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Der Artikel Engelmacherin gehört zur Kategorie: Frauengeschichte, Schwangerschaftsabbruch
Engelmacherin war früher die Bezeichnung für eine Frau, die kleine und insbesondere uneheliche Pflegekinder absichtlich sterben ließ („zu Engeln machte“), um sich am Pflegegeld zu bereichern.
In der Umgangssprache wird so verhüllend eine Frau bezeichnet, die illegal Abtreibungen vornimmt. Engelmacherinnen sind oft gleichzeitig Hebammen, Heilerinnen oder Ähnliches und arbeiten unter hygienisch prekären Bedingungen, so dass der Eingriff vielfach zu Komplikationen, Unfruchtbarkeit oder gar Tod der werdenden Mutter führt. In Ländern mit Fristenregelung oder legalen Möglichkeiten zur Abtreibung kommen Engelmacherinnen kaum vor, da dort Abtreibungen in der Regel von Gynäkologen vorgenommen werden.
In der Vulgärsprache der Ganoven bezeichnet der Euphemismus „Engelmacher“ auch eine tödliche Schusswaffe.
Weblinks
- Die alte Engelmacherin - Wienerlied-Text, der diesen „Beruf“ ironisch besingt
Diskussion der Autoren über den Artikel: Engelmacherin
"Engelmacherinnen sind oft gleichzeitig Hebammen, Heilerinnen o.Ä. und arbeiten unter hygienisch prekären Bedingungen, so dass der Eingriff vielfach zu Komplikationen, Unfruchtbarkeit oder gar Tod der Patientin führt. In Ländern mit Fristenlösung oder legalen Möglichkeiten zur Abtreibung kommen Engelmacherinnen kaum vor, da dort Abtreibungen in der Regel von Gynäkologinnen oder Gynäkologen vorgenommen werden."
Diesen Abschnitt würde ich aus folgenden beiden Gründen streichen bzw. nur die Links als Referenzen angeben:
- Der Text geht über die reine Defition der "Engelmacherin" hinaus und impliziert eine Wertung (Zusammenhang zwischen Kurpfuscherei, "marital mortality" und Legalität von Abtreibungen), die Gegenstand einer umfangreichen und unsachlichen Diskussion zwischen Abtreibungsbefürwortern und Abtreibungsgegnern ist.
- Der Text impliziert die Vereinbarkeit von Geburtshilfe (Hebammen) und Frauenheilkunde (Gynäkologie) mit der Vornahme von Abtreibungen, was sehr viele Hebammen und Gynäkologen vehement ablehnen, auch wenn Abtreibungen letztlich zumeist von entsprechend ausgebildeten Personen vorgenommen werden.
und "Engelmacher" is ein Begriff der Wiener Mundart, der noch nie weiblich war... blöd dass ich hier hin-redirected wurde... (jaja, jetzt kommen sicher ein paar, die sagen, dass die Wiener noch nie plitisch korrekt waren)
- Dass "sehr viele" Hebammen und Gynäkologen die Vereinbarkeit ablehnen (was genau heißt "sehr viele"? Prozentual? Quelle?), besagt gar nichts - es müsste schon eine erdrückende Mehrheit sein. Ich kenne persönlich einen Arzt, die seit Jahrzehnten begeistert Geburtshilfe leistet, aber der auch Abtreibungen vornimmt. Nach den Gesetzen der Logik beweist bereits dieser eine Fall, dass beides grundsätzlich vereinbar IST, auch, wenn es nicht jedem so erscheinen mag. --DemonDeLuxe DemonDeLuxe 01:56, 8. Jul 2006 (CEST)

