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Ghulam Ahmad

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Der Artikel Ghulam Ahmad gehört zur Kategorie: Mann, Ahmadiyya, Geboren 1835, Gestorben 1908
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Ghulam Ahmad
Bildherkunft

Ghulam Ahmad (* 1835; † 1908) ist der Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat (Glaubensgemeinschaft). Er stammt aus Qadian in Indien. 1882 erhob er den Anspruch „Mudschaddid des 14. islamischen Jahrhunderts“ zu sein, wofür er zunächst anerkannt wurde. Als er jedoch 1890 verkündete, auch der in den islamischen und christlichen Quellen vorausgesagte „Verheißene Messias und Mahdi“ zu sein, erfährt er Widerspruch und Ablehnung von orthodoxen Muslimen. Sein Anspruch bildet die Grundlage der Ahmadiyya Muslim Gemeinde, die er am 23. März 1889 in Qadian gegründet hat.

Vorfahren

Hadi Beg, ein Vorfahre persischer Abstammung, wanderte zur Zeit des Mogul-Kaisers Babur nach Indien ein. Im Punjab ließ er sich nieder und gründete ein Dorf namens Islampur (Dorf des Islam), heute Qadian. Die Familie bekleidete unter der Herrschaft der Mogulen einflussreiche Staatsämter. In ihrer Hochzeit umfasste ihr Besitz Qadian und 85 weitere Dörfer, insgesamt 12840 Hektar. Mit dem Untergang der Mogul-Herrschaft nahm auch der Einfluss- und Machtbereich der Familie ab. Mitte des 19. Jahrhundert war der Grundbesitz auf Qadian zusammengeschrumpft. Ghulam Murtaza trat in das Heer des Maharajas ein. Nach der Festigung der Sikh-Herrschaft wurden vom Sikh-Herrscher Maharaja Ranjit Singh fünf Dörfer zurückgegeben. Im Jahre 1839 starb der Sikh-Herrscher und das Sikh-Reich begann sich aufzulösen. Gleichzeitig erweiterten die Briten ihren Machtbereich bis in den Punjab. Ghulam Murtaza diente der britischen Regierung ebenso treu, wie er der Sikh-Regierung gedient hatte. Für seine Dienste erhielt er später eine Rente von 200 Rupie. Anlässlich des Todes von Ghulam Murtaza schrieb viele Jahre später Sir Robert Egerton, ein Finanzsekretär des Punjab, an Ghulam Ahmads Bruder: „Ich werde die Wiederherstellung Ihres Familienbesitzes und das Wohlergehen Ihrer Familie im Auge behalten, sobald sich eine günstige Gelegenheit ergibt.“ Aber diese Gelegenheit ergab sich nie. Trotzdem wurde von diesem Zeitpunkt an behauptet, dass die Familie, und Ghulam Ahmad selbst, von der britischen Regierung eine bevorzugte Behandlung genossen habe.

Ghulam Ahmad wurde am 13. Februar 1835 als zweiter Sohn von Ghulam Murtaza (†1876) und Chiragh Bibi (†1868) geboren. Seine Zwillingsschwester starb wenige Tage nach ihrer Geburt. Sein Vater war ein Oberhaupt und der größte Landeigentümer im Dorf Qadian. Obwohl er keine Reichtümer besaß, so hatte er doch einige Bedienstete und eine anerkannte Stellung von Autorität. Dies bedeutete auch, dass Ghulam Ahmad Privatunterricht bei verschiedenen Lehrern erhalten sollte.

