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Gewerkschaft

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Der Artikel Gewerkschaft gehört zur Kategorie: Tarifvertragsrecht, Arbeiterbewegung, Gewerkschaft

Eine Gewerkschaft ist ein Interessenverband für Arbeitnehmer, der u.a. Tarifverträge abschließt, bei diesen Tarifkämpfen werden sie oft erst in der Öffentlichkeit wahrgenommen, siehe Müllarbeiterstreik von Ver.di.

Seit Beginn der Arbeiterbewegungen aus denen die Gewerkschaften hervor gingen, setzen sie sich außerdem für eine Verbesserung, im Sinne ihrer Mitglieder, in sozialen und arbeitsrechtlichen Fragen, z.B. Arbeitszeitverkürzung, Mitbestimmung im Betrieb, Arbeitssicherheit etc. ein.

Abhängig von den nationalen Regelungen kann die Mitgliedschaft freiwillig sein oder gesetzlich geregelt verpflichtend.

Die größten Gewerkschaften in Deutschland sind im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammengeschlossen. Dieser vereinte 2001 nahezu 84 % aller deutschen Gewerkschaftsmitglieder als Dachverband als bundesweiter Zusammenschluss von IG Metall, IG Bergbau, Chemie, Energie, Vereinter Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, der Gewerkschaft Transnet, der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie der Gewerkschaft der Polizei.

Neben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Gewerkschaft der Polizei und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft engagiert sich der dbb beamtenbund und tarifunion im Bereich des öffentlichen Dienstes. Mit über 1,25 Millionen Mitgliedern ist der dbb die große deutsche Interessenvertretung für Beamte, Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst. Der private Dienstleistungssektor ist zahlenmäßig stärker in den Gewerkschaften des DGB vertreten. Der dbb versteht sich als konstruktiver Reformpartner von Politik, Verwaltung und Gesellschaft und als tatkräftiger Interessenvertreter seiner Mitglieder.

Der dbb und der DGB sind von der Bundesregierung und den Landesregierungen als Spitzenorganisation der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst anerkannt und haben als solche das Recht in allen Angelegenheiten der Beamten des öffentlichen Dienstes gehört zu werden. Dieses gesetzliche Anhörungsrecht der Spitzenorganisationen ist gesetzlich als Ausgleich zum fehlenden Streikrecht der Beamten im Bund und allen Ländern der BRD festgeschrieben.

Gewerkschaften lassen sich in Berufs- und Fachverbände, Industrieverbände und Betriebsverbände unterteilen. In Berufsverbänden sind Arbeitnehmer nach Berufsgruppen zusammengeschlossen (z.B. Techniker + Schreiner), unabhängig davon, in welchem Wirtschaftszweig sie beschäftigt sind. Berufsverbände nehmen häufig nur eingeschränkte gewerkschaftliche Funktionen wahr. Sie schließen beispielsweise im Regelfall keine Tarifverträge ab.

Interessen

Gewerkschaften versuchen, in Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder, einen möglichst großen Teil der Unternehmensgewinne als Gehalt und Verbesserung der Arbeitsbedingungen an die Belegschaft zu verteilen. Dagegen vertritt die Unternehmensführung die Interessen der Unternehmensinhaber bzw. Aktionäre, die einen möglichst großen Teil der Gewinne (etwa als Dividenden) ausgeschüttet haben wollen, und zwar sofort oder über Investitionen später, wenn sie sich rentiert haben.

Für die sinnvolle Aufteilung der Unternehmensgewinne gibt es keine mathematische Formel - es ist eine Machtfrage.

Gewerkschaften sollen selbstverständlich das Wohl des Betriebes im Auge haben, der etwa ohne genug Geld für Investitionen wirtschaftlich ins Hintertreffen gerät. Sie waren wegen dieser engen Verknüpfung mit den Unternehmensinteressen nie so radikal wie die Arbeiterparteien, die umso mehr gesamtwirtschaftliche Interessen im Auge haben. Manchen erscheinen die Gewerkschaften heute jedoch als radikal, was allerdings im historischen Zusammenhang nicht stimmt.

Gewerkschaftsvertreter sind in den Aufsichtsräten an der Kontrolle der Betriebsleitung beteiligt. Kritiker behaupten, Gewerkschaften würden der Volkswirtschaft schaden, weil sie ausschließlich die Interessen ihrer Mitglieder im Auge haben und nicht die Folgen ihrer Forderungen für die Gesamtwirtschaft, ähnlich wie übrigens viele weitere Interessengruppen, beispielsweise Unternehmensverbände.

Heute wird Gewerkschaften oft vorgeworfen, dass sie zwar die Interessen der Arbeitnehmer, nicht aber die der Arbeitslosen vertreten würden, und Maßnahmen, die angeblich zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führten, hintertreiben würden.

Da Gewerkschaften häufig auf spezielle Sektoren begrenzt sind, kämpfen sie auch dann für den Erhalt ihres Sektors, wenn dieser ökonomisch nicht mehr wettbewerbsfähig ist.

Ökonomische Grundlage

Gewerkschaften weisen oft darauf hin, dass ihre Lohnforderungen für eine Umverteilung mindestens des Produktivitäts-Fortschritts sorgen und so insbesondere die Massenkaufkraft erhalten bleibt. Dieser Effekt wird häufig auch für die lange Frist in Anspruch genommen. Trotz einer zunehmenden Globalisierung behielten Gewerkschaften ihre auf nachfrageorientierten Wachstumsmodellen gestützte Positionen bei.

Insbesondere neoklassisch orientierte Ökonomen fordern ein flexibles Arbeitszeitmodell; Gewerkschaften stehen jedoch häufig für andere Regelungen ein. Kritiker werfen Gewerkschaften vor, dadurch den heimischen Standort zu schwächen. Für die Ökonomen der Gewerkschaften – traditionell eher Anhänger des Keynesianismus – geht die Krise auf dem Arbeitsmarkt v.a. auf die Produktivitätszuwächse zurück, die gesellschaftlich ungleich verteilt sind und der Markt deshalb nicht das erhöhte Produktionspotential aufnehmen kann (Binnennachfrage). Die Gewerkschaften behaupten, nicht die Lohnkosten seien zu hoch, sondern die Löhne seien zu niedrig.

Gegner dieser Auffassung sagen, dass gerade für Unternehmen, die dazu in der Lage sind, flexibel den Standort in Niedriglohnländer zu verlagern, hohe Stundenlöhne jedoch abschreckend seien. Sie führen an, dass etwa in Osteuropa in den letzten Jahren zahlreiche neue Werke von Autobauern entstanden seien und in Deutschland hingegen Arbeitsplätze verloren gegangen seien. In Ländern mit hoher Produktivität und niedrigeren Lohnkosten als in Deutschland, etwa Schweden, blieben Arbeitsplätze hingegen erhalten. Gerade in der Industrie seien von Arbeitsplatzabbau auch zuliefernde Unternehmen und damit weitere Stellen betroffen. Tatsächlich haben sich aber die durchschnittlichen Lohnstückkosten in Schweden in den letzten zehn Jahren um das Vierfache mehr erhöht als in Deutschland. Auch ist die Zahl der in der deutschen Automobilbranche Beschäftigten in Deutschland sogar gestiegen.

In globalisiertem Kontext aufgeführte keynesianische Argumente zu Nachfragestärkung würden nach den Kritikern angeblich damit überlagert, da ohne Arbeit auch keine Nachfrage möglich ist und weil sich Investitionen ungehinderter im globalen Markt bewegen können als Menschen.

Zur Kaufkrafttheorie der Löhne gibt es unterschiedliche Ansichten. Während den Gewerkschaften kritisch gegenüberstehende Ökonomen meinen, dass diese Theorie die Verhältnisse zu sehr vereinfache, berufen sich die Ökonomen der Gewerkschaften häufig gerade auf diese Theorie, während sich ihre Gegner auf die gegenteilige Gewinntheorie berufen, die allerdings ebenfalls die Verhältnisse zu sehr vereinfache.

Ziele

In den letzten Jahren nahm der Druck auf die Gewerkschaften zu. Staaten in Mittel- und Osteuropa sowie in Asien gelang es, ein hohes Bildungs-, Produktivitäts- und Infrastrukturniveau aufzubauen. In Staaten wie China erfolgt der Druck auf Gewerkschaften durch Kriminalisierung der Gründer unabhängiger Gewerkschaften. Weiterhin existiert als Kennzeichen für fehlende Rechtsstaatlichkeit ein Widerspruch zwischen gesetzlichen Regelungen und der Einklagbarkeit von Rechten.

Die Folge der Konkurrenz aus Gebieten mit geringerer Rechtsstaatlichkeit und der Unterdrückung von Gewerkschaften war zum Teil die Abwanderung von Arbeitsplätzen aus Westeuropa. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit und der (umstrittenen) These, Deutschland sei international nicht mehr wettbewerbsfähig, halten die Gewerkschaften an Lohnforderungen fest, die zumindest die Inflation ausgleichen, aber auch teilweise höher sind als das wirtschaftliche Wachstum, wenn in einer Branche besonders hohe Produktivitätszuwächse zu verzeichnen sind.

Trotz des wachsenden Konfliktpotentials hat Deutschland im internationalen Vergleich die wenigsten Streiktage. Streiks sind für Gewerkschaften mit hohen Kosten verbunden und für Arbeitgeber neben kurzfristigen Produktionsausfällen langfristig ein Standortnachteil. So ist es im Sinne beider Parteien, Streiks zu vermeiden. Die meisten Gewerkschaften halten Strategien von Lohnsenkung, um gegen Maschinen zu konkurrieren oder um arbeitsintensive Produktionen zu halten, langfristig für verfehlt, auch wenn sie in Einzelfällen entsprechenden Abmachungen zustimmen. Eine wirtschaftstheoretische Grundlage für solche Lohnsenkungen hierfür gibt es jedoch nicht.

Gewerkschaften zielen bei ihren Aktivitäten auf die Schaffung neuer Massennachfrage, die die Binnenkonjunktur anregen soll. Die Abkoppelung Deutschlands von der anziehenden Weltkonjunktur wird zum Teil auf die schwache Binnennachfrage zurückgeführt. Einige Wirtschaftsexperten kritisieren jedoch, dass dabei der doppelte Nachfrageeffekt von den Gewerkschaften keine Berücksichtigung findet. Nachfrage entstehe auch dann, wenn man es Unternehmen erleichtert, Investitionen zu tätigen. (Jedoch ist die Wirkung der Investition der eines vorweggenommenen zukünftigen Konsums gleich, denn investiert wird nur dort, wo später auch Verkauf, also Konsum erwartet wird. So stimmt die These zwar, aber nur kurzfristig. Denn langfristig ist der Konsum der Zukunft durch die Kredite für die Investitionen in der Vergangenheit bereits gebunden. Somit kann man langfristig sich auf die Betrachtung des Konsums zurückziehen und berechtigterweise den Effekt der doppelten Nachfrage ignorieren.) Allerdings haben die letzten Jahre gezeigt, dass beispielsweise Großunternehmen verstärkt nicht mehr im Inland, sondern auf den Kapitalmärkten oder in Fusionen mit ausländischen Unternehmen investieren. Auch Exportrekorde der deutschen Wirtschaft (die der These mangelnder internationaler Wettbewerbsfähigkeit widersprechen) können die Binnennachfrage nicht ausreichend stützen. Bedeutender ist beim doppelten Nachfrageeffekt jedoch die Nachfrage im Inland. Diese ist naturgemäß hoch, wenn es heimischen Unternehmen gut geht. Denn nicht nur private Haushalte, sondern insbesondere auch heimische Unternehmen konsumieren im Inland, etwa über Zulieferungen. Hohe Löhne oder hohe Abgaben jedoch wirkten diesem Konsum entgegen und verlagerten ihn ins Ausland. Dieser These wird aber mit dem Argument widersprochen, die hohen Löhne an ortsansässige Mitarbeiter würden diesen erst ermöglichen, auch in der Region ihr erarbeitetes Geld auszugeben, sodass sich bei Lohnerhöhungen allenfalls eine Substition von Zahlungen an regionale Zulieferer zu Zahlungen an regionale Mitarbeiter ergebe. Ähnlich sehe es mit Staatsabgaben aus, die auch vom jeweiligen Staat zur Bezahlung seiner Ausgaben in bevorzugt seinem Staatsgebiet verwendet würden.

Wie andere gesellschaftliche Großorganisationen leiden die Gewerkschaften insbesondere seit den 1990er Jahren an Mitgliederschwund. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Häufig genannte sind:

  • Unzufriedenheit mit der Politik der Gewerkschaftsführung
  • gesellschaftliche Tendenzen zur Individualisierung
  • hohe Arbeitslosigkeit
  • mangelnde Erfolge der Gewerkschaften im Kampf um Löhne und gegen Arbeitslosigkeit
  • Auflösung von Großbetrieben und Verlust übergreifender gemeinsamer Arbeitserfahrung und Interessen
  • Zweifel an der Übertragung kurzfristiger Wirtschaftstheorie auf lange Frist

Deutschland

Geschichte

Im Jahr der Märzrevolution 1848 gründeten die Berliner Tabakarbeiter die Association der Cigarrenarbeiter Deutschlands, die schnell in 40 weiteren deutschen Städten Nachahmer fand. Diese Organisationen waren jedoch eher kurzlebig, auch, weil sie nicht zentral organisiert waren. Der Allgemeine Deutsche Cigarrenarbeiter-Verein, gegründet 1865 in Leipzig, war die erste zentral organisierte Gewerkschaft in Deutschland überhaupt. Binnen drei Jahren gewann sie 10.000 Mitglieder unter ihrem Mitgründer und Präsidenten Friedrich Wilhelm Fritzsche. Sie wurde zum Vorbild vieler neu gegründeter Gewerkschaften und ist eine der Vorläuferorganisationen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Gewerkschaften haben sich Mitte des 19. Jahrhunderts, nachdem 1869 im Norddeutschen Bund die damalige Gewerbeordnung die Gewerbe- und Koalitionsfreiheit einführte, als Vertragspartner von Unternehmerverbänden während der Industriellen Revolution entwickelt. Seit der Reichsgründung 1871 galten diese Gewerbeordnung sowie Koalitions- und Gewerbefreiheit im ganzen Deutschen Reich. Sie entstanden in einer Zeit, in der die Arbeiterschaft aufgrund der Landflucht in den rapide wachsenden Städten zunächst um ihr Existenzminimum ringen musste und die Unternehmer oft auch noch feudalistische Privilegien besaßen. Es ging zunächst nicht darum, die Unterlegenheit der Arbeitnehmer beim Aushandeln von Arbeitsbedingungen auszugleichen, sondern man musste Gewerkschaften seit je her als Arbeiter-Kartell verstehen, welches lediglich daran interessiert war, die jeweilige Lage ihrer Mitglieder zu verbessern. Dazu schlossen sie sich zusammen und führten Arbeitskämpfe gegen die Unternehmer (z.B. der Bauarbeiterstreik 1925). Bevorzugtes Mittel des Arbeitskampfes war und ist der Streik. In der Entstehungszeit der Gewerkschaften war daneben der Boykott (keiner sollte dort Arbeit aufnehmen, keiner die Produkte kaufen) besonders gewerkschaftsfeindlicher Arbeitgeber ein wirksames Kampfmittel.
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Entwicklung der Richtungsgewerkschaften in Deutschland 1887-1914
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Über das Ziel eines reinen Ausgleiches der Bedingungen wurde aus politischen Gründen etliche Male hinausgeschossen, genauso wie es gang und gäbe war, Gewerkschaften bzw. deren Vorformen zeitweise immer wieder zu verbieten oder gesetzlich zu behindern. Heute sind in Deutschland Gewerkschaften ihrerseits als Interessengruppen gesetzlich privilegiert.

