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Der Artikel Deutscher Krieg gehört zur Kategorie: Deutscher Krieg, Deutsche Militärgeschichte, Schleswig-Holsteinische Geschichte, Österreichische Militärgeschichte, 1866
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Georg Bleibtreu: Schlacht von Königgrätz, Öl auf Leinwand, erstellt 1869 Bildherkunft |
Der Deutsche Krieg von 1866 wird auch preußisch-deutscher Krieg, preußisch-österreichischer Krieg, deutsch-deutscher Krieg, Einigungskrieg, Siebenwöchiger Krieg oder deutscher Bruderkrieg genannt. Speziell unter Laien kursiert darüber hinaus ständig die Bezeichnung „deutsch-österreichischer Krieg“. Diese ist insoweit zutreffend, als österreichische Soldaten aus Gebieten außerhalb des Deutschen Bundes wie Kroaten, Ungarn, Galizier und Venezianer ebenfalls in den Krieg verwickelt waren. Ansonsten ist der Ausdruck sehr missverständlich. Der Krieg war – formell betrachtet – eine militärische Auseinandersetzung des Deutschen Bundes unter der Führung der Präsidialmacht Österreich mit Preußen und dessen Verbündeten und wurde um die Vorherrschaft in Deutschland (deutsche Länder) ausgetragen. Er endete mit einem Sieg Preußens (und seiner Verbündeten) über Österreich (und seine Verbündeten) und hatte die Auflösung des Deutschen Bundes zur Folge. Preußen übernahm damit von Österreich die politische Vormachtstellung unter den deutschen Ländern und gründete den Norddeutschen Bund. Einige Jahre später entstand die sogenannte „kleindeutsche Lösung“, d. h. ein deutscher Nationalstaat ohne die deutschsprachigen Gebiete Österreichs und ohne die Kleinstaaten Liechtenstein und Luxemburg, die zuvor ebenfalls Mitglieder des Deutschen Bundes gewesen waren.
Vorgeschichte
Die Ursachen für den Krieg lagen in der österreichisch-preußischen Auseinandersetzung um die Führungsrolle im Deutschen Bund. Vorwand des Krieges war der Streit um die Verwaltung Schleswigs und Holsteins nach dem Ende des Deutsch-Dänischen Krieges.
Die Aussichten in einem Krieg standen 1866 zudem für Preußen sehr günstig, denn Österreich befand sich in einer schweren Finanzkrise und Frankreich erklärte seine Neutralität für den Fall eines deutschen Bruderkrieges. Otto von Bismarck konnte außerdem Italien für seine Pläne gewinnen, da dieses Venetien, das noch zu Österreich gehörte, beanspruchte. Am 8. April 1866 schlossen Preußen und Italien ein auf drei Monate befristetes geheimes Angriffsbündnis gegen Österreich, durch das Preußen u. a. gegen Artikel III in Verbindung mit Art. II der Deutschen Bundesakte verstieß.
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Schlacht bei Königgrätz: Prinz Friedrich Karl von Preußen befehligt ihm begeistert zuwinkende preußische Truppen Bildherkunft |
Um die Streitigkeiten beizulegen, wandte sich Österreich am 1. Juni 1866 an den Bundestag des Deutschen Bundes und forderte die Einberufung des Landtags von Holstein. Holstein stand zwar unter österreichischer Verwaltung, Österreich duldete aber zum Verdruss Preußens die Nebenregierung des Herzogs Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein.
Preußen betrachtete dieses Vorgehen als Bruch der Gasteiner Konvention, in der Preußen und Österreich 1865 ihre Einflusssphären in Schleswig-Holstein aufgeteilt und ihre Politik festgelegt hatten. Am 9. Juni marschierten preußische Truppen in Holstein ein, worauf Österreich beim Bundestag die Mobilisierung von Bundestruppen zwecks einer Bundesexekution beantragte. Ob Preußen wirklich militärisch zur Einhaltung der Bundesverpflichtungen gezwungen werden sollte, blieb offen. Am 14. Juni stimmte der Bundestag dem Antrag mit neun gegen sechs Stimmen zu. Preußen erklärte, dies sei ein Bruch der Bundesverfassung und erklärte den Bund für aufgelöst.
