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Der Artikel Hugenotten gehört zur Kategorie: Hugenottenkriege, Protestantismus in Frankreich, Christentumsgeschichte (Reformationen), Reformierte Kultur, Zeitalter der Glaubensspaltung
Hugenotten ist die seit etwa 1560 gebräuchliche Bezeichnung für die französischen Protestanten. Ihr Glaube ist stark von der Lehre Johannes Calvins beeinflusst.
Die Hugenotten wurden in Frankreich insbesondere im 16. und 17. Jahrhundert stark verfolgt. Besonders die Verfolgungen unter Ludwig XIV. ab 1685 lösten eine Fluchtwelle von einer Viertelmillion Hugenotten in die umliegenden protestantischen Länder aus.
Nach dem Ende der Verfolgung und dem Inkrafttreten der französischen Verfassung 1791 setzte sich immer mehr die Bezeichnung Protestanten durch. Die Bezeichnung Hugenotten ist also eigentlich nur für calvinistische Gläubige für die Zeit ihrer Verfolgung in Frankreich gerechtfertigt.
Die französischen Protestanten stellen im vorwiegend katholischen Frankreich heute eine kleine Minderheit dar, die in der Reformierten Kirche von Frankreich organisiert ist.
Etymologie
Der Ursprung des Wortes „Hugenotten“ ist vermutlich eine Anspielung auf das französische Wort aignos (Eidgenossen), das die Verbindungen zum calvinistischen Zentrum Schweiz aufzeigt. Dieses geht wiederum auf frühneuhochdeutsch (alemannisch) Eidgenosse (Verschworener, Bundesgenosse, Verbündeter) zurück. Es erscheint im Französischen zuerst zu Beginn des 16. Jahrhunderts in der Form eygenot als Bezeichnung für die Anhänger einer politischen Partei im Kanton Genf, die gegen die Annexionsversuche des Herzogs von Savoyen kämpften, wird aber in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zunehmend im Sinne von "Protestant, Reformierter" verwendet. Möglicherweise stand auch der Genfer Freiheitskämpfer Besançon Hugues bei der Namensgebung Pate. Eine weitere Hypothese sieht den Wortursprung in der Bezeichnung „Huis Genooten“ (Hausgenossen) für flämische Protestanten, die im Geheimen die Bibel studierten; doch genau lässt sich die Herkunft des Wortes nicht herleiten. Sicher ist, dass der Name nicht als Eigenbezeichnung der Gläubigen, sondern als Spottbegriff entstand.
Geschichte
Anfänge der Reformation in Frankreich
Um die Zeit, als in Deutschland durch die Thesen Luthers die Reformation begonnen hatte (1517), gibt es in Frankreich eine Situation, in der das Luthersche Gedankengut auf fruchtbaren Boden fallen konnte:
Franz I., der Frankreich seit 1515 regierte, hatte zu dieser Zeit die katholische Kirche zunehmend zu einem Verwaltungsorgan des Staates aus- und umgebaut: Seit dem Konkordat von Bologna 1516 hatte er das Recht, die hohen Ämter der französischen Kirche nach eigenem Willen zu besetzen. Er nutzte dies geschickt, um den französischen Hochadel in den entsprechenden Positionen unterzubringen und ihn sich auf diese Weise zu verpflichten. Die Infrastruktur der Kirche war für Franz ebenfalls von Bedeutung:
Ihre Präsenz in allen Städten und Dörfern, die hohe Reichweite, die die Pfarrer in ihren Gemeinden erzielen konnten, und die Familienregister, die die Pfarreien führten, waren Elemente, die er für verwaltungstechnische Aufgaben, zum Beispiel die Veröffentlichung von Edikten, einspannen konnte.
