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Burschenschaft

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Der Artikel Burschenschaft gehört zur Kategorie: Studentenverbindung

Eine Burschenschaft ist eine Form einer Studentenverbindung. Fälschlicherweise wird in der Öffentlichkeit aber der Begriff "Burschenschaft" oft als Überbegriff für alle Studentenverbindungen verwendet. Indes sind deutsche Burschenschaften nur die viertgrößte Gattung von Studentenverbindungen, etwa 10-15 Prozent (ca. 150-200 von 1500-2200) aller studentischen Verbindungen sind Burschenschaften, der größte Teil davon tatsächlich "Deutsche Burschenschaften". Fast alle Burschenschaften zeichnen sich durch ihr Bekenntnis zur Herkunft aus der sogenannten Urburschenschaft aus, egal in welche Richtung sie sich in heutiger Zeit entwickelt haben.

Die Burschenschafts-Bewegung entstand in Deutschland 1815, griff dann aber weit über den deutschen Sprachraum hinaus nach Mitteleuropa und zog Gründungen ähnlicher Studentengemeinschaften in Polen, Russland, Ungarn und im Baltikum nach sich.

Da insbesondere die Mitgliedsbünde des größten burschenschaftlichen Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB) aus diesem Verständnis politisch tätig sind, erhalten Burschenschaften oftmals die größte öffentliche und mediale Aufmerksamkeit und prägen so das Bild aller Studentenverbindungen maßgeblich mit. So gelten Studentenverbindungen in der öffentlichen Wahrnehmung oft als politisch rechtsgerichtet oder gar rechtsradikal. Viele andere studentischen Korporationen wollen jedoch nichts mit Burschenschaften zu tun haben, geschweige denn selbst Burschenschaft genannt werden.

Die Mitglieder einer Burschenschaft heißen Burschenschafter (salopp auch Buxen), keinesfalls aber "Burschenschaftler" (mit L), wie es oft fälschlich insbesondere in verbindungs- und burschenschaftskritischen Veröffentlichungen zu lesen ist.

Im Schriftverkehr wird „Burschenschaft“ oft mit "B!" abgekürzt.

Die meisten Studentenverbindungen nehmen nur männliche Studierende auf; die Deutsche Burschenschaft darüber hinaus nur Deutsche.

Geschichte

Siehe auch: Geschichte der Studentenverbindungen

Entstehung und Programm

Abbildung
Ausschnitt aus dem "Stamm-Buch" der Urburschenschaft in Jena, hier mit dem Eintrag von Heinrich von Gagern, dem späteren Präsidenten der Frankfurter Nationalversammlung
Bildherkunft

Die Burschenschaften entstanden nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon. Dabei hatten viele Studenten u.a. im Lützowschen Freikorps mitgekämpft. Sie setzten sich danach in der Zeit des Vormärz die Abschaffung der deutschen Kleinstaaterei, die Durchsetzung einer demokratischen Verfassung im Rahmen der Monarchie und die Schaffung eines gesamtdeutschen Reiches zum Ziel.

Die am 12. Juni 1815 in Jena gegründete Urburschenschaft bestand aus Gruppen mit nationalen, christlichen und freiheitlichen Ideen. Zu ihren geistigen Wegbereitern gehörten u.a. Ernst Moritz Arndt, „Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn und Philosophen wie Johann Gottlieb Fichte. Sie forderte mit den Werten „Ehre-Freiheit-Vaterland" staatsbürgerliche Verantwortung, ethnische Solidarität und individuelle Freiheitsrechte zugleich ein. Möglich war diese Synthese verschiedener Elemente durch den elitären Ansatz, der in erster Linie die Pflicht des Einzelnen, für das Ganze einzutreten, betonte.

In der Verfassungsurkunde der Jenaischen Burschenschaft vom 12. Juni 1815 heißt es:

Erhoben von dem Gedanken an ein gemeinsames Vaterland, durchdrungen von der heiligen Pflicht, die jedem Deutschen obliegt, auf Belebung deutscher Art und deutschen Sinnes hinzuwirken, hierdurch deutsche Kraft und Zucht zu erwecken, mithin die vorige Ehre und Herrlichkeit unsres Volkes wieder fest zu gründen und es für immer gegen die schrecklichste aller Gefahren, gegen fremde Unterjochung und Despotenzwang zu schützen, ist ein Teil der Studierenden in Jena zusammengetreten und hat sich beredet, eine Verbindung unter dem Namen einer Burschenschaft zu gründen.

Der vaterländische Gedanke war die wichtigste Idee, für die sich sehr viele Studenten begeistern konnten. Um diese Gesinnung der ganzen Welt mitzuteilen, wurde am 17. Oktober 1817 auf der Wartburg bei Eisenach ein Burschenfest gefeiert, an dem etwa 600 Burschen aus ganz Deutschland teilnahmen. Das Festdatum war bewusst gewählt, um der Reformation Martin Luthers und zugleich an den Sieg über Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig zu erinnern.

Nach emotionalisierenden Festreden forderte Professor Jakob Friedrich Fries (1773-1843) aus Jena eine Bücherverbrennung von Schriften, die als reaktionär, antinational oder undeutsch galten. Darunter waren Werke des August von Kotzebue, Karl Leberecht Immermann, der Code Napoléon sowie die „Germanomanie” des jüdischen Schriftstellers Saul Ascher den Flammen übergeben. Letzterer hatte sich in seinem Werk über das beginnende "Deutschlandgefühl" abfällig geäußert. Auf Grund des hohen Wertes von Büchern wurden jedoch keine Bücher, sondern mit deren Titeln beschriftete Makulaturbündel verbrannt. Dies war zu der Zeit nichts außergewöhnliches, doch wurden auch Symbole der französischen und der Fürstenherrschaft, wie ein Schnürleib, ein Zopf und ein Korporalstock verbrannt, was nach der damaligen Auffassung die eigentliche Sensation war. Bei der Verbrennung wurde u.a. seitens der Burschenschafter dreifach „Wehe über die Juden!" gerufen.

Wenig später beschloss die Burschenschaft, Juden nicht aufzunehmen, da diese ein eigenes Volk im Volk wären und kein Vaterland hätten. Später, nach Abkehr vom christlichen Glauben und Aufspaltung in germanische und arminische Linie, wurde der Beschluss um 1830 fallengelassen und bis etwa 1871 konnten Juden problemlos Mitglieder in Burschenschaften werden.

Abbildung
Der Burschenschafter Hoffmann von Fallersleben in altdeutscher Tracht, Gemälde von 1819
Bildherkunft

Die Versammlung auf der Wartburg 1817 formulierte und beschloss dann gemeinsame Grundsätze und Ziele, um allen deutschen Burschenschaften ein gemeinsames politisches Programm zu geben:

  • politische, religiöse und wirtschaftliche Einheit Deutschlands
  • Aufhebung der Zollschranken
  • Ausbau der Wehrkraft
  • Entwicklung der konstitutionellen Monarchie mit vaterländischer Verfassung
  • Gleichheit vor dem Gesetz,
  • Einführung des Prinzips nulla poena sine lege (Latein: keine Strafe ohne Gesetz)
  • Schutz von Freiheit und Eigentum
  • Rede- und Pressefreiheit, Freizügigkeit

Das Programm griff also wesentliche liberale Ideen der französischen Revolution auf, obwohl die Burschenschafter diese ablehnten. Sie betteten sie in eine "vaterländische" und "wehrhafte" Monarchie ein.

Die bürgerlichen Rechte finden sich heute in allen europäischen Verfassungen, auch dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, während die Monarchien fast überall abgeschafft wurden.

Im folgenden Jahr kam es an vielen Universitäten zur Gründung von Burschenschaften, die diese Grundsätze vertraten. Diese verstanden sich anfangs nicht als Vielzahl unabhängiger Burschenschaften, sondern als Teil einer einzigen großen Burschenschaft, die die gesamte Studentenschaft umfassen und alle bisher bestehenden Studentenverbindungen ablösen sollte: der "Allgemeinen deutschen Burschenschaft".

Die Vereinigung wurde letztlich nicht erreicht, da die Bewegung mittlerweile stark zersplittert war und die Corps weiterhin an ihren alten Traditionen festhielten. So gab es - zumindest an den großen Universitäten - weiterhin mehrere Corps und jetzt auch mehrere Burschenschaften.

Vom Wartburgfest bis zur Paulskirchenversammlung

Abbildung
August von Kotzebues Ermordung (Zeitgenössischer kolorierter Kupferstich)
Bildherkunft

Abbildung
Sands Ende auf dem Schafott (Zeitgenössischer kolorierter Kupferstich)
Bildherkunft

1819 ermordete der Burschenschafter Karl Ludwig Sand den Schriftsteller und angeblichen russischen Agenten August von Kotzebue, dessen Werk "Geschichte des deutschen Reichs" beim Wartburgfest auch verbrannt worden war. Daraufhin erließen die im Deutschen Bund versammelten Regierungen strenge Verbote jeder studentischen Organisierung an Hochschulen und anderswo. Diese - nach dem Tagungsort des Bundestages benannten - Karlsbader Beschlüsse gingen maßgeblich auf den Einfluss des österreichischen Staatskanzlers Fürst Metternich zurück. Ihretwegen waren viele Burschenschafter in den nächsten Jahren staatlicher Beobachtung und Verfolgung ausgesetzt. Es wurde festgelegt, dass für jede Universität ein "landesherrlicher Bevollmächtigter" zu ernennen sei, der vor Ort genau kontrollierte, ob die Professoren den Studenten politisch unliebsame Ideen vermittelten. Wichtigstes Gremium wurde die Mainzer Zentraluntersuchungskommission, der jede Auffälligkeit zu melden war. Missliebige Professoren konnten von der Universität verwiesen werden und erhielten im ganzen Deutschen Bund Berufsverbot ("Demagogenverfolgungen").

§. 3. Die seit langer Zeit bestehenden Gesetze gegen geheime oder nicht autorisirte Verbindungen auf den Universitäten sollen in ihrer ganzen Kraft und Strenge aufrechterhalten, und insbesondere auf den seit einigen Jahren gestifteten, unter dem Namen der allgemeinen Burschenschaft bekannten Verein um so bestimmter ausgedehnt werden, als diesem Verein die schlechterdings unzulässige Voraussetzung einer fortdauernden Gemeinschaft und Correspondenz zwischen den verschiedenen Universitäten zum Grunde liegt. Den Regierungs-Bevollmächtigten soll in Ansehung dieses Punktes eine vorzügliche Wachsamkeit zur Pflicht gemacht werden.

Die Regierungen vereinigen sich darüber, daß Individuen, die nach Bekanntmachung des gegenwärtigen Beschlusses erweislich in geheimen oder nicht autorisirten Verbindungen geblieben oder in solche getreten sind, bei keinem öffentlichen Amte zugelassen werden sollen.
Karlsbader Beschlüsse – Universitätsgesetz vom 20. September 1819

In weiterer Folge kehrte die Burschenschaft dem christlichen Glauben den Rücken und lehnte sich im Geheimen, um Anerkennung zu gewinnen, den alten Corps an und übernahm deren Mensurstandpunkt (die Urburschenschaft war noch nicht-schlagend und mensur-ablehnend gewesen). Gleichzeitig zersplitterte sie in eine radikal-republikanisch-nationale Linie ("Germania") und eine hochschulpolitisch-freidenkerisch-liberale Linie ("Arminia"). Noch heute sind in vielen Städten Burschenschaften namens Arminia und Germania zu finden, auch wenn diese Namen heute keine Bedeutung mehr für die Ausrichtung haben.

Nach der Julirevolution in Paris 1830 nahm die deutsche Demokratiebewegung wieder zu. Nach und nach wurden die Verbote wieder gelockert. Auf dem Hambacher Fest 1832 wurden erstmals die Burschenschaftsfarben Schwarz-Rot-Gold (Couleur) auch von Nicht-Studenten verwendet. Sie wurden zum Symbol der Demokratiebewegung in Deutschland und darum später zur Staatsflagge der Weimarer Republik, der Bundesrepublik Deutschland und auch der DDR.

Es waren vor allem Burschenschafter hauptsächlich aus Heidelberg und Würzburg, die im Jahre 1833 den Frankfurter Wachensturm organisierten, mit dem Waffen und die Kasse des Deutschen Bundes erobert werden sollten, was zur Auslösung eines bewaffneten Volksaufstandes hätte führen sollen. Das Scheitern dieser Aktion, bei der es neun Tote und 24 Verletzte unter den Aufständischen gab, stellte einen schweren Rückschlag für die burschenschaftliche Bewegung dar. Die meisten Gründungsdaten heute noch existierender Burschenschaften liegen nach diesem Datum.

Der Bundestag setzte eine Untersuchungskommission ein, die jahrelange, ausgedehnte Nachforschungen nach den Verschwörern und ihren Hintermännern anstellte. Bis 1838 schrieb diese mehr als 1.800 Personen zur Fahndung aus. Wegen Hochverrats wurden schließlich 39 Personen zum Tode verurteilt, später jedoch zu - zum Teil lebenslänglichen - Haftstrafen begnadigt.

Am 10. Januar 1837 gelang es sechs der zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilten Burschenschafter mit Hilfe von außen, dem Gefängnis zu entfliehen. Die Sympathie der Bevölkerung war auf ihrer Seite. Gegen die Suchmaßnahmen der Behörden wurde Spottverse gedichtet, die noch heute in studentischen Liederbüchern stehen und regelmäßig gesungen werden.

