarte getilgten Österreich nicht mehr möglich sein würde. Schon am 20. April fand im Burgtheater eine „Festvorstellung zum Geburtstag des Führers“ statt: die Wiederaufnahme der Wilhelm Tell-Inszenierung von Josef Gielen, der ebenfalls bald emigrieren würde. Als Prolog sprach Ewald Balser Hymnus auf die Heimkehr von Josef Weinheber. Das Akademietheater wurde einer Renovierung unterzogen, die bis 31. August 1938 abgeschlossen sein sollte, doch erst am 24. Jänner 1939 beendet wurde. Von 13. bis 20. Juni fand die „V. Reichs-Theaterfestwoche“ in Wien statt. Dabei gastierten die Staatlichen Schauspiele Berlin mit Shakespeares Hamlet im Burgtheater (Regie Müthel, Bühnenbild Rochus Gliese; mit Gründgens als Hamlet; 13. Juni). Das Burgtheater steuerte am 14. Juni eine Neuinszenierung von Goethes Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand bei (Regie Herterich; Bühnenbild und Kostüme nach Entwürfen des längst verstorbenen Alfred Roller; Balser als Götz). Am 17. Juni zeigte das Deutsche Theater Berlin eine Aufführung von Shakespeares Der Sturm (Regie Erich Engel, Bühnenbild Caspar Neher).
  • Ulrich Bettac (23. August 1938 bis 30. April 1939): Der am Burgtheater als Regisseur engagierte Bettac amtierte als Provisorischer Leiter. Zuvor hatte sich Berlin in der Direktionsfrage festgelegt: Zunächst hatte man an Gustaf Gründgens gedacht, der sich diesem Auftrag jedoch entzog. Dann kam man auf Lothar Müthel, der einerseits linientreu schien, andererseits Mitglied von Reinhardts Ensemble gewesen war. Mit der Nominierung Müthels war Jelusichs Aufgabe beendet. Doch Müthel erlitt einen Autounfall, weshalb erneut eine interimistische Lösung gesucht werden musste. Fred Hennings lehnte das Angebot ab, und schließlich sagte Bettac zu. Im September 1938 gastierte die Burg in Pressburg mit Scribes Ein Glas Wasser und Juliane Kays Charlotte Ackermann. Am 2. April wurde eine Dienstanweisung für den Direktor des Burgtheaters erlassen. Darin heißt es u. a.: „Dem Direktor des Burgtheaters obliegt die künstlerische und administrative Leitung des Institutes. Er gilt als Führer des Betriebes im Sinne des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit in öffentlichen Verwaltungen und Betreiben vom 23. März 1934. In Ausübung der künstlerischen Leitung ist der Direktor grundsätzlich selbständig und nur dem Reichsstatthalter in Österreich verantwortlich. [...] Der Direktor untersteht unmittelbar dem Reichsstatthalter in Österreich. Der Dienstverkehr mit dem Reichsstatthalter vollzieht sich, sofern er nicht unmittelbar erforderlich und möglich ist, durch den Leiter der Abteilung III des Amtes des Reichsstatthalters und in dessen Stellvertretung durch den Leiter der Staatstheaterverwaltung. Alle von der Direktion abgeschlossenen Verträge sowie alle Verfügungen von grundlegender und weittragender Bedeutung bedürfen der Genehmigung des Reichsstatthalters, für deren Erlangung die Staatstheaterverwaltung zu sorgen hat.“Zit. nach ebd.: S. 601-602. Am 20. April 1939 gab es eine „Festvorstellung anlässlich des 50. Geburtstages unseres Führers Adolf Hitler“. Dabei gab man eine Komödie von G. B. Shaw mit dem Titel: Man kann nie wissen.
  • Lothar Müthel (von 1. Mai 1939 bis 30. April 1945): Müthel nahm seine Direktion nicht bis ganz zum Ende der Zeit wahr, für die er bestellt worden war. Daraus ergibt sich die Überschneidung mit der folgenden Direktion von Raoul Aslan, die in einem bereits befreiten Wien begann. Müthel sorgte für einen Spielplan, der zu einem großen Teil aus deutschen Klassikern bestand. Aber auch Werke von Grillparzer und Shaw gelangten zur Aufführung. Völlig aus dem Spielplan verschwunden waren die zuvor in Wien beliebten französischen Gesellschaftskomödien. Viele Inszenierungen stammten von Regisseuren, die bereits vor dem März 1938 am Burgtheater tätig gewesen waren, etwa Raoul Aslan, Herbert Waniek, Ulrich Bettac, Philipp Zeska oder Adolf Rott sowie anfangs noch Josef Gielen. Gastregissseure aus dem Deutschen Reich wurden nur vereinzelt eingeladen, darunter Karlheinz Stroux oder Paul Riedy. Außerdem inszenierte Müthel selbst regelmäßig. Auch unter den Bühnenbildnern fanden sich vertraute Namen wie Stefan Hlawa, Emil Pirchan, Fritz Judtmann, Rochus Gliese. Jene Regisseure, die etwa in Berlin den Ton angaben, darunter Gustaf Gründgens oder Jürgen Fehling, waren in Wien nur durch Gastspiele ihrer Theater präsent. Ein scharfer ästhetischer Bruch war somit nicht feststellbar, die Veränderungen erschienen moderat. Propagandastücke oder -aufführungen wurden vom Burgtheater ferngehalten. Das Burgtheater behielt zu einem Teil seine eigenständige Ästhetik, wenngleich die – für dieses Theater wichtigen – Namen Schnitzler und Hofmannsthal fortan fehlten. In ästhetischer Hinsicht fand am Burgtheater ein Stillstand statt, Neuerungsversuche, wie sie frühere Direktionen unternommen hatten, fanden nicht statt. Von 5. bis 11. Juni 1939 fand in Wien die „VI. Reichs-Theaterfestwoche“ statt, zu der die Burg Schillers Maria Stuart (Regie Müthel, Ausstattung Gliese) beisteuerte. Als Gastspiele kamen Fehlings Inszenierung von Shakespeares König Richard der Zweite (Bühnenbild Traugott Müller; mit Gründgens) sowie Hilperts Faust I-Regie mit Balser in der Titelrolle. Das Burgtheater zeigte dabei Nestroys Einen Jux will er sich machen (Premiere 9. Juni 1939; Regie Waniek, Bühne Hlawa). Zwischen September 1939 und April 1944 gastierte das Burgtheater mehrmals pro Saison mit einem Stück in Pressburg. Am 8. Mai 1940 gastierte die Burg in Prag sowie im Jänner 1943 in Köln. Zum 150. Geburtstag Grillparzers veranstaltete die Stadt Wien im Jänner 1941 eine „Grillparzer-Woche“, an der alle Wiener Bühnen sowie deutsche Theater durch Gastspiele mitwirkten. Die Burg spielte u. a. Die Ahnfrau (Premiere 15. Jänner; Regie Stroux; Bühne und Kostüme Hlawa; diese Inszenierung wurde nach dem Krieg im Ronacher wiederaufgenommen) sowie Libussa (Regie Müthel, Bühne und Kostüme Cesar Klein. Ebenfalls noch bis in die Zeit nach dem Weltkrieg gespielt wurden folgende Akademietheater-Aufführungen: Bis Anfang 1946 wurde Zeskas Inszenierung von Bahrs Das Prinzip (Premiere 6. September 1941; Bühne und Kostüme Judtmann), bis Ende Mai 1946 Rotts Inszenierung von Henrik Ibsens Hedda Gabler (Premiere 9. Dezember 1941), sogar bis Mai 1953 Bettacs Regie von August Kotzebues Die beiden Klingsberg (Premiere 4. Oktober 1941), und immerhin bis Anfang 1947 Rotts Inszenierung von Curt Goetz' Der Lügner und die Nonne (Premiere 27. Juni 1942). Äußerst kurz war dagegen die Laufzeit von Müthels Inszenierung von Grillparzers Ein Bruderzwist in Habsburg (Premiere 6. Dezember 1941, letzte Vorstellung 31. Jänner 1942). Ebenfalls nur sehr kurz war die Laufzeit der wegen der enthemmt jüdische Klischees zeigenden Darstellung Werner Krauß' später berüchtigten Aufführung von Shakespeares Der Kaufmann von Venedig (Regie Müthel, Bühnenbild Herta Böhm, Kostüme Charlotte Flemming), die am 15. Mai 1943 Premiere hatte und bereits am 25. Juni zum letzten Mal gespielt wurde. Ab 4. Juni 1942 enthielten die Theaterzettel folgende Notiz: „Bei Fliegeralarm Ruhe bewahren! Es ist Vorsorge getroffen, dass alle Besucher Platz in den Luftschutzräumen finden. Richtungspfeile beachten! Die Sitzplätze ohne Hast verlassen und allen Anordnungen der Luftschutzorgane Folge leisten! Die Garderobe wird erst nach der Entwarnung ausgegeben!“Zit. nach ebd.: S. 619. Von 15. bis 22. November 1942 fanden im Burgtheater anlässlich des 80. Geburtstags des Dichters „Gerhart-Hauptmann-Tage“ statt, an denen Gerhart Hauptmann selbst teilnahm. Es gab zwei Neueinstudierungen von Elga und Florian Geyer. Ab Mitte 1943 sah sich Direktor Müthel aus zunehmender Materialnot gezwungen, die Zahl der Premieren zu reduzieren. Fanden 1938/39 noch 22 Premieren statt, so wurden 1942/43 noch 17 und 1943/44 nur 12 Premieren herausgebracht. Im Sommer 1944 wurde die Schließung des Burgtheaters samt des Akademietheaters angeordnet. Die letzte Premiere galt am 28. Juni Hebbels Gyges und sein Ring (Regie Rott, Bühne Hlawa, Kostüme Flemming), und diese Inszenierung war auch bei der letzten Vorstellung zwei Tage später zu sehen. Zwischen 14. Oktober und 26. Dezember gab es noch eine Reihe von Leseabenden. Zwischen 6. und 28. Jänner 1945 fanden neun Vorstellungen von Die beiden Klingsberg statt. Am 1. Februar wurde im Repertorium notiert: „Geschlossen, da die Regierung die Heizvorräte des Burgtheaters beschlagnahmt hat.“ Zit. nach ebd.: S. 627. Während der Direktion Müthels kamen eine Reihe von Schauspielern erstmals ans Burgtheater, die auch später noch das Profil dieses Hauses prägen würden und sich nicht politisch hatten korrumpieren lassen. Dies waren Paul Hörbiger, Curd Jürgens, Susi Nicoletti, Theo Lingen, Oskar Werner.
  • Raoul Aslan (von 20. April 1945 bis 7. März 1948): Der in Wien beliebte Aslan war der erste und bis dato letzte Burg-Direktor, der zunächst ganz ohne höheren Auftrag diese Position einnahm. Ein Häuflein von in Wien verbliebenen Burgschauspielern hatte sich um ihn geschart, und er hatte die Leitung übernommen und war später von den Sowjets darin bestätigt worden. Das Burgtheater stand als Spielstätte nicht zur Verfügung, weil die Bühne, der Zuschauerraum sowie Teile des Foyers und der Garderoben am 12. April einem Brand zum Opfer gefallen waren. Erste Proben im Theater an der Wien zeigten, dass dort erhebliche Umbauarbeiten hätten stattfinden müssen, außerdem war es bereits zum Ersatzquartier der Staatsoper bestimmt worden. Das Volkstheater kam wegen ungeklärter Pachtverhältnisse nicht in Frage, und so schloss Aslan nach tagelangen Besprechungen und vielen Behördengängen einen Mietvertrag mit dem Besitzer des Etablissements Ronacher. Dieses war auf diese neue Aufgabe nur unzureichend vorbereitet: Die Beleuchtungsmöglichkeiten waren primitiv, die Garderoben bescheiden, die Akustik an manchen Plätzen sehr schlecht, Probenräume gab es nicht, und der Zuschauerraum war für klassische Dramen an sich wenig geeignet, sondern für Varieté-Aufführungen gedacht gewesen. Das Dach war undicht, immer wieder setzte der Strom aus. Die Schauspieler gingen zu Fuß zur Probe und ebenso nach der Vorstellung wieder nach Hause. Viele Kostüme fehlten, und die Beschaffung von Materialien war schwierig. Dennoch schaffte man es, bereits am 30. April 1945 die erste Burgtheateraufführung im befreiten Wien zu organisieren: Grillparzers Sappho vor einem schwarzen Samthintergrund, denn das Bühnenbild dazu war verbrannt. Weil ab 20 Uhr Standrecht herrschte, begann die Vorstellung bereits um 17.30 Uhr. Bereits nach 10 Minuten musste unterbrochen werden, weil der russische Marschall Tolbuchin verspätet eintraf und seinetwegen noch einmal von vorne begonnen wurde. Aslan hielt vor der Aufführung noch eine Ansprache, in der er u. a. beschwor, was seit dem März 1938 in den Hintergrund getreten war: „An der Stätte, wo vor über 70 Jahren der große Burgtheaterdirektor Heinrich Laube das Wiener Stadttheater begründet hat, hier, nahe dem Herzen Wiens, wird das Burgtheater für die nächste Zeit seine Stätte des Wirkens aufschlagen. Wieder als österreichisches Staatstheater, getreu seiner ruhmvollen Tradition. [...] Was das Burgtheater war, hoffen wir bleiben zu können: ein Theater der schauspielerischen Persönlichkeiten, durch unseren Kunstwillen zusammengeschlossen zu einem festen Ensemble. Die Persönlichkeit will sich frei entfalten können, sie will aber auch wieder richtig eingesetzt sein auf dem Platz, der ihr dank der ihr mitgegebenen Gaben zukommt. Sie ist gebunden durch Art und Sitte, Tradition, Kultur und Landschaft, ungebunden jedoch durch den Geist, der durch sie hindurch wirkt. Seine Flamme ist für jeden sichtbar, sie ist international und durch keine Zeit begrenzt.