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Der Artikel Herzinsuffizienz gehört zur Kategorie: Kardiologie
Als Herzinsuffizienz wird das Unvermögen des Herzens bezeichnet, die vom Körper benötigte Blutmenge bedarfsgerecht zu befördern.
Die gebräuchliche deutsche Übersetzung „Herzschwäche“ trifft den Begriff nur ungenau, weil nicht nur eine krankhaft verminderte Pumpfunktion (systolische Herzinsuffizienz oder Herzmuskelschwäche), sondern auch eine gestörte Füllung des Herzens (diastolische Herzinsuffizienz bei normaler oder gar gesteigerter Pumpfunktion) zur Herzinsuffizienz führen kann. Eine akute schwere Herzinsuffizienz wird gelegentlich als Herzversagen bezeichnet, wobei eine allgemein akzeptierte Definition dieses insbesondere in Leichenschauscheinen häufig verwandten Begriffs fehlt. Kritiker wenden ein, dass Herzversagen wohl auch deshalb als häufigste Todesursache genannt wird, weil das Herz letztlich bei jedem natürlich Verstorbenen versagt hat und die tatsächlich zum Tode führende Krankheit oft nicht ermittelt wurde.
Die Herzinsuffizienz kann in zwei verschiedene Verlaufsformen auftreten, der chronischen und der akuten Form.Die chronische Herzinsuffizienz entwickelt sich über einen längeren Zeitraum während die akute Herzinsuffizienz, z.B. durch einen Herzinfarkt, plötzlich eintritt. Die Herzinsuffizienz kann nur das linke Herz (Linksherzinsuffizienz), nur das rechte Herz (Rechtsherzinsuffizienz) oder beide Herzhälften (globale Herzinsuffizienz) betreffen. Sie kann als Folge vieler verschiedener Krankheiten des Herzens und auch anderer Organe auftreten und weist in der Regel auf ein bereits ernstes Krankheitsstadium mit verkürzter Lebenserwartung hin, wenn die Ursache nicht behandelt werden kann. Allerdings wurde besonders in der Vergangenheit auch oft aus Verlegenheit eine Herzinsuffizienz diagnostiziert, ohne dass beweisende Befunde erhoben wurden.
Epidemiologie
Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten internistischen Erkrankungen mit geschätzt mehr als 10 Mio. Betroffenen in Europa. Weitere knapp 10 Mio. Menschen weisen bereits eine Herzmuskelschwäche ohne Symptome auf.Prävalenz und Inzidenz der Herzinsuffizienz sind altersabhängig. Im Alter von 45 bis 55 Jahren leiden weniger als 1 Prozent der Bevölkerung an Herzinsuffizienz, 65- bis 75-Jährige bereits zu 2–5 Prozent und über 80-Jährige zu fast 10 Prozent. Männer sind etwa 1,5-fach häufiger betroffen als gleichaltrige Frauen. Mit zunehmendem Lebensalter steigt der Anteil der diastolischen Herzinsuffizienz auf mehr als 30 Prozent, bei Frauen auf mehr als 40 Prozent.
Pathophysiologie und Ätiologie
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Das menschliche Herz Bildherkunft |
Das rechte Herz nimmt über die obere und untere Hohlvene das Blut aus dem Körper auf und pumpt es durch die Lungenarterie (Arteria pulmonalis) in die Lunge (vgl. Lungenkreislauf). Sauerstoffreiches Blut fließt von dort durch die Lungenvenen zum linken Herz, von wo es durch die Hauptschlagader (Aorta) in den Körper gepumpt wird.
Die Herzinsuffizienz führt zur Mangelversorgung des Körpers und seiner Organe mit Sauerstoff, weiterhin kann es vor dem rechten und linken Herzen zum Aufstau von Blut in den Körpervenen oder den Lungenvenen kommen. In Abhängigkeit von der betroffenen Herzseite spricht man von einer Rechts-, Links- oder Globalinsuffizienz.
