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Diktatur

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Der Artikel Diktatur gehört zur Kategorie: Diktatur
Unter einer Diktatur (v. lat. dictatura) versteht man die Herrschaft durch einen einzelnen Diktator, eine politische Partei, eine Minderheit oder Gruppe von Menschen, die sich die Macht über ein Volk aneignet, sie monopolisiert und ohne Einschränkungen ausübt. Eine besondere Form ist die Despotie.

Begriff der Diktatur

Legitimität

Im Gegensatz zur Demokratie gibt es in Diktaturen keine freien Wahlen. Jedoch ist nicht jede Staatsform ohne freie Wahlen eine Diktatur. Beispielsweise ist eine Monarchie nicht automatisch eine Diktatur. Wenn der Zugang zur Macht von einer Verfassung durch Erbschaft oder Wahl geregelt ist (beispielsweise bei der Wahl des deutschen Kaisers durch die Kurfürsten), und diese Regierungsform als normal anerkannt ist, wird nicht von einer Diktatur gesprochen. Dies auch dann nicht, wenn die Macht des Herrschers unbeschränkt ist wie in der absoluten Monarchie. Zum Begriff der Diktatur gehört, dass sie illegitim ist, also eine legitime Staatsform umgestürzt hat oder in ihrem Ursprung nicht verfassungsgemäß ist. In der politischen Theorie und der Verfassungstheorie kann ein Diktator, der durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen ist, durch eine formale Begründung seiner Macht wieder legitim werden. Andererseits kann ein legitim an die Macht gekommener Monarch zum Diktator werden, wenn er durch entsprechende Maßnahmen seine Machtbefugnisse verfassungswidrig erweitert. Auch eine Demokratie kann sich zur Diktatur wandeln. Das kann dadurch geschehen, dass eine demokratisch gewählte Regierung ihre verfassungsmäßigen Grundlagen auf legalem Weg aushöhlt oder beseitigt, aber auch dadurch, dass das Parlament nicht mehr gewählt wird, sondern seine Mitglieder vom Militär bestimmt werden. Wesentlich ist dabei der Verstoß gegen die Legitimität der Regierung.

Konzentration der Macht

Eine Gewaltenteilung gibt es in der Diktatur nicht, so dass die Macht des Diktators, sei es eine einzelne Person oder eine Gruppe, nicht beschränkt werden kann. Der Diktator kontrolliert die traditionellen staatlichen Zwangsmittel selbst: Militär, Justiz, Polizei, und staatliche Behörden. Das Militär wird nicht vom Parlament kontrolliert, sondern vom Diktator, und kann nicht nur zur Landesverteidigung eingesetzt werden, sondern auch im Inneren gegen eine zu Staatsfeinden erklärten Opposition. Die Justiz kann nicht mehr unabhängig urteilen, sondern folgt diktatorischer Gesetzgebung oder direkten Weisungen.

Im geschichtlichen Rückblick zeigt sich, dass diese Zwangsmittel oft nicht zum Machterhalt ausreichen und daher weitere Bereiche der Gesellschaft kontrolliert werden müssen. Die Diktatur unterwirft dann auch die wirtschaftlichen Einrichtungen, das Erziehungswesen, Presse und Medien sowie die Kommunikationsmittel wie Nachrichten- und Datenverkehr. Diese erweiterte Form der Diktatur wird totalitäre Diktatur genannt. Die einfachere Form wird auch autoritäre Diktatur genannt. Die autoritäre Diktatur lässt dem Einzelnen noch Freiräume, wie zum Beispiel die Ausübung der Religion. Die totalitäre Diktatur dagegen versucht, den Einzelnen völlig in Anspruch zu nehmen. In einem totalitären System muss der Einzelne dem Staat möglicherweise seine Freizeit opfern, beispielsweise in der Hitler-Jugend oder im Komsomol.

Die römische Diktatur

Das Wort "Diktatur" kommt aus dem Lateinischen. Im antiken Rom war der dictator vor Sulla ein nur in höchster Not besetztes Amt an Stelle der sonst üblichen Doppelherrschaft der beiden Konsuln. Der Auftrag des Diktators und seine Aktionbereich waren fest umrissen. Er wurde von einem der Konsuln für einen Zeitraum von nicht mehr als sechs Monaten ernannt, um das Land gegen einen Feind zu verteidigen oder um innere Unruhen zu bekämpfen. Er durfte weder die Verfassung ändern noch Kriege erklären und auch keine neuen Steuern für römische Bürger erheben. Innerhalb dieser Grenzen konzentrierte sich die Macht des Souveräns, des römischen Volkes, die sonst an mehrere Institutionen delegiert war, in seinen Händen. Die Konsuln wurden Untergebene des Diktators, Befugnisse der Tribunen wurden außer Kraft gesetzt, ebenso das Berufungsrecht der römischen Bürger vor Strafgerichten.

Streng genommen ist deswegen die römische Diktatur keine Diktatur im heutigen Sinn des Begriffes, sondern eine institutionalisierte Form der Krisenregierung für einen Notstand des Staates. Sie beseitigte Hemmnisse der Kollegialverfassung von Magistrat und Konsulat, die die Kriegsführung erheblich erschwerten. Von einer Diktatur im heutigen Wortsinn unterscheidet sie, dass es sich um eine legitime Institution handelte, die in ihrer Machtfülle eingeschränkt war.

Nach dem Zweiten Punischen Krieg wandelte sich diese Form der römischen Diktatur radikal zum Cäsarismus um.

Diktaturparagraphen in Deutschland

§ 10 des Reichsgesetzes vom 30. Dez. 1871 wurde in Anlehnung an die römische Institution der Diktatur als Diktaturparagraph bezeichnet. Es handelte sich um ein für das Reichsland Elsaß-Lothringen, das dem Deutschen Reich nach dem Krieg gegen Frankreich eingegliedert worden war, gültiges Notstandsgesetz. Bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit erhielt die Exekutive fast unbeschränkte Machtbefugnis und konnte dazu auch Truppen im Inneren einsetzen.