Die freie Republik
In dem Kerker saßen zu Frankfurt an dem Main
schon seit vielen Jahren sechs Studenten drein,
die für die Freiheit fochten und für das Bürgerglück
und für die Menschenrechte der freien Republik

Und der Kerkermeister sprach es täglich aus:
Sie, Herr Bürgermeister, es reißt mir keiner aus.
Aber doch sind sie verschwunden abends aus dem Turm,
um die zwölfte Stunde, bei dem großen Sturm.
...
Doch sie kamen wieder mit Schwertern in der Hand
Auf, ihr deutschen Brüder, jetzt geht's fürs Vaterland.
Jetzt geht's für Menschenrechte und für das Bürgerglück.
Wir sind doch keine Knechte der freien Republik.
(Verfasser unbekannt, um 1837, Volltext bei Wikisource unter http://de.wikisource.org/wi...

Das Lied Die freie Republik wurde unter anderem auch von Hannes Wader interpretiert und auf Tonträgern veröffentlicht.

Viele Burschenschafter waren eine treibende Kraft der Revolution von 1848. Infolge der Einrichtung einer Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche wurden die Karlsbader Verbote endlich aufgehoben.

Die katholische Kirche hingegen sah in den Burschenschaften zunehmend eine Gefahr für die Sittlichkeit und den Glauben und ahndete die Mensur mit der Tatstrafe der Exkommunikation. Daraufhin kam es - vor allem im preußisch-protestantisch dominierten Deutschland - zur Unterdrückung katholischer Studierenden durch andere Korporationen, weswegen auf Initiative der Kirche und einzelner Pfarrer nach und nach katholische Studentenverbindungen gegründet wurden, die sich - um die Burschenschaften zu provozieren - fast genau deren Aussehen und Brauchtum gaben, ohne deren Ideologie zu teilen. CV und KV entstanden, teilweise wird das bis heute von Teilen der Burschenschaft (insbesondere in Österreich) als Affront verstanden.

1859 kam es beim 100. Geburtstag von Friedrich Schiller zu ersten offiziellen Gründungen von Burschenschaften auf dem Gebiet des österreichischen Kaiserreiches. Zuvor hatte Metternich dort ein Koalitionsverbot mit effizienten Unterdrückungsmethoden durchsetzen können. Erst nach der verlorenen Schlacht von Solferino musste Kaiser Franz Joseph II. Zugeständnisse an die Bürger in Form von liberaleren Vereinsgesetzen machen. Bis 1849 hatten die mittelalterlichen Nationes in Österreich-Ungarn existiert, nach der Revolution hatte von 49-59 nach deren Verbot ein Vakuum geherrscht. Dies wurde nun durch eine Gründungswelle studentischer Korporationen kompensiert. In Österreich entstanden also Corps, Burschenschaft, neue Landsmannschaften, CV-Verbindungen nicht nacheinander aus verschiedenen Bewegeggründen, sondern gleichzeitig und parallel 1859-64, die Burschenschaft hatte im Vielvölkerstaat mit nationalen Identitätsproblemen zu kämpfen und begann sich in Österreich-Ungarn verstärkt in Richtung Deutschnationalismus zu entwickeln.

Burschenschaften im Kaiserreich (1871-1918)

Nach der Einigung des Reiches 1871 sahen die Burschenschaften im deutschen - anders als im österreichisch-ungarischen - Kaiserreich (1871-1918) ihr wichtigstes Ziel, den Zusammenschluss der deutschen Länder und Staaten, als erreicht an. Aus der revolutionären Bewegung wurde eine staatstragende Organisation. Während 1848 die Burschenschaften noch gegen Wilhelm I. gekämpft hatten, hofierten sie ihn nun. Der Kampf für Einheit und Freiheit verflachte zu bloßen Nationalismus. Das politische Spektrum blieb aber dennoch sehr breit und reichte von radikal-demokratischen bis zu national-konservativ-antisemitsch eingestellten Gruppen.

In dieser Zeit glichen sich alle Studentenverbindungen nach dem Vorbild der Corps untereinander an. Für die Burschenschaften hieß das vor allem, dass Duelle zur Pflicht wurden. Bisher hatten die Burschenschaften zumindest theoretisch Duelle abgelehnt.

Anders im Kaiserreich Österreich-Ungarn: Massive chauvinistische, nationalistische und antisemitische Propaganda drohte immer wieder zur Sprengung des Vielvölkerstaates zu führen. Alldeutsch-cisleithanische und radikal antisemitische Politiker wie der Burschenschafter Georg von Schönerer polemisierten gegen das supranationalistisch-christlich eingestellte Kaiserhaus der Habsburger für einen alldeutschen Zusammenschluss. Antisemitische und antislawische Positionen übten einen großen Einfluss auch auf christlich-soziale Politiker wie Karl Lueger aus.

Burschenschaften in der Weimarer Republik (1919-1933)

Obgleich die Verfassung der Weimarer Republik (1919-1933) große Teile der burschenschaftlich geprägten Paulskirchenverfassung übernommen hatte, ware viele junge Burschenschafter monarchistisch eingestellt (Konservative Revolution), während die meisten Alten Herren die Staatsform befürworteten. Der Antisemitismus nahm bei der Deutschen Burschenschaft zu und führte vermehrt zu Beschlüssen, die jüdischen Mitglieder auszuschließen. Auf der anderen Seite waren Burschenschafter in vielen wichtigen Positionen tätig. Der bekannteste Burschschafter war der Reichskanzler und Außenminister Gustav Stresemann (B! Suevia Leipzig), einer der Wegbereiter der deutsch-französischen Freundschaft. (siehe auch: Deutsche Burschenschaft)

Die Geschichte anderer Burschenschaften, insbesondere die der konfessionellen Burschenschaften, muss noch nachgetragen werden.

Burschenschaften im Dritten Reich (1933-1945)

Zu Adolf Hitlers Machtergreifung verhielten sich Burschenschafter nicht einheitlich. So wurde sie, wie von großen Teilen der Bevölkerung, von einem Großteil von Burschenschaftern - vor allem aufgrund ihrer starken deutschnationalen und antisemitischen Tradition - begeistert begrüßt, welche mitunter führende Ämter einnahmen, während andere untätig oder vereinzelt sogar im Widerstand aktiv waren (Hermann Kaiser). Die Deutsche Burschenschaft als Ganzes bekannte sich bereits 1932 eindeutig zu Hitler: „Die Deutsche Burschenschaft bejaht den Nationalsozialismus als wesentlichen Teil der völkischen Freiheitsbewegung,“ lautet der wörtliche Beschluss des Burschentages von 1932. 1933 fanden in Deutschland Bücherverbrennungen statt, welche sich auf die Bücherverbrennung auf dem Wartburgfest beriefen. Heither / Gehler / Kurth / Schäfer: “Blut und Paukboden”. Eine Geschichte der Burschenschaften, Frankfurt/Main 1997, S. 108f. ISBN: 3-596-13378-5

Seit 1934 wurden alle Studentenverbindungen und -verbände im Rahmen der Gleichschaltung immer stärker unter Druck gesetzt, um sie dem NS-Studentenbund (NSDStB), der als einzige Großorganisation etabliert werden sollte, einzugliedern. Viele Burschenschaften entzogen sich dem, indem sie sich vorher selbst auflösten oder ihre Traditionen verdeckt innerhalb der NS-Kameradschaften fortführten.

Burschenschaften heute

Nach 1945 kam es zu Wiedergründungen. Der größte Teil der Burschenschaften ist heute in den Korporationsverbänden Deutsche Burschenschaft (DB, gegründet 1881; wieder gegründet 1948) und Neue Deutsche Burschenschaft (NeueDB, gegründet 1996) organisiert. Viele Burschenschaften in Österreich gehören - z.T. zusätzlich zur DB - den Dachverbänden Verband der Akademischen Burschenschaften in Österreich (DBÖ, gegründet 1907; wieder gegründet 1952) oder Conservativer Delegierten Convent der fachstudentischen Burschenschaften in Österreich (CDC, gegründet 1909; wieder gegründet 1952) an. Diese sind im Gegensatz zur DB allerdings pflichtschlagend.

Deutsche Burschenschaft

Die Deutsche Burschenschaft sieht sich in der patriotischen Traditionslinie und vereint Verbindungen aus der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Österreich und der Schweiz; Burschenschaften aus Chile und Belgien haben ein Assoziationsverhältnis mit ihr.

Nach wie vor wird z.B. über ein "Vaterland", das den deutschen Sprach- und Kulturraum und damit die "deutsche Kulturnation" umfasst bzw. ein "deutsches Volkstum" diskutiert. Dem stellen sich zwar einige Mitgliedsburschenschaften der DB entgegen, es entspricht aber der Gesamtlinie des Verbandes, so weit eine solche für dieses pluralistische Gebilde überhaupt festzustellen ist.

Der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) gehören heute 42 Burschenschaften aus der Deutschen Burschenschaft, aus dem Verband der Akademischen Burschenschaften in Österreich und aus dem CDC an. Sie wurde 1961 auf dem Haus der Münchener Burschenschaft Cimbria gegründet - am gleichen Abend fand auf dem nahegelegenen Hause der Burschenschaft Danubia München eine Festveranstaltung statt - mit dem (inzwischen erreichten) Ziel, auch österreichische Bünde aufnehmen zu können, nachdem die DB zuvor die Aufnahme österreichischer Burschenschaften abgelehnt hatte.

Die BG kann über die drei wesentlichen führenden Organe der DB Einfluss auf die gesamte Organisation nehmen. Da zum Teil Zwei-Drittel-Mehrheiten benötigt werden (z.B. bei Neuaufnahmen), hat sie eine Art Vetofunktion und somit großen Einfluss. Die BG tritt dafür ein, dass alle Bünde pflichtschlagend sein sollten. Da sie sich auch der Historie verschrieben hat, beziehen sich viele kritische politische Diskussionen auf vergangene Ereignisse, wie die Vertreibungen aus den ehemaligen Ostgebieten des vormaligen Deutschen Reiches und auf die Anerkennung/ Nichtanerkennung von Gebietsabtretungen, zumal die Heimatvertriebenen darüber nicht abstimmen durften. Etwa 40 % der DB-Burschenschaften lehnen in diesem Zusammenhang allerdings eine Verschärfung der Mensurverpflichtungen und politisch des Volkstumsbegriffes ab.

Im selben Kontext sind die „weißen” Burschenschaften zu nennen, die politisch als bürgerlich-konservativ gelten. Sie bilden, ähnlich der BG, eine kartellähnliche Interessengemeinschaft innerhalb der DB, den Ring weißer Burschenschaften, und sind alle pflichtschlagend.

Die BG-Burschenschaften erhalten von politischer Seite viel Kritik. Bayerns Innenminister Günther Beckstein, selbst Alter Herr einer musischen Studentenverbindung, kritisierte 2001: „Rechtsextremisten versuchten in akademischen Burschenschaften und über diese an den Hochschulen Einfluss zu gewinnen. Bayern sehe daher nicht weg, wenn Rechtsextremisten Kontakte mit Burschenschaften pflegten oder gar versuchten, akademische Verbindungen zu unterwandern.“

BG-Burschenschaften werden im Jahreslagebericht Rechtsextremismus des österreichischen Innenministeriums für die Jahre 1994, 1999 und 2000 erwähntNeues von ganz rechts - Burschenschafter versuchen Imagekorrektur DöW - Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Mai 2002 sowie in dessen Verfassungsschutzbericht 1998, 2001 und 2002.Verfassungsschutzbericht 1998 des österreichischen Innenministeriums (PDF)Verfassungsschutzbericht 2001 des österreichischen Innenministeriums (PDF)Verfassungsschutzbericht 2002 des österreichischen Innenministeriums (PDF) Die Verfassungsschutzinformationen des Bayerisches Staatsministerium des Innern erwähnen sie 2001 und 2002.Verfassungsschutzinformationen Bayern, Bayerisches Staatsministerium des Innern, München, 1. Halbjahr 2001 (PDF-Datei)Verfassungsschutzinformationen Bayern, Bayerisches Staatsministerium des Innern, München, 1. Halbjahr 2002 (PDF-Datei)

andere Dachverbände

Burschenschaften, die anderen Dachverbänden angehören oder dachverbandsfrei sind, vertreten oftmals liberalere politische Programme: Die Neue Deutsche Burschenschaft hat sich nach internen Meinungsverschiedenheiten von der Deutschen Burschenschaft abgespalten, um sich von von ihr bewusst abzugrenzen und ausdrücklich jeden Revanchismus abzulehnen. Auch das Süddeutsche Kartell, ein Zusammenschluss von mehreren pflichtschlagenden ehemaligen DB-Burschenschaften, die sich als ein Bund verstehen, hat eine andere Ausrichtung als die meisten Burschenschaften in der Deutschen Burschenschaft.

Außerhalb der bisher genannten Dachverbände existieren weitere Studentenverbindungen, die sich Burschenschaft nennen: z.B. im Schwarzburgbund, der nur nichtschlagende, christliche Verbindungen aufnimmt, sowie im Ring katholischer Deutscher Burschenschaften (RKDB). Der Bund Deutscher Ingenieur-Corporationen (BDIC) umfasst vor allem Burschenschaften unterschiedlicher Charakterisierung, die an Fachhochschulen aktiv sind.

Daneben gibt es auch dachverbandsfreie Burschenschaften, die z.B. aus einem Dachverband ausgetreten sind. Sie sind oft weltanschaulich unabhängig und daher mit den Mitgliedsbünden der DB oder NeuenDB nicht zu vergleichen.

Namhafte Burschenschafter

Wissenschaft und Wirtschaft

Kunst, Literatur, Musik

Politik und Gesellschaft

Kritik

Ein häufiger Kritikpunkt ist das elitäre Gesellschaftsverständnis der Burschenschaften.