Wirken

Ghulam Ahmad schrieb viele religiöse Bücher. Sein Hauptwerk Barahin-i-Ahmadiyya wurde als geniale Verteidigung des Islam anerkannt. 1880 bewies er die Gültigkeit aller Koranverse, womit er die Lehre von der Abrogation widerlegte. 1882 erhob er den Anspruch, ein von Gott Auserwählter zu sein, 1885 ein Mudschaddid (Erneuerer) des 14. islamischen Jahrhunderts zu sein. Am 20. Februar 1886 soll Allah ihm offenbart haben „Ich werde deine Botschaft bis ans Ende der Welt tragen“. Allah soll ihn zu aufgefordert haben eine Gemeinschaft zur Reform des Islam ins Leben zu rufen. Als er am 23. März 1889 die islamische Konfession Ahmadiyya Muslim Jamaat gründete war der erste, der im Treue gelobte (d.h. das Baiat ablegte), Hakeem Maulvi Nooruddin, der als Khalifatul Massih I. später sein Nachfolger werden sollte. 1890 verkündete er, auch der in den islamischen und christlichen Quellen vorausgesagte „Verheißene Messias und Mahdi“ zu sein, womit er Widerspruch und Ablehnung seitens orthodoxer Muslime hervorrief. Er weigerte sich den „Dschihad“ für den indischen Unabhängigkeitskampf auszurufen mit der Begründung, solange England die Religionsfreiheit achte und garantiere, gäbe es dafür keine religiöse Begründung, verstärkte die Kontroversen. Die erste Jalsa Salana hält er am 27.12.1891 in Qadian ab, diese Versammlungen zur spirituellen Erbauung werden seitdem jährlich organisiert. Im Juli 1895 habe Allah ihm mitgeteilt, dass Jesus lange nach der Kreuzigung, die er überlebte, eines natürlichen Todes starb und in Srinagar/Kaschmir begraben läge. Auf der „Konferenz der Großen Religionen“ 26.-29.12.1896 in Lahore wurde Ghulam Ahmads Schrift „Die Philosophie der Lehren des Islam“ mit überwältigendem Erfolg verlesen. Im April 1899 verfasste er das Buch „Jesus in Indien“. Im September 1902 forderte er Dr. John Alexander Dowie heraus (s. Der Messias-Wettstreit). Am 13.03.1903 legte er den Grundstein für das „Weiße Minarett“ in Qadian. Im Mai 1908 beendet er das Buch „Eine Botschaft des Friedens“.

Überzeugungsfundamente

Seine Anhänger glauben, dass in spiritueller Hinsicht die Wiederkunft von Isâ (Jesus Christus) durch die Ankunft von Ghulam Ahmad erfolgte. Ebenfalls gehört es zu ihren Überzeugungsfundamenten, dass Ghulam Ahmad die Endzeitverkörperung der Qualitäten Krischnas sei, der ein Avatara der Aryaner und ein Prophet Gottes gewesen wäre und von Gott Offenbarungen erhalten hätte.

Gleichzeitig betont die Ahmadiyya den Wahrheitsanspruch des Islam und anerkennt aber auch gleichzeitig alle Religionen in ihrem Ursprung als wahr an. Buddhas, Konfuzius, Krischna und Zarathustra werden als Gesandte Allahs angesehen, jedoch nicht als Verkörperung Gottes.

Ghulam Ahmad hat den (religiös motivierten) Krieg für abgeschafft erklärt gemäß dem Hadith:

»Muhammed sagte: „Ich schwöre bei Allah, in dessen Hand mein Leben ist, dass der Sohn der Maria bald zu euch herabkommen wird. Er wird ein gerechter Richter sein und die Kreuze zerbrechen, er wird das Schwein töten und die Kriegssteuer (Jizya) abschaffen. Er wird Reichtum in einem solchen Ausmaß verteilen, dass keiner ihn mehr annehmen wird; und eine Niederwerfung (Sadschda) wird besser sein als die Welt und das, was sie enthält.“« (Hadith: Buchari, Muslim, Tirmidhi)

worin sich die strikte pazifistische Haltung begründet. Hier liegt auch ein Grund für den Hass der anderen islamischen Gruppen, die damals den bewaffneten Kampf gegen die Engländer (Besatzungsmacht in Indien) gepredigt hatten. Die Ahmadis halten es für eine bessere Lösung auszuwandern, als Krieg zu führen.

