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Endsieg

Der Artikel Endsieg gehört zur Kategorie: Sprache (Nationalsozialismus)
Der Begriff Endsieg für die Beschwörung eines Sieges, der gegen alle Rückschläge und Zweifel errungen wird, war bereits im Ersten Weltkrieg gebräuchlich. Schon Karl Kraus gab 1918 einer die hoffnungslose Situation darstellenden Glosse den ironischen Titel „Vor dem Endsieg“ (Kraus, Karl Glossen. In: Die Fackel, 20/15. Oktober 1918, 149)

Adolf Hitler verwendete den Begriff in „Mein Kampf“: Ich war vom schwächlichen Weltbürger zum fanatischen Antisemiten geworden. Nur einmal noch - es war das letzte mal - kamen mir in tiefster Beklommenheit ängstlich drückende Gedanken. Als ich so durch lange Perioden menschlicher Geschichte das Wirken des jüdischen Volkes forschend betrachtete, stieg mir plötzlich die bange Frage auf, ob nicht doch vielleicht das unerforschliche Schicksal aus Gründen, die uns armseligen Menschen unbekannt, den Endsieg dieses kleinen Volkes in ewig unabänderlichem Beschlusse wünsche? (S. 69).

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Begriff Endsieg zu einer Beschwörungsformel, die bei den Deutschen in den Stand einer Doktrin des Endsieges erhoben wurde. Man verstand darunter den unerschütterlichen Glauben an den endgültigen Sieg über die Alliierten. Der Endsieg sollte durch technologische Überlegenheit im Felde, durch Propaganda und später durch Wunderwaffen errungen werden.



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Endsieg und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).