Vor 1933 war die deutsche Gewerkschaftslandschaft entlang parteipolitischer Linien gespalten und größtenteils nach Berufen bzw. Berufsgruppen, also nicht nach dem Prinzip "ein Betrieb - eine Gewerkschaft", organisiert. Der ADGB und der AFA-Bund als größte Gewerkschaftsorganisationen standen der SPD, die Christlichen Gewerkschaften der christlichen Zentrumspartei, die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO) der kommunistischen KPD, die Hirsch-Duncker'schen Gewerkvereine der liberalen DDP und der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband (DHV) der deutsch-nationalen Volkspartei DNVP bzw. in der Endphase der Weimarer Republik sogar der NSDAP nahe.

1920 wehrte der größte Teil der Gewerkschaftsbewegung mit einem gemeinsamen Generalstreik den Kapp-Putsch ab. 1933 dagegen zögerten die Gewerkschaften zunächst mit Maßnahmen gegen die aufziehende Hitler-Diktatur. Dennoch wurden viele Gewerkschaftsführer unmittelbar nach der Machtergreifung der Nazis verhaftet und in die ersten Konzentrationslager gesperrt. Gewerkschaftshäuser wurden in vielen Orten von der SA besetzt. Daraufhin versuchten einige andere Mitglieder der Gewerkschaftsführungen zunächst, sich u.a. durch Aufrufe zu dem von den Nazis am 1. Mai 1933 veranstalteten "Tag der Nationalen Arbeit" mit der neuen Führung zu arrangieren, um ihr persönliches Überleben bzw. das Überleben ihrer Organisationen zu sichern. Nachdem der 1. Mai 1933 als ,,Tag der nationalen Arbeit" auf dem Tempelhofer Feld wie eine riesige Propaganda- Schau inszeniert worden war, verbot man die Gewerkschaften, die an der Maifeier noch aktiv teilgenommen hatten. Die Gewerkschaften wurden bereits am 2. Mai 1933 von den Nationalsozialisten endgültig zerschlagen. Das Vermögen der Gewerkschaften wurde auf die Nazi-Massenorganisation Deutsche Arbeitsfront (DAF) übertragen und dort zunächst für das "Kraft-durch-Freude"-Programm und später direkt für die Finanzierung kriegswichtiger Produktionsanlagen eingesetzt.

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DGB-Gewerkschaftsjugend in Aktion
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Erst nach dem Sieg der alliierten Mächte über Deutschland wurde unter der Besatzungsmacht ein Wiederaufbau der Gewerkschaften vorangetrieben. Die Alliierten unterstützten dabei in ihren jeweiligen Besatzungszonen höchst unterschiedliche Konzepte.

Das insbesondere von vielen ehemaligen KZ-Insassen unter den Gewerkschaftsführern und dem ersten DGB-Vorsitzenden Hans Böckler verfolgte Konzept, alle Arbeiter und Angestellte in einer parteipolitisch nicht gebundenen Einheitsgewerkschaft zu vereinigen, die nach dem Industriegewerkschaftsprinzip in Branchenorganisationen unter einen starken Dachverband zusammengefasst werden sollten, konnte nicht vollständig umgesetzt werden. Zum einen gab es erfolgreichen Widerstand in den Branchengewerkschaften, vor allem der IG Metall, gegen einen starken Dachverband, zum anderen bildeten sich trotz aller Einheitsaufrufe berufständisch orientierte Organisationen wie der Beamtenbund neben dem 1949 gegründeten DGB neu. Ein Teil der angestellten Mitglieder im DGB spaltete sich später als DAG ab, die bis zur Gründung von Ver.di nicht dem DGB angehörte. In den 50er Jahren versuchten Teile der Adenauer-Regierung und wirtschaftsnahe Kirchenkreise außerdem, die christlich-sozialen Gewerkschafter aus dem von ihr als der SPD zu nahestehend empfundenen DGB abzuspalten. Dieser Versuch lief auch unter den CDU-Anhängern in den Gewerkschaften weitgehend ins Leere, führte aber dennoch zur Gründung des CGB, dem es bis heute jedoch nie gelang, größere Mitgliederzahlen zu erreichen.

In der Bundesrepublik waren die deutschen Gewerkschaften (insbesondere DGB, DAG und Beamtenbund) zu großen Organisationen herangewachsen, die ihre Aufgabe in erster Linie in der Vertretung der in ihnen zusammengeschlossenen Mitglieder bei Tarifverhandlungen und bei der Gesetzgebung sahen.

In der sowjetischen Besatzungszone und Großberlin bildete sich der nach Industriegewerkschaftsprinzip und zunächst ebenfalls nach dem parteiübergreifenden Einheitsgewerkschaftsprinzip organisierte FDGB. Nach Gründung der SED 1947 wurden aber umgehend Säuberungen vorgenommen. Christlich-soziale und weiterhin eigenständig sozialdemokratische Gewerkschaftsfunktionäre wurden abgesetzt und mussten in den Westen fliehen, u. a. der spätere CDU-Politiker Ernst Lemmer. In Westberlin spaltete sich daraufhin diese Richtung unter Mitnahme der meisten einfachen Gewerkschaftsmitglieder als Unabhängige Gewerkschaftsorganisation (UGO) vom FDGB ab und vor allem aus ihr entstand später nach der DGB-Gründung der Landesbezirk des DGB in Westberlin.

Die letzten Reste der vor allem an Interessenvertretung der Beschäftigten ausgerichteteten Richtung innerhalb des FDGB wurden nach dem gescheiterten Aufstand am 17. Juni 1953 als "Kapitulanten" oder "Westagenten" ihrer Ämter enthoben. Auch diejenigen, die nach Meinung der SED nicht entschieden genug gegen den Arbeiteraufstand aufgetreten waren, u. a. der Vorsitzende der IG Bau-Holz Franz Jahn und fast alle seine Vorstandskollegen, wurden durch den FDGB ihrer Ämter enthoben. Die Säuberungen reichten bis in die Betriebsebene hinein. Der FDGB wurde damit endgültig zu einer parteigesteuerten DDR-Massenorganisation ohne innere Demokratie. Aus dieser Rolle konnte er auch 1989 nicht ausbrechen. Die Gewerkschaften als Organisationen standen keineswegs an der Spitze der Demokratiebewegung, sondern wurden von ihr ebenso wie der restliche Partei- und Staatsapparat einfach überrollt. Die schließlich von unten in den Branchenorganisationen erzwungenen Neuwahlen brachten dort zwar neue Kräfte nach vorne, der bisherige FDGB aber wurde von ihnen als letztlich nicht mehr reformierbar angesehen und nach einer Zwischenetappe durch eine Austrittswelle der Mitgliedsgewerkschaften um den Jahreswechsel 1989/1990 einfach aufgelöst. Die teilweise erneuerten Führungen der DDR-Branchengewerkschaften nahmen unverzüglich Kontakt zu den entsprechenden Branchengewerkschaften in der Bundesrepublik auf, um eine Vereinigung unter weitgehendem Fortbestand ihrer Strukturen zu erreichen. Nach einer Phase der mehr oder weniger engen Kooperation entschieden sich aber die DGB-Gewerkschaften im Einverständnis mit vielen Gewerkschaftsmitgliedern der DDR-Gewerkschaften und letztlich auch den meisten Basisfunktionären in Ostdeutschland für eine einfache Ausdehnung der westdeutschen Gewerkschaften und des DGB nach Ostdeutschland durch Aufbau neuer örtlicher bzw. regionaler DGB- und Gewerkschaftsstrukturen.

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Gewerkschaften demonstrieren gegen Sparpolitik in NRW (23. März 2006
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Die deutsche Vereinigung bescherte den westdeutschen Gewerkschaften zunächst mehrere Millionen neuer Mitglieder, von denen aber nach dem Zusammenbruch der ostdeutschen Industrie viele wieder ausschieden. Die Scheinblüte und die stark gewachsenen Aufgaben durch die Aufnahme mehrerer Millionen Neumitglieder im Osten führte bei allen DGB-Gewerkschaften zu einer deutlichen Personalverstärkung, die in der Folge nach dem Wegbrechen der Mitgliederzahlen viele der damals noch 16 DGB-Gewerkschaften mit zu Fusionen mit größeren Branchenorganisationen zwang, bei der nur noch 8 Branchengewerkschaften im DGB übrig blieben: GEW, GdP, IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), IG BCE, IG Metall, NGG, TRANSNET und Ver.di (die bei ihrer Gründung auch die DAG wieder mit in den DGB einbeziehen konnte).

In der letzten Zeit müssen die deutschen Gewerkschaften mit hohen Mitgliederverlusten leben. Nur noch ca. 25 % der Arbeitnehmer sind in den DGB-Gewerkschaften gewerkschaftlich organisiert.

Rechtsstatus

Gewerkschaften stehen als sozialpolitische Koalitionen unter dem besonderen Schutz der grundgesetzlich (Artikel 9 Abs. 3 GG) gewährleisteten Unabdingbarkeit des Rechtes auf die Bildung von Vereinigungen zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen, darum sind Abreden zur Einschränkung oder Behinderung dieses Rechtes nichtig und rechtswidrig.

Manche Gewerkschaften organisieren sich jedoch als eingetragener Verein und sind deshalb juristische Personen des Privatrechts. Dies gilt z. B. für die vor einigen Jahren aus verschiedenen Gewerkschaften neu gegründete Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Sofern sie keine eingetragenen Vereine sind, werden sie aber dennoch als "rechtsfähige" Personenvereinigung behandelt, was eine rechtliche Besonderheit ist. Sie ähneln darin besonders den deutschen Parteien.

Es gibt auch Gewerkschaften, deren Status umstritten ist. So hat die IG Metall ein "Beschlussverfahren" gegen die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) eingeleitet mit dem Ziel, das Arbeitsgericht solle beschließen, dass die CGM keine Gewerkschaft im arbeitsrechtlichen Sinne sei. Die IG Metall verweist darin u.a. auf das Mächtigkeitsprinzip (Mächtigkeitsprinzip bedeutet, dass eine Gewerkschaft in der Lage sein muss, die Interessen ihrer Mitglieder mit Arbeitskampfmitteln - z. B. Streik - durchzusetzen) und spricht der CGM die Gewerkschaftseigenschaft ab. Die CGM wiederum wirft der IG Metall vor, lediglich eine lästige Konkurrenz beseitigen zu wollen. Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hat in seiner jüngsten Entscheidung einen Beschluss des AG Stuttgart aufgehoben und der CGM die Gewerkschaftseigenschaft bestätigt. (AZ 4 TaBV 1 /04 vom 1. Oktober 2004) Das Bundesarbeitsgericht hat in seiner Entscheidung vom 28. März 2006 der CGM letztinstanzlich die Tariffähigkeit und damit die Gewerkschaftseigenschaft bestätigt.

Das Hessische Landesarbeitsgericht hat am 1. August 2005 (16 Sa 9/06) das Urteil gefällt, dass die Christliche Gewerkschaft Deutschlands (CGD) keine Gewerkschaft im arbeitsrechtlichen Sinne ist und damit nicht tariffähig ist.

Finanzierung

Gewerkschaften finanzieren sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge. Meist beträgt der Beitrag 1 % des Bruttoverdienstes, daher der frühere Slogan: "Ein Pfennig von jeder Mark - dieser Beitrag macht uns stark".

Die Tantiemen, die gewerkschaftliche Mitglieder der im DGB zusammengeschlossenen Gewerkschaften in Aufsichtsräten erhalten, wenn sie von diesen Gewerkschaften in die Aufsichtsräte entsandt sind, sollen, bis auf eine Kosten-/Aufwandserstattung, der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gespendet werden.

Die korrekte Abführung diese Aufsichtsrats-Bezüge wird einmal jährlich veröffentlicht (bei der IG Metall z.B. in der Mitgliederzeitschrift "METALL"). Nicht korrekt abgeführte Aufsichtsratsbezüge werden öffentlich gerügt.

So haben die Mitglieder die Möglichkeit diese Kandidaten bei der nächsten Aufstellung zur Wahl in den Aufsichtsrat hierzu zu befragen.

Bei den anderen Gewerkschaften in Deutschland sorgen die jeweiligen Revisoren und Vertrauensleute für Ordnung.

Schweiz

In der Schweiz ist heute gut jeder vierte Beschäftigte in einer Gewerkschaft oder einem gewerkschaftsähnlichen Verband organisiert. Im westeuropäischen Vergleich ist dies eher wenig.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB ist die größte Arbeitnehmerorganisation der Schweiz. In ihm sind 16 Einzelgewerkschaften zusammengeschlossen, die insgesamt rund 380'000 Mitglieder vertreten. Die Schweizer Gewerkschaften waren von Anfang an um die Schaffung eigener Selbsthilfe- und Sozialeinrichtungen bemüht: Zunächst Arbeitslosen- und Krankenkassen, Alters- und Unterstützungskassen, später Schulungs- und Ferieneinrichtungen usw. Seit jeher gewährten die Gewerkschaften ihren Mitgliedern auch Rechtsschutz.

Mit dem Zusammenschluss der Gewerkschaften GBI, SMUV, VHTL, unia und actions zur Unia ist im Herbst 2004 die größte Gewerkschaft der Schweiz mit rund 200'000 Mitgliedern und fast 100 Sekretariaten entstanden. Die Anstellungsbedingungen von gegen einer Million Menschen sind in Gesamtarbeitsverträgen geregelt, die von der Unia ausgehandelt werden.