Bei Veranstaltungen und Demonstrationen werden die Traditionen der Burschenschaften und Verbindungen oftmals als rechtsradikal angeprangert. Die Verteidiger der Burschenschaften halten dem meist entgegen, dass die Burschenschaften in ihrer Geschichte auf eine demokratische Kontinuität zurückblicken könnten, die sie auch heute noch weiterführen würden. Die Demonstrationen gegen Burschenschaften haben eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert erfolgten Demonstrationen und öffentliche Kritik.

Allgemein wird den Burschenschaften ein starker Bezug zum deutschnationalen Lager vorgeworfen. Im Allgemeinen ist zu bemerken, dass Burschenschaften einen, im Bezug auf die Gesellschaftsrelevanz, geringer werdenden Bedeutungsgrad erreichen.

Besonders in Kreisen der Antifa ist immer wieder ein geflügeltes Wort zu hören, dass die Abneigung linksorientierter Personen gegenüber den Burschenschaften auf derbe bis vulgäre Weise zusammenfasst: "Lieber ein Geschwür am After, als ein deutscher Burschenschafter!"

Distanzierung von Seiten der SPD

In einem Brief an Egon Bahr kritisierten die Jusos "Burschenschaften behandeln Menschen ungleich, Frauen werden oft wegen ihres Geschlechts strukturell benachteiligt. Für viele Burschenschaften sind rassische Kriterien, Nationalität, sexuelle Orientierung, Religion oder die Wehrdienstverweigerung Ausschlusskriterien für eine Aufnahme. (...) Wir halten es für nicht akzeptabel, wenn Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten durch Reden vor Burschenschaften daran mitwirken, dass Burschenschaften an Einfluss gewinnen und ihr elitäres und undemokratisches Weltbild salonfähig wird." (2005)

Die Sozialdemokraten arbeiten im Moment an einem Unvereinbarkeitsbeschluss, in welchem Parteimitgliedern die Mitgliedschaft aufgekündigt wird, wenn sie Mitglied einer Verbindung sind, welche der Dachorganisationen Deutsche Burschenschaften, Coburger Convent, Neue Deutsche Burschenschaft oder Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen zugeordnet sind. Ausschluß droht auch Mitgliedern aus Verbindungen, welche sich nicht "klar von geschichtsrevisionistischen Meinungen abgrenzen", "Ungleichbehandlung von Mann und Frau" betreiben oder Randgruppen diskriminieren (Ausländer, Homosexuelle, Wehrdienstverweigerer usw.).

Nach Protesten verschiedener studentischer Verbände und dem Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA) gegen diesen Antrag stellte die Projektgruppe "Rechtsextremismus", die vom SPD-Parteivorstand mit der Vorbereitung des Beschlusses "Burschenschaften und SPD" beauftragt worden war, im November 2005 klar, dass sich der zu fassende Beschluss ausschließlich auf Burschenschaften beziehen soll, die Mitglied des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB) seien. Der Parteivorstand der SPD fällte schließlich am 16. Januar 2006 seine Entscheidung. Er distanzierte sich, schloss aber eine generelle Unvereinbarkeit aus.

Der Parteivorstand der SPD hatte sehr ernsthaft erwogen, die Mitgliedschaft in Mitgliedsverbänden der Deutschen Burschenschaft generell für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der SPD zu erklären. Auf einen förmlichen Unvereinbarkeitsbeschluss wurde allerdings verzichtet, weil dies keine Prüfung des jeweiligen Einzelfalls ermöglicht hätte, zudem einige der genannten Dachverbände sich gegen die aus ihrer Sicht erfolgte Verleumdung juristisch gewehrt hätten. Der Abgrenzungsbeschluss des Vorstandes stellt klar, dass gegen die Grundsätze der Partei und gegen die Beschlüsse der Parteiorganisation handelt, wer sich in einer Mitgliedsburschenschaft des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB) engagiert und sich nicht ausdrücklich persönlich von rechten Umtrieben distanziert. Soweit der Partei durch dieses Parteimitglied und dessen Mitgliedschaft schwerer politischer Schaden entsteht, sollen die Schiedskommissionen als Ergebnis eines rechtsstaatlichen Parteiordnungsverfahrens auch Ausschlüsse aus der SPD verhängen können. Andere Studentenverbindungen bzw. ihre Dachverbände sind von diesem Beschluss nicht betroffen.

Am 27. März 2006 konkretisierten Präsidium und Vorstand der SPD ihre Haltung gegenüber der Deutschen Burschenschaft und beschlossen, dass die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (fraktionsähnliche Interessengemeinschaft innerhalb der DB) nicht mit einer Mitgliedschaft in der SPD vereinbar ist. Der Parteirat hat diesen Beschluss am 24. April bestätigt.

In früheren Jahrzehnten hatte es bei der SPD bereits einen ähnlichen Unvereinbarkeitsbeschluss gegeben, der aber nach Gesprächen mit den studentischen Verbänden in den 1960er Jahren aufgegeben wurde, da die SPD sich im Rahmen ihres Godesberger Programms mehr der politischen Mitte hin öffnen wollte. Ein Ausschluss der Korporierten hätte damals beispielsweise für die Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf und Georg Diederichs gegolten, ebenso für den späteren Minister Dieter Haack. In NRW wäre von einem neuen Beschluss der frühere Landesminister und SPD - Fraktionsvorsitzende Friedhelm Farthmann betroffen gewesen. Erstaunlich ist, daß es vor der SPD die NSDAP war, die gegen Burschenschaften kämpfte und diese schließlich verbot.

Heinrich Heine als Zeitzeuge

Heine studierte zwischen 1819 und 1825 Jura in Bonn, Göttingen und Berlin. In seiner Göttinger Studienzeit war er Mitglied einer Studentenverbindung, die sich später zum Corps Hildeso-Guestphalia formierte. Schon 1820 äußerte er sich sehr kritisch über das Wartburgfest und seine Göttinger Erfahrungen (Werke Band 4, Ausgabe Insel-Verlag, S. 415f)

Auf der Wartburg hingegen herrschte jener unbeschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anderes war als Hass des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand, und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu erfinden wußte, als Bücher zu verbrennen! … Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende Menschen.

Im Bierkeller zu Göttingen musste ich einst bewundern, mit welcher Gründlichkeit meine altdeutschen Freunde die Proskriptionslisten anfertigten, für den Tag, wo sie zur Herrschaft gelangen würden. Wer nur im 7. Glied von einem Franzosen, Juden oder Slawen abstammte, ward zum Exil verurteilt. Wer nur im mindesten etwas gegen Jahn oder überhaupt gegen altdeutsche Lächerlichkeiten geschrieben hatte, konnte sich auf den Tod gefasst machen…

Allerdings waren Heines Betrachtungen und Reflexionen durch seine eigenen, dem frühen deutschen Nationalbewusstsein abgeneigten Ansichten geprägt, zudem handelt es sich um seine persönliche Einzelmeinung, der andere positive Erfahrungsberichte aus dem 19. Jahrhundert gegenüberstehen. Interessant ist jedoch, dass die Corpsstudenten jener Zeit - wie Heine - der Burschenschaft offenbar äußerst kritisch gegenüberstanden.

Literatur

  • Diana Auth, Alexandra Kurth: "Männerbündische Burschenherrlichkeit. Forschungslage und historischer Rückblick", in: Christoph Butterwegge / Gudrun Hentges (Hrsg.), Alte und Neue Rechte an den Hochschulen, Agenda-Verlag, Münster, 1999, ISBN 3896880608
  • Helma Brunck: "Die Deutsche Burschenschaft in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus", München, 2000 ISBN: 3800413809
  • Ludwig Elm, Dietrich Heither, Gerhard Schäfer (Hg.): "Füxe Burschen Alte, Herren - Studentische Korporationen vom Wartburgfest bis heute", Papyrossa-Verlag, Köln, 1993, ISBN 3-89438-050-0
  • Georg Heer: "Geschichte der Deutschen Burschenschaft. II. Band: Die Demagogenzeit. Von den Karlsbader Beschlüssen bis zum Frankfurter Wachensturm. (1820-1833)", Heidelberg, 1965 ISBN: 3825313425
  • Georg Heer: "Geschichte der Deutschen Burschenschaft. III. Band: Die Zeit des Progresses. Von 1833 bis 1859", Heidelberg, 1965 ISBN: 3825313433
  • Georg Heer: "Geschichte der Deutschen Burschenschaft. IV. Band: Die Burschenschaft in der Zeit der Vorbereitung des zweiten Reiches, im zweiten Reich und im Weltkrieg. Von 1859 bis 1919", Heidelberg, 1977 ISBN: 3533013480
  • Dietrich Heither, Gerhard Schäfer: "Studentenverbindungen zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus", in: Jens Mecklenburg (Hrsg.), Handbuch Deutscher Rechtsextremismus, Berlin, 1996, ISBN 3885205858
  • Dietrich Heither, Michael Gehler, Alexandra Kurth: "Blut und Paukboden". Fischer (Tb.), Frankfurt, 2001 ISBN 3596133785
  • Dietrich Heither: "Verbündete Männer". Papyrossa-Verlag, Köln, 2000, ISBN: 3894382082.
  • Horst Grimm/Leo Besser-Walzel: "Die Corporationen". Umschau Verlag Breidenstein GmbH, Frankfurt am Main, 1986.
  • Peter Krause: "O alte Burschenherrlichkeit - Die Studenten und ihr Brauchtum", Verlag Styria, Graz, Wien, Köln, 1997 ISBN 3-222-12478-7
  • Paul Wentzcke: "Geschichte der Deutschen Burschenschaft. I. Band: Vor- und Frühzeit bis zu den Karlsbader Beschlüssen", Heidelberg, 1965 ISBN: 3825313387
  • Alfred Thullen: "Der Burgkeller zu Jena und die Burschenschaft auf dem Burgkeller von 1933-1945", Heidenheim a.d.B., 2002 ISBN: 393389249X

Weblinks

Dachverbände

Weiterführende Links

Quellen


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Vorschläge an Administratoren zur Einarbeitung

  • "Burschenschaft(l)er heute" im Sinne von einem "Who is Who" wäre wünschenswert. Aufgrund der (allerdings wohl rechtlich nicht einklagbaren) Verpflichtung sich gegenseitig (auch finanziell) zu helfen, wäre es interessant, wer welche Posten hat(te). Nicht aus Sozialneid, aber um der Transparenz von Entscheidungsprozessen in der Gesellschaft - nicht zuletzt in Beruf, Legeslative, Exekutive und Judikative -willen.

  • Es gibt noch den einen guten Gesamtüberblick gebenden Artikel Geschichte der Studentenverbindungen der durchaus als Hauptartikel oder Verweis unter "== Geschichte ==" verlinkt werden könnte.

Diesem Beitrag mangelt es ein bisschen an Aktualität, er ist 1999 geschrieben worden. Außerdem wird hier der RCDS als rechtsradikal bezeichnet. Das ist linke Propaganda, wie wir sie schon aus den Burschi-Readern kennen. --Rabe! 21:09, 4. Mai 2005 (CEST)
jaund? es ist ja nicht so das NPV auch für die Links gelten, ich bin der Meinung das da u.a. Links zu den Burschenschaften, als auch zu (radikalen) Kritikern in den Artikel kommen sollten, die Meinung kann sich dann jeder selber bilden.Fisch1917 21:14, 4. Mai 2005 (CEST)

Man muss nicht jede extreme Sch.... hier verlinken. Weder die rechte noch die linke. Wir haben in Wikipedia-Artikeln eh schon zu viele und nicht zu wenig externe (& überflüssige) Links. --Wolfram1 Wolfram1 00:24, 5. Mai 2005 (CEST)

  • Die im Artikel aufgestellte Behauptung, _die Burschenschaften_ hätten die SA und Hitler-Jugend begründet ist wohl offensichtlicher Unfug - tschuldigung für die klaren Worte, aber das ist einfach nur schlecht recherchiert. Die Burschenschaft hat damit absolut nichts zu tun. Ich bezweifle sogar, ob überhaupt Burschenschafter damit etwas zu tun hatten. Insbesondere ein Blick auf di Zielgruppe bzw die Mitglieder der vorgenannten Vereinigungen der NSDAP sollten deutlich vor Augen führen, dass Studenten in diesen Organisationen nicht die Angesptochenen waren, oder? Vielleicht sollte jmd seine Recherche eher in Richtung NS-Studentenbund betreiben. In diesen Zwangsverein wollte die NSDAP auch alle Verbindungen gleichschalten. Des Weiteren ist die geschilderte Bücherverbrennung mies recherchiert. Wo, wann und wie soll das gewesen sein, welcher Bund oder wo? Wenn irgendwo eine B! oder B!B! an einem Ort irgendwo Bücjer verbrennen, dann ist das keine Aussage für _die_ B!.
Dieser Artikel entbehrt in weiten Zügen einer allgemeinen Aussagekraft. Der Autor sollte sich mE überlegen, ob die von ihm aufgestellten Behauptungen allgemeine Aussagewerte haben, oder ob er hier ein unkommentiertes Flickenwerk von Halb-, Unwahrheiten oder Mutmaßungen anhäufen will. -- Ein Leser 7. Juli 2005 (CEST)

  • Beobachtung durch den Verfassungsschutz: die Behauptung, die Burschenschaft Germania Hamburg würde vom Verfasungsschutz beobachtet, ist nachweislich unwahr. Germania Hamburg wurde und wird vom Verfassungsschutz nicht als rechtsextremistische Vereinigung angesehen, anderslautende Äußerungen sind Wunschdenken der Gegner der Burschenschaft.
Die Burschenschaft Danubia München wurde über einen ca. 1 1/2jährigen Zeitraum bis ca. 2003 vom bayrischen Verfassungsschutz beobachtet, allerdings wurde diese Beobachtung dann eingestellt. [HISTO] 16.8.05

Erklärung zur Archivseite

Da der Artikel leider öfter gesperrt wurde, zuletzt offenbar aus dem Grund dass Unscheinbar es ganz offensichtlich als unazeptabel erachtete, dass der Artikel eine Neutralitätswarnung haben könnte, ist die Diskussionseite gewaltig angewachsen, inzwischen auf 192 KB. Da der Großteil dieser Einträge sich nicht auf den aktuellen Artikel, der stark überarbeitet wurden, sondern auf alte Versionen bezieht, habe ich die Diskussionsseite nach Archiv (under Ausname der folgenden Teile) verschoben. Andere Teile, sollten sie "prominent" sein, können auch hierher verschoben werden. 84.148.48.119 19:42, 6. Apr 2005 (CEST)

Zu prüfende, potentielle Fehler

Eduard von Simson als Burschenschafter?

