Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten
 
Hermann Hesse

Toplinks zu diesem Thema:
Schriftsteller, Autor, Rad, Arbeit, Autoren, Bund, Verlag, Akademie, Dissertation, Englisch, Magisterarbeit, Rahmen, Sprache, Welle



Der Artikel Hermann Hesse gehört zur Kategorie: Exzellent, Hermann Hesse, Nobelpreisträger für Literatur, Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Autor, Literatur (20. Jh.), Literatur (Deutsch), Erzählung, Essay, Lyrik, Roman, Epik, Maler, Mann, Deutscher, Ehrenbürger, Schweizer, Geboren 1877, Gestorben 1962

Abbildung
Hermann Hesse
Bildherkunft

Hermann Hesse (* 2. Juli 1877 in Calw; † 9. August 1962 in Montagnola, Schweiz) war ein deutsch-schweizerischer Dichter, Schriftsteller und Maler. 1946 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Leben

Kindheit und Jugend

Abbildung
Hesses Geburtshaus
Bildherkunft

Hermann Hesse stammte aus einer christlichen Missionarsfamilie. Seine Eltern waren beide im Auftrag der Basler Mission in Indien tätig, wo Hesses Mutter Marie Gundert 1842 auch geboren worden war. Sein Vater Johannes Hesse (* 1847 als Sohn eines baltischen Arztes) stammte aus Estland. In Calw im Schwarzwald war Johannes Hesse seit 1873 Mitarbeiter des Calwer Verlagsvereins. Dessen Vorstand war sein Schwiegervater Hermann Gundert, dem er (1893-1905) als Vorstand und Verlagsleiter nachfolgte.

Er hatte fünf Geschwister, von denen zwei früh verstarben.

Die Welt, in der Hermann Hesse seine ersten Lebensjahre verbrachte, war ganz vom Geiste des schwäbischen Pietismus geprägt. 1881 zog die Familie für fünf Jahre nach Basel, kehrte dann aber wieder nach Calw zurück. Nach dem erfolgreichen Besuch der Lateinschule in Göppingen kam Hesse 1891 in das evangelisch-theologische Seminar in Maulbronn. Hier zeigte sich im März 1892 sein rebellischer Charakter: Hesse flüchtete aus dem Seminar und wurde erst einen Tag später auf freiem Feld aufgegriffen.

Nun begann, begleitet von heftigen Konflikten mit den Eltern, eine Odyssee durch verschiedene Anstalten und Schulen. Hermann Hesse war in einer depressiven Phase seiner Bipolaren Störung und äußerte in einem Brief vom 20. März 1892 Suizidgedanken („Ich möchte hingehen wie das Abendrot“). Im Mai 1892 kam es in der von dem Theologen und Seelsorger Christoph Friedrich Blumhardt geleiteten Anstalt Bad Boll zu einem Suizidversuch. Im Anschluss daran wurde Hesse in die Nervenheilanstalt in Stetten im Remstal verlegt.

Ab Ende 1892 besuchte er das Gymnasium in Cannstatt. 1893 bestand er zwar dort das Einjährigen-Examen, brach aber dennoch die Schule ab.

Nachdem er seiner ersten Buchhändlerlehre in Esslingen am Neckar nach drei Tagen entlaufen war, begann Hesse im Frühsommer 1894 eine 14 Monate dauernde Mechanikerlehre in der Turmuhrenfabrik Perrot in Calw. Die monotone Arbeit des Lötens und Feilens bestärkte in Hermann Hesse alsbald den Wunsch, sich wieder eher Geistigem zuzuwenden. Im Oktober 1895 war er bereit, eine neue Buchhändlerlehre in Tübingen zu beginnen und ernsthaft zu betreiben. Diese Erfahrungen seiner Jugend hat er später in seinem Roman Unterm Rad verarbeitet.

Der Weg zum Schriftsteller

Abbildung
Buchhandlung Heckenhauer in Tübingen – Arbeitsplatz 1895-99
Bildherkunft

Hesse arbeitete ab dem 17. Oktober 1895 in der Buchhandlung Heckenhauer in Tübingen. Der Schwerpunkt des Sortiments bestand aus Theologie, Philologie und Rechtswissenschaften. Hesses Aufgaben als Lehrling umfassten das Überprüfen (Kollationieren), Verpacken, Sortieren und Archivieren der Bücher. Nach Ende der jeweils 12-stündigen Arbeitstage bildete Hesse sich noch privat weiter, und Bücher kompensierten auch mangelnde soziale Kontakte an den langen, arbeitsfreien Sonntagen. Neben theologischen Schriften las Hesse insbesondere Goethe, später Lessing, Schiller und Texte zur griechischen Mythologie. 1896 wurde sein Gedicht Madonna in einer in Wien erschienenen Zeitschrift gedruckt, in späteren Ausgaben des Organs für Dichtkunst und Kritik folgten weitere.

Im Jahr 1898 war Hesse Buchhändlergehilfe und hatte ein respektables Einkommen, das ihm finanzielle Unabhängigkeit von den Eltern sicherte. Zu dieser Zeit las er insbesondere Werke der deutschen Romantik, allen voran Clemens Brentano, Joseph Freiherr von Eichendorff und Novalis. In Briefen an die Eltern bekundete er seine Überzeugung, dass „die Moral für Künstler durch die Ästhetik ersetzt wird“. Noch als Buchhändler veröffentlichte Hesse im Herbst 1898 seinen ersten kleinen Gedichtband Romantische Lieder und im Sommer 1899 die Prosasammlung Eine Stunde hinter Mitternacht. Beide Werke wurden ein geschäftlicher Misserfolg. Von den Romantischen Liedern wurden innerhalb von zwei Jahren nur 54 Exemplare der Gesamtauflage von 600 Büchern verkauft, auch Eine Stunde hinter Mitternacht wurde nur in einer Auflage von 600 Exemplaren gedruckt und verkaufte sich nur schleppend. Der Leipziger Verleger Eugen Diederichs war jedoch von der literarischen Qualität der Werke überzeugt und sah die Veröffentlichung schon von Anbeginn mehr als Förderung des jungen Autors denn als lohnendes Geschäft.

