Wikipedia GNU FDL Artikel anzeigen Artikel bearbeiten
 
Hermannsdenkmal

Toplinks zu diesem Thema:
Rolle, Anlage, Bund, Regensburg, Sprachen



Der Artikel Hermannsdenkmal gehört zur Kategorie: Baudenkmal, Denkmal, Statue, Detmold, Kreis Lippe
Abbildung
Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald
Bildherkunft
Abbildung
Das Standbild aus der Nähe, allein das Schwert ist 7 m lang
Bildherkunft

Das Hermannsdenkmal befindet sich in der Nähe von Hiddesen südwestlich von Detmold in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) im südlichen Teutoburger Wald. Dort steht es auf dem stark bewaldeten und 386 m hohen Teutberg in der darauf gelegenen Ringwallanlage, die Grotenburg genannt wird.

Erinnern soll das Denkmal an den Cheruskerfürsten Arminius und die so genannte Schlacht im Teutoburger Wald, in der germanische Stämme unter Führung von Arminius (Lateinisch, in deutsch: Hermann, Armin und auch Irmin (Alt-Niederdeutsch)) den römischen Legionen unter Publius Quinctilius Varus im Jahre 9 n. Chr. eine entscheidende Niederlage beibrachten. Der Erbauer Ernst von Bandel ging davon aus, dass die Schlacht im Teutoburger Wald stattgefunden habe. Die Wahl auf die Grotenburg fiel allerdings aus praktisch-ästhetischen Erwägungen. Der lippische Fürst wollte den Bauplatz nur unter der Bedingung zur Verfügung stellen, wenn das Denkmal auf der Berghöhe errichtet würde, da es von hier aus weithin über Lippe sichtbar wäre. Mittlerweile gilt Kalkriese bei Bramsche in Niedersachsen aufgrund spektakulärer Funde als wahrscheinlichster Ort der Schlacht. Somit steht das Denkmal eigentlich am falschen Ort.

Baugeschichte

Das insgesamt 53,46 m hohe Hermannsdenkmal wurde 1838 begonnen. In Folge des Baus entstanden überall in Deutschland Vereine, die erfolgreich Gelder für das Denkmal sammelten. 1846 wurde der Sockel des Denkmals fertiggestellt. In der Reaktionsphase nach der Revolution von 1848 ruhte der Bau bis 1863. Es fehlte in dieser Zeit sowohl das finanzielle als auch das politische Interesse, den Bau weiter zu führen. Erst mit der Gründung des Deutschen Reiches nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871) wurde das Denkmalsprojekt wieder populär. Sowohl der neue deutsche Reichstag als auch der Kaiser Wilhelm I. ermöglichten schließlich mittels Großspenden 1875 die festliche Einweihung des Baus.

Die Entstehung des Denkmals ist nicht von seinem Erbauer, dem Bildhauer Ernst von Bandel zu trennen. Dieser widmete sich zeitlebens dem Denkmalprojekt und versuchte insbesondere in der Zeit der Bauunterbrechung weitere finanzielle Unterstützungen für die Vollendung zu finden. Während der Arbeiten lebte Bandel zeitweise in einem unterhalb des Denkmals errichten Blockhaus, der „Bandel-Hütte“, die man auch heute noch besichtigen kann. Bandel konnte die feierliche Einweihung im Jahr 1875 noch erleben und starb 1876.

Die Entstehung des Denkmals ist vor dem Hintergrund der deutschen politischen Situation des 19. Jahrhunderts zu sehen. Unter dem Eindruck der Niederlagen gegen die Franzosen und der politischen Zersplitterung Deutschlands begann man zunehmend die nationale Identität in der germanischen Vergangenheit zu suchen. Mit der zeitgenössischen Wertung Arminius´ als ersten Einiger der „deutschen“ (eigentlich „germanischen“) Stämme, bot sich diese Figur an, zumal die Arminius-Figur seit seiner Entdeckung durch den Humanismus im 16. Jahrhundert im deutschen Sprachraum bekannt war. Die Errichtung nationaler Denkmäler wie etwa der Walhalla in der Nähe von Regensburg oder das die Germania darstellende Niederwalddenkmal bei Rüdesheim am Rhein, die zwar meist klassizistischen Stiles waren, jedoch germanische Themen aufgriffen, sind ebenfalls ein Resultat dieser Identitätssuche.