Meinen Unterlagen nach war Eduard von Simson, der Präsident der Frankfurter Nationalversammlung, Mitglied im Königsberger Littauerkränzchen, dem späteren Corps Littuania Königsberg. Was hat der mit den Burschenschaften zu tun?--Rabe! 16:58, 27. Jan 2005 (CET)

Bei http://www.frankfurter-verb... steht, dass er Mitglied der Alte Königsberger Burschenschaft (1824) war. Es wird aber auch das Corps Littuania Königsberg erwähnt. Wenn man bei http://www.people.freenet.d... nachschaut, kann man wohl das Kränzchen auch als NAchfolger der Allgemeinen Burschenschaft bezeichnen, die mittlerweile verboten war. --ALE! ALE! 10:17, 26. Sep 2005 (CEST)

Ferdinand Porsche als Burschenschafter?

Porsche hat nie studiert! Wie dann Burschenschaftler? -- Störfix 21:07, 15. Apr 2005 (CEST)

Leider steht mir praktisch keine (papierne) burschenschaftsgeschichtliche Literatur zur Verfügung, aber ich vermute, das kann nur während seiner Zeit in Wien gewesen sein, als er da Vorlesungen besuchte. Da sollte man mal gezielt Burschenschafter befragen. Aber die beteiligen sich in der Regel nicht an der Diskussion hier. --Rabe! 11:01, 16. Apr 2005 (CEST)

Eins vorweg: Es heißt Burschenschafter ohne "L"! Jetzt zum Thema: Porsche war Mitglied der Burschenschaft Bruna Sudetia Wien (Quelle: http://www.frankfurter-verb... und http://www.burschenschaft.d... --ALE! 19:52, 17. Apr 2005 (CEST)

Das sind ja eher nur sekundäre Quellen. Bei Theodor Herzl hat sich ja auch ergeben, dass das eher nur eine kurzfristige Angelegenheit war. Nach seiner Biographie in der Wikipedia hat Porsche nur als Gasthörer Vorlesungen in Wien besucht. Gibt es da tiefere Infos?

Auf der Seite der Bruno Sudetia wird die Mitgliedschaft bestätigt. Er war wohl ab 1938 dort koporiert. Was ja schon interessant wäre, weil dies zu einem Zeitpunkt geschah, wo Österreich an Hitler-Deutschland "angeschlossen" wurde. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Ehrenmitgliedschaft. --ALE! 00:06, 18. Apr 2005 (CEST)

1938 war er ja schon im gereiften Mannesalter. Das ist ja keine Kunst, zu warten, bis jemand berühmt wird, ihm dann die Mitgliedschaft zu "verleihen" und dann mit dem prominenten Mitglied anzugeben. Das machen die CVer auch immer, soweit ich weiß. Die verleihen Bischöfen immer gern ihr Band und haben dann den ganzen Klerus im Bund. Ich habe aber mal nachgefragt, neben einer Ehrenmitgliedschaft war Ratzinger tatsächlich als Student aktiv. Vielleicht haben wir demnächst einen korporierten Papst. Die Wettquoten steigen zu seinen Gunsten. In Irland liegt er zur Zeit an der Spitze.--Rabe! 09:06, 18. Apr 2005 (CEST)

Benedikt der 16. ist Mitglied in mehreren Katholischen Verbindungen. Er ist schon der 3. Papst, der Angehöriger einer Korporation ist.--Goldaktie 19:35, 8. Nov. 2006 (CET)

Ferdinand Porsche wurde 1939 in die Burschenschaft Bruna Sudetia auf die Empfehlung durch seinen Schwiegersohn Anton Piech, der ebenfalls Ehrenmitglied der Burschenschaft Bruna Sudetia war, aufgenommen. Ab einer gewissen Mitgliederstärke war es den Studentenverbindungen bei drohender Gleichschaltung mit dem NSDStB gegönnt eine eigene Kameradschaft ohne Einfluß von Außen zu gründen. Um diesen Status zu erreichen fehlte Bruna Sudetia ein Mitglied, das mit dem Eintritt Ferdinand Porsches gefunden wurde. Offiziell ist Ferdinand Porsche daher nie in die B! Bruna Sudetia eingetreten, sondern in die Kameradschaft Otto Planetta. Tatsächlich war die Bezeichnung als Kameradschaft nur zum Schein, da weder der AHV noch die Aktivitas je aufgelöst wurden. Bis 1941 wurden auch Mensuren gefochten, bis mahnende Stimmen von Außen dem ein Ende setzten. Viele Veranstaltungen wurden oftmals als Rotkreuzkurs oä. getarnt um die Gestapo zu täuschen. 1944 wurde durch die massive Zunahme der amerikanischen Bombenangriffe auf Wien, der Aktivbetrieb zwangseingestellt; im Gleichen Jahr wurde das Haus der B! von Brandbomben getroffen und wurde baufällig, was schließlich zum Abriss führte. Das alte, wie das neue Bruna Sudetia-Haus ist im Eigentum der Wiener Wohnungsgenossenschaft Bruna Sudetia, die schon vor dem ersten Weltkrieg gegründet wurde und blieb daher im Austrofaschismus, während der Nazi-Zeit, als auch während der Besatzungszeit durch die Allierten vor Enteignungen geschützt. Ferdinand trat niemals aus dem AHV der B! Bruna Sudetia aus und war daher bis zu seinem Tod Alter Herr der B! Bruna Sudetia. Quelle: Chronik der B! Bruna Sudetia, verfasst von Grnezl-Hollan.

Wo war Ratzinger während seiner Studentenzeit aktiv? --ALE! 09:47, 18. Apr 2005 (CEST)

Hier [LINK] haben wir das mal im Detail diskutiert. --Rabe! 09:55, 18. Apr 2005 (CEST)

Das finde ich bei den Corps besser. Wer da nicht als Student "auf Corpsfarben" gefochten hat, kann später auch nichts verliehen bekommen. --Rabe! 09:08, 18. Apr 2005 (CEST)

Ich fasse zusammen: Wenn es zwei unterschiedliche Quellen gibt, die auch nicht von einander abgeschrieben haben, dann ist er wohl 1938 im Alter von 63 Jahren Ehrenmitglied geworden. Ihn dann in die Liste der namhaften Burschenschafter zu stellen, ist nach meinem Empfinden aber nicht korrekt. Ich zitiere: "Eine Burschenschaft ist eine bestimmte Form des Zusammenschlusses von Studenten und ehemaligen Studenten" und nach allem was mir bekannt ist, war Porsche kein Student. Er war Autodidakt und zeitweise Gasthörer an der TH Wien. -- Störfix 12:54, 18. Apr 2005 (CEST)

Naja, aber er hat seit 1917 einen Ehrendoktor. Vielleicht reicht das ja bei den Bruno Sudeten aus. Normalerweise sollte aber auch ein Ehrenmitglied studiert haben. --ALE! 13:48, 18. Apr 2005 (CEST)

Ich zitiere aus Homepage der Bruna Sudetia: "Von unseren Mitgliedern erwarten wir neben persönlicher Ehrhaftigkeit und einem erfolgreichen Studium ..." und "So wie alle Studentenverbindungen wurde auch die Bruna Sudetia wärend des Nationalsozialismus zwangsaufgelöst". Also Mitgliedschaft 1938 sehr unwahrscheinlich, einzige Erklärung Ehrenmitglied wegen seiner großen Verdienste um das Vaterland und nach seinem Ehrendoktor 1917. -- 18:40, 18. Apr 2005 (CEST)

Das kann schon sein, dass die zwangsaufgelöst wurden. Du vergißt aber, dass Österreich 1938 "angeschlossen" wurde. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft kann also noch durchaus vor dem 12. März 1938 stattgefunden haben. (Vgl.: Anschluss (Österreich)) --ALE! 18:53, 18. Apr 2005 (CEST)

Das sieht ein bisschen so aus, als ob der Porsche damals als Gasthörer Bekanntschaften mit den Burschenschaftern geschlossen hatte, und die ihm später, als er dann berühmt war, die Mitgliedschaft angetragen haben. Vermutlich war zumindest die Altherrenschaft auch im Laufe des Jahres 1938 noch handlungsfähig. Aber generell nennen wir ja berühmte Korporierte, um zu zeigen, was aus den Leuten wird, die sich als junge Menschen in eine Verbindung begeben, um den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, die haupten, das ist alles Schwachsinn, die saufen und gröhlen nur. Aber Leute aufzulisten, die als ältere Herren nur deshalb in eine Verbindung aufgenommen wurden, weil sie berühmt waren, ist ja wenig sinnvoll. Das kann ja jeder. --Rabe! 19:17, 18. Apr 2005 (CEST)

Burschenschaften heute

enthält: "Die Mehrzahl der gut 1000 studentischen Verbindungen in Deutschland hätte nichts mit Neo-Nazis oder rechtem Denken zu tun, so Irrgang laut Frankfurter Neue Presse."

Dieser Artikel hat die Überschrift Burschenschaft, einen Hinweis "auf gut 1000 studentischen Verbindungen" verwirrt da doch eher.

Und der darauffolgende Satz "So vertreten Burschenschaften, die anderen Dachverbänden angehören, klar liberalere Programme." muss doch in den Relationen gesehen werden.

  • 1. wie groß sind diese anderen Dachverbände der Burschenschaften, im Artikel Studentenverbindung steht nur der DB und NDB wobei der DB wohl 3/4 der Burschenschaften bzw. Mitglieder hat.
  • 2. was heißt den bei Burschenschaften "klar liberalere Programme" siehe dazu bezüglich NDB
"Wie weit es mit der Liberalität und Toleranz - trotz der Abspaltung von der DB - her ist, zeigte sich in Erlangen: Ein Alter Herr der dort ansässigen Burschenschaft Bubenruthia wurde mit Zweidrittelmehrheit vom Verband ausgeschlossen: "Homosexuelle Neigungen sind mir ein Graus", ließ der Antragssteller damals verkünden." aus [LINK]. Diese Liberalität sollte imho etwas konkreter formuliert werden sonst verwechselt, dass noch jemand mit liberal weitergeleitet nach Liberalismus, dort steht "Im Zentrum seiner politischen Philosophie steht das Individuum, dem größtmögliche Freiheit gegeben werden soll."--Dirk33 (im Moment nicht angemeldet)

Der fzs ist super. Seit den 68'er Zeiten nehmen die alle (irgendwoher zusammengesammelten) Einzelzitate, um nachzuweisen, dass die "Verbindungen" insgesamt und grundsätzlich schlecht sind. Dieses Zitat sagt nichts über den Vorgang aus, nicht mal über die beteiligten Personen, schon gar nicht über die verbindung oder den Dachverband. Die Bubenreuther haben da jemanden rausgeschmissen, warum, ist nicht bekannt. Und irgendeiner hat gesagt, dass ihm homosexuelle Neigungen ein Graus seien. Da kenne ich viele, denen das ein Graus ist. Vermutlich gibt es sogar ein ganze Menge Homosexueller, denen es auch lieber wäre, wenn sie hetero wären (macht weniger Ärger). Und dass das ein Rausschmissgrund war, steht nirgendwo. Und woher hat der fzs denn diese Info-Fetzen, wo doch Conventsdiskussionen intern sind und bleiben sollen? Vielleicht gestreut vom Raugeschmissenen, der sich jetzt rächen will? Tolle Quelle. --Rabe! 14:27, 18. Mär 2005 (CET)
Rabe! Du hast recht. Den fzs konnte man noch nie ernst nehmen. Das ist eine der größten Geldvernichtungsmaschinen in Deutschland. Kein Wunder, dass der so viele Austritte hinehmen musste. --ALE! 15:26, 18. Mär 2005 (CET)

Zitat aus fzs "Er vertritt die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen etwa der Hälfte aller Studierenden." Nett zu erfahren wen Ale noch nie ernstnehmen konnte. Und Rabe besticht durch Argumentationen von 68 zu einem 1990 gegründeten Verband. Sagt mal auf welchem Niveau wollt ihr denn den Artikel erstellen? Bezüglich Rabe ""..dass ihm homosexuelle Neigungen ein Graus seien." Da kenne ich viele, denen das ein Graus ist." Und ist, dass in deinen Augen ein Beweis für "klar liberalere Programme." Um jetzt nochmal zur Sache zu kommen, ich sagte, das es sinnvoll sei zu beschreiben, was die einzelnen Dachverbände bzw Burschenschaften den mit "klar liberalere Programme" konkret meinen oder ,dass diese Formulierung weggelassen wird--Dirk33 16:41, 18. Mär 2005 (CET)

