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Der Artikel Gift gehört zur Kategorie: Gift, Chemikaliengruppe, Klinische Toxikologie, Toxikologie, Pharmazie
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Das Piktogramm eines Schädels mit gekreuzten Knochen wird traditionell als Zeichen für Gift verwendet. Bildherkunft |
Als Gift (althochdeutsch Gabe) bezeichnet man einen Stoff, der Lebewesen über ihre Stoffwechselvorgänge Schaden zufügen kann. Insbesondere von Lebewesen ausgeschiedene Giftstoffe oder Abfallprodukte werden auch als Toxine (griechisch τοξίνη, toxíne - die giftige [Substanz]) bezeichnet. Die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erforschung von Giften, ihrer Wirkung und deren Behandlung beschäftigt, ist die Toxikologie. Sie befasst sich mit giftigen Substanzen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen, mit den physiologischen Mechanismen der Giftwirkung und deren quantitativen Aspekten.
Der durch ein Gift angerichtete Schaden kann in vorübergehender Beeinträchtigung, dauerhafter Schädigung oder Tod bestehen. Bei anhaltender schädigender Gifteinwirkung spricht man von "chronischer Vergiftung", bei einer Gifteinwirkung, die umgehend zu einer Schädigung führt, von einer "akuten Vergiftung".
Nicht als Gifte werden Viren und Bakterien angesehen, die als Krankheitserreger bezeichnet werden. Ebenso gelten Substanzen oder Gegenstände, die ein Lebewesen ausschließlich mechanisch oder über Strahlung schädigen, nicht als Gift. Dagegen scheiden Bakterien oft Toxine aus, welche das Krankheitsbild hervorrufen. Inaktivierte Formen dieser Toxine, die sogenannten Toxoide, werden bei Impfungen verwendet, welche ihre Gefährlichkeit verloren haben, aber noch eine Immunantwort auslösen können.
In Landwirtschaft und Industrie werden Giftstoffe als Pestizide zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, insbesondere pflanzenschädigende Substanzen als Herbizide, insektenschädigende Substanzen als Insektizide sowie Fungizide gegen schädliche Pilze.
Giftigkeit
Grundsätzlich können alle dem Organismus zugeführten Stoffe oberhalb einer gewissen Dosis Schaden anrichten. Dies gilt sogar für unverzichtbare Substanzen wie Vitamine, Salz, Nährstoffe und Wasser. Paracelsus prägte den Satz „Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist." Die Toxizität, also das Ausmaß der Giftwirkung in Abhängigkeit von der Dosis, wird von vielen Faktoren bestimmt. Dazu gehören- die Galenik ("Zubereitung") des Toxins, eventuell die Mischung mit anderen Toxinen
- die Form der Verabreichung
- die Löslichkeit in Körperflüssigkeiten (insbesondere bei oraler Aufnahme)
- der zeitliche Verlauf der Aufnahme (akut, subakut, chronisch)
- die Umgebungstemperatur
- Eigenschaften des Probanden, wie
- der Gesundheitszustand, insbesondere der Zustand des Immunsystems
- Geschlecht
- Alter
- Körpergewicht
- eine mögliche Toleranz durch frühere Gaben des Toxins
Beispiele:
- Gift-"Cocktails", wie sie manchmal mit Mord- oder Suizidabsicht zusammengestellt werden, sind meist "giftiger" als die Summe der Einzelsubstanzen ("Potenzierung"). Dies gilt auch für die Kombination subtoxischer Mengen von Umweltgiften, die zusammen sehr wohl schädigend wirken können.
- Metallisches Quecksilber ist beim Verschlucken weniger giftig als bei der Inhalation der Dämpfe.
- Eine Dosis Ethanol, die im Laufe eines Abends (also subakut) in Form von Bier eingenommen und vertragen wird, kann bei akuter Zufuhr als Schnaps zu ausgeprägteren und eventuell gefährlichen Vergiftungserscheinungen führen.
- Die Einnahme von 10 Litern Wasser auf einmal (destilliert oder nicht) kann für einen Erwachsenen tödlich sein. Es kommt zur Hyponatriämie.
