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Deutsches Afrikakorps

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Der Artikel Deutsches Afrikakorps gehört zur Kategorie: Militärischer Verband im Nationalsozialismus, Geschichte (Tunesien)
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Erwin Rommel, 1941, Befehlshaber des Deutschen Afrikakorps
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Das Deutsche Afrikakorps (DAK) war ein Expeditions-Korps der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Das Operationsgebiet befand sich von 1941 bis 1943 in Nordafrika und erstreckte sich im Verlaufe des Krieges von Tunesien über Libyen bis Ägypten. Wichtigster Widersacher wurde der britische General Bernard Montgomery als Befehlshaber der britischen 8. Armee.

Der Name "Deutsches Afrikakorps" könnte eine Anspielung auf das Deutsche Alpenkorps sein, das im 1. Weltkrieg an der Seite der Österreicher gegen die Italiener kämpfte.

Operationen

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Afrikakorps-Logo auf einer deutschen Panzerabwehrkanone (oben rechts) im maltesischen Kriegsmuseum
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Der Afrikafeldzug selbst begann 1940 mit einem Angriff der zahlenmäßig weit überlegenen Italiener von Libyen auf die britische Armee in Ägypten. Die Briten konnten den Angriff nicht nur abwehren, sondern konnten in einem Gegenangriff nach Libyen eindringen.

Um die Niederlage Italiens abzuwenden, schickte das Deutsche Reich in der Operation Sonnenblume das Afrikakorps zur Verstärkung der italienischen Truppen. Aus der anfänglichen Unterstützung rückten die Deutschen bald in die Rolle eines Hauptbeteiligten vor und trieben die Briten, die zu der Zeit ihre Hauptkräfte nach Griechenland verlegt hatten, überraschend nach Osten zurück.

Da für diese Afrika jedoch das einzige Kampfgebiet mit direktem Kontakt zu ihrem Hauptgegner Deutschland war, unternahm Großbritannien große Anstrengungen auf diesem Kriegsschauplatz. Während Großbritannien durch seine Kolonien über sichere Versorgungswege verfügte, litt das Afrikakorps ständig unter dem Problem, seinen Nachschub über das Mittelmeer sichern zu müssen, wo es den Angriffen der Royal Navy und Royal Air Force ausgesetzt war. Mit den Militärstützpunkten auf Gibraltar und der Insel Malta verfügten die Briten über wichtige Schlüsselstellungen gegen die deutschen Nachschublinien.

Wichtige Schlachten fanden bei Tobruk und El Alamein statt. Rommel konnte bis zur Oase Siwa in Ägypten vordringen. Der Nil und der Suez-Kanal lagen in Reichweite. Die wichtigen Ölfelder Arabiens, des Irak, des Irans und sogar eine Verbindungsaufnahme mit der im Kaukasus vorrückenden deutschen Heeresgruppe stellten damit denkbare strategische Fernziele dar. Für die Juden in Palästina hätte der deutsche Vorstoß eine immense Bedrohung dargestellt.

Nach wechselvollen Kämpfen wurde der Vormarsch der Afrika-Armee schließlich in El Alamein kurz vor Alexandria in Ägypten gestoppt. Später wurde sie unter schweren Verlusten zum Rückzug gezwungen. Kurz darauf erfolgte die Landung anglo-amerikanischer Truppen (Operation Torch) in Marokko und Algerien, wodurch es Ende 1942 zu einem Zweifrontenkrieg in Afrika kam. Dadurch wurde ein Verbleib auf dem Kriegsschauplatz endgültig unmöglich.

Trotzdem verlegten Deutschland und Italien noch einmal starke Truppenverbände nach Tunesien, wohin sich die Panzerarmee Afrika zurückzog. Dadurch, dass die Truppen nicht nach Italien zurückgenommen wurden, gerieten nur wenige Monate nach der Niederlage von Stalingrad 120.000 Mann in Gefangenschaft. Angesichts der aussichtslosen Lage mussten die deutschen und italienischen Truppen bis zum 13. Mai 1943 kapitulieren.