Kontroversen

Die Lehren von Ghulam Ahmad und der Glaube seiner Anhänger haben große Kontroversen zwischen muslimischen Gruppen hervorgerufen, besonders in Pakistan. Dort erreichten fundamentalistische Mullahs, dass das Parlament Ahmadis zu Nicht-Muslimen erklärte. Sie glauben im Unterschied zum Islam:

  • an die Prophetenschaft von Ghulam Ahmad
  • daran, dass Ahmad der Messias ist, das heißt der „Gesalbte“, den die Bibel als kommenden bzw. wiederkommenden Christus prophezeit
  • daran, dass Ahmad der Mahdi - die von Gott geleitete Person - ist
  • daran, dass mit der Wiederkunft des Messias der religiös motivierte Krieg - der Dschihad - abgeschafft ist
  • daran, dass die Verse des Qur'an nicht abrogiert werden können.
  • daran, dass Isâ nach Kaschmir auswanderte und in Srinagar begraben liegt.

Prophetenschaft

Dem Streit um die Prophetenschaft liegt die Kontroverse zugrunde, ob das arabische Wort khatam-nabuwat im Qur'an (Sure 33:40) als Idiom oder buchstäblich zu verstehen ist. Man kann den Ausdruck als Siegel der Propheten übersetzen oder als Größter und Bester Prophet oder Letzter Prophet. Einige Muftis meinen, dass Mohammed der letzte Prophet war und mit ihm die Prophetenkette abgeschlossen sei. Dieser Auffassung widersprechen aber einige Ahadith. Es widerspricht auch der Eigenschaft Allahs, der Sprechende zu sein. Diese Eigenschaft Allahs höre nie auf und es sei immer der Weg Allahs gewesen zu den Menschen auch durch Propheten zu sprechen. Nach Überzeugung der Ahmadis bedeutet Siegel deswegen lediglich, dass alle nachfolgenden Propheten keine neue Religion begründen und kein neues religiöses Buch wie den Koran bringen. In diesem Sinne war Ghulam Ahmad ein Erneuerer des Islam, gilt aber als Prophet, weil er auch viele Prophezeiungen von Allah erhielt.

Abweichend ist die Ahmadiyya Anjuman Isha'at-e-Islam Lahore's (AAIIL) der Auffassung, dass Ghulam Ahmad nur ein Reformer (Mudschaddid) und Messias, nicht aber Prophet war.

Messias

Christen wie Muslime glauben, dass Isâ (Jesus Christus) wiederkommen müsse. In den Hadithen ist manchmal von Messias die Rede und manchmal von Mahdi. Ein Hadith erklärt aber, dass dies nur zwei Attribute ein und derselben Person sind: „Der Mahdi ist kein anderer als der Messias.“ Ibn-Majah

Mahdi

Ein Mahdi ist eine Person, die direkt von Allah geleitet wird. Dies sind in hohem Maße nur Propheten. Während Ahmadis glauben, dass der Mahdi einen spirituellen und intellektuellen Dschihad führen wird, erwarten andere islamische Gruppen einen Mahdi, der den Islam im bewaffneten Kampf wieder erstarken lässt. Man erkennt eine Parallele zu den Juden, die von Isâ (Jehoschua) enttäuscht waren, als er sich nicht als der erhoffte Anführer für einen bewaffneten Aufstand gegen die römischen Besatzer entpuppte.

Dschihad

„Die Tinte des Gelehrten ist wertvoller als das Blut eines Märtyrers.“ (Hadith) Deshalb wird nach Auffassung der Ahmadis das Brechen des Kreuzes (das meint die Widerlegung der christlichen Glaubenssätze) durch den Dschihad der Feder und den Dschihad des Arguments erfolgen. Es ist ein Missverständnis zu glauben, dass eine Religion mit dem Schwert verbreitet werden kann. Eine Religion hat nur dann Kraft, wenn die Menschen diese aus Überzeugung selbst annehmen.

