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Der Artikel Humanismus gehört zur Kategorie: Humanismus
Humanismus ist eine Philosophie und eine Weltanschauung, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des einzelnen Menschen orientiert. Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten als wichtige Prinzipien menschlichen Zusammenlebens.
Definition
Die Verneinung jeglicher Kraft oder moralischer Werte, die dem Menschen übergeordnet sind; die Zurückweisung und Ablehnung von Religion zu Gunsten der Erkenntnis, dass sich Menschen aus eigenem Antrieb weiterentwickeln.
Zusammenfassung des Begriffs durch griechische Philosophen
Zwei der frühen griechischen Philosophen, von denen wir noch heute Aufzeichnungen besitzen, sind Heraklit und Protagoras. Drei der von ihnen überlieferten Aussagen lauten: „Alle Dinge fließen“, „Du kannst niemals zweimal in denselben Fluss eintreten“ und „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“.
Es ist erstaunlich, inwieweit diese drei Aussagen den Grundgedanken des Humanismus zusammenfassen. Sie behaupten, dass alles relativ sei; es gäbe keine moralischen oder gesetzlichen Absolutheiten; und der Mensch sei die höchste Autorität im Universum.
Interpretation des Begriffs
Es gibt differierende Interpretationen des Begriffs. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen liberaldemokratischem, marxistisch-leninistischem, evangelisch-biblizistischem Humanismus und vielen anderen Auslegungen.
Den Humanismusbegriff gibt es seit der Antike, etwa bei Cicero. Man spricht für die Zeit der Renaissance von einem Renaissance-Humanismus sowie einem Humanismusbegriff in der Aufklärung, vertreten zum Beispiel von Goethe, Schiller, Herder, mit dem man Humanität meint, und dem im Historismus. Der Humanismusbegriff von Wilhelm von Humboldt unterscheidet sich grundlegend von dem der Aufklärung in der Stellung, welche die Geschichte im Wissenschaftskonzept einnimmt. War es in der Aufklärung die Philosophie, die als die grundlegende Wissenschaft angesehen wurde, ist es - bedingt auch durch politische Faktoren und im Zuge der preußischen Reformen von 1810 mit der Gründung der Berliner Universität - die Geschichte. Auf diesem Boden kommt 1858 Georg Voigt zur Entwicklung eines Epochenbegriffs des Humanismus. Eine Unterart ist der sogenannte Bibelhumanismus.
Auf den Humanismus als Wurzel der sozialistischen Idee berief sich die SED in dem gemeinsam mit der SPD veröffentlichten Papier Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit. Absicht hinter diesen Bemühungen war neben der internen politischen Agitation die Suggestion einer historischen Zwangsläufigkeit in der Entwicklung des deutschen Sozialismus. Nach Ansicht des rechts-konservativen Politologen Konrad Löw gelang dies nachhaltig. Der Sozialhumanismus betrachtet den Humanismus ebenfalls als Grundlage sozialer Forderungen.
Humanismus als Epochenbegriff
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Albrecht Dürer, Selbstportrait als Humanist (1500) Bildherkunft |
Im Speziellen wird als Humanismus das fortschrittliche, sich vom Mittelalter abwendende geistige Klima des 14. bis 16. Jahrhunderts bezeichnet. Im Allgemeinen unterscheidet man heute zwischen der Renaissance als dem umfassenden kulturellen und sozialen Wandel zwischen Mittelalter und Neuzeit, und dem Humanismus als der Bildungsbewegung, die ihm zugrundeliegt. Der berühmteste und einflussreichste Humanist der frühen Neuzeit war Erasmus von Rotterdam. Den Humanismus als Bildungsbewegung in seiner Vielschichtigkeit hatte vor Jacob Burckhardt noch Georg Voigt erkannt.
Der Begriff des Humanismus erscheint erst sehr spät. Abgeleitet wird er von dem lateinischen humanitas, welches schon bei Cicero vorkommt. In der deutschen Aufklärung sprechen Johann Gottfried Herder und Friedrich Schiller von Humanität. Sie meinen damit Menschlichkeit an sich. Im Unterschied hierzu gibt es bereits im 15. Jahrhundert ein Selbstverständnis gebildeter Kreise, die sich als humanistae begreifen und so bezeichnen, also als Humanisten. Dieses steht im Zusammenhang mit den studia humanitatis.