“Zit. nach ebdd.: S. 630. Bereits am 13. Juni konnte erstmals wieder ein Hofmannsthal-Stück aufgeführt werden: Jedermann (Regie Müthel, Bühne und Kostüme Judtmann; mit Aslan und später Balser als Jedermann; diese Aufführung wurde bis 30. April 1955 in 130 Vorstellungen gezeigt). Ab 19. Mai 1945 begann man auch das Akademietheater wieder zu bespielen, und Ende September inszenierte Oscar Fritz Schuh Scribes Das Glas Wasser im Redoutensaal. Diese Aufführung gastierte 1946 in Bregenz, Basel, Zürich, Luzern und Bern. Paul Hörbiger war der Hauptdarsteller in Molnárs Liliom am 22. September (Regie Zeska, Bühne und Kostüme Erni Kniepert), der bis zum 7. Jänner 1946 52 Aufführungen erlebte. Am 20. Dezember hatte Lessings Nathan der Weise (Regie Müthel, Bühne und Kostüme Pirchan; Aslan als Nathan) Premiere. Die Inszenierung wurde bis Anfang 1958 90 Mal gezeigt, darunter auf Gastspielen 1946 in Zürich und 1954 in Holland. O. W. Fischer spielte den Oswald in Ibsens Gespenster (Premiere 4. März 1946, Akademietheater) sowie den Anatol in jener Aufführung, die wieder Arthur Schnitzler im Burg-Repertoire verankerte: Weihnachtseinkäufe (Premiere 9. März 1946, Regie Eidlitz; mit Käthe Dorsch als Gabriele). Noch am selben Abend wurde Schnitzlers Liebelei aufgeführt (mit Ferdinand Maierhofer als Weiring, Alma Seidler als Christine, Tonio Riedl – privat der Lebensgefährte Aslans – als Fritz Lobheimer sowie Fischer als Herr). Zu den wesentlichen Aufgaben des Burgtheaters zählte die Wiederbelebung von drei im Jahr 1938 unterbrochenen Traditionen: Die Wiederaufnahme der Stücke von Autoren, die verboten gewesen waren, die Wiedereinstellung von einst als untragbar angesehenen Mitgliedern sowie die Wiedereinführung geschlossener Vorstellungen für das „Theater der Jugend“. Für letzteres gab es am 23. März 1946 mit Kabale und Liebe die erste geschlossene Vorstellung.
  • Erhard Buschbeck (8. März bis 15. Oktober 1948): Der Burg-Dramaturg Buschbeck fungierte als provisorischer Leiter.
  • Josef Gielen (von 16. Oktober 1948 bis 25. Juni 1954)
  • Adolf Rott (von 1. September 1954 bis 31. August 1959)
  • Ernst Haeussermann (von 1. September 1959 bis 31. August 1968)
  • Paul Hoffmann (von 1. September 1968 bis 31. August 1971)
  • Gerhard Klingenberg (1970 von Minister Leopold Gratz zum Direktor von September 1972 bis Juni 1977 bestellt; interimistisch nach Hoffmanns Rückzug bereits seit 1971/1972 amtierend; von 1. September 1972 bis 31. August 1976; löste seinen Vertrag nach der 1975 erfolgten Nominierung seines Nachfolgers): Klingenberg öffnete in seiner Direktionszeit das Burgtheater für wichtige europäische Regisseure und neue Theaterästhetik. Eine vergleichbare Bandbreite an visuellen Stilen und Prominenz der Regisseure wies damals kein anderes Sprechtheater Europas auf. Jean-Paul Roussillon inszenierte im Februar 1972 der Dame vom Maxim von Georges Feydeau (Bühnenbild, Kostüme: Jacques Le Marquet; mit Rudolf Wessely, Fred Liewehr, Alfred Balthoff, Jane Tilden u. a.), im November Der Geizige von Molière (Bühnenbild, Kostüme: Le Marquet; mit Achim Benning als Harpagon) und im Oktober 1975 zwei weitere Werke von Molière (Impromptu von Versailles, Georges Dandin); Bühnenbild, Kostüme: Le Marquet). Im März 1972 war Dieter Dorn erstmals im Akademietheater bei Zur Feier des Tages von David Storey tätig (Bühnenbild, Kostüme: John Gunter; mit Werner Hinz, Alma Seidler, Alexander Trojan, Wolfgang Gasser u. a.). Im selben Monat setzte Rudolf Steinboeck im Akademietheater Alle meine Söhne von Arthur Miller in Szene (Bühnenbild: Lois Egg). Für Christopher Marlowes Edward II. kam Konrad Swinarski ans Burgtheater (Bühnenbild, Kostüme: John Moore, Veniero Colasanti; mit Peter Arens in der Titelrolle). Peter Hall inszenierte im Juni 1972 Alte Zeiten von Harold Pinter mit Erika Pluhar und Maximilian Schell und Annemarie Düringer. Im Jänner 1973 war Jean-Pierre Ponnelle der Regisseur und Ausstatter von Alfred de Mussets Man spielt nicht mit der Liebe am Akademietheater (mit Paul Hoffmann, Michael Heltau, Paul Hörbiger u. a.). Unter der Leitung von Erwin Axer wiederholte Judith Holzmeister im Februar 1973 ihre Uraufführungsrolle in Thomas Bernhards Ein Fest für Boris (Bühnenbild, Kostüme: Ewa Starowieyska; außerdem mit Bruno Dallansky). Eine Dramatisierung von Voltaires Candide wurde im September 1972 von Roberto Guicciardini inszeniert (Bühnenbild, Kostüme: Lorenzo Ghiglia), der im Dezember 1973 Der schöne grüne Vogel nach Carlo Gozzi gestaltete (Bühnenbild, Kostüme: Ghiglia; mit Bibiana Zeller, Cornelia Froboess, Dorothea Neff u. a.). Jean-Louis Barrault führte im Februar 1973 Regie bei Der Bürger als Edelmann von Molière mit Josef Meinrad (Bühnenbild und Kostüme: Pace). Luca Ronconi entwickelte einen Antikenzyklus aus Euripides' Die Bakchen (Bühnenbild und Kostüme: Pier Luigi Pizzi; Juni 1973; mit Norbert Kappen, Ewald Balser, Judith Holzmeister, Joachim Bissmeier u. a.), Aristophanes' Die Vögel (Bühnenbild und Kostüme: Luciano Damiani, April 1975; mit Wolfgang Gasser, Alma Seidler u. a.) sowie AischylosOrestie in zwei Teilen (Bühnenbild und Kostüme: Damiani, März 1976; mit Holzmeister, Gasser, Kappen, Bissmeier, Düringer, Hilde Krahl u. a.). Walter Felsenstein kehrte in seine Heimatstadt und ans Burgtheater zurück, um Kleists Das Käthchen von Heilbronn (Bühnenbild, Kostüme: Rudolf Heinrich; Jänner 1974) und Goethes Torquato Tasso (Bühnenbild, Kostüme: Andreas Reinhardt; Juni 1975; mit Bissmeier, Boysen, Düringer u. a.) zu inszenieren. Otto Schenk präsentierte noch einmal seine vielgelobte Aufführung von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald (Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen, Kostüme: Hill Reihs-Gromes; mit Wolfgang Hübsch als Alfred, Adrienne Gessner als Großmutter, Jane Tilden als Valerie, Heinrich Schweiger als Oskar, Karl Paryla als Zauberkönig, Gertraud Jesserer als Marianne, Fred Liewehr als Rittmeister u. a.). Schenk war auch für die Akademietheater-Inszenierung von Tschechows Drei Schwestern im Juni 1976 verantwortlich (Bühnenbild: Rolf Glittenberg, Kostüme: Silvia Strahammer). Claus Peymann gestaltete im Mai 1974 die Uraufführung – die erste dieses Autors am Burgtheater – von Thomas Bernhards Die Jagdgesellschaft (Bühnenbild und Kostüme: Karl-Ernst Herrmann; mit Holzmeister, Bissmeier, Werner Hinz u. a.). Giorgio Strehler inszenierte im November 1974 Carlo Goldonis Trilogie der Sommerfrische (Bühnenbild und Kostüme: Ezio Frigerio, Kostümmitarbeit: Franca Squarciapino; mit Michael Heltau, Susi Nicoletti u. a.) sowie im November 1975 Das Spiel der Mächtigen nach Shakespeares Königsdramen (Bühnenbild und Kostüme: Paolo Bregni; mit Heltau, Andrea Jonasson, Rolf Boysen u. a.). Roberto Guicciardini und Otomar Krejca, der 1976 die bislang letzte Burg-Inszenierung von Goethes Faust mit Rolf Boysen in der Titelrolle und Heinz Reincke als Mephistopheles herausbrachte.
  • Achim Benning (von 1. September 1976 bis 31. August 1986); brachte Uraufführungen von Autoren wie Václav Havel, Martin Walser und Klaus Pohl; es kamen neue Regisseure wie Dieter Dorn, Peter Wood, Adolf Dresen, Benno Besson, Erwin Axer, Thomas Langhoff, Armand Gatti, Jérôme Savary, Dieter Berner, Johannes Schaaf, Peter Palitzsch oder Angelika Hurwicz sowie Horst Zankl und Hans Hollmann; die österreichischen Regisseure Zankl und Hollmann sorgten für zunächst umstrittene Neubewertungen der Stücke von Ferdinand Raimund und Johann Nestroy; zahlreiche Inszenierungen verschiedener Regisseure galten den Arbeiten von Anton Tschechow und Arthur Schnitzler.
  • Claus Peymann (von 1. September 1986 bis 31. August 1999); konnte mit zahlreichen Uraufführungen von Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Peter Handke, Peter Turrini und George Tabori den Ruf des Theaters als eine der großen Sprechbühnen Europas festigen. In seiner Ära wirkten Regisseure wie Einar Schleef, Peter Zadek, Ruth Berghaus, Mathias Langhoff, Manfred Karge, Alfred Kirchner, Michael Haneke, Cesare Lievi, Achim Freyer, Dieter Giesing, Niels-Peter Rudolph sowie Tabori und noch einmal der Burg-Rückkehrer Strehler (Die Riesen vom Berge von Luigi Pirandello mit Andrea Jonasson und Michael Heltau; Bühnenbild: Frigerio, Kostüme: Franca Squarciapino; 1994). Allerdings mieden es in der Peymann-Zeit viele Schauspieler die Bühne des Hauses zu betreten.
  • Klaus Bachler (seit 1. September 1999); zu seinem Konzept gehört es, ein vielfältiges Programm anzubieten, in dem von Nestroy über Klassiker bis zur Performancekunst alles Platz hat. Bei seinem Amtsantritt wurden auch äußerliche Änderungen am Haus eingeführt, das aktuelle Programm wird z. B. nicht mehr oben auf der Fassade, sondern neben dem Haus auf einer roten Tafel bekannt gegeben. Die Programmhefte wurden individuell gestaltet, im Gegensatz zu den älteren Programmheften, die immer einheitlich beigefarbig waren. Er hat im Mai 2005 erklärt, seinen Vertrag nicht über 2009 hinaus zu verlängern, wobei er ab 2008 auch als Intendant der Bayerischen Staatsoper in München amtieren will, somit ein Jahr lang parallel beide Posten zu besetzen beabsichtigt.