"Die Formulierung "klar lieberalere Programme" ist schwammig. Das ist richtig. Da muß noch ein bißchen Fleisch an die Knochen. Was damit gesagt werden will, ist aber wohl klar, oder? --ALE! 17:13, 18. Mär 2005 (CET)
Wenn das so offensichtlich wäre, hätte ich nicht danach gefragt, und eine Enzyklopädie möchte ja im allgemeinen etwas erklären, die WP sogar wenn möglich leicht verständlich.--Dirk33 17:22, 18. Mär 2005 (CET)
@fzs: Die vertreten nicht einmal die Hälfte der Studenten, die Pressearbeit beschränkt sich auf durchschnittlich eine Mitteilung pro Monat und was ein Antifa/Verbindungsarbeitskreis in einer Studentenvertretung zu suchen hat, frag ich mich schon immer. Die haben doch kein allgemeinpolitisches Mandat. --ALE! 17:13, 18. Mär 2005 (CET)

Zu den Corps steht da als "Beweis", dass die doch nicht so unpolitisch seien, wie sie vorgeben, weil auf einer öffentlichen Veranstaltung ein Vertreter eines Weinheimer Corps (ich glaube Irminsul Hamburg) gesagt haben soll, sein eiserneskreuzgeschmückter Großvater habe im Zweiten Weltkrieg "Heldentaten" begangen. Auch so'n Superbeweis. Und damit vergiften die die jungen Leute, die an die Unis kommen und dann die Chance ihres Lebens verpassen, in eine tolle Verbindung eintreten zu können. Nur die nichtschlagenden Verbände kommen auf diesen "Dokumentationsseiten" ganz gut bei weg. Naja.... --Rabe! 14:27, 18. Mär 2005 (CET)

Nochmal zu Irrgang Das mit der "gewissen Affinität" ist wohl veraltert, seit Februar spricht er von "«Das ist von ganz enormer Bedeutung. Es ist eine absolut andere Qualität»" und "Gegen die Gießener Burschenschaft liefen «operative Maßnahmen» der Sicherheitsorgane." [LINK], [LINK], [LINK] da der Artikel gesperrt ist bitte ich darum den verallgemeinernden Teil der sich auf Studentenverbindungen bezieht herauszunehmen und die neue Einschätzung Irrgangs einzufügen inklusive der Info "operative Maßnahmen"--Dirk33 17:05, 18. Mär 2005 (CET)

Das sieht wohl so aus, als wenn sich da seit Dezember was Entscheidendes getan hat. Offensichtlich rollt da eine Welle (hoffentlich kein Tsunami). Und nach meiner Lektüre der letzten Wochen muss in den Artikel auch die Tatsache rein, dass es mittlerweile neugegründete Neonazi-Organisationen gibt, die sich Burschenschaft nennen und sich Couleur umhängen, aber in keinem Dachverband sind und von anderen Verbindungen am Ort auch nicht anerkannt werden (und vermutlich auch nicht fechten, weil das da keiner kann und weil die vermutlich auch kein Paukverhältnis haben und weil die vermutlich auch kein Interesse an verbindungsstudentischen Themen haben). Ich denke da speziell an die Europaburschenschaft Arminia Zürich zu Heidelberg und die Burschenschaft Normannia Jena. Und da viele Leser immer noch "Burschenschaft" und "Studentenverbindung" verwechseln, lege ich weiterhin Wert auf die Feststellung, dass es sich hier um ein Phänomen innerhalb der Burschenschaften der DB handelt und dass das ein ganz kleiner Prozentsatz der Verbindungen in Deutschland ist. Wenn wir hier eine einstellige Zahl von Burschenschaften zusammentragen, die irgendwie von einem Verfassungsschutz beobachtet oder "operiert" werden, müssen wir hier auch klarstellen, dass es in Deutschland mindestens 1.000 Verbindungen (vermutlich eher 1.300) gibt, in denen SPD- und Grünenwähler (teilweise sogar -Abgeordnete), Homosexuelle und Frauen, Wehrdienstverweigerer und Afrikaner Mitglied sind. Natürlich sind da auch CDU- und CSU-Wähler Mitglied, auch vom eher rechten Rand derselben Parteien. Aber das ist auch erlaubt. Viele Verbindungen in meinem Verband sind älter als die Urburschenschaft, wir definieren uns als unpolitisch, seit es die Burschenschaften gibt. --Rabe! 17:44, 18. Mär 2005 (CET)

Jede Burschenschaft hat in Ihrer Satzung festgelegt, welche politischen Ziele und manchmal auch wie Sie diese Vertreten. Jede Satzung ist anders, trotzdem sind das exellente Ansatzpunkte was innerhalb der Burschenschaften als liberal angesehen wird. Leider sind das allerdings z.T. auch veralterte Werte, da diese Satzungen, die aus Grüdungszeiten und nicht selten noch vor dem ersten Weltkrieg stammen, selten überarbeitet und an die heutige Sprache und Gesellschaft angepasst worden sind. Trotzdem findet man dort immer wiederkehrende Formulieren wie: Die B! NN beton Ihren Lieberalen Standpunkt: Zitat aus einer Satzung einer freien Burschenschaft: "Der Zusammenschluß beruht auf ideeller und zugleich freiwilliger Basis. Er ist konfessionell und politisch unabhängig und verbindet damit die Bereitschaft, ideologische Gegensätze zu überbrücken und die Überzeugung des anderen zu achten, soweit diese den freiheitlich demokratischen Grundsätzen der BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND nicht widersprechen. Alle Mitglieder verpflichten sich den im GRUNDGESETZ der BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND verankerten staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten." Und diese Grundgesetze sind zurückzuführen auf die Urburschenschaftlichen Ziele: Gleichheit vor dem Gesetz, Pressefreiheit u.v.m... (ich würd mich da nur wiederholen) 20. Juni 2006 15:20 Kachel Z!

"Diese hatten bisweilen auch mehrmals den Vorsitz in der DB inne." Was soll dieser Satz bedeuten? Er stand am Ende des ersten Absatzes über die BG. Kiwaiti 00:07, 15. Sep 2006 (CEST)

Weblinks

der spiegel link gehört weg da zu bezahlen! Sem-rub 5. Jul 2005 17:19 (CEST)
das Internetportal Burschenschaften ist meiner Meinung nach auch nicht gerade eine sehr informative und gute seite, auf keinen fall als ersten link da stehen lassen wür den eher ganz rauskicken. Sem-rub 5. Jul 2005 18:27 (CEST)

das Internetportal Burschenschaften gehört hier nicht hin. Inhaltlich gehört es zu dem Überbegriff Burschenschaft (Dorfverein)

Diese Weblinks müssen dringend überarbeitet werden. Nach ganz oben gehört ein Link auf die Deutsche Burschenschaft (DB, www.burschenschaft.de), danach einer auf die Neue Deutsche Burschenschaft (NDB, www.neuedb.de), dann einer auf das Verbindungsportal www.tradition-mit-zukunft.de. Der Rest kann raus, vor allem P-KW, Spiegel und "Internetportal Burschenschaften", welches mit studentischen Burschenschaften nichts zu tun hat! 141.53.194.251 11:54, 22. Aug 2005 (CEST)

Burschenschaften im Dritten Reich

"...Anfangs förderten die Nationalsozialisten die Burschenschaften zum Teil. Seit 1934 setzten sie sie im Rahmen der Gleichschaltung immer stärker unter Druck, um sie wie alle übrigen Studentenverbände dem NS-Studentenbund (NSDStB) einzugliedern. Viele Burschenschaften entzogen sich dem, indem sie sich vorher selbst auflösten..."

Hier wäre noch die interessante Tatsache einzufügen, dass es darüber hinaus auch Burschenschaften gab die aufgrund offenen Widerstands gegen Anordungung der NSDStB aus der DB ausgeschlossen wurden. Der Grund lag darin, dass sie sich weigerten, eine Erklärung gegenüber der Leitung der DB abzugeben, der eine Liste der sog. Nichtarier bzw. der jüdisch Versippten Mitglieder der Burschenschaft beilag. Hierbei handelte es sich um die Burschenschaften Bubenruthia-Erlangen, Alemannia-Bonn, und Frankonia-Bonn. Deren Ausschluss wurde vom obersten Ehrenrat der DB in seiner Sitzung vom 7. - 8. April 1934 einstimmig beschlossen.


Das Kapitel über Burschenschaften im Dritten Reich ist sicher etwas heikel, aber dennoch nachwievor nicht wirklich ausführlich. Erwähnen könnte man etwa das offizielle Organ der DB zur Machteinsetzung der NSDAP: "Was wir seit Jahren ersehnt und erstrebt und wofür wir im Geiste der Burschenschaft von 1817 jahraus, jahrein an uns gearbeitet haben, ist Tatsache geworden." (aus Burschenschaftliche Blätter 6/1933, S. 130.) In den selben Blättern stand im Jahr 1923 nach dem Scheitern des Hitlerputsches: "Am 8. November des Jahres ist in München versucht worden, eine revolutionäre Regierung der deutschen Freiheit zu bilden, am 9. November sind in München an 20 deutsche Männer für Volk und Vaterland gefallen.(...) Möge über den Münchner Gräbern das Gelöbnis aller wahren Deutschen zur Einheit verbinden, nicht zu rasten und zu ruhen, bis Deutschland frei wird, alles Hab und Leben, Denken und Tun, einzusetzen für die deutsche Freiheit. (...) Die nationalsozialistische Arbeiterpartei, die Reichskriegsflagge und der Bund Oberland sind diese Verbände. Wir bekennen mit Stolz, daß auch in diesen Verbänden sich Burschenschafter befinden. Burschenschafter sind heute mit Zuchthaus bedroht, weil sie diesen Verbänden Treue auf dem Weg zur deutschen Freiheit halten."

Zur Neustrukturierung der Deutschen Burschenschaften um beim Aufbau des Dritten Reiches eine tatkräftige politische Organisation zu sein wurde folgende Leitvorstellung des Verbandes verfasst: "Grundlage für die Neuordnung der Deutschen Burschenschaft ist die geistige Einstellung des Burschenschafters zu Volk und Nation, die stets und immer eindeutig mit dem Bekenntnis zum Aufbau des Dritten Reiches festgelegt ist. (...) Der in der Verfassung der Deutschen Burschenschaft festgelegte Innenaufbau der Deutschen Burschenschaft gestattete nur im beschränktem Maße einen politischen Einsatz der Deutschen Burschenschaft. Von den Unterzeichneten wurde daher die unbedingte Notwendigkeit einer völligen Neugliederung des Gesamtverbandes erkannt." Der Führer der deutschen Burschenschaften Schwab verfügte im Oktober 1933, dass alle Burschenschafter unter 35 Jahren entweder der SA, SS oder dem deutschnationalen Frontkämpferbund Stahlhelm angehören sollten.

Ich denke die offensichtliche Freiwilligkeit weiter Teile der Deutschen Burschenschaften, sich innerhalb der nationalsozialistischen Führung neu zu strukturieren und ein wichtiger Teil im Aufbau des Dritten Reiches zu sein, sollte im Artikel erwähnt werden.

Ebenso wurden 1933/34 einige Burschenschaften als Tarngruppen der illegalen NSDAP, beziehungsweise nach 1945 als deren Gliederungen in Österreich verboten.--Galiontariaho 10:58, 8. Mai 2006 (CEST)

Link einbauen

Statt Burschenschaft Dresdensia-Rugia Gießen bitte auf Burschenschaft Dresdensia-Rugia zu Gießen verlinken. Aufklärer 11:42, 1. Sep 2005 (CEST)

Erledigt. --Skriptor Skriptor 12:13, 2. Sep 2005 (CEST)

Kategorie

Kann jemand mal die Kategorie-Sortierung von in (also ohne das Ausrufezeichen) ändern? --Jean.Schaumloeffel 11:48, 2. Sep 2005 (CEST)

Erledigt. --Skriptor Skriptor 12:14, 2. Sep 2005 (CEST)

Dank u! --Jean.Schaumloeffel 12:45, 2. Sep 2005 (CEST)

Schreibfehler, unschoenes Deutsch etc.