Der eigentliche Begriff Humanismus erscheint erst 1808 in der Schrift von Friedrich Immanuel Niethammer Der Streit des Philanthropinismus und Humanismus in der Theorie unserer Zeit. Diese Strömung, die man auch den deutschen Neuhumanismus zu nennen pflegt, dient bei Niethammer zur Charakterisierung einer älteren Pädagogik, der einer aus der Aufklärung erwachsenen, an den praktisch-gesellschaftlichen Bedürfnissen und auf unmittelbare Brauchbarkeit orientierten Pädagogik gegenübergestellt wird.
Frühhumanisten
- Dante Alighieri (* 1265 in Florenz - † 1321 in Ravenna)
- Bohumil, Meister (13. Jahrhundert in Prag)
- Francesco Petrarca, (* 1304 in Arezzo - † 1374 in Arquà)
- Giovanni Boccaccio, (* 1313 in Florenz oder Certaldo - † 1375 in Certaldo bei Florenz)
- Coluccio Salutati, (* 1331 in Stignano bei Buggiano - † 1406 in Florenz)
- Johannes von Tepl (auch Johannes von Saaz oder Johannes von Schüttwa), (*1342 oder 1350 in Westböhmen - † 1414 in Prag)
- Nikolaus von Kues, (* 1401 in Kues an der Mosel - † 1464 in Todi/Umbrien)
- Enea Silvio de' Piccolomini (Papst Pius II.), (* 1405 in Corsignano bei Siena - † 1464 in Ancona)
Humanisten der frühen Neuzeit
- Rudolf Agricola, (* 1443 oder 1444 in Baflo bei Groningen - † 1485 in Heidelberg)
- Martin Prenninger, (* um 1450 in Erding - † 1501 in Tübingen)
- Johannes Reuchlin, (* 1455 in Pforzheim - † 1522 in Stuttgart)
- Sebastian Brant, (* 1457 oder 1458 in Straßburg, † 1521 ebenda)
- Conrad Celtis, (* 1459 in Wipfeld bei Schweinfurt - † 1508 in Wien)
- Ulrich Zasius, (* 1461 in Konstanz - † 1535 in Freiburg im Breisgau)
- Konrad Peutinger, (* 1465 in Augsburg - † 1547 in Augsburg)
- Guillaume Budé (lat. Guglielmus Budaeus, * 26. Januar 1468 in Paris; † 20. August 1540 in Paris)
- Erasmus von Rotterdam, (* 1469 in Rotterdam - † 1536 in Basel)
- Willibald Pirckheimer, (* 1470 in Eichstätt - † 1530 in Nürnberg)
- Albrecht Dürer, (* 1471 in Nürnberg - † 1528 ebenda)
- Thomas Morus, (* 1478 in London - † 1535 ebenda)
- Ulrich von Hutten, (* 1488 auf Burg Steckelberg/Deutschland - † 1523 auf der Ufenau/Schweiz)
- Philipp Melanchthon, (* 1497 in Bretten - † 1560 in Wittenberg)
- Johannes Sturm, (* 1507 in Schleiden - † 1589 in Strassburg)
- Mikuláš Konáč z Hodiškova, (etwa * 1480 - † 3. April 1546 in Prag)
- Bohuslav Lobkowicz von Hassenstein, tschechischer Humanist, Staatsmann, Rechtsgelehrter und Dichter (1462 - 1510)
Humanisten der Moderne
- Albert Einstein, (* 1879 in Ulm - † 1955 in Princeton, USA)
- Albert Schweitzer, (* 1875 in Kaysersberg/Oberelsass - † 1965 in Lambaréné/Gabun)
- Erich Fromm, (* 1900 in Frankfurt am Main - † 1980 in Locarno)
- Bertrand Russell, (* 1872 Ravenscroft (Monmouthshire), Wales - † 1970 Penrhyndeudraeth, Wales)
- Charlotte Bühler, (* 1893 Wien - † 1974 USA)
- Abraham Maslow, (* 1908 Brooklyn, N. Y., USA - † 1970 Menlo Park, California, USA)
- Carl Rogers, (* 1902 USA - † 1987 La Jolla, California, Wales)
Humanismus und Religion
Säkularer Humanismus
Der moderne Humanismus beginnt in der Zeit der Aufklärung und sieht sich als einen Weg, unter anderem Fragen der Ethik unabhängig von Religionen zu betrachten. Insbesondere werden übernatürliche Erklärungen abgelehnt; man spricht vom säkularen oder weltlichen Humanismus, siehe auch: secular Humanism (engl.).Weiterhin gibt es Bewegungen, die im Menschen ein Bedürfnis nach Zeremonien und Ritualen festzustellen glauben und eine Organisation aufbauen, die diese vermitteln. Siehe auch: Freidenker, Freimaurerei.