Die formelle Selbstauflösung folgte nach der Niederlage parallel zum Prager Frieden am 23. August 1866 in Augsburg.
Bündnisse
Auf Preußens Seite waren neben Italien noch Oldenburg, Mecklenburg, Braunschweig sowie einige, u. a. thüringische Kleinstaaten als Verbündete beteiligt.
Auf Österreichs Seite – beziehungsweise formal der des Deutschen Bundes – standen die deutschen Mittelstaaten Sachsen, Bayern, Baden, Württemberg, Hannover, Hessen-Darmstadt, Kurhessen, Nassau und ebenfalls einige deutsche Kleinstaaten.
Verlauf
Am 23. Juni rückte die 1. preußische Armee über Seidenberg und Zittau, die Elbarmee über Waltersdorf und Schluckenau in Böhmen ein. Am 26. Juni kam es zu ersten größeren Gefechten bei Hühnerwasser (Kuřivody), Sichrow, Turnau (Turnov) und der Schlacht bei Podol zwischen verschiedenen Einheiten der preußischen Ersten Armee unter Prinz Friedrich Carl und der Elbarmee unter General Herwarth von Bittenfeld auf der einen und des I. Österreichischen sowie des Sächsischen Korps auf der anderen Seite. Am 27. Juni überschritt die 2. preußische Armee unter Kronprinz Friedrich Wilhelm über mehrere Pässe das Riesengebirge, wobei es zu den Gefechten bei Nachod und bei Trautenau kam. Das letztere Treffen war das einzige des gesamten Krieges, welches für die österreichischen Truppen siegreich verlief. Am 28. Juni kam es zu den für die Österreicher sehr verlustreichen Kämpfen von Skalitz und Soor sowie zu dem Treffen bei Münchengrätz.
Schließlich fand am 29. Juni die Schlacht bei Gitschin zwischen der 1. preußischen Armee und dem zurückgegangenen I. Österreichischen sowie dem Sächsischen Korps statt, im Osten kam es zu den Gefechten von Königinhof und Schweinschädel (Svinistany). Nach diesen letztgenannten Begegnungen verloren beide Armeen die Fühlung zueinander, erst am 2. Juli wurde die Aufstellung der Österreicher und Sachsen nordwestlich von Königgrätz aufgeklärt.
Preußische Truppen aus Minden und Hamburg (in der Stadtrepublik waren sie regulär stationiert) wurden von der Armee des Königreichs Hannover am 27. Juni 1866 bei Langensalza geschlagen. Die Hannoveraner mussten aber auf Grund ihrer hohen Verluste, des fehlenden Nachschubs und der mittlerweile großen zahlenmäßigen Überlegenheit der Preußen am 29. Juni 1866 kapitulieren. Noch heute erinnert ein Denkmal im Zentrum Mindens an diesen Sieg. Die preußischen Verbündeten griffen Kassel und Frankfurt an, während der rechte Flügel der preußischen Elbarmee überraschend vor den Toren Nürnbergs auftauchte.
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Anton Romako: Admiral Tegetthoff in der Seeschlacht von Lissa (gemalt 1878-1880, Öl auf Holz) Bildherkunft |
Im Süden hatte Österreich inzwischen am 24. Juni 1866 die italienische Armee unter General La Marmora bei Custozza geschlagen; die österreichische Adriaflotte unter Wilhelm von Tegetthoff siegte bei der Insel Lissa (Vis) am 20. Juli über die überlegene italienische Flotte. Es war wohl eine der letzten Marineschlachten, die durch die Rammtaktik gewonnen wurde. Die Notwendigkeit aber, die Truppen auf zwei Fronten zu verteilen, war neben der im Vergleich zu Preußen rückständigen Waffentechnik einer der Hauptgründe für die schlussendliche Niederlage Österreichs – bzw. formal des Deutschen Bundes.
