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ISAF

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Der Artikel ISAF gehört zur Kategorie: Militär (Afghanistan), Militärischer Verband (multinational), Abkürzung

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Die International Security Assistance Force (ISAF) ist die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan.

Die Aufstellung erfolgte auf Ersuchen der neuen afghanischen Regierung an die internationale Gemeinschaft und mit Genehmigung durch den Weltsicherheitsrat (Resolution 1386 vom 20. Dezember 2001). Der Einsatz ist somit keine UN-(Blauhelm)-Mission, sondern ein militärischer Einsatz unter Verantwortung der beteiligten Staaten, wobei der NATO eine Führungsrolle zukommt.

Das Mandat für die Beteiligung deutscher Soldaten am ISAF-Einsatz wurde am 22. Dezember 2001 erteilt.

Am 22. Dezember 2001 nahm die ISAF unter britischem Oberkommando ihre Arbeit in Kabul auf; die erste Amtshandlung war die Bewachung der Amtseinführung der Übergangsregierung. Der eigentliche Stationierungsvertrag zwischen der Übergangsregierung und dem damals leitenden General der ISAF wurde allerdings erst am 4. Januar 2002 geschlossen.

Bis Juli 2006 stellte die Bundesrepublik Deutschland mit rund 3000 deutschen Soldaten das größte Truppenkontingent der ISAF. Bei einer Sondersitzung am 28. September 2005 beschlossen Bundestag und Kabinett mit großer Mehrheit die Ausweitung des Mandats, wodurch die Anzahl auf 3000 Soldatinnen und Soldaten erhöht sowie die Einsatzdauer um ein Jahr bis zum 13. Oktober 2006 verlängert wurde. Am 28. September 2006 stimmte der Bundestag einem Antrag der Bundesregierung auf Verlängerung um ein weiteres Jahr zu. Das Mandat ermöglicht deutschen Soldaten gleichfalls die Bewegung in Gesamt-Afghanistan, wenn dies für den Auftrag im Rahmen der ISAF-Operation notwendig ist. Seit Beginn des Einsatzes sind 18 deutsche Soldaten getötet worden, 11 davon durch Unfälle. Mit 5700 Soldaten stellt Großbritannien inzwischen das größte Kontingent der ISAF.

Ziele, Aufbau und Struktur

Aufgabe der ISAF ist die Unterstützung der gewählten Regierung Afghanistans zu Herstellung und Aufrechterhaltung eines sicheren Umfeldes in Afghanistan. In erster Linie soll so der Wiederaufbau Afghanistans, die Etablierung demokratischer Strukturen und die Durchsetzungsfähigkeit der frei gewählten Zentralregierung vorangetrieben werden. ISAF ist damit vollständig vom Einsatz Enduring Freedom getrennt. Die ISAF darf im Rahmen der Erfüllung der Resolution 1386 des UN-Sicherheitsrats alle Mittel, auch Waffengewalt, anwenden. Die ISAF ist keine friedenssichernde Blauhelm-Truppe, sondern eine vom Sicherheitsrat genehmigte UN-Schutztruppe, die aus freiwillig gestellten Soldaten und Finanzen der beteiligten Staaten besteht. Das UN-Mandat wurde mehrfach erneuert, die letzte Erneuerung wurde durch die Resolution 1623 des UN-Sicherheitsrats vorgenommen, die das Mandat bis Oktober 2006 ausdehnt. Nach Mandatierung und Aufstellung von ISAF im Dezember 2001 wurde ISAF jeweils von einer oder mehreren Nationen geführt. Am 9. August 2003 übernahm die NATO durch UN-Mandat die Verantwortung für Führung, Planung und Unterstützung der ISAF-Mission. Operationell wird ISAF durch das Allied Joint Force Command Headquarters Brunssum (JFC Brunssum) in den Niederlanden geführt. Die Führung von ISAF in Afghanistan wird seit Ende 2003 jeweils durch ein Hauptquartier der NATO sichergestellt:

  • ISAF I: Großbritannien, Dezember 2001 - Juni 2002
  • ISAF II: Türkei, Juni 2002 - Februar 2003
  • ISAF III: Deutschland und die Niederlande, Februar 2003
  • ISAF IV: Deutschland, Oktober 2003
  • ISAF V: Kanada, Oktober 2003 - August 2004
  • ISAF VI: Eurokorps, August 2004 - Februar 2005
  • ISAF VII: Türkei (NRDC-T, NATO Rapid Deployable Corps), Februar 2005 - August 2005
  • ISAF VIII: Italien (NRDC-IT, NATO Rapid Deployable Corps) August 2005 - April 2006
  • ISAF IX: Großbritannien (ARRC, Allied Rapid Reaction Corps), seit Mai 2006

