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Ellwangen (Jagst)

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Der Artikel Ellwangen (Jagst) gehört zur Kategorie: Ostalbkreis, Ort in Baden-Württemberg
Wappen Karte
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Wappen Ellwangens
Bildherkunft

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Deutschlandkarte, Position von Ellwangen hervorgehoben
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Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Gemeindeart: Große Kreisstadt
Geografische Lage:
Höhe: 440 m ü. NN
Fläche: 127,45 km²
Einwohner: 25.260 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 5,7 %
Postleitzahl: 73471–73479
(alt: 7090)
Vorwahl: 07961, 07965
Kfz-Kennzeichen: AA
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 019
Stadtgliederung: Kernstadt und 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Spitalstraße 4
73479 Ellwangen
Website: www.ellwangen.de
E-Mail-Adresse: info@ellwangen.de
Politik
Oberbürgermeister: Karl Hilsenbek (parteilos)

Ellwangen an der Jagst, amtlich Ellwangen (Jagst) (auch Ellwangen), ist eine Stadt im Osten Baden-Württembergs nahe der Grenze zu Bayern, etwa 17 km nördlich von Aalen. Sie ist mit ca. 25 000 Einwohnern nach Aalen und Schwäbisch Gmünd die drittgrößte Stadt des Ostalbkreises. Ellwangen bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Seit 1. Februar 1972 ist Ellwangen (Jagst) Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Adelmannsfelden, Ellenberg, Jagstzell, Neuler, Rainau, Rosenberg und Wört hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geografie

Ellwangen liegt im Tal der Jagst, wo diese aus dem Albvorland in die Ellwanger Berge, einem Teil des Schwäbisch-Fränkischen Waldes eintritt. Die Jagst erreicht von Rainau kommend im Südwesten das Stadtgebiet, fließt dann in nördlicher Richtung an den Stadtteilen Schrezheim und Rotenbach vorbei, anschließend durch die Kernstadt und durch den Stadtteil Rindelbach, um es schließlich im Nordwesten in Richtung Jagstzell wieder zu verlassen.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ellwangen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Jagstzell, Ellenberg, Stödtlen, Unterschneidheim, Westhausen, Rainau, Neuler und Rosenberg (alle Ostalbkreis)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Ellwangens besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten vier Gemeinden Pfahlheim, Rindelbach, Röhlingen und Schrezheim mit ihren jeweils zugehörigen Ortsteilen und Weilern. Die vier Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt sie haben jeweils einen von der Bevölkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher an der Spitze.

Zur Kernstadt und zu den Stadtteilen gehören eine Vielzahl meist räumlich getrennter Wohnplätze oder Ortsteile mit eigenem Namen. Diese haben meist eine lange eigenständige Geschichte. In der Kernstadt unterscheidet man darüber hinaus auch noch Wohngebiete, die im Zuge ihrer Bebauung einen eigenen Namen bekamen, doch sind die Grenzen hierbei oftmals nicht genau festgelegt

  • zur Kernstadt gehören: Braune Hardt, Schloss ob Ellwangen und Schönenberg
  • zu Pfahlheim gehören: Beersbach, Buchhausen, Halheim, Hammermühle, Hardt, Hirlbach, Hochgreut, Hofstetten, Pfeifhäusle und Sonnenhof
  • zu Rindelbach gehören: Borsthof, Eigenzell, Gehrensägmühle, Holbach, Kalkhöfe, Kellerhaus, Rabenhof, Rattstadt, Rotkreuz, Scheuensägmühle, Schönau, Schönenberg, Stocken, Stockensägmühle und Treppelmühle
  • zu Röhlingen gehören: Dettenroden, Elberschwenden, Erpfental, Haisterhofen, Killingen, Neunheim, Neunstadt, Rötlen, Schafhof, Steigberg, Süßhof und Wagnershof
  • zu Schrezheim gehören: Altmannsrot, Altmannsweiler, Bahnmühle, Eggenrot, Engelhardsweiler, Espachweiler, Glassägmühle, Griesweiler, Hinterlengenberg, Hintersteinbühl, Lindenhäusle, Lindenhof, Lindenkeller, Ölmühle, Rotenbach, Schleifhäusle und Vorderlengenberg