Ab Herbst 1899 arbeitete Hesse in einem angesehenen Antiquariat in Basel. Da seine Eltern engen Kontakt zu Basler Gelehrtenfamilien pflegten, öffnete sich ihm hier ein geistig-künstlerischer Kosmos mit den reichsten Anregungen. Gleichzeitig bot Basel dem Einzelgänger Hesse auch viel Rückzugsmöglichkeiten in sehr privates Erleben bei größeren Fahrten und Wanderungen, die der künstlerischen Selbsterforschung dienten, und auf denen er die Fähigkeit, sinnliches Erleben schriftlich niederzulegen, stets aufs Neue erprobte. Im Jahr 1900 wurde Hesse wegen seiner Sehschwäche vom Militärdienst befreit. Das Augenleiden hielt zeitlebens an, ebenso wie Nerven- und Kopfschmerzen.

1901 konnte Hesse sich einen großen Traum erfüllen und erstmals nach Italien reisen. Im selben Jahr wechselte er zu einem neuen Arbeitgeber, dem Antiquar Wattenwyl in Basel. Zur selben Zeit boten sich ihm immer mehr Gelegenheiten, Gedichte und kleine literarische Texte in Zeitschriften zu veröffentlichen. Nun trugen auch Honorare aus diesen Veröffentlichungen zu seinem Einkommen bei. Alsbald wurde der Verleger Samuel Fischer auf Hesse aufmerksam, und der Roman Peter Camenzind, der erstmals 1903 als Vorabdruck und 1904 regulär bei Fischer erschien, bedeutete den Durchbruch: Von nun an konnte Hesse als freier Schriftsteller leben.

Zwischen Bodensee und Indien

Abbildung
Hermann Hesses Schreibtisch im Hermann-Hesse-Höri-Museum in Gaienhofen
Bildherkunft

Abbildung
Hermann-Hesse-Statue in Gaienhofen
Bildherkunft

Der literarische Ruhm ermöglichte es Hesse, 1904 Maria Bernoulli zu heiraten, sich mit ihr in Gaienhofen am Bodensee niederzulassen und dort eine Familie zu gründen, aus der die drei Söhne Bruno, Heiner und Martin hervorgingen. Hier schrieb er seinen zweiten Roman „Unterm Rad“, der 1906 erschien. 1907 schloss er sich dem wandernden Dichter und Naturpropheten Gusto Gräser an, zog in dessen Grotte "in den Felsen" bei Ascona, die ihm zu seinem "heiligen Land" wurden. Hier wurzeln seine 'Legenden aus der Thebais'. Das Jüngerschaftserlebnis bei einem Einsiedler in der Wildnis blieb ein wiederkehrendes Motiv seiner Dichtung bis hin zu den Lebensläufen des 'Glasperlenspiels'. Gräser öffnete ihm auch den Zugang zur geistigen Welt des Ostens. Nach seiner Rückkehr ins bürgerliche Leben verfasste er vor allem Erzählungen und Gedichte. Sein nächster Roman „Gertrud“ von 1910 zeigte Hesse allerdings in einer Schaffenskrise – er hatte schwer mit diesem Werk zu kämpfen, in späteren Jahren hat er es als misslungen betrachtet. Auch in seiner Ehe vermehrten sich nun die Dissonanzen, und um Abstand zu gewinnen, brach Hesse mit Hans Sturzenegger 1911 zu einer großen Reise nach Ceylon und Indonesien auf. Die erhoffte spirituell-religiöse Inspiration fand er dort nicht, dennoch beeinflusste die Reise sein weiteres literarisches Werk stark. Nach Hesses Rückkehr zog die Familie 1912 nach Bern um, doch auch dieser Ortswechsel konnte die Eheprobleme nicht auflösen, wie Hesse 1914 in seinem Roman „Roßhalde“ schilderte.

Der Erste Weltkrieg

Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 meldete Hesse sich als Freiwilliger bei der deutschen Botschaft, da er nicht ertragen konnte, tatenlos am warmen Kamin zu sitzen, während andere junge Schriftsteller an der Front starben. Er wurde jedoch für untauglich befunden und der deutschen Botschaft für den Dienst bei der deutschen Kriegsgefangenenfürsorge in Bern zugewiesen. In diesem Rahmen war Hesse fortan damit beschäftigt, für deutsche Kriegsgefangene Bücher zu sammeln und zu verschicken. In dieser Zeit war er Mitherausgeber der „Deutschen Interniertenzeitung“ (1916/17), Herausgeber des „Sonntagsboten für die deutschen Kriegsgefangenen“ (1916-1919) und zuständig für die „Bücherei für deutsche Kriegsgefangene“. 1913 veröffentlichte er „Aus Indien“, ein Jahr später „Roßhalde“. Am 3. November 1914 veröffentlichte er in der „Neuen Zürcher Zeitung“ den Aufsatz „O Freunde, nicht diese Töne“, in dem er an die deutschen Intellektuellen appellierte, nicht in nationalistische Polemik zu verfallen. Was darauf folgte, bezeichnete Hesse später als eine große Wende in seinem Leben: Erstmals fand er sich inmitten einer heftigen politischen Auseinandersetzung wieder, die deutsche Presse attackierte ihn, Hassbriefe gingen bei ihm ein und alte Freunde sagten sich von ihm los. Zustimmung erhielt er weiterhin von seinem Freund Theodor Heuss, aber auch von dem französischen Schriftsteller Romain Rolland, der Hesse im August 1915 besuchte. Diese Konflikte mit der deutschen Öffentlichkeit waren noch nicht abgeklungen, als Hesse durch eine Folge von Schicksalsschlägen wie dem Tod seines Vaters am 8. März 1916, die schwere Erkrankung seines Sohnes Martin und die ausbrechende Schizophrenie seiner Ehefrau in eine noch tiefere Lebenskrise gestürzt wurde. Er musste seinen Dienst bei der Gefangenenfürsorge unterbrechen und sich in psychotherapeutische Behandlung begeben. Politisch und seelisch vereinsamt, fand er nun zu seinem alten Freund und Meister Gusto Gräser zurück, der den Kriegsdienst verweigert hatte und nur mit knapper Not seiner Erschießung entgangen war. In ihm und in dessen Gefährtin Frau Elisabeth fand er die Stärkung und Neuorientierung, die er suchte. Hesse erlebte die große Wandlung seines Lebens. Aus dem einstigen Kriegsfreiwilligen wurde nun ein entschiedener Kriegsgegner und Befürworter der Verweigerung. In der Gemeinschaft mit den Gräsers fühlte er sich aufgenommen in den Bund der "Gezeichneten", in den Bund der Aussteiger vom Monte Verità. Die intensive Beschäftigung mit der prophetischen Gestalt Gusto Gräser verarbeitete er in seiner Analyse und in seiner Dichtung: Im September/Oktober 1917 verfasste Hesse in einem dreiwöchigen Arbeitsrausch seinen Roman „Demian“. Das Buch wurde nach Kriegsende 1919 unter dem Pseudonym Emil Sinclair veröffentlicht; nicht zuletzt ist auch dies ein Hinweis dafür, dass Hesse die in dem Buch latente Hinwendung zu homoerotischen Motiven sowie auch seine eigene sexuelle Orientierung - im modernen Duktus wohl Bisexualität zu nennen - nicht öffentlich machen wollte.

