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Der Artikel Fender Stratocaster gehört zur Kategorie: Exzellent, E-Gitarre
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Die Stratocaster (kurz auch Strat genannt) ist eine E-Gitarre. Sie wird seit 1954 von der US-amerikanischen Firma Fender hergestellt. Die Stratocaster wirkte bei ihrem Erscheinen als revolutionär und gilt bis heute als beliebteste, meist verkaufte, aber auch meist kopierte E-GitarreTotally Guitar, Tony Bacon/ Dave Hunter, London 2004, S. 355.. Nahezu jeder E-Gitarrist hat zu einem Zeitpunkt seiner Karriere eine Stratocaster oder einen Nachbau gespielt. Die Stratocaster wird heute neben dem Herkunftsland USA auch in Mexiko, Japan, Korea und weiteren Staaten produziert.
Geschichte
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Kopfplatte einer Stratocaster Bildherkunft |
Nachdem mit der Fender Telecaster erfolgreich die erste E-Gitarre und mit dem Precision Bass der erste E-Bass der Firma auf den Markt gebracht wurden, begann Erfinder und Firmengründer Leo Fender 1952 mit der Entwicklung einer neuen E-Gitarre.
Leo Fender war in seinen Ideen stark von der US-amerikanischen Automobilindustrie inspiriert. Hersteller wie Cadillac oder Chevrolet brachten in den 1950ern fast jährlich neue Modelle auf den Markt, um den technischen Fortschritt zu symbolisieren. Folgerichtig betrachtete Fender die Entwicklung der Telecaster nach ihrem Erscheinen im Jahr 1950 als abgeschlossen und plante ein komplett neues Nachfolgemodell. Bei diesem neuen Instrument sollten alle Erfahrungen und Anregungen einfließen, die man mit der Telecaster gesammelt hatteFender – Ein Sound schreibt Geschichte, Richard R. Smith. 12, 2005, S. 12..
Händler verlangten von Fender ein höherwertiges, besser ausgestattetes Instrument, um der teuren Gibson Les Paul entgegentreten zu können. Musiker forderten eine Gitarre mit mehr Klangmöglichkeiten und Vibrato. Weiter sollte das Instrument bequemer zu bespielen sein als die kantige brettartige Telecaster.
Zusammen mit den Angestellten Freddie Tavares (Produktionsleiter bei Fender und Hobbymusiker), George Fullerton (Mitbegründer von Fender Musical Instruments) sowie den Gitarristen Bill Carson und Rex Gallion wurden die Eckpunkte der neuen Gitarre festgelegt:
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Rückseite des Korpus mit Aussparung für den Bauch (rechts) Bildherkunft |
- Der Korpus sollte dem des Precision Bass nachempfunden werdenWarum ist die Strat die Strat?, Heinz Rebellius in Gitarre und Bass, Ausgabe 10/2004, S. 99.. Der Precision Bass hatte einen asymmetrischen Korpus, bei dem das obere „Horn“ des Cutaways stark verlängert wurde. Dies war nötig, um dem großen, schweren Instrument eine gewisse Balance und angenehme Bespielbarkeit im Stehen zu geben. Außerdem entsprachen die futuristisch geschwungegen Formen dem Zeitgeschmack der 1950er Jahre und erinnerten unter anderem an die Heckflossen großer Limousinen. Gitarrist Rex Gallion regte darüber hinaus an, dass der Korpus zusätzlich Aussparungen für den Bauch und dem rechten Arm haben sollte. Bei der eher eckigen Telecaster störten die Korpuskanten bei längerem Spielen; einige Gitarristen hatten bereits selbst mit Fräse und Schmirgelpapier die gröbsten Kanten ihrer Gitarren verrundet. Darüber hinaus vergrößerte Leo Fender die Kopfplatte und glich sie noch stärker dem Design des Konkurrenten Paul Bigsbys anWarum ist die Strat die Strat?, Heinz Rebellius in Gitarre und Bass, Ausgabe 10/2004, S. 98..
- Das Klangspektrum der Gitarre sollte durch den Einbau eines Vibratos und Hinzufügen weiterer Tonabnehmer erweitert werden. Gitarrist Bill Carson schlug für die neue Gitarre eine Anzahl von vier bis fünf Tonabnehmern vor; Fender hielt dies für überflüssigen Ballast und bestand wie bei den vorherigen Instrumenten auf einem (Fender Esquire, Precision Bass), maximal zwei Tonabnehmern (Telecaster). Nach langen Diskussionen einigte man sich nach dem Vorbild der Gibson L5 auf drei Tonabnehmer. Das Vibrato sollte im Stil des Bigsby-Vibratos ein von der Brücke getrennter, beweglicher Saitenhalter sein, der jedoch im Gegensatz zu Bigsbys massiver Aluminiumkonstruktion aus gestanzten Blechteilen bestehen sollte. Die geplante Brückenkonstruktion war ebenfalls ein gebogenes Blech, bei dem die Saiten zur Reduzierung der Reibung über kleine Rollen liefen.
So ausgestattet wurden 1953 die ersten Prototypen gefertigt und zu Testzwecken an verschiedene Musiker ausgeliehen. Die Reaktionen waren durchweg enttäuschend bis niederschmetternd: Die Blechkonstruktion des Vibratos schluckte einen Großteil der Saitenschwingung, weshalb die Prototypen sehr schrill und metallisch klangen. Gitarrist Carson beschrieb den Klang als „den eines billigen Banjos in einer Blechtonne“Warum ist die Strat die Strat?, Heinz Rebellius in Gitarre und Bass, Ausgabe 10/2004, S. 100.. Leo Fender war von seiner Konstruktion jedoch so überzeugt, dass er bereits zuvor etwa 5000 Rollen für eine geplante Serienfertigung der Blechbrücke bestellt hatteFender – Ein Sound schreibt Geschichte, Richard R. Smith. Hamburg 2005, S. 129, 130.. Nach Angaben von Fabrikarbeitern verstaubte die Lieferung Rollen noch jahrelang im Lager der Firma. Nach langer Überzeugungsarbeit von Testgitarristen und Mitarbeitern konstruierte Leo für die Stratocaster widerwillig ein neues Vibrato. Den schlechten Erfahrungen zum Trotz setzte Leo Fender bei den Folgemodellen Jazzmaster und Jaguar eine überarbeitete Version des ursprünglichen Vibratos ein.
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Prinzip des Stratocaster-Tremolo Bildherkunft |
Die Neukonstruktion des Vibratos verzögerte die Markteinführung der Stratocaster um ein ganzes Jahr. Leo Fender konstruierte schließlich eine kombinierte Saitenhalter/Brückenkonstruktion, die durch einen Hebel beweglich gemacht wurde. Dieses System war klein, optisch unauffällig und erlaubte durch das Kippen der Brücke ein Herunterstimmen der Saiten bis hin zum völligen Erschlaffen. Weiter verbesserte es den Klang des Instruments im Gegensatz zu den Prototypen erheblich. Aus ungeklärten Gründen meldete Fender das System nach ersten positiven Rückmeldungen im April 1954 nicht unter dem korrekten Terminus „Vibrato“, sondern mit dem irreführenden Namen „Tremolo“ zum Patent an. Diese Verwechslung zieht sich seitdem durch das gesamte Programm der Firma, da die Verstärker der Marke Fender, die tatsächlich über ein „Tremolo“ (im Sinne möglicher kontinuierlicher Lautstärkeschwankungen) verfügen, mit dem falschen Zusatz „Vibrato“ bezeichnet werden.
Als letztes Konstruktionsmerkmal versetzte Fender die Klinkenbuchse für das Gitarrenkabel von der Korpuszarge in ein ovales Blech auf die Gitarrendecke. Diese Maßnahme erschien ihm sinnvoll, da viele Telecasters mit ausgerissenen Klinkenbuchsen zur Reparatur in die Werkstatt zurückkamen. Gitarrenständer waren noch nicht erfunden und viele Gitarristen lehnten ihre Instrumente nach dem Konzert einfach an die Verstärker oder herumstehende Stühle. Fiel eine Gitarre aus Unachtsamkeit um, hebelte das Gitarrenkabel die Steckbuchse aus der Zarge und Reparaturen wurden notwendigWarum ist die Strat die Strat?, Heinz Rebellius in Gitarre und Bass, Ausgabe 10/2004, S. 101..
Um beim Namen einen erneuten Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen − die als Broadcaster erschienene Telecaster hatte schnell umbenannt werden müssen, da die Firma Gretsch bereits ein gleichnamiges Schlagzeug im Programm hatte − beauftragte Leo Fender seine Rechtsanwälte mit der Namensfindung und rechtlichen Überprüfung. Gitarrist Bill Carson schlug vor, das Instrument in Anlehnung an die Gibson Les Paul „Fender Bill Carson Modell“ zu benennen. Fender lehnte dies zur Enttäuschung des Gitarristen schnell ab. Nachdem in den 1950er Jahren das Thema Raumfahrt ausgelöst durch den Sputnikschock und Science Fiction-Literatur einen regelrechten Boom erlebte, erhielt die Gitarre schließlich den futuristisch klingenden Namen „Stratocaster“. Das Kunstwort setzt sich zusammen aus dem Begriff Stratosphäre (nach Kenntnisstand der 1950er Jahre das Ende der Atmosphäre und Beginn des Weltraums) und dem Namen des Vorgängermodells Telecaster. Fenders Rechtsanwälte gaben diesem Kunstwort ihre Zustimmung und übersahen dabei, dass der Hersteller Harmony bereits eine E-Gitarre mit dem Namen „Stratotone“ auf den Markt gebracht hatte. Harmony legte jedoch keine Widersprüche ein und die neue Gitarre konnte wie geplant erscheinen.