- Reine Sauerstoffatmosphäre ist akut schädlich und kann für Neugeborene tödlich sein.
- Ein durch Krankheit vorgeschädigter Organismus reagiert empfindlicher auf Gifte als der eines Gesunden.
- Eine Dosis Digitoxin, die bei einem Erwachsenen therapeutisch wirkt, kann für ein Kind oder einen älteren Menschen tödlich sein.
- Wiederholte Giftzufuhr führt bei vielen Substanzen zur Toleranzentwicklung. So gab es früher "Arsenikesser", die zum Teil das Mehrfache einer gewöhnlich akut tödlichen Dosis von Arsenik (As2O3) ohne (akute) Beeinträchtigung zu sich nahmen um sich gegen Giftanschläge zu schützen. Ein näherliegendes Beispiel ist Heroin (ein Opioid), gegen das der Mensch ausgeprägte Toleranz entwickelt.
- Vergiftungen mit Schlafmitteln führen zum Teil über Störungen der Temperaturregulation mit Auskühlen des Organismus zum Tod. Wenn der Auskühlung entgegengewirkt wird (Bettdecke, Heizung), wird eine Überdosis unter Umständen vertragen, die im Freien tödlich gewesen wäre.
Um dennoch die Giftigkeit (Toxizität) von Toxinen miteinander vergleichen zu können, müssen Tierversuche unter standardisierten Bedingungen herangezogen werden. Die häufig angegebene LD50 zum Beispiel gibt an, welche Stoffmenge, bezogen auf das Körpergewicht, bei der Hälfte einer Versuchstierpopulation zum Tod führt. Dabei steht LD für letale Dosis. Das tödlichste bekannte Gift ist das Botulinumtoxin, welches unter anderem in verdorbenen Fleisch- und Fischkonserven oder in Käse vorkommen kann.
Es muss beachtet werden, dass bei der tödlichen Dosis LD50 die Hälfte der Versuchstierpopulation stirbt. Das bedeutet, dass die ersten Tiere schon an einer geringeren Dosis sterben können.
Arten der Vergiftung
Je nach der Absicht der Giftzufuhr spricht man von akzidentellen (versehentlichen), suizidalen (Selbsttötung), homizidalen (Mord) und iatrogenen (im Rahmen einer Therapie mit Medikamenten aufgetretenen) Vergiftungen.Giftwirkung
Gifte greifen an unterschiedlichen Rezeptoren im Organismus an. Häufig betroffene Organe bei akuten Vergiftungen sind die Leber (Hepatotoxine, zum Beispiel durch Paracetamol), die Niere (Nephrotoxine) und Gehirn und Nerven (Neurotoxine, zum Beispiel Senfgas und andere Kampfstoffe (VX, Sarin, Agent Red). Viele Gifte greifen in die innere Atmung ein, so zum Beispiel Nitrite und Kohlenstoffmonooxid, die das Hämoglobin blockieren, oder Kaliumcyanid (Cyankali), das die Sauerstoffaufnahme im Gewebe behindert.Siehe auch: Antidot, Vergiftung
Einteilung von Giften
- Medikamente
- Chemikalien
- Haushaltsprodukte
- Gase
- Drogen
- Nahrungsmittel
- Atemgifte
Einzelne Gifte
- Pflanzliche Gifte
- Alkaloid Lycorin und Ambellin aus Belladonnalilie und Rittersterne Amaryllis
- Nikotin aus der Tabakpflanze
- Taxole von der Eibe
- Digitoxin aus dem Fingerhut (Pflanze)
- Strychnin aus dem Brechnußbaum
- Coniin aus dem Schierling
- Aconitin aus dem Eisenhut
- Tropan-Alkaloide aus der Tollkirsche, dem Stechapfel, der Engelstrompete oder dem Bilsenkraut
- Rizin aus Rizinus
- Curare
- Colchicin aus Herbstzeitlosen
- Pilz- und Bakteriengifte
- Tierische Gifte
- Schlangengift
- Bienengift
- Hornissengift
- Skorpionsgifte
- Spinnengifte
- Fischgift
- Gift wirbelloser Meerestiere, etwa der Seewespe oder des Blaugeringelten Kraken
- Froschgift
- Amphibiengifte
- Gift der männlichen Schnabeltiere.
