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Fujisan

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Der Artikel Fujisan gehört zur Kategorie: Berg in Asien, Berg in Japan, Vulkan, Dreitausender, Präfektur Shizuoka, Präfektur Yamanashi

|TYP = Schichtvulkan |LETZTE ERUPTION = 1707 |ALTER = 100.000 Jahre |ERSTBESTEIGUNG = 663 von einem unbekannten Mönch |LEICHTESTE ROUTE = Bergtour }}

Der Fuji (jap. 富士山, Fujisan) ist ein Vulkan und mit 3.776 m über dem Meeresspiegel der höchste Berg Japans. Er liegt auf der japanischen Hauptinsel Honshū.

Geologie

Der Fuji befindet sich in der Berührungszone der eurasischen Platte, der Pazifischen Platte und der Philippinenplatte und gehört zu den Schichtvulkanen des pazifischen Feuerrings. Er wird als aktiv mit geringem Ausbruchsrisiko eingestuft.

Der letzte bekannte Ausbruch ereignete sich im Jahr 1707 während der Edo-Zeit. Damals bildeten sich auf halber Höhe ein zweiter Krater und ein zweiter Gipfel, nach dem Namen der damaligen Ära Hoei-zan benannt.

Wissenschaftler nehmen an, dass der Fuji in vier unterschiedlichen Abschnitten vulkanischer Aktivität geformt wurde: Der erste Abschnitt (Sen-komitake) besteht aus einem tief im Berg liegenden Andesitkern. Danach kam Komitake Fuji - eine Basaltschicht, von der angenommen wird, dass sie vor mehreren hunderttausend Jahren geformt wurde. Vor ungefähr 100.000 Jahren bildete sich der „alte Fuji“ über der Oberfläche von Komitake Fuji. Vom modernen, „neuen“ Fuji wird angenommen, dass er vor ungefähr 10.000 Jahren über dem alten Fuji entstand.

Abbildung
Katsushika Hokusai: Drache über dem Fuji (Holzschnitt)
Bildherkunft

Name

Etymologie

Die moderne japanische Schreibweise des Fuji setzt sich aus den Kanji 富 (fu, reich), 士 (ji, Krieger) und 山 (san, Berg) zusammen, aber es ist wahrscheinlich, dass die ersten beiden Zeichen nur gewählt wurden, weil ihre Aussprache mit dem Namen des Berges übereinstimmt.

Der Ursprung des Namens ist unbekannt. Zur Herkunft gibt es viele Geschichten und Spekulationen, so zum Beispiel, dass der Name von 不尽 (endlos) kommt. Der japanische Namensforscher Kanji Kagami hat dagegen die These aufgestellt, dass der Name die gleichen Wurzeln wie „Glyzinie“ (eine Blume) und „Regenbogen“ (jap. niji oder fuji) hat und von den „langen gleichmäßigen Hängen“ des Berges herrührt.http://www.city.fujinomiya.... http://tisen.jp/tisenwiki/i... http://www5f.biglobe.ne.jp/... http://www.asahi-net.or.jp/...

„Fujisan“ oder „Fudschijama“?

Die im Westen häufig verwendete Bezeichnung Fujiyama (im deutschsprachigen Raum laut Duden auch Fudschijama) beruht auf der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts vorherrschenden Aussprache von japanischen Schriftzeichen: Die Kunyomi-Aussprache von „山“ (Berg) lautet zwar -yama, seit der Meiji-Restauration wird aber besonders in geographischen Namen verstärkt die Onyomi-Aussprache -san verwendet.

Heute lautet der Name auf Japanisch Fuji-san.

Die geeignetste Umsetzung des Namens im Deutschen dürfte Fuji sein. Manche Japanologen vertreten allerdings die Auffassung, man könne Fujisan auch als Eigenname verwenden, und berufen sich dabei zum Beispiel auf Mont Blanc und Mount Everest, da bei jenen das fremde Wort für „Berg“ ebenfalls unübersetzt bleibt.