Insbesondere in Paris führte diese Verweltlichung zu Widerspruch von humanistischen Kreisen, insbesondere um Erasmus von Rotterdam (Didier Érasme) und Jacques Lefèvre d'Étaples (Jakob Faber). Um 1520 beginnt man, in diesen Zirkeln die Thesen Luthers zu diskutieren, die die heilige Schrift zum Maßstab des Glaubens machen und die Trennung von Staat und Kirche einfordern. Die theologischen Thesen Luthers werden zunächst auch vom Königshaus eher positiv aufgenommen. So waren die Schwester des Königs, Margarete von Valois, und der Bischof von Bayonne, Jean du Bellay, sowie dessen Bruder Guillaume Mitglieder der Gruppe um Lefèvre.
Franz I., ohnehin sehr aufgeklärt und aufgeschlossen, zudem wohl noch durch seine Schwester beeinflusst, zeigt sich ebenfalls gegenüber den theologischen Aspekten der beginnenden Reformationsbewegung nicht abgeneigt. So hält er zum Beispiel über Lefèvre seine schützende Hand, als gegen diesen nach einer Abhandlung über Maria Magdalena ein Prozess wegen Ketzerei angestrengt worden war. Die Reform einer Kirche von innen heraus ist, zumindest was die theologischen Deutungen angeht, nichts, was Franz I. fürchten müsste.
Zunächst einmal darf also um 1520 herum der reformatorische Gedanke auch in Frankreich Fuß fassen. Von den Humanisten findet er auch rasch seinen Weg ins gehobene Bürgertum, wo die vorhandenen weitreichenden Handelsbeziehungen nicht nur Waren, sondern auch Ideen schnell verbreiten helfen.
Beginnende Verfolgung
Sehr schnell setzt jedoch eine katholische Gegenbewegung ein. Die Amtsträger der Kirche sehen ihre Lehren durch die aufkommende Bewegung gefährdet: 1521 wird Luther vom Papst exkommuniziert, die Pariser Universität Sorbonne verdammt seine Lehren.
Franz I. gerät dadurch zunehmend unter Druck, und zwar aus zwei Gründen:
- Der erste ist innenpolitischer Natur: Nach 1520 wird schnell deutlich, dass die Reformation eben nicht nur eine theologische Geschichte ist, die sich in den Studierzimmern der Gelehrten breit macht, sondern dass die Thesen die bestehende klerikale (und eng damit verbunden auch die weltliche) Machtstruktur anzugreifen beginnen. Franz kann kein Interesse daran haben, dass die Reformer jetzt am Stuhl derjenigen Adeligen sägen, denen er gerade kirchliche Ämter, Würden und Einnahmequellen verschafft hatte, und die eine wesentliche Stütze seiner Kontrolle über Frankreich darstellen.
- Zum zweiten befindet sich Franz I. zu dieser Zeit mit den Habsburgern, genauer gesagt, mit dem deutschem Kaiser Karl V. in einem schweren Konflikt. Frankreich ist über die Niederlande, Deutschland und Spanien von den Habsburgern in die Zange genommen, in Norditalien befindet sich Frankreich im offenen Krieg mit den Habsburgern. Würde Franz der Reformation in Frankreich freien Lauf lassen, so hätte er auch noch Rom gegen sich, und Karl V., der 1521 über Luther die Reichsacht verhängt hatte, wäre - dann von Rom unterstützt - von einer Invasion Frankreichs nicht mehr abzuhalten gewesen. Auch diese außenpolitische Überlegung zwingt Franz dazu, sich mehr und mehr vom Protestantismus zu distanzieren.
So kommt es zunehmend zu Repressalien gegen die Protestanten, die sich zu einer Verfolgung zumindest des öffentlichen Protestantismus ausweiten: Die erste Hinrichtung eines französischen Protestanten ist für den 8. August 1523 belegt, als der Augustinermönch Jean Valliére in Paris am Pfahl verbrannt wird.
Untergrundkirche
Der Protestantismus wird bis etwa 1530 zunehmend in den Untergrund gedrängt. Ein Teil der Protestanten flieht, unter anderem in die reformierten Orte der Schweiz, wo Ulrich Zwingli gerade dabei ist, die katholische Kirche komplett zu entmachten. Ins politische Aus gedrängt, treten die Protestanten aus dem Untergrund jedoch zunehmend provokativer auf. Auf Plakaten wird die Messe der Katholiken als Götzendienst bezeichnet (1534), Marienstatuen werden verunstaltet.