Auch Artikel 48 der Weimarer Verfassung von 1919 wurde als Diktaturparagraph bezeichnet. Er bot die Möglichkeit, mit Hilfe von Notverordnungen zu regieren. Reichspräsident Friedrich Ebert nutzte ihn 1923/24 mehrfach, 1933 ermöglichte er die Verordnung zum Schutz von Volk und Staat, die alle individuellen Grundrechte bis zum Ende des Dritten Reiches aufhob.

siehe auch: Ausnahmezustand

Merkmale einer Diktatur

Ideologie und Propaganda

Diktaturen stellen sich selbst meist als schnelle Lösung aller zwischenmenschlichen, wirtschaftlichen und staatlichen Probleme dar, die alle anderen konkurrierenden Systeme geschaffen hätten. Gemein haben alle Diktaturen, dass sie sich negativ, d. h. über ihr (selbstgeschaffenes) Feindbild definieren, das es zu bekämpfen gilt. Nicht selten wird damit aber willkürlich verfahren, siehe Joseph Goebbels: Wer Jude ist, bestimmen letztendlich wir.

Unterdrückung und Unterordnung des Volkes und des einzelnen Menschen

Die meisten Diktaturen fordern die Unterordnung des Einzelnen unter die Gemeinschaft bzw. den Staat. Dies wird mit einem angeblich "höheren Ziel" begründet. Unter der Diktatur des Nationalsozialismus mussten sich die Einzelnen der "Volksgemeinschaft" und der "arisch-germanischen Rasse" unterordnen, die größte Opfer verlangte. Daher das Sprichwort: "Du bist nichts, dein Volk ist alles!". Einen eigenen Wert (Menschenwürde) wurde dem Einzelnen abgesprochen. Der italienische Faschismus verlangte die Unterordnung des Einzelnen unter die "Nation", die angeblich "größer" war als der Einzelne. Unter der kommunistischen Herrschaft war die Klassenlose Gesellschaft (erreicht durch eine "Diktatur des Proletariats") das höchste Ziel . Wer eine andere Meinung hatte, stellte sich dem "Fortschritt" entgegen und galt als "Konterrevolutionär".

Der Freiheitsbegriff des Individualismus und der Menschenwürde des Einzelnen wurde durch einen "totalitären Freiheitsbegriff" ersetzt, zum Beispiel die Freiheit des Volkes, die Freiheit der Nation oder die Freiheit der proletarischen Klasse. Die Unterdrückung des Individuums wurde durch die Freiheit der Nation oder die Freiheit der proletarischen Klasse legitimiert.

Verletzung der Menschen- und der Bürgerrechte, Justiz

Menschenrechte stehen jedem einzelnen Menschen zu und können nicht entzogen, sondern nur verletzt werden. Dies geschieht vielfach in Diktaturen, weil die Machthaber bzw. die Partei oder die "herrschenden Klasse" ihre Macht behalten will. Oft sollen Menschenrechtsverletzungen einem angeblich "höherem Ziel" oder dem "Fortschritt" dienen. Das reicht von Einschränkungen der freien Meinungsäußerung bis hin zur gewaltsamen Verfolgung politischer Gegner oder ganzer Bevölkerungsgruppen.

Presse und Medien

Durch die Manipulation der Zeitungen, des Rundfunks, des Fernsehens und des Internets wird das Volk in vielfacher Hinsicht beeinflusst und im Sinne der Regierung gelenkt. Manche Staaten schotten sich auch nach außen hin ab (zum Beispiel das frühere kommunistische Albanien oder heutzutage noch Nordkorea). Auch dadurch werden die Menschen und die ausländischen Reporter in Unwissenheit über die tatsächlichen Zustände gehalten.

Justiz

Missliebige oder angebliche politische Gegner werden inhaftiert. Manche Menschen "verschwinden" einfach und ihre Angehörigen wissen nicht, ob sie noch leben oder wo sie sich aufhalten. Oftmals werden Menschen auch ohne Gerichtsverhandlungen eingesperrt oder sie bekommen keinen rechtlichen Beistand. In den Gefängnissen und in Polizeigewahrsam wird häufig gefoltert, zum Beispiel durch Schläge, Tritte und Schlafentzug, aber auch durch grelles Licht oder Dunkelheit.

In den meisten Diktaturen gibt bzw. gab es eine Geheimpolizei, die politische Gegner einschüchtert und verfolgt. Im Dritten Reich verfolgte die Geheime Staatspolizei (Gestapo) Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten, Geistliche, Roma, Sinti und Jenische. In der DDR überwachte die Staatssicherheit (Stasi) die Bürger. Die Sowjetunion bediente sich des NKWDs, der später in NKGB umbenannt wurde und mit dem MGB (=Ministerium für Staatssicherheit), ab 1953 MWD (=Ministerium für innere Angelegenheiten) zusammenarbeitete. Nicolae Ceauşescu verfolgte seine Gegner bzw. die vermeintlichen Dissidenten durch die Securitate. Die Geheimpolizei wirbt häufig Spitzel in der Bevölkerung an, teilweise gibt es ein regelrechte Spitzelunwesen (zum Beispiel in der früheren Sowjetunion unter Stalin). Denunzianten kommen ihnen zur Hilfe und melden jeden verdächtigen Vorfall, so dass in der Bevölkerung ein Klima der Angst entsteht. Diese Einschüchterung trägt dazu bei, dass kaum jemand mehr wagt, offen seine Meinung auszusprechen.

Die Folter geschieht häufig im Verborgenen, nämlich im Polizeigewahrsam, im Gefängnis, in Amtszimmern oder weit abgelegen in Straflagern.

Wahlen

In demokratischen Staaten sind die Wahlen allgemein, frei, gleich und geheim. Das heißt, alle Erwachsenen haben das Wahlrecht, alle Stimmen sind gleichwertig und die Stimmabgabe wird nicht eingeschränkt oder überprüft. Die Stimmauszählung erfolgt öffentlich. Bei Zweifeln bezüglich des Auszählungsergebnisses ist eine erneute Auszählung der Stimmzettel möglich und wird auch zugelassen. Insofern wählt das Volk tatsächlich seine Vertreter ins Parlament und bestimmt im Idealfall, wer es regiert.