Popularität

Abbildung
Menschenmenge auf dem Gipfel
Bildherkunft

Der Berg, der im Shintoismus als heilig gilt, wurde angeblich zum ersten Mal 663 von einem unbekannten Mönch bestiegen. Bis zur Meiji-Zeit war der Berggipfel für Frauen verboten.

Heutzutage gehört der Fuji zu den beliebtesten Touristenzielen in Japan. Durch seine Form ist der Berg im Vergleich zu anderen Dreitausendern relativ leicht zu ersteigen. Im Sommer, wenn der Aufstieg auf drei verschiedenen Routen für die Öffentlichkeit freigegeben ist, finden sich pro Tag rund 3.000 Touristen auf dem Gipfel ein.

Die höchste mit regulärem Kraftverkehr zu erreichende Station, Gogome, liegt auf etwa 2.300 m. Die Straße dorthin ist zur Obon-Zeit nur für Busse geöffnet.

Eine besonders schöne Aussicht vom Gipfel bietet sich, wenn die Sonne über dem Pazifik aufgeht. Viele Bergsteiger legen dazu in einer der auf 3.000-3.400 m gelegenen Hütten eine Pause ein und brechen gegen 2 Uhr nachts wieder auf.

Der Fuji in der japanischen Kunst

Abbildung
Blick auf den Fuji vom See Kawaguchi aus
Bildherkunft

Wegen seines sehr symmetrischen Vulkankegels gilt der Fuji als einer der schönsten Berge der Welt und ist ein häufiges Thema in der japanischen Kunst. Der Berg kommt auch häufig in der japanischen Literatur vor und ist ein beliebtes Thema vieler Gedichte.

Die älteste erhaltene künstlerische Darstellung des Fuji stammt aus der Heian-Zeit und findet sich auf einer mit Papier bespannten Schiebewand aus dem 11. Jahrhundert. Die berühmteste Arbeit dürfte wohl Katsushika Hokusais Bilderzyklus „36 Ansichten des Berg Fuji“ sein.

Abbildung
Der Fuji mit einem Shinkansen im Vordergrund
Bildherkunft

Aokigahara

Aokigahara ist ein Wald am nördlichen Fuß des Fuji und erstreckt sich über etwa 3.500 Hektar. Über den Wald kursieren zahlreiche Spukgeschichten und Urban Legends. So soll es angeblich ein mysteriöses Magnetfeld geben, das Kompasse und Elektronik unbrauchbar mache. Für diese Behauptungen gibt es jedoch keine Belege. Das japanische Militär und die US-Armee führen in dem Gebiet regelmäßig gemeinsame Manöver durch und konnten keine Spuren ungewöhnlicher Aktivitäten verzeichnen.

Eine sehr reale Tatsache ist hingegen die Popularität des Waldes unter Selbstmördern seit den 1960er Jahren. Seit der Bestsellerautor Matsumoto Seichō die Protagonisten seiner Bücher Nami no tō ("Der Wellenturm") und Kuroi Jukai ("Meer aus Bäumen") aus unglücklicher Liebe an den Hängen des Fuji Selbstmord begehen ließ, stieg die Anzahl der Lebensmüden, die zum Sterben an den Fuji reisen, rapide an. So wurden allein im Jahr 2002 insgesamt 78 Tote gezählt.

Weblinks

Quellen


Diskussion der Autoren über den Artikel: Fujisan


„Fujisan“ oder „Fudschijama“

irgendwie wurde dieser "Fujisan oder Fudschijama" Abschnitt in letzter Zeit immer mehr breitgetreten und grenzt inzwischen schon eher an religösen Fundamentalismus als an neutralem Standpunkt. Fakt ist: Orte haben in anderen Ländern oft auch andere Bezeichnungen, insbesondere wenn Sonderzeichen drin vorkommen (Köln/Cologne, Krungthep Mahanakhon/Bangkok, ...) Fakt ist auch der Berg heißt im Japanischen Fuji-san im Englischen Mount Fuji und im deutschen wird of Fujiyama verwendet (Berg Fuji wär auch sehr umständlich .. und Fujispitze trifft es einfach nicht ;)). Ein schneller Überblick mit google gibt auch erstaunlicherweise etwa gleichviel deutschsprachige Hits für fujiyama und fujisan (fudschijama dagegen kaum).

