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Charles de Gaulle

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Der Artikel Charles de Gaulle gehört zur Kategorie: Mann, Franzose, Militärperson (Frankreich), Premierminister (Frankreich), Staatspräsident (Frankreich), Geboren 1890, Gestorben 1970
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Begriffsklärungshinweis Charles André Joseph Marie de Gaulle [] (* 22. November 1890 in Lille; † 9. November 1970 in Colombey-les-Deux-Églises) war ein französischer General und Politiker. Im Zweiten Weltkrieg führte er den Widerstand des Freien Frankreichs gegen die deutsche Besatzung an und war danach von 1944 bis 1946 Chef der Übergangsregierung. Im Zuge der Algerienkrise wurde er 1958 mit der Bildung einer Regierung beauftragt und setzte eine Verfassungsreform durch, mit der die Fünfte Republik begründet wurde, deren Präsident er von 1959 bis 1969 war. Die auf ihn zurückgehende politische Ideologie des Gaullismus ist bis heute einflussreich in der französischen Politik.

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General de Gaulle und General Mast, Tunis 1943
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Herkunft und Bildung

De Gaulle wurde in einer gebildeten, katholischen, moralisch konservativen, aber sozial fortschrittlichen Intellektuellenfamilie in Lille geboren: Sein Großvater war Historiker, seine Großmutter Schriftstellerin. Sein Vater, der an verschiedenen katholischen Privatschulen lehrte, bevor er seine eigene gründete, ließ ihn die Werke von Barrès, Bergson, Péguy und Maurras entdecken. Während der Dreyfus-Affäre distanzierte sich die Familie von konservativen, nationalistischen Kreisen und unterstützte den aus antisemitischen Gründen verurteilten Alfred Dreyfus. 1908 trat de Gaulle in die Militärschule Saint-Cyr ein, die er 1912 mit Diplom und Ernennung zum Leutnant verließ. Anschließend trat er in die französische Armee ein. Er wurde dem 33. Infanterieregiment in Arras zugeteilt, dessen Kommandeur seit 1910 Oberst Henri Philippe Pétain war.

Erster Weltkrieg

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde er vom Leutnant zum Hauptmann befördert. Während seines ersten Gefechts bei Dinant wurde er am 15. August 1914 verwundet. Er kehrte dann zum 33. Infanterieregiment an die Champagne-Front zurück, um die 7. Kompanie zu befehligen. Am 10. März 1915 wurde er erneut während eines Gefechts verwundet. Er war entschlossen, weiter zu kämpfen und widersetzte sich seinen Vorgesetzten, indem er auf die feindlichen Gräben feuern ließ. Wegen dieses Akts des Ungehorsams enthob man ihn für acht Tage seiner Funktionen. Als ihm der Kommandeur des 33. Infanterieregiments anbot, sein Adjutant zu werden, hatte sich de Gaulle als fähiger Offizier, wiederholter Freiwilliger und durch seine Intelligenz und seinen Mut beim Beschuss hervorgehoben.

Am 2. März 1916 wurde sein Regiment bei der Verteidigung des Forts von Douaumont in der Nähe von Verdun vom Feind attackiert. Seine Kompanie wurde während des Gefechts fast vollständig vernichtet, die Überlebenden wurden eingeschlossen. Er versuchte dann einen Ausbruch und wurde zum dritten Mal durch einen Bajonetthieb schwer verwundet. Er ergab sich den Deutschen, wurde im Krankenlager gepflegt und interniert. Nach einem erfolglosen Fluchtversuch wurde er in die Festung von Ingolstadt in Bayern verlegt, ein für aufsässige Offiziere vorgesehenes Repressalienlager. Ein „jämmerliches Exil“ („lamentable exil“), mit diesem Ausdruck beschrieb er seiner Mutter sein Schicksal eines Gefangenen. Um die Langeweile zu ertragen, organisierte de Gaulle für seine Mitgefangenen umfangreiche Exposés über den Stand des laufenden Krieges. Seine fünf Fluchtversuche scheiterten alle an seiner Körpergröße, die ihn weithin für jeden sichtbar machte. Darüber hinaus unterstützte er mehrere teilweise erfolgreiche Fluchtversuche anderer inhaftierter Kameraden. Nach dem Waffenstillstand wurde er freigelassen. Er erhielt den französischen Ausbrecherorden. In der Gefangenschaft lernte er M. N. Tuchatschewski kennen, den er in französischer Sprache unterrichtete. Von den zweieinhalb Jahren der Gefangenschaft behielt er eine bittere Erinnerung und schätzte sich selbst als „Heimkehrer“ und Soldat ein, der nichts genützt hatte.

Während des polnisch-russischen Krieges von 1919 bis 1920 wurde er freiwillig Mitglied der französischen Militärmission in Polen und Infanterieausbilder der polnischen Armee. Er nahm freiwillig an den Kämpfen am Fluss Zbrucz teil und erhielt dafür die höchste polnische Militärauszeichnung Virtuti Militari. Durch diese Kriegsteilnahme wurde seine spätere Taktik stark beeinflusst, die sich insbesondere durch schnelle Manöver, den Einsatz von Panzern und den Verzicht auf Schützengräben auszeichnete. Aufgrund seiner Erfahrungen in Polen, die sich von denen des Ersten Weltkrieges fundamental unterschieden, veröffentlichte er einige Bücher und Artikel zur Reorganisation der Armee, insbesondere „Vers l'Armée de Métier“, in denen er die damals neuen Ideen von mechanisierten Truppen und spezialisierten Panzerdivisionen (auf der Grundlage eines Berufsheeres) vorstellte, die im Gegensatz zu den statischen französischen Theorien seiner Zeit standen. Diese manifestierten sich in der Maginot-Linie. Während Heinz Guderian und der deutsche Generalstab die Schriften de Gaulles interessiert zur Kenntnis nahmen und sich in ihren eigenen Bestrebungen bestärkt sahen, lehnte Marschall Philippe Pétain die Ideen de Gaulles ab, weshalb das Verhältnis zwischen den beiden Militärs immer schroffer wurde. Nach seinem Einsatz in Polen hielt er Vorlesungen an der Ecole militaire St. Cyr (1921) und der Ecole de guerre (1922 bis 1925), bevor er schließlich 1925 in den persönlichen Stab des Marschalls Pétain berufen wird. Im Jahr 1928 sah er außerdem Deutschland wieder: Er diente in diesem Jahr bei den französischen Besatzungstruppen. 1929 bis 1931 besetzte er einen Posten in Beirut, damals französisches Mandatsgebiet. Von 1931 bis 1937 diente er im Generalsekretariat des Nationalen Verteidigungsrates, bevor er 1937 Kommandeur des 507ten Panzerregiments in Metz wurde.

Zweiter Weltkrieg

Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, war de Gaulle Oberst. Am 14. Mai 1940 wurde ihm der Befehl über die neue 4. Panzerdivision (5.000 Mann und 85 Panzer) übertragen. Am 17. Mai führte er mit 200 Panzern ohne Luftunterstützung einen Gegenangriff Richtung Montcornet nordöstlich von Laon. Am 28. Mai hatte er mehr Erfolg, als seine Panzer die Deutschen bei Caumont zum Rückzug zwangen. Er war in der Phase der deutschen Invasion in Frankreich der erste und einzige französische befehlshabende Offizier, dem es gelang, die Deutschen zu einem Rückzug zu zwingen. Am 1. Juni hatte er den temporären Dienstgrad eines Brigadegenerals. Am 6. Juni ernannte Premierminister Paul Reynaud ihn zum Staatssekretär des Kriegsstaates und zum Verantwortlichen für die Koordination mit Großbritannien. Als Kabinettsmitglied lehnte er den Waffenstillstand ab, verließ Frankreich am 15. Juni und setzte nach Großbritannien über. Dort vereinbarte er mit Winston Churchill am 16. Juni eine britisch-französische Kooperation gegen Deutschland. Als er am Abend nach Bordeaux zurückkehrte, den provisorischen Sitz der französischen Regierung, schickte sich Marschall Pétain an, legal die Macht zu übernehmen. De Gaulle missbilligte die Politik Pétains, der den Waffenstillstand mit dem Deutschen Reich zu unterzeichnen bereit war, weshalb er Pétain als illegitim ablehnte. Mit 100.000 Goldfrancs aus einem geheimen Fonds Paul Reynauds ausgestattet, floh er am Morgen des 17. Juni 1940 an Bord eines Flugzeugs nach England. Er entkam auch der deutschen Luftwaffe.

Appell vom 18. Juni

Als sich de Gaulle vorbereitete, über BBC von London aus zum französischen Volk zu sprechen, wollte das britische Kabinett sich dem widersetzen, aber Winston Churchill unterstützte ihn. Von Frankreich aus konnte man den Appell vom 18. Juni 1940 um 19 Uhr hören. Er wurde in den Zeitungen des noch unbesetzten Südfrankreich abgedruckt und in den folgenden Tagen von der BBC wiederholt ausgestrahlt. Seit diesem Tag ist der Text eine der berühmtesten Ansprachen der Geschichte Frankreichs.

Das britische Kabinett hatte im Vorfeld dem französischen Innenminister Georges Mandel vorgeschlagen, sich nach England zu begeben und selbst einen Appell an die Franzosen zu richten. Mandel hatte durch seine wiederholten Mahnungen über die Bedrohungen durch das Deutsche Reich – und im Gegensatz zu seinem Freund und Präsidenten Léon Blum – charakterlich wie ein Staatsmann gewirkt. Mandel weigerte sich jedoch, Frankreich zu verlassen, um sich nicht dem Vorwurf der Desertion auszusetzen (er war Jude) und empfahl, die Aufgabe de Gaulle zu übertragen.

