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General

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Der Artikel General gehört zur Kategorie: Dienstgrad (Bundeswehr), Militär (Österreich), Militär (Schweiz), Generalsdienstgrad
General, Plural Generale oder Generäle, bezeichnet im Militär einerseits den Sammelbegriff für die höchste Dienstgradgruppe, andererseits in den meisten Nationen den im Frieden höchsten Dienstgrad bei Heer und Luftwaffe. In manchen Nationen kann im Kriege für besondere Verdienste auch der über dem General stehende Rang eines Marschalls, Feldmarschalls oder General of the Army verliehen werden.

Rangabzeichen

Bei den meisten Armeen wird der Dienstgrad auf den Schulterstücken durch goldene (oder im Fall der US-Streitkräfte silberne) Sterne angezeigt. In den meisten NATO-Staaten trägt der General vier Sterne (daher inoffiziell auch oft als "Viersternegeneral" bezeichnet). Nachgeordnet sind die Dienstgrade

Geschichte

General ist eine im späteren Mittelalter aufkommende, aber eher selten verwendete Abkürzung für alle mit General- zusammengesetzten Titel. In Frankreich und Spanien nimmt die Benennung gerade bei militärischen Titeln im 15. Jahrhundert zu. Seit dem 16. Jahrhundert ist es eine fast ausschließlich militärische Bezeichnung.

Deutsche Armeen

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Generaloberst des Kaiserreichs
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Generaloberst der Wehrmacht
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Armeegeneral der NVA
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General der Bundeswehr
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Alle Generalränge werden unabhängig von ihrem Dienstgrad mit Herr/Frau General oder – im Sanitätsdienst – Generalarzt angesprochen.

Traditionell wird bei deutschen Generalen nicht von Sternen, sondern von Pickeln gesprochen.

Die Generaldienstgrade seit dem 19. Jahrhundert (aufsteigende Reihenfolge):

Deutsches Kaiserreich

Siehe auch Dienstgrade im Heer des Deutschen Kaiserreichs

Wehrmacht

Siehe auch Dienstgrade in der Wehrmacht

Ordnungspolizei (Nationalsozialismus) und Schutzstaffel
Die Generalsränge der Ordnungspolizei entsprachen denen der Wehrmacht, es gab aber keinen Feldmarschall, und es wurde der Zusatz "der Polizei" getragen.

Bei der SS wurde nicht von Generalen, sondern von Führern gesprochen.

Nationale Volksarmee der DDR

Siehe auch Dienstgrade in der NVA

In der NVA wurde der Dienstgrad des General (der Waffengattung) aufgegeben, und der Armeegeneral kam nach sowjetischem Vorbild hinzu und war seitdem der äquivalente Dienstgrad zum heutigen General.

Der Dienstgrad des Marschalls der DDR wurde mit Beschluss des Staatsrates vom 25. März 1982 geschaffen. Es wurde aber niemand in diesen Rang befördert. Der Dienstgrad des Armeegenerals blieb dem Minister für Nationale Verteidigung vorbehalten. Die einzigen Träger dieses Dienstgrades in der NVA waren Willi Stoph, Heinz Hoffmann und Heinz Keßler. In den Dienstgrad des Armeegenerals wurden außerhalb der NVA nur Erich Mielke (Minister für Staatssicherheit) und Friedrich Dickel (Minister des Inneren und Chef der Deutschen Volkspolizei) befördert. Theodor Hoffmann wurde bei seiner Ernennung zum Minister für Nationale Verteidigung zum Admiral befördert, was dem Generaloberst entsprach.

Die Dienstgrade in der DVP und im MfS waren denen der NVA angepasst. So galt auch hier die Reihenfolge Generalmajor- Generalleutnant- Generaloberst- (Armee)general.

Bundeswehr

Die deutsche Dienstgradreihenfolge wurde mit der Aufstellung der Bundeswehr aus politischen Gründen und zugunsten der Vereinheitlichung im NATO-Rahmen abgeändert.

  • Brigadegeneral (Generalarzt/Generalapotheker) (1 Stern)
  • Generalmajor (Generalstabsarzt) (2 Sterne)
  • Generalleutnant (Generaloberstabsarzt) (3 Sterne)
  • General (4 Sterne)
Siehe auch Dienstgrade in der Bundeswehr

Der dem General entsprechende Rang bei der Deutschen Marine lautet Admiral.

Im Sanitätsdienst der Bundeswehr gibt es keinen Dienstgrad, der dem General entspricht. Ferner gibt es im Veterinärwesen keinen Dienstgrad in der Dienstgradgruppe der Generale/Admirale.