Ich wollte mich jetzt nicht gleich ans ändern machen, sonst kommts hier noch zu edit-wars .. aber gekürzt/vereinfacht gehört der abschnitt schon ... über die Geologie, Geschichte und religiöse Bedeutung des Berges gibt es doch viel interessantere Sachen zu erzählen :) -- Gorgo 01:59, 4. Aug 2005 (CEST)

Wikipedia unterliegt oft einem drolligen Globalisierungswahn. Derberg heißt doch schlicht und einfach Fudschijama. Ich bin mir sicher, dass 95% aller deutschen Nutzer eines Lexikons unter dieser Bezeichnung suchen. Fuji habe ich noch nie gehört, also werden ich es auch kaum suchen. Ich empfehle allen mal den Artikel Exonym zu lesen. Rolz-reus 19:03, 4. Nov. 2006 (CET)

Fudschijama gibts doch?! -- Gorgo 23:22, 4. Nov. 2006 (CET)

Aufstieg

"Wer den schönsten Ausblick genießen möchte, bekommt allerdings nur kurz Schlaf, dann die beste Aussicht vom Gipfel bietet sich, wenn die Sonne hinter dem Pazifik aufgeht."

Von der 5. Station, auf die man mit einem Bus fahren kann sind es noch ca. 1500 Höhenmeter. Ich bin diese vor 2 Wochen in 3 Std. gegangen und der Sonnenaufgang war sicher nicht um 1 in der Nacht... URL4n0t4found 22:28, 8. Sep 2005 (CEST)

Bildunterschrift zu Hokusai

Warum ist die Bildunterschrift eigentlich auf Englisch? "Drache über dem Fuji-Berg" ist doch mindestens genauso gut, der Originaltitel ist doch eh' auf 日本語. unbekannter Nutzer

Fujisan überall auf Honshu zu sehen!?!

Nicht nur seine Form auch seine dominate Erscheinung auf der Insel Honshu ist ein Grund für seine Bedeutung in der japanischen Kultur. Selbst aus grössere Entfernung kann man seinen Kegel sehen und die meisten japanischen Siedlungsgebiete(wie Tokyo und Osaka) befinden sich in seinem Blickfeld. Wahrscheinlich können ihn über 50 % der Einwohner von Honshu problemlos sehen.


Das ist ein diskussionswürdiger Vorschlag für einen Eintrag im Artikel. Ich selber war noch nie auf dem japanischen Archipel und kenne die Blickwinkel nur aus Filmen und aus Beschreibung, die diverse Autoren geschrieben haben. Übrigens die fünfzig Prozent ist eine fiktive Zahl und weiß nicht ob man ihn von Osaka wirklich sehen kann. --LaWa 02:16, 2. Jan 2006 (CET)