Der Unterbau

Es handelt sich bei dem Denkmal um eine Kombination aus Bau- und Figurendenkmal. Der Unterbau des Hermannsdenkmals hat einen runden Grundriss, ist 26,89 m hoch und besteht aus roh behauenem Sandstein. Auf dem 2,20 m hohen Sockel schließen zurückgesetzt zehn Pfeiler (genauer Pfeilervorlagen) und zehn Nischen an. Die Schafte der Pfeiler haben eine hexagonale Form. Die Dienste der Kapitelle bilden Spitzbögen zum jeweils nächsten Pfeiler und Rundbögen zum übernächsten Pfeiler (Stilmix Gotik und Romanik). Über den Kapitellen schließt der rippenwulstartige Besucherumlauf an. Darüber wiederum eine Rundkuppel (typisches Moment der Herrscherrepräsentation) und auf einem weiteren kleinen Sockel die Figur des Hermann. Für den Bau des Sockelbaus wurden auch Steine der Grotenburg verwendet, so dass die prähistorische Fliehburganlage durch den Denkmalsbau weitgehend zerstört worden ist.

Die Figur

Die Figur hat eine Höhe von 26,57 m, besteht aus einer Eisenrohrkonstruktion, die Oberfläche jedoch aus Kupferplatten. Zu sehen ist eine überlebensgroße Figur mit antikisierender Rüstung. Der rechte Arm ist emporgestreckt und hält ein Schwert, das 7 m misst und ca. 550 kg wiegt. Der Schwertarm ist in Richtung Westen gestreckt; dies wird je nach Standpunkt als ein offensives oder defensives Mahnen in Richtung Frankreich interpretiert. Der linke Arm ist auf einen bauchhohen Schild gelehnt. Unter dem linken, leicht angewinkelten Bein liegen ein Adler, ein Rutenbündel sowie ein Beil. Die Informationen über die Kleidung des Hermann dürfte v. Bandel den Werken des Tacitus entnommen haben. Auffällig ist, dass keine Stammeszeichen o. ä. an der Statue angebracht wurden.

Abbildung
Blick vom Hermannsdenkmal in Richtung Nordwesten über den Teutoburger Wald
Bildherkunft

Alternativentwürfe

Vor allem aufgrund des Erfolgs Friedrich Gottlieb Klopstocks Hermannsdramen, gab es bereits im 18. Jahrhundert verschiedene Pläne Denkmäler für Arminius zu schaffen. Nach dem Ende der Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft wurden diese wieder populärer. 1813/14 traten beispielsweise unabhängig voneinander Karl Friedrich Schinkel und August von Kotzebue mit einem Denkmalsentwurf an die Öffentlichkeit. Kurz vor dem Baubeginn des Hermannsdenkmal reichten 1839 zudem die Berliner Baumeister Karl Friedrich Schinkel und Christian Daniel Rauch gemeinsam einen Konkurrenzentwurf ein, der allerdings von den meisten geldgebenden Hermannsdenkmalsvereinen abgelehnt wurde.

Inschriften

Das Schwert trägt die Inschrift:
Deutschlands Einigkeit, meine Stärke
Meine Stärke, Deutschlands Macht.

Auf dem Schild steht: Treufest.

In den Nischen des Denkmals sind folgende Sprüche zu lesen. Die Sprüche wurden erst nach der Reichsgründung von 1870/71 eingefügt und haben teilweise eine stark antifranzösische Note:

Der lang getrennte Stämme vereint mit starker Hand, Der welsche Macht und Tücke siegreich überwandt, Der längst verlorene Söhne heimführt zum Deutschen Reich, Armin, dem Retter ist er gleich.

Wilhelm, Kaiser, 22. März 1797, König von Preußen, 2. Januar 1861. Erster Kaisertag, Versailles, 18. Januar 1871, Krieg 17. Juli 1870, Frieden 26. Februar 1871.

Am 17. Juli 1870 erklärte Frankreichs Kaiser, Louis Napoleon, Preußen den Krieg, da erstunden alle Volksstämme Deutschlands und züchtigten von August 1870 bis Januar 1871 immer siegreich französischen Übermut unter Führung König Wilhelms von Preußen, den das deutsche Volk am 18. Januar zu seinem Kaiser erkor.

