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ISO 639

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Der Artikel ISO 639 gehört zur Kategorie: Sprache, ISO-Standard
ISO 639 ist ein internationaler Standard der , welcher Kennungen für Namen von Sprachen (Sprachcodes) zur Verfügung stellt. Zwei Teilnormen, die in der ISO 639 definiert werden, sind bereits angenommen und weit verbreitet, weitere Normen sind in der Entwicklung.

Anwendung

Die in der Norm definierten Kennungen werden unter anderem in der Lexikographie, Linguistik, in Bibliotheken, Informationsdiensten und im Datenaustausch verwendet. Sie dienen zur eindeutigen Angabe von Sprachen und ihrer Kennzeichnung in Dokumenten. Sie wurden zwar nicht primär als Abkürzungen eingeführt , gelten aber vor allem im deutschsprachigen Raum aufgrund ihrer Struktur gemeinhin als solche, auch wenn eine Ähnlichkeit mit der bezeichneten Sprache nicht in jedem Fall gegeben ist.

Eine Verwendung kann beliebig in Groß- und Kleinschreibung erfolgen, doch gibt es darauf aufbauende Normen, die eine gewisse Schreibung festlegen.

Struktur

Abbildung
Übersicht der Teilnormen ISO 639-1 bis ISO 639-3 und ISO 639-5.
Bildherkunft

Die offiziell eingeführten Teilnormen sind:

  • ISO 639-1:2002 −
  • ISO 639-2:1998 −

Weitere Teile befinden sich derzeit noch in Entwicklung:

  • ISO 639-3:2006? −
  • ISO 639-4:2007? −
  • ISO 639-5:2006? −

Die Teilnormen

ISO 639-1

Die Teilnorm ISO 639-1 wurde für den Einsatz in „Terminologie, Lexikographie und Linguistik“ erstellt. Die Liste der aufgenommenen Sprachen soll nicht nur die meist verbreiteten Sprachen im Bezug auf Literatur repräsentieren, sondern auch die am weitesten „entwickelten“ Sprachen mit einem „spezialisierten“ Vokabular aufnehmen. Dabei werden nicht nur Einzelsprachen, sondern auch Sprachfamilien aufgenommen.

Ursprünglich wurde diese Norm unter dem Namen ISO 639 geführt.

Verwaltet wird die Norm von Infoterm (, ein durch die UNESCO gegründetes Zentrum) als (englisch für „Registrierungsinstanz“).

Der Standard führt die aufgenommenen Sprachen unter einer Kennungen aus jeweils zwei Buchstaben. Beispiele sind de für die deutsche Sprache oder fr für die französische Sprache. Damit sind bei einer Nutzung der 26 lateinischen Buchstaben [Formel] verschiedene Kennungen möglich, wovon mehr als 200 bereits belegt sind.

Die spätere Norm ISO 639-2 erweitert die ISO 639-1 durch eine größere Menge an Sprachen. Jeder in diesem Standard definierte Sprachcode findet sich mit einem Code aus drei Buchstaben auch in ISO 639-2 wieder.

Aufnahmen weiterer Sprachcodes sind vorgesehen, jedoch nur für Kennungen, die gleichzeitig der ISO 639-2-Norm hinzugefügt werden. Für bereits bestehende Einträge der ISO 639-2 werden keine zwei-Buchstaben-Kennungen mehr vergeben. Dies soll Kompatibilität sicherstellenH. Alvestrand: RFC 3066 − Tags for the Identification of Languages. Januar 2001.

ISO 639-2

Für die zweite Norm der ISO 639 wurde die Kennung auf drei Buchstaben erweitert, so dass theoretisch [Formel] Sprachcodes möglich sind. Desweiteren wurde der Kreis der aufgenommenen Artikel mit einer Zahl von insgesamt mehr als 450 Einzelsprachen und Sprachfamilien erweitert. Ziel der Norm ist der Einsatz in „Terminologie und Bibliographie“ um unter Anderem den Bedürfnissen des Bibliothekswesen nachzukommen und eine möglichst weite Auszeichnung von Werken der Welt zu ermöglichen. Aufgenommen wurden Sprachen für die eine als geeignet empfundene Menge an Literatur herausgegeben wurde. Da der Schwerpunkt auf der geschriebene Sprache liegt, wurde auf eine Unterscheidungen für Sprachen verzichtet, die in der geschriebenen Form zwar gleich sind, doch in ihrer gesprochenen Form abweichen. So gibt es zum Beispiel keine Unterscheidung für die chinesischen Sprachen wie Hochchinesisch und Kantonesisch.