Die entscheidende Schlacht gegen Österreich gewannen schließlich die vereinigten preußischen Armeen am 3. Juli 1866 bei Königgrätz in Böhmen unter der persönlichen Führung König Wilhelms von Preußen sowie dem preußischen Generalstabschef Helmuth Graf von Moltke, dem geistigen Vater des gesamten preußischen Aufmarsches (siehe auch „Strategische Bahn“). Auf österreichischer Seite ruhten die Hoffnungen zum Großteil auf dem als militärisches Genie geltenden Oberbefehlshaber Ludwig von Benedek, denn Preußen war in dieser Schlacht von Königgrätz Österreich nicht nur zahlenmäßig (250.000 zu 160.000), sondern vor allem auch technisch durch die Zündnadelgewehre überlegen. Auf einen toten Preußen sollen sieben tote Österreicher gekommen sein. Benedek hatte zuvor versucht, das Amt des Oberbefehlshabers der Nordarmee abzulehnen, da er auf dem böhmischen Schauplatz keinerlei Erfahrung besaß und sich die Nordarmee in einem äußerst desolaten Zustand befand, was auch die Schlacht mitentscheiden sollte. Nach der Schlacht von Königgrätz wurde er seines Amtes enthoben und vor ein Kriegsgericht gestellt. Das Verfahren wurde jedoch auf kaiserlichen Druck eingestellt und Benedek befohlen, bis an sein Lebensende über die Schlacht zu schweigen, woran er sich auch hielt.
Königgrätz ist seitdem das Synonym für den Erfolg der Bismarckschen kleindeutschen Lösung.
Die letzte Schlacht im deutschen Bruderkrieg fand schließlich im Mainfeldzug am 26. Juli 1866 bei Uettingen statt, in der Preußen über die Bayerische Armee siegte, mit dem Gefecht bei Blumenau am letzten Tag des Krieges wendeten die Österreicher jedoch noch die Besetzung Pressburgs (Bratislava) durch preußische Truppen ab.
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v.l.: Otto von Bismarck, Albrecht von Roon, Helmuth von Moltke Bildherkunft |
Insgesamt kämpften auf Seiten des Deutschen Bundes ca. 600.000, für Preußen und seine deutschen Verbündeten rund 500.000 und für das Königreich Italien ca. 300.000 Soldaten. Nach den jeweiligen Generalstabswerken betrugen die Verluste auf den böhmisch-mährischen, niederösterreichischen und slowakischen Kriegsschauplätzen im einzelnen:
- Österreich: 1313 Offiziere, davon 330 gefallen, sowie 41.499 Mann, davon 5328 gefallen
- Sachsen: 55 Offiziere, davon 15 gefallen, sowie 1446 Mann, davon 120 gefallen
- Preußen: 359 Offiziere, davon 99 gefallen, sowie 8794 Mann, davon 1830 gefallen
Die Streitkräfte Preußens, Italiens und ihrer Alliierten hatten insgesamt etwa 37.000 Tote und Verwundete zu beklagen, deutlich weniger als ihre Kontrahenten.
Ausgang und Folgen
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Frankfurt am Main muss innerhalb von 24 Stunden 25 Mio. Gulden Kriegskontribution an Preußen zahlen. Urkunde vom 20. Juli 1866 mit der Unterschrift des preußischen Generals Edwin von Manteuffel. Bildherkunft |
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Preußen nach den Annexionen von 1866 Bildherkunft |
Um einer französischen oder russischen Intervention zuvorzukommen, drängte Otto von Bismarck den preußischen König dazu, den Sieg nicht voll auszunutzen, sondern einen schnellen Frieden zu schließen. Der Ministerpräsident benötigte viel Überzeugungskraft, da Wilhelm – trotz seiner nur mühsam überwundenen ursprünglichen Gegnerschaft zu den Angriffsplänen – Österreich harte Bedingungen diktieren wollte und den Einmarsch in Wien anstrebte. Nach zähem Konflikt lenkte der König schließlich resignierend ein. Der entscheidende Schritt zur Beendigung des Krieges gelang am 26. Juli 1866 im durch den französischen Kaiser Napoleon III. vermittelten „Vorfrieden von Nikolsburg“, nachdem Österreich in der Hauptsache („Austritt aus der gesamtdeutschen Politik“) nachgegeben hatte, zumal seine militärische Lage aussichtslos war. Der Vorfrieden wurde später im „Frieden von Prag“ mit Preußen und im „Frieden von Wien“ mit Italien bestätigt.
