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Geschichte Österreichs

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Der Artikel Geschichte Österreichs gehört zur Kategorie: Lesenswert|, Lesenswert, Österreichische Geschichte

Dieser Artikel gibt einen groben Überblick über die Geschichte Österreichs von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Die einzelnen Epochen werden in Vertiefungsartikeln ausführlicher dargestellt.

Erdgeschichte

Hauptartikel: Erdgeschichte Niederösterreichs.

Die Erdgeschichte des Alpen- und Voralpenraums, der Böhmischen Masse des Waldviertels und der östlichen Ebenen des Wiener Beckens und des Burgenlandes, lässt sich heute bis in das Zeitalter des Proterozoikums zurückverfolgen. Wesentlich für die Geologie und heutige Geographie Österreichs war die Alpidische Gebirgsbildung und die Entwicklung des Randmeers Paratethys seit der Kreidezeit.

Ur- und Frühgeschichte des heutigen Österreichs

Hauptartikel: Urgeschichte Österreichs, Ur- und Frühgeschichte zwischen Alpen und Maingebiet.

Die ersten vorgeschichtlichen Menschenarten wie der Homo habilis, der 2,5 bis ca. 2,0 mya in Ostafrika lebte, verbreiteten sich nicht bis nach Europa, erst vom Homo erectus lassen sich erste Funde, die nicht älter als 700.000 Jahre sind, in Europa - u. a. in Ungarn - nachweisen.

Paläolithikum

Während der Eiszeiten waren die Alpen vergletschert und wenig bis gar nicht zugänglich. Die ältesten Spuren der Anwesenheit von Menschen in Österreich gehören dem Mittelpaläolithikum, der Zeit des Neandertalers, an. Viele Fundstellen liegen in Niederösterreich, die bekanntesten befinden sich in der Wachau. Darunter auch Fundorte der beiden ältesten österreichischen Kunstwerke, die figürlichen Frauendarstellungen der sogenannten „Tanzenden Fanny“ von Stratzing/Krems-Rehberg (32.000 Jahre alt, Reliefplastik, 7,2 cm, Amphibolit-Schiefer) und der Venus von Willendorf (27.000 Jahre alt, 11 cm, Kalkstein). Eine 2005 entdeckte in Rötel gebettete und unter einem Mammutschulterblatt befindliche Säuglings-Doppelbestattung ergänzt die bisher spärlichen menschlichen Skelettreste auf besonders interessante Weise.

Mesolithikum

Abris aus dem Bodensee-Rheintal, eine Bestattung von Elsbethen und wenige weitere Fundstellen mit mikrolithischen Artefakten sind spärliche Zeugen der Übergangszeit zwischen jägerisch-sammlerisch lebenden Gruppen und sesshaften Ackerbauern und Viehzüchtern.

Neolithikum

Während der Jungsteinzeit werden nach und nach alle Regionen Österreichs, in denen Landwirtschaft möglich ist oder Rohstoffe vorhanden sind, besiedelt. Das älteste Industriedenkmal Österreichs, das Hornsteinbergwerk von Mauer-Antonshöhe, stammt aus dieser Zeit.

Kupferzeit

Die ältesten Kupferobjekte, u. a. Depot von Stollhof (Niederösterreich), haben ihren Ursprung im Karpatenbecken. Höhensiedlungen sind im Osten Österreichs verbreitet. Im Laufe der Kupferzeit werden auch die inneralpinen Gebiete vollständig auf der Suche nach Rohstoffen – insbesondere Kupfer – erschlossen. Der wichtigste Fund ist die Gletschermumie Ötzi, der ca. 3300 v. Chr. lebte. Die Mondseekultur ist durch Pfahlbauten um die Alpenseen gekennzeichnet.

Bronzezeit

Die vermehrt entstehenden Wallanlagen, bereits zu Beginn der Bronzezeit, scheinen als Macht- und Handelszentren Abbau, Verarbeitung und Handel von Kupfer und Zinn überwacht zu haben. Der florierende Handel mit Rohmaterial und Halbprodukten spiegelt sich in den Ausstattungen der Gräber (Pitten, Franzhausen, Niederösterreich). In der Urnenfelderzeit wird mit dem Salzabbau in der Nordgruppe des Salzbergwerks von Hallstatt begonnen.

Eisenzeit

Die Eisenzeit Österreichs ist durch die Einflüsse der mediterranen Hochkulturen und der Steppenvölker geprägt. Der Übergang zwischen der älteren Hallstattkultur und der jüngeren – keltischen – Latène-Kultur erfolgte fließend.

Hallstattkultur

Die ältere Eisenzeit wird nach dem berühmten Fundort Hallstatt, (Oberösterreich), Hallstattzeit genannt. Der West- und Osthallstattkreis werden durch die Flüsse Enns, Ybbs und Inn getrennt. Der Westhallstattkreis stand in Kontakt mit den griechischen Kolonien an der ligurischen Küste. In den Alpen werden Kontakte zu den Etruskern und den unter griechischem Einfluss stehenden Regionen in Italien gepflogen. Der Osten hatte enge Verbindungen zu den Steppenvölkern, die vom Karpatenbecken bis zu den südrussischen Steppengebieten beheimatet waren. Die Bevölkerung von Hallstatt wird durch das Salz reich. Importe von Luxusgütern aus dem Nord- und Ostseeraum bis Afrika sind im Gräberfeld von Hallstatt entdeckt worden. Der älteste Nachweis für österreichischen Wein wurde in Zagersdorf (Burgenland) in einem Hügelgrab entdeckt. Der Kultwagen von Strettweg (Steiermark) ist ein Beleg des religiösen Lebens.

Latène-Kultur

Die jüngere Eisenzeit, Latène-Kultur, ist die Zeit der Kelten. Erstmals können Bevölkerungsgruppen mit Namen benannt werden. Es entsteht mit dem Regnum Noricum – einem Zusammenschluss mehrerer keltischer Stämme – unter der Führung der Noricer das erste Staatsgebilde auf österreichischem Boden. Es beschränkte sich auf den Süden und Osten des heutigen Österreich. Der Westen war von verschiedenen rätischen Stämmen besiedelt.

Dürrnberg und Hallein (Salzburg) werden keltische Salzmetropolen. Im Osten Österreichs gewinnt eine blühende Eisenindustrie in der Oberpullendorfer Bucht (Burgenland) das bei den Römern so begehrte, hochwertige Ferrum Noricum (Norisches Eisen). Befestigte Höhensiedlungen(Oppidum) wie auf dem Magdalensberg (Kärnten), bei Schwarzenbach oder am Braunsberg bei Hainburg unweit von Carnuntum werden zu Zentren des öffentlich-rechtlichen Lebens.

Römisches Reich

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Römische Provinzen und Orte auf dem Gebiet des heutigen Österreichs
Bildherkunft

Der größte Teil des heutigen Österreich wurde um 15 v. Chr. vom Römischen Reich besetzt. Der römische Kaiser Claudius richtete während seiner Herrschaft (41–54 n. Chr.) die römische Provinz Regnum Noricum ein, deren Grenzen im Norden bis zur Donau, im Nordosten bis zum Wienerwald, im Osten etwa entlang der heutigen steirischen Ostgrenze sowie im Südosten und Süden jenseits von Eisack und Drau verliefen. Später, unter Diokletian (284–305), wurde die Provinz entlang des Alpenhauptkamms in eine nördliche (Noricum ripense, „Ufernoricum“) und eine südliche (Noricum mediterraneum, „Binnennoricum“) Provinz aufgeteilt. Das am Ziller westlich an das Noricum angrenzende Gebiet der heutigen Bundesländer Vorarlberg und Tirol kam zur Provinz Raetia, im Osten schloss sich Pannonia mit dem heutigen Burgenland an das Noricum an. Die Donau bildete mit dem Donaulimes die Grenze zu den nördlichen Teilen Ober- und Niederösterreichs, die von den Germanen (Markomannen und Quaden) besiedelt wurden.

Einige Städte und Orte Österreichs gehen noch auf die Kelten zurück wie z. B. Linz (Lentos). Zahlreiche weitere Siedlungen entstanden durch die Römer. Die östlich von Wien gelegene Stadt Carnuntum war die größte römische Stadt, weitere wichtige Orte waren Virunum (nördlich des heutigen Klagenfurt) und Teurnia (nahe Spittal an der Drau). Bedeutende Ausgrabungsstätten für die Römerzeit sind heute unter anderem Kleinklein (Steiermark) und das Zollfeld (Magdalensberg).

Im 2. Jahrhundert n. Chr. begann sich das Christentum auszubreiten; die damalige kirchliche Organisation des Landes geht auf das 4. Jahrhundert n. Chr. zurück. Nach der Besiedelung durch die Bajuwaren wurde das Land allerdings neu missioniert, vor allem durch Rupert und Virgil (Iroschottische Mission).

Völkerwanderung

Mit der Völkerwanderung begann der Niedergang der römischen Macht. Ab dem 5. Jahrhundert wurde das Römische Reich von germanischen Stämmen bedrängt. Nach mehreren Einfällen in Italien drangen die Goten im Jahr 408 unter Alarich I., von Emona (dem heutigen Ljubljana) über die Karnischen Alpen kommend, erstmals in das durch den römischen Heerführer Stilicho befehligte Noricum ein. Ab 472 kamen Ostgoten und Alemannen durch das Land, ohne es erobern zu können. Selbst nachdem Odoaker 476 den letzten römischen Kaiser abgesetzt hatte, blieb in den Provinzen die römische Verwaltung erhalten. Mit dem Tod des Königs Theoderich zerbrach das Reich der Goten schließlich, ohne dass diese die Kontrolle über das Noricum erlangt hatten.

Ab dem 6. Jahrhundert begann eine kontinuierliche Besiedlung durch die Bajuwaren und im heutigen Vorarlberg durch die Alemannen. Ende des 6. Jahrhunderts zerbrach das römische Reich schließlich. Von Osten zogen die Slawen, durch die Awaren bedrängt, ein und zogen, da sie von der noch verbliebenen keltoromanischen Bevölkerung daran nicht gehindert wurden, entlang der Drau immer weiter nach Westen ein, bis sie um 610 von den Bajuwaren, die zu dieser Zeit von Norden kommend bis ins Pustertal vorgedrungen waren, aufgehalten wurden. Die Besiedlungsgrenze zwischen Slawen und Bajuwaren entspricht in etwa der Linie Freistadt (i.M.), Linz, Salzburg (Lungau), Osttirol (Lesachtal).

Mittelalter

Frühmittelalter (bis 976)

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Awarenmark und Mark Karantanien zur Zeit Karls des Großen
Bildherkunft

Im Süden des heutigen Österreichs bildeten die slawischen Volksstämme, die sich in den Tälern von Drau, Mur und Save niedergelassen hatten, um das Jahr 600 das erste unabhängige slawische Staatsgebilde Europas, Karantanien; Zentrum Karantaniens war das Zollfeld. Mit den verbliebenen Resten der einheimischen keltoromanischen Bevölkerung verband sie der Wille zum Widerstand gegen ein weiteres Vordringen der benachbarten Franken und Awaren in den südöstlichen Alpenraum.

Im nördlichen Alpenraum hatte sich ab Mitte des 6. Jahrhunderts das baierische Stammesherzogtum gebildet, deren Herrscher aus dem Geschlecht der Agilolfinger stammten. Das Siedlungsgebiet der Baiern wurde in diesem Zeitraum nach Süden bis ins heutige Südtirol und nach Osten bis zur Enns erweitert. Östlich davon und auf dem Gebiet des heutigen Böhmens ließen sich Awaren und später Slawen nieder. Sitz der lange weitgehend unabhängig regierenden baierischen Herzöge war Regensburg.

Unter den Karolingern kam es zu einem Erstarken des Frankenreichs, wodurch die weitgehende Eigenständigkeit des älteren baierischen Stammesherzogtums im späten 8. Jahrhundert beendet wurde, zu dem weite Gebiete des heutigen Österreich gehörten. Der letzte weitgehend unabhängige Herzog der Baiern war Tassilo III.. Ebenfalls in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts zerbrach das Slawenreich Karantanien und kam unter fränkische Oberhoheit.

Zur Abwehr der Awaren errichtete der fränkische Herrscher Karl der Große um 800 eine Grenzmark in der Region des heutigen Niederösterreichs, zwischen den Flüssen Enns, Raab und Drau, die auch als Awarenmark bezeichnet wurde, und südlich davon die Mark Karantanien.

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Herzogtum Bayern im 10. Jahrhundert
Bildherkunft

Die Grenzmark gegen die Awaren wurde durch die Einfälle der Ungarn vernichtet. Nach den drei Schlachten von Pressburg im Sommer 907 wurde die Grenze des nachfolgenden Ostfrankenreiches bis an die Enns zurückgenommen. Der anschließende Antritt Arnulfs I. als Herzog von Baiern wird gleichzeitig als Beginn des jüngeren baierischen Stammesherzogtums gesehen, zu dem der gesamte östliche Alpenraum zählte. Nach dem Sieg in der Schlacht auf dem Lechfeld unter dem ostfränkischen König Otto I. war die Bedrohung durch die Ungarn gebannt. Diese wurden danach sesshaft. Anschließend erfolgte eine zweite Welle baierischer Ostansiedlungen mit Gewinn von Gebieten im heutigen Niederösterreich, in Istrien und der Krain. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts entstand erneut eine dem Herzog von Baiern unterstellte Markgrafschaft östlich der Enns, die marchia orientalis genannt wurde.

Markgrafschaft Österreich (976–1156)

976 wurde Liutpold (Leopold) aus dem Geschlecht der Babenberger mit dieser Mark belehnt. 996 wird hierfür erstmals urkundlich der Name Ostarrîchi verwendet; daraus entwickelte sich später die Schreibweise Österreich. Daneben ist auch noch sehr lange die Namensform Osterlant (Ostland bzw. Land im Osten) gebräuchlich, die Einwohner sind der Ostermann und die Osterfrau. Die latinisierte Form Austria für dieses Gebiet taucht in den Schriften erst im 13. Jahrhundert auf (siehe auch Austrien als östlicher Teil des Frankenreiches und heute Australien).

Die Babenberger trieben eine zielbewusste Rodungs- und Kolonisierungspolitik und errichteten – in Zusammenarbeit mit anderen Häusern, etwa den Kuenringern – eine gefestigte Landesherrschaft. Die Residenz befand sich anfangs in Pöchlarn, später in Melk. Markgraf Leopold III. gelang es, sich ins Kaiserhaus einzusippen; im Machtkampf zwischen Kaiser Heinrich IV. und König Heinrich V. wechselte er zu Heinrich V. und trug so wesentlich zu dessen Sieg bei. Als Lohn erhielt er die Hand von Heinrichs Schwester Agnes von Hohenstaufen. Er wurde wegen seiner Klostergründungen – vor allem Klosterneuburg – nach seinem Tod heilig gesprochen.

Herzogtum Österreich unter den Babenbergern (1156–1246)

Im Zuge des Konfliktes zwischen den Staufern und den Welfen kam 1139 das Herzogtum Baiern an die Babenberger. Als Friedrich I. diesen Streit beenden wollte, gab er den Welfen das Herzogtum Baiern zurück – als „Trostpreis“ wurde mit dem Privilegium minus 1156 Österreich zum Herzogtum erhoben. Mit der Unabhängigkeit vom bairischen Mutterland beginnt für Österreich die Geschichte als unabhängiges Herrschaftsgebiet innerhalb des Heiligen Römischen Reiches. Erster Herzog war Heinrich Jasomirgott, der auch 1156 Wien zur Residenzstadt erhob. Auf Grund der Georgenberger Handfeste (1186) fiel auch das Herzogtum Steiermark, das den Traungau, den zentralen Teil des heutigen Oberösterreichs, und die Grafschaft Pitten im südlichen Niederösterreich sowie große Gebiete im heutigen Slowenien umfasste, mit dem Erlöschen der Traungauer 1192 an die Babenberger.

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Rudolf von Habsburg
Bildherkunft

Mit Leopold VI. erreichte das hochmittelalterliche Österreich einen kulturellen Höhepunkt – unter ihm wurde auch die damals revolutionäre Kunst der Gotik eingeführt. Mit seinem Sohn Friedrich II. starb 1246 die männliche Linie der Babenberger aus.

Herzogtum Österreich zwischen Babenbergern und Habsburgern (1246–1278)

Unter den vielen Nachfolgekandidaten konnte sich der König von Böhmen, Ottokar Přemysl, durchsetzen, der 1256 von den Ständen ins Land gerufen worden war, um die Wirren zu beenden. Seine Politik war aber dennoch darauf ausgerichtet, den Adel zurückzudrängen und das städtische Bürgertum zu fördern, weswegen er den Wienern bis tief in die Habsburger-Zeit in guter Erinnerung blieb. Seinem Griff nach der königlichen Macht im Heiligen Römischen Reich wurde von Rudolf von Habsburg begegnet, der ihn 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld besiegte. Die Habsburger konnten sich daraufhin als Herzöge von Österreich und der Steiermark etablieren.

Herzogtum Österreich unter den Habsburgern (1282–1438)

1335 konnten die Habsburger die Grafen von Görz in Kärnten und Krain beerben und 1363 fiel auch Tirol von Margarethe von Tirol an Herzog Rudolf IV.. Dadurch entstand ein Länderkomplex in den Ostalpen, der Herrschaft zu Österreich genannt wurde.

Rudolf IV. war der umtriebigste Herrscher des Spätmittelalters. Er initiierte vielerlei Maßnahmen, die vor allem die Bedeutung der Stadt Wien heben sollten. Er ließ das Privilegium Maius fälschen, das Österreich zum Erzherzogtum erhob und ihm innerhalb des Reiches eine Anzahl von Privilegien sicherte. Anerkannt wurde dies erst von dem Habsburger Friedrich III..

1379 wurde in Neuberg an der Mürz die habsburgische Herrschaft zum ersten Mal geteilt. Danach gab es noch 1406 und 1411 weitere Teilungen. Daraus entstanden drei Länderkomplexe:

  • Die Niederösterreichischen Länder (Ober- und Niederösterreich);
  • die Innerösterreichischen Länder (Steiermark, Kärnten, Krain und Inner-Istrien sowie Triest);
  • die Vorderösterreichischen Länder (Tirol, Vorarlberg und die Schwäbisch- und Elsässischen Vorlande).

Fast das gesamte 15. Jahrhundert ist eine Phase wirrer Erbteilungen und Familienstreitigkeiten, die die politische und wirtschaftliche Bedeutung des Landes weitgehend schwächten. Friedrich V. († 1493) gelang es schließlich die Länder wieder zu einen, indem er alle seine Gegner überlebte und beerbte. Schon Albrecht V. war als Erbe der Luxemburger zum römisch-deutschen König gewählt worden. Diese Position ging in der Folge an Friedrich über, der 1452 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde und sich fortan Friedrich III. nannte.

Die habsburgischen Länder in der frühen Neuzeit

Der Aufstieg Österreichs zur Großmacht

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Maximilian I. von Albrecht Dürer
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Die Hausmacht des Kaisers im Reich war nicht besonders groß. Die vielen adligen Herrscherhäuser strebten innerhalb und außerhalb des Reiches nach eigener politischer Macht. So hinterließ die glanzlose, aber zähe Politik Friedrichs III. eine gefestigte Herrschaft. Deren Bedeutung wurde erhöht durch die Heirat (1477) seines Sohnes Maximilian mit Maria, der Erbin des burgundischen Länderkomplexes zwischen dem Heiligen Römischen Reich und Frankreich. Nach dem frühen Tod Marias heiratete Maximilian die bretonische Prinzessin Anne, die einen Erbanspruch auf die Bretagne besaß. Eine Intervention Frankreichs verhinderte jedoch die Machtübernahme der Habsburger in der Bretagne. 1496 verheiratete Kaiser Maximilian seinen Sohn Philipp mit der Prinzessin Johanna von Kastilien und Aragon. Er sicherte den Habsburgern damit nicht nur die Erbrechte auf Spanien, Neapel, Sizilien und Sardinien sondern auch auf die spanischen Kolonien. In dieser Zeit entstand der berühmte Spruch: Bella gerant alii – tu felix austria nube (Kriege mögen andere führen – Du glückliches Österreich heirate).. Im Jahre 1499 endete der Schwabenkrieg. Die Habsburger mussten im Frieden zu Basel ihr Stammland mit der Habichtsburg aufgeben. Damit begann die Ablösung der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich, die im Westfälischen Frieden von 1648 endgültig besiegelt wurde. Im Jahr 1500 erbte Maximilian die Grafschaft Görz. Da sein Sohn Philipp der Schöne gleichfalls durch Heirat zum König von Spanien (mit seinen neu eroberten Kolonien) werden konnte, standen die Habsburger kurz davor, nach der Weltmacht zu greifen. Der 1519 gekrönte Karl V. verfehlte dieses Ziel, er musste 1555 abdanken.

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Karl V. (Porträt von Christoph Amberger, um 1532) Zitat: In seinem Reich ging die Sonne nie unter
Bildherkunft

Schon 1521 wurden die österreichischen Länder von Kaiser Karl V. an seinen Bruder Ferdinand I. übergeben, der die Anfänge zentraler Verwaltungsstrukturen etablierte. Ferdinand I. heiratete im gleichen Jahr Anna, die Erbfolgerechte in Böhmen und Ungarn besaß. Diese Erbrechte wurden 1526 wirksam. 1524 fügte Karl V. Friesland dem Reich hinzu. 1526 nach der unglücklich verlaufenen Schlacht von Mohács erbte Ferdinand nicht nur die Königreiche Ungarn und Böhmen (mit den Nebenländern Mähren, Schlesien und Lausitz), sondern auch die Bedrohung durch das Osmanische Reich, gegen das Ungarn vorher ein Schutzschild gewesen war. Zudem gerieten die Habsburger zum ersten Mal mit dem ungarischen Adel in Konflikt, der damals den alternativen König Johann Zápolya unterstützte. 1528 geriet Overijssel und Utrecht unter habsburgische Herrschaft. 1531 wurde mit Hilfe von Bestechungsgeldern Ferdinand I. zum römisch-deutschen König gewählt. Das Herzogtum Mailand wurde von Karl V. annektiert. 1538 wurde Ungarn zwischen den Habsburgern, Osmanen und ungarischen Adligen aufgeteilt:

  • Das Königliche Ungarn (West- und Nordungarn mit Slowakei) mit Böhmen und Mähren kam zu Habsburg
  • Die Mitte des Landes fiel an die Türken
  • Siebenbürgen kam unter die Kontrolle rivalisierender ungarischer Adeliger

1555 dankte Karl V. nach dem Augsburger Religionsfrieden ab. Dies führte zur Teilung der Habsburger in eine spanische und in eine österreichische Linie. Die österreichische Linie stellte bis 1806 fast ununterbrochen den römisch-deutschen Kaiser.

Reformation, Gegenreformation und katholische Reform in den habsburgischen Ländern

In den österreichischen Ländern (mit Ausnahme Tirols) trat die Bevölkerung fast geschlossen zum Protestantismus über. Die Re-Katholisierung setzte erst gegen 1600 ein (siehe auch Gegenreformation), dafür aber mit umso größerer Heftigkeit und Gewalttätigkeit. In diesem Prozess taten sich die Jesuiten und der Kardinal Melchior Khlesl, der Kanzler von Erzherzog Matthias, hervor. Ein führender Betreiber dieser Politik war aber Ferdinand II., von dem der Ausspruch stammt, er wolle lieber eine Wüste regieren als ein Land voller Ketzer.

Aufgrund dieser Politik wurden die österreichischen Länder auch in den Dreißigjährigen Krieg verwickelt, der durch den böhmischen Aufstand herbeigeführt wurde. Eine Zeit lang sah es so aus, als könnten die Habsburger das Heilige Römische Reich in eine absolutistische Monarchie umwandeln (siehe auch Schlacht am Weißen Berg); am Ende dieses Krieges waren sie jedoch auf die österreichischen und böhmischen Länder zurückgeworfen. So versuchten sie, aus diesen ein sinnvolles Staatsgebilde zu machen. Schon in den 1680er Jahren gab es ökonomische Theoretiker wie Philipp von Hörnigk oder Johann von Justi, die in diese Richtung drängten.