  • Verbot, Ausschaltung oder Verfolgung von Oppositionsparteien oder Andersgläubigen bzw. deren Institutionen
  • keine oder eingeschränkte Wahlrechte, mitunter Scheinwahlen (auch ungültige Stimmen werden als Ja-Stimmen gezählt, Beobachtung der Stimmabgabe pp.)

In einer Diktatur dagegen werden die Wahlen manipuliert, zum Beispiel werden die Wähler bei der Stimmabgabe beobachtet oder auch "ungültige" Stimmen als Ja-Stimmen gezählt. Die Stimmauszählung ist nicht öffentlich. Eine erneute Auszählung wird nicht zugelassen oder ist wegen fehlender Stimmzettel oder ausschließlich elektronischer Stimmabgabe nicht möglich. Leute, die mit "Nein" oder ungültig stimmen, werden eingeschüchtert, beruflich benachteiligt, verhaftet oder sie "verschwinden" einfach.

Diktatur nach sozialistischer Theorie

In der sozialistischen Theorie versteht man unter Diktatur die Herrschaft einer sozialen Klasse. So bezeichnete die DDR ihre eigene Herrschaftsform selbst als Diktatur des Proletariats, die der kapitalistischer Länder wie der USA oder Bundesrepublik als Diktatur der Bourgeoisie sowie den Faschismus und Nationalsozialismus als Offene terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.

Dieser Unterschied in der Definition ist zu beachten, wenn man die entsprechenden theoretischen Texte verstehen will. In der Praxis wies die DDR die Merkmale einer Diktatur im klassischen Sinne auf.

Terror und Furcht

  • Unterdrückung und Unterordnung des Volkes ("Klima der Angst und Repression")

Historische Beispiele

Siehe auch

scn:Dittatura simple:Dictatorship


Diskussion der Autoren über den Artikel: Diktatur


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USA: Diktatur oder Demokratie?

Sollte man nicht auch die USA auf die Liste setzen? Ich meine... Menschenrechte: Patriot Act - Menschenrechte eingeschränkt. keine freien Wahlen: Wer glaubt, die Wahlen in den USA seien rechtens gewesen, der soll mal "Stupid White Men" lesen. Und Zwangsherrschaft haben wir hier auch - die Zwangsherrschaft der USA über den Irak.

Leute, bitte bleibt vernünftig. Es ist ein großer Unterschied zwischen nicht einwandfreiem Rechtsstaat (den es wohl nirgends so ganz gibt) und einer Diktatur. Und mit Verlaub: Michael Moore ist nicht Gott; nicht alles, was er schreibt, ist die bare Wahrheit. EBB 18:54, 21. Apr 2004 (CEST)

...stimmt, ist aber interessant!

Die USA ist zwar eine Demokratie und achtet auch die Menschenrechte. Ausnahmen sind jedoch die Gefangenen in Guantánamo, im Irak und die Terroristen. Die Wahlen in den USA sind auch frei, fair, geheim und meistens auch gleich (bis auf Florida und noch ein paar Bundesstaaten9.Was die Zwangsherrschaft im Irak angeht, die ist ja begründet(Terroranschlag aufs WTC(laut Bush)) .Was es eigentlich nicht ist, denn die USA haben nicht im Sinn gehabt einen Unterstützer des Terrors niederzuschlagen, sonder einen "harmlosen" Diktator zustürtzen.

Menschenrechte

"missachtung der menschenrechte -> diktatur" ist falsch. Auch in einer demokratie müssen menschenrechte nicht zwangsweise eingehalten werden. Gary Luck 23:38, 23. Aug 2004 (CEST)

Diktaturen können mir dem richtigen Diktator und guter, besonnener und weiser Anwendung auch enorm Vorteilhaft für Land , Wirtschaft und Bevölkerung sein -> Julius Cäsar und das Römische Imperium sind ein gutes beispiel , das Diktatur auch Anders als ein NSDAP Machtapparat aussehen kann!

Na ob das die römischen Sklaven auch so gesehen haben ? --Micha99 11:04, 20. Jan 2006 (CET)

Sklaven gab es bereits in der Römischen Republik. Das ist somit kein Indiz für eine Diktatur. -- 11:53, 03 Feb 2006 (CET)

Wahlen

Eine demokratische wahl muss
  • Frei
  • Gleich
  • Geheim
sein. Frei und geheim waren die wahlen in den usa sicherlich. Dass die wahlen gleich waren, bezweifle ich. Gary Luck 23:38, 23. Aug 2004 (CEST)

Nach dem deutschen Begriff der gleichen, und vor allem unmittelbaren Wahl (Art. 38 GG) müsste man das sicherlich verneinen, da das Wahlmännersystem der USA dem entgegen steht. Allerdings muss man hier amerikanische Maßstäbe anlegen, deshalb würde ich die amerik. Wahlen zumindest nicht als "unfrei" bezeichnen. -- 11:57, 03. Feb 2006 (CET)

Anzahl der Herrscher

Im Artikel steht als Definition von diktatur gleich im ersten satz, dass 1 Person herrscht. Wieviele personen herrschen in den usa?
  • etwa das ganze volk? -nein
  • etwa mehrere repräsentantent? - eigentlich nein
  • 1 repräsentant/diktator? - das schon eher

In den usa ist die meinung des präsidenten nahezu unanfetchtbar. siehe einfluss der un auf den irak krieg, siehe einfluss der opposition auf den irak krieg, siehe einfluss des vizepräsidenten auf den irak krieg (bestand da überhaupt jemals der versuch?) Gary Luck 23:38, 23. Aug 2004 (CEST)

Zwangsherrschaft

Weder in der wikipedia noch in google findet man eine klare definition des wortes Gary Luck 23:38, 23. Aug 2004 (CEST)


hab ich einen wesentlichen unterschied zwischen demokratie und diktatur vergessen? wenn nein -> USA: Dikatur Gary Luck 23:38, 23. Aug 2004 (CEST)

