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Deutsche Demokratische Partei

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Der Artikel Deutsche Demokratische Partei gehört zur Kategorie: Liberale Partei, Deutsche Partei (historisch)
Die Deutsche Demokratische Partei, kurz DDP, war eine liberale Partei der Weimarer Republik, die an der ersten demokratisch legitimierten Regierung nach dem Ersten Weltkrieg beteiligt war (vgl. Weimarer Koalition). In Abgrenzung zu den nationalen bis nationalistischen Strömungen anderer (nationalliberaler) Fraktionen bezog sie sich weltanschaulich wesentlich auf den klassischen Liberalismus mit seinen Wurzeln im Freiheitsverständnis der Aufklärung.

Sie ging 1918 aus der der linksliberalen Fortschrittlichen Volkspartei hervor und vereinigte sich 1930 mit dem Jungdeutschen Orden zur Deutschen Staatspartei (DStP). Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die DStP am 28. Juni 1933 aufgelöst.

Im Jahr 2004 wurde eine neue Partei gegründet, die den Namen Deutsche Demokratische Partei annahm und sich dabei auf die Partei der Weimarerer Republik berief. Sie nahm bisher nicht an Wahlen teil.

Geschichte der DDP und DStP

Die 1910 aus der Deutschen Volkspartei (DtVP) des Kaiserreichs hervorgegangene eher linksliberale Fortschrittliche Volkspartei und der "linke" Flügel der vormaligen Nationalliberalen Partei des Kaiserreichs gingen in der neuen Partei auf. Das Programm der DDP war eine Synthese aus liberalem und sozialem Gedankengut. Anhänger und Mitglieder der Partei rekrutierten sich vor allem aus den freien Berufen, Lehrern und Hochschullehrern, also aus dem Bildungsbürgertum. Weiter wurde sie getragen von leitenden Angestellten und Beamten, von vorwiegend der Chemie- und der Elektroindustrie zugehörigen Industriellen, von Mittelständlern sowie von liberalen Juden.

Die Bezeichnung als "linksliberale" Partei bezieht sich zum Teil abgrenzend auf die Deutsche Volkspartei (DVP), die mit einem starken republikfeindlichen bzw. monarchistischen Flügel dem rechten Lager zugeordnet wurde - auch wenn der realpolitische Kurs Gustav Stresemanns, des späteren von der DVP gestellten Außenministers, diese Partei bis zu seinem Tod 1929 mit der Demokratie zeitweilig versöhnte. In der DVP waren eher die Besitzbürger organisiert.

Prominente Mitglieder der DDP waren Außenminister Walther Rathenau, der erste Parteivorsitzende Friedrich Naumann, Theodor Heuss, Thomas Dehler, Thomas Mann, Wilhelm Külz, der Publizist Theodor Wolff, der Friedensnobelpreisträger Ludwig Quidde, der Pazifist Hellmut von Gerlach, Eduard Hamm, der Vater der Weimarer Verfassung Hugo Preuß, der Gewerkschaftsführer Anton Erkelenz, Reichsjustizminister Erich Koch-Weser, der langjährige Hamburger Bürgermeister Carl Petersen, der Reichstagsabgeordnete und spätere Bundesminister Ernst Lemmer, der spätere erste Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Reinhold Maier, der Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht, sowie kurzzeitig der Soziologe Max Weber. Die DDP bot vielen frauenpolitisch aktiven Frauen der Weimarer Republik eine Heimat. Zu nennen wären unter anderem Gertrud Bäumer sowie Marie Elisabeth Lüders, die spätere Alterspräsidentin des Deutschen Bundestages.

Die DDP war neben der SPD eine der entschiedensten Befürworterinnen der Weimarer Republik. Hochburgen der Partei fanden sich in Berlin, Potsdam, Schleswig-Holstein, Württemberg, dem Bereich Weser-Ems und ganz besonders in Hamburg, wo der zeitweilige Parteivorsitzende Carl Petersen Erster Bürgermeister und damit Regierungschef war.

Bei den ersten reichsweiten Wahlen der noch jungen Republik zur Nationalversammlung erreichte die DDP 18 Prozent und bildete 1919/20 mit SPD und Zentrum die Weimarer Koalition als erste Regierung der Weimarer Republik. Trotz ihrer stetig schwindenden Größe hatte die DDP in den ersten Jahren der Republik eine wichtige politische Bedeutung. Zum einen half sie durch ihre Mittelposition zwischen SPD und Zentrum die Weimarer Koalition in Deutschland und insbesondere in Preußen zu stabilisieren. Als Beispiel kann hier der Staatssekretär im preußischen Innenministerium Dr. Wilhelm Abegg gelten, der die preußische Polizei neu organisierte und modernisierte. Zum anderen bildeten die Mitglieder der DDP ein bedeutendes Personalreservoir für hohe Positionen in der öffentlichen Verwaltung. Keine andere Partei konnte in diesem Maße Beamte zur Verfügung stellen, die sowohl die fachliche Ausbildung besaßen als auch dem demokratischen System der Weimarer Republik loyal gegenüber standen, was bei den meisten aus der Monarchie übernommenen monarchistisch und antidemokratisch gesinnten Beamten zu dieser Zeit nicht der Fall war.