Die US-amerikanische Library of Congress übernimmt die Pflege dieser Teilnorm.

Der Standard ISO 639-2 erweitert ISO 639-1 und führt alle dortigen Sprachcodes. Die dortigen Kennungen aus zwei Buchstaben werden in dieser Norm mit drei Buchstaben fortgesetzt, wobei lediglich ein weiterer Buchstabe hinzugenommen und eine Ähnlichkeit damit sichergestellt wird. Damit wird die Benennung in der nachfolgenden Norm fortgeführt (siehe unten für den Spezialfall der Kennungen ISO 639-2/B). Die Basis für die Sprachcodes dieser Norm war die MARC , die seit 1968 verwendet und ebenfalls von der verwaltet wurde.

Unter den hinzugekommenen Kennungen sind historische Sprachen wie Mittelhochdeutsch (gmh für ) oder Althochdeutsch (goh für ) und Dialekte wie Niederdeutsch (nds für ).

Eine Beschreibung für die Zuordnung von Einzelsprachen zu einer der durch ISO 639-2 angebotenen kollektiven Sprachcodes findet sich nicht in dem Standard. Die verweist allerdings auf die oben genannte Liste der ', die diese Funktion erfüllen kann.

Kollektive Sprachcodes

Eine Besonderheit sind kollektive Sprachcodes (englisch ), die in der Norm ISO 639-1 nicht vorgesehen sind. Sie ermöglichen eine Kennzeichnung von Sprachen, für die eine Zuordnung einer eigenen Sprachkennung nicht angedacht ist. Dies kann für kleine Sprachen erfolgen, für die lediglich eine geringe Zahl an literarischen Werken vorhanden ist oder für die keine erhebliche Zunahme angenommen wird. Sie fassen einerseits Sprachfamilien zusammen wie die Iiokesischen Sprachen unter der Kennung iro oder bieten eine Sammelbezeichnung für übrige Einzelsprachen einer Familie, wenn diesen keine eigene Kennung zugeordnet wird wie smi für die Familie der samischen Sprachen, bei der die zugehörige nordsamische Sprache bereits eine eigene Kennung besitzt. In der Tabelle der Sprachcodes wird für erstere Gruppen in der Regel der Bezeichner (deutsch „Sprachen“), für letztere der Bezeichner (deutsch „andere“) an den Namen angehängt, um kollektive Sprachcodes auszuzeichnen. Ist ein Sprachcode für eine einzelne Sprache verfügbar, soll dieser vorgezogen werden und keine Zuordnung eines kollektiven Codes erfolgen. Dies kann auch Sprachcodes betreffen, die neu in den Standard aufgenommen werden.

Terminologische und bibliographische Sprachcodes (T/B)

Ein weiterer Unterschied zu ISO 639-1 und auch den anderen Teilnormen ist die Verwendung terminologischer () und bibliographischer Kennungen (), die mit ISO 639-2/T und ISO 639-2/B bezeichnet werden. Diese Unterscheidung wird für 23 Einträge gemacht und rührt weitestgehend daher, dass vor Einsatz der Norm bereits Konventionen im Bibliothekswesen für Drei-Buchstaben-Kennungen bestanden, die von der Benennung der bereits festgelegten Norm ISO 639-1 für zwei Buchstaben stark abwichen. Da in der Benennung eine Fortführung der ISO 639-1 angestrebt war, wurde in den Fällen abweichender Bezeichner entschieden, zwei Codes einzuführen. Die terminologische Kennung führt also die Benennung nach ISO 639-1 weiter, während die bibliographische Kennung aus Kompatibilitätsgründen geführt wird und die vorherige Benennung reflektiert. Der Standard erlaubt die Mischung von T- und B-Codes nicht und mahnt eine Festlegung der verwendeten Art vor dem Datenaustausch durch die betroffenen Parteien an.