Alleine der Umstand, dass es in den USA regelmäßige Wahlen gibt, die nicht gefälscht werden, oder unter Druck und nicht geheim stattfinden (wie das z.B. im Irak der Fall war, wo Herr Hussein immer mit ca. 98-99% der Stimmen gewann)und das der Präsident nicht ewig im Amt bleiben kann (wie das z.B. in Deutschland war und ist), zeigt, dass die USA keine Diktatur sind. Dazu gibt es eine Gewaltenteilung und Herr Bush kann nicht machen was er will (dann gäbe es z.B. Nordkorea sicherlich nicht mehr). Wie man nur auf die Idee kommen kann, die USA seien eine Diktatur, ist mir unbegreiflich... -- Zyro 16:35 MESZ, 28. Jul 2005

update 29/9 2006: Schon , moore ist kein gott aber nachdem es seit nun seit dem 29.9.2006 das neue anti terror gesetz gibt , welches militärtribunale , beweise auf der basis von hörensagen , etc per gesetz legalisiert müsste die usa hier unter diktaturen geführt werden! siehe bitte spiegel artikel dazu.

Merkmale einer Diktatur

Ich finde diese etwas lose Ansammlung einzelner Merkmale noch etwas unbefriedigend. So wie es eine Faschismustheorie gibt müsste es doch auch eine Diktaturtheorie geben. Dort wäre doch die Möglichkeit, wissenschaftliche Definitionen verschiedener Forscher darzustellen. Wer kennt sich da wirklich aus und kann diesen Artikel mal auf ein wirklich festes Fundament stellen? --Björn Siebke 17:50, 25. Okt 2004 (CEST)

Machiavelli hat die drei Staatsformen (und ihre degenerierten Formen) einmal gut beschrieben. Hat jemand eine freie Übersetzung dieser Beschreibung parat?

Der Artikel in der Wikipedia beschreibt nur die degenerierte Form einer Diktatur, nicht aber die Form des "gutmeinenden Patriarchen", welche seit Jahrtausenden(!) existiert.

Ist das was Du mit "gutmeinenden Patriarchen" meinst nicht eher die Monarchie? Bei Machiavelli kenn ich mich nicht so aus, aber Cicero hat die drei Staatsformen auch recht übersichtlich beschrieben:

Gute Staatsform / Entartetes Pendant
Monarchie / Tyrannis
Aristokratie / Oligarchie
Demokratie / Ochlokratie

Interessanterweise ist bei Aristoteles der Begriff der "Demokratie" negativ belegt, zählt also zu den entarteten Staatsformen, als Herrschaft des Pöbels. Bei ihm war das "gute" Pendant die Politie, in der nur die wirtschaftlich selbstständigen wählen dürfen. -- 12:03, 03. Feb 2006 (CET)

Königsdiktatur

Wer hat Königsdiktatur diesem ungenauen Artikel zugeführt? Es gibt darin kein Wort über Jugoslawien und Rumänien!

--Alexvonf 11:51, 16. Dez 2004 (CET)

Ich finde man sollte Diktatur und absolute Monarchie trennen. Es gibt keine Diktatur in der Monarchie, weil die Diktatur eine Form der Republik ist. Ausnahme ist, wenn sich ein Bürgerlicher aus Größenwahn selbst zum Kaiser ernennt z.B: Napoleon oder Bokassa. Ist der Absolute Herrscher aber "Uradelig" so handelt es sich NIE um eine Diktatur, sondern immer um eine absolute Monarchie. Eine Königsdiktatur gibt es also nicht!

Grüße Florian

Hallo zusammen! "weil die Diktatur eine Form der Republik ist" Ich bin anderer Meinung. Monarchie ist doch die Staatsform, in der ein einziger (grich: mono) herrscht. Ergo müssten Diktaturen doch unter Monachie fallen und nicht unter Republik. -- Orpheus 17:16 11. Okt 2006

Diktaturbegriff

Der diktaturbegriff ist hier vollkommen ungenau und widerspricht dem begriff der Oligarchie vollkommen. Wer hat das denn zusammengeschrieben? Da sollte noch mal nachgelesen werden, da im artikel so keine eigentliche definition zustandekommt...

--Thomas Dudzak 23:07, 1. Jan 2005 (CET)

Merkmale einer Diktatur

Mein Vorschlag für eine bessere Merkmalsliste.

Folgende Merkmale würde ich für zwingend halten:

  • keine Gewaltenteilung - alle Gewalt liegt bei der herrschenden Gruppe oder wird unbeschränkt durch diese kontrolliert
  • zentralistische Staatsordnung
  • keine Beschränkung der Herrschaftsdauer, z.B. durch regelmäßige Wahlen oder per Verfassung
  • Einschränkung individueller Freiheiten bzw. der Grundrechte
  • systematische Menschenrechtsverletzung, dazu zählt insbesondere die Verfolgung Andersdenkender
  • Militarismus
  • Partikularismus
  • keine geheimen, freien und gleichen Wahlen

Daneben könnte man weitere auflisten, die aber eher einen gesellschaftlich-sozialen Aspekt denn einen politisch/staatlichen habe:

  • Förderung von Personenkulten um den Diktator
  • Förderung von undifferenzierten Feindbildern
  • Förderung von Spitzel- und Denunziantentum
  • Unterordnung des Einzelnen, Betonung des Gemeinwohls
--Wiggum 18:11, 20. Aug 2005 (CEST)


Ich finde, zu den ideologischen Merkmalen gehört auch die Religion (z.B.Taliban oder Chomeinis Iran)--Chrigo 13:40, 20. Aug 2005 (CEST)

abstufungen

ich finde man sollte auch abstufungen einführen, denn nicht jede diktatur ist gleich "arg". nehmen wir zb nordkorea und kuba her. die kann man eigentlich nicht vergleichen. kuba ist um einiges freier als nordkorea... in kuba gibt es faire wahlen (im vergleich zu anderen staaten in lateinamerika), einhaltung der menschenrechte (im vergleich zu anderen staaten in lateinamerika), keinen personenkult und und und -Uebel 23:21, 10. Sep 2005 (CEST)

== USA = Diktatur? ==

Meiner Meinung nach kann man die USA als Diktatur sehen.