Moderner Humanismus in der Religion
In etablierten Religionen finden sich häufig humanistische Richtungen, wobei hier Glaubensvorstellungen und Traditionen übernommen und durch Elemente des Humanismus ergänzt werden.Christentum
Erste Anzeichen eines Humanismus in der christlich-abendländischen Geschichte entwickeln sich bereits im 11. Jahrhundert. Die Frage von Anselm von Canterbury (1033-1109), weshalb Gott Mensch geworden ist (cur deus homo), lässt den Menschen in seiner Beziehung zu Gott in einem anderen Licht erscheinen und die Bemühung entstehen, bereits vor dem angestrebten jenseitigen Heil in der irdischen Welt Ähnlichkeit mit Gott zu erlangen. Auf dieser ersten Hinwendung zu einem tugendhaften Diesseits und Mensch-Sein gründet sich der christliche Humanismus, der - wegen seiner Anknüpfung an antike Schriften, u.a. des Aristoteles und des Plato, auch als christlicher Sokratismus (Erkenne Dich selbst, Christ) bezeichnet - von einem neuen Sündenbegriff, von der Moral der Intention ausgeht und zur Innenschau führt.Islam
Der Islam betrachtet den Menschen seit jeher als das höchste Geschöpf Gottes. Dies wird an der Erschaffungs-Geschichte Adams deutlich (Koran 2/30-38): Gott befielt der Engelschar (wobei die Engel sonst als vollkommene rein geistige Wesen gelten) hinter Adam zu beten, den er zuvor erschaffen hatte und in den er von seinem Geist eingehaucht hatte. Gott begründet dies damit, dass Adam die Namen aller Dinge kennt (ein Symbol für den Verstand des Menschen). Der Mensch ist weiterhin das einzige Geschöpf Gottes, das in seinen Taten auf der Erde vollkommen frei ist. Er kann Gottgewolltes tun oder aber sich gegen Gott auflehnen.Das Ideal des Menschen ist allerdings der Mensch, der im Einklang mit den Gesetzen Gottes lebt. Denn Gott weiß als Schöpfer aller Dinge in der Konsequenz alles besser.
Aus der Perspektive des an einen absoluten Schöpfergott Glaubenden kann die islamische Philosophie durchaus als humanistisch bezeichnet werden. Dies wird auch durch das theologische Prinzip untermauert: alles auf der Erde ist für den Menschen erschaffen, und alle Gesetze Gottes sind zum Wohle des Menschen.
Aus der Perspektive eines Atheisten gilt der Mensch, der an Gott glaubt und sich den Gesetzen Gottes unterwirft, als unmündig. Aus der Perspektive des Gläubigen ist wiederum der Atheist unwissend, weil er seiner Existenz keinen Sinn geben kann, wenn er den Schöpfer leugnet.
Siehe auch
Literatur
- Augustijn, Cornelis: Humanismus (Reihe: Die Kirche in ihrer Geschichte 2, Lieferung Heft 2), Göttingen 2003.
- Bracher, Karl Dietrich: Verfall und Fortschritt im Denken der frühen römischen Kaiserzeit: Studien zum Zeitgefühl und Geschichtsbewußtsein des Jahrhunderts nach Augustus, Wien-Köln-Graz 1987.
- Buck, August: Humanismus: seine europäische Entwicklung in Dokumenten und Darstellungen, Freiburg-München 1987.
- Buck, August: Der italienische Humanismus, in: Handbuch der deutschen Bildungsgeschichte, hrsg. von Notker Hammerstein, Bd. 1: 15. bis 17. Jahrhundert. Von der Renaissance bis zum Ende der Glaubenskämpfe, München 1996, S. 1-56.
- Flammer, August: Entwicklungstheorien. Psychologische Theorien der menschlichen Entwicklung, 3. Auflage. Bern/Schweiz: Verlag Huber 2003.
- Kristeller, Paul Oskar: Humanismus und Renaissance, hrsg. von Eckhard Keßler, München 1980.