Etwa um 1533 schließt sich Johannes Calvin in Paris dem Protestantismus an. Bis zu dieser Zeit wäre auch er eher als katholischer Humanist denn als Reformierter zu bezeichnen. Nach einer protestantisch gefärbten Rede von Nicolaus Cop, des Rektors der Universität Paris, die höchstwahrscheinlich unter Beteiligung Calvins entstand, müssen beide aus Paris fliehen.
Doch trotz der Unterdrückung erhält die Bewegung noch immer Zulauf. 1546 bildet sich in Meaux die erste protestantische Gemeinde in Frankreich. 1559 findet in Paris die erste Nationalsynode der reformierten Christen Frankreichs statt. Man verabschiedet eine Kirchenordnung und ein Glaubensbekenntnis. 15 Gemeinden schickten ihre Abgesandten, zu der nächsten, die zwei Jahre später stattfindet, sind auf einmal um die 2.000 Gemeinden vertreten. Zu Beginn der 1560er Jahre haben die reformierten Untergrundkirchen etwa zwei Millionen Anhänger, was in etwa zehn Prozent der französischen Gesamtbevölkerung entspricht.
Diese reformierten Gemeinden sind jedoch nicht mehr lutherisch geprägt: Die Verfolgung hat enge Bande der französischen Reformierten zu dem in Genf lebenden Calvin entstehen lassen. Zwischen 1535 und 1560 durchdringt zunehmend der Calvinismus das französische Protestantentum, und der Calvinismus ist es, der den Dissidenten Zulauf verschafft. Jetzt kommt auch der Name „Hugenotten“ auf.
Die Hugenottenkriege
1547 stirbt Franz I., und sein Sohn Heinrich II. besteigt den Thron Frankreichs. Er setzt die Repression gegenüber den Hugenotten unvermindert fort. Etwa um diese Zeit beginnt das Habsburgerreich in eine Vielzahl von Kleinstaaten zu zerfallen: Kaiser Karl V. bekommt die Reformation nicht mehr unter Kontrolle, und der Kompromiss des „Cuius regio, eius religio“ tat ein Übriges zur Spaltung des Kaiserreiches.
Heinrich II. möchte ähnliche Zustände wie in Deutschland in jedem Fall verhindern. Zunehmend haben sich jetzt auch Adelige den Hugenotten angeschlossen, und eine Übereinkunft nach dem Augsburger Prinzip für Frankreich hätte die unter Franz I. erfolgreich verlaufende Zentralisierung Frankreichs schwer beschädigt. Damit beginnt endgültig die politische Diskriminierung des Protestantismus in Frankreich.
Eine neue Einrichtung und drei Edikte reichen, um die Hugenotten mehr und mehr zu unterdrücken: Da ist erst einmal die Einrichtung der chambre ardente in Paris, einer Kammer, die die hugenottischen Parlamentsabgeordneten verfolgt. Diese Kammer richtet Heinrich bereits im ersten Jahr seiner Regentschaft ein. Im Juni 1551 wird dieses Prinzip im Edikt von Châteaubriand dann auch auf die Provinzparlamente ausgedehnt. Das Edikt von Compiègne folgt im Juli 1557: „die Ordnung in irgendeiner Weise störende“ Protestanten werden der weltlichen Gerichtsbarkeit unterstellt; die Verurteilung wegen Häresie lässt Heinrich noch in den Händen der Kirche. Den Schlusspunkt setzt er dann am 2. Juni 1559 im Edikt von Écouen: Von nun an dürfen die Gerichte für Häresie nur noch die Todesstrafe verhängen. Kurz nach dem Edikt stirbt Heinrich.