Änderungen

Ein Hinzufügen und Ändern von Sprachcodes sowie das Ändern ihrer Beschreibung ist möglich, dabei wird auf Stabilität im beschriebenen Standard geachtet. Sprachcodes nach ISO 639-2/B, die nun Kompatibilität gewährleisten sollen, sind von Änderungen jedoch ausgeschlossen. Ein nach Änderungen aufgegebener Code soll frühestens nach fünf Jahren wiederverwendet werden.

ISO 639-3

Die sich in Entwicklung befindende Norm ISO 639-3 soll aufbauend auf die ersten beiden Teilnormen eine umfassende Abdeckung aller Sprachen der Welt ermöglichen. Diese wiederum baut auf der vorhergehenden Norm ISO 639-2 auf und kann auch wie sie theoretisch über 17.576 verschiedene Kennungen verfügen. Aufgenommen werden alle bekannten Sprachen, worunter auch alle lebendigen, ausgestorbenen, historischen sowie auch konstruierten Sprachen fallen. Mehr als 6.900 Sprachen sind bisher in den Standard aufgenommen worden.

Verwaltet wird sie von der Organisation SIL International.

Kennungen der ISO 639-2 finden sich mit Ausnahme der kollektiven Sprachkennungen in dieser Norm wieder. Eine Erweiterung ist der Gebrauch einer Makrosprache.

ISO 639-4

Eine Erklärung zur Anwendung der Normen aus ISO 639 wird sich in dem Standard ISO 639-4 finden, der noch nicht erschienen ist. Diese Norm selbst wird keine Sprachcodes definierenJohn Cowan und Peter Constable: What's the plan for ISO 639-3 and RFC 3066 ter?. E-Mail-Austausch zwischen John Cowan und Peter Constable auf der Mailingliste ietf-languages, 20.08.2004

ISO 639-5

Eine Erweiterung der kollektiven Kennungen aus ISO 639-2 wird ISO 639-5 bieten, die sich derzeit noch in Entwicklung befindet. Dabei werden die bereits vorhanden Kennungen aufgenommen. Dieser Teilstandard wird keine Sprachcodes mit ISO 639-3 teilen, die Mengen der geführten Kennungen sind disjunkt.

Abbildung
Darstellung der durch die Teilnormen definierten Mengenbeziehungen.
Bildherkunft

Verwaltung

Die Verwaltung der Kennungslisten übernehmen die Registrierungsinstanzen (), deren Aufgabe in der Annahme und Prüfung der Anfragen zur Aufnahme neuer Kennungen sowie Änderungen bestehender Einträge istsiehe z. B. die Änderungsmitteilung zu ISO 639-2: ISO 639-2/RA Change Notice (englisch).

Die Benennung der Kennungen soll möglichst der landessprachlichen Bezeichnung der kodierten Sprache folgen. Ausnahmen werden gemacht für Länder, in welchen die betroffene Sprache gesprochen wird und die selbst eine andere Benennung wünschen.

Spezielle Kennungen

Die beiden Normen ISO 639-2 und ISO 639-3 verfügen über spezielle Kennungen, um einen flexiblen Umgang mit der Identifizierung von Texten zu ermöglichen.

Die Kennungen von qaa bis qtz (inklusive der alphabetisch dazwischen liegenden Kennungen) sind für die lokale Verwendung registriert und werden von der Registrierungsstelle nicht vergeben.

Für eine Kennzeichnung für Dokumente ohne sprachlichen Inhalt wurde die Kennung zxx erst später eingeführt. Sie kann für die Kennzeichnung von Dokumenten verwendet werden, die keinen Text enthalten, z. B. Notendrucke oder Fotos.

Mit mul (von englisch für „mehrere Sprachen“), welches für die Auszeichnung mehrerer Sprachen gedacht ist, wenn eine Kennzeichnung durch alle einzelnen Kennungen nicht angebracht ist, und und (von englisch für „unbekannt“) für eine nicht identifizierbare Sprache gibt es zwei besondere Kennungen.