Italien gewann Venetien. Preußen annektierte Schleswig-Holstein, die souveränen Bundesglieder Königreich Hannover (verjagte den König), Herzogtum Nassau, Kurfürstentum Hessen und die Freie Stadt Frankfurt (woraufhin sich der Bürgermeister umbrachte) und stellte sie unter Militärverwaltung. Dadurch erlangte Preußen die Verbindung zwischen seinen westlichen Gebieten (Rheinprovinz und Provinz Westfalen) und dem östlich der Elbe gelegenen Kernland Brandenburg. Andere Mitglieder des Bundes wie zum Beispiel Sachsen gerieten in preußische Abhängigkeit. Daraufhin löste sich der Deutsche Bund auf und der durch Preußen beherrschte Norddeutsche Bund, die so genannte kleindeutsche Lösung der norddeutschen Staaten wurde gegründet, um Preußens Hegemonie zu festigen und zu legitimieren. Unabhängig blieben vorerst die süddeutschen Staaten: das Königreich Bayern, das Königreich Württemberg, das Großherzogtum Baden (auf Drängen Frankreichs anerkannt) und partiell das Großherzogtum Hessen, das mit einigen kleinen Gebietsabtretungen davonkam. Dessen Provinz Oberhessen wurde wie das Königreich Sachsen in den Norddeutschen Bund integriert und nicht annektiert. Die Realisierung des im Frieden von Prag vorgesehenen Südbunds vom Main bis zum Bodensee scheiterte, da Bismarck sie untergrub und die südwestdeutschen Regierungen eine bayerische Dominanz ablehnten. Die Verdrängung Österreichs aus Deutschland erwies sich im Nachhinein als beständig, auch wenn sich Kaiser Franz Joseph I. einstweilen nicht damit abfand.
Zudem erzielte Otto von Bismarck aufgrund der Euphoriewelle einen großen innenpolitischen Erfolg, besonders da ihm bezüglich des Regierens ohne gesetzmäßigen Haushalt nachträglich vom preußischen Parlament Straffreiheit zugebilligt wurde (Annahme der Indemnitätsvorlage). Der Streit über diese Frage spaltete die oppositionelle Deutsche Fortschrittspartei.
Die bis dahin guten Beziehungen zwischen Frankreich und Preußen verschlechterten sich durch den Sieg Preußens nachhaltig. Napoleon gedachte eigentlich, für seine Vermittlung territoriale Belohnungen zu bekommen (linkes Rheinufer), wurde aber vom Tempo des Krieges überrascht und kam mit seinen Forderungen zu spät. In Frankreich entstand daraufhin der Ruf nach „Rache für Sadowa“ (Ort der Schlacht nahe Königgrätz). Da die Außenpolitik Napoleons III. ähnlich wie die preußische auf territoriale Expansion ausgelegt war, bedeutete die Nichterfüllung dieser für Frankreichs Einfluss in Deutschland kontraproduktiven Ambitionen eine Enttäuschung, die letztlich zur Achse Paris-Wien führte. Der vormals sächsische Ministerpräsident Friedrich Ferdinand von Beust konnte sich als Außenminister und späterer Reichskanzler der neuen Doppelmonarchie Österreich-Ungarn mit seiner Allianzpolitik nicht gegen Bismarcks raffiniertes Kalkül durchsetzen.
Im Rahmen der Friedensvertragsverhandlungen verbündeten sich die süddeutschen Staaten Bayern, Baden und Württemberg (das südlich der Mainlinie noch unabhängige Hessen-Darmstadt erst im Zuge der Luxemburgkrise) mit Preußen in „Schutz- und Trutzbündnissen“ – die Basis für den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Preußen konnte dann durch Indienstnahme des Nationalgefühls und russische Rückendeckung seinen Machtbereich auf die südlichen deutschen Staaten ausweiten, so dass es schließlich am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles zur sog. Reichsgründung kam.
