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Der Artikel Human Life International gehört zur Kategorie: Christliche Organisation, Schwangerschaftsabbruch
Human Life International (HLI) ist nach eigenen Angaben die weltweit grösste Lebensrechtsorganisation. HLI stammt aus den USA und hat 59 Aktionszentralen in 51 Ländern.
Die Organisation wurde 1981 von Benediktinermönch Paul Marx gegründet. Ihr deklariertes Ziel ist es, "die Botschaft der Heiligkeit des Lebens und der Familie mit Gebeten, Gottesdiensten und Lehren in die Welt zu tragen, so wie es die Römisch-katholische Kirche vorschreibt. (The mission of HLI is to promote and defend the sanctity of life and family around the world according to the teachings of the Roman Catholic Church through prayer, service and education.) Diese Zielsetzung beinhaltet nicht nur Aktionen gegen Abtreibungen, sondern auch gegen Geburtenkontrolle allgemein: We exist not only to fight the evils of abortion, contraception, sex education and family breakdown, but also to bring the good news of the Gospel of Life to the nations. ("Wir existieren nicht nur, um gegen das Böse der Abtreibung, Verhütung, Sexualaufklärung und Familienzerstörung zu kämpfen, sondern auch um den Nationen die Frohe Botschaft des Lebens zu bringen").
Dafür werden "Missionarsreisen" (Pro-Life missionary trips) von den USA aus in alle Weltgegenden organisiert, um vor Kliniken zu demonstrieren und zu beten. Wie andere Lebensrechtsorganisationen führt HLI Schwangerschaftsberatungen für ungewollt Schwangere durch, wobei manchmal auch unkonventionelle Methoden gewählt werden: So wurden beispielsweise die in der Wiener Lucinia-Klinik eingehenden Anrufe abgefangen und auf einen Berater von HLI umgeleitet, der den anrufenden und um einen Abtreibungstermin bittenden Frauen ins Gewissen redete. Gleichzeitig demonstrierten HLI-Aktivisten und -sympathisanten vor der Klinik und fingen die Frauen ab, die sich dorthin begeben wollten, um sie intensiv zu beraten und von ihrer Entscheidung abzubringen. Die Betreiberinnen der Klinik wehrten sich gegen diese von ihnen als Belästigungen empfundenen Aktionen. Obwohl sie vor Gericht recht bekamen, machte die Privatklinik Konkurs. Die Gebäude wurden von HLI aufgekauft, die dort ein "Baby-Holocaust-Museum" einrichtete.
HLI geriet in die Kritik internationaler Menschenrechts- und Gesundheitsorganisationen, da ihre Missionare insbesondere in afrikanischen Ländern gegen jegliche Art von Verhütung predigen und damit beispielsweise Anti-AIDS-Kampagnen der WHO Schaden zufügen.
Weblinks
Seiten von hli
- http://www.hli.org - International
- http://www.human-life.ch - Schweiz
- http://www.hli.de - Deutschland
- http://www.hli.at - Österreich
Kritische Websites
- http://www.die-abtreibung.a... Artikel zum Terror von HLI in Österreich
Diskussion der Autoren über den Artikel: Human Life International
== HLI-Psychoterror = NPOV? ==
Dass HLI Psychoterror ausübt, ist meiner Meinung nach schon ein NPOV - das wurde von einem Gericht in österreich bestätigt und ist somit - soweit österreichische Gerichte objektiv sind - eine Objektive Analyse. Der Absatz war trotzdem nicht so formuliert, dass er in Ordnung war - mit einer besseren Formulierung würde ich ihn aber wichtig und richtig halten. Seht ihr das auch so? --Lumbricus 12:19, 11. Nov 2005 (CET)
- Ich bin mir sicher, ob diese gerichtliche Bestätigung wirklich existiert. Soweit ich weiß, hat das HLI eine Publizistin verklagt, die ihm Psychoterror vorgeworfen hatte, den Prozess aber verloren, weil sich aggressive Politaktivisten nach Ansicht des Gerichts eben auch aggressive Kritik gefallen lassen muss. Sicher gut und richtig so, aber eben keine Bestätigung. Die mir bekannten Berichte, denen zufolge das Gericht sich dem Vorwurf des Psychoterrors inhaltlich angeschlossen hätte, gehen erstens alle ziemlich direkt auf Presseaussendungen der fraglichen Publizistin zurück und enthalten zweitens so viele Fragwürdigkeiten, dass ich sie erst von unabhängiger Seite korroboriert sehen möchte. Es wäre sicher nützlich, wenn jemand das Urteil selbst ausgraben würde, im RIS kann ich's leider nicht finden. Im Übrigen wäre ich eher unglücklich, wenn die Wikipädie beschließen würde, Ansichten österreichischer Gerichte für unhinterfragbar NPOV zu halten. ;) --Georg Messner 13:01, 12. Nov 2005 (CET)