Raumplanung

Ellwangen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Ostwürttemberg. Zum Mittelbereich Ellwangen gehören neben der Stadt Ellwangen noch die Städte und Gemeinden im Norden des Ostalbkreises, und zwar Adelmannsfelden, Ellenberg, Jagstzell, Neuler, Rainau, Rosenberg, Stödtlen, Tannhausen, Unterschneidheim und Wört.

Geschichte

Ellwangen entstand im 7. Jahrhundert als eine alamannische Siedlung am Stelzenbach. Im Grenzwald Virgunna zwischen Franken und Schwaben gründeten die Herren Hariolf und Erlolf (Bischof der französischen Stadt Langres) im Jahr 764 (750?) auf einem Hügel direkt neben der Ansiedlung ein Benediktinerkloster. Das Kloster in Ellwangen wurde bereits am 8. April 814 in einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen erwähnt (Elehenuuang). Seit 817 zählte das Kloster zu den Reichsabteien.

Zweieinhalb bis drei Jahre (870–873) wurde der berühmte Byzantiner-Grieche Slawenapostel Methodios im Kloster-Gefängnis (der heutigen Stadt Ellwangen), von dem Ermanrich, Bischof von Passau, inhaftiert, bevor er 873 nach Intervention des Papstes Johannes VIII. freigelassen wurde.

Im 12. und 13. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Wohnbereich der zum Kloster gehörenden Laien die Stadt, deren Bewohner jedoch unter der Oberhoheit des Abtes standen. Das Kloster wurde spätestens ab 1124 exemt, das heißt, es unterstand direkt dem Papst. Seine Äbte waren ab 1215 Reichsfürsten. Vögte waren zuerst die Grafen von Oettingen, ab etwa 1370 die Grafen von Württemberg. 1460 wurde die Abtei in ein exemtes weltliches Chorherrenstift mit einem Fürstpropst und einem Stiftskapitel (12 adlige Kanoniker, 10 Chorvikare ) umgewandelt. Es umfasste zunächst ein Gebiet, das aus den Ämtern Ellwangen, Tannenberg und Kochenburg bestand. 1471 kam das Amt Rötlen, 1545 Wasseralfingen und 1609 Heuchlingen dazu. Um 1800 war es im Kanton Odenwald des Ritterkreises Franken immatrikuliert.

In den Jahren 1588 und 1611–1618 starben ca. 450 Personen während der Hexenprozesse in Ellwangen (siehe dort).

1802 wurde es säkularisiert und Württemberg zugeordnet und war zunächst Sitz der Regierung von Neuwürttemberg. 1803 wurde es Sitz eines Oberamtes, das 1806 Teil des Königreichs Württemberg wurde. 1807 wurde Ellwangen Sitz des Jagstkreises, der 1924 aufgelöst wurde. Der württembergische König wollte Ellwangen zum Sitz eines katholischen Bistums für sein Land machen. Daher erhielt Ellwangen 1812 ein Generalvikariat und ein Priesterseminar sowie eine katholisch-theologische Fakultät. Letztere wurde jedoch später Teil der Universität Tübingen, die anderen Einrichtungen wurden 1817 nach Rottenburg am Neckar verlegt, das 1821 Sitz des neuen Bistums für Württemberg wurde.

Ellwangen blieb danach eine württembergisch Kleinstadt mit Sitz eines Oberamtes, das 1938 aufgelöst wurde. Seither gehörte das Gebiet zum Landkreis Aalen, der bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 Teil des Ostalbkreises wurde. Die Einwohnerzahl erhöhte sich um rund 50 Prozent nach Kriegsende, da nach Ellwangen viele Heimatvertriebene vor allem aus dem südlichen Böhmerwald gebracht worden sind. Durch Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung und die Einwohnerzahl überschritt 1972 die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung mit Wirkung vom 1. Februar 1972 beschloss.