Ein Brigadegeneral kann im deutschen Heer unter anderem eine Brigade führen - wenn er denn befördert wurde (Wartezeiten sind die Regel), ein Generalmajor beispielsweise eine Division, ein Generalleutnant ein Korps. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Dienstposten für Generale, zum Beispiel im Ministerium oder in verschiedenen Kommandobehörden, Ämtern und Schulen.

Der Generalrang bleibt in der nationalen Hierarchie dem Generalinspekteur der Bundeswehr vorbehalten. Weitere Vier-Sterne-Generaldienstposten können von Offizieren der Bundeswehr im multinationalen Bereich (NATO) wahrgenommen werden. Beispiel hierfür war General Harald Kujat in seiner Zeit als Vorsitzender des Militärausschusses der NATO.

Zum General wird man nicht „planmäßig“ befördert, sondern (in Deutschland) durch den Bundespräsidenten ernannt, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist (Art. 60 Abs. 1 GG). Die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) regelt die Ernennung zum Brigadegeneral und die eventuell folgenden Beförderungen bis hin zum General nur allgemein.

§5 (4) SLV: Eine Beförderung ist nicht zulässig vor Ablauf eines Jahres seit der Einstellung oder der letzten Beförderung [...], soweit in dieser Verordnung keine andere Frist bestimmt ist, es sei denn, dass der bisherige Dienstgrad nicht regelmäßig durchlaufen zu werden brauchte.

Da jedoch die Beförderung zum Oberst im Allgemeinen mittels „mindestens 15 Jahre Offizier gewesen sein“ (§25 (3) SLV) geregelt ist, und wenn man im besten Falle annimmt, dass man mit 18 Jahren als Offizieranwärter beginnt, mit 21 Jahren Leutnant und mit 36 Jahren Oberst wird, so könnte man theoretisch mit 37 Jahren Brigadegeneral werden - tatsächlich wird eine Generalbeförderung frühestens mit 47 Jahren, in der Regel aber deutlich später durchgeführt.

Die Bezeichnungen General der Infanterie, General der Fernmeldetruppen, General Flugsicherung sind in der Bundeswehr im Gegensatz zur Wehrmacht allerdings keine Dienstgradbezeichnung mehr, sondern Dienstpostenbezeichnungen. So kommt es regelmäßig vor, dass der General der Nachschubtruppe ein Oberst ist.

Als erste Frau in der deutschen Militärgeschichte wurde Dr. Verena von Weymarn 1994 zum Generalarzt befördert. Ihr folgte 2006 als zweite Frau Generalarzt Dr. Erika Franke. Sie ist zugleich der erste Bundeswehrgeneral aus den neuen Bundesländern.

Ein General wird in der Bundeswehr nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit B-10 besoldet.

Schweiz

In der Schweiz wird nur bei einer Kriegsmobilmachung ein General als Oberbefehlshaber der Armee eingesetzt. Dieser wird von der Bundesversammlung gewählt.

Aus Gleichstellungsgründen wird dem leitenden Offizier des schweizerischen Detachements an der Waffenstillstandlinie in Panmunjeom, Korea ehrenhalber der Dienstgrad Generalmajor zuerkannt.

Bekannte Schweizer Generäle waren:

siehe auch: Liste Schweizer Generäle

Der momentan ranghöchste Schweizer ist Korpskommandant Christophe Keckeis (Dreisternegeneral).

In Anlehnung an andere Armeen wird auch bei der Schweizer Armee zuweilen von Generälen gesprochen:

Österreich

Österreich hat Ende 2002 seine Generalsstruktur verändert und dem europäischen/NATO-System angepasst:

vor 2002:

  • Brigadier
  • Divisionär
  • Korpskommandant
  • General

nach 2002:

  • Brigadier
  • Generalmajor
  • Generalleutnant
  • General
Siehe auch Dienstgrade im Bundesheer

Derzeit ist General Roland Ertl als Chef des Generalstabes in Österreich der ranghöchste Offizier.

Außerdem wird die Verwendungsbezeichnung General für Leitende Beamte (E1) der Exekutive in Österreich, dazu gehören Bundespolizei und Justizwache, verwendet. Da es sich bei den genannten Wachkörpern um zivile Körperschaften handelt, die lediglich nach militärischem Muster organisiert sind, handelt es sich jedoch nicht um "Polizeioffiziere", sondern sie führen lediglich Offiziersränge als Verwendungsbezeichnung.