- Andere Gifte
- Alkohol
- Ammoniak
- Beryllium
- Cyanwasserstoff
- DDT
- E 605
- Kaliumcyanid (Cyankali)
- Kohlenstoffmonooxid
- Schwefelwasserstoff
- die meisten Schwermetalle, z.B. Arsen oder Plutonium
- Phosphin
- Alle Phenole
- Methanol
Giftigkeit ausgewählter Substanzen (LD50)
Quellen: 1) nach Forth, Henschler, Rummel: Pharmakologie und Toxikologie, p. 749, 6. edit. B.I.W.- Verlag, Mannheim 1992 ISBN 343742520X, erweitert von W.H.Hopff 1996; übrige Quellen gemäß entsprechendem Wikipedia-Artikel.| Substanz | Herkunft | Tödliche Mindestdosis in Milligramm pro Mensch (70 kg) |
|---|---|---|
| Botulinumtoxin 1) | bact. | 0,0000021 |
| Tetanustoxin 1) | bact. | 0,000007 |
| Ricin 1) | pflanzl. | 0,0014 |
| Diphtherietoxin 1) | bact. | 0,021 |
| Dioxin, TCDD 1) | chem. | 0,07 |
| Tetrodotoxin 1) | Fisch | 0,7 |
| Saxitoxin 1) | Muschel | 1,4 |
| Plutonium | Element | ~20 |
| Bufotoxin 1) | Frosch | 27,3 |
| Curarin 1) | pflanzl. | 35 |
| Heroin 1) | halbsynth. | 50 |
| Sarin (Kriegsgift) 1) | chem. | 53 |
| Nicotin 1) | pflanzl./Alkaloid | 70 |
| Hyoscyamin (Tollkirsche) | pflanzl. | 100 |
| Fentanyl | synth. | 217 |
| Cyankali 1) | chem. | 250 |
| Morphin | Alkaloid | 300 |
| Phenobarbital 1) | med. | 7.000 |
| Ethanol (Alkohol) 1) | biosynth. | 179.900 |
Es muss beachtet werden, dass bei der tödlichen Dosis LD50 die Hälfte der Versuchstierpopulation stirbt. Das bedeutet, dass die ersten Tiere schon an einer geringeren Dosis sterben können.
Juristische Definition
Das Beibringen von Gift wird in Deutschland nach § 224 Abs. 1 Nr. 1 Alt. 1 StGB als gefährliche Körperverletzung bestraft. Nach herrschender Ansicht ist ein Gift jeder organische oder anorganische Stoff, der nach seiner Art, der beigebrachten Menge, der Form der Beibringung und der Körperbeschaffenheit des Opfers durch chemische oder chemisch-physikalische Wirkung die Gesundheit zu beschädigen geeignet ist. Beigebracht ist ein Gift dann, wenn eine Körper-Stoff-Beziehung hergestellt wurde.
Berühmte Vergiftungsfälle
- Sokrates starb durch einen Schierlingsbecher.
- Kleopatra ließ sich der Sage zufolge zwecks Selbsttötung von einer Kobra beißen, um der Gefangennahme durch Octavian zu entgehen.
- Der bulgarische Journalist und Dissident Georgi Markow wurde 1978 in London vermutlich von Geheimdienstagenten auf offener Straße mit einem Regenschirm angegriffen und in den Oberschenkel gestochen. Durch die Spitze des Schirms wurde eine Platin/Iridium-Kugel (Durchmesser 2mm), die mit Rizin präpariert worden war, durch einen Federmechanismus in den Oberschenkel "geschossen". Markov starb einige Tage später im Krankenhaus an den Folgen des Giftes.
- Wie mehrere Medien berichteten, konnte mittlerweile nachgewiesen werden, dass Wiktor Juschtschenko, der seit September 2004 an einer lebensgefährlichen Krankheit leidet, mit Dioxin vergiftet wurde.