2002 wurde in Bern unter dem Namen Travail.Suisse eine neue Dachorganisation der Arbeitnehmenden gegründet. Urheber dieser Gründung waren die Verbände und Gewerkschaften, die vorher dem Christlichnationalen Gewerkschaftsbund der Schweiz (CNG) und der Vereinigung schweizerischer Angestelltenverbände (VSA) angeschlossen waren. Das waren von seiten des CNG die Gewerkschaft SYNA, die Christliche Gewerkschaft Service public und Dienstleistungen Schweiz transfair, die Syndicats chrétiens interprofessionnels du Valais SCIV, die Organizzazione cristiano-sociale ticinese OCST sowie der Verband der Ungarischen Christlichen Arbeitnehmer/innen der Schweiz VUCAS. Von seiten der VSA gehörten die Angestellten Schweiz, die Hotel & Gastro Union sowie der Schweizerische Verband angestellter Drogisten DROGA HELVETICA dazu. Nach der Gründung sind auch der Schweizerische Verband der Fachhochschuldozierenden (FH-CH) und die Association des assitants en Information Documentaire AAID zu Travail.Suisse gestossen. Diese zehn Verbände vertreten rund 170'000 Mitglieder.

Travail.Suisse ist eine Dachorganisation. Sie vertritt die Interessen der ihr angeschlossenen autonomen Arbeitnehmer/innenverbände und deren Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Travail.Suisse orientiert sich an den Werten der christlichen Sozialethik, den Regeln der Sozialpartnerschaft und der demokratischen Grundordnung. Travail.Suisse positioniert sich bewusst als eine parteipolitisch und konfessionell unabhängige Organisation.

Belgien

In Belgien gibt es verschiedene Gewerkschaftsrichtungen, unter anderem Freie Gewerkschaften. Der mitgliederstärkste Gewerkschaftsbund in Belgien die Confédération des syndicats chrétiens (CSC) ist christlich-sozial orientiert. Die Confédération Générale des Syndicats Libéraux de Belgique (CGSLB) ist ein unabhängiger Gewerkschaftsbund. In Belgien existiert außerdem ein sozial-liberal orientierter Gewerkschaftsbund, nämlich die Fédération générale du travail de belgique (FGTB), der zweitgrößte Gewerkschaftsbund insgesamt. Belgien hat mit ca. 80 % der Beschäftigten einen der höchsten gewerkschaftlichen Organisationsgrade in Europa.

Spanien

In Spanien gibt es verschiedene Gewerkschaftsbünde. Zu den größten gehören,,Comisiones Obreras", Confederación General del Trabajo und,,Union Sindical Obrera". Regionale Organisationen sind die Confederación Intersindical Galego in Galicien, die baskische demokratische ELA-STV und die baskische nationalistische Langile Abertzalen Batzordeak. Des Weiteren ist die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft Confederación Nacional del Trabajo (CNT) eine einflussreiche Gewerkschaft, v. a. im katalanischen Raum um Barcelona.

USA

Die US-Gewerkschaften entstanden nicht wie die europäischen Gewerkschaften aus klassenkämpferischen Motiven, sondern waren überwiegend eine Schutzgemeinschaft gegenüber den Einwanderern und den Nichtorganisierten. Die US-Gewerkschaften des späten 19. Jahrhundert verstanden sich als Gegenentwurf zu den Unternehmenskartellen gewissermaßen als "Lohnkartelle", die im kapitalistischen System die Rolle des Anbieters von Arbeitskraft einnahmen und diese im Interesse ihrer Mitglieder möglichst teuer verkaufen wollten. In der Anfangszeit wurden US-Arbeitgeber oft erpresst und mit Gewalt gezwungen, nur Gewerkschaftsmitglieder einzustellen. Umgekehrt war die Mitgliedschaft in einer US-Gewerkschaft üblicherweise an hohe Eintrittsgebühren oder Abgabe eines Großteils des Lohnes sowie Aufnahmeprüfungen gebunden.

Die erste US-Gewerkschaft wurde am 20. August 1866 in Baltimore gegründet. Es war die National Labor Union. Ihr wichtigstes Ziel war die Einführung des Acht-Stunden-Tags.

1886 schlossen sich viele Einzelgewerkschaften zum Dachverband AFL zusammen, der rund die Hälfte der amerikanischen Arbeiter vertrat. Nach außen setzte der Verband auf die Abriegelung vor allem gegenüber der wegen der Fließbandproduktion wachsenden Schicht der ungelernten Arbeiter gegenüber. 1938 spalteten sich zehn Gewerkschaften von der AFL ab und gründeten den neuen Dachverband CIO, der sich gezielt Ungelernten öffnete. Beide Verbände standen sich in den folgenden Jahrzehnten verfeindet gegenüber. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die Gewerkschaften unter Druck durch die republikanische Mehrheit im US-Parlament und den Präsidenten Eisenhower. Deshalb schlossen sich beide Verbände 1955 zusammen. Seitdem nimmt die Mitgliederschaft kontinuierlich ab. 1955 waren 34 Prozent der Arbeiter in den USA in dem neuen Dachverband organisiert. 2005 waren es nur noch 12 Prozent.

Seit dem späten 20. Jahrhundert wandeln sich die US-Gewerkschaften programmatisch immer mehr zu einer ganzheitlichen Vertretung aller Arbeitnehmer.

Siehe auch

Literatur

  • Hälker, Juri/Vellay, Claudius (Hrsg.): Union Renewal. Gewerkschaften in Erneuerung. Texte aus der internationalen Gewerkschaftsforschung. Edition der Hans-Böckler-Stiftung 2006, ISBN 3865930581
  • Dirk Baecker (Hrsg.): Gewerkschaften, ISBN 3936096147
  • Paul Blyton, Peter Turnbull: The Dynamics of Employee Relations. Management, Work and Organisations, 2004, ISBN 033394836X; Entwicklung und Zukunft der Gewerkschaften
  • Gary N. Chaison: Unions in America, 2005, ISBN 0761930345
  • Klaus Dörre, Bernd Röttger: Die erschöpfte Region. Politik und Gewerkschaften in Regionalisierungsprozessen, 2005, ISBN 3896915606
  • Tony Dundon, Derek Rollinson: Employment Relations in Non-Union Firms, 2004, ISBN 0415312469/
  • Linda Ewing: Ethical practise in a Lobor Union, in: John W. Budd: The Ethics of Human Resources and Industrial Relations, 2005, ISBN 0913447900
  • FU Berlin: Gewerkschaftshandbuch [LINK], 1997
  • Jochen Gollbach: Europäisierung der Gewerkschaften, 2005, ISBN 389965126X
  • Juri Hälker: Betriebsräte in Rollenkonflikten. Betriebspolitisches Denken zwischen Co-Management und Gegenmacht., 2004, Rainer Hampp Verlag, ISBN 3-87988-800-0, OnlineText im Internet.
  • Geraldine Healy (Hrsg.), Edmund Heery (Hrsg.): The Future of Worker Representation (Future of Work), 2004, ISBN 1403917590
  • Walther Müller-Jentsch: Soziologie der Industriellen Beziehungen. Eine Einführung, 1997, Frankfurt/Main:Campus
  • Oskar Negt: Wozu noch Gewerkschaften? Eine Streitschrift. Göttingen, 2005.
  • Philip Yale Nicholson: Die Geschichte der Arbeiterbewegung in den USA, 2006, vorwaerts buch, ISBN 3-86602-680-2
  • Schroeder, Wolfgang / Weßels, Bernhard (Hrsg.): Die Gewerkschaften in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch. Opladen, 2003. ISBN 3-531-13587-2
  • Harald Weiss: US-Gewerkschaften verlieren an Einfluss in: VDI-Nachrichten vom 17. Juni 2005, Seite 4, u. a. über die Geschichte der US-Gewerkschaften.

Weblinks

Aktuelle Diskussion

Allgemein


Diskussion der Autoren über den Artikel: Gewerkschaft


Habe das einmal zu redigieren begonnen - ist das willkommen? Erna, 9.2.2006 erna müffelt

Asymetrie zw. Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Dieser Absatz ist eindeutig falsch! Je größer die Qualifikation des AN, desto Stärker die Position gegen AG. Das dringend überarbeitet werden!

Rechtsstatus

Lieber christlicher Vertreter eines Interessenverbandes, warum löscht du immer diesen Absatz? Stelle dich doch Mal der Diskussion!--Ot 08:41, 31. Mai 2004 (CEST)

Siehe unten!! LP

Immer wieder versuchen sich Interessenverbände als Gewerkschaften auszugeben, ohne dass diese die Anforderungen an eine Gewerkschaft erfüllen. Zu diesen Interessenverbänden zählt beispielsweise die Christliche Gewerkschaft Metall, der per Gerichtsbeschluss der Status einer Gewerkschaft aberkannt wurde. (nicht rechtskräftig)

Hier die Quelle, das die CGM keine Gewrkschaft ist.
IG-Metall: Metall-Pressedienste 2003 Nr. 107/2003

12. September 2003 - Rechtsstreit IG Metall contra Christliche Gewerkschaft Metall Peters: Billig-Tarifverträge nicht mehr möglich

Frankfurt/Main - Als „eindeutigen Gewinn für die Arbeitnehmer“ hat die IG Metall die Entscheidung des Stuttgarter Arbeitsgerichts im Rechtsstreit IG Metall gegen Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) begrüßt. Nach IG Metall-Angaben hat das Arbeitsgericht Stuttgart am Freitag der CGM den Gewerkschaftsstatus abgesprochen (Aktenzeichen 15 BV 250/96). Die IG Metall hatte in einem über sechs Jahre langen Rechtsstreit prüfen lassen, ob die CGM „mächtig“ ist, Tarifverhandlungen zu führen, einen Tarifvertrag abzuschließen oder im Streik ihre Forderungen durchzusetzen. Quelle:[LINK]--Ot 08:03, 6. Jun 2004 (CEST) ACHTUNG :Mit Datrum vom 1-10-04 wurde die Entscheidung des AG Stuttgart durch das LAG badenWürttemberg aufgehoben!!!

Die Entscheidung ist und wird nicht rechtskräftig werden, bis alle Instanzen durchschritten sind, die sich bieten. Es hat und wird immer wieder Urteile geben, wo sich auch Richter irren. Und dieser Beschluss wurde in der mündlichen Begründung des Beschlußverfahrens bereits vom Richter selbst in Zweifel gezogen. Der Grundsatz der Gerichtsbarkeit "Im Zweifel für den Angeklagten" wurde bei diesem Beschluß nicht beachtet. Wie weit ist es mit unserer Demokratie, wenn hohe Funktionäre einer der angeblich mächtigsten Gewerkschaften der Welt wider besserem Wissen Spielregeln in einem Rechtsstaat außer Kraft setzen wollen.

Was ist denn überhaupt eine Gewerkschaft???

"Gewerkschaften sind demokratische Vereinigungen" - immer? Was ist mit dem FdGB in der DDR?

Soweit ich weiß, sind Gewerkschaften historisch bedingt fast immer nicht eingetragene Vereine (weil es damals nicht "gut" war in der Gewerkschaft zu sein bzw. sogar verboten und die Verantwortlichen nicht im Vereinsregister stehen wollten). Wurde das Vereinsregister nicht sogar deswegen geschaffen?

In der Tat sind viele keine e.V., aber einige sind e.V. Im Artikel steht aber wohl nichts Gegenteiliges, oder? Martin W. Richter 21:42, 4. Nov 2003 (CET)

Nicht alles was sich "Gewerkschaft" nennt ist den deutschen Rechtsnormen nach auch tatsächlich eine Gewerkschaft, steht unter dem Schutz des Grundgesetzes und hat ein Recht auf Abschluss von Tarifverträge. Dies dürfen nämlich nur "tatsächliche Gewerkschaften"! Und da spielt es keine Rolle, ob da am Ende des Namens e.V. steht oder Gewerkschaft. Manchmal muss dieses den gelben Gewerkschaften per Gerichtsurteil in den Stammbaum geschrieben werden !!! Alles Klar??? Aquarius-BRE 23:49, 29. Mär 2004 (CEST).

...........oh Mann, das ist doch Polemik pur! Also merke: 1. Die CGM ist Gewerkschaft! 2. Das AG-Stuttgart hat der CGM in erster Instanz die Gewerkschaftsfähigkeit abgesprochen. Beschwerde ist eingelegt. Bis zum Abschluss des Verfahrens bleibt die CGM Gewerkschaft! 3. Dies ist das einzige Verfahren gegen die CGM,- also nichts mit "mehrfach abgesprochen!" Empfehle dringend Lektüre des Aufsatz von Prof. Dr. Rieble über den Beschluss des AG Stuttgart, notfalls schicke ich Dir diesen per eMail! Aber AQUARIUS hasst die Konkurrenz und liebt das (DGB) Monopol. Nach dem Motto: Jeder soll sich seine eigenen gedanken machen, Hauptsache er denkt das selbe wie wir! LP

Ganz ruhig... Aber das problem mit echten und falschen gewerkschaften besteht in vielen bereichen. es gibt z.B. ein verein der sich in letzter zeit versucht über berichte in "Report München" und anderen TV sendungen als gewerkschaft auszugeben. er ist aber keine im gesetzlichen sinn sondern höchstens eine interessengemeinschaft, aber selbst mit dieser aussage wäre ich vorsichtig. - AssetBurned 00:21, 30. Mär 2004 (CEST)

ACHTUNG

Mit Datum vom 1.10.04 hat das LAG Baden-Württemberg den Beschluss des AG Stuttgart aufgehoben!!!!!!! Bitte um Aktualisierung und Beseitigung aler diskriminierenden Formulierungen gegen die CGM! LP 1.10.04
Hi Lp! Schön mal was Neues von dir zu lesen - hat du eine Internetquelle-link?--Ot 19:11, 1. Okt 2004 (CEST)
Hallo OT, Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Beschluss vom 01.10.04 - 4 TaBV 1 /04, siehe dazu auch einige Pressestimmen über CGM-Homepage. Ich bitte um Entfernung oder Aktualisierung des entsprechendes Satzes bei Christliche Gewerkschaft Metall unter "Liste von Gewerkschaften" Leider kann dieser Text durch mich nicht aufgerufen werden. Danke!!! LP - 03.10.04

Also nochmal eine Quelle:

IG-Metall-Pressedienste 2004 Nr. 49/2004

07. Mai 2004 - CGD keine Gewerkschaft - IG Metall fordert Handwerk zu Tarifverhandlungen auf

Frankfurt/Main - Die IG Metall hat die Fachverbände des Handwerks und der Innungen aufgefordert, mit der IG Metall verbindliche und rechtssichere Tarifverträge abzuschließen. Nachdem die sogenannte Christliche Gewerkschaft Deutschlands (CGD) ihre Beschwerde im März gegen den Beschluss des Arbeitsgerichts Gera zurückgezogen habe, sei rechtskräftig festgestellt, dass die CGD keine Gewerkschaft ist. „Damit ist der Weg für seriöse Tarifverträge frei“, sagte IG Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Rhode am Freitag in Frankfurt.