- Kuhr, Rudolf: Wachstum an Menschlichkeit - Humanismus als Grundlage. ISBN 3-933037-06-9
- Ladwig, Perdita: Das Renaissancebild deutscher Historiker 1898-1933, Frankfurt/Main; New York 2004.
- Spitz, Lewis W.: Humanismus/Humanismusforschung, in: Theologische Realenzyklopädie Bd. 15, Berlin -New York 1986, S. 639-661.
- Todte, Mario: Georg Voigt (1827-1891): Pionier der historischen Humanismusforschung, Leipzig 2004. ISBN 3-937209-22-0
Antiquarisch
- Garin, Eugenio: Der italienische Humanismus [Nach dem Manuskript ins Deutsche übertragen von Giuseppe Zamboni], Bern 1947.
- Ferguson, Wallace K.: Renaissance Studies, Ontario 1963.
- Kristeller, Paul Oskar: Der italienische Humanismus und seine Bedeutung,Basel-Stuttgart 1969.
- Kristeller, Paul Oskar: The Classics and Renaissance Thought: [Lectures], Cambridge/Mass. 1955.
- Baron, Hans: The Crisis of the Early Renaissance. Civic Humanism and Republican Liberty in Age of Classicism and Tyranny, revised one-volume edition, Princeton 1966.
- Ferguson, Wallace K., The Renaissance in the Historical Thought, Five Centuries of Interpretation, Boston 1948.
- Ullman, B.L.: The Humanism of Coluccio Salutati, Padua 1953.
- Ullman, B.L.: Studies in the Italian Renaissance, Rom 1955.
- Newald, Richard: Humanitas, Humanismus, Humanität, Essen 1947.
- Rüegg, Walter: Cicero und der Humanismus: Formale Untersuchungen über Petrarca und Erasmus, Zürich 1946.
- Schneider, Josef. P.: Untersuchungen über das Verhältnis von humanitas zu Recht und Gerechtigkeit bei Cicero, Diss. Freiburg i.B. 1963.
- Burckhardt, Jacob: Die Cultur der Renaissance in Italien, Leipzig 1860. (Zahlreiche durch andere überarbeitete Auflagen auch in Übersetzungen).
- Martin, Alfred von: Salutati und das humanistische Lebensideal, Leipzig 1916.
- Niethammer, Friedrich Immanuel: Der Streit des Philanthropinismus und des Humanismus in der Theorie des Erziehungs-Unterrichts unsrer Zeit, Jena 1808.
- Voigt, Georg: Die Wiederbelebung des classischen Alterthums oder das erste Jahrhundert des Humanismus, 2 Bde. 3. Aufl., Berlin 1893 (Erstauflage in einem Band, Berlin 1859).
Weblinks
- Der Film über Säkulare Feierkultur in Franken
- Die Humanistische Aktion - für verantwortliche Menschlichkeit
- Der Humanismus - Überblick über seine vielfältigen historischen, philosophischen und politischen Richtungen
- Stiftung Humanismus heute e.V. zur Förderung der Pflege und Weitergabe des kulturellen Erbes der Antike
- Humanistische Union e.V.
- Humanistischer Verband Deutschlands HVD
- das humanistische n.e.t.z. - offene Wählerliste
- Kellmann-Stiftung Humanismus und Aufklärung
- Humanistische Plattform (Österreich)
- Humanistischer Pressedienst
- Stiftung zur Förderung des evolutionären Humanismus
sco:Humanism
Diskussion der Autoren über den Artikel: Humanismus
Einstein der "Humanist" ?
Ich finde es mehr als zynisch Einstein, den geistigen Vater der Uran-Bombe in die Liste der Humanisten aufzunehmen und ihn damit auf eine Stufe mit Dante Alighieri oder Albrecht Dürer zu stellen. Es wäre mehr als gerechtfertigt ihn aus dieser Liste zu streichen.Lies bitte Wikipedia:Neutraler Standpunkt. Wörter wie "menschenfeindlich" gehören nur als Zitate respektive jemandem zugewiesene Aussage in einen Artikel, aber nicht in dieser pseudo-objektiven Art.--Katharina 17:15, 19. Jun 2004 (CEST)
Hier den Text, um den es geht:
Missbrauch
Der Begriff des Humanismus wurde und wird oft missbraucht, um menschenfeindliche Ideologien propagandistisch zu verklären. Insbesondere die religionskritische Tendenz des Humanismus hat dazu geführt, dass vor allem politisch links orientierte Ideologien sich des Begriffs des Humanismus bemächtigten.