Es gibt einige Beispiele dafür:

1. Der amerikanische Präsident ist nichts anderes als ein Diktator

   auf Zeit
      - Absolute Macht über das Militär

2. Die eigentlich freien, geheimen, gleichen Wahlen sind keine

      - Siehe Florida

- siehe auch kerry sowie bush beide skull und bones mitglieder

3. Hass schürung gg. bestimmte Gruppen (Islamisten) 4. Zensur der Presse in Außenpolitischen Angelegenheiten. 5. Machtkriege (für mich typisch Diktatorisch) anstelle von

   Schutzkriegen

Da es keine reine Diktatur ist muss man aber Abstriche ziehen denn:

1. Die "Diktatoren" werden alle 4. Jahre neu gewählt 2. Die Ideologie ist "Freiheit für jedermann" 3. Freie Marktwirtschaft

Fazit:

Ich würde die USA als Demokratische/Diktatur bezeichnen eine Regierungsform welche Elemente aus beiden Systemen besitz aber sich nicht auf eins spezifiziert.

Falls in meinem Beitrag irgendwelche Sachverhalte falsch dargestellt wurden entschuldige ich mich Hiermit.

17.09.05 19:03 Uhr

  • Die Amtszeit des Präsidenten ist auf max. 2 Legislaturperioden begrenzt
  • Meinungs- und Informationsfreiheit
  • freie, gleiche und geheime Wahlen
  • Mehrparteiensystem
  • Gewaltenteilung
  • Fazit: nichtmal ansatzweise diktatorisch
  • --Wiggum 21:17, 17. Sep 2005 (CEST)

    Deine Meinung ist gut und schön, aber ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, den Begriff "Demokratische Diktatur" gerade hier in der Wikipedia zu erfinden. Gruß, J budissin - J budissin 21:51, 17. Sep 2005 (CEST)

    Hahnebüchender Unsinn

    Liebe Diskutierenden,

    einem Politikwissenschaftler stellen sich die Nackenhaare auf, wenn man hier drüber liest. Selbstverständlich sind die USA keine Diktatur, sondern eine Demokratie, die wie alle Systeme der Welt kleinere und auch größere systemische Defizite hat. Zu den größeren gehören sowohl Demokratiedefizite, was die u.a. die Wahlen betrifft, als auch Menschenrechtsverletzungen (die es auch in nicht unerheblichem Maße in Deutschland gibt; siehe Jahresbericht AI). Es stellt sich also zwangsläufig die Frage, was denn nun ein Diktatur ist und da liegt dann auch der Hund begraben. Der "Begriff" Diktatur ist eben vordergründig kein beschreibender, sondern ein (ab)wertender Begriff. Das bedeutet, dass es sich hier um einen politischen und NICHT um einen politikwissenschaftlichen Begriff handelt. Da wir hier eine offene Enzyklopädie schaffen, geht es um die Klärung des Begriffes und nicht um politische Meinungsbekundungen. Machen wir mal ein Beispiel und nehmen China: China wird gerne im Westen als Diktatur bezeichnet. Die Chinesen bezeichnen die USA ebenfalls gerne als Diktatur. Das wird von beiden Seiten als Vorwurf im Sinne eines schlechten und unfreien Systems verstanden. Nachdem die Diskussion um die USA unsinnig war, stellt sich nun die Frage, ob China denn eine Diktatur sei. Ich denke, dass fast alle jetzt spontan denken würden, dass dem wohl unbestritten so sei. Doch damit begeben wir uns wieder auf das Eis politischer Sensibilitäten und müssen uns im klaren sein, was wir aussagen wollen. Wenn wir sagen, China ist eine Diktatur, dann meinen wir - ob gewollt oder ungewollt - ZWEIERLEI: Diese Aussage impliziert nämlich zum einen, dass China ein autoritäres System ohne grundlegende demokratische Ausrichtung ist. Das würde auch jeder Politikwissenschaftler bestätigen. Die Aussage China sei eine Diktatur hat aber unbestritten auch eine normative Dimension, denn sie impliziert auch die Wertung, dass das chinesische System schlecht sei. Darüber kann man streiten und wer sich die Mühe macht tiefer in das Thema "politisches System in China" wird für beide Seiten gute Pro und Contra-Argumente finden. Das bedeutet, wir müssen uns im klaren sein, was wir sagen wollen. Wollen wir eine politische Meinung kundtun, können wir das Wort Diktatur benutzen. Wollen wir Wissen vermitteln, müssen wir uns über die Doppeldeutigkeit des Begriffs Diktatur im klaren sein. Das bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass man auf ihn verzichten muss, aber man sollte sich bei seiner Verwendung dessen immer bewußt sein. Als nächstes ist hier der abstruse Begriff "Königsdiktatur" aufgetaucht. Dies ist ebenfalls völlig unsinnig, denn Diktaturen können sich nur auf Republiken beziehen. In einer Monarchie oder besser gesagt im Absolutismus existiert kein derarter Nationalismus, dessen Überbetonung in den meisten Fällen eine Diktatur begründet. Und nochmal zur Aussage, dass die USA eine Diktatur sei. Dies ist nicht nur Quatsch, sondern das traditionelle politische System der USA hat innerhalb der Demokratietheorie sogar Modellcharakter (Gewaltenteilung, Checks-and-Balances, Interessengruppen). Nachzulesen in: Schmidt, M.: Demokratietheorien, Stuttgart 2000. SimonStumpf 14:08, 4. Nov 2005 (CET)

    Diktatur r Definition

    Eine Diktatur ist für miche eine Staatsform, in der wenige, oder ein Einzelner über viele herrscht und die Grundrechte seiner Bürger einschränkt. Die Herrschaft wird häufig durch einen Notstand motivert und die Etablierung einer Diktatur erfolgt häufig auf Kosten sozialer oder gesellschaftlicher Minderheiten.