Nur weil deutsches Volk verwelscht und durch Uneinigkeit machtlos geworden, konnte Napoleon Bonaparte, Kaiser der Franzosen, mit Hilfe Deutscher Deutschland unterjochen; da endlich 1813 scharten sich um das von Preußen erhobene Schwert alle deutschen Stämme ihrem Vaterland aus Schmach und Freiheit erkämpfend. Leipzig, 18. Oktober 1813 - Paris, 31. März 1814 - Waterloo, 18. Juni 1815 - Paris, 3. Juli 1815.

Arminius liberator haud dubie Germaniae et qui non primordia populi romani, sicut alii reges ducesque, sed florentissimum imperium lacessieret: proeliis ambiguus, bello non victus.

(Tacitus, Annales: II, 88: Armin ohne Zweifel Deutschlands (Germaniens) Befreier, der das römische Volk nicht in seinen Anfängen bedrängt hat wie andere Könige und Heerführer, sondern in der höchsten Blüte seiner Herrschaft: In Schlachten mit schwankendem Erfolge, im Kriege nicht besiegt.)

Tourismus

Das vom Landesverband Lippe unterhaltene Hermannsdenkmal ist eine der bekanntesten deutschen Sehenswürdigkeiten. Es ist Ziel von jährlich mehreren hunderttausend Besuchern. Ebenso bekannt sind die benachbarten Externsteine, die häufig in Kombination am selben Tag besichtigt werden.

Die Aussichtsplattform auf dem Sandstein-Sockel des Denkmals kann gegen Eintrittsgeld bestiegen werden. Von dort kann man eine 360°-Aussicht genießen. So blickt man über die Berglandschaft von Teutoburger Wald und Eggegebirge, aber beispielsweise auch bis zum Habichtswald bei Kassel und zum Köterberg bei Höxter. Die Figur selbst kann zwar bestiegen werden, ist aber für die Öffentlichkeit geschlossen. Hierzu gibt es die Legende, dass einmal jemand aus dem Nasenloch gefallen sei und daraufhin die Figur für Besucher gesperrt wurde.

Wanderer erreichen das Hermannsdenkmal von Norden her kommend über den Hermannsweg und von Süden über den Eggeweg.

Mit dem Auto kann man bis zum Parkplatz am Denkmal fahren: Über die B 1 und die B 239 und zum Schluss über kleinere Nebenstraßen ist es durch gute Ausschilderung – Touristische Ziele und Hermannsdenkmal – einfach zu erreichen.

Das Hermannsdenkmal ist Startort des jährlich im April ausgetragenen Hermannslaufs, der über den Hermannsweg bis zur Sparrenburg nach Bielefeld führt und an dem etwa 7.000 Läufer und Walker teilnehmen. Auch sonst ist das Hermannsdenkmal wichtiger Werbefaktor der Region. So ließ man im Sommer 2000 der Hermannsfigur ein riesiges, aus 130 m² Stoff gefertigtes blau-weißes Trikot des Fußballvereins DSC Arminia Bielefeld anlegen und erreichte damit einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde.

Das Denkmal wurde spätestens mit dem Bahnanschluss Detmolds 1881 zu einem populären Ausflugsort. In den fünfziger Jahren war es in Westdeutschland ein beliebtes Tagesausflugsziel, so dass die jährlichen Besucherzahlen teilweise die Millionengrenze überschritten. Seit den neunziger Jahren gehen allerdings die Besucherzahlen zurück.

Rezeption

Die Ästhetik des Hermannsdenkmal ist in die von 1838-1875 andauernde Bauzeit einzuordnen. In dem Denkmal spiegeln sich sowohl nationale und demokratische als auch nationalistische Ansätze wieder.

In der ersten Bauphase und insbesondere in der Feier zur Grundsteinlegung überwogen neben nationalen auch demokratische Akzente. In einer der Festreden wurde beispielsweise betont, dass durch die Hermannsschlacht alle Nationen frei wurden. Mit der Reichsgründung bekam das Denkmal eine mehr und mehr aggressive Note. So wendet sich das erhobene Schwert der Denkmalsfigur nicht gen Süden (Rom), sondern gen Westen (Frankreich). Dazu kommen die Frankreichfeindlichen Nischensprüche. Im Kulturkampf war das Hermannsdenkmal zudem ein beliebtes Symbol, um gegen den vermeintlich ultramontanen Katholizismus zu hetzen. Zur 1900-Jahrfeier der Hermannsschlacht überwogen SPD-feindliche Stimmen. War das Denkmal also ursprünglich als Mahnmal für die deutsche Einheit projektiert gewesen, entwickelte sich der Ort immer mehr zu einem Symbol der Ausgrenzung vermeintlicher „Reichsfeinde“. Im Laufe der Phase bis 1918 wurde das Denkmal zudem immer stärker in seiner Symbolik von der politischen Rechten besetzt. 1893 tagten am Denkmal Vertreter von Antisemitenparteien, auch völkische Gruppierungen entdeckten das „germanische“ Denkmal für sich.