In der Casa Camuzzi

Abbildung
Casa Camuzzi in Montagnola
Bildherkunft
Als Hesse 1919 sein ziviles Leben wieder aufnehmen konnte, war seine Ehe zerrüttet. Bei seiner Frau war zwischenzeitlich eine schwere Psychose ausgebrochen, aber auch nach ihrer Heilung sah Hesse keine gemeinsame Zukunft mit ihr. Die Wohnung in Bern wurde aufgelöst, Hesse siedelte Mitte April allein ins Tessin um. Er bewohnte zunächst ein kleines Bauernhaus am Ortseingang von Minusio bei Locarno, zog dann am 25. April nach Sorengo weiter, um schliesslich am 11. Mai 1919 in Montagnola, einem Dorf unweit von Lugano, vier kleine Räume in einem seltsamen schlossartigen Gebäude, der „Casa Camuzzi“, anzumieten. Hier nahm er nicht nur seine schriftstellerische Tätigkeit wieder auf, sondern begann auch zu malen, was sich in seiner nächsten großen Erzählung „Klingsors letzter Sommer“ von 1920 deutlich niederschlug. 1922 erschien Hesses Indien-Roman „Siddhartha“. Hierin kam seine Liebe zur indischen Kultur und zu asiatischen Weisheitslehren zum Ausdruck, die er schon in seinem Elternhaus kennengelernt hatte. Hesse erhielt 1923 die Schweizer Staatsbürgerschaft. 1924 heiratete Hesse seine Geliebte Ruth Wenger, die Tochter der Schweizer Schriftstellerin Lisa Wenger und Tante von Meret Oppenheim (nach der Ehe mit Hesse wurde sie Mutter des Schauspielers Ezard Haußmann). Diese Ehe war jedoch von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Seine nächsten größeren Werke, „Kurgast“ von 1925 und „Die Nürnberger Reise“ von 1927, sind autobiografische Erzählungen mit ironischem Unterton, in denen sich schon der erfolgreichste Roman Hesses ankündigt, „Der Steppenwolf“ von 1927. Zu seinem 50. Geburtstag, den er in diesem Jahr feierte, wurde auch die erste Hesse-Biografie von seinem Freund Hugo Ball veröffentlicht. Schon kurz nach dem neuen Erfolgsroman erlebte der Einzelgänger Hesse eine Wende durch die Beziehung zu seiner aus Czernowitz in der Bukowina stammenden späteren dritten Ehefrau Ninon Dolbin geb. Ausländer. Resultat dieser Wandlung zum dualistischen Miteinander war der Roman „Narziß und Goldmund“ von 1930. Im Jahre 1931 verließ Hesse die Mietwohnung in der Casa Camuzzi und zog mit seiner Lebensgefährtin in ein größeres Haus (Casa Hesse, auch Casa rossa genannt) oberhalb von Montagnola (neben dem zentralen Parkplatz liegt das Schulzentrum, dahinter ein Spielplatz, darüber liegt das schmiedeeiserne Gartenportal des Hauses), das ihm von seinem Freund Hans C. Bodmer nach seinen Wünschen erbaut und dauerhaft zur Verfügung gestellt wurde. Dieses Haus ist heute in Privatbesitz und kann derzeit nicht besichtigt werden.

Der Glasperlenspieler

Abbildung
Hermann-Hesse-Denkmal in Calw
Bildherkunft

1931 begann er mit den Entwürfen zu seinem letzten großen Werk, welches den Titel „Das Glasperlenspiel“ tragen sollte. 1932 veröffentlichte er als Vorstudie dazu die Erzählung „Die Morgenlandfahrt“. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland beobachtete Hesse mit großer Sorge. Bertolt Brecht und Thomas Mann machten 1933 auf ihren Reisen ins Exil jeweils bei Hesse Station. Hesse versuchte auf seine Weise, der Entwicklung in Deutschland entgegenzusteuern: Er hatte schon seit Jahrzehnten in der deutschen Presse Buchrezensionen publiziert - nun sprach er sich darin verstärkt für jüdische und andere von den Nationalsozialisten verfolgte Autoren aus. Ab Mitte der Dreißiger Jahre wagte keine deutsche Zeitung mehr, Artikel von Hesse zu veröffentlichen. Hesses geistige Zuflucht vor den politischen Auseinandersetzungen und später vor den Schreckensmeldungen des Zweiten Weltkrieges war die Arbeit an seinem Roman „Das Glasperlenspiel“, der 1943 in der Schweiz gedruckt wurde. Nicht zuletzt für dieses Spätwerk wurde ihm 1946 der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Hesses Kreativität zurück: Er schrieb noch Erzählungen und Gedichte, aber keinen Roman mehr. Er war außerdem in Anspruch genommen durch einen stetigen Strom von Briefen - dies war der Preis dafür, dass er seinen wiedererwachten Ruhm bei einer neuen Generation deutscher Leser miterleben konnte, die sich von dem „weisen Alten“ in Montagnola Lebenshilfe und Orientierung erhofften. Hermann Hesse verstarb am 9. August 1962 und wurde auf dem Friedhof von Sant´Abbondio bei Montagnola beigesetzt, auf dem auch Hugo Ball begraben ist.