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Ellwangen um 1900
Bildherkunft

Die Stadtteile Ellwangens haben ebenfalls eine lange Geschichte:

Pfahlheim wurde bereits im 8. Jahrhundert erwähnt. Mit Pfahl ist der römische Limes gemeint. Die Güter des Dorfes wurden im 13. Jahrhundert von Ellwangen erworben. Bis 1504 ist ein Ortsadel ellwangischer Ministerialen genannt. Diese verkauften ihre Burg, Güter und Rechte an Ellwangen, so dass das Dorf die Geschicke Ellwangens teilte. Der Ort bildete seit 1471 ein Unteramt innerhalb des Oberamtes Rötlen und kam 1802 an Württemberg, wo er bis 1938 zum Oberamt Ellwangen gehörte. Der zu Pfahlheim gehörige Weiler Buchhausen sowie Teile von Beersbach gehörten teilweise den Herren zu Oettingen-Spielberg und kam 1806 zunächst zu Bayern, doch 1810 ebenfalls an Württemberg.

Rindelbach wurde um 1337 als "Rennelbach" erstmals erwähnt und war schon ab 1337 ellwangisch, mit dem es 1802 an Württemberg kam und dem Oberamt Ellwangen zugeordnet wurde.

Röhlingen wurde im 9. Jahrhundert als "Rehilingen" erstmals erwähnt. Bis Anfang des 15. Jahrhunderts gab es einen Ortsadel, der sich wohl aus ellwangischen Ministerialen rekrutierte. Diese verkauften, wie später die ebenfalls begüterten Herren von Killingen den Ort an Ellwangen. Dann gehörte Röhlingen zum Oberamt Rötlen und kam 1802 an Württemberg, wo es eine Gemeinde im Oberamt Ellwangen wurde.

Schrezheim wurde um 1140 als "Screzheim" erstmals erwähnt. Ellwangen war bereits 1337 begütert und besaß bald den ganzen Ort. 1802 fiel er an Württemberg und gehörte zum Oberamt Ellwangen. Der zugehörte Weiler Eggenrot war bis 1802 teilweise auch im Besitz der Herren von Adelmannsfelden. Der Hauptteil war jedoch ellwangisch. 1802 kam er mit Schrezheim an Württemberg.

Religionen

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Blick von Westen auf die Türme der Schönenbergkirche
Bildherkunft

Die Bevölkerung Ellwangens gehörte ursprünglich zum Bistum Augsburg und war dem Landkapitel Ellwangen unterstellt. Das Kloster und ein Teil der Stadt wurden spätestens 1124 exemt, das heißt, unabhängig vom Bischof und nur dem Papst unterstellt. Ab 1524 sollte die Reformation eingeführt werden, doch scheiterte dies am Widerstand des Fürstpropstes Heinrich von der Pfalz. Auch dessen Nachfolger ließ die protestantische Lehre nicht zu, so dass Ellwangen über Jahrhunderte eine überwiegend katholische Stadt war. Neben der Stiftskirche St. Veit, der Pfarrkirche für das exemte Stift, gab es seit dem 13. Jahrhundert auch eine Pfarrkirche für die Stadtpfarrei. Dabei handelte es sich um die Marienkirche. Nach dem Übergang an Württemberg wurden beide Pfarreien 1818 vereinigt. Seither war St. Veit die alleinige Pfarrkirche, die nach Gründung des Bistums Rottenburg Sitz eines Dekanats wurde. 1969 wurde die alte St. Wolfgangkirche die zweite Pfarrkirche Ellwangens, die auch die Katholiken aus Schrezheim betreut. Die Heilig-Geist-Kirche wurde dann die 3. Pfarrkirche. Diese drei Pfarreien bilden heute mit der Filialkirchengemeinde St. Patricius Eggenrot die Seelsorgeeinheit 1 innerhalb des Dekanats Ellwangen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Auch die heute zu Ellwangen gehörigen Stadtteile blieben nach der Reformation katholisch, so dass es meist katholische Kirchengemeinden und alte Kirchen gibt. Die Kirchengemeinden sind heute zur Seelsorgeeinheit 2 innerhalb des Dekanats Ellwangen zusammengeschlossen. Zu dieser Seelsorgeeinheit gehören die Pfarrei Zu unserer lieben Frau auf dem Schönenberg (sie betreut auch die Katholiken aus Rindelbach), die Pfarrei St. Petrus und Paulus Röhlingen, die Pfarrei St. Johann Baptist Beersbach und die Pfarrei St. Nikolaus Pfahlheim.