Siehe auch: Liste der Kriege, Liste von Schlachten
Literatur
- Theodor Fontane: Der deutsche Krieg von 1866. Bd. 1: Der Feldzug in Böhmen und Mähren, Bd. 2: Der Feldzug in West- und Mitteldeutschland. Berlin: Das Neue Berlin, 2006. [Nachdruck von 1871.] ISBN 3-360-01268-2
- Heinrich Friedjung: Der Kampf um die Vorherrschaft in Deutschland – 1859 bis 1866. Cottasche Buchhandlung, Stuttgart & Berlin 1916, 2 Bände
- Gordon A. Craig: Königgrätz. DTV, München 1987 ISBN 3423108207
- Gerd Fesser: 1866 Königgrätz – Sadowa. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1994 ISBN 3894880694
- unbekannter Autor: Band 1 – Schlacht bei Langensalza 1866, Die Hannoveraner in Thüringen und die Schlacht bei Langensalza 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 1866/2001, ISBN 3-934748-57-0
- Augenzeugenberichte: Band 2 – Schlacht bei Langensalza 1866, Wir lustigen Hannoveraner!, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2001, ISBN 3-934748-68-6
- Augenzeugenberichte: Band 3 – Schlacht bei Langensalza 1866, Eine Kriegsgeschichte der dritten 4pfündigen Batterie, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2001, ISBN 3-934748-71-6
- ohne Autor: Band 4 – Schlacht bei Langensalza 1866, Offizieller Bericht über die Kriegsereignisse zwischen Hannover und Preußen im Juni 1866 und Relation der Schlacht am 27. Juni 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 1866/2001, ISBN 3-934748-72-4
- Carl Bleibtreu: Band 5 – Schlacht bei Langensalza 1866, Langensalza und der Mainfeldzug 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 1866/2001, ISBN 3-934748-73-2
- Augenzeugenberichte: Band 6 – Schlacht bei Langensalza 1866, Die Teilnahme des Besatzungs-Bataillons Aschersleben 2. Magdeburgischen Landwehr-Regiments Nr. 27 an dem achttägigen Feldzuge gegen das Hannöversche Armee-Korps im Juni 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 1866/2001, ISBN 3-934748-74-0
- Theodor Fontane: Band 7 – Schlacht bei Langensalza 1866, Der deutsche Krieg von 1866 – Auszug Langensalza, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2001, ISBN 3-934748-75-9
- Otto Kaemmel: Deutsche Geschichte – Zweiter Teil, Vom Westfälischen Frieden bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts, Carl Damm, Dresden, 1905
- Kahnert Band 8 – Schlacht bei Langensalza 1866, Die Kriegsereignisse des Jahres 1866 im Herzogtrum Gotha und die gothaischen Turner zur Zeit des Treffens von Langensalza, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2002, ISBN 3-934748-76-7
- Victor von Diebitzsch: Band 9 – Schlacht bei Langensalza 1866, Die Königlich-Hannoversche Armee auf ihrem letzten Waffengange im Juni 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2002, ISBN 3-934748-77-5
- Friedrich Freudenthal: Band 10 – Schlacht bei Langensalza 1866, Erinnerungen eines hannoverschen Infanteristen von Lüneburg nach Langensalza 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2002, ISBN 3-934748-78-3
- Augenzeugenberichte: Band 11 – Schlacht bei Langensalza 1866, Das Herzoglich Sachsen-Coburg-Gothaische Infanterieregiment 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2002, ISBN 3-936030-10-3
- G.Wolfram: Band 12 – Schlacht bei Langensalza 1866, Die Hannoversche Armee und ihre Schicksale in und nach der Katastrophe 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2002, ISBN 3-936030-11-1
- Friedrich Regensberg: Band 13 – Langensalza 1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2002, ISBN 3-936030-12-X
- Julius Hartmann: Band 14 – Schlacht bei Langensalza 1866, Meine Erlebnisse zu hannoverscher Zeit 1839–1866, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 2005, ISBN 3-936030-13-8
- Sigismund von Dobschütz: Der König ist da, die österreichische Armee geschlagen! Kriegstagebuch des Paul von Collas und Briefe an seine Eltern aus dem Deutschen Krieg des Jahres 1866 gegen Österreich., Ostdeutsche Familienkunde (OFK), Hefte 1-3/2005, Band XVII, Seite 177f., Verlag Degener & Co., Neustadt (Aisch) 2005, – Paul von Collas war damals junger Generalstabsoffizier und Bataillonsadjutant.