Die Produktion begann im Laufe des Jahres 1954, die erste Werbeanzeige für die neue Gitarre wurde im April 1954 in der Zeitschrift „International Musician“ gedrucktFender – Ein Sound schreibt Geschichte, Richard R. Smith. Hamburg 2005, S. 138.. Der Erstverkaufspreis betrug 249,00 US-Dollar zuzüglich 39,00 Dollar für den Instrumentenkoffer. Die Telecaster kostete im Vergleich 189,00 DollarFender – Ein Sound schreibt Geschichte, Richard R. Smith. Hamburg 2005, S. 144.. Auch wenn die Stratocaster in der Fachwelt wegen ihres futuristischen Aussehens und des neuen Vibratos großes Aufsehen erregte, verdrängte sie entgegen der Erwartungen Leo Fenders die Telecaster nicht vom Markt. Trotz großen Werbeaufwandes überstiegen die Stückzahlen der Telecaster noch über Jahre die der Stratocaster, weshalb beide Instrumente bis heute parallel hergestellt werden. Dennoch entwickelte sich die Stratocaster im Laufe der Zeit zur weltweit erfolgreichsten und meistgespielten E-Gitarre und wurde Vorbild einer ganzen Gitarrenbaugeneration. Nach offiziellen Schätzungen der Firma Fender wurden bis zum 40. Geburtstag im Jahr 1994 allein von Fender zwischen 1 und 1,5 Millionen Stratocasters produziert und verkauftTotally Guitar, Tony Bacon/ Dave Hunter, London 2004, S. 355..
Konstruktion
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Schraubverbindung des Halses Bildherkunft |
Die Stratocaster folgt wie bereits die Telecaster dem grundlegenden Konstruktionsprinzip der Firma Fender: Auf einen massiven Erle- bzw. Eschekorpus wird ein Ahornhals mit einer Mensur von 648 mm geschraubt. Die Stimmmechaniken befinden sich in einer Linie auf der oberen Seite der asymmetrischen Kopfplatte. Die Elektrik ist auf ein aus Kunststoff bestehendes Schlagbrett montiert, welches sich unter den Saiten auf dem Korpus befindet.
Der Korpus der Stratocaster besteht meist aus Esche oder aus Erle, seltener aus Pappel oder anderen Hölzern. Der Hals wird aus Ahorn gefertigt und besitzt je nach Modell ein Griffbrett aus Ahorn oder Palisander, in das 21 oder 22 Bünde eingelassen sind. Als Bundmarkierungen fungieren in der Regel schwarze Punkte (bei Ahorngriffbrettern) oder bei den dunkleren Palisandergriffbrettern helle Dots aus verschiedenen Materialien. Neu an der Stratocaster waren die sogenannten „Body-Shapings“ des Korpus': Teile des Holzes sind weggeschnitten, um dem Spieler höheren Komfort zu bieten. Die Armauflage der Korpusoberseite ist abgeflacht und die Unterseite hat eine Ausfräsung, um die Rippen des Spielers vor der unbequemen Korpuskante zu schützen. Musiker bezeichnen diese Wölbung scherzhaft als „Bierbauch-Fräsung“.
Das Tremolo besteht aus einem Saitenhalter, bei dem die Saiten in einen Stahlblock direkt unter der Brücke eingefädelt werden. Die Saiten laufen aus dem Stahlblock direkt über die Brückenkonstruktion. Die Brücke wird nur an einer Seite von Schrauben gehalten, so dass es mittels des Tremolohebels möglich ist, sie in Richtung Hals zu kippen. Auf der Rückseite des Korpus sind Federn eingebaut, die dem Saitenzug entgegenwirken und die Brücke in die Waagerechte ziehen. Diese einfache, aber effektive Konstruktion hat entscheidend zur Entwicklung neuer Spieltechniken und neuer Systeme, aber auch zur Namensverwechslung des „Tremolo“ mit dem „Vibrato“ beigetragen (siehe bereits oben).
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Tonabnehmer einer Stratocaster Bildherkunft |
Die Elektronik besteht aus drei Single Coil-Tonabnehmern, die über einen Kippschalter angewählt werden können. Besaßen die ersten Stratocaster einen Dreiwegschalter, mit denen die Tonabnehmer einzeln angewählt werden konnten, wurde in den 1970ern der sogenannte Fünfwegschalter eingeführt. Mit diesem lassen sich auch die beliebten Kombination des Hals- oder Stegtonabnehmers mit dem mittleren Pickup anwählen. Weiter sind ein Lautstärkeregler und zwei Tonregler für den Klang verantwortlich. Diese Schaltung lässt viel Spielraum für Modifikationen und Veränderungen, die im Laufe der Jahre in die Produktion von Serien- und Sondermodellen eingeflossen sind.
Bauphasen, Modelle und Entwicklungen
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Miller Anderson (u. a. Spencer Davis Group) mit Stratocaster im Stil der frühen Instrumente Bildherkunft |
Obwohl in ihrer Grundkonstruktion unverändert, hat die Firma Fender im Laufe der Jahre und Jahrzehnte immer wieder Änderungen an Details des Instruments vorgenommen. Hinzu kommt, dass sowohl auf Wunsch von Musikern, aber auch aus produktionstechnischen Gründen ständig neue Modelle mit abweichenden Detaillösungen angeboten wurden und werden. Seit den 1980er Jahren bietet Fender, neben den modernen Instrumenten verstärkt auch Nachbauten alter Modelle an. Dies führt dazu, dass unter dem Namen Stratocaster mittlerweile weit über 50 verschiedene Varianten erhältlich sind. Diese unterscheiden sich zum Teil nur in Details oder dem Produktionsstandort. Eine durchgehende Modellpolitik ist meist nur schwer erkennbar.
Bauphasen
Produktionsbeginn 1954–1958
Zu Beginn der Produktion im April 1954 wurde der Korpus der Stratocaster aus zwei Teilen, meist aus Esche, gefertigt. Ab Mitte 1956 wurde für den Korpus auch die leichtere Erle verwendet. Die Standardlackierung war „2-Tone Sunburst“ (ein helles, fast transparentes Honiggelb, welches zu den Rändern hin in ein dunkles, deckendes Braun-Schwarz verlief, Abbildung hier). Andere Farben oder eine Vergoldung der Metallteile waren nur auf Sonderwunsch erhältlich. Der Hals war einteilig aus Ahorn, er besaß kein separates Griffbrett, die Bünde waren direkt in den Hals eingesetzt. Der Halsspannstab wurde von hinten eingesetzt und die Nut mit Nussholz verschlossen. Da die Spannschraube am Halsfuß angebracht wurde, kann die Krümmung bei diesen Gitarren nur bei abgeschraubtem Hals eingestellt werden. Der Kippschalter für die Tonabnehmer besaß nur drei Stellungen (Hals, Mitte, Brücke), Kombinationen der Tonabnehmer waren nicht vorgesehen.Zweite Phase 1958–1965
Mit der Einführung der Jazzmaster im Jahr 1958 wurden auch bei der Stratocaster die ersten größeren Änderungen vorgenommen. Zum einen besaßen nun alle Hälse der Stratocaster analog zur Jazzmaster ein Griffbrett aus Palisander. Da die Hälse der Stratocaster und Jazzmaster identisch waren, sparte man sich so den Produktionsaufwand für zwei verschiedene Halskonstruktionen; die Produktion der einteiligen Ahornhälse wurde im Jahr 1959 vorübergehend eingestellt. Nach anfänglichen Problemen mit Rissen im Palisander variierte die Dicke des aufgeleimten Griffbretts im Laufe der Jahre. Einige Sammler behaupten heute, die Dicke des Griffbretts am Klang erkennen zu können. Dies wird noch unterstützt von Änderungen bei den Tonabnehmern, die gegenüber den ersten Modellen eine leicht gesteigerte Ausgangsleistung und einen etwas wärmeren Klang besaßen. Weiter begann mit der Einführung der Jazzmaster die Zusammenarbeit zwischen Fender und dem Chemiekonzern DuPont. Dieser war zu der Zeit unter anderem für seine bunten Autolacke bekannt. Durch die Zusammenarbeit wurde es möglich, Instrumente neben den traditionellen Holzfarben auch in allen anderen von Dupont angebotenen Farben zu lackieren. Gleichzeitig wurden die Sonderlackierungen nun systematisiert und als sogenannte „Custom Colors“ im Prospekt offiziell zur Wahl angeboten. Besonders beliebt wurden schnell die deckenden Lackierungen wie etwa „Fiesta Red“ (ein kräftiges Korallenrot, auch verwendet als Lack des 1956er Ford Thunderbird), „Lake Placid Blue“ (ein kräftiges, metallicfarbenes Blau, Abbildung hier) oder „Surf Green“ (ein helles, fast türkisfarbenes Grün, beispielsweise eingesetzt bei Chevrolet).Fender und CBS 1965–1985
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Squier-Version der großen CBS-Kopfplatte Bildherkunft |
Im Jahr 1965 verkaufte Leo Fender die Firma an den Medienkonzern Columbia Broadcasting System, kurz CBS. Da die Stratocaster mittlerweile das erfolgreichste Modell des Herstellers war, wurden hier die Ideen der neuen Besitzer am konsequentesten durchgesetzt.
Einige der eingeführten Innovationen stellten lang geforderte Verbesserungen dar, die zuvor am Widerstand Leo Fenders scheiterten. Dies betraf vor allem die serienmäßige Einführung des neuen Fünfweg-Tonabnehmerschalters im Jahre 1977, der nun auch die Kombinationen der Tonabnehmer ermöglichte. Musiker, die den Dreiwegschalter vorher mit Pappe oder Klebeband in den Zwischenstellungen hielten, forderten diese Modifikation schon lange. Leo Fender hielt die so erzeugbaren glockigen Töne für „unsauber“ und lehnte die Modifikation bis zu seinem Ausscheiden aus der Firma abFender – Ein Sound schreibt Geschichte, Richard R. Smith. Hamburg 2005, S. 136.. Auch die Halskonstruktion ließ CBS überarbeiten und ermöglichte den Zugang zum Halsspannstab zur Einstellung der Halskrümmung nun von der Kopfplatte her. Bei der ursprünglichen Konstruktion war der Einstellstab nur vom Korpus aus zugänglich, weshalb für die ansonsten einfache Einstellung der Halskrümmung zunächst die Saiten entfernt werden mussten und der Hals abzuschrauben war. Ab 1969 gab es optional wieder Hälse ganz aus Ahorn, jedoch nicht mehr einteilig, sondern mit aufgeleimten Ahorngriffbrett gefertigt.