- Eva Hitler vergiftete sich am 30. April 1945 durch das Zerbeißen einer Zyankaliampulle.
- Am 1. Mai 1945 gegen 22 Uhr töteten sich Joseph Goebbels und seine Frau Magda mit Blausäure.
- Hermann Göring beging 1946 vor seiner Hinrichtung mit einer Zyankalikapsel Selbstmord.
Siehe auch
Quellen
Literatur
- Weilemann / Kelbel / Reinecke / Ritter-Weilemann: Giftberatung Pflanzen. 2000 ISBN 3-7741-0812-9
- Oliver Sauer, Sacha Weilemann: Drogen – Eigenschaften, Wirkungen, Intoxikationen. ISBN 3-87706-601-1
- L.S. Weilemann, H.J. Reinecke: Notfallmanual Vergiftungen. 1996 ISBN 3-13-102591-3
- Thomas Börner: Die Toxine der Cyanobakterien: Neue bioaktive Verbindungen. Biologie in unserer Zeit 31(2), S. 108 - 115 (2001), ISSN 0045-205X
Weblinks
- Über Gifte
- Giftnotrufzentralen in Deutschland und weitere Informationen zu giftigen Pflanzen
- Giftinfo.de, Beratungsstelle bei Vergiftungen
- Chemische und biologische Kampfstoffe
- Kontaktgiftige Pflanzen der Welt
- Giftpflanzen-Kompendium
- Giftpflanzen
- Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum Sehr informativ!
- Die Rezepte der Giftköche Welt.de
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Benutzung dieses Bausteins
Dieser Baustein soll nur als Hinweis dafür dienen, dass Wikipedia nicht die Konsultation eines Arztes ersetzen kann. Er ist hingegen unangebracht bei rein beschreibenden Artikeln, z.B. Artikeln aus der Anatomie.Gesundheitshinweis
simple:Poison
Diskussion der Autoren über den Artikel: Gift
Blödsinn wurde eingefügt ... kann das jemand Rückgängig machen!
- Erledigt. Siehe auch Wikipedia:Vandalismus. --Soundray 11:34, 27. Okt 2004 (CEST)
Die Vergiftung Juschtschenkos kann als belegt gelten
Habe es eingefügt unter Vergiftungsfälle. Meine Quelle waren Radionachrichten. Gruß --Bertram 10:43, 8. Dez 2004 (CET)
Revidiere: steht jetzt auch auf spiegel-online etc. --Bertram 11:06, 8. Dez 2004 (CET)
Wasser
jemand hat "destilliert" hinzugefügt. aqua dest ist nicht "giftig", das trinken ist nicht zu verwechseln mit einer infusion von aqua dest ! es gibt sogar menschen, die ausschliesslich das zeug trinken, in den usa (auch taiwan) ist das auch breit in mode, nennt sich RO-water (von reverse osmosis), also entsalzt und wird jeden tag getrunken. regenwasser ist ja auch eigentlich destiliiertes wasser. ein link: http://www.zeit.de/stimmts/...Gibt es das?
Analgenetika? Heisst das nicht eher Analgetika? Bin kein Fachmann, bin mit aber ziemlich sicher. Bitte kontrollieren! walter@bislins.ch
Das heisst Analgetika! --Senfmann2 15:53, 23. Jan 2006 (CET)
== 10l Wasser = tödlich ==
habe hir gelesen das 10 liter wasser egalob dest oder nicht tödlich seien sollen möchte das mal bezweifeln da man pro stunde höchstens 600-800mml H2O aufnehmen kann somit kann man nicht 10 liter auf einmal trinken und aufnehmen man würde aber an inneren verletzungen sterben
also mal bitteeine genauere erklärung für den tod duch trinken von 10Lietern wasser !!!
- Davon habe ich auch schon gehört. Ich glaube aber auch, dass es sich dabei nicht in dem Sinne um eine „Vergiftung“ handelt, sondern viel eher um ein physikalisches Versagen des Körpers - man muss ja schon alleine bedenken, dass man damit schlagartig 10 Kilo mehr Masse hat und allein das dürfte dem Gewebe arge Probleme bereiten, dazu dann noch der gesteigerte Druck, auf den der Körper nicht trainiert ist, und die (vermutlich ebenfalls entstehende) Anämie durch enorme Blutverdünnung.