2006 erfolgte eine Ausschreibung zur Findung des nächsten Burg-Direktors ab der Saison 2009/2010. Ab 2009 wird Matthias Hartmann, der derzeitige Direktor des Schauspielhauses Zürich das Burgtheater leiten.

Das Burgtheater in Film und Literatur

Bis 1918 gab es ein Verbot, nach dem Schauspielern des Burgtheaters das Mitwirken in Filmen in jeder Form untersagt war. Das Kino galt als Bedrohung für den Fortbestand der Schauspielbühnen, und so wollte man den Filmproduzenten nicht in die Hand spielen. Eine Entspannung dieser Situation begann erst ab 1913 mit den Produktionen des Theaterintendanten Max Reinhardt.

1936 drehte Willi Forst den Spielfilm Burgtheater, der von einem alternden, sich noch einmal verliebenden Burgschauspieler – dargestellt von Werner Krauß – erzählt. Die Zeit der Handlung war 1897, die Personen – z. B. der „Burgdirektor“ Franz Herterich oder der Schauspieler Friedrich Mitterer, den Krauß verkörpert – waren fiktive Figuren, obwohl der Name Mitterer ein Anspielung auf den Namen des einst tatsächlich gefeierten Schauspielers Friedrich Mitterwurzer ist. Im Film werden Inszenierungen aus den letzten Jahren des 19. Jahrhundert aufgegriffen, die es tatsächlich gab, Szenen aus Don Carlos, Faust und Kabale und Liebe werden nachgespielt.

Ab 1956 finanzierte das Unterrichtsministerium eine Reihe von Aufzeichnungen von Theaterstücken des Burgtheaters. Die Aufnahmen sollten im Kino gezeigt werden, weshalb mit Alfred Stöger ein Filmregisseur beauftragt wurde. Auf Filmmaterial wurden interessant besetzte Inszenierungen wie Wilhelm Tell (1956, mit Ewald Balser als „Tell“ und Albin Skoda als „Gessler“), „Einen Jux will er sich machen“ (1957, mit Josef Meinrad und Inge Konradi), Don Carlos (1960, mit Walter Reyer) und „Der Bauer als Millionär“ (1961, abermals mit Josef Meinrad) gebannt. Dennoch blieben die Kinoaufführungen spärlich besucht. Lediglich eine Generation von Schulkindern wurde damit zwangsbeglückt.

1982 thematisierte Elfriede Jelinek in ihrem Stück Burgtheater die Zeit der NS-Diktatur in der Geschichte des Burgtheaters. Das Stück wurde 1982 in Bonn uraufgeführt sowie in Österreich im Grazer Theater am Bahnhof erstaufgeführt und stieß auf kontroverse Kritiken, weil es ein negatives Bild der damaligen legendären Ensemblemitglieder zeichnete, z. B. von Paula Wessely und Attila Hörbiger, die in den Hauptfiguren klar erkennbar sind.

Thomas Bernhard beschäftigte sich in seinen Werken immer wieder mit dem Thema Burgtheater, etwa in seinem Roman Holzfällen (1984) – dort lässt er einen saturierten Burgschauspieler auftreten – oder Alte Meister (1985), wo einzelne, zwischen Bewunderung und Verachtung pendelnde Bemerkungen dem Burgtheater gelten. Er schrieb drei Dramolette, in denen Claus Peymann persönlich vorkommt, Claus Peymann verlässt Bochum und geht als Burgtheaterdirektor nach Wien, Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen und Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese, die 1990 erschienen.

Heute dient das Burgtheater oft als beliebte Kulisse für Fernsehfilme. In der Krimikomödie Wiener Blut von Dirk Regel mit Ottfried Fischer in der Hauptrolle wird ein Burgschauspieler (dargestellt von Markus Hering) ermordet. Die letzten zwanzig Minuten des österreichischen Kinderfilms Die drei Posträuber (Regie: Andreas Prochaska), der 1998 nach einem Buch von Christine Nöstlinger gedreht wurde, spielen auf der Bühne und im Requisitenlager des Burgtheaters.

Das Burgtheater im Fernsehen

Die interessantesten Produktionen des Burgtheaters werden vom ORF aufgezeichnet und sind in dessen Programm, aber auch auf 3sat oder dem ZDFtheaterkanal zu sehen. Der TV-Regisseur Peter Schönhofer macht statt bloßer Aufzeichnungen Theaterfilme der etwas anderen Art. Seine zwei bekanntesten sind die Verfilmungen von Don Carlos und von König Ottokars Glück und Ende. Die Dreharbeiten zu seinen Filmen dauern mehrere Tage und umfassen sowohl reguläre Aufführungen als auch Proben, bei denen die Kamerateams die Möglichkeit haben, Szenen direkt auf der Bühne zu drehen. Der Theaterfilm wird somit aus mehreren Vorstellungen zusammengeschnitten und beinhaltet auch Nahaufnahmen und auf der Bühne gefilmte Szenen, die bei herkömmlichen Live-Aufzeichnungen nicht machbar sind. Beim Berliner Theatertreffen 2005 wurde statt der Aufführung von Don Carlos der Theaterfilm von Schönhofer gezeigt, da kein Berliner Theater die technischen Voraussetzungen, die vom Burgtheater für die Inszenierung von Andrea Breth verlangt wurden, erfüllen konnte. Einige Produktionen sind auch auf DVD erhältlich, wenn das Stück nicht mehr gespielt wird. Durch Dokumentarfilme kann der Fernsehzuschauer ab und zu Einblick hinter die Kulissen gewinnen, wie z.B. im Film der ORF-Moderatorin Erna Cuesta (2005), Das Wiener Burgtheater - Vor und hinter den Kulissen einer Weltbühne.

Publikationen

Das Burgtheater hat ein Magazin, das vorspiel, das fünfmal jährlich erscheint. Es wird als Beilage der Tageszeitung Der Standard verbreitet, kann aber in den Spielstätten des Burgtheaters und in den größeren Theaterkassen gratis mitgenommen werden. Auf der Homepage findet man jedes vorspiel zum Downloaden. Beim Verlag Deuticke erscheinen regelmäßig Bücher über wichtige Regisseure, Schauspieler und das Theater als „edition burgtheater“. Bis jetzt sind insgesamt 7 Bände erschienen.

Uraufführungen am Burgtheater (Auswahl)

Quellen

Literatur

  • Minna Alth: Unser Burgtheater. Jugend und Volk, Wien 1955.
  • Hermann Beil (Hrsg.): Weltkomödie Österreich. 13 Jahre Burgtheater. 1986–1999. 3 Bände. Zsolnay, Wien 1999, ISBN 3-552-04946-0
  • Helene Bettelheim-Gabillon: Im Zeichen des alten Burgtheaters. Wiener Literarische Anstalt, Wien u. a. 1921
  • Klaus Dermutz: Das Burgtheater 1955–2005, mit einem Essay von Klaus Bachler. Deuticke im Paul Zsolnay Verlag, Wien 2005, ISBN 3-552-06022-7
  • Franz Severin Berger, Christiane Holler: Das Burgtheater. Ein Führer um und durch das Haus am Ring. LinkDachs-Verlag, Wien 2000, ISBN 3-85191-236-5
  • Margret Dietrich (Hrsg.): Das Burgtheater und sein Publikum. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1976.
  • Direktion des Burgtheaters (Hrsg.; Zusammenstellung: Josef Franz Ratislav): 175 Jahre Burgtheater 1776 bis 1951, fortgeführt bis Sommer 1954. Tomanek, Wiener Bücherwurm-Verlag, Wien 1955.
  • Elisabeth Großegger: Das Burgtheater und sein Publikum. 2 Bände. Verlag der ÖAW, Wien 1989, ISBN 3-7001-1616-0
  • Franz Hadamowsky: Die Wiener Hoftheater (Staatstheater) 1776 bis 1966. Verzeichnis der aufgeführten Stücke mit Bestandsnachweis und täglichem Spielplan, Teil 1, 1776-1810. Prachner, Wien 1966.
  • Ernst Hauesserman: Die Burg. Rundhorizont eines Welttheaters. Deutsch, Wien 1964.
  • Ernst Hauessermann: Das Wiener Burgtheater. Molden, Wien u. a. 1975, ISBN 3-217-00517-1
  • Fred Hennings: Zweimal Burgtheater. Wien 1955
  • Fred Hennings: Heimat Burgtheater, 1-3. Herold, Wien 1972-1974.
  • Claudia Kaufmann-Freßner: Das Burgtheater. Architektur, Geschichte und Geschichten. FOLIO VerlagsgesmbH, Wien 2005, ISBN 3-852-56328-3
  • Heinz Kindermann: Das Burgtheater. Erbe und Sendung eines Nationaltheaters. Luser, Wien und Leipzig 1939
  • Rudolf Lothar: Das Hof-Burgtheater 1848 bis 1898. Steyrermühl, Wien 1898.
  • Österreichischer Bundestheaterverband (Hrsg.): Burgtheater 1776-1976. Aufführungen und Besetzungen von zweihundert Jahren. (Sammlung und Bearbeitung des Materials: Minna von Alth, Redaktion: Gertrude Obzyna, Korrektur und Registerarbeiten: Rudolf Holaubek) Ueberreuter, Wien o. J. (möglicherweise 1978 erschienen)
  • Otto Rub (Hrsg.): Das Burgtheater. Statistischer Rückblick 1776-1913. Knepler, Wien 1913.
  • Friedrich Schreyvogl: Das Burgtheater. F. Speidel, Wien 1965.
  • Konrad Schrögendorfer: Schicksal Burgtheater. Alfred Freiherr von Berger und der Aufbruch der Moderne. Stiassny, Graz 1966.
  • Eduard Wlassack: Chronik des k. k. Hof-Burgtheaters. L. Rosner, Wien 1876.
  • Gustav Zechmeister: Die Wiener Theater nächst der Burg und nächst dem Kärntnerthor von 1747 bis 1776. Dissertation, Wien 1969.