    Siehe Definition Diktatur. So neu ist das nicht. Gruß, J budissin - J budissin 21:11, 7. Dez 2005 (CET)

    Ein weiterer Versuch einer Difinition des Begriffes Diktatur

    Wir alle leben, bis auf den Zeitpunkt der Stimmabgabe, in Diktatur, das sagt der Wortbestandteil Abgabe schon selbsterklärend aus. Daraus folgt konsequenterweise das Diktatur nur als Abwesenheit der Möglichkeit der Mitbestimmung erklärbar ist, bzw., daß die Abwesenheit von Diktatur nur durch mehr Mitbestimmung erhöht werden kann (z.B. durch Volksentscheide). Ob es hinreichend ist Stimmabgaben frei, gleich, ... zu gewährleisten sei dahingestellt, da es hierbei nicht nur um die rein körperliche Freiheit der Entscheidung geht, sondern um eine höhere Form der Freiheit,die sich erst mit der Selbstverständlichkeit der Mitbestimmung, und damit mit der Einübung der Selbstbestimmung ergeben wird. --Der Nasiraeer 04:10, 31. Dez 2005 (CET)

    B.Rep.Deut

    Unter den "juristischen Merkmalen" habe ich einige Punkte gefunden, die wohl leicht von der B.Rep.Deut, den U.S.A und anderen (Schweiz, ...) erfüllt werden:
    • Die Unschuldsvermutung: Am Beispiel diverser Krankheiten aber auch am Beispiel einer erheblichen kriminellen Energie aber auch am Beispiel eines "zufälligen" Angriffs lässt sich zeigen, dass die nicht nachgewiesene Schuld keineswegs vor Schmerzen/Nachteilen/Bestrafung schützt (dies wird auch in Sprichwörtern deutlich: z. B. jemand fällt auf die Nase und ruft dann aus "Bin ich denn noch nicht genug gestraft? -- Und jetzt das!"). Dies wird bereits beim staatlichen Schulzwang deutlich, bei dem ich zumindest etwa monatlich in dämliche, psychisch belastende Situationen getrieben wurde, ohne dass der Staat mir zuvor eine Schuld nachgewiesen hätte (von einer Verhältnismäßigkeit ganz zu schweigen).
    • Die "Verhältnismäßigkeit": An den zuvor genannten Beispielen findet sich dann natürlich auch keine Verhältnismäßigkeit, weil: Das evtl. verhasste Opfer konnte schließlich nicht nach anerkannten/offiziellen Regeln beschränkt werden. Hinzukommt, dass im Falle der Psychiatrie gar nicht einmal versucht wird, einen Beweis zu führen (nur weil einer nach einem Stromschlag ruhiger ist, heißt dieses ja noch lange nicht, dass man ihm geholfen hat).
    • Weiße Folter findet sich leicht in psychiatrischer Behandlung (z. B. Elektrokrampftherapie), die merkwürdiger Weise ausgerechnet durch HRW den Regierungen Chinas und Russlands vorgeworfen wird, während derselbe Tatbestand aber in der B.Rep.Deut (oder auch in den U.S.A, die vor einigen Jahrzehnten ausgerechnet einem Deutschen Elektro-Schock-Propagandisten auf den Leim gegangen sein sollen, womit ich nicht ausdrücken will, dass die US-Lobotomie nach Freeman qualitativ besser ist) für "OK" gehalten wird (ich fühle mich jedenfalls ziemlich gefoltert, wenn meine Ärzte mich immer und immer wieder mit der bescheuerten Theorie "Der Pat hat Stoffwechselstörungen im Gehirn" mit furchtbarem Pöbel zusammsperren (Universität, Krankenhaus, Arbeitsplatz) und mit Drogen vergiften (bis ich selbst nach deren Angaben tatsächlich Stoffwechselstörungen von den Drogen bekomme) und evtl. sogar mit Elektro-Schocks foltern (nach Auskunft des (ärztlichen) Pöbels: "Schlafkur", "Reset wie pei nem Kombjutter")). Wenn ich meinen Ärzten respektive meinem Betreuungsrichter (nach BGB) dann erzähle, dass ich unter den Psychotechniken meiner Mitmenschen immer mehr leide, dann kommen nur faule Ausreden: "Sie sind knallverrückt und krank!" (RiAG E.), "Haben Sie Angst vor der Schizophrenie?", "Gute Besserung!", "Ich glaube, Sie haben paranoide Schizophrenie, aber das kann sich a la longue noch ändern..." (Dre. A.), "Wir sind kein Hotel.", "Dazu sagen wir nichts.".
    • unabhängige Gerichte: Es ist in der B.Rep.Deut nach Auskunft eines "Rechtsanwaltes" so gut wie ganz ausgeschlossen, einen Prozess gegen Psychiater, die lächerlicher Weise auch noch in sog. Landeskrankenhäusern und anderen staatlichen Einrichtungen tätig sind, zu führen, weil das Gericht den Beklagten keine Schuld zuweist, sobald ein Gutachter (wiederum wohl ein Psychiater) aussagt, dass die vorgeworfenen Taten zu der Tatzeit der ärztlichen Kunst entsprachen. Hinzukommt, dass die Staatswanwaltschaften gleich ohne Ermittlung davon ausgehen, dass der Patient/Anzeigeerstatter irre ist ("keine tatsächlichen Anhaltspunkte"), während aber anderenorts Durchsuchungs-Beschlüsse (z. B. HDW Werft Kiel) ohne Nutzen vollstreckt werden, oder dass das Opfer erst nach Ablauf der Verjährung sich hinreichend erinnert.
    • Ein gutwilliger, aufrichtiger, ernsthafter Versuch meine Menschenrechte im vernünftigen Rahmen zu schützen, fand also in meinem Fall gar nicht erst statt; stattdessen war und ist man eher bemüht, mich maximal unter Missachtung meiner Rechte zum Wohle einer großen Gruppen von ihrerseits tatsächlich verrückten, perversen Bestien zu quälen.
    • Konstruktiv: Um mich vor den geschilderten extremen Übergriffen zu schützen, ist ersichtlich die spezielle Unterbringung erforderlich, wobei besonders in der heutigen Zeit danach auch ein wirtschaftlicher Beitrag geleistet werden kann (sogar handwerklich durch entsprechende Vorrichtungen, wie man sie aus der Kernenergie-Industrie kennt; aber ganz einfach durch Computer-Progamme-Schreiben), um dem blödsinnigen Vorwurf der parasitären Neigungen vorzubeugen.
    Desweiteren wundert mich die Formulierung "Einschränkung der Menschenrechte", denn: Die Menschenrechte sind sowieso einzuschränken (etwa durch das Strafrecht), damit nicht einer sich auf seine Menschenrechte beruft, um so straffrei mit der von ihm begangenen bestialischen Vergewaltigung, Folterung und Ermordung dreier unschüldiger Künder davonzukommen. --213.54.65.26 11:05, 12. Feb 2006 (CET)