Im Ersten Weltkrieg war das Denkmal ein beliebtes Motiv, um wieder gegen den „Erzfeind“ Frankreich bzw. nach dem italienischen Kriegseintritt gegen die „verräterischen Römer“ vorzugehen.

In der Zeit der Weimarer Republik versammelten sich fast monatlich Verbände aus dem rechtsextremistischen Spektrum auf der Grotenburg. Darunter waren Vertreter der Völkischen, der DNVP, der frühen NSDAP und des Jungdeutschen Ordens. Allerdings versuchten die demokratischen Parteien wie SPD, DDP und Zentrum der rechtsradikalen Besetzung des Hermannsdenkmals entgegenzuarbeiten und mit der Entstehungsgeschichte des Denkmals an demokratische Werte wie Einheit und Freiheit zu appellieren. Obwohl das Denkmal im lippischen Landtagswahlkampf von 1932 als Wahlkampfmotiv der NSDAP eine große Rolle gespielt hatte, lehnte es der Propagandaminister Goebbels in der NS-Zeit ab, dem Denkmal den Status einer „nationalen Wallfahrtsstätte“ zu verleihen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg tat man sich mit der Rezeptionsgeschichte des Denkmals schwer. Eine Entfernung der Nischensprüche wurde diskutiert aber schließlich abgelehnt. Bis Anfang der sechziger Jahre versammelte sich die nordrhein-westfälische FDP zum Gedenktag des Volksaufstands in der DDR zur Mahnung an Einheit und Freiheit am Denkmal. Selbst der DDR- bzw. KPD-nahe Bund der Deutschen warb in den fünfziger Jahren mit dem Denkmalsmotiv, um für den Abzug der westlichen Besatzungsmächte und eine Einigung unter östlichen Vorbild zu plädieren. Seit den siebziger Jahren spielt das Denkmal zumeist nur noch für kleine rechtsradikale Splittergruppen eine gewisse propagandistische Rolle.

Heute soll das Denkmal im Sinne des Lippischen Landesverbands als „Mahnmal für den Frieden“ fungieren. Die 125-Jahrfeier im Jahr 2000 war von politischen Untertönen weitestgehend frei.

Fasst man die politische Symbolik des Denkmals zusammen, bot das Hermannsdenkmal in seiner Geschichte also ein breites Interpretationsspektrum: Vom aggressiv antifranzösischen, nationalistischen Symbol der Ausgrenzung deutscher Katholiken und Sozialdemokraten bis zu einem Ort des friedlichen Appells an die Einheit Deutschlands und der Freiheit aller Nationen.

Hermannsdenkmal in den USA

Wenig bekannt ist der „kleine Bruder“ des Detmolder Hermannsdenkmals, das „Herman Monument“ in New-Ulm (Minnesota), das Ende des 19. Jahrhunderts auf Initiative deutscher Auswanderer errichtet wurde. Es handelt sich zwar nicht um eine exakte Kopie des Bandelschen Denkmals, aber um eine ähnliche Konzeption (runder Unterbau mit Figur). Das Denkmal ist erheblich kleiner als das Detmolder Denkmal und kann ebenfalls bis zur Galerie bestiegen werden. Im Jahr 1897 eingeweiht, konnte das Denkmal 1997 seinen hundertsten Geburtstag feiern; an dem großen Volksfest nahm auch eine Delegation aus Lippe teil.