Die Herzfunktion ist mit einer natürlichen Pumpe vergleichbar. Wie bei jeder Pumpe kann eine Funktionsstörung nur durch 2 Prinzipien erfolgen: 1. durch verminderte Arbeitsleistung infolge einer Verringerung der Blutaufnahme oder -abgabe sowie 2. durch Funktionsstörungen der Pumpenventile. Auf das Herz bezogen bedeutet dies, dass eine Herzinsuffizienz u. a. entstehen kann, wenn
- die Leistungsfähigkeit des Herzmuskelgewebes vermindert ist,
- eine der Herzklappen verengt (Klappenstenose) oder undicht (Klappeninsuffizienz) ist,
- der Herzmuskel zu steif ist, um in der Füllungsphase (Diastole) die erforderliche Blutmenge aufzunehmen,
- der Puls durch Herzrhythmusstörungen zu langsam (Bradykardie) oder zu schnell (Tachykardie) ist,
- das Herz durch einen Herzbeutelerguss (Perikarderguss) oder eine Schwarte (Perikarditis constrictiva) zu stark eingeengt wird,
- der Widerstand in den Lungenarterien (pulmonale Hypertonie) oder den Körperarterien (Hypertonie) für das Herz zu groß ist, oder
- der Blutbedarf des Körpers etwa bei hohem Fieber oder schwerer Blutarmut selbst von einem eigentlich gesunden Herz nicht mehr gedeckt werden kann.
Bei 80–90 Prozent der von Herzinsuffizienz Betroffenen liegt eine Funktionsstörung des Herzmuskels zugrunde, knapp zwei Drittel davon im Sinne einer Herzmuskelschwäche. Die häufigste Ursache der Herzinsuffizienz ist in westlichen Ländern eine Durchblutungsstörung des Herzens (Koronare Herzkrankheit oder KHK) bei 54–70 Prozent der Patienten, bei 35–52 Prozent begleitet von Bluthochdruck. Bei 9–20 Prozent ist der Bluthochdruck (Hypertonie) alleinige Ursache der Herzinsuffizienz.
Symptome
Leitsymptom der Linksherzinsuffizienz ist die Luftnot (Dyspnoe) zunächst bei körperlicher Belastung (Belastungsdyspnoe), im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe (Ruhedyspnoe). Die Luftnot verschlechtert sich oft nach dem Hinlegen, was in schweren Fällen zu bedrohlichen nächtlichen Anfällen von Atemnot und Husten führen kann (Asthma cardiale). Schließlich kann es zum kardialen Lungenödem („Wasser in der Lunge“) mit schwerster Luftnot und Austritt von Flüssigkeit in die Lungenbläschen (Alveolen) kommen, erkennbar an „brodelnden“ Nebengeräuschen bei der Atmung und schaumigem Auswurf.Die Herzinsuffizienz führt zur Flüssigkeitsretention („Wasseransammlung“) im Körper, bei der Linksherzinsuffizienz in der Lunge und bei der Rechtsherzinsuffizienz hauptsächlich in den Beinen (Beinödeme) und im Bauchraum (Aszites).
Die schwerste Form der Herzinsuffizienz ist der kardiogene Schock, der sich meist mit schwerer Atemnot, Bewusstseinstrübung, kaltem Schweiß, schwachem und schnellem Puls und kühlen Händen und Füßen bemerkbar macht.