Weblinks

   

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Burgtheater


Darf man fragen, wieso das MTV-Unplugged mit den Toten Hosen kommentarlos entfernt wurde? --Flominator 01:48, 8. Sep 2005 (CEST)

Darf ich (rhetorisch) fragen, ob das als Uraufführung zu gelten hat? Die Toten Hosen haben meines Wisses nichts uraufgeführt. Und ob Sie das unplugged gespielt haben, ist m.E. so entscheidend, wie die Frage, ob sie mit Strat oder Telecaster gespielt haben. Gegen eine Erwähnung in einem (neuen?) Abschnitt habe ich nichts, aber unter Uraufführungen hat das wirklich nichts zu suchen.... Gruß --Lou.gruber 11:25, 8. Sep 2005 (CEST)
Anderer Abschnitt wäre auch ok, nur wegfallen sollte es m.E. nicht. Es geht nicht darum, dass sie unplugged gespielt haben, sondern dass sie für "MTV Uplugged" gespielt haben. Was für einen Abschnitt würdest du empfehlen? --Flominator 09:24, 9. Sep 2005 (CEST)
Was hätst Du davon, einzufügen, dass das Burgtheater auch für andere Veranstaltungen genutzt wird, so z.B. für MTV-Unplugged mit den Toten Hosen .... --Lou.gruber 16:21, 9. Sep 2005 (CEST)
Das wäre m.E. die Ideallösung! --Flominator 16:52, 10. Sep 2005 (CEST)

Teutsches Nationaltheater?

Hat es nicht auch einmal "Teutsches Nationaltheater" geheißen? Sollte vielleicht mal erwähnt werden am Anfang, wo es um die älteren Namen geht. (nicht signiert)

Da muss ich mal schauen. Früher war der Name sicher drinnen, bei der Lesenswertdiskussion hat jemand den ersten Absatz sehr tüchtig überarbeitet, wahrscheinlich ist der Name dort irgendwie doch verloren gegangen (mir ist es damals aufgefallen, aber ich habe dann vergessen, nachzusehen, wie das genau drinnen stand). Kommt auf meine To-do-Liste, nur jetzt plage ich mich mit einem Wurm herum und manchmal fährt der Computer einfach runter... --Schaufi 13:01, 27. Mai 2006 (CEST)

Wiedereröffnung 1955

Auf orf.at steht heute, dass das Burgtheater am 14. 10. 1955 mit Mozarts "kleiner Nachtmusik" nach dem 2. Weltkrieg wiedereröffnet wurde, hier im Artikel allerdings steht der 17. d.J. Was nun? --PatDi, PatDi 14:57, 14. Okt 2005 (CEST)

Pardon, am 17. war wahrscheinlich die erste Aufführung -- König Ottokar, darum kommt morgen wieder dieses Stück (wenn du zufällig Karten für die Premiere hast, kannst Du morgen meinen Söhnen, die im Schlussbild als Wiener Sängerknaben auftreten, Beifall klatschen -- ich habe leider selber keine Karte :-(((). Am 14. war wahrscheinlich eine feierliche Eröffnung mit Musik -- Eine kleine Nachtmusik ist wohl kein Stück zum Aufführen! Ich hatte allerdings auch Probleme mit den Formulierungen, Sappho wurde meines Wissens im Ronacher (provisorisch fanden dort die Aufführungen statt) aufgeführt, das war also die "erste Aufführung nach dem 2. Wk". Die erste im neueröffneten Haus am Ring war aber am 17. Oktober König Ottokar. Wegen meiner Söhne habe ich mich gestern in dieses Thema eingelesen. Gruß --Schaufi 21:21, 14. Okt 2005 (CEST)

Zersiedelung

Ich bin nicht ganz einverstanden mit der Art, wie sich der Burgtheater-Artikel in jüngster Zeit entwickelt. Es geschieht das, was im Städtebau Zersiedelung genannt wird: Die fest gefügte urbane Struktur verliert an Einwohnern, die sich in leeren Peripherien niederlassen und dort ihre Häuser errichten – das ist dann kein Land mehr, aber auch keine Stadt. Im Artikel findet man einige Informationen doppelt oder gar dreifach, etwa Namen von Regisseuren. Das erscheint mir wenig sinnvoll. Man muss sich entscheiden, ob man alles in einen Fließtext verpackt und eher karge Listen dazu stellt, oder ob man die Listen anreichert. Jetzt kann man zwei oder gar drei Mal lesen, was Klingenberg, Benning oder Peymann gemacht und wen sie engagiert haben. Über die Direktionen von Rott oder Haeusserman jedoch findet man dagegen noch immer kaum etwas oder gar nichts. Zum Abschnitt über das Burgtheater und den Nationalsozialismus: Es bleibt unklar, was die Bücher des Theaterwissenschaftlers Kindermann damit zu tun hat. Man sollte das konkretisieren. Und dazwischen wird auch noch Forsts Film erwähnt, der mit dem Nationalsozialismus und der Zeit gar nichts zu tun hat. Bitte um Mitarbeit, damit der Burgtheater-Artikel nicht "zersiedelt" wird. Wenn es weiter so geht, ist das Chaos nicht mehr fern. Und das Aufräumen des Chaos ist viel komplizierter und anstrengender als von vornherein auf eine gewisse Struktur zu achten. Vielleicht ist es typisch, dass die Diskussion hier so spärlich ist. Alle arbeiten nebeneinander her, aber nicht miteinander. Das sollte sich ändern. Ich fand schon die Auslagerung der Burgschauspieler keine gute Idee. Früher hatte man alles auf einen Blick, man sah wer jetzt engagiert ist und wer einmal engagiert war. Jetzt sieht man zunächst nur die Schauspieler, die bloß für eine Rolle oder so vorbeikamen. Und die ehemaligen und aktuellen Burgschauspieler wurden alle in einen Topf geworfen. Das ist wenig hilfreich und Vernichtung von Information. Wichtig wäre es, fehlende Aspekte – etwa die Zeit im Ronacher – aufzuarbeiten. Bitte um Anregungen für eine Überarbeitung des ganzen Artikels! Eine Diskussion ist nötig. --Gledhill 00:12, 28. Dez 2005 (CET)

Endlich jemand, der mir helfen will. Ich habe nur gesehen, dass der Artikel irgendwie nicht informativ genug ist (als Haupquelle war ursprünglich das Kindermann-Buch angegeben!), in den letzten Zeiten habe ich fast ausschließlich allein daran gearbeitet, dabei weiß ich, dass es sicher Leute gibt, die sich gut auskennen. Die Grundstruktur des Artikels ist nicht von mir, ich kann nur daran hie und da flicken, mich interessiert das Thema, aber eine große Expertin bin ich auch nicht, und ich bin keine Muttersprachlerin, nur Theaterliebhaberin. Mein Vorschlag für die grobe Gliederung wäre: Geschichte - Tradition (Interessantes) - Technisches (Bühnentechnik, etc.) - Persönlichkeiten. Es Problem ist, dass sehr viele renommierte Ensemblemitglieder fehlen (eine Liste ist auf dem Theaterportal), einen guten Biografen würden wir brauchen. Listen sind meines Erachtens auch nützlich, weil man schnell nachschauen kann, was wo wie... usw. Kindermann schrieb ein Burgtheaterbuch, das sehr die NS-Ideologie bediente, ich musste es erwähnen, weil das Buch in der Literatur angeführt wird, streichen wollte ich es nicht, weil das auch Literatur ist, man muss sie aber kritisch betrachten. Über den Film steht viel bei Dermutz, der Satz ist nicht von mir, ich habe ihn aber verschoben, weil er zu den Anfängen nicht passte. --Schaufi 00:48, 28. Dez 2005 (CET)

Jetzt sind der Film und das Stück in einem eigenen Absatz. Das mit den B.th.direktoren ist berechtigt, ich brauche aber Zeit, ich denke, eine Liste zur Übersicht ist gut, aber spezifischer sollte man schon im Fließtext über die Epochen schreiben, ich werde mich noch einlesen. Die Frage Burgschauspieler werden wir auch lösen, eine Tatsache ist, dass da sehr viele rote Links sind, das schaut unschön aus, und sehr wichtige Namen fehlen. Aber irgendjemand sollte schon mal was Positives auch schreiben, ich denke nämlich nicht, dass in den letzten Zeiten nur negative Änderungen am Artikel vorgenommen wurden! Danke für den Absatz "Bühnentechnik"!--Schaufi 19:25, 28. Dez 2005 (CET)

Ensemblemitglieder

Ich habe die Ensemblemitglieder wieder in den Artikel integriert. Verschiedene Gründe waren dafür ausschlaggebend:
  • Es ist nicht einzusehen, weshalb hier eine Liste mit den Direktoren – die ich für angebracht halte – erlaubt sein soll, doch keine mit den Schauspielern.
  • Die Bedeutung des Burgtheaters hing auch stets zusammen mit den Schauspielern, die an diesem Theater engagiert waren. Diese sind somit auf einen Blick festzustellen und nicht nur jene der Gäste.
  • Die Unterteilung zwischen aktuellen und ehemaligen Ensemblemitgliedern, die doch von erheblichem Informationswert ist, wurde durch die unterschiedslose Auslagerung in die Kategorie Burgschauspieler zerstört.
  • Wichtige Schauspieler – etwa der große Robert Lindner, oder auch Hugo Lindinger oder Marcus Bluhm – waren dort gar nicht erwähnt, weil sie eben noch keinen eigenen Artikel besitzen. Es ist aber keine akzeptable Lösung, diese Schauspieler einfach nicht zu nennen.
  • Der Versuch, möglichst viele Schauspieler zu nennen, die am Burgtheater engagiert waren, auch wenn ihnen auf absehbare Zeit kein eigener Artikel gegönnt ist, kann nur so erfolgreich durchgeführt werden. Davon ausgehend kann es dann Versuche geben, jeweils neue Artikel zu verfassen. Es gefällt mir nicht, wenn Erinnerung an Namen, die vielleicht heute nicht immer geläufig sind, getilgt wird. Man kann schon versuchen, den Schauspielern zumindest ein wenig, also mindestens durch die Erwähnung ihrer Namen, Kränze zu flichten.
Ich bin deshalb dafür, die von mir vorgeschlagene Variante beizubehalten bzw. an noch besseren Lösungen zu feilen, die jedoch das bereits erstellte Wissen nicht wieder eliminieren. Der Reichtum an Schauspielern machte und macht gerade das Burgtheater zu einem besonderen Theater, dessen Rang eben nur so ersichtlich wird. Liebe Grüße --Gledhill 00:08, 30. Dez 2005 (CET)

Die Kategorie Burgschauspieler sollte aber beibehalten und gepflegt werden -- Otto Normalverbraucher ist ein Meister der Kategorien, oder? Aber es stimmt schon, das war halt ein Versuch, wir haben gedacht, es gibt zu viele Listen, aber das stimmt schon mit den Mängeln einer Kategorie. Beide haben eine andere Funktion. --Schaufi 00:18, 30. Dez 2005 (CET)

