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Gentry

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Der Artikel Gentry gehört zur Kategorie: Englische Geschichte, Begriff (Adel)

Als Gentry bezeichnet man den englischen Landadel (niedriger Adel) im Gegensatz zu Peer (höherer Adel). Hervorgegangen ist die Gentry aus der Verschmelzung des niederen Adels mit der schmalen Schicht wohlhabender bürgerlicher Landbesitzer (Commoners). Im Unterschied zu den Yeomen (Freibauern) bestellte die Gentry ihr Land nicht selbst, sondern bezog ihr in der Regel beträchtliches Einkommen aus der Verpachtung. Zur Gentry gehört ebenfalls der Landklerus. In Deutschland gab es eine vergleichbare Schicht nicht, hier waren die Standesgrenzen strikter gezogen.

Die Angehörigen der Gentry führten ursprünglich keine (erblichen) Adelstitel, heute werden ihr auch die Baronets, die Knights (Ritterschaft) nur in Ausnahmen zugerechnet.

Die Gentry spielte im Vorfeld der Industrialisierung eine wichtige Rolle, indem sie mit Einhegungen (Enclosures) die der Öffentlichkeit gehörenden Weiden (Allmenden) in ihren Besitz brachte und somit verkleinerte. Dies kann als ein Mitfaktor gesehen werden für die im 19. Jahrhundert massiv erfolgende Abwanderung der einfachen Landbevölkerung (Landflucht) in die Städte, wo sie dann das Proletariat bildete.


Diskussion der Autoren über den Artikel: Gentry


((meines Wissens ist der höhere Adel die -> Nobility. Die Peerage zeigt die Zugehörigkeit zum house of Lords an)) -- 193.186.185.10

Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Gentry und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).