Zwei Monate später (am 10. Juli 1943) landeten die Alliierten dann auf Sizilien.

Formationsentwicklung

Ursprünglich gehörten nur zwei deutsche Divisionen, nämlich die 15. und die 21. (umbenannt aus 5. Leichte Division) Panzerdivision, zum DAK. Im Laufe der Zeit wurden Rommel jedoch immer mehr deutsche und italienische Truppen unterstellt, so dass es schon Ende 1941 zur Bildung einer Panzergruppe Afrika (später umbenannt in Panzerarmee) kam, zu der außer dem DAK noch weitere Einheiten gehörten. Anfang 1943 schließlich wurden die aus Libyen zurückflutenden Einheiten unter Rommel mit den aus Italien nach Tunesien verlegten Kräften zur Heeresgruppe Afrika zusammengefasst.

Kommandeure

  • 14. Februar 1941 Generalleutnant Erwin Rommel
  • 15. August 1941 Generalleutnant Ferdinand Schaal
  • 1. September 1941 General der Panzertruppe Philipp Müller-Gebhard
  • 15. September 1941 General der Panzertruppe Ludwig Crüwell
  • 9. März 1942 General der Panzertruppe Walther Nehring
  • 19. März 1942 General der Panzertruppe Ludwig Crüwell
  • 29. Mai 1942 General der Panzertruppe Walther Nehring
  • 31. August 1942 Oberst Fritz Bayerlein (mit der Führung beauftragt)
  • 1. September 1942 General der Panzertruppe Gustav von Vaerst
  • 2. September 1942 General der Panzertruppe Wilhelm Ritter von Thoma
  • 13. November 1942 General der Panzertruppe Gustav Fehn
  • 28. Februar 1943 General der Panzertruppe Hans Cramer

Siehe auch

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Deutsches Afrikakorps


unpassender Begriff

"Spielführer" finde ich als Bezeichnung für eine Armeeeinheit gleich welcher Art unpassend. 80.228.196.58 12:06, 10. Jul 2006 (CEST)

seltsamer Textbaustein

"Überlebende des DAK kehrten nach dem Krieg oder nach der Kriegsgefangenschaft häufig nicht mehr nach Hause zurück, sondern blieben bspw. in den Vereinigten Staaten. Wie eine Fernsehreportage des ZDF gezeigt hat, sind diese Menschen heute gar nicht mehr der deutschen Sprache mächtig, oder wollen sie nicht mehr sprechen."

inwiefern ist die Anzahl in irgendeiner Weise repräsentativ? was war die Quelle der sog. ZDF-Reportage? hört sich ziemlich nach Guido Knopp an. was soll die Aussage überhaupt? das sich die Mitglieder des DAK distanzieren? wovon? wie repräsentativ ist deren Zahl? ich finde der Abschnitt hat hier nichts zu suchen. Dead-cat 14:26, 10. Jul 2006 (CEST)

Stimme ich auch zu. Zumindest teilweise wurden Kriegsgefangene des AK nach Kriegsende nach England verbracht um dort als Kriegsgefangene Aufbauarbeit zu leisten. Leider fehlt mir dazu auch Quellenmaterial (Ironie: wie der andere Autor habe ich darüber auch im Fernsehen mal einen Bericht gesehen) --88.130.102.141 21:50, 28. Jul 2006 (CEST)

Verwendung Palmen-Emblem durch KSK

Kann jemand etwas zu den Berichten über die Verwendung des (abgewandelten) Palmen-Emblems des Afrikakorps durch Mitglieder der KSK-Truppe in Afganistan sagen? Wird das Symbol heute regelmäßig von Mitgliedern der rechtsradikalen Szene verwendet und ist in entsprechenden Kreisen bekannt bzw. wird eindeutig als positive Bezugnahme auf die Wehrmacht und die NS-Zeit verstanden? Kann man erwarten, dass ein Dienstvorgesetzter das Symbol sofort als Bezugnahme auf die Wehrmacht erkennt, oder muss man dazu Militärhistoriker sein?



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Deutsches Afrikakorps und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).