Diagnostik
Die Diagnose Herzinsuffizienz wird gestellt, wenn typische Symptome (s. o.) und entsprechende objektive Befunde zusammentreffen.Körperliche Untersuchung
Bereits bei der körperlichen Untersuchung können einige klinische Zeichen auf eine Herzinsuffizienz hinweisen. Dazu zählen die Halsvenenstauung, Rasselgeräusche über der Lunge, eine Herzvergrößerung (Kardiomegalie), ein 3. Herzton, Unterschenkelödeme, eine Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie), Pleuraergüsse, Nykturie und eine Pulsbeschleunigung.Ultraschalldiagnostik
Wichtigstes Untersuchungsverfahren bei der Herzinsuffizienz ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie). Sie erlaubt eine schnelle und risikofreie Beurteilung der Herzmuskelfunktion, der Herzklappen und des Herzbeutels. So kann einerseits die Verdachtsdiagnose Herzinsuffizienz bestätigt oder ausgeschlossen werden und andererseits bereits wesentliche Ursachen festgestellt werden.Röntgenuntersuchungen
Die Röntgenaufnahme des Brustkorbes bildet u. a. das Herz und die Lunge ab. Bei leichteren Formen der Herzinsuffizienz zeigt sie in der Regel noch einen normalen Befund, in fortgeschrittenen Fällen sind eine Herzvergrößerung und eine Erweiterung der Lungenvenen („Lungenstauung“) sichtbar.Um eine koronare Herzkrankheit als Ursache der Herzinsuffizienz feststellen oder ausschließen zu können, wird oft eine Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiografie durchgeführt. Dabei können die Druckverhältnisse im und am Herzen direkt gemessen und evtl. Verengungen der Herzkranzgefäße beurteilt werden.
Labordiagnostik
Üblicherweise werden Blutuntersuchungen nur benötigt, um bestimmte Ursachen und Komplikationen der Herzinsuffizienz (wie Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz oder Elektrolytstörungen) und mögliche Nebenwirkungen der Therapie erkennen zu können.Seit Anfang des 21. Jahrhunderts steht mit der Bestimmung der Plasmakonzentration des brain natriuretic peptide (BNP bzw. NTproBNP) ein Test zur Verfügung, der auch in der Alltagsroutine für die Diagnostik einer Herzinsuffizienz hilfreich sein kann. Je nach Ausmaß der Herzinsuffizienz sind die Werte mäßig bis stark erhöht, während niedrig normale BNP- oder NTproBNP-Spiegel bei einem unbehandelten Patienten eine Herzinsuffizienz weitgehend ausschließen.
Therapie
Wann immer möglich, sollte zunächst die Ursache der Herzinsuffizienz beseitigt werden:- Erhöhter Blutdruck sollte gesenkt werden,
- bei einem relevanten Herzklappenfehler muss der operative Klappenersatz erwogen werden,
- Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit profitieren oft von einer Ballondilatation oder Bypassoperation.
Die nicht-medikamentöse Therapie besteht im NYHA-Stadium IV aus einer weitgehenden körperlichen Schonung, während bei stabilen Patienten in allen übrigen Stadien ein dosiertes körperliches Ausdauertraining nützlich ist. Erhöhtes Körpergewicht sollte reduziert werden, ebenso die tägliche Zufuhr von Kochsalz.
Bei der medikamentösen Therapie der Herzinsuffizienz wird zwischen Medikamenten mit einer gesicherten prognostischen Indikation und solchen mit einer symptomatischen Indikation unterschieden.
- Gesicherte prognostische Indikation heißt, dass die dauerhafte Gabe des Medikaments in mehreren Untersuchungen einen eindeutig lebensverlängernden Effekt bewiesen hat. Dazu gehören bei der Herzinsuffizienz
- ACE-Hemmer,
- AT1-Antagonisten: Blocker des Angiotensin-II-Rezeptors (Subtyp 1); bei Unverträglichkeit von ACE-Hemmern,
- die Betablocker Bisoprolol, Carvedilol, Metoprolol und Nebivolol,
- Aldosteronantagonisten ab NYHA-Stadium III und
- Kalzium-Sensitizer (levosimendan).
- Symptomatische Indikation bedeutet, dass diese Medikamente nur eingesetzt werden müssen, wenn bestimmte Symptome vorliegen und diese durch das Medikament gebessert werden. Dazu zählen
- Diuretika bei Anzeichen für eine Überwässerung des Körpers und
- Digitalisglykoside bei Patienten mit Vorhofflimmern, einer deutlichen Leistungsschwäche oder häufigen Krankenhauseinweisungen wegen der Herzinsuffizienz.