Verwendung mit ISO 3166 und RFC 4646

Während ISO 639 die sprachliche Einteilung definiert, beschreibt ISO 3166 die geografische Einteilung. ISO 639-1 und ISO 3166 verwenden dabei beide zweibuchstabige Kürzel, aber während diese im ISO 639-1 aus Kleinbuchstaben bestehen, verlangt die ISO 3166 Großbuchstaben. Abweichend vom Standard wird die Sprachkodierung aber oft in Großbuchstaben angegeben. Dies kann zur Verwechslung mit der Geografiekodierung führen, da einige Länder die selben Kürzel für ihre geografische und sprachliche Einteilung haben, während in anderen Fällen das selbe Kürzel für völlig verschiedene Orte bzw. Sprachen stehen kann.

Beispielsweise stehen DE/de für „Deutschland“/„deutsch“, FR/fr stehen für „Frankreich“/„französisch“, aber BE/be stehen für „Belgien“/„belorussisch“. Andererseits lautet die geografische Einteilung für Griechenland GR, während die sprachliche Einteilung für die griechische Sprache el ist. Es existieren viele weitere Beispiele: Das Kürzel EU/eu steht einerseits für die geografische Einteilung „Europäische Union“, andererseits für die sprachliche Einteilung „baskische Sprache“. Das Kürzel AF/af steht einerseits für die geografische Einteilung „Afghanistan“, andererseits für die sprachliche Einteilung „Afrikaans“. Sämtliche Homographen finden sich auf :meta:Language codes/Conflicts (englisch).

Die Unterscheidung von Geografie und Sprache ist jedoch sinnvoll: Beispielsweise gilt, dass Deutsch nicht nur in Deutschland und Französisch nicht nur in Frankreich gesprochen wird.

In Kombination mit den Geografiecodes nach ISO 3166 für Länder erklärt der RFC 4646 (früher RFC 3066 und davor RFC 1766) die Angabe von Sprachkürzeln, wie man sie für Locales benutzt, z. B. en-US („englische Sprache im Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika“; „[US-]amerikanisch“) im Gegensatz zu en-GB („englische Sprache im Gebiet des Vereinigten Königreichs“; „britisch“). Die Sprachkürzel werden hier durch Kleinbuchstaben symbolisiert, die Länder durch Großbuchstaben. Entgegen der Empfehlung in RFC 4646 wird anstatt des Bindestriches oftmals der Unterstrich (englisch ') als Trennzeichen verwendet. Locales definieren aber nicht nur eine Landessprache bzw. Regionalsprache, sondern werden auch zur Lokalisierung herangezogen.

Beispiel der Sprachkennungen nach ISO 639

Diese Tabelle zeigt (sortiert nach Sprachcodes) die verschiedenen Spracheinträge und stellt Zusammenhänge zwischen den Teilnormen der ISO 639 dar. So werden lebendige, historische und künstliche Sprachen aufgeführt. Manche Kennungen existieren nicht in den anderen Normen, oder sie existieren in einer anderen Form.

{Tausendfach verwendet}>

border="2" cellspacing="0" cellpadding="4" rules="all" class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1" style="margin:1em 1em 1em 0; border-style:solid; border-width:1px; border-collapse:collapse; empty-cells:show; "


Dies ist die vorrangig zu verwendende Formatvorlage für generell alle Tabellen. Ein Verwendungsbeispiel findet sich auf der Diskussionsseite.

Für zusätzliche CSS-Parameter kann ein Vorlagenparameter angegeben werden, Beispiel:

 
 ...

Für links- und rechtsseitig Ausgerichtete Tabellen siehe Vorlage:Prettytable-L und Vorlage:Prettytable-R.

Siehe auch: Hilfe:Tabellen, Abschnitt Tabellen in Wie gute Artikel aussehen.

