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Der Artikel Enver Hoxha gehört zur Kategorie: Politiker (Albanien), Albaner, Mann, Geboren 1908, Gestorben 1985
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Enver Hoxha ausrangiert – alte und verstaubte Steinbüste Bildherkunft |
Er wurde als Sohn einer wohlhabenden Familie geboren; der Vater war Apotheker (nach anderen Quellen Tuchhändler). Enver Hoxha studierte in Frankreich, von 1930 bis 1934 in Montpellier und Paris. Von 1934 bis 1936 studierte er dann in Brüssel Jura und wurde dort Sekretär im Albanischen Konsulat. In Frankreich und Belgien kam Hoxha erstmals intensiv mit kommunistischen Ideen in Berührung. Nach seiner Rückkehr nach Albanien arbeitete er als Französischlehrer in seiner ehemaligen Schule in Korça, bis er 1939 ein Berufsverbot erhielt. Danach betrieb er einen Tabakladen in Tirana.
1941 gründete Hoxha mit jugoslawischer Hilfe die Kommunistische Partei Albaniens, deren Vorsitzender er ab 1943 war und die 1948 in Partei der Arbeit Albaniens umbenannt wurde. Am 29. November 1944 rief er die Unabhängigkeit Albaniens aus und am 11. Januar 1946 die Volksrepublik Albanien. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits Mitglieder seines Familienclans in zahlreichen führenden Partei- und Regierungsämtern platziert.
Wirtschaftliche und politische Spannungen mit Jugoslawien und dessen Staatspräsidenten Josip Broz Tito führten ab 1948 dazu, dass sich Enver Hoxha eng an Stalins Sowjetunion anlehnte. Gleichzeitig ließ er Oppositionelle liquidieren.
Der Tod Stalins und die Entstalinisierung in der Sowjetunion führten ab 1956 dazu, dass Enver Hoxha 1961 die Beziehungen mit der UdSSR und den meisten osteuropäischen Staaten abbrach und ein enges Bündnis mit der Volksrepublik China einging. Auch zur westlichen Welt und zu den meisten blockfreien Staaten bestanden praktisch keine Verbindungen. Daraufhin wurde der Maoismus auch zur offiziellen Linie der Partei der Arbeit Albaniens erhoben. Alle religiösen Traditionen des Landes wurden radikal bekämpft, und schließlich erklärte Hoxha 1967 Albanien zum „ersten atheistischen Staat der Welt“. Moscheen und insbesondere Kirchen wurden zerstört oder zweckentfremdet. 1968 trat Albanien unter Hoxhas Führung formell aus dem Warschauer Pakt, dem Verteidigungsbündnis des Ostblocks, aus. Nach dem Tod von Lin Biao († 1971) sowie Mao Zedong († 1976) und der damit einhergehenden Veränderung der chinesischen Politik brach Hoxha 1978 auch die Beziehungen zur Volksrepublik China ab und betrieb bis zu seinem Tode eine Außenpolitik der völligen Bindungslosigkeit (siehe auch: Isolationismus, Juche-Ideologie in Nordkorea).
Da er auf jeden Fall die Unabhängigkeit Albaniens sichern wollte, ließ er im ganzen Land ca. 600.000 Bunker an strategisch wichtigen Punkten bauen. Extra dafür wurde die Betonindustrie umfangreich ausgebaut und teurer Spezialstahl importiert.
Trotz mehrerer schwerer gesundheitlicher Schläge (Diabetes, Herzinsuffizienz und kleinere Schlaganfälle) führte er bis zuletzt die politischen Geschäfte und leitete mehrere "Säuberungs"-Aktionen, bei denen etliche Menschen, zumeist missliebig gewordene Politiker und Intellektuelle - mit oder ohne Gerichtsurteil - ermordet wurden; die letzte 1981/82 gegen den mächtigen Premierminister Mehmet Shehu und andere wichtige Minister.
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Das ehemalige Museum von Enver Hoxha in Tirana Bildherkunft |
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Das neue Grab Hoxhas nach der Exhumierung Bildherkunft |
Am 11. April 1985 starb Enver Hoxha in Tirana im Alter von 76 Jahren an Herzversagen. Er wurde auf dem Friedhof der Kriegs-"Helden" in Tirana begraben. Sein politischer Erbe Ramiz Alia übernahm dann die Führung der Partei und des Staates. Nach dem Sturz des Kommunismus wurde Hoxhas Leichnam 1992 vom Friedhof der Kriegs-"Helden" in Tirana exhumiert und auf einem der städtischen Friedhöfe im kleinen Kreis bestattet. Das ihm gewidmete Museum in Tirana wurde in ein Kulturzentrum umgewandelt, zahlreiche Institutionen, die nach Hoxhas Tod seinen Namen getragen hatten, wieder umbenannt.