Da die neuen Manager von CBS vor allem bei der populären Stratocaster zusätzlich versuchten, den Produktionsablauf kostengünstiger und effizienter zu gestalten, führten viele der zum Teil einschneidenden Veränderungen zu deutlichen Klang- und Qualitätsschwankungen der Instrumente. Fertigungstoleranzen wurden vergrößert, der Materialeinkauf richtete sich stärker nach Kostengesichtspunkten und die Qualitätskontrolle erfolgte unter größerem Zeitdruck.
Eine Idee zur Kosteneinsparung war die Verwendung eines neuen Spulendrahtes zur Wicklung der Tonabnehmer. Die Isolierung des billigeren Drahtes schmolz jedoch in dem heißen Wachsbad, in das die Tonabnehmer nach der Wicklung eingetaucht wurden. Dieses Wachsbad festigt gewöhnlich die Drahtwicklung und verhindert Rückkopplungen und Störgeräusche durch lose Drähte. CBS verzichtete kurzerhand auf das Wachsbad, was laut pfeifende, rückkopplungsanfällige Tonabnehmer zur Folge hatteFender – Ein Sound schreibt Geschichte, Richard R. Smith. Hamburg 2005, S. 254.. CBS reduzierte die Halsbefestigung von vier auf drei Schrauben. Diese Idee stammte zwar noch von Leo Fender selbst, bedingte jedoch eine exakt ausgeführte Fräsung für die Halsbefestigung im Korpus. Da CBS nach Leos Weggang die Fertigungstoleranzen herabsetzte und die Wartungsintervalle der Maschinen verlängerte, waren die Fräsungen nicht immer hinreichend exakt. In der Folgezeit wurden viele Instrumente produziert, bei denen der Hals bei starker Beanspruchung am Korpus hin- und herrutschteFender – Ein Sound schreibt Geschichte, Richard R. Smith. Hamburg 2005, S. 259.. Unterstützt wurde das Problem noch von der von CBS gewünschten Vergrößerung der Kopfplatte. Auf dieser konnte zwar werbewirksam ein größerer Fender-Schriftzug angebracht werden, sie machte den Hals aber gleichzeitig schwerer.
Die Produktionsmängel offenbarten sich beispielsweise bei einer in den Verkauf gelangten Gitarre mit durchscheinender Sunburst-Lackierung, bei der durch den transparenten Lack auf dem Holz eine Bleistiftnachricht der Qualitätskontrolle mit der Mitteilung „Achtung! Astloch!“ und einem Kreis um die unschöne Stelle zu erkennen ist. Diese gilt als Höhepunkt des schleichenden Qualitätsverlusts. Erst zum Ende der 1970er Jahre versuchte CBS, dem schlechten Image entgegenzusteuern. Um an alte Traditionen anzuknüpfen, erschien eine Gitarre mit dem prägnanten Namen The Strat, die die alte Vierpunkt-Verschraubung des Halses und eine verkleinerte Kopfplatte besaß. Da für die Fräsung der Kopfplatte die alten, verschlissenen Formen aus den 1950er Jahren verwendet wurden, war die Kopfpatte nun jedoch eher zu klein als zu groß. Auch das für die Gitarre neu konstruierte Vibrato entsprach nicht den Erwartungen der Musiker. Versuche, mit hochwertigen Neukonstruktionen wie der Elite Stratocaster, einem Instrument mit aktiver Elektronik und massivem Messingtremolo, zusätzliche Marktanteile zu erobern, hatten ebenfalls nur mäßigen Erfolg.
Umbruch und Neuorganisation 1985
Im Jahr 1985 verkaufte CBS Fender an eine Investorengruppe um Geschäftsführer William Schultz. Der Verkauf umfasste jedoch lediglich den Namen und die verbliebenen Lagerbestände, die Fabrikgebäude der Stratocaster in Fullerton (Kalifornien) wurden anderweitig veräußert. Zwangsläufig kam die Gitarrenproduktion in den USA kurzzeitig zum Erliegen, Stratocasters wurden nur noch von Fremdfirmen in Japan aus Restbeständen der USA-Produktion hergestellt. Aufgrund der Materialknappheit sind Instrumente bekannt, bei denen die charakteristische ovale Klinkenbuchse fehlt und die Steckbuchse ins Schlagbrett integriert ist. Erst mit Bezug der neuen Fabrikräume in Corona, (Kalifornien), besserte sich die Situation merklich. Die neuen Fabrikräume umfassten nun auch einen „Custom Shop“, in dem hochwertige Kleinserien und spezielle Kundenaufträge durchgeführt werden können.Gegenwart (ab 1985)
Die Stratocaster stellt heute das finanzielle Standbein der Firma Fender Musical Instruments Corporation dar. Entsprechend vielfältig ist die Auswahl an Instrumenten des Typs Stratocaster: Neben Nachbauten nahezu jeder Produktionsphase sind neu entwickelte Modelle und zahlreiche Sonderanfertigungen hinzugekommen. Weiter wird die Modellpalette neben Ausstattungsmerkmalen auch bestimmt von den Produktionsstandorten USA, Mexiko und Japan die ebenfalls differenzierte Instrumententypen hervorbringen.Aktuelle Modelle
Die heutige Modellpalette von Instrumenten des Typs „Stratocaster“ ist nahezu unüberschaubar. Modelle, die durch Beliebtheit oder besondere Austattungsmerkmale eine größere Bedeutung erlangt haben sind u. a.:
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Nahaufname einer American Standard Stratocaster Bildherkunft |
- American Standard Stratocaster – Die American Standard Stratocaster ist eines der erfolgreichsten Modelle der jüngeren Geschichte. Das Instrument weist viele Merkmale der gesuchten Pre-CBS-Instrumente auf (kleine Kopfplatte, vierpunkt-Halsverschraubung), ist aber in entscheidenden Punkten modernisiert worden: Das Tremolo ist eine freischwebende Neukonstruktion und die Tonabnehmer sind in Klang und Ausgangsleistung modernen Bedürfnissen angepasst worden.
- Classic Stratocaster – Die Serie Classic Stratocaster umfasst drei Modelle, die repräsentative Merkmale bestimmter Bauphasen widerspiegeln. Die Classic 50ies Stratocaster besitzt einen Ahornhals mit 21 direkt ins Holz eingesetzten Bünden im Stil der ersten Instrumente und ist ausschließlich in bunten „Custom Colors“ erhältlich. Die Classic 60ies Stratocaster besitzt neben einer erweiterten Farbpalette das 1958 vorgestellte Palisandergriffbrett. Die Classic 70ies Stratocaster ist schließlich mit der großen CBS-Kopfplatte ausgestattet und wird u. a. in der Farbe „Natural“ (Korpus mit Klarlack) angeboten, welche in den 1970ern sehr beliebt war.
- Fat Strat – Die in verschiedenen Modellen erschienene Fat Strat besitzt in Stegposition einen Humbucker (HSS). Dieser erzeugt wärmere, druckvollere Klänge als der traditionelle Single Coil und wird daher von Rockmusikern gerne für verzerrte Klänge eingesetzt.
- Highway One – Die Higway One ist eine Stratocaster, die optisch den CBS-Instrumenten der 1970er gleicht (große Kopfplatte, geschwungener Schriftzug) und klanglich durch ihre leistungsstarken Single Coil Tonabnehmer vor allem für angezerrte Musikstile wie dem in den 1970ern beliebten Blues- und Countryrock konzipiert wurde.
- Big Block Stratocaster – Die Big Block Stratocaster ist neben dem Humbucker in Stegposition besonders durch die optischen Modifikationen auffallend: Das Instrument wird inclusive Kopfplatte in deckendem Schwarz lackiert, sämtliche Metallteile und das Schlagbrett sind verchromt. Im Griffbrett geben große rechteckige Einlagen aus schillernden Perrlmutt-Imitat Orientierung über die Lagen.
- Relic Stratocaster – Der Begriff Relic steht als Sammelbegriff über einer Reihe von Instrumenten und bezeichnet einen Zustand von künstlicher Alterung, mit denen die Instrumente bereits ab Werk wie ein betagtes Sammlermodell aussehen sollen. Die drei Altersstufen werden mit New Old Stock, Closet Classic und Relic umschrieben. Bei New Old Stock (= „alter Lagerbestand“) oder kurz „NOS“ sollen die Instrumente wirken, als ob sie über jahrzehnte im Lager vergessen und nun erst entdeckt worden sind. Die Gitarren wirken unbespielt, lediglich optische Alterungsspuren wie vergilbtes Kunststoff, verblichene Farben oder matt gewordene Metallteile sind vorhanden. Bei Closet Classic (sinngemäß „Klassiker aus dem Wandschrank“) soll ein Instrument simuliert werden, welches vom Vorbesitzer zwar gespielt, dann jedoch im Schrank oder auf dem Dachboden eingelagert und vergessen wurde. Künstliche Spielspuren wie Schrammen und Macken sowie Flugrost an den Metallteilen sind vorhanden, ansonsten sind die Instrumente unbeschädigt. Mit Relic (= „Reliquie“) werden schließlich jene Instrumente bezeichnet, die äußerlich die Spuren jahrelangen harten Liveeinsatzes aufweisen: Der Lack ist verkratzt und teilweise abgeschabt oder gar abgeblättert, dass Griffbrett zeigt starke Spielspuren, die Metallteile sind verrostet, die Kopfplatte besitzt künstliche Brandflecken von „vergessenen“ Zigaretten. Angeblich stammt die Idee, künstlich gealterte Instrumente anzubieten, von einer Sonderbestellung der Gruppe Rolling Stones: Die Band bestellte für die Welttournee zum 1994er Album Voodoo Lounge exakte Kopien ihrer alten Originalinstrumente. Da die Nachbauten zunächst zu „neu“ wirkten, wurden diese künstlich gealtert, um auch optisch den Originalen zu entsprechen.
- Roland Ready Stratocaster – Die Roland Ready Stratocaster entstand in Kooperation mit dem vorwiegend für seine Keyboards und Synthesizer bekannten Herstellers Roland. Die Gitarre besitzt zusätzlich zu den drei herkömmlichen Single Coil Pickups einen weiteren Tonabnehmer, der zusammen mit einer speziellen Elektronik die gespielten Töne analysiert und in MIDI-Signale übersetzt. Diese Signale können von digitalen Musikinstrumenten erkannt und in sämtliche elektronisch verfügbare Klänge umgesetzt werden. Mit dieser Technik ist möglich, durch das Gitarrenspiel völlig andere Instrumente wie z. B. Klavier, Flöte oder Schlagzeug erklingen zu lassen. Als Nachteil benötigt das „Übersetzen“ des Gitarrentons eine kurze Rechenzeit, die als Verzögerung besonders bei tiefen Tönen von vielen Musiker als störend empfunden wird.