Protestanten kamen erst nach dem Übergang an Württemberg wieder nach Ellwangen. Bereits 1802 wurde die mit der katholischen Stiftskirche nach wie vor verbundene ehemalige Jesuitenkirche evangelische Garnisonskirche. 1817 wurde sie die erste protestantische Pfarrkirche Ellwangens. Die Kirchengemeinde betreut auch alle Protestanten in den Stadtteilen Rindelbach und Schrezheim und gehört zum Dekanat Aalen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Die Protestanten in den Stadtteilen Pfahlheim und Röhlingen gehören zur Kirchengemeinde Unterschneidheim-Walxheim.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Ellwangen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Freie-Evangeliums-Gemeinde (Baptisten) Ellwangen e. V. und die Christus-Gemeinde Ellwangen e. V., eine freie evangelische Gemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Ellwangen vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
Jahr Einwohnerzahlen
1803 2.451
1810 2.032
1823 2.608
1843 3.802
1861 3.623
1. Dezember 1871 4.145
1. Dezember 1880 ¹ 4.697
1. Dezember 1890 ¹ 4.606
1. Dezember 1900 ¹ 4.747
1. Dezember 1910 ¹ 4.722
16. Juni 1925 ¹ 5.653
16. Juni 1933 ¹ 5.924

Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 ¹ 6.944
1946 9.415
13. September 1950 ¹ 10.390
6. Juni 1961 ¹ 12.538
27. Mai 1970 ¹ 13.155
31. Dezember 1975 21.994
31. Dezember 1980 21.242
27. Mai 1987 ¹ 21.538
31. Dezember 1990 22.594
31. Dezember 1995 24.153
31. Dezember 2000 24.836
31. Dezember 2005 25.260

¹ Volkszählungsergebnis

Eingemeindungen

In die Stadt Ellwangen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht seit der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 aus 37 Mitgliedern, deren Amtszeit 5 Jahre beträgt. Die Sitze verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:
  • CDU 19 Sitze
  • FW 7 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • GRÜNE 5 Sitze
  • Ellwanger Frauen Liste 1 Sitz

Ellwangen wird von der CDU dominiert. Die Wahlergebnisse bei Kommunal-, Bundes-, Europa- und Landtagswahlen belaufen sich in dem Dreh: CDU 50-65%, SPD 15-25%, Grüne 7-15%, FDP 3-9%.Struktur- und Regionaldatenbank des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt Ellwangen stand der vom Abt bzw. Propst ernannte Stadtvogt, der seit der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts Vizedom genannt wurde. Daneben gab es einen Stadtschultheiß, dessen Amt ebenfalls vom Abt bzw. Propst verliehen wurde. Das Stadtgericht war zugleich der Rat.

Nach dem Übergang an Württemberg wurde 1819 das Amt des "Stadtschultheiß" eingeführt. Ab 1930 führte dieser die Amtsbezeichnung Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Februar 1972 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".