Schon ab 1920 verlor die DDP in großem Maße Stimmen an DVP, DNVP und Interessenparteien. Damit einher ging gleichzeitig ein Verlust an Mitgliedern, Finanzen und Publikationsorganen. Bedeutende Zeitungen wie die Vossische Zeitung oder die Frankfurter Zeitung waren zwar DDP-nah, die Partei konnte aber nie ein wichtiges eigenes Parteiblatt wie den Vorwärts (SPD) oder später den Völkischen Beobachter (NSDAP) etablieren. In der Öffentlichkeit herrschte zum Teil die - faktisch falsche - Einschätzung, die DDP sei die Partei des Hochkapitals. In den späteren Jahren nutzte die NSDAP dies weidlich aus, um die DDP als die Judenpartei zu diffamieren.

1930 vereinigte sich die DDP mit der Volksnationalen Reichsvereinigung Artur Mahrauns ("Jungdeutscher Orden") zur Deutschen Staatspartei, was im Vorfeld mit heftigen innerparteilichen Konflikten einher gegangen war. Nach dieser Fusion zur DStP trat nahezu der gesamte linke Flügel, darunter auch Ludwig Quidde und Hellmut von Gerlach, aus der Partei aus, und gründete noch 1930, sozusagen gegen Ende der zu der Zeit faktisch schon gescheiterten Demokratie der Weimarer Republik die weitgehend politisch erfolglose Radikaldemokratische Partei.

Das im August 1930 veröffentlichte politische Manifest der DStP hatte so gut wie keine Berührungspunkte mehr mit dem Programm der inzwischen ganz aufgelösten DDP.

Bis 1932 war die DStP an der Mehrzahl der Reichsregierungen beteiligt, erreichte aber bei den Wahlen dieses Jahres nur noch etwa ein Prozent und sank zur Bedeutungslosigkeit herab. Die fünf Abgeordneten der Partei stimmten für das Ermächtigungsgesetz, das den Reichstag faktisch entmachtete, in der Hoffnung, damit zu einer Kanalisierung der NS-Diktatur beizutragen.

Die von den Nationalsozialisten erzwungene Auflösung der DStP erfolgte am 28. Juni 1933. Einzelne Mitglieder der DStP beteiligten sich am antifaschistischen Widerstand. Die einzige linksliberale Widerstandsgruppe, die Robinsohn-Strassmann-Gruppe, bestand im wesentlichen aus ehemaligen DDP/DStP-Mitgliedern. Viele ehemalige Mitglieder der DDP bzw. der Radikaldemokratischen Partei sahen sich wegen ihrer antifaschistischen Haltung oder ihrer pazifistischen Einstellung auch zur Flucht ins Exil gezwungen, unter ihnen beispielsweise Ludwig Quidde oder Wilhelm Abegg.

Frühere Mitglieder der DDP waren nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich an der Gründung der FDP bzw. LDPD beteiligt (z.B. Theodor Heuss, Thomas Dehler oder Reinhold Maier) andere gingen zur CDU (unter anderem Ernst Lemmer und August Bach) oder SPD (unter anderem Erich Lüth), vereinzelte auch zur KPD.

Die seinerzeit DDP-nahe Jugendorganisation Jungdemokraten besteht, nach wechselvoller Geschichte, heute noch.

Wahlergebnisse der DDP beziehungsweise (ab 1930) der DStP

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Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.

Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:

 
 ...

Für links- und rechtsseitig Ausgerichtete Tabellen siehe Vorlage:Prettytable-L und Vorlage:Prettytable-R.

Siehe auch: Hilfe:Tabellen, Abschnitt Tabellen in Wie gute Artikel aussehen.

Prettytable

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Reichstagswahlen einschließlich der Wahl
zur Verfassunggebenden Nationalversammlung (1919)
19. Januar 1919 18,5 % 75 Sitze
6. Juni 1920 8,3 % 39 Sitze
4. Mai 1924 5,7 % 28 Sitze
7. Dezember 1924 6,3 % 32 Sitze
20. Mai 1928 4,9 % 25 Sitze
14. September 1930 3,8 % 20 Sitze
31. Juli 1932 1,0 % 4 Sitze
6. November 1932 1,0 % 2 Sitze
5. März 1933 0,9 % 5 Sitze
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Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.

Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:

 
 ...

Für links- und rechtsseitig Ausgerichtete Tabellen siehe Vorlage:Prettytable-L und Vorlage:Prettytable-R.

Siehe auch: Hilfe:Tabellen, Abschnitt Tabellen in Wie gute Artikel aussehen.