Das Habsburgerreich und die osmanische Bedrohung

Nachdem es schon seit dem späten 15. Jahrhundert zu Einfällen von türkischen Marodeuren gekommen war, wurde Wien 1529 von der regulären Streitmacht der Osmanen belagert. Nur die Tatsache, dass sie zu spät im Jahr auftauchten, konnte die Stadt damals retten. In der Folge kam es zu einem fast 200-jährigen permanenten Kleinkrieg zwischen kaiserlichen und türkischen Truppen, der nur durch Phasen regulären Krieges unterbrochen wurde.

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1683, Zweite Belagerung von Wien durch die Osmanen
Bildherkunft

Die Osmanen belagerten 1683 Wien ein zweites Mal erfolglos. Einen entscheidenden Ausschlag gab das von Herzog Karl von Lothringen geführte Entsatzheer unter dem nominellen Kommando des Königs von Polen, Johann III. Sobieski, das mit seinen Husaren vom Kahlenberg aus den Belagerern in den Rücken fiel. In den Jahren darauf gelang endlich der Befreiungsschlag gegen die osmanische Bedrohung. Mit Hilfe von fähigen Feldherren wie Karl von Lothringen und Prinz Eugen von Savoyen konnten die Osmanen in den Friedensschlüssen von Karlowitz (1699) und Passarowitz (1718) bis hinter Belgrad zurückgeworfen werden.

Dies ermöglichte nun ein beispielloses Aufblühen der Barockkultur, die eine spezifisch österreichische Ausformung entwickelte und das Land zutiefst prägte.

Erbfolgekriege

Nach dem Aussterben der spanischen Habsburger 1700 kämpften die österreichischen Habsburger mit Ludwig XIV. um das Spanische Erbe. Der Krieg wurde vor allem von Kaiser Joseph I. mit Verve und Erfolg geführt – nach seinem Tod brach jedoch alles zusammen. Sein Bruder Karl war der letzte lebende Habsburger; er hätte ein Weltreich geerbt, was die anderen europäischen Mächte verhindern wollten. Immerhin kamen mit dem Frieden von Utrecht 1713 aus der Erbmasse alle europäischen Nebenlande Spaniens (Spanische Niederlande, Neapel, die Lombardei) an die Habsburger (siehe auch: Spanischer Erbfolgekrieg).

Im selben Jahr wurde auch die Pragmatische Sanktion erlassen, die als erstes Grundgesetz für die Habsburgermonarchie angesehen werden kann. Die Pragmatische Sanktion bestimmte die Unteilbarkeit und Untrennbarkeit der Monarchie und führte zu diesem Zweck eine einheitliche Thronfolge nach dem Prinzip der Primogenitur und subsidiärer weiblicher Erbfolge ein.

Nach dem erfolgreichen Türkenkrieg (1714-18) erhielten die Habsburger Nordbosnien, Nordserbien (ungefähr das Gebiet der heutigen Vojvodina), das Banat und die kleine Walachei. Mit dem Tausch von Sardinien gegen Sizilien erzielte das Habsburger-Reich seine größte territoriale Ausdehnung.

Die Möglichkeit der weiblichen Thronfolge wurde von Karl VI. unter dem Blickwinkel erlassen, dass er nur eine Tochter, die 1717 geborene Maria Theresia (1740-80), hinterließ. Daher errang diese Bestimmung bereits unmittelbar nach seinem Tod Bedeutung. Da die Habsburger nun im Mannesstamm ausgestorben waren, wurde Maria Theresia mit ihrem Ehemann Franz Stephan von Lothringen die Begründerin einer neuen Dynastie in dem Haus Habsburg-Lothringen.

Dieses Erbe konnte sie im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-48) überwiegend verteidigen; nur Schlesien fiel an Preußen und konnte trotz vieler angestrengter Bemühungen und zweier weiterer Kriege (1756-63) nicht wiedergewonnen werden.

Die Reformen Maria Theresias

In den darauffolgenden Jahren wurden von Maria Theresia einige grundlegende Änderungen in der Verfassung für die österreichischen und böhmischen Erblande durchgeführt:

  • Die Sonderrechte der Monarchie wurden eingeschränkt
  • Die Nebenländer verloren das Recht auf eine eigene Verwaltung
  • Die Stände verloren das Mitspracherecht in der Wiener Zentrale
  • Justiz und Verwaltung wurden getrennt
  • Die Hofkammern der österreichischen und böhmischen Lande wurden zu einer zentralen Finanz- und Militärbehörde vereint
  • Der Adel wurde zum Dienst für die Monarchie verpflichtet

Es entstand somit ein Österreichisch-ungarischer Dualismus, weil die ungarischen Lande die alte Verfassung behielten.

Unter Maria Theresia begann man die damals sehr dünn besiedelten Gebiete in Galizien, Lodomerien, dem Banat und Siebenbürgen zu besiedeln. Die prägendste Einwanderergruppe waren die Schwaben. Diese Siedlungspolitik wurde bis zum Zerfall der Monarchie weitergeführt und führte unter anderem auch zur Ansiedlung von Juden in der Bukowina, die im späten 19. Jahrhundert die dortige Kultur stark prägten.

Der aufgeklärte Absolutismus

1765 wurde ihr Sohn Joseph II. zum Mitregenten ernannt. Er sollte die Amtsgeschäfte in den Jahren 1780-90 komplett übernehmen.

Joseph II. führte viele Reformen im Rahmen des aufgeklärten Absolutismus durch. So schaffte er 1781 die Leibeigenschaft ab und schloss viele Klöster. Der Versuch, Bayern gegen die österreichischen Niederlande zu tauschen, scheiterte. Weitere Reformen wurden vor allem durch den Widerstand Ungarns und der österreichischen Niederlande verhindert.

Trotzdem gilt Joseph als wichtiger Aufklärer und entscheidender Wegbereiter der bürgerlichen Gesellschaft.

Österreich wirkte 1773 an der ersten und in der Folge 1795 an der dritten Teilung Polens mit. Bei der ersten Teilung erhielt Österreich weite Teile Galiziens und das Gebiet um Lemberg und gründete das Königreich Galizien und Lodomerien. Bei der dritten Teilung konnte Österreich die restlichen Teile Galiziens und Kleinpolen für sich gewinnen.

Josephs Nachfolger wurde sein jüngerer Bruder Leopold II. Seine Hilfe – gemeinsam mit Preußens Friedrich Wilhelm II. – für den französischen König Ludwig XVI. kam nicht mehr zu Stande, Leopold II. starb völlig überraschend im März 1792 mit 44 Jahren.

Die aufklärerischen Ansätze wurden nach dem Schock der Französischen Revolution schnell eingefroren: Leopolds Sohn Franz II. trieb eine geradezu starrköpfige Reaktionspolitik, die vor allem mit dem Namen des Staatskanzlers Metternich verbunden ist. Diese politische Stagnation sollte die gesamte erste Hälfte des 19. Jahrhunderts andauern.

Nach der Französischen Revolution wurde auch Österreich in die Napoleonischen Kriege verwickelt. Die Kaiserkrönung Napoleons 1804 wurde von Franz II. mit der Ausrufung des Kaisertums Österreich beantwortet; Kaiser Franz II. (HRR) war nun als Franz I. auch Kaiser von Österreich. Im Frieden von Pressburg (1805) musste Österreich große Gebiete abtreten, unter anderem Venetien, aber auch Tirol und Vorarlberg an das mit Napoleon verbündete Bayern, dafür kam Salzburg zu Österreich. Auf Drängen Napoleons legte Franz II. 1806 die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches nieder, das damit aufhörte zu existieren.

Kaisertum Österreich (1804–1867)

Hauptartikel: Kaisertum Österreich

Gleichzeitig gründeten deutschsprachige Fürsten auf Bestreben Napoleons den ihm zur Heerfolge verpflichteten Rheinbund. Auf Drängen des mittlerweile zum Außenminister aufgerückten Metternich wurde Marie Louise, die Tochter von Franz II., 1810 mit Napoleon verheiratet. Napoleon wurde von den vereinten österreichischen, russischen und preußischen Truppen im Oktober 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig vernichtend geschlagen. Im April 1814 dankte Napoleon ab, im September begann der Wiener Kongress zur Neuordnung Europas. Hier erhielt Österreich viele Gebiete zurück und tauschte die schwäbischen Vorlande gegen das Erzbistum Salzburg. Durch Nebenlinien beherrschten die Habsburger nun auch weite Teile Mittelitaliens.

Im März 1815 kehrte Napoleon aus seinem Exil in Elba nach Frankreich zurück, sein Ende war die Niederlage bei Waterloo im Juni 1815. 1815 wurde der Deutsche Bund mit dem Bundestag in Frankfurt, unter dem ständigen Vorsitz Österreichs, als Nachfolger des Heiligen Römischen Reiches gegründet. Gleichzeitig wurde zwischen Preußen, Österreich und Russland das Dreikaiserbündnis geschlossen, das die politische Stabilität in Europa garantieren sollte.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es zu einem Erstarken nationalistischer Bewegungen. Die verschiedenen Nationalitäten im Vielvölkerstaat Österreich arbeiteten vehement gegeneinander und konnten so vom Kaiserhaus gegeneinander ausgespielt werden. Diese Uneinigkeit der Nationalitäten rettete auch in der Revolution von 1848 das Kaiserreich vor dem Auseinanderfallen.

Am 13. März 1848 verlangten verschiedenen Gruppen in Petitionen Pressefreiheit, Geschworenengerichte und akademische Freiheiten. Die anschließenden Demonstrationen wurden jedoch blutig niedergeschlagen. In Wien kam es daraufhin zu heftigen Aufständen, Metternich wurde entlassen und floh nach England. Die Zensur wurde aufgehoben, Pressefreiheit und eine Verfassung im formellen Sinn versprochen. Diese wurde am 25. April 1848 verkündet und stieß – vor allem wegen der Bestimmungen über die Zusammensetzung des Parlaments (Reichstages) auf Ablehnung, weshalb es im Mai zu neuerlichen Unruhen kam und die Verfassung revidiert wurde. Auf dieser Grundlage trat am 22. Juli 1848 der Reichstag, das erste österreichische Parlament im modernen Sinne, in Wien zusammen. Da es noch kein Parlamentsgebäude gab, bediente man sich der Winterreitschule als provisorischer Unterkunft.

Inzwischen griff die Revolution auf andere Landesteile (Ungarn, Mailand, Venetien und Prag) über. Der Aufstand in Mailand wurde schließlich von Radetzky niedergeschlagen, der in Prag im Juni von Windischgrätz. Im September übernahm in Ungarn Lajos Kossuth die Macht und stellte eine Armee auf. Als sich in Wien kaiserliche Truppen weigerten, nach Ungarn abzumarschieren, und von Bürgern unterstützt wurden, brachen heftige Kämpfe aus. Ungarn konnte nur mit Hilfe Russlands, das aufgrund des Dreikaiserbündnisses eingreifen musste, zurückerobert werden.

Der Hof floh nach Olmütz und verlegte den Reichstag in das benachbarte Städtchen Kremsier. Wien wurde am 1. November von kaisertreuen Truppen unter Führung von Windischgrätz erobert, 24 Revolutionäre wurden hingerichtet, die Revolution war gescheitert.

In Olmütz dankte Kaiser Ferdinand I. zugunsten seines Neffen Franz Joseph Karl ab, der als Franz Joseph den Thron bestieg. Der Reichstag von Kremsier wurde am 4. März 1849 aufgelöst und am selben Tag eine neue Verfassung vom Kaiser oktroyiert (Oktroyierte Märzverfassung), die jedoch nur zu einem geringen Teil wirksam wurde, insbesondere wurde kein neuer Reichstag einberufen. Nachdem die Aufstände in Italien und in Ungarn vollständig niedergeschlagen worden waren, hob Franz Joseph mit den sog. Silvesterpatenten vom 31. Dezember 1851 auch die Oktroyierte Märzverfassung von 1849 wieder auf und leitete eine Phase des Neoabsolutismus ein.

1853 wurde das Dreikaiserbündnis schwer erschüttert, weil weder Preußen noch Österreich in den Krimkrieg eingriffen. Die Gründe lagen in gegensätzlichen politischen Interessen. Dadurch wurde Russland zum Gegner Österreichs und Preußens.

Diese Ära endete nach den Niederlagen in Italien 1859 gegen die italienische Einigungsbewegung (Risorgimento). Unmittelbare Ergebnisse der Niederlagen in Italien waren Verfassungsexperimente, nämlich das Oktoberdiplom 1860 und das Februarpatent 1861. Die Niederlage von Königgrätz im Deutschen Krieg (Deutscher Bund unter Vorsitz Österreichs gegen Preußen) führte zur Auflösung des Deutschen Bundes. Hintergrund des deutschen Krieges war, dass Bismarck ein deutsches Bündnissystem unter der Hegemonie Preußens anstrebte. Eine solche Hegemonie war nach Einschätzung Bismarcks nur ohne Österreich möglich, da Österreich als bisherige Hegemonialmacht des Deutschen Bundes wirtschaftlich und militärisch zu bedeutend war. Nach dem preußischen Sieg bei Königgrätz konnte Bismarck gegen den Willen Österreichs die Gründung eines Norddeutschen Bundes ohne Österreich durchsetzen.

Österreich-Ungarn (1867–1918)

Hauptartikel: Österreich-Ungarn

Die Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie, auch K.u.k. Monarchie oder Donaumonarchie, wurde am 8. Juni 1867 infolge des Ungarischen Ausgleichs gegründet. An diesem Tag wurde Kaiser Franz Joseph I. von Österreich in Budapest (Pest-Buda) zum Apostolischen König von Ungarn gekrönt. Die nicht-ungarischen („cisleithanischen“) Länder erhielten am 21. Dezember 1867 die Dezemberverfassung, die im Wesentlichen bis zum Ende der Monarchie Bestand hatte. Die Außenpolitik wurde zuerst durch das Dreikaiserbündnis und in späterer Zeit durch den Zwei- bzw. Dreibund geprägt.

In dieser Zeit begann der – bisher von den Herrscherhäusern unterdrückte – Nationalismus seinen Siegeszug durch die Länder Europas und insbesondere der Habsburger Monarchie. Zur Abschwächung des ungarischen Nationalismus gedacht, verschärfte der Ausgleich von 1867 die Spannungen mehr als er sie kalmierte. Dieser Ausgleich schuf nun die Situation, dass die Ungarn in der Doppelmonarchie als zweites „Herrenvolk“ neben die Deutschsprachigen traten. Die Polen in Galizien waren noch einigermaßen privilegiert, ansonsten fühlten sich jedoch die slawischen Nationalitäten (insbesondere die Tschechen) um ihre Gleichberechtigung geprellt. Vor allem in Böhmen und Mähren nahmen die Differenzen zu. Hier konnte die Einführung der Zweisprachigkeit 1880 in Böhmen und Mähren, 1882 in den slowenischen Gebieten und in Österreichisch-Schlesien auch nicht weiterhelfen. Der Mährische Ausgleich 1911 nahm dem Konflikt zwar einiges an Schärfe, konnte aber keine Wirkung mehr entfalten.

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Kaiser Franz Joseph I.
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Böhmen profitierte aufgrund seiner Nähe zu Wien überproportional von der Ansiedlung neuer Industrien auf Veranlassung des Kaisers. Die Österreichische Wirtschaft erreichte zur Jahrhundertwende ihre erste große Blütezeit. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die Differenzen zwischen den einzelnen Volksgruppen der Donaumonarchie bereits so stark, dass der Reichsrat nicht mehr arbeitsfähig war. Aufgrund der dadurch hervorgerufenen faktischen Lähmung des Staates ging diese Periode als die Zeit des „Fortfrettens und Fortwurschtelns“ (wienerische Ausdrücke für „mühsam weiterkommen“) in die österreichische Geschichtsschreibung ein.

1878 erhielt Österreich das Verwaltungsrecht über Bosnien-Herzegowina, das es 1908 annektierte. Dies führte zu starken Spannungen mit dem Königreich Serbien und war auch ein Grund für das Attentat in Sarajewo. 1879 wurde mit Deutschland der Zweibund und 1882 mit Italien der Dreibund geschlossen. Er sollte noch für den Ersten Weltkrieg ausschlaggebend sein. Der Dreibund hatte von Anfang an mit der italienischen Irredenta zu kämpfen, was vor allem die Beziehungen mit Österreich belastete.

Um 1880 wurde der Wahlzensus gelockert, was die Bildung von neuen Parteien ermöglichte:

  • die Christlichsozialen unter Karl Lueger, die zuerst durch das Kleinbürgertum und später von den Bauern geprägt wurden
  • die Sozialdemokratische Partei unter Viktor Adler, die 1911 in eine deutschsprachige und tschechische Partei zerfiel
  • die Liberale Partei, die sich in eine radikale (Altdeutsche Vereinigung) und eine gemäßigte Gruppe aufteilte.

1903 gab Serbien die Anlehnung an Österreich auf und begann auf die Abtrennung der südslawischen Gebiete Österreichs hinzuarbeiten. Dieses Ziel wurde vor allem von Russland unterstützt.

Bei den ersten freien Wahlen, die 1907 stattfanden, gewannen die Christlichsozialen vor den Sozialdemokraten und den liberalen Parteien.

Um 1900 erlebte Österreich eine kulturelle Blütezeit, die unter anderem mit dem Namen Sigmund Freud verbunden war, dessen Psychoanalyse auf Wissenschaft und Kunst befruchtend wirkte. Auch bei der Entstehung des Films zählte das Österreichische Filmwesen damals zu den Pionieren. 1908 entstand mit „Von Stufe zu Stufe“ der erste abendfüllende Film aus österreichischer Produktion. Bis zu Ausbruch des Krieges entstanden alleine in Wien knapp 200 Kinos.

Am 28. Juni 1914 entluden sich die aufgestauten nationalen Gefühle in dem Attentat von Sarajevo auf Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand durch den serbischen Nationalisten Gavrilo Princip. Das daraufhin von Österreich-Ungarn an Serbien gestellte Ultimatum bewirkte die Aktivierung der europaweit bestehenden Bündnissysteme und Beistandsverpflichtungen und führte so zum Ersten Weltkrieg.

Österreich im Ersten Weltkrieg

Hauptartikel: Erster Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg war für Österreich ein Desaster: Die veraltete k.u.k. Armee konnte nur mit der Unterstützung Bulgariens gegen Serbien siegreich sein. Den durch den Dreibund und die Triple-Entente herbeigeführten Krieg gegen Russland hat Österreich verloren und musste die polnischen Gebiete räumen. Im Krieg gegen Italien musste Österreich ebenfalls eine schwere Niederlage hinnehmen. Diese wurde unter anderem dadurch verursacht, weil die Österreicher 1918 den Waffenstillstand um 48 Stunden zu früh antraten. Der Krieg gegen Frankreich endete nicht nur für Österreich, sondern auch für Deutschland mit einer herben Niederlage.

Die Versorgung der Bevölkerung war in diesen Tagen sehr schlecht und es kam zu großen Hungersnöten. 1916 starb Kaiser Franz-Josef und Karl I. wurde zum letzten Kaiser gekrönt. Er musste nach dem Krieg sein Land verlassen.

Die Erste Republik (1918–1938)

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Karl Renner
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Noch in der Endphase des Weltkrieges 1918 und den damals zutage tretenden Auflösungstendenzen versuchte Kaiser Karl I. durch sein Manifest vom 17. Oktober 1918 den Ententemächten Friedensbereitschaft zu signalisieren: Österreich soll, dem Willen seiner Völker gemäß zu einem Bundesstaat werden, in dem jeder Volksstamm auf seinem Siedlungsgebiet sein eigenes Gemeinwesen bildet. Nachdem sich am 21. Oktober die deutschsprachigen Abgeordneten des Reichsrates im niederösterreichischen Landhaus in der Wiener Herrengasse zu einer provisorischen Nationalversammlung getroffen hatten, verzichtete Kaiser Karl (auch unter dem Eindruck der Ereignisse in Berlin) am 11. November 1918 auf seinen Anteil an den Staatsgeschäften (keine formelle Abdankung). Die Regentschaft der Habsburger endete somit nach 6 Jahrhunderten. Die Donaumonarchie zerfiel in mehrere kleine Staaten. Am 12. November 1918 wurde vor dem Parlamentsgebäude der neue Staat, die demokratische Republik Deutschösterreich, ausgerufen. Erster Staatskanzler wurde Karl Renner. Am 16. Februar 1919 fand die Wahl der konstituierenden Nationalversammlung statt.

Sowohl große Teile der Bevölkerung, wie auch die meisten Vertreter der politischen Parteien, sahen die neue Republik Deutschösterreich als Teil einer gesamtdeutschen Republik. Es wurde die Auffassung vertreten, dass dieser deutsche „Rest-“ bzw. „Rumpfstaat“ – ohne die ungarische Agrarwirtschaft und die böhmische Industrie – alleine nicht lebensfähig sei. Der Publizist Hellmut Andics drückte die vorherrschende Meinung in einem Buchtitel folgendermaßen aus: Der Staat, den keiner wollte. Der „Anschluss“ an die Deutsche Republik (später Weimarer Republik), wurde aber von den alliierten Siegermächten im Vertrag von St. Germain verboten. Dieser Zusammenschluss hätte möglicherweise das Deutsche Reich zu sehr gestärkt. Vor diesem Hintergrund wurde auch der Name „Deutschösterreich“ verboten. Am 21. Oktober 1919, mit Ratifizierung des Friedensvertrages, wurde der Name in „Republik Österreich“ geändert. Nochmals erklärt wurde dies in der von Bundeskanzler Ignaz Seipel mit dem Völkerbund ausgehandelten „Genfer Sanierung“ zur Stützung des inflationsgeschüttelten Staatshaushaltes. Auch die Pläne Österreichs für eine Zollunion mit dem Deutschen Reich wurden 1931 mit Hinweis auf die Bestimmungen des Friedensvertrages verboten.

Ebenfalls scheiterten die Abspaltungsversuche der Länder Salzburg, Tirol und Vorarlberg. In Salzburg (Bundesland) gab es Bestrebungen, sich Deutschland anzuschließen. Dies wurde von Deutschland abgelehnt. In Tirol gab es Bestrebungen, sich Italien anzuschließen, um die Einheit Tirols zu wahren. Eine andere politische Linie erstrebte den Anschluss an Deutschland. Beide Möglichkeiten wurden durch die Siegermächte vereitelt. In Vorarlberg bestand der Wunsch sich der Schweiz anzuschließen. In einer Volksabstimmung erhielt diese Idee in Vorarlberg und in der Schweiz die Mehrheit. Die eigentliche Angliederung wurde jedoch von der Schweizer Regierung vereitelt. Diese fürchtete um das Gleichgewicht zwischen Protestanten und Katholiken.

Die Verfassung vom September 1920 markiert den Beginn der Ersten Republik Österreich. Der beauftragte Jurist Hans Kelsen versuchte darin Grundsätze des Föderalismus und des Zentralismus zu verbinden. Bedingt durch das zerstrittene Parteienspektrum, erfolgte 1929 eine Novelle, die durch eine direkte Volkswahl die Stellung des Bundespräsidenten stärkte. Sie wurde in dieser Form auch 1945 in der Zweiten Republik Österreich wieder eingeführt.

