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Ida von Herzfeld

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Der Artikel Ida von Herzfeld gehört zur Kategorie: Frau, Heiliger, Gestorben 825
Ida von Herzfeld (Heilige Ida) (* um 770/775; † 825) war eine deutsche Ordensgründerin.

Die Herkunft Idas ist in der Geschichtswissenschaft umstritten. vgl. zu den im folgenden dargestellten Streifragen und deren Quellen: Hlawitschka, a.a.O. und Jakobi, Franz Josef: Zur Frage der Nackommen der heiligen Ida und der Neuorientierung des sächsischen Adels in der Karolingerzeit. In: Jászai, Géza (Hrsg.), Heilige Ida von Herzfeld 980-1980, Festschrift zur tausendjährigen Wiederkehr der Heiligsprechung der heiligen Ida von Herzfeld, Münster 1980, S. 53 ff. Einigkeit besteht, daß sie eng mit den Karolingern verwandt war. Nach einer Ansicht wird Ida als Tochter der Äbtissin Theodrada von Soissons (Schwester der Äbte Adalhard und Wala) angesehen so etwa Hüsing, Die Genealogie der hl. Ida, in: Zeitschrift f. vaterländische Geschichte und Altertumskunde (Westfalen), Bd. 38, 1880, S. 10; Krumwiede, der Stift Fischbeck a. d. Weser, 1955, S. 49, 51, 53, 56 , die ihrerseits eine Enkelin Karl Martells (durch des letzteren Sohn Bernhard) gewesen ist. Als Vater wird in dieser Variante Graf Theoderich, Sohn von Childerich III., dem letzten Merowinger-König gefunden. Nach anderer Auffassung Hlawitschka, a.a.O. ist Ida die Tochter Karlmanns und dessen Gattin Gerberga, der Tochter des Langobarden-Königs Desiderius. Beide Ansichten führen jedoch dazu, daß Ida, entweder über ihren mutmaßlichen Vater Karlmann, dem Bruder Karls des Großen, oder über ihre mögliche Mutter Theodrada, als Enkelin bzw. Urenkelin Karl Martells anzusehen ist und damit in der Seitenlinie eng im Karl dem Großen verwandt war. Nach einer in der Literatur nicht näher belegten Mindermeinung soll Ida nach dem Tode Karlmanns von dessen Witwe Geberga und einem unbekannten fränkischen Grafen gezeugt worden sein. Hiernach hätte Ida keine verwandtschaftliche Verbindung zu den Karolingern, sondern über ihre Mutter (allein) zu den Langobarden.

Nach ihrer Vermählung mit dem Sachsenherzog Ekbert verließ sie ihre Heimat und zog im Jahre 786 nach Westfalen zu seinen Gütern, die in der Nähe der heutigen Stadt Osnabrück lagen. Auf dem Wege dorthin überquerten sie die Lippe auf einer Furt bei Hirutveldun (altsächsisch: Hirschfelder) und schlugen am rechten Flußufer ihr Zelt auf. In der folgenden Nacht erhielt Ida im Traum den Auftrag eines Engels, dort eine Kirche zu bauen. Diese Traumvision bestimmte von nun an ihr Handeln und Denken. Sie mühte sich um den Bau eines Gotteshauses und wurde so die Gründerin der ersten katholischen Gemeinde im Münsterland.

Die Reise nach Westfalen fiel in die Zeit des 30-jährigen Krieges zwischen den Sachsen und den Franken. Ida nahm in dieser Zeit die Sachsen in ihren Schutz. Der Hirsch, mit dem Ida oft abgebildet wird, ist ein Bild für die von den Franken gejagten Sachsen. Noch heute befindet sich der Hirsch im Wappen von Herzfeld. Im Jahre 811 starb Idas Gemahl Ekbert. An der Südseite der Kirche fand er seine letzte Ruhestätte. Über dem Grab wurde ein Portikus erbaut, wo Ida nach dem Tod Egberts wohnte. Dort, in unmittelbarer Nähe des Altars, widmete Ida sich ganz dem Gebet und der Sorge für die Gemeinde. Der Steinsarg diente dabei als Truhe für die Gaben, die sie zweimal am Tag an die Bedürftigen austeilte.

Am 4. September 825 starb Ida. Der Portikus mit ihrem Grab wurde zur ersten Wallfahrtsstätte Westfalens. 155 Jahre später, am 26. November 980, erhob Bischof Dodo von Münster die Gebeine Idas zur Ehre der Altäre. Heute ist der Sarkophag der hl. Ida, der Schrein mit ihren Reliquien und Reste der von ihr erbauten Kirche in der Grabkrypta zu sehen und laden ein zum betrachtenden Verweilen, zum Gedenken an die “Mutter der Armen” und zum Gebet.