Im Artikel steht Die Burschenschafts-Bewegung entstand in Deutschland seit 1815. Muesste das nicht Die Burschenschafts-Bewegung entstand in Deutschland 1815 heissen`? Moeglich waere m.E. auch Seit 1815 gibt es in Deutschland eine Burschenschafts-Bewegung , aber keinesfalls es entstand seit ... --87.123.88.233 10:31, 3. Sep 2005 (CEST) Stoert mich einfach,. auch wenn es oberlehrerhaft klingt. (Einleitung)

Wegen ihnen waren viele Burschenschafter in den nächsten Jahren staatlicher Beobachtung und Verfolgung ausgesetzt. Heisst das nicht Ihretwegen? (Vom Wartburgfest ...) --87.123.88.233 10:36, 3. Sep 2005 (CEST)

Eduard von Simson

Also nach meinen Quellen war der Herr Mitglied im Litauerkränzchen in Königsberg, das sich später in "Corps Littuania Königsberg" umbenannte - nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegangen im Corps Albertina Hamburg. Wie ja bekannt sein dürfte, haben sich die Corps erst im Laufe des 19. Jahrhunderts einheitlich den Namen "Corps" gegeben. Viele haben sich lange "Landsmannschaft" genannt, bei Corps Franconia Würzburg war das bis in die 1860er Jahre so. In anderen Gegenden Deutschlands waren noch andere Namen üblich. Das Corps Onoldia Erlangen ist 1798 als "Anspachische Gesellschaft" gegründet worden, in Göttingen nannte man sich zeitweilig "Clubb", in Königsberg waren die "Kränzchen" angesagt. Im heutigen Sprachgebrauch waren das aber alles Corps. Meine Quelle für die Mitgliedschaft ist:

  • Rolf-Joachim Baum (Hrsg.), "Wir wollen Männer, wir wollen Taten!" Deutsche Corpsstudenten 1848 bis heute, Siedler-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-88680-653-7

In diesem Werk wird die Vermutung geäußert, dass schon im 19. Jahrhundert viele Journalisten "Studentenverbindung" und "Burschenschaft" verwechselt haben, und dass ein Verbindungsstudent schon mal schnell als Burschenschafter vereinnahmt wurde. Die burschenschaftlichen Verbände haben diese Namen dann auch gleich in ihre "Liste berühmter Burschenschafter" aufgenommen. Das Buch von Rolf-Joachim Baum beruft sich dagegen auf die "Kösener Corpslisten", die auf der Basis der Mitgliedslisten der einzelnen Corps erstellt und nicht aus Presseberichten zusammengebastelt werden. Gibt es denn noch andere Belege für eine burschenschaftliche Aktivität von Simsons? Vielleicht zumindest ein Name einer Burschenschaft, der er angehört haben soll? Wenn nicht, sollten wir ihn hier rauslassen. --Rabe! 09:06, 26. Sep 2005 (CEST)

Bei http://www.frankfurter-verb... steht, dass er Mitglied der Alte Königsberger Burschenschaft (1824) war. Es wird aber auch das Corps Littuania Königsberg erwähnt. Wenn man bei http://www.people.freenet.d... nachschaut, kann man wohl das Kränzchen auch als Nachfolger der Allgemeinen Burschenschaft bezeichnen, die mittlerweile verboten war. Ob er im Geiste eher Corpsstudent war oder Burschenschafter ist wohl nicht mehr zu klären. Auf jeden Fall gehörte er keiner dieser Verbindungs-Typen mit diesem Namen an. --ALE! ALE! 10:27, 26. Sep 2005 (CEST)

In Deiner zweiten Quelle (offensichtlich Bericht eines Königsberger Insiders) steht überhaupt nicht, dass von Simson in der "Allgemeinen Burschenschaft" Mitglied war. Da steht nur was vom später gegründeten Kränzchen. Die Vorverbindung mit Namen "Landsmannschaft soll übrigens "innerhalb der Allgemeinen Burschenschaft" bestanden haben. Das kan zweierlei bedeuten. Erstens war das vielleicht nicht die "Burschenschaft" im Sinne der Jenaischen Burschenschaft von 1815, sondern eine Bezeichnung für die Allgemeinheit der Studenten an der Universität, wie sie an den Ostseeuniversitäten schon im 18. Jahrhundert üblich war. Die waren nämlich so klein, dass sich eine Aufteilung in ("alte") Landsmannschaften nicht lohnte. So ist in Kiel z.B. eine Burschenschaft bereits für 1813 belegt - wie gesagt nicht im politischen Sinne von Jena 1815. Oder es war doch eine politische Burschenschaft im jenensischen Sinne (könnte von der Jahreszahl hinkommen) und die "Corpslandsmannschaften" haben nur ihren Senioren-Convent aufgelöst und ihre alten Verbindungen "innerhalb" der "Burschenschaft" weitergeführt. (Vielleicht mit der alten Ostseevariante von "Burschenschaft" im Hinterkopf, sowas Ähnliches ist übrigens auch mal kurzzeitig für Würzburg überliefert.) Auf jeden Fall war da der von Simson NICHT Mitglied, jedenfalls wenn man der Königsberger Quelle glauben mag. --Rabe! 14:18, 26. Sep 2005 (CEST)

updates

habe infos integriert aus dem artikel http://www.spiegel.de/unisp...

Hep-Hep-Unruhen

Die These, Studenten seien an den Hep-Hep-Ausschreitungen von 1819 dabei gewesen bzw. hätten diese organisiert, ist stark veraltet. Den Annahmen von Heinrich Grätz und Eleonore Sterling widersprach bereits Anfang der 90er Jahre der israelische Historiker Jacob Katz mit seinen Forschungen zu den Ausschreitungen (Katz, Jacob: Die Hep-Hep-Verfolgungen des Jahres 1819, Berlin 1994). [hebr./eng. Fassung sicherlich früher] --> s. Artikel in Wikipedia

(kannst du nicht unterschreiben?)
Jakob Katz hat die These studentischer Beteiligung nicht bestritten, er sieht die Studenten nur nicht überall als treibende Kraft. In Würzburg, von wo die Unruhen ausgingen, und vielen anderen Universitätsstädten ist die Beteiligung klar belegt.
Katz ist mittlerweile auch nicht das Neueste, Nachtseite der Judenemanzipation von Erb/Bergmann ist wesentlich neuer, gründlicher und sehr detailliert. Siehe Bearbeitung und Quellen von Hep-Hep-Unruhen. Jesusfreund 20:51, 19. Jun 2006 (CEST)

Unvereinbarkeit SPD / Burschenschaft

Zu der Diskussion in der SPD ist es auch interessant, das Online-Angebot des Vorwärts zu lesen: http://www.vorwaerts.de/mag...

Grüße! --ALE! ALE! 15:44, 30. Jan 2006 (CET)

Kritik

Das Kapitel bezüglich der Kritik an den Burschenschaften scheint mir sehr einseitig zu sein.

Bereits die Einleitung scheint sich nicht ganz mit der realen Situation zu decken, anstattdessen werden die Kritiker in das linke äußere Eck gerückt, wenn da steht: "Kritik an Burschenschaften wird vor allem vom linken Rand der Sozialdemokratie, Teilen der Grünen, anarchistischen bzw. kommunistischen Parteien und ähnlichen Organisationen geäußert."

In Wahrheit finden selbst die christlichen Cartellverbände wenig gefallen an den teilweise nationalistischen Inhalten der deutschen Burschenschaften, so gesehen gibt es Kritiker aus allen möglichen politischen Richtungen.

Hier wird nicht eine Betrachtung der Kritiker-Seite und Auflistung derer Argumente gebracht, sondern vielmehr werden Kritiker verallgemeinert und pauschal als "die links Außen" abgetan. In Anbetracht dessen, dass die Kritikpunkte an den Burschenschaften bereits im Artikel erwähnt werden, wäre es wohl am besten dieses Kapitel gänzlich wegzulassen, oder eine ernsthafte Auflistung der Kritikpunkte und der möglichen Kritiker durchzuführen.

Als CVer wehre ich mich gegen diese Vereinnahmung durch Linksextreme! Zum einen ist der CV nicht politisch, ergo käme die Kritik auch nicht aus "allen politischen Richtungen", zum Anderen herrscht im CV (wie auch bei den Burschenschaften) etwas, was Linken mittlerweile völlig unbekannt zu sein scheint: Meinungs- und Redefreiheit! Daher gibt es natürlich auch CVer, welche sich kritisch zu Burschenschaften äußern (wie umgekehrt übrigens auch!). Pantau

Dürfte ich leise anfragen welche Vereinnahmung du hier zu sehen scheinst? In meiner Kritik richitete ich mich gerade gegen die politische Vereinnahmung der unpolitischen CV´s. Angeführt habe ich diese Studentenverbindung einzig um einen Verweis einer, aus der traditionen konservativen, Studentenverbindung durchzuführen, die sich allerdings immer wieder von den politischen Ansichten der deutschnationalen Burschenschaften distanzierte. Interessant wird allerdings die Kritik an der Kritik, wenn gleich vorweg hier jemand als "Linksextrem" dargestellt wird, nur weil er anscheinend nicht den Standpunkt teilt. Tut leid wenn ich diesen Beitrag ob seiner Polemik ("was Linken mittlerweile völlig unbekannt zu sein scheint: Meinungs- und Redefreiheit") nicht wirklich ernst nehmen kann... Nochmals: wogegen richtet sich die Kritik nun? Dagegen dass es CV´ler gibt, die sich gegen die politischen Aussagen der Burschenschaften richten? mfg --Galiontariaho 10:03, 8. Mai 2006 (CEST)

Sie dürfen auch gerne LAUT anfragen. Noch mal: Der Satz, "In Wahrheit finden selbst die christlichen Cartellverbände wenig gefallen an den teilweise nationalistischen Inhalten der deutschen Burschenschaften, so gesehen gibt es Kritiker aus allen möglichen politischen Richtungen." ist absoluter Unsinn, da der CV KEINE politische Richtung ist. Begriffen? Übrigens: Was ist ein CVler? Vor allen Dingen in Kombination mit dem Augenschmerzen erzeugenden Idiotenapostroph? Pantau --217.224.33.134 18:59, 19. Jun 2006 (CEST)

Der CC hat bisweilen auch eine etwas andere Aufassung von farbentragenden Studententum.--Mario todte 19:50, 16. Mai 2006 (CEST)

Die Zitate Heinrich Heines sind überbewertet. Es handelt sich um eine Einzelmeinung aus einer Zeit, die weitaus mehr positive Berichte kannte. Unanständig ist der Versuch, von Heines Meinung Tatsachenbehauptungen abzuleiten.

Die Distanzierung der SPD richtet sich nicht gegen Burschenschaften, sondern gegen eine rechtsaussen Gruppierung (BG) innerhalb des Dachverbandes der Deutschen Burschenschaft. Zu behaupten, dass die SPD sich generell von Burschenschaften distanziere ist polemisch und entspricht nicht dem Stand der Ding. MFG

Grottenschlechter Artikel

Fast die halbe Seite mainstream Kritik und Verriss mit bis ins Kleinste ausgearbeiteter SPD Parteiinterna u.a. der spinnerten Jusos (die haben schon Beschlüße fabriziert die der DKP gut zu Gesicht stünden) und nicht ein Wort zu Sinn, Zweck und gesellschaftlicher Funktion der Burschenschaften geschweige denn eigener Darstellung. An die Politinteressenvertreter hier: Ist das NOPV? Schon mal die Wikirichtlinien gelesen? Erbärmlich und einer Enzyklopädie unwürdig.-- Alaska hal 02:47, 28. Mär 2006 (CEST)

Schonmal Wikipedia:Sei mutig! gelesen? Doofe Frage, doofe Antwort. --Braveheart Braveheart 10:32, 28. Mär 2006 (CEST)

Karl Marx war übrigens auch Burschenschafter! Sollte man möglicherweise einfügen!

Quellen? Meines Wissens nach war Marx Landsmannschafter. --Holger H. Macht 19:56, 30. Mär 2006 (CEST)

Karl Marx war Mitglied in der Landsmannschaft der Treveraner in Bonn, einer Verbindung, die sich drei Jahre nach seiner Zeit in Corps Palatia umbenannte, Mitglied im KSCV wurde und in den 1950er Jahren aus dem Verband austrat. --Rabe! 20:37, 30. Mär 2006 (CEST)

Die Palatia gibt aber als Gründungsdatum den 10.08.1838 an, das heisst die Palatia wurde erst gegründet, als Marx schon in Berlin war. Wenn die als Gründungsdatum den 10.08.1838 angiebt sieht sie sich wohl nicht in der Tradition der Landsmannschaft der Trierer, oder? Auf jeden Fall ist es falsch Marx als Landsmannschafter zu bezeiechnen. Genauso wie es falsch ist Himmler als Burschenschafter zu bezeichnen. Ich werde daher in verschiedenen Artikeln Änderungen vornehmen. --ALE! ALE! 09:29, 31. Mär 2006 (CEST)
Das heißt wohl, dass Du dir die Anfrage zu Heinrich Himmler bei Franco-Bavaria hättest ersparen können, da sich Deine Ansicht dadurch eh nicht veränderte. Was hats also gebracht? Es war doch klar, dass Himmler nur auf dem Papier Burschenschafter war - und das auch nur drei Jahre. In Sachen Karl Marx pflichte ich Rabe! bei. Deine Begründung kann ich (noch?) nicht nachvollziehen. Siehe auch: http://www.die-corps.de/All... --Holger H. Macht 19:53, 31. Mär 2006 (CEST)

Stresemann

Gustav Stresemann ist ja ein prima Aushängeschild für die Burschenschaften - immerhin Reichskanzler und Friedensnobelpreisträger. Man sollte aber mal feststellen, in welcher Burschenschaft er wirklich war. In seinem Biografie-Artikel steht drin "Reformburschenschaft Neogermania", was sich auf Berlin oder Leipzig beziehen könnte. Im Artikel "Burschenschaft" steht im Fließtext, er sei Mitglied der "B! Suevia Leipzig" gewesen, weiter unten in der Liste der berühmten Burschenschafter ist er als Mitglied der "Sugambria Bonn" geführt. Bei so einem berühmten Manne müsste das doch rauszukriegen sein. Wer weiß was verbindliches? --Rabe! 21:23, 16. Mai 2006 (CEST)

Hallo Rabe! Er ist von allem ein bißchen ;-) :

  • Alte Turnerschaft Palatia Tübingen
  • Burschenschaft Neogermania Berlin 1896
  • Burschenschaft Suevia Leipzig 1898

Quellen: Wolfgang Stresemann, Mein Vater Gustav Stresemann; Horst Grimm/Leo Besser-Walzel, Die Corporationen, Frankfurt am Main, 1986, S. 374; Stresemann selbst bezeichnete sich im Handbuch des Reichstages als »ADB-Burschenschafter«.

Weitere Quelle: http://www.burschenschaft.d...

Grüße!

ALE! ALE! 21:56, 16. Mai 2006 (CEST)

Er war auch Mitglied der Burschenschaft Normannia Heidelberg. -Bärlach 17:52, 19. Mai 2006 (CEST)

In seiner Wikipedia-Biografie steht, er habe in Berlin und Leipzig studiert. Da sind vier Verbindungen an vier Studienorten ein bisschen viel, oder? --Rabe! 20:52, 19. Mai 2006 (CEST)

Die Normannia hat es auf ihr Semesterprogramm geschrieben und die müssen es ja wissen. --Bärlach 20:57, 19. Mai 2006 (CEST)
Hier ist dre Beleg [LINK] --Bärlach Bärlach 15:13, 21. Mai 2006 (CEST)

Unvereinbarkeit von Fußballbegeisterung und SPD-Mitgliedschaft?