Die Idee mit den Kategorien war von mir, da es einige Kommentare gab, die kritisierten, das es unschön ist, elendslange Listen im Artikel selbst unterzubringen. Deshalb haben wir die fehlenden Schauspieler auf die Projektseite fehlende artikel geschrieben. Ich weiß eine Lösung für die Gäste in die Kategorie und die Direktoren etc, wäre nicht so schön gewesen. In Punkto Burgtheater bin ich sicher nicht der Fachmann, aber technisch wollte ich ein bißchen helfen, nachdem sich außer Schaufi kaum jemand um das Theater gekümmert hat. Persönlich gefällt es mir mit den Listen nebeneinander oder untereinander auch nicht. --gruß Karl Gruber 00:39, 30. Dez 2005 (CET)
Also grundsätzlich wird man bei einem guten Artikel zum Burgtheater ganz ohne Listen nicht auskommen können. Bei Bands sind auch Listen mit ihren Plattenveröffentlichungen erlaubt oder bei Autoren jene ihrer Werke. Ein Theater wie das Burgtheater hat eben ganz besondere Anforderungen, denen man gerecht werden muss. Das gilt dann für Direktionen, Regisseure und Schauspieler – um das Mindeste zu nennen. Es wären ja auch Kapitel mit den Bühnenbildnern, Kostümbildnern, Choreographen etc. denkbar. Warum nicht? Tatsache ist: Nirgendwo kann man sich derzeit dermaßen fundiert und vielfältig über das Burgtheater informieren wie in diesem Artikel. Kein Buch bildet eine Alternative, und eine entsprechende wissenschaftliche Arbeit – ich spreche da als Wissender – ist ebenfalls nicht vorhanden. Kurz: dieser Artikel ist die einzig wirklich umfassende Möglichkeit. Das Burgtheater selbst, wo ja alle relevanten Informationen vorrätig wären, ist nicht imstande, entsprechendes Informationsmaterial ins Netz zu stellen. Dann könnte man sich in unserem Burgtheater-Artikel deutlich beschränken. Aber derzeit ist das nicht möglich. Die Alternative wäre nur, wenn wir eine Burgtheater-Fan-Page machten. Insgesamt denke ich also, dass wir hier ganz gut unterwegs sind. Verbesserungen sind natürlich immer möglich. Aber eine derartige Bündelung unterschiedlicher Informationen findet sich doch nur hier! Machen wir also weiter, im Lauf der Zeit finden sich schon die richtigen Lösungen. @K@rl: Oft sind gerade die Leute am wichtigsten, die von sich selbst sagen, sie seien gar nicht Fachleute... Ohne dich wäre dieser Artikel nicht das, was er ist. Bitte weiter um deine Mithilfe und -arbeit. Nur durch gegenseitige Kommentare und Korrekturen wird das weiter der geniale Artikel werden, der er eigentlich schon ist! Insgesamt: Vor allem finde ich es schön, dass jetzt eine interessante Diskussion auf dieser Seite angefangen hat, die ich schon ein bisschen vermisst habe! Weiter so! Das ist ja jetzt schon die beste Informationsquelle zum Burgtheater, es kann also nur noch besser werden... Liebe Grüße --Gledhill 05:44, 30. Dez 2005 (CET)
Danke für die Blumen, ich sehe das mit dem Artikel ebenso. Ich weiß mit den Kategorien ist nicht immer ideal. Ich wollte eher den Artikel durch diese Art entlasten und die Info wäre trotzdem da. Das selbe war für die Doyens gedacht. Du kannst dir dabei die AndreasPraefcke anschauen ;-), dann weißt du da warum --Karl Gruber 10:07, 30. Dez 2005 (CET)

  • Ein Vorschlag: könnten wir die Liste der Ensemblemitglieder nicht irgendwie in alphabetische Reihenfolge bringen? Bei den Direktoren ist die chronologische Reihenfolge am besten, bei Schauspielern alphabetisch. Zur Zeit kann ich das technisch nicht lösen, ich habe Angst, dass ich es lösche.
  • Außerdem wäre mal eine vollständigere Liste von Doyens und Ehrenmitgliedern toll, ich glaube, die zwei Begriffe sind nicht gleich.
  • Noch etwas: Regisseure. Es gibt eingeladene und Hausregisseure, vielleicht wäre es sinnvoll, sie zu trennen, zumindest den jetzigen Zustand. Gledhill, arbeitest Du beim Burgtheater? Du kennst Dich sehr gut aus. (Sind Sie es, Herr Bachler??? :-))--Schaufi 17:09, 30. Dez 2005 (CET)
Das mit der alphabetischen Aufzählung wäre wirklich gut. Sollte man machen. Die Trennung zwischen Gast- und Hausregisseuren wird schwierig sein. Hausregisseur ist in der Regel kein Amt, sondern eben die Bezeichnung für jemanden, der dem Haus durch vermehrte Engagements stärker verbunden ist, nirgendwo sonst bzw. selten auswärts inszeniert, in Wien wohnt und insgesamt auch einen gewissen Einfluss auf das Theater hat. Gilt also für Breth oder auch Beier. Ob eine Unterscheidung zwischen Gastregisseuren und Hausregisseuren notwendig ist? Man könnte es natürlich versuchen! – Doyens und Ehrenmitglieder sind tatsächlich nicht dasselbe. Vielleicht kann man da noch mehr in Erfahrung bringen. Schauen wir einmal... – Übrigens danke für den Hinweis auf die kleine Diskussion mit Praefcke, ich habe kurz vor Weihnachten vergessen, mir das anzuschauen. Ich teile Praefckes Hinweis auf das, was WP-üblich sei, nicht. Wie gesagt, Listenartiges findet sich auch in anderen Bereichen. Außerdem verlangt das Burgtheater aufgrund seiner Bedeutung eben eine etwas andere Behandlung als, sagen wir, die Landesbühne Esslingen (weiß gar nicht, ob es die wirklich gibt, aber Harald Schmidt hat sie einmal erwähnt, gleichsam als Synonym für "Theaterprovinz"). Auch bei der Wiener Staatsoper findet sich ja Listenartiges bzw. Aufzählungsmäßiges. Die Erwähnung von in der Regel wesentlichen Schauspielern oder Regisseuren ist hier wichtig, weil dies die Bedeutung des Hauses reflektiert. Es geht ja nicht um die Nennung von Leuten, die keiner kennt oder die völlig bedeutungslose Schmierenschauspieler sind. Dem Burgtheater eignet eben Einzigartigkeit, also muss auch der Artikel ein bisschen einzigartig sein. Sollte noch einmal eine entsprechende Diskussion aufkommen, werde ich mich zu Wort melden und meine Argumente darlegen. --Gledhill 17:35, 30. Dez 2005 (CET)

Vollkommen einverstanden, mit der Einzigartigkeit. Das Burgtheater-ABC könnte allerdings als eine Art "to-do-Liste" betrachtet werden (so wie sie jetzt ist, ist sie natürlich nicht so wahnsinnig informativ, aber vielleicht interessant und zum Weiterschreiben anregend), wer was ergänzen - besser formulieren - usw. kann, sollte das unbedingt tun, das ist gerade das Faszinierende bei WP, dass nichts statisch ist. Das mit der alphabethischen Liste deswegen sinnvoll, weil einem permanent neue Namen einfallen (diese Liste ist ja auch alles andere als statisch) und man sieht bei so vielen Namen oft nicht, ob er schon eingetragen ist oder nicht. Hausregisseur: ich würde es doch versuchen, zumindest den aktuellen Stand (leider bin ich nicht so burgtheaterfest, wie Du, lieber Gledhill!) Tamás Ascher hat natürlich nicht die selbe Bedeutung fürs Burgtheater wie die Breth, obwohl er laut Alphabeth der erste ist (apropos, Ascher müsste mal auch ein Artikel gewidmet werden, ich bin ja Ungarin, ich kann es mal versuchen -- und Breth gehört überarbeitet, sehr viele Infos fehlen!). Einen guten Rutsch allen Burgtheater-Artikel-ÜberarbeiterInnen! --Schaufi 23:08, 30. Dez 2005 (CET)

Derzeitige Ensemblemitglieder

Kann ein Schauspieler Ensemblemitglied zweier Institutionen sein? Soviel ich weiß ich Michael Maertens jetzt beim Schauspielhaus Zürich, er pendelt zwischen Wien und Zürich, spielt in mehreren Stücken an der Burg aber ich weiß jetzt nicht, wie es mit der Doppelmitgliedschaft ist. Auf der Burghomepage ist er, glaube ich, natürlich oben.--Schaufi 11:17, 7. Jan 2006 (CET) Nachgeschaut, da sind die E-Mitglieder mit den Gästen zusammen aufgelistet.--Schaufi 11:20, 7. Jan 2006 (CET)

Verdacht auf Verletzung des Urheberrechts

Es hat für mich den Anschein dass Teile dieses Artikels das Urheberrecht von AEIOU.at verletzen. Einige Teile sind identisch mit Teilen von http://www.aeiou.at/aeiou.e... Unterschrift von 80.89.107.51 22:00, 20. Mai 2006 (CEST) nachgetragen von Karl Gruber)Karl Gruber 06:50, 21. Mai 2006 (CEST)

Einige Teile! Geht es auch etwas konkreter? Soweit ich den Artikel verfolgt habe, ist der Text nicht plagiiert, aber wenn Du es besser weißt, so zeige das doch bitte etwas genauer. --Lou.gruber 22:25, 20. Mai 2006 (CEST)

Schwerer Vorwurf, aber ich halte es für fast ausgeschlossen. Der Artikel ist sehr oft überarbeitet worden, allein von mir schon über 200-mal. Ich lege immer einen großen Wert darauf, die Texte, die im Internet oder woanders finde, umzuschreiben. Am Vormittag ergänzte ich den ersten Teil mit Infos über die Fassade -- peinlich habe ich darauf geachtet, dass kein einziger Satz mit einem von mir im Internet gefundenen Satz übereinstimmt. Außerdem arbeite ich nicht nur mit Internetquellen, nach dem Artikel ist eine Litaraturliste, ich entnehme viele Infos dem Buch von Dermutz -- aber ich übernehme nur Inhalte, Fakten, ich formuliere den Text IMMER um. Leider ist es in WP sehr umständlich, bei JEDER Änderung so wie in wissenschaftlichen Arbeiten die genauen Quellen anzugeben (zeig mir einen Artikel, wo das wirklich so ist, dann müsste man immer genau die Seiten, etc. angeben). Der besagte Absatz ist gerade gestern vollkommen neu gestaltet worden, von mehreren, von mir geschätzen, erfahrenen Wiki-Autoren. Ich habe jetzt den aeiou-Text mit diesem verglichen, Maria Theresia, K.und K. Hofburgtheater sind in beiden drinnen, aber ich haben keinen übereinstimmenden Satz gefunden, wenn du fündig wirst, kann es ein Übrigbleibsel aus Urzeiten sein (der Artikel war vorher ganz kurz), und ich glaube, den Fehler kann man schnell beheben, indem man diesen einen Satz umschreibt, ich brauche aber die Stelle, bitte. --Schaufi 23:11, 20. Mai 2006 (CEST)

Konkretes

Burgtheater-Ring
A: Burgtheater-Ring (der Concordia): Ein von Jakob Lippowitz, dem Herausgeber des Neuen Wiener Journals, gestifteter Ring, der 1926-34 jährlich verliehen wurde, abwechselnd an ein Mitglied des Burgtheaters (für besondere Verdienste) und an einen Dramatiker.
W: Burgtheater-Ring (der Concordia): Ein von Jakob Lippowitz, dem Herausgeber des Neuen Wiener Journals, gestifteter Ring, der zwischen 1926 und 1934 jährlich verliehen wurde, abwechselnd an ein Mitglied des Burgtheaters (für besondere Verdienste) und an einen Dramatiker.
-> Identisch (nur Jahresangaben wurden anders geschrieben (x-y bedeutet von x bis y und nicht zwischen x und y (bei zwischen wäre ja x nicht mehr dabei)))

NEU: Burgtheater-Ring (der Concordia):Der Ring wurde von Jakob Lippowitz, dem Herausgeber des Neuen Wiener Journals, gestiftet und zwischen 1926 und 1934 jährlich mal an ein Mitglied des Burgtheaters, mal an einen Bühnenautor für besondere Verdienste verliehen.

Doyenne, Doyen

A: Doyenne, Doyen des Burgtheaters zu sein, bedeutet, der Bühne lebenslänglich verbunden zu bleiben, unter Verzicht des Dienstgebers, die Geehrte bzw. den Geehrten in den Ruhestand zu versetzen, sowie eine denBurgtheater-Gepflogenheiten entsprechende Bestattung.
W: Doyenne, Doyen (derzeit Annemarie Düringer und Michael Heltau) des Burgtheaters zu sein bedeutet, der Bühne lebenslänglich verbunden zu bleiben, d. h. sie werden nicht in den Ruhestand versetzt und haben – wie die Ehrenmitglieder – Recht auf eine Bestattung, die den Burgtheatergepflogenheiten entspricht.
-> Beginn identisch (derzeitige Doyenne und derzeitiger Doyen wurden hinzugefügt, Beistrich wurde entfernt)
NEU: Ein Doyenne, Doyen (derzeit Annemarie Düringer und Michael Heltau) des Burgtheaters bleibt lebenslänglich mit der Bühne verbunden. d. h. sie werden nicht in den Ruhestand versetzt. Sie sind meistens die ältesten Ehrenmitglieder des Hauses.