Leidet der Patient an einer akuten (dekompensierten) Herzinsuffizienz, z. B. nach einem Herzinfarkt, ist die Gabe von negativ inotrop wirksamen Medikamenten nicht angezeigt, das betrifft insbesondere Betablocker. Nach langwierigen Diskussionen gilt deren lebensverlängernder Effekt bei der Behandlung der chronischen kompensierten Herzinsuffizienz aber als gesichert.
Einteilungen und Klassifikationen
| Klassifikation der New York Heart Association (NYHA) | ||||||||
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| Klassifikation der American Heart Association (AHA) | ||||||||
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| ICD-10-Codes Herzinsuffizienz | ||||||||||||||||||||||
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Literatur
- D.P. Zipes et al. (Hrsg.): Braunwald's Heart Disease: A Textbook of Cardiovascular Medicine. 7. Auflage. W.B. Saunders Company, Philadelphia 2004 ISBN 1-41-600014-3
- U.C. Hoppe et al.: Leitlinien zur Therapie der chronischen Herzinsuffizienz. Z Kardiol 94:488–509 (2005)
Weblinks
- Leitlinien zur Therapie der chronischen Herzinsuffizienz (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, 2005)
- http://www.dhzb.de/kardiodi...
- Kompetenznetz Herzinsuffizienz
- www.herzschwaeche-europa.de Patienten-Informationsseite von SHAPE (Study group on Heart failure Awareness and Perception in Europe)
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Benutzung dieses Bausteins
Dieser Baustein soll nur als Hinweis dafür dienen, dass Wikipedia nicht die Konsultation eines Arztes ersetzen kann. Er ist hingegen unangebracht bei rein beschreibenden Artikeln, z.B. Artikeln aus der Anatomie.Gesundheitshinweis
Diskussion der Autoren über den Artikel: Herzinsuffizienz
kann vielleicht jemand den folgenden satz etwas übersichtlicher gestalten? es ist nicht klar, welche symptome kombiniert auftreten: "Bei Linksherzinsuffizienz kommt es zu Luftnot und Abgeschlagenheit bei körperlicher Belastung, nächtlichem Harndrang und nächtliche[r] Luftnot mit Husten (Asthma cardiale), Husten und schaumigem Auswurf und vorzeitiger körperlicher Erschöpfung." -- kaubuk, 16.11.2005, 6.36
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Vielleicht eine Definition am Anfang, mit der auch der Laie weiss, um was es sich handelt. Die ganzen Fachsachen können ja da bleiben, nur sollte man vielleicht in den ersten 5 Sätzen als Medizindepp (wie ich) auch ne Erklärung bekommen, die einem ausreicht. --Joh3.16 16:50, 2. Apr 2004 (CEST)
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Das könnte eine ganz gute Arbeit werden, wenn in ganzen Sätzen geschrieben würde. Diese Aufzählungen mögen vielleicht zur Strukturierung der Gedanken dienen, sind aber sicher kein enzyklopädischer Beitrag. -- Robodoc 17:25, 17. Okt 2003 (CEST)
- Ziemlich umfassende Informationen. Is sauschwer da Sätze draus zu machen. Versuche es trotzdem - zumindest in einigen Absätzen. --ChristophLanger 17:47, 17. Okt 2003 (CEST)
- Umfassend? Zu lang, zu trocken - mags gar nicht lesen! -- Robodoc 23:48, 22. Feb 2004 (CET)
Ist für einen Laien fast nicht verständlich und auch für jemanden, der sich mit dem Thema schon mal befasst hat, trocken zu lesen. Ich nehme mal an, die meisten hier sind keine Mediziner und ihnen wären Erklärungen einiger weniger wichtiger Tatsachen wichtiger gewesen als eine möglichst umfassende Datenlage Nix für ungut!