Weblinks
- Der preußisch-deutsche Krieg
- Der Deutsche Krieg 1866
- Der Mainfeldzug 1866
- Kampf um die Führung im Deutschen Bund
Diskussion der Autoren über den Artikel: Deutscher Krieg
Also, deutsch-deutscher Krieg ist wirklich die seltenst verwendete und verwechslungsträchtigste Bezeichnung für den Preußisch-Östereichischen Krieg. Ich würd vorschlagen, das zu ändern.
- Ich halte deutsch-deutsch auch für sehr fragwürdig (keine Bestätigung in anderen Lexika). Preußisch-östereichisch passt aber auch nicht, das würde nämlich auch für viele andere Kriege gelten. Am korrektesten wäre wohl "Deutscher Krieg", soweit ich weiß, wird nur der von 1866 so genannt. --Timo 03:46, 27. Mär 2004 (CET)
- Seit Jahrzehnten ist mir dieser Krieg unter dem Namen Deutsch-Österreichischer Krieg bekannt. In nahezu der gesamten deutschsprachigen Literatur, die mir zu diesem Thema bekannt ist, wird dieser Name benutzt. Dieser entscheidet die Zukunft Deutschlands und Österreichs, die sich, abgesehen vom Anschluss 1938-1945, künftig staatlich getrennt entwickeln. --Ludger1961 17:10, 16. Sep 2004 (CEST)
@Benutzer Ludger: Ludger, du alter Quatschkopf, du hast ja noch niemals je ein Buch komplett durchgelesen und aufgepasst hast du in der Schule auch nicht! In der Literatur wird immer von einem preußisch-österreichischen Krieg gesprochen oder von einem Krieg der beiden deutschen Großmächte Preußen und Österreich mit ihren jeweiligen Verbündeten, also von einem deutsch-deutschen Krieg. Du solltest nicht die Geschichte fälschen, das überlass man dem Österreicher Hitler. ~~ 02.04.05
Hitler hat nicht Geschichte gefälscht, er hat Geschichte gemacht. --Frau Olga 19:58, 15. Jun 2006 (CEST)
Die kluge Frau Olga gibt auch ihren Senf dazu - nach fast 1 Jahr. 80.143.251.244
Ich denke man sollte noch erwähnen das in diesem Krieg erstmals eine Umkesselungstaktik angewndet wurde, und das dieser Strategie den eigentlich entscheidenden Faktor ausmachte. ausserdem machte es diesen Krieg zum ersten wirklich modernen --HdS 21:02, 18. Jul 2004 (CEST)
Bezeichnung, Umkesselungstaktik
Den Begriff Deutsch-Östereichischer Krieg halte ich für unhistorisch und falsch. Bis 1866 bestand der Deutsche Bund als Staatenbund der deutschen Staaten. Gebiete dieser Staaten, die außerhalb Deutschlands lagen, waren nicht Teil des Deutschen Bundes, so z.B. Ostpreußen oder Ungarn. Deshalb war der Deutsche Bund Deutschland - und Österreich war ein Teil davon. Die Unterscheidung Deutschland gegenüber Österreich begann sich erst nach 1866 zu entwickeln. Noch 1919 bezeichnete sich der Rest des Habsburgerreichs als "Deutsch-Österreich", bis das durch die Siegermächte untersagt wurde. Und erst nach 1945 hatte sich im österreichischen Volk mehrheitlich der Wille zur Unabhängigkeit verfestigt.
Im Krieg von 1866 kämpften also ausschließlich deutsche Teilstaaten gegeneinander, die Unterscheidung in deutsch und österreichisch ist also falsch. Auch ist die Bezeichnung "Preußisch-Österreichischer Krieg" ungenau, weil auf beiden Seiten auch andere Staaten mitkämpften.
Der Brockhaus von 1999 spricht vom "Deutschen Krieg" ebenso wie der Ploetz (Große illustrierte Weltgeschichte, 1984), Meyers Konversationslexikon von 1888 spricht hingegen vom "Preußisch-Deutschen Krieg", sieht also Preußen gegen die Mehrheit Deutschlands einschließlich Österreichs.
Deshalb schlage ich vor, den Text unter die Überschrift "Deutscher Krieg (1866)" zu verschieben und mit der Jahreszahl Verwechslungen auszuschließen.