Literarische Bedeutung

Hesses frühe Werke standen noch in der Tradition des 19. Jahrhunderts: Seine Lyrik ist ganz der Romantik verpflichtet, ebenso Sprache und Stil des „Peter Camenzind“, eines Buches, das vom Autor als Bildungsroman in der Nachfolge des Kellerschen „Grünen Heinrich“ verstanden wurde. Inhaltlich wandte sich Hesse gegen die wachsende Industrialisierung und Verstädterung, womit er eine Tendenz der Jugendbewegung aufgriff. Diese neoromantische Haltung in Form und Inhalt wurde von Hesse später aufgegeben. Die antithetische Struktur des „Peter Camenzind“, die sich an der Gegenüberstellung von Stadt und Land und an dem Gegensatz männlich - weiblich zeigt, ist hingegen auch in den späteren Hauptwerken Hesses (z. B. im „Demian“ und im „Steppenwolf“) zu finden.

Die Bekanntschaft mit der Archetypenlehre des Psychologen Carl Gustav Jung hatte einen entscheidenden Einfluss auf Hesses Werk, der sich zuerst im Roman „Demian“ zeigte: Der Weg eines jungen Menschen zu sich selbst wurde zu einem seiner Hauptthemen. Aus diesem Grund wählten und wählen immer noch zahllose Jugendliche Hesse zu ihrem Lieblingsautor. Die Tradition des Bildungsromans ist auch im „Demian“ noch zu finden, aber in diesem Werk (wie auch im „Steppenwolf“) spielt sich die Handlung nicht mehr auf der realen Ebene ab, sondern in einer inneren „Seelen-Landschaft“.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt in Hesses Werk ist die Spiritualität, die sich vor allem (aber nicht nur) in dem Roman „Siddhartha“ finden lässt. Indische Weisheitslehren, der Taoismus und christliche Mystik bilden seinen Hintergrund. Die Haupttendenz, wonach der Weg zur Weisheit über das Individuum führt, ist jedoch ein typisch westlicher Ansatz, der keiner asiatischen Lehre entspricht. Manche Kritiker führten gegen Hesse ins Feld, er benutze Literatur dazu, seine spirituelle Weltanschauung zu transportieren. Diese Kritik kann man auch umkehren und sagen, die Kritiker wenden sich gegen Hesses Weltanschauung und nicht gegen seine Literatur.

Alle Werke Hesses enthalten eine autobiografische Komponente, besonders offensichtlich ist sie im „Steppenwolf“, der geradezu exemplarisch für den „Roman der Lebenskrise“ stehen kann. Erst im Spätwerk trat diese Komponente zurück - in den zusammengehörigen Romanen „Die Morgenlandfahrt“ und „Das Glasperlenspiel“ griff Hesse ein Thema auf, das er schon im „Peter Camenzind“ behandelt hatte: den Gegensatz zwischen vita activa und vita contemplativa. Vor dem historischen Hintergrund seiner Entstehungszeit, den schrecklichsten Jahren des 20. Jahrhunderts, zeichnete Hesse im „Glasperlenspiel“ eine Utopie der Humanität und des Geistes, zugleich schrieb er aber auch wieder einen klassischen Bildungsroman. Beide Elemente halten sich in einem dialektischen Wechselspiel die Waage.

Rezeption

Abbildung
Hermann-Hesse-Denkmal in Calw
Bildherkunft

Hesses Frühwerk wurde von der zeitgenössischen Literaturkritik überwiegend positiv beurteilt.

Die Hesse-Rezeption im Deutschland der beiden Weltkriege war stark durch die Pressekampagnen gegen den Autor in Folge seiner Antikriegs- und antinationalistischen Äußerungen geprägt. Ab 1937 konnten Hesses Werke in Deutschland nur noch „unter dem Ladentisch“ verkauft werden. Die jüngere Generation „entdeckte“ Hesse somit zu einem großen Teil erst nach 1945.

Gut zehn Jahre nachdem Hesse der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde, schrieb Karlheinz Deschner 1957 in seiner Streitschrift Kitsch, Konvention und Kunst: „Dass Hesse so vernichtend viele völlig niveaulose Verse veröffentlicht hat, ist eine bedauerliche Disziplinlosigkeit, eine literarische Barbarei“ und kam auch in Bezug auf die Prosa zu keinem günstigeren Urteil. In den folgenden Jahrzehnten schlossen sich Teile der deutschen Literaturkritik dieser Beurteilung an, Hesse wurde von manchen als Produzent epigonaler und kitschiger Literatur qualifiziert. So ähnelt die Hesse-Rezeption einer immerwährenden Pendelbewegung: Kaum war sie in den 1960er Jahren in Deutschland auf einem Tiefpunkt angelangt, brach unter den Jugendlichen in den USA ein „Hesse-Boom“ ohnegleichen aus, der dann auch wieder nach Deutschland übergriff; insbesondere „Der Steppenwolf“ wurde international zum Bestseller (nach dem sich sogar eine Rockband benannte) und Hesse zu einem der meistübersetzten und -gelesenen deutschen Autoren. Weltweit wurden über 100 Millionen seiner Bücher verkauft. In den 70er Jahren veröffentlichte der Suhrkamp-Verlag einige Tonbänder mit dem am Ende seines Lebens aus seinen Werke rezitierenden Hesse auf Sprechplatten. Schon zu Beginn seiner Laufbahn widmete sich Hesse der Autorenlesung und verarbeitete seine eigentümlichen Erlebnisse in diesem Zusammenhang in dem ungewöhnlich heiteren Text „Autorenabend“.