- Eine kleine Anmerkung zu etwas völlig anderem: Ich habe das toxíni mal in toxíne umgeändert, da das Wort wohl als Fachbegriff aus dem „Alt-Griechischen“ (bzw. aus der deutschen/europäischen Wissenschaftssprache) stammt und somit das 'η' mit 'e' transkribiert werden sollte. --FAR 23:11, 11. Sep 2005 (CEST)
- AFAIK ist es so, dass dem Körper beim Trinken von derart hohen Mengen Wasser die Mineralien, Salze, etc. entzogen werden, so dass man an Mangel an ihnen stirbt. Die Konzentration vom aufgenommenen Wasser und dem innerhalb der Körperzellen gleicht sich aus, wodurch dies Mineralien dem Körper entzogen werden. Oben ist noch erwähnt, das destilliertes Wasser nicht giftig sei. Dies ist auch so, jedoch reichen davon geringere Mengen, da das Ungleichgewicht zwischen den Mineralien/Salzen im Körper im Vergleich zum destillierten Wasser (da sind natürlich gar keine drin) noch viel höher ist als bei normalem Wasser, welches ja selbst einige dieser Stoffe enthält. Würde man stattdessen 10l isotonische Lösung trinken, würde man wohl überleben.
- Ich weiß jetzt nur nicht mehr sicher, ob durch das Ungleichgewicht die Mineralien den Zellen entzogen und ausgeschwemmt werden, oder ob das Wasser in die Zellen eindringt umd das Gleichgewicht zu halten. Das Ergebnis ist dasselbe. Eine befreundete Krankenschwester erzählte mir, dass sie einen Fall im KH hatten, wo sich eine Frau mit 5l destilliertem Wasser tötete. Dies ist leider auch meine einzige Quelle für mein Wissen ind diesem Bereich und ich kann deshalb leider auf keinen wissenschaftlichen Text verweisen. Es handelt sich jedoch um keine Legende, da die Krankenschwester die Person mit eigenen Augen sah und es nicht um 10 Ecken herum erzählt bekam, wie bei sowas oft üblich. Aber der Artikel stimmt auf jeden Fall in diesem Bereich, die Menge ist aber wohl individuell verschieden und man kann nicht einfach von 10L sprechen. Erstens auf Grund des Körpergewichts und zweitens spielt es wie gesagt eine große Rolle, ob es Leitungswasser, Mineralwasser oder destilliertes Wasser ist!
- Und wie kommst du oben darauf, dass der Körper nur 800ml pro Stunde aufnehemn kann? Wenn ich innerhalb einer halbe Stunde 5 Bier à 0,5l trinke (nicht, dass dies dauernd vorkäme, es war eine Wette im jugendlichen Leichtsinn) und nach der nächsten halben Stunde total knülle bin, dann habe ich auch das ganze Wasser inkl. Alk aufgenommen. Weiso sollte dies auch nicht gehen? Und das Versagen des Körpers ist auch Unfug! Allein der Magen kann im Extremfall 10l Inhalt aufnehmen (im Bio-Leistungskurs gelernt) und es gibt einige Alkis, die pro Tag mehr als einen Kasten Bier (1 Kasten = 10l) wegmachen ;)
- Auch wenn ich in diesen Kommentar einige Fehler eingebaut haben sollte (deshalb steht er auch hier und nicht im eigentlichen Artikel^^), ist eines ganz sicher: Es hat nichts mit der Menge zu tun, denn 10l isotonische Lösung würde keinen normal gebauten erwachsenen Menschen töten, es komtm drauf an, was in dem Wasser drin ist! --FlorianSerif 04:59, 3. Feb 2006 (CET)
- Erst kürzlich war in den österreichischen Medien wieder ein Fall "jugendlichen Leichtsinns" ;): ein Student wurde mit einer lebensbedrohlichen Wasservergiftung eingeliefert, weil er innerhalb von kurzer Zeit 6-7 Liter Wasser getrunken hatte. Soweit ich weiß, führt das zu einer Entgleisung des Elektrolythaushaltes und man stirbt recht elendig an dem, dass dir die Zellmembranen platzen etc. Summentier 18:12, 28. Feb 2006 (CET)
- Gibt es für eine so ungewöhnliche Behauptung überhaupt seriöse, wissenschaftliche Quellen? Ich meine, "eine befreundete Krankenschwester" und "österreichische Medien" ist nicht sonderlich konkret. Für eine "Bild"-Enzyklopedie mögen die Quellen ja ausreichen. Ich denke aber, wir haben einen etwas höheren Anspruch als das. --Memorator 00:34, 27. Aug 2006 (CEST)