- Acoustasonic Strat – Die Acustatonic ist eine Akustikgitarre, deren hohler Korpus die Form der Stratocaster aufweist. Obwohl konstruktiv eine vollwertige Akustikgitarre, ist die Acustatonic aufgrund des kleinen Korpus sehr leise und wird auf der Bühne meist durch einen Piezo-Tonabnehmer elektrisch verstärkt.
Signature Modelle
Fender legte seit den 1950er Jahren großen Wert darauf, dass bekannte Künstler mit Fender-Instrumenten auf der Bühne zu sehen waren. Wurden zu Leo Fenders Zeiten lediglich Serienmodelle an Künstler verliehen oder verschenkt, werden vor allem seit den 1980ern verstärkt Stratocasters für Künstler nach eigenen Vorstellungen modifiziert. Diese Modelle gelangen als sogenannte „Signature-Modelle“ in den Handel. Bemerkenswerte Instrumente waren u .a.:
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Eric Clapton 2005 mit Signature Strat Bildherkunft |
- Eric Clapton – Eric Clapton, der seit den 1970ern vorwiegend Stratocasters benutzt, erhielt von Fender eines der erfolgreichsten Signature Modelle: Optisch und von der Konstruktion her an die frühen Modelle der 1950er Jahre angelehnt, verlangte Clapton zwei entscheidende Änderungen: Zum einen wurde die Elektronik der Gitarre radikal erneuert (aktive brummfreie Tonabnehmer, regelbare Mittenanhebung für dichte verzerrte Klänge), zum anderen wurde einer alten Gewohnheit Claptons entsprechend das Vibrato mit einem simplen Holzklotz festgestellt. Zu den zahlreichen Käufern der Gitarre gehören mittlerweile nicht nur Clapton-Fans, sondern auch Profigitarristen wie Daryl StuermerVIP Instrumente, Gitarre und Bass, Sonderausgabe Fender, S. 44 f..
- Jeff Beck – Ähnlich wie Eric Clapton setzt auch Jeff Beck auf seinen Instrumenten aktive Elektronik ein. Im Gegensatz zu Clapton ist Beck die Funktion des Vibratos jedoch sehr wichtig, weshalb die Jeff-Beck-Signature zusätzlich über ein modernes Tremolo mit rollengelagerter Seitenführung am Sattel verfügt
- Richie Sambora – Das Instrument des Bon Jovi-Gitarristen Richie Sambora wurde für die Belange des melodiösen Hardrock modifiziert: Neben dem Humbucker in Stegposition für den dichten, warmen Klang und dem Floyd-Rose-Tremolo für extreme Effekte verlangte Sambora für seine Gitarre – geschmacklich nicht ganz unumstrittene – perlmuttfarbene Sternchen als Griffbretteinlagen.
- Matthias Jabs – Als einer der wenigen deutschen Musiker erhielt Scorpions-Gitarrist Matthias Jabs ein eigenes Modell der Stratocaster. Die scherzhaft „Jabocaster“ genannte Gitarre verfügt wie das Richie-Sambora-Modell über einen Humbucker in Stegposition und nicht weniger dezente Griffbretteinlagen in Saturnform. Die Gitarre wurde ausschließlich in Rot angeboten.
- Jimi Hendrix Stratocaster – Kein Signature-Instrument im eigentlichen Sinne war die im Jahr 1997 vorgestellte Jimi-Hendrix-Stratocaster, da sie erst 27 Jahre nach dem Tod des Künstlers in den Handel kam. Bemerkenswert an Jimi Hendrix und seinen Stratocasters war die Tatsache, das der Linkshänder Hendrix fast ausschließlich umgedrehte Rechtshänderinstrumente spielte. Linkshänderinstrumente waren in den 1960ern nur schwer erhältlich und entsprechend kostspielig. Um den zahlreichen Fans des Musikers ein Instrument zu geben, mit dem sie ihrem Idol auch optisch nahe kommen können, wurde die 1997er Jimi-Hendrix-Stratocaster daher ausschließlich für Rechtshänder als umgedrehtes Linkshänderinstrument ausgeliefert; selbst der Fender-Schriftzug auf der Kopfplatte wurde spiegelverkehrt angebracht (Abbildung hier).
- Ritchie Blackmore – Deep Purple-Gitarrist Ritchie Blackmore erhielt von Fender gleich zwei Signaturinstrumente: Das frühe Modell entspricht optisch einem cremeweißen 1970er CBS-Modell mit großer Kopfplatte, 3-Punkt Halsverschraubung und Palisandergriffbrett. Das Griffbrett ist im Gegensatz zu den Seriemodellen zwischen den Bünden ausgehöhlt (sog. „Scalloping“), was bestimmte Spieltechniken wie das Saitenziehen (Bending) einfacher machen soll. Da Blackmore ausschließlich den Hals- oder Stegtonabnehmer benutzt, war der mittlere Tonabnehmer beim ersten Modell eine Attrappe. Beim nachfolgenden Modell, welches nun eine aktive Elektronik besaß, waren von vorneherein nur zwei Tonabnehmer verbaut, die mittlere Position blieb ähnlich einer Telecaster leer.
- Yngwie Malmsteen – Das Instrument des schwedischen Gitarristen Yngwie Malmsteen ist ein Nachbau seiner Play Loud oder The Duck genannten 1972er Stratocaster und weist ebenfalls ein ausgehöhltes Griffbrett auf. Für die von Malmsteen bevorzugten dichten, verzerrten Klänge werden die Instrumente mit DiMarzio-Humbuckern in Single Coil-Form ausgestattet.
Berühmte Einzelinstrumente
Durch den Gebrauch berühmter Musikers sind einige Instrumente des Typs Stratocaster selbst zu Ruhm gekommen.
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Eric Clapton 1977 mit „Blackie“ Bildherkunft |
- Jimi Hendrix Woodstock Stratocaster – Die von Jimi Hendrix auf dem Woodstock-Festival gespielte Stratocaster blieb im Gegensatz zu vielen anderen Instrumenten des Künstlers erhalten und befindet sich heute in Sammlerhand. Die weiß-beige CBS-Stratocaster aus dem Jahr 1968 mit Ahorngriffbrett und großer Kopfplatte galt zeitweise als teuerstes Instrument der Welt: Hendrix’ Schlagzeuger Mitch Mitchell ließ die Gitarre 1990 vom des Londoner Auktionshaus Sotheby’s für ein Höchstgebot von 198.000 £ versteigern. Im Jahr 1993 wurde das Instrument von seinem damaligen Besitzer für 750.000 £ (zu der Zeit etwa 1.300.000 US-Dollar) weiterverkauft. Der heutige Wert des Instruments ist ungewiss.
- Mary Kaye Stratocaster − Die US-amerikanische Sängerin Mary Kaye benutzte in den 1950er Jahren eine Stratocaster in der Sonderfarbe „Blond“ (ein dünnes, das Korpusholz durchscheinendes hell-beige) mit vergoldeten Metallteilen auf Werbefotos und in dem Kinofilm „Cha Cha Cha Boom!“. Obwohl Kaye dieses zu Promotionszwecken ausgeliehene Instrument nie selbst besaß und live vorwiegend mit Archtop-Gitarren der Marke D’Angelico auftrat, wurde der Name Mary Kaye ein Synonym für alle Gitarren mit dieser Farbgestaltung. Da die Farbkombination blond-gold von Fender keinen speziellen Namen erhielt, bezeichnen Musiker und Sammler diese Gitarren seither als „Mary-Kaye-Modell“. Obgleich eine solche Zusammenarbeit zwischen Fender und Mary Kaye niemals geplant war, beugte Fender sich im Jahr 2002 und brachte tatsächlich ein „Mary-Kaye“-Sondermodell in blond-gold heraus. Das originale Instrument wechselte nach Mary Kaye mehrfach den Besitzer und verblieb dabei unter anderem in den Händen des Aerosmith-Gitarristen Jimmy Crespo, der mit dem Instrument das Album „Rock in a Hard Place“ einspielte sowie Pete Townshend von The Who, der das Instrument an seinen Tourmanager Alan Rogan weitergab. Ironischerweise ist die Farbe auf dem Originalinstrument mittlerweile nachgedunkelt und entspricht heute eher einem hellen Braun.
- Eric Claptons Blackie und Brownie − Aus dem umfangreichen Instrumentarium von Eric Clapton stachen zwei Stratocasters besonders hervor: Mit „Brownie“, einer 1956er Stratocaster in Sunburst und mit Ahornhals, spielte Clapton den 1970ern und 1980ern viele bekannte Stücke im Studio ein (u. a. Layla). Live wurde „Blackie“ schnell Claptons Hauptgitarre; eine schwarze Stratocaster, die Clapton eigenhändig aus den besten Teilen von drei verschiedenen Gitarren zusammengebaut hatte. Beide Instrumente wurden mittlerweile im Auftrag Claptons zugunsten seines „Crossroads Center“ (ein Rehabilitationszentrum für Alkohol- und Drogensüchtige) versteigert und befinden sich heute in Sammlerhand.