Im Gedenken an Hesse wurden zwei Literaturpreise nach ihm benannt: der Calwer Hermann-Hesse-Preis und der Karlsruher Hermann-Hesse-Literaturpreis.

Hermann Hesses Nachlass wird in folgenden Bibliotheken und Archiven Deutschlands und der Schweiz aufbewahrt:

Auszeichnungen und Ehrungen

Werke

Gedichte

  • Elisabeth, 1900
  • Wie eine Welle, 1901
  • Soirée, 1902
  • Julikinder, 1904
  • Im Nebel, 1905
  • Bücher, 1918
  • Vergänglichkeit, 1919
  • Der Liebende, 1921
  • Für Ninon, 1927
  • Klage, 1934
  • Stufen, 1941

Literatur

  • Apel, Ursula (Hrsg.): Hermann Hesse : Personen und Schlüsselfiguren in seinem Leben. 3 Bde. Saur-Verlag München/London/New York 1989/93 (ISBN 3-598-10841-9 und ISBN 3-598-11158-4)
  • Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Hermann Hesse. TEXT + KRITIK. Zeitschrift für Literatur, H. 10/11, 2., erweiterte Aufl. 1983. edition text + kritik. (ISBN 3-88377-138-4)
  • Ball, Hugo: Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk. Berlin 1927; Frankfurt/M. 1977
  • Freedman, Ralph: Hermann Hesse. Autor der Krisis. Eine Biographie. Frankfurt/M. 1977, 1991 (ISBN 3-518-38327-2)
  • Gellner, Christoph: Hermann Hesse und die Spiritualität des Ostens. Düsseldorf 2005 (ISBN 3-491-72491-0)
  • Qaralasvili, Rezo: Hermann Hesse : Charakter und Weltbild. Frankfurt/M. 1993 (ISBN 3-518-38656-5)
  • Kleine, Gisela: Zwischen Welt und Zaubergarten. Ninon und Hermann Hesse: Ein Leben im Dialog. Frankfurt/M. 1988, 1994, 1998 (ISBN 3-518-39306-5)
  • Limberg, Michael: Hermann Hesse. Leben, Werk, Wirkung. Frankfurt/M. 2005
  • Mileck, Joseph: Hermann Hesse. Dichter, Sucher, Bekenner. München 1979; Frankfurt/M. 1987
  • Pfeifer, Martin: Hesse-Kommentar zu sämtlichen Werken. München 1980; FrankfurtM: 1990 (ISBN 3-518-38240-3)
  • Schmelzer, Hans-Jürgen: Auf der Fährte des Steppenwolfs. Stuttgart 2002. (ISBN 3-89850-070-5)
  • Schneider, Christian Immo: Hermann Hesse. München 1991
  • Walther, Klaus: Hermann Hesse. München 2002
  • Zeller, Bernhard, Hermann Hesse in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek 1963, Neuausgabe 2005. (ISBN 3-499-50676-9)
  • Ziolkowski, Theodore: Der Schriftsteller Hermann Hesse. Wertung und Neubewertung. Frankfurt/M. 1979 (ISBN 3-518-04748-5)

Weblinks

   

Link=Wikipedia:Exzellente_Artikel} Dieser Artikel wurde in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen.

Exzellent

en:Template:Featured eo:Ŝablono:elstara fr:Modèle:Article de qualité he:תבנית:ערך מומלץ it:Template:vetrina no:Mal:Utmerket pl:Szablon:Medal sr:Шаблон:Изабрани sv:Mall:utvald sq:Stampa:Perfekt th:Template:เป็นบทความคัดสรร vi:Tiêu bản:Chọn lọc zh:Template:特色条目

 

{{Personendaten|

 NAME=Hesse, Hermann

|ALTERNATIVNAMEN=Sinclair, Emil |KURZBESCHREIBUNG=Deutschsprachiger Dichter, Schriftsteller und auch Maler |GEBURTSDATUM=2. Juli 1877 |GEBURTSORT=Calw, Baden-Württemberg |STERBEDATUM=9. August 1962 |STERBEORT=Montagnola, Schweiz }}

simple:Hermann Hesse


Diskussion der Autoren über den Artikel: Hermann Hesse


Illustrator vs. Maler

AFAIK war Hesse kein Illustrator sondern ein Maler. Seine Bilder waren Bilder um ihrer selbst Willen und in der Regel keine Illustrationen (mir sind jedenfalls keine bekannt, die als solche gedacht gewesen wären). Ich habe deshalb im Eintrag "Illustrator" auf "Maler" geändert.

Sven

Er hat z. B. sein eigenes Märchen "Piktors Verwandlungen" illustriert. Ob man ihn deshalb gleich als Illustrator bezeichnen muß, ist eine andere Frage... HannaAndrea 19:48, 27. Mai 2004 (CEST)

moral insanity

bei Hesse wurde "moral insanity" diagnostiziert - was er dann ja auch in "Under The Wheel" verarbeitet hat ;) . im ernst, weiß jemand, ob das im original auf deutsch tatsächlich so hieß? (stammt wohl hier her, aber ich zweifle ein bisschen, ob sich der text auf mehr als dieses zitat aus "Gertrud" stützt). grüße, Hoch auf einem Baum 13:01, 11. Jun 2004 (CEST)

In mehreren Werken der Sekundärliteratur zu Hesse steht "moral insanity", auch seine Eltern verwenden in Briefen den Ausdruck, während ein deutsches Äquivalent nicht zu finden ist. Offenbar war das im 19. Jahrhundert ein allgemein verbreiteter Krankheitsbegriff. --Klingsor 19:32, 11. Jun 2004 (CEST)