Nach dem Krieg beanspruchte der neue Staat alle Gebiete der ehemaligen Monarchie mit deutschsprachiger Bevölkerungsmehrheit für sich, doch wurde das Staatsgebiet von den Siegermächten vorgegeben. Immerhin konnte das deutschsprachige Westungarn, das spätere Burgenland gewonnen werden. Die Siegermächte waren vorerst uneinig, welchem Staat dieses Gebiet zugeteilt werden sollte, der Vorschlag einer Aufteilung zwischen der Tschechoslowakei und Jugoslawien wurde nicht einmal von diesen Staaten selbst ernsthaft verfolgt. Man gab es Österreich, in der Hoffnung, einen Keil zwischen zwei Staaten zu treiben, die an einer Revision der Friedensverträge potentiell interessiert waren. Für die Einwohner der Stadt Ödenburg (Sopron) gab es eine Volksabstimmung über die künftige Staatszugehörigkeit, welche zugunsten Ungarns ausging. Ohne Abstimmung behielt die Tschechoslowakei Südmähren mit der Stadt Znaim (Znojmo). Die Volksabstimmung in Südkärnten, das vom SHS-Königreich beansprucht wurde, ging am 10. Oktober 1920 dagegen eindeutig für eine Zugehörigkeit des Abstimmungsgebietes südlich der Drau zur Republik Österreich aus. Dieser Abstimmung waren heftige Kämpfe von Kärntner Heimwehrverbänden gegen SHS-Einheiten vorausgegangen. Da die Masse der SHS-Truppen in Ungarn gebunden waren und Italien Österreichs Position unterstützte, hatten die Siegermächte sich für diese Abstimmung entschieden. Keine Chance hatte die Republik, das seit Kriegsende (Waffenstillstand 3. und 4. November 1918) von Italien besetzte Südtirol zurückzubekommen. (Erst 1969 konnte mit dem „Südtirol-Paket“ eine befriedigende zwischenstaatliche Lösung – als Autonomie – gefunden werden.)

Die Wirtschaft des jungen Staates lag aufgrund der Kriegsfolgen (Reparationen, Gebietsverluste) entsprechend darnieder. Die damit zusammenhängende Hyperinflation („galoppierende Inflation“) konnte erst Anfang 1924 durch eine Währungsreform mit Einführung des im November 1924 beschlossenen Schillings ab 1. März statt der Krone beendet werden; Voraussetzung war eine Anleihe des Völkerbundes. Für 10.000 Kronen bekam man 1914 noch einen Häuserblock, wogegen man im Dezember 1922 nur noch einen Laib Brot bekam. Erst danach begann ein zaghafter wirtschaftlicher Aufschwung, der jedoch lediglich ein Zwischenhoch Mitte der 1920er Jahre darstellte und mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein jähes Ende fand. Zur latenten Strukturkrise war die große Konjunkturkrise gekommen. Durch den Zusammenbruch der Creditanstalt, die damals die größte Bank Mitteuropas war, im Jahr 1931, drohte die Währung zusammenzubrechen. 1932 erhielt Österreich eine Völkerbundanleihe von 300 Millionen Schilling. Als Gegenleistung wurde das Anschlussverbot während der Laufzeit von 20 Jahren bei der Konferenz von Lausanne bekräftigt. 1933 war etwa ein Drittel der Arbeitskräfte ohne Arbeit.

Mit den Unruhen der unmittelbaren Nachkriegszeit und den wirtschaftlichen Problemen ging eine immer schärfere politische Polarisierung einher: Hauptgegner waren einerseits die auf Bundesebene regierende Christlichsoziale Partei und die in der Stadt Wien regierenden Sozialdemokraten. Gegner dieser beiden waren wiederum die österreichischen Nationalsozialisten, die vor allem außerhalb Wiens (etwa in der Steiermark) eine große Anhängerschaft hatten. Zeitweise gab es Kooperationen zwischen christlichsozialen und nationalsozialistischen Politikern. Bei den Nationalratswahlen 1927 bildeten Christlichsoziale, Großdeutsche, die nationalsozialistische Riehl- und Schulzgruppe und andere Gruppierungen eine Einheitsliste.

Darüber hinaus spielten paramilitärische Einheiten, wie die Heimwehr (der Christlichsozialen Partei nahestehend, aber ohne klare Parteibindung) und der Republikanische Schutzbund, verhängnisvolle Rollen. Die politischen Gegensätze in Österreich waren groß und eskalierten schließlich 1927: In Schattendorf (Burgenland) schossen Mitglieder rechtsstehender „Frontkämpfer“ auf die Teilnehmer einer gegen sie gerichteten Demonstration des Republikanischen Schutzbundes und töteten einen 14-jährigen und einen Kriegsinvaliden. Mit dem Schattendorfer Urteil wurden die mutmaßlichen Täter von einem Geschworenengericht freigesprochen. Die darauf folgende Julirevolte konnte die Sozialdemokratische Parteiführung nicht mehr kontrollieren. Der Justizpalast – neben dem Parlament – wurde von der Menge gestürmt und in Brand gesetzt. Nachdem auch Polizeiwachzimmer gestürmt worden waren, bekam die Polizei von ihrem Präsidenten Johann Schober den Befehl, die Demonstration mit Waffengewalt aufzulösen. Die Bilanz: 89 Tote, 1.057 Verwundete. In den Wochen nach der Niederschlagung der Julirevolte kam es zu 1.000 Neubeitritten zu den austrofaschistisch ausgerichteten Heimwehren unter ihrem Führer Graf Starhemberg, und – wegen der unnachgiebigen Haltung des christlichsozialen Bundeskanzlers Ignaz Seipel – bis Jahresende zu 28.000 Kirchenaustritten. Die endgültige Polarisierung war vollzogen. Durch diese Ereignisse wurde die Sozialdemokratie entscheidend geschwächt. Trotzdem wurde die SDAP bei den letzten demokratischen Nationalratswahlen im Jahre 1930 stimmenstärkste Fraktion.

Austrofaschismus

Hauptartikel: Austrofaschismus, Ständestaat

Anfang der 1930er Jahre begannen sich in einer Reihe von Staaten Europas faschistische Bewegungen durchzusetzen. Auch Österreich blieb von dieser Entwicklung nicht verschont. Vor allem die Heimwehr vertrat faschistische Ideen nach dem Vorbild Italiens. Mussolini wurde auch von der im Ausland isolierten Regierung als wichtigste Unterstützung gesehen.

Im März 1933 schaltete der christlichsoziale Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß das Parlament aus. Eine patt ausgehende Abstimmung über die Eisenbahnergehälter und taktisch bedingte Rücktritte der drei Parlamentspräsidenten nützte Dollfuß, um das Parlament als handlungsunfähig zu erklären. Das Notverordnungsrecht von 1917 wurde (wie auch in der deutschen Innenpolitik dieser Jahre) dazu verwendet, um ohne die parlamentarische Volksvertretung zu regieren. Am 7. März 1933 erließ der Ministerrat ein Versammlungs- und Aufmarschverbot und führte die Zensur für österreichische Zeitungen wieder ein. Ein neuerliches Zusammentreten des Nationalrats wurde für illegal erklärt und mit Polizeigewalt unterbunden. Zusätzlich legte Bundeskanzler Dollfuß durch den Rückzug der christlichsozialen Mitglieder den Verfassungsgerichtshof lahm.

Der Weg in einen autoritären Ständestaat nach dem Vorbild des faschistischen Italien war damit beschritten. Als politisches Sammelbecken gründete Dollfuß die Vaterländische Front, eine Vereinigung der Christlichsozialen mit der Heimwehr, dem Landbund und einigen anderen Wehrverbänden. Es kam zur Verhaftung politischer Gegner. Mit dem 31. März 1933 löste die Regierung den Republikanischen Schutzbund auf. Am 10. Mai 1933 verordnete die Regierung die Aussetzung aller Wahlen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene. Am 26. Mai wurde die Kommunistische Partei Österreichs aufgelöst, am 19. Juni schließlich auch die NSDAP.

Hauptartikel: Österreichischer Bürgerkrieg

In Folge einer Hausdurchsuchung nach Waffen im Hotel Schiff, einem Parteiheim der Sozialdemokraten in Linz, kam es am 12. Februar 1934 zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten und der Heimwehr bzw. dem Bundesheer. Diese weiteten sich zum Generalstreik und zu einem Bürgerkrieg aus. Insbesondere in Wien und den verstreuten Industriezentren (Steyr, Obersteiermark, Linz) wurde einige Tage lang heftig gekämpft. Polizei, Bundesheer und die sie unterstützenden Heimwehrabteilungen konnten den damals schon desorientierten, verzweifelt kämpfenden Republikanischen Schutzbund relativ leicht niederkämpfen. Die sozialdemokratische Parteileitung unter Dr. Otto Bauer, Julius Deutsch u.a. flüchtete in die Tschechoslowakei. Am Ende waren die Sozialdemokraten als Partei besiegt. Am 1. Mai 1934 trat eine neue ständische Verfassung in Kraft. Eine wichtige Rolle hatte dabei der Einfluss Mussolinis gespielt.

In einer letzten Nationalratssitzung wurde am 30. April 1934 von den Abgeordneten der Vaterländischen Front ein Gesetz beschlossen, das die Regierung mit allen Befugnissen ausstattete, die zuvor Nationalrat und Bundesrat oblagen. Die Mandate der Sozialdemokraten wurden vor dem Zusammentreten des „Rumpfparlaments“ für erloschen erklärt.

Am 25. Juli 1934 kam es zu einem nationalsozialistischen Putschversuch, dem so genannten Juliputsch. 154 als Soldaten und Polizisten verkleidete österreichische SS-Männer stürmten das Bundeskanzleramt, Engelbert Dollfuß wurde angeschossen und verblutete kurze Zeit später an den Folgen der Schussverletzungen. Eine zweite Gruppe der Putschisten besetzte die Rundfunkstudios der RAVAG und verbreitete die Falschnachricht, Dollfuß habe die Regierungsgeschäfte Anton Rintelen übergeben. Dies war das vereinbarte Zeichen für einen nationalsozialistischen Aufstand in ganz Österreich, insbesondere in der Steiermark, der allerdings nach wenigen Tagen von Polizei und Bundesheer niedergeschlagen werden konnte. Der Unterrichtsminister des Dollfuß-Regimes, Kurt Schuschnigg, übernahm die Regierungsmacht.

Unterstützung bekam Schuschnigg von Mussolinis Italien, das Österreich wie auch Ungarn an sich binden wollte und so gegen das Deutsche Reich auszuspielen versuchte. Drohend marschierten italienische Truppen am Brenner auf, worauf Adolf Hitler, der in Österreich geborene Diktator des Deutschen Reiches, jeden Einfluss auf die Vorgänge in Österreich energisch bestritt.

Schuschnigg orientierte sich zwar an der Selbstständigkeit eines „freien und deutschen Österreichs”, stieß aber auf wachsenden Widerstand, zumal Italiens Diktator Benito Mussolini zunehmend in Abhängigkeit zum Deutschen Reich geriet und daher immer weniger in der Lage war, seine auf die Selbständigkeit Österreichs ausgerichtete Politik aufrechtzuerhalten. 1936 wurde die Achse Rom-Berlin geschmiedet. Kurt Schuschnigg schloss im Juli 1936 ein Abkommen mit dem Deutschen Reich, in dessen Folge 17.000 österreichische Nazis amnestiert wurden und der Nationalsozialist Arthur Seyß-Inquart als Staatsrat in das austrofaschistische Regierungskabinett kam. Weiters wurde ein „Volkspolitisches Referat“ als Teilorganisation der Vaterländischen Front geschaffen, mit der man die illegale nationalsozialistische Opposition in die Partei eingliederte. Zahlreiche zuvor verbotene nationalsozialistische Zeitungen wurden legalisiert. Die alten großdeutschen Ideen gewannen zusehends an Gewicht. Viele Menschen erhofften sich eine wirtschaftlich bessere Zukunft, da das Land weiterhin unter hoher Arbeitslosigkeit in einer Wirtschaftskrise litt. So bekamen die – freilich weiterhin illegalen – österreichischen Nationalsozialisten Zulauf und einen größeren Rückhalt bei den Bürgern.

„Anschluss“ an das Deutsche Reich

Hauptartikel: Anschluss (Österreich)

Seit der Machtergreifung seiner NSDAP im vormals demokratischen Deutschen Reich (siehe auch Zeit des Nationalsozialismus) ließ Adolf Hitler den Anschluss Österreichs vorbereiten. Er bezeichnete es als seine Heimat, obwohl er die österreichische Staatsbürgerschaft abgelegt und die deutsche angenommen hatte. Unterdessen war aber auch in Österreich ein autoritäres Regime entstanden, der Ständestaat (siehe auch Austrofaschismus), das sich allerdings für die Selbständigkeit Österreichs aussprach und nationalsozialistische Organisationen verboten hatte.

Hitler forderte 1938 – unter Androhung des Einmarsches der Wehrmacht – die Aufhebung des NSDAP-Verbots und die Beteiligung der österreichischen Nationalsozialisten an der Regierung. Bundeskanzler Kurt Schuschnigg beugte sich dem Diktat. Den schnellen Aufstieg der Nationalsozialisten versuchte er jedoch mit einer Volksabstimmung für ein „freies, unabhängiges, deutsches und christliches Österreich“ zu verhindern, die für den 13. März 1938 angesetzt war. Am 12. März, ließ Hitler die Wehrmacht in Österreich einmarschieren. Die Soldaten wurden unter dem Jubel großer Teile der österreichischen Bevölkerung empfangen. Der nationalsozialistische Innenminister Arthur Seyß-Inquart bildete sofort eine nationalsozialistische Regierung und vollzog den Anschluss an das Deutsche Reich. Zuvor war Hitler in Wien vor einer begeisterten Menschenmenge aufgetreten, die ihren „Sohn” willkommen hieß und hatte „den Eintritt meiner österreichischen Heimat in das Deutsche Reich“ erklärt. Den Anschluss ließ er nachträglich, am 10. April, durch eine Volksabstimmung bestätigen (offizielles Ergebnis: 99,73 % dafür). Bis dahin waren rund 8 % der Wahlberechtigten bereits von der Wahl ausgeschlossen worden (Juden, „Mischlinge“, verhaftete Gegner der Nationalsozialisten).

Hitler ließ den (ungeliebten) Namen Österreich durch die, vom mittelalterlichen marcha orientalis hergeleitete, Bezeichnung „Ostmark“ ersetzen, später durch „Donau- und Alpenreichsgaue“ und das vergrößerte Deutsche Reich später als „Großdeutsches Reich“ bezeichnen. Am 1. Mai 1939 wurde das sogenannte Ostmarkgesetz verabschiedet, mit dem die Befugnisse vom Reichsstatthalter an den Reichskommissar übergeben werden sollten. Der Vollzug dieses Gesetzes war am 31. März 1940 beendet. Damit war das Gebiet der jungen und souveränen (1.) Republik Österreich zu einem in Reichsgaue aufgeteilten Land im Großdeutschen Reich geworden, das dessen Geschichte bis zum Zusammenbruch 1945 teilte.

Österreich im Deutschen Reich (1938–1945)

Hauptartikel: Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Österreich, das während des Zweiten Weltkrieges zum Deutschen Reich gehörte, musste, da es proportional gleich viele Wehrmachtsangehörige zu stellen hatte, ebenfalls schwere Verluste an Menschenleben hinnehmen. Die Kriegsereignisse und die NS-Rassenideologie forderten in Österreich ca. 300.000 Todesopfer. Neben den Toten der deutschen Wehrmacht waren darunter auch sehr viele politisch (z.B. Kommunisten) und rassisch (Juden, Zigeuner u.a.) Verfolgte, die in den Konzentrationslagern von den Nazis ermordet wurden.

Es waren jedoch auch viele Österreicher an Kriegsverbrechen beteiligt, was durch deren überproportionale Anzahl in leitenden Positionen der SS und der deutschen Armee gefördert wurde. Die von Österreichern begangenen NS-Verbrechen hatten zum Teil auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Zweite Republik.

Aus dieser Zeit sind noch viele Gebäude erhalten, die jetzt z. T. unter Denkmalschutz gestellt sind. Das prominenteste Beispiel ist hierfür das Hitlerzimmer im Wiener Volkstheater.

Luftangriffe fanden in Österreich erst am Ende des Krieges statt, da es aufgrund seiner weiten Entfernung von der Front mit den damaligen Flugzeugen schwer zu erreichen war.

Die zweite Republik (seit 1945)

Österreich unter alliierter Besatzung (1945–1955)

Hauptartikel: Besetztes Nachkriegsösterreich

Als am 8. Mai 1945 die Bedingungslose Gesamtkapitulation der Wehrmacht in Kraft trat und der Zweite Weltkrieg in Europa damit sein Ende fand, waren alliierte Truppen bereits weit in die so genannten „Donau- und Alpenreichsgaue“ vorgedrungen. Am 13. April 1945 hatten die sowjetischen Truppen den Kampf um Wien, der rund 19.000 deutsche und 18.000 sowjetische Soldaten das Leben gekostet hatte, für sich entschieden. Im späten April und Anfang Mai drangen die Westalliierten von Westen her vor.

Bereits am 1. April hatte Karl Renner, der erste Staatskanzler der 1. Republik, Kontakt mit den sowjetischen Truppen aufgenommen, die in das Burgenland vorgedrungen waren. Schon seit 1941 gab es sowjetische Pläne, nach Kriegsende den Staat Österreich wieder herzustellen. 1943 stellten die Alliierten (USA, Großbritannien, Sowjetunion, wenig später auch das „Französisches Komitee für die Nationale Befreiung“) in der Moskauer Deklaration fest, dass sie den Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes 1938 an das Deutsche Reich Hitlers für null und nichtig ansehen und die Befreiung Österreichs eines ihrer Kriegsziele sei. Zuvor hatte es, vor allem in Großbritannien, auch andere Denkmodelle gegeben, die neben einem eigenen Staat auch einen föderalistischen „Alpenstaat“ mit Bayern oder eine „Donaukonföderation“, ähnlich der ehemaligen Donaumonarchie, beinhalteten. [LINK]

Renner wurde von den Sowjets mit der Bildung einer provisorischen Staatsregierung beauftragt. Ursprünglich wollte Renner nur behilflich sein, eine Regierung zu bilden. Von Stalin wurde er aber direkt beauftragt, einer Regierung vorzustehen. Daher stand er bei den West-Alliierten im Verdacht mit den Sowjets zu kollaborieren. In der Folge kam es am 14. April zur Gründung der SPÖ (aus Sozialdemokraten und „Revolutionären Sozialisten“) sowie am 17. April der ÖVP (Christlichsoziale und Landbund) und der KPÖ. Am 27. April 1945 – also noch vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges – wurde die Unabhängigkeit Österreichs erklärt. Am 29. April trat die provisorische österreichische Staatsregierung zusammen (zehn Vertreter der SPÖ, neun ÖVP, sieben KPÖ und drei unabhängige). Die Abgeordneten der KPÖ kamen zumeist direkt aus Moskau, wo sie im Exil gelebt hatten. Anfangs war die Regierung nur von der Sowjetunion anerkannt; die USA, Großbritannien und Frankreich folgten aber im Verlauf des Jahres. Ziel der Regierung war die Wiederherstellung der österreichischen Republik auf der Grundlage der Verfassung von 1920. Am 25. November 1945 fanden die ersten Nationalratswahlen statt.

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Besatzungszonen in Österreich
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Als vormaliger Teil des Deutschen Reiches war Österreich in vier Besatzungszonen aufgeteilt: Vorarlberg und Tirol gehörten zur französischen Zone, Kärnten, die Steiermark und Osttirol zur britischen, Salzburg und der südlich der Donau gelegene Teil Oberösterreichs zur US-amerikanischen und Oberösterreich nördlich der Donau, Niederösterreich und das Burgenland zur sowjetischen Zone. Wien wurde, wie Berlin, in vier Besatzungszonen aufgeteilt, wobei die „Innere Stadt” (der erste Bezirk) von den Alliierten gemeinsam verwaltet wurde.

Die sowjetische Besatzungsmacht demontierte in ihrer Zone Industriekomplexe und vieles, was als „Deutsches Eigentum” deklariert worden war, wurde unter dem Namen USIA beschlagnahmt. In den westlichen Besatzungszonen der USA, Großbritanniens und Frankreichs wurde hingegen der so genannte Marshall-Plan aufgelegt. Um an die finanziellen Mittel zu gelangen war eine Währungsreform notwendig. Nicht zuletzt deshalb kam es in der Folge zu den Oktoberstreiks 1950. Wegen der ungleichen Mittelverteilung kam es im Westen des Landes erstmals zu einer eigenständigen Industrieentwicklung.

Mit dem Niedergang und der Auflösung des Deutschen Reiches verbunden war die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus ihren angestammten Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa und deren Zuzug auch nach Österreich.

Österreich vom Staatsvertrag bis zum EU-Beitritt (1955–1995)

Außenpolitik

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Leopold Figl in seiner Zeit als Landeshauptmann. Er sprach die drei legendären Worte „Österreich ist frei“
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1955 erhielt die Republik Österreich durch den Staatsvertrag mit den vier Besatzungsmächten – anders als die BRD und die DDR – ihre volle staatliche Souveränität zurück. Als Gegenleistung dafür musste die Zweite Republik ihre „Immerwährende Neutralität“ erklären und per Verfassungsgesetz festschreiben. Im September 1955 verließen die letzten sowjetischen Soldaten das Staatsgebiet, diejenigen der Westalliierten folgten am 25. Oktober. Am 26. Oktober 1955 beschloss der Nationalrat das Neutralitätsgesetz. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die österreichische Wirtschaft ähnlich wie die bundesdeutsche, wobei die Wirtschaft in der ehemaligen Sowjetzone einen großen Nachholbedarf gegenüber den westlichen Bundesländern hatte und sich dieses Ost-West-Gefälle erst nach Jahrzehnten ausglich (siehe auch Wirtschaftswunder).

Österreich versuchte in seiner Neutralitätspolitik auch eine Brückenfunktion zwischen den Blöcken im Kalten Krieg einzunehmen. So kam es am 3. und 4. Juni 1961 in Wien zu einem historischen Gipfeltreffen zwischen Kennedy und Chruschtschow. Unter anderem durch die Beitritte zu den Vereinten Nationen am 14. Dezember 1955 und zum Europarat am 16. April 1956 integrierte sich Österreich schon kurz nach der Wiederherstellung der Souveränität in die internationale Staatengemeinschaft. Durch seine politisch neutrale Position wurde Österreich ein wichtiger Zufluchtsort für Beteiligte des Aufstandes in Ungarn (1956) und für viele Mitwirkende des Prager Frühlings (1968). Besonders im Jahr 1956, wo vor allem Ostösterreich noch stark durch die Besatzung in Mitleidenschaft gezogen war, war die humanitäre Hilfe für das Nachbarland sehr groß. Ganze Siedlungen wurden für Flüchtlinge aus dem Boden gestampft. Obwohl ein großer Teil der Flüchtlinge vor allem von Überseeländern aufgenommen wurde, blieben doch auch sehr viele in Österreich. Auch das Bundesheer, das erst neu aufgestellt worden war, hatte seine erste Bewährungsprobe. In beiden Fällen spielte auch der ORF eine große Rolle, die Bevölkerung in den jeweils betroffenen Nachbarländern als Staatsrundfunk möglichst neutral zu informieren.

Bundeskanzler Bruno Kreisky, der als einer der ersten westlichen Politiker mit Arafat und Gaddafi Gespräche führte, beteiligte sich an der internationalen Diskussion zur Lösung des Nahostkonflikts. Wien wurde Sitz vieler internationaler Organisationen wie der UNO (Vienna International Centre), der IAEO und der OPEC.

Als Folge der jüngeren Geschichte, der Erfahrungen nach dem „Anschluss”, der Verbrechen der Nationalsozialisten und der vollständigen Niederlage des Hitlerreiches im Zweiten Weltkrieg, wandelte sich auch das Verständnis der staatlichen Identität. War das Selbstverständnis und das Verhältnis zum Staat in der Ersten Republik noch in weiten Teilen durch deutschnationale Gedanken geprägt, trat dieser Gedanke nun zunehmend in den Hintergrund. Dieses österreichische Nationalbewusstsein, das sich auch mit einer Abgrenzung zur neuen Bundesrepublik Deutschland verband, hatte allerdings auch zur Folge, dass sich viele Österreicher, „Normalbürger“ wie Politiker, jetzt als erstes Opfer des Nationalsozialismus sehen wollten (auch als „Opfermythos” bezeichnet), obwohl Hitler unter dem Jubel und mit Zustimmung weiter Teile der Bevölkerung den „Anschluss“ herbeigeführt hatte. Die Beteiligung an den Verbrechen des Dritten Reiches wurde auch deshalb lange Zeit kaum aufgearbeitet. Dieser „blinde Fleck” im Geschichtsbewusstsein fand im Bundespräsidentschaftswahlkampf 1986 besonderen Ausdruck, als Kurt Waldheim seine SA-Mitgliedschaft bzw. seine Rolle in der Wehrmacht verschwieg. Trotz weltweiter Empörung gewann er die Präsidentenwahl im zweiten Wahlgang. Erst unter der Regierung von Bundeskanzler Franz Vranitzky kam es zu einem ausdrücklichen Bekenntnis zur Mitverantwortung der Österreicher an den Verbrechen des Nationalsozialismus.

Mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Regimes in den Ostblockländern und dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 (Öffnung der Grenzen zu Westeuropa) verlor das Land seinen Charakter als westlicher demokratischer Vorposten. Konsequenterweise trat Österreich daher 1995 der Europäischen Union bei, was lange Zeit aufgrund des Neutralitätsgesetzes für undenkbar galt, und unterzeichnete in der Folge auch das Schengener Abkommen zur Grenzöffnung. Seitdem hat Österreich offene Grenzen zu Deutschland und zu Italien.

Innenpolitik

Die Innenpolitik war vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren stark von den Folgen des österreichischen Bürgerkrieges geprägt. So wurde auf eine gleichmäßige Machtverteilung zwischen ÖVP und SPÖ geachtet („Proporz“). Als es 1966 nach einem intensiven Wahlkampf der ÖVP gegen eine drohende rote Gefahr zur Alleinregierung kam (Bundeskanzler Josef Klaus), löste dies entsprechende Befürchtungen aus.

1970 gewann die SPÖ unter Bruno Kreisky die Nationalratswahl und bildete mit Duldung der FPÖ eine Minderheitsregierung. Mit der vorgezogenen Wahl 1971 erlangte die SPÖ die absolute Stimmen- und Mandatsmehrheit. In 13 Jahren Alleinregierung und in den Koalitionen danach konnte die SPÖ ihre Konzepte und Ideen weitgehend verwirklichen und Österreich zu einem sozialen, modernen und wirtschaftlich leistungsstarken Staat ausbauen. Bundeskanzler Kreisky wurde in der Aufbruchsphase der 1970er Jahre für eine ganze Generation zum Symbol der Modernisierung und Weltoffenheit. So schuf er mithilfe der absoluten SPÖ-Mehrheit im Nationalrat einen modernen Sozialstaat. Er bekämpfte gleichzeitig die Arbeitslosigkeit, so blieb Österreich in den 1970er Jahren das einzige OECD-Land mit durchgehend positivem Wirtschaftswachstum. 1976 kam es zur Bindung des Schillings an die D-Mark, nachdem der Dollarkurs eingebrochen war.

Weiters wurden wichtige gesellschaftliche Modernisierungsschritte vorgenommen, z. B. Einführung der Fristenlösung, Abschaffung der Studiengebühren, Einführung eines Umwelt- und Gesundheitsministeriums, Schaffung der Volksanwaltschaft, Verringerung der Wochenarbeitszeit (40-Stunden-Woche), mehr Mindesturlaub, Einführung des Zivildienstes, die rechtliche Gleichstellung der Frau in der Ehe, der Mutter-Kind-Pass, Mitbestimmung an Schulen und Universitäten. Des Weiteren vertrat Kreisky eine sehr liberale Einwanderungspolitik, Österreich diente vielen jüdischen Auswanderern aus der Sowjetunion als Durchgangsstation. Das österreichische Strafrecht wurde modernisiert (Christian Broda).

1978 sorgte die Volksabstimmung über das Kernkraftwerk Zwentendorf (die Inbetriebnahme wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt) für Aufregung, trotzdem erhielt die SPÖ mit Kreisky 1979 wieder die absolute Mehrheit. Die Stimmenverluste 1983 – die SPÖ hatte die absolute Mehrheit verloren – hatten zur Folge, dass Bundeskanzler Kreisky zurücktrat. Die Regierungsgeschäfte übernahm Fred Sinowatz. Es wurde eine „rot-blaue“ (kleine) Koalition (SPÖ/FPÖ) mit Norbert Steger als Vizekanzler geschlossen. Diese fand 1986 nach der Wahl Jörg Haiders zum Parteiobmann der FPÖ ein jähes Ende, da der neue SPÖ-Bundeskanzler Franz Vranitzky eine Koalition mit Haider kategorisch ablehnte. In den folgenden Jahren vertrat die FPÖ offensiv eine rechtspopulistische Politik. Dies hatte neben einem enormen Stimmenzuwachs (von ca. 5 % im Jahr 1983 auf 27 % 1999) 1993 den Bruch mit dem liberalen Flügel der Partei zur Folge: Es entstand als Abspaltung das Liberale Forum (LIF), das bis 1999 im Nationalrat vertreten war. In den Folgejahren wurden einige Sozialleistungen und Steuern wieder abgeschafft, das Budget unter Finanzminister Ferdinand Lacina (SPÖ) teilweise saniert und die Ausländergesetze unter Innenminister Franz Löschnak (SPÖ) schrittweise deutlich verschärft.

Eines der wichtigsten österreichischen Themen der 1990er-Jahre waren die jugoslawischen Bürgerkriege. Aufsehen erregten vor allem Schießereien zwischen jugoslawischen Truppen und der slowenischen Territorialverteidigung an der österreichischen Grenze 1991 sowie mehrere Grenzüberschreitungen der jugoslawischen Luftwaffe auf österreichischen Luftraum. Die folgenden Kriege in Kroatien, Bosnien und im Kosovo führten dazu, dass viele Menschen aus diesen Ländern als Flüchtlinge nach Österreich kamen. Österreicher leisteten auch mit Spendenaktionen wie „Nachbar in Not“ und mit Aufbauprojekten während und nach dem Krieg Hilfe.

Ein Aufsehen erregender, rechtsextrem motivierter Kriminalfall erschütterte Österreich für mehrere Jahre: Es waren die Anschläge von Franz Fuchs und seiner „Bajuwarischen Befreiungsarmee“. Er führte drei Briefbombenserien durch und legte auch mehrere Rohrbomben, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen: Beim Anschlag von Oberwart starben vier Roma. Das prominenteste Opfer war Helmut Zilk, der Bürgermeister von Wien, der durch eine Briefbombe schwer verletzt wurde.

Österreich in der Europäischen Union (seit 1995)

Außenpolitik

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Design der Euro-Banknoten von dem Österreicher Robert Kalina
Bildherkunft

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EU-Beitritt 1995 gemeinsam mit Finnland und Schweden
Bildherkunft

Auf die Bildung einer Koalition der bürgerlich-konservativen ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ am 4. Februar 2000 reagierten die übrigen 14 EU-Staaten mit so genannten „Sanktionen“ (einem symbolischen Einfrieren diplomatischer Beziehungen). Insbesonders die französische und belgische Regierung erklärten diese Maßnahmen als Zeichen gegen den Rechtspopulismus in Europa. Die Sanktionen wurden aufgrund des „Weisenberichts“ wieder aufgehoben, da schnell klar war, dass Bürgerrechte in Österreich durch die neue Regierung nicht eingeschränkt würden. Der Versuch, aus dem Ausland politischen Druck auf Österreich auszuüben, hatte die ÖVP-FPÖ-Regierung eher gestärkt denn geschwächt, da diese innenpolitisch patriotische Gefühle ansprechen konnte.

Am 1. Jänner 1999 wurde auch in Österreich die neue EU-Währung Euro, als Buchgeld eingeführt und ab 1. Jänner 2002 löste der Euro auch als Zahlungsmittel die Schillingwährung ab.

Innenpolitik

Nachdem die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP bei der Nationalratswahl am 3. Oktober 1999 schwere Verluste hinnehmen mussten – die ÖVP fiel in der Stimmenzahl knapp hinter die FPÖ zurück – und langwierige Koalitionsgespräche im Jänner 2000 endgültig gescheitert waren, kam es nach 13 Jahren großer Koalition (1987-2000) gegen den Willen von Bundespräsident Thomas Klestil zu einem Regierungswechsel. Es begann die ÖVP-FPÖ-Koalition unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, auf die – wegen der FPÖ-Regierungsbeteiligung – große Teile der österreichischen Bevölkerung mit Empörung reagierten und gegen die es auch eine Zeit lang regelmäßige Demonstrationen (die "Donnerstagsdemonstrationen") gab.

Ein innerparteilicher Bruch in der FPÖ (Knittelfelder FPÖ-Versammlung 2002) führte zum Rücktritt eines Großteils der FPÖ-Regierungsmitglieder und in Folge zu Neuwahlen im Jahr 2002. Bei diesen konnte die ÖVP ihren Stimmenanteil von 26,9 % auf 42,3 % steigern und wurde somit erstmals seit 1966 wieder stimmenstärkste Partei, während die FPÖ von vormals 26,9 % Stimmenanteil auf nunmehr 10,0 % abrutschte (SPÖ: 36,5 %, Grüne: 9,5 %). Erneut kam es zur Bildung einer „schwarz-blauen“ Koalition, allerdings diesmal mit einer weitaus schwächeren FPÖ. Unter dieser Koalition wurde und wird der Liberalisierungs- und Sparkurs, der bereits von der SPÖ/ÖVP-Koalition begonnen wurde, fortgeführt.

Im April 2005 kam es durch ein erneutes Zerwürfnis innerhalb der FPÖ zu einer Änderung der Parteienlandschaft: die bisherigen Regierungsmitglieder und ein Großteil der Parlamentarier der FPÖ traten aus der Partei aus und einem vom Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider neu gegründeten „Bündnis Zukunft Österreich“ (BZÖ) bei. Die Regierungsarbeit wurde in einer „schwarz-orangen“ Koalition fortgesetzt.

Siehe auch

Literatur

  • Erich Zöllner: Geschichte Österreichs. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Verlag für Geschichte und Politik, ISBN 3702802223.
  • Ernst Bruckmüller: Sozialgeschichte Österreichs. Verlag Herold, ISBN 3700802838.
  • Karl Vocelka: Geschichte Österreichs (Kultur – Gesellschaft – Politik). Verlag Styria, Graz/Wien/Köln 2002, ISBN 3453216229.
  • Richard und Maria Bamberger, Ernst Bruckmüller, Karl Gutkas (Hrsg.): Österreich-Lexikon. Verlagsgemeinschaft Österreich-Lexikon, ISBN 3950043802.
  • Manfred Scheuch: Österreich im 20. Jahrhundert (Von der Monarchie zur Zweiten Republik). Verlag Christian Brandstätter, ISBN 3854980299.
  • Stephan Vajda: Felix Austria (Eine Geschichte Österreichs). Ueberreuter.
  • Herwig Wolfram (Hrsg.): Österreichische Geschichte. Wien 1994 ff.:
    • Bis 15 v. Chr.: Otto H. Urban: Der lange Weg zur Geschichte. Die Urgeschichte Österreichs. Wien 2000.
    • 15 v. Chr.–378 n. Chr.: Verena Gassner, Sonja Jilek, Sabine Ladstätter: Am Rande des Reiches. Die Römer in Österreich. Wien 2002.
    • 378–907: Herwig Wolfram: Grenzen und Räume. Geschichte Österreichs vor seiner Entstehung. Wien 1995.
    • 907–1156: Karl Brunner: Herzogtümer und Marken. Vom Ungarnsturm bis ins 12. Jahrhundert. Wien 1994.
    • 1122–1278: Heinz Dopsch, Karl Brunner, Maximilian Weltin: Die Länder und das Reich. Der Ostalpenraum im Mittelalter. Wien 1999.
    • 1278–1411: Alois Niederstätter: Die Herrschaft Österreich. Fürst und Land im Spätmittelalter. Wien 2001.
    • 1400–1522: Alois Niederstätter: Das Jahrhundert der Mitte. An der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Wien 1996.
    • 1522–1699: Thomas Winkelbauer: Ständefreiheit und Fürstenmacht. Länder und Untertanen des Hauses Habsburg im konfessionellen Zeitalter. 2 Teilbände, Wien 2003.
    • 1699–1815: Karl Vocelka: Glanz und Untergang der höfischen Welt. Repräsentation, Reform und Reaktion im habsburgischen Vielvölkerstaat. Wien 2001.
    • 1804–1914: Helmut Rumpler: Eine Chance für Mitteleuropa. Bürgerliche Emanzipation und Staatsverfall in der Habsburgermonarchie. Wien 1997.
    • 1890–1990: Ernst Hanisch: Der lange Schatten des Staates. Österreichische Gesellschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Wien 1994.
    • Roman Sandgruber: Ökonomie und Politik. Österreichische Wirtschaftsgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Wien 1995.
    • Rudolf Leeb, Maximilian Liebmann, Georg Scheibelreiter, Peter Tropper: Geschichte des Christentums in Österreich. Von der Spätantike bis zur Gegenwart. Wien 2003.

Weblinks

   

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Geschichte Österreichs


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Nachkriegszeit

Mit dem Niedergang und der Auflösung des Deutschen Reiches verbunden war die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus ihren angestammten Siedlungsgebieten in Ost- und Südosteuropa und deren Zuzug auch nach Österreich. Angestammte Siedlungsgebiete, seid ihr sicher dass das so korrekt ist? --Bagel 08:39, 16. Sep 2005 (CEST)
Warum nicht? Womit hast du ein Problem? --Seidl 08:57, 16. Sep 2005 (CEST)

Vielleicht ist das ja auch eine historische Lücke und ich übersehe da etwas, jedoch kommen mir angestammte Siedlungsgebiete der deutschen Bevölkerung in Ost- und Südosteuropa sehr seltsam (Kriegsrechtfertigungsgrund?) vor. --Bagel 19:49, 17. Sep 2005 (CEST)

Deutschnationale Umtriebe (die zweite)

Diese deutschnationalen/germanophilen umtriebe gehen leider jeden tag weiter. da prinzipiell alle erwähnungen der slawischen siedlungsgeschichte aus dem artikel entfernt werden. siehe zum thema die eroberungsgeschichte des waldviertels durch die babenberger die slawischen siedlungsnamen bis linz kremsmünster usw. 213.39.214.91 17:15, 15. Apr 2005 (CEST)

Noricum

Speziell die früh und vorgeschichte der region die später zu österreich wurde halte ich für etwas unterrepräsentiert. ev. jemand lust und laune die römerzeit der region kurz zusammenzufassen? :)

Austrofaschismus

Könnte der Geschichte zwischen 1933 und 1938 eine eigene Überschrift geben? --Hokanomono 23:57, 12. Feb 2004 (CET)

Austrofaschismus und Ständestaat

Sollte der Link von "Sozialdemokraten" auf "Sozialdemokratie" (wo nur die deutsche Sozialdemokratie behandelt wird) nicht besser auf "SPÖ" (behandelt die österreichische Sozialdemokratie) geändert werden? Will ich aber nicht eigenmächtig machen. -- Wolfgang glock 22:55, 19. Feb 2004 (CET)

ad Überschriften

IMHO: Sollten bei den Überschriften (v.a. nach/ab Österreich-Ungarn (K.u.K.-Monarchie, Donaumonarchie) ..) die Jahreszahlen hinzugefügt werden -- DoJo 06. Aug. 2004
guter Vorschlag

Deutschnationale Umtriebe

Wow, da hat ja jemand bei der Umarbeitung des Artikels so ziemlich alle deutschnationalen Register gezogen! Gugganij 18:59, 26. Aug 2004 (CEST)

So ein Unsinn, hier versucht niemand, weder deutsch- noch österreichnationale Register zu ziehen. Geschichte ist so zu beschreiben, wie sie war!! ~~12.10.04

Naja, ich bin mir sicher das deutschnationale Kreise von ihrem Geschichtsverständnis der tiefsten Überzeugung sind "dass es so war". Trotzdem heißt es noch lange nicht, dass es deshalb dem allgemeinen Konsens entspricht. Es geht bei vielen umstrittenen Änderungen in diesen Artikel oft "nur" um Begrifflichkeiten, die jedoch ein spezifisches, in Österreich bei weitem nicht mehrheitsfähiges, Geschichtsbild wiederspiegeln. lg gugganij 03:03, 17. Okt 2004 (CEST)

Nicht nur hier, auch in Österreich. Habe ich dort mittlerweile zurückgenommen. --Alexander Fischer 19:47, 26. Aug 2004 (CEST)

Da diese "Umarbeitungen" hier und auf Österreich häufiger stattzufinden scheinen, habe ich jetzt beide Artikel in die Liste Wikipedia:Beobachtungskandidaten eingetragen. --Alexander Fischer 01:03, 28. Aug 2004 (CEST)

Kann der anonyme Benutzer, der zuletzt eine Reihe von Änderungen durchgeführt hat, irgendwelche Quellen nennen, nach denen die marchia orientalis im als "Ostmark" übersetzt wird (Historiker nach 1945)? Mir scheint der Begriff aus der jüngeren Geschichte zu belastet und dieser auch zu eindeutig zugeordnet, um ihn für das Land im 10. Jahrhundert zu verwenden. --Tsui 01:11, 15. Okt 2004 (CEST)

Es gibt kein einziges dokument dass "marchia orientalis" mit "ostmark" übersetzt. Bei verwendung des begriffes "Ostmark" handelt es sich definitiv um geschichtsfälschung. Leider wird Wikipedia duch vollkommen unhistorische deutschtümelei und geschichtliches halbwissen gerade im kontext "deutsch" "deutschland" "österreich" ständig korrumpiert .. und damit zum leidwesen tatsächlich geschichtsinteressierter menschen auch deutlich abgewertet.

In diesem Artikel wird der Begriff ja nun nicht mehr im Kontext der Marcha Orientalis verwendet. Wohl aber in der Kurzfassung der Geschichte im Artikel Österreich. Ich habe das nun dort zur Diskussion gestellt. Input willkommen. --Tsui 22:24, 6. Apr 2005 (CEST)

zu Änderungen am 15. September 2004

Bitte, nicht schon wieder! Langsam wirds mühsam echt mühsam mit unseren deutschnationalen Freunden! Wäre es für euch nicht lustiger, etwaig umstrittenen Änderungen im Artikel zu diskutieren? Hab einmal pauschal alle Änderungen vom 15. September rückgängig gemacht. lg Gugganij 02:32, 18. Sep 2004 (CEST)

Wenn du da mal nicht das Kind mit dem Bade ausgekippt hast. In der Ansicht "Unterschiede" sehe ich lediglich zwei Stellen, die man (mit etwas bösem Willen) als "deutsche" Sicht der Dinge bezeichnen könnte. Alle anderen Änderungen sind im Wesentlichen sprachliche Verbesserungen und Beseitigungen von Schreib- und Grammatikfehlern. Und davon gab's eine ganze Menge. --Rat 21:10, 18. Sep 2004 (CEST)

Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas

Meines Erachtens besteht hier dasselbe Problem wie bei der Geschichte Deutschlands. Ich glaube nicht, daß wir am Beginn des 21. Jh. nun guten Gewissens eine Geschichte Österreichs im Paläolithikum beginnen lassen können. Ich schlage daher vor, mit ein klein wenig Vorgeplänkel den Artikel in der zweiten Hälfte des 10. Jh. mit der marchia orientalis beginnen zu lassen und Vor- und Frühgeschichte, Antike und Frühmittelalter in einen gemeinsamen Artikel Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas zu behandeln. Krtek76 19:34, 5. Okt 2004 (CEST)

Man sollte m.E. zumindest irgendwie einen Hinweis auf das Noricum einarbeiten. --Alexander Fischer 20:05, 7. Okt 2004 (CEST)

Ich habe mir erlaubt den Anfangsartikel HRR und Grenzmark im Osten zum besseren Verständnis des geschichtlichen Geschehens etwas auszuschmücken. Die Überschrift HRR paßt aber m. E. nicht so ganz, da es des Eindruck eines römischen Reiches erweckt, was es aber nicht war. .. und m.E. beginnt die eigentliche Geschichte Österreichs erst im 20. Jhrhd. mit der ersten Republik - zuvor war es mehr die Geschichte des Hauses der Habsburger. --K.A.Reinkerick 21:15, 13. Okt 2004 (CEST)

Hallo! Obwohl der Einwand mit dem Haus Habsburg natürlich etwas für sich hat, denke ich dass der Zeitraum den der Artikel abdeckt richtig gewählt ist. Für das Selbstverständnis der Österreicher spielt v.a. die Habsburgzeit eine wichtige Rolle und wird auch als Teil einer spezifisch österr. Geschichte verstanden. Außerdem hat diese Zeit (auch im Rest der ehemaligen Habsburgländer) IMHO bis heute doch einige Spuren in staatlichen und kulturellen Strukturen hinterlassen. gruß --odiwahn

zu den "Sanktionen"

Habe den folgenden Satz überarbeitet: "Die Regierungskoalition der bürgerlich-konservativen ÖVP mit der nationalliberalen FPÖ im Februar 2000 führte zum „Einfrieren der Beziehungen” (Sanktionen) der anderen EU-Länder (mit vorwiegend sozialistischen Regierungen) zu Österreich."

Er lautet jetzt: "Die Regierungskoalition der bürgerlich-konservativen ÖVP mit der nationalliberalen FPÖ im Februar 2000 führte zum „Einfrieren der Beziehungen", den so genannten "Sanktionen", der anderen EU-Länder zu Österreich."

Gründe: die "Sanktionen" wurden zum allgemein für das "Einfrieren der Beziehungen" gebrauchten Begriff; deshalb jetzt als Nebensatz und nicht in Klammern. Der Hinweis auf die "vorwiegend sozialistischen Regierungen" ist erstens tendenziell, die meisten nennen sich schon seit langem sozialdemokratisch, und außerdem irreführend, denn gerade jene Länder, die die sog. "Sanktionen" vor allem Betrieben - Belgien, Frankreich - hatten zu diesem Zeitpunkt konservative Regierungen.