Freies Frankreich

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Charles de Gaulles begrüßt Kinder vor der Residenz in Tunis
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Am 25. Juni 1940 gründete de Gaulle in London das Komitee „Freies Frankreich“ und wurde Chef der „Freien Französischen Streitkräfte“ (force française libre, FFL) und des „Nationalen Verteidigungskomitees“. Daraufhin wurde de Gaulle vom Kriegsrat der Vichy-Regierung im August 1940 wegen Hochverrats in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die meisten Staaten erkannten das Vichy-Regime Marschall Pétains als die legitime Regierung Frankreichs an. Churchill bemühte sich zwar anfangs diplomatisch um das Vichy-Regime, unterstützte aber de Gaulle und ließ die in Nordafrika in Mers-el-Kébir unter dem Kommando von Pétains Marineminister Admiral François Darlan vor Anker liegende französische Kriegsflotte mit ca. 1.300 Mann an Bord zerstören. Mehrere französische Kolonialbesitzungen, vornehmlich in Afrika, darunter Kamerun und Tschad, später ab 1942 Diego Suarez auf Madagaskar und Dakar in Französisch-Westafrika unterstellten sich im Laufe des Krieges dem von de Gaulle erschaffenen Freien Frankreich, das von seinem Comité National Français regiert wurde. Er sorgte besonders dafür, dass Frankreich im Lager der Alliierten durch seine „Freien Französischen Streitkräfte“ (FFL), die an verschiedenen Fronten den Kampf fortsetzten, stets präsent blieb. U. a. stimulierte und förderte er dank Colonel Passy, Pierre Brossolette und besonders Jean Moulin die Bewegung der „résistance intérieure“, die er von „France libre“ zum „France combattante“, zum kämpfenden Frankreich transformierte.

De Gaulle gilt als Inkarnation Frankreichs während des Krieges. Er stützte sich seit Juni 1940 auf das Freie Frankreich und verteidigte fortdauernd die Interessen Frankreichs im Krieg und für die Zeit danach, was in seinem Ausspruch gipfelt, „Frankreich hat keine Freunde, es hat nur Interessen“. Er bekam von Churchill die Unterschrift für den „accord des Chequers“ (7. August 1940) nach dem Großbritannien die Integrität aller französischen Besitzungen und die „integrale Restauration und Unabhängigkeit und die Größe Frankreichs“ erhalten sollte. Außerdem erbot sich die britische Regierung, die Ausgaben des freien Frankreichs zu finanzieren, aber de Gaulle bestand darauf, dass die Summen rückzahlbare Vorschüsse und keine Spenden wurden, die später einen Schatten auf ihn und die Unabhängigkeit seiner Organisation werfen würden. Die genannten Summen wurden tatsächlich zurückgezahlt und das wohl noch vor dem Ende des Krieges. Bei Prinzipienfragen war de Gaulle unerbittlich.

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General Charles de Gaulles Rede zur Bevölkerung Cherbourgs, 20.08.1944
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Trotz des durch die Verträge zwischen Churchill und de Gaulle besiegelten Vertrauens waren die Beziehungen teilweise gespannt, aber niemals ungesund. Als Churchill mangels besserer Argumente de Gaulle vorwarf: „Aber Sie sind nicht Frankreich! Sie sind das kämpfende Frankreich, das haben wir alles schriftlich festgelegt“ erwiderte de Gaulle sofort: „Ich agiere im Namen Frankreichs. Ich kämpfe an der Seite Englands, aber nicht auf Rechnung Englands. Ich rede im Namen Frankreichs und bin ihm zur Rechenschaft verpflichtet.“ Churchill erwiderte daraufhin resignierend: „Ich hatte gehofft, mit Ihnen Seite an Seite zu kämpfen. Aber meine Hoffnungen wurden enttäuscht, denn wenn Sie so kämpferisch wie unzufrieden sind, gegen Deutschland, Italien und Japan zu kämpfen, wollen Sie bestimmt auch gegen England und Amerika kämpfen...“. De Gaulle rückte die Debatte zurecht, indem er präzisierte: „Ich fasse dies als einen Scherz auf, aber er ist nicht von bestem Geschmack. Falls es einen Mann gibt, über den sich die Engländer nicht beschweren können, dann bin wohl ich es.“ Die Beziehungen zu Franklin Delano Roosevelt waren problematischer, da der amerikanische Präsident kein Vertrauen in de Gaulle hatte. In der Tat hassten sie sich. Ein Zitat von de Gaulle an Churchill erklärt in Teilen die französische Haltung angesichts der amerikanischen Arroganz: „Ich bin zu arm, um mich zu beugen“.

Sieg

Trotz Ausschluss von der anglo-amerikanischen Landung in Nordafrika (Operation Torch) durch Roosevelt und vor allem trotz geleisteter Unterstützung für Admiral François Darlan und schließlich für General Henri Giraud, die mit US-amerikanischer Duldung nach der Landung in Nordafrika in Algier ein Vichy treues Regime einrichteten, gelang es de Gaulle im Mai 1943 in Algier Fuß zu fassen. Er schuf von dort das französische Komitee für die nationale Befreiung (CFLN), um die politischen Richtungen des befreiten Frankreichs zu vereinigen und stand alsbald an dessen Spitze. Das CFLN nahm im Juni 1944 den Namen Gouvernement provisoire de la République Française (GPRF) an und zog am 25. August 1944 in das befreite Paris ein. Es gelang de Gaulle, eine alliierte Militärregierung für die besetzten Gebiete in Frankreich zu verhindern und schnell den freien Französischen Kräften die Regierungsgewalt für die befreiten Gebiete zu übertragen. In weiten Teilen der Bevölkerung wurde er als "Befreier" gefeiert, obwohl er bei der Landung in der Normandie und dem folgenden Vormarsch der Alliierten keine militärische Rolle gespielt hatte. Auf der anderen Seite verstörte de Gaulle viele Résistants, als er sich nach dem Einmarsch in Paris nicht zuerst bei den Kämpfern des Force Française de l'interieur (FFI), sondern bei den Gendarmes für ihre Unterstützung bedankte, die erst am letzten Tag die Seiten gewechselt hatten. Auch damit wollte er jede Auseinandersetzung unter den bewaffneten Franzosen, die den Alliierten den Vorwand für eine Besatzungsregierung geliefert hätte, vermeiden. Gleichzeitig erklärte er mit seiner Rückkehr in das Kriegsministerium die Kontinuität der Dritten Republik und die Illegitimität des im Gefolge der Deutschen nach Sigmaringen geflohenen Vichy-Regimes. De Gaulle wollte die Reinigung von der Kollaboration nicht den Siegermächten überlassen, sondern betrachtete dies als originäre Aufgabe der Franzosen. Am 4. April 1944 nahm das CFLN zwei kommunistische Kommissare auf. Am 27. November 1944 amnestierte de Gaulle den bei Kriegsbeginn in die Sowjetunion desertierten Generalsekretär der KPF Maurice Thorez und erreichte damit im Februar 1945 die Anerkennung Frankreichs durch die drei großen Alliierten als eine der zukünftigen Besatzungsmächte Deutschlands auf der Konferenz von Jalta. Anfang Dezember unterzeichnete de Gaulle einen auf zwanzig Jahre abgeschlossenen Hilfs- und Freundschaftsvertrag mit der UdSSR. De Gaulle sprach sich bei der Befreiung für das Frauenwahlrecht aus. Diese Reform war nur einer von mehreren Aspekten der gaullistischen Reformen der Befreiung, insbesondere die Bewerkstelligung eines modernen, staatlichen Sozialsicherungssystems. De Gaulle führte seine Visionen in Bayeux am 16. Juni 1946 aus.

Unmittelbare Nachkriegszeit

Bereits am 16. Mai 1945 erreichte de Gaulle die Aufnahme Frankreichs in den Weltsicherheitsrat der UNO als ständiges Mitglied. Nach dem Krieg wurde er am 13. November 1945 zum Ministerpräsidenten der provisorischen Regierung ernannt, trat aber nach Meinungsverschiedenheiten mit den seit den Wahlen im Oktober das Parlament dominierenden Sozialdemokraten und Kommunisten am 20. Januar 1946 zurück, weil er die neu ausgearbeitete Verfassung der Vierten Republik missbilligte. Er verlangte eine stärkere Stellung des Staatspräsidenten in der Verfassung, während die Mehrheit in der Nationalversammlung die Macht beim Parlament konzentrieren wollte. Möglicherweise ging de Gaulle davon aus, dass man ihn in das Amt zurückrufen würde, was seine Position gestärkt hätte. Nachdem dies nicht geschah, gründete er 1947 eine politische Bewegung, die RPF (Rassemblement du Peuple Français), um auf diesem Weg eine neue Verfassung durchzusetzen. Als dies misslang, zog er sich 1953 nach Colombey-les-Deux-Églises zurück.

Algerienkrise

Im Anschluss an den Misserfolg der Vierten Republik in Französisch-Indochina und im Zuge der Algerienkrise und der daraus folgenden konstitutionellen Krise ließ sich de Gaulle vom Staatspräsidenten René Coty am 1. Juni 1958 zum Ministerpräsidenten nominieren und mit den von ihm geforderten weitreichenden Notstandsmachtbefugnissen für sechs Monate ausstatten. Er nutzte diese Gelegenheit, um eine neue Verfassung beschließen zu lassen. Im September nahm das Volk in einem Referendum die neue Konstitution mit 83 % an, wodurch die Fünfte Republik entstand. Alle Kolonien – Algerien wurde nicht als Kolonie, sondern Bestandteil der Republik betrachtet – konnten wählen, ob sie an der Abstimmung teilnehmen oder ihre sofortige Unabhängigkeit wählen wollten – unter Fortfall aller weiteren französischen Unterstützung. Alle Kolonien nahmen an dem Referendum teil – mit Ausnahme Guineas. Im November gewann de Gaulle die Parlamentswahlen und erhielt eine komfortable Mehrheit. Im Dezember wurde er zum Präsidenten der Republik mit 78 % der Stimmen in indirekter Wahl gewählt.