Zum Thema Umkesselungsschlacht: Einkesselungen hat es in der Geschichte immer wieder gegeben. Die bekannteste Kesselschlacht der Antike war die Schlacht von Cannae (216 v Chr.), in der die Phoenizier unter Hannibal die Römer vernichtend schlugen. Aber bereits vorher gab es Schlachtordnungen, die auf die Einschließung des Gegners angelegt waren, so .B. die sogenannte "Schiefe Schlachtordnung", wie sie Epaminondas mehrfach angewandt hat, so bei Leuktra 371 v. Chr. und bei Mantineia 362 v. Chr. Dazu schreibt Meyers Konversationslexikon (1888):
"Cunèus(lat., "Keil"), die keilsörmige Schlachtordnung der Alten, die, an der Fronte schmal beginnend, immer mehr an Breite zunahm und besonders zum Durchbrechen der feindlichen Linien angewendet ward. Den ersten C. formierte Epaminondas bei Leuktra und Mantineia ... Die Taktik des von einem C. angegriffenen Feindes bestand gewöhnlich darin, in der entgegengesetzten Figur, der römischen V ähnlich (forceps, Zange), den Keil aufzunehmen und einzuschließen."
Insofern kann dieser Krieg nicht als Vater der Umkesselung gelten. Auch der getrennte Ansatz verschiedener Armeen ("getrennt marschieren, vereint schlagen") in einer Schlacht war nicht neu, sondern schon in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 und in der Schlacht bei Waterloo 1815 praktiziert. Neu war, dass bei der Schlacht von Königgrätz die preußischen Armeen nach einem genauen Plan und unter Zuhilfenahme moderner Mittel wie Eisenbahn und Telegraphie auf getrennten Wegen zum Schlachtfeld geführt wurden.
--KuK 16:43, 29. Okt 2004 (CEST)
Die Bezeichnung "Preußisch-Österreichischer Krieg" ist aber genau, wenn man auf die verbündeten Staaten auf beiden Seiten hinweist. WIM 12.11.04
Deutsch-Österreichischer Krieg ist auf jeden Fall falsch. Der Deutsche Bund machte gegen Preußen mobil. Also wenn überhaupt ist es ein Deutsch-Preußischer Krieg. Der übliche Name ist aber Deutscher Krieg, und dorthin und nur dorthin gehört der Artikel. --Magadan 23:20, 17. Nov 2004 (CET)
Sehr einverstanden! Aber wer setzt das um? Ich habe vor, noch ein paar Tage Gegenstimmen abzuwarten, und den Artikel dann zu verschieben.--KuK 10:29, 21. Nov 2004 (CET)
- Gute Idee. --Magadan 20:16, 22. Nov 2004 (CET)
Ich habe in einem historischen Atlas Österreich ebenfalls die Bezeichnung "Preußisch-österreichischer Krieg ("Deutscher Bruderkrieg")" gefunden. Peter 21:17, 24. Nov 2004
Nach langer Diskussion, wie dieser Krieg denn nun heißen soll, habe ich ihn wie angekündigt hierher verschoben, da die meisten ernsthaften Historiker diesen Begriff verwenden. Auch die Diskussion habe ich hierher verschoben, damit jeder nachlesen kann, was es zu diesem Thema für Meinungen gab. --KuK 16:36, 28. Nov 2004 (CET)
Hin und Her
Jetzt hatte Stefan h den Artikel wieder zurück verschoben, die Diskussion aber nicht. Das macht nun gar keinen Sinn. Ich finde es auch nicht in Ordnung, so einfach den Artikel zu verschieben. Wir hatten hier eine Diskussion, bei der mehrere Benutzer der Meinung waren, "Deutsch-Österreichischer Krieg" sei wirklich falsch. Magadan hatte dann vorgeschlagen, den Artikel "Deutscher Krieg" zu nennen. Dem habe ich mich angeschlossen, weil er so in mehreren geschichtlichen Standardwerken bezeichnet wird. Danach habe ich einige Tage gewartet. Es gab eine Zustimmung, keine Gegenargumente, nur den zusätzlichen Vorschlag "Preußisch-Östereichischer Krieg". Dann habe ich den Vorschlag umgesetzt und den Artikel verschoben.