Irgendwie sollte noch herausgearbeitet werden, dass das keine "EU-Sanktionen" waren, sondern bilaterale Beschlüsse der einzelnen Länder. --Tsui 19:54, 7. Okt 2004 (CEST)

Nun ja, es wurde von den beteiligten Ländern zwar immer betont, dass es bilaterale Maßnahmen waren, aber m. E. waren es trotzdem EU-Sanktionen in dem Sinn, dass Portugal exlizit in seiner Funktion als EU-Ratspräsident die Maßnahmen verkündet hat. Gugganij 00:08, 8. Okt 2004 (CEST)

Eine ernst gemeinte und nicht polemische Bitte: kannst Du mir eine Quelle geben, die belegt, dass Jorge Sampaio damals explizit als EU-Ratspräsident die Maßnahmen verkündet hat? Dass er als Ratspräsident, als eine der Maßnahmen, Österreich nicht besuchte ist mir bekannt. Meines Wissens konnten es aber gar keine EU-"Sanktionen" gewesen sein, da solche damals keine Grundlage in den EU-Verträgen hatten. --Tsui 00:45, 8. Okt 2004 (CEST)

Hallo Tsui, Portugal veröffentlichte auf der Webpage der portugiesischen Ratspräsidentschaft sowie in den diplomatischen Noten folgenden Text (Fettdruck stammt von mir):

 STATEMENT FROM THE PORTUGUESE PRESIDENCY OF THE EUROPEAN UNION ON BEHALF
 OF XIV MEMBER   STATES
 Today, Monday 31 January, the Portuguese Prime Minister informed both the
 President and the Chancellor of Austria and the Portuguese Minister of
 Foreign Affairs notified his Austrian counterpart of the following joint
 reaction agreed by the Heads of State and Government of XIV Member
 States of the European Union in case it is formed in Austria
 a Government integrating the FPÖ.
 - Governments of XIV Member States will not promote or
 accept any bilateral official contacts at political level with an
 Austrian Government integrating the FPÖ;
 - There will be no support in favor of Austrian candidates
 seeking positions in international organizations;
 - Austrian Ambassadors in EU capitals will only be received
 at a technical level.
 The Portuguese Prime Minister and the Minister of Foreign Affairs had
 already informed the Austrian authorities that there would be no business
 as usual in the bilateral relations with a Government integrating the FPÖ.
 Lisbon, 31 January 2000

Quelle: z.B. [LINK] und [LINK], es ist außerdem in Anhang folgenden Buches angeführt: Busek, Erhard (Hrsg.); Schauer, Martin (Hrsg.): Eine europäische Erregung - Die "Sanktionen" der Vierzehn gegen Österreich im Jahr 2000. Analysen und Kommentare, Böhlau, ISBN 3-205-77121-4 lg Gugganij 23:16, 8. Okt 2004 (CEST)

Folgende zwei Quellen geben eine Einschätzung über die Maßnahmen/Sanktionen der EU-14: [LINK] ist der Ansicht, dass es bilaterale Maßnahmen waren, [LINK] meint, dass es ein EU-Rechtsakt gewesen ist. lg Gugganij 23:22, 8. Okt 2004 (CEST)

Danke! Da hab ich ja nun einiges zu lesen.
PS: Im letzten Absatz Deines Kommentars führst Du zwei Links mit unterschiedlichen Einschätzungen an: es führen aber beide zum selben Dokument des dt. Bundestages (in dem die Maßnahmen als bilateral eingestuft werden). --Tsui 23:35, 8. Okt 2004 (CEST)
Sorry, habs korrigiert. Es ist die gleiche Seite, aus der ich den Wortlaut des Statements her habe. lg Gugganij 20:23, 9. Okt 2004 (CEST)

Nachtrag: Es waren keine "Sanktionen" gegen Österreich, sondern gegen die Bundesregierung, die Koalition. --Tsui 19:58, 7. Okt 2004 (CEST)

Plinius und die Noriker

Habe folgenden Satz aus dem Artikel vorläufig hierher verschoben:

"Laut Plinius ging Noreia im tapferen aber aussichtslosen Verteidigungskampf 131 unter."
Grund: Plinius der Ältere starb im Jahr 79, Plinius der Jüngere 113. Keiner von beiden kann von der Eroberung Noreias im Jahr 131 berichtet haben. Stimmt da etwas mit der Jahreszahl nicht (vielleicht vor Christus?), oder war das vielleicht ein anderer Plinius? --Tsui 00:15, 31. Okt 2004 (CEST)

Hab da was verzettelt, 119 war die Zeile oder der Absatz wo is seinem Text das erwähnt wurde, wirklich stattgefunden hat es 16 VC. Ich finde das aber nicht gur das du den link ganz an das Ende der Seite tust, wenn jemand über eine Suchmaschine bei Norikum landet wird er deen Rest nicht lesen und den Link da unten nie finden.

Zur Überschrift: Ich weiß nicht ob du die Chronik Österreichs schon mal gesehen hast, aber Vor und Frühgeschichte ist vor Norikum und Norikum gabs 400 Jahre also bitte bitte bitte eigene Überschrift für Norikum und Vor und Frühgeschichte sollte dann ein eigener Artikel mit Halstatt und so sein.

Habe jetzt die Überschriften getrennt, also 'Vorgeschichte' und 'Frühgeschichte' separat. Wenn Du einen besseren Titel für die Frühgeschichte weißt, laß' Dich bitte von mir nicht stören ihn einzutragen (bin kein Historiker und nahm diesen Begriff eher 'aus dem Bauch heraus'). Meine Idee war bloß, dass darunter vielleicht auch noch die Römerzeit und spätere Entwicklungen vor dem 10. Jahrhundert - urkundl. Erwähnung Ostarrichis - zusammengefasst werden könnten.
Bin mir nicht sicher, was Du mit Suchmaschine meinst, oder welche. Jedenfalls gibt es in der wikipedia Artikel zu Norikum und auch Noreia. Über die Suchfunktion wird man also ohnehin erst dort landen.
Externe Links werden in der ganzen wikipedia am Artikelende gelistet. Ich weiß, es gibt Seiten, wo das nicht praktiziert wird - aber ich kann ja nicht überall sein ;-) Ernsthaft: das ist die übliche Konvention und soll der Übersichtlichkeit dienen. Erklärungen sollten sich in den Artikeln finden, oder in anderen wikipedia-Artikeln. Externe Links sind vor allem Quellenverweise oder auch Weiterführendes.
PS: Es ist in Diskussionen hilfreich Beiträge zu 'unterschreiben', mit (die vier ~ werden automatisch durch Benutzername, Zeit und Datum ersetzt). Damit weiß man wer, wann etwas geschrieben hat. Vor allem wenn mehr als zwei diskutieren hilft das nicht durcheinander zu kommen.--Tsui 01:12, 1. Nov 2004 (CET)

Selbstverständnis als österr. Nation

Habe folgenden Satz aus dem Artikel hierherverschoben:

"Damit versuchten die Menschen das Trauma der „Nazi-Diktatur” besser verarbeiten und auch verdrängen zu können."

Das ist mir gar zu psychologisierend und auch eine viel zu verkürzte Darstellung zur Entstehung des Selbstverständnisses als Nation. Österreich als Verdrängungsreaktion zu begreifen ist, ohne jemanden zu Nahe treten zu wollen, bestenfalls "Stammtischpsychologie". Beispielsweise klammert es die Entstehung der österr. Nation in der 1. Republik, die zwar duchaus heiß diskutiert aber eben schon vorhanden war, völlig aus. --Tsui 23:03, 31. Okt 2004 (CET)

Änderungen vom 31. Jänner 2005

Ich habe den Artikel über die 2. Republik mit einem Absatz "Innenpolitik" und sonstigen Einträgen ergänzt, weil sehr viele Details zur Geschichte der 2. Republik fehlten. --193.170.42.1 15:12, 31. Jan 2005 (CET)

Deutsch-Österreichischer Volksbund

Den folgenden Passus habe ich herausgenommen, weil er viel zu lang und detailliert für diesen Artikel ist. Will jemand einen eigenen Artikel daraus machen? Danke. -- MaclemoMaclemo 22:27, 22. Mär 2005 (CET)

Am 19. Januar 1919 gründeten Auslandsösterreicher und Deutsche in Berlin den »Österreichisch-Deutschen Volksbund«. Diese Organisation wurde vom deutschen Auswärtigen Amt und fast allen österreichischen Parteien (mit Ausnhame der Monarchisten und der Kommunisten) unterstützt. Sprachorgan dieser Arbeitsgemeinschaft war die Zeitschrift »Deutsche Einheit«. 1923 wurde sie durch die Zeitschrift »Österreich-Deutschland« ersetzt.

Im Frühjahr 1919 begannen Gespräche zwischen der Deutschen Republik und Deutschösterreich, deren Ziel die Vereinigung der beiden Staaten war. Die Regierungsvertreter versuchten damit den Verhandlungen zu den Friedensverträgen in St. Germain zuvorzukommen, da absehbar war, dass die Alliierten einem Zusammenschluss (Deutsch-)Österreichs und des Deutschen Reiches nicht zustimmen würden. Bereits nach Ende des Krieges hatten Vertreter der Siegermächte verkündet, daß sich nur eine »verschwindend kleine Minderheit« der Deutschösterreicher für den Anschluß ans Reich aussprechen würde.

Der deutsche Reichsaußenminister Graf Brockdorff-Rantzau und der deutschösterreichische Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, der Sozialdemokrat Otto Bauer, verhandelten in Berlin ein Geheimabkommen zur Regelung des Beitritts, das folgende Punkte enthielt:

  • § 1. Die deutsche Reichsregierung und die deutschösterreichische Regierung sind überein gekommen, mit tunlichster Beschleunigung über den Zusammenschluß des Deutschen Reiches und Deutsch-Österreich einen Staatsvertrag abzuschließen, der den beiderseitigen Parlamenten zur Genehmigung vorgelegt und sodann ratifiziert werden soll.
  • §2. Nach Ratifizierung des Vertrages soll die Durchführung des Zusammenschlusses durch Reichsgesetze erfolgen, bei deren Beratung und Verabschiedung deutsch-österreichische Vertreter in den gesetzgebenden Körperschaften des Deutschen Reiches bereits mitwirken werden.
  • "§3. Der Zusammenschluß soll auf der Grundlage erfolgen, daß Deutsch-Österreich als selbständiger Gliedstaat in das Reich eintritt. Die Beziehungen Deutsch-Österreichs zu den anderen Gliedstaaten und zum Reich regeln sich nach den Bestimmungen der Reichsverfassung, soweit nicht der Vertrag Sonderbestimmungen vorsieht.

In den Verhandlungen kam man überein, dass Wien zur zweiten Reichshauptstadt ernannt würde, in der der Deutsche Reichstag alljährlich eine Sitzung abhalten müsse.

Durch die Unterzeichnung des Vertrages von Saint Germain am 25. Oktober 1919 hatten diese Bestrebungen keine Aussicht auf Realisierung mehr. Zwar blieb ein Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, die Deutsche Republik, weiterhin ein Fernziel der Mehrzahl der politischen Parteien, wurde aber in den folgenden Jahren von keiner der großen Parteien aktiv verfolgt.

Initiativen gingen hingegen weiterhin von deutschnationalen Organisationen in Österreich und der Weimarer Republik aus. Am 15. Juni 1925 wurde in Wien von Hermann Neubacher (ab 1933 Mitglied der in Österreich verbotenen NSDAP) der österreichische Landesverband des »Österreichisch-Deutschen Volksbundes« gebildet. Am 29. April folgte die Gründung der »Österreichisch-Deutschen Arbeitsgemeinschaft«, deren Sprachrohr ab dem 15. Januar 1927 die Zeitung »Der Anschluß« wurde. Unter den weiteren Arbeitsgemeinschaften, die von Vertretern aus Politik und Wirtschaft gebildet wurden, war eine der wichtigsten die »Delegation für den österreichisch-deutschen Wirtschaftszusammenschluß«.

Als »Volksbundfarben« wurden von deutschnationalen Verbänden die Farben »Schwarz-Rot-Gold« bestimmt. Am 20./21. Juni 1928 fand in Wien das »10. Sängerbundfest« des Deutschen Sängerbundes zum 100. Todestag Franz Schuberts statt (künstl. Leitung: Wilfert, Mitglied der NSDAP ab 1938, und Geyling). Für die Anwesenden wurde die Veranstaltung zu einem Bekenntnis zum Anschluss. Anhänger des deutschnationalen Gedanken sahen darin die Gründung der so genannten »deutschen Schicksalsgemeinschaft« und sahen ihr Ziel, »eine allgemeine deutsche Volksverbundenheit ohne Rücksicht auf politische Grenzen« verwirklicht. Ehrengast des Sängerfestes waren unter anderem der deutsche Reichstagspräsident Paul Löbe, Sozialdemokrat, Leiter des »Österreichisch-Deutschen Volksbundes« und Vertreter der großdeutschen Politik.

Anfang 1930 wies der österreichische Ableger des »Österreichisch-Deutschen Volksbundes« 1,3 Millionen Mitglieder (Gesamtbevölkerung: 6,2 Millionen) auf. Die Mitgliedschaft konnten Einzelpersonen und Körperschaften erwerben. Er umfaßte damit doppelt soviel Mitglieder als der Deutsche Schulverein und alle Schutz- und Trutzbünde der Monarchie. 1930 waren zahlreiche politische Organisationen und Berufsstände in 320 Körperschaften vertreten. Nachfolgend einige der bedeutendsten:

  • 114 Gewerkschaften und 130 Fach- und Kulturverbände, wie
  1. der Niederösterreichische Bauernbund (christlich-sozial, 120.000 Mitglieder),
  2. der Österreichische Metallarbeiterverband (sozialdemokratisch, 120.000 Mitglieder),
  3. der Oberösterreichische Bauernbund (christlich-sozial, 80.000 Mitglieder),
  4. die Eisenbahnergewerkschaft (sozialdemokratisch, 94.000 Mitglieder),
  5. die Österreichische Baugewerkschaft (63.000 Mitglieder),
  6. die Zentralkommission der christlichen Gewerkschaften (107.000 Mitglieder),
  7. der Freie Gewerkschaftbund (45.000 Mitglieder),
  8. der Deutsche Beamtenbund (8.000 Mitglieder) sowie
  9. alle Lehrerverbände

Ostarrîchi

Schreibt man richtig Ostarrîchi oder Ostarrichi? In wissenschaftlichen Büchern scheint meist ersteres auf. Oder ist beides richtig? --Kotisch 20:11, 6. Apr 2005 (CEST)

Ostarrichi ist richtig. -- 13.04.05

Ich kenns auch als "Osterriche" -- 03.04.06

Kreisky-Jahre ...

Ich hab ein bisschen nachgebessert (mit Details, ein paar Zahlen, den richtigen Verweisen etc.); Ich denke es wäre sinnvoll, da irgendwo einen Split der Nachkriegsgeschichte zu setzen (Österreich in der EU - ab 1995) oder so - die Sache wird schon ziemlich unhandlich.

Ich versuche jetzt noch schnell, die neuesten Sachen BZÖ etc. reinzufassen - ist aber echt mühsam ...

Ernesto

Herzogtum

Hier fehlen m.E. kleine Textergänzungen, da sonst unverständlich: „Im Zuge des Konfliktes” ?? um die Vorherrschaft in ...??zwischen den Staufern und den Welfen kam ?? 1139 das Herzogtum Bayern an die Babenberger. Als Friedrich I. diesen Streit ?? beenden wollte, gab er den Welfen das Herzogtum Bayern zurück - als „Trostpreis“ (für wen??) wurde mit dem Privilegium Minus 1156 eine eigene Herzogswürde für Österreich kreiert. Erster Herzog war Heinrich Jasomirgott aus dem Haus ??. -- 13.04.05

Anschluss: Das Telegramm

Dies ist FALSCH. Leider sind auch mehrere Historiker dieser Propagandalüge Görings aufgesessen. Dieser hat nämlich das hier angesprochene Telegramm selbst verfasst. Historiker wie Hans-Ulrich Thamer oder Gerhard Botz stellen dies richtig. Seyß-Inquart stand selbst einem Einmarsch deutscher Truppen kritisch gegenüber und hat definitiv kein Telegramm, in dem er dies forderte, geschrieben. Quellen:Abiturwissen Geschichte, Das Dritte Reich, Walter Göbel, Ernst Klett Verlag, 2004, S.99 Er hat leider auch die falsche Version. Hier ist es richtig:Hans-Ulrich Thamer, Informationen zur politischen Bildung, Nationalsozialismus II, I 2000, S.40 ODER Hans-Ulrich Thamer, Verführung und Gewalt, Deutschland 1933-1945, Siedler, 1986, S.570ff. ODER Österreich, Deutschland und die Mächte, Internationale und österreichische Aspekte des „Anschlusses“ vom März 1938, hrsg. v. Gerald Stourzh und Brigitte Zaar, Wien 1990; Gerhard Botz, Zwischen Akzeptanz und Distanz, Die österreichische Bevölkerung und das NS-Regime nach dem „Anschluß“, S.433-437 (In den Artikel gesetzt von einem Anonymus; hierher verschoben von --Seidl 12:23, 4. Mai 2005 (CEST))

Protest der Westmächte

Im Artikel steht, dass die Westmächte nur diplmatische Protestnoten schickten. Bei AEIOU steht ..Großbritannien, Frankreich und das mit dem Ständestaat befreundete Italien Mussolinis hatten keine ihrer Garantieerklärungen erfüllt, sondern tatenlos den Gewaltakt zur Kenntnis genommen. Der Völkerbund schwieg ebenfalls. Als einziger Staat protestierte Mexiko. Das steht in einem gewissen Widerspruch, ich selbst kenne auch nur dass Mexiko protestierte und als erstes wieder nach dem Krieg anerkannte. Wie ist das richtig? --Karl Gruber 11:14, 10. Mai 2005 (CEST)
Im einzigen diesbezüglichen Fachbuch - nicht in Portischs Publikationen! -, das mir momentan zur Verfügung steht, nämlich in Ernst Hanisch, 1890-1990: Der lange Schatten des Staates, Wien 1994, heißt es auf S. 343: "Zwar protestierten England und Frankreich gegen die deutschen Ultimaten in Berlin, andere Staaten, wie Mexiko, beim Völkerbund."
Wenn es somit auch im Kern stimmt, dass Mexiko den öffentlich wirksamsten Protest einlegte, so scheint es einem doch, als ob in der dir (und auch mir!) geläufigeren Darstellung wieder eine kleine Geschichtsverdrehung österreichischer Provenienz drinsteckte: Es macht sich einfach besser, wenn einen das ganze Ausland völlig abschreibt. Und die Mexikaner, na ja, die sind halt weit weg... Gruß, --Seidl 11:42, 10. Mai 2005 (CEST)
Danke für die Antwort. So wie ich den Text verstehe, ist dann ja auch ein Unterschied - denn die westmächte protestierten in Deutschland, Mexiko beim Völkerbund also eigentlich internationaler. Die wirkung kennen wir von beiden :-( Aber damit wäre dann beides richtig. --einen schönen Abend Karl Gruber 23:50, 10. Mai 2005 (CEST)

Anschluss ausgelagert

... und durch Zusammenfassung ersetzt. (Hallo erstmal! ;-) Bitte beschweren, oder besser, überarbeiten, falls nach der Kürzung was falsch rüberkommt. Danke! --Langec Langec 16:30, 30. Mai 2005 (CEST)

Ach so: Der Hauptgrund für diese Auslagerung war, dass ganz oft auf den "Anschluss" verlinkt wird, es aber technische Probleme macht, auf eine Zwischenüberschrift zu verlinken. Ich bin dabei, die Links auf den Anschluss umzubiegen. --Langec Langec 16:48, 30. Mai 2005 (CEST)

Geschichte Österreichs

  • pro Ist noch auf dem Weg, aber schon lange lesenswert, finde ich. --Bara 10:18, 29. Jun 2005 (CEST)
  • pro interessant geschrieben --Karl Gruber 3. Jul 2005 11:58 (CEST)
  • pro ist lesenswert Priwo 3. Jul 2005 21:07 (CEST)
  • pro finde ich durchaus lesenswert, ich sehe den Artikel nicht negativ, nicht alles was national ist automatisch schon schlecht. Ganz gut geschrieben. --Hochauer 19:35, 14. Jul 2005 (CEST)

Innenpolitik seit 2000

Ich verstehe eigentlich nicht ganz warum die Politik nach 2000 einen eigenen Absatz verdient. Nur deswegen weil Schwarz blau ist dann müßte man für jede von der vorherigen Regierungsform einen eigenen Absatz machen und das wären dann viele. Viel eher würde ich einen Absatz ab dem EU-Beitritt machen, denn das war der größere Milestone, ähnlich dem Staatsvertrag. --Karl Gruber 12:27, 16. Sep 2005 (CEST)

Na ja, die ganze Periode entzieht sich ja noch weitgehend einer historischen Deutung, aber im Bewusstsein der breiten Bevölkerung (und wohl auch der WP-Leser) ist doch die schwarz-blau/orange Koalition ein bedeutender Einschnitt, symbolisiert 1) durch den seit damals zu beobachtenden Einbruch der FPÖ, die zuvor 15 Jahre lang praktisch ununterbrochen zugelegt hatte, und 2) durch die Abkehr vom vorher (auch während der Kreisky-Jahre) üblichen großkoalitionären Konsens. Da ich vermuten möchte, dass doch manch ein Benutzer aus dem Ausland, der die Vorgänge anno 2000 mitgekriegt hat, wissen möchte, was denn seither so alles passiert ist, halte ich den Einschnitt *dermalen*;-) für vertretbar. --Seidl 12:49, 16. Sep 2005 (CEST)

bzgl. "bay(e)risches" od. "bairisches" Stammesherzogtum

Zur Diskussion (siehe Bearbeitungskommentare im Artikel), ob das Stammesherzogtum im 8. Jahrhundert nun "Bayern" oder "Baiern" hieß.

Ich zitiere aus Bayern:

Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.
Es ist also offenbar nicht (nur) eine sprachwissenschaftliche Kategorie.--Tsui 17:45, 7. Dez 2005 (CET)

OK, schon möglich, ich will nicht streiten. Nur ist es für mich kein Argument für eine bestimmte Form von historischen Namen, sonst müssten wir auch zB Boiohaemum schreiben, wenn wir vom böhmischen Kessel zur Zeit der Bojer sprächen, oder von Noricum, wenn man das antike Kärnten meinte, etc. Gruß --Kotisch 10:57, 9. Dez 2005 (CET)

aus der abgelehnten Exzellenz-Kandidatur, 3. - 23. Dezember

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    Pro

    Pro --Halloween 08:29, 3. Dez 2005 (CET)

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      Contra

      Contra - zu einseitig auf die Neuzeit und erst recht auf die Zeitgeschichte bezogen. Bei einem Exzellenten Artikel verlange ich da mehr objektivität. Warum bekommen die letzten 100 Jahre mehr Raum, als 1000 Jahre Mittelalter? An der Quellenlage kann es nicht liegen, für einen solchen Überblicksartikel reicht es allemal. Kenwilliams QS - Mach mit! 15:31, 3. Dez 2005 (CET)

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        Contra Eine Einleitung wird schmerzlich vermisst. --Voyager 15:37, 3. Dez 2005 (CET)

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          Contra Gerade die Frühzeit ist allzu Wien-zentriert und völlig unterrepräsentiert. Die vielfältige Geschichte der Länder vor ihrer Eingliederung in die Habsburgermonarchie wird komplett unterschlagen. Charakterisierungen wie schrullig-despotisch (Joseph II.) oder starrköpfig (FranzII./I.) sind für ein Lexikon ungeeignet. Die in Schattendorf Ermordeten waren nicht Mitglieder des Schutzbundes (14jährige und Kriegsinvalide finden sich selten in Kampfformationen). Etliche sprachliche Schlampigkeiten wie "verstreute Industriezentren". Die EU-Sanktionen kommen gleich 2x vor. --Griensteidl

          • contra "keine einleitung" und stark ungleichgewichtig ("Nachkriegszeit" ist u.a. genauso lang wie die gesamten Habsburger) reicht da schon für's contra aus. Bitte mindestens noch in den Review. -- Southpark 19:55, 3. Dez 2005 (CET)
          • contra - aus den bereits genannten Gründen. Gruss Martin Bahmann 10:29, 4. Dez 2005 (CET)
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            Contra - Finde auch, daß die letzten 100 Jahre und die Stadt Wien zu dominant sind. Ausserdem wäre etwas mehr historisches Kartenmaterial zur Visualisierung des Reichsgebietes im Laufe der Jahrhunderte recht interessant, zB zeigt http://de.wikipedia.org/wik... daß in der Antike nicht nur Norikum auf heutigem Staatsgebiet lag. --Flame99 11:31, 5. Dez 2005 (CET)

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              Contra

              Contra Also lesenswert ist der Artikel allemal aber für einen exzellenten Artikel ists allerdings zuwenig. Mir fehlen z.B. zuviele Details zu Kaiser Maximilian (er verlegte z.B. die Residenz nach Innsbruck) und Kaiserin Maria-Theresia, die in Österreich sehrviel weitergebracht hatten. Im Mittelalter fehlen mir so Details wie z.B. der Appenzeller Kriege. Die Kriege mit der Türkei zu Maria-Theresias Zeiten, die Teilung Polens und die Erwähnung Maria-Theresias Siedlungspolitik in Moldavien, Siebenbürgens, dem Banat, ... fehlen komplett. Was noch fehlen sind wichtige Reformen wie z.B. die Einführung der Schulpflicht von Maria Theresia und die Probleme mit den ungarischen Adeligen, die den österreichischen Kaisern jahrhundertelang Kopfzerbrechen bereiteten, ... Es ist also nich viel zutun. --Highdelbeere 17:11, 5. Dez 2005 (CET)

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              Pro

              Pro So jetzt hab ich einiges ergänzt. Jetzt kann man dem Artikel ein vorsichtiges Pro geben.--Highdelbeere 07:36, 17. Dez 2005 (CET)

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                Pro

                Pro das hatten wir schon: ein unerschöpfliches Lemma, die Geschichte eines Landes, und nicht irgendeines Landes, sondern eines, das seine Ursprünge in der Antike hatte, eine Ereignisreiches Mittelalter, Kaiserzeit, NS-Vergangenheit, EU usw usw.