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Mark Knopfler mit roter Stratocaster Bildherkunft |
- Hank B. Marvins Stratocaster − Die in der Sonderfarbe „Fiesta Red“ (ein helles deckendes Rot) lackierte und mit vergoldeten Metallteilen versehene Stratocaster des Shadows- und Cliff Richard-Gitarristen Hank Marvin löste in England einen große Nachfrage nach roten Stratocasters aus: Da Marvin durch die Auftritte mit den Shadows und Cliff Richard zum Vorbild vieler Gitarristen wurde, ist die Farbe „Fiesta Red“ für viele Briten bis heute die einzig gültige für eine Stratocaster. Selbst Gitarristen wie David Gilmour und Mark Knopfler sind bekennende Besitzer von Gitarren in dieser Farbe. Die Nachfrage war in den 1960ern zeitweise so groß, dass Fender unlackierte Gitarren nach England lieferte, die anschließend vom Importeur Selmer rot lackiert wurden. Das Originalinstrument, das sich heute im Besitz des zweiten Shadows-Gitarristen Bruce Welch befindet, ist jedoch ironischerweise das Resultat einer Verwechslung: Als Marvin Cliff Richard vor einer USA-Tournee bat, ihm aus den USA eine „originale Fender-Gitarre“ mitzubringen, dachte Marvin eigentlich an eine Telecaster seines Idols James Burton. Der nicht sonderlich an Gitarren interessierte Richard kaufte in dem Glauben, dass ein international renommierter Gitarrist wie James Burton selbstverständlich das Topmodell der Gitarrenlinie spielen würde, einfach die teuerste Fender-Gitarre, die er finden konnte: Eine Stratocaster mit goldenem Tremmolo in roter Sonderlackierung. Marvin integrierte den Klang der Statocaster und vor allem des unverhofften Tremolos schnell in sein Spiel und wurde mit diesem markanten Ton zum Vorbild vieler Gitarristen.
- Rory Gallaghers Statocaster – Obwohl nicht von den Shadows beeindruckt, hängt die Stratocaster des irischen Bluesrockgitarristen Rory Gallagher trotzdem indirekt mit dem Stratocasterboom um Hank Marvin zusammen: Da Stratocasters in anderen Farben als Rot in England zeitweise nahezu unverkäuflich waren, konnte Gallagher seine Stratocaster in der Standardfarbe Sunburst zu einem besonders günstigen Preis erwerben. Von der ursprünglichen Farbe ist heute nicht mehr viel übrig: Durch die harte Spielweise und den schonungslosen Umgang des Künstlers mit seinem Instrument ist die ursprüngliche Lackierung großflächig abgeblättert und nur noch fragmentarisch erhalten. Das nackte Korpusholz ist durch Schweiß und Umwelteinflüsse zu einem ungleichmäßigen Grau-Braun verwittert, die Bünde des Halses sind mehrfach ausgetauscht und zuletzt durch dicke Gibson-Bünde ersetzt worden. Die Kopfplatte, die verschiedene Macken, Absplitterungen und Brandflecken von Zigaretten aufweist, besitzt nach Reparaturen unterschiedliche Mechaniken (5x Gotho, 1x Schaller). Die hintere Abdeckplatte des Tremolofachs fehlt gänzlich. Eine ebenfalls fehlende Bundmarkierung auf dem Griffbrett wurde im Lauf der Zeit durch einen weißem Plastikpunkt ersetzt. Trotz dieser äußerlichen Schäden ist der legendäre Klang dieses Instruments auf nahezu allen Einspielungen Gallaghers zu hören. Das Instrument wird − mit allen Schäden − mittlerweile als Nachbau von Fender angeboten. Das Originalinstrument befindet sich seit dem Tod des Musikers im Jahr 1995 im Besitz der Familie GallagherStringbound: Rory Gallagher, Tom Riepel in: Gitarre und Bass, Ausgabe 11/2005 S. 96 ff..
- Buddy Hollys Stratocaster – Der US-amerikanische Rock-’n’-Roll-Musiker Buddy Holly war einer der ersten, der Mitte der 1950er Jahre Stratocasters auf der Bühne und im Studio spielte. Sein Instrumentarium ist seit seinem plötzlichen Tod im Jahr 1959 nahezu unangetastet. Während Holly bei einem Flugzeugabsturz auf dem Weg zu einem Aufrtitt ums Leben kam, befanden sich seine Stratocasters in dem Bus, mit dem seine Begleitband hinterherfuhrRock ’n’Roll Souveniers, Hilary Kay, Augsburg 1994, S. 24. Die Stratocasters von Buddy Holly sind seit jenem Tag, der als The Day the Music Died bekannt wurde, nicht mehr gespielt worden und befinden sich heute in nahezu neuwertigen Zustand.
Instrumente anderer Hersteller
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Squier Stratocaster Bildherkunft |
Die Stratocaster gilt als meistkopierte E-Gitarre. Nahezu jeder Hersteller hatte zumindest zeitweise Stratocaster-inspierierte Instrumente im Programm. Obwohl Fender versucht, die allzu genauen Kopien und Plagiate mit gerichtlicher Hilfe zu unterbinden, wird die Stratocaster nach wie vor nachgeahmt.
Während einige Hersteller sich darauf spezialisiert haben, auf der Basis der Stratocaster unter wechselnden Namen günstige Einsteigerinstrumente herzustellen, gehen andere den Weg des sogenannten „Customizing“. Dabei steht meist eine Veredelung der ursprünglichen Konstruktion im Vordergrund, um das Großserien-Image des Instruments abzustreifen. Folglich wird bei diesen Instrumenten großer Wert auf Details wie hochwertige Holzauswahl, aufwändige Elektronik, geleimte Hälse und eine edle Optik gelegt. Bekannte Hersteller dieser Instrumente sind u. a. Sadowsky und Valley Arts. Allen Nachbauten ist gemeinsam, dass sie leichte Veränderungen im Design aufweisen (andere Form der Kopfplatte, leicht geänderter Korpus etc.). Damit soll vermieden werden, sich Plagiatsvorwürfen von Fenders Anwälten stellen zu müssen.
Um der Flut von Kopien und Plagiaten entgegenzutreten, lässt Fender seit den 1980er Jahren von der Tochterfirma Squier eigene Kopien der Stratocaster herstellen. Die in Asien produzierte Produktpalette reicht dabei von günstigen Einsteigerinstrumenten bis hin zu Kopien bestimmter Instrumente aus der Geschichte Fenders. Vereinzelt tauchen auch Eigenentwicklungen auf, die an bestimmte Fendermodelle lediglich angelehnt sind.
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G&L Legacy Bildherkunft |
Leo Fenders 1980 zusammen mit George Fullerton gegründete Firma G&L Musical Instruments stellt ebenfalls Stratocaster-ähnliche E-Gitarren her. Die ersten Gitarren von Leos Firma waren jedoch zunächst nur grob an der Stratocaster orientiert, da Leo die Strat zeitlebens für überbewertet hielt und unermüdlich an vermeintlich besseren Instrumenten arbeitete. So erinnerte die G&L Comanche von Form und Ausstattung durchaus an die Stratocaster, war jedoch von Leo in vielen Punkten weiterentwickelt worden. Die drei Tonabnehmer besaßen sogenannte Splitcoils (in der Mitte geteilte Singlecoils nach dem Prinzip des Precision Bass) die Brummen und Störgeräusche wirkungsvoll unterdrückten. Das Vibrato wurde weiterentwickelt und viele kleine Schalter ermöglichten es, den Klang der Gitarre massiv zu beeinflussen. Unglücklicherweise waren viele der erzeugbaren Klänge sehr schrill und hart, da Leo Fender sich bei der Konstruktion der Prototypen auch im hohen Alter auf sein nachlassendes Gehör verließ. Erst nachdem Leo ein Hörgerät erhielt, änderte sich der Klang der Instrumente wieder hin zu den gewohnt warmen Tönen. Um den Druck des Musikmarktes auf den kleinen Hersteller abzumildern, konstruierten Mitarbeiter von G&L an Leo vorbei die G&L Legacy (deutsch „Erbe“), die abgesehen von dem verbesserten Tremolo eine Stratocaster nach herkömmlicher Bauart darstellte. Leo duldete dieses Instrument, welches heute neben der ASAT (Version der Telecaster von G&L) zu den Standbeinen des Unternehmens gehört.
Die Stratocaster in der Musik
Der charakterische Klang der Stratocaster zeichnet sich aus durch einen gläsernen, transparenten bis scharfen Ton aus, der sich im Bandgefüge gut durchsetzt. Als Ursache für diesen Ton werden häufig die Single Coil Tonabnehmer in Verbindung mit den verwendeten Hölzern, der Tremolokonstruktion und der vergleichsweise langen Mensur von 648 mm genannt. Einzelne Spieler behaupten zudem, dass die im Korpus angebrachten Federn des Tremolos durch unbeabsichtiges Mitschwingen eine Art mechanischen Halleffekt erzeugen. Im Gegensatz zur Telecaster fehlen der Strat größtenteils die schrillen Höhen, gegenüber der Gibson Les Paul klingt die Stratocaster eher hell mit geringerem Sustain.
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Ricky King mit Stratocaster Bildherkunft |
Waren die ersten Stratocaster-Spieler Countrygitarristen aus dem direkten Umfeld der örtlichen kalifornischen Countryszene wie Bill Carson, Rex Gallion oder Eldon Shamblin, wurde die „Strat“ im Lauf der 1950ern vor allem von Surf- und Rock ’n’ Roll-Musikern geschätzt. Buddy Holly benutzte die Stratocaster für seine Aufnahmen und Liveauftritte; der helle, drahtige Klang seines Instruments ist deutlich im Lied „That’ll be the day“ zu hören. Einen anderen Weg schlug der Surfrocker Dick Dale ein, der mit der Stratocaster und dem bei den Fender-Verstärkern neu eingeführten Halleffekts einen pulsierenden, donnernden Klang erzeugte. Der durch den Film „Pulp Fiction“ zu erneuter Bekanntheit gelangte Lied „Misirlou“ zeigt exemplarisch Dales Technik auf der Stratocaster. Inspiriert durch den klaren Twang der Surfmusik erzielte die Band „The Shadows“ mit ihrem Leadgitarristen Hank Marvin sowohl als Begleitband für Cliff Richard, als auch mit eigenen Instrumentals Charterfolge. Marvins klarer, vom Tremolo der Strat geprägter Ton ist in den Liedern „FBI“ oder „Apache“ deutlich zu hören.