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Landtagswahlen in Preußen 1919 bis 1933
1919 16,2 % 65 Sitze
1921 5,9 % 26 Sitze
1924 5,9 % 27 Sitze
1928 4,4 % 21 Sitze
1932 1,5 % 2 Sitze
1933 0,7 % 3 Sitze

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Deutsche Demokratische Partei


DDP und linksliberal

folgende Nachricht von Knud Klotz an ChrisM wurde von ChrisM auf die Artikelseite verschoben:

"Du hast im Artikel DDP den Begriff "linksbürgerlich" durch "linksliberal" ersetzt. In den zwanziger Jahren gab es kein "linksliberal" und "rechtsliberal" - "liberal" bezog sich nur auf das "freie Spiel des Kapitals", d.h. nach unserem heutigen Wortverständnis: "rechtsliberal".
Innerhalb der DDP war der Begriff "liberal" schlicht ein Schimpfwort.
In einer Mitgliederbefragung der DDP-Jugend bezeichneten sich Mitte der zwanziger Jahre 90 % als "linksbürgerlich", 7 % als "links" und 3 % als "liberal/rechts" ein (aus "Echo der jungen Demokratie")

Die politische Kategorie der DDP und ihrer Umfeldorganisationen war nach eigenem Verständnis "demokratisch" (z. B. eine demokratische Zeitung war eine DDP-Zeitung). Die "Demokratie" grenzte sich ab einerseits von der (seinerzeit vom Anspruch her) marxistischen Sozialdemokratie, andererseits von den Liberalen in Volkspartei und Wirtschaftsverbänden (Einen weiteren Pol bildete das katholische Zentrum).

Die Etikettierung "linksliberal" entstammt meiner Meinung nach der FDP, die sich als Synthese von DVP und DDP verstehen will. Dies ist aber historisch nicht zutreffend. Gerade der linke Teil der DDP schloß sich nicht der FDP an, sondern ging zur CDU (z.B. Lemmer oder der radikale Pazifist von Schönaich, auch der "demokratische" Studentenfunktionär Gustav Heinemann) oder SPD (Lüth, Margulies). Und im Parteienspektrum der neuen Bundesrepublik stand die FDP weit rechts von Christ- und Sozialdemokraten.

Die Unterscheidung zwischen demokratisch und liberal kannst du übrigens zurückverfolgen bis zur 48er Revolution (vgl. Debatte um das Heppenheimer Manifest)

--Knud Klotz 20:49, 14. Jul 2004 (CEST)"

Ich frage mich, was Herr Klotz überhaupt von deutscher Parteiengeschichte weiß. Es doch allgemein bekannt, daß es seit der Abspaltung der Nationalliberalen Partei 1867 von der Deutschen Fortschrittspartei eine rechtsliberale und eine linksliberale Richtung des deutschen Liberalismus gab, eine Spaltung, die bis zur Gründung der Freien Demokratischen Partei 1948 nicht überwunden wurde. Siehe auch: http://www.lsg.musin.de/Ges... Der Terminus "bürgerlich" zur Charakterisierung von Parteien ist völlig ungenau, weil er lediglich die schichtenspezifische Herkunft seiner Mitglieder darstellt, nicht aber die politische Ausrichtung einer Partei. "Bürgerlich" reicht zur Charakterisierung einer Partei nicht aus, er kann höchstens verwendet werden, wenn die Stammwählerschaft oder das Milieu, aus dem die Partei entstammt, dargestellt werden soll. Ansonsten muß schon die politische Ausrichtung der Partei benannt werden. Es ist ganz sicher eine Verletzung des neutralen Standpunkts von Wikipedia, wenn sozialistischen, konservativen oder gar nationalsozialistischen Parteien ihre jeweilige Ausrichtung bescheinigt wird, liberale Parteien aber einfach als "bürgerlich" klassifiziert werden. Das kenne ich nur aus der DDR und der sozialistisch-orientierten Politikwissenschaft der 1970er Jahre. ChrisM 11:04, 17. Jul 2004 (CET)

Ich habe mir ansonsten gestattet, diese Diskussion von meiner persönlichen Diskussionsseite auf die Diskussionsseite des Artikels Deutsche Demokratische Partei zu stellen, wo sie auch hingehört. ChrisM 11:08, 17. Jul 2004 (CET)

Hallo ChrisM, hast Du eigentlich gelesen, was ich Dir geschrieben habe oder folgt Du nur einem parteipolitischen Impuls? --Knud Klotz 17:22, 17. Jul 2004 (CEST)

ich komme da auch nicht ganz mit, ist bürgerlich doch gerade eine Selbstbezeichnung, mit der sich bis heute CDU/CSU/FDP gerne von den "Schmuddelkindern" SPD/Grüne/PDS abgrenzen, die eben nicht bürgerlich seien. Andererseits dürfte "Bürgerlich" ein Schimpfwort für Sozialdemokraten und Alternative/Bunte bis in die unmittelbare Zeitgeschichte gewesen sein. Im heutigen Sprachgebrauch würde ich die DDP ganz klar als linksliberal einschätzen.

Rabauz 17:39, 17. Jul 2004 (CEST)

Hier ein Vermittlungsvorschlag: Ich sehe zwei Möglichkeiten, wie ihr diese Diskussion zu einem fruchtbaren Ende bringen könnt. Entweder lasst ihr das Etikett "linksliberal" bzw. "linksbürgerlich" ganz weg und beschreibt statt dessen in dem Artikel möglichst prägnant die Ziele der DDP. Oder ihr schreibt in den Artikel beide Etiketten hinein: in etwa so: "Die DDP war eine Partei der Weimarer Republik, die teils als linksbürgerlich teils als linksliberal charakterisiert wird." Dann setzt ihr auf die zwei Etiketten Links und jeder von euch beschreibt auf den Etiketten-Artikeln, was man genau unter "linksbürgerlich" bzw. "linksliberal" versteht. Könntet ihr euch mit einer dieser Lösungen anfreunden? Baba Wijnia 17:58, 17. Jul 2004 (CEST)

ad Baba Wijnia:
Danke für den Schlichtungsversuch. Ich habe ja ChrisMs Korrektur nur in der Diskussion widersprochen. Ich denke, das wird in einer der Historie gerechtwerdenden Formulierung enden, zum Beispiel indem der Artikel durch Parteiziele und Textpassagen erweitert wird.
Und schließlich: Die DDP 1919 war eine andere Partei als die von 1930 -von der Staatspartei ganz zu schweigen.