Aufgrund der geringen Mitgliederzahl fehle der CGD die erforderliche Durchsetzungsfähigkeit, hatte das Arbeitsgericht bereits im Jahr 2002 (2 BV 3/2000) entschieden. Und bei den von der CGD abgeschlossenen Verträgen vor allem im Tischlerhandwerk lägen Anhaltspunkte vor, dass es sich um Gefälligkeitstarifverträge handele, argumentierte das Gericht. Die IG Metall als allein zuständige Gewerkschaft wolle nun möglichst schnell für die Beschäftigten im holz- und kunststoffverarbeitenden Handwerk verbindliche und rechtssichere Tarifverträge abschließen. „Die Beschäftigten im Handwerk müssen nun endlich in der Tarifbindung zur Ruhe kommen und sich auf Tarifverträge verlassen können“, sagte Rhode.

An die Adresse der Arbeitgeber gerichtet forderte Rhode: „Die Innungen müssen begreifen, dass die anstehenden Probleme des Strukturwandels im Handwerk nur im Dialog mit der IG Metall gelöst werden können“. Die Rechtsunsicherheit müsse im Interesse der Beschäftigten und der Handwerksbetriebe ein Ende haben. Billig- und Gefälligkeitstarifverträge, wie sie die CGD reihenweise abgeschlossen habe, werde es mit der IG Metall nicht geben, betonte Rhode. [LINK] Hervohebung durch--Ot 13:12, 6. Jun 2004 (CEST)

Der obige Vorgang hat nichts mit dem Verfahren der IGM gegen die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) zu tun! Es bleibt dabei: Die Christliche Gewerkschaft Metall ist Gewerkschaft!

Bereits im Jahr 1972 hat das Arbeitsgericht Stuttgart auf en von der IGM angestrengtem Verfahren rechtskräftig festgestellt: "Die Christliche Gewerkschaft metall ist eine Gewerkschaft" Seit dieser zeit hat die IGM ununterbrochen über mehrere Verfahren versucht, der CGM die Gewerkschaftseigenschaft absprechen zu lassen, ohne Erfolg! Endlich gelungen ist ihr die nun beim AG-Stuttgart, dessen Richter K.A. selbst zugab, er sei mit diesem Verfahren überfordert. Der beschluss ist nicht rechtskräftig und Tatsache bleibt, dass die CGM alle Instanzen beschreiten wird und dass bis zum Abschluss des Verfahrens die CGM Gewerkschaft bleibt. Darum ist der Text in WIKIPEDIA so nicht haltbar und einer objektiven Darstellung nicht würdig! LP.

Lieber LP, dann gib doch eine Quelle an!--Ot 14:07, 6. Jun 2004 (CEST)

Beschluss des AG Stuttgart vom 4.2.72 unter AZ: 6BV 3/71

Hallo, natürlich hält die IG Metall die CGM für keine Gewerkschaft, natürlich hält sich die CGM für eine Gewerkschaft. Wenn man sich jetzt auf einen neutralen Standpunkt stellt, dann muss meiner Ansicht nach in den Artikel ein Absatz in der Art: Es gibt auch Gewerkschaften, deren Status umstritten ist. So bezeichnet die IG-Metall die CGM als verkappte Interessenvertretung der Arbeitgeber und spricht ihr ab, eine Gewerkschaft zu sein, weil sie zu wenig Mitglieder hat, um ihre Interessen effektiv zu vertreten. Die CGM betont dagegen,dass sie in Kooperation mit den Arbeitgebern die Interessen der Mitglieder ebenfalls effektiv durchsetzt. Zur Zeit wird in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren geprüft, ob die CGM wirklich Gewerkschaften sind.Bei umstrittenen Themen ist es einfach nicht möglich, einer Seite recht zu geben. Es kann nur darum gehen, beide Standpunkte möglichst fair darzustellen. Shug 14:20, 6. Jun 2004 (CEST) Sehr richtig, denn was bisher festgestellt wird ist weder richtig noch fair! LP

Meinetwegen, aber bisher wurde der strittige Absatz ohne Begründung und kommentar gelöscht--Ot 14:36, 6. Jun 2004 (CEST)

na ja, der Satz ist auch entbehrlich und kaum zu heilen! LP

mal ist von CGM, mal von CGD die Rede; mal wird CGM im Singular, mal im Plural verwendet. Seid ihr sicher, dass ihr nicht aneinander vorbeidiskutiert? fragt sich --Fristu W Fristu 17:12, 6. Jun 2004 (CEST)

Das kann schon sein weil verschiedene Leute alles in einen Topf werfen. Also die CGM ist die Christliche Gewerkschaft Metall, gegründet 1899 in Duisburg und die CGD ist die Christliche Gewerkschaft Deutschlands, gegründet nach der Wende 1991 in Gera. LP

Ja was ist jetzt? Kommt dieser falsche Absatz endlich raus aus dem Artikel? LP

Wie gesagt, der Absatz kann in obiger Form (Version shug), geändert werden. Aber nicht gelöscht.--Ot 15:43, 8. Jun 2004 (CEST)

Hallo, ich habe den Absatz nochmals überarbeitet und hoffe, dass dieser nun bleiben kann! 13.6.04 LP

Nein, denn du hast dem Absatz von shug zugestimmt! Bitte ändere ihn zurück. --Ot 07:51, 13. Jun 2004 (CEST) Ps.: Du darfts dich hier ruhig anmelden.--Ot 07:51, 13. Jun 2004 (CEST)

Jetzt mach mal halblang! Ich habe den Artikel inhaltlich überhaupt nicht verändert sondern nur etwas umformuliert bzw. präzisiert und einen offensichtlichen Fehler beseitigt. Ich bin sicher, shug wird mit zustimmen. LP

lp: Es gibt auch Gewerkschaften, deren Status umstritten ist. So bezeichnet die IG Metall die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) als verkappte Interessenvertretung der Arbeitgeber und spricht ihr ab, eine Gewerkschaft zu sein. Die CGM dagegen bekennt sich zum Gewerkschaftspluralismus und betont, dass sie die Interessen der Mitglieder ebenfalls effektiv durchsetzt. Auf Betreiben der IG Metall wird zur Zeit in einem arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren die Gewerkschaftseigenschaft der CGM geprüft, (siehe auch die Diskussionsseite (http://de.wikipedia.org/wik...

shug: Es gibt auch Gewerkschaften, deren Status umstritten ist. So bezeichnet die IG-Metall die CGM als verkappte Interessenvertretung der Arbeitgeber und spricht ihr ab, eine Gewerkschaft zu sein, weil sie zu wenig Mitglieder hat, um ihre Interessen effektiv zu vertreten. Die CGM betont dagegen,dass sie in Kooperation mit den Arbeitgebern die Interessen der Mitglieder ebenfalls effektiv durchsetzt. Zur Zeit wird in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren geprüft, ob die CGM wirklich Gewerkschaften sind.

Ich habe nochmal beide Absätze hier eingefügt. Ich finde die Änderungen - fett oben - gehen zu weit! Ich weiß auch nicht was das soll. Du hast dem Kompromiß zugestimmt, also steh doch dazu! Ich habe auch keine Lust mehr hier ewig darüber zu streiten.--Ot 17:43, 13. Jun 2004 (CEST)

Ich auch nicht, aber ich werde wenn es sein muß! Der Hinweis auf die "zu wenigen Mitglieder" verzerrt doch die gesamte Argumentation weil diese viel umfangreicher ist. Der Verweis auf den "Gewerkschaftspluralismus" trifft doch den Kern, ohne den der gesamte Rechtsstreit nicht zu klären ist. Die CGM ist für, die IGM gegen diesen gwerkschaftspluralismus. Also unterdrücken wir doch nicht das Wesentliche! Also bitte, stimme diesem Kompromiss zu. Er stellt beide Argumente nebeneinander und ist fair. Im Übrigen habe ich nie einer kompletten Endformulierung zugestimmt sondern nur einer prinzipiellen Aussage. Auch der Hinweis, dass die IGM das Verfahren "betreibt" ist korrekt. Die GM ist Antragsteller an das Arbeitsgericht, zu erkennen, die CGM sei keine Gerwrschaft, und die CCM ist Antragsgegner. Auch dies ist wichtig und gehört in die Info! In der Hoffnung, dass wir die "Kuh vom Eis" haben herzliche Grüße! 13.6.04 LP

Hi anonymer LP! Mir gefällt deine Art und Weise nicht, wie du hier auftitts. Erst löscht du den Absatz immer wieder (14 Mal!!), obwohl ich dich zu einer Diskussion aufgefordert habe und jetzt sagst du, dass du dem Kompromiß gar nicht zugestimmt hast. Es erscheint mir so, dass du gar kein Kompromiß willst, sondern nur deine Meinung duchsetzen willst. Halte dich bitte an die hier geltenden Regeln, und setze den Kompromiß von shug wieder ein, denn du hattest damals die Chance ihn zu verändern! Ich habe nur shugs Version zugestimmt.--Ot 07:46, 14. Jun 2004 (CEST)

Hallo, ich hoffe es war klar, dass es Aussage der IG-Metall ist, dass die CGM zu wenig Mitglieder hat, um Gewerkschaft zu sein. Über die tatsächliche Mitgliederzahl steht da gar nichts. Ich wollte aber auch nicht, dass die IGM völlig willkürlich einem Verein den Gewerkschaftsstatus abspricht. Ich finde die Formulierung "nur die CGM bekennt sich zum Gewerkschaftspluralismus" hart, weil es klingt, als würde der Autor dem DGB eine Art Gewerkschaftsdiktatur unterstellen. Falls trotzdem jemand der Meinung ist, die CGM kommt zu schlecht weg, kann er ja noch was über deren Leistungen schreiben. Das regt die andere Seite viel weniger auf, als wenn man sie kritsiert. Und denkt daran: Es geht um einen guten, sachlich richtigen und halbwegs ausgewogenen Artikel. Shug 16:38, 14. Jun 2004 (CEST)

Also Shug, das Wörtchen "Nur" stimmt nicht von mir obwohl es natürlich stimmt den die IGM ist für "Einheitsgewerkschaften". Außerdem wird der Gewerkschaftspluralismus von mehreren CGM-kritischen Teilnehmern negativ belegt so dass ich mich frage, warum dies im Zusammenhang mit der CGM nach Argumentation derselben Leute nicht abgedruckt werden kann. Auch wehre mich nicht dagegen, wenn das Prinzip der "Einheitsgewerkschaft" im Zusammenhang mit der IGM betont wird. Deswegen brauchen wir ja nicht in einen Grundsatzstreit über den Sinn des Einen oder Anderen auszubrechen! Das können wir dann ggf. bei der Definition dieser Begriffe tun. LP 27.6.04

Danke shug! Also, da ich weder die erste Version noch den Absatz von shug geschrieben habe, denke ich, dass ich einen NPOV habe. Ich versuch nur den anonymen LP auf die Regeln hier hinzuweisen.

  1. Wenn LP sich weigert seine Änderungen Rüchgängig zu machen, werde ich dies tun.
  2. Dann kann man weiter diskutieren.

Das ändert nichts darn, dass die Änderung Mist ist! LP 27.6.04

  1. Damit fange ich jetzt an. Lieber LP - was bedeutet dennn Gewerkschaftpluralismus? --Ot 19:09, 14. Jun 2004 (CEST)

Ich werde jetzt die Änderungen von LP wieder Rückgängig machen. Lieber Lp, bevor du wieder den edit war anfängst, diskutiere bitte - siehe oben Punkt 3!--Ot 10:26, 15. Jun 2004 (CEST)

Dieses Fass wirklich aufmachen?

Ich halte die Frage von OT für gefährlich. So kurz gefasst klingt sie ein wenig von oben herab und LP wird darauf ebenfalls mehr oder weniger polemisch antworten. Falls das beim Thema bleibt, wird das hier eine interessante Diskussion und wird auch viel zum Thema Gewerkschaft erhellen und auch für die Wikipedianutzer nützlich sein. Nur ihr müßt euch dann am Riemen reißen und bei der Sache bleiben. Und ich glaube auch nicht, dass eure Auseinandersetzung bald endet. Falls ihr euch diese Mühe nicht machen wollt, dann solltet ihr euch auf den eigentlichen Artikel beschränken und OT soll sich fragen: "Kann ich mir vorstellen, daß für CGM Mitglieder die CGM eine Gewerkschaft ist? Und LP soll sich die Frage stellen, kann ich verstehen, dass für IGM-Mitglieder keine Gewerkschaft ist? Wenn ihr beide ja sagt, dann muss man nur noch (naja, was heisst dann nur noch) eine Formulierung finden, mit der alle leben können. Shug 13:57, 15. Jun 2004 (CEST)