Ehrenring des Burgtheaters

A: Der Ehrenring des Burgtheaters wird seit 1. 10. 1955 in unregelmäßigen Abständen von der Kollegenschaft des Burgtheaters nach Vorschlag des Betriebsrats an Mitglieder des Burgtheaters verliehen, die sich der allgemeinen kollegialen, menschlichen und künstlerischen Wertschätzung des Ensembles erfreuen.
W: Der Ehrenring des Burgtheaters wird seit 1. Oktober 1955 in unregelmäßigen Abständen von der Kollegenschaft des Burgtheaters nach Vorschlag des Betriebsrats an Mitglieder des Burgtheaters verliehen.
-> Hauptsatz identisch, nur Monat wurde ausgeschrieben
NEU: Der Ehrenring des Burgtheaters wird seit 1. Oktober 1955 in unregelmäßigen Abständen von der Kollegenschaft des Burgtheaters verliehen. Diese Auszeichnung kann der Betriebsrat vorschlagen.

Ensemblevertreter

A: Ensemblevertreter: 1971 traten die Richtlinien für eine Ensemblevertretung des Burgtheaters in Kraft, ein Mitspracherecht des Ensembles zu Reformvorschlägen bei Besetzungen und Spielplangestaltung.
W: Ensemblevertreter: 1971 traten die Richtlinien für eine Ensemblevertretung des Burgtheaters in Kraft, was ein Mitspracherecht des Ensembles zu Reformvorschlägen bei Besetzungen und Spielplangestaltungen bedeutet. Der derzeitige Ensemblevertreter ist Robert Meyer.
-> Nur Nebensatz leicht umformuliert (was ... -en bedeutet)
NEU: Ensemblevertreter: seit 1971 gibt es die Richtlinien für eine Ensemblevertretung des Burgtheater. Sie haben Recht, bei Besetzungen und bei der Spielplangestaltung mitzusprechen. Der derzeitige Ensemblevertreter ist Robert Meyer.

Vorhangverbot

A: Vorhangverbot: Nach einem fast 200 Jahre lang vollzogenen, ungeschriebenen Gesetz, das auf eine polizeiliche Theaterordnung vom 19. 8. 1798 zurückging, durften einem Hervorruf vor den Vorhang nur Gäste, nicht Ensemblemitglieder folgen; es wurde 1979 aufgehoben.
W: Vorhangverbot: Ein fast 200 Jahre lang vollzogenes, ungeschriebenes Gesetz, das auf eine polizeiliche Theaterordnung vom 19. August 1798 zurückging, schrieb vor, dass sich vor dem Vorhang nur Gäste und Debütanten, aber keine Ensemblemitglieder verbeugen durften; die Tradition wurde allerdings 1979 aufgehoben.
-> Wurde deutlich umgeschrieben (dürfte OK sein)

Vielleicht hat ja AEIOU von Wikipedia abgeschrieben. Unterschtrift nachgetragen von 80.89.107.51 23:15, 20. Mai 2006 (CEST) von Karl Gruber 06:55, 21. Mai 2006 (CEST)

Ich finde, die meisten Definitionen (das waren fast wie Definitionen, sehr knapp und sachlich) habe ich umgeschrieben, das mit Doyen/Doyenne war vielleicht wirklich zu identisch, ehrlich gesagt, wusste ich nicht ganz genau, wie es mit Doyen steht. Daraufhin habe ich WP bei Doyen (!!!!) und auch woanders (vielleicht auch in aeiou) nachgeschaut und da war auch komplett dieser Satz, vielleicht ist er nicht mehr da... Ich hoffe, so geht es. Wie ist es z.B. bei wissenschaftlichen Gesetzen oder juristischen Definitionen? Darf man da auch nicht die exakte wissenschaftliche Definition nehmen, sondern umschreiben, und eher ungenau formulieren? Any other wishes? --Schaufi 23:47, 20. Mai 2006 (CEST)

Ich habe die Umformulierungen eingefügt, ich hoffe, so geht es, mehr umformen will ich nicht, weil es dann Bedeutungsänderungen zur Folge hätte. Außerdem ist die Reihenfolge der Sätze (jeweil ein Satz!) anders (hier alphabetisch, mit anderen Begriffen, in aeiou nicht).--Schaufi 00:24, 21. Mai 2006 (CEST)

Haltloser Vorwurf einer IP

So jetzt hatte ich auf Basis einer alten Version einen Kommentar geschrieben! Muß mir das Ganze nochmal anschauen...--Lou.gruber 10:43, 21. Mai 2006 (CEST)

Hallo, Lou,

entschuldige mich bitte, ich habe gedacht, der Vorwurf kommt von dir. Der IP-User hat nämlich nicht einmal mit seiner IP unterschrieben. Und danke dir! Weißt du, konstruktive Kritik ist mir immer willkommen, der Benutzer wird wohl recht gehabt haben, dass diese zwei Sätze nicht sorgfältig genug umgeschrieben waren, aber so auflisten und markieren, welche Nebensätze in was umgewandlelt worden sind... Jedenfalls schaut der ARtikel -- hoffe ich -- jetzt reiner aus, bezüglich Doyen bin ich auch gescheiter geworden. --Schaufi 12:02, 21. Mai 2006 (CEST)

Zitat

Karl Kraus: „[D]enn ich befasse mich nicht berufsmäßig mit der Verelendung des Burgtheaters. Ich überzeuge mich von ihr höchstens einmal in zwei Jahren[.]“ Die Fackel Nr. 311/312, 23. November 1910, S. 4.

Für Wikiquote. Gruß Griensteidl 18:07, 22. Mai 2006 (CEST)

Lesenswert-Diskussion 18.-25. Mai 2006

Das Burgtheater („Die Burg“, darum werden die Ensemblemitglieder auch „Burgschauspieler“ genannt), ursprünglich k.k. Theater nächst der Burg, dann bis 1918 k.k. Hof-Burgtheater, ist ein Bundestheater Österreichs in Wien und eines der bedeutendsten europäischen Theater.

Es ist zwar kein Zufallsfund, aber für mich trotzdem ich eher ein Kulturbanause bin ein interessanter Artikel. Das so viele rote Links sind, ist bei den vielen Personen logisch und sollte nicht erschrecken sondern anspornen zu weiteren Biographien. Nachdem ich wirklich nur Kleinigkeiten, wie stilistische Verbesserungen gemacht habe, stimme ich mit, natürlich mit

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Pro --Karl Gruber 00:07, 18. Mai 2006 (CEST)

Das einzige was mich etwas irritiert, ist, dass bei Gerhard Klingenberg so viel steht, und bei allen anderen Direktoren garnichts (?) Und hat noch jemand Lust ein paar Infos aus Österreichische Filmgeschichte bezüglich Burgtheater rauszusuchen? So weiß ich zum Beispiel, dass das Burgtheater seinen Schauspielern eine Zeit lang verbot im Film aufzutreten, letztendlich (nach Aufhebung des Verbots) aber dennoch zahlreiche Burgtheater-Schauspieler als Filmschauspieler Karriere machten. Zumindest ein, zwei Sätze zum Verhältnis Burgtheater/Film wären nicht schlecht. Ich kann ja ein anderes Mal diesbezüglich noch weitere Ergänzungen machen! Ansonsten sieht der Artikel aber sehr gut aus! Daher

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Pro -- Otto Normalverbraucher 03:21, 18. Mai 2006 (CEST)

Da ich ziemlich viel am Artikel herumgebastelt habe, stimme ich nicht ab. Otto, Deine Vorschläge werden berücksichtigt, schade, dass Gledhill jetzt schwer erreichbar ist. Soviel ich weiß, hat er vor, auch über die anderen Epochen am Burgtheater ausführlich zu schreiben, er sagte es mir beim Wikitreffen, aber das braucht Zeit, der lange Text über Klingenberg ist erst der Anfang seiner Arbeit. --Schaufi 08:34, 18. Mai 2006 (CEST)

Der Abschnitt Gerhard Klingenbach ist sogut wie nicht lesbar. Stichwortliste ohne Absätze und Struktur. Über den restlich Artikel will ich keine Wertung abgeben, aber allein dieser Punkt reicht mir schon für ein Contra --DustyDingo 23:20, 18. Mai 2006 (CEST)

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    Pro durchaus. Der Artikel gibt einen umfangreichen Einblick in die Geschichte eines der berühmtesten Theater im deutschsprachigen Raum. Was ich persönlich ein wenig störend finde (und deshalb auch für eine Exzellenz ein kontra bedingen würde): die Auflistung der Ensemblemitglieder, Regisseure, Direktoren. Ich denke, hier wären ein paar herausragende Namen im Artikel ausreichend, während die Übersicht als Liste ausgelagert werden sollte. --Iwoelbern 13:32, 18. Mai 2006 (CEST)

    Die Namensliste enthält jetzt schon fast nur die wirklich herausragenden Schauspieler. Ich bin nun wirklich nicht so der Theaterfreak, aber die meisten Namen sind mir ein Begriff. Bei einer der bedeutendsten und zeitweise wohl die bedeutendste deutschsprachige Bühne auch kein Wunder, dass alles was Rang und Namen hat, hier vertreten ist. Da nochmals auszuwählen, ist fast unmöglich. Griensteidl 16:39, 18. Mai 2006 (CEST)
    Das wurde auch schon diskutiert. Da müßte man schon alle rausnehmen, denn wer entscheidet, wer wirklich herausragend ist. Praktisch gesehen wird erstens wird das dann im Laufe der Zeit nur wieder angefüllt. Zweitens verlocken die roten Links noch Artikel zu ergänzen. Wenn alle blau wären, so würde ein Link auf die Kategorie der Burgschauspieler reichen, aber das dauert sicher noch. --Karl Gruber 17:13, 18. Mai 2006 (CEST)

    Die Kategorie würde, denke ich, nicht dasselbe leisten, da dort weder Regisseure noch Direktoren erfasst sind. Ich würde im Zweifelsfall dann aber für komplett auslagern der Liste plädieren. Ein Absatz dazu, dass über die Jahre viele namhafte Schauspieler und Regisseure dort tätig waren und dann ein Link auf die umfassende Liste. Das wäre mein Vorschlag. -- Iwoelbern 18:27, 18. Mai 2006 (CEST)

    • Ein schöner Überblick über die Burg. Durchaus
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      Pro , für lesenswert reicht es allemal. Einige Kleinigkeiten: Bitte die Schreibweise bei Stücken vereinheitlichen (mal kursiv, mal in „“, mal recte). Bei Wiederaufnahme des Betriebs im Ronacher fehlt Datum (das war noch vor Kriegsende, von den Sowjets befohlen). Die erwähnten Uraufführungen sind doch wohl nur eine Auswahl, bitte kennzeichnen. Es gibt eine kollektivvertragliche "Sperrstunde", es darf nur bis 23 Uhr gespielt werden (war bei "Sportstück" ein Problem, die mussten um 18 Uhr anfangen), müsste verifiziert werden. Durch Peymann mieden viele Ensemblemitglieder die Burg, allen voran Brandauer, der 13 Jahre nicht an der Burg spielte. Was schwerer wiegt: Die letzten Jahre sind m.E. überrepräsentiert. In einem Überblick sind Nitsch und die Toten Hosen fehl am Platz. Die übrige Geschichte könnte dagegen noch ausgebaut werden. Für Exzellenz fehlen dann noch: eine genauere Beschreibung des Gebäudes (Fassade, welche Dichter sind drauf, die Ränge im Zuschauerraum etc.), vielleicht Grundriss. Ein Abschnitt Die Wiener und ihre Burg sollte noch rein. Besetzungen und Skandale sind Stadtgespräch, über die man sich mit dem Taxler unterhalten kann/konnte. Und das Burgtheater war schon immer nicht mehr das, was es früher einmal war (Karl Kraus 1910: ...ich befasse mich nicht berufsmäßig mit dem Niedergang des Burgtheaters.). Gruß Griensteidl 19:17, 18. Mai 2006 (CEST)

      Zuerst einmal herzlichen Dank für die zahlreichen konstruktiven Korrekturen und die Anregungen. Griendsteidls Ideen finde ich gut, die Infos werde versuchen, ich in den Artikel einzuarbeiten.