    Zurück zu den Wurzeln: Skizze eines Vorschlags

    Diktatur ist zuvörderst ein Begriff des römischen Staatsrechts und ein verfassungsmässig geregelter Zustand, eine Art von Notstandsverfassung in extremster und radikalster Form.

    Zwei Instanzen waren - nach meiner Erinnerung an entsprechende Lektüre - beteiligt: Senat und die gewählten Consuln. Die eine Institution stellte den Notstand fest, die andere bestimmte (wählte) den Diktator. Das Amt des Diktators währte 6 Monate; ob die Diktatur verlängerbar war, entsinne ich mich nicht, indessen, daß die periodische Neuausrufung zum Diktator z.B. von Sulla durchaus als Verfassungsbruch angesehen wurde. Lediglich der Diktator selbst konnte vor Ablauf der 6-Monats-Frist sein Amt niederlegen. Unklar ist mir auch, ob dem Diktator konkrete Aufgaben gesetzt wurden, oder ob er - auch staatsrechtlich - völlig weisungsfrei agieren konnte. Jedenfalls waren dem Diktator sämtliche Institutionen des Staates unmittelbar unterstellt. Er konnte über das Vermögen des Staates und jedes einzelnen im Römischen Staat uneingeschränkt verfügen, z.B. auch die Inhaftierung oder Tötung anordnen. Selbstverständlich war er auch Inhaber des militärischen Oberbefehls Jede Anordnung des Diktators war sofort zu vollstrecken - ein Rechtsmittel gab es nicht. Nach Beendigung seines Amtes konnte der Diktator von niemandem - auch nicht einer staatlichen Instanz - zur Rechenschaft gezogen, oder belangt werden. Seine Amtsführung genoss absolute Immunität. Gleichwohl verblieben sämtliche Institutionen des römischen Staates auch unter der Diktatur in ihrer Funktion - wenngleich der Diktator jederzeit Maßnahmen der übrigen Institutionen nach seinem Gutdünken aufheben konnte. Ebenso war es möglich, Maßnahmen des Diktators nach Ablauf der Diktatur aufzuheben oder rückgängig zu machen bzw. Entschädigung zu leisten. Auch eine Änderung der Verfassung der römischen Republik war dem Diktator nicht zugestanden.

    Solche Diktaturen waren nicht häufig, aber andererseits auch nicht völlig unbedeutend. Bekannt und berühmt ist z.B. die Diktatur des Quintus Fabius Maximus Cunctator, der nach der Niederlage gegen Hannibal bei Cannae zum Diktator ausgerufen wurde, und der mit den Mitteln der Diktatur seine Zermürbungsstrategie durchhalten konnte, sich einer erneuten Schlacht zu verweigern (wie es die öffentliche Meinung forderte), und statt dessen Hannibal durch Bedeckung mit einem starken Heer an der Gewinnung fester Plätze und an der Versorgung seines Heeres hinderte. Der Ehrenname "Cunctator" (Zauderer) wurde Q.F. Maximus für diese merkwürdige Heldentat verliehen.

    Soweit zur Diktatur in der Verfassung der römischen Republik. Hieran sollte man anknüpfen, wenn man den Begriff der Diktatur in seinem Neuzeitlichen Gebrauch untersucht. Neuzeitlich wird Diktatur mit dem - ebenfalls altrömischen Verfassungsbegriff - der Tyrannis synomym verwendet, was ich für falsch halte. Der Tyrann ist ein monarchischer Gewaltherrscher, dessen Herrschaft ausschließlich gewaltsam legitimiert ist. Insofern sind die modernen "Diktaturen" wesensmässig eher als Tyranneien zu begreifen, denn als Diktaturen.

    In Anlehnung an die altrömische Verfassungsgeschichte würde ich daher die Diktatur begreifen wollen als einen zeitlich begrenzten Ausnahmezustand, in dem sich alle Entscheidungsbefugnisse innerhalb und über eine Organisation in einer Person (oder einer kleinen Gruppe von Personen) konzentrieren, die keiner oder nur stark begrenzter Verantwortung für ihr Tun unterliegt. In der modernen Verfassungswirklichkeit ist die Diktatur ungebräuchlich geworden. Es gibt indessen unterhalb der Ebene des Staatsrechts auch in der BRD Verfahren, die in ihrer Struktur an die Diktatur angelehnt sind. Mein Beispiel ist die Institution des Insolvenzverwalters (früher: Konkursverwalters), in dessen Person zum Beispiel bei komplexeren "Gemeinschuldnern" wie einer Aktiengesellschaft eine quasi-diktatorische Entscheidungskonzentration stattfindet. Der Insolvenzverwalter tritt hier an Stelle des Vorstandes und Aufsichtsrats zugleich, und ist für sein Handeln nur sehr eingeschränkter Kontrolle durch Gläubigerversammlung und Insolvenzgericht unterworfen. Er kann im Normalfall nicht persönlich haftbar gemacht werden. Seine Entscheidungsgewalt bei der Fortführung des Unternehmens in der Insolvenz ist ebenfalls faktisch unbeschränkt. Die Möglichkeiten des Insolvenzrechts ermöglichen ihm zudem, sich aus zuvor eingegangenen Verpflichtungen des Gemeinschuldners alsbald zu lösen - teilweise ohne das es einer Begründung bedarf. Man kann also die Institution des Insolvenzverwalters durchaus als einen Quasi-Diktator eines Wirtschaftsunternehmens begreifen, was verdeutlicht, daß Elemente der altrömischen Diktatur auch heute noch aktuell sind.