Unter dem größten Dschihad wird die Verbesserung des eigenen Charakters, Moral und Spiritualität verstanden. So sagte der Prophet Mohammed zu seinen Männer, als er von einem Verteidigungskrieg zurückkehrte: „Hinter uns liegt der kleine Dschihad (jihaad saghir) und vor uns liegt der größte Dschihad (jihaad akbar).“ (Hadith)

Koranverse können nicht abrogiert werden

Ghulam Ahmad wies den Glauben einiger Muslime zurück, dass ein Vers im Koran einen anderen aufheben könne. Er war davon überzeugt, dass der Koran eine Offenbarung des Wortes Gottes ist und als solches entsprechend seiner Selbstaussage keine Widersprüche enthält. (Siehe Koran 2:2, 4:82, 11:1) Jeder Widerspruch im Koran führte er auf Missverständnisse und Falschinterpretationen zurück.

Jesus in Indien

Einige Muslime haben sich die Auffassung der Christen zu eigen gemacht, dass Isâ (Jesus Christus) von Gott (leiblich) in den Himmel erhoben wurde (Christologie). Nach Ghulam Ahmad überlebte Isâ die Kreuzigung bewusstlos, erschien nach seiner Genesung den Jüngern und wanderte nach Kaschmir aus, wo er hochbetagt starb. Ghulam Ahmad führt in seinen Schriften aus, dass Isâ in indischen Schriften auch als Yuz Asaf (der Versammler) genannt wird.

Nachfolge

Nach dem Tod Ghulam Ahmads wird die Ahmadiyya Muslim Jamaat durch seine Nachfolger, Kalif genannt, geführt.

Insgesamt gibt es nach eigenen Angaben 80 Millionen Anhänger der Ahmadiyya. Ein Großteil davon lebt in Pakistan, Europa, Amerika und Afrika. Der aktuelle 5. Kalif residiert in London.

  1. Kalif: Hakeem Maulvi Nooruddin
  2. Kalif: Basheeruddin Mahmood Ahmad
  3. Kalif: Nasir Ahmad
  4. Kalif: Tahir Ahmad
  5. Kalif: Masroor Ahmad

Der Messias-Wettstreit

Dr. John Alexander Dowie (* 1847; † 1907) war ein katholischer Führer und gründete 1896 die The Christian Catholic Apostolic Church in Zion und nannte sich der erste Apostel. In endzeitlicher Erwartung erbaute er 1901 Zion City in Illinois, USA. 1902 beanspruchte er öffentlich Elijah, der Erneuerer zu sein. Er hasste den Islam und versprach, dass der Islam vernichtet würde. Ghulam Ahmad hörte davon und forderte Alexander Dowie im September 1902 zu einem Gebetsduell (Mubahala) heraus. Beide sollten zu Gott beten, er möge die Wahrheit ans Licht bringen, indem der den Lügner zu Lebzeiten des anderen vernichten möge. Über diese Herausforderung wurde öffentlich in amerikanischen Zeitungen berichtet. Alexander Dowie hat darauf sehr arrogant reagiert, er würde den muslimischen Messias unter seinem Fuß zertreten. Doch Alexander Dowie wurde krank und starb, von Familien und Freunden verlassen, nach einem Siechtum elendig 1907, ohne sein Versprechen halten zu können. Als er starb titelte die Sunday Herald of Boston in ihrer Schlagzeile Great is Mirza Ghulam Ahmad, the Promised Messiah! Foretold pathetic end of Dowie....

Werke

Literatur

Weblinks

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Diskussion der Autoren über den Artikel: Ghulam Ahmad


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Überarbeitung

Der Artikel ist in meinen Augen allerdings mehr als überarbeitungswürdig. Was haben Spekulationen über die Funktionalität von Mischehen hier zu suchen? Zumal es gar nicht Ahmad verboten haben soll. Inwiefern unterstützt die angegebene Hadith eine "strikt pazifistische" Haltung? Keine Erwähnung des Sikhs-Königreiches, keine der Briten. Nichts über "Jesus in India". Eine unbelegte Legende mit John Alexander Dowie. Da ist der Artikel aus der englischen Wikipedia , obwohl auch als tendenziös markiert, neutraler und informativer, enthält auch ein Bild. Wenn ich mich trau, den zu überarbeiten, freu ich mich schon auf den Versionskrieg mit den Ahmadiyya. Obwohl ich mir natürlich sage: "sei mutig". Merren 20:18, 26. Jan 2005 (CET)

