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Cortisol

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Der Artikel Cortisol gehört zur Kategorie: Hormon, ATC-S01
Strukturformel
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Strukturformel des Cortisols
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Allgemeines
Name Cortisol
Andere Namen Hydrocortison
Summenformel C21H30O5
CAS-Nummer 50-23-7
Kurzbeschreibung
Eigenschaften
Molmasse 362,47 g·mol-1
Aggregatzustand
Dichte cm-3
Schmelzpunkt °C
Siedepunkt °C
Dampfdruck Pa (x °C)

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
style="background-color:#f9f9f9;" align="center" Gefahrensymbole
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|- | R- und S-Sätze || R:
S: |- | MAK || |- ! colspan="2" style="background-color:#ffdead;" |Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. |} Cortisol oder Hydrocortison ist ein Hormon, das in der Zona fasciculata der Nebennierenrinde gebildet wird und zur Gruppe der Glucocorticoide gehört. Die Cortisolausschüttung wird durch ACTH (adrenocorticotropes Hormon) aus dem Hypophysenvorderlappen stimuliert. Eine Überfunktion (Hypercortisolismus) führt zum klinischen Bild des Morbus Cushing, eine Unterfunktion (Hypocortisolismus) zum Morbus Addison.

Physiologische Wirkung

Cortisol besitzt ein sehr breites Wirkungsspektrum und hat im Stoffwechsel vor allem Effekte auf den Kohlenhydrathaushalt (Förderung der Glukoneogenese), den Fettstoffwechsel (Förderung der lipolytischen Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin) und den Proteinumsatz (katabol). Cortisol wirkt entzündungshemmend und immunsuppressiv. Cortisol hat eine Aldosteron-ähnliche Wirkung und wird deshalb in Niere, Darm und einigen weiteren Geweben zu Cortison oxidiert, welches nicht an den Mineralcorticoid-Rezeptor bindet und daher keinen antidiuretischen Effekt besitzt, d.h. es behindert nicht die Ausscheidung giftiger Stoffe über den Harn. Bei einem Mangel an funktionstüchtigem Nebennierenrindengewebe wird Cortisol substituiert.

Cortisol ist für den Menschen und höhere Tiere lebensnotwendig. Es ist neben den Katecholaminen ein wichtiges Stresshormon. Das Cortisolsystem reagiert aber träger als das Katecholaminsystem. Bei Stresssituation kommt es zu einem starken Anstieg der Cortisolproduktion. Die Nebennierenrindenproduktion an Cortisol wird durch die Hypophyse mit ihrem Hormon ACTH und noch eine Stufe höher durch den Hypothalamus durch seinen Corticotropin Releasing Factor (CRF) angeregt. Die Cortisolwerte im Blutserum liegen normal am Morgen bei 165-690 nmol/l (Cortisol total) bzw. bei 5-23 nmol/l (freies Cortisol) und weisen eine typische Schwankung im Tagesverlauf auf (zirkadiane Rhythmik). Der höchste Wert wird morgens kurz nach dem Aufwachen erreicht (Cortisol Awakening Response, CAR). Wegen der starken circadianen Schwankung ist die einmalige Messung von Cortisol nicht sinnvoll. Für die Überprüfung der Nebennierenrindenfunktion ist daher die Bestimmung eines Cortisoltagesprofils notwendig.

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Gesundheitshinweis


Diskussion der Autoren über den Artikel: Cortisol


wieso nimmt man durch die einnahme von cortisol an fett zu, wenn es doch einen aktivierenden effekt auf die lipolyse hat?

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Cortisol und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).