ad ChrisM:

  • "Es doch allgemein bekannt, daß es seit der Abspaltung der Nationalliberalen Partei 1867 von der Deutschen Fortschrittspartei eine rechtsliberale und eine linksliberale Richtung des deutschen Liberalismus gab"

Gut, aber wieso folgerst Du daraus, daß die DDP der linksliberale Flügel des Liberalismus war?
Es gab (nach eigenem Verständnis) Liberale in der DDP (so ewta 10-20 %), die kann man dann als linken Teil des gespaltenen Liberalismus bezeichnen. Und was ist mit der überwältigenden Mehrheit der Partei?
Nochmal zur Mitgliederbefragung der Parteijugend 1925: 90 % "linksbürgerlich", 7 % "links", 3 "liberal oder rechts".
Die Weimarer Demokraten speisten nach dem Krieg alle bundesdeutschen Parteien: Manche (und zwar nicht der rechte Rand!) gingen zur "Christlichen Demokratie", dh. CDU, die in der Gründungsphase noch nicht als Konservative Partei antrat. Andere gingen zur "Sozialdemokratie", d.h. SPD, die ihren marxistischen Anspruch im Godesberger Programm entgültig ablegte. Und es gingen welche (durchaus linke DDPler, wie Thomas Dehler) in die "Freie Demokratie", FDP, die nicht in allen Regionen den rechten Rand des erlaubten Parteien-Spektrums darstellte, sondern vor allem im Südwesten durchaus in einer demokratischen und liberalen Tradition stand (Heuß, Maier).

  • ""Bürgerlich" reicht zur Charakterisierung einer Partei nicht aus, er kann höchstens verwendet werden, wenn die Stammwählerschaft oder das Milieu, aus dem die Partei entstammt, dargestellt werden soll. Ansonsten muß schon die politische Ausrichtung der Partei benannt werden."
Sicher doch. Aber das hat ja auch niemand getan. Du hast den Begriff "links-bürgerlich" moniert.
Das ist die DDP Eigencharakterisierung und zwar
bürgerlich gegen marxistisch (das waren vom Anspruch her SPD und KPD)
links gegen liberal und konservativ
Ich belege es Dir mit einem Zitat:
"Die Lage am linken Rand der bürgerlichen Parteien, am rechten Rand jenseits der Marxisten ist unser bester Besitz, denn auf dieser gut geschnittenen Ecke wird das Haus der Zukunft gebaut. Denn das Haus, so wie es heute steht, ist noch immer das alte Haus des Liberalismus und noch nicht das Haus der sozialen Zukunft.
Wir können uns nicht zufrieden geben mit dem liberalen und individualistischen Gdankengut des 19. Jahrhunderts der großen Bourgoisie. Unsere demokratische Entwicklung wird nicht geführt von der berühmten, niemals verwirklichten Trias der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit; unsere entwicklung wird führen zu dem Dreiklang der Freiheit, Verantwortung und Gemeinschaft."
Walther Rathenau, Vortrag im Demokratischen Klub Berlin am 28.6.1920

  • "Es ist ganz sicher eine Verletzung des neutralen Standpunkts von Wikipedia, wenn ... liberale Parteien aber einfach als "bürgerlich" klassifiziert werden. Das kenne ich nur aus der DDR und der sozialistisch-orientierten Politikwissenschaft der 1970er Jahre"

Mein lieber Schwan. da verfügst Du ja über ein intaktes Feindbild! Gegen diese 68 und ihre DDR! Mich wundert nur, daß Du beide kennst.
zum groben Keil der grobe Klotz: A posteriori eine Partei wie die DDP, zur FDP-Vörläuferoragnisation umzudefinieren, soll ein neutraler Standpunkt sein?
Ich kenne einige bundesdeutsche Parteien und Organisationen, die den Zielen der DDP näherstehen als die Freie Demokratische Partei des Jahres 2004 --Knud Klotz 21:37, 17. Jul 2004 (CEST)

Entschuldige noch einmal, dass ich mich hier ungefragt einmische. Ich verstehe nicht ganz, worum es hier in der Sache geht. Daher erscheint mir die Diskussion sinnlos. Knud, du gibst ein Zitat Rathenaus an. Dort lehnt er - wenn ich den Text richtig verstehe - das liberale Denken des 19. Jahrhunderts ab und fordert ein neues Denken, das von "Freiheit, Verantwortung und Gemeinschaft" geprägt sein soll. Wenn man Freiheit und soziale Verantwortung kombiniert - hat man dann nicht "Linksliberalismus"? Vielleicht kannst Du mir noch einmal erklären, warum "linksliberal" keine korrekte Bezeichnung ist. Im Übrigen wäre es für diese Diskussion besser, wenn wir alle auf emotionale Formulierungen wie "Mein lieber Schwan" und "Ich frage mich, was X überhaupt von deutscher Parteiengeschichte weiß" verzichten würden. Wir diskutieren hier anonym, können uns nicht gegenseitig ins Gesicht schauen. Daher weiß man nie so genau, wie der andere eine bestimmte Formulierung meint und bekommt schnell etwas in den falschen Hals. Meiner Meinung nach sollten wir aber lieber ein gutes Ergebnis (Artikel) schaffen statt uns hier zu streiten. Gruß Baba Wijnia 21:59, 17. Jul 2004 (CEST)