                Wie hoch sind die Chancen, dass ALLES für ALLE ausreichend ausgeleuchtet wurde ? Der eine sagt: "Zuviel Fokus auf Wien" (ich finde auch, dass Grammat-Neusiedl untergeht), der andere: "Zuviel Augenmerk auf Zeitgeschichte" (Die wurde ja im Geschichtsunterricht auch nicht ohne Grund weggelassen). Dem Nächsten fehlt die Kaiserein Sissi, oder der Musikantenstadl (der sogar in Dubai produziert wurde), und was ist eigentlich mit Red Bull ? Nein, der Andre Hofer ist zu lang, dafür mehr Bruno Kreisky bitte...also, wie hoch waren die Chancen nochmal ?
                Den Artikel überhaupt zu nominieren zeigt schon Mut, daher ein eindeutiges PRO. LieGrü--Greenx 20:01, 7. Dez 2005 (CET)
                Was is? Das Land hat seine Ursprünge in der Antike? Na man lernt nie aus... Kenwilliams QS - Mach mit! 14:42, 8. Dez 2005 (CET)
                Wann endete die Antike ? NA ??--Greenx 15:11, 8. Dez 2005 (CET)
                Irrelevant. Österreichische Geschichte beginnt weder 400 noch 600 noch 800. Wie die deutsche Geschichte auch kann man sie um 1000 Einsetzen lassen. Kenwilliams QS - Mach mit! 01:20, 14. Dez 2005 (CET)
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                  Contra

                  Contra Da sind die einzelnen Zeitabschnitte doch von sehr unterschiedlicher Qualität, die frühe Neuzeit ist nicht gerade gut gelungen, Und es fehlt ein Abschnitt zum historischen Österreichbegriff. Da liegt nämlich das große Problem, dass der sich über die Jahrhunderte sehr gewandelt hat. Man müsste schon mal sagen, worüber genau man eigentlich schreibt.--Decius 18:32, 8. Dez 2005 (CET)

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                    Contra

                    Contra solange die letzten 5 Jahre ausführlicher behandelt werden als die gesamte Frühgeschichte. --Nagetier 00:19, 9. Dez 2005 (CET)

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                      Contra

                      Contra vollkommen unzulänglich für einen Artikel, der die ganze Geschichte darstellen sollte, so nicht mal lesenswert --Geos 10:57, 9. Dez 2005 (CET)

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                        Neutral Neutral Ein angenehm untendenziöser Artikel, der über weite Strecken trotz seiner Kürze durchaus informativ ist. Der zeitgeschichtliche Teil ist natürlich zu lang (ein desertierender kroatischer Pilot ist nicht erwähnenswert), jedoch ist diese Schwerpunktsetzung allgemein Usus und deshalb kein trifftiges Argument. Die Wien-Lastigkeit ist gegeben, aber auch ein alter Hut. Solang man keinen die Frühzeit ausführlicher beschreibenden, Graz und Innsbruck erwähnenden Artikel aus dem Hut zaubert, sollte er eher nicht exzellent werden. Sadpoet 00:02, 16. Dez 2005 (CET)

                        Zweite Republik und Eu-Beitritt

                        siehe auch weiter oben: Innenpolitil nach 2000

                        Ich finde, dass der Beitrag zum EU-Beitritt, dort wo er steht, deplaziert und ohne Zusammenhang auf den Text vorher und nachher ist. Der nächste Absatz beginnt mit Innenpolitik 1955 ??!! Das stört doch einen chronologischen Ablauf. Weiters geht das Freie Österreich ohne Übergang in den Prager Frühling und Arafat über. Ich schlage daher vor, den Absatz der zweiten Republik total umzustrukturieren, wobei jeweils Unterkapitel für Innen oder Außenpolitik eingefügt werden können. Vorschlag:

                        Besatzungszeit und Staatsvertrag 1945 - 1955

                        oder so ähnlich

                        Neutralitätspolitik zwischen den Machtblöcken 1955 bis 1995

                        Innenpolitik Große Koaltionen bis 1970
                        oder so ähnlich

                        Eu-Beitritt und die Folgen 1995

                        oder so ähnlich.

                        Weiter meine ich, dass das ewige Nationaldeutsche blah, blah für die Geschichte der Zweiten Republik total überbewertet wird. Der ganze Absatz von Als Folge der .... bis ..Nationalsozialismaus. könnte gestrichen, möglicherweise in einen Spzialartikel Deutschnationales Gedankengut in Österreich und der Versuch der Aufarbeitung oder in Geschichte der Reparationen verschoben werden. In einem allgemeinen Artikel Österreichische Geschichte sollten nur die wesentlichen Sachverhalte mit langfristigen Konsequenzen erwähnt werden. Daher halte ich die innenpolitischen Beiträge ab 1955 für überarbeitungsbedürftig. Für jeden Nicht-Österreicher sind die Aufzählungen der Stimmverteilungen bei Wahlen bzw. Zitate einzelner Politiker extrem uninteressent. Eine Liste der Bundeskanzler ist vorhanden, textliche Ausgestaltungen, wer was wann übergeben hat, redundant. Prozentsätze über Wahlen sollten in Tabellenform ausgelagert werden. Langer Rede kurzer Sinn: Es gehört hier nur erwähnt, was in 100 Jahren noch lesenswert ist--Josef Hess 10:51, 26. Feb 2006 (CET)

                        Ich fände es auch gut mal im Abschnitt "2. Republik" so einiges zu ändern. 1.) die Gliederung und 2.) der inhalt. Historisch betrachtet wenig bedeutende ereignisse (eine affäre waldheim hat die geschichte österreichs letztendlich doch kaum beeinflusst, maximal den umgang mit der aufarbeitung des 2. weltkriegs und der rolle von österreichern darin - wobei meines wissens nach nicht mal das bewirkt wurde) könnte man ja tatsächlich in einen Artikel für die jüngere Geschichte auslagern. Wie der konkret aussehen soll ist dann wieder eine andere frage. Evtl. auch mal im Portal:Österreich zur diskussion stellen, oder auf der dortigen diskussionsseite einen link hierher setzen. Und wegen der Gliederung: Ein Abschnitt "Große Koalition (1955 - 1970)" hört sich ganz sinnvoll an. Die anderen müsste man sich wohl noch überlegen, wobei ich auch nicht will, dass das mit dem eu-beitritt dann so aussieht, als gäbs keine zweite republik mehr. Und die Unterteilung Innen- und Außenpolitik in jedem Abschnitt find ich auch nicht besonders gut - das sollte man evtl. anders regeln. Mal schauen wies da weitergeht... :-) -- Otto Normalverbraucher 03:12, 20. Mär 2006 (CET)

                        Deutschsprachige Fürsten gründen den Deutschen Bund, etc

                        Hier hat sich offensichtlich wieder mal der deutschsprachige Teufel eingeschlichen und überall an das Wort deutsch ein kleines -sprachig angefügt. Da zerfällt die österreichische Sozialdemokratie auch mal gern in je eine tschechische und eine deutschsprachige Partei. Wahrscheinlich waren die tschechischen Sozialdemokraten allesamt taub und stumm. Und was die Fürsten angeht, die waren teilweise wohl eher französischsprachig. Achja, ich hab die Stilblüten mal ausgezupft.

                        Langsam hörts auf lustig zu werden. Hier werden ständig diese idiotischen Verstümmelungen wiederhergestellt. Gerade wurde sogar meine IP-Adresse gesperrt. Bei den Artikeln Deutschösterreich / Österreich-Ungarn gehts doch auch, warum führen hier die Deutschsprachigen den Editwar?

                        Wahrscheinlich wäre es ganz gut, nicht einfach als anonyme IP irgendwelche schwer über- bzw. duchschaubare Änderungen kommentar- und begründungslos durchzuführen, sondern erst einmal hier darzulegen, was mit diesen Änderungen bezweckt wird. Sonst ist man selbst schuld, wenn man des Vandalismus beschuldigt und sanktioniert wird. Kurz: Wo ist das Problem mit "deutschsprachig"? Entspricht doch den Tatsachen! --Gledhill 22:02, 14. Mär 2006 (CET)

                        Wenn man über Muttersprachen redet, trifft es sicher zu. Aber in den betreffenden Abschnitten gehts ja offensichtlich um Nationalitäten/Ethnien. Und da ist die bezeichnung deutschsprachig halt unsinnig. Schließlich ist auch nicht von Tschechischsprachigen und Ungarischsprachigen die Rede. Das Wort Deutschsprachig ist doch ganz offensichtlich eine Verlegenheitslösung. Zeitgenössisch ist jedenfalls das Wort deutsch. Nehmts doch mal eine Zeitung von 1900 in die Hände oder schaut in Quellenbände.

                        Das österreichische Kaiserreich und die Doppelmonarchie waren nun mal nicht "deutsch", wie du und andere es gerne darstellen würdesn. Und Diskussionen solcher Art gab´s nun wirklich schon genug. Also troll dich. ---Popie 22:09, 14. Mär 2006 (CET)

                        Nö, sie waren nicht deutsch. Aber in diesen Staaten lebten auch Deutsche, neben Ungarn, Tschechen, Polen, und so weiter. Dass dir das nicht passt, ist nicht meine Schuld.

                        Das bestreite ich nicht. Ich habe nur etwas dagegen, dass du alles Mögliche für "deutsch" erklärst. Also lass es einfach und EOD. --Popie 22:17, 14. Mär 2006 (CET)

                        Klar bestreitest du es, wenn du ständig aus Deutschen Deutschsprachige machst. Die Deutschsprachigen und die Ungarischen werden im Artikel als Staatsvölker genannt, die österreichische Sozialdemokratie zerfiel in eine tschechische und eine deutschsprachige Partei, deutschsprachige Fürsten gründeten den Deutschen Bund (warum ist der eigentlich nicht bloß deutschsprachig?). Was hältst du eigentlich von der Französischsprachigen Revolution?

                        Änderungen vom 15.3. --Josef Hess 09:50, 15. Mär 2006 (CET)

                        Bergündung meiner Änderungen siehe oben. Da niemand darauf reflektiert hat, nehme ich einige Änderungen vor. Detailbegründungen:
                        • Zur Umformulierung der Überschrift freies Österreich
                          • Ich will keine inhaltliche Änderungen vornehmen, meine aber, dass der Staatsvertrag und der EU-Beitritt 2 wesentliche Pfeiler in der Österr. Geschichte sind, und diese betont gehören. Das freie Österreich bedeutet, dass es vorher nicht frei war, es wurde aber von den Allierten befreit, von dieser Diskussion möchte ich mich eben distanzieren.
                          • mit der Zeiteinschränkung käme der Eindruck auf, dass Österr. seit dem EU-Beitritt nicht mehr frei ist, auch das glaube ich somit vermieden zu haben. Mir geht vorab um eine chronologische Struktur.
                        Bei besseren Ideen nur zu.

                        Inhaltliche Änderungen Phase 2

                        Der Anschlag von Fuchs wurde von mir hier geparkt. Ich bin der Meinung, dass dieser keine Relevanz in der Geschichte Österreichs hat. Ein eigener Artikel Österreichische Psychopathen ist vielleicht interessant, aber nicht hier.

                        Ein aufsehen erregender, rechtsextrem motivierter Kriminalfall erschütterte Österreich für mehrere Jahre: Es waren die Anschläge von Franz Fuchs und seiner Bajuwarischen Befreiungsarmee. Er führte drei Briefbombenserien durch, bei denen er mehrere Menschen schwehr verletzte. Das prominenteste Opfer war Helmut Zilk, der Altbürgermeister von Wien. Er legte auch mehrere Rohrbomben. Die Fatalste war der Anschlag von Oberwart, bei dem vier Roma ermordet wurden.

                        Inhaltliche Änderungen EURO

                        Bisherige Formulierung richtiggestellt bzw. exakter formuliert Eigentlich gehört das EURO-Thema in die Innenpolitik, oder? Ende--Josef Hess 09:50, 15. Mär 2006 (CET)

                        Ich gebe dir in den meisten Punkten recht. Aber der rechtsextreme Brief- und Rohrbomben-Terror hat schon eine Relevanz in der Geschichte Österreichs. Das kann man nicht wegdiskutieren. Vor allem, wenn vergleichsweise unwichtige Ereignisse wie die Landung einer jugoslawische MiG-21R mit einem desertierenden kroatischen Pilot in Klagenfurt, die Aktion Nachbar in Not oder das Atomkraftwerk Temelin (das sich nicht mal in Österreich befindet!) relevant sind. --Rafl 11:29, 15. Mär 2006 (CET)

                        Ich bin halt der Meinung, dass man manche Dinge etwas objektivieren sollte. Dieser Artikel sollte meiner Meinung nach einen historischen Umriss Österreichs darstellen. In den 60er Jahren (war ich noch (schon) ein kleines Kind, da war das Problem der Südtirol-Attentäter, ich finde in diesem Artikel (zum Glück) nichts. Hier werden tausende Jahre Geschichte (deren Produkt wir (nicht nur Österreicher, alle) sind, dargestellt, und dann kommen solche Sachverhalte zur Erwähnung. Das ist doch schon eine gewisse Überwertung unserer zeitgeschichtlichen Rolle. Ich finde auch den ganzen "Waldheim-Absatz" schrecklich, hat überhaupt keine historische Bedeutung, hat kurzfristig die aussenpolitische Beziehung beeinflußt (wenn überhaupt), na und. Könnte man nicht diese lupenhafte Betrachtung der zwar heute kurzfristig in den Medien präsenten Themen auslagern (Kategorie:Österreichische Zeitgeschichte 20.Jhdt.), nicht wegwerfen, und sich hier auf Fakten historischer Bedeutung konzentrieren? Bei Deinen oben angeführten Beispielen bin ich auch der Meinung, dass sie nicht hier her gehören.--Josef Hess 16:42, 15. Mär 2006 (CET)

                        Exzellenz-Diskussion

                        Dieser Artikel gibt einen groben Überblick über die Geschichte Österreichs von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Die einzelnen Epochen werden in Vertiefungsartikeln ausführlicher dargestellt.

                        Beginn der Abstimmung am 23. Feb. 06 um 10.45 Uhr

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                          Pro Toller Artikel. Ein paar Bilder und Karten währen nicht schlecht ansonsten ist der artikel sehr gut. --Highdelbeere 10:48, 23. Feb 2006 (CET)

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                            Contra

                            Contra Da fehlt in meinen Augen noch einiges. Nicht erwähnt ist etwa der rechtsextreme Brief- und Rohrbombenterror der BBA Anfang der 90er. Zwischen Anschluss (1938) und Nachkriegszeit (ab 1945) klafft ein riesiges Loch (was ist mit der NS-Zeit in Österreich? Der Beteiligung an der Vernichtung der europäische JüdInnen? Den Widerstand der Kärntner PartisanInnen (der stärkste im gesamten deutschen Reich)). Obwohl es Österreich erst seit 1804 gibt, wird die Habsburgerzeit ahistorisch als "Geschichte Österreichs" verkauft anstatt hier differenziert vorzugehen. Im Großen und Ganzen gibt's da wirklich noch viel zu tun. Von Exzellenz ist der Artikel noch weit entfernt. --Rafl 11:16, 23. Feb 2006 (CET)

                            In zwei Punkten muß ich dir recht geben in einem muss ich dir jedoch wiedersprechen: Mit dem Fehlen von Franz Fuchs und dem fehlenden Abschnitt über den zweiten WK hast du im großen und ganzen recht und wird, wenn möglich ergänzt. Bei der Existenz von Österreich muß ich dir wehement wiedersprechen. Österreich ist aufs Jahr genau 1010 Jahre alt. Es wurde ofiziell im Jahre 996 n. Chr. gegründet. --Highdelbeere 11:50, 23. Feb 2006 (CET)
                            Österreich wurde nicht gegründet und auch nicht offiziell, in einer Schenkungs- oder Verkaufsurkunde wurde halt die Gegend Ostarrichi erwähnt. Zur Geburtsurkunde wurde sie erst viel später (1946, 950 Jahre, und dann 1996) hochstilisiert. --Griensteidl 22:32, 23. Feb 2006 (CET).

                            contra. noch zu lückenhaft für eine Exzellenz. Beispiele:

                            • Es fehlt komplett die Abtrennung des Hz. Kärnten vom Hz Bayern 976. Dies hatte anfangs große Ausmaße, siehe Karte, später wurde davon die Steiermark abgetrennt und zum Herzogtum erhoben usw.
                            • Christianisierung der Keltoromanen ab dem 8. Jahrhundert, was vor allem vom Bistum Salzburg ausging und etliche Klostergründungen zur Folge hatte
                            • Auf die Einfälle der Türken und Ungarn wird nur dort eingegangen, wenn es Wien betrifft
                            • Auf die Umstände der Reformation des 16. Jahrhunderts wird überhaupt nicht eingegangen, lediglich die Gegenreformation wird etwas beleuchtet.
                            --Popie 13:04, 23. Feb 2006 (CET)

                            • contra: Ich wiederhole mein Argument aus der Kandidatur vom Dezember: Unter Geschichte Österreichs verstehe ich die Geschichte des Gebietes, das das heutige Staatsgebiet umfasst. Österreich besteht und bestand aus mehr als den von Wien beherrschten Territorien. Es wird die Marcha orientalis und die frühen Babenberger breitgetreten, dass es aber daneben 976 bereits ein Herzogtum Kärnten gab, als der Name Österreich noch unbekannt war, wird unterschlagen. Salzburg wird 1806 erstmals erwähnt unter kam zu Österreich, Vorarlberg um 1930, das Burgenland um 1920 (das Jahr, wann es zu Österreich kam, wird ja unterschlagen). Hatten die keine Geschichte oder ist die uninteressant? Man nehme sich ein Beispiel an der Österreichischen Geschichte, hrsg. von Herwig Wolfram, die das ziemlich gut löst. Die Fehler und Lücken will ich gar nicht aufzählen. 1. Beispiel: die Zweite Republik beginnt 1945, nicht 1955. 2. Beispiel Nazizeit: Das während des zweiten Weltkrieges zu Deutschland gehörende Österreich musste schwere Verluste hinnehmen. Der Krieg forderte in Österreich ca. 300.000 Tote, darunter auch viele Juden und Zigeuner die in den Konzentrationslagern ums Leben kamen. Es waren jedoch auch viele Österreicher an Kriegsverbrechen beteiligt, was durch die überproportionale Anzahl in leitenden Positionen der SS und der deutschen Armee gefördert wurde. Die von Österreichern begangenen NS-Verbrechen hatten zum Teil auch schwerwiegende Auswirkungen auf die zweite Republik. Aus dieser Zeit sind auch noch viele Gebäude erhalten gebliegen, die jetzt z.T. unter Denkmalschutz gestellt sind. Das prominenteste Beispiel ist hierfür das Hitlerzimmer im Wiener Volkstheater. Die meisten Zerstörungen wurden durch den Widerstand der Nazis gegen die Alliierten verursacht. Luftangriffe fanden in Österreich erst am Ende des Krieges statt, weil Österreich mir den damaligen Flugzeugen schwer zu erreichen war. Das ist alles zu diesem Thema. Kein weiterer Kommentar vonnöten. --Griensteidl 22:24, 23. Feb 2006 (CET)
                            Zum ersten wird Vorarlberg bereits im Absatz "Erste Republik" im Zusammenhang mit dem Anschluß an die Schweiz genannt und das war 1919 und nicht 1930. Zum zweiten gabs Vorarlberg vor 1861 garnicht und wurde unter Vorlande, bzw. Vorderösterreich geführt und das wird schon im 14. Jahrhundert erwähnt. Salzburg kam wirklich erst 1804 zu Österreich, weil die selbständigen Bistümer im Römisch-Deutschen Reich aufgelöst. Das Burgenland gibts zudem erst ab 1921 und war zuvor Deutschwestungarn und fällt somit unter den Absatz "Ungarische Geschichte". Das einzige was man einbauen könnte, das wäre das mit Kärnten das wird nämlich auch in anderen Quellen über österreichische Geschichte erwähnt. Das mit den Nazis ist natürlich so eine Sache. Es ist einfach so eine Sache. Es ist einfach so, dass das Ganze total breitgetreten wird. Wenn du genaue ÖSTERREICHSPEZIEFISCHE Infos hast, dann füg sie bitte hinzu. Sachen gibts diesbezüglich genug. --Highdelbeere 23:08, 23. Feb 2006 (CET)
                            Teile Vorarlbergs fielen irgendwann im 18. Jh. an die Habsburger, dass es unter anderem Namen geführt wurde kann man ja gern erwähnen. Es wird halt nicht erwähnt und das ist das Problem des Artikels: Es wird vieles, allzuvieles nicht erwähnt. --Popie 23:41, 23. Feb 2006 (CET)
                            @ Highdelbeere: Zählt für Dich Salzburg nicht zu Österreich? Dann streich doch bitte auch Mozart aus dem Artikel, der war Salzburger, starb vor 1806 und ist Deiner Definition nach nicht Österreicher. Und Haydn gleich mit. Versteh das bitte nicht als persönlichen Angriff, aber ich versteh das Argument nicht, dass die gesamte Geschichte eines Bundeslandes ignoriert wird, nur weil es erst im 19. Jahrhundert habsburgisch wurde. Und staatsrechtlich war Österreich bis 1804 nur die beiden Erzherzogtümer ob und unter der Enns. Der Überbegriff Österreich oder Casa d'Austria oder wie auch immer war nur eine informelle Bezeichnung. Die anderen Länder wurden lediglich in Personalunion beherrscht und müssten demnach auch aus dem Artikel fallen. Schau Dir doch wirklich die oben erwähnten Bücher an, dort gibt´s auch Salzburg vor 1805, das Gebiet des heutigen Burgenlands vor 1921 usw. Und zur Jahreszahl u. Vorarlberg: Die letzte Jahreszahl, die vor der Erwähnung der Abstimmung steht, ist 1931. In Details mag ich mich geirrt haben, aber der Kern meiner Kritik trifft zu: Die Länder werden ignoriert, solange sie nicht habsburgisch sind. --Griensteidl 00:07, 24. Feb 2006 (CET) PS: Salzburg kam erst mit dem Preßburger Frieden Ende 1805 an Österreich, 1803-1805 war es eine habsburgische Sekundogenitur unter dem ehemaligen Großherzog der Toskana. --Griensteidl 00:16, 24. Feb 2006 (CET)
                            Die Kritik ist schon ok. Es ist nur, dass solge Geschichtsartikel relativ schwierig zu schreiben sind, weil sie über ein relativ großes Gebiet handeln. Zudem muss man bei solchen Artikeln schon aufpassen, dass man nicht solche Monsterartikel wie die Geschichte Norwegens oder die Geschichte Polens kreiert. Das Ungleichgewicht zwischen den Zeitabschnitten ist überhaupt ein Problem der Geschichtsartikel: Entweder sie berichten gröstenteils über die letzten 100 Jahre oder sie hören einfach nach dem zweiten Weltkrieg auf. Die Geschichten über die Regio kann man natürlich einflechten, genauso wie die Geschehnisse der Frühzeit und der Uregeschichte. Nur wie schon gesagt: Man sollte darauf achten, dass der Artikel nicht allzulang wird. --Highdelbeere 16:19, 24. Feb 2006 (CET)
                            Da ich mit das alles völlig richtig finde, bin ich dafür, diese Diskussion auf Diskussion:Geschichte Österreich weiterzuführen. Ich bin für Geschichte Bundesland und die österreichische sollte die zum Teil nur zusammenfassen, also Artikel schreiben--Josef Hess 09:36, 16. Mär 2006 (CET)

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                              Contra - dasselbe Problem wie das letzte Mal. Die letzten 150 Jahre nehmen 2/3 des Textes ein. Diese Ungleichgewichtung ist absolut unausgewogen. Kenwilliams QS - Mach mit! 22:57, 23. Feb 2006 (CET)