Hallo, ich will versuchen, nicht polemisch zu werden obwohl dies angesichts der Einseitigkeit und Voreingenommenheit von OT schwerfällt. Es geht doch nicht um Meinungen sondern um Tatsachen die für den Abschnitt wichtig sind, sollte dessen Inhalt nicht zu einer flachen und inhaltsleeren , einseitigen Formel verkommen. Tatsache ist dass das (die) Verfahren gegen die CGM auf Antrag der IGM zustandegekommen sind. Das ist doch fundamental wichtig! Die Gewerkschaftseigenschaft wird nicht vom BAG oder BVG oder einer sonstigen öffentlich-rechtlichen Autorität bezweifelt sondern von der IGM die Konkurrent ist. Macht das nicht nachdenklich?? Das wäre so, als ob die CDU ein Verfahren beantragen könnte, den Grünen abzusprechen, politische Partei zu sein und dies mit allen Konsequenzen!!. Also lassen wir das Wort "betreiben" raus und formulieren neutraler etwa wie folgt : "Auf Antrag der IGM wird derzeit geprüft, ob die CGM ..... usw" Tatsache ist auch, dass sich die CGM zum "Gewerkschaftspluralismus" bekennt und dass die IGM eben diesen Gewerkschaftspluralismus ablehnt. Dass beide entsprechende Agrumente parat haben versteht sich von selbst. Das gehört doch in den Text rein weil es den Kern der Auseinandersetzung beschreibt!!! Wenn OT mit dem Begriff "Pluralismus" ein Problem hat, will ich dies nicht kommentieren. Für micht ist der gesamtgesellschaftliche Pluralismus die Voraussetzung für jegliche Demokratie und Wettbewerb auch und gerade im gewerkschaftlichen Bereich.Das ist tatsächlich der Kern der Auseinandersetzung. Es geht um den Alleinvertretungsanspruch der IGM bzw. der DGB-Gewerkschaften der sich mit Gewrkschaftspluralismus nicht verträgt. Bezeichnenderweise war es vor vielen Jahren der CDU-angehörige BAG-Präsident Müller, der mit der "Mächtigkeitstheorie" die Vorlage für den derzeitigen Streit geliefert hat, Seit dieser Zeit geht die Diskussion um den Sinn oder Unsinn dieser Theorie denn wer bestimmt, wann eine Gewerkschaft "mächtig" ist? Wo fängt die Gewerkschaft an, wo hört sie auf! Und wie kann eine Gewerkschaft überhaupt neu gegründet werden wenn es ihr unmöglich ist, aus dem Stand heraus "mächtig" zu sein. Zu dieser "Mächtigkeitstheorie" gibt es von unabhängiger Seite Kritik zuhauf die sich OT mal vornehmen sollte. Aber dieser bezieht ja seine Argumentation ausschließlich aus IGM/DGB-Quellen. Wen wundert das Ergebnis? Auch weise ich nochmals auf den Aufsatz von Prof. Dr. Volker Rieble zum Beschluss des Arbger. Stuttgart vom 12.9.03 erschienen im "Betriebs-Berater, Heft 16 vom 19.4.04 hin. Ich bin gerne bereit, OT diesen ggf. per mail zuzustellen. Zusammenfassung: Der umstrittene Absatz in der derzeitigen Fassung ist inhaltsleer und einseitig. Ich empfehle dringend Ergänzung bezüglich "Antrag des Verfahrens" und "Gewerkschaftspluralismus" bzw "Einheitsgewerkschaft" LP 20.6.04

Hallo Lp! Schön das du geantwortet hast und nicht gleich gelöscht. Ich hoffe wir können eine faire Diskussion führen! Ich dachte, ich hätte nicht polemisiert, sondern nur immer wieder auf die Reglen hier bei wiki hingewiesen. Ich gelobe Besserung.

Zum Pluralismus: Wenn du meine Artikel anschaust, denn drehen sich viele Artikel darum, wie die Demokratie gestärkt werden kann. Pluralismus gehört natürlich zur Demokratie!

Zum Gewerkschaftspluralismu: Ich verstehe das nämlich wirklich nicht. Warum ist der Gewerkschaftspluralismus für den Arbeiter besser? Die Stärke der Arbeiter ist doch die Einigkeit (Solidarität). Und wenn die Arbeiter sich spalten, dann ist die Arbeitgenberseite mächtiger. Was ist an meinen Gedanken falsch?

"Gewerkschaftspluralismus" verstehe ich auch nicht. Wo ist das denn erklärt. was das heißt?--NL 15:37, 20. Jun 2004 (CEST)

Zum Gewerkschaftspluralismus: Warum soll für Gewerkschaften nicht gelten was für Parteien, Wirtschaft usw. gilt? Ob eine "Einheitsgewerkschaft" funtioniert und ob diese oder der "Gewerkschaftspluralismus" besser ist brauchen wir für den umstrittenen Abschnitt nicht klären. Darüber kann man verschiedener Meinung sein. Entscheident ist doch, die IGM ist für das Prinzip der Einheitsgewerkschaft und handelt (brutal) auch danach und die CGM ist für Gwerkschaftspluralismus nach dem Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft. Allein die Feststellung dieser gegensätzlichen Standorte ist Fakt und sollte berücksichtigt werden wir ich dies vorgeschlagen habe. LP

Aber Gewerkschaften sind doch eine Interessenvertretung der Arbeiter und die sollte so mächtig sein, wie es nur geht, um ihre Interessen durchzusetzen. Die DAG hat sich ja auch in Ver.di mit andernen Einzelgewerkschaften vereinigt, um so gemeinsam stärker zu sein. Du schreibst in dem Satz: Die CGM dagegen bekennt sich zum Gewerkschaftspluralismus und betont, dass sie die Interessen der Mitglieder ebenfalls effektiv durchsetzt. Somit stimmt das Wort effektiv hier nicht. Ich könnte mich mit folgender Formulierung abfinden: Die CGM möchte einen Gewerkschaftspluralismus, obwohl sie damit die Position der Arbeiter insgesamt schwächt. Ihre Mitglieder fühlen sich aber trotzdem dadurch besser in ihren Interessen vertreten.--Ot 19:17, 20. Jun 2004 (CEST)

Aber aber......... Du wertest! Du bewertest Dinge gibst Meinung kund! Das hat in einer Enzyklopädie nichts zu suchen, es sei denn die Gegenseite wertet auch! Gibst Du mir auch die Möglichkeit, meine Wertung (Meinung) zur Frage was besser ist, Einheitsgewerkschaft oder Gewerkschaftspluralismus, ebenfalls darzulegen???? Fangen wir bei den Parteien an: Ich bin hiermit für eine Einheitspartei! Was könnten wir da Geld sparen und hätten endlich eine einheitliche Politik gegenüber dem Rest der Welt! (Polemik? sicher! zeigt aber das Problem!) Dieses Fass sollten wir wirklich nicht aufmachen ! Bitte bleibe doch bei den Fakten! Man kann zu fast allen Ansichten versch. Meinung sein. Wenn wir damit anfangen.......... oh mann, oh man! 21.6.04 LP

Wieso Meinung? Eine Gewerkschaft muss mächtig genug sein um die Interessen der Mitglieder effektiv zu vertreten. Das kann die CGM noch nicht. Das ist ein Fakt. Oder ist das wieder nur einen Meinung?--Ot 08:03, 21. Jun 2004 (CEST) Sorry, da war ich zu ungeduldig. Nochmal, warum ist ein Gewerkschaftpluralismus für die Arbeiter wichtig?--Ot 08:43, 21. Jun 2004 (CEST)

Das kann sie wohl! Auch eine kleinere Gewerkschaft kann durch ihre Innovationen (Wettbewerb der Ideen) die Tariflandschaft in Bewegung bringen und damit diese voranbringen. Weil Wettbewerb der (Tarif) Ideen besser ist als selbstgefälliges Monopoldenken! Auch kann eine kleine Gewerkschaft Nieschen besetzen die für eine Mammutorganisation uninteressant sind. Zudem schafft nur die Wahl zwischen verschiedenen Gewerkschaften für die Arbeitnehmer eine Wahlmöglichkeit und damit demokratische Alternativen im Bertrieb. Aber darum geht es doch garnicht. Es geht doch um einen Abschnitt in "Statuten" Es geht darum, IGM und CGM sachlich und ohne Wertung nebeneinander zu stellen. Die IGM als Vertreterin des Gedankens der Einheitsgewerkschaft, und die CGM als Vertreterin des Gewerkschaftspluralismus. Die Meinung daraus, was besser ist, sollten wir getrost den Lesern überlassen....... Im Übrigen drehen wir uns im Kreis! Wer an einer ausgewogenen und unvoreingenommen Darstellung nicht interessiert ist, kann auch nicht überzeugt werden.

Eine kleine Rückfrage (aus Zeitmangel). Stärkt es die Position der Arbeiter gegenüber den Arbeitgebern, wenn die Arbeiter sich auf verschiedene Interessenorganisationen verteilen.--Ot 08:29, 22. Jun 2004 (CEST)Ps.: Oben rechts kann man den Button Zeitstempel anklicken, so dass man verfolgen kann, wann es geschrieben worden ist. PPs.: Der Artikel sollte eigentlich erst dann verändert werden, wenn wir uns auf ein Kompromiss geeinigt haben. Dafür schlägt eine Seite einen vor - wie ich oben.--Ot 08:29, 22. Jun 2004 (CEST)

Aber natürlich stärkt es die AN, wenn sie sich in verschiedenen Gewerkschaften organisieren können weil dies ihren Freiheitsspielraum ausweitet und die gewerkschaften sich in einem vernünftigen Wettbewerb befinden der wiederum ihre leistung beflügelt. Konkurrenz mach müde und selbstgefällige Funktionäre munter! Selbstgefällige Monopole neigen zu Machtmissbrauch und sterilität. Außerdem machen unsere Nachbarn (Frankreich-NL-Schweiz-belgien) vor, dass Gewerkschaften zusammenarbeite können um z.B. eine tarifrunde vorzubereiten!! Eine Zusammenarbeit, zu der die IGM nie bereit war und ist! LP 23.6.04

Ich kann mir vorstellen, dass es sinnvoll ist, einen Gewerkschaftspluralismus zu haben, da einzelne Gewerkschaften viel gezielter auf die spezifischen Interessen ihrer Mitglieder eingehen können als dies ein großes Dach könnte. Andererseits ist eine Riesengewerkschaften eine Art Monopolist an dem niemand vorbei kommt. Man kann im Artikel ja eine Art Abwägung formulieren. Stern 08:44, 22. Jun 2004 (CEST)

Hallo Stern, es gibt in Deutschland die Dachorganisation, den DGB, und die 8 Einzelgewerkschaften. Das ist nicht eine Riesengewerkschaft, sondern acht kleine. Zurück zur Ausgangsfrage: Stärkt es die Position der Arbeiter gegenüber den Arbeitgebern, wenn die Arbeiter sich auf verschiedene Interessenorganisationen verteilen?--Ot 11:58, 22. Jun 2004 (CEST) Natürlich, siehe oben!

Mensch, lies doch endlich Art.9,Abs. 3 GG. Eine Organisation, die sich zur Aufgabe macht, Gewerkschaft zu sein und sich aus eigener Kraft finanziert, gegnerfrei ist und unabhängig von Parteien und Kirchen, eine Organisation, die ihre Mitglieder vor Arbeitsgerichten vertritt, das Streikrecht bejaht, Streikunterstützung bezahlt und in unzähligen Gremien vom Betriebsrat bis zu den Selbstverwaltungsorganen der Sozialversicherung mitarbeitet, eine Organisation, der von einem Arbeitsgericht per Beschluss bestätigt wurde, dass sie entgegen der Meinung der Konkurrentin IGM Gewerkschaft sei, eine derartige Organisation muß doch endlich irgend mal gesichert arbeiten können. Es kann doch nicht sein, dass die Konkurrenten je nach belieben diesen Rechtsstatut anzweifeln können um den Konkurrenten loszuwerden. Einmal festgestelltes Recht kann doch nicht immer wieder neu infrage gestellt werden.! Oder gilt für den Bereich der Gewerkschaften in Deutschland fundamentales Rechtsgut nicht nur weil es dem DGB gefällt? Kann ein Kaufhauskonzern einen kleinen Einzelhändler verklagen weil er sich nicht damit abfinden will, dass es noch Leute gibt, die bei diesem einkaufen?? Das müssen doch die Verbraucher entscheiden können, auch bei den Gewerkschaften! Wo bleibt denn die Freiheit der AN ohne Gewerkschaftspluralismus???? Sie können ausgekungelte Einheitslisten absegnen!! Unser Nachbarn haben alle Gewerkschaftspluralismus und geht es den AN dort schlechter? Das bilden wir uns doch nur ein! Wo war denn die Stärke der IGM beim Streik in Ostdeutschland? Wo ist denn die Stärke der IGM im Handwerk? Tatsache ist doch, dass sich immer mehr Arbeitgeber und Arbeitnehmer völlig aus der Tarifbindung verabschieden! In Ostdeutschland schon 80%!! Und tatsache ist auch, dass der Ruf der Gewerkschaften dank DGB im Keller ist! Und da habt Ihr keine anderen Sorgen als einer kleiner Gewerkschaft mit euren Spitzfindigketen die Existenzberechtigung abzusprechen??? Seid ihr noch zu retten??? Warum lest Ihr nicht Prof. Dr. Rieble zum Beschlussverfahren beim AG-Stuttgart? Wollt ihr nur wissen was in euren Kram passt? Dann allerdings macht diese Diskussion keinen Sinn. Da bleibt nur übrig, dass es bei WIKIPEDIA Leute gibt, denen es nicht um objektive und ausgewogene Darstellung geht sondern nur um Rechthaberei und Wichtigtuerei! Oder um DGB/IGM-Propagande! LP 22.6.04

LP, ich versuche doch auch sachlich zu bleiben. Ich habe versucht das von Rieble zu lesen und war auf seiner Münchener homepage sowie auf der anderen angegeben Seite, habe aber dort nur den Anfang lesen können. Ich bin nicht Mitglied der IGM! Ich kenne das GG!

Dann gib mir deine Mail-Adresse und ich schicke dir den Aufsatz zu! LP 23.6.04

Gewerkschaft ist ein feststehender Begriff in Deutschland und ist abzugrenzen von einer Interessengemeinschaft. Da Wikipedia eine Enzyklopädie ist, muss hier darauf hingewiesen werden, das nicht alles Gewerkschaft ist wo Gewerkschaft darauf steht.

Stimmt eben nicht! Wenn "Gewerkschaft" ein feststehender Begriff wäre, würde diese Diskussion nicht stattfinden und die IGM könnte nicht versuchen, Konkurrenten per Justiz auszuschalten! Der Begriff der Gewerkschaft ist von keinem Gesetz definiert. Alles hat sich aus Art.9.Abs.3 GG sozusagen als "Richterrecht" entwickelt. LP 23.6.04

However, wir wollen doch nur einen kleine Absatz ausgewogen darstellen. Mehr nicht! Und ich habe immer noch keine Antwort auf die Frage: Stärkt es die Position der Arbeiter gegenüber den Arbeitgebern, wenn die Arbeiter sich auf verschiedene Interessenorganisationen verteilen?--Ot 19:48, 22. Jun 2004 (CEST) Siehe Oben!