Präsidentschaft der Republik

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Staatsporträt de Gaulles
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De Gaulle übernahm die Funktionen des Präsidenten der Republik am 8. Januar 1959. Er ergriff einschneidende Maßnahmen, um das Land zu revitalisieren, besonders mit der Einführung des neuen Franc (entsprach 100 alten Francs). Er lehnte die Dominanz der USA und der Sowjetunion in der internationalen Szene ab, behauptete Frankreich als unabhängige Großmacht, die mit einer eigenen Nuklearschlagkraft ausgestattet wurde, die letztlich die Großbritanniens übertraf. Als Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) legte de Gaulle sein Veto gegen den Beitritt Großbritanniens ein. Was den Algerienkrieg betraf, merkte de Gaulle schnell, dass es nicht möglich war, ihn zu gewinnen und unterstützte die Unabhängigkeit Algeriens. Diese Haltung provozierte starken Widerstand in einigen nationalistischen Gruppen und de Gaulle sah sich gezwungen, Widerstände der „pieds-noir“ in Algerien zu unterdrücken. Er wurde auch zur Zielscheibe von terroristischen Organisationen, wie der „Organisation de l'armée secrète“ (OAS). 1962 unterzeichnete er einen Waffenstillstand in Algerien (Abkommen von Evian) und ließ ein Referendum durchführen, das die Unabhängigkeit verfügte und im April 1962 in Kraft trat. Im April 1962 wurde der Premierminister Michel Debré durch Georges Pompidou ersetzt. Im September 1962 schlug de Gaulle vor, die Verfassung dahingehend zu ändern, den Präsidenten der Republik durch eine Direktwahl zu wählen. Die Reform der Konstitution trat trotz des Widerstandes des Parlaments in Kraft. Im Oktober votierte die französische Nationalversammlung für einen Misstrauensantrag gegen die Regierung Pompidous, aber der General lehnte die ihm vom Premierminister angebotene Demission ab und entschied sich, die Nationalversammlung aufzulösen. Aus den Neuwahlen ging die gaullistische Parlamentsmehrheit gestärkt hervor.

Außenpolitik

De Gaulle musste das Ende des Konflikts in Algerien abwarten, um wirklich seine Außenpolitik zu lancieren. In der Tat reduzierte die Bürde Algeriens („boulet algérien“) beträchtlich die französische Manövrierfähigkeit und in der einen oder anderen Weise musste der Konflikt beendet werden. Die Politik der „nationalen Unabhängigkeit“ („l'indépendance nationale“) und der Lösung von „amerikanischer Bevormundung“ wurde danach verstärkt. Am 19. Dezember 1965 wurde er für ein weiteres Mandat von sieben Jahren zum Präsidenten der Republik wiedergewählt, aber erst im zweiten Wahlgang, bei der er in der Stichwahl gegen François Mitterrand mit 13.083.699 Stimmen bzw. 55,19 % gewann. Seine Gegner warfen ihm seinen Nationalismus vor und argumentierten mit der abgeschwächten wirtschaftlichen Konjunktur in Frankreich.

International förderte de Gaulle die Unabhängigkeit Frankreichs weiter: Er trat 1962 nachdrücklich für ein „Europa der Vaterländer“ unter der Führung Frankreichs ein, zu dem er neben den EWG-Staaten (ohne Großbritannien!) Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland gewinnen wollte und nahm dafür den Rücktritt von Ministerpräsident Debré in Kauf. Er verurteilte die militärische Hilfe der USA an die Republik Vietnam gegen die vom Viet Minh geführte, kommunistische Rebellion der selbstproklamierten Volksrepublik Vietnam und forderte die USA im Interesse eines dauerhaften Friedens zum Abzug ihrer Truppen auf. Er verurteilte ebenfalls den israelischen Gegenschlag gegen die ägyptische Blockade der Meerenge von Tiran während des Sechstagekriegs und die dauerhafte Besetzung des Gazastreifens und der Westbank. Unter de Gaulle näherte sich der einst engste Verbündete Israels, Frankreich, der arabischen Welt, insbesondere Ägypten, aber auch Syrien und Libanon an, verhängte ein Waffenembargo gegen Israel, ließ die bereits bezahlten Mirage-Kampfflugzeuge nicht ausliefern und überließ es von da an den Amerikanern, Israel mit Waffen zu beliefern. Bis heute ist die israelkritische, proarabische Orientierung französischer Außenpolitik eine gaullistische Konstante.

1958 lehnte de Gaulle die Unterstellung der französischen Mittelmeerflotte unter das NATO-Kommando ab. 1964 beendete de Gaulle das amerikanische Projekt einer multilateralen Atomstreitmacht (MLF), welche unter internationaler Kontrolle stehend, zum Schutze Europas eingesetzt werden sollte. Zwei Jahre später forderte de Gaulle Strukturänderungen der NATO und drohte mit dem Austritt. Nach einem Ultimatum, in dem er den Abzug der NATO-Truppen bzw. ihre Unterstellung unter französisches Kommando forderte, zog sich Frankreich 1966 aus der integrierten militärischen Kommandostruktur der NATO zurück, während es weiterhin Mitglied der atlantischen Allianz blieb. Gleichzeitig wurde das europäische Hauptquartier SHAPE von Fontainebleau nach Brüssel verlegt. Am 14. Dezember 1965 erklärte de Gaulle: „Selbstverständlich kann man auf den Stuhl wie ein Zicklein springen und rufen: „Europa, Europa, Europa!“ Aber das führt zu gar nichts und bedeutet gar nichts.“ Dennoch ist es Europa, das den Rahmen seiner Ambitionen festlegte, ein Europa, das selbst vom „Atlantik bis zum Ural“ geht, einen Strich durch den provisorischen Eisernen Vorhang ziehend.

In der Tat war die Hauptstütze der französischen Außenpolitik die Annäherung mit dem anderen Schwerpunkt des Kontinents: Deutschland. Es war der alte Traum der französischen Diplomatie, den de Gaulle wiederholte, während er den „Angelsachsen“ den Rücken kehrte. Sein vertrauensvolles Verhältnis zu Konrad Adenauer und seine strategische Politik verhinderten den Revanchismus Georges Clemenceaus, der das ohnehin schwierige Verhältnis Frankreichs zu Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg vergiftet hatte. Gemeinsam betrieben de Gaulle und Adenauer die deutsch-französische Freundschaft, die mit einem deutsch-französischen Jugendwerk und zahlreichen Begegnungen gefördert wurde. Sie gipfelte im Elysée-Vertrag am 22. Januar 1963.

Man kann sich tatsächlich über die gaullistische Unnachgiebigkeit, besonders gegenüber Großbritannien wundern. Für de Gaulle und übrigens auch für Churchill hatte Großbritannien lediglich seine „Hausaufgaben“ gemacht und de Gaulle betrachtete Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg weder gegenüber London noch gegenüber Washington als „in ihrer Schuld“, wie dies US-Präsident George W. Bush bei der Feier anlässlich des 60. Jahrestages der Landung in der Normandie selbstverständlich annahm. Gerade um diese außenpolitische Freiheit zu besitzen, hatte de Gaulle seit seiner legendären Rede am 18. Juni 1940 während des Zweiten Weltkrieges soviel Wert auf die Teilnahme französischer Verbände an allen Phasen des Krieges gelegt. In seinen Augen hatte Frankreich sein Territorium auch aktiv selbst befreit und sich nicht passiv befreien lassen. De Gaulle war ein Mann von Prinzipien und die Position Großbritanniens als „Vasall“ der USA seit dem Zweiten Weltkrieg war für ihn albern und keine Frage der Akzeptanz eines „amerikanischen trojanischen Pferdes“ („cheval de troie américain“) in der Mitte Europas. Die Briten mussten also bis 1973 warten, bevor sie der Europäischen Union beitreten konnten.

Die Position de Gaulles angesichts der kommunistischen Welt war unzweideutig: er war fanatisch anti-kommunistisch und hatte als Erster den Fall dieses Systems prophezeit. Seit seiner Rückkehr zur Macht 1958 beurteilte er, dass die Bedrohung durch eine „russische Invasion“ quasi Null sei. Er propagierte folglich die Normalisierung der Beziehungen mit diesen mit den Augen der Geschichte „vorübergehenden“ Regimen. Die Anerkennung des kommunistischen China ab dem 27. Januar 1964 ging in diese Richtung, wie gleichfalls auch seine Reise in die UdSSR im Juni 1966. Damit nahm er nur die Erkenntnis Richard Nixons vorweg, der mit seiner spektakulären Chinapolitik den gleichen Schwenk acht Jahre später vollzog.

De Gaulle entließ zwar die ehemaligen französischen Kolonien in Afrika aus der Französischen Union in die Unabhängigkeit, schuf jedoch mit der Communauté Française (dt. Französische Gemeinschaft) ein Gegenstück zum britischen Commonwealth, wobei die Communauté Française die Außen-, Verteidigungs- und Währungspolitik bestimmte. Alle ehemaligen Kolonien führten Referenden durch, in denen die Gründung bestätigt wurde. Lediglich in Guinea entschied sich die Mehrheit anders. Mitglieder wurden Dahomey, Côte d'Ivoire, Gabun, Kongo, Madagaskar, Mauretanien, Niger, Haute Volta, Tschad, Senegal, Mali, Togo und Kamerun. Dabei spielte auch die Communauté Financière d'Afrique des CFA-Franc eine große Rolle, bei der die französische Zentralbank die Parität des CFA zum FF jahrzehntelang stabil hielt. Durch Kooperationsabkommen sicherte sich de Gaulle starke französische Einflussmöglichkeiten. Ein Teil der Communauté Française schloss sich zur Westafrikanischen Zollunion (UDAO) zusammen. 1966 wurde sie zur Zoll- und Wirtschaftsunion (UDEAO) ausgebaut. Weitere Einflussmöglichkeiten schuf sich de Gaulle auch mit der Gründung der staatlichen Vorläufergesellschaft von Elf Aquitaine, ERAP, die unter dem Einfluss ihres langjährigen Chefs, des ehemaligen französischen Verteidigungsministers und Gründers des Auslandsgeheimdiensts DGSS, Pierre Guillaumat, dem französischen Nachrichtendienst eine hervorragende Tarnung und immense finanzielle Ressourcen für seine Präsenz in Afrika bot.

Hauptsächlich in der Außenpolitik kam das gaullistische Denken vom Wesen der Nation zum Ausdruck: „eine gewisse Idee Frankreichs“. De Gaulle schöpfte seine Stärke aus dem Wissen von der Geschichte Frankreichs. Nach ihm war das Gewicht dieser Geschichte der Art, dass sie Frankreich eine besondere Position inmitten des Konzerts der Nationen gab. Für ihn und für zahlreiche Franzosen waren England und die USA nur Sprösslinge Frankreichs. Gleichfalls bewertete er die Institution der UNO als lächerlich und nannte sie „das Ding“ („le machin“), was ihn nicht daran hinderte, den ständigen Sitz Frankreichs im Weltsicherheitsrat einzunehmen.