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Gaspard Bouttats: Bartholomäusnacht, Kupferstich Bildherkunft |
Unter Heinrichs Sohn Franz II. hält die begonnene Vertreibung an. 1562 überfallen katholische Soldaten bei Vassey Protestanten während eines Gottesdienstes. Die Bartholomäusnacht 23./24. August 1572 in Paris löst erneute zahlreiche Flüchtlingsströme aus. Wichtige protestantische Persönlichkeiten werden ermordet. Die Zahl der Todesopfer beträgt in Paris etwa 3.000 und auf dem Lande zwischen 10.000 und 30.000. Schließlich bringt 1598 das Edikt von Nantes eine zeitweilige Beruhigung der Lage, die jedoch nur bis zur Eroberung von La Rochelle (1628) anhält. Nach dem Tod Kardinal Mazarins übernimmt der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. 1661 die Regierung und leitet eine groß angelegte mit Bekehrungs- und Missionierungsaktionen verbundene systematische Verfolgung der Protestanten ein, die er aufgrund der einsetzenden Flüchtlingswellen 1669 mit einem Emigrationsverbot verbindet und die schließlich in den berüchtigten Dragonaden 1681 ihren Höhepunkt finden. Trotz Verbotes verlassen im Laufe von etwa fünfzig Jahren ca. 200.000 Flüchtlinge ihre Heimat.
Im Edikt von Fontainebleau 1685 widerruft Ludwig XIV. das Edikt von Nantes. Wer nunmehr als Protestant erkennbar ist, wird mit Haft oder Galeerenstrafe belegt. Daraufhin begeben sich viele in eine Untergrundkirche und leisten teilweise in den Cevennen Widerstand (Camisarden). Dort kommt es in den Jahren 1703 bis 1706 zum Bürgerkrieg, worauf Ludwig XIV. über 400 Dörfer dem Erdboden gleich machen lässt. Das Psalmensingen und Bibellesen wird mit hohen Strafen belegt. Viele Menschen treten zwangsweise zum Katholizismus über, auch um den gefürchteten Dragonaden zu entgehen. Aber der Protestantismus lässt sich nicht ausrotten, weil die verfolgten und bestraften Protestanten als Märtyrer verehrt werden.
Da die Angehörigen der protestantischen Oberschicht, darunter die meisten Geistlichen, ins Ausland fliehen, wird die Kirche durch Laienpastoren geleitet, die sich durch eine göttliche Eingebung berufen fühlen. Deshalb kommen prophetische und ekstatische Formen der Religiosität auf. Sie werden in der Bewegung der Inspirierten in ganz Europa wirksam.
In den Nachbarländern fanden die besitzlos gewordenen Hugenotten, die zur leistungsfähigsten Schicht der Gesellschaft zählten, bei den Herrschern bereitwillige Aufnahme, Privilegien und Kredite, was in der übrigen Bevölkerung wiederum Unverständnis, Neid und Anfeindungen auslöste. Zumal stießen sie als Reformierte auf Lutheraner, so dass sie wiederum eine religiöse Minderheit verkörperten.
Zu den Ländern, die für etwa 200.000 Hugenotten eine neue Heimat wurden, zählen die Schweiz, die Niederlande, England, Deutschland und Amerika. So wurden mit dem Edikt von Potsdam vom 29. Oktober 1685 die reformierten Hugenotten im lutherischen Preußen aufgenommen.
Indessen sorgten sie für eine Blüte der Wirtschaft und besonders der Landwirtschaft, brachten die Seidenraupenzucht mit, öffneten für das kulturelle und Geistesleben weite Horizonte. Erst unter Ludwig XVI. schuf das Toleranzedikt 1787 eine neue Möglichkeit protestantischen Lebens in Frankreich.
Hugenotten in Deutschland
1685 flüchten 44.000 bis 50.000 Hugenotten nach Deutschland. Die Mehrzahl - etwa 20.000 - ließen sich in Brandenburg-Preußen nieder. Jeweils 3000 bis 4000 Hugenotten übersiedelten nach Baden, Franken, Hessen-Kassel, Württemberg, in das Rhein-Main-Gebiet, in das heutige Saarland und nach der Kurpfalz mit Zweibrücken. Die Hansestädte und Niedersachsen wurden für etwa 1500 eine neue Heimat.