LP, Recht hast du. Wo sind denn die guten Tarifverträge der IG Metall. In Bayern gibt es Lohn- und Gehaltstarifverträge, die seit 1992 in der Nachwirkung sind. Das bedeutet, seit 12 Jahren keine tariflich abgesicherte Lohnerhöhungen mehr. Die CGM hat Tarifverträge in diesen Bereich, die 30 Prozent und mehr über denen der IGM liegen. Warum soll ich denn da der IGM beitreten ????? keil 22.06.2004

So ist es! Die Krise der DGB-Gewerkschaften liegt doch in deren geistiger Sterilität begründet weil diese meinen, ploße Macht allein reiche aus! Damit machen die IGM eine Tarifpolitik aus der Mottenkiste, diese aber mit voller Power!! Macht ohne Hirn! Stupider gehts nimmer! Damit dies auch in Zukunft so weitergehen kann muß die CGM mundtot gemacht werden. Das ist Demokratie nach IGM-Interessenlage! LP 23.6.04

Sorry, aber ich habe im Augenblick keine Zeit zu antworten - bis in ein paar Tagen!--Ot 19:25, 23. Jun 2004 (CEST)

Zurück zum Abschnitt "Status" der Gewerkschaften: Es verkompliziert doch die Sache ungemein, wenn wir in ein Nachschlagewerk aufnehmen, was eine Organisation, hier die IGM, über eine Konkurrenzorganisation (CGM) denkt! Das diese eine "verkappte Interessenvertretung der Arbeitgeber und viel zu klein und, und und.....! Das ist doch Propaganda und keine sachliche Information! Da müsste man dann auch die Meinung der CGM über ihren Kokurrenten IGM einholen..... Was könnten wir da alles zu hören (lesen) kriegen. Vielmehr sollten wir wertneutral festhalten was ist! Und Fakt ist, dass die CGM Gewerkschaft ist und Fakt ist auch, dass der Mitbewerber IGM in den letzten Jahren mehrere Anträge bei Arbeitsgerichten gestellt hat, diese möge der CGM den Gewerkschaftstatus aberkennen. Fakt ist auch, dass diese jetzt einen Arbeitrichter gefunden hat, der ihrer Argumentation folgt. Weiter ist Fakt, dass der Beschluss des Arbeitsgerichte nicht rechtskräftig ist und der Abschluss des Rechtsstreit mit Sicherheit noch Jahre in Anspruch nehmen wird. Jahre, während dessen die CGM ihren gegenwärtigen Gewerkschaftsstatus behält!!! Allein diese Fakten gehören in den Abschnitt "Status" und weder IGM-propaganda noch sonstige Wertungen. Eventuell kann erwähnt werden, dass sich die IGM zum Prinzip der "Einheitsgewerkschaft" bekennt, während die CGM eine "Richtungsgewerkschaft" darstellt die den "Gewerkschaftspluralismus" befürwortet. Die Begriffe "Einheitsgewerkschaft" "Richtungsgewerkschaft" und "Gewerkschaftspluralismus" sollten aber nicht wieder gewertet sondern ggf. getrennt erklärt werden. LP 27.6.04

Hi LP, dann erkläre doch mal die drei Begriffe! Ich denke wir kommen auf einen Nenner. Wegen der Übersichtlichkeit fange ich eine neue Überschrift an mit obigen Titel. Ps.: Meine Zeit ist leider wirklich knapp!--Ot 12:00, 2. Jul 2004 (CEST)

Hallo Ot, inzwischen habe ich die von Dir gewünschten Definitionen gegeben und Du bist schon fleissig dran, diese zu verändern. Ich hoffe, Du nimmst nicht wie an anderen Orten unkritisch die IGM-Propaganda zur Hilfe. Um von vorneherein neuen Streit zu vermeiden, weise ich vorsorglich darauf hin, dass der zweite Absatz von "Status" immer noch einer vernünftigen Formulierung harrt. Ich schlage vor, den Verweis auf laufende Rechtsstreitereien und die entsprechende Auslegung eines oder mehrerer beteiligten fallen zu lassen und als Kriterium für den (umstrittenen) Status auf das vom BAG entwickeltedas "Mächtigkeitsprinzip" zu verweisen. Notfalls mache ich einen Vorschlag. LP 11.07.04

Hi LP, ja ich habe die Einheitsgewerkschaft formatiert, ergänzt und einige weblinks hinzugefügt - die anderen beiden schaffe ich z.Z. nicht. However, mach doch hier (nächster Absatz) einen Vorschlag, den wir dann in Ruhe diskutieren- ok?--Ot 12:23, 11. Jul 2004 (CEST)

Hallo Ihr alle,

bin durch zufall auf diese seite gestossen und nicht schlecht verwundert, was hier so alles abgeht. ich habe den eindruck, dass hier an den echten problemen vorbei diskutiert wird. ich bin seit jahren gewerkschaftlich organisiert und mache das inzwischen hauptberuflich. ich hätte gar keine zeit so viel darüber nachzudenken, ob ich nun in einer richtigen, oder wirklichen oder sonstigen gewerkschaft bin. ich helfe meinen mitgliedern und diese haben sich bei mir darüber noch nie beschwert. kennt ihr übrigens den neuesten sachstand zum tariffähigkeits-verfahren gegen die ig metall in bayern? würde mich interessieren, was das auf sich hat. angeblich soll die ig metall im elektrohandwerk in bayern probleme haben.

Vorschlag für Rechtsstatus

Istzustand 11.7.2004--Ot 12:23, 11. Jul 2004 (CEST)
Manche Gewerkschaften haben den Rechtsstatus eines eingetragenen Vereins und sind deshalb juristische Personen des Privatrechts. Sofern sie keine eingetragenen Vereine sind, werden sie aber dennoch als "rechtsfähige" Personenvereinigung behandelt, was eine rechtliche Besonderheit ist. Sie ähneln darin besonders den deutschen Parteien.

Also die Gewerkschaft ist zivilrechtlich rechtsfähig? Weil das hat ja wieder nichts damit zu tun, ob sie Tarifvertragspartei sein kann (anderes Beispiel: GbR ist auch nicht rechtsfähig, ist aber in Bezug auf die Umsatzsteuer Steuerrechtssubjekt). -- JensMueller 18:22, 11. Jul 2004 (CEST)

Es gibt auch Gewerkschaften, deren Status umstritten ist. So bezeichnet die IG Metall die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) als verkappte Interessenvertretung der Arbeitgeber und spricht ihr ab, eine Gewerkschaft zu sein, weil sie zu wenig Mitglieder habe, um deren Interessen effektiv zu vertreten. Die CGM betont dagegen, dass sie die Interessen der Mitglieder ebenfalls effektiv durchsetzt. Auf Antrag der IGM wird zur Zeit der Gewerkschaftsstatus der CGM überprüft. (siehe auch die Diskussionsseite (http://de.wikipedia.org/wik...

Neuer Vorschlag: (von LP - 11.07.04)

Es gibt auch Gewerkschaften,deren Status umstritten ist. So hat die IG Metall ein >Beschlussverfahren< gegen die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) eingeleitet mit dem Antrag, das Arbeitsgericht solle beschließen dass die CGM keine Gewerkschaft im arbeitsrechtlichen Sinne sei. Die IG Metall verweist darin u.a. auf das >Mächtigkeitsprinzip< und spricht der CGM die Gewerkschaftseigenbschaft ab. Die CGM wiederum wirft der IG Metall vor, lediglich eine lästige Konkurrenz beseitigen zu wollen.

Hi LP, soweit ok, aber nur Insider wissen, was das Mächtigkeittsprinzip ist. Ich schlage folgende Version vor:

Es gibt auch Gewerkschaften, deren Status umstritten ist. So hat die IG Metall ein >Beschlussverfahren< gegen die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) eingeleitet mit dem Antrag, das Arbeitsgericht solle beschließen, dass die CGM keine Gewerkschaft im arbeitsrechtlichen Sinne sei. Die IG Metall verweist darin u.a. auf das >Mächtigkeitsprinzip< (Mächtigkeitsprinzip bedeutet, dass eine Gewerkschaft in der Lage sein muss, die Interessen ihrer Mitglieder mit Arbeitskampfmitteln - Streik - durchzusetzen) und spricht der CGM die Gewerkschaftseigenschaft ab. Die CGM wiederum wirft der IG Metall vor, lediglich eine lästige Konkurrenz beseitigen zu wollen.--Ot 18:26, 11. Jul 2004 (CEST)

EINVERSTANDEN!!!! Allerdings ging ich davon aus, dass der Begriff "Mächtigkeitsprinzip" als Link zum Stichwort >Mächtigkeitsprinzip< führt. Ich habe zu diesem schon noch was zu sagen bzw. schreiben. LP - 12.07.04

Es gibt noch kein Artikel Mächtigkeitsprinzip, aber du kannst ihn anlegen. Bei dem obigen Absatz solte auch noch der Hinweis zur Diskussionsseite stehen.--Ot 07:49, 12. Jul 2004 (CEST)

Alles OK! Herzliche Grüße! LP - 12.07.04

Abschlussdiskussion

Hi LP, dies Diskussionsseite ist jetz ziemlich groß, aber ich habe noch zwei Fragen.

  1. War dir der Diskussionsstil angemessen? Hälst du sowas wie wikipedia sinnvoll? Kann man etwas verbessern?
  2. Ich verstehe die Position der CGM immer noch nicht. Weiter oben habe ich oft die für mich entscheidene Frage gestellt: Ist es für die arbeitende Bevölkerung sinnvoll sich in unterschiedliche Interessenorgansitionen aufzusplittern oder ist es nicht besser eine Einheitsgewerkschaft zu gründen? Diese wäre dann doch mächtiger gegenüber dem Arbeitgeberseite - oder? Oder will die CGM gar nicht eine mächtige Organsiation sein?--Ot 08:10, 13. Jul 2004 (CEST)

Hallo Ot, natürlich waren Teile der Diskussion manchmal etwas nervend. Dies lag wohl einerseits daran, dass die Standpunkte sehr weit auseinanderlagen und über weite Bereiche (CGM oder/und CGD usw.) einfach die einfachsten Fakten durcheinandergerieten oder nicht erkannt wurden.. Dies führte teils dazu, dass ich den Eindruck hatte, es mit bewusst einseitigen und voreingenommenen IGM-Vertretern zu tun zu haben. Z.B. Deine ellenlangen Quellen, alle IGM-OTon, oder die aufgeführte lange Liste der IGM-DGB-Publikationen und Aufsätze zu diesem und jenem und allem während der Hinweis unter "CGM" auf eine Broschüre "...........wir sind noch lange nicht am Ende des Weges" konsequent und beharrlich als "Werbung" entfernt wurde. Das ist halt nicht ausgewogen und nicht objektiv! Doch mit der Zeit haben wir uns ja ganz gut angewöhnt und im nachhinein finde ich die Diskussion durchaus erfrischend und sinnvoll. Auch sind die Texte ausgewogener und ich finde mich darin durchaus wieder. Was WKIPEDIA anbelangt so halte ich diese für eine faszinierende Sache! Zur Einheitsgewerkschaft: Hier wirst Du mich nicht überzeugen. "Einheits"-Gewerkschaften sind in Wirklichkeit Einseitsgewerkschaften und Betrug am Arbeitnehmer weil diese den AN etwas vorgaukeln, was es nicht gibt und den Abeitnehmern Alternativen, Wahlmöglichkeiten und damit Freiheit rauben. Die Kraft und Dynamik unserer Gesellschaft beruht auf dem freiheitlichen Wettbewerb der Ideen, in der Politik und in der Wirtschaft. Wer diesen Wettbewerb abschaffen und durch eine fragwürdige "Einheit" ersetzen will vergeht sich an den fundamentalsten Grundsätzen der freiheitlichen Demokratie! Das hat überhaupt nichts mit "Zersplitterung" zu tun. Außerdem: Wo ist die Macht der IGM oder des DGB bei der Lösung der Gegenwartsprobleme? Ich sehe nur Macht- und Ratlosigkeit sowie Rezepte von vorgestern und die Tatsache, dass sich immer mehr AN (und Arbeitgeber) aus der "Fürsorge" der Tarifbindung verabschieden. In Ostdeutschland existiert der Flächentarif praktisch nicht mehr!!!! Da hilft keine Macht, da hilft nur Kreativität, Fantasie und Innovation! Und dabei kommt es nicht auf Masse an. Ein Genie kann mehr bewegen als tausend Dumme! Und darum haben auch kleine Gewerkschaften ihren Platz und sind gerade heute nötiger denn je! Gäbe es sie nicht, man müsste sie umgehend gründen!! Herzlich! LP - 13.07.04 (Übrigens: LP steht für "lachendes Pferd" - einen Titel, dem mir mal "meine" Gewerkschaftsjugend verliehen hat)

Recht hast Du, lachendes Pferd, Vielfalt ist besser als Einfalt! (Quick)

"Einheitsgewerkschaft" "Richtungsgewerkschaft" und "Gewerkschaftspluralismus"

Was bedeuten diese Begriffe LP?--Ot 12:00, 2. Jul 2004 (CEST)

Hallo Ot, gerne in Kurzform wie folgt: Unter "Einheitsgewerkschaft" vesteht man das Prinzip "Einheit" im politischen Sinne, also eine Gewerkschaft für das gesamte politische Spektrum von links bis rechts. Die Voraussetzung einer "Einheitsgewerkschaft" ist strenge Neutralität und Toleranz um für alle Mitglieder akzeptabel zu sein. Dieses Prinzip funtioniert eingeschränkt in Österreich. Der ÖGB kennt aber innerhalb dieser "Einheitsgwerkschaft" die Möglichkeit der Fraktionen. Z.B. Die "Fraktion Christlicher Gewerkschafter" . Dies kennt jedoch der DGB bzw. dessen Einzelgewerkschaften nicht und daher fühlten sich christliche Gewerkschafter auch "sozialistisch" bevormundet und darum auch die Neugründungen in den 50er Jahren. Die Befürworter verweisen auf den Wert der "Einheit" als Waffe gegen die Arbeitgeber. Ansonsten kennen wir in Westeuropa nur "Richtungsgewerkschaften". Gewerkschaften also, die sich zu einer politisch-weltanschaulichen Richtung (christlich-sozialistisch oder kommunistisch) bekennen. (Z.B. CFTC-CFDT und CGT in Frankreich. Ähnliches in NL, B und der Schweiz.

Befürworter der "Richtungsgewerkschaften" argumentieren, es gebe keine "neutrale" Gewerkschaft weil die Arbeit der Gewerkschaften wertebezogen sei. (Stellung des AN im Betrieb-Mitbestimmung-Beteiligung der AN-Familienpolitik. kollektive oder subsidiäre Modelle usw.)

Unter "Gewerkschaftspluralismus" versteht man konkurrierende Gewerkschaften. Die Befürworter des Gewerkschaftspluralismus machen geltend, dass der Pluralität der Arbeitnehmer nur duch plurale Gewerkschaften entsprochen werden kann. Außerdem schaffe Pluralität mehr Wettbewerb auch bei den Ideen und Konzeptionen. (Tarifpolitik) während Monopole neben Machtmissbrauch auch Sterilität begünstige. Dazu kommt natürlich, dass es echte Alternativen bei BR oder AR oder Sozial-Wahlen zur mit alternativen Listen gibt. Die jeweiligen Anhänger von Einheits und Richtungsgewerkschaften bzw. "Pluralisten" stehen sich (fast) unversönlich gegenüber wobei das größere Problem wohl bei den Einheitsgewerkschaftern liegt weil diese halt Anderen schlichtweg die Existenzberechtigung absprechen.