Attentat von Petit-Clamart

Jean-Marie Bastien-Thiry, ein durch de Gaulle eigenhändig beförderter Oberst der französischen Armee, war mit dessen Algerien-Politik nicht länger einverstanden. Er beschloss daher, mit Unterstützung der Organisation de l'armée secrète (OAS, Organisation der geheimen Armee) De Gaulle zu entführen oder - falls sich eine Entführung als unmöglich herausstellen sollte - zu töten. Ein Attentat wurde am 22. August 1962 auf der Kreuzung von Petit-Clamart bei Paris organisiert, die heute nicht mehr existiert. Der Anschlag scheiterte, da die elf Attentäter das verabredete Signal in der Dunkelheit übersahen und das Feuer zu spät eröffneten. Obwohl das Präsidentenfahrzeug, ein Citroën DS, von mehreren Kugeln getroffen wurde, blieben de Gaulle und seine Frau unverletzt. Eine Kugel verfehlte die Gesichter des Präsidentenpaares jedoch nur um einige Zentimeter. „Dies hätte ein schönes, sauberes Ende gemacht“, kommentierte de Gaulle, während er das Loch ansah, welches der Einschlag hinterließ. Obwohl das Attentat scheiterte, stoppte die OAS ihre Aktivitäten nicht und noch heute ist de Gaulles Algerien-Politik teilweise heftig umstritten. Die französische Justiz verfolgte die Attentäter mit aller Härte, und Bastien-Thiry wurde nach kurzem Prozess zum Tode verurteilt und hingerichtet. Seine gefassten Komplizen kamen mit zum Teil geringeren Strafen davon. De Gaulle hatte die in Frankreich bis heute übliche Begnadigung bei Bastien-Thiry abgelehnt.

Das Attentat von Petit-Clarmart diente Frederick Forsyth als Vorlage für seinen 1971 erschienen Roman Der Schakal. Der Stoff wurde 1973 und 1997 verfilmt.

Atomstreitmacht

Überzeugt von der strategischen Bedeutung der Atomwaffe, engagierte de Gaulle das Land unter Protest der Opposition für die kostspielige Entwicklung der „force de frappe“ (Spötter, die sie nur als ein „Bömbchen“ („bombinette“) ansahen, nannten sie "farce de frappe"). Die Antwort de Gaulles war: „In zehn Jahren werden wir etwas haben, womit wir 80 Millionen Russen töten können. Ich glaube nicht, dass man ein Volk angreift welches die Fähigkeit hat 80 Millionen Russen zu töten, selbst wenn man 800 Millionen Franzosen töten könnte, vorausgesetzt es gäbe 800 Millionen Franzosen“. Dafür ließ er 1960 in der algerischen Wüste, ab 1966 auf dem Mururoa-Atoll im Pazifik Kernwaffentests durchführen. Präsident Jacques Chirac folgte in diesem Punkt seinem Vorbild Charles de Gaulle mit demonstrativen Nukleartests im September 1995 auf dem Mururoa-Atoll.

John F. Kennedy hatte für die französische Unterstützung bei der Berlin- und Kubakrise Hilfe in der Nuklearfrage versprochen, aber hielt sein Versprechen nicht. Die Nuklearfrage vergiftete die franko-amerikanischen Beziehungen während der ganzen 1960er Jahre. Deshalb musste man auf Richard Nixon warten, um erstmalig einen amerikanischen Präsidenten zu finden, der klar profranzösisch war. Mit ihm teilte de Gaulle seine Geringschätzung für Ideologien, multilaterale Verträge und Institutionen. Nixon umschiffte zunächst die verpflichtende amerikanische Legislative in der Nuklearfrage, bevor er offiziell den Weg der nuklearen franko-amerikanischen Zusammenarbeit öffnete. Das Gros der Arbeit war schon geleistet und die französischen „Bömbchen“ („bombinettes“) waren schon sehr effizient. 1968 gelang es Frankreich ohne Hilfe der Amerikaner, die Wasserstoffbombe zur Detonation zu bringen.

Die Briten, deren Nuklearstreitmacht eng mit der der Amerikaner verknüpft war, fassten es als Ohrfeige auf, als de Gaulle Frankreich zur dritten Atommacht erklärte. Die force de frappe bestand aus landgestützten Mittelstreckenraketen auf dem Plateau d'Albion (mittlerweile geschlossen), seegestützten Mittelstreckenraketen auf U-Booten und Atombomben, die von Flugzeugen abgeworfen werden konnten. Nicht zuletzt um auch auf diesem Gebiet von den beiden Supermächten unabhängig zu bleiben, forcierte er den Bau eigener französischer Kampf- (der Dassault Mirage III) und Zivilflugzeuge (der Caravelle und unterzeichnete mit Deutschland den Airbusvertrag zur Entwicklung des Großraumflugzeuges A300). Auch die europäische Trägerraketentechnik, deren ziviler Zweig ELDO mit den Europa-Raketen war, wurde von de Gaulle in diesem Zusammenhang vorangetrieben. Während François Mitterrand sich in virulenter Weise gegen dieses Bömbchen sperrte, versagte sich de Gaulle nicht das Vergnügen, die Aufsicht des Projekts dessen Bruder Jacques Mitterrand anzuvertrauen. Dabei stichelte er: „Ist es, dass einer kritisiert, dann stellt der andere es sicher.“ Während der Amtszeit Präsident Mitterrands wurde sogar die Neutronenbombe eingeführt.

Konversion des Dollars

Aufgrund der Empfehlung des Ökonomen Jacques Rueff, der durch den Vietnamkrieg die amerikanische Zahlungsbilanz aus dem Gleichgewicht geraten sah, ersuchte de Gaulle die USA um einen Transfer der französischen US-Dollar-Währungsreserven in Gold, wie übrigens auch die Bundesrepublik Deutschland zu diesem Zeitpunkt einen beträchtlichen Teil ihrer Goldreserven auf diesem Wege erhielt. Die Operation war legal, da der Dollar zu dieser Zeit offiziell im Verhältnis 1:35 Goldunzen definiert war. Die USA entsprachen ihren eigenen Verpflichtungen von Bretton Woods, und das Gold wurde nach Frankreich transferiert. 1971 machten die USA der Parität ein Ende, um den Kurs des Dollar floaten zu lassen. Von 1973 bis 1975, nach dem Ölpreisschock, stieg der Kurs des Goldes, während der Kurs des Dollar zunehmend verfiel. Der Ratschlag von Jacques Rueff erwies sich als auf lange Sicht als richtig.

Die Affaire des „Québec Libre“

De Gaulle wollte an der 100-Jahr-Feier der Nation in Kanada und der Weltausstellung 1967 teilnehmen, provozierte jedoch die Empörung der Föderalisten, als er in Montréal vor einer Menge von 100.000 Québécois, deklarierte: „Es lebe das freie Québec!“ („Vive le Québec libre!“), begleitet von allgemeinen, großen Ovationen, falls man den gefilmten Ausschnitten der Zeit glaubt. Dies löste eine Regierungskrise in Kanada aus. In der Folge der Rede de Gaulles, die eine gewisse Menge an Augenzwinkern enthielt („Aber nach alledem fühlt man sich wie zu Hause hier“, „ich werde euch ein kleines Geheimnis verraten, das Ihr niemandem weitererzählen werdet: auf meinem Weg habe ich eine Atmosphäre gesehen, die mich an die Befreiung erinnert hat“), erklärte der kanadische Premierminister Lester B. Pearson seine Worte für „inakzeptabel“. De Gaulle antwortete, dass das Wort „inakzeptabel“ selbst inakzeptabel war und sagte unilateral die vorgesehene Visite in Ottawa ab. Er kehrte auf der Stelle an Bord des Kreuzers Colbert nach Frankreich zurück – die Wahl eines Kriegsschiffs als Transportmittel war offensichtlich eine Botschaft. Das Ziel de Gaulles war es nicht, Aufruhr zwischen Québec und Kanada zu provozieren, sondern eher die Franzosen in Kanada angesichts der angelsächsischen Nachbarn aufzumuntern. Aber man stelle sich vor, ein ausländischer Staatsgast hätte bei einem Staatsbesuch in Perpignan „Es lebe das freie Languedoc“ unter dem Beifall Tausender Südfranzosen gerufen - de Gaulle hätte dies sicher auch als Provokation empfunden. Der große Mann sagte außerdem bei dem Schritt der Visite in Québec:„Ich habe sie 30 Jahre gewinnen lassen“. Über seine Kritiker hatte er ungefähr diese Worte: „Es gibt drei Kategorien von Leuten, die dies ärgern wird. Die Diplomaten, aber gut, um die kümmern wir uns, die Journalisten, aber wir pfeifen auf sie, da sie nicht die Geschichte schreiben und schließlich die Angelsachsen. Die haben mich noch nie gemocht, insofern...“ Die Regierung von Ottawa musste seit dieser Zeit mit einer besonderen Achtsamkeit auf die Forderungen der Québécois achten, die, von dieser Ermunterung bestärkt, weil sie von einer gegebenenfalls starken Unterstützung Frankreichs ausgingen, anfingen, über eine Sezession zu reden.

Die Fürsorglichkeit Charles de Gaulles gegenüber den frankophonen Kanadiern verwundert ein wenig angesichts der Tatsache, dass sie während des Zweiten Weltkriegs vielfach Pétainisten und feindlich gegenüber dem Freien Frankreich waren, im Gegensatz zu den anglophilen Kanadiern und der Bevölkerung der Vereinigten Staaten, die zu jener Zeit de Gaulle gegen das Vichy-Regime unterstützt hatten.