Im Verlauf der 1960er geriet die Stratocaster vorübergehend aus der Mode: Die Beatles spielten Epiphone, Gretsch und Rickenbacker, Blues-Musiker bevorzugten den Sound der Gibson Les Paul. Die Gitarre erlebte 1967 ein Comeback, als Jimi Hendrix der Gitarre neue und ungewohnte Klänge entlockte: Hendrix spielte die Stratocaster in großer Lautstärke über voll aufgedrehte Marshall-Verstärker und verfremdete den Klang der Stratocaster zudem mit verschiedene Effektgeräte wie Wah-Wah, Fuzz oder Phaser. Durch die hohe Lautstärke setzten kreischende Rückkopplungen ein, die von Hendrix ins Spiel integriert wurden. Weiter nutzte Hendrix das Tremolo, welches vorher nur für ein leichtes „Schimmern“ der Töne eingesetzt wurde, für dröhnende, motorenähnliche Klänge bis hin zum völligen Erschlaffen der Saiten. Viele dieser ausgefallenen Spieltechniken sind in Hendrix’ Version des „The Star-Spangled Banner“ auf dem Woodstock Festival zu hören, wo er in die US-amerikanische Nationalhymne den Klang von angreifenden Flugzeugen und explodierenden Bomben einwebte. Spätestens mit dem charakteristischen Intro des 1972er Titels „Smoke on the Water“ der Band Deep Purple gilt die Kombination Stratocaster-Marshall als Standard in der Rockmusik.
Im Gegensatz zu den schweren Tönen der Rockmusik wurde die Stratocaster in der Funk und Discomusik der 1970er Jahre für einen extrem hellen, gläsernen Klang beliebt: Mit dem gezielten Ausfiltern bestimmter Frequenzen durch Effektegeräte, Equalizer und das direkte Anchließen der Gitarre an das Mischpult ohne Verstärker wurde ein höhenreicher, dünner, sauberer Klang erzeugt, der auf vielen Produktionen der Zeit zu hören ist. Der Gitarrist Nile Rodgers der Gruppe Chic nutze diesen Klang u. a. auf der Hitsingle „Le Freak“.
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Kurt Cobain (Nirvana) mit Stratocaster Bildherkunft |
Der perlende, glockige Klang der sogenannten „Zwischenstellungen“, bei denen jeweils der Steg- oder Halstonabnehmer mit dem mittleren kombiniert wird, wird häufig für unverzerrte Klänge benutzt. Bespiele finden sich sowohl bei Lynyrd Skynyrd („Sweet Home Alabama“) oder bei den Dire Straits, wo Gitarrist Mark Knopfler den Klang bei Titeln wie „Sultans of Swing“ durch sein charakteristisches Picking (Anschlagen der Saiten mit den Fingern anstatt mit einem Plektrum) noch verstärkt.
Gitarrist David Gilmour schneidet auf Aufnahmen wie „Shine on you crazy damond“ mit dem hellen, durchsetzungsfähigen Klang der Stratocaster durch die keyboardlastigen Arrangements von Pink Floyd; Yngwie Malmsteen setzt die Stratocaster bei seinem durch klassische Musik inspirierten Hardrock ein. Bluesgitarristen wie Stevie Ray Vaughan, Buddy Guy, und Rory Gallagher spielen ebenso Stratocasters wie Alternativerocker Kurt Cobain (Nirvana), John Frusciante (Red Hot Chili Peppers) oder Tom DeLonge (Blink 182). Namhafte Gitarristen wie Jeff Beck (u. a. Yardbirds), Eric Clapton, Richie Sambora (Bon Jovi), Chris Rea benutzen ebenfalls vorwiegend Stratocasters.
In Deutschland spielen u. a. Ricky King, Chris Mike („Thunder - the legend“), Rainer Baumann (Frumpy), Frank Diez (u. a. Randy Pie und Peter Maffay), Uli Jon Roth (früher Scorpions) oder Todor „Toscho“ Todorovic (Blues Company) Stratocasters. Anlässlich eines europaweiten Wettbewerbs zum 50-jährigen Geburtstag der Fender Stratocaster im Jahr 2004 gewann deutsche Gitarrist Thomas Blug den vom britischen Fender-Vertrieb ausgelobten Titel „Stratking of Europe“.
Die Stratocaster in Design und Kunst
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Superstrat von Yamaha Bildherkunft |
Das radikal neue Design der Stratocaster galt bei ihrem Erscheinen im Jahr 1954 als wegweisend und wurde nicht nur bestimmend für das Aussehen von elektrischen Gitarren, sondern auch in weiteren Designbereichen.
Im Instrumentenbau machte die Stratocaster endgültig klar, das eine elektrische Gitarre jedwede Form annehmen kann, die stabil und einigermaßen bequem zu bespielen ist. Da der Korpus nicht mehr in dem Maße für den Klang des Instruments verantwortlich ist wie bei akustischen Gitarren, war Designern nun nahezu freigestellt, wie eine E-Gitarre aussehen konnte. Waren frühe E-Gitarren wie die Instrumente von Paul Bigsby, die Fender Telecaster oder die Gibson Les Paul noch grob an den Konturen einer herkömmlichen akustischen Gitarre orientert, standen bei der Stratocaster Ergonomie und modernes Design im Vordergrund. Unterstützt wurde dies noch von den deckenden “Custom Colors” in Form von bunten Autolacken, die durch ihre kunststoffartig-glatten Oberflächen mit der Holzoptik traditioneller Instrumente brachen. Mit der Stratocaster erlebte die noch junge Industrie des E-Gitarrenbaus einen Designboom: Konkurrent Gibson experimentierte mit neuen Formen wie der zackigen Explorer oder der pfeilförmigen Flying V und stellte für die Formgebung der Firebird den Automobildesigner Ray Dietrich an. Die Firma National experimentierte in den 1960ern mit Korpussen aus Fiberglas, die im Umriss grob an die Landkarte der USA erinnerten (Abbildung hier). In Deutschland wurden Firmen wie Höfner, Hoyer und Framus stark von Fenders neuer Gitarre beeinflusst, ohne dabei eigene Ideen wie ausgefallene Elektronik und die charakteristischen Schichtholzhälse aus heimischen Hölzern zu vernachlässigen. Die Konstruktion und Form der Stratocaster entwickelte sich zu einem Standard für E-Gitarren; die Bezeichnung Strat wurde umgangssprachlich zum Oberbegriff für alle Stratocaster-ähnlichen Instrumente.
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Überlebensgroße Stratocasters in der Rock and Roll Hall of Fame Bildherkunft |
Mit dem beginnenden Hardrock begannen viele Hersteller zum Ende der 1970er zudem, die Grundidee der Stratocaster den neuen Spielstilen anzupassen. Die Korpusformen wurden spitzer, die Griffbretter wurden auf 24 Bünde verlängert, das Tremolo wurde durch stimmstabile Floyd-Rose-Systeme ersetzt und als Tonabnehmer kamen leistungsstarke Humbucker oder aktive Elektroniken zum Einsatz. Diese hochgerüsteten Instrumente von Herstellern wie Ibanez, Jackson, ESP oder Kramer werden von Musikern häufig als „Superstrats“ bezeichnet Gitarren – Alle Modelle und Hersteller, Tony Bacon, London 1991 S. 96..
In Kunst und Design fand die Stratocaster als Symbol des Rock ’n’ Roll ebenfalls Einzug. Passte die Stratocaster mit ihren organisch fließenden Formen in Designstile der 1950er wie die Heckflossen bei Automobilen oder dem Googie in der Architektur, blieb die Form durch die als rebellisch angesehene Rockmusik zeitlos futuristisch. Die Grundform der Stratocaster wird daher bis heute häufig als optischer Ausdruck des Rock ’n’ Roll verwendet und findet sich – mehr oder minder stilisiert – auf zahllosen Plattencovern, Werbeschildern, Konzertplakaten, Aufnähern, bei Dekoration von Diskotheken und Gaststätten bis hin zu Comics und Kinderspielzeug wieder.
Literatur
- Tom Wheeler: Die große Stratocaster-Chronik. 50 Jahre Fender Stratocaster. PPV, Bergkirchen 2004. ISBN 3-932275-96-9
- Richard R. Smith: Fender – Ein Sound schreibt Geschichte. Nikol-Verl.-Ges., Hamburg 2003. ISBN 3-937872-18-3
- Tony Bacon: Gitarren – Alle Modelle und Hersteller. Zsolnay, London/Wien 1991. ISBN 3-552-05073-6
- George Gruhn,Walter Carter: Elektrische Gitarren & Bässe – Die Geschichte von Elektro-Gitarren und Bässen. PPV, Bergkirchen 1999. ISBN 3-932275-04-7
- Tony Bacon, Dave Hunter: Totally Guitar—The definitive guide. Backbeat Books, London 2004, Zweitausendeins, Frankfurt M 2005. ISBN 3-86150-732-3
- Gitarre & Bass. Sonderausgabe Fender. Diverse Autoren. Musik Media, Köln/Ulm 2001.
- Heinz Rebellius: Warum ist die Strat die Strat? In: Gitarre und Bass. Musik Media, Köln/Ulm 2004,10 (Okt), S.98-102.