                              • Contra - spitze finde ich ja schon, wie die Geschichte bis ins 10. Jahrhundert abgehandelt wird - nämlich fast gar nicht. Was ist denn, nur so als Beispiel, mit dem Abzug der Römer aus Noricum, über den Severin von Noricum (bzw. Eugippius) recht eindrucksvoll berichtet? Zum Zusammenbruch der spätantiken römischen Verwaltung könnte man schon einiges sagen. Im Abschnitt Mittelalter krankt es ebenfalls etwas. Dass eine Gewichtung freilich eine Abwägungsfrage ist, gestehe ich ja gerne zu. Ebenso, dass man vielleicht eher einen Schwerpunkt in der Neuzeit setzt. Wenn der Rest (Antike/Mittelalter) aber derart voller Lücken ist, ohne dass detaillierte Einzelartikel vorliegen, ist das nicht gerade berauschend. --Benowar 14:32, 24. Feb 2006 (CET)
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                                Contra Argumente schon detailliert aufgeführt --Geos 10:37, 8. Mär 2006 (CET)

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                                  Contra Die Kandidatur ist durchaus sehr gewagt, noch dazu wird an Artikeln zur Geschichte im 20. Jhdt. (ganz neu: Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus) noch gearbeitet, und deutliche umstrukturierungen, erweiterungen/auslagerungen (je nach dem wie sich das mit den lemmata entwickelt) kündigen sich für die nächsten monate an. Was Argumente betrifft, wurden ja bereits sehr viele Mängel aufgezählt. -- Otto Normalverbraucher 01:11, 13. Mär 2006 (CET)

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                                    Contra alles weitere auf der entsprechenden Diskussionsseite--Josef Hess 19:41, 15. Mär 2006 (CET)

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                                      Contra Der Abschnitt Der Aufstieg der Habsburger zur Großmacht ist ziemlicher Mist. (Habe nur das gelesen, weil ich mich da ein wenig auskenne.) Wie so oft in der WP wird hauptsächlich die Abfolge der Herrscher referiert. Die gesell., verwaltungstechn., wirtschaftl., kulturellen Entwicklungen der Zeit von 1450 - 1700 werden kaum erwähnt. --Decius 20:12, 16. Mär 2006 (CET)

                                      Gliederung

                                      Ich habe die Gliederung nun mal so angepasst, dass jede Epoche Österreichs einen eigenen "Hauptabschnitt" hat. Allerdings stoße ich mit meinen Vorkenntnissen an mancher Stelle an meine Grenzen, daher möge man Ungenauigkeiten umgehend korrigieren, sollte ich bei der Zuteilung von Zeitabschnitten zu Epochen "x unter den Habsburgern", etc., etwas falsch aufgefasst und umgesetzt haben. Möglich wäre auch eine Gliederung nach Herrschergeschlechten, aber da es ja um "Österreich selbst" geht, habe ich das ganze mal nach "formalrechtlichen" Gesichtspunkten gegliedert, mit Unterabschnitten, sofern sinnvoll, für die Herrschergeschlechter. Auch das mit "Früh-" und "Vorgeschichte" fand ich etwas seltsam, und hab das eine in Erdgeschichte umbenannt, und das mit der ersten Siedlungstätigkeit bereits zur Vorgeschichte. Wie das mit der Erdgeschichte hier aussehen soll, weiß ich auch nicht, aber wo Früh- mit der Vorgeschichte abzugrenzen ist, ist mir ebenso ein Rätsel, und zumindest meines erachtens nicht unbedingt sinnvoll. -- Otto Normalverbraucher 02:20, 20. Mär 2006 (CET)
                                      PS: Ziel muss es natürlich unbedingt auch sein, in all den Nebenartikeln zur Österreichischen Geschichte, die einzelne Geschichtsabschnitte behandeln, klar und deutlich bereits in der Einleitung zu erwähnen was davor und was danach war (mit links zu den jeweils korrekten hauptartikeln dazu). Nur so kann man immer eine Übersicht behalten, und auch ohne vorkenntnisse weiß man dann immer, wo man einen artikel findet, der direkt davor und einen der direkt danach anschließt, so dass keine lücken frei gelassen werden, die in einem artikel enthalten sind, den man höchstens zufällig mal findet. (zB. gabs in Österreich-Ungarn bisher keinen, bzw. erst spät, einen link auf Kaisertum Österreich, obwohl der ja die zeit davor beschreibt. -- Otto Normalverbraucher 02:41, 20. Mär 2006 (CET)

                                      Ich habe es schon mehrfach erwähnt und auch hier bei der Gliederung passt es wieder: Die Geschichte Österreichs darf sich nicht auf die Geschichte der Babenberger und der Habsburger beschränken. Besonders im Mittelalter gibt es eine Vielfalt an GeschichteN im heutigen Österreich. Und das sollte dieser Artikel m.E. sein: die Geschichte des Gebietes der heutigen Republik Österreich, so wie es auch in der 14bändigen Österreichischen Geschichte gehandhabt wurde. Es muss doch möglich sein, die wichtigsten Ereignisse der Geschichte Kärntens, Salzburgs, Tirols etc. einzubeziehen. Ansonsten ist der Artikel in meinen Augen nichts wert. Damit wäre auch die zeitliche Gliederung mit 996 etc. hinfällig. --Griensteidl 16:37, 20. Mär 2006 (CET)

                                      Ich habe vor einigen Stunden versucht, eine entsprechende Diskussion anzuregen unter Portal Diskussion:Österreich Österreich und die Bundesländer, bitte Argumente einzubringen, ein Österreich ohne Bundesländer gibts ja nicht. Ich sehe hier kein inhaltliches sondern ein techn.- organ. Problem, nicht OB sondern WIE. Wenn du meinst, der Artikel seih nichts wert, dann bitte ich dich, konkrete Vorschläge zu machen oder selbst Beiträge zu schreiben, Pauschalurteile ohne Verbesserungsvorschläge sind nicht konstruktiv, jeder der hier was beigetragen hat, versuchte sein bestes (unterstelle ich einmal), wenn es auch für manche unzulänglich erscheint--Josef Hess 19:37, 20. Mär 2006 (CET)

                                      Meine Kritikpunkte habe ich bei den Exzellenz-Kandidaturen (siehe oben) aufgeführt, meine Griensteidl zur Neugliederung des Artikels wurde angefragt, ich habe sie hier eingestellt, um die Diskussion in Gang zu bringen. Am Artikel habe ich vor allem immer den Wien-zentrierten Blickwinkel kritisiert, und zu dieser Kritik stehe ich. Für den zugegebenermaßen unfairen Satz Ansonsten ist der Artikel ... von oben entschuldige ich mich. Ein Umbau erfordert allerdings einen Zeitaufwand, den ich derzeit nicht erbringen kann, zumal ich mich in die Thematik erst wieder von neuem einlesen müsste. Gruß --Griensteidl 20:28, 20. Mär 2006 (CET)

                                      Ich bin heut leider auch zu nichts mehr gekommen (abgesehen von meinen vielleicht etwas verwegenen Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung in der Umgebung von Wien ;-)). Habe aber alle Kommentare gelesen, inkl. dem ausführlichen Vorschlag von Popie auf seiner Popie, dem ich mich mir vermutlich morgen (also heute ;-)) Abend mal annehmen werde. Evtl. könnte man seinen Beitrag ja hier herüber kopieren, und dann darüber diskutieren, falls erwünscht? SG -- Otto Normalverbraucher 01:50, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Ich finde Popies Vorschläge gut. Im Übrigen ist es halt so, dass es hier um einen enzyklopädischen Artikel geht. Man kann gar nicht einmal annähernd das bieten, was eine 14bändige Österreich-Geschichte tut. Gewisse Teile verlangen neue, eingehendere Artikel. Hier soll möglichst viel und sprachlich knapp gefasst erwähnt werden. Makrodetails aber sind nicht möglich, sonst ufert der Artikel aus. --Gledhill 02:43, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Ich schlage vor dass jeder seine Vorstellungen - zumal hier nicht noch darüber diskutiert wird - mal im Artikel umsetzt. Schließlich habe ich da neulich ein bisschen umbenannt und umgegliedert, und wenn sich hier nun rausstellt dass zB. die Wortwahl nicht neutral oder angemessen genug ist, dann sollte man das ruhig gleich auch korrigieren. Aber die Zweite Republik beginnt meines Erachtens nach 1955, mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages. Natürlich hängt die Zeit ab 1945 unmittelbar damit zusammen, da dies ja die "vorgeschichte der 2. Republik" ist. Und zur Zeitleiste kann ich auch gleich was sagen. ICh find sie zwar grundsätzlich gut, aber ob sie unbedingt am artikelbeginn zu finden sein sollte, da bin ich mir nicht ganz sicher, schließlich beginnt die Zeitleiste ja erst mit dem "Kaisertum Österreich" und passt daher eher nicht zum Artikelanfang, wo noch von der Zeit vor den Babenbergern geschrieben wird. Optimal wären natürlich mehrere Zeitleisten oder gar eine "Gesamt-Zeitleiste" (ab 900-irgendwas, oder noch früher?). -- Otto Normalverbraucher 14:30, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Ich bin diesem Vorschlag heute morgen nachgekommen und hab die Abschnitte 2.2 bis einschließlich 3.1 mal ein bisschen aufgefüllt. Zwischen 976 und 1276 wird´s aber mit der streng chronologischen Gliederung etwas schwierig, weil man hier drei Stränge nebeneinander herlaufen:

                                      • Die Mark Ostarrichi gehört noch 200 Jahre bis 1156 zum Hzm Bayern und wird erst dann zum eigenständigen Herzogtum Österreich erhoben.
                                      • Das Hzm Kärnten wurde bereits 976 vom Hzm Baiern getrennt (zu den Gründen siehe Geschichte Kärntens, arbeite ich hier noch ein) und hat bis Rudolf I. (HRR) (reg. ab 1276) eine von Osterreich weitgehend unabhängige Entwicklung genommen, u.a. gehört hier auch die Entstehung der Steiermark 1180 mit dazu.
                                      • Die dritte Sache ist die der Bistümer, hier spielen neben Salzburg noch Bamberg, Passau usw. eine Rolle, z.T. auch Aquielia. Da die in ganz Österreich tätig waren mit ihren ganzen Klöstern usw. sollte das ggfls ein eigener (Unter-Abschnitt) werden.
                                      Jedenfalls passt die jetztige Einteilung von 3.3 und 3.4 für die Zeit 976-1276 nur auf den Nordosten (kein Vorwurf, einfach nur eine Feststellung), das müsste man anders lösen. Hat da jmd ne Idee? --Popie 10:53, 22. Mär 2006 (CET)
                                      Vielleicht einen Abschnitt .1 für die Entwicklung der Mark Ostarrichi unter der bairischen Herrschaft mit diversen Unterabschnitten nach dem Schema .1.1 und einen Unterabschnitt .2 für die Entwicklung des Herzogtums Kärnten, ebenfalls mit eigenen Unterabschnitten nach dem Schema .2.1 usw. (ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken). Oder gibts noch andere Möglichkeiten? -- Otto Normalverbraucher 13:28, 22. Mär 2006 (CET)

                                      Unzufriedenheit mit der Zeitleiste

                                      Man verzeihe mir meine Faulheit, nicht nachgeschaut zu haben, ob das schon einmal diskutiert wurde. Jedenfalls bin ich mit der Zeitleiste insofern unzufrieden, als die Zweite Republik dort erst 1955 zu beginnen scheint. Natürlich begann sie 1945. Ich finde es auch irritierend, dass zwar locker von Österreich als "Teil des Deutschen Reiches" die Rede ist, aber nach 1945 eine Zeit des "Besetztseins" und der "Fremdkontrolle" begann. Ich finde, man sollte hier auch bei der Wortwahl etwas genauer und fairer sein. Für mich haben die völkerrechtswidrige Besetzung 1938 (mit der Löschung Österreichs von der Landkarte) und die Befreiung 1945 (mit der Wiedererrichtung demokratischer Strukturen) stattgefunden. Gewiss konnte Österreich erst 1955 als vollgültiger souveräner Staat gelten, aber schon vorher war eine außenpolitische Tätigkeit Österreichs vorhanden. So handelten Österreich und Italien erfolgreich das Südtirol-Paket aus. Und die Alliierten waren sehr hilfreich (hilfreicher, als es einige Österreicher gewollt hätten), alte Nazi-Strukturen aufzubrechen, Täter vor Gericht zu stellen und den Weg Österreichs zurück in die Weltgemeinschaft zu ebnen. Hilfreich war auch die Tätigkeit der Alliierten für die Etablierung einer demokratischen Medienlandschaft und die Neukonstruktion einer österreichischen Film- und Radioproduktion. Genug der Argumente, mein Vorschlag: Man sollte die Wortwahl neu konzipieren und auch die farbliche Gestaltung adäquater einrichten. Schöne Grüße --Gledhill 02:43, 21. Mär 2006 (CET)
                                      Zur Benennung der "kritischen Absätze". Natürlich wurde Österreich ohne seiner Zustimmung an Deutschland angeschlossen, aber die Folge war dennoch, dass Ö. Teil des Deutschen Reiches war, und eine bezeichnung "österreich" nicht mehr existierte. Danach wurde Österreich wieder hergestellt und existierte als eigener Staat, jedoch unter Besatzung durch die Alliierten. Die haben die Österreicher kontrolliert. Während in der Nazizeit die ehemals österreichischen Strukturen in die deutsche Organisation eingegliedert wurde, und ("ehemalige") Österreicher auf einer Stufe mit den deutschen im Nazi-System (natürlich den Oberbefehlshabern untergeordnet, wie auch andere Teile Deutschlands natürlich den obersten Befehlshabern untergeordnet waren) mitarbeiteten. Österreich war dabei nicht selbstständig, sondern agierte (sofern man überhaupt von agieren sprechen kann, waren die alpen- und donaureichsgaue doch lediglich ein kleiner teil des deutschen reiches) als ein Teil Deutschlands. Daher diese Benennung. Den Abschnitt "österreich unter deutscher Besatzung" zu nennen, wäre jedenfalls nicht ganz korrekt. Frankreich wurde besetzt, aber österreich war teil des deutschen machtapparates. Und "Befreiung durch die Alliierten" stimmt natürlich - aber nach dieser Befreiung war österreich zehn Jahre besetzt, und wurde erst 1955 in komplette Unabhängigkeit entlassen. Daher "Österreich unter alliierter Besatzung" (es war nun mal Besatzung und kein Freundschaftsbesuch), und nicht "Österreich in den zehn Jahren alliierter Befreiungszeit". -- Otto Normalverbraucher 14:44, 21. Mär 2006 (CET)
                                      Umgekehrt wäre es noch unrichtiger. Von 1938-45 Besetzung durch Deutschland: Dann wären wir wieder in der Opferrolle. Die Befreiung für 1945 ist schon richtig. Aber nicht Befreiung sondern Besetzung von 1945-55. Das durch die Hilfe der Besatzer manches erst möglich machte, wie Gledhill betont, ist schon richtig. Aber wir konnten trotzdem nicht als freier Staat agieren, wenn es auch schon die Zweite Republik gab, denn es gab demokratische, d.h. gewählte Strukturen, aber frei waren wir beileibe nicht. Im Gegenteil Reparationen zahlten wir an die Siegermächte noch länger. --Karl Gruber 15:17, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Aber die Zweite Republik wurde 1945 gegründet und nicht 1955, um das geht es doch wohl. Die Deutschen unterscheiden doch auch nicht die Zeit der Besatzung 45-90 und danach, sondern beginnen mit der Gründung von BRD/DDR 1949. --Griensteidl 15:24, 21. Mär 2006 (CET)
                                      Ich habe das mit dem Beginn der Zweiten Republik korrigiert und den Absatz nach oben geschoben. --Rafl 16:04, 21. Mär 2006 (CET)
                                      Aber in der Zeitleiste sollte es doch Ständestaat und nicht Bundesstaat Österreich heißen? --Karl Gruber 18:11, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Vielleicht geht es ja nur mir so, aber ich finde die Unterscheidung Republik (vollsouverän) und - in einer anderen Farbe markiert - Republik (EU-Mitglied) irgendwie ... seltsam. Es sieht so aus, als hätte die 2. Republik mit dem Beitritt geendet. Natürlich hatte der EU-Beitritt einschneidende (staats)rechtliche Folgen, aber wir sind noch weit von einem europäischen Bundesstaat entfernt. Auch die Zweite Republik war von Anfang an, wenn man es so betrachtet, durch internationale Verträge "in ihrer Souveränität eingeschränkt"; zuerst in der Besatzungszeit (selbsterklärend) und dann durch den Staatsvertrag, die UN-Charta, div. internationale Verträge, später die EFTA usw. Ich hielte es für besser den Balken durchgehend rot (also: Republik (vollsouverän)) zu belassen und einfach mit Republik Österreich (Zweite Republik) zu beschriften. Der Eu-Beitritt könnte mit einem weißen Strich und daneben der Beschriftung (EU-Beitritt) ausreichend hervorgehoben werden. --Tsui 18:27, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Nein, das mit Vollsouverän und EU-Mitglied stört mich auch, habe mich nur noch nicht darüber beschwert. Wenn man den Begriffen Kaisertum Österreich und Österreich-Ungarn folgt, müsste man ja wohl die offiziellen Bezeichnungen verwenden. Das wäre dann Republik Deutsch-Österreich (mit oder ohne Bindestrich?) bis 1920, Republik Österreich (?) bis 1934, der Ständestaat hieß meines Wissens offiziell wirklich Bundesstaat Österreich. Folgerichtig wäre dann Deutsches Reich 38-45 und Republik Österreich (Zweite Republik) ab 45, mit kleineren Unter-Einheiten 45-55 und seit 95. --Griensteidl 18:33, 21. Mär 2006 (CET)

                                      @Tsui: Zustimmung für deine farblichen Vorschläge, empfinde ich genau so. Kam mir auch seltsam vor, dass die Zweite Republik 1995 endete...
                                      Übrigens wäre ich dafür, für die Zeit 1938-45 eine ganz eigene Farbe zu wählen. Man könnte aber einfach nur Weiß nehmen, analog zur Auslöschung Österreichs.
                                      @Griensteidl: Die Schlüsselfrage ist, ob man offizielle Bezeichnungen wählt oder Begriffe, die in der Geschichtsschreibung verwendet werden. Jeder weiß, was mit Zweite Republik gemeint ist, aber offiziell gibt es natürlich keine Zweite Republik Österreich, sondern lediglich die Republik Österreich. Die offiziellen Bezeichnungen haben den Vorteil, dass sie eine genaue Unterscheidung ermöglichen. Die Republik Österreich mit der Kelsen-Verfassung gibt es seit 1920, davor existierte ein Staat namens Republik Deutschösterreich. Und der Ständestaat hieß offiziell wirklich "Bundesstaat Österreich", was manchem nicht bekannt ist, aber in der Abkehr vom Begriff "Republik" doch ganz interessant und bezeichnend ist. Was die Zeit 1938-45 betrifft, würde ich vorschlagen, nicht einfach "Deutsches Reich" zu schreiben, sondern vielleicht die gegenwärtige Lösung "Teil des Deutschen Reichs" zu bevorzugen. Genauso gut könnte man natürlich auch gar nichts schreiben, denn der Bundesstaat Österreich endete ja mit der Annexion Österreichs. Es folgte, so ich nicht irre, das sog. "Land Österreich", dann kam schon die "Ostmark". --Gledhill 19:03, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Ich hatte versucht, auch für die Diskussion hier etwas System in den Bezeichnungen zu erkennen. Die Bezeichnung Erste bzw. Zweite Republik hinter Rep. Ö. ist ja jetzt schon drin. Vielleicht noch Ständestaat in Klammer hinter Bundesstaat, dann wären alle offiziellen und die gebräuchlichen drinnen? Mit Teil des Reiches hast Du natürlich Recht. Auch bei der Farbe stimme ich zu. --Griensteidl 19:16, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Ich habe die Vorlage:Zeitleiste Neuere Österreichische Verfassungsgeschichte jetzt mal geändert und hoffentlich die meisten Anregungen der Diskussion aufgegriffen. Ich habe Erste und Zweite Republik farblich eindeutig markiert. --Griensteidl 20:17, 21. Mär 2006 (CET)

                                      So wies aussieht hat man sich für die Variante "offizielle Bezeichnung mit Zusatz" entschieden. Kann man lassen - allerdings: hieß Österreich damals wirklich offiziell "Kaisertum Österreich"? Oder sollte man vielleicht doch besser die Bezeichnung der Epochen nehmen - also 1. und 2. Republik, Ständestaat, etc.? Schließlich werden diese Begriffe ja auch anderswo zur Einteilung der österreichischen Geschichte in Epochen verwendet, oder? Nur mal als "allgemeine Anfrage" :) -- Otto Normalverbraucher 20:39, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Ich habe versucht, die bisherige Diskussion in der Leiste umzusetzen. Die inoffiziellen, z.T. gebräuchlicheren Namen, finden sich ja in der Legende. Ich hatte gehofft, dies mit den Farben klar auszudrücken. Die Erste Republik umfasst ja Deutschösterreich und die Republik Österreich (den Ständestaat hab ich mal unterschlagen und separat gelassen). Es ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber wohl besser als vorher. Laut gleichnamigen Artikel hieß es wirklich Kaisertum Österreich. --Griensteidl 21:31, 21. Mär 2006 (CET)
                                      Jetzt habe ich auch noch eine Frage: Werden mit den Aliierten nicht nur die Westmächte bezeichnet und Sowjets separat, speziell nach dem Krieg, denn da waren sie ja nicht wirklich mehr Verbündete ;-). --Karl Gruber 22:58, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Öhm, den Sprung zu dem Thema kann ich jetzt zwar nicht nachvollziehen, ist aber egal: die Alliierten sind eigentlich immer alle vier. Unterschieden wurden dann die westlichen Alliierten und die Sowjets. Der Begriff stammt ja aus WK II und da hieß es die vier (zuerst ja drei, ohne Frankreich) gegen Hitler. --Griensteidl 23:07, 21. Mär 2006 (CET)
                                      ISt kein Sprung zum Thema, sondern direkt dazu :-). In der Zeitleiste steht Österreich unter alliierter Besatzung. Meine Frage deswegen, da ich immer gelernt habe die Alliierten und die Sowjets, also immer beide nebeneinander, aber das war knapp nach der Besatzung. --gruß Karl Gruber 23:24, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Alliierte waren alle vier Besatzungsmächte, auch die UdSSR. Das stammt aus Kriegszeiten. Dass es später zum Kalten Krieg kam und die Alliierten alles andere als einig waren, ist eine andere Angelegenheit. Übrigens: Ich finde die Zeitleiste jetzt sehr schön. Danke für die Mitarbeit! --Gledhill 13:44, 22. Mär 2006 (CET)
                                      Nur ein Insert:Der Kalte Krieg begann ja auch schon in den späteren 1940er, deswegen wurden sie auch separat bezeichnet, denn die Besatzung ging ja bis 55. Deshalb mein Einwand. Aber ich kann damit auch leben. So passt eh die Zeitleiste --Karl Gruber 16:30, 22. Mär 2006 (CET)
                                      Noch eine Frage (wie Columbo sagen würde): Könnte man der Zeitleiste nicht auch noch das Erzherzogtum Österreich anfügen? --Gledhill 14:26, 22. Mär 2006 (CET)

                                      Meine erste Reaktion auf die Frage war: "Warum nicht?" Bei genauerem Überlegen muss ich aber Nein sagen. Das Erzherzogtum Österreich umfasste nur die heutigen Bundesländer OÖ, NÖ und W. Völkerrechtlich waren die anderen Herzogtümer, gefürsteteten Grafschaften etc. von Österreich unabhängig und nur in Personalunion mit Österreich verbunden. Das Kaisertum war eigentlich die erste wirkliche politische Einheit. --Griensteidl 16:22, 22. Mär 2006 (CET)