Mai 1968

Abbildung
de Gaulle mit Richard Nixon und dessen Kabinett
Bildherkunft

Die Demonstrationen während der Streiks von 1968 waren eine weitere Herausforderung. De Gaulle war bereit, die Forderungen der Demonstranten nach drastisch höheren Löhnen zu akzeptieren. Er wollte ein Referendum über die Reformen durchführen lassen, aber Georges Pompidou überredete ihn, eher die Nationalversammlung aufzulösen. Aufgrund von Straßenschlachten und bürgerkriegsähnlicher Umstände, bei denen das öffentliche Leben in Frankreich wegen Treibstoffmangel zum Erliegen zu kommen drohte, konzentrierte de Gaulle Truppen um Paris. De Gaulle kündigte es am 30. Mai 1968 in der Rede an, von der nur der Ton übertragen wurde. Die Sätze waren kurz, jeder einzelne fast eine Entscheidung: „Als Inhaber der nationalen und republikanischen Legitimität habe ich seit 24 Stunden alle Eventualitäten, ohne Ausnahme, erwogen, die mir es ermöglichen würden, sie zu erhalten.“ Zuvor war das politische Leben in Frankreich durch das plötzliche Verschwinden de Gaulles noch weiter durcheinandergeraten. Erst nach der Rückkehr wurde bekannt, dass de Gaulle sich bei dem algerienerfahrenen General Jacques Massu in Baden-Baden aufgehalten hatte. Die Motive der Reise sind unklar. Die Heimlichkeit und die Überstürztheit (de Gaulle reiste im Helikopter) haben zahlreiche Spekulatione provoziert. Es ist umstritten, ob de Gaulle mit Massu den Einsatz der Armee zur Niederschlagung der Unruhen erörtert hatte, ob seine plötzliche Abwesenheit ein rein taktischer Zug zur Beruhigung der Massen war, oder ob er schlicht vor der Situation in Paris geflohen ist. Eine derartige plötzliche Vakanz des Staatschefs erinnert, wenn auch unter anderen Vorzeichen, an die Flucht nach Varennes des Königs Ludwig XVI., im Jahr Oktober 1792.

  • Ich habe meine Entschlüsse gefasst. Unter den gegenwärtigen Umständen werde ich mich nicht zurückziehen.“
  • Ich werde nicht den Premierminister wechseln, der die Anerkennung von uns allen verdient.“
  • Ich löse heute die Nationalversammlung auf.“
  • Ich beauftrage die Präfekten, die Kommissare über das Volk geworden oder wieder geworden sind, die Subversion zu jeder Zeit und an jedem Ort zu verhindern.“
  • Was die Legislativwahlen angeht, so werden sie in den von der Verfassung vorgesehenen Fristen stattfinden, zumindest bis man hört, dass das ganze französische Volk mundtot gemacht wird, indem man es davon abhält, sich auszudrücken und gleichzeitig davon abhält, zu leben, durch dieselben Maßnahmen man versucht, die Studenten vom Studieren abzuhalten, die Lehrer vom Lehren, die Arbeiter vom Arbeiten. Diese Mittel, das sind die Einschüchterung, die Vergiftung und die Tyrannei, ausgeübt seit langer Zeit in Folge durch organisierte Gruppen und einer Partei, die eine totalitäre Unternehmung ist, selbst wenn es schon Rivalen diesbezüglich gibt.“ (Er zielte auf die kommunistische Partei Frankreichs (Parti communiste français)).
  • Das Ende der Rede erwähnt betreffend der kurz vorhergehenden Deklaration und ohne sie zu zitieren „die Ambition und der Hass der ausrangierten Politiker“, und bestätigt, dass „nach der Benutzung“ die Persönlichkeiten diese „nicht mehr wiegen würden, als deren Gewicht, was nicht viel sein würde“.

Nach den ein wenig enttäuschenden vorangegangenen Reden schien das Volk seinen de Gaulle der großen Tage wiederzuentdecken: Eine Demonstration wurde organisiert (die am 30. Mai 1968), die nach Angabe der Organisatoren von einer Million Teilnehmern, nach Angaben des Polizeipräsidiums von 300.000 Teilnehmern besucht wurde. Die Wahlen vom Juni 1968 wurden ein großer Erfolg für die Gaullisten, die 358 von 487 Sitzen erhielten. Im Juli wurde Georges Pompidou durch Maurice Couve de Murville abgelöst.

Das Referendum

In einem Referendum schlug de Gaulle den Transfer einiger Machtbefugnisse an die Regionen und die Transformierung des Senats vor, in dem er Regionalräte aus Repräsentanten der professionellen und gewerkschaftlichen Organisationen einzuführen beabsichtigte. Sein ganzes Gewicht in das Referendum einbringend, kündigte er im Voraus im Falle des Sieges des „non“ seine Rücktrittsabsichten an. Die Gegner der vorgeschlagenen Reformen, zu denen auch Valéry Giscard d'Estaing gestoßen war, gewannen das Referendum mit 52,46 % der Stimmen und de Gaulle gab kurz nach Mitternacht seinen Rücktritt vom Amt des Präsidenten der Republik bekannt.

Charles de Gaulle nahm also am 28. April 1969 Urlaub, erholte sich in Irland (von wo aus er per Brief wählte) und zog sich schließlich in Colombey-les-Deux-Églises zurück, wo er an seinen Mémoiren arbeitete und am 9. November 1970 starb.

Begräbnis

Sein Testament stammte aus der Zeit des Begräbnisses von General Jean de Lattre de Tassigny im Januar 1952. Dieser war nach seinem Tod vom offiziellen Frankreich und seinen Politikern in einer Art und Weise vereinnahmt worden, die de Gaulle mit Abscheu erfüllte. Dem entsprechend regelte er detailliert die Modalitäten seines Begräbnisses:

  • Ich möchte in Colombey beerdigt werden“.
  • Bei meiner Beisetzung weder Politiker noch Minister!“ (Der Finanzminister Valéry Giscard d'Estaing nahm trotzdem teil, argumentierend, dass er nicht als Minister käme, sondern als einfacher Franzose) „Lediglich die Compagnons der Befreiung“ (was Jacques Chaban-Delmas und André Malraux einschloss). Alle anderen Offiziellen, inklusive Präsident Nixon, mussten sich mit der Teilnahme an einer einfachen Messe zu seinen Ehren zur selben Zeit in Notre-Dame in Paris zufrieden geben.
  • Auf meinem Grab: Charles de Gaulle, 1890-19... Nichts anderes

Erinnerung

Zahlreiche öffentliche Straßen und Gebäude in Frankreich tragen seinen Namen. Im Besonderen der Place Charles de Gaulle in Paris und außerdem der Flughafen Paris-Roissy – Charles de Gaulle. Sein Name wurde auch dem gegenwärtig letzten Flugzeugträger, der Charles de Gaulle gegeben. Einige Jahre nach dem Tode de Gaulles fingen erstaunlicherweise viele seiner Kritiker zu Lebzeiten an, sich auf ihn zu berufen. Dies erinnert an eine berühmte Phrase des Generals zu : „alle waren, sind oder werden Gaullisten sein“.

Misserfolge

  • Er scheiterte vor dem Zweiten Weltkrieg, die politische Klasse zu bewegen, die Armee zu modernisieren.
  • Er fühlte sich gezwungen, 1946 zu demissionieren.
  • Seine Einstellung zur Entkolonialisierung war zweideutig. Jacques Foccart war beauftragt, diskret das wieder zu erlangen, was offiziell aufgegeben wurde.
  • Die Beseitigung des marokkanischen Gegners Mehdi Ben Barka und mehr als 200 Marokkaner auf französischem Territorium unter Mitwirkung der französischen Polizei 1961 unterstreicht die Doppeldeutigkeit der Entkolonialisierung.
  • Falls die Mehrheit der Franzosen die Meinung über die Frage der „Algérie française“ zwischen 1954 und 1962 geändert hätte, hätten es jedoch einige der anderen de Gaulle nicht verziehen, sich mit der „Algérie algerienne“ zusammenzutun, nach dem er 1958 den Slogan „Vive l'Algerie française“ ausgerufen hatte. (In der Wirklichkeit nur ein mal und an einem abgelegenen Ort Algeriens, bei der „Tournee der Kumpels“ genannten Inspektion. François Mitterrand hatte seinen analogen Stimmungsumschwung über die Algerienfrage - noch später - erfahren). Deswegen war de Gaulle nie bei der Mehrheit der algerienstämmigen Franzosen beliebt gewesen, die während des Krieges in großen Teilen Pétainisten waren.
  • Vorgeworfen wird ihm auch, dass er die Harkis (algerische Moslems, die auf französischer Seite mitgekämpft hatten) und ihren Familien durch seinen Minister Joxe das Asyl in Frankreich verweigern ließ, nachdem er sie zuvor entwaffnen lassen hatte.
  • De Gaulle hatte niemals die Notwendigkeit eines fortschrittlichen Telefonnetzwerks in Frankreich ernst genommen. Er sah sie als die Post der Reichen an. Später ließ Valérie Giscard d'Estaing während seines einzigen Septenats (siebenjährige Amtsperiode) mehr Telefonkabel verlegen, als in Frankreich seit 1900 verlegt wurden, was die Prosperität der Gesellschaft Alcatel garantierte.
  • Das Überschallflugzeug Concorde, der gemeinsam mit Großbritannien gebaut und von Air France und British Airways geflogen wurde, geriet zu einem kommerziellen Fehlschlag.
  • Sein letztes Referendum war für ihn fatal. Er erhielt nicht die Mehrheit und gab die Macht auf.
  • Er wollte nicht, dass man auf seinem Grab etwas anderes erwähnte als seinen Namen und seine Lebensdaten. Seine „Freunde“ haben ein gigantisches lothringisches Kreuz zu seinem Gedenken gebaut, das man gut von Weitem an seinem Grab sehen kann und es dominiert.

Anekdoten

Durch den monatlichen Sciences et Vie befragt, sagte der Präsident des Mensa (der Klub der großen IQs) in England „Der General de Gaulle würde ohne die geringsten Schwierigkeiten den Aufnahmetest der Mensa bestehen“. Zur selben Frage die Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs betreffend, weigerte er sich zu antworten.

Die englische Presse (unter anderen der Daily Mirror) unterstellte Anfang der 1960er Jahre de Gaulle einige Zeit die Absicht, in Frankreich die Monarchie zu reetablieren! Der Ursprung dieses Gerüchts war ein simpler Scherz seinerseits mit dem Grafen von Paris, der de Gaulle fragte, wer ihm nachfolgen würde und als Antwort bekam: „Warum nicht Sie, Monseigneur?“, aber von den Nächsten des Interessierten zweifelsohne im engeren Sinne aufgenommen wurde. Die Angelegenheit erschien in Frankreich so absurd, dass sie nur durch eine spezialisierte Presse aufgenommen wurde. Was man nicht wusste war, dass die einem französischen General nachgesagten Absichten, durch einen anderen – spanischen - General im Begriff standen, mit dem jungen Prinz Juan Carlos umgesetzt zu werden.

De Gaulle hatte nichts gegen die Monarchie, aber er schätzte sie einfach als in Frankreich für nicht mehr möglich ein.