Prettytable

en:Template:Prettytable

 !Sprache
ISO 639-1 ISO 639-2 (T/B) ISO 639-3
Bihari bh bih (kollektive Kennung) -
Altkirchenslawisch cu chu chu
Deutsch de deu/ger deu
Esperanto eo epo epo
Friesisch fy fry fry (Makrosprache)
Obersorbisch - hsb hsb
irokesische Sprachen - iro (kollektive Kennung, Sprachfamilie) -
ladakhische Sprache - Einordnung unter kollektiver Kennung sit lbj
Sanskrit sa san san
nordsamische Sprache se sme sme
andere samische Sprachen - smi (kollektive Kennung, andere) -
Klingonisch - tlh tlh
Jiddisch yi yid yid (Makrosprache)
chinesische Sprachen zh zho/chi zho (Makrosprache)

Weblinks

Einzelnachweise

als:ISO 639 ast:ISO 639 csb:ISO 639 zh-min-nan:ISO 639


Diskussion der Autoren über den Artikel: ISO 639


Soll ich auch die einzelnen Sprache zu ihrem Wikipedia-Eintrag verlinken? 145.254.127.232 15:49, 14. Mai 2005 (CEST)
Sei mutig;-) --Rdb? 15:51, 14. Mai 2005 (CEST)

Mandarin und kantonesisch

ist es nicht ein bisschen blöd gewesen, mandarin und kantonesisch als "chinesische sprache" unter demselben kürzel "zh" zu vereinen? --Abdull 15:43, 13. Sep 2005 (CEST)

Steht jetzt im Artikel, wieso es so gemacht wurde. --Chrislb Chrislb 11:08, 27. Okt. 2006 (CEST)

Symbole "((en))" und "((de))"

Inwieweit haben die im Artikel verwendeten Grafiken zu "de" und zu "en" offiziellen Charakter? Ist dies nur eine Wikipedia-interne Idee? Falls dem so ist, so sollte deutlich darauf hingewiesen werden.

82.83.1.25 23:42, 26. Sep 2005 (CEST)

Selbstverlinkung?

Huhu. In ISO 639#Struktur ist ein Link auf ISO 639-3 - welche allerdings ein Redirect auf ISO 639 ist. Sinn? --Suchhund 16:02, 19. Feb 2006 (CET)

Keiner. Histerisch gewachsen. --Jpp Jpp 20:36, 19. Feb 2006 (CET)

Locales und Sprachangaben nach RFC 3066 falsch

Laut RFC 3066 sind Unterstriche aber nicht erlaubt! Das einzige zulässige Trennzeichen nach RFC 3066 (Auch schon RFC 1766) ist der Bindestrich! Die Tiefstrichvariante der Locales ist nach POSIX. RFC 3066 wären zum Beispiel:

  • de - Deutsch
  • de-DE - Deutsch, Deutschland
  • en-US - Englisch, USA
  • x-klingon - Klingonisch
  • en-US-GB - Englisch, USA und England
  • i-en-GB-oed - Englisch, England, Oxford Dictionary Spelling
Bei den Locales wären nur die ersten drei Varianten mit unterstrich möglich!

Auch ist die Bezeichnung "Sprachcode" hier besser geeignet als Locale, denn die RFC 3066 Sprachkürzel dienen tatsächlich der genauen Identifikation der Sprache, wärend die Locales eben eher der Lokalisierung dienen, die aber auch mit einer Sprache einhergeht. Ein Locale ist aber z.B. auch wichtig für die Zahlenformatierung u.ä. - Ein Sprachcode nicht unbedingt. Das zeigt sich u.a. auch durch die Optinale Charset angabe bei Locales, zb de_DE.ISO-8859-1, die bei Sprachcodes gänzlich fehlt. Die Zielgebiete sind unterschiedlich. Man sollte ganz eindeutig die Sprachcodes der I18N zuweisen und die Locales der L10N, man kann ja erwähnen dass sie beide in die Aufgabenbereiche der G11N fallen.