Hallo LaWa,

sicher wäre das wert, im Fujisan-Artikel gebracht zu werden, aber ..... wo hast Du DAS denn aufgeschnappt ?
Jedenfalls ist es völliger Unsinn: Selbst von Tokyo aus sieht man den Fuji nur selten. Die Zugspitze von Frankfurt aus zu sehen wäre leichter, als den Fuji von Nagoya oder Osaka aus zu erblicken, denn neben der noch größeren Entfernung werden letztere beiden Städte von mehreren 100m hohen Bergen umgeben. => Aufatmen, wir haben - jedenfalls in diesem Punkt - nichts ausgelassen, was erwähnt werden sollte... Gruß, --Ro- 10:02, 2. Jan 2006 (CET)
Öhm. Lawa hat aber das über dem Strich nicht geschrieben so wie ich das lese. Er bezweifelt es ja auch auch. Und ja ist Unsinn ... selbst von Tokyo aus sieht man das Ding eher selten. Und die meisten Menschen in Aomori-ken haben ihn sicher auch noch nicht gesehen *g* --Christian Günther 12:56, 2. Jan 2006 (CET)
Nach "Versionen vergleichen" sah es so aus, als ob LaWa die These mit in die Diskussion gebracht hätte - was ja auch gut so ist. Ich wollte Dir auf keinen Fall an den Karren fahren, Lawa, ich hoffe das kam trotz meiner Wortwahl durch, indem ich den Sachverhalt zu erklären versuchte. "Unsinn" ist nur die Sache an sich - und so überraschend, dass ich echt gerne wüsste, wo man diese These herbekommt. Tut mir leid, wenn's kantig war / viel Spass noch, --Ro-
Damit hat sich die Sache wohl erledigt.--LaWa 19:22, 2. Jan 2006 (CET)

Man muss die Aussage wirklich ein bisschen relativieren. Meistens ist der Fuji in dichten Nebel gehüllt, so dass man die Spitze nicht erkennen kann, selbst wenn man mit dem Shinkansen direkt am Fuß vorbeifährt. Oder direkt um die Ecke, in Hakone, oder auf dem Landmark Tower in Yokohama. Ging mir jedenfalls so :(. Meine Freundin behauptet trotzdem, dass man von ihr zu Hause in Saitama an klaren Tagen den Fuji sehen kann. Von Osaka aus klappt das aber unter Garantie nicht, bestenfalls noch von Nagoya. Insgesamt wohnt vielleicht 25% der japanischen Bevölkerung in "Sichtweite" des Fuji, aber bestenfalls vom Hausdach und nur ein paar Tage im Jahr. "Problemlos" würde ich das nicht nennen. -- Mkill 21:57, 2. Jan 2006 (CET)

Ich muß noch hinzufügen das der Text zwischen Überschrift und Trennungsstrich eine freie Kreation ist(keine Buch war Grundlage). Osaka ist mir nur so eingefallen, gestern um zwei Uhr morgens. Aber sicherlich ist das Agglomeration Tokyo nicht das einzige, dass den Fuji(bei klaren Wetter) sehen können. 25 % ist etwas wenig, weil ja ca. 15-20 % der Éinwohner Japan in dieser Stadt wohnen. Aber wie ist es wenn man nach Tokyo fliegt und als erstes diesen Berg sieht. Das könnte man durchaus aus Dominant bezeichnen(wie geschrieben, keine persönliche Erfahrung vorhanden). --LaWa 01:07, 3. Jan 2006 (CET)

ich kenne die Geschichte vom Fuji.Es fangt eigendlich mit der hime sama Kaguya an .Murasaki Shigibu schrieb als erste Geschichte die Geschichte vom Bambusschneider.Ein Mann fand eines Tages in einem Bambus ein kleines Baby .Schnell wurde es Erwachsen und es drängten sich heiratsbewerber an ihrer Tür. Die hime sama aber stellte schier unmögliche Aufgaben .Die dinge die die Männer besorgen mussten standen im zusammenhang mit den fünf Elementen der Chinesischen Philosofie von ying und yang.Auf jeden fall machte dann der damaliege König ihr auch einen Antrag ! Sie lehnte ab und kurz darauf kamen zwei Jungfrauen und brachten die hime mitsammt dem HIMMLISCHENFLÜGELGEWANDT zum Mond .Doch kurz foher gestandt Sie ihm ihre Liebe und gab ihm das Elexier des Lebens (dazu gibt auch ein gedicht ).Als sie weg war gab der König einem seiner Diener das Elexier des Lebens und befahl ihm diesen auf dem Höchsten Berg der provienz Suruga zu entsorgen .Der Berg wurde dann Unsterblichkeit genannt.Also aus dem Klassischen Fushi wurde Fuji. unbekannter Nutzer



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Fujisan und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).