Enver Hoxha war mit Nexhmije Hoxha verheiratet und hatte zwei Söhne (Ilir Hoxha und Sokol Hoxha) sowie eine Tochter (Pranvera Hoxha).
Literatur
- Harry Hamm: Rebellen gegen Moskau. Albanien - Pekings Brückenkopf in Europa, Köln 1962.
- James O´Donnell: A coming of age: Albania under Enver Hoxha, Boulder 1999. ISBN 0880334150
- Thomas Schreiber: Enver Hodja: le sultan rouge, Paris 1994, ISBN 2709613905
- Lloyd Jones: Der Mann, der Enver Hodscha war, Berlin 1999, ISBN 3803122988 (Roman über Petar Shapallo, den Doppelgänger von Enver Hoxha)
Weblinks
{{Personendaten|
NAME=Hoxha, Enver
|ALTERNATIVNAMEN= |KURZBESCHREIBUNG=politischer Führer Albaniens |GEBURTSDATUM=16. Oktober 1908 |GEBURTSORT=Gjirokaster |STERBEDATUM=11. April 1985 |STERBEORT=Tirana }}
Diskussion der Autoren über den Artikel: Enver Hoxha
Tirana-Bild
Danke! Besonders die Abbildung ist wertvoll. Andres- Bitte! Man tut was man kann. Wer kann noch ein Bild von Enver Hoxha selbst beisteuern? --Stefan Kühn 16:45, 2. Mai 2003 (CEST)
Wieso kann der erste Part nicht bearbeitet werden?
- Gehe einfach mal auf den Reiter "Seite bearbeiten" dann kannst du die komplette Seite bearbeiten. Der Button "Bearbeiten" neben den Überschriften ermöglicht nur die Bearbeitung diese Unterabschnittes. -- Stefan Kühn 13:51, 8. Mär 2005 (CET)
Porträt
- Zu der Abbildung, lieber Stefan Kühn! Da staune ich, daß da Wikipedia Veröffentlichungsrechte hat. Dies begrüße ich zwar, weil ich von dieser übertriebenen Lizenziererei überhaupt nichts halte und gerade dieses Bild schon das passendste für den Hoxha-Beitrag ist, nur meines Wissens liegen die Rechte an diesem Bild bei der jetzigen KP Albaniens, da die die Rechtsnachfolger des früheren Instituts für marxistisch-leninistische Studien sind. Dieses Foto ist seinerzeit für die Publikation Hoxhas "Imperialismus und Revolution" viel verwandt worden, die von obigem Institut herausgegeben wurde und meiner Kenntnis nach hat sich um die Urheberrechte später kein Mensch mehr gekümmert. Würde mich mal interessieren wie die Lizenz bei dem Foto zustandekam.
- Das Bild scheint nicht richtig lizenziert zu sein. Zumindest ist der Ursprung unklar. Das sollte zu den Löschkandidaten verschoben werden. -- Stefan Kühn 12:32, 30. Dez 2005 (CET)
bizarr, paranormal, abseitig
...sucht euch was raus. Bin der Meinung, die zumindest auf dem europ. Kontinent einmalige Abseitigkeit des 'kommunistischen' Regimes in Albanien, die Kreation Hoxhas, müßte noch deutlicher rausgearbeitet werden. Beispiel: in einer Fernsehdoku sah ich vor einigen Jahren, dass er innerparteiliche Gegner schon mal liquidieren ließ, in dem man sie IN EINEM KÄFIG ins MITTELMEER SCHMISS [!!!]. In einer Aufzeichnung eines einschlägigen "Prozesses" ist zu sehen, wie der Delinquent nach Verkündung des Urteils (schreiend) abgeführt wird. Wahnsinn. WernerE 13.6.06.- Stimmt schon, aber die Formulierung "bizarr" ist mir zu wenig konkret. Da kann man alles mögliche drunter verstehen. Asdrubal 11:06, 13. Jun 2006 (CEST)