Diskussion aus dem Review

wurde ohne Kommentar auf die Reviewseite gesetzt. --Steffen Löwe Gera 16:26, 5. Sep 2004 (CEST)

Sehr guter erster Eindruck und nur eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen, bei der Literatur wären die ISSN Nummern noch schön. Um den Inhalt zu beurteilen bin ich nicht tief genug in der Materie. --PatrickD 23:43, 8. Sep 2004 (CEST)

URV

Das obere Bild ist vermutlich nicht PD, dies müsste nachgewiesen werden. Bei dem Deschner-Zitat ist gemäss § 63 UrhG die genaue Fundstelle anzugeben. --Historiograf 17:34, 1. Okt 2004 (CEST)

Das obere Bild stammt aus den 20er-Jahren, deshalb gehe ich davon aus, daß es PD ist (Alter). Wenn du daran zweifelst, weise nach, daß es nicht PD ist. --Klingsor 19:27, 1. Okt 2004 (CEST)

Beiträge aus der Exzellenz-Diskussion (26.9.-16.10.2004)

Gleichfalls hier archiviert. -- Bdk 02:06, 17. Okt 2004 (CEST)

  • Dafür: Der Artikel erscheint mir rund, gut geschrieben. Ich habe nichts auszusetzen. -- Dishayloo [ +] 21:57, 26. Sep 2004 (CEST)
  • Contra Der Artikel ist im Biographischen wohl solide, Links sind gut, bei der Sekundärliteratur fehlen die ISBN, aber es fehlt ihm die darstellerische Kraft zu einer eigenen Würdigung der literaturgeschichtlichen Bedeutung und der Einordnung von Hesse (leider bei biographischen Artikeln sehr oft der Fall, was einfach auch daran liegt, dass es leichter fällt, Fakten ohne URV zusammenzutragen). In welchen literarischen Strömungen bewegte er sich? Der Artikel behilft sich unter "Rezeption" mit Äußerungen anderer Autoren, die aber einen sehr vagen und allgemeinen Charakter haben. Hesses Lyrik wird nicht gewürdigt und sein dichterischer Entwicklungsprozess wird nicht wirklich transparent. Ich greif einfach mal ins Regal und zitiere Wilperts Lexikon der Weltliteratur von 1971: "Bedeutendster Vertreter der traditionellen Erzählkunst in der dt. Lit. des 20. Jh. Seine stark von der Romantik her bestimmten Prosawerke mit lyr. Grundton sind bekenntnishaft-autobiograph. angelegt und spiegeln die vielfachen Wandlungen, Probleme und Krisen aus den Reifejahren des sensiblen Dichters, bes. den Zwiespalt zwischen Geist und Sinnlichkeit, Verstand und Gefühl, die er in versch. Charakteren verkörpert und in deren Bezogenheit aufeinander das Streben nach Harmonie enthüllt" (geht noch weiter). Ob das stimmt oder ob man heute noch so schöngeistig formulieren sollte (eher nicht), sei dahingestellt, aber nun halte man den für exzellent vorgeschlagenen Artikel daneben. Wo ist denn dort auch nur ansatzweise eine vergleichbare Interpretation, die versucht das Ganze des Schaffens in den Blick zu nehmen? Nein, ein Autor ist keine Sammlung von einigermaßen fehlerfrei hintereinander gereihten Lebensdaten plus einigen Pressestimmen, und daher hat der Artikel meines Dafürhaltens hier nix zu suchen. (Dass die Artikel zu den einzelnen Hessewerken nicht gut sind und daher nicht hilfreich einspringen könnten, mag nebenbei bemerkt sein, bitte kümmert euch bitte auch mal um die, ich hatte mal "Unterm Rad" (tatsächlich ein Roman?) ein bisschen redigiert, das im übrigen v.a. auf die Maulbronner Zeit Bezug nimmt, während der Artikel unpräzise allgemein von Jugenderlebnissen spricht) --Historiograf 05:03, 27. Sep 2004 (CEST)
  • pro - ich halte den Artikel für umfassend und ausgewogen und was unter der Kapitelüberschrift "Rezension" steht, wo deutlich gemacht wird, wie umstritten er von anderen wahrgenommen wurde, reicht mir völlig für eine Einschätzung des Schriftstellers. Nocturne 08:07, 27. Sep 2004 (CEST)
  • contra: ich stimme Historiograf zu, der blick aufs werk ist viel zu mager. als minors seien noch hinzugefügt: das bild der büste hat keine lizenz, die bibliographie ist sehr schmal und schlecht formatiert, und wenn man hesse in der einleitung schon als "auch Maler" einstuft (m.E. eine Überschätzung seines Hobbys), so sollte man darüber auch im fliesstext ein paar worte verlieren. ich finde der artikel hätte erst eine reise durch die review machen sollen. Denisoliver 09:39, 27. Sep 2004 (CEST)
Der Artikel war im Review, da gab es aber so wenig Rücklauf, dass ich es nicht der Erwähnung wert fand. Prinzipiell habe ich derzeit das Gefühl, dass die aktiven Reviewer derzeit überfordert sind. Ich nehme auch mehr Artikel aus dem Review, die nicht hierherkommen, als welche die es auf diese Liste schaffen. Also *werb*: Wenn ihr kritischen Geistes seid, dann schaut doch mal bitte ab und zu auf Wikipedia:Review vorbei und ladet etwas konstruktive Kritik bei dem einen oder anderen Artikel ab. -- Dishayloo [ +] 10:57, 27. Sep 2004 (CEST)
ok, das problem mit dem blick aufs werk ist behoben, aber nach wie vor:
  1. das bild der büste hat keine lizenz
  2. die bibliographie ist schmal und schlecht formatiert
  3. wenn man hesse in der einleitung schon als "auch Maler" einstuft (m.E. eine Überschätzung seines Hobbys), so sollte man darüber auch im fliesstext ein paar worte verlieren
  • schön, wenn das behoben würde, auf das ich endlich "pro-en" kann. Denisoliver 11:11, 13. Okt 2004 (CEST)
    • contra: kein Problem mit dem biographischen teil, aber beim werk wird es ganz mager: mehr als dass er umstritten war, bekomme ich nicht raus, selbst das "warum" kann ich nur ahnen. Kein Wort zum umfassenden Erfolg in den USA, der gewisse Status als "Kultuautor" bei Jugendlichen fällt auch weitesgehend weg, jeder literaturtheoretische Ansatz fehlt vollkommen. -- Southpark 09:45, 27. Sep 2004 (CEST)
    Als einer der aktivsten Mit-Autoren dieses Artikels will ich nicht mit abstimmen - nur eine bescheidene Frage: Der Artikel ist jetzt schon ellenlang, wie lang soll er denn noch werden?! Die Werk-Interpretationen sind meiner Ansicht nach besser in den Artikeln zu den einzelnen Werken aufgehoben. Es ist doch gerade der Sinn einer Hypertext-Enzyklopädie, Informationen in Unter-Artikel auszulagern, wenn ein einzelner Artikel überquillt. Daß die Artikel zu den Werken bislang noch nicht perfekt sind - d'accord. Aber daran kann man ja noch arbeiten. --Klingsor 14:44, 27. Sep 2004 (CEST)
    Die Britannica hat auch sehr lange Artikel, und ein brandenburgisches Dorf wurde hier noch umfassender porträtiert. Es scheint nicht begriffen worden sein, was ich schrieb. Noch so gute Werkartikel ersetzen keine GESAMTINTERPRETATION, wie sie etwa von Wilpert in den zit. Formulierungen vorgelegt wurde. Einzelinterpretationen können auch keine DICHTERISCHE ENTWICKLUNG oder Einbindung in werkübergreifende Strömungen ersetzen. --Historiograf 20:00, 27. Sep 2004 (CEST)
    Okay, habe den Artikel gerade um ein Kapitel "Literarische Bedeutung" erweitert und auch zur Rezeption etwas ergänzt. --Klingsor 18:21, 28. Sep 2004 (CEST)
    • pro: Nach der Erweiterung der Rezeption und der literarischen Bedeutung, finde ich den Artikel toll. Richardfabi 22:57, 28. Sep 2004 (CEST)
    • pro. Der literarische Teil hat dem Artikel sehr gut getan. Aber wäre es bei den Werken vielleicht möglich etwas mehr als eine ISBN-Nummer dazuzuschreiben. Verlag (vielleicht sogar von der Erstauflage) und zu welcher Auflage die ISBN gehört hätten schon was. -- Southpark 21:24, 8. Okt 2004 (CEST)
    • pro: guter Artikel --Alcidebava 00:55, 11. Okt 2004 (CEST)
    • pro: Der Artikel scheint alles Wichtige ausgewogen zu erzählen. --Napa 19:25, 11. Okt 2004 (CEST)
    • pro: Gefällt mir, die literarische Gesamtdarstellung halte ich für sehr wichtig, die Biografe ist prima geworden. Ein paar interne Links habe ich noch gesetzt. -- Necrophorus 19:47, 11. Okt 2004 (CEST)
    • abwartend: Bei zwei Bildern fehlen Lizenz- bzw. Herkunftsangaben. --Zenogantner 12:18, 13. Okt 2004 (CEST)