Die Beurteilung der Geschichte

Die Jahre, die Jean Fourastié die dreißig Glorreichen („trente glorieuses“) (1945-1975) genannt hatte, hatten den Franzosen die Erinnerung an eine Epoche hinterlassen, die wenn nicht glücklich (zwei Kolonialkriege), dann zumindest von Wachstum und – gegen Ende – von Prosperität gekennzeichnet war. „Wir sind nicht die Reichsten, wir sind nicht die Mächtigsten, aber ich garantiere euch, dass wir unter den Glücklichsten sind“, bestätigte Georges Pompidou bei den üblichen Neujahrsansprache an die Franzosen. Nun das Ende dieser glücklichen Periode lässt sich in etwa mit dem Ende des Gaullismus in Zusammenhang bringen: Es ist schwierig unter diesen Umständen objektiv zu trennen, was dem Menschen und seinem designierten Dauphin gebührt und von dem, was der Wirtschaft gebührt, so wie beide nicht ohne Überschneidung sind.

Im Rückblick erscheint heute der Präsident der Fünften Republik wie einer der letzten großen Macher der Geschichte, der, wie man es von höherer Sicht sieht, es verstanden hat, die Ereignisse zu lenken, anstatt sich von den Ereignissen lenken zu lassen. Wenn er politische Ziele formulierte, die für Frankreich nahezu unerreichbar aussahen, so geschah dies nicht aus Verblendung oder Überschätzung der Möglichkeiten, sondern um seinem Land Visionen von einer Zukunft zu geben, für die es sich lohnte, sich anzustrengen (ähnlich wie John F. Kennedy es mit der Landung auf dem Mond für die Amerikaner getan hatte). Sein für einen Politiker seiner Epoche unkonventionelles Vokabular (culbute, chienlit), sein Humor („Glaubt man, dass ich im Alter von 67 Jahren eine Karriere als Diktator anfange?“) und seinen Sinn für Schlagfertigkeit (bei einer Pressekonferenz hatte er dem Journalisten bei der einfachen Frage „Wie geht es Ihnen?“ geantwortet: „Mir geht es gut, aber seien Sie versichert, ich werde es nicht versäumen zu sterben“), seine plakative Verachtung für die politischen Parteien, sein Misstrauen gegenüber einer Rechten, die er nicht mochte und es ihm 1969 zeigte, wie gegenüber der Linken, die nie wirklich das Projekt der participation unterstützte (Gehälter entsprechend den Profiten der Unternehmen), das ihm teuer war, das alles hat dazu geführt, dass zahlreiche Franzosen für ihn, sei es spät, dieselbe Art von Sympathie wie für Jean Yanne oder Coluche hegen. De Gaulle war sehr im Geiste „Asterix“: „Der Kleine, der keine Angst vor den Großen hat“. Man wunderte sich nicht über seine Erklärung, dass sein Lieblingsbuch Cyrano de Bergerac war. Eines Tages machte er folgende ironische Bemerkung: „Im Grunde habe ich nur einen internationalen Rivalen: das ist Tintin.“

Familie

Siehe auch: Familie de Gaulle.

Sein Familienname enthält zwar kein Adelsprädikat, aber ein Formdialekt des Artikels; man müsste logischerweise De Gaulle schreiben, wie man Le Chatelier schreibt, aber üblich ist die Kleinschreibung.

Charles de Gaulle hatte am 7. April 1921 Yvonne Vendroux (22. Mai 1900 bei Calais – 8. November bei Paris 1979) geheiratet, mit der er drei Kinder zeugte:

  • Philippe de Gaulle (28. Dezember 1921 bei Paris), Admiral, danach Senator.
  • Élisabeth de Gaulle, geboren am 15. Mai 1924 in Paris.
  • Anne de Gaulle (1. Januar 1928 bei Trier – 6. Februar 1948 bei Colombey-les-Deux-Églises), wurde mit einem Down-Syndrom geboren.

Charles hatte drei Brüder, von denen zwei Résistants waren:

  • Xavier de Gaulle (1887-1955), Kriegsgefangener, danach Résistant während des Zweiten Weltkriegs, er ist der Vater von Geneviève de Gaulle-Anthonioz.
  • Jacques de Gaulle (1893-1946), 1926 behindert nach einer Gehirnentzündung.
  • Pierre de Gaulle (1897-1959), Résistant, Politiker, danach Unternehmensverwalter.

Ein Enkel (* 1948) Charles de Gaulles trägt seinen Vornamen, nicht mit dem General zu verwechseln.

siehe auch

Gaullismus, Rassemblement pour la République, Union pour un Mouvement Populaire

Werke

  • La discorde chez l'ennemi (1924)
  • Histoire des troupes du Levant (1931) écrit par le major de Gaulle et le major Yvon, avec le colonel de Mierry collaborant à la préparation du texte final.
  • Le fil de l'épée (1932)
  • Vers l'armée de métier (1934)
  • La France et son Armée (1938)
  • Trois études (1945) (Rôle historique des places fortes; Mobilisation économique à l'étranger; Comment faire une armée de métier) suivi par le Mémorandum du 26 janvier 1940.
  • Mémoires de Guerre
    • Volume I - L'Appel, 1940-1942 (1954)
    • Volume II - L'Unité, 1942-1944 (1956)
    • Volume III - Le Salut, 1944-1946 (1959)
  • Mémoires d'Espoir
    • Volume I - Le Renouveau, 1958-1962 (1970)
  • Discours et Messages
    • Volume I - Pendant la Guerre, 1940-1946 (1970)
    • Volume II - Dans l'attente, 1946-1958 (1970)
    • Volume III - Avec le Renouveau, 1958-1962 (1970)
    • Volume IV - Pour l'Effort, 1962-1965 (1970)
    • Volume V - Vers le Terme, 1966-1969

Siehe auch

Literatur

  • Peter Schunk: Charles de Gaulle - Ein Leben für Frankreichs Grösse. Propyläen, Berlin 1998. ISBN 3549056990
  • Paul-Marie Coûteaux: Le génie de la France. Tome I: De Gaulle philosophe. Jean-Claude Lattès., Paris 2002
  • Jean-Louis Crémieux-Brilhac: La France Libre. Gallimard, Paris 1996
  • Yves Maxime Danan: La vie politique à Alger de 1940 à 1944. Librairie générale de Droit et de Jurisprudence, Paris 1963
  • Vincent Jouvert: L'Amérique contre De Gaulle. Seuil, Paris 2000
  • Jean Lacouture: De Gaulle. Éditions du Seuil, Paris 1984
  • Jean Lacouture: De Gaulle. (3 volumes): 1 — Le Rebelle (1890-1944), 2 — Le Politique (1944-1959), 3 — Le Souverain (1959-1970), 1984, 1985 et 1986. Points Histoire, Paris 1990
  • Frédéric Turpin: De Gaulle, les gaullistes et l'Indochine : 1940 - 1956, Paris 2005, ISBN 2-84654-099-3
  • Dominique Venner: De Gaulle, la grandeur et le néant. Éditions du Rocher, Monaco 2004
  • Philippe de Gaulle: Entretiens avec Maurice Tauriac. De Gaulle, mon Père. Plon, Paris 2003

Weblinks

{{Folgenleiste|AMT=Verteidigungsminister von Frankreich |ZEIT=1. Juni 1958-8. Januar 1959 |VORGÄNGER=
Pierre de Chevigné |NACHFOLGER=
Pierre Guillaumat }}

{{Personendaten|

 NAME=Gaulle, Charles de

|ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=französischer Politiker |GEBURTSDATUM=22. November 1890 |GEBURTSORT=Lille, Nord, Frankreich |STERBEDATUM=9. November 1970 |STERBEORT=Colombey-les-Deux-Églises }}

scn:Charles de Gaulle simple:Charles de Gaulle


Diskussion der Autoren über den Artikel: Charles de Gaulle


Ich (Aurelien 16:27, 19. Feb 2005 (CET)) habe angefangen, den Text komplett neu zu übersetzen. Ich bin bis einschließlich "France Libre" gekommen. Soll ich den Teil schon einmal Posten? wenn ja, wohin? Ich bin neu hier.(19.02.2005)

wer so einen Artikel anfängt sollte ihn auch sinnvoll zu Ende bringen

Wer schreibt einen Abschnitt zum Algerienkrieg? -- Mawa 00:56, 24. Mär 2004 (CET)

Wäre es akzeptabel, den französischen Artikel zu übersetzen und ihn anstelle des jetzigen zu nehmen? Wäre eine langwierige Sache, aber auf einge Zeit gesehen und mit Hilfe anderer Wikis sicher machbar. --Der Benni 19:10, 18. Dez 2004 (CET)

Ich würde es gut finden den französischen zu übersetzen! Ich hab den durchgelesn und der ist echt gut (bin 2 sprachig ) würde sogar helfen den übersetzen! wer macht mit? Philo

Bin ich sofort dafür, bin ebenfalls zweisprachig. Am besten, wir teilen den Artikel auf, damit weniger Arbeit pro Person anfällt. Man könnte dann die Beiträge des anderen korrekturlesen und schließlich den kompletten Artikel online stellen, damit nicht nur Teile des Artikels vorhanden sind. Der Austausch könnte entweder via mail unter den Teilnehmern stattfinden oder hier auf der Diskussionsseite. Natürlich müsste man das ganze am Ende wieder von der Diskussionsseite löschen. A plus, --Der Benni 13:06, 24. Dez 2004 (CET)

General Charles de Gaulle soll eigentlich Karel van der Wall heißen und ein Südflame sein, ist das richtig? WIM 24.12.04

  • Ich würde mit dieser Aussage vorsichtig sein. Im Internet findet man diese Meldung nur auf deutschsprachigen Seiten. Sie taucht zwar öfters auf, aber immer im selben Text (welcher somit wahrscheinlich kopiert wurde). Weiters taucht dieser Name in keiner mir bekannten französischen Biographie auf. Es ist weiters unwahrscheinlich weil seine Familie väterlicherseits dem Adel der Bourgogne und Normandie angehörte und eine etablierte Pariser Familie war (und von dort stammt auch der Name). Seine Mutter stammte zwar aus der Gegend um Lille, hieß jedoch mit Nachnamen Maillot. Schließlich steht auch in seiner Geburtsurkunde der bekannte Name (de Gaulle). Soviel zu meinem aktuellen Wissensstand. Bei Bedarf kann ich mich nach den Weihnachtsferien (dann macht die Bibliothek wieder auf) in die Bücher vergraben und der Sache genauer nachgehen. --Der Benni 00:58, 25. Dez 2004 (CET)

Mit 100.0000 Goldfrancs

Entweder da ist eine Null zu viel, oder der Punkt sitzt falsch. --MKI 20:35, 12. Apr 2005 (CEST)
Richtig, eine Null zuviel, so jedenfalls engl. wikipedia, was ich hierfür als Quelle genommen habe. Fehler bereits korrigiert. Rosa Lux 01:33, 13. Apr 2005 (CEST)

Erster Weltkrieg: an der Somme ?