Dem Befehlshaber ISAF stehen unterschiedliche Truppenelemente in Afghanistan zur Verfügung:

ISAF Headquarters - Das ISAF Hauptquartier (ISAF HQ) befindet sich in der afghanischen Hauptstadt Kabul und dient als operatives Kommando für die gesamte Mission. Mehr als 600 Soldaten aus 28 unterschiedlichen Nationen (Stand: Januar 2006) dienen hier. ISAF HQ und seine untergeordneten Einheiten arbeiten eng mit der afghanischen Regierung zusammen und koordinieren ihre Tätigkeiten mit Organisationen wie der UN Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA), Internationalen Organisationen und verschiedenen NGOs. Von hier aus findet ebenfalls enge Abstimmung mit dem Combined Forces Command-Afghanistan(CFC-A), welches die Operation "Enduring Freedom" in Afghanistan führt, statt.

RC Capital - Im Region Command Capital, vormals Kabul Multinational Brigade genannt, sind die taktischen Truppen zusammengefasst, die für die Sicherheitsunterstützung in und um Kabul verantwortlich sind. Hauptelemente sind drei multinationale Battle Groups, die Patrouillen durchführen, häufig gemeinsam mit den afghanischen Streitkräften oder der afghanischen Polizei.

ATF - Die sogenannte Air Task Force ist verantwortlich für Planung und Durchführung von allen Operationen und Bewegungen der ISAF-Luftstreitkräfte in Afghanistan. ATF koordiniert den Luftraum und arbeitet mit der afghanischen zivilen Luftfahrt zusammen. Einer der wichtigsten Flughäfen für ISAF ist hierfür der Kabul International Airport (KAIA).

ISAF PRT - Zur Zeit gibt es 13 Provincial Reconstruction Teams (PRT). Sie stellen das Haupttruppenelement von ISAF in den nördlichen, westlichen und südlichen Provinzen des Landes dar. Sie sind so angelegt, dass sie sowohl militärische Zusammenarbeit mit der Provinzregierung leisten, als auch als Fokus der internationalen Gemeinschaft dienen, um in den verschiedenen Regionen die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Gleichfalls wirken sie als ein weiterer Faktor, um der Autorität der Zentralregierung Vorschub zu leisten.

RC und FSB - Um die Bemühungen der PRTs regional besser koordinieren zu können, sind drei sogenannte Region Commands (RC) eingereichtet worden (vormals RAC - Regional Area Coordinator). Sie managen Logistik und kontrollieren die Kommandostruktur. RC Nord in Mazar-e-Sharif ist zuständig für die PRTs in Maimana, Pol-e-Khomri, Mazar-e-Sharif, Kundus und Feyzabad; RC West in Herat ist verantwortlich für die PRTs in Farah, Chagcharan, Qaleh-ye-Now und Herat. RC Süd in Kandahar deckt die Verantwortungsbereiche der PRTs Kandahar, Qalat, Tarin Kowt and Lashkar Gah ab. Daneben bestehen noch Forward Support Bases (FSB), die als logistische Basen dienen. Sie können beispielsweise medizinische Evakuierung sicherstellen und verbessern so die Sicherheitssituation der PRTS. FSBs wurden im nordafghanischen Mazar-e-Sharif, im westlichen Herat und südlichen Kandahar angesiedelt.

Erwähnenswert ist noch, dass im Umfeld der Präsidentschaftswahlen am 9. Oktober 2004 und der Wahlen zu Parlament und Provinzregierungen im September 2005 Unterstützungstruppen der NATO nach Afghanistan gesendet wurden, um der verschärften Sicherheitslage gerecht zu werden.

Die Versorgung der Soldaten der verschiedenen Nationalitäten erfolgt sowohl durch von der Ukraine angemietete Großraumtransportflugzeuge Antonow An-124 "RUSLAN" vom Flughafen Köln/Wahn aus sowie über einen Luftwaffenstützpunkt in Termez (Usbekistan), auf dem auch eine Einheit der Bundeswehr stationiert ist. Ein französischer Luftwaffenstützpunkt befindet sich in Duschanbe (Tadschikistan). Die Bundeswehr versorgt von hier aus durch regelmäßige Flüge mit Transall-Flugzeugen sowohl die verschiedensten Feldlager in Kabul (z.B. das Camp Warehouse) als auch die Stützpunkte der PRT-Teams in Kunduz und Feyzabad.