    Dies als ein ad hoc ohne Hilfsmittel herabgetippten Vorschlag. Bei eventuell positiver Aufnahme raffe ich mich vielleicht zu einem ausgearbeiteten Artikel auf.

    --P. Kronenberger 18:19, 17. Feb 2006 84.184.220.198

    Aufgrund der Manipulierbarkeit der Menschen ist also Deiner Meinung nach die Diktatur mehr nur durch flachere Hierarchie gekennzeichnet. Dafür lohnt sich ja wohl kaum ein Artikel... Ich beobachte das jetzt seit den 90ern, dass der Staat zwar brav seine Widerspruchs-Verfahren anbietet (in denen der dann plötzlich wie aus heiterem Himmel mit §§ 63,64 StGB droht, was dann mit dem Zurücknehmen des Einspruchs plötzlich verpufft (wozu so ein Charakter-schwacher Richter prinzipiell gut sein soll, weiß ich gar nicht - aber is wohl auch eher egal; an anderer Stelle schicken die Juristen dann wieder Schwerverbrecher trotz vorliegender ärztlicher Warnungen auf die Straße)), aber dass mir das jedenfalls gar nichts geholfen hat (z. B. ist es mir allein schon aus finanziellen Gründen nicht möglich Klage zu erheben, obwohl meine Ärzte doch eine Menge zu erklären hätten (die von meinem Vater übrigens auch - auch wenn er heute tot ist)). Ich meine: Solange die Juristen einen Riesen-Haufen brutaler Gewalttäter, die sich als Ärzte ausgeben, unterhalten, is die Staatsform doch eh egal... ;-) --213.54.73.94 11:37, 18. Feb 2006 (CET)

    Beispiel: Österreichisches Bundesland Kärnten

    Ist Kärnten eine Diktatur oder eine despotisch geführte Demokratie? (siehe Ortstafelstreit, Nichtbeachtung von Verfassungsgerichtshoferkenntnissen, etc.). Gibt es den Begriff einer "Volksdiktatur" (wenn bspw. das Volk immer wieder die Macht eines Despoten/Tyrannen in freien oder unfreien Wahlen erneut bestätigt)? --62.47.62.175 12:09, 17. Mär 2006 (CET)

    Links in Überschriften

    Der Artikel enthält mehrere Links in Überschriften, was weder schön noch konform ist. Es geht wahrschenlich nichts verloren, wenn die Verweise ersatzlos gelöscht werden. Einwände?--Xeno06 16:20, 11. Apr 2006 (CEST)

    Gibt es auch "positive Diktatur"?

    Wenn man von "Diktatur" spricht, denkt man immer gleich an solche Leute wie Hitler, also solche, die ihrem Volk (und anderen Völkern) mehr Schaden als Nutzen bringen. Ich weiß nicht, ob es sowas schonmal gegeben hat in der Geschichte, aber wie würde man den Fall eines Staates bezeichnen, in dem ein einzelner alle Macht hat, diese aber nur zum Nutzen aller einsetzen würde (also z.B. das Militär abschafft anstatt Krieg zu führen, oder Heime für Obdachenlose baut anstatt sie zu vertreiben, um mal ein paar praktische Beispiele zu nennen)? --Maststef 16:58, 28. Jun 2006 (CEST)

    Stichwortesammlung

    Der Artikel ist bisher eine große Sammlung von Stichworten und Assoziationen. Ich habe eine Begriffsbestimmung hinzugefügt und den Abschnitt über die römische Diktatur zur Verdeutlichung der Begriffsbestimmung ausgebaut. Außerdem habe ich die Anzahl der folgenden Abschnitte reduziert und unter treffenderen Überschriften die vorhandene Texte und Stichworte einsortiert. Sie stehen jetzt unter "Merkmale der Diktatur" und müssen noch kräftig umgearbeitet werden.

    Russland?

    Auch wenn es sicher keine Musterdemokratie ist, finde ich die Aufnahme in die Liste aktueller Diktaturen reichlich gewagt. Ich kann es nicht ändern, weil die Seite gesperrt ist. --84.57.20.33 10:26, 31. Okt. 2006 (CET)
    Die Liste der Staaten ist sicher noch zu überarbeiten und dabei zu unterscheiden, ob es sich um eine Diktatur handelt oder ein autoritäres Regime. Giro 12:31, 31. Okt. 2006 (CET)
    Eine Überarbeitung ist sicherlich notwendig, wobei wir aber diese von dir angesprochene Unterscheidung nicht treffen dürfen. Wir müssen Quellen finden (wenn möglich aus einem Guss), die die betreffenden Staaten als Diktaturen bezeichnen. Vielleicht gibt es auf den Websites von Freedom House oder Amnesty International solche Listen. lg Gugganij 12:40, 31. Okt. 2006 (CET)
    So ist es. Alle Staaten, für die es sich nicht belegen lässt, können hier in diesem Artikel aus der Liste gelöscht werden. So sind die Wikipedia-Regeln. Außerdem: eine Liste sollte hier kurz sein und nur Beispiele bringen, wenn möglich erläutert anhand der im Artikel geschilderten Kriterien für Diktaturen. Eine vollständige Liste der Diktaturen der Erde wäre sicher ein eigener Listenartikel. Giro
    Sehr gewagt die Aufzählung oder aber unvollständig, denn genauso gehören auf diese Liste Staaten die sich als Musterdemokratien verstehen, wie die USA oder Deutschland, denn dort herrscht letztendlich auch nur die Diktatur des Kapitals.

    Diktaturen der jüngsten Geschichte und Gegenwart

    Ich finde die Liste so unrichtig, was dort alles in einen Topf geworfen wird. Der Begriff Diktatur sollte nicht derart inflationär verwendet werden. Ich habe die gaze Liste aus dem Artikel entfernt. --Ixitixel 13:40, 22. Nov. 2006 (CET)

    Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Diktatur und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).