                                      Danke Griensteidl, für die Überarbeitung!
                                      @Alliierte: aus meiner Schulzeit (in den 70er und 80er Jahren) kann ich mich, sofern überhaupt auf diese Zeit eingegangen wurde, nur an den Begriff Alliierte erinnern. In Büchern zur österreichischen Zeitgeschichte begegnete mir zuletzt mitunter, nicht immer, eine Unterscheidung in "Westalliierte" und Sowjetunion - wobei alle vier zu den Alliierten gehörten und es dabei vor allem darum geht einerseits die Kampfverbände zuzuordnen und später, eben mit Beginn des Kalten Krieges, auch die iedeologischen Unterschiede zu betonen. --Tsui 17:28, 22. Mär 2006 (CET)

                                      Gründung Zweite Republik

                                      Ich habe jetzt mal nachgeschaut: Die Gründung der Zweiten Republik war definitiv am 27. April 1945, siehe etwa Seite des Bundespräsidenten [LINK] zur Feier 60 Jahre Zweite Republik 2005 oder aeiou [LINK]. Gruß --Griensteidl 15:52, 21. Mär 2006 (CET)

                                      Urgeschichte

                                      die Urgeschichte ist mit dem lapidaren Satz "seit dem Paläoltikum besiedelt" echt dürftig ausgefallen. Ich könnte für die Urgeschichte einen aktuellen Überblick mit den wichtigsten Funden/Fundorten beitragen... (Sihel 14:13, 25. Mär 2006 (CET))
                                      Habe den Eintrag nach unten verschoben. Wäre toll! Dieses Einsatz-Kapitel beweist ja, dass ein kundiger Frühgeschichtler gebraucht wird. Sei mutig! Hier im Überblicksartikel sind wohl nur die großen Tendenzen, Kulturen, Wanderbewegungen, Fundorte etc. sinnvoll. Sonst wird der Artikel zu groß. Wenn Du genügend Material hast, würde sich natürlich ein eigener Artikel Frühgeschichte Österreichs (oder so ähnlich) anbieten. --Griensteidl 15:20, 25. Mär 2006 (CET)
                                      Danke für die ermunterten Worte! Ich tät's - mehr oder minder - sofort, wenn ich auf die Seite zugreifen könnte... (Sihel 22:24, 25. Mär 2006 (CET))
                                      Hab jetzt erst gesehen, dass Du ja noch ein junges WP-Mitglied bis. Einfach auf den roten Link klicken, dann öffnet sich das Bearbeitungsfenster, so wie Du es kennst. Bei offenen Fragen folge den Links von Gerbils Begrüßung auf Deiner Sihel oder frag ihn oder mich. Gruß und Sei mutig! --Griensteidl 23:02, 25. Mär 2006 (CET)
                                      Danke für die Hilfe! Als tatsächlicher Frischzugang habe ich schon völlig unwissentlich Bockmist begangen und hinter mir musste aufgeräumt werden... Allerdings muss ich mich für "Frühgeschichte Österreichs" mehr vorbereiten - bin etwas - nachchristlich - eingerostet. D. h. ich werde mich erst einmal auf Urgeschichte Österreichs "beschränken" und dann sehen wir weiter. (Sihel 11:02, 26. Mär 2006 (CEST))

                                      Außenpolitk

                                      Vorschlage: Die Gliederung "Innen-" und "Außenpolitik", die die letzten Abschnitte fragwürdig gliedert, miteinander verknüpfen, aber zuerst: Das ganze Außenpolitik-Zeugs in den Artikel Außenpolitik Österreichs übernehmen und dort geschichtlich weiter nach hinten ausbauen. Beachtet werden muss natürlich auch, was alles zu Außenpolitik gehören soll. Denn sonst ergibt sich lediglich eine Kopie der österreichischen Geschichte... -- Otto Normalverbraucher 15:35, 25. Mär 2006 (CET)
                                      siehe Diskussion:Außenpolitik Österreichs --Karl Gruber 23:46, 25. Mär 2006 (CET)

                                      Gliederung + einige grundsätzliche anmerkungen

                                      um diesen artikel in eine bessere qualität zu bringen, sollte zunächst eine sinnvolle kapiteleinteilung angestrebt werden; derzeit entspricht das ganze einer anhäufung von mehr oder weniger wichtigen fakten, die nachträglich willkürlich in kapitel unterteilt wurden; ansätze einer strukturgeschichte fehlen völlig; bei einigen der derzeitigen kapitelüberschriften stellt es ja jedem einigermaßen fachkundigen die haare auf: z.b. "Österreich als Vorsitz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation unter dem Hause Habsburg"; nicht nur, dass diese überschrift offensichtlich mit der deutschen sprache in konflikt steht, ist sie auch inhaltlich nicht haltbar: österreich hatte nie den vorsitz im heiligen römischen reich inne; als wahlreich hatte dieses naturgemäß keinen ständigen vorsitz, schon gar nicht vergeben an ein land; der mit salzburg alternierende vorsitz in der reichsfürstenkammer (und der geistlichen bank) auf reichstagen ist hier ja wohl nicht gemeint;

                                      zunächst einmal sollten einige grundsätzliche fragen abgeklärt werden: auf welchen geographischen raum soll sich der artikel erstrecken: auf das gebiet der heutigen republik? auf das gebiet, das zu einer bestimmten zeit als österreich bezeichnet wurde? die gängigen darstellungen beziehen sich (wenn es auch problematisch ist) auf das gebiet der republik; wenn das auch hier angestrebt ist (das ist bis jetzt unklar, da sich das mittelalter fast ausschließlich auf kernösterreich/donauländer bezieht), wird man nicht umhinkönnen, dem ganzen eine abklärung der begrifflichkeiten voranzustellen: was ist zu einem jeweiligen zeitpunkt unter österreich, ostarrichi, (erz.)hzgt. österreich, casa de austria etc. gemeint, bzw. welches gebiet wird damit bezeichnet; für das mittelalter wird man dann bei der kapitelgliederung grösstenteils auf eine regionale unterteilung zurückgreifen müssen: man kann hier z.b. tirol usw. auch als es bereits zum länderkomplex der habsburger kam, nicht ohne weiteres unter österreich zusammenzufassen. salzburg u. das burgenland sind in diesem zshg. noch gesonderter zu betrachten;

                                      in der neuzeit wird die sache mit der expansion noch problematischer, man kommt nicht umhin die darstellung bis zu einem gewissen grad auf die darstellung der habsburgermonarchie auszuweiten (vgl. dazu 10+3 bändige "Österreichische Geschichte" (Herwig Wolfram (Hrsg.)), bei der ebenfalls der geographische rahmen der mittelalter- und neuzeitbände divergiert); dies sollte jedoch nicht dazuführen, dass, wie bei diesem artikel auf die geschichte der erbländer, die hier im zentrum des interesses stehen vergessen wird: die landstände kommen im artikel erstmals bei ihrer endgültigen entmachtung durch Maria Theresia vor, obwohl sie in der frühen NZ die träger des landesbewusstseins (d. einzelnen länder) schlechthin waren; der antagonismus zwischen landstände und landesfürst ist grundlegend für die verständlichkeit des zustandekommens des öst. staatsgebildes (nicht umsonst hat der doppelband über die frühe NZ d. oben zitierten Öst.Geschichte den titel "Ständefreiheit und Fürstenmacht"); zwei zentrale faktoren f. d. staatsbildungsprozess, nämlich die äussere bedrohung durch die türken, die eine zusammenarbeit der einzelnen landstände (ausschusslandtage usw.) nötig machte, und die gegenreformation mit der zunehmenden entmachtung der landstände nach der schlacht am weissen berg mit der folgenden ausbildung des absolutist. staates stehen in diesem zusammenhang (hier wäre überhaupt zu schildern, in welchem verhältnis die länder zueinander standen); es ließen sich viele beispiele finden (z.b. die behördenorganisation ferdinands I., die bis ins 18. Jh. z.t. sogar bis 1848 nachwirkte; die theresianische staatsreform, josefinismus, verhältnis der erblande zum hl. röm reich usw.): das ganze sollte jedoch nur verdeutlichen, dass man sich nicht in schulbuchartiger manier auf eine anhäufung von fakten beschränken soll, sondern - so wichtig in einem lexikon auch die fakten sind - zumindestens die grundlegenden strukturen der österreichischen staatsbildung sowie die staatsstruktur in der jeweiligen epoche erkennbar sein sollen; erst dann kann eine sinnvolle kapitelgliederung vorgenommen und einer rein willkürlichen zumindest zum teil vorgebeugt werden: für mich erschließt sich z.b. nicht, was die zäsur 1745, hier: "Österreich als Vorsitz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation unter dem Hause Habsburg-Lothringen (1745 - 1806)" (wie bereits geschildert in sich falsch) rechtfertigt; Neroclaudius 04:12, 26. Mär 2006 (CEST)

                                      Ich plädiere für die Beibehaltung der Jahreszahlen in den Hauptabschnitten. Erleichtert die zeitliche Orientierung, auch wenn sicher einige meinen, wann zB. der Absolutismus war, wisse doch jeder ;-) -- Otto Normalverbraucher 00:30, 27. Mär 2006 (CEST)

                                      bin auch der meinung, dass in einem lexikon nichts vorausgesetzt werden soll. aufklärung und absolutismus ist als eigenes hauptkapitel überhaupt nicht sehr glücklich, da es ja eigentlich noch zur frühen neuzeit dazuzählt. bei den unterkapiteln bin ich gegen eine genaue genaue datierung, da ja jede datierung eine gewisse legitimation voraussetzt, die man meistens nicht bieten kann. es ist daher sicher sinnvoll bei den hauptabschnitten bei den gängigen unterteilungen zu bleiben: ob man diese dann noch genau datieren soll, ist geschmacksache - man kann bei diesen "allgemein anerkannten zeitenwenden" aber sicher für österreich spezifische daten finden; die genaue datierung bei den unterkapiteln wird auch für den mittelalterteil schwierig, sobald man versucht die anderen länder einzubeziehen. dafür sollten aber zunächst die von mit oben aufgeworfenen fragen, bezüglich des geographischen raumes des artikel geklärt werden - Neroclaudius 04:45, 27. Mär 2006 (CEST)

                                      Franz I. wäre mir lieber als Franz II.

                                      Ob der "gute Kaiser Franz" wirklich so gut war, will ich nicht beurteilen. Mich stört es aber, dass er in der WP lediglich als Franz II. (HRR) auftaucht. Gewiss war er 14 Jahre lang römisch-deutscher Kaiser. Aber immerhin war er über 30 Jahre lang österreichischer Kaiser. Und sogar der erste österreichische Kaiser. Von Franz I. (Österreich) wird man nun weitergeleitet auf Franz II. Ich bin der Ansicht, es sollte umgekehrt sein, zumal der Artikelinhalt sich ja tatsächlich eher mit seiner österreichischen Kaiserzeit beschäftigt als mit seiner römisch-deutschen Amtsperiode. Ich möchten den guten Kaiser gerne als Franz I. in der WP sehen. --Gledhill 18:44, 1. Apr 2006 (CEST)
                                      Ich fürchte nur, dass Du damit bei unseren bundesdeutschen Kollegen nicht durchdringen wirst. Mir persönlich ist es eher egal, unter welchem Lemma der Herr residiert. Du kannst den Artikel ja mal nach Franz I. (Österreich) verschieben und den Aufschrei abwarten... --Griensteidl 19:43, 2. Apr 2006 (CEST)

                                      "Bearbeiten"

                                      Ich hab im ganzen Artikel (Stand 3.5.06) nicht mal vereinzelt, irgendwo einen "Bearbeiten"-Schalter entdeckt. Zumindest zu jeder Überschrift sollte einer eingefügt werden. ISt mir aufgefallen, als ich ein paar Verbesserungen machen wollte... 80.121.81.248 21:02, 3. Apr 2006 (CEST)
                                      Vielleicht war es eine alte Version des Artikels, da gibt's keine nur bei der aktuellen Version. --Karl Gruber 21:08, 3. Apr 2006 (CEST)
                                      Der Artikel scheint halbgesperrt zu sein, ich habe mich mal kurz ausgeloggt, da konnte ich auch nur den Quelltext betrachten. --Griensteidl 21:28, 3. Apr 2006 (CEST)
                                      Der Artikel wurde nach einem beginnenden Editwar am 15.3. halbgesperrt. --Karl Gruber 13:35, 4. Apr 2006 (CEST)

                                      Monarchie > Republik

                                      Zitat: „Die Jahre 1918 bis 1920 sind in verfassungsrechtlicher Hinsicht eine bedeutende Zäsur: Die konstitutionelle Monarchie Österreich-Ungarn wird zur Republik "Österreich".”

                                      Dieser Satz ist ja wohl vollkommener Blödsinn!

                                      Zweite Republik Österreich

                                      So sollte eigentlich die Überschrift zu diesem Artikel lauten! Außerdem muß das Epochenbild textlich geändert werden: ”Teil des Kaisertums Österreich” und ”Teil von Österreich-Ungarn” und danach kommt die Republik. 18:18, 12.April 2006

                                      einzelne Epochen

                                      Im Schaubild steht: Kaisertum Österr., Österr.-Ungarn, Rep. Deutschösterr.,Rep. Österr., Bundesstaat Österr. und „Teil des Deutschen Reiches”, Rep. Österr., ....

                                      Richtig wäre aber doch: ”Teil des Kaisertums Österreich” und ”Teil von Österreich-Ungarn” ... zu schreiben, oder!? 80.143.211.111 22:20, 13. Apr 2006 (CEST)

                                      Erste Republik

                                      Ein schwerer Fehler: "Im Burgenland, in Schattendorf wurden bei einem Heimwehraufmarsch Mitglieder des Schutzbundes erschossen." Wie z.b. unter dem Stichwort Schattendorf richtig nachzulesen ist, waren die beiden Toten keine Schutzbündler, sondern ein Kind und ein Kriegsinvalide.

                                      Außerdem ist der Satz "Gegner dieser beiden waren wiederum die österreichischen Nationalsozialisten, die die Vereinigung der „Ostmark“ mit dem „Reich“ anstrebten und vor allem außerhalb Wiens (etwa in der Steiermark) eine große Anhängerschaft hatten." nicht gerade historisch einwandfrei. Erstens haben die Nationalsozialisten vor 1938 eher selten von der "Ostmark" gesprochen. Es war dies zwar eine alte Wortschöpfung, sie wurde jedoch erst nach 1938 inflationär (dogmatisch) von den Nazis angewandt. Zweitens war der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich nicht gerade die charakteristische Forderung der öst. Nationalsozialisten. Der Anschluss wurde auch von weiten Teilen der Sozialdemokraten, von der Großdeutschen Volkspartei und von kleinen Teilen der Christlichsozialen gefordert.

                                      Den Satz zu Schattendorf habe ich jetzt korrigiert/präzisiert.
                                      Die nochmalige Erwähnung der Anschlussbestrebungen habe ich herausgenommen (wird schon zu Beginn des Absatzes erwähnt). Die Haltung dazu änderte sich bei den verschiedenen polit. Gruppierungen immer wieder (Monarchisten waren erst dagegen, späte zT dafür; Sozialdemokraten waren erst dafür, nach Hitlers Machtergreifung dagegen; CS wollten erst zT die Restauration der Monarchie und zT die Republik, waren teilweise für den Anschluss und sahen später Österreich als den "zweiten und besseren deutschen Staat"; NS und Großdeutsche waren immer dafür usw.) und würde eigentlich einen ganzen Absatz füllen, wird aber bereits in den Artikeln Deutschösterreich und Anschluss (Österreich) genauer behandelt.
                                      Sollte das dennoch auch hier genauer beschrieben werden? Wäre nicht uninteressant, anderseits aber dann schon zumindest dreifach redundant in verschiedenen Artikeln vorhanden. --Tsui

                                      Das Prozedere des Anschlusses wird hier für einen Übersichtsartikel schon überproportional behandelt. Die Haltung der Parteien könnte kurz angerissen werden. In meinen Augen wichtiger: Der NS-Teil sollte m.E. neu und erweitert geschrieben werden. (Wink mit Zaunpfahl @Tsui) .) Der ausgezeichnete Hauptartikel ersetzt eine gute Zusammenfassung im Überblicksartikel nicht wirklich. Griensteidl 14:11, 14. Apr 2006 (CEST)

                                      Auswanderung

                                      Was ich auch interessant finden würde, wären Infos zur Auswanderung - und wann schon, dann schon auch gleich noch die Zuwanderung, die sicher nicht minder interessant ist. ZB. die Auswanderung in die USA, das mit den Handwerkern und Bauern nach Siebenbürgen - oder warens doch nur Religionsflüchtlinge... Wär jedenfalls mal was :) SG -- Otto Normalverbraucher 22:02, 17. Apr 2006 (CEST)

                                      Haltung zum Anschluss in der Ersten Republik

                                      Im Artikel steht, dass Kommunisten und Monarchisten gegen den Anschluss waren. Trifft das auf die KPÖ wirklich zu? Ich bin mir da nicht sicher, schließlich entwickelte Klahr seine Theorie von der österreichischen Nation erst in den Dreißigerjahren. Außerdem kommt mir diese Haltung auch vor dem Hintergrund, dass die KPD im Reich eine Massenpartei war ziemlich komisch vor. Der Anschluss wäre deswegen ja gerade für die österreichischen Kommunisten eine gute Sache gewesen, da sie daheim ziemlich im Schatten der SPÖ standen. Wie gesagt, ich bin ein wenig verwundert über diesen Satz, habe mich aber auch bisher nicht mit der Haltung der KPÖ zu dieser Frage vor der Machtergreifung Hitlers im Deutschen Reich beschäftigt. Weiß hier vielleicht jemand mehr? --84.141.123.33 11:44, 2. Mai 2006 (CEST)

                                      Der Satz im Artikel stammt von mir. Zwar bin ich mit der Geschichte der KPÖ nicht im Detail vertraut, dass sie aber keine Unterstützer der Anschlussidee waren hatte ich u.a. folgenden Quellen entnommen:
                                      • Winfried R. Ganscha: Der Weg zum „Anschluss“ in: Siegwald Ganglmair, Oskar Achs, DÖW (Hg.): Wien 1938, Verlag Jugend & Volk, Wien 1988, ISBN 3215070227
                                        Seite 25: Doch auch in Österreich war der Anschluß an Deutschland in den zwanziger Jahren eine programmatische Forderung fast aller politischen Kräfte. Organisationen wie der Österreichisch-Deutsche Volksbund oder die Österreichisch-Deutsche Arbeitsgemeinschaft wurden nicht nur vom deutschen Auswärtigen Amt, sondern auch von allen österreichischen Parteien mit Ausnahme der Monarchisten und Kommunisten unterstützt.
                                      • Manfred Scheuch: Österreich im 20. Jahrhundert, Verlag Christian Brandstätter, Wien-München 2000, ISBN 3854980299
                                        Im Abschnitt 1918 - Geburtskrämpfe der Republik wird beschrieben, wie die KPÖ sich formierte und wie Delegierte versuchten am 12. Nov. 1918 (Proklamation der Republik) ins Parlament vorzudringen um eine Petition zur Schaffung einer österreichischen Räterepublik (vorzubringen.
                                    • Leider sind diese Quellen nicht allzu ausführlich. Irgendwo habe ich auch einmal sinngemäß gelesen, dass die KPÖ sich entschlossen hätte zu versuchen vorerst in Österreich eine Räterepublik aufzubauen und sich erst danach international Verbündete zu suchen; ein Zusammenschluss mit Deutschland erschien da als Hindernis. Leider fällt mir im Moment nicht ein wo ich das gelesen hatte.
                                    • Umgekehrt gab es allerdings noch 1933 das Bekenntnis zum „Anschluß Sowjet-Österreichs an Sowjet-Deutschland“ (Kurt Skalnik: Auf der Suche nach der Identität in: Erika Weinzierl/Kurt Skalnik (Hg.): Österreich 1918-–1938: Geschichte der Ersten Republik. Sytria. Graz 1983) - und eben erst 1937/38 Klahrs Aufsätze zur österreichischen Nation. Ganz eindeutig war die Positionierung also nicht.
                                      Dein Hinweis auf einen Wandel in den Ansichten der KPÖ ist interessant. Ich werde versuchen noch mehr dazu herauszufinden und ggf. den Text im Artikel entsprechend ändern. Grüße, Tsui 19:22, 2. Mai 2006 (CEST)

                                      Ich hab selbst noch ein wenig nachgegoogelt. Auf den Seiten der Alfred-Klahr-Gesellschaft findet sich mehrfach der Hinweis, die KPÖ habe zu dieser und jener Gelegenheit den Anschluss abgelehnt (unter anderem bei der nichtoffiziellen Volksabstimmung in Salzburg), allerdings wird nichts zur jeweiligen Begründung geschrieben. Für das Jahr 1933 habe ich allerdings auch den Hinweis auf das Ziel Anschluss an Sowjetdeutschland gefunden, mit folgender Belegstelle: "Neugebauer: Die nationale Frage im Widerstand, 1978, S.88f. In: Konrad, Sozialdemokratie und Anschluß, 1978." Ich habs allerdings bis jetzt noch nicht überprüft. Ich halte es jedoch auch für möglich, dass die KPÖ ihre Haltung mehrmals änderte, zumal sie ihre Linie an die Vorgaben der Komintern anpassen musste. --84.141.73.98 21:19, 2. Mai 2006 (CEST)

                                      @::„Nach der Zerstückelung des Vielvölkerstaates blieb ein deutsches Restösterreich zurück, das in verschiedenen Volksabstimmungen den Beitritt zum deutschen Reich forderte, daran aber durch die Siegermächte gehindert wurde. ... Besonders der rassistisch gefärbte Pangermanismus des Österreichers Hitler, der in Berlin an die Macht gekommen war, erschütterte die erste österreichische Republik in ihren Grundfesten. Um sich gegen die starken Anschlußbestrebungen in der Bevölkerung zu wehren, erfanden die Austrofaschisten, die seit 1934 Österreich diktatorisch regierten und die sich zeitweilig als "die besseren Deutschen" bezeichneten, die "österreichische Nation".” http://www.suedtirolernachr... 80.143.223.53

                                      Bitte unterschreiben 22:06, 11. Mai 2006 80.143.220.166 (nachgetragen --Karl Gruber 22:43, 11. Mai 2006 (CEST))

                                      ÖSTERREICH IM ERSTEN WELTKRIEG

                                      im artikel steht unter dieser überschrift ein absolut gelogener scheiss. östereich hat ohne die bulgaren serbien eingenommen und die grenze zu italien mehr als nur einmal erfolgreich (gegen eine große übermacht) verteidigt. auch in russland drangen die österreicher sehr weit vor. ALSO BITTE ÄNDERN!!!!!!!! (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 195.3.113.171 (195.3.113.171 • Beiträge) ElRaki ElRaki 19:36, 25. Jul 2006 (CEST))}

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                                      -- DuesenBot 16:31, 18. Aug 2006 (CEST)

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                                      -- DuesenBot 16:28, 22. Aug 2006 (CEST)

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                                      -- DuesenBot 00:40, 27. Sep 2006 (CEST)

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                                      -- DuesenBot 04:14, 1. Okt 2006 (CEST)

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                                      -- DuesenBot 00:14, 14. Okt. 2006 (CEST)

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                                      -- DuesenBot 03:15, 6. Nov. 2006 (CET)

                                      Satz einfügen

                                      Ich schlage vor, den folgenden Satz einzufügen (entnommen aus Südtiroler Nachrichten): „Österreich hatte bereits im Vielvölkerstaat der Habsburger eine starke, damals deutschnationale Rechte, aus der letztlich Hitler und seine Nazis hervorgegangen sind.” 195.145.160.198 13.11.06 14:52

                                      Artikel aus der QS Österreichische Nation

                                      Hallo liebe Oesterreicher! koennte ihr Informationen aus Österreichische Nation irgendwo miteinbauen, wenn benoetigt? Der Artikel ist auf der QS gelistet unter Wikipedia:Qualit%C3%A4tssicherung/19._November_2006#.C3.96sterreichische_Nation, vielleicht koennt ihr mal schaun, ob da was zu machen ist! Gruesse --Lofor 08:04, 20. Nov. 2006 (CET)

                                      Bildwarnung

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                                      -- DuesenBot 23:14, 23. Nov. 2006 (CET)

                                      Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Geschichte Österreichs und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).