Guten Tag, es heißt im Artikel, CdG wäre am 10. März 1915 an der SOMME verwundet worden. Wurde das 33° RI zwischen Februar und April 1915 an die Somme verlegt ? Laut meinen Informationen (http://perso.wanadoo.fr/cht... war das Regiment (zur 2° DI) bis 23. Februar 1915 in der Champagne (Perthes-les-Hurlus) - ab 4. April im Woevre-Bereich. Von der Somme ist nichts erwähnt. vielen Dank, WernerE, 06/9/2005

Lesenswert-Diskussion

1. Kandidatur

Charles André Joseph Marie de Gaulle (* 22. November 1890; † 9. November 1970) war ein französischer General und Staatsmann.
  • pro: umfangreicher Artikel --Atamari Atamari 22:40, 12. Jul 2005 (CEST)
  • contra Der Artikel ist offensichtlich zum größten Teil eine Übersetzung aus der französischen Wikipedia. Das sieht man schön an dem fast unverständlichen 1. Abschnitt. Und bei einer Biografie eines weltbekannten Mannes nicht mal den Geburts- und den Sterbeort? --Seidl 00:36, 13. Jul 2005 (CEST)
  • contra Seidl bringt es auf den Punkt. Der Artikel ist mir schon länger ein Dorn im Auge, eigentlich gehört da eher ein Überarbeiten-Baustein rein. Für die Übersetzung aus der fr: gibts ein Fleißbienchen, die Qualität bleibt aber leider oft ganze Abschnitte weit auf der Strecke. Die schlimmsten Tippfehler wurden zwar schon bereinigt, der Artikel ist aber meines Erachtens nicht nur aufgrund der teilweise schwer verständlichen Sätze noch sehr weit entfernt davon, ein lesenswerter Artikel zu sein. Erstmal gründlich überarbeiten. --NiTenIchiRyu NiTenIchiRyu 05:53, 13. Jul 2005 (CEST)
  • contra Die umständliche Erläuterung über den Adelstitel direkt im Einleitungs verdirbt einem die Laune auf weitere Lektüre. --Roy 08:35, 13. Jul 2005 (CEST)
  • neutral Zu den stilistischen Mängel muss ich nichts mehr hinzufügen. Damit de Gaulle auch illustriert wird, habe ich einige Abbildungen beigesteuert. --Herrick 20:40, 13. Jul 2005 (CEST)
  • contra, siehe Kritikpunkte von Seidl. Ist zum Teil mühsam zum lesen. --Keimzelle 04:51, 14. Jul 2005 (CEST)
Contra kann mich den anderen nur anschließen! Antifaschist 666 10:48, 14. Jul 2005 (CEST)
Da sich die Kritik fast nur auf den ersten Abschnitt beschränkt und dazu noch ziemlich unsachlich mit der umfangreichen Arbeit der Übersetzer umgeht (z.B. Fleißbienchen), bin ich ziemlich enttäuscht von den Reaktionen. Der Artikel ist auch lesenswert, wenn die Sätze nicht kurz und die Länge über eine gedruckte Seite hinausgeht. Ja, es gibt ein paar stilistische "Schleifen", die auf der Übersetzung beruhen. Aber einen Artikel als "Dorn im Auge" zu bezeichnen, weil Geburts- und Sterbeort fehlen, wird diesem Artikel einfach nicht gerecht. Da gibt es wahrlich wichtigere Informationen. Leider reicht mein Französisch nicht, um die o.g. Schleifen durch kürzere, leichter verständliche deutsche zu ersetzen. Um einen Artikel als lesenswert zu beurteilen, sollte man die darin enthaltenen Informationen z.B. im Vergleich zu anderen Enzyklopädien setzen, die soviel öffentlichen Wert auf ihre geprüften Inhalte legt. Die paar verbesserungsbedürftigen Formulierungen verschlechtern nicht einen im Vergleich zur Konkurrenz deutlich besseren inhaltsreicheren Artikel! --Rosa Lux 16:29, 7. Aug 2005 (CEST)

2. Kandidatur

Charles André Joseph Marie de Gaulle [ʃaʀl ɑ̃ˈdʀe ʒoˈzɛf maˈʀi dəˈgoːl] (* 22. November 1890 in Lille; † 9. November 1970 in Colombey-les-Deux-Églises) war ein französischer General und Staatsmann.

  • pro - ich bin gerade beim Aus von René Cassin über ihn gestolpert und imho sieht der nach weit mehr als "lesenswert" aus. -- Achim Raschka 14:48, 1. Sep 2005 (CEST)

"Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde er vom Leutnant zum Hauptmann befördert". Ist das ein Übersetzungsfehler oder hat er eine Stufe übersprungen? Überhaupt sind da eine ganze Reihe Ungenauigkeiten im Detail zu finden, die ich mal auf mangelnde Fachkenntnis und Übersetzungsfehler zurückführen möchte. Aber das läßt sich sicher leicht korrigieren. --Anathema 19:02, 1. Sep 2005 (CEST)

Exzellenz-Diskusion

  • pro keine Unterschrift, bitte Nachtragen. --Leipnizkeks 14:54, 12. Sep 2005 (CEST)
  • pro Sehr detailreich, scheint nichts wesentliches zu fehlen. --Thierry Gschwind 11:35, 13. Sep 2005 (CEST)
  • Contra: Inhaltlich bietet der Artikel über weite Strecken nichts als Aufzählungen von Aktionen de Gaulles, ohne Zusammenhänge oder Motivationen deutlich zu machen. Gerne verliert sich der Autor in Anekdötchen, Trivialitäten und Nebensächlichkeiten.
    Vor allem aber ist der Text sprachlich eine arge Zumutung: Schwurbelsätze, wirr bis zur völligen Unverständlichkeit, Platitüden und Gemeinplätze ohne Ende. Unfreiwillig komisch wirds da, wo der Autor zum Mittel des Pathos greift, ohne es zu beherrschen. Beispiel: Unter der Überschrift "Ein stolzer/hochmütiger Tod" (?) steht folgende Stilblüte: De Gaulle war der letzte der Riesen des Krieges, der die Welt der Lebenden verließ und die Prominenz der ganzen Welt für eine simple Messe in Notre-Dame versammelte. - Was will uns der Dichter mit diesem Rätselwort bedeuten?
    Kurz: Mon Géneral hat Besseres verdient Stefan Volk 16:13, 12. Sep 2005 (CEST)
  • Contra: nicht exzellent aber doch lesenswert. Lesenswert weil: Viele Fakten, unterhaltsame und aufschlussreiche Anekdoten (auch im Kontext). Nicht exzellent weil: auf die Rede am 18. Juni, ausgestrahlt durch die BBC, der angeblich wichtigsten Rede Frankreichs, wird in drei Zeilen lang hingewiesen. Aber kein Wort über deren Inhalt. Das tut man nicht. Der Ausdruck braucht meiner Meinung nach generell eine Überarbeitung, so wird eine "...Flotte mit 1.300 Mann an Bord zerstört". Würde man nicht besser von Gefallenen, Opfern oder Toten sprechen, als von "sie wurden zerstört" ?. Und Pathos, siehe Stefans Kommentar. Trotzdem meine Hochachtung für einen ausführlichen und für Recherchezwecke hochgeeigneten Artikel. Bin für ein Review und eine Lesenswertabstimmung. LieGrü--Greenx 08:37, 17. Sep 2005 (CEST)
  • pro An dem Artikel sollte sicherlich noch stilistisch gefeilt werden, aber ich halte ihn dennoch für sehr lesenswert, was ja laut Definition einen exzellenten Artikel ausmacht. Mir gefällt insbesondere die Darstellung der Umstände und Motivationen, die bei den beschriebenen Entscheidungen De Gaulles eine Rolle gespielt haben. Dadurch hebt sich dieser Artikel deutlich von anderen biografischen Artikeln ab, die häufig nur einzele Ereignisse aufzählen ohne sie in den geschichtlichen Kontext zu bringen. Im Gegensatz z.B. zum heiß umkämpften Artikel über Kemal Atatürk, der bereits das Prädikat Lesenswert erhalten hat, obwohl es zu Mustafa Kemal mindestens so viel zu sagen gäbe wie zu De Gaulle. --X4u 11:33, 20. Sep 2005 (CEST)
  • Contra aber mit Schmackes. Wo der geehrte Herr Vorredner Zusammenhänge zu erkennen vermag, bleibt mir schleierhaft. Außerem geht es hier um die Bewertung als "exzellent", nicht "lesenswert". Stilistisch muss dieser sprachlich grottenschlechte Text nicht nur "gefeilt", sondern komplett runderneuert werden. Merke: Guter Stil ist kein Luxus sondern unverzichtbare Voraussetzung für Klarheit und Verständlichkeit. Delos 17:38, 20. Sep 2005 (CEST)
  • contra Der Artikel ist schon zweimal bei den lesenswerten durchgefallen, die dort geäußersten Kritikpunkte wurden nicht beachtet. Und jetzt soll er plötzlich sogar exzellent sein? Eine Frechheit. --Anathema 21:30, 20. Sep 2005 (CEST)
  • pro Als Mensch, der Charles De Gaulle bei seinen Auftritten in Aachen persönlich erlebt hat, kann ich dem Inhalt dieses Artikels nur zustimmen. Sein Engagement für die deutsch-französische Freundschaft, besonders den Schüleraustausch zwischen beiden Ländern, war bedeutend und für mich bildend. Dass der Artikel stilistisch noch zu überarbeiten ist, steht außer Frage. Das hindert aber nicht, ihn jetzt schon als exzellent einzustufen. Hier ist, glaube ich, der Inhalt maßgeblich, und der ist einfach umfassend, detailgetreu, und der Person De Gaulles und seiner politischen Arbeit angemessen. --Presse03 22:58, 20. Sep 2005 (CEST)
Halten zu Gnaden, aber was, bitte schön hat denn die persönliche Wertschätzung des guten Generals mit dem Urteil über die Qualität dieses Artikels zu tun??? Gerade wenn man De Gaulle positiv sieht, müsste einem die uninspirierte Faktenhuberei dieses Texts übel aufstoßen. Lebensleistung und Bedeutung des Mannes werden nirgendwo richtig deutlich gemacht. Statt dessen lässt sich die höchst seltsame Einleitung über die richtige Schreibweise des Namens aus. Zum Thema "Stil und Inhalt" möchte ich nur auf den guten alten Schopenhauer: "Unklarheit des Ausdrucks kommt zumeist von der Unklarheit des Denkens her." Q.e.d. Delos 14:22, 21. Sep 2005 (CEST)