Siehe auch zu General unter Heilsarmee

Weblinks

simple:General


Diskussion der Autoren über den Artikel: General


Anrede1

Hab' folgenden Satz gelöscht: "Alle Generalsränge werden unabhängig von ihrem Grad mit Herr/Frau General oder – im Sanitätsdienst – Generalarzt angesprochen."

Grund: nur Militartisten sprechen einen Soldaten so an; das deutsche Namensrecht verlangt dies nicht - und das ist auch für Soldaten bindend! Einen General, z. B. mit Namen Meier / Müller / Schulze (auch Feldmarschall oder Obergeneralfeldmarschall oder Obermeistergeneralfeldmarschall oder einfach: Oberster Totmacher) sollte man "Herr Meier / Müller / Schulze" anreden.

Und ich hab den Satz wieder eingefügt, denn wer solchen Schwachsinn verzapft, kann nicht wirklich ernst genommen werden. --GrummelJSGrummelJS 00:45, 9. Feb 2006 (CET)
  • Ich vermisse noch zwei Spezialfunktionen von Generälen (es gibt bestimmt noch viel mehr): General der Flieger (2. WK) und General Flugsicherung (Bw) - vielleicht könnte sich jemand darum kümmern, daß der Artikel dahingehend ergänzt wird?! Danke, Matt1971 ♫♪ 03:39, 10. Feb 2006 (CET)

Der Dienstgrad General der Flieger ist bereits drinn und General Flugsicherung ist kein Dienstgrad, sondern ein Dienstposten, ich versuche dies aber dennoch einzuarbeiten. --Koffer 16:01, 10. Feb 2006 (CET)

Frage: Wer ist weiss, ob es den Plural Generäle gibt? Mein Hauptmann in der Grundausbildung meinte der Plural heisst Generale.

Dein Hautpmann in der Grundausbildung hat halb recht halb unrecht. Früher gab es nur den Ausdruck "Generale", heute wird häufiger auch der Ausdruck "Generäle" benutzt. Korrekter ist allerdings der alte Ausdruck. --Koffer 20:34, 3. Mär 2006 (CET)

Anrede2

@Rtc: Du schreibst "Eine Besonderheit dieser Dienstgrade ist, dass von Mannschaften im allgemeinen nicht erwartet wird, einen Offizier dieses Ranges mit seinem genauen Dienstgrad anzusprechen. Es wird akzeptiert und als normal, nicht als Übertreibung angesehen, solche Offiziere einfach General ohne weiteren Zusatz zu nennen." Richtig ist, daß alle Generale einfach nur als "Herr General" angesprochen werden, nicht nur von Mannschaften, sondern von allen Gesprächspartnern und nicht, weil man von Mannschaften nichts genaueres erwartet, sondern weil die Anrede ganz einfach nun mal "Herr General" lautet - ähnlich wie man ja den Arzt auch meist nur als "Herr Doktor" anspricht und nicht als "Herr Stationsarzt" - selbst wenn er der Stationsarzt ist.

Und diese Regelung wird weiter unten auch richtig beschrieben: "Alle Generalsränge werden unabhängig von ihrem Dienstgrad mit Herr/Frau General oder – im Sanitätsdienst – Generalarzt angesprochen." --Raubfisch 08:25, 28. Apr 2006 (CEST)

Ich habe es übersehen. Tut mir leid. --Rtc 15:30, 28. Apr 2006 (CEST)

Sterne

Die Dinger auf den Schulterklappen von Bundeswehrgenerälen nennt man doch nicht Sterne, sondern Pickel?!
Das ist richtig, aber hier bisher net erwähnt, um unbedarfte User nicht zu verwirren und ihnen eine einigermaßen nachvollziehbare Vergleichbarkeit zu geben. Kann aber noch entsprechend nachgetragen werden. --GrummelJSGrummelJS 13:51, 26. Mai 2006 (CEST)

Nein, die Dinger nennt man schon "Sterne", ich glaube das Design beruht auf dem alten preußischen Gardestern. Die Bezeichnung "Pickel" wird lediglich im Sprachgebrauch vieler Soldaten verwendet. --217.191.242.119 12:47, 13. Sep 2006 (CEST)

Abkürzungen?

Es gibt verschiedene Abkürzungen, die hier vielleicht eine Erklärung finden könnten. Die meisten Personen kennen die Abkürzung "General a.D." (ausser Dienst). Aber wie steht es mit "z.V.", "z.b.V." und anderen Abkürzungen? Vielen Dank! --129.82.51.32 21:33, 19. Sep 2006 (CEST)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff General und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).