- Hilary Kay: Rock ’n’ Roll Souveniers, Battenberg Verlag, Augsburg 1994, ISBN 3-89441-179-1
Quellen
Weblinks
- offizielle Website von Fender USA (Englisch)
- offizielle Website von Fender Deutschland
- offizielle Website von G&L (Englisch)
- Fanseite für Sammler Details früher Stratocasters (Englisch)
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Diskussion der Autoren über den Artikel: Fender Stratocaster
Kritik
Ich finde es ein wenig bedenklich, einen dermaßen werbeartigen Text hier stehen zu lassen. Die Sambora-Strat könnte raus, ebenso der Hinweis, dass Fender "jetzt wieder in guten Händen" sei. Zu subjektiv.Zu Wünschen wäre noch ein Hinweis darauf, dass die Strat sozusagen die meistkopierte Gitarre überhaupt ist. Ich kenne mich leider zu wenig aus, um das selbst zu verfassen... Danke! (CH)
Die Sambora Strat ist nun einmal ein, wenn auch kitschiges Modell aus der ellenlangen Reihe an Strats. Kann also drinbleiben! Es stimmt aber, die Strat ist die wohl meistkopierte Gitarre. man sehe sich dazu nur mal die Modelle von Ibanez, Godin, Charvel usw. und die ganzen Korea und China-Labels etc etc. pp an! (Tok)
Verwunderlich
Es ist verwunderlich, dass in dem Artikel über die Strat nicht auf deren charakteristische Form eingegangen wird. Die Strat war meines Wissens nach die erste in Serie gebaute Stromgitarre mit zwei Cutaways, also Korpusaussparungen an Ober- und Unterseite des Hals-Korpus Übergangs, die die Bespielbarkeit in hohen Lagen erleichtern soll. Die Form ist nämlich, insbesondere wenn man Kopien anderer Hersteller als Stratoide dazunimmt das einzige Bindeglied. Lässt man Kopien und Superstrats einmal aussen vor, bleibt festzuhalten, dass alle Fender Stratocaster Modelle als Konstruktionsmerkmal den am Korpus festgeschraubten Hals besitzen. Dieser ist bis auf die CBS-Modelle der 70er Jahre mit 4 Schrauben verschraubt, während es in den 70ern eine Verbindung mit 3 Schrauben war (was bei Gitarrenbauern, als Hauptgrund für den Qualitätseinbruch der CBS Strats gilt). Eine weitere Besonderheit der Strat ist, dass alle Tonabnehmer und Potis auf einem Schlagbrett (Pickguard) angebracht sind. Traditionell ist eine Bestückung mit drei Tonabnehmern, einem 3 oder 5 Wege Schalter zur Auswahl der Tonabnehmer, einem Volumen- und zwei Tonreglern. Der Korpus der Stratocaster besteht im Fender Programm entweder aus Sumpfesche oder aus Erle (bei Mexiko Strats teilweise auch aus Pappel), der Hals aus Ahorn mit einem Griffbrett aus Ahorn oder Palisander, in das 21 oder 22 Bünde eingelassen sind. Als Bundmarkierungen fungieren in der Regel schwarze Dots (bei Ahorngriffbrettern) und helle Dots aus verschiedenen Materialien bei den dunklen Palisandergriffbrettern. Die Mensur der Stratocaster beträgt 25,5 Inches, das entspricht etwa 648 mm. Erwähnenswert ist ausserdem, dass die Stratocaster die erste Seriengitarre war, deren Korpusober- und -unterseite ergonomische Zugeständnisse an den Spieler machte. So ist die Armauflage der Korpusoberseite abgeflacht und die Unterseite hat die berühmte Bierbauchausfräsung. Weiterhin erwähnenswert ist zudem, dass es auch Strats ohne Tremolosystem gibt, sogenannte Hardtails. Ansonsten möchte ich noch anfügen, dass der berühmteste Spieler einer CBS Strat wohl auch der berühmteste Stratspieler überhaupt war, nämlich Jimi Hendrix höchstpersönlich. Die beiden genannten Spieler, Malmsteen und Blackmore spielen modifizierte Modelle dieser Zeit oder teilweise auch ihre neuen Signature Modelle. Malmsteen hat zumindest bei seinem Signature Modell übrigens eine 4-Punkt Hals-Korpus-Verbindung und angeblich ist der Hals der Blackmore Strat zusätzlich eingeleimt. Einer der Hauptgründe für die Popularität der Strat dürfte übrigens sein, dass man sie einfacher als andere Gitarren mit eher wenig Aufwand den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. Fast alle Teile sind leicht erhältlich, andere Fräsungen für z.B. Humbucker bleiben nach dem Eingriff durch das Schlagbrett unsichtbar, können also ohne weiteres zur Not sogar mit dem Stechbeitel ausgeführt werden... Das Angebot an Ersatzteilen ist definitiv grösser als bei jeder anderen E-Gitarre. Ausserdem sei noch angefügt, dass nicht bei jeder Humbucker Strat auch Single Coils an Board sind. Als Beispiele seien die Double Fat Strat oder sogar die Delonge Strat angeführt. Ob die jetzt klanglich noch so stratig daherkommen sei mal dahingestellt...- Warum baust du diese interessanten Infos nicht einfach in den Artikel ein? Mikano Mikano 10:35, 2. Aug 2005 (CEST)
Keine Ahnung wie das geht. Wer weiss wie es geht, darf meinen Text oder Teile davon gerne im Hauptartikel verbraten.
Jeff Beck und Eric Clapton
Habe den Vermerk "(in den Siebzigern)" bei den beiden Herren entfernt, weil beide heute noch fleißige Stratspieler sind...
- OK, der Vermerk muss eigentlich lauten "ab den Siebzigern". Der Punkt ist, dass die beiden Herren in den Sechzigern noch Les Paul gespielt haben. -- Hajo Keffer 22:38, 27. Sep 2005 (CEST)
Lemma "Fender Stratocaster" statt "Stratocaster"?
Ich habe mir gerade mal so Gedanken über die Lemmata in den Gitarrenartikeln gemacht: Wäre es nicht besser, durchgehend ein Lemma nach dem Muster "Herstellername Modellname" zu verwenden wie bei andern Industrieprodukten auch (z.B. VW Golf, Apple iPod etc.)? Hab mal eine generelle Diskusion unter gestartet, damit wir zu dem Thema ein Meinungsbild erhalten. --Gufnu 13:26, 18. Okt 2005 (CEST)
- Artikel verschoben. --Gufnu 00:11, 10 November 2005 (CET)
Black-Musik
Für Nicht-Rock-Musikfans wichtigster Musiker: Nile Rodgers ("Dianna"-Ross). Auch James Brown's Sexmachine ist geeignet, den Klang in Erinnerung zu bringen.
Was mir fehlt ist, daß der Siegeszug eigentlich erst los ging als man den 5-Stufenschalter (oft nachträglich) verbaute, und in den Zwischenstufen die Pickups "out of phase" zusammengefaßt wurden. Dadurch wurde die Strat im Klang noch dünner, fügte sich also noch weniger störend als Rhythmus-Instrument ein. Die in Mexico gefertigten Stücke sind "schwer spielbar"* und dienen wohl mehr der Dekoration.
*verglichen mit Profi-Instrumenten
Ein glücklicher Besitzer einer 87er USA
Kurt Cobain Stratocaster ?
Soweit ich weis hat er doch meistens eine Fender Jagstang gespielt, zumindest hab ich ihn nicht als typischen Stratocaster Gitarristen in Erinnerung --DJ Teac 21:33, 11. Feb 2006 (CET)
- Cobain als Stratocaster-Spieler ist grenzwertig. Er hat bei "Nirvana" fast alles gespielt was Fender irgendwann mal an E-Gitarren gebaut hat. Dabei waren viele Jaguars, Mustangs, ein paar Jazzmasters - und eben auch einige Strats. Übrigens spielt Cobain auf dem Bild im Artikel Nirvana (Band) zufällig eine Strat. Die Jagstang wurde in Zusammenarbeit mit Cobain entwickelt, als die Aufnahmen zu "In Utero" liefen. Erste Prototypen spielte Cobain erst während der darauffolgenden Tour kurz vor seinem Tod.--Gufnu 23:31, 12. Feb 2006 (CET)
Bekannte Stratocaster-Spieler
Ich habe das Listenanhängsel entfernt, da es in letzter Zeit immer länger wurde und sich diese Liste beliebig verlängern liesse. Zum Verständnis des Artikels trägt eine wahllose Auflistung weiterer Gitarristen nichts bei. Bevor es bei einer reinen Kürzung wieder Streit darüber gibt wer nun wirklich superwichtig, wer nur etwas wichtig und wer gar nicht wichtig ist, ist es IMHO besser, ganz auf diese Liste zu verzichten. --Mikano 09:34, 3. Mär 2006 (CET)Bei dem übriggeblieben Text denke ich sollte man auch auf Ritchie Blackmore (Deep Purple) eingehen, da er mit seinem Gitarrenspiel sehr geprägt hat.
Wer ist denn bitte Sven Axer? Hat der schon mal was beachtenswertes veröffentlicht?
Ensprechende Kategorie bei den Gitarristen einbauen.--Löschfix 12:56, 11. Aug 2006 (CEST)
Strat
Ist es denn richtig, dass Strat ein redir auf Fender Stratocaster ist? Sind denn alle Strats Fenderinstrumente, bzw. Fender-clone? Oder brauchen wir einen allgemeinen Artikel zu Strat oder Strato?--Löschfix 12:59, 11. Aug 2006 (CEST)- "Strat" ist die unter Musikern geläufige Abkürzung für die Fender Stratocaster. Da die Stratocaster seit ihrem Erscheinen ständig kopiert und nachgeahmt wird, hat sich die Bezeichnung "Strat" zeitweise auf alle ähnlichen nachfolgenden Instrumente ausgeweitet, obwohl damit ursprünglich nur die Fender Stratocaster gemeint war. "Strat" ist übrigens mittlerweile ein eingetragenes Warenzeichen von Fender. Außerdem geb es von Fender selbst mal eine Gitarre namens "The Strat", die jedoch nicht besonders erfolgreich war. Ich bastel Gufnu/Stratocaster übrigens gerade an einem neuem Artikel über die Stratocaster und nehm dies mal als Anregung mit.--Gufnu 13:15, 11. Aug 2006 (CEST)
Sambora Strat?
Nun ja, warum soll die Sambora Strat nicht hier drin stehen? Als einziges Argument gegen die Listung werden die Star-Inlays im Griffbrett genannt. Das ist wohl eine Frage der Optik und somit des Geschmacks. Da gibt es aber auch andere Gitarren, die (optisch) nicht nach jedermanns Geschmack sind. Ich finde aber nicht, dass die Optik bei der Frage, ob die Gitarre hier erwähnt sein sollte oder nicht, entscheidend sein sollte.
Da bin ich schon bei meinem Argument, warum man der Sambora-Strat unbedingt Aufmerksamkeit schenken sollte: der Sound. Meiner Meinung nach ist diese Strat bzgl. Sound-Variation eine der vielseitigsten, nicht zuletzt Dank der "Texas Special" Single Coils (Hals und Mitte). Stevie Ray Vaughan's Signature-Modell ist übrigens auch mit diesen Tonabnehmern bestückt. Sambora's Strat sind fast keine Grenzen gesetzt; von Blues bis Heavy, Pop, Rock, alles eine Frage der Einstellung und man kriegt für jeden Stil einen authentischen und soliden Sound hin. Im Steg sitzt ein DiMarzio-Humbucker, der für harte Sounds sorgt. Ein weiteres (grosses) Plus bzgl. Sound: auf Knopfdruck werden alle drei Tonabnehmer aktiv geschaltet. Für SRV-Sounds braucht man also noch nicht mal einen Overdrive, um einen rauhen Blues-Sound hinzubekommen. Aber eben auch clean hat die Gitarre viel zu bieten. Vom typischen, warmen Strat-Sound bis zum knallharten Heavy, alles möglich.