Es bleibt dabei: Parteien werden in der Politikwissenschaft nach ihrer politischen Ausrichtung definiert. Ginge es bei einer Partei vorrangig um die Herkunft ihrer Mitglieder und nicht um politische Inhalte, müßte die SPD statt sozialdemokratisch früher eine proletarische und heute eine Lehrerpartei genannt werden. Damit würde aber der Nagel nicht auf den Kopf getroffen werden. Daß die Deutsche Demokratische Partei (DDP) eine linksliberale Partei im Gegensatz zur rechtsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP) Gustav Stresemanns war, ist doch glasklar. Das Führungspersonal der DDP stammte aus den alten linksliberalen Parteien des Kaiserreichs und ihrem intellektuellen Umfeld, so wie das Führungspersonal der DVP aus der rechtsliberalen Partei, den Nationalliberalen stammte. Daß einige Mitglieder oder die Parteijugendorganisation ein anderes politisches Selbstverständnis hatten, hat nichts an der prinzipiellen politischen Ausrichtung der zwei liberalen Parteien in der Weimarer Republik geändert. Auch wenn einige vom Führungspersonal nach 1945 zur CDU gingen, konnte das nichts mehr ändern, denn da gab es die DDP schon nicht mehr. Ich kann diese Aufwallungen des Herrn Klotz wirklich nicht verstehen. ChrisM 00:12, 18. Jul 2004 (CET)

Wenn die DDP gegen den Liberalismus gekämpft haben soll, warum hat ihr erster Vorsitzender Friedrich Naumann dann 1906 eine Schrift unter dem programmatischen Titel Die Erneuerung des Liberalismus verfaßt? ChrisM 01:18, 18. Jul 2004 (CET)
Schau Dir das Rathenau-Zitat an! Oder noch ein Zitat
"Rathenau bekannte sich im Wesen zu der Wirtschaftsordnung des modernen Kapitalismus, aber wandte sich stark und leidenschaftlich gegen den Liberalismus, der im Jahr 1928 wieder glaubt, erneut erstanden zu sein. Man kann jedoch nicht auf Dauer ein Wirtschaftssystem sanieren, das einem Prozent der Bevölkerung Befriedigung verschafft, während es 99 % die äußere wie die innere Befriedigung versagt." (Ernst Lemmer auf der Rathenau-Gedenkfeier in Berlin Juni 1928).
Im Kern nichts anderes als in Naumanns Appell (den um einen solchen handelt es sich) Erneuerung des Liberalismus
Wenn Du nach (damals!) nach eigenem Verständnis Liberalen in der DDP suchst, da war zum Beispiel der Parteivorsitzende Koch-Weser (Mitglied in der Liberalen Vereinigung). Seinen Rechtsschwenk zur linksliberalen Staatspartei machte dann ja auch ein Großteil der Mitgliedschaft nicht mit. Erkelenz (bis 1929 gemeinsam mit Koch-Weser an der Parteispitze) ging mit vielen zur SPD, andere versuchten sich mit einer Parteineugründung (Quidde). Die meisten sammelten sich für die kurze Zeit bis 1933 in der Demokratischen Vereinigung (z.B. der letzte Reichspräsidentenkandidat Prof. Hellpach).--Knud Klotz 01:58, 18. Jul 2004 (CEST)

Huhu, hört mich hier jemand? Warum schreibt ihr Euer Fachwissen nicht in den Artikel hinein? Ich bin fest davon überzeugt, dass ihr beide hinsichtlich der DDP eigentlich gar keine ernsthafte Meinungsverschiedenheit habt. Wenn ihr meinen Kompromissvorschlag annehmt, stehen beide Positionen in dem Artikel. Außerdem solltet ihr euch folgendes vor Augen halten: Wir schaffen hier - manchmal denke ich: leider - kein perfektes, endgültig feststehendes Werk. Nach meinen eigenen Erfahrungen mit gewissen politischen Artikeln könnt ihr euch jetzt noch so viel Mühe geben, eine perfekte Formulierung zu finden - der Artikel wird in den nächsten Jahren von so vielen Leuten überarbeitet, die hier und da etwas "flicken" und aus Eurer Sicht "verschlimmbessern", dass euer Streit hier auf mich etwas zu feinsinnig wirkt. Es wäre schön, wenn ihr eure Energien auf wichtigere Dinge konzentrieren könntet. (Falls ihr es mit Eurem Gewissen nicht vereinbaren könnt, dass hier eine unsaubere Formulierung stehen bleibt, solltet ihr euch mit dem Gedanken anfreunden, eure Wahrheit auf einer privaten Homepage zu veröffentlichen. Dort ist sie wenigstens gegen "Ignoranten" gesichert.) -- Baba Wijnia 08:48, 18. Jul 2004 (CEST)