Führung

Bis zum 19. März 2002 lief der ISAF-Einsatz der Bundeswehr als Vorauskommando unter Führung des Kommandeurs des deutsch-niederländisch-dänisch-österreichischen Einsatzverbandes. Deren Kommandeur war Brigadegeneral Carl-Hubertus von Butler, der dann ab 19. März 2002 die Führung der Kabul Multinational Brigade (KMNB) übernahm. Er hatte diese Aufgabe bis zum 17. Juni 2002 inne.

Sein Nachfolger war Brigadegeneral Manfred Schlenker. Er führte die KMNB vom 17. Juni 2002 bis zum 17. Dezember 2002. Ab dem 17. Dezember 2002 führte und bis zum 17. Juli 2003 Brigadegeneral Werner Freers die KMNB. Von den oben angegebenen Kommandeuren unterscheiden sich die Kommandeure der ISAF, die unter anderem die KMNB führen, aber auch andere Tätigkeiten haben. Diese Kommandeure der ISAF (COMISAF) waren/sind:

  • Generalmajor John McCall (Großbritannien) 22. Dezember 2001 - 18. Juni 2002
  • Generalmajor Hilmi Rhin Zorlu (Türkei) 18. Juni 2002 - 10. Februar 2003
  • Generalleutnant Norbert van Heyst 1 D/NL Korps (Deutschland) 10. Februar 2003 - 10. August 2003
  • Generalleutnant Götz Gliemeroth (Deutschland) August 2003 - Februar 2004
  • Generalleutnant Rick Hillier (Kanada) Februar 2004 - 9. August 2004
  • Generalleutnant Jean-Louis Py (Eurokorps) 9. August 2004 - 12. Februar 2005
  • Generalleutnant Ethem Erdagi (NRDC) 13. Februar 2005 - 04. August 2005
  • Generalleutnant Mauro Del Vecchio (Italien) 05. August 2005 - 04. Mai 2006
  • Generalleutnant David J. Richards (Großbritannien) seit 05. Mai 2006

Befugnisse der ISAF

Erstreckte sich das Operationsgebiet von ISAF zunächst nur auf Kabul und Umgebung, so wurde es schrittweise auf weitere Teile des Landes ausgedehnt. Seit Oktober 2003 wurde durch einen Erweiterungplan der NATO, genehmigt durch den UN Sicherheitsrat, das Operationsgebiet auf die nördlichen Provinzen Afghanistans ausgedehnt. 2005 wurde durch die sogenannte Stage II auch Verantwortung für das westliche Afghanistan übernommen. Am 31. Juli 2006 erweiterte ISAF ihren Verantwortungsbereich durch Stage III in den Süden des Landes . Hierfür wuchs ISAF von rund 9000 auf 18500 Soldaten auf. Am 28. September 2006 beschloss der Nordatlantikrat, die Mission auch auf den Osten Afghanistans auszudehnen. Die Truppenstärke soll durch US-Kräfte der Operation Enduring Freedom auf 30000 Soldaten erhöht werden.

Die ISAF Schutztruppe hat gegenüber der Zivilbevölkerung nur eingeschränkte Rechte. Sie darf auch bei kriminellen Akten innerhalb der Zivilbevölkerung nur den örtlichen Behörden als zusätzliche Hilfe zur Seite stehen. Grundlegend hat sie das Recht, sich bei Bedrohungen gegen Personal und Material zu verteidigen.

Der Auftrag lautet:

Unterstützung der vorläufigen Staatsorgane Afghanistans und ihrer Nachfolgeinstitutionen bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit, so dass sowohl die afghanischen Staatsorgane als auch das Personal der Vereinten Nationen (inkl. ISAF) und anderes Zivilpersonal (insb. solches, das dem Wiederaufbau und humanitären Aufgaben nachgeht) in einem sicheren Umfeld arbeiten können, und Sicherheitsunterstützung bei der Wahrnehmung anderer Aufgaben in Unterstützung des Bonner Abkommens.

So steht es auf der Taschenkarte eines jeden ISAF-Soldaten.