Arsenesser
Ich habe mich immer wieder gefragt, aus welchem Grund Menschen "Arsen essen". Wer weiß etwas darüber?-- Misct 16:54, 29. Dez 2005 (CET)- Damit sie als Mannsbilder stattlicher aussehen: ... die Sitte des Arsenikessens, und die ihr huldigen, erreichen zum Teil ein hohes Alter, werden bei gleichbleibender Ernährung kräftiger, oder wenn ihre Arbeitskraft nicht in Anspruch genommen wird, nimmt ihr Körper an Gewicht bedeutend zu. Die Leute beginnen mit sehr geringen Dosen, nehmen den Arsenik (Hidri) in mehrtägigen Pausen und steigen bis 0,3 g und höher; sie sind aber an das Mittel gebunden und verfallen beim Aussetzen desselben in große Abgespanntheit. Auch bei Pferden wird a. S. angewandt, um sie glatt, fett und feurig erscheinen zu lassen, ebenso bei Rindern und Schafen. (Meyers Konversationslexikon, Leipzig,1888)
Gifttabelle
Ich kenne mich mit den meisten dort genannten Stoffen zwar nicht aus, aber bei Fentanyl kann ich mit Sicherheit sagen, dass die angegebene Dosis von 217mg niemals stimmen kann. Fentanyl ist ein sehr starkes Opioid mit einer vielfach höheren Potenz als Morphin und Heroin. Ich bin mir sehr sicher, dass bereits einstellige Milligrammdosen zum Tod führen. FlorianSerif 03:43, 30. Jan 2006 (CET)NAchtrag: Allein diese Menge an Morphin könnte - intravenös verabreicht - für manche Menschen gefährlich werden. Und Fentanyl hat AFAIK eine Potenz von 100:1 gegenüber Morphin. Diese dürfte wohl alles sagen. Außerdem werden viele Schmerzpatienten auf Grund von Toleranzbildung z.B. mit so hohen Morphin-/Oxycodon-/Hydromorphondosen behandelt, die für ungewohnte Menschen ohne Toleranz tödlich sein könnten.
Als Beispiel sei noch genannt, dass laut dem BtmG z.B. Morphin im Extremfall in Mengen bis zu 20g im Monat verschrieben werden darf. Bei Fentanyl beträgt die Grenze im Vergleich 340mg. Pro Monat wohlgemerkt, bei stärksten Schmerzen und höchster Toleranz, gerade noch medizinisch vertretbar. Deshalb halte ich die tödliche Menge (zumindest beim Menschen, kann ja sein dass Laborratten anders reagieren) für höchst unrealistisch. Ich kenne darüber hinaus noch eine Person, die bereits nach Verabreichung von <3mg im Krankenhaus eine Atemdepression bekam. Natürlich passierte nichts, weil dann selbstverständlich sofort beatmet wurde. Zu Hause aber wäre er gestorben, wenn er sich diese Dosis (warum auch immer, rein hypothetisch) selbst i.v. verabreicht hätte! Dies soll nur nochmal untermauern, dass die Dosis niemals stimmen kann! FlorianSerif 04:45, 3. Feb 2006 (CET)
Die Fentanyl-LD50-Dosis stammt aus dem Fentanyl-Artikel multipliziert mit 70 kg Körpergewicht: "Die zur Behandlung effektive Dosis (ED50) liegt bei 0,01 mg/kg Körpergewicht, die tödliche Dosis (LD50) bei 3,1 mg/kg Körpergewicht".Medi 10:28, 18. Feb 2006 (CET)
Hmm, dann mag die vielleicht bei Ratten stimmen, aber sicher nicht bei Menschen. Mir fällt allgemein auf, dass Ratten generell riesige Dosen an Opioiden in Versuchen bekommen, die für jeden Menschen umgerechnet tödlich wären. Fakt ist auf jeden Fall, dass bereits bei Dosen im (unteren) einstelligen Milligrammbereich eine Atemdepression auftreten kann (ich meine insgesamt wenige Milligramm, nicht pro Kilogramm). 217mg wären definitiv eine LD100, die darüberhinaus für >10 Menschen reichen würde ;) (immer bezogen auf intravenöse Verabreichung, welche bei Fentanyl ja üblich ist). FlorianSerif 18:46, 19. Mär 2006 (CET)
Kann denn der LD50 von Herion mit 50mg stimmen? Vergleiche den Artikel über Herion, des Zeug wird ja Grammweise gehandelt, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Menge Heroin, die man für 10€bekommt (0,1g) für 2,5 Todesfälle reicht.