Ich hör' dich - nicht schreien! In den Artikel schreiben? Das soll ein Artikel bleiben und kein online-Buch werden. Und dem Artikel fehlen noch wichtigere Sachen als diese Debatte. Und da bin ich dran! In Deinem Sinne konzentriere ich mich auf Wichtigeres, z.B. Artikel zu Carl Petersen (soeben geschehen), Erich Lüth, Julie Meyer und anderen DDPler. Gruß --Knud Klotz 09:33, 18. Jul 2004 (CEST)

Ich schaue dir die ganze Zeit zu (smile) und freue mich über die vielen Informationen, die ich von dir bekomme. Baba Wijnia 09:39, 18. Jul 2004 (CEST)

Mit mir brauchen gewiß keine Kompromisse geschlossen zu werden. Ich klinke mich an dieser Stelle aus. Da glaubt doch nur einer, er wäre schlauer als alle Politikwissenschaftler zusammen, zitiert ständig Rathenau und eine irgendeine Baba Jaga gibt auch noch ihren Senf dazu. Das ist mir alles zu studentisch und weltfremd. Bye, bye. ChrisM 13:58, 18. Jul 2004 (CET)

@Knud Klotz: Natürlich war die DDP eine linksliberale Partei. Sowohl Naumann als auch Petersen oder Koch-Weser sahen sie so. Auch Ernst Lemmer sah in der DDP eine liberale Partei. Daß was Rathenau da postuliert ist im Übrigen nichts anderes als Liberalismus, nur mit anderem Akzent als im 19. Jahrhundert (so hat er das auch gemeint), auch wenn Du das nicht gerne hören magst, weil für Dich aufgrund Deiner eigenen Geschichte Liberalismus heute etwas furchtbar böses ist (so ist das bei Konvertiten nun mal). Liberalismus ist nicht die heutige FDP. Die DDP hatte einen deutlich höheren Anteil an Liberalen (ich schätze ihn auf 2/3), als die heutige FDP (da schätze ich ihn auf ca. 1/3) und das sage ich Dir als FDP-Mitglied. Die DVP sehe ich hingegen nicht als liberale Partei. Sie hatte in bestimmten Gegenden und zu bestimmten Zeiten (unter Stresemann) eine gewisse Anziehungskraft auf konservativ-liberal gesinnte Menschen, aber sie war nicht liberal. Rechte gab es im Übrigen sogar in der DDP, der nämlich auch irrlichternde Gestalten wie Friedrich Middelhauve angehörten. --172.179.100.31 00:26, 3. Apr 2005 (CEST)

Hilferuf von Thomas7


Hilferuf von thomas7: zur Zeit versuchen einige Mitglieder studentischer Vereinigungen
mich wegen meiner NPOV-Kritik aus Wikipedia wegzuekeln.
Für Unterstützung wär ich dankbar. Nachdem das Auschlussverfahren mit 29 zu 3 abgewiesen wurde, blockiert einer der Urheber, der Admin Skriptor meine Benutzerkennung thomas7 weil ich Artikel aus dem Themenkreis Studentenverbindungen mit dem Neutralitätshinweis versehen habe. Benutzer Skriptor hat immer wieder parteiisch Edit-Wars angefangen und toleriert und unterstützt massive Verstöße gegen die Regel 7 der NPOV-Seite. thomas7

Rudolf Agricola

"(unter anderem Rudolf Agricola)" habe ich hierher verschoben.
Vermutlich ist nicht Rudolf Agricola (1443-1485), sondern Rudolf Agricola (1900-1985) gemeint, was aber nach Rudolf Agricola (Wirtschaftswissenschaftler)#Weblinks eher unwahrscheinlich ist. -- Thoken 00:33, 3. Jan 2005 (CET)

Rudolf Agricola war bevor er zur SPD wechselte DDP-Mitglied und Vorsitzender der Parteijugend in Baden --Knud Klotz 13:32, 22. Sep 2006 (CEST)

DDP-Mitgliedschaft Albert Einsteins

Ich habe die DDP-Mitgliedschaft Albert Einsteins gestrichen. Eine Mitgliedschaft ist nicht belegt. Einstein hat wohl 1918 einen Aufruf zur Gründung der DDP mit unterzeichnet. Das scheint das einzig Nachweisbare in dem Zusammenhang zu sein. Die heutige kleine DDP behauptet in ihrem Programm, dass er auch zu den Mitbegründern der Partei gehörte. Historische Belege wären dafür (wie für seine tatsächliche Mitgliedschaft) allerdings angebracht. Jedenfalls trat Einstein nach 1918 nicht mehr für die DDP öffentlich in Erscheinung, dagegen sehr wohl in anderen, eher humanistisch sozialistischen Zusammenhängen. So arbeitete er zeitweilig auch für die kommunistisch geprägte Rote Hilfe und setzte sich Anfang der 30er Jahre zusammen mit anderen intellektuellen Größen, wenn auch erfolglos für ein antifaschistisches Linksbündnis zwischen SPD, KPD und Gewerkschaften ein, um die Herrschaft des NS-Regimes noch abzuwenden. Selbst, wenn Einstein Mitglied der DDP gewesen sein sollte (Belege bitte), so dürfte er wohl politisch weniger als ein klassischer Liberaler und mehr als ein undogmatischer und humanistischer Sozialist gelten. Zu den Gründen und Belegen meiner Aussagen siehe unter Diskussion:Albert Einstein#Nochmal die Frage nach Einsteins (angeblicher) DDP-Mitgliedschaft--Ulitz 19:39, 25. Okt 2005 (CEST)