Ich sag mal, es ist besser wenn Sie ihn überarbeite, als wenn ich das tu. Dann heißt es gleich "tendenziös", also lasse ich es lieber gleich.
Was hat ein Sikh-Königreich mit Hazrat Mirza Ghulam Ahmad zu tun? "Jesus in Indien" ist ein großes Thema und ruft geradezu einen apologetischen Krieg mit christlichen Gruppen herbei. Vielleicht sollte man es bei einem Link zu dem Thema belassen?!?? Die Identifizierung des Grabes Jesu in Srinagar beruht auf einer Offenbarung Gottes. Aber das gehört für Sie ja wohl wieder in die Kategie "unbelegte Legende" ;-) Wie Sie sehen, lass ich die Finger vom Heißen Eisen. Was das Gebetsduell mit John Alexander Dowie betrifft, so bin ich einfach der Bitte gefolgt, doch die Lücke zu schließen. Ich war überrascht, dass es die von Dowie gegründete christliche Sekte noch gibt und es sogar Webseiten darüber gibt. Ich habe von dort ein paar biografische Daten von Dowie übernommen. Der Hass Dowies auf den Islam und seine Aussprüche, der Islam würde vernichtet werden sind wohl genauso wenig Legende wie die Herausforderung Hazrat Mirza Ghulam Ahmads. Den Abschnitt über Heiratspraxis habe ich eingefügt, weil jemand zuvor geschrieben hatte [Zitat] Eine Heirat zwischen einem Muslim der jedoch nicht zur Ahmadiyya-Sekte gehört und einer Angehörigen der Ahmadiyya wird von den Anhängern Ghulam Ahmads zum Beispiel nicht geduldet. [Zitat Ende], was in dieser Verknappung auch nicht stimmt. Ich habe vor einigen Stunden einen Ahmadi gesprochen deren Frau keine Ahmadi-Muslima ist. Er versicherte mir, dass er nicht zur Scheidung gezwungen wurde. ;-) Die Aufgabe, den Artikel zu überarbeiten, wird nicht leicht sein. Ich würde Sie aber lieber unterstützen wollen, als in einen Krieg (und sein es nur ein Versionskrieg) einzutreten. ;-)--Ahmadi 03:21, 3. Feb 2005 (CET)

Ich habe mich mal auf der englischen Seite umgesehen und mich dazu hinreißen lassen, die wichtigsten Lehrunterschiede zu anderen islamischen Gruppen aufzuführen. Möge jemandes anderes das (Überarbeitungs)Werk fortführen.--Ahmadi 04:31, 3. Feb 2005 (CET)

Als erstes Danke für die Diskussionsbereitschaft. Der Artikel sollte auf die Person Ahmads ausgerichtet sein. Das Ende des Sikhs-Königreich fiel genau mit dem Tot seines Vaters zusammen, 1849 als Ahmad 14 war. Das Erlebnis muss ja traumatisch gewesen sein. Wie ist der Vater gestorben? War er Sikh? Warum dann Ahmads klar muslimische Sozialisation? Immerhin diente er dem alten Regime als Offizier. "Jesus in Indien" ist von verschiedenen Autoren wie Notowitsch und Däniken aufgenommen und weiterverarbeitet worden. Da Ahmad hier originär war, verdient das Thema einer Behandlung. Was islamische Kritiker betrifft, so sollte man darauf eingehen, da sie nicht selten biographisch argumentieren (werfen Klüngelei mit den Briten vor). Ich schlage vor, Du schmeisst alles raus, was nicht Ahmad direkt betrifft und besser bei Ahmadiyya auf gehoben ist (evtentuell rüberkopieren). Schriften, die von Ahmad direkt stammen, bitte unter _Werke_ und nicht unter _Literatur_. Den Stub, der dann noch überbleibt, werde ich dann versuchen mit den mir leider spärlich zu Verfügung stehenden Quellen aufzufüllen. Merren 18:44, 15. Feb 2005 (CET)

