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Der Artikel Echternach (Luxemburg) gehört zur Kategorie: Ort in Luxemburg
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Echternach (lux.: Iechternach) ist eine der 116 Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg und Verwaltungssitz des gleichnamigen Kanton Echternach. Echternach ist Hauptort der touristisch attraktiven Luxemburger Schweiz. Unter den profanen Bauten ist besonders der schöne gotische Dingstuhl (1444), im Volksmund ,,Denzelt“ genannt, hervorzuheben. Das Wort entspricht dem althochdeutschen “Thing“ (Beratung) und bedeutet den Sitz des ehemaligen Schöffengerichts; er ist jetzt Sitzungssaal der Gemeinde (am Markt) GeschichteGegründet vom heiligen Willibrord im Jahre 698 auf geschenktem Grund der Irmina von Oeren, ist Echternach mit seiner Abtei und der Basilika die älteste Stadt in Luxemburg. Die ehemalige Abtei ist berühmt für die im Mittelalter florierende Buchmalerei. Zu den bekanntesten Werken zählen das Goldene Evangeliar (Codex Aureus Epternacensis, 11. Jahrhundert; heute Germanisches Nationalmuseum Nürnberg) und der Codex Aureus Escorialiensis (heute El Escorial, Madrid).Im Jahre 1236 erhielt Echternach das Stadtrecht. Die Befestigung, die in einer primitiven Form ins 10. Jahrhundert zurückgehen soll und im 13. Jahrhundert ausgebaut wurde, war mit 20 Schalentürmen, 4 Stadttoren und einer 2000m langen Mauer versehen. Ein Großteil der Anlage wurde erst im 19. Jahrhundert zerstört. Die noch erhaltenen Türme wurden 1813 versteigert und zu Wohnzwecken ausgebaut. Der Prälatengarten (auch Orangerie genannt) wurde nach 1731 von Abt Gregorius Schouppe nach französischen Vorbildern auf dem Gelände der ehemaligen Stadtmauer angelegt. Die Orangerie, für die Überwinterung exotischer Pflanzen errichtet, konnte 1736, wahrscheinlich nach den Plänen von Leopold Durand fertiggestellt werden. Die Statuen an der Fassade stellen die vier Jahreszeiten dar. Die Skulpturen sollen aus dem Umkreis des Würzburger Bildhauers Ferdinand Tietz stammen. Die Abtei und die Orangerie dienen heutzutage als Gymnasium. Echternacher SpringprozessionAm Dienstag nach Pfingsten findet die Echternacher Springprozession statt, eine jährlich zelebrierte Tanzprozession, die in ähnlicher Form auch im Trierer Stadtteil Biewer beim so genannten Schärensprung ausgeführt wird. Bei der Springprozession "springen" die Teilnehmer zu Marschmusik ausgehend vom Innenhof der früheren Abtei durch die Stadt zur Echternacher Basilika, der Begräbnisstätte des heiligen Willibrord. Mit der Prozession wird der Heilige geehrt, der von hier aus zu seiner Missionarstätigkeit nach Friesland aufbrach. An der Veranstaltung nehmen auch regelmäßig zahlreiche Gläubige aus den missionierten Gebieten teil.Die Sprünge gehen vermutlich auf die Bewegungen von Epileptikern zurück, die sich von einer Pilgerfahrt Heilung ihrer Krankheit erhofften. Die neuere Forschung bevorzugt jedoch die These, dass die Springprozession viel älter als die Verehrung Willibrords ist und aus germanischen und frühchristlichen Kulttänzen hervorging. Namensträger
Quellen und Literatur
Weblinks
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Echternach (Luxemburg) und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).
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