Das ist jetzt natürlich sehr vereinfacht. Wenn wir den "Statusstreit" mal beilegen, sollten wir per Link auf diese Begriffe verweisen. Was die leidige Statusgeschichte anbelangt bin ich gerne bereit, einen ausgewogenen Textvorschlag zu machen. 4.7.04 LP

Das obige dient zur Klärung und ist ok. Jetzt müßte man sich überlegen, ob man obige rote Artikelhinweise neu anlegt, oder ob es in diesen Artikel eingebaut werden kann. Der Statusbegriff in Deutschland ist aber glaube ich davon unberührt, da der Begriff Gewerkschaft hier an die Fähigkeit zur Interessendurchsetzung von Arbeitnehmerrechten gebunden ist; z.B. Streikfähigkeit - oder?--Ot 10:28, 4. Jul 2004 (CEST) Dem kann ich zustimmen. Wir sollten den "Status" sachlich und neutral darstellen ohne auf aktuelle "Streitereien" Bezug zu nehmen. Wenn wir aber aktuelle Fälle ansprechen müssen beide Seiten zu Wort kommen. Die Begriffe "Einheitsgewerkschaft -Richtungsgewerkschaft und Gewerkschaftspluralismus müsste eigentlich im Hauptbegriff "Gewerkschaft" mittels Link berücksichtigt werden. Grüße! 4.7.04 LP

Hallo, ich habe die drei Schlüsselbegriffe formuliert. Ich hoffe, es findet Eure Zustimmung! Grüße! 6.7.04 LP

Diskussion mit NL

Ich glaube, das ist eine rhetorische Frage. Die Einzelnen Gruppen können sich zum Verhandeln ja zusammenschliessen. Außerdem: warum sollte eine Verhandlung in kleinerm Rahmen ausgeschlossen sein?--NL 13:47, 22. Jun 2004 (CEST)

Nl, auch vielleicht rhetorische Fargen haben Sinn. In anderen Ländern gibt es eine andere Gewerkschaftskultur. Dort gibt es mehrere Gewerkschaften, die auch konkurrieren. Das Ergebnis ist aber, dass die Tarifverhandlungen im Ergebnis für die Arbeiter insgesamt schlechter ausfallen. Aus der Perspektive der Arbeitgeber hätte ich das Interesse, dass die Gewerkschaften sich teilen (Teile und herrsche), damit die Gewerkschaft nicht so mächtig wird. Darum wieder die Frage, was haben die Arbeiter davon (jetzt konkret), wenn es neben der IG Metall auch noch die CGM gibt?--Ot 16:18, 22. Jun 2004 (CEST)

Ot, ich denke nicht, dass es viel Sinn macht andere Länder mit der Situation zu vergleichen, wenn dort andere Gesetze gelten. In D haben die Gewerkschaften einen starken gesetzlichen Rückhalt. (Mindestlöhne, Tarifautonomie, Betriebsverfassungsgesetz, Flächentarife, SPD). Wenn es jetzt um eine CGM geht, dann müssen die CGM-Leute wissen, was sie davon haben. Ich oder Du kann/st das nicht entscheiden. Es geht uns einfach nichts an aus liberaler Sicht.--NL 16:37, 22. Jun 2004 (CEST)

NL, du hast völlig Recht, jeder kann in jeden Verein eintreten oder nicht. Aber hier geht es um den Rechtsstatus von Gewerkschaften.--Ot 18:50, 22. Jun 2004 (CEST)

NL, ich muss Ot recht geben. Es sollte sich jeder dort organisieren, wo er sich gut vertreten fühlt. Tarifverträge gelten bekanntlich nur für Mitglieder der Tarifpartner. Warum soll deshalb die CGM keine Gewerkschaft sein? Sie kann doch Tarifverträge für ihre Mitglieder abschliessen und die IGM für ihr Klientel. Der Rechtsstatus einer Gewerkschaft ist im Rahmen der Rechtssprechung der Arbeitsgerichtsbarkeit entstanden. Ist ein Monopol wirklich gut? Wir haben doch in allen Bereichen genügend Beispiele, dass Monopole immer schädlich sind. Wer soll einen solchen Moloch wie den DGB überhaupt kontrollieren. Die Mitglieder können es nicht, weil die Funktionäre sich selbst kontrollieren. Und Skandale hat der DGB wahrlich genügend. Warum laufen den die Mitglieder dem DGB in Scharen davon? Wo sollen diese hin? Überhaupt nicht organisieren? das ist erst recht der falsche Weg. Ich jedenfalls würde mich so einem Haufen nicht mehr anschliessen. keil 22.06.2004

Zurück zum Abschnitt "Status" der Gewerkschaften: Es verkompliziert doch die Sache ungemein, wenn wir in ein Nachschlagewerk aufnehmen, was eine Organisation, hier die IGM, über eine Konkurrenzorganisation (CGM) denkt! Das diese eine "verkappte Interessenvertretung der Arbeitgeber und viel zu klein und, und und.....! Das ist doch Propaganda und keine sachliche Information! Da müsste man dann auch die Meinung der CGM über ihren Kokurrenten IGM einholen..... Was könnten wir da alles zu hören (lesen) kriegen. Vielmehr sollten wir wertneutral festhalten was ist! Und Fakt ist, dass die CGM Gewerkschaft ist und Fakt ist auch, dass der Mitbewerber IGM in den letzten Jahren mehrere Anträge bei Arbeitsgerichten gestellt hat, diese möge der CGM den Gewerkschaftstatus aberkennen. Fakt ist auch, dass diese jetzt einen Arbeitrichter gefunden hat, der ihrer Argumentation folgt. Weiter ist Fakt, dass der Beschluss des Arbeitsgerichte nicht rechtskräftig ist und der Abschluss des Rechtsstreit mit Sicherheit noch Jahre in Anspruch nehmen wird. Jahre, während dessen die CGM ihren gegenwärtigen Gewerkschaftsstatus behält!!! Allein diese Fakten gehören in den Abschnitt "Status" und weder IGM-propaganda noch sonstige Wertungen. Eventuell kann erwähnt werden, dass sich die IGM zum Prinzip der "Einheitsgewerkschaft" bekennt, während die CGM eine "Richtungsgewerkschaft" darstellt die den "Gewerkschaftspluralismus" befürwortet. Die Begriffe "Einheitsgewerkschaft" "Richtungsgewerkschaft" und "Gewerkschaftspluralismus" sollten aber nicht wieder gewertet sondern ggf. getrennt erklärt werden. LP 27.6.04

Diskussion Arbeitslose und Gewerkschaft

Gewerkschaften sind zwar eine Interessenvertretung der Arbeiter aber eben nicht der Arbeitslosen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Gewerkschaftspolitik ist daher einseitig für Arbeiter und eben nicht für die gesamte Volskwirtschaft gut. Hohe Löhne, viel Freizeit etc. sind gut für die Gewerkschaftsmitglieder und sorgen daher für mehr Geld in den Gewerkschaftskassen durch hohe Mitgliedseinnahmen. Sie sorgen aber auch für mehr Arbeitslose, da all diese Maßnahmen das Land weniger konkurrenzfähig machen. Arbeitslose werden aus der Gewerkschaft austreten und sind als Zielgruppe dann für die Gewerkschaften uninteressant. Leider fehlt es Gewerkschaften oft an volkswirtschaftlicher Orientierung. Ich würde daher sogar sagen, je mehr Einfluss Gewerkschaften haben, desto gefährdeter ist der Standort Deutschland. Stern 19:23, 20. Jun 2004 (CEST)

Lieber Stern, du machst ein anderes Fass auf. Die Standort Deutschland Diskussion solllte an anderer Stelle geführt werden. Hier ist die Perspektive der Arbeiter gefragt! Und für die ist eine starke Interessenvertretung wichtig. Arbeitslose sind auch Mitglieder in den Gewerkschaften und werden auch durch diese vertreten. Leider treten die meisten Arbeitslosen aus der Gewerkschaft aus und schwächen damit die Position der Gewerkschaften. Die volkswirtschaftliche Orientierung der deutschen Gewerkschaften ist im internationalen vergleich übrigens eher auf den Standort Deutschland gerichtet, was sich durch die moderaten Tarifverträge und die geringen Streiktage beweisen lassen würde. Im übrigen, wer vertritt denn, außer den Gewerkschaften, die Interessen der Arbeitslosen?--Ot 19:47, 20. Jun 2004 (CEST)

Ich habe nicht behauptet, dass die Gewerkschaften unnötig sind und Arbeiter nicht vertreten. Das tun sie ja sogar sehr gut. Ich habe auch nicht behauptet, dass Arbeitslose eine Lobby haben. Nur sind es eben nicht die Gewerkschaften. Es gibt nur eine verschwindend geringe Zahl Arbeitsloser in Gewerkschaften. Das ist wie gesagt nicht die Zielgruppe. Es bräuchte eine Vertretung Arbeitsloser. Aber momentan gibt es sie nicht. Stern 19:53, 20. Jun 2004 (CEST)
Ok - zurück zum Gewerkschaftspuralismus--Ot 19:57, 20. Jun 2004 (CEST)

"Nutzen" von Gewerkschaften

Arbeitslose treten natürlich nicht aus der Gewerkschaft aus, und in Ver.di darf man inzwischen auch als Arbeitsloser eintreten, aber darum geht es ja wohl nicht.

Gewerkschaften leisten eine ganze Menge für die Volkswirtschaft und für die Gesellschaft im Allgemeinen. Durch Flächentarifverträge helfen sie dabe, dass der Lebenstandart in Deutschland überall ähnlich war (stößt seit Wiedervereinigung an die Grenzen). Gewerkschaften haben dafür gesorgt, dass "Gastarbeiter" gleiche Löhne wie Deutsche erhielten.

Gewerkschaften machten den Faktor Arbeit teuer, das hatte neben vielen Nachteilen den Vorteil, dass die Unternehmer zu Innovation gezwungen wurden. (Der Mangel an diesem Innovationsdruck erweist sich grade anscheinend als Nachteil für das holländische "Poldermodell".)

Gewerkschaften sorgten dafür, dass breite Bevölkerungsschichten vom Wirtschaftswachstum nutzen hatten. Das mag ja für die Volkswirtschaft bedeuten was es will, es nutzt dem sozialen Frieden - u n d e s n u t z t u n s a l l e n! Shug 18:16, 21. Jul 2004 (CEST)

Der Flächentarifvertrag sorgt dafür, dass ungleiches gleich behandelt wird und SCHADET damit natürlich der Volkswirtschaft, da sich in Region A ein Betrieb bestimmte Löhne leisten kann, die in Region B völlig unbezahlbar sind (weshalb dort viele Betriebe gar nicht erst entstehen bzw. pleite machen).
Einen VORTEIL darin zu sehen, dass Unternehmer wegen zu hoher Löhne zu Innovationen gezwungen werden, könnte ein Spruch aus dem Kaberett sein: Ich selber bin Diplomingenieur für Automatisierungstechnik und weiß vor lauter Arbeit Dank der "innovativen" Löhne gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Sollten sie also uns Automatisierer meinen, haben sie recht ;-) Persönlich profitiere ich daher von den Schwachsinnsforderungen der Gewerkschaften, sehe jedoch selbst am deutlichsten, wie viele Arbeitsplätze durch meine Maschinen billiger erledigt werden, als von den viel zu teuren Arbeitern. Wie das dem sozialen Frieden nutzt, wenn ich mal wieder 10 Arbeiter überflüssig gemacht habe, sollten sie mal sehen - die sind immer richtig begeistert von meinen Innovationen ;-) MV

Andere Diskussionen


Tipp von mir: Offensichtlich gibt es Vereinigungen, die gesetzlich nicht als Gewerkschaft anerkannt sind. Aber das Gesetz hat ja nicht die alleinige Definitionshoheit über das Wort "Gewerkschaft". Wo kommen wir denn dahin, wenn alles nur im Gesetz definiert ist? Man kann ruhig erwähnen, dass es Vereinigungen gibt, die gern als "Gewerkschaft" gesetzlich anerkannt sein möchten, aber wegen politischen Widerständen keine Anerkennung erhalten.--NL 10:25, 20. Jun 2004 (CEST)

Tipp von mir: Vor dem Beginn einer Diskussion mit NL auf die Seite Wikipedia:Benutzersperrung schauen. Der Unscheinbar 10:29, 20. Jun 2004 (CEST)

Was sind denn "politische Wiederstände"?? Ist das das Recht der Mächtigen??? Lies mal Art. 9 Abs. 3 GG !!! LP

Dann sind dieser Widerstände ggf. verfassungswidrig. Kann ich nicht beurteilen. Dann schreib: "politische Widerstände, zu denen Klagen beim BVerfG vorliegen". oder so. Dann ist NPOV gewährleistet.--NL 10:59, 20. Jun 2004 (CEST)

WARUM diese Winkelzüge??? Warum das jahrelange Bestreben der IGM, die lästige konkurrenz CGM mit Hilfe der Gerichte auszuschalten, mit dem Begriff "politische Wiederstände" verbrämen???? Warum nicht die schlichte und einfache Wahrheit? Und diese ist, dass die IGM schon zum wiederholten mal den Antrag bei Arbeitsgerichten gestellt hat, diese mögen feststellen, dass die CGM keine Gewerkschaft im arbeitsrechtlichen Sinne sei!

Wenns Wahrheit ist, habe ich nichts dagegen.--NL 11:42, 20. Jun 2004 (CEST)

DANKE! - Aber natürlich ist dies die Wahrheit, ich diskutiere doch nicht mit Lügen!

Die Wahrheit will nicht jeder wissen.--NL 13:34, 20. Jun 2004 (CEST)

...und mancher weiß sie tatsächlich nicht. -- Stechlin 13:52, 20. Jun 2004 (CEST)

Hallo Stechlin und Unscheinbar, bitte lasst euren Ärger an NL aus anderen Diskussionen nicht hier aus. Hier beteiligt er sich an der Diskussion, und vertritt sachlich seine Meinung. Shug 12:36, 21. Jun 2004 (CEST)

Nochmal: Gewerkschaft und Arbeitslose

Ich halte den Abschnitt 4.2. (Kritik) für polemisch. Gewerkschaften vertreten die Interessen der Arbeitnehmer, würden sie anfangen, volkswirtschaftlich zu denken würden sie schlicht und einfach ihrer Aufgabe nicht gerecht werden. Außerdem wird das Problem von Gewerkschaft und Arbeitslosen schon in einem anderen Absatz behandelt. Ich bin für streichen! Shug 12:47, 21. Jun 2004 (CEST) Du hast Recht shu, ich hatte schon das "aber im ..." vor einiger Zeit eingefügt. Kannst es ändern.--Ot 13:25, 21. Jun 2004 (CEST)

Nachweis Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit

In der Makroökonomie wurde bereits ein positiver Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und dem Einfluss der Gewerkschaften nachgewiesen. Das heißt, je mehr Einfluss die Gewerkschaften haben, desto höher ist die Arbeitlosigkeit.