Ein Beispiel aus der jüngsten europäischen Geschichte ist die sozialistische Gewaltherrschaft der Sowjetunion und ihrer Satellitenstaaten, darunter die DDR. Bei zahlreichen westdeutschen Organisationen, Intellektuellen und Medienschaffenden gelang es der DDR, über den Begriff des Humanismus die bis heute nachwirkende Illusion zu erwecken, ihr und ihrer Ideologie wohne ein "guter Kern" inne. Am deutlichsten wurde dies in dem gemeinsamen Papier "Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit" von westdeutscher SPD und SED, in dem beide Seiten den Humanismus als gemeinsame Grundlage beschworen.
- Hört sich für mich stark nach Ausrede an. Außerdem hast Du keinen Alternativvorschlag gebracht. Aber immerhin hast Du etwas gebracht, was ich jetzt ändern kann. Soweit mal Danke. Ach ja, noch was, das Spielchen mit dem neutralen Standpunkt kenne ich schon. Ich finde, das, was dazu in der Diskussion zum neutralen Standpunkt steht, ist viel lesenswerter, als die Seite selbst. Solltest Du mal lesen, ist kein ganz kurzer Text. --217.234.15.128 17:18, 19. Jun 2004 (CEST)
- Die Diskriminierung des Versuchs, NPOV - einen tragenden Grundsatz der Wikipedia - zu wahren, als "Spielchen" ist indiskutabel. --Andrsvoss 17:21, 19. Jun 2004 (CEST)
- Ich diskriminiere NPOV nicht als Spielchen. Ich kritisiere vielmehr den Missbrauch des NPOV-Arguments als Spielchen. Nämlich so:
- Was ist denn jetzt für den Artikel gewonnen, wenn ich statt "menschenfeindlich" nun "nicht-humanistisch" schreibe? Gar nichts, der semantische Unterschied ist mit der Lupe zu suchen. Aber gut, ich habe es gemacht.
- Und da der Satz keine besondere Ideologie in den Blick nahm, sondern nur eine allgemeine Aussage trifft, ist ohnehin keine NPOV verletzt.
- Im übrigen dürft Ihr ruhig Gegenvorschläge bringen.
- --217.234.15.128 17:50, 19. Jun 2004 (CEST)
- Dürfen wir das ruhig? Danke für Deine Erlaubnis. Ich habe den Text jetzt mal etwas neutraler formuliert und versucht, die nicht-objektiven Unterstellungen rausnzunehmen. Es wäre schön, wenn Du noch präziser ausformulieren könntest, woher diese Vorwürfe denn genau kommen. (wir arbeiten hier nicht mit persönlichen Interpretationen, sondern nach Möglichkeit mit wissenschaftlichen Quellen) --Katharina 18:10, 19. Jun 2004 (CEST)
Jetzt haben wir uns schön ineinander verkeilt. Ich rudere jetzt etwas zurück, völlig unabhängig davon, wer hier "angefangen" hat. Dass hier möglichst sachlich und belegt vorgegangen werden soll, ist Konsens. Ich muss auch akzeptieren, dass die von mir formulierten Aussagen bei einigen nicht als NPOV gelten, also muss man da noch diskutieren.
Mein Problem ist z.Z., dass ich mich völlig im Recht sehe, vgl. z.B. [LINK] aber dass ich keine namentlich benennbare Quelle finde, die das ganze beschreibend und damit autoritätsfähig darlegt.
Vielleicht sollte ich das ganz umformulieren. Vielleicht auch die DDR-Sache so nicht bringen.
Vorschlag: Der erste Link unter Weblinks bringt ziemlich viele Richtungen des Humanismus. Vielleicht wäre es eine gute Idee, diese nebeneinander darzustellen, ohne von "Missbrauch" zu sprechen? Jeder hat ein anderes Bild vom Humanismus, je nach Menschenbild eben.
Allerdings ist Fakt, dass Humanismus z.Z. eher einen Linksdrall hat. Wie könnte man das darstellen?
