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Emil Maurice

Der Artikel Emil Maurice gehört zur Kategorie: Mann, Deutscher, NSDAP-Mitglied, Freikorps-Mitglied, SS-Mitglied, Reichstagsabgeordneter, Geboren 1897, Gestorben 1972
Emil Maurice (* 19. Januar 1897 in Westermoor; † 6. Februar 1972 in München) war Chauffeur, Duzfreund und früher politischer Begleiter Adolf Hitlers.

Nach der Realschule und der anschließenden Uhrmacherlehre diente Maurice zwischen 1917 und 1919 im bayrischen Heer, nahm am Ersten Weltkrieg jedoch nicht aktiv teil.

Ende 1919 trat er in die NSDAP ein, und wurde von Anton Drexler zur Beseitigung der Räterepublik in München eingesetzt. 1921 war er Teilnehmer am Kampf um Oberschlesien. Auch war er Mitglied des Stoßtrupps Hitler und auch einer der ersten SA-Anhänger. Bei Gründung der aus dem Saalordnungssdienst hervorgegangenen SS (Schutzstaffel) war Maurice SS-Mitglied Nummer 2 und brachte es mit Unterbrechungen zum Rang eines SS-Oberführers, der ihm ehrenhalber verliehen wurde.

1923 - er war längst mit Hitler befreundet - nahm er am Hitler-Putsch teil, und wurde wie sein "Führer" in Landsberg inhaftiert. Während dieser Zeit diktierte Hitler ihm große Teile seines Buches "Mein Kampf".

Nach beider Entlassung fungierte Maurice ab 1933 als Ratsherr im Münchner Stadtrat. Ihm wurden hohe Auszeichnungen verliehen, unter anderem das Goldene Parteiabzeichen (Mitgliedsnummer 39).

Seit 1936 Ministerialdirektor wurde Maurice am 1. April 1937 Präsident der Handwerkskammer München.

Als Hitlers Nichte Geli Raubal am 18. September 1931 Selbstmord beging, wurde Maurice in Parteikreisen verdächtigt, eine Liebesbeziehung mit ihr unterhalten zu haben. Gerüchten zufolge solle Raubal von ihm schwanger gewesen sein. Da die Beziehung Raubal-Maurice jedoch bereits 1928 begonnen hatte, ist dieses Gerücht kaum aufrechtzuerhalten. Hitlers rassisch bedingtes Missfallen hatte schon vorher zu Maurice´ Entlassung als dessen Chauffeur und in der Folge zum Parteiaustritt von Maurice führt, wodurch gleichzeitig auch die Beziehung Maurice-Raubal endet.

Diese Vermutungen - wenn auch nie bestätigt - konnte Emil Maurice auch nie dementieren. Ein weiterer Kritikpunkt von Seiten der NSDAP war, dass er einen jüdischen Urgroßvater hatte, den Thalia-Gründer Charles Maurice Schwartzenberger (Chéri Maurice).

Nachdem Heinrich Himmler die SS übernahm, wollte er Maurice aus der SS ausschließen. Aber Hitler setzte sich für den "Ehrenarier" ein.

1948 wurde Maurice in einem Gerichtsurteil zu vier Jahren Arbeitslager und Einzug von 30 % seines Vermögens verurteilt, musste aber seine Strafe nicht vollständig absitzen.

Literatur

  • Anna M. Sigmund, Des Führers bester Freund, Heyne, München 2003, ISBN 3-453-62001-1

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Emil Maurice


hey, ich brauch mehr informationen! wie kann des bitte sein das ein "viertel-jude" mitglied der NSDAP ist?
Gegenfrage: Was war denn bitte sonst an der NSDAP "normal"? Warum wollte die NSDAP Juden überhaupt vernichten?

ich checks nicht. und wieso bekommt der dann die auszeichnung "ehrenarier" wenn er nicht mal ein richtiger ist?
--316 15:00, 17. Okt 2005 (Nachgetragen)

Hallo, er war eben von Anfang an dabei. Hitler soll ja bei seinen frühen Weggefährten über vieles hinweggesehen haben, z.b. Röhms Homosexualität. "Ehrenarier" war eben jemand der sich durch irgendwas verdient gemacht hatte, aber laut Definition kein "Arier" war. Wüsste auch gern was es genau damit auf sich hatte, diejenigen waren rechtlich einem "Arier" nicht gleichgestellt, hatten aber Privilegien gegenüber den restlichen "Nichtariern". Ob das ganze reine Willkür war oder irgendwo gesetzlich geregelt weiß ich auch nicht. --Cole 23:20, 1. Dez 2005 (CET)
An br - also besonders schlau bist Du nicht. Ein "Ehrendoktor" ist auch nicht approbiert und dennoch ein Doktor. Außerdem diente die Massnahme wohl dazu, dass Hitler einerseits seinen ehemaligen Gefährten nicht ins KZ schicken wollte, andererseits wurde er ja nur auf Grund seiner Abstammung schlecht behandelt, obwohl er dem Verbrecherregime einst diente ( nach dem Motto: Die Revolution frisst Ihre Kinder). Und noch was: Was ist ein Arier? Falls Du das noch nicht gemerkt hast, benutzten die NSler dieses Wort als politisches Instrument, um einen Großteil der Bevölkerung, die sich dadurch als was Besseres fühlen konnten, zu politischen Untaten zu motivieren.

Einige Korrekturen: Maurice war "Achteljude", wenn man schon in der Diktion bleiben will, sein Urgroßvater war Jude, der Thalia-Gründer Charles Maurice Schwartzenberger (Chéri Maurice) Himmler ging es nicht um die NSDAP-Mitgliedschaft, sondern um die SS-Mitgliedschaft. Himmler und Hitler führten darüber ein Gespräch, dessen Protokoll erhalten geblieben ist. UlrSchimke 00:09, 19. Jul 2006 (CEST)

1948 ins Arbeitslager?

Hmm? Stimmt das? Soll das vielleicht nicht 1933 oder 1944 heißen?



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Emil Maurice und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).