Natürlich soll der Artikel auf die Person Ahmads ausgerichtet sein. Doch versuchen Sie mal bei einem Artikel über Hazrat Jesus das Christentum oder Judentum rauszulassen, es wird wohl nicht recht gehen. So werden Überschneidungen zum Artikel Ahmadiyya sich wohl nicht ganz vermeiden lassen.
Warum das Ende des Sikh-Königreichs traumatisch für Hazrat Mirza Ahmad gewesen sein soll, leuchtet mir nicht ein. Ich halte solche Spekulationen für unangebracht. Es erinnert mich an die Unsitte einiger Christen in ihrer Apologetik Hazrat Muhammad (saw) zu unterstellen, er habe sich bei einem epileptischen Anfall den Heiligen Qur-ân selbst eingebildet. Unsere Religion verbietet es uns despektierlich über Personen und Dinge zu reden, die anderen heilig ist. Es wäre schön, wenn uns dieser Respekt auch gewährt würde.
Nach meinen Unterlagen starb die Mutter 1868 und der Vater 1876, er wurde 80-85 Jahre alt.
Mirza Hadi Beg, ein Vorfahre Ahmads, wanderte Ende des 16. Jhds. von Persien nach Indien ein. Er gründete im Punjab ein Dorf Namens Islampur (Dorf des Islam) und war in Delhi in der Verwaltungsbehörde des Mogul-Kaisers Babar tätig. Als Sitz des Magistrats wurde das Dorf nun Islampur Qadi genannt. Der Namensbestandteil Islampur verschwand und Qadi veränderte sich zu Qadian.
Das Buch "Jesus in Indien" ist sicher erwähnenswert, aber auch andere Werke, z.B. "Philosophie des Islam".
Das Wort islamische Kritiker ist wohl ein Euphemismus. Diese Kritiker bekämpfen die AMJ in Pakistan aufs Übelste. Mord, Totschlag und Plünderung kann wohl kaum mit dem Begriff Kritik umschreiben. Der Vorwurf der Kolaboration mit den Briten ist nur eine ganz gewöhnliche Rufmordkampagne, die ihren Ursprung darin hat, dass Hazrat Mirza Ghulam Ahmad den bewaffneten Jihaad für abgeschafft erklärte, während andere islamische Gruppen zum bewaffneten Aufstand gegen die Briten riefen. Während für diese Gruppen Ahmad ein Verräter war, so befand sich Ahmad doch in guter Gesellschaft mit Mahatma Gandhi, der ebenfalls für einen gewaltfreien Kampf plädierte.
Sie werden sicherlich für Ihre Arbeit noch viele Detailinformationen benötigen. Ich biete Ihnen an, folgende Literatur kostenlos dafür zur Verfügung zu stellen:
Der Verheißene Messias
Autor: Mirza Mubarik Ahmad
ISBN: 3-921458-26-9

Ahmadiyya, eine Bewegung des Islam
Autor: Anas Malik
ISBN: 3-921458-28-5

Mirza Ghulam Ahmad von Qadian
Autor: Iain Adamson
ISBN: 3-921458-72-2
--195.135.153.106 16:06, 21. Feb 2005 (CET)
Sorry, ich hatte wohl vergessen mich einzuloggen! ;-) --Ahmadi 20:45, 6. Mär 2005 (CET)

Heiratspraxis

(s.o. "Was haben Spekulationen über die Funktionalität von Mischehen hier zu suchen?") Zu Anfang war die Heirat zwischen einem Ahmadi und einen Nicht-Ahmadi noch üblich. Inzwischen gibt es aber weltweit genug Ahmadis, sodass die Heirat mit einem Nicht-Ahmadi nicht mehr zwingend erforderlich ist. Im Allgemeinen führen gemischtreligiöse Ehen meist zu unüberbrückbaren Problemen, wenn beide Ehepartner ihre Religion ernsthaft ausüben, z.B. bei der Kindeserziehung. Was soll beispielsweise ein Kind christlich-islamischer Eltern denn nun glauben, war Hazrat Isa (Jesus Christus, as) nun ein Prophet oder ein Gott und war Hazrat Muhammad (saw) ein Betrüger und Lügner oder ein Prophet. Es sind hier kaum praktizierbare Kompromisse möglich. Zwischen einem Ahmadi-Muslim und einem Nicht-Ahmadi-Muslim gäbe es ähnliche Schwierigkeiten bzgl. der Person Hazrat Mirza Ghulam Ahmads (as). War er der Verheißene Messias und Imam Mahdi, oder ein Schwindler und Lügner. Weitere Fragen tun sich auf: Ist der Jihaad mit geistlichen Mitteln und auf der Basis mit Argumenten zu führen, oder mit der Waffe. Warten im Paradies 72 Jungfrauen auf den Märtyrer oder sind die Paradiesbeschreibungen eher allegorisch zu deuten.