Niederlassungen in Deutschland heute
Heute existieren hugenottische Gemeinden in folgenden Orten (Aufzählung nicht vollständig):
- Hessen
- Bad Karlshafen
- Frankenberg (Eder) (Orte Ellershausen, Frankenau, Louisendorf [151 Einwohner; Stand Jan.2002])
- Louisendorf Dorf mit bis um 1990 erhaltener altfrz. Sprache
- Wiesenfeld
- Landkreis Marburg-Biedenkopf (Orte: Schwabendorf und Todenhausen und Wolfskaute) Stand 2006;
- Hertingshausen
- Hanau, eigene frz. Gemeinde in der schon bestehenden Stadt
- Friedrichsdorf (Taunus) (von Landgraf Friedrich)
- Walldorf (-Mörfelden)
- Hofgeismar, Neustädter Gemeinde
- Kassel, Oberneustadt, eigener Stadtteil
- Bad Karlshafen, Stadt
- Carlsdorf
- Mariendorf
- Kelze
- Schöneberg
- Gewissenruh
- Gottstreu
- Friedrichsdorf bei Hofgeismar
- St.Ottilien
- Leckringhausen
- Neu-Isenburg
- Ober-Ramstadt (Orte Rohrbach und Wembach-Hahn)
- Offenbach am Main
- Baden (seit 1952 Teil von Baden-Württemberg)
- Württemberg (seit 1952 Teil von Baden-Württemberg)
- Pinache und Serres, (beide seit 1975 Ortsteile von Wiernsheim)
In Bad Karlshafen gibt es ein Hugenotten-Museum, das Deutsche Hugenotten-Zentrum mit einer genealogischen Forschungseinrichtung sowie die Bibliothek und das Bildarchiv der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft
- Berlin und Brandenburg
In Berlin erinnern Namen von Ortsteilen wie Moabit und Französisch Buchholz und im Oderbruch die Ortsnamen Vevais, Beauregard und Croustillier heute noch an die in Preußen siedelnden Hugenotten.
Bekannte Hugenotten
- Die Gebrüder Louis (1828-1909) und Gustav Castan (1836-1899), Berliner Künstler, Inhaber des größten Wachsfigurenkabinetts in Europa
- Marie Durand, die wegen ihres Glaubens 38 Jahre lang inhaftiert wurde
- Sheridan le Fanu, Irischer Schriftsteller
- Theodor Fontane, Deutscher Schriftsteller und Poet
- Nikolaus Harnoncourt, Österreichischer Dirigent
- Lionel Jospin, Französischer Politiker
- Lothar de Maizière, Deutscher Politiker
- Thomas de Maizière, Deutscher Politiker und Chef des Bundeskanzleramtes
- Ulrich de Maizière, Generalinspekteur der Bundeswehr und Vater von Thomas de Maiziere.
- Hans-Joachim Marseille, deutscher Jagdflieger
- Kylie Minogue, australische Sängerin
- Adolf Ogi, schweizerischer Bundesrat 1988 - 2000, danach UNO-Sonderberater
- Anton Philipp Reclam, deutscher Verleger
- John D. Rockefeller, US-amerikanischer Unternehmer
- Paul du Ry, kurhessischer Baumeister des Barock
- Simon Louis du Ry, kurhessischer Baumeister des Klassizismus
- Philippe Suchard, schweizerischer Schokoladehersteller und Unternehmer
Literatur
Deutschsprachige Literatur
- Desel, Jochen: Hugenotten. Französische Glaubensflüchtlinge in aller Welt; Bad Karlshafen: Dt. Hugenotten-Gesellschaft, 20052; ISBN 3-930481-18-9
- Dölemeyer, Barbara: Die Hugenotten; Urban-Taschenbücher 615; Stuttgart: Kohlhammer, 2006; ISBN 3-17-018841-0
- Gresch, Eberhard: Die Hugenotten. Geschichte, Glaube und Wirkung; Leipzig: Evangelische Verlags-Anstalt, 2005; ISBN 3-374-02260-X
Französischsprachige Literatur
- Henri Bosc: La Guerre des Cévennes; 6 Bände; 1985-1992
- Pierre Joutard: Les Camisards; 1994