      • @Ensemblemitglieder: Gledhill, der uns jetzt leider nicht lesen kann, meinte, es ist gut, wenn man auf einen Blick sieht, wer im Burgtheater spielt, wichtig ist nur, dass wir die Liste up-to-date halten. Die Namen sind wirklich alle große Namen.absolut drinlassen! Griensteidl 23:26, 18. Mai 2006 (CEST)
      • @Nitsch: ich finde, er muss im ARtikel bleiben, sein Spektakel war ja auch Gesprächsthema Nummer 1, und außerdem ist es jetzt auch Bachlers Konzept, ein Theater zu führen, das für alles offen ist. Ich bin kein Nitsch-Fan, aber das war schon etwas, was es vorher hier nicht gegeben hatte. Und als Absatz mit Schlingensief passt es gut in den Artikel hinein. Das mit den Toten Hosen ist schon ewig drinnen, aber auch Trivia sind Bestandteile guter ARtikel, gerade das macht sie oft interessant und "lesenswert". Das zeigt nun auch, wie vielseitig dieses Theater benutzt wird. Auch der Brand war ein wichtiges Ereignis. Ich würde also diese "News" nicht streichen. Dann sollten aber die Misthaufen vor der Türe anlässlich von Heldenplatz auch rein ;) Bachler-Nachfolge sollte auch langsam rein. Griensteidl 23:26, 18. Mai 2006 (CEST)
      Sind schon drinnen (das Heldenplatz-Thema ist allerdings schon lange drinnen, die Misthaufen sind im neuen Absatz über die Wiener mit ihrer Burg) Bachler-Nachfolge: ich weiß nicht, ob man hier Spekulationen verbreiten soll, oder weißt du schon Näheres? Die Ausschreibung steht schon längst drinnen. Bald kommt die Entscheidung, ich werde den Absatz sofort aktualisieren! --Schaufi 10:45, 19. Mai 2006 (CEST)
      Nachfolge: mein Fehler, habe das mit Pflegerls Nachfolger in Klagenfurt verwechselt, der steht schon fest. Griensteidl 14:38, 19. Mai 2006 (CEST)

      • @Burg heute, Überpräsenz: Gledhill will die anderen Epochen auch besser "ausarbeiten". Dieses Jahr war ein Jubiläumsjahr und musste dementsprechend präsentiert werden.
      • @Grundriss: da brauche ich Hilfe, ich nehme an, man kann den Grundriss nicht einfach von der HP kopieren. Wer erstellt hier Schaubilder und ähnliches?
      • @Kollektivvertrag: wichtige Info, danke! Das muss aber überprüft werden, das ist jetzt 8 Jahre her und ich zitiere nur aus dem Kopf Griensteidl 23:26, 18. Mai 2006 (CEST) Ich habe es aber hineingeschrieben... soll ich den Satz streichen??? Ich kann mal fragen, das nächste Mal bietet sich aber erst am 12. Juni, jemanden zu fragen. --Schaufi 10:45, 19. Mai 2006 (CEST)

      • @Die Wiener und ihre Burg: gefällt mir sehr-sehr gut. Gruß --Schaufi 22:44, 18. Mai 2006 (CEST)
      Erledigt, bzw. angefangen, bitte, wer es noch ergänzen kann...(ich bin keine Wienerin, sondern Ungarin, habe nur eine Ahnung von der Wiener Seele, ich versuche sie seit einigen Jahren zu verstehen... --Schaufi 10:45, 19. Mai 2006 (CEST)

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        Pro erlaube ich mir zu sagen als jemand, der den Artikel gelegentlich ergänzt hat, aber nicht als Hauptautor anzusehen ist. WP hat keinen vergleichbar umfassenden Artikel über ein Theater. Das Thema wird von allen Seiten und äußerst detailliert beleuchtet. Eine dermaßen gute Information über das Burgtheater ist sonst nirgendwo zu bekommen, nur in der WP. Man erfährt auch (sonst ebenfalls nur schwer zu recherchieren), welche großen Schauspieler/innen schon alle am Burgtheater gespielt haben, ob nun im Ensemble oder als Gäste. Enorm wertvolle Informationen und nicht nur für Theater- oder Filmfreunde von höchstem Interesse. Ebenso gewinnt man einen Überblick über die vielen wichtigen Regisseure und teils auch über ihre Inszenierungen. Das Gebäude und die Technik werden sehr gut dargestellt. Die Bebilderung ist schlicht vorbildlich. Einige Unausgewogenheiten (etwa bei den Direktionen) werden in Zukunft wohl behoben werden, da ist ein Ausbau wünschenswert in Hinblick auf eine "Exzellenz"-Kandidatur. "Lesenswert" ist dieser Artikel aber jetzt schon. Und sogar mehr als das. --Gledhill 00:56, 19. Mai 2006 (CEST)

        Gledhill, danke für deine Stimme, sei nicht so bescheiden, ohne deine gelegentlichen Ergänzungen und Ratschläge wäre der Artikel jetzt nicht hier! @Griensteidl: Ich habe jetzt einen Absatz über die Wiener und ihre Burg geschrieben, ein bisschen anekdotisierend, vielleicht kann noch jemand etwas dazu schreiben und es enzyklopädisch relevanter machen. Ich bin allerdings auch nicht die Hauptautorin, den Artikel gibt es schon lange, ich ändere ihn aber regelmäßig. Ich bin für die Ideen, Anregungen dankbar. --Schaufi 10:09, 19. Mai 2006 (CEST)

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          Neutral Neutral , aus zwei gründen. zum einen kommt das gebäude zu kurz. die baugeschichte wird in der allgemeinen geschichte nur schlagwortartig angerissen, eine baubeschreibung ist fast nicht zu erkennen. zum anderen sind formale defizite zu erkennen. listen metastasieren durch die gesammte zweite hälfte des artikels. hier wäre eine kategorie für die schauspieler oder eine extra liste angebrachter! viele fettungen und kursive worte stören das typographische erscheinungsbild erheblich. --Carroy 10:22, 19. Mai 2006 (CEST)

          Das mit den Kategorien haben wir schon mehrmals besprochen. In der Kategorie steht "Burgschauspieler" -- ob ehemaliger, Gast, oder Ensemblemitglied, geht nicht hervor. Außerdem fehlen viele Biografien (die werden aber Tag für Tag mehr), aus roten Links kann man keine brauchbare Kategorie machen. Listen: manchmal sind sie wichtig, wie soll man sonst die Regiesseure, Uraufführungen usw. aufzählen? Eine Extraliste ist vielleicht mal überlegenswert. Viele mögen das Burgtheater-ABC nicht ("Liste"), ich finde jedoch, dass es eine schon sehr verbalisierte Liste mit viele Fließtext ist, die fett gedruckten Wörter dienen zur Orientierung. Wo könnte man sonst z.B. Infos zur Komparserie des Burgtheaters suchen? Ich finde die Punkte dennoch nicht lang genug, um daraus Absätze zu machen. Das mit der Baubeschreibung wurde schon kritisiert, wir arbeiten daran, auch du bist herzlich eingeladen -- ich glaube aber (ich habe diesen Absatz sehr wenig bearbeitet, darum traue ich mich, mich dazu zu äußern), dass die Teile über den Bau für lesenswert ausreichen (es ist keine Exzellenz-Kandidatur!)--Schaufi 10:39, 19. Mai 2006 (CEST)
          c'est la vie... sind wir eben unterschiedlicher meinung.--Carroy 11:02, 19. Mai 2006 (CEST)
          Kleine Korrektur, nur die Ensemblemitglieder sind in der Burgschauspieler. Da ergibt sich nämlich mit ein Problem, die Ensemblemitglieder sind die einzigen, die man so auslagern könnte, wobei dann keine fehlenden aufscheinen. Für die Ensemblemitglieder eine Zeile und die Gastschauspieler aufzählen, schaut noch viel besch.. aus. --Karl Gruber 23:33, 19. Mai 2006 (CEST)

          Ich habe jetzt etwas über das Gebäude geschrieben, die Kritik übers Fehlen der Darstellungen an der Fassade war berechtigt, hoffentlich reicht es einmal für lesenswert, ich versuche, noch etwas mehr darüber zu finden. Zu Karls Bemerkung: ein anderes Problem mit der (amsonsten sehr nützlichen) Kategorie ist, dass sie die ehemaligen und die jetzigen Ensemblemitglieder gemischt enthält, deswegen ist die Liste im Artikel informativer. Eine Spur akzeptabler wäre natürlich ein Listenartikel, aber wie Karl gesagt hat, schaut es dann ganz komisch aus, wenn die Gäste aufgezählt werden, und bei den Ensemblemitgliedern nur ein Link steht. --Schaufi 15:14, 20. Mai 2006 (CEST)

          Hallo! Ich habe viele von Kritikern erwähnte Punkte verbessert, ergänzt. Die meisten haben bemängelt, dass zu wenig über den Bau im Artikel steht. Nun, jetzt steht wesentlich mehr darüber, die Dichter und die Allegorien an der Fassade, die Deckengemälde, dann auch etwas über den Wiederaufbau nach dem Krieg. Zu den Listen und zu Klingenberg habe ich schon meine Meinung geschrieben. Die Begriffe Doyen/Ehrenmitglied sind jetzt klar voneinander abgegrenzt. Es gibt einen Artikel über das Verhältnis der Wiener zu ihrer Burg. Feinschreiber war so nett und korrigierte den Text typographisch und stilistisch/grammatisch.--Schaufi 15:59, 21. Mai 2006 (CEST)

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          Pro für lesenswert schon sehr gut. Beim ABC hat mich gestört Das Burftheater ist abergläubig. Kann ein Gebäude diese Eigenschaft haben? --Decius 16:26, 22. Mai 2006 (CEST)

          Du hast Recht, der Satz klang so wirklich komisch (zugegeben, er war von mir). Ich habe ihn gestrichen, auch weil dieser Satz mittlerweile wortwörtlich auf einer Internetseite zu lesen ist - die haben ihn sicher abgeschrieben, weil dieser Absatz vollkommen eigenständige Arbeit war, aufgrund einer Fernsehsendung im ORF, aber Ruhe ist besser, bevor noch jemand URV schreit. Es soll beim Brugtheater einen aktiven „Burgtheatergeist“ geben, ich werde mich herumhören, vielleicht finde ich noch etwas Genaueres darüber. Gruß und danke für die pro-Stimme! --Schaufi 22:22, 22. Mai 2006 (CEST)

          • Contra. Eine Sammelsuriums-Abschnittsüberschrift wie "Kleines Burgtheater-ABC" zeigt, dass der Artikel vom Aufbau her nicht fertig ist. --AndreasPraefcke AndreasPraefcke 12:49, 23. Mai 2006 (CEST)