Jetzt kommt Stefan h und schiebt den Artikel zurück, ohne einen Grund anzugeben. Wenn das Schule macht, sind wir bald ein einziger Verschiebebahnhof. Wenn man meint, etwas so Grundsätzliches an einem Artikel ändern zu müssen wie die Überschrift, soll man es vorher zur Diskussion stellen, damit sich alle Interessierten äußern können.--KuK 21:35, 17. Dez 2004 (CET)
- Dem schließ ich mich an, das mit dem Verschieben kann so einfach nicht weitergehen, da entstehen jedesmal redirects, die dann ins leere gehen, oder auf einen weiteren redirect verweisen. Also: Zuerst den endgültigen Artikelnamen hier klären und dann dorthin verschieben und nicht einfach hin und her. Dabei sollte ein sinnvoller und auch gebräuchlicher Name verwendet werden, etwa Deutscher Krieg oder Preußisch-Österreichischer Krieg. Ich halte die Bezeichnung Deutsch-Österreichischer Krieg für irreführend, da es bedeuten würde, dass Deutschland mit Österreich im Krieg war. -- Tullius 00:36, 26. Dez 2004 (CET)
Vielen Dank, Tullius, ich hoffe, dass diese Sache jetzt erledigt ist.--KuK 16:07, 26. Dez 2004 (CET)
Ich will ja nicht stören, aber ich würde gerne den Artikel lesen! Wo find ich den jetzt? -- Otto Normalverbraucher 17:05, 3. Apr 2005 (CEST)
Tja, hier natürlich, nach dem langen Theater! --KuK 17:33, 3. Apr 2005 (CEST)
Hamburg
Preußische Truppen aus Hamburg, das kann doch wohl nicht stimmen. Die freie Stadt Hamburg dürfte keine solche Einheiten geduldet haben. Vielleicht kann der Verfasser das mal klären! --Frau Olga 22:45, 14. Jun 2006 (CEST)
Hi Olga, Preußen hatte im Stadtstaat Hamburg regulär Truppen stationiert. Warum, ist mir nicht klar, aber der Verfasser könnte ja mal... Benny, 17. 8. 06
bitte erklären
In Frankreich entstand daraufhin der Ruf nach „Rache für Sadowa“ .
Es wäre schön und hilfreich wenn einem ein solcher Ausdruck nicht einfach hingeklatscht wird, sondern entweder erklärt oder korrekt verlinkt wird. Danke.
Anonyme Fragen werden nicht beantwortet.
Auch nicht, wenn sie berechtigt sind? Dann stelle ich sie auch nochmal: Wieso steht dieser Ort für französische Rachegelüste? Die Erklärung reicht mir nicht. Zweite Frage: Wie sind die aufgelisteten Verluste zu verstehen? Bsp: Verluste: "41.499 Mann, davon 5328 gefallen". Was ist denn mit den Nichtgefallenen passiert? Onno 23:24, 3. Okt 2006 (CEST)
Umkesselung
Diese Taktik gab's schon bei den Römern in der Schlacht von Cannae.--Dunnhaupt 17:17, 3. Okt 2006 (CEST)Preußisch-Östereichischer Krieg
Kennt man die historischen Fakten, Grenzen und den realen, politischen Stellenwert des Deutschen Bundes so ist vielmehr von einem Preußisch-Österreichischen Krieg als von einem Deutschen Krieg zu sprechen. Ich würde jedem empfehlen, die englische Seite zu diesem Thema zu lesen - sie ist besser. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 85.124.93.2 (85.124.93.2 • Beiträge) 11:45, 7. Nov 2006 (CEST)) -- Spongo Spongo 10:18, 8. Nov. 2006 (CET)
- Was soll, abgesehen von der englischen Titelbezeichnung, die sich nun einmal von der deutschen unterscheidet (im hiesigen Sprachraum ist die geläufigste Bezeichnung "Deutscher Krieg"), an dem Artikel so sehr viel besser sein, dass man sich diesem Sprachhindernis unbedingt stellen sollte? Da wären deutlichere Gründe vonnöten. --PaulBommel 10:17, 8. Nov. 2006 (CET)