Fakt ist, dass gemischtreligiöse Ehen relativ zu religionshomogenen Ehen häufig scheitern. Um ein Anwachsen der Scheidungsrate zu vermeiden, wurden vom Khalifa gemischtreligiöse Ehen verboten. Die Anweisungen des Khalifa werden von den Ahmadis gewöhnlich befolgt. Es gibt aber immer noch die Möglichkeit eine Ausnahmegenehmigung vom Khalifa zu bekommen. Diese Genehmigung wird in der Regel auch erteilt, allerdings mit eindringlichen Hinweisen auf die Risiken einer solchen Ehe. Die Regelung hat also den Hintergrund empirischer Erfahrungen und basiert nicht auf einer Anordnung des Koran oder auf ideologischen Überlegungen.

Lesenswert-Diskussion 21.-28. Juli 2006 (gescheitert)

Das Review hat leider bislang keinerlei Anhaltspunkte ergeben. Ich möchte mit dieser Nominierung eines Standortbestimmung des Artikels erreichen. --84.177.48.228 17:22, 21. Jul 2006 (CEST)

1.) -> 1882 erhob er den Anspruch „Mujaddid des 14. islamischen Jahrhunderts“ zu sein, wofür er zunächst anerkannt wurde. -> Frage: Wer (Organisation, religiöse Würdenträger, etc.) hat ihn als Mujaddid anerkannt ? Gruß Boris Fernbacher 17:59, 21. Jul 2006 (CEST)

Ghulam Ahmad war zunächst anerkannt, sein Hauptwerk "Barahin-i-Ahmadiyya" wurde als "glänzende Verteidigung des Islam" gewürdigt. Auf der interreligiösen Konferenz (vom 26. bis 28. Dezember 1896) in Lahore wurde sein Vortrag "Philosophie der Lehren des Islam" als bester Beitrag gefeiert. Genauere Angaben finden sich im Artikel Mujaddid aber auch für andere nicht. --Ahmadi 14:21, 22. Jul 2006 (CEST)

2.) Glaubensüberzeugungen wie -> Diese Eigenschaft Allahs hört nie auf und es war immer der Weg Allahs zu den Menschen auch durch Propheten zu sprechen. müssen, da es nur Ansichten sind so -> Diese Eigenschaft Allahs höre nie auf und es sei immer der Weg Allahs gewesen zu den Menschen auch durch Propheten zu sprechen. umformuliert werden. Boris Fernbacher 18:11, 21. Jul 2006 (CEST)

Erledigt. --Ahmadi 14:21, 22. Jul 2006 (CEST)

3.) Der Absatz "Der Messias-Wettstreit" sollte raus. Was beweisst es, dass der Typ sechs Jahre später verstorben ist ? Eigentlich nichts. Boris Fernbacher 18:15, 21. Jul 2006 (CEST)

Es zeigt, dass der islamisch-christlicher Dialog schon im 19. Jahrhundert zwischen Indien und Amerika stattfand. --Ahmadi 14:21, 22. Jul 2006 (CEST)
Na ja; wenn du meinst. Ich persönlich würde so einen albernen "Wettkampf" nicht unbedingt als Dialog bezeichnen. Gruß Boris Fernbacher 14:33, 22. Jul 2006 (CEST)