- Pierre Joutard: La légende des Camisards; 1985
- Pierre Rolland: Dictionnaire des Camisards; 1995
Siehe auch
Weblinks
simple:Huguenot
Diskussion der Autoren über den Artikel: Hugenotten
Mir fehlt zumindest zu Beginn des Artikels eine klare Differenzierung zwischen den historischen Hugenotten und den aktuellen französischen Protestanten. CarstenK 18:33, 21. Aug 2003 (CEST) Vielleicht kann man auch den kleinen Ort Gethsemane in der Nähe von Philippsthal-Heimboldshausen im Kreis Bad Hersfeld-Rotenburg als hugenottische Gründung miterwähnen? [Benutzer Martin Arndt, 13.3.2004]
alles was ich dazu noch weiter weiß ist : Sie flüchteten nach England , Schottland , Wales , Niederlande, Schweiz , Belgien und Deutschland . Einige sollen auch nach Amerika ausgewandert sein. Nach Deutschland kamen etwa 44.000 Hugenotten. Davon gingen ca. :
- 20.000 nach Brandenburg - Preußen
- 3.800 nach Hessen - Kassel
- 3.400 in das Rhein-Main Gebiet
Flüchtlinge in Deutschland :
Das soviele Flüchtlinge nach Preußen gingen mag nicht nur and er Gr´ße Preußens gelegen haben , sondern auch an der Toleranzpolitik , die in Preußen praktiziert wurde. So berichtete wohl ein französischer Gesandter bewundernd :
" Preußen ist das einzige Land in Europa , wo die Toleranz allgemein und unbeschränkt ist. Man kann sich zu jeder beliebigen Religion oder gar keiner bkennen. Der Calvinist , der Lutheraner , der Wiedertäufer verketzern sich gegenseitig und Schaden doch nicht."
Als 1685 die Hugenottenverfolgung verschärft wurde , erlaubte der große Kurfürst Friedrich Wilhelm I. 20.000 Hugenotten die Einreise . Wobei er , wie gesagt nicht nur an die Größe seines Reiches dachte , sondern acuh wußte , dass die Hugenotten Königstreu waren . Außerdem erkannte er die ökonomisch Bedeutung , die die Hugenotten haben konnten . Die Bevölkerung Preußens war durch die Pest , den 30jährigen Krieg und Hungersnöte stark zurückgegangen und demoralisiert. Die Hugenotten brachten somit "frischen Wind" und halfen dabei Preußen aufzubauen.
Andere Landesherren statteten die Hugenotten mit großzügigen Privilegien aus wie :
unendgeltliche Überlassung von Bauplätzen und Baumaterial , freien Eintritt in alle Zünfte, Steuerfreiheit von bis zu 25 Jahren.
Aus Berichten ist bekannt , das die Hugenotten versuchten ihre eigenständige Kultur zu bewahren. Das funktionierte bis etwa 1820/30 an .
Hugenotten - Leben - Strafen
Der Abschnitt Strafen scheint mir falsch eingeordnet zu sein. Ich habe zunächst einmal gestutzt, ob hier Strafen beschrieben werden, die die Hugenotten verhängt haben, oder solche, denen sie ausgesetzt waren. Vielleicht wäre es besser, die Verfolgung der Hugenotten (und Waldenser, auch hier wird die Abgrenzung, falls erforderlich, nicht ganz klar) übersichtlicher darzustellen, da könnten dann auch die Strafen untergebracht werden. Als interessierter Nichtspezialist möchte ich jetzt aber nicht anfangen, in dem Artikel herumzupfuschen. Bei Gelegenheit werde ich aber versuchen, einen Beitrag über die Verfolgung der Waldenser in der Provence beizusteuern.
--Popp 15:36, 17. Okt 2004 (CEST)
Hugenotten in Ansbach?