Mitglieder

Im Rahmen der ISAF nehmen zur Zeit (August 2006) 37 Nationen (NATO- Staaten und Nicht-NATO-Staaten) mit rund 18500 Soldaten teil:

  • Albanien, Aserbaidschan
  • Belgien, Bulgarien, Brasilien
  • Dänemark, Deutschland
  • Estland
  • Finnland, Frankreich
  • Griechenland, Großbritannien
  • Irland, Island, Italien
  • Kanada, Kroatien
  • Lettland, Litauen, Luxemburg
  • Mazedonien
  • Neuseeland, Niederlande, Norwegen,
  • Österreich
  • Polen, Portugal
  • Rumänien
  • Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien
  • Tschechische Republik, Türkei
  • Ungarn
  • USA

2003 bis heute

Nach langer Diskussion wurde im Dezember 2003 der ISAF-Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt Kunduz ausgedehnt. Im Folgenden eine Übersicht der Kommandeure der Bundeswehr:

  • Oberst i.G. Schiebold
  • Oberst i.G. Baur (März 2004 bis Juni 2004)
  • Oberst i.G. Wyrzylla (Juni 2004 bis September 2004)
  • Oberst i.G. Barz (September 2004 bis Februar 2005)
  • Oberst i.G. Binder (Februar 2005 bis August 2005).
  • Oberst i.G. Iben ( August 2005 bis Februar 2006).
  • Oberst i.G. Patzki (Februar 2006 bis August 2006).
  • Oberst i.G. Brandstetter (August 2006 bis aktuell).

Seit ca. 10. Juni 2004 wurden auch Diskussionen geführt, den Einsatz der Bundeswehr auf die Stadt und Provinz Feyzabad auszudehnen, personell bedeutete dies eine Aufstockung der Kontingente um ca. 150 Mann unter Teilnahme von niederländischen Einheiten.

Im September 2004 wurde in Feyzabad ebenfalls ein PRT (Provincial Reconstruction Team) aufgestellt. Im Januar 2005 erfolgte der Umzug aus der Neustadt von Feyzabad in das neue Feldlager "Camp Feyzabad" am Flugfeld. Seit Januar 2005 beteiligt sich Dänemark mit 40 Soldaten und seit März 2005 die Tschechische Republik ebenfalls mit 40 Soldaten am PRT.

Auch hier die Übersicht der Kommandeure der Bundeswehr:

  • Oberstleutnant Baier (September 2004 bis Oktober 2004)
  • Oberstleutnant Blankenburg (Oktober 2004 bis Januar 2005)
  • Oberstleutnant Manhenke (Januar 2005 bis Juli 2005)
  • Oberst i. G. Baierl (Juli 2005 bis Februar 2006)
  • Oberst i. G. Schütt (Februar 2006 bis Juli 2006)
  • Oberst i. G. Robrecht (Juli 2006 bis aktuell)

Nach einer Übergangsphase ist in Mazar-e-Sharif das Region Command North stationiert, das diverse Aufbauteams koordiniert. Dazu die Übersicht der Offiziere, die dieses Amt bekleiden:

  • Brigadegeneral Kiesheyer, Bundeswehr (RAC N) (August 2005 bis April 2006)
  • Brigadegeneral Kneip, Bundeswehr (April 2006 bis aktuell)

Mit der neuen Verteilung der Verantwortlichkeiten der PRT's begann die Bundeswehr ab Dezember 2005 damit, in Mazar-e-Sharif das neue Lager Camp Marmal einzurichten. Der Aufbau des Camps ist noch nicht abgeschlossen.

Die Übersicht der Kommandeure der Bundeswehr:

  • Oberst Ehlers (Dezember 2005 bis unbekannt)

Am 22. März 2006 wurde in Kabul das Kommando über das deutsche Einsatzkontingent der ISAF in Afghanistan durch den Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalmajor Karlheinz Viereck, von Brigadegeneral Achim Lidsba an Brigadegeneral Christof Munzlinger übergeben.

Brigadegeneral Christof Munzlinger gab das Kommando über die deutschen Soldaten Anfang Juli 2006 bei einer feierlichen Zeremonie im nordafghanischen Masar-i-Scharif an Brigadegeneral Markus Kneip ab. Kneip befehligt seit 1. Juni die Internationale Schutztruppe Isaf in ganz Nordafghanistan.