          Das "Sammelsurium" ist halt eine Sammlung von interessanten (ich erlaube mir zu schreiben, lesenwerten) Sachen, die ebenso zum Haus gehören, wie historische Fakten. Das Burgtheater ist nicht irgendeine Pimperlbühne, sondern eine Institution mit Traditionen. Es ist nicht allgemein bekannt, wer z.B. ein Doyen ist, und was man unter Vorhangsgesetz verstand. Wenn man das ABC und "Trivia" weglässt, geht ein wichtiger Bestandteil des Artikels verloren, und was übrigbleibt, kann man vielleicht in jedem Reiseführer lesen. Wiki-Artikel sollten etwas Besonderes sein, die Sachen aus möglichst vielen Aspekten beleuchten, natürlich ohne persönliche Meinungen einzubauen. Ich glaube, ich habe mein Bestes getan. Mein Ziel war es, auch Leute auf das Burgtheater neugierig zu machen, die noch nie in Wien waren, und ihnen ein möglichst genaues und plastisches Bild von diesem Haus zu malen. Anscheinend habe ich deinen Geschmack nicht getroffen. --Schaufi 13:50, 23. Mai 2006 (CEST)

          Solche Sachen sollten nicht alphabetisch geordnet sein, sondern in einem Fließtext als Beispiele für "Tradition" oder sonstwie eingarbeitet werden. So ist das ein Lexikon im Lexikon, dessen Aufbau sich mir nicht erschließt. Halt was für einen "Wußten sie schon..."-Prospekt oder einen Reiseführer, aber m. E. nichts für die Wikipedia (ich meine rein formal, nicht inhaltlich). --AndreasPraefcke AndreasPraefcke 15:20, 23. Mai 2006 (CEST) PS. NOch was: Der Abschnitt "Direktoren" ist schlicht nicht fertig. Einerseits ist das eine Liste mit Links (was m. E. reicht, der Rest gehört unter Geschichte), und am Ende ausufernde Biographien, die in die Einzelartikel gehören). --AndreasPraefcke AndreasPraefcke 15:23, 23. Mai 2006 (CEST)
          Das mit den Direktoren ist ein Manko, ich weiß, es wird aber daran gearbeitet, ist kein vergessenes Kind (auch ich würde befürworten, einen Teil des Textes über Klingenberg in den Einzelartikel zu transferieren), ich denke aber, das ist noch nicht die Exzellenz-Kandidatur. "Tradition" als Titel gefällt mir gut, ich überlege es mir, andererseits finde ich die alphabetische Reihenfolge deswegen nicht schlecht, weil man so schnell alles findet. Gruß --Schaufi 16:00, 23. Mai 2006 (CEST)
          Das ABC kann man in einen Abschnitt "Traditionen" geben. Was die Direktoren betrifft, so gibt es hier Ungleichgewichtigkeiten. Aber die sind bei einem "lesenswerten" Kandidaten auch erlaubt. Schlimmer wären ja eher Auslassungen und Leerstellen. Die sind aber nicht festzustellen. Somit sollte dieses Problem erledigt sein und kein Problem für ein "Lesenswert" darstellen. --Gledhill 16:51, 23. Mai 2006 (CEST)

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          Pro gute Recherche, gut geschrieben, verständlich und ziemlich umfassend. Fast schon zu gut für nur lesenswert! :-)) --Hieke 14:10, 23. Mai 2006 (CEST)

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          Pro Schade, ich hätte gerne ein Pro-Pro. Aber so wie es ausschaut, muss ich es billiger geben. ;-)Mich stört es nicht, dass das "Sammelsurium" alphabetisch gehalten ist, da es dadurch übersichtlicher und wahrscheinlich auch kürzer gehalten werden kann als im Fließtext. Dieser hätte dann einfach zu viele geistige Bocksprünge. --GuentherZ 19:14, 23. Mai 2006 (CEST)

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          Pro Sehr lesenswerter Artikel, Umfangreich und tiefgehend recherchiert! Gefällt mir sehr gut, auch wenn es vielleicht für ein Lexikon fast schon zu lang ist, stimmt die Qualität. --Andreas.poeschek 20:19, 23. Mai 2006 (CEST)

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          Pro Lesenswert auf alle Fälle, mit einer mehrfach angesprochenen Ausnahme. Auch IMHO gehört der Abschnitt mit Direktoren, Schauspielern (die reine Aufzählung) ausgelagert. Mit dem ABC hab ich weniger Probleme. --Geiserich77 20:25, 23. Mai 2006 (CEST) Und bitte wenn dann eine reine Liste der Direktoren und die Texte in die Geschichte rein, oder noch besser hier ganz weglassen. --Geiserich77 20:27, 23. Mai 2006 (CEST)

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          Pro

          Pro , manch exzellenter Artikel läßt eine vergleichbare Detailfülle vermissen! Was die Kritikpunkte betrifft: Wir stimmen hier "nur" über lesenswert ab. Wenn für alles was jetzt noch bemängelt wird, eine Lösung eingearbeitet ist, braucht man über "exzellent" eigentlich gar nicht mehr abstimmen...--Herbert Ortner 20:52, 23. Mai 2006 (CEST)

           Diese Disk. ist beendet --JHeuser 07:12, 25. Mai 2006 (CEST)

          Fehler

          1936, während der Direktion Max Burckhards, drehte Willi Forst den Spielfilm Burgtheater, der von einem alternden, sich noch einmal verliebenden Burgschauspieler – dargestellt von Werner Krauß – erzählt. Die Zeit der Handlung war 1897,

          Max Burckhard war von 1890 - 1898 direktor des Burgtheathers ich denke nicht das der Film während seiner direktion gedreht wurde ;) allerdings handelt der film wahrscheinlich in seiner Zeit als Direktor am Burgtheater. bitte um richtigstellung der satz is mehr als verwirrend

          Richig, und Entschuldigung, dieser Absatz (mit dem Satz über den Film) wurde mehrmals umformuliert, unter anderem auch von mir (aber nicht nur von mir), wichtig ist, dass jemand mich auf diesen Fehler aufmerksam machte, danke! --Schaufi 22:26, 5. Jul 2006 (CEST)

          Layout

          Ich hätte zwei Anregungen (im Sinne von konstruktiver Kritik) das Layout betreffend:

          • Im Fall von reichlich bebilderten Abschnitten (konkret: Bühnentechnik und andere technische Besonderheiten) entsteht nach dem darauffolgenden Abschnittsnamen aufgrund der Bilder des Folgeabschnitts ein "Textloch", das optisch nicht sehr schön anzusehen ist. Wenn man weder den Text künstlich strecken noch auf Bilder verzichten will, fielen mir noch die Varianten ein, entweder eine links-rechts-Kombination bei den Bildern zu versuchen, oder aber einige Bilder am Abschnittsende als "gallery" einzufügen, wie z.B. am Ende des Artikels über die Wiener Staatsoper.

          • Direktoren des Burgtheaters, Gerhard Klingenberg: rund anderthalb Seiten Fließtext, ohne Absatz, mit viel Blau und Rot: meines Erachtens wird dadurch die Freude am Lesen herabgesetzt. Vorschlag: Die Liste lediglich auf Namen und Direktionszeiten beschränken, und im Anschluß Unterabschnitte für die Direktionszeiten Klingenberg, Benning, Peymann und Bachler anfügen, wo der Fließtext mit Absätzen bzw. Aufzählungs-Punkten in eine lesbarere Form gebracht werden kann.

          Ich stelle das hier mal zur Diskussion, vielleicht gibt es ja noch andere Ideen. lg --Invisigoth67 11:47, 21. Aug 2006 (CEST)

          Hallo, danke für die Anregungen! Ich habe vor, im September den Artikel zu überarbeiten. Der Klingenberg-Absatz ist nicht von mir, ich glaube, das hat schon vor Monaten jemand eingefügt, ich wäre dafür, das in den Klingenberg-Artikel einzuarbeiten, und wir sollten uns hier auf wesentliche, kurze Beschreibungen der Direktionen beschränken, Gledhill hat versprochen, über die anderen Ären zu schreiben. Eine Auflistung der Inszenierungen in dieser Form ist in diesem Artikel jedoch tatsächlich nicht nötig. Zu den Bildern: ehrlich gesagt, mag ich die "Bildergalerien" nicht, irgendwie schaut man sich nicht mehr so gern an, wenn sie so zum Schluss erscheinen (auch im Artikel über die Staatsoper mag ich sie nicht), dafür sind ja die Commons-Bildersammlungen, die meistens sowieso im Artikel verlinkt sind. Ich finde, die Illustrationen sollten den Text ergänzen, am Layout kann ich leider nicht so viel ändern, weil ich mich technisch nicht so gut auskenne. Links-rechts zu variieren klingt gut, aber die Lesbarkeit sollte nicht beeinträchtigt werden.--Schaufi 14:13, 21. Aug 2006 (CEST)

          Möchte Invisigoth67 zustimmen, das Kapitel über die Direktoren des Burgtheaters ufert aus, und ist auf grund seiner Struktur schwer lesbar. Einzelne Direktoren sind auch nur durch Suchen, aber nicht auf den ersten Blick im Text zu finden. Da die Beschreibungen zu vielen Direktoren eher länglich sind, wäre es auch möglich, Unterüberschriften je Direktor/Direktion einzuführen und den Text dahinter besser in Absätze zu gliedern. Mit den roten Links habe ich wenig Probleme, das darf in WP so sein (!). Allerdings sollten nur im Kontext sinnvolle Links, die den Leser Zusatznutzen bieten, auch als Links ausgeführt werden.
          Gilt analog auch für andere Teile des eher umfangreichen Werks. Vielleicht lassen sich ja Teile in eigene Artikel auslagern, etwa die Direktionen? ---Herzi Pinki 23:51, 22. Sep 2006 (CEST)

          link auf Baden

          Unter Hermann Röbbeling gibt es einen Link auf Baden, sollte vermutlich Baden sein, aber das wäre raten! Wer hat genaue Quellen? --Herzi Pinki 00:05, 23. Sep 2006 (CEST)

          Fotos vom alten Burgtheater

          Hab ich eigentlich noch niemand drauf aufmerksam gemacht dass ich Fotos vom alten Burgtheater eingescannt habe? Vielleicht kann man sie ja als Galerie in den Artikel einbauen? Wenn nicht, auch egal - muss man halt auf die Commons schauen. Hier jedenfalls die Bilder zum begutachten: :Bild:Michaelerplatz altes Burgtheater.jpg, :Bild:Altes Burgtheater Buehne 1880.jpg, :Bild:Altes Burgtheater Nottreppen 1880.jpg, :Bild:Altes Burgtheater Eingang 1880.jpg -- Otto Normalverbraucher 01:18, 23. Sep 2006 (CEST)
          Hallo, Otto, wie geht's? Danke für die Erinnerung an die Bilder. Ich habe sie jetzt einmal so eingebaut, wie es mir am sinnvollsten erscheint. Wie wäre die Galerie beschaffen, die du vorgeschlagen hast? Ich hab das noch nie gemacht. Schöne Grüße --Gledhill 03:20, 23. Sep 2006 (CEST)
          Hallo ebenfalls! Also mir gehts noch gut - aber das Maturajahr hat es sicher noch in sich! Und wie gehts dir? Irgendwie warn in den Ferien (die ja eigentlich nur für Schüler gelten sollten) alle nicht besonders viel anwesend, oder kommt mir das nur so vor? Also mit der Galerie sähe das zB. so aus:
           Bild:Michaelerplatz altes Burgtheater.jpg|Altes Burgtheater
           Bild:Altes Burgtheater Eingang 1880.jpg|Ehemaliger Eingang
           Bild:Altes Burgtheater Buehne 1880.jpg|Blick auf die Bühne
           Bild:Altes Burgtheater Nottreppen 1880.jpg|Nottreppen

          Aber so wie du es gemacht hast ist eh auch ganz gut - vermutlich sogar besser. Ich persönlich bin nämlich garnicht so ein großer Fan von Galerien dieser Art, da die Bilder so klein sind, und die Galerie sich so schlecht an den Artikel anpasst. SG -- Otto Normalverbraucher 14:51, 23. Sep 2006 (CEST)



          Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Burgtheater und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).