Also ich finde es prima, dass endlch mal einer was gegen diese rechtsradikalen Umtriebe in den Fußballstadien unternimmt. Das traut sich ja kaum einer. Mittlerweile gibt es aber doch einige Couragierte, die ihrer Empörung offen Ausdruck verleihen. So die Naturfreundejugend Berlin, die in ihrer Initiative "Vorrundenaus 06" die Beziehungen zwischen Fußball und dem Themenkreis "Nationalismus, Sexismus etc." aufdeckt. Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:

Fußball verdeutlicht nicht nur gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse sondern verstärkt diese auch. Fußball schafft einen Raum, in dem zum Beispiel Nationalismus und Sexismus besonders offensiv und aggressiv ausgelebt werden. Bei Fußballspielen ist es selbstverständlich und gesamtgesellschaftlich legitim "für Deutschland" zu sein. Und dass Fußball nichts für Frauen ist, fußballspielende Frauen langweilig anzusehen sind und weibliche Fußballfans nur dann akzeptiert werden, wenn sie sich entweder besonders gut mit der Materie auskennen oder besonders wenig an haben, scheint ebenfalls allgemeingültig. Quelle: http://www.vorrundenaus.de

Es wird Zeit, dass mutige SPD-Politiker die Unvereinbarkeit von Fußballbegeisterung und SPD-Mitgliedschaft fordern. Mir kommt das alles irgendwie bekannt vor. Woran erinnert mich das nur? --Rabe! 10:05, 27. Jun 2006 (CEST)

Mich erinnert das an einen Beitrag für ein Diskussionsforum, der hier nix zu suchen hat. --Braveheart Braveheart 10:56, 27. Jun 2006 (CEST)

Dies ist eine Diskussionsseite, da sind Diskussionsbeiträge nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Mich fasziniert die Ähnlichkeit der Argumente (gegen die Fußballweltmeisterschaft und gegen Studentenverbindungen) und die Tatsache, dass niemand auf die Idee kommt, im Artikel Fußball einen Absatz "Kritik" zu schreiben, wie das bei Studentenverbindung und Burschenschaft offensichtlich enzyklopädisch extrem wichtig ist. Auf diese Unausgewogenheit wollte ich hinweisen. --Rabe! 13:14, 27. Jun 2006 (CEST)

Dann tu das im Artikel Fußball. EOD --Braveheart Braveheart 13:15, 27. Jun 2006 (CEST)

Unbegründete Überarbeitung bzw. Löschung heikler themen?

Hallo Braveheart, kannst du kurz darlegen, was dich an unbegründeter Überarbeitung stört (Sei mutig) und welche heiklen Themen ich gelöscht haben soll? Meine Intension war es den Artikel zu verbessern. Daher habe ich den einleitenden Sätzen mehr Struktur gegeben und die widersprüchlichen Aussagen zu 1933er Bücherverbrennung entfernt; der Artikel Bücherverbrennung 1933 in Deutschland stellt den Hergang umfassender dar. --Kemfar 15:53, 25. Aug 2006 (CEST)

Ich hab keinen besonderen Grund gesehen, wieso die Einleitung geändert/umgestellt werden sollte. Und bei IP-Änderungen ist man in solchen Artikel sowieso äußerst skeptisch. --Braveheart Braveheart 16:16, 25. Aug 2006 (CEST)
1. Das mit den IP-Änderungen kann ich nachvollziehen. War mein Fehler, jetzt habe ich mich daher auch angemeldet.
2. Wenn dich nur die Einleitung stört, dann ändere nur die Einleitung zurück. Ich habe wesentlich mehr geändert (verbessert).
3. Ich fand die Einleitung unstrukturiert. Wie du weißt, sollte man bei Erklärungen vom Allgemeinen zum Speziellen gehen. Der Satz "Indes sind deutsche Burschenschaften nur die viertgrößte Gattung von Studentenverbindungen." passte nun mal eher zu "Eine Burschenschaft ist eine Form einer Studentenverbindung.", als zu "So gelten Studentenverbindungen oft als rechts oder gar rechtsradikal.".
Zusammenfassend bin ich für deine Verbesserungsvorschläge offen, doch erwarte ich das auch von dir. Daher werde ich meine Version wieder herstellen, mit der Bitte, dass zu ändern, was dich stört. Bitte keinen ReReRevert. MfG --Kemfar 16:30, 25. Aug 2006 (CEST)
Jo, hatte die restlichen Textänderungen übersehen, mein Fehler. Tut mir leid. --Braveheart Braveheart 16:54, 25. Aug 2006 (CEST)

kein revert ohne Begründung!

ich habe deshalb die alte Version wiederhergestellt, die nur mit dem Verweis "Unsinn" ohne weiteres Argument gelöscht wurde. Also hier nochmals meine Argumente:

1) Was soll das sein, “ethnische” Propaganda. Im Zeitkontext muss das wohl eher “nationalistsiche” heißen. (“Ethnisch” ist keine ideologische position, die man als Propganda verbeiten würde, Nationalismus schon.) 2) Der alldeutsche Politiker Schoenerer war eine der radikalsten und einflussreichsten Figuren des Antisemitsmus des 19. jh.! Warum soll das "antisemtisch" gelöscht werden, wenn gerade darin seine historisch wichtigste Charakterisierung liegt? 3) Renner: Solche Aussagen stelle ich klar in Zweifel und erbitte vor Wiederienfügung die Angabe einer seriösen Quelle. Renner war keienswegs ein "antislawischer" Politiker, sondern in der Monarchie dank seiner Buchpublikation zum Thema im Gegenteil ein Experte für die multinationale Problematik der Donaumonarchie. 4) Als deutschnationale Kaderschmiede stellten die Burschenschaften so etwas wie ein elitäres Kernmilieu der “völkischen “Bewegung und folglich des Nationalsozialismus dar. Insofern war der Text grob verharmlosend. Dass ein großer Teil der Burschenschafter 1933/34 der “Machtergreifung” wohlwollend bis begeistert gegenüberstand, steht außer Zweifel. So wie es vorher dastand, ist die Gruppe von Hitlers Befürwortern und der Burschenschafter im konservativen Widerstand etwa gleich bedeutend. Das aber ist einfach Unsinn! Daher die kleinen (!) Umformulierungen, die die Gewichtung leicht zurechtrücken. 5) NS-Studentenbund: Die Burschenschaften usw. Wurden nicht aufgelöst, weil sie etwa im Widerspruch zum NS gestanden hätten, sondern weil die Nazis alle solche Organsisationen (auch die eigenen) in einer Monopolorganisation bündeln wollten. Insofern ist es von belag, ganz kurz anklingen zu lassen, dass der NSDStB als einzige Großorganisation weiterbestehen sollte (und die Auflösung der Burschenschaften darauf zurückzuführen sind). (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 16:58, 19. Sep 2006)}

Nicht das Löschen, sondern das Einfügen von Informationen bedarf in Wikipedia einer glaubhaften Quellenangabe. Zunächst bist Du also am Zug. Bitte gib für Deine obigen Ausführungen Quellen an. --Spaetabends Spaetabends 18:03, 19. Sep 2006 (CEST)

Jeder einzelne Änderungsschritt wurde hier doch mit sachlichen Argumenten seriös begründet. (siehe oben) Dir fällt nur so Unqualifiziertes wie "Unsinn" und (mein Gott!) "Hetzpropaganda" ein. Das ist völlig unsachlich, so kann man nicht diskutieren! Deine Eingriffe sind, solange sie jede Diskussion und Arguymente verweigern, reiner Vandalismus. Wo z. B. wurde jemals die Behauptung des von dir "verteidigten" Textes, bei Renner habe es sich um jemanden gehandelt, der vom Antisemitismus udn Antislawismus beinflusst gewesen sei, mit einem seriösen Quellenzitat belegt???? (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 22:23, 19. Sep 2006)}
Also, nochmals:
1. Ist ein begründetes Argument, welches Vokabel passender ist, keine neueingefügte Information!
2. Für ganz Ahnungslose: http://de.wikipedia.org/wik...
3. Habe nichts eingefügt, sondern für eine klare Falschninformation Beweise eingefordert
4. Z. Bsp. Michael Gehlers exemplarische Regionalstudie “Studenten und Politik” (1990) lässt an dieser Sichtweise keinerlei Zweifel. Oder Dietrich Heither / Michael Gehler / Alexandra Kurth / Gerhard Schäfer, ... Studenten und Nationalsozialismus in der Weimarer Republik (2 Bde.) Allerdinsg habe ich keine neuen Informationen eingetragen, sondern nur minimal umformuliert, damit nicht der falsche Eindruck entsteht, Burschenschafter im Pro-Nazilager und im Widerstand halten sich die Waage. Wer diese Position ernstlich vertritt, soll doch bitte schön gefälligst Beweise liefern, ansonsten muss die Forulierung bleiben, die diese Optik nicht nahelegt. Und wem diue neue leichte Umformulierung nicht zusgat, soll argumentieren, warum nicht, statt zu löschen.
5 Enthält überhaupt keine neue Information, sondern nur eine klarere, nicht missverständliche Forumlierung. Wem die Formulierung missfällt, soll arguementieren, warum (statt ohne jedes Argument zu löschen.) (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 22:55, 19. Sep 2006)}

BITTE! Fang endlich zu argumentieren an, statt ohne Begründung jede kleine Umformukierung stur zu löschen. Ich ahbe argumentiert, begründet und Quellen geliefert. Was ist mit Dir? Sonst muss diese Seite wegen Vandalismus gesperrt werden! Stattdessen zitierst Du mich falsch: ich habe nicht geschrieben die Burschenschaften seien "eine Kaderschmiede des Natuionalsozialismus", sondern, eine "deutschnationale Kaderschmiede", was wohl ausser Streit steht. ich verlange Argumente! (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 10:50, 20. Sep 2006)}

Zunächst einige formale Dinge: 1. Ich diskutiere normalerweise nie mit anonymen Usern, die nur mit ihrer IP-Adresse auftreten. 2. Es ist in Wikipedia üblich, eigene Beiträge auf den Diskussionsseiten mit einer Signatur zu versehen. 3. Erkundige Dich bitte, was "Vandalismus" in Wikipedia bedeutet!

Ich freue mich, dass du es doch noch mit Argumenten probierst, statt permanent begründete Umformulierungen (mehr ist es im wesentlichen ja nicht) zu löschen. Sorry, das Signieren (Wellenlinie, oder?) klappt bei meiner Tastatur einfach nicht. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 15:12, 20. Sep 2006)}
Umformulierungen können immer begründet werden - nur die Begründung muss nicht immer ziehen, vor allem wenn sie ungenau ist. Signaturen kannst Du im Bearbeitungsfeld durch Anklicken des zweiten Icons von rechts erstellen.

Da Du so beharrlich auf Deine Veränderungen bestehst und nicht willens bist einzusehen, dass Veränderungen in einem schon längere Zeit bestehenden Artikel behutsam vorgenommen werden sollten - vor allem bei Untermischung politisch brisanter Formulierungen -, gehe ich kurz auf Deinen Wunsch einer Diskussion ein.
Gut! (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 15:12, 20. Sep 2006)}

Obschon der Artikel nicht sonderlich gut geraten ist und Burschenschafter sich dezent fernhalten, war es ein langer und schwieriger Weg, bis wenigstens über Kompromisfindung ein einigermaßen sinnvoller und relativ hetzfreier Text zustande kam.
Zu Deiner Veränderung "ethnische" in "nationalistische": Österreich-Ungarn war ein Vielvölkerstaat. Im Hinblick auf einen solchen Staat von nationalistischen Bestrebungen zu reden, ist irreführend. Die Burschenschaften im Reich hatten nationalistische Forderungen, die Burschenschaften in Österreich höchstens deutsch-nationale. Verständlicher werden ihre Intentionen unter dem Eindruck einer ethnischen Auseinandersetzung. Von daher finde ich den Begriff "ethnisch" an dieser Stelle nicht unbedingt fehl.
Lies bitte noch einmal: Im Text geht es an dieser Stelle NICHT um die Burschenschaften, sondern um den Zeithorizont, um die Zentrifugalkräfte, die in der Habsburgermonarchie wirkten: und das war vor allem der Nationalismus (und nicht die “Ethnien”) von verschiedenster Seite. Propaganda kann niemals ethnisch sein, weil ethnisch keine ideologische Position ist Und natürlich waren die Burschenschaften in der Monarchie nicht nur deutschnational, sondern auch nationalistisch (im Sinne, dass sie eine Ideologie vetraten, die explizit den Herrschafts- und Dominanzanspruch der “Deutschen” gegenüber den anderen Völkerschaften behauptete.) Das ist aber für die strittige Passage ohnehin irrelevant, weil es um das allgemeine Zeitphänomen Nationalismus (in verschiedener Form) geht. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 15:12, 20. Sep 2006)}
Hallo, dieser Artikel dreht sich um Burschenschaften. Ich kann auch nicht die Literatur der Zeit einfügen und dann behaupten, sie dienten nur der Absteckung des "Zeithorizonts". Wer sich mit den politischen Bewegungen der damaligen Zeit beschäftigen möchte, findet an anderer Stelle genug Informationen. In diesem Artikel geht es einzig und alleine um Burschenschaften. Der normale Leser geht davon aus, dass sich Beschreibungen der "Zentrifugalkräfte" auf das spezifische Thema beziehen und nicht allgemeiner Einblick in den historischen Kontext darstellen. Versuch bitte, eine situationsinterne Sicht zu gewinnen.

