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Delokalisierung

Der Artikel Delokalisierung gehört zur Kategorie: Chemie
Ist eine Ladung in einer Atomgruppe (Molekül oder Molekülion) nicht genau lokalisierbar sondern über die einzelnen Atome verteilt, so spricht man von Delokalisierung. Zur Beschreibung dieser Ladungsverteilung nach der VB-Theorie verwendet man mesomere Grenzstrukturen.

Ein Spezialfall dieser delokalisierten Ladungen findet sich in konjugierten Systemen aromatischer Verbindungen, deren π-Elektronen nicht in isolierten, zwei C-Atomen zugehörigen π-Orbitalen lokalisiert sind, sondern Molekülorbitalen angehören, die sich über mehrere C-Atome erstrecken. Die π-Elektronen sind dabei in einer "Elektronenwolke" über die Kohlenstoffatome des gesamten aromatischen Systems verteilt. Ein klassisches Beispiel für ein Molekül mit delokalisierten π-Elektronen ist das Benzol, dessen Grenzstrukturen erstmals 1872 von Kekulé korrekt postuliert wurden.

Moleküle oder Metallkomplexe mit großen delokalisierten Elektronensystemen sind häufig farbig, etwa organische Verbindungen wie Carotinoide oder Charge-Transfer-Komplexe wie das Kaliumpermanganat.

Siehe auch: ungesättigte Verbindungen - konjugierte Doppelbindungen - Organische Chemie


Diskussion der Autoren über den Artikel: Delokalisierung


Mein alter Chemie-Kursleiter sagte in diesem Zusammenhang mal "Das ist das zum Tanz aufspielende delokalisierte π-Elektronensextett."

Passt nicht in den Artikel, aber ich find's so schön, ich musste das einfach publik machen. ^_^ --Trahho 17:21, 1. Nov. 2006 (CET)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Delokalisierung und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).