    Weitere Diskussion

    ...

    War Hesse nicht auch Mitglied in einem Bund irgendwelcher Schriftsteller? Ist nur ne frage, weiss es nicht genau.
    Gruß - DerHorst 19:28, 2. Mär 2006 (CET)

    Epoche von Hermann Hesse

    Wisst ihr vielleicht in welcher Epoche hermann Hesse lebte/schrieb? Musss bald ein Referat über ihn halten und find das nicht. Romantik vielleicht?

    Hesse ist da wie viele Autoren des 20. Jahrhunderts nicht klar einzuordnen, s. Deutsche Literatur#Von der Jahrhundertwende bis 1933
    Ich muss ebenfalls einen Vortrag halten, allerdings nicht nur über Hesse, sondern vor allem über sein Buch "der Steppenwolf" und die Epoche Weimarer Republik, in welche Hesse einzuordnen ist. Den Einwand, Hesse sei nicht klar einzuordnen, finde ich berechtigt, denn die Weimarer Republik hat keine so stark ausgeprägte Merkmale wie zB der Naturalismus und ist deshalb eigentlich nur durch Datumsangaben erkennbar. Wombi aka Tylays

    Denkmal

    Warum brennt das Calwer Hesse-Denkmal? --80.140.114.231 23:19, 14. Apr 2006 (CEST)

    Ich würde dieses Bild entfernen. Es trägt nichts zur Information bei und es ist schon ein Bild des Calwer Hesse-Denkmals (allerdings ohne Flammen...) vorhanden. --DerGumbo 22:06, 12. Nov. 2006 (CET)

    Abschnitt Kindheit und Jugend

    Mich schauderts wenn ich den ersten Abschnitt lese. Hesses Jugend ist so exestetiell für das verständniss seines Lebens und Werkes, das es nicht so schwammig und unpräzise und zum Teil sogar falsch dargestellt werden kann. Ich werde mich in nächster Zeit bemühen, die Stationen und ihre Bedeutung möglichts knapp und doch präzise im Abschnitt Kindheit und Jugend zu überarbeiten und aber dennoch dem Jahr 1892 mehr Platz einzuräumen. Eventuell ist es vieleicht sogar sinnvoll einen Artikel zur Bedeutung Hesses Jugendsozialisation anzulegen.