Der Sommer 2006 ist gekennzeichnet durch eine Großoffensive der "Enduring Freedom"-Alliierten (Amerikaner und Briten) gegen mutmaßliche Taliban- und Al-Qaida-Kämpfer im Süden Afghanistans. Mittlerweile werden auch Bundeswehr-Soldaten im bisher eher ruhigen Norden regelmäßig angegriffen. Dabei wird deutlich, dass die Angreifer nicht zwischen Soldaten der ISAF-Schutztruppe und der Anti-Terror-Operation Enduring Freedom unterscheiden. Durch verstärkte Selbstschutzmaßnahmen der ISAF-Kräfte wird v.a. die Arbeit der ISAF-Wiederaufbau-Teams im Lande und der dazu notwendige Kontakt zur Bevölkerung massiv erschwert.

31. Juli 2006: Die ISAF übernimmt das Kommando im Südafghanistan.

3. August 2006: Bei einem Selbstmordanschlag in Südafghanistan kommen mindestens 21 Menschen ums Leben und 13 weitere werden verletzt. Das Innenministerium teilt mit, dass der Attentäter die Autobombe auf einem Markt in der Provinz Kandahar zündete. Zuvor war bei einem weiteren Bombenanschlag ein Soldat der Schutztruppe ISAF getötet worden. Seit der Kommandoübernahme im Süden haben bereits vier ISAF- Soldaten ihr Leben verloren. tagesschau.de: 21 Tote bei Selbstmordanschlag auf Marktplatz, 3. August 2006

ISAF Feldlager (Bundeswehr)

Verluste (lückenhaft)

Im Rahmen von Operation Enduring Freedom und ISAF-Einsatz sind laut CNN bis zum 29. September 2006 insgesamt 484 Soldaten gestorben. Darunter 339 US-Amerikaner, ein Australier, 40 Briten, 36 Kanadier, 3 Dänen, 9 Franzosen, 18 Deutsche, 8 Italiener, 1 Norweger, 1 Portugiese, 4 Rumänen, 19 Spanier, 3 Niederländer und 2 Schweden.

Am 6. März 2002 kommt es bei der Vernichtung von SA-6 Luftabwehrraketen im Rahmen der Operation Fingal zu einer Explosion. Dabei sterben 2 deutsche und 3 dänische Soldaten, verwundet werden 5 deutsche und 3 dänische.

Am 21. Dezember 2002 sterben 7 Bundeswehrsoldaten beim Absturz eines Hubschraubers vom Typ Sikorsky-CH-53 in Kabul.

Am 29. Mai 2003 stirbt ein deutscher Soldat, als sein Geländewagen in der Nähe des deutschen ISAF-Camps in Kabul auf eine Mine fährt.

Am 7. Juni 2003 sterben 4 Angehörige der Bundeswehr bei einem Selbstmordanschlag in einem ISAF-Bus in Kabul.

Am 25. Juni 2005 sterben 2 deutsche Soldaten in Rustaq beim Beladen von Lastwagen mit abgegebener Munition und Waffen.

Am 16. August 2005 sterben 17 spanische ISAF-Soldaten beim Absturz ihres Hubschraubers in der Nähe von Herat. Zuerst wurde ein Angriff nicht ausgeschlossen, nach Untersuchungen gilt der Absturz jedoch offiziell als Unfall.

Am 14. November 2005 stirbt in Kabul durch einen Selbstmordanschlag Oberstleutnant d.R. Armin Franz, er ist der erste gefallene Reservist der Bundeswehr. Ein weiterer Soldat wurde schwerst, ein anderer schwer verletzt. Der damalige Verteidigungsminister Peter Struck betonte jedoch, dass am ISAF-Einsatz in Afghanistan festgehalten wird.

Am 2. September 2006 sterben 14 britische Soldaten beim Absturz eines Nimrod MR2 Aufklärungsflugzeuges in der Nähe von Kandahar. Das britische Verteidigungsministerium dementierte Behauptungen der Taliban, das Flugzeug abgeschossen zu haben und sprach von einem Unfall.

Am 18. September 2006 sterben 4 Soldaten bei einem Selbstmordattentat im Süden Afghanistans. Nach inoffiziellen Angaben handelt es sich hierbei um Kanadier, welche Geschenke an Kinder verteilten.

Quellen

Siehe auch

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: ISAF


Kann da mal jemand die vollständige Liste der STaaten reinschreiben ("Unter anderem") Oder auch die Bedeutung der NATO bei der ganzen Sache????