  • contra Äußerst holprige Sprache, teilweise unverständlich; mir kommt es vor, als ob das Ganze eine sehr mäßige Übersetzung aus dem Französischen ist. Obwohl ich zwei Stunden damit zugebracht habe, die gröbsten Schnitzer zu beseitigen, ist der Artikel stilistisch immer noch sehr mangelhaft. Exzellent wäre Hohn. --Schubbay 00:13, 22. Sep 2005 (CEST)
  • contraekkenekepen
  • contra ich gebe zu, ich habe zwischendurch aufgehört zu lesen. die einleitung sagt zwar irgendwie nichts zu bedeutung, lässt sich dafür aber länger über den nachnamen aus.. der stil tut beim lesen weh und als dann mal kurz ohne jede erläuterung locker-flockig das für das heutige frankreich prägende "ließ sich de Gaulle vom Staatspräsidenten René Coty am 1. Juni 1958 zum Ministerpräsident nominieren ... Er nutzte diese Gelegenheit, um eine neue Verfassung beschließen zu lassen." kam, habe ich es ehrlich gesagt nicht mehr ertragen. -- Southpark 18:10, 2. Okt 2005 (CEST)

Guter Artikel - nur "ein Theater von Operationen" ist eine recht unglückliche wörtliche Übersetzung, das bedeutet einfach "Schauplatz von Ereignissen", also schlicht der Ort, wo sich etwas zuträgt (und könnte daher eigentlich ganz gelöscht werden).

3.Lesenswert-Diskussion November 2005

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Pro

Pro Kriterien für die "lesenswerten Artikel" m.E. erfüllt. -- Wladyslaw Sojka 16:22, 22. Nov 2005 (CET)

Der war doch auch unlängst erst im Gespräch?!? Für mich immer noch 'ne wilde Mischung, einerseits wohl viel Info, aber immer mit dem Beigeschmack der Hofberichterstattung. Und viele etwas verquaste Sätze wie „Was man nicht wusste war, dass die einem französischen General nachgesagten Absichten, durch einen anderen – spanischen - General im Begriff war, mit dem jungen Prinz Juan Carlos umzusetzen.“ Im Moment noch

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Contra

Contra --Bottomline 18:55, 22. Nov 2005 (CET)

Contra Zusätzlich zum oben gesagten ist das Kapitel Misserfolge etwas merkwürdig. Der Artikel sollte unbedingt sprachlich überarbeitet werden. --Jpetersen 16:42, 27. Nov 2005 (CET)

Katastrophe

Wie fast die ganze wikipedia ist auch dieser Artikel eine Katastrophe. Man liest 50 Bücher, beschäftigt sich über Jahre hinweg wissenschafltich mit einer Materie und muß dann so einen Unfug lesen bzw. sich von irgendwelchen Schwachköpfen erklären lassen, wie es richtig geht. Mit so etwas würde man an jeder halbwegs guten Universität ausgelacht und rausgeschmissen. Also Tschüß, wikipedia, ich hab hier nichts mehr verloren. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 193.29.77.101 (193.29.77.101 • Beiträge) (19. Dezember 2005) Hoch auf einem Baum 03:37, 31. Jan 2006 (CET))}

Zweifelhafte Passagen entfernt

Ich habe mal einige der gröbsten Peinlichkeiten entfernt:
  • Die Beziehungen zwischen de Gaulle und den Vereinigten Staaten waren sicherlich die schwierigsten. Trotz mancher lebhafter Spannungen war de Gaulle immer beim Rendezvous im Falle echter, schwerer „Coups“: besonders bei der Berlin- oder der Kubakrise. Im Gegenzug, sobald die Amerikaner die gelbe Linie überschritten, bereitete es dem „Polizisten“ de Gaulle große Schadenfreude, öffentlich einen verbalen Pfeil gegen Washington zu richten. Man behielt folglich die Rede am 31. August in Phnom Penh in Erinnerung, in der er die amerikanische Attitude zu Vietnam schmähte, „ein Theater von Operationen“, das Frankreich allerdings sehr gut selbst kannte...
- grauenhaftes Deutsch: "immer beim Rendezvous im Falle echter, schwerer Coups" - ?? Der Pfeil des Polizisten nach der gelben Linie ist eine Erinnerungshilfe für eine Rede, soso. Ist "Theater von Operationen" eine verunfallte Übersetzung des englischen "theatre of operations" (eine Region als Kriegsschauplatz)?
  • Die Rolle der USA in dieser Sache [force de frappe] erscheint seltsam - POV. Zuerst hartnäckig feindlich gegenüber der Idee, dass auch Frankreich eine Atommacht wurde, folgerte, ein bisschen vorschnell, dass Frankreich nicht der Größe dieser Herausforderung entsprach. - bitte quelle angeben und genauer werden - "hartnäckig feindlich" war wer (welcher Präsident) bis wann? Wer folgerte wann woraus, Frankreich "entspreche nicht der Größe der Herausforderung" (inwiefern nicht?)?
  • (Zu "Die Affaire des „Québec Libre“":) Dieses Beispiel ist heute ein Schulbeispiel in der Spieltheorie geworden, zum selben Titel wie die Raketenkrise auf Kuba. - bitte belegen - in welchen Spieltheorie-Lehrbüchern wird dies als Beispiel genannt? Als Beispiel für was? Um einen Ausdruck de Gaulles aus anderen Zusammenhängen wieder aufzugreifen: „Sie hätten weiter ruhig das Kartenspiel spielen wollen, aber ich zwang sie, Poker zu spielen und da bin ich der Stärkere.“ - Ist Poker kein Kartenspiel? Was ist mit dem Zitat hier genau gemeint?
  • Zweifellos hatte de Gaulle im Gegensatz zu einigen Politikern seiner Zeit (es gab einige Immobilienskandale) nicht von seinem Staatsamt persönlich profitiert, um sich zu bereichern: seine Erben mussten sogar seinen Besitz der Boisserie in Colombey verkaufen. Es wurde durch eine Subskription zurückgekauft und ist heute das Charles-de-Gaulle-Museum. - Privatbemerkung mit verquerer Logik: Dass jemand verschuldet oder mittellos stirbt (war das gemeint?), schließt nicht aus, dass er sich zu Lebzeiten doch bereichert haben könnte. Damit will ich die Unbestechlichkeit des Mannes nicht in Abrede stellen, aber solche Behauptungen gehören durch Quellenangaben belegt und mit einer Zuschreibung versehen ("der bekannte De-Gaulle-Biograf XY betonte, CdG habe sich im Gegensatz zu vielen anderen zeitgenössischen französischen Politikern niemals persönlich bereichert" o.ä.).
  • (Zur Entkolonialisierung) Hier verstärkten sich die „Netze Foccarts“ („réseaux Foccart“), die sogleich durch die Pourfendeurs der Franceafrique denunziert wurden. - unverständlich, was für Netze sind gemeint?
  • Die Atlantiker beurteilen, dass seine Annäherung an die osteuropäischen Länder von 1966 von einigen Historikern (welche?) Fragen ausgehändigt wurden und sahen darin eine Instrumentalisierung seiner Politik durch die Sowjets, deren Vision des Kalten Krieges dienend und der der USA abträglich wirkend. - Sprachunfall ("Fragen ausgehändigt wurden), und die wohl nachträglich eingefügte Frage "welche?" ist berechtigt - siehe wieder Wikipedia:Quellenangaben.
  • Der Abzug der NATO-Truppen hatte für die Heranwachsenden der 60er Jahre eine schwierige Konsequenz: Das Verschwinden der Rock-Musik auf UKW, die für die in Frankreich lebenden Familien der NATO-Soldaten ausgestrahlt wurde. Eine Stille in Sachen Pop-Musik entstand auf dem FM-Band, die sich erst 1968 ein bisschen mit der TSF 68 (dem Vorläufer des FIP) löste. Es gab insgesamt und für alles nur vier Stationen auf dem FM-Band. Nach einem Geplänkel, darunter um das Radios FI Bleu, wurden die Radiofrequenzen 1981 unter François Mitterrand liberalisiert, zum Besseren oder Schlimmeren. - Interessante Informationen, wenn man sich für die Geschichte der Popmusik in Frankreich interessiert, aber was hat das in einer Biografie de Gaulles zu suchen? (In anderen europäischen Ländern gab es übrigens ähnlich wenige FM-Sender, ohne dass das in den Artikeln über die damaligen Staatsoberhäupter vermerkt ist.)

grüße, Hoch auf einem Baum 03:37, 31. Jan 2006 (CET)

„Es lebe das freie Languedoc“

Aber man stelle sich vor, ein ausländischer Staatsgast hätte bei einem Staatsbesuch in Perpignan „Es lebe das freie Languedoc“ unter dem Beifall Tausender Südfranzosen gerufen - de Gaulle hätte dies sicher auch als Provokation empfunden. Ein sehr unglückliches Beispiel, denn Perpignan gehört zum Roussillon, nicht zum Languedoc (in dem man ja historisch, wie der Name sagt, die Langue d'Oc, das Okzitanische sprach, während man in Perpignan katalanisch spricht). Wenn also müsste der Staatsgast rufen "Es lebe das freie Katalonien" -dann allerdings könnte er sich in Frankreich UND Spanien nicht mehr blicken lassen -ausser in den katalanischen Gebieten. --OliverH 12:53, 17. Jul 2006 (CEST)

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-- DuesenBot 04:14, 11. Okt. 2006 (CEST)

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-- DuesenBot 03:14, 9. Nov. 2006 (CET)

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Charles de Gaulle und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).