Nun ja, der "Dialog" zwischen Islam und Christentum fand in Palästina auch lange Zeit als "Heiliger Krieg" ausgerufen von Päpsten statt. Man mag dazu stehen, wie man will, aber so ist es gewesen. Die Auseinandersetzung zwischen "Alexander Dowie" und "Ghulam Ahmad" mag "albern" wirken, aber so wie "Alexander Dowie" gibt es auch heute in USA noch viele christliche Prediger, die in landesweiten Fernsehstationen auftreten, und den Kampf gegen den Islam und Andersgläubige predigen. Wir müssen das zur Kenntnis nehmen. Die Wertung ist ja dem Leser (glücklicherweise) überlassen. --Ahmadi 17:19, 23. Jul 2006 (CEST)

Okay, du hast mich überzeugt. Wenn man es so sieht, macht der Abschnitt schon Sinn. Gruß Boris Fernbacher 17:16, 24. Jul 2006 (CEST)

 Diese Diskussion ist beendet --JHeuser 08:36, 29. Jul 2006 (CEST)

Mirza

Die Familie Mirza hat persische Vorfahren. Mirza ist also ein persischer Namensbestandteil und nicht aus der Sprache Urdu. In Pakistan sprechen nur 10% der Bevölkerung Urdu. Die Schlussfolgerung, wenn jemand in Pakistan lebt stamme sein Name aus der Sprache Urdu ist falsch, denn in Pakistan werden viele Sprachen gesprochen. Die Übersetzung von Mirza = Mister zeugt also von Unkenntnis. --Ahmadi 21:44, 8. Okt 2006 (CEST)

Dann nehmen wir halt das persische Wörterbuch: http://dsal.uchicago.edu/cg... Da steht genau dasselbe drin! Revert mal wieder, mein lieber Ahmadi? "Die Familie 'Mirza'" ... Ich habe selten so gelacht!!!

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Nach meiner bescheidener Kenntnis steht im Urdu aber "Sahib" für "Mister" und im Internet finden sich Beispiele die belegen, dass "Mirza" ein Name sein muss und nicht für die Anrede "Mister" stehen kann:

Ulrich Ladurner schreibt in einem Bericht über Pakistan:

Ich traf Mirza in dem Internetcafé bei mir um die Ecke. … „Das ist mein Freund Mirza!“, sagte Ahmed. Mirza kam auf mich zu und schüttelte meine Hand. …
Niemand würde jemanden mit „Das ist mein Freund Mister!“ vorstellen. ;-)
Quelle: Die Zeit, 2001/44

Zweites Beispiel:
Julia Gerlich schreibt über die pakistanische Kabarettistin Shazia Mirza:

„Wie Sie an meiner Kopfbedeckung erkennen können“, sagt sie und streicht über ihr schwarzes Kopftuch, „habe ich sehr fettige Haare!“ Das Publikum in einem Londoner Pub brüllt vor Lachen - Shazia Mirza, 27-jährige Tochter pakistanischer Einwanderer, ist der neue Stand-up-Comedy-Star.
Nach den Belehrungen des Sektenbeauftragten müsste die weibliche Künstlerin aus Pakistan „Shazia Mister“ heißen. ;-)
Quelle: Berliner Zeitung, 18.01.2003

Sat3 sendet über die pakistanische Kabarettistin Shazia Mirza:

„Mirza bringt ihrem Publikum die lustige Seite des Islam nahe.“
Quelle: Kulturzeit, 28.01.2003
„Ich heiße Shazia Mirza. Das steht wenigstens in meinem Pilotenschein.“
Quelle: 28.01.2003
Shazia Mirza is a comedian from Birmingham in England, whose act revolves around her Muslim faith.
en.wikipedia.org: :en:Shazia Mirza

Tennis: Martina Hingis scheitert an Sania Mirza.
Quelle: [LINK]

pers. Titel für Prinzen.
de.wikipedia.org: Mirza

Konkrete Namensbelege in engl. Wikipedia, z.B. Iskander Mirza (Erster Präsident Pakistans)
en.wikipedia.org: :en:Mirza

Siehe auch Diskussion im Artikel Ahmadiyya!

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Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Ghulam Ahmad und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).