Meiner Information nach, gab es nie Hugenotten in Ansbach. Es gab dort keine Gemeinde und auch keine Kirche. Lediglich der Markgraf hatte mal was damit zu tun. --Bnreimer 12:30, 26. Okt 2004 (CEST)
Historische Darstellung
Die geschichtliche Darstellung ist inkonsitent, teilweise fast wirr:
- Die Zusammenhänge zwischen Waldenser und Hugenotten sind unklar, zudem wird im Verhältnis zu viel über die Waldeneser gesprochen - die Hugenottische Geschichte kommt im Vergleich dazu zu kurz.
- Dringend ergänzt werden muss auch die Geschichte der Verfolgung, es findet sich keinerlei Referenz zum Ausmaß der Pogrome im ganzen Land nach der Bartholomäusnacht und der dadurch ausgelösten ersten Flucht der Hugenotten.
- Nur kurz zu erwähnen, dass es Kampagnen in Frankreich gegen die Hugenotten gab, ist zu wenig. Es sollten in einem geschichtlichen Abriss diese auch ein wenig geschildert werden.
- Auch wird mit keinem Wort erwähnt, ob und wenn ja wie es weiter hugenottische Aktivitäten auch nach der Vertreibung unter Ludwig dem XIV innerhalb des Landes gab.
- Es fehlen Angaben dazu, wohin die Flüchtlinge ausgewandert sind. Gab es nicht sogar teilweise aktive Ansiedlungskampagnen, z.B. in Preußen?
Stadthagen, Schaumburg
- Bei uns in Stadthagen gibt es meinen Nachnamen Marwell ab und an, der bei der Verfolgung in Frankreich ja nach Deutschland - und somit nach Mittelbrink kam (kleine Straße in der Nähe von Stadthagen, fast ortartig). Da könnte man sicherlich auch noch was zu schreiben, ich werde mal ein paar Informationen zusammensuchen. Ist zwar etwas personalisiert, jedoch enthielte es ja hauptsächlich sachliche Informationen. --Bmhm 13:59, 12. Mai 2005 (CEST)
Datenbank mit Hugenottennamen
Der Ort wurde vom Grafen Wilhelm gegründet.
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Eine große Datenbank mit Hugenottennamen finden Sie unter:
www.familie-loyal.de
Es befinden sich ca. 35.000 Datensätze in der Datenbank.
Richelieu
ich vermute, dass der Link zu "Kardinal Richelieu" falsch ist. (sollte zu Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu führen) der jetzige Link verweist auf einen späteren Verwandten
Hugenottenkreuz
Zur Wahrung der GNU-FDL: Den Abschnitt zum Hugenottenkreuz hat 84.174.100.153 heute aus dem eigenständigen Artikel Hugenottenkreuz hierher kopiert, einziger Autor dort war Joachim Hagemann. -- Lley 14:39, 14. Jan 2006 (CET)
Etymologie
Man sollte bei der Erklärung des Begriffs Hugenotten die schweizerische Aussprache des Wortes Eidgenossen einbeziehen, denn Wörter verbreiteten sich in der damaligen Zeit mündlich - nicht wie heute über das Schriftbild. In Frankreich kam meiner Meinung nach für das Wort Eidgenosse ein Wortklang an, der etwa ügenot geklungen hat. Da Franzosen bei Wörtern aus dem deutschen Sprachbereich oft ein Anfang-H vermuten, gaben sie dem so verstandenen Wort eine Schriftgestalt mit einem Anfangs-H, also Huguenot. Die Deutschen passten dann dieses Wort wiederum ihrem Sprachgebarauch an, also Hugenotte, ohne zu wissen, dass es sich dabei um Eidgenosse handelt.
Beitrag von Rolfbaumann von Artikel hierher verschoben, ist wohl mehr Diskussionsbeitrg. -- Lley 10:22, 21. Feb 2006 (CET)
Diagramm der Abstammung der Konfessionen
Hi!
Ich habe ein Diagramm erstellt, wo die Verflechtung der chr. Konfessionen gezeigt werden soll (weil ich selber kaum durchgeblickt habe), welches ich hier zur Diskusion stellen will.Mr.bloom 17:50, 19. Jun 2006 (CEST)