--EmCee 21:07, 18. Mai 2006 (CEST)

ISO-Code "zxx"

Hi, in den Original-Code-Tabellen steht der ISO-Code „zxx“ mit dem Kommentar „No linguistic content“. Weiß jemand, wofür der benutzt wird? --Jpp Jpp 08:39, 25. Okt. 2006 (CEST)

Vielleicht für Computercode? Oder nehmen wir an, du hast einen deutschen Wikipedia-Artikel über den Buchstaben Q. Um den Lesern zu zeigen, wie das Q aussieht, schreibst du ein dickes Q in den Artikel. Da dieses Q im Gegensatz zum Rest des Artikels keine menschliche Sprache ist, sondern ganz sinnfrei das Aussehen eines Buchstabens zeigt, kannst du es mithilfe des Kürzels zxx als nichtsprachlich markieren:
Dies ist ein deutscher Satz. Jenes ist ein sprachneutrales Q:
Außerdem könntest du mit dem Code zxx-Latf ein Ausrufungszeichen in Frakturschrift anzeigen lassen, mit zxx-Latg ein ⁊ in gälischer Lateinschrift oder mit zxx-Latf ein Eszett in Frakturschrift anzeigen lassen, wo diese keinen „sprachlichen“ Wert beinhalten, sondern es z. B. nur um die Form der Glyphen geht. Ich bin aber nicht sicher, ob der Code nicht womöglich nur für Zeichen ohne Aussprache wie Smileys gedacht ist oder ob man ihn ruhig für sowas wie %, & oder auch Buchstaben benutzen soll. 17:14, 25. Okt. 2006 (CEST)
Ich wäre dafür, dass Jpp mal bei der ISO nachfragt und eine Antwort in den Artikel stellt.
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Pro

Pro --Chrislb Chrislb 17:26, 25. Okt. 2006 (CEST)

Ist mir da was entgangen? War deine Antwort, chrislb, eine Retourkutsche für irgendwas?
Aber ja, ich werde da mal weiterrecherchieren, obwohl Wikipeditor das schon ganz gut erklärt hat (auch wenn ihm seine Signatur missglückt ist). --Jpp Jpp 17:46, 25. Okt. 2006 (CEST)
Nein, ganz und garnicht. Nur dass ich selbst das in dem Standard zu -2 nicht gefunden habe. Ich weiß noch nichtmal welche Bücher man zu dem Thema befragen kann, so dass für mich nur Internetrecherche oder Nachfragen hilft. --Chrislb Chrislb 18:27, 25. Okt. 2006 (CEST)
Scheint wohl noch recht neu zu sein: Siehe z.  B. diese beiden Quellen: Aktualisierung der Sprachcodes nach ISO 639-2 im Hessischen Bibliothekssystem und ISO 639-2/RA Change Notice. --Jpp Jpp 20:11, 25. Okt. 2006 (CEST)
Wir haben übrigens schon einen Wikipediaeintrag dazu in (einer) deutscher/n Sprache: :ksh:ZXX (Watt ėßß datt?) --Chrislb Chrislb 20:49, 25. Okt. 2006 (CEST)

Friesisch

Jetzt hab ich einen "Knoten" im Kopf und weiß nicht was die Jungs da machen:

  • [LINK] (ISO 639-2) ändert "Friesisch" für fry in "Westfriesisch" (die wichtigste der Friesischen Sprachen), da diese ursprünglich gemeint war, doch falsch benannt wurde. Gleichzeitig wird Ost-Friesisch hinzugefügt. «Previous usage of code has been for Western Frisian, although language name was "Frisian"»
  • [LINK] (ISO 639-3) führt allerdings fri für Westfriesisch und ordnet fry den ganzen Friesischen Sprache zu.
  • [LINK] die Hessen stellen fry auf Westfriesisch um.
Haben die bei der 639-3 einfach gepennt und das noch nicht entsprechend umbenannt? Sie sind ja noch in der Draft-Phase --Chrislb Chrislb 21:36, 25. Okt. 2006 (CEST)
Anmerkung: Sonst wäre da etwas zwischen -2 und -3 inkonsistent... --Chrislb Chrislb 21:40, 25. Okt. 2006 (CEST)
[LINK] Hinweis auf eine bevorstehende Änderung? in ISO 639-3 zu fry. [LINK] Hinweis auf die Umstellung von fy und fry. --Chrislb Chrislb 21:56, 27. Okt. 2006 (CEST)
Weitere Inkonsistenz ist Jiddisch yid: [LINK] vs. [LINK] --Chrislb Chrislb 14:01, 27. Okt. 2006 (CEST)