Die Stadtoberhäupter seit 1819:

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Ellwangen zeigt in Blau ein durchgehendes rotes Andreaskreuz, bewinkelt von vier goldenen Lilien. Die Stadtflagge ist blau-rot. Das Wappen wird seit 1802/03 in der heutigen Form geführt. Dabei handelt es sich um das Wappen des französischem Bistums Langres. Es wurde bereits als Wappen der Klostergründer Hariolf und Erlolf am Stift Ellwangen abgebildet.

Städtepartnerschaften

Ellwangen (Jagst) unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Diese beiden Städte haben auch untereinander eine Städtepartnerschaft.

Patenstadt

  • 1980 wurde die Patenschaft über die vertriebenen Deutschen aus der Stadt und dem Kreis Kaplitz übernommen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftlich wird Ellwangen von mittelständischen Betrieben und dem Einzelhandel geprägt. Die größten Arbeitgeber der Stadt sind der Batteriehersteller VARTA, der hier seine Knopfzellenproduktion hat, sowie die seit 1958 bestehende Garnison der Bundeswehr. Auch eine der abermals zahlreichen Brauereien ist erhalten geblieben: die Rotochsenbrauerei

Verkehr

Die Nähe der Bundesautobahn A 7 mit der Anschlussstelle Ellwangen hat zum wirtschaftlichen Aufschwung Ellwangens beigetragen. Durch das Stadtgebiet führt auch die Bundesstraße 290 Aalen–Crailsheim.

Der Bahnhof Ellwangen liegt an der Oberen Jagstbahn. Dort hält zweistündlich ein Intercity-Zug der Linie StuttgartNürnberg, stündlich ein RegionalExpress nach Aalen und Ulm sowie zweistündlich ein RegionalExpress nach Crailsheim.

Gerichte, Behörden und Einrichtungen

Ellwangen verfügt über ein Amtsgericht und ein Landgericht, die zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehören sowie ein Notariat. Ferner befindet sich hier eine Forstliche Außenstelle des Landratsamt Ostalbkreis.

Die Stadt war bis zum Jahre 2006 auch Sitz des Dekanats Ellwangen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Bildungseinrichtungen

Als Schul- und Behördenstadt hat Ellwangen auch überregional Bedeutung. Die Stadt ist Träger von zwei Gymnasien (Hariolf-Gymnasium und Peutinger-Gymnasium), einer Realschule (Eugen-Bolz-Realschule), einer Förderschule (Schöner-Graben-Schule), drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Buchenbergschule und Mittelhofschule in der Kernstadt sowie Johann-Sebastian-von-Drey-Schule Röhlingen) sowie fünf selbstständigen Grundschulen (Klosterfeldschule in der Kernstadt, Kastellschule Pfahlheim, St.-Georg-Schule Schrezheim, Grundschule Rindelbach und Grundschule Neunheim).

Der Ostalbkreis ist Schulträger des Beruflichen Schulzentrums (Gewerbliche, Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schule) unter anderem mit einem Technischen Gymnasium.

Das private Mädchengymnasium und die private Mädchenrealschule St. Gertrudis, das Institut für sozialpädagogische Berufe (Berufsfachschule) und die Private Schule für Erziehungshilfe sowie die Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung am Kinder- und Jugenddorf Marienpflege runden das schulische Angebot in Ellwangen ab:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Schlosstor von Ellwangen
Bildherkunft

Museen

Das Alamannenmuseum Ellwangen ist eines der bedeutendsten Museen zur Geschichte der Alamannen. Weitere Museen sind das Schlossmuseum (Zeugnisse der fürstpröpstlichen Vergangenheit, unter anderem Schrezheimer Fayencen) sowie die Bauernstube und das Jagdmuseum im Stadtteil Pfahlheim.

Ferner gibt es mehrere Galerien in Ellwangen.