Eine Tochter Idas, Ida die Jüngere, war mit Asig (Esiko) verheiratet, Namensgeber des Geschlechts der Esikonen, die als Grafen im Hessengau herrschten und aus denen u.a. die Edelherren zu Itter hervorgingen.

Literatur

Hlawitschka, Eduard: Zur Herkunft der Liudolfinger und zu einigen Corveyer Geschichtsquellen, Rheinische Vierteljahresblätter, Band 38, 1974, Seiten 92 ff. [147 ff.].

Jakobi, Franz Josef: Zur Frage der Nackommen der heiligen Ida und der Neuorientierung des sächsischen Adels in der Karolingerzeit. In: Jászai, Géza (Hrsg.), Heilige Ida von Herzfeld 980-1980, Festschrift zur tausendjährigen Wiederkehr der Heiligsprechung der heiligen Ida von Herzfeld, Münster 1980, S. 53 ff

Quellen

Weblinks


Diskussion der Autoren über den Artikel: Ida von Herzfeld


Links

Der Artikel müsste dringend verlinkt werden, um das Nachschlagen weiterführender Begriffe zu vereinfachen. --Marvolo 19:00, 20. Aug 2006 (CEST)

Quellen

Bitte die Quellen verifizieren und bitte keine eigenen Schlüsse ziehen. Siehe Wikipedia:Richtlinien.--Englandfan 19:39, 20. Aug 2006 (CEST)

Antwort: Die Quellen sind angegeben. Die weiterführenden wissenschaftlichen Streitfragen - die ganze Bücher füllen - sind dieser Sekundärliteratur zu entnehmem. M. E. ist es nicht Aufgabe einer Enzyklopädie, sämtliche Streitfragen erschöpfend zu behandeln. Merkwürdigerweise wird der seriöse Hinweis, daß es unterschiedliche wissenschaftliche Auffassungen gibt, oftmals mit den Mahnung "Quellen angeben!" gescholten, während das apodiktische Hinstellen von Fakten hingenommen wird.

@Englandfan: leider macht Deine Anpassung der Fußnoten an die "WP Koventionen" den Artikel wissenschaftlich falsch. Jakobi selbst behauptet nicht, daß Ida eine Enkelin Karl Martells ist. Vielleicht sollte man Fußnoten nur "anpassen", wenn man die (Sekundär-) Quelle selbst überprüft hat...

Bitte die WP-Konventionen einhalten

liebe unbekannte IP! Bitte bei Wikipedia:Quelle, bei Wikipedia:Richtlinien und bei Was Wikipedia nicht ist vorbeisehen.--Englandfan 20:34, 20. Aug 2006 (CEST)

@Englandfan: ich sehe keinen Widersruch zu den Richtlinien. Hätte ich eine der aufgezeigten Meinungen als feststehende "alleingültige" Ansicht vorgestellt, hättest Du sie wahrscheinlich ohne weiteres akzeptiert.

Du verstößt schon gegen die WP-Richtlinien, indem Du in die Quellenangabe in den Fußnoten Bemerkungen einfügst. Ich habe Dir eine Nachricht an Deine Diskussionsseite geschickt. Im übrigen rede ich nicht so gerne mit anonymen IPs. Ein nickname wäre mir lieber. --Englandfan 21:03, 20. Aug 2006 (CEST)

Ich kann diesen Einwand nicht nachvollziehen. In den Fußnoten befinden sich keine Bemerkungen. Der Umstand, daß Du hinsichtlich der Auslegung der Richtlinien anderer Meinung bist, gibt Dir nicht das Recht, die beanstandete Passagen einfach zu löschen und damit zutreffende Informationen zu entfernen. DAS ist ein Verstoß gegen die Richtlinien. Vielmehr hast Du Beanstandungen, die nicht inhaltlicher, sondern nur formaler Natur sind, zur Diskussion zu stellen. Die Gemeinschaft entscheidet dann, ob Deiner Ansicht gefolgt wird und Maßnahmen zu ergreifen sind. Gruß, Uhurababe



Diese Definition bzw. Erklärung des Begriff Ida von Herzfeld und dessen Bedeutung wurde zuletzt am 25.7.2007 aktualisiert (Glossar Lexikon Enzyklopädie).