Überarbeitungsversuch November 2005
Die o.g. Kritikpunkte aufgreifend würde ich in den nächsten Tagen (oder sollte ich eher sagen: Wochen ??) gerne versuchen, den Artikel zu überarbeiten. Helfer (und insbesondere auch kritische Leser, die die "Omatauglichkeit" beurteilen helfen) wären willkommen! Angefangen habe ich schon mal mit der Einleitung, ist die so besser ? --JHeuser 19:27, 16. Nov 2005 (CET)- Liest sich gut. Was ist eine eingeschränkte Prognose? gx --Kalumet Kalumet 19:38, 16. Nov 2005 (CET)
- Soll bedeuten "verkürzte Lebenserwartung", habe es ersetzt (Danke). Kapitel Pathophysiologie und Epidemiologie habe ich mir auch schon mal vorgenommen ... --JHeuser 06:52, 17. Nov 2005 (CET)
- Ich habe versucht, die Entstehung einer Herzinsuffizienz anhand der Versagensmöglichkeiten einer mechanischen Pumpe zu veranschaulichen. Wenns nicht gefällt bitte wieder entfernen. Viele Grüße --Kalumet Kalumet 11:29, 17. Nov 2005 (CET)
- Mechanische Pumpe gefällt mir gut, aber kannst du vielleicht damit irgendwie auch die diastolische Insuffizienz ("Füllungsbehinderung") erklären. Oder müssen wir das vielleicht garnicht unbedingt ..? Habe jetzt im Grunde den ganzen Artikel überarbeitet, mir gefallen nur die Tabellen (Kapitel 7) nicht sehr gut. Inhaltlich sind sie jetzt weitgehend verzichtbar (das Wesentliche steht im Artikel, oder ?) und die Verständlichkeit ist, .. naja, geht so, würde ich sagen. Würde jemand sie vermissen, wenn ich sie einfach entferne ?? Grüße --JHeuser 16:47, 18. Nov 2005 (CET)
- Tschuldigung für verspätete Antwort (ich war zur Tagung). Eventuell mit der Formulierung: verminderte Arbeitsleistung durch reduzierte Blut-/ resp. Flüssigkeitsaufnahme und -abgabe? gx--Kalumet Kalumet 08:51, 21. Nov 2005 (CET)
- Jo, danke! Habe auch in der Einleitung nochmals beide Begriffe genannt, was auch angesichts des bestehenden Redirects von Rechtsherzinsuffizienz notwendig war. --JHeuser 22:30, 29. Nov 2005 (CET)
kat "innere Krankheit"
habe sie durch innere medizin ersetzt. gemeint ist wohl eine kat in der erkrankungen die durch internisten behandelt werden, oder die der inneren medizin zugeordnet werden. die kat sollte ggf durch "innere Medizin (Krankheiten)" ersetzt werden. innere krankheit als von "äussere krankheit" unterscheidbar, ist ein merkwürdiger begriff. Redecke 14:43, 13. Jan 2006 (CET)Rückwärts- und Vorwärtsversagen
Könnte bitte jemand folgendes irgendwie einbauen? Weiß nicht recht, wo ich das hinpacken könnte, aber relevant wäre es schon, mit jeweiliger Verlinkung auf die beiden Lema.
- Es gibt zwei Formen der Herzinsuffizienz: Das Vorwärts- und das Rückwärtsversagen.
- Die Herzkammern arbeiten ähnlich wie ein Sack, dessen Wände aus Muskulatur bestehen und der einen Eingang hat, durch den das Blut hinein fließt und einen Ausgang, aus dem es herausgepumpt wird.
- == Vorwärtsversagen ==
- Wenn die Muskulatur der Herzkammer geschwächt ist (z.B. durch eine Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie)) kann es nicht genügend Blut pumpen, um die Bedürfnisse des Körpers und seiner Organe zu befriedigen.