Du fügtest ein, Georg von Schönerer sei "radikal antisemitisch" gewesen. Das mag sein, aber Du solltest dann auch Quellen vorbringen, die dies belegen, bevor Du solche Behauptungen in einem Artikel über eine existierende Organisation bringst. Damit erwegst Du den Eindruck, Schönerer sei stellvertretend für alle Burschenschafter. Wenn dies nicht Deine Intention war, dann mache dies deutlicher. Ach ja: Quellen sind keine Verweise auf andere Internetseiten, die gleichsam keine Belege für ihre Behauptungen vorbringen.
1) Schoenerer ist – partei- und ideologieeschichtlich – eine sehr wichtige Person im 19. Jahrhundert. 2) Schoenerer war ein promineter Burschenschafter. 3) NICHT ich habe den Satz mit Schoenerer in den Text eingefügt. Dein Einwand ist daher gegenstandslos. Ich habe das nur um das Adjektiv “radikal antisemitisch” ergänzt. 4) Selbstverständlichkeiten wie dass Schoenerer eine der zentralsten Figuren des radikalen Rassenantisemitimus war, zu belegen, ist zwar lachhaft. Aber bitte: Der Eintrag im Österreich-Lexikon aeiou sagt u.a. Folgendes: “Ab 1879 Führer der deutschnationalen Bewegung (der Alldeutschen) in Österreich; heftiger Gegner des österreichischen Patriotismus, der katholischen Kirche und des Liberalismus. Vertrat einen radikalen Antisemitismus, kämpfte für engen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, war ein Vorkämpfer der Los-von-Rom-Bewegung und trat selbst zum Protestantismus über. Seine autokratischen und terroristischen Methoden, sein nationalistischer Fanatismus waren typisch für seine Richtung. Seine Ideen haben später den jungen A. Hitler stark beeinflusst.”
Ich zweifelte Schönerers antisemitische Position keineswegs an. Deine Intention, weshalb Du Schönerers rassistisch-politische Ambitionen in einen Text über Burschenschaften einfügst, würde mich schon interessieren. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Du willst doch nicht behaupten, Schönerers Rassismus sei Grundlage der burschenschaftlichen Bewegung? Wenn nicht, dann solltest Du diese Adjektive wieder streichen. Wer sich über Schönerer informieren will, kann dies auf der entsprechenden Seite tun. Außerdem wirkt der Begriff "radikal" verharmlosend, denn er lässt vermuten, es gäbe Abstufungen, also auch einen nicht radikalen Antisemitismus. Antisemitismus hat weder Abstufungen noch Steigerungen - einen harmlosen Antisemitismus gibt es nicht! Es wundert mich immer wieder, wie leichtfertig manche mit Adjektiven und vor allem Komparativen um sich werfen.

Über antisemitische oder antislawische Einstellungen Karl Renners weiß ich nichts.
Danke, das hat sich also erledigt.

Aber ein Zitat von 1938 nach dem Österreich-Anschluss, das zumindest punktuell Sympathie für das NS-Regime zeigt: "Ich müsste meine ganze Vergangenheit als Vorkämpfer des Selbstbestimmungsrechts verleugnen, wenn ich die große geschichtliche Tat des Wiederzusammenschlusses der deutschen Nation nicht freudigen Herzens begrüßte". Prominente ohne Maske, Drittes Reich, München 1998, S. 312. So könnte - aus meiner Sicht - Karl Renner zumindest anders plaziert werden.
Das berühmte Zitat (über dessen Zustandekommen es übrigens ganz andere Theorien gibt) hat weder mit den Burschenschaften, noch mit Schoenerer und schon gar nicht mit “Antislawismus” und “Antisemitismus”, die ihm in der Passage unterstellt werden, zu tun. Genau das aber wird fälschlich im Text behauptet. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 15:12, 20. Sep 2006)}
Aha, hier differenzierst Du also. Was hat Schönerers Antisemitismus mit der burschenschaftlichen Bewegung zu tun? Weshalb habe ich dieses Zitat wohl nicht in den Artikel eingefügt? Weil es als Denkanstoß dienen sollte. Das tat es wohl auch, aber nicht in ausreichendem Maße.

Belege bitte auch Deine Behauptung, ein "Großteil" der Burschenschaften hätte die Machtergreifung begrüßt. Auch hier kann ein Hinweis auf Antiburschi-Literatur nicht ziehen, insbesondere wenn die dortigen Autoren ebenfalls keinen Beweis führen, sondern munter Vermutungen anstellen. Zu dem Beschluss des Burschentages 1932 weiter unten. Nenne bitte die Namen der Burschenschaften, die Du unter "Großteil" zusammenfasst - sagen wir 15 Verbindungen, das dürfte reichen.
Ich habe aktuelle wissenschaftliche Fachliteratur samt exaktem Quellenzitat und Seitenangaben genannt und sogar als Fußnote im Text angeführt! So ist der wissenschaftliche Kenntnisstand, was gibt es da noch zu diskutieren?
Für Deine Behauptung, ein "Großteil" der Burschenschaften hätte die Machtergreifung begrüßt, hast Du nachwievor keine Belege gebracht. Hier ein Auszug aus dem Aufruf Wehbergs, in: Vossische Zeitung vom 24.11.1920; BA (K) NL 199/38: "Wir glauben, dass die wahre Liebe zum Vaterland ein einmütiges Zusammenhalten aller Deutschen zum Zwecke des Wiederaufbaues unseres Vaterlandes verlangt und jede Hetze gegen bestimmte Gruppen unseres Volkes ausschließt. Wir bekennen uns ferner zu dem Grundsatz, dass die freiheitlichen Traditionen der Deutschen Burschenschaft die Bekämpfung von sozialistischen Ideen durch Ächtung ihrer Vertreter nicht gestatten ... Wir treten alle dafür ein, dass nur die vollkommene Abkehr von den alldeutschen und nationalistischen Tendenzen und eine Politik des Rechts die Zukunft Deutschlands sichern kann, und wir meinen, dass jede Hass- und Revanchepolitik, die gerade in jugendlichen Herzen so leicht Anklang findet, unser Vaterland nur immer tiefer in unheilbares Elend stürzen wird. ... Der bisherige Weg aber führt aus der Freiheit wahren Burschentums heraus, verletzt die Ehre anderer und beseitigt ohne zwingenden Grund die so notwendige Einheit aller von der Idee des Vaterlandes begeisterten Burschenschafter." Nun noch ein Beispiel aus der Zeit des NS-Regimes. BBl, 47. Jg., Mai 1933, Heft 9, S. 208-209: "Heute ist der totale Staat Wirklichkeit. Er durchbricht rücksichtslos alle Gebiete des öffentlichen Lebens, er erfasst selbstverständlich auch die Hochschule und mit ihr die studentischen Verbände. Die Frage einer Neugestaltung des Korporationslebens ist in sehr viel zwingenderer Form aufgerollt als nach dem Weltkriege. Es beginnt der entscheidende Behauptungs- und Bewährungskampf der Korporationen. ..." Wenn Du also von einem Großteil der Burschenschaften redest, musst Du schon Ross und Reiter nennen, sonst ist es nur Hetze.

Außerdem liest du schon wieder nicht genau: Im Text geht es nicht um einzelne Burschenschaften, sondern um “Burschenschaftern”, die individuell nicht einheitlich reagiert hätten. So weit stimmt es ja. Tatsache ist aber ebenso, dass ein “Großteil” (im Text steht nicht einmal “Mehrzahl”!) von ihnen den NS positiv gesehen haben. Abgesehen davon sollte es wohl reichen, dass sogar der gesamte Dachverband der deutschen Burschenschaft - noch VOR der Machtergreifung Hitlers – sich sogar per Beschluss hinter die zu “bejahende” nationalsozialistische Bewegung gestellt hat. (siehe unten) (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 15:12, 20. Sep 2006)}
Erstens geht es in diesem Artikel um die "Burschenschaft" als Kollektiv und nicht um Einzelpersonen. Zweitens ist der Begriff "Großteil" mehr als nur schwammig - siehe oben. Drittens: Befasse Dich bitte mit den Quellen und nicht mit Sekundärliteratur, die Zitate aus den Zusammenhängen nehmen.

Erkläre bitte, was eine "antisemitische Tradition" sein soll. Auch hier wären Belege hilfreich.
Verstehe die Frage nicht. Was Antisemitismus ist, wird doch bekannt sein!? Dass das deutschnationale Kernmilieu, also genau der Bereich, in dem die Burschenschaften eine/die zentrale Rolle spielten, auch genau das Milieu ist, das im 19. Jh. den rassischen(!) Antisemitismus am deutlichsten und radikalsten vertreten hat (in extremster Ausprägung bei den Alldeutschen), ist ein Gemeinplatz. Diese Tradition in mehr oider weniger radikaler Auspägung gehörte zunehmend zu den ideologischen Elementen der deuscshnational-völkischen Bewegung.
Das ist reiner Unsinn. Du vermengst Äpfel mit Birnen und stellst Behauptungen und Gemeinplätze auf, ohne sie zu begründen. Belege, Belege, Belege!

Du solltest Zitate auch nicht aus dem Sinnzusammenhang reißen. Der erwähnte Ausschnitt aus einem Beschluss des Burschentages 1932 stützt sich auf die "völkische Freiheitsbewegung". Es ist daraus kein eindeutiges und vor allem kein einstimmiges Bekenntnis zu Hitler abzulesen. Die sogenannte "völkische Freiheitsbewegung" hatte zahlreiche Äste, von denen 1932 der nationalsozialistische eben der politisch stärkste war.
Lies bitte noch einmal nach: Es ist sogar WÖRTLICH ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus! (Sie “bejahen” explizit den Nationalsozialismus.) Und das also schon vor der eigentlichen Machtergreifung! Dass sie das so begründet haben, dass sie aus “völkischen” Gründen die Bewegung des NS begrüßen, ist doch kein Gegenbeweis!!
mangelnde situationsinterne Sicht von Deiner Seite!

Außerdem unterschlägst Du, dass sich die DB im gleichen Atemzug vom NSDStB distanziert.
Es steht dir frei, das betreffende Zitat im Text einzufügen. Allerdings steht ohnehin schon unmissverständlich da, dass es da gewisse Konkurrenz gab: es ist die Rede von “Druck”, “Sich entziehen”, “Verdeckt fortfahren”. Dieser Aspekt ist also bereits mehr als deutlich enthalten. Allerdings standen hinter diesen Vorbehalten organisatorische Gründe und eben NICHT politisch-ideologische Gründe, dass man etwa den NS abgelehnt hätte.
Ich werde sicherlich nicht Deine Aufgabe erledigen. Du zerstückelst Zitate und ich soll den Schaden flicken? Nein, danke. Beschäftige Dich mit den internen Auseinandersetzungen der einzelnen Burschenschaften und Du wirst erkennen, dass der Druck immens war - auch von Seiten einiger DB-Funktionsträgern (z. B. Schwab).

Wenn es Dir um Sachlichkeit geht, musst Du freilich auch erwähnen, dass selbst diesem von Dir zitierten Beschluss ein hartes Ringen und heftige Debatten vorausgingen.
Lass dir halt was einfallen, dann sehen wir weiter.
Du hast meine Aussage nicht verstanden! Du sollst sachlich begründen und nicht Textpassagen, die Dir nützlich sind, aus dem Kontext reißen. Was habe ich mit Deiner Voreingenommenheit zu tun?

Schließlich wäre es auch noch toll, würdest Du die literarische Grundlage (samt Seitenzahl) Deiner Erkenntnisse nennen.
Habe ich ja!! Sogar die exakten Seitenangaben stehen da, du hast wieder nicht genau gelesen!
Das ist richtig. Ich ziehe diesen Einwand zurück.

Wenn es "Blut und Paukboden" sein sollte, rate ich Dir, den gesamten Text des Sitzungsprotokolls und der Beschlussfassungen im Original zu lesen. Mit den Gründen für die Gleichschaltung der Studentenverbindungen in den NSDStB liegt zu wohl richtig, aber dann solltest Du auch erwähnen, dass es davor und danach starken Widerstand innerhalb der DB gab.
Aber steht eh schon alles drinnen! Es muss nur auch umnimssverständlich klar sein, woher dieser “Widerstand” rührte. Nämlich NICHT aus der ideolog. Ablehnung des Nationalsozialismus!! Daher meine minimale(!) Einfügung (Siehe oben) (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 84.115.146.119 (84.115.146.119 • Beiträge) 15:12, 20. Sep 2006)}
Dann mache Dir wenigstens die Mühe, die Burschenschaftlichen Blätter der Jahre 1925 bis 1934 zu lesen. Dann können wir weiterreden. Das wirst Du aber eh nicht tun. So pinselst Du nur ab, was Du in Antiburschi-Schriften gelesen hast. Sei objektiv!

So, nun überlasse ich es erst einmal Dir, die notwendigen Korrekturen an Deinen Veränderungen vorzunehmen.
--Holger H. Macht 13:40, 20. Sep 2006 (CEST)
Ich habe keine Lust, wertvolle Stunden meines Lebens für solch eine unfruchtbare Diskussion zu verschwenden. Sollen sich Burschenschafter mit Dir, Deinen Textmanipulationen und dem Artikel beschäftigen. Deinen Vandalismus ständig zu korrigieren, wird nicht länger meine Sache sein. --Holger H. Macht 18:17, 20. Sep 2006 (CEST)

Halbsperrung

Hallo!

Kann jemand den Artikel bitte Halbsperren? Begründung: Siehe Versionsgeschichte --ALE! ALE! 13:44, 7. Nov. 2006 (CET)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Burschenschaft und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 24.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).