Auszug aus Zenz Deutsche Demokratische Partei (DDP)

  • 16.11.1918: Theodor Wolff (1868-1943), Chefredakteur des vom Ullstein-Verlag herausgegebenen "Berliner Tageblatts", veröffentlichte in seiner Zeitung einen Aufruf zur Gründung einer linksliberalen bürgerlichen Partei, der auch von Professoren wie Albert Einstein mitgezeichnet war. Die Zurückweisung von Nationalliberalen wie Gustav Stresemann als Annexionisten führte zur Spaltung des politischen Liberalismus und zur Gründung der Deutschen Volkspartei (DVP).
  • 20.11.1918: Vier Tage später gründeten Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei sowie des liberalen Flügels der Nationalliberalen Partei mit dem Publizisten Theodor Wolff und Professoren wie Albert Einstein, Friedrich Naumann, Max Weber, Alfred Weber (1868-1958) und Hugo Preuß die Deutsche Demokratische Partei (DDP), alsbald W. Rathenau, E. Troeltsch

Albert Einstein war wohl Gründungsmitglied, aber sonst politisch nicht aktiv.--Hablu 11:49, 17. Jun 2006 (CEST)

DDP Neubegründung? & Willkürliche Löschungen

Wenn eine Partei den selben Namen trägt, und sich auf die historische DDP bezeiht, wie man auf der Webseite der DDP (www.ddp-deutschland.de) lesen kann, warum behauptet dann jemand willkürlich die DDP sei nicht die DDP? Der Link war in dem Artikel eingefügt bevor ich die Neubegründung erwähnte, aber auch dieser ist willkürlich gelöscht worden. Eine Partei kann doch wiederbegründet werden. Kein wissenschaftlicher Angang. Von daher stelle ich den Link mal wieder her, und lasse aber meinen Text weg, und möchte das hier ausdiskutieren, bevor eine weitere Änderung vorgenommen wird..--Andy.Coolmaker 14:49, 20. Okt 2006 (CEST)

Ich habe mich auch darüber gewundert, daß das nichts mit dem Thema zu tun habe. Wie wäre dieser Vorschlag: In der Einleitung, direkt hinter dem Ende der Partei folgt ein Satz dazu, etwa 2004 wurde unter dem Namen Deutsche Demokratische Partei eine neue Partei gegründet, die ausdrücklich an die Tradition der DDP anknüpfen will oder so ähnlich. Ausführlicher muß es ja nicht sein aber als Nachwirkung ist das nicht ganz uninteressant. Und wenn die Partei relevant genug ist, kann man einen entsprechenden Artikel schreiben und ihn verlinken. Den Weblink finde ich OK, vll. noch etwas deutlicher kommentieren, daß es sich um die neue Partei handelt? Stullkowski 14:56, 20. Okt. 2006 (CEST)
P.S.: MMn sind grundsätzlich alle vom Bundeswahlleiter anerkannten politischen Parteien relevant, ein eigener Artikel mit den hier gelöschten Informationen sollte eigentlich keine Schwierigkeiten haben. Fragt sich, unter welchem Lemma? Stullkowski 14:59, 20. Okt. 2006 (CEST)
Bitte nichts durcheinanderbringen. Ich habe nicht gesagt, daß man über die Parteineugründung nicht schreiben darf, sondern daß sie mit der alten Partei nichts zu tun hat, oder gibt es irgendwelche personelle, strukturelle (Parteiunter- bzw. -vorfeldorganisationen), ökonomische (in Form irgendwelcher Vermögenswerte) Kontinuitäten? Nein, zumindest kann ich das so nicht erkennen. Bei der Zentrumspartei, die 1945 wiedergegründet wurde, heute aber nur noch in NRW im kommunalpolitischen Bereich eine Rolle spielt, sieht das übrigens demzufolge ein wenig anders aus. Daß sich jetzt über 70 Jahre nach dem Untergang der alten Partei, die mal zeitweise ein Achtel aller Wählerstimmen erhalten hatte, eine Kleinstpartei gebildet hat, die mehr oder weniger zufällig den gleichen Namen angenommen hat, und sich in die Tradition der alten Partei stellt, ist für die Nachwirkung der alten Partei relativ unerheblich. (Für die Nachwirkung der DDP auf andere Parteien interessiert eigentlich nur, daß ein Teil der früheren Mitglieder sich später nach dem Krieg in FDP, LDPD und anderen Parteien engagiert hat.)
Daß der Bundeswahlleiter die Anmeldung der neuen Partei angenommen hat, ist auch ziemlich egal und sagt auch nichts über die Relevanz der neuen Partei zur alten Partei aus, sofern gewisse formale Voraussetzungen erfolgt sind, wird der Bundeswahlleiter jede Parteianmeldung unter fast jedem Namen, der gerade nicht anderweitig besetzt ist, annehmen. @Andy.Coolmaker: Was meinst du übrigens mit erfolgreich? Ich kann bei den Bundestagswahlen 2005 diese Partei bei der Auflistung der Ergebnisse auf Bundesebene nicht finden. - Daß die Homepage der Splitterpartei eine Katastrophe ist (nicht standardkonform, läuft nur als Flash, extrem langsam, Darstellung bei mir unter Mozilla und Opera fehlerhaft) und zumindest für mich als ernsthafte Informationsquelle erstmal ausscheidet, möchte ich auch nur kurz anmerken.
Also, alles in allem käme nur eine BKL Typ II in Frage, auf die Parteineugründung würde ich im Artikel zur alten DDP an keiner weiteren Stelle Bezug nehmen. Ob die neue Partei in Hinblick auf die alte Partei eine gewisse Relevanz entwickeln wird, muß erst die Zukunft zeigen (ich habe da meine Zweifel). Als Lemma empfiehlt sich zum Beispiel Deutsche Demokratische Partei (Bundesrepublik). --Alexander Fischer 17:09, 20. Okt. 2006 (CEST)
PS: Nichts für ungut, aber ein wenig erinnert mich das an die "Aktualisierung" des Artikels über die Bergpartei[LINK] ;)