Bauwerke

Sehenswert ist vor allem die Stiftskirche St. Veit (Weihetag 3. Oktober 1233), das Wahrzeichen der Stadt, eine dreischiffige, kreuzförmige Basilika aus dem 12. Jahrhundert, die als die bedeutendste romanische Gewölbebasilika in Schwaben anzusehen ist. Die Erhebung zur Basilica minor erfolgte 1964. Gleich daneben die Evangelische Stadtkirche, die ehemalige Jesuitenkirche.

In der barocken Innenstadt sind ferner sehenswert das ehemalige Jesuiten-Gymnasium, das ehemalige Stiftsrathaus, mehrere Stiftsherrenhäuser am Markplatz, die ehemalige Kustorie, die ehemalige Statthalterei, das Palais Adelmann, die Marienkirche (gotische Kirche von 1427, 1612 umgebaut ), die St. Wolfgangskirche (1476 geweiht), der Stadtturm (ehemaliger Wehrturm aus dem Mittelalter) und das Rathaus (ehemaliges Spital zum Heiligen Geist).

Außerhalb der Innenstadt sind die Marienwallfahrtskirche auf dem Schönenberg und das Schloss ob Ellwangen zu erwähnen. In der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg wurde zum erstenmal, von den Gebrüdern Michael und Christian Thumb der Typus des Vorarlberger Münsters verwirklicht. Dieses Münsterschema wurde etwa ab 1680 zum führenden Schema für süddeutsche Kirchenneubauten und bestimmte die Gestalt der meisten der oberschwäbischen Klosterkirchen.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen und Kapellen:

  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus Pfahlheim, 1891 neu erbaut von J. Caden, der Turm jedoch noch spätgotisch
  • Katholische Pfarrkirche Beersbach mit spätgotischem Turm mit Zeltdach
  • Kapelle zu den Heiligen Maria und Gangolf Eigenzell, im Kern gotisch mit polygonem eingewölbtem Chor
  • Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit Rattstadt, erbaut 1731
  • Katholische Kirche St. Peter und Paul Röhlingen, erbaut 1898–1901 in der Nähe einer spätromanischen Vorgängerkirche. Die Rokokokapelle war im 19. Jahrhundert Marienwallfahrtsort.
  • Kapelle St. Ursula Haisterhofen, erbaut 1702
  • Barockkapelle St. Martin Killingen, Kapelle zu den Heiligen Schutzengeln Neunheim (1724), *Kapelle zu den 14 Nothelfern Neunstadt (1722), Katharinenkapelle Rötlen
  • Antonius-Kapelle Schrezheim, gestiftet 1692 und 1729 geweiht.
  • Katholische Kirche St. Patrizius Eggenrot, erbaut im 18. Jahrhundert
  • Kapelle Rotenbach, erbaut 1737

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit über 1000 Jahren findet nach dem Dreikönigstag der Kalte Markt statt, ein traditioneller Pferdemarkt.

Weithin bekannt ist der Auftritt der „Pennäler Schnitzelbank“ am Fastnachtssonntag.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Ellwangen (Jagst) hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
  • 1913: Albert von Häberlein, Präsident des Jagstkreis
  • 1928: Karl Ettensperger, Bürgermeister
  • 1961: Dr. h.c. Karl Färber, Publizist
  • 1964: Dr. phil. Viktor Burr
  • 1982: Karl Wöhr, Oberbürgermeister
  • 1997: Josef Merz, Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender der CDU