Ich kenne zwar in der Makroökonomie viele Modelle die einen solchen Zusammenhang konstruieren, aber vom Monopolgewerkschaftsmodell bis zum Senioritätsmodell sind das nichts weiter als Annahmen. Wenn es einen empirischen Nachweis gibt, möchte ich dazu bitte einen Quelle sehen.

Ich kenne dazu zwar auch keine Studie , aber es ist einsichtig, dass deren Blockadehaltung in Flexibilisrungsfragen nicht gerade zu mehr Arbeitsplätzen führen kann. Gewerkschaften bleiben eben eine Lobby der Arbeitenden, die sie ja für ihre Lobbyarbeit mit ihren Beiträgen finanzieren. Warum sollten sie Gewerkschaften dann für genau die anderen, die Arbeitslosen einsetzen. An einer makroökonomischen Studie wäre ich aber ebenfalls sehr interessiert. Stern 18:49, 17. Jul 2004 (CEST)

Ja, es ist einsichtig, aber es gibt genau so einsichtige Argumente dagegen: Was hat eine Gewerkschaft davon, wenn sie nur noch 10 Spitzenverdiener vertritt? Einen logisch klingenden Zusammenhang als wissenschaftlichen Fakt zu verkaufen ist ein starkes Stück. Und betrachten wir mal Deutschland: ein dramatischer Einbruch des Gewerkschaftseinflusses und eine dennoch steigende Arbeitslosigkeit. Gut funktionierende Gewerkschaften waren lange Zeit sogar ein Gutpunkt für mehr Arbeitsplätze. --TorsTen 19:04, 17. Jul 2004 (CEST)

Könnt ihr bitte eine neutrale Version formulieren! Das was im Augenblick im Artikel steht ist ja wohl eindeutig gewerkschaftsfeindlich und nicht NPOV! Und dann bitte hier eine Diskussion führen -wie auch immer das Ergebnis sein mag.--Ot 20:49, 17. Jul 2004 (CEST)

Den Part mit der Arbeitslosigkeit habe ich IMHO doch neutral formuliert? --TorsTen 20:55, 17. Jul 2004 (CEST)
Ich finde das was da steht für absoluten Quatsch!--Ot 20:57, 17. Jul 2004 (CEST)

Kannst Du es bitte etwas genauer fassen, was du für Quatsch hälst? --TorsTen 21:11, 17. Jul 2004 (CEST)
Hi Torsten! Ich habe mir die Versionen nochmal angeguckt. Du hast es schon neutraler formuliert. Aber das Gewerkschaften jetzt auch noch für die Höhe der Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht werden und nicht auf die Rolle der Arbeitgeber eingegangen wird finde ich sehr einseitig. Ich würde gerne eine Studie dazu lesen - aber bitte eine wissentschaftliche! Deswegen solltes es noch neutraler formuliert werden oder gelöscht.--Ot 08:42, 18. Jul 2004 (CEST)

Halo Ot,
mein Herz hängt nicht an dem Satz, aber er ist korrekt. Diese Modelle zur Analyse der Arbeitslosigkeit existieren und sie sind nicht ganz so blödsinnig, wie sie auf den ersten Blick klingen.
Ich wäre dafür den kompletten Abschnitt zu überarbeiten und fundierte Argumente zusammenzutragen. Wenn einer der Autoren der Erstfassung vielleicht seine Quellen offenlegen würde, könnte man Kritik und Ansatz konkret benennen. Außenvor bleiben muss die Rhetorik des Tarifkampfs und vage Mutmaßungen - gefragt sich wissenschaftliche Untersuchungen, Gutachten und zuordnungsfäige politische Statements jenseits der Tagespolitik. --TorsTen 09:42, 18. Jul 2004 (CEST)
Ich auch, habe aber zurzeit keine Quellen dazu z.B. bei der OECD gefunden und halte es immer noch für Märchen der Arbeitgeberseite--Ot 18:54, 18. Jul 2004 (CEST)

Kritik: Umverteilung

Als allgemeinen Kritikpunkt an den Gewerkschaften könnte man die Tendenz anführen, dass sie es vorzieht vorhandenes wirtschaftliches Potential besser zu verteilen anstatt neues zu schaffen. Oftmals ist das aber mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden(Vermögenssteuer, Ausbildungsplatzabgabe...)

Schön, wenn man das könnte - wie sieht es denn wirklich aus? --TorsTen 18:42, 17. Jul 2004 (CEST)

Was genau meinst Du mit der Frage? Ändere doch die Grammatik des Satzes einfach. Stern 18:49, 17. Jul 2004 (CEST)

Mit einer Grammatikänderung ist es leider nicht getan. Ungenannte Kritiker kritisieren nebulös irgendwas und als Beispiel werden eindeutig Maßnahmen der Politik genannt. Gewerkschaften haben ein vitales Interesse daran, dass wirtschaftliches Potential geschaffen wird. Wenn dies nicht erreicht wird, muss schon eine Begründung geliefert werden, zum Beispiel das klassische Principal-Agent-Problem oder unvollständige Information.--TorsTen 18:55, 17. Jul 2004 (CEST)

Naja, Du hast ja eigentlich auch Recht. Der Satz ist sehr allgemein. Gemeint ist wohl der Wunsch von Gewerkschaften zu mehr Umverteilung. Das ist ja durchaus eine Gewerkschaftsposition. Diese steht letztlich aber der Vergrößerung des Wohlstandskuchens entgegen (Nettowohlfahrtsverluste durch Steuern, die ja durch Umverteilung entstehen, oder eben durch Lohnerhöhungen). Das sollte man vielleicht aber doch volkswirtschaftlich fundiert einbauen. Stern 18:58, 17. Jul 2004 (CEST)

Wenn Du einen Vorschlag hast, bin ich gerne dabei. Ich kann jetzt aber nicht mal eben von mir aus einen Kritikpunkt an Gewerkschaften ausdenken, man sollte sich hier schon an berufene Kritiker aus Politik und Wissenschaft halten. Zudem ist heute nicht jede Gewerkschaft primär auf Umverteilung bedacht. --TorsTen

Gründe für Nicht-Mitgliedschaft: Reine Spekulation

"Etwa drei Viertel der Arbeitnehmer sehen ihre Interessen durch keine Gewerkschaft gewahrt; sie ziehen es vor, den Gewerkschaften fern zu bleiben."

Ich würde sagen, daß da auch einige "Trittbrettfahrer" dabei sind, die von den Tarifverträgen gerne profitieren, aber selbst nichts dafür tun wollen, insbesondere keine Beiträge zahlen.

Auf jeden Fall ist das reine Spekulation und kein NPOV. Ich werde das gleich ändern, Diskussionen bitte hier. --JensMueller 14:31, 25. Aug 2004 (CEST)

Fehlende Neutralität des Artikels schwächt das Wikipedia Konzept

Hinweise:
  • Das Gewerkschaften dem Schutz des Grundgesetzes unterliegen, ist eine der wichtigsten Rechtsgrundlagen der Gewerkschaften. Ich musste das nachtragen.
  • Zählt mal, wie oft das schwache "häufig" vorkommt. Da würde sich jede anständige Enzyklopädie schämen.
  • Als Tatsachen getarnte Meinungen (die mögen richtig oder falsch sein, Belege fehlen aber):
    • "Da Gewerkschaften häufig auf spezielle Sektoren begrenzt sind, kämpfen sie auch dann für den Erhalt ihres Sektors, wenn dieser ökonomisch nicht mehr wettbewerbsfähig ist."
    • "Gewerkschaften berufen sich häufig auf die Kaufkrafttheorie der Löhne. Diese ist jedoch ökonomisch gesehen wenig überzeugend."
    • "Dabei sollen Gewerkschaften niemals gänzlich das Wohl des Betriebes aus den Augen verlieren, weil sie kein Interesse haben sollten, dass ein Betrieb, etwa weil er nicht genug Geld für Investitionen zurückbehält, wirtschaftlich ins Hintertreffen gerät." (Satz nach moralphilosophischem Muster. Kann wahr oder falsch sein, hat aber in einer Enzyklopädie nichts zu tun.)

Mal sehen, wie lange mein Eintrag unter "Ziele" überlebt:

  • In den letzten Jahren nahm der Druck auf die Gewerkschaften zu. Staaten in Mittel- und Osteuropa sowie in Asien gelang es, ein hohes Bildungs-, Produktivitäts- und Infrastrukturniveau aufzubauen. In Staaten wie China erfolgt der Druck auf Gewerkschaften durch kriminalisierung der Gründer unabhängiger Gewerkschaften. Weiterhin existiert als Kennzeichen für fehlende Rechtsstaatlichkeit ein Widerspruch zwischen gesetzlichen Regelungen und der Einklagbarkeit von Rechten. - Die Folge der Konkurrenz aus Gebieten mit geringerer Rechtsstaatlichkeit und der Unterdrückung von Gewerkschaften war zum Teil die Abwanderung von Arbeitsplätzen aus Westeuropa.....
Das ist passend zum Artikel provokativ und wird vielleicht korrigiert werden müssen. Der Faktor "Fehlende Rechtsstaatlichkeit" als Vorteil totalitär regierter Standorte wird von Gewerkschaftsgegnern gerne aktiv igoriert oder in Zukunftshoffnungen versteckt (die in Hong Kong bereits jetzt schon zerfallen.) Ich bin gespannt, wie das umformuliert wird.

Der Artikel zeigt im Vergleich zu professionellen Enzyklopädien, wo die Wikipädia ihre Schwächen hat.

Literatur zu Standortbedingungen bei der Konkurrenz:

  • UK Home Office, Immigration and Nationality Directorate, Country Information and Policy Unit: China Country Report, 2003-10
  • European Country of Origin Network (ECOI): Themenpapier China
  • Human Rights in China (HRIC): Ethical Globalization
  • Sally Steward /Gabriel Donleavy: Whose Business Values?, 1995, ISBN 9622093868 (Hongkong)
  • Ian Mabbett, David Kelly (Hrsg.), Anthony Reid (Hrsg.): Asian Freedoms - The Idea of Freedom in East and Southeast Asia, 1998, ISBN 0521637570
  • Gregor Paul (Hrsg.), Caroline Y Robertson-Wensauer (Hrsg.): Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage, 1997, ISBN 3789054828
  • Lynda S. Bell (Hrsg.), Andrew I. Nathan (Hrsg.), Ilan Peleg: Negotiating Culture and Human Rights, 2001, ISBN 0231120818
  • Johnny Erling: China - Der grosse Sprung ins Ungewisse, 2002, ISBN 3451279959
  • Kai Strittmatter: Atmen einstellen, bitte! Pekinger Himmelsstürze, 2001, ISBN 385452742X
  • Kai Strittmatter: Vorwärts, Genossen!, 2003, ISBN 3854527780
  • Ostasieninstitut der FH Ludwigshafen: Xiù Cai
  • Arundhati Roy: Die Politik der Macht, 2002, ISBN 3442729874
  • Jan Mazurek: Making microchips, 1999/2003, ISBN 0262632705
  • Chaohua Wang/ He, Qinglian / Qian, Liqun: One China, Many Paths, 2003, ISBN 1-85984537-1
  • Bill Taylor / Kai Chang / Qi Li: Industrial Relations in China, 2003, ISBN 1840645784

--DL5MDA 19:09, 13. Feb 2005 (CET)

Ja, ja! Ich kann es nur unterstreichen, aber bei Wikipedia überwiegt leider der Hang zum Neoliberalismus - was tun? Ich habe es hier ein paar mal in Richtung NPOV geändert, aber es ist ein müßiges Geschäft.--Ot 12:49, 14. Feb 2005 (CET)

Geschichte

Muss man in der Geschichte nicht viel weiter zurück? Wenn ich mich recht erinnere, gab es die ersten Gewerkschaften in England. Bin leider kein Fachmann, aber vielleicht weiß dazu ja jemand mehr. Kaffeefan 17:20, 11. Mai 2005 (CEST)

Hab Anfänge über deutsche Gewerkschaften erweitert aus einem Textabschnitt von Zigarre. Hatte sowas im Hinterkopf(Schule) und hab dann danach gesucht und gefunden. do_ut_des25.5.2006

?

Ist das Westrick Theoriebildung? Ich kenne sowas nicht.--Ot 07:39, 15. Jul 2005 (CEST)

Erstaunen

Für ein so umstrittenes Thema finde ich den Artikel erstaunlich informativ. In den Blöcken Ökonomische Theorien, Kritik und Interessen geht manchmal ein bisschen was durcheinander. Einiges davon könnte man nach Kritik auslagern. Aber insgesamt finde ich den Artikel - wie gesagt - für ein so heißes Thema gar nich schlecht. Kaffeefan 09:03, 28. Jul 2005 (CEST)

Unsinn

Ich habe selten so einen Unsinn gelesen: "Ein Grund für diese Asymmetrie besteht darin, dass jeder Arbeitgeber oft über mehrere Arbeitnehmer verfügt, jeder Arbeitnehmer oft jedoch nur über genau einen Arbeitgeber verfügt. Kurz gesagt: der Arbeitgeber hat ein Monopol auf seine Arbeitnehmer, der Arbeitnehmer hat aber kein Monopol auf seinen Arbeitgeber." 80.145.108.96 16:46, 31. Okt 2005 (CET)

USA (Gewerkschaften)

also, da muß wirklich was getan werden! ist sehr platt und inteilen falsch! nicht zu vergessen ist das zum beispiel der "tag der Arbeit" aus den USA stammt! der einzige nicht kommerzielle feiertag der auch keine religiösen hintergründe hat. eigentlich verdient das einen eigenen artikel! ... mal sehen, ich habe meine literatur zu diesem thema im moment nicht greifbar Caronna 12:40, 11. Apr 2006 (CEST)

Geschichte gewerkschaftlicher Streiks

Ist das alles oder wird es noch ergänzt?--Ot 12:16, 12. Mai 2006 (CEST)

Einleitung

Komische Einleitung. --Alien4 16:40, 13. Nov. 2006 (CET)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Gewerkschaft und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).