Du hast Dir doch die Homepage angeschaut, dann hast Du wohl auch gesehen, daß sich die neue Partei durchaus nicht zufällig den gleichen Namen gegeben hat - eine Geschichte der alten Partei steht dort auch. Und was die gewissen Kriterien des Bundeswahlleiters für politische Parteien angeht (Teilnahme an Wahlen, 55 Mitglieder wurden als zu wenig angesehen, Unterstützerliste, politisches Programm usw.) bin ich 100% anderer Meinung. Das vorgeschlagene Lemma ist auch mein Favorit. Eine BKL geht natürlich auch. Stullkowski 17:25, 20. Okt. 2006 (CEST)
Wenn sich eine komplett neue Partei den Namen einer alten, schon lange nicht mehr existierenden, Partei nimmt, dann mag die alte Partei für die neue Partei sehr wichtig sein, aber umgekehrt muß das nicht unbedingt so sein. Nochmal: Gibt es irgendwelche personelle, strukturelle oder ökonomische Kontinuitäten? Um nichts anderes ging es hier. Und der Bundeswahlleiter wird keine inhaltliche Wertung einer neugegründeten Partei vornehmen und sagen: Ja, ihr seid die wahren Erben der alten vor über 70 Jahren aufgelösten Partei, deren Namen ihr übernommen habt und daher deren Nachfolger. Das ist nicht seine Aufgabe. --Alexander Fischer 17:40, 20. Okt. 2006 (CEST)

Naja, über die Frage der Kontinuität hinaus geht es auch noch um folgendes: Der Artikel läuft unter dem Lemma "DDP". Nun gibt es eine alte und eine neue Partei gleichen Namens. Daß die der Weimarer Republik ungleich bedeutender ist, steht außer Frage. Wer sich aber zufälligerweise nicht über Geschichte informieren will, sondern z.B. vor einer aktuellen Wahl, sollte auch über die aktuelle Partei Informationen finden können und zwar unter ihrem Namen. Selbst wenn man der Meinung ist, daß die neue Partei mit der alten gar nichts zu tun hat (was ich so nicht unbedingt behaupten würde), auf jeden Fall hat sie mit diesem Lemma zu tun. Mit der BKL ist das auch gelöst, war es aber zum Zeitpunkt der Löschungen noch nicht. Jetzt fehlt bloß noch der ensprechende Artikel... Stullkowski 18:47, 20. Okt. 2006 (CEST)
Mal so angemerkt: Bei Deutsche Partei und USPD (die beiden Beispiele fielen mir jetzt gerade mal so ein) wird auch so verfahren, dass die Neugründungen einen eigenen Absatz im Hauptartikel erhalten haben. Wobei ich in letzterem Fall ausschließe, dass es nach rund 60 Jahren eine personelle Kontinuität gab; der neuen DP inhaltliche Kontinuität zu attestieren, wäre gegenüber der Vorgängerpartei geradezu diffamierend. --Scooter Scooter 19:03, 20. Okt. 2006 (CEST)
Bei der DP gibt es gewisse Kontinuitäten in Form einiger Ortsverbände, die in den späten 50er Jahren nicht zur CDU übergetreten sind und ihre Eigenständigkeit bewahrt haben. Die USPD von 1990 hat nun wirklich nichts mit der alten USPD aus den 20er Jahren zu tun und sollte aus dem dortigen Artikel entfernt werden. - Ich habe jetzt mal aus dem einen gelöschten Absatz einen neuen Artikel erstellt. Weitere Diskussion über diese Partei bitte auf der dortigen Diskussionsseite. --Alexander Fischer 19:21, 20. Okt. 2006 (CEST)
Das ging flott. Hat sich schon einen LA eingefangen. --Scooter Scooter 19:31, 20. Okt. 2006 (CEST)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Deutsche Demokratische Partei und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).