Hinweis ist angekommen - wird gemacht. Bloss die Liste...kriege ich aber auch hin.--Albu 19:13, 21. Sep 2005 (CEST)

Internationale Schutztruppe

Der Artikel ist zur Zeit noch etwas deutschlandlastig (z.B. Abschnitt Aktuelles). Es wäre gut wenn noch einige Informationen über die Kontingente anderer Nationen ergänzt werden würden. Gruß Albion 15:48, 26. Jan 2006 (CET)

Habe den Artikel geändert und das Gewicht mehr auf NATO gelegt. Deutschland wird weiterhin wichtige Rolle spielen, Gewichtungen ändern sich aber langfristig (siehe Briten-Kontingent)-- WilDa 10:24, 27. Jan 2006 (CET)

deutsche Fahne

Die ISAF Fahrzeuge der Bundeswehr tragen neben dem grünen ISAF-Logo auch eine deutsche Fahne. Auf dieser steht ein arabischen Wort - hat jemand eine Ahnung was dort steht? Deutschland, ISAF, oder ersetzt es blos den Adler der Dienstflagge (von wegen Koran und Abbildung von Lebenwesen...) - Burts Burts 14:56, 23. Mär 2006 (CET)

Der Schriftzug auf der Dienstflagge der Fahrzeuge im ISAF Einsatz bedeutet "Deutschland"

Verluste

Am 14. November 2005 stirbt in Kabul durch einen Selbstmordanschlag Oberstleutnant d.R. Armin Franz, er ist der erste gefallene Reservist der Bundeswehr. Ein weiterer Soldat wurde schwer, ein anderer leicht verletzt.

Das liest sich so, als ob es ein Anschlag war, es waren jedoch zwei. Bei dem zweiten Anschlag wurde nicht ein Soldat leicht und einer schwer, sondern beide schwer verletzt. Beide haben Gliedmaßen verloren.

Es war auch ein Anschlag.... bei dem 2ten waren keine deutschen Soldaten beteiligt....

Anzahl der Truppen

"Bundesrepublik Deutschland mit rund 3000 deutschen Soldaten das größte Truppenkontingent der ISAF. Bei einer Sondersitzung am 28. September 2005 beschlossen Bundestag und Kabinett mit großer Mehrheit die Ausweitung des Mandats, wodurch die Anzahl auf 3000 Soldatinnen und Soldaten erhöht" Wie kann ich die Truppenstärke von 3000 auf 3000 erhöhen? Welche Zahl stimmt da jetzt? Gruß, ---colt- 08:47, 29. Sep 2006 (CEST)

Danke - wollte ich auch gerade fragen - ich nehme an ein Tippo und die erste Zahl sollte vielleicht "300" heißen -- Hartmann Schedel Hartmann Schedel 13:45, 29. Sep 2006 (CEST)

Versorgung

Die Versorgung der Soldaten der verschiedenen Nationalitäten erfolgt sowohl durch von der Ukraine angemietete Großraumtransportflugzeuge Antonow An-124 "RUSLAN" vom Flughafen Köln/Wahn aus sowie über einen Luftwaffenstützpunkt in Termez (Usbekistan), auf dem auch eine Einheit der Bundeswehr stationiert ist. Ein französischer Luftwaffenstützpunkt befindet sich in Duschanbe (Tadschikistan).

Das klingt für mich so, als ob die gesamte Versorung der ISAF über Köln/Bonn und Termez läuft nur die französische über Duschanbe, was definitiv nicht korrekt ist. Großbritannien führt eigene Versorgungsflüge mit TriStar, VC10 und C-17 sowie Chartermaschinen (z.B. Air Atlanta) durch und ich gehe mal davon aus, dass z.B. auch die USA nicht auf Deutschland oder die An-124 zurückgreifen (zumal die SALIS An-124 zu 40% durch Deutschland ausgebucht sind). Hab es jetzt nicht geändert, weil mir größtenteils die Infos fehlen, welche Nationen nun auf gemeinsame Kontingente oder andere Staaten zurückgreifen und welche die Versorung (mehrheitlich) in Eigenregie durchführen. Vielleicht könnte jemand, der sich damit auskennt, den Abschnitt mal ein wenig ausbauen, dass er nicht mehr ganz so deutschlandlastig und missverständlich ist. Gruß Albion 02:20, 18. Nov. 2006 (CET)



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff ISAF und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).