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1484, 13. Dezember in Rötlen, Paul Speratus, † 12. August 1551 in Marienwerder (Westpreußen), katholischer Priester, Reformator und Liederdichter
  • 1588 (†) Die Hebamme Elisabeth Fürst, die "Mundistin" genannt, wurde als Hexe verbrannt.
  • 1611, 2. Januar, Servilian Weihelin (Veihelin), † 6. Oktober 1675, SJ, Theologe
  • 1611, (†) 22. Dezember, Dorothea Berchtold wurde in einem Hexenprozess hingerichtet. Sie war die Schwester des Pfarrers Eberhard Berchtold, der die angeklagten Hexen betreute und zu der Überzeugung gelangt war, dass sie unschuldig waren.
  • 1777, 16. Oktober in Killingen, Johann Sebastian von Drey, † 19. Februar 1853 in Tübingen, kath. Theologe, Prof. für Apologetik und Dogmatik an der Universität in Ellwangen und ab deren Verlegung ab 1817 in Tübingen; Begründer der kath. "Tübinger Schule"
  • 1780, 27. November, Josef von Beroldingen, † 28. Januar 1868 Staatsminister, Generalleutnant Stuttgart
  • 1824, Theodor Geßler, † 1886 in Urach, Professor der Rechtswissenschaft und Kanzler der Universität in Tübingen, 1870–1885 württembergischer Staatsminister des Kirchen- und Schulwesens
  • Karlmann Geiß, Präsident des Bundesgerichtshofs
  • Friedrich Haug, 1957 bis 1974 Richter am Bundessozialgericht
  • Wilhelm Jordan, deutscher Geodät und Mathematiker
  • Helmut Esdar, Maler und Bildhauer, 1908–1982
  • Philipp Jenninger, Bundestagspräsident von 1984–1988, * 10. Juni 1932
  • Paul Wengert, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, * 18. November 1952

Sonstige mit Ellwangen in Verbindung stehende Persönlichkeiten

  • Philipp Jeningen, Jesuit, Volksmissionar und Mystiker; † 8. Februar 1704 in Ellwangen
  • Jan Zach, tschechischer Komponist; † 24. Mai 1773 in Ellwangen
  • Josef Alois von Frölich, Arzt, Botaniker, Entomologe, Naturforscher, katholischer Laienbruder und württembergischer Hofmedizinalrat; † 1841 in Ellwangen
  • Eugen Bolz, Vertreter des Wahlkreises Ellwangen/Aalen als Abgeordneter im Berliner Reichstag (* 15. Dezember 1881 in Rottenburg am Neckar; † 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee)
  • Sieger Köder, Priester und Künstler (* 3. Januar 1925 in Wasseralfingen), lebt und arbeitet seit 1995 in Ellwangen.

Literatur

  • Andreas Gut: Alamannenmuseum Ellwangen, 1. Aufl.Lindenberg : Fink 2006, ISBN 3-89870-271-5
  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks

Quellen


Diskussion der Autoren über den Artikel: Ellwangen (Jagst)


Warum wird der gesamte Text nicht angezeigt, obwohl er vollständig abgespeichert ist? Wer kann den "Schaden" beheben? Martin W. Richter 9. Jul 2005 20:59 (CEST)
Ich hab den "Schaden" behoben. Der Grund war der Beginn eines Kommentars, der da etwas unvermittelt in der Gegend stand. --FloSch FloSch 12:08, 10. Jul 2005 (CEST)

Ganz herzlichen Dank und schöne Grüße. Martin W. Richter 12:37, 10. Jul 2005 (CEST)

Wahlergebnisse

Hier also, was ich von der „Erörterung der politischen Lage“ halte. Das Runden auf durch 5 teilbare %-Werte und die Relativierung „in dem Dreh“ könnten als subjektiv oder willkürlich gerundet empfunden werden. Objektiver wäre, z.B. das Minimum und Maximum in den letzten n Jahren anzugeben, auf % genau, z.B. „Das Wahlergebnis der ABC lag in den letzten 10 Jahren zwischen 19,7 und 33,3 %.“

Es kann durchaus sein, dass manche WP-Mitarbeiter(innen) argumentieren würden, dass soviele Details nicht in den Artikel gehören, weil es eine reine Faktensammlung ohne Mehrwert sei, oder ähnlich. Ich leg mich da erstmal nicht fest. Gruß, --Dealerofsalvation 19:55, 20. Nov. 2006 (CET)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Ellwangen (Jagst) und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).