    Bis bald Gregor

    Falsches Todesjahr auf der Übersichtsseite

    Auf der "Übersichtsseite" - Suchbegriff Hesse wird als Todesjahr 1964 angegeben. Im Artikel ist das richtige Jahr 1962 angegeben. Ich habe leider keine Möglichkeit gefunden das zu ändern - kann mir jemand weiterhelfen?

    Paste: (1877-1964), deutscher/schweizerischer Schriftsteller

    Ich weiß nicht welche Übersicht Du meinst? Aber ich habe dank Deines Tipps unter dem Lemma Hesse einen entsprechend falschen Eintrag gefunden und korrigiert. Ich habe dazu einfach im Eintrag Hesse auf "Seite bearbeiten" geklickt ...

    Wo ist Hermann Lauscher?

    Bitte wo?

    Ich weiß leider nicht wer der Herr Lauscher ist. Steht er in einer Verbidnung zu Hermann Hesse? Wenn nicht gibt es keinen Grund ihn hier zu erwähnen, er sollte dann einen eigenen Artikel bekommen. Hermann Lauscher mfG --Gwendolas 13:55, 10. Nov. 2006 (CET)
    "Hermann Lauscher" ist ein Frühwerk von Hesse (1901). Da das Werkverzeichnis keine Vollständigkeit anstrebt, sondern nur die wichtigsten Werke nennt, wurde dies hier weggelassen. --Klingsor 14:10, 10. Nov. 2006 (CET)
    Achso. Dann könnte man Hermann Lauscher ja auch mit eintragen, aber wer weiß wie lang die Liste wird, wenn alles dort erscheint. Meine Bildung reicht nicht aus um zu bewerten, was genannt werden soll.--Gwendolas 14:23, 10. Nov. 2006 (CET)

    Bitte verbessern

    Rezeption

    Die literarische Qualität und Bedeutung der Werke Hermann Hesses war schon zu seinen Lebzeiten umstritten; der Disput hält nach wie vor an. Schriftstellerkollegen wie Thomas Mann oder Hugo Ball schätzten ihn hoch, während andererseits Kurt Tucholsky meinte: „Ich halte Hesse für einen Schriftsteller, dessen Qualitäten als Essayist weitaus größer sind als seine dichterischen Eigenschaften.“ Alfred Döblin schrieb gar von „langweiliger Limonade“. Hesses Frühwerk wurde jedoch von der zeitgenössischen Literaturkritik überwiegend positiv beurteilt.

    Problem: hier passt alles (nach div. Hinzufügungen?) nicht mehr zusammen und ergibt keinen rechten Sinn mehr; Tucholskys Aussage ist eine durchaus positive zum literarischen Werk Hesses, schließlich ist das Essay eine literarische Gattung! Dennoch wird das Tucholsky-Zitat als Gegensatz zu der unpräzisem Aussage "Schriftstellerkollegen wie Thomas Mann oder Hugo Ball schätzten ihn hoch" gestellt. Hier fragt sich nun aufgrund des Tucholskyzitatzusammenhang der Leser - haben Mann und Ball jetzt mehr das Dichterische als das Essayhafte oder Erzählerische geschätzt (was nicht beantwortert wird)? Tucholsky und Ball können übrigens nur das Frühwerk Hesses gekannt haben, da sie später tot waren. Und wann und in welchen Zusammenhang sprach Döblin von „langweiliger Limonade“? (bei einem sich oft ganz wandelnden Dichter wie Hesse ist dieser unkonkrete Zitat- und Meinungsrundschlag ziemlich sinnlos; entferne es zu Excelenz-Wahrung bis zur überarbeitung.! So ist das Schrott: hier muss genau zu erkennen sein, welche Beurteilung sich auf welchen Teil des Werkes sich bezieht. Das ist es aber nicht einmal im Ansatz!--Roda Moda 18:43, 9. Sep 2006 (CEST)

    In der zitierten Passage gab es in der Tat keine Ergänzungen - dies ist aus einem Guß. Ich hatte in der Fortsetzung dann einiges hinzugefügt, um die einseitige Tendenz "seriöse Literaten nehmen Hesse nicht ernst" etwas zu relativieren. Natürlich sollte in dem Abschnitt zur Rezeption nicht verschwiegen werden, daß Hesse von manchen Zeitgenossen auch kritisch gesehen wird - allerdings schimmerte zwischen den Zeilen hier ganz offen durch, daß diese Sätze von jemandem verfasst worden waren, der Hesse eigentlich nicht leiden kann ... Also wie sollen wir damit verfahren? --Klingsor 00:03, 10. Sep 2006 (CEST)

    Sinnvolle Links ?!

    Ich dachte ja schon, Unterm Rad wäre "überverlinkt", aber dieser Artikel ist wirlkich zu viel. Gleiche Frage wie in der Diskussion: müssen alle Begriffe verlinkt werden, wie z. B. "Eltern", " christliche", "Missionarsfamilie", oder "20.März", "Gymnasium", "Buchhändlerlehre", ......... Auch Jahreszahlen sind wenig sinnvoll ("1892"). Man stolpert ja nur von Wort zu Wort und es ist auch nicht mehr ansehnlich. Wikipedia:Wie_schreibe_ich_gute_Artikel#Links

    Sinnvolle Links sind meiner bescheidenen Meinung nach solche: "Bipolare Störung", "Göppingen", "Unterm Rad" oder "Eugen Diederichs", meinetwegen sogar "Goethe" oder "1. Weltkrieg" weil Hesse davon beeinflusst wurde und diese auch ein bestimmtes Objekt bezeichnen und nicht nur einen allgemeingültigen Begriff.

    Ich bin dafür jeden Link, dessen Ziel nicht in einer besondeeren Beziehung zu Herman Hesse steht wegzulassen. --Gwendolas 14:19, 10. Nov. 2006 (CET)

    Meine Meinung! -- Zacke 15:20, 10. Nov. 2006 (CET)

    Bei beiden Artikeln erledigt, deutlich besser. Was hälst Du davon? --Gwendolas 15:59, 10. Nov. 2006 (CET)


    Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Hermann Hesse und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).