Meiner Meinung nach ist der Sound das einzige Argument, warum man eine Gitarre erwähnt oder nicht. Also, wenn hier der Sound auch eine entscheidende Rolle spielen darf, muss die Sambora Strat drin bleiben. Oder vielleicht geht es hier viel mehr darum, dass man an Sambora's Qualitäten als Gitarrist zweifelt, weil er bei BJ spielt? Dann sollte man sich bei Gelegenheit mal seine Solo-Alben zu Gemüte führen, lohnt sich ebenso, wie eine Sambora-Strat zu spielen. Danke für die Aufmerksamkeit. IEH, 07.09.2006
Instrumentenmaske
Ich denke es würde den Artikel nochmal verbessern, wenn jemand die Instrumentenmaske, die schon bei vielen anderen Instrumenten benutzt wird (Klavier, Fender Rhodes, Triola, Gitarre usw.) verwendet werde würde. --Fetz 16:40, 15. Apr 2006 (CEST)Die Instrumentenmaske passt nicht, da diese für Instrumentenkategorien gemacht ist. Eine Maske wie sie auf en.wikipedia.org verwendet wird, wäre gut, ich weiß aber noch nicht, wie man so etwas macht. Z.B.: [LINK] --Jodeli 23:15, 11. Okt. 2006 (CEST)
So, Infokasten ist drin. Die zugehörige Vorlage habe ich auch erstellt, bevor jetzt die Umstellung anderer Gitarrenseiten beginnt, wäre es gut über diese Vorlage zu diskutieren. --Jodeli 08:41, 12. Okt. 2006 (CEST)
Bilder entfernt
- 01:29, 14. Okt. 2006 Kantor.JH (Diskussion | Beiträge) (Habe die ersten beiden Bilder wegen Überlange der Infobox rausgenommen - hat jemand eine Idee? :-/)
Als ich sehe kein wirkliches Problem in der Vorgängerversion. Die Bilderleiste ist mehr oder weniger durchgehend. Aber vielleicht sieht es bei anderen Browsern und Auflösungen ganz anders aus.
Ich habe nun eine andere Variante des Kastenvorlage gemacht, eventuell ist diese besser.
Unterschied ist einzig der Zusatz _breit beim Namen der Vorlage. Wie gehen wir jetzt vor, Abstimmung? oder macht jemand etwas, der sich als Hauptverantwortlicher sieht. --Jodeli 17:24, 16. Okt. 2006 (CEST)
Nachdem niemand protestiert hat: Auf breit umgestellt und die Bilder wieder aktiviert. Ich finde, es sieht besser aus, sogar bei Auflösung: 1024x768.
Weiters hat irgendejemand fälschlich von umgedrehter Linkshändergitarre auf umgedrehte Rechtshändergitarre für die Jimi Hendrix Tribute korrigiert. Tatsächlich wurde aber für Rechtshänder ein adaptiertes Linkshändermodell ausgeliefert.--Jodeli 18:31, 17. Okt. 2006 (CEST)
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Exzellenz-Kandidatur: Fender Stratocaster (Archivierung Abstimmung 6. Oktober bis 26. Oktober 2006)
Nachdem der Hauptautor Gufnu bereits einige andere Gitarren exzellent bzw. lesenswert machte, finde ich, dass auch die Strat ein Bapperl verdient hat. Der Artikel hat alles, was ich mir für Exzellenz wünsche: eine klare Struktur, hervorragenden Stil, umfassende (soweit ich das beurteilen kann) Information, ansprechende Bebilderung. Deshalb sage ich:
- Pro
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Bildherkunft für Gufnus Darstellung eines der einflussreichsten Instrumente der Rockgeschichte --DieAlraune 08:11, 6. Okt 2006 (CEST)Pro
Kurz schon mal erste Verbesserungsvorschlæge:
- Gibts es evt. historische Preise? Wære schon interessant, was die Dinger damals gekostet haben.
- Die Stratocaaster kostete im Erscheinungsjahr 1954 laut Preisliste 249,- Dollar, die (heute sehr seltene) Sparversion ohne Tremolo 229,- Dollar. Die Telecaster schlug damals übrigens mit 189,- Dollar zu Buche. Ich baue diese Infos gerne in den nächsten Tagen ein. Gufnu 01:48, 7. Okt 2006 (CEST)
- Erledigt--Gufnu 23:41, 18. Okt. 2006 (CEST)
- Der Abschnitt mit Buddy Holly isty stilistisch - naja - nicht ganz auf der Høhe; das liest sich eher wie ein Nachruf ;-)
- Es wäre schön, wenn jemand anderes diesen Teil überarbeitet. Ich selbst als Hauptautor habe da so eine Art "Tunnelblick", sprich: Ich fürchte, mir fehlt die kritisch-neutrale Distanz. Gufnu 01:48, 7. Okt 2006 (CEST)
- Habe den Abschnitt etwas "entschärft" --Gufnu 23:41, 18. Okt. 2006 (CEST)
- Was fehlt sind Soundbeispiele ;-) Und am besten natuerlich eine Gegenueberstellung mit der Gibson.
- Ist schon lange auf meiner To-Do-Liste. Wie so vieles. Gufnu 01:48, 7. Okt 2006 (CEST)
Tja - jetzt ich habe mir den Artikel heute noch mal 2x durchgelesen, und mir ist echt auf Biegen und Brechen nichts weiter mehr aufgefallen ;-) Wære schøn, wenn die o.g. Dinge noch rein mit kømmen, aber auf _jeden_ FallProSymbol support vote.svg
Bildherkunft . --Kantor.JH Kantor.JH 23:03, 6. Okt 2006 (CEST)Pro
Was soll man denn dazu sagen ? Ein Gitarrenartikel nach dem anderen wird einem um die Ohren gepfeffert. Dabei ist einer besser als der andere. Da gibts nicht viel dazu zu sagen. Ein klares
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BildherkunftPro . Der Artikel ist erste Sahne. Gruß Boris Fernbacher 15:12, 6. Okt 2006 (CEST)
- Pro
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Bildherkunft für die Strat. Als Stratfan kann man beim lesen kaum das Wasser halten ;-). Einzig der von Kantor bemängelte Abschnitt Buddy Holly mit seinem 2x nahezu unangetastet sollte noch geändert werde, was die Wertung jedoch nicht mindert. --Jackalope 15:32, 6. Okt 2006 (CEST)Pro
- Pro. Toller Artikel, leider staubt die meinige langsam ein. --Uwe Gille Uwe Gille 02:21, 7. Okt 2006 (CEST)
Inhaltlich ein guter und lesenswerter, aber noch kein exzellenter Artikel; gibt's beispielsweise zumindest für die von Fender bzw. CBS selbst hergestellten Original-Stratos keinerlei präzisere Verkaufszahlen als „meistverkaufte“? Dazu kommt eine andere Schwäche des Artikels: ich habe eben in einem einzigen Unterkapitel bestimmt ein Dutzend typos, Zeichen- u.ä. Fehler gefunden (und korrigiert). Formal ist er also auch noch nicht exzellent, aber es ist ja auch noch Zeit für den „Herbstputz“. Bisher
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BildherkunftContra . --Wahrerwattwurm Wahrerwattwurm 00:15, 11. Okt. 2006 (CEST)
- Der -zugegebenermaßen etwas reißerisch klingede- Satz in der Einleitung ist trotz seiner Drastik einhellige Expertenmeinung und stellt zudem tatsächlich eine nahezu wortgetreue Übersetzung aus dem Buch "Totally Guitar" von Tony Bacon und Dave Hunter (siehe auch Literaturangaben) dar. Besonders Tony Bacon hat zum Thema E-Gitarre verschiedene Fachbücher verfasst und genießt vor allem im englischsprachigen Raum den Ruf als absoluter Experte. Genaue Stückzahlen, die diese Aussage auch rechnerisch bestätigen existieren jedoch leider nicht. Fender selbst kann wegen seiner wechselvollen Geschichte Stückzahlen nur noch schätzen, die Produktionszahlen der asiatischen Kopisten sind schlicht nicht seriös zu ermitteln. Um die Aussage dennoch zu entschärfen, habe ich neben dem Einfügen der von Fender zum 40. Geburtstag geschätzten Stückzahlen den Einleitungssatz etwas umformuliert und duch die Wortwahl "gilt als" die Grauzone der Information deutlich gemacht. Gerne kann das auch ganz anders dargestellt werden. Für die bemängelten Typos kann ich mich trotz der Länge des Artikels leider nur entschuldigen. --Gufnu 23:41, 18. Okt. 2006 (CEST)
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BildherkunftContra Die wichtigsten Aussagen sind nicht durch detaillierte Quellenangaben (Einzelnachweise) belegt und somit nur schwer nachprüfbar. Stefanwege 17:04, 18. Okt. 2006 (CEST) Jetzt
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BildherkunftPro Stefanwege 13:14, 19. Okt. 2006 (CEST)
- Nahezu alle im Artikel enthaltenen Informationen sind in der angegebenen Liertaur oder den Weblinks zu finden. Was möglicherweise fehlt, werde ich in Kürze ergänzen. Einzelnachweise wurden bereits teilweise eingefügt, weitere folgen in Kürze.--Gufnu 23:41, 18. Okt. 2006 (CEST)
- pro erstklassiger Artikel, klar exzellent --Felix Stember Felix Stember 13:41, 19. Okt. 2006 (CEST)
- Pro
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Bildherkunft --C.Löser C.Löser 16:12, 22. Okt. 2006 (CEST)Pro
- Pro
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Bildherkunft Gut recherchierter, umfassender Artikel, der das Prädikat Exzellenter Artikel durchaus verdient hat. --Aktionsheld 22:45, 22. Okt. 2006 (CEST)Pro
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Die unten genannten Bilder, die in diesem Artikel verwendet werden, sind auf Commons gelöscht oder zur Löschung vorgeschlagen worden. Bitte entferne die Bilder gegebenenfalls aus dem Artikel oder beteilige dich an der betreffenden Diskussion auf Commons. Diese Nachricht wurde automatisch von CommonsTicker erzeugt.-- DuesenBot 08:13, 28. Okt. 2006 (CEST)- {{TickerEntry
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Fender Stratocaster und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).



