Bihari

Laut :en:ISO 639-2 nimmt Bihari eine Sonderrolle ein, da sie eine kollektive Sprache ist, aber auch einen ISO 639-1 Code hat. Vielleicht weiß jemand etwas mehr dazu, so dass ich das in den Artikel packen kann. --Chrislb Chrislb 23:23, 26. Okt. 2006 (CEST)

Da scheint die Norm tatsächlich etwas unsauber zu sein. Schau dir mal [LINK] an. --Jpp Jpp 08:34, 27. Okt. 2006 (CEST)
Danke für den Link. Klar scheint es da aber auch nicht zu sein. Es ähnelt doch sehr [LINK]. Generell werden also auch Sprachgruppen auf ISO 639-1 Ebene aufgenommen, (siehe auch die Tabelle im Artikel). Den Satz verstehe ich auch nicht. Da scheint eher jemand ohne Ahnung mal etwas reingeschrieben zu haben − einen Code der einzelnen Sprache für ISO 639-1 finde ich nicht. --Chrislb Chrislb 11:06, 27. Okt. 2006 (CEST)

== Ethnologue 15 = ISO 639-3 == Schon mehrfach gelesen -> 15. Ethnologue = ISO 639-3 (naja zumindest so verstanden). Aber das scheint Schwachfug zu sein: Vergleiche [LINK] (ISO 639-3) und [LINK] (Ethnologue 15th). Sprachen auf Makroebene gibt es scheinbar nicht. --Chrislb Chrislb 11:06, 27. Okt. 2006 (CEST)

Wie schon nebenan gesagt, ist die SIL diejenige Organisation, die die ISO-639-3 Codes verwaltet. Die SIL verwaltet auch Ethnologue, daher werden dort praktischerweise direkt die ISO-3 Dingers verwendet. Da Ethnologue aber nur lebende oder erst kürzlich ausgestorbene Einzelsprachen enthält und keine Makrosprachen und auch keine "alten" Sprachen, findest du in Ethnologue nicht alle Codes. Dafür gibt es von der SIL eine vollständige Liste: [LINK]. VG --Thomas_Goldammer Thomas_Goldammer/Thomas Goldammer/Bewertung 12:40, 27. Okt. 2006 (CEST)
Die Zusammenhänge in der SIL kenne ich. Allerdings war mir entfallen, dass der Ethnologue nur moderne Sprachen führt, bzw. ich war (bin) mir nicht sicher, dass er dies auch beibehält. --Chrislb Chrislb 13:25, 27. Okt. 2006 (CEST)

Makrosprache

Was ist eigentlich eine Makrosprache? Makrosprache hilft in diesem Kontext nicht weiter. Hat jemand eine Definition zur Hand? --Jpp Jpp 20:12, 29. Okt. 2006 (CET)

Ich werde das die nächsten Tage mal in Angriff nehmen. Nach der Spezifikation fallen darunter Einzelsprachen, die sehr enge Beziehungen zueinander haben, so dass in einem Kontext die Nennung zusammen als eine Sprache gegeben sein kann. Dies ist etwas schwamming definiert, gibt aber Beispiele wie Chinesisch (alle "Sub-"Sprachen verwenden die chinesische Schrift, die einjeder Sprecher der verschiedenen Sprachen lesen und größtenteils auch verstehen kann) oder Serbokroatisch, dass man nun wohl aus politischen Gründen nicht mehr so nennt, sondern in Bosnisch, Kroatisch, Serbisch... zerfallen ist. Ich werde das die Tage in den Artikel geben. --Chrislb Chrislb 21:47, 29. Okt. 2006 (CET)
Prima. Anschließend werde ich dann die bisher nach Makro weiterleitende Seite Makrosprache in eine Begriffsklärung umbauen, die auch hierhin leitet. Ist sonst etwas verwirrend für Suchende. --Jpp Jpp 09:11, 30. Okt. 2006 (CET)


Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff ISO 639 und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).