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Der Artikel Hülchrath gehört zur Kategorie: Grevenbroich
Hülchrath ist ein ca. 670 Einwohner zählender Ortsteil der Stadt Grevenbroich. Besonderheiten des Ortes sind das Schloss Hülchrath und die ehemalige Synagoge. Nicht weit entfernt ist außerdem das Kloster Langwaden.
Geschichte
- 900 befestigte Flachsiedlung zum Schutz gegen einfallende Wikinger
- 1206 erste urkundliche Erwähnung des Names Hilkerode
- 1314 Verkauf der Burg an Kurköln
- 1323 Ausbau von Burg und Ansiedlung
- 1348 Gründung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft
- 1499 vergebliche Belagerung durch Jülich
- 1583 Zerstörung des Ortes (Truchsessischer Krieg)
- 1608 Neugründung der jetzigen Ortslage östlich der Burg
- 1590 - 1630 Hexenprozesse
- 1618 - 1648 Dreißigjähriger Krieg,1642 Belagerung und Zerstörung von Ort und Burg
- 1798 Verkauf der Burg an den letzten kurkölnischen Amtmann
- 1911 Fertigstellung der St. Sebastianuskirche
- 1937 – 1945 Nutzung der Burg durch die Nationalsozialisten. Von hier aus wurde das Werwolf-Attentat auf den Aachener Oberbürgermeister Franz Oppenhoff gestartet.
- 1975 Eingemeindung in die Stadt Grevenbroich
Judentum
- Wohnhäuser (Hauptstraße) ehemaliger jüdischer Bewohner mit Zeichnungen der Eigentümer an der Außenwand
- Alter Friedhof (außerhalb des Walls, Belegungszeit: ca. 1850 - 1938, Grabsteine: keine)
- Neuer Friedhof (Ortsrand - Hülchrather Feld, Belegungszeit: 1900 - 1938, Grabsteine: 15)
- Synagoge 1876 bis 1933, Verkauf 1938, ab 1985 restauriert, heute eine Mahn- und Gedenkstätte
Vereine
- St.-Sebastinanus-Schützenbruderschaft
- Gesangverein
- Kinderchor
- Freiwillige Feuerwehr
- Katholische Frauengemeinschaft
- St.-Martinskomitee
- Fußballgemeinschaft
- SG Neukeirchen Hülchrath
- Fahnenkompanie Hülchrath 1880
Wettbewerb - Unser Dorf soll schöner werden
Im Rahmen des landesweit ausgetragenen Wettbewerbs Unser Dorf soll schöner werden hat Hülchrath bereits einige Preise erhalten:
- Kreiswettbewerb 1992 3. Platz
- Kreiswettbewerb 1994 3. Platz
- Kreiswettbewerb 1996 2. Platz
- Kreiswettbewerb 1999 1. Platz
- Kreiswettbewerb 2002 Kreissieger
- Landeswettbewerb 2003 Bronze
Siehe auch
Literatur
- Christian Wiltsch: Neukirchen-Hülchrath. Hrsg. vom Geschichtsverein für Grevenbroich und Umgebung e. V. Grevenbroich 2006 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Grevenbroich 18).
- Hülchrath, Herausgeber: Landschaftsverband Rheinland, Amt für Rheinische Landeskunde; Bearbeitet von Ulrich Ritzerfeld, Margret Wensky; Kartographie von Esther Weiss; ISBN 3-412-07603-1
Weblinks
Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Hülchrath und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).