Ja, der LD50 von 50mg stimmt. Das reine Heroin wird - neben dem höheren Profit - aus diesem Grunde "gestreckt", das heisst, mit anderen Stoffen vermischt. Dadurch wird die hohe Giftigkeit im gemischten Stoff "verteilt". Werden einmal zu wenig andere Stoffe beigemischt und ist das Heroingemisch reiner und giftiger, kommt es zu den bekannten Todesfällen. Bei regelmässiger Einnahme "gewöhnt" sich der Körper an das Gift und die tödliche Menge wird höher. Diese Gewöhnung geht jedoch wieder verloren, wenn die Einnahme längere Zeit abgesetzt wird.
Folgenden Kommentar zu Ermittlungsmethode von LD50 aus dem Artikel entfernt : "Leider wird auch heute noch zu wenig von alternativen Methoden (Zellkulturen)Gebrauch gemacht." Grund: Kommentar. Die Aussage an sich möchte ich damit nicht in Zweifel ziehen, nur die relevanz für Wikipedia.--84.169.225.241 22:46, 15. Nov. 2006 (CET)
Rechtschreibfehler
"Hermann Göring begab angeblich mit einer Zyankali Kapsel bei den Nürnberger Prozessen Selbstmord." sollte richtig heißen "...Göring begang...Selbstmord"
Re: Reschreibfehler
Wurde soeben geändert, allerdings in "beging" :) Danke trotzdem, du Legastheniker!
Kohlenstoffdioxid als Gift?
Hi also ich glaube man sollte Kohlenstoffdioxid nicht als Gift benennen. Es hat keine schädlichen Wirkungen. Es ist erst gefährlich wenn die Konzentration zu hoch wird und man zuviel einatmet. Doch kann man das als Gift bezeichnen? So ziemlich alle Stoffe sind tödlich wenn man zuviel davon zu sich nimmt. Muss man deshalb auch Wasser als Gift bezeichnen, nur weil man drin ertrinken kann? Oder LegoSteine nur weil man diese verschlucken kann? Worauf beruht die toxische Wirkung von Kohlenstoffdioxid? Kohlenstoffmonoxid ist klar, dass es giftig ist aber selbst mein Chemie- und Biolehrer hat gesagt, dass Kohlenstoffdioxid nicht giftig ist. Ich möchte diesen Punkt klar in Frage stellen.
Ich würde es schon als giftig bezeichen, siehe den eigenen Artikel zu Kohlenstoffdioxid. - FlorianSerif 04:57, 17. Jun 2006 (CEST)
- Kohlendioxid bindet wie Sauerstoff reversibel an das Hämoglobin, allerdings meines Wissens um einiges besser. Da gewöhliche Luft aber sehr geringe Mengen enthält wirkt es da noch nicht toxisch. Gefährlich wird es in dicht abgeschlossenen Räumen oder bei Einleitung von Motorabgasen. Dabei steigt die CO2-Konzentration während die Sauerstoffkonzentration sinkt bis der Körper nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen kann.--Senfmann2 16:46, 25. Okt. 2006 (CEST)
Angegebene LD-Werte in gegenwärtiger Form blanker Unsinn!