Literatur

  • Georg Nockemann: Hermannsdenkmal (Lippische Sehenswürdigkeiten 3). 2. Auflage, Lemgo 1984
  • Andreas Dörner: Politischer Mythos und Symbolische Politik. Sinnstiftung durch Symbolische Formen. Opladen 1995.
  • Charlotte Tacke: Denkmal im sozialen Raum. Nationale Symbole in Deutschland und Frankreich im 19. Jhdt.: Göttingen 1995.
  • Günter Engelbert (Hg.): Ein Jahrhundert Hermannsdenkmal 1875-1975. Detmold 1975.
  • Stephanie Lutz Althoff (Bearbeiterin): 125 Jahre Hermannsdenkmal. Nationaldenkmale im historischen und politischen Kontext. Lemgo 2001.
  • Burkhard Maier: Das Hermannsdenkmal und Ernst von Bandel. Detmold 2000.

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Hermannsdenkmal


Beendete Lesenswert-Kadidatur

Hermannsdenkmal

Ich möchte diesen Artikel für eine Kandidatur vorschlagen; er scheint umfassend, informativ und durch Illustrationen nunmehr ansprechend gestaltet zu sein. --Christoph m. 20:44, 27. Aug 2006 (CEST)
  • contra. Ich denke zur Bedeutung für die Folgeperioden sowie zur wechselvollen Baugeschichte samt deren Intention liesse sich noch viel mehr sagen. Auch scheint mir die Einleitung mit ihrer Betonung der Inschriften nicht unbedingt das wichtigste herauszustellen. --Pischdi Pischdi 20:51, 27. Aug 2006 (CEST)
  • Abbildung
    Symbol oppose vote.svg
    Bildherkunft
    Contra

    Contra , leider. Aber siehe Vorredner. Und dann merkt man beim lesen des Artikels nicht diese zum Teil romantische, zum Teil nationalistische Vorstellung, die dieses idealisierende Denkmal entstehen leiß. Außerdem wird nicht herausgearbeitet, daß die Vorstellungen, die zum Bau des Denkmals führten nicht mit den wahren Begebenheiten überein stimmen. Etwa die falsche Annahme einer germanischen Einigkeit oder gar eine identifizierung der Germanen mit Deutschen. Ein guter Anfang - aber so leider noch nicht Auszeichnungswürdig. Marcus Cyron Bücherbörse 20:56, 27. Aug 2006 (CEST)

    • contra Da ist mir Kollege Pischdi + (Berarbeitungskonflikt Marcus) zuvorgekommen. Es bleiben so doch zu viel Fragen offen. Es müsste genauer herausgearbeitet werden, was das Ziel der Erbauer war (Deutsche Nationalbewegung und/oder versteckte Verfassungsbewegung), warum hat sich Bau so lang hingezogen? Insgesamt fehlt Einordnung in den Gesamtzusammenhang der historischen Denkmäler der 19. Jahrhunderts. Warum werden die Sprüche in den Ecken zitiert (unkommentiert und ohne historische Einordnung haben sie doch einen etwas merkwürdigen Beigeschmack)! Auch die Geschichte während Kaiserreich, Republik, NS-Zeit und Bundesrepublik könnte ausführlicher ausfallen. Insgesamt kommt der Versuch über das Denkmal einen Nationalmythos zu stiften zu kurz!--Machahn 21:04, 27. Aug 2006 (CEST)
    • Abbildung
      Symbol oppose vote.svg
      Bildherkunft
      Contra

      Contra ACK Marcus Cyron--FredericII 06:41, 29. Aug 2006 (CEST)

      • Abbildung
        Symbol neutral vote.svg
        Bildherkunft
        Neutral Neutral Habe ein paar Ergänzungen miteingefügt, die ein paar der obengenannten Kritiken aufnehmen. Es könnte tatsächlich noch vieles mitaufgenommen werden. Der Rezeptionsteil ist beispielsweise allerdings jetzt schon ziemlich aufgebläht. Zum Thema "Hermannsmythos" als "Reichsgründungsmythos" (siehe Literatur: Dörner) müsste eigentlich auch noch was kommen, hatte ein paar Ansätze versucht, aber nichts schönes zu Papier bringen können! Also weitere Änderungen erwünscht, vielleicht kann man dann ja in einigen Monaten wieder einen L-Antrag stellen Dirkm 09:14, 30. Aug 2006 (CEST)

        • Abbildung
          Symbol oppose vote.svg
          Bildherkunft
          Contra

          Contra - Begründung siehe Vorredner. Gruß Boris Fernbacher 20:39, 31. Aug 2006 (CEST)



          Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Hermannsdenkmal und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).