- == Rückwärtsversagen ==
- Wenn die Wände der Herzkammern dick und unelastisch sind kann sich die Herzkammer nicht genügend mit Blut füllen. Die Blutmenge, die nicht von der Herzkammer aufgenommen und weggepumpt werden kann staut sich vor dem Eingang der Herzkammer an.
- == Gegenseitige Bedingung ==
- Beide Formen der Herzinsuffizienz gehen von einem bestimmten Schweregrad an ineinander über, d.h. ein Rückwärtsversagen führt über kurz oder lang zum Vorwärtsversagen, ein Vorwärtsversagen geht sehr schnell in ein Rückwärtsversagen über."
Danke, --Cerassina 21:03, 10. Mär 2006 (CET)
- Hi, Cerassina! Thx für deine ausführl. Anmerkungen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob und wie man das einbauen sollte (es gab mal in Vorversionen den knappen Verweis auf Vorwärts- und Rückwärtsversagen...). Erstens sind die Begriffe eigentlich nur für die schwerste Form (NYHA IV oder Ruheinsuffizienz) üblich und zweitens werden sie immer weniger gebraucht (in meiner Erfahrung eigentlich nur noch in der Intensivmedizin und bei der Behandlung schwerst Herzinsuffizienter z.B. in der Transplantationsvorbereitung). Eigentlich gehen die heutigen (aber ja noch oft sehr variablen) Definitionsversuche davon aus, das grundsätzlich immer beide Mechanismen eine Rolle spielen, so ist auch der gegenwärtige Satz Die Herzinsuffizienz führt zur Mangelversorgung des Körpers und seiner Organe mit Sauerstoff, weiterhin kann es vor dem rechten und linken Herzen zum Aufstau von Blut in den Körpervenen bzw. den Lungenvenen kommen formuliert. Wichtiger wird heute eigentlich angesehen, ob eine systolische oder eine diastolische Herzinsuffizienz vorliegt (und Teile deiner Ergänzungsvorschläge beziehen sich eher auf diesen Unterschied), dies ist allerdings im Artikel hinreichend erwähnt. Gruß, JHeuser 08:17, 11. Mär 2006 (CET)
- Hallo JHeuser, ich hatte, zugegebenermaßen, davon im Fernsehen was gehört und hab mich deshalb auf die Suche nach Informationen begeben, diese dann etwas umstrukturiert und hier zur Diskussion eingestellt, da ich 1. neu bin und nix zerstören wollte, 2. nicht wusste, wohin damit und 3. nicht um die Relevanz (wie Du mir soeben ja gut beschrieben hast) wusste. So bleibt es also fort vom Text und ich bin ein bissle was schlauer nun. Danke für Deine Erklärung! --Cerassina 14:02, 11. Mär 2006 (CET)
- Ich halte die Information über Vorwärts- und Rückwärtsversagen für sehr wichtig, da beide Formen auch unterschiedliche Symptome und Auswirkungen haben können. Außerdem halte ich die Unterscheidung in Rechts- und Linksherz-, sowie Globalinsuffizienz für wichtig - hab den Artikel aber nur überflogen, kann also sein, dass es bereits drin steht. --88.134.156.213 12:45, 22. Okt. 2006 (CEST)
"Herzschwäche"
MMn wäre der Begriff schon exakt, wird aber im allgemeinen Sprachgebrauch für "andere" Probleme verwendet: "Herr Doktor! Ich habe ein schwaches Herz!" ... -- Robodoc 11:52, 19. Jul 2006 (CEST)
- Naja, ich meinte damit Folgendes: bei der diastolischen Herzinsuffizienz ist die Kontraktilität normal bis erhöht. Und der Begriff "Schwäche" ist für einen hyperkontraktilen Ventrikel schon fragwürdig, findest du nicht?! Gruß, Jürgen JHeuser 16:04, 19. Jul 2006 (CEST)