Die Angaben hier sind äußerst unprofessionell. Es gibt keine klare bzw. eine widersprüchliche Determinierung, die jeder Expertise ermangelt. Und es gibt keinerlei Quellenangaben zu den Werten. Quellenangaben müssen hier UNBEDINGT per ref-tag geschehen, und zwar lückenlos! Fazit: man ist hier sehr, sehr unbekümmert und fahrlässig, zumal sich andere wikipedianer hier fleißig bedienen, um in Artikeln über irgendwelche Substanzen dann irgendwelche Zusammenhänge und Aussgagen herzuleiten und Kollegen glauben machen wollen, die hiesigen Phantasie-Werte seien Gesetz. Auweiawei! – Bitte Abhilfe schaffen!!!--84.136.243.242 01:27, 12. Jul 2006 (CEST)
- Hi, es wird langsam Zeit dass Du dir einen Nickname zulegst, und vielleicht von ISDN auf DSL umsteigst. :) habe mir schon gedacht dass Du diese Tebelle löschen wirst. Übrigens ist ein Nickname anonymer als eine IP bei der u.U. sogar der Host und damit dein PC herauszufinden ist. Bei angemeldeten Benutzern dürfen nicht einmal die Admins die IP ermitteln, sie dürfen nur ermitteln ob zwei Accounts dieselbe IP verwenden. (Übrigens: Vergiss Google, nimm http://accoona.com, eu.accoona.com ist noch nicht fertig mit Seiten scannen. Google ermittelt eine absolute Schrottrelevanz die man wegwerfen kann.) MfG--Matze6587 Matze6587 18:50, 14. Jul 2006 (CEST)
Giftverzeichnis / Giftgruppe?
haben wir da etwas?
- Giftverzeichnis: Gruppe I, deshalb Aufbewahrung im Giftschrank gewerbepolizeilich gefordert
Kampfstoffe
Sollten nicht auch chemische Kampfstoffe hinzugefügt werden? Schließlich sind diese dazu gedacht in geringsten Dosen dem Menschen schwer zu schaden und sollten nicht unerwähnt bleiben... --Holger Casselmann 10:28, 4. Okt 2006 (CEST)
Link auf Chemische Kampfstoffe gefunden und unter Chemikalien eingefügt - erledigt --Holger Casselmann 13:33, 4. Okt 2006 (CEST)
Kokain
Nie und nimmer ist ein Wert von 1 - 2 Gramm Kokain als LD 50 richtig. Es gibt z. B. im Netz nicht eine zuverlässige Angabe. Es gibt im englischen Internet irgendwo eine Aussage, dass die i. v. Ld-50 auf 500 mg geschätzt wird.
1 -2 Gramm Kokain ist etwa so als würde jemand sagen nach 1 - 2 Flaschen Schnaps hast du eine Alkoholvergiftung oder ein noch blöderes Beispiel für die Unsinnigkeit dieser LD-50 Angabe wäre das zulässige Gesamtgewicht eines Fahrzeuges von 1,5 bis 3,0 Tonnen festzulegen. Also bitte überarbeiten. Wenn nichts genaues bekannt ist, auf eine Angabe ganz verzichten. Dieser Wert wurde bereits als Quelle herangezogen. Das kann es doch wohl nicht sein.
Geheimnisträgerin 23:41, 10. Nov. 2006 (CET)
Habe hier soeben 3 LD-50-Werte entfernt, da diese mit z. B. Angabe von 1-2 Gramm Kokain absolut inakzeptabel sind. Die LD-50 bei Hunden z. B. liegt bei 16 mg/KG. Das ist ein Wert und LD-50-Werte sind Werte, die auf Grundlage von Laborversuchen ermittelt werden. Ein solcher Versuch wird niemals ein Ergebnis von 1-2 Gramm haben. Das ist Blödsinn.
Geheimnisträgerin 20:46, 11. Nov. 2006 (CET)