Und jetzt: Deutschland vor! - Noch ein Tor! --217.234.15.128 18:20, 19. Jun 2004 (CEST)
- Ok, ich habe jetzt einen neuen Vorschlag in den ARtikel gebracht. Schaut es Euch mal an. --217.234.2.48 20:44, 20. Jun 2004 (CEST)
Anfrage: Das von mir erstellte Literaturverzeichnis konzentriert sich hauptsächlich auf den sog. Renaissance-Humanismus, zu den ich mehr gearbeitet habe. Wenn Literatur verstärkt von anderen Richtungen eingearbeitet wird, sehe ich Gefahr, daß das ausufert. Ist die Befürchtung berechtigt? Wenn ja, was machen wir da? Mario todte 16:54, 4. Oktober 2004 (CEST)
Gliederung
Die Gliederung wirkt recht merkwürdig. Die Defintion am Ende? So richtig passt das aber auch nicht wenn man diesen Abschnitt einfach hochsetzen würde. Irgendwie doppelt sich da auch viel. --Saperaud ☺ 01:00, 14. Jul 2005 (CEST)
Einstein ein Humanist !?
Der Einstein, der das gesagt hat:
"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
klingt nicht gerade humanistisch ...
Das Stimmt, aber leider hat er ja damit recht. Und wer die Wahrheit sagt...?
Hallo! Ich weiß nicht geanui, wo ,am hier etwas "einfügt" -
Bewi der Auflsirzbf der "FRühhumanisten", fehlt meines Er
ES ist mir halt aufgefallen, daß der name nicht fällt _
Umu.
ERdit: "Humanismu" scheint mir ein sehr vilefälltig interpretierbares Wort zu sein. Ich versuche mal assoziativ eineifge Phometische Verknüfpungen zu assoziieren:
Hume - anus - ismus -- Huus An(u) - ishtar - - HUmio (the Simps) ausuismzsz -- keine Ahnung. Ein Wort von großer Würde usw.
ein lezrtes Experimnet, dann bin ich wegh (versprochen) 'uM'n#-ismus.
Shalom! Pardon, Sh'tz 'p.
Einstein kann mit "Fug und Recht" als ein großer Humanist bezeichnet werden. Trat er doch für Frieden und Völkerverständigung ein.
Auch sah er im Kapitalismus ein Übel, das nur durch einen humanen und aufgeklärten Sozialismus abzuwenden sei.
Die Atombombe geht nun wirklich nicht "auf sein Konto". Seine bahnbrechenden Erkenntnisse wurden von anderen mißbraucht. --HorstTitus 00:48, 12. Nov. 2006 (CET)
Humanismus und Religion
Hier eine Aufzählung verschiedener Religionen und deren Meinung zum Humanismus aufzuführen finde ich unpassend und auch anmaßend.
Unpassend, weil jede Religion, Philosophie, Ideologie und Weltanschauung ihr eigenes Bild von der Welt und auch vom Menschen hat. Auch der Humanismus ist eine von vielen Weltanschauungen. Man müsste der Vollständigkeit halber auch die Meinung jeder anderen philosophischen Strömung zum Humanismus auflisten.
Anmaßend finde ich es, die Ansicht einer Religion - hier des Christentums und des Islam - zu einem Thema in einem oder zwei Sätzen abhandeln zu wollen. Zum Thema der Rolle des Menschen gibt es eine umfangreiche Bibliothek christlicher und muslimischer Philosophen.
Die in der vorherigen Version dargelgte Sichtweise zum Verhältnis Islam-Humanismus ist eine einzige, sehr fundamentalistische, unter tausenden. Es gibt unter diesen durchaus auch solche, die sich als muslimische Humanisten bezeichnen. Daher habe ich die bisherige Version des Abschnittes zum Islam zwecks Objektivierung geändert.
Ich plädiere aber aus obigen Gründen dafür, diesen Abschnitt "Humanismus und Religion" komplett zu löschen. Man könnte stattdessen die Entstehungsgeschichte im Abendland ausführlicher darstellen und hier auch auf das Verhältnis Christentum-Aufklärung-Humanismus eingehen. --YS 18:00, 1. Jun 2006 (CEST)
Die obigeRubrik hat schon ihre Berechtigung, denn der Humanismus ist ohne die Restriktionen der Kirche nicht denkbar. Besonders die Scholastik sowie Dogmatik der damals vorherrschenden christlichen Lehre, ließ einige gebildete Menschen "aufhorchen". Angeregt durch das Studium der Philosophie, Literatur, Sprache der Antike, setzten sie neue Akzente, um so den Menschen Würde und Persönlichkeitsentfaltung zukommen zu lassen. --HorstTitus 00:44, 12. Nov. 2006 (CET)


